Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Corona                                                                                                              

Über die Pandemie mit dem neuartigen Corona-Virus, das sich seit Dezember 2019 zuerst in Wuhan (China) und dann schnell weltweit ausgebreitet hat. An der durch das Virus verursachten Lungenkrankheit "Covid-19" sterben vor allem alte und geschwächte Patienten. Das Virus ist extrem ansteckend und wird auch von Leuten weiterverbreitet, die selbst keine Symptome entwickeln. Seit März 2020 werden weltweit Ausgangsverbote verhängt, in der Folge stehen das soziale Leben und die Wirtschaft weitgehend still. Die sozialen und politischen Folgen sind noch unabsehbar.

Hier steht nur ein Teil der Beiträge, vor allem die, die länderübergreifend sind. Speziell Beiträge über die Entwicklung in den USA, in Brasilien, in afrikanischen Ländern, im Iran und in Indien stehen jeweils dort, weitere Beiträge unter Kapitalismus und natürlich unter Satire.

  (letzter Eintrag 30.5.20)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
18.3.20

Ein paar aktuelle Zahlen: in China gibt es kaum noch neue Ansteckungen, hier heute 11 Tote, insgesamt 3237. In Italien heute 475 Tote (!), insgesamt 2978. Im Iran heute 147 Tote, insgesamt 1135. In Spanien heute 67 Tote, insgesamt 588. In Frankreich heute 89 Tote, insgesamt 264. (In Deutschland bisher insgesamt nur etwa 25 Tote.)

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Rupert Read ("Extinction Rebellion") über die Lage in Britannien und Boris Johnsons Irrsinnsstrategie.

A

 

RT

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20.3.20

Lageberichte von Korrespondenten aus Italien (627 Tote an einem Tag), Frankreich (landesweite Ausgangssperre) und Spanien (Hotels werden zu Krankenhäusern).  ¤

Die legendäre Soldatensängerin Vera Lynn ("We'll meet again") ruft an ihrem 103. Geburtstag dazu auf, trotz Isolation und sozialer Distanzierung weiter zu lächeln und zu singen, um die dunklen Zeiten zu überstehen¤

TT

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21.3.20 Es gibt bei allen Sendern praktisch nur noch Berichte zur Corona-Pandemie. Davon viel durchaus Sehenswertes und Zeitloses. Bei den deutschen Sendern vor allem Berichte zu den Ausgangsbeschränkungen in Deutschland und zur Lage in Italien (über 800 Tote an einem Tag), im ZDF aber z.B. auch ein Bericht aus Nairobi. Die BBC berichtet vor allem aus Britannien, CNN aus den USA. Nur AJE ist weiter international, mit Lageberichten u.a. aus Indien, Sri Lanka, Australien, Südafrika, Argentinien, Jordanien und Katar. (Sommerliche Temperaturen behindern offensichtlich nicht die Ausbreitung des Virus. Fast weltweit gibt es mehr oder weniger umfassende Ausgangsbeschränkungen.) Sehr viele Korrespondenten berichten inzwischen aus ihrem Homeoffice. Bei arte und TV5 wurde die aktuelle Berichterstattung weitgehend eingestellt.  - Bei mir heute nur eine sehr beschränkte und einseitige Auswahl einiger besonders wichtiger Beiträge.    
21.3.20

Unter den Ausgangssperren leiden besonders Obdachlose, weil alle Orte, wo sie sich sonst tagsüber aufhalten konnten (Bibliotheken, Cafes, auch Schwimmbäder usw.) nun geschlossen sind. Ein Bericht mit Eindrücken aus Barcelona und Rom.

E 2
22.3.20

In praktisch allen afrikanischen Staaten breitet sich Corona aus. Da es kaum Tests gibt, gibt es auch keine zuverlässigen Zahlen. Mehrere Länder verhängen mehr oder weniger scharfe Ausgangsverbote, die aber anscheinend nur teilweise befolgt werden. In Nigeria z.B. ist die Besucherzahl beim Gebet in den Moscheen auf ein Drittel gesunken. Redaktioneller Bericht mit Infos aus Nigeria, DR Kongo, Zimbabwe, Kamerun und Kenia.

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22.3.20

In Italien am Sonntag mindestens 650 Tote, insgesamt nun fast 5500. - In Spanien 400 Tote an einem Tag, zusammen 1750, in Britannien bisher 280 Tote. - In Deutschland nun insgesamt etwa 80 Tote. Bundesregierung und Länder haben sich darauf geeinigt, Versammlungen von mehr als zwei Personen zu verbieten. Kanzlerin Merkel ist nach Kontakt mit einem infizierten Arzt nun selber in Quarantäne.  - Berichte bei AJE und Tagesschau.

Bei "buten un binnen" ein Bericht über die Probleme von Obdachlosen in Bremen mit der Ausgangssperre.

A,TS

 

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23.3.20

 

Bei arte eine weltweite Übersicht, mit Lageberichten aus Senegal (bisher 60 erkannte Infektionen), Bolivien, Griechenland und Frankreich (jeweils Ausgangssperren), und China (keine Neuinfektionen mehr).  - Tagesschau und heute-journal: in Deutschland scheint sich die Kurve abzuflachen. Die neuen Abstandsregeln werden allgemein akzeptiert und eingehalten. - Während sich niemand mit mehr als einer Person treffen darf und alle 2 m Abstand halten sollen, werden zurückkehrende Ferienflieger (über 100.000 in einer Woche) dicht gedrängt in bis zum letzten Platz besetzte Flugzeuge gesteckt, und es gibt weder vor dem Start noch während des Fluges oder hinterher irgendwelche medizinischen Kontrollen. Bilder und Infos zu diesem Wahnsinn im heute-journal. - Bei Euronews ein Bericht zur Lage in Italien: etwa 600 Tote an einem Tag. Die Zahl der Neuinfektionen und die Zahl der Toten pro Tag sind leicht gesunken. - Und ein Beitrag über eine beunruhigende Studie in einem Dorf in Italien, das nach Auftreten des ersten Corona-Falles komplett unter Quarantäne gestellt wurde. Alle Bewohner wurden mehrfach getestet. Es zeigt sich nun, daß ein großer Anteil (bis zur Hälfte) der Infizierten keinerlei Symptome entwickelt. Trotzdem können sie das Virus aber weitertragen. (In Island wurde dasselbe festgestellt.) (YT-Video unten mit falschem Titel) ¤

arj,TS,hj,E

 

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24.3.20

Nigeria: Ahmed Idris berichtet aus Abuja über Ausgangsbeschränkungen wegen der Ausbreitung von Corona. Auf den Straßen und Märkten ist davon aber kaum etwas zu bemerken. Viele Leute glauben nicht, daß die Krankheit so gefährlich ist.

Südafrika: Thomas Denzel berichtet aus Johannesburg. In den Armenvierteln breitet sich die Seuche besonders schnell aus. Ab Freitag soll eine strenge Ausgangssperre gelten.

A,TT

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24.3.20

In Italien nun wieder etwa 740 Tote an einem Tag, zusammen nun doppelt so viele wie in China. Auch in Spanien über 500 Tote an einem Tag, zusammen nun 2700. Auch in Deutschland schnellt die Zahl der Toten pro Tag nun auf über 50, zusammen nun 156. - Die Olympischen Spiele in Japan werden "um ein Jahr" verschoben. 

"frontal21" berichtet über ein Dokument des Robert-Koch-Instituts, das vor sieben Jahren die Bundesregierung vor genau so einer weltweiten Corona-Pandemie gewarnt hat. Die Regierung hat damals und seitdem keine Vorsorge getroffen und hat sich beim Ausbruch der Seuche in China im Januar komplett ahnungslos gestellt und alle notwendigen Schritte immer viel zu spät unternommen. (Allerdings haben auch die Experten im Januar und Februar grob verharmlosende Botschaften verkündet.)  ¤

A,arj,hj

 

frontal21

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25.3.20

Von AJE Infos zur allmählich dramatischen Lage in New York. (In den USA etwa 200 Tote an einem Tag.) - In den Tagesthemen Infos zur Lage in Deutschland (wieder 50 Tote, nun zusammen 206), Italien (700 Tote, zusammen nun 7503) und Spanien (auch etwa 700 Tote, nun 3434). Stefan Schaaf berichtet aus Madrid über die dramatische Lage in den spanischen Krankenhäusern und Altenheimen.

