Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Amerikas : Brasilien                                                                                                    (letzter Eintrag 21.8.19)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
13.4.08 "Die Pegel des Rio São Francisco sinken" - Regierung und Industrie wollen Umleitung des Flusses, Bewohner wehren sich gegen die Umweltzerstörung.

WS

8

29.5.08

Brasilien / Peru / Indigene : In der hintersten Ecke von Brasilien, im Grenzgebiet mit Peru, leben im Regenwald noch Völker von Ureinwohnern ohne Kontakt zur Zivilisation. Perus Regierung bestreitet ihre Existenz, Holzfäller wollen den Wald zerstören. Luftbilder zeigen große Gemeinschaftshäuser und Männer, die mit Pfeil und Bogen auf das Flugzeug schießen. Fiona Watson (Survival International) fordert den Schutz ihrer Landrechte. Sie sagt, daß die indigenen Völker jedes Recht haben, dort zu leben. Und daß unsere Zivilisation von ihnen lernen kann, wie man lange und naturverträglich überlebt.

B

3

29.5.08 D

Bild von der BBC-Seite. Dort auch weitere Aufnahmen.

   
30.5.08

Alle Sender bringen die Bilder des neuentdeckten "Indianerstammes".  Bei CNN ein Gespräch mit David Hill (Survival International) über den Schutz von Ureinwohnern.

ht,TS,hj,A,B,C

zus.13

26.8.08

Streit um Land in Nordbrasilien: Reisfarmer (Großgrundbesitzer) weigern sich, ein Gebiet herzugeben, das vor drei Jahren gerichtlich einigen Stämmen von Ureinwohnern zugesprochen worden ist.

A

3

1.10.08 "Land ohne Menschen für Menschen ohne Land - Der Kampf der Landlosen in Brasilien"   - ein Film von Josef und Lotti Stöckli    (NNA)*

3sat

44

4.10.04

Teresa Bo berichtet über den bunten Wahlkampf zu den Kommunalwahlen. Einige schwarze Kandidaten haben sich in "Barack Obama" umbenannt.

A

4

5.10.08

Teresa Bo berichtet über gefährliche Stadtviertel von Rio, wo jetzt die Armee aufmarschiert, um die Kommunalwahlen abzusichern.

A

3

11.12.08

Ein Indianerstamm siegt vor dem höchsten Gericht in einem Streit um den Schutz seines Landes gegen Großgrundbesitzer.

A

2

23.1.09

Bericht über die Bewegung der Landlosen (MSI).  (NNA)*

B

4

7.3.09

Die "katholische" Kirche exkommuniziert ein 9-jähriges Mädchen, das nach einer Vergewaltigung abgetrieben hatte. Der Bischof: "Gottes Gesetz steht über jedem menschlichen Gesetz." Präsident Lula kritisiert die Kirche deshalb heftig.

B

2

20.3.09

Indianerstämme in Roraima bekommen nach langem Streit endlich vom obersten Gericht ihr Land (17.000 km2) zugesprochen.

ari,B

zus.4

31.8.09

Gabriel Elizondo berichtet über die Debatte um die Verstaatlichung der Ölindustrie.

A

3

     
1.10.09

Ein Bericht von Gabriel Elizondo über Rio, aus Anlaß der Bewerbung um die Olympischen Spiele, über Probleme und Fortschritte in der Stadtentwicklung.

A

3

10.11.09

Das Zentrum des Landes mit Rio und Sao Paulo wird von einem stundenlangen kompletten Stromausfall getroffen

A

3

7.4.10

In Rio de Janeiro sind nach schweren Regenfällen bei etlichen Bergrutschen Tausende Häuser in den Armenvierteln zerstört worden, über 100 Tote. Ein Bericht von Thomas Adlers.

TT

4

8.4.10

Weitere Bergrutsche in Rio, über 200 Tote. Bericht von Craig Mauro.

A

3

13.4.10

Fünf Jahre nach dem Mord an Dorothy Stang, einer katholischen Nonne aus den USA die sich für die Landlosen eingesetzt hatte, wird der Auftraggeber, ein Großgrundbesitzer, von einem Gericht zu 30 Jahren Haft verurteilt. Bericht von Paulo Cabral.

B

3

18.7.10

"Mauerbau in den Slums" - Thomas Aders berichtet aus Rio, wo als Vorbereitung zur nächsten WM einige Favelas aufgehübscht werden. Dazu gehören eine dauerhafte Polizeipräsenz, neue Sozialeinrichtungen und eine Mauer zur Abgrenzung von den benachbarten Reichenvierteln.

WS

7

14.8.10

Fault Lines: eine Reportage von Monica Villamizar aus Rio de Janeiro. Schwerbewaffnete Polizeitruppen sollen in den Favelas für Ordnung sorgen und Drogenbanden jagen. Die Bewohner werfen ihnen vor, dabei rücksichtslos auch zahlreiche Unbeteiligte zu töten. Menschenrechtler sagen, seit 2003 habe die Polizei über 11.000 Menschen getötet. Die Reporterin begleitet eine Polizeipatrouille und spricht mit Zeugen von Erschießungen, Menschenrechtlern und Vertretern des Staates, die die Vorwürfe bestreiten.

A

22

18.9.10

  "Mit offenen Karten: Brasilien nach Lula"  Karten über Landeskunde und Politik Brasiliens.

arte

12

25.9.10

 

 

 

 

 

"Wer kommt nach Lula?" - Reportage von Melissa Monteiro und José da Silva  (NNA)*

Text von der arte-Seite: "Der Mann, der die Präsidentschaftswahl am 3. Oktober wohl haushoch gewinnen würde, darf nicht mehr antreten. Der „Vater der Nation“ Luiz Inácio Lula da Silva muss nach acht Jahren an der Macht seinen Stuhl im Präsidentenpalast räumen. Wer kommt nach dem charismatischen Präsidenten?
Es sieht ganz so aus, als würde an Brasiliens Staatsspitze bald eine Frau stehen. Lulas Kronprinzessin Dilma Rousseff hat gute Chancen die Wahl zu gewinnen. Im letzten halben Jahr hat sich die 62-jährige von der unbekannten Ministerin zur beliebten Präsidentschaftskandidatin gemausert. Lula präsentiert seine Wunsch-Nachfolgerin als „Mutter der Nation“. Sie selbst verspricht, Lulas Politik weiterzuführen und genau deshalb wollen fast 50 % der Brasilianer für sie stimmen.
Für die konservative Opposition kämpft São Paulos Ex-Gouverneur José „Zé“ Serra. Viele tun sich schwer, in seinem Wahlprogramm einen Unterschied zu Lulas Politik auszumachen. Auch er will die Wirtschafts- und Sozialpolitik weiterführen und zusätzlich das Wirtschaftswachstum stärken.
Auch die frühere Umweltministerin Marina Silva träumt vom Präsidentenpalast. Die Kandidatin der Grünen setzt auf eine ökologische Revolution und verspricht eine nachhaltige Wirtschaft. Doch wie der Konservative Serra kämpft auch sie auf scheinbar verlorenem Posten gegen das Phänomen „Lulismo“.
Unsere Reporter Melissa Monteiro und José da Silva sind in den brasilianischen Wahlkampf eingetaucht. Sie sind begeisterten Lula-Anhängern begegnet und haben mit Brasilianerinnen gesprochen, die in Dilma Rousseff eine große Chance für eine neue Frauen-Politik sehen. Auch die konservative und die grünen Herausforderer haben unsere Reporter getroffen…"

arep

 

 

 

 

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25.9.10

  "Mit offenen Karten: Energiemacht Brasilien (2)"   (NNA)*

arte

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26.9.10

"Abschied von Lula-Superstar" - Thomas Aders über die Erfolgsgeschichte von Präsident Lula. Als einzigen Minuspunkt seiner Bilanz benennt der Bericht das Versagen in der Umweltpolitik durch die einseitige Orientierung auf Wirtschaftswachstum, die andauernde Abholzung des Regenwaldes.

WS

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3.10.10

Bei der Präsidentschaftswahl bekommt die Sozialdemokratin Dilma Rousseff 46, der Rechte Josè Serra 33 und die Grüne Marina Silva 20 Prozent. Rousseff und Serra gehen in die Stichwahl am 31.10.

Teresa Bo berichtet aus Bahia, wo die Schwarzen politische Teilhabe verlangen und sich gegen Rassismus wehren.

E

A

2

5

31.10.10

Bei der Stichwahl zur Präsidentschaft gewinnt die Sozialistin Dilma Rousseff mit 56 Prozent. Ausschnitte aus ihrer Siegesrede.

A,E

zus.6

24.11.10

Bandenkrieg in Rio.    (NNA)*

A,E

zus.3
25.11.10

Über 30 Tote bei Kämpfen zwischen Drogenbanden und Polizisten in einem Armenviertel von Rio.

