Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Amerikas : Brasilien              (letzter Eintrag 15.1.17)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
13.4.08 "Die Pegel des Rio São Francisco sinken" - Regierung und Industrie wollen Umleitung des Flusses, Bewohner wehren sich gegen die Umweltzerstörung.

WS

8

29.5.08

Brasilien / Peru / Indigene : In der hintersten Ecke von Brasilien, im Grenzgebiet mit Peru, leben im Regenwald noch Völker von Ureinwohnern ohne Kontakt zur Zivilisation. Perus Regierung bestreitet ihre Existenz, Holzfäller wollen den Wald zerstören. Luftbilder zeigen große Gemeinschaftshäuser und Männer, die mit Pfeil und Bogen auf das Flugzeug schießen. Fiona Watson (Survival International) fordert den Schutz ihrer Landrechte. Sie sagt, daß die indigenen Völker jedes Recht haben, dort zu leben. Und daß unsere Zivilisation von ihnen lernen kann, wie man lange und naturverträglich überlebt.

B

3

29.5.08 D

Bild von der BBC-Seite. Dort auch weitere Aufnahmen.

   
30.5.08

Alle Sender bringen die Bilder des neuentdeckten "Indianerstammes".  Bei CNN ein Gespräch mit David Hill (Survival International) über den Schutz von Ureinwohnern.

ht,TS,hj,A,B,C

zus.13

26.8.08

Streit um Land in Nordbrasilien: Reisfarmer (Großgrundbesitzer) weigern sich, ein Gebiet herzugeben, das vor drei Jahren gerichtlich einigen Stämmen von Ureinwohnern zugesprochen worden ist.

A

3

1.10.08 "Land ohne Menschen für Menschen ohne Land - Der Kampf der Landlosen in Brasilien"   - ein Film von Josef und Lotti Stöckli    (NNA)*

3sat

44

4.10.04

Teresa Bo berichtet über den bunten Wahlkampf zu den Kommunalwahlen. Einige schwarze Kandidaten haben sich in "Barack Obama" umbenannt.

A

4

5.10.08

Teresa Bo berichtet über gefährliche Stadtviertel von Rio, wo jetzt die Armee aufmarschiert, um die Kommunalwahlen abzusichern.

A

3

11.12.08

Ein Indianerstamm siegt vor dem höchsten Gericht in einem Streit um den Schutz seines Landes gegen Großgrundbesitzer.

A

2

23.1.09

Bericht über die Bewegung der Landlosen (MSI).  (NNA)*

B

4

7.3.09

Die "katholische" Kirche exkommuniziert ein 9-jähriges Mädchen, das nach einer Vergewaltigung abgetrieben hatte. Der Bischof: "Gottes Gesetz steht über jedem menschlichen Gesetz." Präsident Lula kritisiert die Kirche deshalb heftig.

B

2

20.3.09

Indianerstämme in Roraima bekommen nach langem Streit endlich vom obersten Gericht ihr Land (17.000 km2) zugesprochen.

ari,B

zus.4

31.8.09

Gabriel Elizondo berichtet über die Debatte um die Verstaatlichung der Ölindustrie.

A

3

     
1.10.09

Ein Bericht von Gabriel Elizondo über Rio, aus Anlaß der Bewerbung um die Olympischen Spiele, über Probleme und Fortschritte in der Stadtentwicklung.

A

3

10.11.09

Das Zentrum des Landes mit Rio und Sao Paulo wird von einem stundenlangen kompletten Stromausfall getroffen

A

3

7.4.10

In Rio de Janeiro sind nach schweren Regenfällen bei etlichen Bergrutschen Tausende Häuser in den Armenvierteln zerstört worden, über 100 Tote. Ein Bericht von Thomas Adlers.

TT

4

8.4.10

Weitere Bergrutsche in Rio, über 200 Tote. Bericht von Craig Mauro.

A

3

13.4.10

Fünf Jahre nach dem Mord an Dorothy Stang, einer katholischen Nonne aus den USA die sich für die Landlosen eingesetzt hatte, wird der Auftraggeber, ein Großgrundbesitzer, von einem Gericht zu 30 Jahren Haft verurteilt. Bericht von Paulo Cabral.

B

3

18.7.10

"Mauerbau in den Slums" - Thomas Aders berichtet aus Rio, wo als Vorbereitung zur nächsten WM einige Favelas aufgehübscht werden. Dazu gehören eine dauerhafte Polizeipräsenz, neue Sozialeinrichtungen und eine Mauer zur Abgrenzung von den benachbarten Reichenvierteln.