Im ZDF-auslandsjournal (Corona-Ausgabe) ein Bericht von Yacin Hehrlein aus London über die Folgen der Corona-Ignoranz der Johnson-Regierung. - Und Timm Kröger aus Nairobi darüber, wie die Armen im Kibera-Slum versuchen, Abstand zu halten. Die nötige Hygiene scheitert schon am Wassermangel. Auch hier sind viele Fake-News im Umlauf, aber es gibt auch Viele, die sich um Aufklärung der Leute bemühen.  ¤

A,TT

 

auslandsjnl

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26.3.20

Weltweit sind inzwischen über 500.000 Infektionen mit dem Corona-Virus nachgewiesen. Infos und Berichte über die dramatische Lage in Italien und Spanien (jeweils etwa 700 Tote pro Tag). In Italien sind bisher 39 Ärzte an Corona gestorben. Und Infos aus Südafrika, wo ab sofort ebenfalls Ausgangsbeschränkungen gelten.  ¤

A,C zus.12
26.3.20

Den Neoliberalen kommt Corona eigentlich ganz recht, um Arme, Rentner und andere unnütze Esser loszuwerden (Stichwort "sozialverträgliches Frühableben"). Aussprechen wird das natürlich Keiner. Außer Trump, der recht deutlich erklärt, daß ihm die Wirtschaft wichtiger ist als Menschenleben. Ein paar Wirtschaftsbosse sehen das wohl genauso, wie Christoph Süß mit ein paar Zitaten belegt. Und er legt satirisch noch einen drauf, als "Präsidentenberater Dr. Merkwürdig", der Corona als Lösung der Finanzprobleme anpreist, als göttliche Gerechtigkeit des Marktes. Grandios Kubricks "Dr. Seltsam" nachempfunden und diesen aktualisierend.  ¤¤

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27.3.20

Über 900 Corona-Tote an einem Tag in Italien, 770 in Spanien, etwa 400 in den USA, etwa 60 in Deutschland. Weltweit insgesamt bisher 27.000 Tote. - Boris Johnson ist an Corona erkrankt. Mexikos Präsident Lopez Obrador badet immer noch ungeschützt in Menschenmengen. Diverse Berichte und Zusammenfassungen. - Bei AJE berichtet Dominic Kane aus Berlin und geht der Frage nach, warum in Deutschland trotz sehr vieler Infektionen bisher relativ wenig Leute an Corona sterben. Das Gesundheitssystem ist wohl relativ gut ausgestattet, und es wird inzwischen großflächig getestet.   ¤

Die Situation von Geflüchteten in Bremen in Zeiten von Corona. In der Aufnahmestelle "LASt" leben 600 Menschen auf engstem Raum, ohne die Möglichkeit sozialer Distanzierung. Flüchtlinge und Helfer fordern, die Einrichtung zu schließen. Staatsrat Jan Fries (Grüne) sagt, daß erstmal die Risikogruppen herausgeholt werden und in der Jugendherberge untergebracht werden.

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28.3.20

Die Seuche breitet sich weltweit weiter aus, und überall steigen die Totenzahlen. - In Italien erneut fast 900 Tote an einem Tag, zusammen nun über 10.000. Bei Sky News Videos von verzweifelten Menschen, die nichts mehr zu Essen haben. Einer sagt, das wird eine Revolution geben.  - Zwei Berichte über die Ausgangssperre in Südafrika, die die Leute in den Slums unmöglich einhalten können (siehe oben). - Auch in Rußland bleiben die Geschäfte geschlossen. - Das britische Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps. - In Deutschland etwa 80 Tote an einem Tag, zusammen nun über 400.  ¤

Bei arte-reportage ein essayistischer Mix von Momentaufnahmen aus Tokyo, Sydney, Los Angeles, Dakar, Tanger, New Delhi, Mailand etc.  - Mir ist nicht klar, was die Aussage sein soll. Man hätte zeigen können, daß die Seuche und die Ausgangssperren für die Menschen in den armen Ländern ganz andere Folgen haben als für die Reichen, aber das wird nicht thematisiert.

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zus.20

 

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29.3.20

Claus Kleber fragt Gesundheitsminister Spahn nach der Pandemie-Studie des RKI von 2013, die vor genau der nun eingetretenen Situation gewarnt hat, und warum daraufhin keine Vorsorge getroffen wurde. Leider gibt er sich mit einer halbgaren Antwort zufrieden. - Ein Bericht über die Lage in mehreren Seniorenheimen, wo zahlreiche Bewohner und Betreuer infiziert wurden. In einem Heim in Wolfsburg sind in drei Tagen 15 Bewohner gestorben. - Das tägliche Update: weltweit insgesamt 33.500 Tote, seit gestern in Deutschland 80 Tote. (In Italien und Spanien jeweils etwa 800 Tote an einem Tag, in Britannien 210, in den USA ca. 400.)  ¤ 

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30.3.20

In Spanien und Italien jeweils etwa 800 Corona-Tote, aber anscheinend steigen die Infektionen nicht mehr an. Auch in Frankreich 420 Tote an einem Tag, in Deutschland 80. Auch in Moskau gelten nun Ausgangsbeschränkungen. In Österreich wird das Tragen von Schutzmasken Pflicht. - Drei Zusammenfassungen.

Bei arte ein Bericht über Scharlatane in den USA, die mit angeblichen Wundermitteln Profit aus der Corona-Angst schlagen wollen. Rechtsextreme Spinner wie Alex Jones machen Werbung dafür. Die "Heiler" treten gerne auch bei den evangelikalen Predigern auf. Einer von denen, Kenneth Copeland, heilt Corona durch Handauflegen, und treibt nebenbei noch den Teufel aus. Halleluja! - Hoffentlich hat er sich vorher die Hände desinfiziert.  ¤

A,arj,hj

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31.3.20

In Italien steigt die Zahl der täglichen Neuinfektionen nicht mehr an. Dort und in Spanien jeweils etwa 900 Tote an einem Tag. - Ausgangssperre in Nigeria. - Massiver Anstieg der Infektionen in der Türkei. - In Deutschland 122 Tote an einem Tag. - Diverse Berichte und Zusammenfassungen.

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31.3.20

 

Senegal : Die Regierung versucht, die Ausgangssperre mit Gewalt durchzusetzen. In Dakar werden die Stände eines Wochenmarktes mit Bulldozern abgeräumt. Nicolas Haque berichtet aus Dakar.

Südafrika : Auch in Südafrika geht die Polizei mit Gewalt gegen Leute vor, die die Ausgangssperren mißachten. In Johannesburg haben Polizisten dabei einen Mann erschossen. Bei BBC-FoA ein Korrespondentenbericht (Name nicht verstanden).

Kenia : Auch in Nairobi haben Polizisten beim Versuch, die Corona-Ausgangssperre durchzusetzen, einen Jugendlichen erschossen. Infos von Ferdinand Omondi. (BBC-FoA)

Kongo-Brazzaville : In der Republik Kongo sind bisher 22 Personen positiv getestet worden. Auch hier wurden eine Ausgangssperre und die Schließung aller Geschäfte verordnet. Beides läßt sich aber kaum umsetzen. Tausende Leute flüchten aus der Hauptstadt in ihre Heimatdörfer, meist in überfüllten Kleinbussen. Rose Marie Bouboutou berichtet aus Brazzaville. (BBC-FoA)

A,B

 

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31.3.20

Zwei Berichte (von Andrew Gallagher und Stefan Niemann) über den Fall des evangelikalen Predigers Rodney Howard-Browne in Florida, der verhaftet wurde, weil er trotz Corona-Ausgangssperre eine (pseudo-)religiöse Zeremonie mit tausenden Sektenanhängern veranstaltet hat. Auch andere Evangelikale nutzen ihre Treffen, um die Botschaft das Virus zu verbreiten.  ¤

A,nam zus.6
           
1.4.20

In Italien und Spanien wieder jeweils etwa 900 Tote. In Britannien nun auch 560 Tote an einem Tag, in Deutschland über 200 (laut ZDF jetzt insgesamt 909). - Diverse Berichte und Zusammenfassungen.

A,arj,TS,hj zus.12
           
1.4.20

Kenia : Malcolm Webb berichtet aus Nairobi über die Gewalt von Polizisten, die versuchen, die Ausgangssperre umzusetzen. In Mombasa wurde dabei Tränengas eingesetzt, in Nairobi ein Jugendlicher erschossen.  

Nigeria : Bei BBC-FoA ein Korrespondentenbericht (Name nicht verstanden) aus Lagos. Zwei Drittel der Menschen leben in völlig übervölkerten Slums, wo Social Distancing illusorisch ist.

Israel : Israels ultraorthodoxe Juden weigern sich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten und ihre Thora-Schulen zu schließen. Bericht von Uri Schneider.

A,B,arj

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2.4.20

Einige Zusammenfassungen zur Lage in Frankreich, Spanien (950 Tote an einem Tag), Italien, Britannien (über 700 Tote an einem Tag) und Deutschland (ca. 170 Tote an einem Tag). Hier macht man sich vor allem Sorgen um die Spargelernte.

Weltweit sind inzwischen über eine Million Infektionen bestätigt. Mediziner sagen, daß das Virus nicht nur bei direktem Kontakt oder durch Husten, sondern auch einfach durch die Atemluft übertragen wird.