A,E

zus.3

26.11.10

Weiter heftige Gefechte in mehreren Slumvierteln von Rio zwischen Polizei und Drogenbanden. Bericht von Gabriel Elizondo.

A,B,E,NC

zus.8
     
27.11.10

Gabriel Elizondo berichtet von den Kämpfen in den Favelas von Rio.

A

4

28.11.10

Polizeieinheiten durchkämmen mehrere Favelas, es gibt weitere Schießereien mit Drogenbanden, bisher über 40 Tote. Ziemlich dramatische Beichte von Monica Villamizar und Gabriel Elizondo.

E,A

zus.7

     
29.11.10

Gabriel Elizondo begleitet Polizisten beim Rundgang durch zurückeroberte Favela und läßt sich einen größeren Marihuana-Fund (mehrere Tonnen) zeigen.

A

3

1.12.10

"Kampf um Rio" - Ein Bericht von Andreas Wunn über den Drogenkrieg in Rio.

auslandsjnl.

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13.10.11

In mehreren Städten demonstrieren Tausende gegen Korruption. (Die Gleichsetzung mit Kapitalismus wird hier noch nicht gezogen.) Bericht von Gabriel Elizondo aus Rio.

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29.10.11

 

 

 

 

 

"Der Krieg um das Land" - Reportage von Laurent Garcia, Nicolas Ransom und Angela Aguiar über den Kampf der Quilombolas (Nachfahren schwarzer Sklaven) um ihr Ackerland, gegen mächtige Großgrundbesitzer.  (NNA)*   ¤

Text von der arte-Seite: "Wer die Quilombolas besuchen will, muss sich tief in den Bundesstaat Maranhão im Norden Brasiliens vorwagen. Der Weg führt durch die riesigen Ländereien der großen Viehzüchter, der Fazendeiros. Die Quilombolas sind die Nachfahren geflohener schwarzer Sklaven. Drei Millionen sollen es sein. Über Generationen lebten sie isoliert vom Rest der Welt, heute bedroht sie die Agrarindustrie.
Die Fazendeiros wollen ihnen ihr Land wegnehmen. Und dabei greifen sie zu allen Mitteln, auch zu Todesdrohungen gegen die Gemeindevorsteher. Allein im Bundesstaat Maranhao stehen 50 Quilombola-Führer auf der Abschussliste. Es ist ein mit äußerster Gewalt geführter Rechtsstreit, den sie nicht verstehen: Denn viele der Gemeinden verfügen über offizielle Dokumente, sie sie als Quilombolas anerkennen und damit als Eigentümer ihres Landes. Manche ihrer Gemeinden leben schon seit 200 Jahren in den Wäldern Brasiliens.
Die Großgrundbesitzer verteidigen sich: Diese bewaffneten Konflikte zwischen organisierten Gruppen, deren Schießkommandos angeblich in die Dörfer einfielen, die gäbe es längst nicht mehr. Das sei reine Panikmache von der Presse, den betreffenden Gruppen und den Hilfsorganisationen. Aber sie bestehen darauf, dass sie mit ihren Großgrundbesitz machen können, was ihnen wirtschaftlich sinnvoll erscheint – auch gegen den Willen, der Menschen auf diesem Land.
Die Quilombolas aber können sonst nirgends hingehen. In der Stadt würden sie in den Favelas landen, wo sie nur Probleme hätten. Jeder Schwarze in Brasilien weiß, wenn er ohne Ausbildung und Arbeit in die Stadt kommt, landet er am Rand der Gesellschaft. So bleibt keine Wahl, sie müssen in ihren Gemeinden im Wald bleiben. Und hoffen, eines Tages doch noch Recht zu bekommen."

arep

 

 

 

 

 

23

 

 

 

 

 

13.11.11

In Rio besetzt die Polizei mit einem massiven Aufgebot an schwerbewaffneten Beamten (inklusive Panzer und Hubschrauber) aber zunächst ohne Gewaltanwendung die Favela Rocinha, wo bisher Drogenkartelle regiert haben. Berichte von Gabriel Elizondo und Peter Puhlmann.

A,TT

zus.5

19.11.11

 

 

 

 

"Rio: Weg mit den Favelas" - Reportage von Laurent Garcia, Angela Aguiar, Nicolas Ransom und Eric Beurot aus den Favelas von Rio, wo Immobilienspekulanten neue Betonburgen hochziehen und die Häuser der Einheimischen dafür plattmachen lassen.   ¤

Text von arte: Rio de Janeiro macht sich schön für die Fußball-WM 2014 und die Olympischen Sommerspiele 2016 – und da stören die Elendsviertel in der Stadt: Sie werden geräumt und abgerissen, eineinhalb Millionen Menschen müssen gehen, ob sie wollen oder nicht.
An Stelle der Slums mit ihrer Armut und der Kriminalität sollen neue schöne Viertel entstehen: 13 Milliarden Euro wollen Bauunternehmer investieren, um Rio de Janeiros Schmuddelecken aufzupolieren. Ihre Methoden sind nicht zimperlich: Früh morgens rückt die Polizei an, begleitet von schwer bewaffneten Sondereinheiten und zwingt die Leute aus ihren Häusern – dann rollen die Bagger an und walzen alles nieder.
Viele Familien haben auf diese Weise schon ihre Unterkunft verloren und auch ihre Arbeit. Denn auch wenn ihnen neue Unterkünfte von der Stadt vermittelt werden – sie sind in der Regel weit draußen am Rand der Megacity Rio, Stunden mit dem Bus entfernt von den gewohnten Arbeitsplätzen und Schulen.
Das passe nicht recht zusammen mit dem Bild des neuen sozialen Brasilien, dass seinen Ärmsten in den letzten Jahren immerhin wirtschaftlich auf die Beine geholfen habe, beschweren sich die Organisationen der "Neu-Entrechteten" und es verstoße gegen geltendes brasilianische Recht, die Menschen aus ihren alten Vierteln einfach wegzubaggern.
Aber der Bürgermeister in Rio bleibt hart: Allein bis Ende 2012 werden noch weitere 20 000 Familien die Favelas räumen müssen – und bis 2016 werden die Ärmsten in Rio die Olympische Flamme wohl nur noch im Fernsehen bewundern können.

arep   

 

 

 

 

13

 

 

 

 

6.2.12

In Salvador streiken ein Drittel der Polizisten, die Regierung schickt Tausende Soldaten in die Stadt, die ein von den Streikenden besetztes Regierungsgebäude belagern. Zwei Berichte von Gabriel Elizondo.

A

4
30.3.12 Bilder aus Rio, wo sich unter dem lautstarken Protest von Bürgern etwa 200 Altfaschisten treffen um sich an die goldnen Zeiten der Militärdiktatur erinnern. NC 2
10.4.13 All the President's Torturers" - Film von Rodrigo Vasquez über die Suche nach den Tätern der Militärdiktatur  (P+P)  (NNA)*    ¤ A 25
                 
27.4.13 In Rio protestieren Indigenen-Aktivisten gegen die Räumung eines Museums, das sie seit Jahren besetzt hatten und das wegen der Fußball-WM abgerissen werden soll. Leider keine Berichte darüber, nur Bilder von der Räumung bei "No Comment". NC 2
17.6.13

In Rio, Sao Paulo und anderen Städten demonstrieren mehrere Hunderttausend Menschen gegen Preiserhöhungen, Korruption und die Geldverschwendung für Fußballereignisse. Bei AJE berichtet Gabriel Elizondo von der Demo in Sao Paulo, bei der BBC Julia Caniero.  ¤

A,B,NC zus.8
                 
18.6.13

Andauernde Massendemonstrationen in mehreren Städten. Bei AJE mehrere Live-Berichte. Alles leider NNA)*   ¤

A,B,arj,TS,hj,TT,E,NC zus.30
19.6.13

Weiter Massendemonstrationen. Sie fordern, der Staat solle das Geld nicht in Fußballstadien stecken, sondern in Schulen, Krankenhäuser und Nahverkehr. Präsidentin Rousseff geht freundlich auf die Proteste ein, bisher gibt es nur vereinzelt Ausschreitungen und Plünderungen, teilweise fordern Demonstranten selber andere auf, friedlich zu bleiben. In Fortaleza wird versucht, den "Confed-Cup" zu blockieren. Auch die Nationalmannschaft solidarisiert sich mit den Protesten. - Diverse Live-Berichte und Hintergründe. Beeindruckende Bilder von friedlich demonstrierenden Menschenmassen.   ¤

A,B,C,TS,E,NC zus.18
                  
20.6.13

Weiter Massenproteste, jetzt in allen Städten des Landes, über eine Million Menschen, und weiter zunehmend. Am Abend gibt es u.a. in Sao Paulo schwere Zusammenstöße mit der Polizei. Ausführliche Live-Berichte von dort von Gabriel Elizondo bei AJE. Bei CNN Matthew Chance live aus Rio. Gute Berichte in der ARD von Michael Stocks. Weitere Berichte bei allen Sendern. (großenteils NNA)*  ¤¤

