Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Klima, Erderhitzung, Energie / Entropie #6                                                  

Die meiner Meinung nach zur Zeit beste Darstellung der Weltlage und des nötigen Auswegs habe ich bei der "Initiative Ökosozialismus" gefunden. Speziell in der Broschüre "Ökosozialismus oder Barbarei. Eine zeitgemäße Kapitalismuskritik" (unten auf der Seite gibt's die ganze Broschüre als .pdf)  (Links aktualisiert.) 

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    (letzter Eintrag 18.7.22)

26.10.21

 

"Der Kampf ums Klima - Im Maschinenraum der Klimapolitik" - Film von Lena Müller und Alexander Ebert. Insider erzählen, wie wirtschaftliche Interessen die Rettung des Planeten verhindern.  (NNA)*   ¤¤

Text von arte: "Werden (gegen die Erderwärmung) nicht bald global Maßnahmen ergriffen, wird sich der Planet weiter aufheizen und es droht der sogenannte Tipping Point, der Kipppunkt. Ist der verpasst, sind die Grundlagen unseres Wohlstands existenziell bedroht – und zwar weltweit. Kritiker befürchten, dass auch der nächste Weltklimagipfel im November in Glasgow keinen Durchbruch in Sachen globaler Klimaschutz erreichen wird. Wieder einmal.
Es entsteht der Eindruck, dass Politik und Gesellschaft sehenden Auges auf eine Katastrophe zurasen, obwohl Regierungschefs seit 30 Jahren über den Klimawandel debattieren und die Lösungen bekannt sind. Warum ist das so? Wird die Rettung des Klimas einfach vertrödelt oder gibt es andere Gründe? In dieser Dokumentation berichten Insider aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, wie wirtschaftliche Interessen, politische Ideologien und gesellschaftliche Beharrungskräfte verhindern, dass die Welt gerettet wird."

arte

 

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26.10.21

 

 

"Mein Fußabdruck - Das Klima und ich" - Film von Anna Marohn. Fragen auf der Suche nach der eigenen Verantwortung, zugleich auch Fragen nach der globalen Verteilungsgerechtigkeit.  (NNA)*  ¤

Text von arte: "Eine Studie des Umweltbundesamtes beweist: Wer zu den besserverdienenden Akademikern gehört, die sich besonders gut fühlen, weil sie nie ohne Stoffbeutel das Haus verlassen, belastet das Klima oft besonders stark.
Das gilt auch für die Journalistin Anna Marohn, ihren Mann Daniel und den zweijährigen Jakob. Für diese Dokumentation wollen sie ihren klimaschädlichen Alltag endlich entrümpeln – weg mit dem CO2-Ballast! Fast ein Jahr lang beschäftigen sie sich mit den großen und kleinen Fragen. Mit Fachleuten diskutieren sie den Weg zum klimafreundlichen Leben - was macht wirklich einen Unterschied, und was beruhigt nur das eigene Gewissen? Denn bald wird deutlich: Wer jedes eingesparte CO2-Gramm auflistet und errechnet, frustriert eher sich und sein Umfeld als dass er wirklich etwas auf Dauer bewirkt.
Aber sind am Ende nicht unser Wirtschaftssystem und die globale Politik dafür verantwortlich, dass ein CO2-armes Leben in unseren Breitengraden ziemlich unmöglich ist? ARTE forscht nach dem Zusammenhang von individuellem Handeln und nötigem Systemwandel. Laurence Tubiana, die als Architektin des Pariser Klimaabkommens gilt, hat dazu eine eindeutige Haltung: "Das Handeln auf individueller Ebene ist essenziell. Wenn sich jeder der Verantwortung entzieht, kann es keinen Wandel geben."

arte

 

 

53

 

 

           
26.10.21

 

 

 

 

"Klimawandel - Die Macht der Lobbyisten" - Dokumentation von Mads Ellesøe über die Desinformationskampagnen von Fossil-Konzernen, die seit Jahrzehnten über die Folgen der Erderwärmung bescheidwissen, aber gezielt und systematisch Lügen darüber verbreiten, um die Öffentlichkeit und die Politik von Maßnahmen gegen die Verbrennung abzuhalten. Bislang erfolgreich. (Englische Fassung lief bei AJE am 16.4.21. Dort weitere Infos.)   ¤¤

