Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Kapitalismus und Globalisierung #2       (letzter Eintrag 11.4.17)

Die meiner Meinung nach zur Zeit beste Darstellung der Weltlage und des nötigen Auswegs habe ich bei der "Initiative Ökosozialismus" gefunden. Speziell in der Broschüre "Ökosozialismus oder Barbarei. Eine zeitgemäße Kapitalismuskritik". 

Kapitalismus #1

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
13.3.12 In den USA lassen Telefonfirmen Obdachlose als mobile WiFi-Hotspots arbeiten. Lobbyisten nehmen Obdachlose als Platzhalter, wenn sie irgendwo Schlange stehen müssen. Bericht über moderne Sklaverei, von John Terrett.  A 2
           
16.4.12 Was ist eigentlich "Fortschritt"? Antworten von Barbara Kirchner und Dietmar Dath, Autoren von "Der Implex".  (NNA)*  ¤ ktzt 8
16.4.12 "Markt oder Moral? - Deutsche Unternehmen auf dem Prüfstand" - Film von Christian Jentzsch über falsche Versprechen und die Wirklichkeit von Kinderarbeit, Niedriglöhnen und Umweltzerstörung.   (NNA)*   ¤ ARD 44
16.4.12 Der Schweizer Konzern Glencore betreibt zum Nutzen einiger Superreicher Erzminen im Kongo, in denen 10-jährige Kinder sich totarbeiten und die Umwelt komplett zerstört wird. Ausschnitt aus einem Bericht von BBC-Panorama über Gier und Verantwortung, festgemacht an einigen namentlich genannten Akteuren. (Auch diese Leute gehören dringend auf Breiviks Insel!)    ¤ B 3
17.4.12 In Bremen protestieren Leute gegen die unmoralischen Spekulationsgeschäfte der "Deutsche Bank", die sich am Landraub beteiligt und Millionen Menschen in den Hunger treibt.  Dazu ein Gespräch mit Prof. Rudolf Hickel, der kurz erklärt, wie die Spekulation mit Lebensmitteln abläuft, und die Vorwürfe ganz deutlich bestätigt.  ¤  - Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben. Die Mittel, die jeder Mensch dafür braucht, dürfen keine Handelsware sein. Ebenso hat jeder Mensch ein Recht auf Arbeit, folglich darf Niemand gezwungen werden, seine Arbeitsleistung zu verkaufen. Handel und Geldwirtschaft müssen also auf Luxusgüter beschränkt werden. b&b 6
28.4.12 In der Wirtschaftskrise werden (wie vorher auch) die Reichen noch reicher. In Britannien haben nach der "Rich List" die 1000 Reichsten um 5 Prozent zugelegt, auf jetzt 673 Milliarden Dollar Vermögen. Der Bericht zeigt ein paar von ihnen beim Luxusleben. A 2
18.5.12 Das "soziale" Datensammelnetz Facebook ist an die Börse gegangen. Die Firma wird krass überbewertet (der materielle Wert dürfte bei ein paar Tausend Dollar liegen) und erzielt am ersten Tag mit Aktienverkäufen über 18 Milliarden Dollar, über 100 Milliarden sollen es werden. (Die einzige Frage ist, wie lange diese Blase zum Platzen braucht. Wenn die User das wollen: nicht mehr als 3 Tage.) Im heute-journal ausführliche Infos über die Firma und die Blase und ein schöner Beitrag zur Frage: was heißt das heutzutage eigentlich: "Wert"? ht,TS,hj zus.16
20.5.12 So kann es nicht weitergehen. Die Armen können und wollen ihre Schulden bei den Reichen nicht zurückzahlen, das Finanzsystem wird zwangsläufig kollabieren bzw. durch eine soziale Erneuerung von Unten beseitigt werden. Sagt David Graeber in seinem Buch "Schulden - die ersten 5000 Jahre", und zeigt geschichtliche Vorbilder für ein besseres, sozialeres System auf.   ¤ ttt 7
24.5.12 "Den Euro retten, die Demokratie ruinieren?" - Der Staat will die lauten Prosteste z.B. in Frankfurt nicht hören (und fährt seine Bürgerkriegmaschinerie auf), die angebliche "Demokratie" erscheint als leere Hülle. Die Leute nehmen es nicht mehr hin, daß in der Wirtschaftskrise die Banken weiter abkassieren und ihre politische Macht ausspielen. Der Soziologe Ulrich Beck spricht von einer "vorrevolutionären Situation" in den westlichen Staaten.   ¤ Monitor 7
14.6.12

"Kein Ende der Gier" - Die europäischen Steuerzahler retten mal wieder die Banken, diesmal in Spanien, die angeblichen Pläne zur Regulierung des "Finanzmarkts" (z.B. Begrenzung der Boni) sind von den Regierungen nicht umgesetzt worden.

Quer

6

17.6.12

Der Dokumentarfilm "Catastroika" über die Abschaffung der Demokratie zugunsten der Herrschaft der (deutschen) Banken in Griechenland.

ttt

5

21.6.12

"Verdammt hoher Preis - Billigmode und die Selbstmordrate bei indischen Arbeiterinnen" - Die Billigkleidung in deutschen Läden kommt oft aus Indien und wird dort von Mädchen in Quasi-Skavenarbeit ("Sumangali") produziert. Der Beitrag schildert diese brutale Ausbeutung und besucht ein paar Läden, die sich nicht an ihre selbsterklärten Ethik-Standards halten.

Monitor

9

14.7.12

"The real Deal": George Galloway rantet gegen die sog. "Olympischen Spiele" in London, deren Kommerzialisierung obszöne Ausmaße ereicht hat, mit Sponsoren wie McDonalds und Union Carbide. "Dieses Festival des Kapitalismus hat rein gar nichts mit Sport zu tun. Ich interessiere mich nicht für Gewichtheben, Synchronschwimmen und Männer mit Hüten auf Pferden, die über Zäune springen. Das alles ist für mich kein Sport. Genausowenig Golf oder sonst irgendeines dieser exklusiven Spiele der Reichen." (Am Ende des Videos unter dem Link.)  ¤

P

5

           
4.8.12

Bei "Double Standards" ein Gespräch mit der britischen Menschenrechtsaktivistin Kerry Anne Mendoza über die schmutzigen Sponsoren der Olympischen Spiele in London (u.a. BP und Atos) und über eine Massenfestnahme von Demonstranten während der Eröffnungsfeier.

P

6

9.8.12

In der Schweiz treffen sich hunderte Anarchisten aus aller Welt zu einem Kongress und beraten neue Strategien zur Selbstbefreiung der Menschheit. Durchaus wohlwollender Kurzbericht. (Zwei weitere gab's beim DLF: diesen und diesen.   ¤ )

E

1

19.8.12

Die Geschichte des Privatisierungs-Raubzuges des Westens nach dem Volkseigentum der DDR mittels der kriminellen sog. "Treuhand", dokumentiert in dem sehenswerten Film "Goldrausch" von Thomas Kujus.    ¤  

ttt

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4.9.12    arte-Thema  : Kapitalismus, Öl, Krieg   4 Filme zusammen auf einer Extra-DVD    
4.9.12

 

 

 

 

 

"Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt" - Dokumentarfilm von Jérôme Fritel und Marc Roche über die US-Bank, ihre kriminellen Machenschaften, ihren korrumpierenden Einfluß auf die Politik und ihre Schuld an Finanzkrise und Staatsschulden in Europa.  (NNA)*   ¤¤

Text von der arte-Seite: "Seit fünf Jahren steht die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs für sämtliche Exzesse und Entgleisungen der Finanzspekulation. Durch hochspekulative Geschäfte mit der Zahlungsunfähigkeit der amerikanischen Privathaushalte konnte sich die Bank an der aktuellen Finanzkrise bereichern und wurde dank ihrer politischen Verbindungen selbst vor dem Bankrott bewahrt. Als die amerikanische Krise über den Atlantik nach Europa schwappte, wurde Goldman Sachs zu einem der Protagonisten der Euro-Krise: Die Bank soll gegen die europäische Einheitswährung spekuliert und die griechische Staatsschuldenbilanz mit Hilfe komplexer und undurchsichtiger Währungsgeschäfte geschönt haben. Als die europäischen Regierungen nacheinander dem Zorn der Wähler zum Opfer fielen, nutzte Goldman Sachs die Gunst der Stunde, um ihr komplexes Einflussgeflecht auf den alten Kontinent auszuweiten.
Goldman Sachs ist mehr als eine Bank. Sie ist ein unsichtbares Imperium, dessen Vermögen mit 700 Milliarden Euro das Budget des französischen Staates um das Zweifache übersteigt. Sie ist ein Finanzimperium auf der Sonnenseite, das die Welt mit seinen wilden Spekulationen und seiner Profitgier in ein riesiges Kasino verwandelt hat. Mit weltweit einzigartigen Verflechtungen und einem Heer aus 30.000 Bankern konnte Goldman Sachs auch in den letzten fünf Krisenjahren kräftige Gewinne einstreichen, seine Finanzkraft weiter ausbauen, seinen Einfluss auf die Regierungen stärken und sich vonseiten der amerikanischen und europäischen Justiz völlige Straffreiheit zusichern.
Das Geschäftsgebaren der Bank ist überaus diskret. Ihr Einfluss reicht weit in den Alltag der Bürger hinein - vom Facebook-Börsengang über die Ernennung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank bis hin zum Lobbying gegen die Regulierung des Finanzsektors. Der Arm der Bank ist lang, und sie befindet sich stets auf der Gewinnerseite.
Der Dokumentarfilm von Jérôme Fritel und Marc Roche, Wirtschaftsjournalist bei der französischen Tageszeitung "Le Monde" und Autor des Bestsellers "La Banque", dringt in die Schaltzentrale des Imperiums vor, das weder Grenzen noch Einschränkungen kennt und die westlichen Demokratien auf gefährliche Art unterwandert. Ehemalige Mitarbeiter von Goldman Sachs, die anonym bleiben wollen, Angestellte konkurrierender Banken, Vertreter der öffentlichen Hand sowie Spitzenpolitiker, Wirtschaftswissenschaftler und Spezialisten geben erstmals Einblick in die Mechanismen der finanziellen und politischen Allmacht dieser Bank."

arte

 

 

 

 

 

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4.9.12

 

 

 

 

 

 

 

"Das Öl-Zeitalter" - 1. "Eine Welt wird geteilt" - 2. "Eine Zeit für Manipulationen" - Zweiteiliger Dokumentarfilm von Patrick Barbéris  - (NNA)*  ¤¤

Texte von der arte-Seite: "Von den ersten Bohrungen im Jahr 1860 bis zum Irak-Krieg war und ist das Erdöl der wahre Motor der tragischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die durch BP im Golf von Mexiko verschuldete Ölpest zeigt, wie sehr die Wirtschaften der Industriestaaten und der Schwellenländer wider aller offiziellen Erklärungen vollkommen vom Erdöl abhängen. Die zweiteilige Dokumentation lüftet in Gesprächen mit wichtigen politischen und wirtschaftlichen Akteuren einige Schleier dieser geheimnisumwobenen Geschichte. 
Der erste Teil beleuchtet die historischen Grundlagen der Aufteilung der Erdölressourcen. Die Rivalität zwischen dem Amerikaner Rockefeller und den Brüdern Alfred und Ludvig Nobel prägte von Anfang an die Erdölindustrie. Der Erste Weltkrieg wurde hauptsächlich dank der Öltransporte von Rockefellers Standard Oil Company (New Jersey) gewonnen. Als der amerikanische Magnat 1916 von der Unterzeichnung des geheimen Sykes-Picot-Abkommens und der britisch-französischen Aufteilung des Nahen Ostens erfuhr, dessen schwarzes Gold er ausbeuten wollte, setzte er die Lieferungen aus. 1928 besiegelten die Erdölmagnaten durch ein Abkommen, dessen Inhalt bis 1952 geheim blieb, die Aufteilung der weltweiten Lagerstätten.
Der Zweite Weltkrieg wurde für die Erdölmultis zur Quelle gigantischer Profite. Aufgrund eines korrupten Preissystems mussten die alliierten Marineverbände eine horrende Summe für die dringend benötigten Erdöllieferungen zahlen. Zur gleichen Zeit arbeitete der Erdölriese Exxon eng mit dem Chemiekonzern IG Farben zusammen, der unter anderem das Zyklon B für die Gaskammern der Nazis herstellte."