The Stream:"#ChangeBrazil: Beyond the bus fare" -  (NNA)*

A,B,C,
arj,TS,TT,E,NC

 

A

zus.36

 

21

                 
21.6.13

Die Massendemonstrationen gehen weiter (allein 300.000 in Rio), größtenteils sehr friedlich, stellenweise gibt es wieder Ausschreitungen der Polizei. In Brasilia haben Demonstranten das Außenministerium besetzt. Am späten Abend spricht Präsidentin Rousseff zum Volk. Sie geht auf die Forderungen der Demonstranten ein und kündigt etliche Reformen und einen Dialog an. - Bei CNN, BBC, PressTV und ZDF gute Berichte (mit Bildern von Menschenmassen und Stimmen von Teilnehmern, und mit Bildern der Gewaltszenen). Bei AJE geben die Korrespondenten eher ausführliche Hintergrundinfos. Mehrfach wird festgestellt, daß der Bewegung ein Programm, klare Forderungen, eine Führung fehlt.  - ¤¤

A,B,C,P,
arj,TS,hj,E,NC
zus.40
                 
22.6.13

Weitere größtenteils friedliche Massendemonstrationen. Diverse Berichte, auch nochmal über Rousseffs Ansprache. Bei CNN ein guter Bericht von Matthew Chance über die Motive der Demonstranten. Und ein Gespräch mit Simon Kuper, Autor von "Soccernomics", über den begründeten Ärger über den Fifa-Fußball-Zirkus. - Bei Euronews ein Bericht darüber, daß an den Protesten auch Schwulengruppen teilnehmen, die empört sind über einen Gesetzesvorschlag, der Behandlungen zur "Heilung" von Homosexualität zulassen soll.  ¤¤

A,B,C,arj,TS,E zus.18
23.6.13

Weitere Demonstrationen, jetzt vor allem gegen die Geldverschwendung für den Fußballzirkus. Guter Bericht dazu von Matthew Chance (CNN) aus Rio. Eine Parole: "Ich gebe 10 Fußballstadien für ein ordentliches Krankenhaus" In Belo Horizonte demonstrieren 65.000 Menschen gegen den "Confed Cup", dabei wieder Ausschreitungen der Polizei.   ¤

"Wut im WM-Land" - Guter Bericht von Michael Stocks im Weltspiegel, über Schulen, die wegen des Stadionbaus abgerissen werden sollen und Menschen, die das nicht mehr hinnehmen.

A,C,TS,E

WS

zus.11

5

24.6.13

Weiter Demonstrationen, nicht mehr ganz so groß. Präsidentin Rousseff kündigt Investitionen in den öffentlichen Verkehr an , und eine Volksabstimmung über die Forderungen der Demonstranten. Bericht bei der BBC von Alastair Leithead.

B,E,NC zus.5
25.6.13

Zwei Berichte über die andauernden Proteste. In den Tagesthemen Michael Stocks über den Verkaufsboom von Guy-Fawkes-Masken. 

TT,E zus.4
26.6.13

Am Rande der Demonstrationen in Rio verübt eine kriminelle Bande Überfälle und Plünderungen. Als die Polizei eingreift gibt es Feuergefechte, bei denen neun Banditen erschossen werden. Bericht von Adam Raney. - Abends wieder Großdemos in Rio, Brasilia und Belo Horizonte. Dort am Rande des Fußballspiels, es gibt heftige Zusammenstöße mit der Polizei. Bei AJE ausführliche Live-Infos von Gabriel Elizondo (Brasilia) und Adam Raney (Rio). Bilder von den Protesten in Rio bei NC.

Das "auslandsjournal XXL" komplett aus und über Brasilien (moderiert von Theo Koll in Rio). Zwei Berichte von Andreas Wunn über Fußball und Protest. Mehrere Portraits des vielgestaltigen Landes, Zahlen zur Wirtschaft. Bericht von Andreas Wunn über den Ölboom. Gespräch mit dem TV-Redakteur William Waack über die Entstehung der Protestbewegung. Bericht von Diana Zimmermann über das Leben in einer Favela. Bericht von Markus Wenniges über die starke Rolle der Frauen in Brasilien. Und Benjamin Daniel im Außendienst in einer Acarajè-Küche. Sehr schön gestaltete Sendung, informativ, appetitanregend.  ¤¤

A,E,NC

 

ausldjnl

zus.15

 

44

27.6.13

Weitere Proteste, und in Fortaleza am Rand eines Fußballspiels wieder Ausschreitungen.

A,E zus.4
29.6.13

AJE berichtet über abgestürzte Umfragewerte für Präsidentin Rousseff. Bei arte ein Bericht über "Fußball als Opium fürs Volk - das war einmal"

A,arj zus.5
30.6.13

Während des Finales des "Confed-Cup" demonstrieren in Rio wieder Tausende gegen Korruption. Teilweise kommt es dabei zu Ausschreitungen und Straßenkämpfen mit der Polizei.

A,E zus.4
1.7.13

Bericht von Gabriel Elizondo über die Proteste beim Fußball-Endspiel in Rio.

A 2
11.7.13

Wieder Streiks und Proteste. Ein Bericht zu der Frage, warum die Leute aus den Favelas kaum an den Protesten teilnehmen.

arj 3
23.7.13

Zum Papstbesuch gibt es wieder große Protestkundgebungen gegen die Verschwendung von Steuergeldern.

E 1
15.8.13

In Sao Paulo demonstrieren Tausende für den Nulltarif im öffentlichen Personenverkehr.

E 1
31.8.13

Massenproteste in Sao Paulo und Rio gegen Korruption und soziale Ungleichheit. In Sao Paulo wird eine Bank geplündert.

E 1
22.9.13

Gabriel Elizondo berichtet aus Mato Grosso do Sul über das traurige Schicksal der Guarani-Ureinwohner. Von ihrem Land wurden sie vertrieben, von ihrem winzigen Schutzgebiet aus blicken sie jetzt auf unendliche Monokulturen, wo mal ihr Wald war.

A 3
           
24.9.13

Noch zwei Berichte von Gabriel Elizondo über das traurige Schicksal der Guarani-Ureinwohner in Mato Grosso do Sul. Immer wieder werden Leute von Großgrundbesitzern erschossen, weil sie das Land betreten, das mal ihres war. Junge Indigene drücken ihren Protest in Rap-Songs aus, halb auf Guarani, halb auf portugiesisch.   ¤

A 6
                 
29.11.13

Gabriel Elizondo berichtet über den "Black Bloc", junge Männer in schwarzen Masken, die bei Demonstrationen Randale machen und sich für besonders radikal halten.

A 3
10.1.14

Ein Bericht aus Rio von Ben Brown. Die Häuser einer Favela, deren Bewohner vor zwei Jahren mit Gewalt geräumt wurden, um Platz für die Fifa-WM zu schaffen, sind inzwischen von anderen Menschen wieder bezogen worden. Jetzt will die Stadtverwaltung auch die neuen Bewohner vertreiben und die Häuser abreißen, in einer Stadt mit eklatantem Wohnungsmangel.

B 2
7.2.14

Wieder große Demonstrationen in mehreren Städten gegen Fahrpreiserhöhungen, für mehr Ausgaben für die Bildung und gegen die Fifa-WM. In Rio teilweise schwere Krawalle der Polizei.

B,E zus.4
24.2.14

In São Paulo demonstrieren Tausende junge Leute gegen Korruption und die Geldverschwendung für die FIFA-WM. Nach der friedlichen Demo Zusammenstöße mit Polizisten.

NC 2
25.4.14

Seit Tagen gibt es in Rio wieder schwere Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizisten.

E 1
5.5.14

In Sao Paulo errichten Demonstranten ein Protestlager neben dem WM-Stadion. Sie protestieren gegen den Mangel an Wohnungen während für Fußballstadien Milliarden ausgegeben werden.

E 1
15.5.14

Vier Wochen vor Beginn der Fifa-WM gibt es weiter im ganzen Land Unruhen und Proteste gegen das teure Sportevent.

E 1
16.5.14

Mehr über die Proteste gegen die Kosten der FIFA-WM. Die Leute wollen, daß das Geld lieber für Bildung und sozialen Wohnungsbau ausgegeben wird. - Bei der Tagesschau gleich danach ein Bericht über ein Fußballspiel, "auf das sich Millionen Fans freuen": Bayern und Dortmund spielen zum zwölften Mal in einem Jahr gegeneinander.

TS,E zus.4
30.5.14

Zwei Wochen vor der FIFA-WM räumt die Polizei in Sao Paulo eine Armensiedlung. Bulldozer zerstören die Hütten, in denen etwa 1200 Menschen gelebt haben.

E 1
18.6.14

Bilder von den Protesten in Fortaleza gegen die FIFA-WM.