Text von arte: "Bereits 1988 ließ sich der Klimawandel mit 99-prozentiger Sicherheit voraussagen. Der Treibhauseffekt stand außer Frage, und es war klar, dass keine Zeit mehr verloren werden durfte. In einer gemeinsamen Erklärung verpflichteten sich damals Wissenschaft und Politik, die Emissionen bis 2005 um 20 Prozent zu senken. Der Weltklimarat wurde aus der Taufe gehoben, um einen globalen Klimavertrag auszuarbeiten. Doch bis heute ist fraglich, ob und wann definierte Klimaziele weltweit überhaupt noch erreichbar sein werden. Denn die Menge an Kohlendioxid in der Atmosphäre hat sich seit Ende der 1980er-Jahre noch einmal verdoppelt.
Große Ölkonzerne bemerkten die Klimaerwärmung anscheinend schon sehr früh - doch anstatt dagegen anzugehen, leiteten sie eine gigantische Kampagne in die Wege, um den Kampf gegen den Klimawandel zu torpedieren: Sie entließen ihre eigenen Forscher, die Alarm geschlagen hatten, stellten die gleichen Personen ein, die der Tabakindustrie schon erfolgreich dabei geholfen hatten, die wissenschaftlich nachgewiesenen Gefahren des Rauchens herunterzuspielen und finanzierten insgeheim vermeintliche „Experten“, die sich dazu hergaben, die Existenz des Klimawandels medial anzufechten.
Heute stellen sich Konzerne gern als Öko-Pioniere dar, obwohl sie genau das Gegenteil tun: Bis zu 95 Prozent der Investitionen in neue Energien fließen in die Förderung fossiler Brennstoffe, die die Erderwärmung weiter vorantreiben. Die Dokumentation zeigt, mit welchen Strategien die öffentliche Meinung in Sachen Klimawandel beeinflusst wurde - und mit welchem Erfolg."

arte

 

 

 

 

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27.10.21

Über Süditalien und Sizilien hat sich mal wieder ein Tiefdruckwirbel festgesetzt. Seit Tagen gibt es immer wieder schwere Unwetter mit Rekordregenmengen und schwere Schäden durch Überschwemmungen. In den nächsten Tagen soll es eher noch schlimmer werden. - Am Folgetag Karsten Schwanke beim ARD-Wetter über die enormen Regenmengen auf Sizilien und den "Medicane", der sich dort weiter auf der Stelle dreht.

Sky,C,n,TS,hj
TT

zus.8
           
27.10.21

Nach einer Studie haben mindestens zehn der 250 als UN-Welterbe geschützten Wälder in den letzten 20 Jahren mehr Kohlenstoff abgegeben als aufgenommen - Folge von illegalen Abholzungen und Waldbränden.

B

2

28.10.21

Im US-Kongress beginnt eine Anhörung der Chefs von vier Ölkonzernen. Sie müssen unter Eid über die Rolle ihrer Unternehmen bei der Zerstörung des lebensfreundlichen Klimas auf der Erde aussagen. Die Firmen wußten darüber schon vor 40 Jahren bescheid und haben Milliarden für gezielte Kampagnen ausgegeben, um die Öffentlichkeit darüber zu belügen. Einschätzungen dazu bei AJE von Jeff Colgan (Klimaexperte) und bei CNN von Prof. Michael Mann. Mann: sie haben umgeschwenkt vom Leugnen des Klimawandels zum Leugnen der Tatsache, daß sie den Klimawandel geleugnet haben.  ¤

A,C

zus.14

           
29.10.21

Beitrag über das Abtauen des Permafrosts in Sibirien. Zunehmende Freisetzung von Methan, zunehmende Schäden an Infrastruktur.

hj

4

29.10.21

Christian Blenker berichtet von Grönland über das Abschmelzen der Gletscher und ein Verbot von Ölbohrungen durch die Regierung.

TT

4

             
29.10.21

Sophie Shevardnadze spricht mit dem Glaziologen Prof. Martin Siegert über die Gefahren durch die Erderwärmung. Nichts Neues, aber sehr präzise Erläuterungen der geologischen Zusammenhänge. Spannend.  ¤

RT

24

29.10.21

In London, Paris und Brüssel demonstrieren Aktivisten von FfF vor Banken und fordern, die Investitionen in fossile Brennstoffe zu beenden.