Zweiter Teil: "Zeitzeugen erklären, inwiefern die Ölkrise von 1973 nur eine riesige, von den Ölfirmen veranstaltete Manipulationskampagne war, die den Ölpreis in die Höhe treiben sollte, um mit dem entstandenen Gewinn Investitionen in Alaska und der Nordsee zu finanzieren. Zum ersten Mal erläutert Roger Robinson, der diese Strategie mittrug, wie die Reagan-Regierung Mitte der 80er Jahre die saudi-arabische Ölproduktion unterstützte, um durch einen allgemeinen Kursverfall den Zusammenbruch der Sowjetunion auszulösen.
Außerdem wird offenbar, dass die offiziellen Zahlen der weltweiten Ölreserven gefälscht und tatsächlich um 300 Milliarden Barrels niedriger sind als die Ölstaaten angeben. Diese Schlüsselinformationen verdeutlichen die Rolle des Öls in der Weltpolitik - denn der Krieg um die Ressourcen ist bereits in vollem Gange. Der ehemalige CIA-Direktor James Woolsey bestätigt: "Ich fürchte, dass wir nicht nur für ein paar Jahre im Krieg sind, sondern für Jahrzehnte. Am Ende werden wir Sieger sein - aber das Öl wird über diesen Krieg entscheiden."

arte

 

 

 

 

 

 

 

 

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4.9.12

 

 

 

 

"Das große Spiel um Macht und Öl" - Dokumentarfilm von Alexandre Trudeaux und Jonathan Pedneault.  (NNA)*  ¤¤

Text von der arte-Seite: "Am Horn von Afrika bedrohen seit Jahren Piraten die internationale Schifffahrt. Im Frühsommer 2012 hat die Bundeswehr vom Deutschen Bundestag das Mandat erhalten, Piraten künftig auch an Land zu bekämpfen. Die Dokumentation schildert die Hintergründe der geopolitischen Interessen der Weltmächte im Kampf um die Kontrolle von Land und Wasser rund ums Horn von Afrika.
Wieder einmal ist das Säbelrasseln im Nahen Osten unüberhörbar. Immer wieder fordern Stimmen in Israel und in den USA, Irans nuklearen Aufbau mit Bomben zu stoppen. Gleichzeitig muss jeder zugeben, dass die weltweite Überlegenheit des Westens besonders im Mittleren Osten an Grenzen gestoßen ist. Mehrere Kriege haben den Westen als globale Schutzmacht geschwächt. Soll nun, indem man gewaltsam gegen die Piraten am Horn von Afrika - neuerdings auch an Land - vorgeht, mit einem starken Schlag die schwindende Kontrolle über eine Region, die die westliche Seefahrt seit Jahrhunderten beherrschte, wiederhergestellt werden?
Rund um den Indischen Ozean erwachen politische Bewegungen von Einheimischen, die sich den herrschenden Regierungen entgegenstellen. Parallel dazu entstehen neue ökonomische Riesen im Fernen Osten und strömen mit übervollen Taschen und frischem Appetit nach Ressourcen in diese Region. Während das arabische Volk sich durch Aufstände Gehör verschafft, straucheln ihre Machthaber. In diesem Gemisch von Unsicherheiten bleiben wenige Konstanten: So ist einerseits sicher, dass der Westen nicht mehr allein das Ergebnis diktiert, und andererseits ist völlig ungewiss, welche Aktionen den weiteren Lauf der Dinge beeinflussen werden.
Die kanadischen Filmemacher Alexandre Trudeau und Jonathan Pedneault haben internationalen Experten und Politikern Fragen gestellt nach den Spielregeln des neuen großen Spiels rund um das Tor der Tränen, wie die Meeresenge zwischen dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean auch genannt wird. Sie sollen unter anderem Antwort darauf geben, ob es ein Interesse an der Präsenz der Piraten in diesem Krisengebiet zwischen Asien und Afrika gibt."

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10.9.12

"Die Story: Sklavenarbeit für unseren Fortschritt" - Der Film von Tilman Achtnich untersucht die Herkunft der Rohstoffe in den Hightech-Geräten der Industrie. Z.B. Wolfram und Zink aus Bolivien, Gold und Coltan aus dem Kongo. Arbeitsbedingungen und Umweltzerstörung sind dort katastrophal, die Minen sind meist ohne staatliche Kontrolle, teilweise werden um sie Bürgerkriege geführt. Der Film zeigt, wie Wissenschaftler genau die Herkunft nachweisen können, wie deutsche Entwicklungshelfer die Standards in der dritten Welt anheben wollen, und er propagiert Recycling als Ausweg. Was zwar alles gut und richtig ist. Am grundsätzlichen Problem (dem Stoffumsatzhunger der kapitalistischen Maschine) aber nichts ändern kann und soll.   ¤¤

ARD

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13.9.12

"Der Preis der Ungleichheit" - Ein Interview mit Joseph Stiglitz über die Wirtschaftspolitik der USA als schlechtes Vorbild für Europa.

E

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17.9.12

Trailer des Dokumentarfilms "Crisis of Civilization". (Nach dem Buch von Nafeez Mosaddeq Ahmed, siehe Kapitalismus, 6.9.10)   ¤¤

P

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21.9.12

Max Keiser ("On ther Edge") spricht mit Mike Ruppert (collapsenet.com), Autor von "Crossing the Rubikon - The Decline of the American Empire and the End of the Age of Oil". Interessant (wenn auch nicht alles ganz faktengetreu). (Nur teilweise gesehen.)  ¤

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2.10.12

 

"Banken, Banker, Bankster" - Dokumentation von Jean-Michel Meurice und Fabrizio Calvi   ¤¤

Teil 1: "Der große Reibach" - Über die erste Weltwirtschaftskrise und ihre Folge, den 2. Weltkrieg. Die Lehren, die daraus gezogen wurden. Und der Beginn des Neoliberalismus, der diese Lehren über Bord warf und die Welt zur nächsten Krise führte.

Teil 2: "Der Tanz der Geier" - Über die kriminellen Strukturen, die die zweite Weltwirtschaftskrise auslösten, und wie es die Reichen bis heute schaffen, auch noch von der Krise zu profitieren.

Spannend, gut verständlich, lehrreich. Und geeignet, sich wirklich über das herrschende Wirtschaftssystem aufzuregen. 

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14.10.12

ttt stellt drei neue systemkritische Bücher vor: "Wir lassen sie verhungern" von Jean Ziegler, über den Massenmord in den armen Ländern (Kapitalismus ist Kannibalismus). "Der Preis der Ungleichheit", von Joseph Stiglitz, über die Zerstörung der Zivilisation durch die Aufspaltung in Arm und Reich. "0,1 %", von Hans Jürgen Krysmanski, über das Imperium der Milliardäre. (Auf der ttt-Homepage fehlt der Beitrag.)

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15.10.12

Beitrag über das Buch "Der Preis der Ungleichheit" von Joseph Stiglitz.

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17.10.12

"The Stream" : "Redefining Happiness" - Wie kann mensch den Konsumismus schlagen und das unnötige Gerümpel aus dem eigenen Leben hinauswerfen. Angeregte Debatte mit Tom Shadyac (Regisseur), Annie Leonard (Autorin des Films "The Story of Stuff") und Erik Assadourian (Worldwatch Institute). Sehr wichtige Gedanken, sehenswert!  ¤¤

A

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2.11.12

Guter Beitrag bei kulturzeit über Ayn Rand. Die Autorin von antikommunistischen Schundromanen hat in den 50ern die ideologische Grundlage der Neoliberalen geliefert, mit ihrem Roman "Atlas Shrugged" (Der Streik). Ein faschistisches Menschenbild, das den "Unternehmer" und seine totale Freiheit heroisiert, die Belange der Gemeinschaft dagegen verachtet. Diese Ideologie, die die USA und die Welt gerade zum zweiten Mal in die Wirtschaftskrise (und letztesmal in den Weltkrieg) getrieben hat, wird von Paul Ryan und der Tea Party begeistert propagiert. Bizarr und gruselig, eine "moderne", weil sich rational und wissenschaftlich gebende Form des Faschismus.   ¤¤

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4.11.12

Der Philosophie-Professor Michael Sandal stellt den Amerikanern die richtigen Fragen, nach den moralischen Grenzen des Marktes. Ob es gut ist, wenn der Markt alle Gebiete erfaßt, auch z.B. Bildung, Medizin, Umwelt? Nachzulesen in seinem Buch "Was man für Geld nicht kaufen kann".

ttt

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10.11.12

"Precht": Richard David Precht diskutiert mit dem neoliberalen Faschisten, professionellen Rhetoriker und gnadenlosen Opportunisten Christian Lindner. Über "Gerechtigkeit", "Fairness" und "Leistung". Und das ist ein Fehler. Mit solchen Leuten sollte man nicht reden. (Weil Linder ohne Zögern unhaltbares Terrain preisgibt und sich als Mensch zeigt. Er wird sich aber niemals auf etwas festnageln lassen, was er hier so dahingeredet hat. Die einzige interessante Frage stellt Precht ihm nicht: wer hat ihn gecoacht und warum?)

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17.11.12

"Menschen bei Maischberger" (vom 13.11.) : "Kasino global - wer regiert die Welt?"   Claus Kleber stellt sein Buch vor, "Spielball Erde - Machtkämpfe im Klimawandel". Im Gespräch außerdem u.a. Heiner Geißler.  (NNA)*

ZDF/3sat

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27.11.12

 

 

 

 

 

 

"Armutszeugnis" - Die Geschichte des Elends in der Welt von der Steinzeit bis heute. Film von Ben Lewis  (leider NNA)*    ¤¤

Text von der arte-Seite: "Wenn wir wollen, dass die Armut der Vergangenheit angehört, dann müssen wir zunächst die Vergangenheit der Armut begreifen", so beginnt Ben Lewis' amüsanter und zugleich düsterer Streifzug durch die Geschichte der menschlichen Armut, von der Lebensmittelnot der frühen Jäger und Sammler bis hin zur gegenwärtigen Krise des Kapitalismus.
Ist Armut unvermeidbar? Ist sie der "Motor des Systems", der dafür sorgt, dass die Reichen reich bleiben? Ist die von allen Weltreligionen gepredigte Wohltätigkeit die einzig mögliche Linderung der Not? "Was wir aus der Armut im Mittelalter lernen können, ist vor allem Folgendes", sagt der Historiker Tim Hitchcock. "Zu jeder Zeit gab es Verwaltungen und Systeme, die sich auf dem Leid anderer Menschen gründeten. Das war schon immer so, und das ist auch heute noch so."
Doch manches spricht dafür, dass die Armut nicht von vornherein ein Bestandteil aller Zivilisationen war. Warum also trat sie dann letztlich doch immer wieder zutage? "Armut ist die Konsequenz von Plünderungen", erklärt Oscar Guardiola-Rivera, ein lateinamerikanischer Publizist, und nennt den Untergang der Inkas als Beispiel. Der Historiker Emmanuel Akyeampong vertritt die gleiche Ansicht: "Die Afrikaner in vorkolonialer Zeit waren in wirtschaftlicher Hinsicht geschickt. Als die portugiesischen Seefahrer auftauchten und diese Küstensiedlungen mit ihrem regen wirtschaftlichen Treiben sahen, dachten sie sich: "Wir müssen hier die Führung übernehmen." Auch China wurde erst in seiner jüngeren Geschichte als arm betrachtet. Ein Kernsatz des Konfuzianismus besagt: "In einem gut regierten Land ist Armut eine Schande, in einem schlecht regierten Reichtum." Dieser Gedanke bewahrte China während des größten Teils seiner Geschichte vor extremer Armut.
Sind also der internationale Handel, der auf traditionellem Tauschhandel beruhende Wirtschaften verdrängte, und die Industrialisierung der Welt die Wurzel des ganzen Übels? "Die Industrielle Revolution hat dazu geführt, dass extreme Armut auf der Welt viel seltener wurde", so Jeffrey Sachs. "Das ist der menschliche Fortschritt." Doch durch den Fortschritt wohnten auch mehr Menschen in Armenhäusern und das revolutionäre Proletariat wuchs an. "Die Elite macht nicht einfach Platz", erkennt der Entwicklungsökonom Frances Stewart. "Bessere Bedingungen für die Massen entstehen meiner Ansicht nach dadurch, dass sich das Volk selbst organisiert. Die Armen befreien die Armen aus der Armut."
Nach dem Aufwachen fragt man sich, ob dieser Traum von der Armut wirklich nur ein Traum war. Aber womöglich stehen die Dinge heute, im wachen Zustand, schlimmer als je zuvor."