NC 1
19.6.14

Wieder Proteste in Sao Paulo gegen FIFA-WM und Verarmung.

E 1
23.6.14

Proteste in Rio gegen Polizeigewalt und gegen die WM.

E 1
29.6.14

Protestdemo an der Copacabana gegen Kapitalismus und FIFA-WM.

E 1
11.7.14

Die Proteste gegen soziale Ungerechtigkeit und gegen die FIFA gehen auch während der WM weiter, kommen aber in den Medien nicht vor. Bilder davon gibt es aber, von den "Medien-Ninjas", unabhängigen Videomachern. Der Dokumentarfilm "È tudo Mentira" von César Oiticia zeigt das Material dieser Aktivisten.

ktzt 7
8.8.14

Zwei Berichte über das Verschwinden der letzten Naturvölker. Im BBC-Bericht geht es um die Rolle der illegalen Goldsucherei dabei. Beide NNA)*

B,arj zus.6
17.9.14

Ein Bericht über die Lage von Indigenen in Amazonien, die aus ihren Wäldern vertrieben wurden und sich nun in Slumvierteln durchschlagen und versuchen, ihre Identität zu bewahren.

Sky 2
4.10.14

Morgen findet die erste Runde der Präsidentenwahl statt. Favoritin ist die sozialdemokratische Präsidentin Dilma Rousseff, Hauptkonkurrenten sind die linksökologische Marina Silva und der rechtsbürgerliche Aecio Neves. Bei AJE portraitiert Gabriel Elizondo die Drei, im ZDF stellt Andreas Wunn Marina Silva vor.

A,hj zus.6
5.10.14

Bei der Stichwahl hat Marina Silva nur 21 Prozent bekommen, sodaß Rousseff (41 %) und Neves (34 %) in die Stichwahl kommen.

A,E zus.2
26.10.14

Bei der Stichwahl hat Dilma Rousseff nur knapp (51 Prozent) gegen den Rechten Neves gewonnen.

A 3
15.3.15

Große Demonstrationen im ganzen Land gegen die Regierung, gegen Korruption und Mißwirtschaft. Angeblich über eine Million Teilnehmer allein in Sao Paulo.

A,Sky,E zus.6
24.11.15

In den "Weltbildern" ein Bericht von Michael Stocks über den Landstreit zwischen Großgrundbesitzern und den Ureinwohnern vom Volk der Guarani im Bundesstaat Matto Grosso do Sul.

NDR 6
3.2.16

Andreas Wunn berichtet aus Recife über die rasante Ausbreitung des Zika-Virus, das bei Neugeborenen schwere Hirnschäden verursacht. Die übertragenden Mücken finden vor allem in den Armenvierteln ohne Kanalisation ideale Brutplätze. Die Armut ist eine Ursache der Epidemie (mal wieder!), und die meisten betroffenen Mütter gehören zu den Armen.   ¤

auslandsjournal 7
7.2.16

Zwei Berichte über den Karneval in Rio in Zeiten von Zika (Lucia Newman bei AJE) und von Korruption und Wirtschaftskrise (Michael Stocks im Weltspiegel).   ¤

A,WS zus.8
13.3.16

Massendemonstrationen in den großen Städten. Hunderttausende, landesweit angeblich mehrere Millionen, fordern den Rücktritt bzw. die Amtsenthebung von Präsidentin Rousseff wegen diverser Korruptionsskandale. Berichte aus Rio und Saõ Paulo.

A,Sky,E zus.6
           
17.4.16

 

Das Parlament in Brasilia stimmt über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Rousseff ab. Bei der namentlichen Abstimmung gibt jeder einzelne Abgeordnete seinen Senf dazu. Der Abgeordnete Bruno Araujo, der die nötige Zweidrittelmehrheit schließlich voll macht ("Ich wurde vom Schicksal geehrt."), wird von seinen Kumpanen wie ein Held gefeiert. Die rechte Opposition wirft Dilma Rousseff Korruption vor, ihre Anführer wollen damit aber offenbar von ihren eigenen, erheblich schwereren Korruptionsfällen ablenken. Die Regierung spricht von einem Putsch. Im ganzen Land demonstrieren hunderttausende Menschen, sowohl Anhänger der Regierung als auch deren Gegner. - Bei AJE ausführliche Berichte, live der beschriebene Moment der Entscheidung. Auf deutsch berichtet abends nur Euronews. Morgen sicher mehr.  ¤

A,Sky,E zus.21
           
18.4.16

Weitere Berichte zum parlamentarischen Putsch gegen Präsidentin Rousseff. Die Präsidentin erklärt, sie werde nicht zurücktreten und werde weiter gegen die Absetzung kämpfen. Bei Euronews ausführliche Berichte über die Reaktionen von Rousseffs Anhängern und Gegnern.

A,TS,E zus.12
30.4.16

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Rolle der rechten, von der reichen Oligarchie kontrollierten Medien bei der Kampagne der Opposition gegen Präsidentin Rousseff. (NNA)*

A 10
           
9.5.16

Das Parlamentsvotum zur Amtsenthebung von Präsidentin Rousseff ist anscheinend ungültig. Auch der rechte Parlamentspräsident, der die Absetzung von Rousseff vorangetrieben hatte, ist nun wegen Korruption selber abgesetzt worden. Die politische Lage wird immer chaotischer, und das Land ist mitten in einer schweren Wirtschaftskrise. Bericht von Andreas Wunn.

hj 4
12.5.16

Der Senat stimmt über die Amtsenthebung von Präsidentin Rousseff ab und beschließt, sie vorläufig (für die Dauer der Untersuchung, maximal ein halbes Jahr) vom Amt zu suspendieren. Als Übergangspräsident wird der bisherige Vizepräsident Michel Temer eingesetzt. Die gewählte Präsidentin spricht weiterhin von einem Staatsstreich. Freudenfeiern von Rousseffs Gegnern, Protestdemos von ihren Anhängern.

A,TS,E zus.9
           
7.8.16

Ein schöner Beitrag über das Slumviertel "Copacabana Palace" in Rio, gleich neben dem Olympia-Gelände. Dokumentiert vom Fotografen Peter Bauza. Die Bauruinen gehören niemandem, sollen eigentlich abgerissen werden, aber über 1000 Menschen wohnen hier, die sonst nirgends Platz haben, die auch keine Unterstützung von der Gesellschaft bekommen.  ¤

ttt 6
31.8.16

Der Senat stimmt endgültig über die Amtsenthebung von Präsidentin Rousseff ab. Mit 61 gegen 20 Stimmen wird die gewählte Präsidentin abgesetzt. Als Nachfolger wird ihr früherer Stellvertreter, der korrupte Rechtskonservative Michel Temer vereidigt. Rousseff spricht erneut von einem "Putsch". - Bei Euronews ein Rückblick auf Rousseffs Aufstieg und Fall. 

A,arj,E zus.9
           
1.9.16

Bei Protesten gegen den Sturz von Präsidentin Rousseff gibt es in mehreren Städten Ausschreitungen. - Portrait des neuen Präsidenten Michel Temer. 

E 4
5.9.16

Proteste in mehreren Städten gegen die Absetzung von Präsidentin Rousseff und gegen ihren korrupten Nachfolger Temer. 

E 1
30.9.16

Gefängnisaufstand in Jardinópolis, mehrere Hundert Häftlinge entkommen.

E 1
           
18.10.16

Bei Aufständen in mehreren Gefängnissen sind zusammen 18 Insassen getötet worden und mehrere Hundert geflüchtet.

E 1/2
12.11.16

Die neue rechte Regierung verteilt Steuergeschenke an die Reichen und spart das Bildungssystem kaputt. In Rio gibt es wachsende Proteste dagegen, vor allem von Studenten.

E 1
           
17.11.16

Die Wirtschaftskrise verschärft sich, wachsende Proteste gegen die korrupte Regierung. In Brasilia besetzen Demonstranten stundenlang das Parlament. (Laut taz und jw waren das übrigens Rechtsextreme.)

E 1
           
14.12.16

Nach dem Parlament beschließt auch der Senat eine Deckelung des Staatshaushalts für die nächsten 20 Jahre, was eine strenge Sparpolitik (Austerität) und massive Sozialkürzungen bedeutet. Protestdemonstrationen der linken Opposition, die den Rücktritt der korrupten Regierung fordert.

E 1
2.1.17

In einem Gefängnis in Manaus eskaliert eine Fehde zwischen zwei Drogenbanden zu einem Massaker. Bei den Kämpfen werden etwa 60 Insassen getötet, viele davon wurden enthauptet. Etwa 90 Gefangene entkommen.   ¤

A,TS,E zus.5
                 
6.1.17

Bei einem weiteren Kampf zwischen Drogenbanden werden in einem Gefängnis in Boa Vista (im Nordosten des Landes) mindestens 33 Insassen getötet, auch hier sind etliche der Opfer enthauptet worden.