Ausschnitt aus einem Gespräch mit Greta Thunberg vor der Klimakonferenz in Glasgow. Über Joe Biden, der trotz aller schönen Worte weiter in fossile Brennstoffe investiert.

E

B

1

2

           
1.11.21

Bei der Klimakonferenz "COP26" in Glasgow halten Politiker tolle Reden und versprechen alles Mögliche. Besonders große Töne spuckt Boris Johnson, dessen Regierung unterdessen in neue Öl- und Kohle-Projekte investiert als wenn nichts gewesen wäre. Indiens Regierungschef Modi verspricht "Klimaneutralität bis 2070"!  - Es ist alles nur noch lächerlich.

Gespräch mit Prof. Michael Mann: der Ton spiegelt den Ernst der Lage wider. Jetzt muß man sehen, ob entsprechende Taten folgen. Man streitet, ob es bei 1,5° gefährlich wird oder bei 2°, aber schon jetzt, bei 1,2°, wissen die Leute in Puerto Rico, Kalifornien oder anderen Gegenden, die von früher unbekannten Extremwetterkatastrophen getroffen wurden: der Klimawandel ist jetzt schon gefährlich.  - Außerdem Einschätzungen von Asad Rehman (War on Want).

A,C

C

zus.11

zus.14

1.11.21

Bei der Klimakonferenz "COP26" haben die Länder mit den größten Waldbeständen (u.a. Brasilien) vereinbart, bis zum Jahr 2030 sämtliche Wälder abzuholzen. Bzw.: sie haben vereinbart, bis 2030 "die Abholzung der Wälder zu beenden". Würden sie den Schutz der Wälder ernstmeinen, hätten sie auch einen sofortigen Stopp aller Abholzungen beschließen können. So sieht es eben danach aus, daß sie noch acht Jahre lang alles aus den Wäldern rausholen wollen, was sich zu Geld machen lässt. Danach wird nicht mehr viel übrig sein. Bei CNN Infos von Phil Black.

C

3
1.11.21

 

2.11.21

Erstmals ein Bericht (von Zein Basravi aus Bahunepati) mit Bildern der extremen Verwüstungen durch Überschwemmungen und Erdrutsche in Nepal. Mehr als 100 Menschen sind dort ums Legen gekommen, mehr als 5000 Gebäude wurden zerstört. Ganze Flußtäler, die landwirtschaftlich genutzt wurden, sind nun von Matsch bedeckt. Das Land bekommt dadurch ernste Versorgungsprobleme.   ¤

Noch ein Bericht von Zein Basravi aus Nepal über die schweren Verwüstungen durch Überschwemmungen und Erdrutsche.  ¤

A

zus.5

1.11.21

Greta Thunberg sagt bei einer Protestkundgebung am Rand der Klimakonferenz: "Die Politiker und die Mächtigen machen weiter wie bisher, sie tun nur so, als wenn sie unsere Zukunft ernstnehmen würden. Von dort drinnen wird kein Wandel ausgehen. Von hier draußen kommt der Wandel."

C,nam,E

zus.2

2.11.21

Der Tschadsee trocknet immer weiter aus. Seit den 60er-Jahren hat er 90 Prozent seiner Fläche verloren, Folge von ausbleibenden Niederschlägen und Wasserentnahme für die Landwirtschaft. Diese wird allmählich unmöglich, einige Millionen Menschen haben hier keine Zukunft mehr. Bericht von Ahmed Idris.  ¤

Ein Bericht über das Abtauen des Inlandeises auf Grönland und das Verschwinden des Meereises in der Arktis.

A

E

4

2

           
2.11.21

Werden die für die Erderwärmung Verantwortlichen dafür irgendwann vor Gericht gestellt? Ein Beitrag über das Gerichtsdrama "Ökozid" (ARD 18.11.20), das eine solche Verhandlung im Jahr 2034 inszeniert, und Gespräch mit dem Regisseur des Film, Andres Veiel. Die Absichtserklärungen von Glasgow bedeuten erstmal nicht viel. Das würde sich ändern, wenn der Ökozid tatsächlich als Straftatbestand eingeführt würde. Die Frage wäre dann, wer dieses Recht international durchsetzen soll. Es ist wichtig, jetzt schon präzise Ross und Reiter zu benennen.  ¤