A,C,arj,TS,hj zus.11
           
2.4.20

Bei AJE und CNN (und später auch bei Euronews) Berichte aus Ecuador: Guayaquil ist ein Epizentrum der Corona-Ausbreitung, mit Tausenden Infizierten und mehr als 120 Toten. Die Leichen liegen teilweise auf den Straßen herum, die Leichenhallen sind überfüllt.  - Berichte aus Senegal, DR Kongo und zur Lage in Afrika allgemein.  -   Kongo (DRC) : Das Land hat zwar eine katastrophale Gesundheitsversorgung (schlimmer als in den USA), dafür aber reichlich Erfahrungen mit tödlichen Seuchen, wie Ebola und letztes Jahr dem schlimmsten Masern-Ausbruch weltweit. Gaius Kowene berichtet aus Kinshasa. (BBC-FoA)  ¤

A,B,C,arj,E zus.15
           
2.4.20

Israel : Der Ort Bnei Berak, ein Vorort von Tel Aviv, ist eine Hochburg der Ultraorthodoxen (Haredim) und ein Herd der Ausbreitung von Corona in Israel. Mindestens 40 % der Bewohner sind infiziert. Die Polizei versucht, auch dort Ausgangssperre und Versammlungsverbot durchzusetzen und muß sich dafür als "Nazis" beschimpfen lassen. Es wird überlegt, den Ort abzuriegeln. Die Ultraorthodoxen stellen landesweit den Großteil der Covid-19-Patienten. Berichte von Harry Fawcett, Oren Liebermann und Nicola Albrecht.  - Später auch bei Euronews ein Bericht.  ¤

A,C,ht,E zus.9
                 
2.4.20 Kongo (DRC) : Das Land hat zwar eine katastrophale Gesundheitsversorgung (schlimmer als in den USA), dafür aber reichlich Erfahrungen mit tödlichen Seuchen, wie Ebola und letztes Jahr dem schlimmsten Masern-Ausbruch weltweit. Gaius Kowene berichtet aus Kinshasa. (BBC-FoA) B 3
2.4.20

In Bremen demonstrieren einige Bewohner der Flüchtlingsunterkunft "Lindenstraße", weil sie dort in großer Enge untergebracht sind und die Corona-Abstandsregeln nicht einhalten können. Ein Bewohner ist bereits erkrankt. Die Polizei ermittelt nun gegen die Demoteilnehmer und wirft ihnen vor, sie hätten die Corona-Abstandsregeln nicht eingehalten.

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3.4.20

 

In Italien, Spanien und Britannien jeweils fast 1000 Tote pro Tag, in den USA 1200, in Deutschland 150. In Italien sind inzwischen 77 Ärzte an Corona gestorben. - Alle deutschen Sender melden, das Virus würde sich inzwischen langsamer ausbreiten. Das ist natürlich Unsinn: die Infektionsrate steigt nur weniger steil an. Das RKI stellt fest, daß wir immer noch am Anfang der Epidemie stehen. - Weltweit fehlen Schutzausrüstungen. Offenbar sind die USA dabei, überall Schutzmasken und Beatmungsgeräte aufzukaufen. Angeblich haben sie dabei auch Lieferungen aus China u.a. an Deutschland einfach "konfisziert", also gestohlen. Das wird heute in Berichten bei AJE und CNN erwähnt, nicht aber bei den deutschen Sendern.

Bei arte ein Beitrag aus den Niederlanden (bisher etwa 1500 Corona-Tote). Mediziner raten dort dazu, alte Leute nicht mehr im Krankenhaus zu behandeln, weil sie kaum eine Genesungsperspektive haben. Dann ein Beitrag über den Medizinethiker Giovanni Maio, der das Konzept der "Triage" kritisiert - dieses bedeutet nichts anderes als Selektion. Maio fordert, gerade in Krisenzeiten den Gleichheitsgrundsatz nicht aufzugeben.

A,C,arj,TS,hj,E

 

arj

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4.4.20

Bei AJE Infos zur Corona-Lage in Lateinamerika und noch ein Bericht über die Panik in Guayaquil (Ecuador). - Bei arte eine kurze internationale Zusammenfassung: Gedenktag in China, Tragen von Mundschutz in Frankreich und den USA empfohlen, Beschränkungen in der Türkei. - Im ZDF die aktuellen Zahlen aus Deutschland: heute nur 100 Tote, die Infektionskurve flacht allmählich ab.

Bei arte-reportage wieder eine Weltreise durch die Corona-Welt, mit Impressionen u.a. aus Australien (auch dort ist Klopapier knapp), Indien (scharfe Zensur), Nigeria (Lebensmittel für die Armen), Madagaskar (dito), Kalifornien (Junkfood statt Schulkantine), Tokio (volle U-Bahn und Partylaune), Dubai (leere Straßen), Algier (öffentliche Waschbecken), Kambodscha (Vogelscheuchen gegen die Seuche), Athen (Gottesdienst im Freien oder zuhause). Weltweit ist "Die Pest" von Camus ein Bestseller.

A,arj,hj

 

arep

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4.4.20

Im "Listening Post" ein Beitrag über die geopolitische Propagandaschlacht um das Corona-Narrativ zwischen Trump-USA, China und Russland, über Schuldzuweisungen, Desinformation und Verschwörungstheorien.

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5.4.20

In Italien und Spanien scheinen die Zahlen der täglichen Toten langsam zu sinken (heute 520 und 670). In Britannien jetzt auch ca. 700 Tote pro Tag. Boris Johnson ist ins Krankenhaus eingeliefert worden, die Queen hält eine dramatische Rede an die Nation (ihre fünfte überhaupt). - Infos bei allen Sendern. - Bei AJE auch Infos zur Lage in Südamerika. Besonders dramatisch in Ecuador mit mindestens 180 Toten an einem Tag. - Die Tagesschau beleuchtet die täglichen Zahlenangaben kritisch und erklärt ein paar Hintergründe. Laut ZDF heute fast 200 Tote in Deutschland. - Weltweit bisher insgesamt 68.000 Corona-Tote.

A,arj,TS,hj zus.18
           
5.4.20

 

Kommentar von Fareed Zakaria ("GPS"): Die Krise beginnt gerade erst. Wir stehen am Beginn einer Serie von kaskadierenden Krisen rund um die Welt. Wir werden da nur rauskommen, wenn alle Regierungen es schaffen, die Probleme gemeinsam anzugehen. Nach der Krise der Gesundheitsversorgung kommt die Wirtschaftskrise, und dann die Gefahr durch scheiternde Staaten, wenn die Seuche in den armen Ländern grassiert. Die Probleme der ölexportierenden Staaten (z.B. Libyen, Nigeria, Iran, Irak, Venezuela) durch den Verfall des Ölpreises. Die öffentlichen und privaten Schulden werden explodieren. Und das alles in einer Zeit, in der die globale Zusammenarbeit kollabiert (Folge von Trumps Politik).  - Und dabei hat Fareed die steigenden Kosten der Klimakatastrophe noch vergessen. Und den Kern all dieser Probleme mag er natürlich nicht benennen: ein chaotisches, auf Egoismus und Konkurrenz setzendes Wirtschaftssystem. Es wird dringend Zeit, sich über eine global planende gemeinnützige basisdemokratische Wirtschaftsordnung Gedanken zu machen.

C 6
           
6.4.20

In Frankreich 830 Tote an einem Tag. - Bei CNN ein Beitrag über die Geschichte der Ausbreitung des Virus. (Interessant, leider NNA)* - Bei AJE ein Bericht zur Lage im Kongo: das Geschäftsviertel von Kinshasa ist wegen Corona für zwei Wochen geschlossen worden. Dadurch ist die Versorgung der Bevölkerung gefährdet.  - Im ZDF ein Bericht aus Südafrika. - Im ZDF aktuelle Zahlen zu Deutschland: 140 Tote an einem Tag, die Infektionskurve flacht ab. - Boris Johnson ist erst ins Krankenhaus und dann auf die Intensivstation gebracht worden.

A,C,ht,hj zus.14
             
7.4.20

In Frankreich 1100, in Britannien 800 Corona-Tote an einem Tag. In Deutschland 280. Bei AJE ein Bericht aus Frankreich, bei Sky News ein Beitrag, der die Entwicklung der Todeszahlen länderweise veranschaulicht. Im "heute-journal" der Corona-Ticker.

AJE und CNN berichten über die Probleme, die durch Trumps Werbung für das angebliche Wundermittel Hydrochloroquin entstehen, sowohl in den USA als auch international. Das Mittel wird nun (obwohl seine Wirkung bei Corona unbelegt ist, die schweren Nebenwirkungen aber bekannt sind) in den USA massenhaft vorsorglich gekauft, dadurch knapp und nach kapitalistischer Logik plötzlich sehr teuer. Patienten mit anderen Erkrankungen, die dringend darauf angewiesen sind, können es nicht mehr erhalten oder es sich nicht mehr leisten. Indien als Hauptproduzent (dort wird es als Malariamittel gebraucht) wird gezwungen, einen Exportstopp aufzuheben.  ¤

A,C,Sky,hj zus.15
           
7.4.20

Kommentar von Mai Thi Nguyen-Kim zu den Hoffnungen auf die "Herdenimmunität" und ein baldiges Ende der Abschottung. Wir (Deutschland) stehen gerade erst am Anfang der Pandemie, bis zur Herdenimmunität dauert es Jahre. Darauf kann und darf man keine Exit-Strategie aufbauen. Erstmal müssen wir die Infektionszahlen wieder soweit senken, bis man jede einzelne Infektionskette nachvollziehen kann, und sie dann auch so niedrig halten. (Das heißt: Veranstaltungen und Urlaubsreisen wird es dieses Jahr nicht mehr geben.) -  Alles sehr detailliert erläutert im YT-Video von Mai Thi.  ¤

TT 2
                 
7.4.20

Eine Zusammenfassung zur Lage in Lateinamerika: in Ecuador werden neue Leichenhäuser gebaut und Pappsärge verteilt. Auch in Mexiko breitet sich das Virus rapide aus. Durch die Grenzschließung der USA geraten tausende ausländische Migranten in eine zusätzliche Notlage. 