A,E zus.2
15.1.17

Erneut ein Massaker unter Insassen eines Gefängnisses, diesmal in Natal (Rio Grande Norte). Mindestens 27 Häftlinge werden getötet, einige davon enthauptet - offenbar handelt es sich erneut um eine Fehde zwischen zwei Drogenbanden. Bei AJE Infos von Daniel Schweimler und ein Bericht über die katastrophale Überbelegung der Gefängnisse.

A,B zus.7
           
28.4.17

Die Gewerkschaften haben zu einem Generalstreik aufgerufen, gegen die von der rechten Regierung geplante weitgehende Abschaffung von Arbeiterrechten, gegen Rentenkürzung und Arbeitszeitverlängerung. Der Aufruf wird weitgehend befolgt. Der Verkehr steht still, auch einige Flughäfen werden blockiert. Bei Demonstrationen kommt es zu Ausschreitungen und Zusammenstößen mit Regierungsanhängern. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.  ¤

A,E zus.3
           
6.5.17

Im "Listening Post" ein Beitrag über den Generalstreik, der von den regierungsfreundlichen Massenmedien einfach ignoriert wurde.

A 9
          
24.5.17

Seit Tagen wachsende Proteste gegen den Putsch-Präsidenten Temer, der sich trotz sehr deutlicher Belege für seine Korruption weigert, zurückzutreten. Bei AJE Infos aus Brasilia von Lucia Newman. Bei arte wird die neue linke Partei PSOL vorgestellt, die viel Unterstützung von desillusionierten jungen Leuten bekommt.

A,arj zus.5
18.9.17

in einem Indigenen-Reservat am Rio Jandiatuba (im äußersten Westen Amazoniens) haben Goldgräber mindestens 10 Angehörige eines Stammes umgebracht, der dort bislang ohne Kontakt zur Außenwelt gelebt hatte. Im ganzen Land geraten die indigenen Stämme durch die Politik der korrupten Regierung von Präsident Temer verstärkt unter Druck. Infos von Carla de Lello Lorenzi (Survival International).  ¤

E 2
           
21.9.17

Bericht über die Bedrohung der Indigenen Völker im Reservat Javary-Tal an der Grenze zu Peru. Kürzlich haben Goldsucher dort mindestens 10 Mitglieder eines kontaktlosen Stammes ermordet. Die Regierung fördert den Bergbau, statt die Indigenen zu schützen. Erläuterungen von Sarah Shenker (Survival international), die von genozidaler Gewalt spricht.  ¤

B 5
27.9.17

Lucia Newman berichtet aus dem Javari-Tal. In dem Reservat für indigene Völker im Westen des Amazonaswaldes leben noch einige "Isolados", Stämme ohne Kontakt zur "Zivilisation". Das Gebiet wird immer stärker von Goldsuchern, Holzfällern und Wilderern heimgesucht. Einen wirklichen Schutz durch die Regierung gibt es nicht. Letzten Monat haben Goldsucher dort ein Massaker unter Ureinwohnern angerichtet. (Erster Bericht von zwei.) - Dazu auch ein Gespräch mit der Anthropologin Christen Smith ¤

A 10
           
28.9.17

Der zweite Bericht von Lucia Newman aus dem Javari-Reservat, über die Bedrohung der indigenen Völker im Amazonaswald durch Goldsucher, Drogenhändler, Wilderer, illegale Holzfäller (übrigens alles Berufe, die der Kaputtalismus erfunden hat) und eine korrupte Zentralregierung. 

A 4
           
29.10.17

"Talk to Al Jazeera: Murder in the Amazon: Brazil's natives under threat" - Lucia Newman spricht im äußersten Westen Amazoniens mit Leuten, die Kontakt mit den "Isolados", den unkontaktierten Stämmen hatten. Im Schutzgebiet im Javari-Tal wurden die Isolados dieses Jahr mehrmals von Goldsuchern angegriffen, es gab zahlreiche Tote. Mitglieder benachbarter kontaktierter Stämme erzählen von ihrer Lebensweise, von der Bedrohung durch Goldsucher und Holzfäller und über den mangelhaften Schutz durch die Regierung.  (NNA)*   ¤

A 25
           
23.12.17

Im "Listening Post" eine ganze Sendung über die Medien in Brasilien. Die beiden Medienkonzerne "Globo" und "RecordTV" benutzen ihre Macht zur politischen Einflußnahme. Alle Medienunternehmen gehören reichen Familien. Der Besitzer von "RecordTV" betreibt nebenbei auch noch seine eigene evangelikale Sekte. Schwarze Menschen, die über 50 Prozent der Bevölkerung ausmachen, kommen in den Medien praktisch nicht vor, weder in den Nachrichten noch in den Telenovelas.  ¤

Die Sendung war eine Wiederholung und lief bereits am 9.9.17

A 25
            
9.2.18

"Kulturkampf um den Karneval in Rio" - Luten Leinhos berichtet über den wachsenden Einfluß von rechten Evangelikalen. Der Bürgermeister von Rio, Marcello Crivella, war vorher Bischof einer evangelikalen Sekte. Er hält den bunten multikulturellen Karneval für Teufelszeug und streicht die Subventionen für die Sambaschulen. Einige Sambaschulen wehren sich und sagen der reaktionären Ideologie den Kampf an, auch mit ihren Choreografien.

ktzt 6
22.2.18

Der Senat beschließt, daß in Rio die Armee die Kontrolle übernehmen soll, angeblich als Reaktion auf Gefängnisunruhen und Gewalt in den Favelas. Bericht von Gabriel Elizondo.

A 2
16.3.18

Die linke Politikerin Marielle Franco ist in Rio von einem Killerkommando erschossen worden. Sie wurde in ihrem Auto offenbar gezielt hingerichtet, auch ihr Fahrer wurde getötet. Franco war als Stadtratsabgeordnete vor allem durch ihren Einsatz gegen Rassismus und Polizeigewalt landesweit bekannt. Im ganzen Land demonstrieren Zigtausende Menschen gegen den Mord. Berichte bei AJE und arte. Bei AJE eine Stellungnahme ihres Kollegen David Miranda¤

A,arj zus.6
           
21.3.18

In Rio und anderen Städten demonstrieren zigtausende Menschen gegen den Mord an der linken Politikerin Marielle Franco, den vermutlich Polizisten begangen haben.

E,NC zus.3
           
28.3.18

Luten Leinhos berichtet über den Krieg der Polizei gegen die Armen (und gegen Drogenbanden) in Rio, und über die Proteste gegen den Mord (wahrscheinlich durch Polizisten) an der linken Politikerin Marielle Franco.

auslandsjnl 7
5.4.18

Das oberste Gericht hat entschieden, daß Ex-Präsident Lula eine Haftstrafe wegen angeblicher Korruption antreten muß. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Eigentlich wollte der Linke Lula im Oktober erneut zur Wahl antreten und hatte gute Chancen, wiedergewählt zu werden. 

A,arj,E zus.6
                 
6.4.18

Ex-Präsident Lula weigert sich, die Haftstrafe anzutreten, da noch nicht alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind. Er hält sich im Hauptquartier der Metallarbeitergewerkschaft in Sao Paulo auf, umringt von Tausenden Unterstützern.

A,B,E zus.6
7.4.18

In Sao Paulo halten Tausende Unterstützer Ex-Präsident Lula davon ab, sich der Polizei zu stellen und seine Haftstrafe anzutreten. Lula erklärt ihnen, er wolle sich nicht verstecken, er vertraue in die Justiz und werde seine Unschuld beweisen. Schließlich begibt er sich dann doch ins Gefängnis. Bei AJE Einschätzungen des Journalisten Jose Roberto Toledo und von Hector Perla (Experte), später ein Bericht von Daniel Schweimler. Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews.

A,arj,E zus.17
           
8.4.18

Daniel Schweimler berichtet nochmal über den Haftantritt von Ex-Präsident Lula und Reaktionen seiner Anhänger.

A 2
1.5.18

In Sao Paulo ist ein leerstehendes Hochhaus abgebrannt und eingestürzt. In dem Gebäude sollen etwa 150 Obdachlose gelebt haben, von denen sich wohl die meisten rechtzeitig retten konnten. Mindestens einer wurde getötet, mehrere werden vermißt. Bei AJE Infos vom Journalisten Sam Cowie aus Sao Paulo.

A,E zus.5
2.5.18

Nur bei Euronews eine Meldung: bei dem Hochhausbrand in Sao Paulo sind vermutlich doch etwa 44 Menschen getötet worden. Da es sich um unregistrierte Obdachlose handelt, die das Haus besetzt hatten, wird die Zahl kaum jemals genau ermittelt werden.