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6.12.12

"Tod in der Fabrik - der Preis für billige Kleidung" - Eine erneute Recherche von Christoph Lütgert und Anderen über den Textildiscounter KIK und dessen skrupellose Ausbeutung der ArbeiterInnen in den Fabriken von Bangladesh.  (NNA)*   ¤

Panorama

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8.12.12

"Masters of Money: 3. Marx" - Stephanie Flanders versucht, die Lehre von Karl Marx über das Wesen des Kapitalismus zu erklären. Mit diversen Experten. (NNA)*   ¤

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19.12.12

"Organ Traders" - Film von Claudio von Planta und Juliana Ruhfus über das illegale Geschäft mit menschlichen Organen, zwischen Monsterdoktoren in der Türkei, Albanien und Israel.  (P+P)  (NNA)*   ¤

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19.12.12

"Four Horsemen" (Teil 4) - Film von Ross Ashcroft. Krieg, Eroberung, Hunger und Tod, die ständigen Begleiter des Kapitalismus. Diverse Experten (u.a. Noam Chomsky) erklären, wie das System funktioniert. In dieser Folge geht es vor allem um den Konsumismus, der Menschen zu Konsumenten und die Erde zum Konsumobjekt macht und damit beide zerstört.  (Nur teilweise angesehen. Sehenswert.)   ¤

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21.12.12

"Four Horsemen" -  Teil 5 des Films von Ross Ashcroft setzt sich mit den Apologeten des Kapitalismus und ihren "neoklassischen" Theorien auseinander.  (NNA)*     ¤

P

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11.1.13

Zwei Beiträge über das Theaterstück "Das Himbeerreich" von Andres Veiel. Darin werden Originalzitate aus Gesprächen mit Bankern vorgetragen. Bei kulturzeit Gespräch mit dem Autor. (NNA)*

ktzt,aspekte

zus.15
13.1.13

Talk to Al Jazeera: Rosiland Jordan spricht mit Professor Noam Chomsky. (leider NNA)*  ¤¤

A

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25.1.13

Über den Dokumentarfilm "Frohes Schaffen", mit dem Konstantin Faigle zur Senkung der Arbeitsmoral auffordert und zum Zweifel an der kapitalistischen Arbeitsreligion anregt. Schön!   ¤

aspekte

 

19.2.13

Interessanter Beitrag über die Banken von Zypern, die gerade von der EU gerettet werden. Das Geld der Steuerzahler fließt dann direkt an russische Großkriminelle ("Oligarchen") weiter, die ihr Schwarzgeld u.a. aus Drogengeschäften dort in Zypern bunkern.

Frontal 21

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21.2.13

 

"Versicherungsvertreter – Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker" - Dokumentarfilm von Klaus Stern über den Aufstieg (und Fall) eines drittklassigen Hütchenspielers zum Multimillionär in der bizarren Welt der Versicherungswirtschaft. Besonders schön anzusehen die quasireligiösen Erweckungsseminare für die Gefolgschaft an der Basis des Pyramidensystems. Ansehen!  ¤¤¤

Das Geld, der Erwerb und Besitz von Geld sind längst zur Religion geworden. So könnte dieser Film ebensogut unter "Religionen" stehen, während umgekehrt der folgende Eintrag genauso hier stehen könnte: die sich so nennende "Katholische Kirche" ist nichts als eine ideologische Tarnorganisation des kriminellen Finanzkapitals.

WDR

 

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24.3.13

"Wieviel ist Genug? Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens" - über das Buch von Robert und Edward Skidelsky. Die beiden fordern das BGE und meinen, Erziehung solle nicht für den "Wettbewerb" trainieren, sondern den Menschen vermitteln, was sie mit ihrer freien Zeit anfangen können. - Hört sich gut an.   ¤

ttt

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3.4.13

Britische Soziologen haben die Klassenstruktur dort untersucht und meinen, statt der früheren Dreiteilung (Oberschicht, Mittelschicht und Arbeiterklasse) gebe es heute sieben deutlich abgegrenzte gesellschaftliche Klassen. Eigentlich ist dabei nur die "Mittelklasse" weiter differenziert worden. (Für Deutschland dürfte die Schichtung ähnlich sein.) Recht anschaulicher Beitrag und Gespräch dazu mit Mike Savage, einem der Autoren der Studie. Auf der BBC-Seite kann man per "Class-Calculator" die persönliche Zugehörigkeit herausfinden. 

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4.4.13

Das internationale Recherchenetz ICIJ hat Daten über die kriminellen Finanzschiebereien der Superreichen aus aller Welt erhalten und veröffentlicht diese nun. Die Banken haben sich offenbar bereitwillig an der Schwarzgeldwäscherei bei "Offshore-Firmen" in "Steueroasen" beteiligt, mit der Steuerzahlungen in Billionenhöhe hinterzogen worden sind. Die deutsche und andere Regierungen haben solche Aktivitäten aktiv erleichtert.

TS,E

zus.6

3.5.13

Ein gelungener Beitrag über die Aktualität von Karl Marx' Kapitalismusanalyse. Über die regelmäßigen Krisen, den Warenfetischismus und die ökologische Ausweglosigkeit des Wachstumszwangs. U.a. mit Herfried Münkler und Michael Heinrich.   ¤

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6.6.13

  In London trifft sich wieder die Weltregierung der Bilderberger (Militärs, Banker, Wirtschaftskriminelle und korrupte Politiker) zu ihrem jährlichen Geheimgipfel. Die Gästeliste ist diesmal erstmals offiziell bekannt, die Themen nicht. Vor dem Hotel in Watford demonstrieren linke Aktivisten und verlangen, die Massenmörder und Superkriminellen zu verhaften. Berichte von Charlie Angela und Nargess Moballeghi.

A,P

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7.6.13

In Italien ist der Israeli Gedalya Tauber verhaftet, der in Brasilien wegen Organhandels zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Er und seine Helfer hatten in mindestens 19 Fällen arme Personen aus Brasilien entführt, ihnen in Südafrika Organe entnommen und diese an reiche Israelis verkauft.

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13.6.13

Die Finanzhaie sind zurück und schicken ganze Schwärme von Lobbyisten los, um Politiker dazu zu bringen, die angeblich geplante Einführung der Finanztransaktionssteuer hinauszuschieben und diese möglichst niedrig und unwirksam zu machen. Und die Politiker aller Parteien fallen reihenweise um. 

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16.6.13

Kapitalismus / Klima / Umwelt / Fracking

Beitrag über den neuen Bericht des Club of Rome ("Der geplünderte Planet" von Ugo Bardi) und über den Spielfilm "Promised Land", der vom Streit ums Fracking handelt. Über den Inhalt des Buchs erfuhr man mehr in einem nüchtern-deprimierenden Artikel in der taz.  ¤   - Kritik: der Beitrag (und vermutlich auch das Buch) fabriziert ständig ein nicht existentes "Wir". Wir sind aber bisher nicht die Handelnden, es gibt uns noch gar nicht. Das was dem "Wir" entgegensteht und es verhindert, weil dies Wir seine Existenz bedrohen würde, wird nie benannt. Der Teufel mag es nicht, wenn man seinen Namen nennt. Aber wir werden nur leben, wenn wir sein Wesen klar erkennen, ihn richtig benennen und ihn irgendwann beenden. Und das wäre eigentlich ganz einfach. Wir hätten es schon seit 150 Jahren machen sollen, weltweit an einem schönen Tag.

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16.6.13

Herr Moor benennt den Kapitalismus zwar nicht, beschreibt ihn aber sehr treffend. "Er nutzt die menschliche Arbeitskraft und alle anderen Ressourcen nicht zum Wohle Aller, sondern plündert sie aus, in einem skrupellosen System, zum Wohle Weniger."

Ein Beitrag aus Dhaka über die Modeschöpferin Bibi Russell, die in Bangladesh ein Gegenmodell zur industriellen Massenproduktion von Billigtextilien entwickelt hat. Selbstversorgung, Selbstbewußtsein, Selbstbestimmung im Zeichen des Spinnrads.

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26.6.13

"Das Geheimnis der 7 Schwestern - Die Geschichte des Weltöl-Kartells" - Die Dokumentation von Frédéric Tonolli und Arnaud Hamelin zeichnet in Form eines historischen Roadmovies die Geschichte des Öls und seiner Ausbeutung nach.  (NNA)* I ¤

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18.7.13

Christoph Süß erklärt, wem das "Freihandelsabkommen" mit den USA nützt, nämlich den Großkonzernen, und wem es schadet, nämlich den Bürgern, weil alle Vorschriften und Gesetze zum Verbraucherschutz dadurch in Frage gestellt werden und der Zwangsprivatisierung (z.B. der Trinkwasserversorgung) die Tür geöffnet wird. - Und dann ein Auftritt des EON-Rumpelstilzchens, das in Klartext die Haltung der Energiekonzerne ausspricht: uns interessiert nur unser Gewinn, eure Stromversorgung ist uns scheißegal.   ¤

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4.8.13

Fareed Zakaria (GPS) über das Buch "This Town" von Mark Leibovich, das im Detail Korruption und Lobbykratie in den USA beschreibt.

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11.8.13

Beitrag über den Dokumentarfilm "Apple Stories" von Rasmus Gerlach, über den Konzern, der für sein Hightechspielzeug Minenarbeiter im Kongo und Fabriksklaven in China sterben läßt und für seine Fans eine Religion daraus macht.

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12.8.13

"Miete rauf, Mieter raus! - Die fiesen Tricks der Spekulanten" - Film von Achim Reinhardt und Thomas Schneider über die Methoden, mit denen Hauseigentümer Mieter rausekeln um nach Luxussanierung mehr Profit zu machen. Mit einigen Recherchen im Milieu des lichtscheuen FDP-Gesindels, darunter dem beeindruckenden Selbstbekenntnis eines menschenverachtenden Immobilienhais der Berner Group im Gespräch mit einem vermeintlichen Käufer. Der Film kritisiert auch (zu Recht) Wohnungsprivatisierungen, die die Linkspartei in Berlin mitverantwortet. Der Name der Eigentümlerpartei FDP fällt dagegen leider nicht.  ¤   

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18.8.13

Die US-Journalistin Chrystia Freeland beschreibt und kritisiert in ihrem Buch "Die Superreichen" ebendiese und fordert, diese zu besteuern und den Sozialstaat wiederherzustellen.   ¤

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19.10.13

Ein schönes Sinnbild des Kapitalismus: ein Tourist, natürlich ein fetter US-Amerikaner, schubst beim Besuch in einem Naturpark in Utah mal eben einen Felsbrocken vom Sockel, wo er seit 200 Millionen Jahren gelegen hat, und freut sich wie ein Kind über seine Tat. Anders als im wirklichen Leben soll er allerdings vor Gericht gestellt werden.

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3.11.13

Über den Dokumentarfilm "Master of the Universe" von Marc Bauder, in dem der ehemalige Banker Rainer Voss seine Inneneinsichten aus dem Finanzmilieu preisgibt.

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6

5.12.13

"Fünf Jahre nach dem Crash: Geldregen für Deutschlands Banker" - Ein Beitrag bei "Monitor" über die ungebändigte Gewinnsucht in der Finanzbranche. Die von der Politik angekündigten Regulierungsmaßnahmen waren reine Augenwischerei.

Monitor

6

21.12.13

Mal wieder eine halbe Ausgabe des "KeiserReport". Max Keiser und Stacy Herbert u.a. über "the economics of extinction", die Jagd auf die letzten Naturschätze (Edelhölzer, Nashörner, Tunfisch), aus deren Ausrottung sich noch Profit schlagen läßt.

RT

13

30.12.13

Die Atomindustrie in Japan läßt für die lebensgefährlichen Aufräumarbeiten in Fukushima gezielt Obdachlose anwerben. Die bekommen weder eine Info über die Strahlengefahr noch vernünftige Schutzkleidung. Von dem geringen Lohn sollen sie noch die Unterkunft bezahlen, nach ein paar Tagen sitzen sie dann wieder auf der Straße.

arj,E

zus.3

30.12.13

"Culture in Decline - Episode #1: What Democracy?" Erste Lektion einer Lehrstunde von Peter Joseph. Über "Demokratie", die wirklich Mächtigen, die Rolle der (Un)bildung. Alles auf die Situation in den USA bezogen, aber durchaus zu verallgemeinern. Schön seine Schlußbemerkung: macht nur weiter damit, hier und da mit "Korruption" und Mißständen aufzuräumen. Irgendwann werdet ihr merken, daß das alles Zeitverschwendung ist, daß das ganze System korrupt ist und nur noch beendet werden kann. "Until we grow up to that level: sit back, relax and enjoy the show."   ¤¤

P

26

           
3.1.14

Über die neue Forbes-Liste der Superreichen. Die 300 reichsten Personen der Welt besitzen zusammen 3,7 Billionen Dollar, ihr Vermögen wuchs letztes Jahr dank staatlicher Bankenrettungsaktionen um 524 Milliarden.