WS

7

14.8.10

Fault Lines: eine Reportage von Monica Villamizar aus Rio de Janeiro. Schwerbewaffnete Polizeitruppen sollen in den Favelas für Ordnung sorgen und Drogenbanden jagen. Die Bewohner werfen ihnen vor, dabei rücksichtslos auch zahlreiche Unbeteiligte zu töten. Menschenrechtler sagen, seit 2003 habe die Polizei über 11.000 Menschen getötet. Die Reporterin begleitet eine Polizeipatrouille und spricht mit Zeugen von Erschießungen, Menschenrechtlern und Vertretern des Staates, die die Vorwürfe bestreiten.

A

22

18.9.10

  "Mit offenen Karten: Brasilien nach Lula"  Karten über Landeskunde und Politik Brasiliens.

arte

12

25.9.10

 

 

 

 

 

"Wer kommt nach Lula?" - Reportage von Melissa Monteiro und José da Silva  (NNA)*

Text von der arte-Seite: "Der Mann, der die Präsidentschaftswahl am 3. Oktober wohl haushoch gewinnen würde, darf nicht mehr antreten. Der „Vater der Nation“ Luiz Inácio Lula da Silva muss nach acht Jahren an der Macht seinen Stuhl im Präsidentenpalast räumen. Wer kommt nach dem charismatischen Präsidenten?
Es sieht ganz so aus, als würde an Brasiliens Staatsspitze bald eine Frau stehen. Lulas Kronprinzessin Dilma Rousseff hat gute Chancen die Wahl zu gewinnen. Im letzten halben Jahr hat sich die 62-jährige von der unbekannten Ministerin zur beliebten Präsidentschaftskandidatin gemausert. Lula präsentiert seine Wunsch-Nachfolgerin als „Mutter der Nation“. Sie selbst verspricht, Lulas Politik weiterzuführen und genau deshalb wollen fast 50 % der Brasilianer für sie stimmen.
Für die konservative Opposition kämpft São Paulos Ex-Gouverneur José „Zé“ Serra. Viele tun sich schwer, in seinem Wahlprogramm einen Unterschied zu Lulas Politik auszumachen. Auch er will die Wirtschafts- und Sozialpolitik weiterführen und zusätzlich das Wirtschaftswachstum stärken.
Auch die frühere Umweltministerin Marina Silva träumt vom Präsidentenpalast. Die Kandidatin der Grünen setzt auf eine ökologische Revolution und verspricht eine nachhaltige Wirtschaft. Doch wie der Konservative Serra kämpft auch sie auf scheinbar verlorenem Posten gegen das Phänomen „Lulismo“.
Unsere Reporter Melissa Monteiro und José da Silva sind in den brasilianischen Wahlkampf eingetaucht. Sie sind begeisterten Lula-Anhängern begegnet und haben mit Brasilianerinnen gesprochen, die in Dilma Rousseff eine große Chance für eine neue Frauen-Politik sehen. Auch die konservative und die grünen Herausforderer haben unsere Reporter getroffen…"

arep

 

 

 

 

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25.9.10

  "Mit offenen Karten: Energiemacht Brasilien (2)"   (NNA)*

arte

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26.9.10

"Abschied von Lula-Superstar" - Thomas Aders über die Erfolgsgeschichte von Präsident Lula. Als einzigen Minuspunkt seiner Bilanz benennt der Bericht das Versagen in der Umweltpolitik durch die einseitige Orientierung auf Wirtschaftswachstum, die andauernde Abholzung des Regenwaldes.

WS

8

3.10.10

Bei der Präsidentschaftswahl bekommt die Sozialdemokratin Dilma Rousseff 46, der Rechte Josè Serra 33 und die Grüne Marina Silva 20 Prozent. Rousseff und Serra gehen in die Stichwahl am 31.10.

Teresa Bo berichtet aus Bahia, wo die Schwarzen politische Teilhabe verlangen und sich gegen Rassismus wehren.

E

A

2

5

31.10.10

Bei der Stichwahl zur Präsidentschaft gewinnt die Sozialistin Dilma Rousseff mit 56 Prozent. Ausschnitte aus ihrer Siegesrede.

A,E

zus.6

24.11.10

Bandenkrieg in Rio.    (NNA)*

A,E

zus.3
25.11.10

Über 30 Tote bei Kämpfen zwischen Drogenbanden und Polizisten in einem Armenviertel von Rio.

A,E

zus.3

26.11.10

Weiter heftige Gefechte in mehreren Slumvierteln von Rio zwischen Polizei und Drogenbanden. Bericht von Gabriel Elizondo.