E 1/2
24.7.18

Im Jahr 2007 sind weltweit mindestens 207 Umweltaktivisten ermordet worden (Zählung von Global Witness), davon allein 57 in Brasilien. Daniel Schweimler berichtet aus dem Amazonas-Gebiet über einige Fälle. Leute, die ihr Land gegen Abholzung, Bergbauprojekte und Landraub schützen wollen, werden von den Reichen und Mächtigen und ihrer Regierung aus dem Weg geschafft. Die Täter werden praktisch nie gefasst oder bestraft.

A

3
           
5.8.18

Fareed Zakaria ("GPS") stellt kurz Jair Bolsonaro vor, einen rechtsextremen Evangelikalen, der sich vor zwei Jahren im Jordan hat "taufen" lassen und nun zur Präsidentschaftswahl antritt.   

C 2
16.8.18

Die Arbeiterpartei hat Expräsident Lula da Silva als Präsidentenkandidat nominiert. Er sitzt zur Zeit wegen eines fingierten Korruptionsurteils im Gefängnis. (Am Vortag schon Berichte darüber bei AJE.)

arj,E zus.3
1.9.18

Das oberste Wahlgericht entscheidet, daß der inhaftierte Expräsident Lula nicht zur Präsidentschaftswahl antreten darf.

E 1
2.9.18

Das Nationalmuseum in Rio ist bei einem Großbrand komplett zerstört worden. Erster Kurzbericht.

E 1/2
3.9.18

Das Nationalmuseum ist Rio ist fast komplett ausgebrannt. 20 Millionen unbezahlbare und einmalige geologische, paläontologische, botanische, anthropologische, archäologische und historische Sammlungsstücke sind unwiederbringlich zerstört, die Geschichte des Landes und des Kontinents ist zu Asche geworden. Einige Tausend aufgebrachte Menschen demonstrieren vor der Ruine gegen die Regierung, die sie für die Katastrophe verantwortlich machen. Die rechte Regierung des korrupten Präsidenten Temer hatte Kürzungen beim Brandschutz und bei der Feuerwehr durchgesetzt. Bericht bei AJE von Lucia Newman.  ¤

A,TS,hj,E zus.10
                 
7.9.18

Der rechtsextreme Präsidentschaftskandidat Jair Bolsonaro ist bei einem Wahlkampfauftritt von einem Mann mit einem Messer schwer verletzt worden. Nachdem Lula da Silva nicht antreten darf, führt Bolsonaro in den Umfragen und wird durch das Attentat wohl noch Sympathien gewinnen. Bericht bei AJE von Lucia Newman.    

A,B,arj,E

zus.9
29.9.18

In mehreren Städten demonstrieren Zigtausende gegen den rechtsextremen und frauenfeindlichen Präsidentenkandidaten Bolsonaro. Lucia Newman berichtet von der Kundgebung in Sao Paulo. Erläuterungen von Erika Berenguer von der Kampagne "#NotHim" (bzw. #EleNão)  ¤

A

8

           
30.9.18

Bei arte noch ein Bericht über die Massenproteste vor allem von Frauen gegen den rechtsextremen und frauenfeindlichen Präsidentenkandidaten Bolsonaro.  

arj

2
30.9.18

Im Regenwald im Westen Brasiliens leben immer noch etwa 150 unkontaktierte Völker, aber mit dem Vordringen der Holzfäller und Viehzüchter in die Schutzgebiete werden sie ausgelöscht. Die Indigenen-Schutzbehörde FUNAI bekommt von der Regierung kaum noch Personal und Geld.

ttt 6
6.10.18

Am Tag vor der ersten Runde der Präsidentenwahl eine kurze Vorstellung der fünf wichtigsten Kandidaten, und ein Bericht von Lucia Newman über den Wahlkampf des Faschisten Jair Bolsonaro, der in den Umfragen vorne liegt. Nach dem Attentat auf ihn ist er wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, ist aber in keiner der TV-Debatten aufgetreten. Anhänger hat er vor allem unter den Evangelikalen. 

A

4

           
6.10.18

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Bedeutung der sozialen Medien in Brasilien und im Wahlkampf des Faschisten Bolsonaro.  ¤

A

12

           
7.10.18

Tag der ersten Runde der Präsidentenwahl. Als Favorit gilt der Faschist Jair Bolsonaro. Für die Arbeiterpartei tritt Fernando Haddad an. Berichte zur Lage im Lande und über die Anhänger von Bolsonaro, von Matthias Ebert (TS und Weltspiegel) und Christoph Röckerath (hj).

TS,hj,WS zus.13
7.10.18

Das Wahlergebnis: bei der ersten Runde hat Bolsonaro fast die absolute Mehrheit erreicht, muß mit 46,7 Prozent aber in drei Wochen in die zweite Runde gegen Haddad (29 Prozent). Seine Anhänger feiern schon. Infos aus Rio von Lucia Newman und aus São Paulo von Teresa Bo.

A,E

zus.8
                 
8.10.18

Weitere Berichte zum vorläufigen Wahlsieg des Faschisten Bolsonaro und über die Reaktionen. Bolsonaro behauptet auf Facebook, die elektronischen Wahlurnen seien manipuliert gewesen, sonst hätte er direkt mit über 50 Prozent gewonnen. (Was darauf hindeutet, daß tatsächlich die Wahl zu seinen Gunsten manipuliert wurde.) Berichte bei AJE von Lucia Newman, im ZDF von Christoph Röckerath und bei der ARD von Matthias Ebert.

A,arj,ht,TT,E

zus.10
11.10.18

Bericht über den Widerstand gegen Bolsonaro, der in den Umfragen weiter vorne liegt. Eine TV-Debatte mit dem Gegenkandidaten Haddad verweigert er.

arj 2
19.10.18

Die Arbeiterpartei wirft Bolsonaro schmutzige Tricks im Wahlkampf und illegale Wahlkampffinanzierung vor. Infos von Daniel Schweimler, Bericht bei Euronews.

A,E zus.5
21.10.18

Daniel Schweimler berichtet über den Wahlkampf des Faschisten Bolsonaro und gewalttätige Angriffe seiner Anhänger auf politische Gegner.

A

3
22.10.18

Eine Woche vor der Stichwahl führt der Faschist Bolsonaro in den Umfragen. Das oberste Wahlgericht hat eine Untersuchung seiner illegalen Wahlkampffinanzierung durch reiche Unternehmer begonnen.

arj,E zus.3
23.10.18

 

Daniel Schweimler berichtet aus São Paulo und fragt, warum ein sexistischer und homophober Rassist wie Bolsonaro so viele Anhänger hat. Obwohl er eindeutig die Partei der Reichen und Mächtigen vertritt, kaufen ihm die Leute das Image des Anti-Establishment-Mannes ab (ganz wie bei Trump), halten Vorwürfe gegen ihn für Fake-News, und glauben, er sei nicht korrupt. 

In den "Weltbildern" berichtet Matthias Ebert über die Angst von Schwulen, Lesben und Transsexuellen vor der Wahl des Faschisten Bolsonaro zum Präsidenten. Bolsonaro hetzt gegen alle, die er für "nicht normal" hält und bekennt offen, er sei stolz darauf, daß er homophob ist. Schon jetzt nehmen rassistische und schwulenfeindliche Angriffe zu.

A

NDR

3

5

           
24.10.18

Berichte von Matthias Ebert und Christoph Röckerath über den Wahlkampf des Kandidaten Bolsonaro. Er weigert sich, an einer Debatte mit Fernando Haddad teilzunehmen, und ist seit Monaten nicht mehr öffentlich aufgetreten. Von ihm zu hören sind nur eklige Hasstiraden und Drohungen, er werde die "Banditen der Arbeiterpartei" verhaften, vertreiben, töten. "Mindestens 30.000 müssen weg. Töten, töten! Egal, wenn ein paar Unschuldige dabei sind." Und seine Förderer führen eine sehr effektive Kampagne in den sozialen Medien. Trotzdem kommt er bei vielen einfachen Leuten an.  ¤

TS,auslandsjnl zus.9
27.10.18

Beitrag im "Listening Post" über Bolsonaros schmutzigen Wahlkampf, seine Fakenews-Kampagne in den sozialen Medien und die Unterstützung der mächtigen rechten Medien für den Faschisten.

A

10

           
28.10.18

"Mit der Wahl in die Diktatur?" - Matthias Ebert berichtet über den Einfluß des Militärs auf die Gesellschaft, auch schon vor Bolsonaros Wahlsieg. Seit einigen Jahren gibt es Militärschulen, inzwischen einige Hundert, die von Offizieren geleitet werden. Die Schüler müssen Uniformen tragen und strammstehen. Besonders konservative und wohlhabende Familien schicken ihre Kinder hier hin. 

WS

6

28.10.18

Der Faschist Jair Bolsonaro hat die Präsidentschaftswahl mit ca. 55 Prozent gegen Fernando Haddad (Arbeiterpartei) gewonnen. Tausende seiner Anhänger feiern. Das Amt tritt er erst im Januar an. Erster Bericht aus Rio von Teresa Bo.