E 1
12.1.14

Ein Beitrag über die "Freiheit" des Einzelnen und ihre Bedrohung durch einen Staat, der im Namen der "Sicherheit" die Bürger überwacht, aber sich im Namen des Neoliberalismus immer mehr zurückzieht, wo er der Macht der Konzerne entgegentreten müßte. "Freiheit gehört nicht nur den Reichen", schreibt Lisa Herzog.

ttt

6

13.1.14

Die Story im Ersten: "Geld regiert die Welt - Die Macht der Finanzkonzerne" - Film von Tilman Achtnich und Hanspeter Michel.  (NNA)*     ¤

ARD

43
27.1.14

Der US-Milliardär Tom Perkins schreibt einen Brief an das "Wall Street Journal" und beklagt darin, die "Progressiven" der USA führten einen Krieg gegen das eine Prozent der Reichen, und das sei dasselbe wie der Krieg der Nazis gegen das eine Prozent der Juden. Der Mann hat sein Vermögen mit der Kommerzialisierung des Internets verdient.

C

3

28.1.14

 

 

 

"Letzte Warnung - Die Grenzen des Wachstums" - Film von Enrico Cerasuolo  (aufgenommen am 7.2., Inhalt später. NNA)*   ¤

Text von der arte-Seite: "Für die USA ist das Jahr 1972 ein Schlüsselmoment. Das Buch " The Limits to Growth" ("Die Grenzen des Wachstums") stellte das Grundprinzip der amerikanischen Wirtschaftsideologie - den Kapitalismus mit seinem unstillbaren Streben nach Wachstum - infrage. In dem Werk wurden jedoch nicht nur aktuelle Praktiken angeprangert, sondern massiv vor den verschiedensten Konsequenzen für die gesamte Menschheit gewarnt. 
Gegen Ende der 60er Jahre hatte sich der "Club of Rome" zum Ziel gesetzt, Antworten auf brennende internationale Fragen zu finden. . Mit der Veröffentlichung von "The Limits to Growth" gelang dem Club of Rome der internationale Durchbruch. Sie erlangten weltweite Beachtung. Doch welche Kritikpunkte und Schlussfolgerungen wurden in diesem Buch genau genannt? Und wie sahen die internationalen Reaktionen aus? Auf diese Fragen geben einige der damaligen Autoren, darunter Dennis Meadows und Jay W. Forrester, eine Antwort. 
Obwohl an der Richtigkeit der Studie und der ihres Nachfolgers "Beyond the Limits" ("Die neuen Grenzen des Wachstums") aus dem Jahre 1992 kaum Zweifel bestehen, unternehmen die Regierungen weltweit nur wenig zur Lösung der großen Probleme. Themen wie Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, Ressourcenverbrauch und Konsum sind zwar mittlerweile für alle ein Begriff. Doch welche Auswirkungen sie im Zusammenhang mit exponentiellem Wachstum auf die Erde und damit auf die gesamte Menschheit haben können, darüber sind sich immer noch die wenigsten im Klaren."

arte

 

 

79

 

 

30.1.14

 

"Das Märchen vom Jobmotor" - Beitrag über das geheime Freihandelsabkommen mit den USA, mit dem Demokratie und Verbraucherschutz in der EU abgewürgt werden sollen. Die Lobbyisten machen dafür Werbung mit angeblichen neuentstehenden "Arbeitsplätzen". Es stellt sich allerdings heraus, daß die Zahlen prozentual winzig sind. Schöne Reaktion von EU-Kommissar de Gucht (nachdem er sich seine eigenen Zahlen nochmal angesehen hat): "wir sollten nicht mit Prozenten argumentieren."  ¤  - Der Beitrag stellt sehr schön die Verlogenheit des Projekts heraus. Leider wird nicht hinterfragt, ob denn "mehr Wachstum und mehr Arbeitsplätze", wenn es sie denn gäbe, ein erstrebenswertes Ziel wären. Ich denke, ein Absinken des BSP, der Bruttoarbeitszeit, des Handelsvolumens und des Verkehrs jeweils auf die Hälfte brächte für alle Menschen einen Gewinn an Lebensqualität und könnte ein Überleben der Menschheit vielleicht möglich machen. Das ist aber beides nicht Ziel des Kapitalismus.

Monitor

9

5.3.14

"Double Standards": Die USA planen nicht nur mit der EU ein Freihandelsabkommen, auch mit den Ländern rund um den Pazifik. Auch dieses Abkommen (TPP) wird von Lobbyisten der Großkonzerne im Geheimen ausgehandelt und soll die souveränen Staaten entmachten. Einige Infos und Hintergründe.

P

6

13.3.14

In Brüssel demonstrieren einige Hundert Aktivisten und Gewerkschafter gegen das geplante Freihandelsabkommen mit den USA, das das Ende der Demokratie bedeuten würde.

E

1
8.4.14

Nach der Finanzkrise sollten angeblich die Banken besser kontrolliert werden. Tatsächlich haben die Lobbyisten der Banken sich ihre Kontrollgesetze selber geschrieben, versehen mit Schlupflöchern und Hintertüren. Die Banken kontrollieren sich weiter selber, die Steuerzahler werden auch in Zukunft für die Spekulationen der Banker haften. Aussagen von diversen Experten, u.a. Sven Giegold.

Frontal 21

11

11.5.14

Beitrag über das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen EU und USA. Entmündigung, Demokratieabbau, Stärkung der Lobby-Herrschaft, Verhandlungen im Geheimen.

ttt

6

15.5.14

Die deutschen Energiekonzerne wollen gerne die abzuwrackenden Atomkraftwerke loswerden und dem Staat übermachen, weil diese nur noch Kosten, aber keinen Gewinn mehr bringen. Während die Parteien das empört zurückweisen, finden Kapitalismuskritiker die Idee prima. Und zwar sollte dann gleich der ganze Energiesektor wieder vergemeinschaftet werden. Und Bahn, Post, Telekom, Wasser und Müllabfuhr gleich mit! Alles Bereiche, die für die Grundversorgung der Menschen ("öffentliche Daseinsvorsorge") nötig sind und in denen eigentlich gar keine Marktbedingungen herrschen. Und die bis zur "Wende" bereits Staatseigentum waren, auch im Westen. Schön begründet vom Wiener Wirtschaftswissenschaftler Stephan Schulmeister. 

Quer

7
3.6.14

"Ein ehrenwerter Verein - Die zweifelhaften Geschäfte der FIFA" - Nachdem letztens das Kabarett Aufklärung über die mafiösen Machenschaften der FIFA leistete, jetzt auch ein ganz seriöser Beitrag dazu. Wie die FIFA weltweit als Quasi-Staat ihre eigenen Gesetze macht, als "Verein" keine Steuern bezahlt und die Milliardengewinne unter den korrupten Herren verteilt. Der Vergleich mit der Mafia wird im ZDF mehrfach herangezogen.   ¤

Frontal 21

11

5.6.14

Neben dem Freihandelsabkommen TTIP verhandeln EU-Lobbyisten auch klammheimlich an TISA, einem weltweiten Abkommen zur Liberalisierung des Handels mit  "Dienstleistungen", womit die öffentliche Daseinsvorsorge gemeint ist, Wasser, Strom, Verkehr, vermutlich auch Bildung und Polizei, alles was Bürger gerne dem Zugriff der Kapitalisten entziehen wollen. An den Geheimverhandlungen darf nichtmal die WTO teilnehmen, schon gar keine Volksvertreter.

Quer

6

22.6.14

Beitrag über das Buch "Capital" von Thomas Picketty.   ¤

ttt

8

4.8.14

"Der große Deal - Wie das Freihandelsabkommen uns zu Verlierern macht" - (Aufnahme gescheitert. Wird nachgeholt.)

ARD

 

5.8.14

 

 

 

 

"Bottled Life - Nestlés Geschäfte mit Wasser" - Film von Urs Schnell und Res Gehriger.  Der Konzern Nestlé verwandelt mit teilweise hinterhältigen Methoden Trinkwasser in Geld. Beobachtungen in der Schweiz, in Pakistan, Nigeria, Äthiopien, in den  USA.   ¤

Text aus dem Netz: "Das beste Marketing der Welt: Nestlé macht aus Leitungswasser ein Lifestyleprodukt. Der Dokumentarfilm "Bottled Life" zeigt, wie der Konzern agiert, wenn man ihn lässt.
Filmemacher Gehriger ist für "Bottled Life" um die Welt gereist, als Reporter ist er immer wieder selbst im Bild zu sehen. Er besucht ein Flüchtlingscamp in Äthiopien, in dem Nestlé sich angeblich in der Wasserversorgung engagiert. Zumindest wird das auf der Homepage des Unternehmens so kommuniziert. Vor Ort stellt Gehriger fest, dass das Engagement schon seit einigen Jahren beendet ist. In einem Dorf in Pakistan trifft er auf Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Währenddessen fördert Nestlé dort Wasser aus einem Tiefbrunnen und verkauft es als "Nestlé Pure Life" zu einem Preis, den sich ein großer Teil der Dorfbewohner nicht leisten kann. Seit Jahren sinkt der Grundwasserspiegel des Dorfes, der Zugang zu sauberem Wasser wird immer schwieriger. Wegen der Pumpaktivitäten von Nestlé? "Unseren Kindern zeigen wir das dreckige Wasser nicht", sagt eine Dorfbewohnerin im Film, "sie würden es dann nicht trinken". 
Nestlé Pure Life ist eine riesige Erfolgsgeschichte. Die Marke existiert seit elf Jahren: In Plastikflaschen abgefülltes Grundwasser, das künstlich mit Mineralien angereichert wird. Besonderen Absatz findet es in Ländern, wo die Wasserversorgung schlecht ist: als Produkt für mittlere und obere Einkommensschichten. Hier wird das Grundwasser abgepumpt und so das Grundrecht auf sauberes Trinkwasser verletzt, um Profit zu machen. Der Preis von einer Flasche Pure Life übersteigt das Tageseinkommen vieler Menschen in Pakistan.
Da Nestlé sich Interviews verweigerte, zeigt der Film nur verpixelte PR-Videos des Unternehmens. Der Zugang zum Wasser sei entscheidend für die Zukunft des Konzerns - und für die Zukunft der Menschheit, erklärt Verwaltungsratschef Peter Brabeck-Letmathe in solchen Videos. Sich selbst inszeniert er als globalen Kämpfer für die Wasserversorgung."

arte

 

 

 

 

90

 

 

 

 

5.8.14

"Der große Deal - Geheimakte Freihandelsabkommen" - Reportage von Kim Otto und Stephan Stuchlik über TTIP und die geplante Machtübernahme der Konzernlobbyisten.  (Leider NNA)*   ¤

ARD

30

19.8.14

"Wem gehört die Stadt?" - Dokumentation von Kristian Kähler und Andreas Wilcke über die Umwandlung von Wohnraum für Menschen in Renditeobjekte für Reiche. (Sehenswert, leider NNA)*   ¤

ARD

86
21.8.14

Wie kriminelle Heuschrecken mit Unterstützung der Regierung den Karstadt-Konzern auffressen(NNA)*   ¤

Monitor

7
8.9.14

Beim "Degrowth"-Kongress in Leipzig wurde über das Ende des Wachstumsdogmas und alternative Gesellschaftskonzepte gesprochen. Beitrag mit Aussagen von Harald Welzer und dem Fotografen Julian Röder.

ktzt

7

9.9.14

Gespräch mit Owen Jones, Autor von "The Establishment", einer Analyse der herrschenden Geldelite in Britannien und ihres verheerenden Machtmißbrauchs.

B

3

18.9.14

Die USA haben ihre strategische Helium-Reserve praktisch aufgebraucht. Sam Sacks erklärt bei "Breaking the Set" die Zusammenhänge (im Video ab 7:30). Die Neoliberalen haben die staatliche Reserve privatisiert, zum Verkauf freigegeben und verhindert, daß die Industrie für Helium reelle Preise zahlen mußte. Ein schönes Beispiel, wie der angebliche "Markt" in Wahrheit nur den Kapitalisten nützt, aber die Allgemeinheit sehr teuer zu stehen kommt. Mit praktisch allen anderen Rohstoffen läuft das Spiel genauso. Erst wenn sie zur Neige gehen wird ihr wahrer Wert sichtbar. (Sodaß wir uns nach dem Ende des Kapitalismus nichtmal mehr Fahrräder werden leisten können, weil die Metalle für blödsinnige SUVs und Getränkedosen vergeudet wurden. Es sei denn, die Revolution käme vor dem Zusammenbruch.)