A,B,E,NC

zus.8
     
27.11.10

Gabriel Elizondo berichtet von den Kämpfen in den Favelas von Rio.

A

4

28.11.10

Polizeieinheiten durchkämmen mehrere Favelas, es gibt weitere Schießereien mit Drogenbanden, bisher über 40 Tote. Ziemlich dramatische Beichte von Monica Villamizar und Gabriel Elizondo.

E,A

zus.7

     
29.11.10

Gabriel Elizondo begleitet Polizisten beim Rundgang durch zurückeroberte Favela und läßt sich einen größeren Marihuana-Fund (mehrere Tonnen) zeigen.

A

3

1.12.10

"Kampf um Rio" - Ein Bericht von Andreas Wunn über den Drogenkrieg in Rio.

auslandsjnl.

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13.10.11

In mehreren Städten demonstrieren Tausende gegen Korruption. (Die Gleichsetzung mit Kapitalismus wird hier noch nicht gezogen.) Bericht von Gabriel Elizondo aus Rio.

A

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29.10.11

 

 

 

 

 

"Der Krieg um das Land" - Reportage von Laurent Garcia, Nicolas Ransom und Angela Aguiar über den Kampf der Quilombolas (Nachfahren schwarzer Sklaven) um ihr Ackerland, gegen mächtige Großgrundbesitzer.  (NNA)*   ¤

Text von der arte-Seite: "Wer die Quilombolas besuchen will, muss sich tief in den Bundesstaat Maranhão im Norden Brasiliens vorwagen. Der Weg führt durch die riesigen Ländereien der großen Viehzüchter, der Fazendeiros. Die Quilombolas sind die Nachfahren geflohener schwarzer Sklaven. Drei Millionen sollen es sein. Über Generationen lebten sie isoliert vom Rest der Welt, heute bedroht sie die Agrarindustrie.
Die Fazendeiros wollen ihnen ihr Land wegnehmen. Und dabei greifen sie zu allen Mitteln, auch zu Todesdrohungen gegen die Gemeindevorsteher. Allein im Bundesstaat Maranhao stehen 50 Quilombola-Führer auf der Abschussliste. Es ist ein mit äußerster Gewalt geführter Rechtsstreit, den sie nicht verstehen: Denn viele der Gemeinden verfügen über offizielle Dokumente, sie sie als Quilombolas anerkennen und damit als Eigentümer ihres Landes. Manche ihrer Gemeinden leben schon seit 200 Jahren in den Wäldern Brasiliens.
Die Großgrundbesitzer verteidigen sich: Diese bewaffneten Konflikte zwischen organisierten Gruppen, deren Schießkommandos angeblich in die Dörfer einfielen, die gäbe es längst nicht mehr. Das sei reine Panikmache von der Presse, den betreffenden Gruppen und den Hilfsorganisationen. Aber sie bestehen darauf, dass sie mit ihren Großgrundbesitz machen können, was ihnen wirtschaftlich sinnvoll erscheint – auch gegen den Willen, der Menschen auf diesem Land.
Die Quilombolas aber können sonst nirgends hingehen. In der Stadt würden sie in den Favelas landen, wo sie nur Probleme hätten. Jeder Schwarze in Brasilien weiß, wenn er ohne Ausbildung und Arbeit in die Stadt kommt, landet er am Rand der Gesellschaft. So bleibt keine Wahl, sie müssen in ihren Gemeinden im Wald bleiben. Und hoffen, eines Tages doch noch Recht zu bekommen."

arep

 

 

 

 

 

23

 

 

 

 

 

13.11.11

In Rio besetzt die Polizei mit einem massiven Aufgebot an schwerbewaffneten Beamten (inklusive Panzer und Hubschrauber) aber zunächst ohne Gewaltanwendung die Favela Rocinha, wo bisher Drogenkartelle regiert haben. Berichte von Gabriel Elizondo und Peter Puhlmann.