A

3

           
29.10.18

Drei weitere Berichte zum Wahlsieg von Bolsonaro, und bei AJE Einschätzungen von Louie Dean Valencia-Garcia (Rechtsextremismus-Forscher) zum weltweiten Vormarsch der Rechtsextremen (bzw. "Populisten"), die nun nach den USA, Italien, Ungarn und den Philippinen auch Brasilien regieren.

A,ht,TS zus.10
30.10.18

Bolsonaro gibt erste Hinweise, wen er in sein Kabinett holen will, u.a. als Justizminister den Richter Sergio Moro, der Lula da Silva mit haarigen Korruptionsvorwürfen hinter Gitter gebracht hat, und als Wirtschaftsminister den "Ultraliberalen" Paulo Guedes. Dieser will alle Staatsbetriebe privatisieren und den Sozialstaat zerschlagen.

arj

3

28.12.18

Brasilien /  Israel / Palästina : Israels Machthaber Netanjahu besucht den Faschisten Bolsonaro, der nächste Woche als Präsident vereidigt wird. Die beiden Evangelikalen verstehen sich offenbar prächtig, beide sprechen von einer "Bruderschaft" der beiden Länder. Bericht von John Holman und Einschätzungen von Yossi Mekelberg.

A 5
1.1.19

Der evangelikale Faschist Jair Bolsonaro ist als Präsident vereidigt worden. In seiner Antrittsrede kündigt er ein Ende von "Sozialismus, Genderideologie und politischer Korrektheit", den Kampf gegen Korruption und Kriminalität, eine Lockerung der Umweltschutzgesetze und eine Stärkung der Wirtschaft an. Als erstes soll der Waffenbesitz freigegeben werden. Die Rede bei AJE als Live-OT. Bei der ARD gute Berichte aus Rio von Marie-Kristin Boese.

A,TS,TT zus.24
                 
2.1.19

Als erste Maßnahme erläßt der Faschist Bolsonaro eine Verordnung, die es dem Landwirtschaftsministerium erlaubt, die Schutzgebiete der Indigenen an Wirtschaftsunternehmen zu verteilen. Infos von John Holman aus Brasilia, außerdem ein paar Infos über das sonstige Verbrecherpack in Bolsonaros Kabinett. U.a. wird der Richter Sergio Moro, der Lula da Silva mit haarigen Korruptionsvorwürfen hinter Gitter gebracht hat, wie erwartet Justizminister. Außenminister wird ein Mann, der die Erderwärmung leugnet.

A

5

25.1.19

In Brasilien ist erneut in einer Eisenerzmine der Damm eines Klärbeckens gebrochen. Wie vor drei Jahren in Mariana wird diesmal in Brumadinho (400 km nördlich von Rio) die ganze Gegend mit giftigem Schlamm überflutet. Mindestens 7 Menschen werden getötet, über 150 werden vermißt. Der Chef der Betreiberfirma "Vale", Fabio Schvartsman, zeigt sich in einer Erklärung zerknirscht und tieftraurig. 

A,C zus.4
           
26.1.19

Weitere Berichte über die Schlammkatastrophe in Brumadinho. Die Zahl der Todesopfer ist auf mehr als 34 gestiegen, über 300 Menschen werden vermißt. (Es waren dann über 250 Tote.)

A,Sky,TS,E

zus.9
24.2.19

"Angriff auf den Amazonas" - Matthias Ebert berichtet über die Pläne von Bolsonaro zur weiteren Abholzung des Amazonaswaldes und über einen Stamm von Ureinwohnern, die Awá, die bisher noch von der Natur leben. Ihr Reservat wird von den vordringenden Farmern bedroht, die neue rechtsextreme Regierung schwächt den Schutz der Reservate und stellt sich an die Seite der Großgrundbesitzer.

WS

7

8.3.19

Während der Militärdiktatur (bis 1985) haben Soldaten beim Bau einer Straße durch den Regenwald mehrere tausend Stammesangehörige getötet, Die Überlebenden sprechen von Völkermord und warten bis heute auf eine Wiedergutmachung. 

A

2

           
12.3.19

Fast ein Jahr nach dem Mord an der linken Politikerin Marielle Franco sind zwei frühere Polizisten als mutmaßliche Täter verhaftet und angeklagt worden.

A,E zus.1
           
15.3.19

Am Jahrestag des Mordes an der linken Politikerin Marielle Franco und zwei Tage nachdem zwei frühere Polizisten als mutmaßliche Täter verhaftet wurden fordern in Rio Tausende Demonstranten die Aufklärung des Mordes und die Aufdeckung der Auftraggeber. Es gibt offenbar Verbindungen der Killer zur Familie von Präsident Bolsonaro.

E

1
           
19.3.19

In den "Weltbildern" ein Bericht von Matthias Ebert über die linke Politikerin Renata Souza und ihren Kampf um die Aufklärung des Mordes an Marielle Franco. Die Mörder gehörten offenbar zu den "Milizen", Terrorgruppen aus Ex-Polizisten.

NDR

6

7.4.19

Matthias Ebert berichtet aus Rio über willkürliche Morde von Polizisten an wirklichen oder angeblichen Kriminellen. Aussagen von Hinterbliebenen und Menschenrechtlern. Die Polizisten wurden von Präsident Bolsonaro aufgefordert, "Kriminelle" rücksichtslos zu töten, und sie bekommen Rückendeckung vom Gouverneur.

WS 6
25.4.19

Jedes Jahr treffen sich tausende Angehörige der indigenen Völker zum "Terra Livre" -Camp in Brasiliaa. Dieses Jahr ist das Treffen vor allem eine Demonstration gegen den faschistischen Präsidenten Bolsonaro, der den Indigenen offen den Krieg erklärt hat und ihr Land für die sog. "wirtschaftliche Entwicklung" rauben und ausbeuten will. Bei AJE berichtet Teresa Bo aus Brasilia.

A,E zus.5
           
26.4.19

Auch die Tagesschau (Klaus Weidmann) berichtet über das Treffen der Indigenen in Brasilia und deren Kritik an Bolsonaro und seinen Angriffen auf die Schutzgebiete. Sie warnen die ganze Welt vor der Abholzung des Amazonas-Waldes.

TS 2
         
4.5.19

 

"Brazil dam collapse: A disaster waiting to happen?" - Bei "BBC-Newsnight" eine Reportage von Gabriel Gatehouse über das katastrophale Minenunglück von Brumadinho, wo im Januar der Staudamm des Rückhaltebeckens einer Eisenerzmine gebrochen war und über 250 Menschen durch die Schlammfluten getötet wurden. (Über 50 werden immer noch vermisst.) Erstmals Bilder vom Moment des Dammbruchs. Eindrücke der enormen Zerstörungen. Die Reaktionen der Überlebenden, von denen viele die Systemfrage stellen, ob ein Wirtschaftssystem nachhaltig ist, das zu solchen Verheerungen führt. Der Bürgermeister, der angeblich selber im Dienst des Minenkonzerns "Vale" steht, behauptet, ohne die Mine könne der Ort nicht überleben ("Arbeitsplätze", Geld für Krankenhaus und Schule usw.), Vale sei ein notwendiges Übel.   ¤¤

B

 

25

 

           
15.5.19

In mehreren Städten demonstrieren Zigtausende Schüler und Studenten gegen den faschistischen Präsidenten und gegen Kürzungen des Bildungsetats. Bolsonaro beschimpft die Demonstranten als "Idioten". 

B

2

16.5.19

Noch ein Bericht über die Massenproteste (zusammen mehr als eine Million Leute) gegen Bolsonaros Plan zu drastischen Kürzungen des Bildungsetats.   

arj

2
19.5.19

Beitrag von Andreas Lueg über Brasiliens Weg in den Faschismus. Bolsonaro läßt die Polizei Jugendliche ermorden, läßt Waffen verteilen, den Wald abholzen, das Kulturministerium schließen, den Bildungsetat streichen. Ein Drittel der Brasilianer haben sich den rechtsextremen evangelikalen Pfingstkirchen angeschlossen. Immerhin gibt es laute Proteste von Indigenen und Studierenden.  ¤

ttt

7

23.5.19

Im Südosten Brasiliens steht eine weitere Mine des Bergbaukonzerns "Vale" offenbar kurz vor einem Dammbruch des Rückhaltebeckens. Die Menschen in der betroffenen Region sind diesmal immerhin vorgewarnt. Will Grant berichtet aus ¤

B 3
27.5.19

Bei Häftlingsaufständen und Bandenkämpfen in vier Gefängnissen in Manaus sind in zwei Tagen mindestens 57 Insassen getötet worden. Infos und Einschätzungen vom Journalisten Johannes Myburgh.

A 3
           
28.5.19

Noch zwei Berichte über die Kämpfe in vier Gefängnissen in Manaus, bei denen 55 Insassen getötet wurden.