In Abidjan (Cote d'Ivoire) hat eine wütende Menschenmenge ein gerade errichtetes Zentrum für Corona-Tests zerstört. Zuvor hatten französische Ärzte laut darüber nachgedacht, neue Corona-Mittel an Afrikanern auszuprobieren. Viele Leute befürchten, daß man sie als Versuchskaninchen benutzt. Unterdessen breitet das Virus sich im Land rapide aus.  ¤

Kenias Regierung hat verfügt, Nairobi komplett abzuriegeln. Tausende Wanderarbeiter sitzen nun dort fest. Die Regeln zur sozialen Distanzierung lassen sich in der dicht bevölkerten Stadt nicht umsetzen. Bericht aus Nairobi von Mercy Juma (BBC-FoA).

A,B zus.11
                 
8.4.20

In Britannien fast 1000 Tote an einem Tag, in Spanien 760, in Italien nur noch 540, in Deutschland 250. Die Zahl der Toten pro Tag steigt außer in Italien überall weiter, aber die Neuinfektionen werden inzwischen weniger. - In den USA fast 2000 Tote an einem Tag. - Im heute-journal eine Karte der sehr unterschiedlichen Corona-Dichte in den deutschen Bundesländern (von ca. 30 Fällen pro 100.000 Einwohnern in Meck-Pomm und Bremen bis 210 in Bayern.) Bericht über die dramatische Lage in einem bayrischen Krankenhaus. - In Wuhan, dem Ursprungsort der Epidemie, ist die Ausgangssperre nach 11 Wochen aufgehoben worden. Dort gab es seit einer Woche keine neuen Infektionen. Jeder Reisende innerhalb Chinas wird per Handy-App überwacht. - In Norditalien ist eine normalerweise vielbefahrene Straßenbrücke eingestürzt. Dank Corona war die Straße fast leer und es gab nur zwei Verletzte.  ¤

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8.4.20

Israel / Palästina : Nicola Albrecht berichtet über das Leben in Jerusalem kurz vor Ostern unter Corona-Quarantäne. Probleme machen weiterhin strenggläubige Juden, die die Regeln ignorieren. Für die Haredim findet das ganze Leben (Lernen und Beten) in Gemeinschaft statt. Nun sind die Synagogen geschlossen, sogar die Klagemauer ist abgeriegelt. Auch die Moscheen sind geschlossen. Die Leute sollen zuhause beten.  ¤

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8.4.20

 

In Indonesien sterben offenbar Tausende an Covid-19, ohne daß die Todesursache ermittelt wurde. Es finden kaum Tests statt. In einigen Orten blockieren Bewohner den Friedhof, um nicht von den Leichen angesteckt zu werden. Jessica Washington berichtet aus Jakarta.  ¤

Im auslandsjournal eine Reise um die Corona-Welt, mit Eindrücken aus Havanna (Ausgangssperre und lange Schlangen bei der Essensausgabe), Beirut (die Protestbewegung ist unterbrochen), Kabul (offiziell 400 Infizierte, bisher wird das Virus kaum ernstgenommen), Lesbos (Angst im Flüchtlingslager) und Quito (Ecuadors Gesundheitssystem kollabiert, Leichen auf den Straßen).  ¤

Bei Euronews ein Bericht zur Lage in Südafrika, Indien, Jordanien und Mexiko.

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9.4.20

In Europa verlangsamt sich die Ausbreitung, auch die Totenzahlen sinken langsam wieder. In Deutschland heute mehr als 160, in Frankreich über 400. in Italien über 600, in Spanien 680. Auch auf einem französischen Flugzeugträger ist Corona ausgebrochen. - Berichte aus Frankreich, Italien und Spanien.

ht,TS,E zus.6
9.4.20

Bei der ARD berichtet Xenia Böttcher über die dramatische Lage in Ecuador. Offiziell sind dort bisher 242 Menschen an Corona gestorben, tatsächlich dürften es wesentlich mehr sein. Es gibt praktisch keine Tests, und überall liegen Leichen von Leuten, die offenbar an Corona gestorben sind. Warteschlangen vor den Friedhöfen.  ¤

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9.4.20

Bei arte ein Beitrag über die Folgen von Corona in Afrika. In vielen Ländern werden Ausgangssperren mit Gewalt gegen die Armen durchgesetzt. Amnesty International beobachtet zunehmende Gewalt gegen Minderheiten und weist auf die Bedrohung der Insassen in völlig überfüllten Gefängnissen hin. Die ohnehin desolaten Gesundheitssysteme stehen vor dem Kollaps. - Und ein Bericht aus dem Slum von Cocody in Abidjan (Cote d 'Ivoire). In dem übervölkerten Viertel ist es unmöglich, die Abstandsregeln einzuhalten. Immerhin tragen hier fast alle eine Schutzmaske. Und der Bürgermeister läßt Lebensmittel an die Armen verteilen.  ¤

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10.4.20

Weltweit nun insgesamt 100.000 Corona-Tote. In Britannien und Frankreich steigt die Zahl der täglichen Toten weiter (heute jeweils 980), in Deutschland ebenfalls (heute 340 Tote, zusammen nun 2690). In Spanien und Italien (570) sinken die Zahlen wieder. 

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10.4.20

Bei AJE ein Bericht aus Südafrika, wo die Ausgangssperren zu einer Senkung der Neuinfektionen geführt haben. Es werden aber verheerende wirtschaftliche Auswirkungen befürchtet. - Bei arte noch ein Bericht über die Katastrophe in Guayaquil (Ecuador).

A,arj zus.5
10.4.20

Bei arte zwei Beiträge über das vermeintliche Heilmittel Chloroquin. In Frankreich behauptet der umstrittene Arzt Didier Raoult, er habe Patienten erfolgreich mit Chloroquin behandelt. Es gibt aber keine klinische Studien darüber. In Florida erzählt ein Covid-19-Patient, daß er nach der Behandlung mit Chloroquin gesund wurde. Jetzt kaufen Tausende das Medikament auf Vorrat, Donald Trump macht täglich Werbung dafür und will es massenhaft produzieren und verteilen lassen. Ärzte warnen vor schweren Nebenwirkungen. 

arj 5
10.4.20

Wegen der Knappheit von Schutzausrüstungen blühen kriminelle Geschäftmodelle. Masken, Desinfektionsmittel etc. werden nicht nur zu Wucherpreisen verkauft, oft werden auch nicht vorhandene Partien verscherbelt. Oder angebliche Schnelltests, die es noch gar nicht gibt. Und natürlich alle Arten von angeblichen Wundermitteln. Bericht von Angus Crawford.

B 3
           
11.4.20

In der Tagesschau Berichte über die Lage in Italien, Spanien, Frankreich, Britannien und Deutschland. - Die Zahlenangaben des ZDF (Quelle: JHU) sind mal wieder unstimmig.  

TS,hj zus.6
           
11.4.20

Bei AJE ein Bericht zur Lage in den arabischen Ländern. In Saudi-Arabien gibt es die meisten Infektionen, in Algerien die meisten Toten. In Libyen und Jemen dauert der Krieg an, trotz Corona. - Und ein Bericht aus Nairobi über die Lage in Afrika. Millionen haben ihre Jobs und ihr Einkommen verloren. Abstandhalten ist in den Slums kaum möglich. Scharfe Kontrollen durch Soldaten in Südafrika.

A zus.6
                 
11.4.20

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Zahlen der Pandemie, die auch abgesehen von jeder Desinformation nicht immer die Wahrheit sagen, gar nicht sagen können. Die Zahl der Infizierten hängt auch von der Zahl der Tests ab und stellt immer nur die Spitze des Eisbergs dar. Die Zählweise ist nicht überall gleich, China zählt z.B. die Infizierten ohne Symptome nicht mit. Bei den täglichen Totenzahlen spielt der Zeitpunkt der Veröffentlichung eine Rolle. 

A 10
12.4.20

Die Tagesschau berichtet über die Corona-Lage in Afrika. Es wird damit gerechnet, daß die Ansteckungsrate dort weit höher sein wird als in Europa. Wegen der desolaten Gesundheitsversorgung könnten die Folgen katastrophal sein. Bisher sind die Fallzahlen aber noch niedrig. Bill Gates fordert mehr Hilfen für die armen Länder.