A,TT

zus.5

19.11.11

 

 

 

 

"Rio: Weg mit den Favelas" - Reportage von Laurent Garcia, Angela Aguiar, Nicolas Ransom und Eric Beurot aus den Favelas von Rio, wo Immobilienspekulanten neue Betonburgen hochziehen und die Häuser der Einheimischen dafür plattmachen lassen.   ¤

Text von arte: Rio de Janeiro macht sich schön für die Fußball-WM 2014 und die Olympischen Sommerspiele 2016 – und da stören die Elendsviertel in der Stadt: Sie werden geräumt und abgerissen, eineinhalb Millionen Menschen müssen gehen, ob sie wollen oder nicht.
An Stelle der Slums mit ihrer Armut und der Kriminalität sollen neue schöne Viertel entstehen: 13 Milliarden Euro wollen Bauunternehmer investieren, um Rio de Janeiros Schmuddelecken aufzupolieren. Ihre Methoden sind nicht zimperlich: Früh morgens rückt die Polizei an, begleitet von schwer bewaffneten Sondereinheiten und zwingt die Leute aus ihren Häusern – dann rollen die Bagger an und walzen alles nieder.
Viele Familien haben auf diese Weise schon ihre Unterkunft verloren und auch ihre Arbeit. Denn auch wenn ihnen neue Unterkünfte von der Stadt vermittelt werden – sie sind in der Regel weit draußen am Rand der Megacity Rio, Stunden mit dem Bus entfernt von den gewohnten Arbeitsplätzen und Schulen.
Das passe nicht recht zusammen mit dem Bild des neuen sozialen Brasilien, dass seinen Ärmsten in den letzten Jahren immerhin wirtschaftlich auf die Beine geholfen habe, beschweren sich die Organisationen der "Neu-Entrechteten" und es verstoße gegen geltendes brasilianische Recht, die Menschen aus ihren alten Vierteln einfach wegzubaggern.
Aber der Bürgermeister in Rio bleibt hart: Allein bis Ende 2012 werden noch weitere 20 000 Familien die Favelas räumen müssen – und bis 2016 werden die Ärmsten in Rio die Olympische Flamme wohl nur noch im Fernsehen bewundern können.

arep   

 

 

 

 

13

 

 

 

 

6.2.12

In Salvador streiken ein Drittel der Polizisten, die Regierung schickt Tausende Soldaten in die Stadt, die ein von den Streikenden besetztes Regierungsgebäude belagern. Zwei Berichte von Gabriel Elizondo.

A

4
30.3.12 Bilder aus Rio, wo sich unter dem lautstarken Protest von Bürgern etwa 200 Altfaschisten treffen um sich an die goldnen Zeiten der Militärdiktatur erinnern. NC 2
10.4.13 All the President's Torturers" - Film von Rodrigo Vasquez über die Suche nach den Tätern der Militärdiktatur  (P+P)  (NNA)*    ¤ A 25
                 
27.4.13 In Rio protestieren Indigenen-Aktivisten gegen die Räumung eines Museums, das sie seit Jahren besetzt hatten und das wegen der Fußball-WM abgerissen werden soll. Leider keine Berichte darüber, nur Bilder von der Räumung bei "No Comment". NC 2
17.6.13

In Rio, Sao Paulo und anderen Städten demonstrieren mehrere Hunderttausend Menschen gegen Preiserhöhungen, Korruption und die Geldverschwendung für Fußballereignisse. Bei AJE berichtet Gabriel Elizondo von der Demo in Sao Paulo, bei der BBC Julia Caniero.  ¤

A,B,NC zus.8
                 
18.6.13

Andauernde Massendemonstrationen in mehreren Städten. Bei AJE mehrere Live-Berichte. Alles leider NNA)*   ¤

A,B,arj,TS,hj,TT,E,NC zus.30
19.6.13

Weiter Massendemonstrationen. Sie fordern, der Staat solle das Geld nicht in Fußballstadien stecken, sondern in Schulen, Krankenhäuser und Nahverkehr. Präsidentin Rousseff geht freundlich auf die Proteste ein, bisher gibt es nur vereinzelt Ausschreitungen und Plünderungen, teilweise fordern Demonstranten selber andere auf, friedlich zu bleiben. In Fortaleza wird versucht, den "Confed-Cup" zu blockieren. Auch die Nationalmannschaft solidarisiert sich mit den Protesten. - Diverse Live-Berichte und Hintergründe. Beeindruckende Bilder von friedlich demonstrierenden Menschenmassen.   ¤

A,B,C,TS,E,NC zus.18
                  
20.6.13

Weiter Massenproteste, jetzt in allen Städten des Landes, über eine Million Menschen, und weiter zunehmend. Am Abend gibt es u.a. in Sao Paulo schwere Zusammenstöße mit der Polizei. Ausführliche Live-Berichte von dort von Gabriel Elizondo bei AJE. Bei CNN Matthew Chance live aus Rio. Gute Berichte in der ARD von Michael Stocks. Weitere Berichte bei allen Sendern. (großenteils NNA)*  ¤¤

The Stream:"#ChangeBrazil: Beyond the bus fare" -  (NNA)*

A,B,C,
arj,TS,TT,E,NC

 