ktzt

10

2.11.21

Mehr zu der Absichtserklärung von 100 Staaten bei der COP26, wonach diese bis 2030 die Entwaldung stoppen wollen. Es hat ähnliche Ankündigungen schon etwa 20 mal gegeben, zuletzt haben sie 2014 beschlossen, die Entwaldung bis 2020 zu halbieren. Auch das wurde nicht umgesetzt. Ein paar Berichte, und bei AJE eine schön klare Stellungnahme von Danielle van Ooijen (Friends of the Earth). Trotz aller Absichtserklärung hat die Entwaldung sogar noch zugenommen. Das muß aufhören, und es muß jetzt aufhören. Die EU weigert sich, die Einfuhr von Produkten aus abgeholzten Regenwäldern (Palmöl, Tropenholz, Soja, Kautschuk) zu stoppen oder die Finanzierung von Investitionen in die Zerstörung zu regulieren.  ¤

A,arj,TS,hj

zus.19

         
2.11.21

Zwei Reportagen darüber, was Entwaldung im Amazonas-Regenwald ganz konkret bedeutet, von Orla Guerin (BBC) und Stuart Ramsay (Sky News).  ¤

B

Sky

6

5

               
3.11.21

Prof. Will Steffen über die bislang nicht ausreichende Reduktion der Kohleverbrennung. Vor allem Australien, China und Indien setzen weiter auf die Förderung und Verbrennung von Kohle.

A

4

3.11.21

"Crisis ... What Crisis?" - Film von Amanda Burrell und anderen. Warum schaffen es die Regierungen nicht, die nötigen Maßnahmen gegen die Erderwärmung zu ergreifen? Amanda Burrell spricht darüber mit Politikern und Aktivisten, u.a. dem großartigen George Monbiot.  (P+P) (NNA)*   ¤ 

A

26

           
4.11.21

Nepal wurde in diesem Jahr von einer Kaskade von Naturkatastrophen getroffen. Im Februar riesige Waldbrände, dann im Juni, August und Oktober sintflutartige Regenfälle, die jeweils zu verheerenden Überschwemmungen und Erdrutschen führten. Ganze Flusstäler liegen nun unter Schlamm begraben. Jedem ist klar, daß diese Häufung von Katastrophen eine Folge der Erderwärmung ist, zu der Nepal kaum etwas beigetragen hat. Das Land ist arm und hat nicht die Mittel, sich vor solchen Gewalten zu schützen. Zein Basravi berichtet aus Melamchi. - Über die letzte Überschwemmungskatastrophe im Oktober hat außer AJE kein Sender irgendetwas berichtet.  ¤

A

3

             
4.11.21

"Scobel: Klimakrise und Verantwortung" - Gert Scobel spricht mit Prof. Angela Kallhoff (Ethikerin), Prof. Felix Ekardt (Jurist) und Prof. Anders Levermann (Physiker, PKI). Einspielfilme: Hans Jonas und das "Prinzip Verantwortung" - Die lange ignorierten Warnungen der Klimaforscher - Eine "Koalition der Willigen" und ihre Forderungen -  (NNA)*  ¤

3sat

58

4.11.21

In Glasgow demonstrieren tausende junge Leute am Rande der Klimakonferenz und verlangen von den Herrschenden ernsthafte Maßnahmen zur Beendung der Erderwärmung.

B

3

5.11.21

In Glasgow demonstrieren erneut tausende Klimaschützer gegen den Klimagipfel der Herrschenden, gegen die immer neuen wertlosen Versprechen, gegen das Ausbleiben von ernsthaften Maßnahmen, und für globale Gerechtigkeit. Greta Thunberg hält eine Rede, in der sie das sehr deutlich anspricht. (Bei allen Sendern leider nur kurze Ausschnitte daraus.) ¤

Den kompletten O-Ton der Rede habe ich von Reuters aus dem Netz. (Inzwischen auch von FfF bei YT, zweites Video.) Ein leider unvollständiges Transkript gibt es bei "Democracy Now!". Hier meine Übersetzung der wichtigsten Sätze.  