TS 2
12.4.20

In der chinesischen Provinz Guangzhou ist es mehrfach zu rassistischen Ausschreitungen gegenüber Afrikanern gekommen, nachdem diese für einen Neuausbruch von Corona beschuldigt wurden. Von 114 getesteten Neuinfektionen betrafen 16 Afrikaner. Infos von Sarah Clarke (Hongkong) und Ahmed Idris (Abuja).

A

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13.4.20

Die WHO warnt alle Staaten davor, die Beschränkungen vorzeitig zu lockern. In Frankreich sind die Ausgangssperren bis 11.5. verlängert worden. In Österreich, Spanien und Italien sind einige Beschränkungen für die Wirtschaft und die Schulen gelockert worden. - In China steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder stark an, wohl vor allem durch Einreisende aus Russland - In Südkorea sind zahlreiche (116) Fälle entdeckt worden, bei denen Patienten, die die Covid-19-Erkrankung eigentlich überstanden hatten, doch wieder positiv getestet wurden. Offenbar funktioniert der Schutz durch Antikörper also nicht. Bericht darüber bei AJE. (Leider kein Link.) - In Deutschland inzwischen (laut JHU/ZDF) 3038 Corona-Tote, demnach jetzt täglich ca. 150.  ¤

A,arj,hj,E zus.13
13.4.20

Die DR Kongo, eines der ärmsten Länder der Welt, hat nicht nur mit dem Corona-Ausbruch zu kämpfen, sondern gleichzeitig auch mit einer Masern- und einer Cholera-Epidemie sowie weiterhin mit dem Ebola-Ausbruch im Osten des Landes. Nachdem es so aussah, als sei die Ausbreitung von Ebola erfolgreich gestoppt worden, sind nun doch wieder neue Fälle aufgetreten. An Ebola sind in eineinhalb Jahren 2200 Menschen gestorben, an den Masern in einem Jahr 5300, vor allem Kinder. Mohammed Adow berichtet aus Kinshasa, wo seit zwei Wochen eine Ausgangssperre gilt.  ¤

Bei Euronews ein Bericht über die Corona-Katastrophe in Ecuador. In Guayaquil sind 800 weitere Leichen gefunden worden, die alle noch in ihren Häusern lagen. In den Krankenhäusern sind bisher mehr als 630 Menschen gestorben.  ¤

A,E zus.4
                 
14.4.20

Der Corona-Ticker: in Deutschland heute 234 Tote, insgesamt nun 3272. Die Ansteckungsrate hat sich inzwischen deutlich vermindert.

hj 1
15.4.20

Bundesregierung und Landesregierungen haben sich darauf geeinigt, ab nächste Woche einige Beschränkungen zu lockern. Zunächst soll ein Teil der Geschäfte wieder öffnen, ab 4.5. soll schrittweise der Schulunterricht wieder beginnen. Das Versammlungsverbot für mehr als zwei Personen bleibt bis Anfang Mai bestehen. Es wird Allen dringend dazu geraten, in der Öffentlichkeit Schutzmasken zu tragen. (Eine Pflicht dazu war gar nicht möglich, weil es weiterhin zu wenige Masken gibt.) - In Deutschland heute 320 Corona-Tote (!), insgesamt nun 3592.

TS,hj zus.5
16.4.20

Laut JHU in Deutschland heute 300 Corona-Tote, insgesamt nun 3890. - Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, daß auch unter den bestehenden Versammlungsbeschränkungen Demonstrationen nicht automatisch verboten sind.

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16.4.20

In Nigeria sind in den letzten zwei Wochen mindestens 18 Menschen von Polizisten getötet worden, weil sie sich angeblich nicht an die Ausgangsbeschränkungen gehalten hatten. Infos aus Abuja von Ahmed Idris.  ¤

A 2
17.4.20

Bei arte ein Bericht über die (vom US-Geheimdienst gestreuten) Gerüchte, das Corona-Virus stamme aus einem biologischen Forschungszentrum in Wuhan. Auch Pompeo und Trump sagen, daß sie das für denkbar halten. 

Dann bei arte ein Beitrag über die weltweiten Corona-Statistiken, die nicht immer vergleichbar sind. Langfristig wird man nur anhand der Erhöhung der Sterberate brauchbare Vergleiche anstellen können. (Wobei diese aber durch die Schutzmaßnahmen indirekt wieder sinkt, dank der stark verminderten Luftverschmutzung.)

Laut JHU in Deutschland auch heute 300 Corona-Tote, insgesamt nun 4193.

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zus.5

 

17.4.20

Die WHO warnt, daß sich Corona in Afrika rasant ausbreitet und es dort schätzungsweise 300.000 Tote geben könnte. Infos bei AJE, bei der BBC ein Bericht zur Lage in diversen Ländern, u.a. Kenia und DR Kongo.

Meldung: in Ecuador sind inzwischen über 7000 Menschen an Corona gestorben, vor allem in Guayaquil.  ¤

A,B

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zus.5

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17.4.20

In der Bremer Flüchtlingsunterkunft "Lindenstraße" sind wie befürchtet mehrere Bewohner an Corona erkrankt. Erneut protestieren Flüchtlinge und Aktivisten gegen die Unterbringung in Gruppenzimmern und fordern eine Schließung des Hauses. Die Sozialbehörde verweist darauf, daß bereits viele Bewohner anderswo (Jugendherberge) untergebracht wurden. Man wolle die Lage aber beobachten.

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18.4.20

Ein Beitrag von Sanjay Gupta über die noch offene Frage, warum das Virus bei verschiedenen Menschen derart unterschiedliche Auswirkungen hat, von gar keinen über leichte Symptome bis zu lebensbedrohlichen Lungenschäden. Neben dem Alter könnten genetische Prägungen eine Rolle spielen. Und anscheinend ist es wichtig, ob man nur mit vereinzelten Viren Kontakt hat oder mit vielen und mehrfach. Das betrifft dann besonders das medizinische Personal.

Laut JHU in Deutschland heute 233 Corona-Tote, insgesamt nun 4426.

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18.4.20

Vier Berichte über die Warnung der WHO vor einer Corona-Katastrophe in Afrika, und über die Lage in Kamerun, Ägypten, Südafrika und Kenia. Alle Berichte machen deutlich, daß das eigentliche Problem die Armut ist. Sandra Theiß (ZDF) weist in ihrem Bericht aus Südafrika auf die teilweise brutale Gewalt von Polizisten zur Durchsetzung der Ausgangssperre hin.

arj,TS,hj,E zus.9
18.4.20

Bericht von Teresa Bo über die Situation in Ecuador. Offiziell sind dort bisher erst etwa 400 Corona-Tote bestätigt, obwohl allein in Guayaquil über 5000 Menschen in zwei Wochen daran gestorben sind. Hier wie in allen Ländern Lateinamerikas fehlen die Möglichkeiten zum Testen. Auch in Brasilien gibt es nach einer Studie zwölf mal so viele Fälle wie offiziell angegeben.   ¤

A 3
           
18.4.20

Bei arte-reportage wieder eine Corona-Weltreise, mit Impressionen u.a. aus Athen, Rio, Tokyo, Islamabad, Lima, Seoul, Moskau, Peking, Idlib und Mexiko City. U.a. darüber, wie die verschiedenen Konfessionen mit den Gottesdienstbeschränkungen umgehen.

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19.4.20

Laut JHU in Deutschland heute (Wochenende) 122 Corona-Tote, insgesamt nun 4548.  

Südafrika: John Sparks berichtet aus Johannesburg über Leute aus den verarmten Townships, die wegen der Corona-Maßnahmen ihre Arbeit und ihr Einkommen verloren haben und nun oft vergeblich in langen Schlangen auf Lebensmittel warten. Es wurden schon dutzende Supermärkte geplündert, und es ist die Rede von Hungeraufständen.   ¤

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Sky

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20.4.20

Laut JHU in Deutschland heute 158 Corona-Tote, insgesamt nun 4706.

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21.4.20

In Britannien sind offiziell bisher 17.000 Menschen an Corona gestorben, aber nach einer Untersuchung liegt die Zahl tatsächlich um 40 Prozent höher, weil die Menschen, die zuhause oder in Pflegeheimen sterben, bisher nicht mitgezählt wurden.

Laut JHU in Deutschland heute 242 Corona-Tote, insgesamt nun 4948.

A,hj zus.4
           
21.4.20

Bericht über die rasche Ausbreitung der Pandemie in Lateinamerika (in Mexiko inzwischen über 700 Tote) und die schwere Wirtschaftskrise.

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22.4.20

Laut JHU in Deutschland heute 237 Corona-Tote, insgesamt nun 5185. In Deutschland wird erstmals ein Impfstoff erprobt.