A

zus.36

 

21

                 
21.6.13

Die Massendemonstrationen gehen weiter (allein 300.000 in Rio), größtenteils sehr friedlich, stellenweise gibt es wieder Ausschreitungen der Polizei. In Brasilia haben Demonstranten das Außenministerium besetzt. Am späten Abend spricht Präsidentin Rousseff zum Volk. Sie geht auf die Forderungen der Demonstranten ein und kündigt etliche Reformen und einen Dialog an. - Bei CNN, BBC, PressTV und ZDF gute Berichte (mit Bildern von Menschenmassen und Stimmen von Teilnehmern, und mit Bildern der Gewaltszenen). Bei AJE geben die Korrespondenten eher ausführliche Hintergrundinfos. Mehrfach wird festgestellt, daß der Bewegung ein Programm, klare Forderungen, eine Führung fehlt.  - ¤¤

A,B,C,P,
arj,TS,hj,E,NC
zus.40
                 
22.6.13

Weitere größtenteils friedliche Massendemonstrationen. Diverse Berichte, auch nochmal über Rousseffs Ansprache. Bei CNN ein guter Bericht von Matthew Chance über die Motive der Demonstranten. Und ein Gespräch mit Simon Kuper, Autor von "Soccernomics", über den begründeten Ärger über den Fifa-Fußball-Zirkus. - Bei Euronews ein Bericht darüber, daß an den Protesten auch Schwulengruppen teilnehmen, die empört sind über einen Gesetzesvorschlag, der Behandlungen zur "Heilung" von Homosexualität zulassen soll.  ¤¤

A,B,C,arj,TS,E zus.18
23.6.13

Weitere Demonstrationen, jetzt vor allem gegen die Geldverschwendung für den Fußballzirkus. Guter Bericht dazu von Matthew Chance (CNN) aus Rio. Eine Parole: "Ich gebe 10 Fußballstadien für ein ordentliches Krankenhaus" In Belo Horizonte demonstrieren 65.000 Menschen gegen den "Confed Cup", dabei wieder Ausschreitungen der Polizei.   ¤

"Wut im WM-Land" - Guter Bericht von Michael Stocks im Weltspiegel, über Schulen, die wegen des Stadionbaus abgerissen werden sollen und Menschen, die das nicht mehr hinnehmen.

A,C,TS,E

WS

zus.11

5

24.6.13

Weiter Demonstrationen, nicht mehr ganz so groß. Präsidentin Rousseff kündigt Investitionen in den öffentlichen Verkehr an , und eine Volksabstimmung über die Forderungen der Demonstranten. Bericht bei der BBC von Alastair Leithead.

B,E,NC zus.5
25.6.13

Zwei Berichte über die andauernden Proteste. In den Tagesthemen Michael Stocks über den Verkaufsboom von Guy-Fawkes-Masken. 

TT,E zus.4
26.6.13

Am Rande der Demonstrationen in Rio verübt eine kriminelle Bande Überfälle und Plünderungen. Als die Polizei eingreift gibt es Feuergefechte, bei denen neun Banditen erschossen werden. Bericht von Adam Raney. - Abends wieder Großdemos in Rio, Brasilia und Belo Horizonte. Dort am Rande des Fußballspiels, es gibt heftige Zusammenstöße mit der Polizei. Bei AJE ausführliche Live-Infos von Gabriel Elizondo (Brasilia) und Adam Raney (Rio). Bilder von den Protesten in Rio bei NC.

Das "auslandsjournal XXL" komplett aus und über Brasilien (moderiert von Theo Koll in Rio). Zwei Berichte von Andreas Wunn über Fußball und Protest. Mehrere Portraits des vielgestaltigen Landes, Zahlen zur Wirtschaft. Bericht von Andreas Wunn über den Ölboom. Gespräch mit dem TV-Redakteur William Waack über die Entstehung der Protestbewegung. Bericht von Diana Zimmermann über das Leben in einer Favela. Bericht von Markus Wenniges über die starke Rolle der Frauen in Brasilien. Und Benjamin Daniel im Außendienst in einer Acarajè-Küche. Sehr schön gestaltete Sendung, informativ, appetitanregend.  ¤¤

A,E,NC

 

ausldjnl

zus.15

 

44

27.6.13

Weitere Proteste, und in Fortaleza am Rand eines Fußballspiels wieder Ausschreitungen.