RT

5

           
22.9.14

Shihab Rattansi berichtet von einer Demonstration in New Yorks Wall Street gegen den Kapitalismus. Viele der Teilnehmer waren am Vortag schon auf der Demo gegen den Klimawandel (was beides letztlich dasselbe ist, das eine die Ursache, das andere die Folge).

A

2
26.9.14

Die EU-Kommission hat das Freihandelsabkommen zwischen EU und Kanada ("CETA") vorgestellt, mit dem kanadische Konzerne die Möglichkeit bekommen sollen, europäische Gesetze auszuhebeln. Ob die europäischen Parlamente den Irrsinn unterzeichnen ist noch nicht entschieden. In der Tagesschau ein halbwegs kritischer Hintergrundbericht.

TS

3

30.11.14

Bei "BBC-Newsnight" ein Gespräch mit Prof. Noam Chomsky. Es geht um Chomskys Einschätzung, der Neoliberalismus mache aus Bürgern Konsumenten, die sich gesellschaftlich ohnmächtig fühlen. Einigen befragten Passanten in der Einkaufszone leuchtet das nicht ein. Die Unzufriedenheit scheint sich bisher eher in Fremdenfeindlichkeit zu äußern als in Systemkritik. Chomsky sieht das anders.

B

8

2.12.14


  "Crisis of Civilization" (beide Teile) Dokumentation von Nafeez Mosaddeq Ahmed.   Siehe Kapitalismus1, 6.9.10   (NNA)*  
¤¤

P

2x26
19.1.15

Das reichste Prozent der Menschheit besitzt allein fast soviel wie der Rest zusammen. Beitrag über Armut und Reichtum, und Gespräch mit Nick Bryer von Oxfam, von denen die Zahlen stammen. (Bei anderen Sendern wurden die Zahlen nur kurz erwähnt.)

B

5

20.1.15

Warum die Superreichen immer reicher werden.  (NNA)*   ¤

nano

7

7.2.15

Mal wieder eine Folge des "Keiser Report", mit Max Keiser und Stacy Herbert. Zu Gast Kerry-Anne Mendoza (@scriptonite), Autorin von "Austerity - The demolition of the welfare state and the rise of the zombie-economy". Und genau darum geht es, natürlich im Zusammenhang mit dem Ausstieg Griechenlands aus der Verarmungsfalle.  - Leider zu wenig Zeit, alles anzusehen. Was ich gehört habe, klang sehr spannend und vernünftig.   ¤

RT

26

           
8.2.15

 

"Schmutziges Geld - Geheimnisse einer Schweizer Bank" - Film von Maik Gizinski und Nils Casjens über die schmutzigen Geschäfte der HSBC.  (NNA)* -  Zusätzlich der einführende Bericht der Tagesthemen. ¤

Text vom NDR: "Zehntausende Dokumente, die NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" in Kooperation mit dem weltweiten Rechercheverbund ICIJ ausgewertet haben, zeigen es: Terrorunterstützer, korrupte Politiker, Kriminelle - sie alle haben Geld bei der HSBC in Genf deponiert. Die Bank hat mit ihnen Geschäfte gemacht und half, Vermögen zu verstecken." - Dieser Text ist leider alles, was online über die Sondersendung zu erfahren ist. Im ARD-Programmplaner taucht sie nicht auf. Seltsam auch, daß der Name der britischen Bank (HSBC) bei der ARD konsequent auf deutsch ausgesprochen wird. 

ARD

 

15+3

 

           
9.2.15

Noch zwei Berichte über die Enthüllungen über die schweizer Filiale der Bank HSBC, die jahrelang Unternehmer, Kriminelle, Politiker, und kriminelle Politiker bei der Steuerhinterziehung und Geldwäsche beraten und unterstützt hat. Einer der Rechercheure sagt, dies sei nur die Spitze des Eisbergs, die meisten Banken würden sich genauso verhalten.

B,arj

zus.5
12.2.15

Über den Dokumentarfilm "Wer rettet wen?" von Herdolor Lorenz und Leslie Franke. Der Film zeigt, wer wirklich die Profiteure und wer die Opfer der Finanzkrise sind. Es geht nicht um "Griechenland vs. Deutschland", sondern um Finanzspekulanten vs. die Bevölkerung. Bisher das einzige positive Beispiel eines demokratischen Umgangs mit der Krise ist Island. Griechenland sollte nun folgen.   ¤

ktzt

6

22.2.15

"Empire: The Rise of the Oligarchs" - Wie in den USA und anderswo die Demokratie abgeschafft und durch die direkte Herrschaft der Superreichen ersetzt wird. Marwan Bishara spricht mit Rev. Dr William J Barber II, Liza Featherstone, James Andrew Felkerson, Amin Hussain, Luisa Kroll, Branko Milanovic, Erik Prince, Nomi Prins, David Rothkopf und Avik Roy. (Wurde schon im Mai 2014 gesendet.)  ¤¤

A

48

           
5.3.15

 

 

 

Bei Quer zwei Beiträge, die die Abläufe der kapitalistischen Betrugswirtschaft prima veranschaulichen.

1. ein Bericht aus Augsburg, wo einige offenbar korrupte Politiker gegen den Widerstand der Bürger die Privatisierung der Stadtwerke forcieren. Wunderbar, wie der Begriff der "Demokratie" hier ad absurdum führt und wie der korrupte Bürgermeister sich mit seinen pseudokompetenten Worthülsen selber entlarvt.   ¤

2. informiert Christoph Süß über die unglaublichen Finanzierungswege der (eigentlich) insolventen österreichischen Bank "Hypo-Albtraum-Adria" und erklärt dann an der Schultafel das "Spar-Paradoxon" : Der Staat und die Bürger müssen solange sparen, bis der Staat kaputtgeht und die Wirtschaft wieder direkt über die Konsumenten herrscht. Und warum geht es der deutschen Wirtschaft so gut? Weil sie an die armen Länder verkauft, die den Konsum mit Krediten finanziert haben, die sie jetzt nicht mehr zurückbezahlen können, sodaß auch deren Staaten nun zum Ausverkauf stehen. Das Ganze ist aus der Sicht der Wirtschaft keine Katastrophe, sondern eine Schnäppchen-Gelegenheit. Frage am Schluß: "Das ist - Diktatur? Nein das ist die Freiheit!"  - Dringend ansehen, so klar verständlich hat das bisher noch nie jemand erklärt!   ¤¤

Quer

 

Quer

 

5

 

8

 

                 
9.3.15

 

 

"Die Spur der Troika - Macht ohne Kontrolle" - Film von Arpad Bondy und Harald Schumann über das verheerende Wirken der Vertreter der Troika aus IWF, EZB und Europäischer Kommission in Europas Krisenländern. Der Film macht deutlich, dass hier eine Wirtschaftslobby ohne demokratische Legitimation agiert. Ihre Macht ist so dabei groß, dass EU-Gesetze übergangen werden können – alles im Namen eines vornehmlich von Deutschland propagierten Diktums: sparen. Schumann erläutert ein simples Prinzip: Die Wirtschaft ist ein Kreislauf – des einen Ausgaben sind des anderen Einnahmen. Sparen beide, kommt der Kreislauf zum Erliegen. Die von Berlin betriebene sogenanne Austeritätspolitik ist nichts anderes als ein Instrument zur Durchsetzung neoliberaler Prinzipien: Aufweichung bis Beseitigung von Tariflöhnen, Herabsetzung des Mindestlohns, Ausverkauf staatlichen Eigentums etc. Durchgesetzt wird sie mit einer Kälte, die über Leichen geht. (Text aus der jW vom 26.2.15)  ¤¤

Siehe auch den Artikel: "Wer hat die Macht?" (jW 24.2.)  

ARD

 

 

43

 

 

           
15.3.15

Über das Buch "Die Entscheidung Kapitalismus vs. Klima" von Naomi Klein. Die Erderwärmung läßt sich nur stoppen, wenn "wir" endlich das Dogma des ewigen Wachstums aufgeben, die Energiewirtschaft verstaatlichen und das System demokratisieren.  ¤

ttt

7

18.3.15

In Frankfurt demonstrieren 15.000 Linke gegen die Eröffnung des neuen Palastes der EZB. Am Rande kommt es dabei zu massiven Ausschreitungen einiger Teilnehmer, die dann Hauptthema der Berichterstattung werden. Bei kulturzeit geht es dagegen um die Inhalte. Demoteilnehmer verweisen auf kriminelle Geschäfte und politische Machenschaften der Banker. Zu Wort kommen u.a. Dietmar Dath und Giorgos Chondros. Naomi Klein sagt zu den Bankern: "Ihr seid die wahren Vandalen. Die Bühne für euren Vandalismus ist der ganze Planet."  ¤

ktzt,nam,E

zus.11

19.3.15

Der CSU-Landwirtschaftsminister weigert sich, wie versprochen bundesweit gentechnische Lebensmittel zu verbieten. Gespräch mit Thilo Bode (Foodwatch) darüber, was das mit dem "Freihandelsabkommen" TTIP zu tun hat.

Quer

11

                 
22.3.15

"Goldman Sachs - The Bank that rules the World" - Englische Fassung der Doku "Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt" von Jérôme Fritel und Marc Roche (arte 4.9.12) über die US-Bank, ihre kriminellen Machenschaften, ihren korrumpierenden Einfluß auf die Politik und ihre Schuld an Finanzkrise und Staatsschulden in Europa. (NNA)*   ¤¤

A

47

           
22.3.15

"TTIP: Das Ende der Demokratie?" - Beitrag bei ttt über die Abschaffung von Demokratie und Rechtsstaat durch die Übermacht des Kapitals und speziell durch die "Freihandelsabkommen".  ¤

ttt

8

22.3.15

Etwas Neues aus der Welt der Superreichen: "Freeports", Hochsicherheitslager für Wertgegenstände, die größtenteils aus kriminellen Geschäften stammen, Riesenschließfächer jenseits der Kontrolle von Zoll und Steuerfahndung.

ttt

5

24.3.15

 

 

 

 

Nochmal (jetzt komplett) die Dokumentation "Die Spur der Troika - Macht ohne Kontrolle" von Arpad Bondy und Harald Schumann (siehe 9.3.15)   ¤¤

Und dann Wiederholung der Doku "Staatsgeheimnis Bankenrettung", ebenfalls von Arpad Bondy und Harald Schumann. Schon vor zwei Jahren ging Schumann der Frage nach, wo die Billiarden aus der Bankenrettung eigentlich geblieben sind (in Griechenland jedenfalls nicht!) Auch dieser Film ist dringend zu empfehlen, sehr gut recherchiert, gut verständlich.  ¤¤

Text von arte: "50 Milliarden Euro in Griechenland, 70 Milliarden Euro in Irland, 40 Milliarden Euro in Spanien - ein Eurostaat nach dem anderen sieht sich gezwungen, seine Banken mit gigantischen Summen zu stützen, um damit die Verluste auszugleichen, die den Geldhäusern aus faulen Krediten entstanden sind. Aber wohin gehen die Milliarden eigentlich? Wer sind die Begünstigten? Mit dieser einfachen Frage reist der preisgekrönte Wirtschaftsjournalist und Sachbuchautor Harald Schumann quer durch Europa und bekommt verblüffende Antworten.
Die Geretteten sitzen - anders als häufig vermittelt und von vielen angenommen wird - nicht in den ärmeren Eurostaaten, sondern hauptsächlich in Deutschland und Frankreich. Ein großer Teil des Geldes landet nämlich bei den Gläubigern der Banken, die gerettet werden wollen oder müssen. Und obwohl diese Anleger offenkundig schlecht investiert haben, werden sie - entgegen aller Logik der freien Marktwirtschaft - auf Kosten der Allgemeinheit vor jeglichen Verlusten geschützt. Warum ist das so? Wer bekommt das Geld?"