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22.4.20

Brasilien: ein Hotspot der Corona-Pandemie ist die Stadt Manaus in Amazonien. Die Opfer werden dort in Massengräbern beigesetzt. BBC-Bericht. - Kolumbien: bisher über 2000 Corona-Tote. Die Ausgangssperre wird um zwei Wochen verlängert, viele Leute hungern. Bericht aus Bogota von Alessandro Rampietti. - Südafrika: die Armee soll jetzt die Ausgangsbeschränkungen durchsetzen. In den Townships hungern die Leute, und die Wut wächst. Bericht bei BBC-FoA.   ¤

A,B zus.9
           
23.4.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute 182 Corona-Tote, insgesamt nun 5367. Rasante Ausbreitung des Virus in Afrika.

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23.4.20

Südafrika: Militär zur Überwachung der Ausgangssperre. - Madagaskar: der Präsident macht Werbung für einen Beifuß-Tee (Artimisia) als Heilmittel gegen Corona. Gegen Malaria hilft die Pflanze ja schließlich auch. - Weiter rasante Ausbreitung des Virus in Ecuador, Peru und Brasilien. -  Brasilien: Bilder der Massengräber in Manaus, Infos aus Rio von Matthias Ebert. Landesweit sind an einem Tag über 400 Menschen an Corona gestorben.

A,nam zus.8
23.4.20

Angélique Kidjo hat eine Neuinterpretation von "Pata Pata" herausgebracht. Unter dem Motto "No Pata Pata" ruft sie die Leute auf, wegen der Corona-Seuche Abstand zu halten, zuhause zu bleiben, sich die Hände zu waschen und vorsichtig zu sein. "Pata Pata", im Original von Miriam Makeba, bedeutet soviel wie "Anfassen". Bei BBC-FoA ein Ausschnitt aus dem Song (wie immer phantastisch) und ein Gespräch mit der Sängerin.  ¤ 

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24.4.20

Laut JHU in Deutschland heute 286 Corona-Tote, insgesamt nun 5653, und immer noch 2500 bestätigte Neuinfektionen pro Tag (zusammen nun 154.159 Fälle). 

In Buenos Aires haben die Insassen eines Gefängnisses das Dach des Gebäudes besetzt. Nachdem mehrere Wächter an Corona erkrankt sind, fordern die Insassen eine Verlegung von Risikogruppen. Infos vor Ort von Teresa Bo.

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25.4.20

Die WHO warnt, daß es bisher keine Bestätigung für die Annahme gibt, daß man nach einer überstandenen Corona-Erkrankung durch die Antikörper immun gegen weitere Erkrankungen sei. Erläuterungen von Tarik Jasarevic (WHO). - Laut JHU in Deutschland heute (Wochenende)166 Corona-Tote, insgesamt nun 5819.

A,hj zus.4
25.4.20

In Lahore (Pakistan) demonstrieren Ärzte und Krankenpfleger gegen den Mangel an Schutzausrüstung. - In Mogadishu (Somalia) hat ein Polizist einen Zivilisten wegen Verletzung der Ausgangssperre erschossen. Darauf gibt es wütende Proteste gegen die Polizei und gegen die Ausgangssperre.

A zus.2
           
25.4.20

Eine Folge der Corona-Pandemie ist, daß in den armen Ländern, vor allem in Afrika, der Kampf gegen die Malaria durch den Kampf gegen Corona behindert wird. Die WHO warnt, die Zahl der Malaria-Toten (letztes Jahr 400.000) könne sich dadurch verdoppeln. Bei AJE Erläuterungen von Kelly Chibale. Wegen der ausbleibenden Lohnzahlungen können sich viele Malaria-Patienten die teuren Medikamente nicht mehr leisten. (Und auch dank Trumps Werbung für Chloroquin wird dieses Malaria-Mittel gerade unbezahlbar.) Außerdem ein Bericht aus Kenia, wo durch erneute heftige Regenfälle die Malaria-Mücken sich verstärkt ausbreiten. - Im heute-journal berichtet Timm Kröger aus Nairobi ebenfalls darüber, wie der Kampf gegen Corona dazu führt, daß der Kampf gegen Malaria und auch gegen die Masern vernachlässigt wird.

A,hj zus.8
           
25.4.20

In Stuttgart und Berlin demonstrieren jeweils einige hundert Leute, und zwar sowohl rechte Esoteriker als auch ernsthafte Linke, gegen die Corona-Beschränkungen, obwohl diese gerade gelockert worden sind. In Berlin werden zahlreiche Personen zeitweise verhaftet. Einziger Bericht bei der BBC (von Phil Hayton?), ein paar Bilder bei AJE, auf deutsch nur im heute-journal eine Meldung. Später ein Bericht bei Euronews.

A,B,hj,E zus.4
25.4.20

Beitrag von Shihab Rattansi über die Geschichte der Massenüberwachung in den USA seit dem "Patriot Act" und die Warnung von Edward Snowden: wenn wir jetzt wegen Corona die Dauerüberwachung unserer Bewegungen per Handy-App zulassen, wird es später unmöglich sein, diese Überwachung wieder loszuwerden.

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26.4.20

Laut JHU in Deutschland heute (Wochenende) nur 77 Corona-Tote, insgesamt nun 5896.  - In Grevenbroich (NRW) steht ein Hochhaus mit ca. 500 Bewohnern unter Quarantäne, weil einige Infizierte sich nicht an die Quarantäne gehalten haben.

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26.4.20

In der Tagesschau berichtet Thomas Denzel über die Ausgangssperre in Südafrika, unter der vor allem die Armen leiden, die jetzt kein Einkommen mehr haben. - Peter Kunz berichtet über Proteste in Somalia, hungernde Tagelöhner und Plünderungen in Südafrika, Warnungen vor einer globalen Hungersnot, die wachsende Armut in Bangladesh.

TS,hj zus.7
27.4.20

Laut JHU in Deutschland heute 125 Corona-Tote, insgesamt nun 6021.  - Boris Johnson ist wieder zurück. - Die Formel-1-Autorennen sollen im Juni wieder starten, aber erstmal ohne Publikum. 

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27.4.20

In Bangladesh gibt es offiziell bisher 145 Corona-Tote. Trotz bestehender Ausgangsverbote kehren tausende Textilarbeiter zurück in die Fabriken, weil sie sonst kein Geld bekommen. Infos aus Dhaka von Tanvir Chowdhury.

A 2
27.4.20

El Salvador ist weltweit das Land mit der höchsten Mordrate, Folge des ewigen Krieges der Drogenbanden. Bilder aus einem Hochsicherheitsgefängnis. Die Zellen sind extrem überbelegt, soziale Distanzierung unmöglich. Aus Angst vor einem Aufstand wegen Corona ist dort ein Ausnahmezustand erklärt worden, damit entfällt nun auch der tägliche Hofgang. Die Insassen werden offenbar wie Tiere behandelt und ziehen aus Angst vor Schlägen den Kopf ein. Barbarei.  ¤ 

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28.4.20

Laut JHU in Deutschland heute 156 Corona-Tote, insgesamt nun 6177. - In Frankreich sollen ab dem 11.5. Grundschulen und Kindergärten wieder öffnen. - In Österreich soll ab nächste Woche der Ausnahmezustand weitgehend beendet werden.

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28.4.20

Nicolas Haque berichtet aus Senegal. Dort sind relativ viele Corona-Patienten geheilt worden, wozu angeblich die Therapie mit dem Malariamittel Chloroquin beigetragen hat. Dank eines sehr billigen und einfachen Corona-Tests aus Frankreich können relativ viele Leute getestet werden. Bisher sind angeblich nur zwei Menschen an Corona gestorben - im Vergleich zu Tausenden Toten jedes Jahr durch Malaria und andere Krankheiten.  - (Ein Bericht aus Nigeria sh.o.)

A 3
           
28.4.20

Im Bundesstaat Kano im Norden Nigerias berichten Totengräber über einen starken Anstieg an Beerdigungen. Obwohl es dort auch eine große Zahl von Corona-Infektionen gibt, sagen die Behörden, die Todesfälle (über 600 in einer Woche) hätten damit nichts zu tun. Bericht bei BBC-FoA von Chi Chi Izundu.   ¤

B 3
29.4.20

Laut JHU in Deutschland heute 197 Corona-Tote, insgesamt nun 6177. 

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29.4.20

Südafrika: Sandra Theiß berichtet über die rüden Methoden der Polizei beim Versuch, in den Townships die strikte und eigentlich unmögliche Ausgangssperre durchzusetzen. Szenen von Menschenverachtung und reiner Willkür. Mehrere Leute wurden grundlos erschossen. Die Ausgangssperre trifft vor allem die Armen und macht die Ungleichheit noch größer.

auslandsjnl

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30.4.20

Laut JHU in Deutschland heute 341 (!) Corona-Tote, insgesamt nun 6518.

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30.4.20

Beitrag über die Ausbreitung von Corona in den Massenunterkünften für Flüchtlinge. In Ellwangen (BaWü) sind 406 von 600 Insassen infiziert. Gesunde und Kranke zusammen in einem Schlafraum, keine Möglichkeit, Abstand zu halten. Ähnliche Zustände in Suhl (Thüringen) und Bremen. (In Bremen wurde immerhin ein Teil der Bewohner verlegt.) Die Reaktionen der Verantwortlichen zwischen Hilflosigkeit und offenem Zynismus.