A,E zus.4
29.6.13

AJE berichtet über abgestürzte Umfragewerte für Präsidentin Rousseff. Bei arte ein Bericht über "Fußball als Opium fürs Volk - das war einmal"

A,arj zus.5
30.6.13

Während des Finales des "Confed-Cup" demonstrieren in Rio wieder Tausende gegen Korruption. Teilweise kommt es dabei zu Ausschreitungen und Straßenkämpfen mit der Polizei.

A,E zus.4
1.7.13

Bericht von Gabriel Elizondo über die Proteste beim Fußball-Endspiel in Rio.

A 2
11.7.13

Wieder Streiks und Proteste. Ein Bericht zu der Frage, warum die Leute aus den Favelas kaum an den Protesten teilnehmen.

arj 3
23.7.13

Zum Papstbesuch gibt es wieder große Protestkundgebungen gegen die Verschwendung von Steuergeldern.

E 1
15.8.13

In Sao Paulo demonstrieren Tausende für den Nulltarif im öffentlichen Personenverkehr.

E 1
31.8.13

Massenproteste in Sao Paulo und Rio gegen Korruption und soziale Ungleichheit. In Sao Paulo wird eine Bank geplündert.

E 1
22.9.13

Gabriel Elizondo berichtet aus Mato Grosso do Sul über das traurige Schicksal der Guarani-Ureinwohner. Von ihrem Land wurden sie vertrieben, von ihrem winzigen Schutzgebiet aus blicken sie jetzt auf unendliche Monokulturen, wo mal ihr Wald war.

A 3
           
24.9.13

Noch zwei Berichte von Gabriel Elizondo über das traurige Schicksal der Guarani-Ureinwohner in Mato Grosso do Sul. Immer wieder werden Leute von Großgrundbesitzern erschossen, weil sie das Land betreten, das mal ihres war. Junge Indigene drücken ihren Protest in Rap-Songs aus, halb auf Guarani, halb auf portugiesisch.   ¤

A 6
                 
29.11.13

Gabriel Elizondo berichtet über den "Black Bloc", junge Männer in schwarzen Masken, die bei Demonstrationen Randale machen und sich für besonders radikal halten.

A 3
10.1.14

Ein Bericht aus Rio von Ben Brown. Die Häuser einer Favela, deren Bewohner vor zwei Jahren mit Gewalt geräumt wurden, um Platz für die Fifa-WM zu schaffen, sind inzwischen von anderen Menschen wieder bezogen worden. Jetzt will die Stadtverwaltung auch die neuen Bewohner vertreiben und die Häuser abreißen, in einer Stadt mit eklatantem Wohnungsmangel.

B 2
7.2.14

Wieder große Demonstrationen in mehreren Städten gegen Fahrpreiserhöhungen, für mehr Ausgaben für die Bildung und gegen die Fifa-WM. In Rio teilweise schwere Krawalle der Polizei.

B,E zus.4
24.2.14

In São Paulo demonstrieren Tausende junge Leute gegen Korruption und die Geldverschwendung für die FIFA-WM. Nach der friedlichen Demo Zusammenstöße mit Polizisten.

NC 2
25.4.14

Seit Tagen gibt es in Rio wieder schwere Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizisten.

E 1
5.5.14

In Sao Paulo errichten Demonstranten ein Protestlager neben dem WM-Stadion. Sie protestieren gegen den Mangel an Wohnungen während für Fußballstadien Milliarden ausgegeben werden.

E 1
15.5.14

Vier Wochen vor Beginn der Fifa-WM gibt es weiter im ganzen Land Unruhen und Proteste gegen das teure Sportevent.

E 1
16.5.14

Mehr über die Proteste gegen die Kosten der FIFA-WM. Die Leute wollen, daß das Geld lieber für Bildung und sozialen Wohnungsbau ausgegeben wird. - Bei der Tagesschau gleich danach ein Bericht über ein Fußballspiel, "auf das sich Millionen Fans freuen": Bayern und Dortmund spielen zum zwölften Mal in einem Jahr gegeneinander.

TS,E zus.4
30.5.14

Zwei Wochen vor der FIFA-WM räumt die Polizei in Sao Paulo eine Armensiedlung. Bulldozer zerstören die Hütten, in denen etwa 1200 Menschen gelebt haben.

E 1
18.6.14

Bilder von den Protesten in Fortaleza gegen die FIFA-WM.

NC 1
19.6.14

Wieder Proteste in Sao Paulo gegen FIFA-WM und Verarmung.

E 1
23.6.14

Proteste in Rio gegen Polizeigewalt und gegen die WM.

E 1
29.6.14

Protestdemo an der Copacabana gegen Kapitalismus und FIFA-WM.