A,B,C,Sky

R,arj,TS,hj,TT,E,NC

Reuters

zus.12

zus.19

9

                 
 

Greta: "Es ist offensichtlich, daß die COP26 ein Fehlschlag ist. Man kann eine Krise nicht mit den gleichen Mitteln lösen, die uns da hineingebracht haben. Viele fragen sich, was es braucht, damit die Herrschenden aufwachen. Aber die sind schon lange wach. Die wissen genau was sie tun. Sie wissen genau, welche Werte sie opfern, um mit dem Business-as-usual weiterzumachen. Es ist nicht so, daß die Führer nichts tun. Sie sind sehr aktiv dabei, Schlupflöcher zu erzeugen und Rahmenbedingungen zu formen, um weiterhin selber von diesem destruktivem System zu profitieren. Es ist eine aktive Entscheidung der Mächtigen, die Ausbeutung von Menschen und Natur und die Zerstörung der heutigen und zukünftigen Lebensgrundlagen weiterzutreiben.

Die COP ist zu einer PR-Veranstaltung geworden, bei der die Führer schöne Reden halten und fantastische Versprechen abgeben, aber hinter den Kulissen weigern sich die Führer der reichen Länder des globalen Nordens, irgendwelche drastischen Maßnahmen für das Klima zu ergreifen. Dies ist keine Klimakonferenz - es ist ein Greenwash-Festival des globalen Nordens. Eine zweiwöchige Feier des Business-as-usual und des Bla-Bla-Bla. Aber die Fakten lügen nicht, und wir wissen, daß unsere Kaiser nackt sind. Um zu verhindern, daß irreversible Kettenreaktionen jenseits menschlicher Kontrolle in Gang gesetzt werden, brauchen wir sofort jährliche drastische Emissionssenkungen. Und weil es keine technischen Lösungen gibt, mit denen man das erreichen könnte, bedeutet das, daß wir unsere Gesellschaft fundamental ändern müssen. 

Die Klimakrise besteht natürlich nicht in einem Vakuum. Sie ist direkt verbunden mit anderen Krisen und Ungerechtigkeiten, die zurückgehen auf den Kolonialismus. Krisen, die auf der Idee beruhen, manche Leute seien mehr wert als andere und hätten darum das Recht, andere zu bestehlen und auszubeuten und ihnen ihr Land und ihre Ressourcen zu rauben. Es wäre naiv zu glauben, daß wir diese Krise bewältigen könnten, ohne die Wurzel des Problems anzupacken. Aber darüber wird nicht gesprochen bei der COP. Das ist zu unangenehm. Es ist einfacher, die historische Schuld einfach zu ignorieren, die die Länder des globalen Nordens gegenüber den am stärksten betroffenen Völkern und Regionen tragen.

Wir brauchen keine weit entfernten, unverbindlichen Ankündigungen, keine leeren Versprechen. Über die Hälfte der Kohlenstoffemissionen sind seit 1990 entstanden, mehr als ein Drittel seit 2005. (Trotz aller Klimakonferenzen.) Die Medien versagen immer wieder dabei, die Mächtigen für ihr Handeln und ihr Nichthandeln verantwortlich zu machen. Während sie weitermachen, die Infrastruktur der fossilen Energien noch weiter ausbauen, neue Ölfelder erschließen, neue Kohlegruben aufmachen, neue Kohlekraftwerke bauen, weigern sie sich, auch nur ihre minimalen Versprechen gegenüber den armen Ländern zu erfüllen, die am wenigsten an der Erderwärmung schuld sind aber am meisten darunter leiden. Das ist eine Schande!

Manche Leute meinen, wir seien zu radikal. In Wahrheit sind sie es, die radikal sind. Für den Erhalt unseres Lebenserhaltungssystem zu kämpfen ist nicht radikal. Aber zu glauben, unsere Zivilisation könne in einer drei Grad wärmeren Welt überleben, ist nicht nur extrem radikal: das ist der pure Irrsinn. 

Wir hier draußen sagen die Wahrheit. Die Mächtigen haben offensichtlich Angst vor der Wahrheit. Aber sie können der Wahrheit nicht entkommen. Sie können die Wissenschaft nicht ignorieren, sie können das Volk nicht ignorieren, inklusive ihrer eigenen Kinder. Sie können unseren Ruf nicht überhören, wenn wir die Macht zurückfordern. Die Führer führen nicht - das hier ist echte Führung."  ¤¤

5.11.21

Gespräch mit Asad Rehman (COP26 Coalition, War on Want), der Greta absolut zustimmt. Die meisten Versprechen sind genauso schon früher abgegeben und nicht eingehalten worden. Während sie zukünftige Reduzierungen der Verbrennung von fossilen Stoffen versprechen, investieren sie weiter massiv in die Erschließung von weiteren Kohle-, Öl- und Gasvorkommen.