Monitor 7
   (Video später)    
1.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute (Feiertag) nur 114 Corona-Tote, insgesamt nun 6632. Die Zahl der Neuinfektionen geht weiter zurück. Fluggesellschaften entlassen Personal. In China weitere Öffnung, mit strengen Vorsichtsmaßnahmen, u.a. Pflicht zur Benutzung einer Tracing-App.

Der UN-Generalsekretär warnt vor den Folgen von Corona in Afrika - auch weil die Seuche von dort wieder zurück in den Norden schwappen könnte. Scheinbar ist die Infektionsrate in ganz Afrika recht niedrig, aber das liegt wohl daran, daß kaum getestet wird. Im Bericht Infos aus Südafrika, Senegal und Kenia.

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2.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute (Sonnabend) nur 123 Corona-Tote, insgesamt nun 6755. In Spanien ist die Ausgangssperre gelockert worden. In den USA darf das eigentlich noch nicht zugelassne Medikament Remdesivir nun zur Corona-Behandlung eingesetzt werden.

In Stuttgart demonstrieren etwa 2000 Leute gegen die Corona-Beschränkungen. Eine bunte Mischung von verwirrten Bürgerrechtlern, Evangelikalen, Verschwörungsspinnern und Nazis.

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2.5.20

In einem Gefängnis in Guanare (im Westen Venezuelas) sind bei einem Häftlingsaufstand mindestens 46 Menschen getötet worden. Auslöser war der Protest gegen Anti-Corona-Maßnahmen. Infolge des Besuchsverbots bekamen die Insassen keine Verpflegung mehr.  - Auch in Manaus (Brasilien) gibt es einen Gefangenenaufstand. - In Argentinien protestieren Leute dagegen, daß ältere Gefängnisinsassen entlassen und unter Hausarrest gestellt werden. Bei AJE zwei Berichte von Teresa Bo, Meldung im ZDF.

A,hj zus.8
             
3.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute (Sonntag) nur 57 Corona-Tote, insgesamt nun 6812. - Rasanter Anstieg der Infektionen in Russland. - In Deutschland erstmals seit sieben Woche wieder Gottesdienste, mit strengen Abstandregeln.

Bei CNN ein Bericht über "mysteriöse" Todesfälle in Kano (Nigeria). Vor allem ältere Leute, jeden Tag mehr. Die Regierung bestreitet, daß es sich um Corona handelt. Die Krankenhäuser sind auf die Pandemie in keiner Weise vorbereitet.

Fareed Zakaria ("GPS") erklärt anhand der Corona-Krise, wie Wissenschaft funktioniert. Man macht Fehler und lernt daraus. Man stellt fest, was man weiß und was man noch nicht weiß.

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3.5.20

Das Virus breitet sich in Afghanistan offenbar rasant aus. Bei einem Test von 500 zufällig ausgewählten Personen in Kabul waren etwa ein Drittel der Leute infiziert. - An der Grenze zum Iran sind mindestens 23 Wanderarbeiter in einem Fluß ertrunken, als sie in den Iran zurückkehren wollten. Angeblich wurden sie von iranischen Grenzposten ertränkt.

A 4
4.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute nur 54 Corona-Tote, insgesamt nun 6866. Die Zahl der Infektionen pro Tag sinkt weiter. Die Abstandsregeln und Kontaktverbote wirken also. - In Italien werden die Verbote weiter gelockert. - 

In Nigeria sind die strengen (und ohnehin kaum eingehaltenen) Ausgangsverbote gelockert worden. Gotteshäuser bleiben geschlossen. Die Ursache der zahlreichen Todesfälle in Kano ist weiterhin unklar. Aus Abuja berichten Ahmed Idris (AJE) und Ishaq Khalid (BBC-FoA). - Auch in Ruanda werden die Corona-Beschränkungen gelockert. Schulen, Kneipen und Kirchen bleiben aber weiterhin geschlossen. Es gab in Ruanda bisher 260 bestätigte Infektionen, aber noch keinen Todesfall. Bei BBC-FoA berichtet Maggie Mutesi (?) aus Kigali.

Bei PressTV ein Bericht über die Corona-Katastrophe in Guayaquil (Ecuador). Mit einigen schlimmen Bildern, es ist aber unklar, wie aktuell der Bericht ist.

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A,B

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4.5.20

Auch in Ruanda werden die Corona-Beschränkungen gelockert. Schulen, Kneipen und Kirchen bleiben aber weiterhin geschlossen. Es gab in Ruanda bisher 260 bestätigte Infektionen, aber noch keinen Todesfall. Bei BBC-FoA berichtet Maggie Mutesi (?) aus Kigali.

B 2
4.5.20

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Vandana Shiva. Es wird nichts nutzen, einen "Krieg" gegen Corona zu führen. Corona und andere Seuchen sind ein Resultat der industriellen Landwirtschaft und des neoliberalen Kapitalismus. Mit Monokulturen, Genmanipulation und Pestiziden wird die Natur zerstört, durch das Verschwinden der Artenvielfalt die Gesundheit geschwächt.  - Ich denke, daß Vandana Shiva fast immer recht hat, aber ihre Thesen sind teilweise schwer nachvollziehbar und kaum belegbar. Auf skeptische Nachfragen von Rattansi hat sie wenig an konkreten Fakten zu bieten. Trotzdem hörenswert!  ¤

RT 28
           
5.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute 127 Corona-Tote, insgesamt nun 6993.  - Weltweit gibt es 115 Projekte zur Suche nach einem Corona-Impfstoff. 

hj 2
6.5.20

Corona-Ticker: die genannte heutige Totenzahl ist offensichtlich falsch. - In Deutschland werden jetzt pro Woche 22 Millionen Schutzmasken produziert. - Drive-In-Moschee in Teheran.

Eine Übersicht der Zahlen von Corona-Toten in Lateinamerika. Brasilien 8412, Mexiko 2507, Ecuador 1618, Peru 1533. Alles offizielle Angaben, die teilweise sehr weit unter der realen Zahlen liegen. - John Holman berichtet aus Mexiko über Drogenkartelle, die die Corona-Krise nutzen um ihre Macht auszuweiten.

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7.5.20

Beim Corona-Ticker wird die gestrige falsche Angabe nicht korrigiert. Heute sind es laut JHU in Deutschland nun insgesamt 7336 Tote, somit an zwei Tagen zusammen 343. - Am 16.5. soll die Bundesliga weitergehen, mit "Geisterspielen". - Ärzte und Virenexperten beklagen eine Flut von Falschinformationen in den "sozialen Medien".

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7.5.20

Lucia Newman berichtet über einen Stamm von Ureinwohnern im Regenwald Ecuadors, der beschlossen hat, vor der Gefahr durch Corona zu flüchten und tiefer in den Wald umzusiedeln. - Catherine Soi berichtet aus Nairobi. Auch in Afrika stellt Desinformation im Internet ein großes Problem beim Kampf gegen das Virus dar. Einige Regierungen verbreiten selbst seltsame Theorien. - Normen Odenthal berichtet über die Textilfabriken in Bangladesh, die trotz der Ausbreitung von Corona wieder produzieren. Schutzmaßnahmen für die Arbeiterinnen gibt es kaum. Da der Absatz in die reichen Länder gerade stockt, werden jetzt Schutzmasken und Schutzkleidung genäht.

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8.5.20

In deutschen Schlachthöfen herrschen offenbar katastrophale hygienische Zustände. In drei Schlachthöfen in NRW und Schleswig-Holstein ist jeweils die Hälfte der Mitarbeiter (vor allem osteuropäische Lohnsklaven) positiv auf Corona getestet worden. Die Arbeiter wohnen in billigen Gemeinschaftsunterkünften. Beim besonders betroffenen Betrieb in Coesfeld hat der Landkreis zunächst eine Schließung abgelehnt, denn der Schlachthof sei "systemrelevant".

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute nur 68 Corona-Tote, insgesamt nun 7404. (In Brasilien heute übrigens etwa 700 Tote, aber das kam nicht in den Nachrichten. In den USA weiter jeden Tag ca. 2000 Tote.)

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9.5.20

Täglich 750 Corona-Tote in Brasilien, insgesamt über 10.000. In Brasilia demonstrieren ein paar hundert Anhänger von Bolsonaro mit aufgeblasenen Werbetrucks und Autokorso für ihren Präsidenten. - Bei AJE ein Bericht von Alessandro Rampietti und Einschätzungen des Journalisten Gustavo Ribeiro. Er stellt fest, daß die offiziellen Zahlen vorne und hinten nicht stimmen. Es wird kaum getestet, die Regierung verbreitet Lügen. Auf deutsch bei RTL ein Bericht von Isabel Bures. In Manaus werden 6000 Särge geliefert. In São Paulo hält sich kaum jemand an die Kontaktbeschränkungen. Bolsonaro verspricht Sozialhilfeempfängen 100 Euro zusätzlich, die man sich bei den Banken abholen soll, wo man stundenlang in der Schlange steht und sich ansteckt.  ¤

A,R zus.10
             
9.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute 128 Corona-Tote, insgesamt nun 7532. Die Infektionsrate steigt wieder an. 