E 1
11.7.14

Die Proteste gegen soziale Ungerechtigkeit und gegen die FIFA gehen auch während der WM weiter, kommen aber in den Medien nicht vor. Bilder davon gibt es aber, von den "Medien-Ninjas", unabhängigen Videomachern. Der Dokumentarfilm "È tudo Mentira" von César Oiticia zeigt das Material dieser Aktivisten.

ktzt 7
8.8.14

Zwei Berichte über das Verschwinden der letzten Naturvölker. Im BBC-Bericht geht es um die Rolle der illegalen Goldsucherei dabei. Beide NNA)*

B,arj zus.6
17.9.14

Ein Bericht über die Lage von Indigenen in Amazonien, die aus ihren Wäldern vertrieben wurden und sich nun in Slumvierteln durchschlagen und versuchen, ihre Identität zu bewahren.

Sky 2
4.10.14

Morgen findet die erste Runde der Präsidentenwahl statt. Favoritin ist die sozialdemokratische Präsidentin Dilma Rousseff, Hauptkonkurrenten sind die linksökologische Marina Silva und der rechtsbürgerliche Aecio Neves. Bei AJE portraitiert Gabriel Elizondo die Drei, im ZDF stellt Andreas Wunn Marina Silva vor.

A,hj zus.6
5.10.14

Bei der Stichwahl hat Marina Silva nur 21 Prozent bekommen, sodaß Rousseff (41 %) und Neves (34 %) in die Stichwahl kommen.

A,E zus.2
26.10.14

Bei der Stichwahl hat Dilma Rousseff nur knapp (51 Prozent) gegen den Rechten Neves gewonnen.

A 3
15.3.15

Große Demonstrationen im ganzen Land gegen die Regierung, gegen Korruption und Mißwirtschaft. Angeblich über eine Million Teilnehmer allein in Sao Paulo.

A,Sky,E zus.6
24.11.15

In den "Weltbildern" ein Bericht von Michael Stocks über den Landstreit zwischen Großgrundbesitzern und den Ureinwohnern vom Volk der Guarani im Bundesstaat Matto Grosso do Sul.

NDR 6
3.2.16

Andreas Wunn berichtet aus Recife über die rasante Ausbreitung des Zika-Virus, das bei Neugeborenen schwere Hirnschäden verursacht. Die übertragenden Mücken finden vor allem in den Armenvierteln ohne Kanalisation ideale Brutplätze. Die Armut ist eine Ursache der Epidemie (mal wieder!), und die meisten betroffenen Mütter gehören zu den Armen.   ¤

auslandsjournal 7
7.2.16

Zwei Berichte über den Karneval in Rio in Zeiten von Zika (Lucia Newman bei AJE) und von Korruption und Wirtschaftskrise (Michael Stocks im Weltspiegel).   ¤

A,WS zus.8
13.3.16

Massendemonstrationen in den großen Städten. Hunderttausende, landesweit angeblich mehrere Millionen, fordern den Rücktritt bzw. die Amtsenthebung von Präsidentin Rousseff wegen diverser Korruptionsskandale. Berichte aus Rio und Saõ Paulo.

A,Sky,E zus.6
           
17.4.16

 

Das Parlament in Brasilia stimmt über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Rousseff ab. Bei der namentlichen Abstimmung gibt jeder einzelne Abgeordnete seinen Senf dazu. Der Abgeordnete Bruno Araujo, der die nötige Zweidrittelmehrheit schließlich voll macht ("Ich wurde vom Schicksal geehrt."), wird von seinen Kumpanen wie ein Held gefeiert. Die rechte Opposition wirft Dilma Rousseff Korruption vor, ihre Anführer wollen damit aber offenbar von ihren eigenen, erheblich schwereren Korruptionsfällen ablenken. Die Regierung spricht von einem Putsch. Im ganzen Land demonstrieren hunderttausende Menschen, sowohl Anhänger der Regierung als auch deren Gegner. - Bei AJE ausführliche Berichte, live der beschriebene Moment der Entscheidung. Auf deutsch berichtet abends nur Euronews. Morgen sicher mehr.  ¤

A,Sky,E zus.21
           
18.4.16

Weitere Berichte zum parlamentarischen Putsch gegen Präsidentin Rousseff. Die Präsidentin erklärt, sie werde nicht zurücktreten und werde weiter gegen die Absetzung kämpfen. Bei Euronews ausführliche Berichte über die Reaktionen von Rousseffs Anhängern und Gegnern.