RBB

 

 

 

 

44

58

 

 

 

 

           
26.3.15

 

Noch ein Beitrag über Naomi Klein und ihr neues Buch "Die Entscheidung Kapitalismus vs. Klima" (und ihren Film "This changes Everything"). Der Beitrag kritisiert, daß Klein keine Alternativen aufzeigt und keinen Weg aus dem Kapitalismus. Ich füge noch an, daß sie zwar fundiert den Kapitalismus kritisiert, aber von der Physik des Klimawandels nicht allzuviel verstanden hat. Aussagen wie "Beim Klimawandel stehen wir vor einer klar belegten Deadline am Ende dieses Jahrzehnts" und alles Gerede davon, man könne die Erwärmung bei 2 Grad stoppen, sind physikalischer Humbug. Die Erwärmung hat vor ca. 20 Jahren begonnen und läßt sich inzwischen nicht mehr stoppen. Auf welchem Niveau sich ein neues Gleichgewicht ergeben wird, weiß noch niemand. "Wir" können allenfalls eine weitere Eskalation verhindern. Wenn wir es irgendwie schaffen, den Kapitalismus loswerden.

ktzt

 

8

 

15.4.15

Über die Crowdfunding-Kampagne, mit der Russell Brand das Bankensystem erledigen will.

RT

2

16.4.15

Die Weltbank vertreibt mit ihren "Entwicklungsprojekten" Millionen von Bauern von ihrem Land und damit in Abhängigkeit, Hunger und Elend. Das ist seit vielen Jahren bekannt und nun auch vom deutschen TV erkannt worden. Immerhin gut, daß darüber berichtet wird (was aber Herrn Gniffke sicherlich nicht gefällt).

TS

2

18.4.15

Internationaler Aktionstag gegen das Freihandelsabkommen TTIP. Große Demos in vielen europäischen Städten. Bei ARD und ZDF sind die Demos in Deutschland Hauptthema des Tages. 

TS,hj,E

zus.7
18.4.15

Isabelle Kumar spricht mit Noam Chomsky (auch im englischen OT). Der drohende Untergang der Menschheit durch die Umweltkatastrophe und durch einen Atomkrieg. Das Atomabkommen mit dem Iran und die Bedrohung durch die Atomwaffenstaaten USA und Israel. Der Drohnenkrieg der USA. Die Ausdehnung der Nato und der Ukrainekonflikt. Die Zerstörung des Wohlfahrtsstaats in Europa und der wachsende Rassismus. Hoffnungen auf Griechenland und Spanien.   ¤

E

2x19

            
19.4.15

Beitrag über den britischen Komiker Russell Brand, Autor des Buches "Revolution", in dem er zu ebendieser aufruft. (Das Buch ist übrigens fürchterlich langatmig, sehr liederlich übersetzt und kaum komisch. Ob es inhaltlich weiterführt, weiß ich noch nicht.)

ttt

5

22.4.15

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit der Autorin Zoe Williams über Steuern. Warum es etwas Gutes sein sollte, sie zu bezahlen (weil damit das Zusammenleben verbessert wird), und warum die herrschende Politik dafür sorgt, daß man sie nicht bezahlen möchte.  ¤

RT

10

           
26.4.15

 

 

 

 

"Precht: Wann kommt der Kommunismus?" - Richard David Precht spricht mit Sahra Wagenknecht über die Kritik des bestehenden Wirtschaftssystems und die Utopie einer menschenwürdigen Gesellschaft. Dabei legt Precht immer wieder den Finger in eine große offene Wunde der Linken: wir haben kein Gegenmodell, kein anschauliches Bild davon, wie wir besser zusammenleben könnten. Precht bietet hier sogar eher Vorschläge an als Wagenknecht, meist abgeleitet aus den klassischen Schriften von Marx. Ganz außen vor bleibt die wirklich spannende Frage, wie der überlebensnotwendige Schritt zur weltweiten Abschaffung des Kapitalismus aussehen soll und wie wir dahinkommen. Das Wort "Revolution" fällt in der ganzen Sendung nicht ein Mal. Stellenweise ist Precht deutlicher links als Wagenknecht, so möchte er das bedingungslose Grundeinkommen einführen, sie nicht. Die Idee des Grundrechts auf Arbeit ist Frau Wagenknecht offenbar völlig fremd.   ¤¤

Um die Frage zu beantworten: er kann jeden Tag kommen. Die Welt ist schon lange überreif, den Schritt zur neuen Ordnung zu tun. Es ist gar nicht viel dafür nötig. Es muß nur in allen Ländern der Wille da sein, den Schritt (die Revolution) zu machen, und dann macht man ihn. Durch das Internet haben wir auch eine technische Möglichkeit, ihn weltweit abzustimmen und das weitere Vorgehen abzusprechen. Nur leider versteht noch Niemand, wie genau der Schritt aussehen soll. Ich glaube aber, daß es ein sehr einfacher und kurzer Schritt sein wird. Danach wird nicht alles besser, aber vieles einfacher. "Reden erst die Völker selber, werden sie schnell einig sein."

ZDF

 

 

 

 

43

 

 

 

 

            
18.5.15

"Die Story im Ersten: Wohlstand für alle - Was bringen Freihandelsabkommen?" - Film von Tilman Achtnich. Bringt TTIP wirklich mehr Wohlstand für alle? Oder profitieren nur die Großkonzerne? Der Film blickt auf Länder, die schon ähnliche Abkommen abgeschlossen haben, z.B. Mexiko.   ¤¤

ARD

44

21.5.15

Christoph Süß erklärt (mal wieder als Erster im TV), warum die Herrschenden gerne das Bargeld abschaffen möchten und welche Folgen das für uns hätte.    ¤

Quer 3
           
27.5.15

In der Schweiz sind sieben hohe Funktionäre der FIFA wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet worden. Hauptthema bei allen Sendern, hier nur die recht informativen Berichte von Euronews.

E

5
3.7.15

Dominic Kane berichtet aus Berlin über die Euro-Krise, und dabei auch über das "Museum des Kapitalismus" in Berlin. 

A 3
6.7.15

 

"Die Fleisch-Mafia - Das geheime Netzwerk der Schlachthöfe" - Film von Michael Nieberg über die kriminellen Machenschaften des Scheinfirmenimperiums des Ralf Rösken. Man vermittelt osteuropäische Billigarbeiter an Schlachthöfe und nutzt dabei die Schwerfälligkeit von Staatsanwaltschaften und Steuerfahndern und die EU-Freizügigkeit, um Hygiene- und Sozialstandards zu umgehen, keine Steuern zu zahlen, Schwarzgeld zu waschen. Man hat Informanten bei den Behörden, die vor Durchsuchungen rechtzeitig warnen. Auf der Strecke bleiben die Arbeiter und letztlich auch die Konsumenten des Billigfleischs. ¤

Über einen dieser Schlachthöfe (in Düring bei Bremerhaven) und die betrogenen Sklavenarbeiter von "Meat & More" habe ich hier schon berichtet, unter "Fischtown und Umzu", im Dezember '14 und März '15.

ARD

 

29

 

14.7.15

"Pelzig hält sich". Gespräch mit Thilo Bode über TTIP.  (NNA)*

ZDF

13

30.7.15

Auch gegen das US-pazifische Freihandelsabkommen TTP gibt es Widerstand. Andrew Thomas berichtet von Protesten von Ureinwohnern gegen die Geheimverhandlungen auf Hawaii.

A

1

19.8.15

Über den neuen Kinofilm der "Yes Men": "Die Yes Men - jetzt wird's persönlich"

ktzt

4
30.8.15

Beitrag über den britischen Politologen Colin Crouch und sein Buch "Die bezifferte Welt - Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht". Crouch stellt u.a. fest, daß die Vorstände aller großen Banken Kriminelle sind. Die Gier nach Profit sei eine "Autoimmunkrankheit", die nach allen Lebensbereichen greift und das menschliche Wissen vernichtet. "Wollen wir denkende und mitfühlende Lebewesen sein, oder verdummte Leistungsträger eines Systems, das mitnichten unser aller Wohl anstrebt, sondern ausschließlich seine eigene Selbsterhaltung?"

ttt

7

8.9.15

Bei "Pelzig hält sich" spricht Barwasser mit dem "Transformationsdesigner" Harald Welzer über ganz konkrete Wege aus dem Kapitalismus.

ZDF

16

14.9.15

Gespräch mit Joseph Stiglitz (neues Buch: "Reich und Arm - Die wachsende Ungleichheit in unserer Gesellschaft") über die Ursachen der Flüchtlingsbewegung, zum Einen den riesigen Wohlstandsabstand zwischen Europa und Afrika, zum Anderen die Auswirkungen des Angriffs der USA auf den Irak. 

ktzt 8
17.10.15

"Noam Chomsky: Knowledge and Power" - Film über den bedeutendsten Intellektuellen unserer Zeit und seine Kritik am herrschenden System.  (Leider nur teilweise gesehen.)   ¤¤

A

47

            
30.10.15

Im "Neo Magazin Royale" klärt Jan Böhmermann ("Ich interessiere mich nicht für Fußball") über die korrupten Beziehungen des Sportartikelkonzerns Adidas und seines Chefs Herbert Hainer zu den Fußballverbänden auf. Sehr witzig, zugleich sehr erhellend.

ZDF

10

31.10.15 Richard Quest spricht mit Joseph Stiglitz über die gescheiterte neoliberale Wirtschaftspolitik, die in den USA nur mehr Ungleichheit und mehr Armut, aber nicht mehr Wohlstand gebracht hat. Stieglitz sieht sich keineswegs als Sozialisten, sondern er fordert eine Rückkehr zu einer funktionierenden Marktwirtschaft, die nicht von den Interessen der Megareichen bestimmt wird. "Ungleichheit ist nicht die Folge ökonomischer Gesetze, sondern von bewußt herbeigeführten Entscheidungen." C 3
4.12.15

Beitrag über die Thesen des Philosophen Axel Honneth ("Die Idee des Sozialismus") zu einer Erneuerung der sozialistischen Idee. Der Sozialismus sei im 20. Jahrhundert gescheitert, weil Marx mit seiner Unterbewertung der politischen Demokratie und mit seinem Geschichtsdeterminismus den Mißbrauch durch Diktatoren ermöglicht habe.

ktzt

7

8.12.15

Der BBC-Wirtschaftszampano Aaron Heslehurst spricht mit dem Experten Andrew Walker über die Weigerung der Saudis, ihre Ölförderung zu senken. Durch den niedrigen Ölpreis werden andere ölexportierende Länder (u.a. Venezuela) in den Ruin getrieben. Nötig wäre ein Preis über 120$, momentan sind es 37$, demnächst nur noch 25$.

B

5

18.1.16

Nach einer Studie von Oxfam besitzen die 62 Reichsten soviel wie die ärmere Hälfte der Menschheit. Und das reichste Prozent soviel wie die restlichen 99 Prozent. Fast alle Sender melden diese Zahlen. Einschätzungen bei AJE von Duncan Exley (The Equality Trust) und bei der BBC von Max Lawson (Oxfam). Leider nennt niemand absolute Zahlen: wieviel besitzen denn nun jeweils die 62, die 70 Millionen, die 7 Milliarden, die einen 3,5 Milliarden und die anderen 3,5 Milliarden? Konkrete Zahlen nur bei Euronews, die sind allerdings offenkundig falsch oder mißverständlich (44% / 41%).