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9.5.20

Überall in Lateinamerika steigen die Zahlen von Infizierten und die der Toten schnell an. Dabei wird in allen Ländern viel zu wenig getestet, sodaß die tatsächlichen Zahlen um ein mehrfaches höher liegen als die offiziellen. Besonders deutlich wird das in Ecuador, wo bisher offiziell nur ca. 1800  Menschen an Corona gestorben sind. Allein in Guayaquil sind es aber über 9000. Eine Recherche bei CNN von Matt Rivers¤

Berichte und Infos über das Massensterben in Brasilien siehe oben.

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A,R

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     (Video?)    
10.5.20

Brasilien: "Corona-Hotspot Amazonas" - Matthias Ebert berichtet aus Manaus über das Massensterben. Jeden Tag etwa 100 Tote, die in Massengräbern beigesetzt werden. Die Indigenen sind besonders betroffen. Für die meisten gibt es keine medizinische Hilfe, die Krankenhäuser sind überlastet.  ¤

Bei arte und Euronews Berichte mit Bildern aus Rio. Dort wurde eine Klinik im Fußballstadion errichtet. Außerdem neugebaut ein Regallager für die Toten auf dem Friedhof. Offiziell gibt es in Brasilien über 10.000 Corona-Tote, tatsächlich wohl 15 bis 20 mal soviele.   ¤

WS,arj,E zus.10
     (Video?)    
10.5.20

Heute kein Corona-Ticker, - Bei AJE berichtet John Holman aus Mexiko. Offiziell gibt es bisher etwa 3000 Corona-Tote, aber Experten schätzen, daß es achtmal soviele sind. Die Krematorien arbeiten an der Kapazitätsgrenze. 

Auch in Brasilien gibt es etwa 15 bis 20 mal soviele Tote wie die offiziell angegebenen 10.000. Berichte dazu siehe oben.

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11.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland in den letzten beiden Tagen zusammen nur 37 Corona-Tote, insgesamt nun 7569.

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12.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute 124 Corona-Tote, insgesamt nun 7693.  - Dr. Fauci warnt vor einer zweiten Welle bei zu schnellen Lockerungen.

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13.5.20

 

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute 99 Corona-Tote, insgesamt nun 7792. - In China ist die Millionenstadt Jilin wegen eines neuen Corona-Ausbruchs komplett abgeriegelt worden. - In Brasilien steigen die Infektionszahlen rapide. (siehe auch Bericht oben.)

In New York leiden mehr als 100 kleine Kinder an einer schweren Krankheit, die vermutlich eine Folge der Überreaktion des Immunsystems auf eine zunächst unproblematische Infektion mit dem Coronavirus ist. Mindestens drei Kinder sind bislang daran gestorben.

Stuart Ramsay berichtet aus Mexiko City. Die Krematorien sind mit dem Massensterben überlastet. In den Krankenhäusern wissen sie nicht mehr, wohin mit den Leichen. Es gibt in der Stadt 30 Krematorien, und schätzungsweise mindestens 600 Tote am Tag.  ¤

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14.5.20

Beim Corona-Ticker heute keine Angabe zur Zahl der Toten. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland sinkt wieder.

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14.5.20

Auch in Mexiko liegt die Zahl der Corona-Toten weit über der offiziellen Angabe (bisher 4500), schätzungsweise um das Doppelte. Eine Recherche von Matt Rivers (CNN). - Stuart Ramsay (Sky News) berichtet aus Mexiko City, daß viele Erkrankte nicht ins Krankenhaus gehen, aus Angst vor Stigmatisierung. Von der eigentlich geltenden Ausgangssperre ist praktisch nichts zu sehen.  ¤

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15.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland in den beiden letzten Tagen zusammen 105 Corona-Tote, insgesamt nun 7897. - Die Beschränkungen werden weiter gelockert. - Auch in einem bayrischen Schlachthof sind zahlreiche Arbeiter mit Corona infiziert.

Bei AJE Infos zur rasanten Ausbreitung der Pandemie in Lateinamerika. Während in Kolumbien die Ausgangsbeschränkungen schon wieder gelockert werden, beginnt in Chile die Quarantäne gerade erst, nachdem die Fallzahlen dort explodiert sind. Infos aus Santiago von Lucia Newman.

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16.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute 41 Corona-Tote, insgesamt nun 7938. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt. In einem Paketzentrum in NRW haben sich 80 Mitarbeiter angesteckt.

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17.5.20

Beim Corona-Ticker heute keine Angabe zur Zahl der Toten. - Zahlreiche Infektionen in einem Flüchtlingswohnheim in NRW.

Xenia Böttcher berichtet über den Corona-Ausbruch in Guayaquil (Ecuador). Im März sind hier in kurzer Zeit schätzungsweise über 5000 Menschen an der Seuche gestorben. Bis heute gibt es kaum Tests und keine genauen Zahlen. Krankenhäuser und Bestatter sind immer noch völlig überfordert. Auch hier demonstrieren die Menschen, aber nicht gegen die Ausgangssperren, sondern weil sie ihre in Massengräbern verscharrten Angehörigen nicht finden können.  ¤

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18.5.20

 

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland in den letzten beiden Tagen zusammen 65 Corona-Tote, insgesamt nun 8003. - Lockerung der Ausgangssperren in Italien. - Immer mehr Infektionen bei den Sklavenarbeitern in den Schlachthöfen.

In São Paulo (Brasilien) demonstrieren Hunderte gegen die Regierung, die den Armen in der Pandemie nicht hilft. Meldung und Bilder.

In Santiago (Chile) gibt es gewaltsame Proteste von Leuten aus den Armenvierteln, die keine medizinische Hilfe bekommen und wegen der Quarantäne auch keine Lebensmittel mehr haben. Die Polizei geht mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Menschenmenge vor. Bilder und Infos aus Santiago von Lucia Newman.

hj

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19.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute 78 Corona-Tote, insgesamt nun 8081. - 

Argentinien: Die Armensiedlung "Villa 31" in Buenos Aires ist ein Hotspot der Pandemie. Bewohner protestieren gegen die Vernachlässigung ihres Stadtteils durch die Regierung. Bericht von Teresa Bo.

Chile: Lockdown in Santiago und gewaltsame Proteste in einem Armenviertel, das schon seit vier Wochen unter Quarantäne steht und kaum Versorgungsgüter bekommt. Bericht von Matthias Ebert und Infos (aus Rio) zur Corona-Katastrophe in Brasilien, die durch die extreme Ungleichheit verschärft wird.

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20.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute 57 Corona-Tote, insgesamt nun 8138.

Nicaragua: Offiziell gibt es bisher 17 Corona-Tote, aber die Zahl dürfte wesentlich höher liegen. Angeblich bemüht sich die Regierung, die Todesfälle zu verschleiern, indem die Leichen nachts abtransportiert und beerdigt werden. Ein Bestatter spricht von 200 Toten in einer einzigen Nacht. Präsident Ortega behauptet, das seien normale Lungenentzündungen, das habe nichts mit Corona zu tun.

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21.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute 57 Corona-Tote, insgesamt nun 8195. - In Brasilien über 1200 Tote an einem Tag.

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22.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute 33 Corona-Tote, insgesamt nun 8228.

Die WHO stellt fest, daß der Schwerpunkt der Corona-Pandemie sich von Europa in die armen Länder Afrikas und Lateinamerikas verlagert. Dabei werden in Afrika mehr Menschen durch die Auswirkungen des Lockdown verhungern als durch das Virus sterben.

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23.5.20

Corona-Ticker: laut JHU in Deutschland heute 33 Corona-Tote, insgesamt nun 8261. - Die Proteste der Coronaspinner nehmen ab, die Gegenproteste zu. - Vier Tage Ausgangssperre in der Türkei.

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25.5.20

Erstmals sind in Brasilen an einem Tag mehr Menschen (807) an Corona gestorben als in den USA (620). (Nach den offiziellen Zahlen.)

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29.5.20

In einer Pfingstkirchengemeinde in Bremerhaven haben sich mindestens 40 Personen, vermutlich wesentlich mehr, mit Corona infiziert. Offenbar haben die evangelikalen Sektierer bei ihren Gottesdiensten die Abstandgebote und Hygieneregeln nicht eingehalten. Mehr als hundert Gemeindemitglieder und Kontaktpersonen sind nun in Quarantäne. Bisher haben die Infektionszahlen in Bremerhaven weit unter dem Bundesdurchschnitt gelegen. Das ist nun leider vorbei.

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30.5.20

Bericht über die rasante Ausbreitung des Virus in Peru. Die Krankenhäuser sind völlig überlastet, die meisten Leute sterben zu Hause. 

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