C

7

5.11.21

Ausgerechnet bei "Welt" ein Beitrag darüber, welche Bevölkerungsgruppe weltweit das Klima am stärksten ruiniert. Die "Öko-Vandalen" der Welt sind die Superreichen mit ihren Yachten und Privatjets. Das reichste eine Prozent ist allein für 16 Prozent der Treibhausgase verantwortlich, mehr als die ärmere Hälfte der Menschheit.

W

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6.11.21

Gespräch mit David Wallace-Wells ("The Unihabitable Earth"). Greta Thunberg hat recht: die Versprechen bei der Klimakonferenz reichen nicht, denn es gibt keine konkreten Pläne, wie die Länder ihre Versprechen erreichen wollen. Wenn man mich einen Alarmisten nennt: es ist die Wissenschaft selbst, die alarmierend ist.

C

6

6.11.21

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Berichterstattung der Medien zu Klimathemen und was sich daran verbessern muß.  (NNA)*  ¤

A

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6.11.21

In Warschau demonstrieren polnische Bergmänner gegen den von der polnischen Regierung für irgendwann angekündigten Kohleausstieg und für den Erhalt ihrer "Arbeitsplätze". - Hier liegt ein Mißverständnis vor. Das was ihr da macht, ist keine Arbeit, sondern die Beteiligung an einem Verbrechen! Arbeit, und zwar genug Arbeit für einige Jahrtausende, wird es sein, die von euch gegrabenen Löcher wieder mit Kohle und Erde aufzufüllen. Da ihr die ganze Kohle leider sinnlos verbrannt habt, wird man die Kohle dafür sehr mühsam aus toten Bäumen (und vielleicht auch aus Hanf) gewinnen müssen.

E 1
             
6.11.21 In Glasgow demonstrieren erneut Zigtausende gegen die Show der "Klimakonferenz", zugleich demonstrieren am weltweiten Klima-Aktionstag in 300 Städten Leute für einen ernsthaften Schutz des Erdklimas. A,B,C,Sky

R,arj,TS,
TT,hj,E,NC

zus.16

zus.19

                 
6.11.21

In der Serie "42 - Die Antwort auf fast alles": "Was, wenn es kein Eis mehr gäbe?" - Dokumentation von Herbert Hackl. Darin werden sehr gut verständlich und präzise die Zusammenhänge beim Abschmelzen des Polareises erklärt, und welche Kettenreaktionen des Erdklimas dadurch ausgelöst werden. Auch die Sache mit dem Jetstream und den festsitzenden Tiefdruckgebieten wird sehr anschaulich erklärt. Zum Verstehen der Kipp-Punkte vielleicht einer der besten Beiträge bisher.  ¤

arte

28

             
7.11.21

Rob Reynolds berichtet aus San Joaquin über die Dürre in Kalifornien und die Folgen für die Landwirtschaft.

A

3

           
8.11.21

Australiens Regierung erklärt, daß das Land weder seine Kohleminen noch seine Kohlekraftwerke schließen werde. Australien habe "die beste Kohle der Welt".

E

1

           
11.11.21

 

 

"nano" und "kulturzeit" haben gemeinsam eine Sondersendung gemacht: "Das Klima und wir" (da steckt das Nichtverstehenwollen schon im Titel). Ingolf Baur und Nina Brunner betätigen sich als Propagandisten des Scheinklimaschutzes* und verbreiten unbegründeten Optimismus. Natürlich kein Wort zur grundlegenden Ursache des Problems. -  Interessant ist nur ein Beitrag über den schwedischen Autor Andreas Malm, der angesichts der beginnenden Klimakatastrophe direkte Aktionen, Sabotage gegen die Verursacher (die Konzerne und ihre Infrastruktur) für gerechtfertigt hält. Terrorismus, der sich gegen Personen richtet, lehnt er aber ab. Der Beitrag weist darauf hin, daß die Gewalt - der anderen Seite - in den armen Ländern längst stattfindet: letztes Jahr wurden über 200 Umweltschützer ermordet.  ¤

*Reinhard Steurer: "Die COPs haben eine wichtige Funktion. Sie sind ein zentrales Element unseres über 30 Jahre entwickelten Systems von Scheinklimaschutz, das uns die Klimakrise mit gutem Gewissen aushalten lässt, weil wir ja eh tun was wir können. Ohne Scheinklimaschutz wäre sie unerträglich."