A,B,arj,E

zus.11
24.1.16 "Population Boom" - Dokumentarfilm von Werner Boote über die Ideologie der "Überbevölkerung", die uns weismacht, gerade diejenigen, die am wenigsten Ressourcen verbrauchen, seien "zuviele". Die Argumentation ist teilweise holperig, teilweise überzeugend, hier besonders die Ausführungen der indischen Aktivistin Farida Akhter. Dem Fazit kann ich mich anschließen: es kommt nicht so sehr auf die Zahl an, sondern darauf, wie wir leben. Trotzdem glaube ich, daß eine nachhaltige langlebige Zivilisation nur mit sehr viel weniger Menschen funktionieren wird - ca. 100-500 Millionen, je nachdem, was dann noch vom Lebensraum Erde übrig sein wird. Der Film ist insgesamt auf jeden Fall sehr sehenswert.  ¤¤ 3sat 89
31.1.16

Was ich immer sage: es gibt keine "Flüchtlingskrise"! Die Menschen, die da aufeinmal zu uns kommen, sind die Opfer eines Systems, das bei uns Wohlstand produziert und anderswo Armut. Sie konfrontieren uns mit den Folgen unserer Lebensweise. Auch in Europa funktioniert der Kapitalismus nicht mehr richtig. Statt über Flüchtlinge sollten wir über Arm und Reich reden, über gerechten Welthandel, über Klimapolitik. Wenn wir uns von den Rassisten das Narrativ vorschreiben lassen, ist unsere Demokratie bald am Ende.  - Kluge Gedanken des Historikers Philipp Blom und des Politologen Claus Leggewie. - Und in den Talkshows redet man mit den Nazis darüber, wie man die Ausländer loswird, statt mit den Ausländern darüber, wie man die Nazis wieder loswird.   ¤

ttt

6

4.2.16

In Auckland (Neuseeland) unterzeichnen Vertreter von 12 Pazifikstaaten das TPP-Freihandelsabkommen. Draußen demonstrieren Tausende gegen den Ausverkauf von Demokratie und Arbeiterrechten. Polizisten verhaften statt der Verbrecher im Kongresszentrum lieber einige Demonstranten.   ¤

RT,TS,E

zus.8
19.3.16

Bei "UpFront" spricht Mehdi Hasan mit Naomi Klein über ihre These, daß sich der Klimawandel nur vermeiden läßt, wenn das kapitalistische System beendet wird, das auf Verschwendung, Konkurrenz, Wegwerfen, Konsumwerbung und ewigem Wachstum basiert. - Im "Reality Check" ein paar Fakten darüber, wer (in den USA) die Leute finanziert, die den Klimawandel leugnen: Ölkonzerne und Megareiche wie die Koch-Brüder.   ¤

A

18

                
3.4.16

Ein internationaler Rechercheverbund veröffentlicht die "Panama-Papers" der Korruptionsberatungsfirma "Mossack Fonseca". Darin finden sich Details über 215.000 Tarnfirmen, bei denen der weltweite Geldadel (Politiker, Wirtschaftsbosse, Sportler und andere Kriminelle) seine meist illegal erworbenen Vermögen anlegt, um dafür keine Steuern zu bezahlen. Unter den bisher veröffentlichten Namen sind der ukrainische Präsident Poroschenko, der saudische "König" und ein Freund von Präsident Putin. - Bei AJE Infos von Luke Harding ("Guardian"), in den Tagesthemen Kommentar von Julia Stein. Morgen (Montag) eine Doku bei der ARD mit weiteren Details.

A,B,TS,TT,E

zus.21

                 
4.4.16

 

Mehr über die geleakten Daten über Tarnfirmen von Steuerhinterziehern. Die "Panama Papers" erwähnen u.a. 143 Politiker aus 50 Ländern. In Island fordern Demonstranten den Rücktritt des offenbar korrupten Premierministers. Andere Politiker erklären ihre Finanzen zur Privatsache. Fast alle Berichte erwähnen Putin, immer mit dem Zusatz, daß er selber gar nicht auf der Namensliste steht. Bei RT wird diese etwas seltsame Sicht kritisiert. Interessante Einschätzungen von Afshin Rattansi.

"Panamapapers - Im Schattenreich der Offshorefirmen" - Dokumentation von Christian Deker, Willem Konrad und Nils Casjens. Präsentiert von Christoph Lütgert. (NNA)*

A,Sky,RT,TS,TT,E

 

ARD

zus.36

 

55

                 
5.4.16

Islands Premier tritt wegen der Briefkastenfirma seiner Frau zurück (was er am nächsten Tag dementiert). - Parteien in Deutschland diskutieren über ein Verbot von Briefkastenfirmen. - Cameron weist alle Vorwürfe zurück. - Euronews berichtet über Tarnfirmen der Regime Syriens und Nordkoreas, und über Vorwürfe gegen Marine le Pen.

A,TS,E

zus.16
5.4.16

"Freihandelsabkommen TTIP – Freie Fahrt für Abzocker?" - In Rumänien sind bei einem Dammbruch einer Kupfergrube im Jahr 2000 ganze Landstriche unter giftigen Schlämmen begraben worden. Gleich daneben, in Rosia Montana, wollte der Konzern Gabriel Resources eine gigantische Goldmine anlegen. Nach Protesten und Klagen der Einwohner wurde das Projekt 2013 gestoppt. Nun klagt Gabriel Resources vor einem "Schiedsgericht" in den USA auf "Schadensersatz" wegen dieser "Verletzung des Freihandels". Mit TTIP wollen die EU und SPD-Minister Gabriel solche Klagen überall in Europa möglich machen.  ¤

frontal21

9

6.4.16

Bei "Going Underground" spricht Afshin Rattansi mit Kristinn Hrafnsson (WikiLeaks) über Hintergründe der Veröffentlichung der Panama Papers. Hinter dem Journalistenkonsortium ICIJ sollen diverse US-Milliardäre stecken, u.a. George Soros. Es fällt auf, daß kaum Amerikaner in den Listen stehen und die Namen sehr selektiv veröffentlicht werden, im Gegensatz zu den ähnlichen Veröffentlichungen durch WikiLeaks. - Entsprechende Meldung bei PressTV.

RT,P

zus.10

           
12.4.16

"Geldwäsche in Deutschland - Das Versagen von Banken und Politik" - Der "Deutsche Bankenverband" (kurz "Bankerbande") hat zu seinem Präsidenten den Chef der Hamburger "Berenberg Bank" gewählt, die laut Panama Papers "exklusiv" Waffenschieber, Drogendealer und Terroristen bei der Geldwäsche betreut. Bankenaufsicht und Finanzämter sind den Kriminellen gegenüber völlig hilflos, auch wegen lascher Gesetze.

TS,frontal21 zus.13
13.4.16

Beitrag über das Bedingungslose Grundeinkommen, das auch in der Schweiz diskutiert wird. Demnächst gibt es dazu eine Volksabstimmung. Gespräch mit Sascha Liebermann (Soziologe).

ktzt

10

13.4.16

Beitrag über die Panama Papers und die Spekulationen darüber, wer ein Interesse an deren Veröffentlichung hatte. Die beteiligten Journalisten glauben nicht an eine CIA-Verschwörung. - Etwas skurril ist die Behauptung, der prominenteste betroffene Deutsche sei ein Imkreisfahrer. Dessen Namen hat kein Mensch jemals gehört.

Zapp

8

14.4.16

Unter den Steueroasen liegt Deutschland weit vor Panama. Wirtschafts- und andere Verbrecher aus aller Welt können sich hier ihre gestohlenen Milliarden waschen lassen. Es gibt keine effektiven Kontrollen. Herr Schäuble will das so.

Monitor

4

16.4.16

Bericht und Hintergrundinfos zur bevorstehenden Konferenz in Doha (Katar), bei der die 15 Länder, die zusammen drei Viertel des Erdöls fördern, ein Einfrieren der Fördermenge (keine Drosselung) beschließen wollen. Betroffen wäre davon eigentlich nur der Iran, der jetzt nach dem Ende der Sanktionen seine Förderung wieder hochfahren will. Das Land wird darum wohl die Konferenz boykottieren.

A

4

17.4.16

Die 18 teilnehmenden Ölförderländer haben sich bei der Konferenz in Doha nicht auf eine Begrenzung der Fördermengen geeinigt. Infos aus Doha von Bernard Smith. - Gleich danach stürzt der Ölpreis noch weiter ab.

A 3
24.4.16

Beitrag über Paul Mason ("Postkapitalismus") und seine Kritik des Neoliberalismus. Zweifellos richtige Analyse: der Kapitalismus bedroht die menschliche Zivilisation. Mason glaubt aber, der Kapitalismus werde sich durch die Freiwillige Ökonomie des Internet (Wikipedia) irgendwie selber abschaffen. Ausgerechnet ttt stellt infrage, ob die Reichen ihre Privilegien freiwillig ("ohne Gewalt") aufgeben werden.

ttt

6
27.4.16

Zwei Bücher über die ökonomische Realität. Marcel Fratzscher vom DIW kritisiert in "Verteilungskampf" die wachsende Ungleichheit in Deutschland und fordert eine Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft. Robert Misik analysiert in "Kaputtalismus" ein selbstzerstörerisches System, in dem die wachsende Ungleichheit den politischen Extremismus (AfD) befeuert. Er meint, es müsse doch möglich sein. die enorme Produktivität in Wohlstand für alle umzusetzen.

ktzt

6
28.4.16

Noch ein Beitrag über die Mitverantwortung von BASF für die brutale Ausbeutung in einer Platinmine in Südafrika. (Siehe Vortag, "Zapp", unter Rassismus.)

Panorama

10

2.5.16

Mehr über die enthüllten TTIP-Unterlagen. Regierungsvertreter behaupten, das sei alles irrelevant, nur vorläufige Verhandlungsunterlagen. Auf jeden Fall kann man jetzt diskutieren über die vorher auf Wunsch der USA streng geheimgehaltenen Pläne. Leider wird nirgends thematisiert, ob nicht die Unterhändler (und zwar sowohl die von der EU als auch die aus den USA) bereits durch die Diskussion über eine Aufhebung von Demokratie und Rechtsstaat Hochverrat begangen haben.

arj,TS,E zus.7
11.5.16

 

 

 

"Ist der Kapitalismus ein Verbrechen?" - Das ist mal eine gute Frage. Bericht über das "Kapitalismustribunal" in Wien. Im Theaterraum des "brut" wurden sieben Themenblöcke verhandelt, u.a. "Planet Erde in der Zeit der kapitalistischen Produktionsweise". Zum Thema "Arbeit im Kapitalismus" heißt es in der Anklage, daß Menschen im Kapitalismus wie verwertbare Waren behandelt werden. Richter war hier Wolfgang Nescovic. Ein Urteilsspruch soll im November veröffentlicht werden. - Gespräch dazu mit Harald Welzer (allerdings nur kurz zum Thema, stattdessen geht es um sein neues Buch.) Welzer hält die Fragestellung für falsch und behauptet, der Kapitalismus habe "uns" (*) in den letzten 200 Jahren den Wohlstand gebracht. Das ist genau der Denkfehler. Das würde heißen, ohne Kapitalismus hätte es diese materielle und kulturelle Entwicklung nicht geben können. Ich behaupte das Gegenteil: ohne Kapitalismus könnte die Menschheit schon lange in Frieden untereinander und mit der Natur, in Wohlstand und in wirklicher kultureller Freiheit leben. Und wir hätten schon längst den Mars besiedelt und würden die Suche nach anderen Zivilisationen als vordringliche Menschheitsaufgabe betreiben. Letzteres verhindert zu haben wird rückblickend vielleicht das größte Verbrechen des Kapitalismus gewesen sein.  ¤

(*) Apropos "uns" - daß der Kapitalismus es unmöglich macht, die Menschheit als eine Einheit, ein "wir" zu betrachten - auch das ist ein Verbrechen des Kapitalismus. 

ktzt

 

 

 

11

 

 

 

29.5.16

Bei "Berlin direkt" ein Beitrag über das BGE (bedingungsloses Grundeinkommen). Neben den bekannten guten Argumenten dafür auch ein O-Ton von DGB-Chef Hoffmann, der das BGE für Unfug hält und meint, ein Spitzensteuersatz von 70 % sei "irre". Klar, besser wären 90 %. Hat jahrzehntelang in Skandinavien bestens funktioniert. Fragt sich nur, was so ein Mann in einer Gewerkschaft zu suchen hat.

ZDF

5

5.6.16

Bei der Volksabstimmung in der Schweiz haben die Bürger im ersten Anlauf die Einführung eines BGE abgelehnt, mit Dreiviertelmehrheit. Die Debatte soll aber weitergehen, die Befürworter wollen nächstesmal einen verbesserten Vorschlag vorlegen. Durch die Kampagne in der Schweiz ist die Debatte über das BGE weltweit in Bewegung gekommen.  - Rückblickend wird es den Menschen völlig bizarr erscheinen, daß man einmal für Arbeit bezahlt wurde und daß die Menschen dies nicht ändern wollten. Ähnlich wie es uns unvorstellbar erscheint, daß Menschen die Sklaverei akzeptiert haben. Das Recht auf Arbeit ist neben dem Recht auf Leben eines der beiden elementaren Menschenrechte.

A,Sky,TS,TT,E

zus.12

                 
14.7.16

Beitrag über die Einkommensentwicklung in Deutschland. Über die Einkommen der Superreichen waren bisher keine Daten bekannt. Jetzt zeigt eine geleakte Datenbank: je reicher, desto mehr Zuwachs. Von 1997 bis 2014: einfache Beschäftigte: 15 %, Geschäftsführer 42 %, Vorstände 59 %, DAX-Vorstände 186 %. U.a. eine Folge des von "Rot/Grün" gesenkten Spitzensteuersatzes.