A,TS,E zus.12
30.4.16

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Rolle der rechten, von der reichen Oligarchie kontrollierten Medien bei der Kampagne der Opposition gegen Präsidentin Rousseff. (NNA)*

A 10
           
9.5.16

Das Parlamentsvotum zur Amtsenthebung von Präsidentin Rousseff ist anscheinend ungültig. Auch der rechte Parlamentspräsident, der die Absetzung von Rousseff vorangetrieben hatte, ist nun wegen Korruption selber abgesetzt worden. Die politische Lage wird immer chaotischer, und das Land ist mitten in einer schweren Wirtschaftskrise. Bericht von Andreas Wunn.

hj 4
12.5.16

Der Senat stimmt über die Amtsenthebung von Präsidentin Rousseff ab und beschließt, sie vorläufig (für die Dauer der Untersuchung, maximal ein halbes Jahr) vom Amt zu suspendieren. Als Übergangspräsident wird der bisherige Vizepräsident Michel Temer eingesetzt. Die gewählte Präsidentin spricht weiterhin von einem Staatsstreich. Freudenfeiern von Rousseffs Gegnern, Protestdemos von ihren Anhängern.

A,TS,E zus.9
           
7.8.16

Ein schöner Beitrag über das Slumviertel "Copacabana Palace" in Rio, gleich neben dem Olympia-Gelände. Dokumentiert vom Fotografen Peter Bauza. Die Bauruinen gehören niemandem, sollen eigentlich abgerissen werden, aber über 1000 Menschen wohnen hier, die sonst nirgends Platz haben, die auch keine Unterstützung von der Gesellschaft bekommen.  ¤

ttt 6
31.8.16

Der Senat stimmt endgültig über die Amtsenthebung von Präsidentin Rousseff ab. Mit 61 gegen 20 Stimmen wird die gewählte Präsidentin abgesetzt. Als Nachfolger wird ihr früherer Stellvertreter, der korrupte Rechtskonservative Michel Temer vereidigt. Rousseff spricht erneut von einem "Putsch". - Bei Euronews ein Rückblick auf Rousseffs Aufstieg und Fall. 

A,arj,E zus.9
           
1.9.16

Bei Protesten gegen den Sturz von Präsidentin Rousseff gibt es in mehreren Städten Ausschreitungen. - Portrait des neuen Präsidenten Michel Temer. 

E 4
5.9.16

Proteste in mehreren Städten gegen die Absetzung von Präsidentin Rousseff und gegen ihren korrupten Nachfolger Temer. 

E 1
30.9.16

Gefängnisaufstand in Jardinópolis, mehrere Hundert Häftlinge entkommen.

E 1
           
18.10.16

Bei Aufständen in mehreren Gefängnissen sind zusammen 18 Insassen getötet worden und mehrere Hundert geflüchtet.

E 1/2
12.11.16

Die neue rechte Regierung verteilt Steuergeschenke an die Reichen und spart das Bildungssystem kaputt. In Rio gibt es wachsende Proteste dagegen, vor allem von Studenten.

E 1
           
17.11.16

Die Wirtschaftskrise verschärft sich, wachsende Proteste gegen die korrupte Regierung. In Brasilia besetzen Demonstranten stundenlang das Parlament. (Laut taz und jw waren das übrigens Rechtsextreme.)

E 1
           
14.12.16

Nach dem Parlament beschließt auch der Senat eine Deckelung des Staatshaushalts für die nächsten 20 Jahre, was eine strenge Sparpolitik (Austerität) und massive Sozialkürzungen bedeutet. Protestdemonstrationen der linken Opposition, die den Rücktritt der korrupten Regierung fordert.

E 1
2.1.17

In einem Gefängnis in Manaus eskaliert eine Fehde zwischen zwei Drogenbanden zu einem Massaker. Bei den Kämpfen werden etwa 60 Insassen getötet, viele davon wurden enthauptet. Etwa 90 Gefangene entkommen.   ¤

A,TS,E zus.5
                 
6.1.17

Bei einem weiteren Kampf zwischen Drogenbanden werden in einem Gefängnis in Boa Vista (im Nordosten des Landes) mindestens 33 Insassen getötet, auch hier sind etliche der Opfer enthauptet worden.

A,E zus.2
15.1.17

Erneut ein Massaker unter Insassen eines Gefängnisses, diesmal in Natal (Rio Grande Norte). Mindestens 27 Häftlinge werden getötet, einige davon enthauptet - offenbar handelt es sich erneut um eine Fehde zwischen zwei Drogenbanden. Bei AJE Infos von Daniel Schweimler und ein Bericht über die katastrophale Überbelegung der Gefängnisse.

A,B zus.7
           
       

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