A,Sky

zus.6
5.6.19

"Das neue Brasilien - Rechtsruck unter Bolsonaro" - Film von François Cardona über die Machtergreifung des Faschisten Bolsonaro und die reaktionären Mächte, die hinter ihm stehen: die Evangelikalen. das Militär, und die Großgrundbesitzer. Sehr gute, detaillierte Untersuchung. (Leider nur überflogen.)  ¤¤

Im "auslandsjournal" ein Beitrag von Christoph Röckerath über Kinderpriester bei den rechtsextremen Evangelikalen. Die Aufnahmen stammen komplett aus dem Film von Cardona.

ZDF

ZDF

44

7

5.6.19

"The Murder of Marielle Franco" - Film von Juliana Ruhfus über den Mord an der linken Politikerin vor einem Jahr und die Suche nach den Tätern. Diese waren offenbar Polizisten oder Ex-Polizisten, die als Milizen ihren eigenen Krieg gegen die Drogenbanden führen und bereits Tausende Menschen ermordet haben. Franco hatte sich politisch für die Aufklärung dieser Verbrechen und gegen die Korruption eingesetzt. Zwei  Ex-Polizisten sind als mutmaßliche Täter verhaftet worden, aber die Hintermänner bleiben im Dunklen (oder im Präsidentenpalast). - Sehenswerte Reportage.  (P+P)  ¤¤

A

25

           
11.6.19

"The Intercept" hat Dokumente veröffentlicht, die belegen, daß es eine Verschwörung zwischen Staatsanwaltschaft und Richtern gab, um Lula Da Silva ins Gefängnis zu bringen und so seine Präsidentschaftskandidatur zu verhindern. Hauptakteur war der Richter Sergio Moro, der inzwischen unter Bolsonaro Justizminister ist. Der Prozeß gegen Lula könnte nun neu aufgerollt werden.  ¤

A,arj zus.5
           
26.7.19

Christoph Röckerath berichtet aus Brumadinho, ein halbes Jahr nach der Schlammkatastrophe. Bis heute sind 248 Leichen geborgen worden, 22 Menschen gelten immer noch als vermißt, man sucht in den Schlammbergen weiter nach ihnen. Ein jetzt arbeitsloser Minenarbeiter: "Es war das dritte Mal, daß so etwas passiert ist. Wenn die Gerichte ihren Job machen würden, hätten sie solche Katastrophen verhindern können. Aber so ist es keine Frage, daß sowas wieder passieren wird. Es gibt unzählige solcher Dämme."  ¤

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29.7.19

Bei Bandenkämpfen in einem Gefängnis in Altamira (Bundesstaat Para) werden mindesten 57 Insassen getötet, 16 davon wurden enthauptet. Infos von Teresa Bo, Bericht bei Euronews.

A,E zus.4
           
30.7.19

Zwei Berichte nach den Kämpfen im Gefängnis von Altamira mit mindestens 57 Toten.   

A,TS zus.5
                 
30.7.19

Goldsucher sind in das geschützte Stammesgebiet der Wajãpi (Bundessaat Amapá) eingedrungen, haben die Bewohner eines Dorfes vertrieben und ihren Stammesführer ermordet. Der faschistische Präsident Bolsonaro leugnet den Mord und erklärt, er wolle den Bergbau in den Stammesgebieten erlauben. Die Indigenen dürften dann ihr eigenes Land selber ausbeuten. Bei der BBC Hintergrundinfos von Julia Carneiro (São Paulo) und David Shukman.  ¤

B,E zus.8
             
1.8.19

Trump ernennt Brasilien zum "wichtigsten Verbündeten der USA außerhalb der NATO".  Das wird den Export von Waffen nach Brasilien erleichtern. Bericht aus Rio über gewaltsame Übergriffe krimineller Polizeibanden.   

arj

3

2.8.19

Nachdem das staatliche Institut zur Überwachung des Regenwaldes INPE Satellitenbilder ausgewertet hatte und dann öffentlich festgestellt hatte, daß der Wald seit Bolsonaros Amtsübernahme erheblich schneller (fast doppelt so schnell) abgeholzt wird wie vorher, beschimpft der Faschist Bolsonaro die Wissenschaftler als Lügner, die das Ansehen des Landes beschädigen wollten, und kündigt an, alle führenden Mitarbeiter des INPE zu entlassen. Daraufhin tritt der Vorsitzende des INPE unter Protest zurück. Bei der BBC Infos aus São Paulo von Daniel Gallas, ein Bericht bei Euronews.  ¤ 

B,E zus.5
           
7.8.19

Nach neuen Auswertungen von Satellitenbildern hat sich die Abholzung des Amazonaswaldes gegenüber dem Vorjahr sogar mindestens verdreifacht. Der Lügner Bolsonaro nennt das Lügen. -  Bei Sky News berichtet Stuart Ramsay aus Novo Progresso, wo Farmer immer größere Lücken in den Wald schlagen. Berichte bei ARD, ZDF und Euronews. Bei "heute" Erläuterungen von Volker Angres.

Sky,ht,TS,E zus.13
                 
8.8.19

 

 

 

 

Bei CNN ein Bericht über den Kampf des Waorani-Stammes für den Erhalt seines Lebensraums im Amazonaswald in Ecuador. Im April hat der Stamm vor Gericht ein Verbot der Ölförderung auf seinem Gebiet gegen die Regierung durchgesetzt. Gespräch mit Mitch Anderson von "Amazon Frontlines". Die NGO hat die Waorani bei dem Prozeß juristisch unterstützt. Es geht um Leben und Tod. Das Überleben der Ureinwohner hängt buchstäblich vom Überleben des Waldes ab. Sie schützen ihn seit tausenden Jahren, jetzt gegen ein globales Wirtschaftssystem, das die ganze Welt in den planetaren Kollaps treibt. Sie brauchen die Unterstützung der Welt gegen den frontalen Angriff auf ihre Gebiete durch Bolsonaros Farmer, Ölfirmen, Goldsucher. Bolsonaro hat keine Ahnung vom Wald, er lebt nicht im Wald, er lebt in einer rassistischen gewalttätigen Blase. Für die Leute im Wald ist der Wald ihr Marktplatz, ihre Apotheke, ihre Heimat.  ¤¤

Bei Sky News noch ein Bericht von Stuart Ramsay aus Pará über den Stamm der Asurini am Fluß Xingu. Auch ihr Wald ist bedroht, durch Staudämme am Xingu und durch illegale Holzfäller und Goldsucher. Ramsay schildert ihr Leben als "in Harmonie mit der Natur", aber sie benutzen Hunde, Schußwaffen und Motorboote zur Jagd auf Wildtiere, die immer seltener werden.

Im Nachtmagazin ein Beitrag von Matthias Ebert zum Tag der Indigenen Völker. Über die letzten unkontaktierten Stämme Amazoniens, die von Bolsonaro vorangetriebene Abholzung und die Invasion der Goldsucher, die immer wieder Waldbewohner ermorden.

C

 

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10

 

6

 

2

           
13.8.19

In London haben Aktivisten von "Extinction Rebellion" vor der Botschaft Brasiliens gegen die Vertreibung der Urwaldbewohner protestiert und die Fassade rot angemalt. - In Brasilia demonstrieren indigene Frauen gegen die ignorante Politik von Präsident Bolsonaro. (Bei arte) - In den Tagesthemen berichtet Matthias Ebert über Bolsonaros Frontalangriff auf den Amazonas-Urwald und dessen Bewohner. Er befördert die Abholzung und die Goldsuche, hintertreibt die Arbeit der Umweltbehörden und will jetzt offiziell den Bergbau in den Schutzgebieten der Indigenen zulassen.  ¤

arj,TT

zus.6
           
14.8.19

In Brasilia demonstrieren tausende indigene Frauen gegen Bolsonaro und die Zerstörung des Amazonas-Waldes. Und im ganzen Land gibt es Demonstrationen gegen Bolsonaros Sparkurs bei der Bildung. 

E

1

           
16.8.19

Wegen Bolsonaros Politik der Abholzung haben erst Deutschland und nun Norwegen ihre Fördergelder für Waldschutzprojekte eingefroren.

E

1
           
21.8.19

Nach Auswertung von Satellitenfotos hat es in Brasilien seit Februar fast 73.000 Waldbrände gegeben. Die mit Abstand größte Zahl seit Beginn der Beobachtungen, und fast doppelt soviele wie im Vorjahr. Allein seit letzter Woche wurden im Amazonasgebiet 9500 Brände entdeckt. Große Teile des Landes liegen in dichten Rauchschwaden, u.a. in  São Paulo verdunkelt sich der Himmel. Bolsonaro behauptet einerseits, das sei ganz normal zu dieser Jahreszeit, und beschuldigt andererseits (ohne jeden Beleg) Umweltschützer, sie würden Waldbrände legen, um ihm zu schaden.  ¤

A,C,Sky,TT,E

zus.11
                 
       

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