Monitor

7

21.8.16

Über den Dokumentarfilm "Die Stadt als Beute" von Andreas Wilcke. "Investoren" sehen Wohnungen nicht als Lebensraum von Menschen sondern als Renditeobjekte. Sie vertreiben die Menschen aus billigen Wohnungen um die Miete per Luxussanierung zu vervielfachen. Besonders in Berlin, aber auch anderen Großstädten, verkommen die Innenstädte zu seelenlosen Luxusbunkern für die Oberschicht, während das Volk in ebenso seelenlose Betonsilos am Stadtrand verdrängt wird. Der Staat hat sich aus dem sozialen Wohnungsbau weitgehend zurückgezogen und mischt sich an das Treiben der Profiteure nicht ein. Das Grundgesetz (Sozialstaatsverpflichtung, Unverletzlichkeit der Wohnung) interessiert nicht mehr.  ¤

ttt

7

23.8.16

Am internationalen Tag der Erinnerung an den Sklavenhandel fragt ein Beitrag, wieviele Sklaven heute für einen normalen Konsumenten in Deutschland arbeiten. In vielen Produkten steckt Sklavenarbeit, weil sie oder die Rohstoffe aus Ländern mit brutaler Ausbeutung kommen. Kakao und Kaffee werden in Westafrika von Kindersklaven geerntet, Kosmetika und Textilien stammen aus Fabriken in Asien, in denen für Hungerlöhne geschuftet wird. Bei Elektronik kommen die Rohstoffe aus Bürgerkriegsländern, in den Fabriken in Indien und Malaysia gibt es massive Ausbeutung von Wanderarbeitern. Auch in Europa arbeiten Zwangsarbeiter, z.B. "illegale" Immigranten auf den Tomatenfeldern in Spanien.  ¤

h+

3

8.9.16

Im Kapitalismus wird selbst das Sterben zur Ware, zum Geschäft. Da ambulante Pflegedienste umso mehr Geld von den Krankenkassen bekommen, je mehr Technik sie einsetzen, wird das Leben von Sterbenden künstlich verlängert, auch gegen deren erklärten Willen. Da werden dann auch mal Leichen noch tagelang "beatmet", um länger zu kassieren. - Bei "Monitor" eine verdeckte Recherche dazu. Bei "Markus Lanz" Gespräch mit dem Arzt Matthias Thöns (Autor von "Patient ohne Verfügung"), der auch im Beitrag zu Wort kam.  ¤

Monitor

ZDF

11

15

29.9.16

Die OPEC beschließt bei einem Treffen in Algier nach langen Verhandlungen, endlich wieder eine Höchstmenge (33 Millionen Barrel pro Tag) für die Ölförderung einzuführen, um den Preisverfall zu beenden. Möglich wurde das offenbar durch eine Einigung zwischen dem Iran und den Saudis. 

A,TS

zus.4

            
29.9.16

Im Bundesfinanzministerium hat jahrelang ein Mann im Auftrag der Banken dafür gesorgt, daß deren illegale Pläne direkt in Gesetze umgesetzt wurden, damit sich einige superreiche Gangster (Maschmeyer usw.) über die "Cum-Ex"-Geschäfte mehr als 10 Milliarden aus dem Staatshaushalt abzweigen konnten. Bericht mit unfassbaren Originalzitaten des beamteten Lobbyisten Arnold Ramackers. Minister von CDU und SPD haben von dem kriminellen Treiben gewußt und dieses offenbar gebilligt.   ¤

Monitor

8

13.10.16

Das Bundesverfassungsgericht lehnt eine Eilklage gegen das Handelsabkommen CETA ab, verfügt aber, daß das Abkommen so gestaltet werden muß, daß es bei einer Ablehnung in der Hauptverhandlung auch wieder zurückgenommen werden kann.

TS

2

16.10.16

Das Bedingungslose Grundeinkommen wird auch in den USA diskutiert. Dort heißt es "Universal basic income" (UBI). Bei Fareed Zakaria ("GPS") tauschen Chris Hughes und Eduardo Porter die Argumente aus.

C

9

21.10.16

 

Föderalismus und Demokratie in Europa funktionieren doch noch: dank der Ablehnung Walloniens (Provinz in Belgien) ist das Freihandelsabkommen CETA nun endlich doch noch gescheitert. Kanadas Handelsministerin Chrystia Freeland reist schwer enttäuscht nach Hause.  - Die Berichte erklären den Vorgang zwar völlig unberechtigt zu einer Niederlage für Europa, zeigen aber trotzdem deutlich die Gründe auf, warum die Wallonen die weitere Öffnung für die hemmungslosen Profitinteressen der Konzerne abgelehnt haben.  - Und grundsätzlich sollte man fragen, ob wir nicht statt immer mehr Handel endlich massive Beschränkungen eines völlig überdimensionierten, ökologisch und sozial zerstörerischen Welthandels brauchen, ebenso eine Rückkehr zu einer den menschlichen Bedürfnissen angemessenen Produktion. Grenzen dicht für die Konzerne, Grenzen auf für die Menschen!   ¤

hj,TT

 

zus.7

 

23.10.16

Die Journalistin Ulrike Herrmann (taz) kritisiert in "Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung" den Neoliberalismus und fordert eine Wiederbelebung der "sozialen Marktwirtschaft". Die Kritik beruft sich auf Marx, Smith und Keynes und ist sehr fundiert. Der Lösungsansatz wohl etwas naiv. 

ttt

5

30.10.16

Nachdem Belgiens Regierung doch noch zugestimmt hat, unterzeichnen in Brüssel Vertreter der EU und Kanadas "liberaler" Premier Trudeau feierlich das CETA-Abkommen zur Abschaffung von Demokratie und Rechtsstaat zugunsten der Macht der internationalen Konzerne. Das Abkommen tritt aber erst nach Zustimmung des EU-Parlaments in Kraft und könnte noch durch ein Urteil des deutschen Verfassungsgerichts gekippt werden.

E

2

3.11.16

"Tod eines Managers. Der Fall Wauthier" - Film von Tina Soliman und Torsten Lapp über den schweizer Versicherungsmanager Pierre Wauthier, der Selbstmord beging, nachdem er den damaligen Firmenchef Josef Ackermann scharf kritisiert hatte.

HR

29
18.11.16

Beitrag über die wirklich Mächtigen, die Superreichen, "Investoren" und Oligarchen, wie den Milliardär Lawrence Fink, Chef von "Blackrock". Interessantes Buch dazu: "Wem gehört die Welt?" von Hans-Jürgen Jacobs.   ¤

aspekte

6

18.11.16

Beitrag über den Spielfilm "I, Daniel Blake" von Ken Loach, der die Opfer des Systems betrachtet. Auch in Britannien wurde der Sozialstaat zerschlagen und ein kafkaeskes System von Sanktionen gegen Arbeitslose installiert, ganz ähnlich den illegalen Hartz-Gesetzen in Deutschland.  ¤

aspekte

4

24.11.16

Während Siemens-Chef Käser sich für ein Grundeinkommen ausspricht, wird dessen Finanzierung illusorisch: nach Trump kündigen auch diverse europäische Regierungen Steuersenkungen für die Unternehmen an (USA 15 %, Britannien 15 %,  Ungarn 9 %) und starten damit einen neuen Steuerdumpingwettkampf.

Quer

3

           
30.11.16

Der Finanzbetrüger Maschmeyer muß vor dem Bundestagsuntersuchungsausschuß zu den illegalen "Cum-Ex-Deals" als Zeuge aussagen und tut dort so, als sei er selber von den Banken hereingelegt worden. (Allein schon der vulgär-doppeldeutige Name der Deals deutet darauf hin, daß der Ludenkumpel eher zu deren Erfindern gehörte.)

Zapp

7
4.12.16

"Die Abstiegsgesellschaft und die Super-Reichen" - Der Soziologe Oliver Nachtwey warnt in "Die Abstiegsgesellschaft" davor, daß der ungebändigte Kapitalismus zum Erstarken der Rechtspopulisten und zur Zerstörung der Demokratie führt. Es sei dringend nötig, den Sozialstaat wiederherzustellen. - Sehr einleuchtende Bilder und korrekte Einschätzungen. Die Frage, warum niemand ein Konzept für einen Umbau des Systems hat, wird aber nicht überzeugend beantwortet. Die Antwort hat natürlich mit der Globalisierung zu tun. Mehr als je zuvor wird heute deutlich, daß eine Revolution (ob nun zum Umbau des Kapitalismus oder zu dessen Abschaffung) nur Erfolg haben kann, wenn sie weltweit stattfindet.  ¤

ttt

8

5.12.16

"Wir Sklavenhalter - Ausbeutung in Deutschland" - Film von Joanna Michna. Über die gnadenlose Ausbeutung von Arbeitern und Arbeiterinnen aus Osteuropa, in norddeutschen Schlachthöfen, bei mobilen Pflegediensten und in der Sexindustrie. Die alltägliche Entrechtung der Zwangsarbeiter bei den diversen Ein-Euro-Job-Diensten der "Arbeitsagentur" wird nicht angesprochen.

ARD

44

29.1.17

"Wenn Arbeit abgeschafft wird, muß auch die Abhängigkeit vom Lohn abgeschafft werden." Durch die Digitalisierung und Roboterisierung der Wirtschaft verschwinden massenweise menschliche Arbeitsplätze. Die Gewinne der Unternehmen steigen weiter, während die Zahl der Armen wächst. Darum ist ein bedingungsloses Grundeinkommen nötig (und kann durch eine Maschinensteuer finanziert werden). Wie Götz Werner richtig feststellt: dann wäre endlich Artikel 1 des Grundgesetzes erfüllt.  ¤

ttt

6

12.2.17

 

Bei "BBC-Newsnight" ein Statement des Schriftstellers Pankaj Mishra ("The Age of Anger") über den Aufstieg der Rechten als Folge der Lebenslüge des Kapitalismus. Die Ideen von Freiheit, Gleichheit und Wohlstand wurden im 18. Jahrhundert von einer kleinen Gruppe reicher weißer Männer, Sklavenhalter und Intellektuelle, entwickelt. Sie waren aber nie für die Massen der Besitzlosen gemeint. Wir hatten gehofft, der globale Kapitalismus werde allgemeinen Wohlstand bringen und die Gesellschaft egalisieren. Stattdessen ist, während immer mehr Menschen weltweit zu Wohlstand kommen (bei wachsenden Folgen für die Umwelt), die Ungleichheit massiv gewachsen. Daraus entstehen die Vorbehalte, die nun von den rechten Demagogen ausgenutzt werden. (Sehr kurzgefasst.) Kritische Nachfragen dazu von Evan Davis.  ¤

B

 

8

 

            
19.2.17

Beitrag über den Spielfilm "Der junge Karl Marx" von Raoul Peck ¤

ttt

7

12.3.17

Bei BBC-Newsnight ein "Viewsnight" des niederländischen Autors Rutger Bregman (@rcbregman): Fast alle Menschen sind wirklich nett. Werte wie Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit sind ihnen wichtiger als Geld und Macht. Die Nachrichten erzählen uns aber, die Menschen seien gewalttätig und korrupt. Politiker bauen darauf einen bürokratischen Überwachungsstaat auf. Man stelle sich vor, die Menschen würden danach behandelt, wie sie sind: freundlich, kreativ und bereit, zum Gemeinwohl beizutragen. Das würde eine Revolution auslösen, an den Arbeitsplätzen, im Sozialsystem, in der Demokratie. Es ist ein Akt der Rebellion, an das Gute im Mitmenschen zu glauben.  ¤

B

2

           
19.3.17

Beitrag über Jean Ziegler, sein neues Buch "Der schmale Grat der Hoffnung" und die Filmbiografie "Jean Ziegler - Der Optimismus des Willens".

ttt

6
11.4.17

 

"Kein Gott, kein Herr! - Eine kleine Geschichte der Anarchie" - Dokumentation von Tancrède Ramonet.  ¤

Teil 1: "Lust an der Zerstörung" (1840 bis 1914): die Entstehung des Anarchismus als Teil der Arbeiterbewegung gegen den Kapitalismus. Die Gründer der anarchistischen Philosophie, Proudhon, Bakunin. Die Rolle der Anarchisten in der Pariser Commune. Die Erste Internationale. Anarchisten in den USA, Haymarket. "Propaganda der Tat" vs. Generalstreik vs. individualistische Kolonien. Und ein viel zu kurzes Kapitel über die "Frauensektion" der anarchistischen Bewegung, nur ein Halbsatz über Emma Goldman.

Teil 2: "Erinnerung der Besiegten" (1911 bis 1939): anarchistischer Aufstand in Mexiko. Die russische Revolution, Machno, Unterdrückung durch die Bolschewiki, Kronstadt. Aufstände in aller Welt. Sacco und Vancetti. Der Aufstieg des Faschismus. Durutti. Die Hoffnungen auf das freie Spanien. Der spanische Bürgerkrieg.

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