3sat

 

6

 

11.11.21 "Mogelpackung: Bäumepflanzen fürs Klima" - Viele Firmen werben damit, ihre Produkte seien klimaneutral, weil z.B. für jeden verkauften Schokoriegel ein neuer Baum gepflanzt werde. Selbst wenn das keine simple Werbelüge ist, ist es ein irreführender Ablasshandel, der nur den Konsum anheizt. Die meisten der neugepflanzten Bäume oder Mangroven sterben wieder, zunehmend auch an den Folgen der Erderwärmung wie Tropenstürmen und Waldbränden. Einen Effekt fürs Klima hätten die Bäume erst, wenn sie viele Jahrzehnte oder Jahrhunderte wachsen würden. Fazit: Bäumepflanzen ist immer gut, aber es ist kein Ausgleich für die Verbrennung von fossilen Energieträgern.  ¤ Panorama 9
11.11.21 "Zweifelhafte Versprechen" - Bei der Klimakonferenz haben sich 105 Staaten verpflichtet, die Entwaldung bis 2030 zu stoppen. Ähnliches haben sie auch früher schon versprochen. Mit dem internationalen Waldschutzprogramm REDD sollten arme Länder von den reichen Entschädigungen bekommen, wenn sie ihre Wälder erhalten. Recherchen zeigen, daß auf solchermaßen "geretteten" Flächen in Indonesien und Brasilien heute Palmölplantagen und Viehweiden stehen. Direkt nach Auszahlung der Entschädigungen wurde der Urwald abgeholzt. (Und das Holz natürlich u.a. nach Europa verkauft. Das Palmöl und das Fleisch werden ja auch dorthin geliefert.) Auf Borneo wurde in einem von der Bundesregierung "geretteten" Regenwald nach der Abholzung eine Kohlegrube eröffnet.  ¤ Panorama 8
12.11.21

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Oktober. Deutlich zu warm in Kanada, Sibirien und Teilen der Antarktis, relativ kühl in Südeuropa und Zentralasien.

ZDF

1/2
12.11.21

Bei der Klimakonferenz wird weiter über nutzlose Formelkompromisse verhandelt. John Kerry stellt richtig (aber folgenlos) fest, daß bereits heute Menschen durch die Erderwärmung sterben.

Gespräch mit Bill McKibben: eine weitere verpasste Gelegenheit. Es ist offensichtlich zu spät, die Erderwärmung noch zu verhindern. Die Frage ist, ob es bereits zu spät ist, sie noch vor dem Punkt zu stoppen, wo sie die Zivilisation ausschaltet.

arj

Sky

2

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13.11.21

 

 

 

Die Klimakonferenz "COP26" wurde noch etwas verlängert, um für die Abschlußerklärung wenigstens einen völlig verwässerten Formelkompromiss zu erreichen. Konferenzleiter Alok Sharma entschuldigt sich ausdrücklich für dieses lächerliche Dokument, meint aber, das sei ja immerhin besser als gar nichts - was natürlich falsch ist. Ein formelles Scheitern der Konferenz hätte das Scheitern der Diplomatie offensichtlich werden lassen. Jetzt können sich alle selbst auf die Schultern klopfen und noch ein paar Jahre so weitermachen. Greta Thunberg fasst das Ergebnis in einem Tweet treffend so zusammen: "Blah, blah, blah."

Bei AJE etwas ausführlichere Infos und weitere kritische Bewertungen von Aderonke Ige (Corporate Accountability Africa) und Rafe Pomerance (Woodwell Climate Research Center), dazu passende Bilder von gigantischen Kohleminen und endlosen Kohlezügen. Ein ebenfalls sehr kritischer Bericht bei CNN. Auch bei ZDF und ARD wird mehr oder weniger deutlich bemerkt, daß sich vor allem die Kohleindustrie durchgesetzt hat. Volker Angres (ZDF) sieht darin aber trotzdem irgendwie einen Erfolg und "ein klares Signal" (womit er - ungewollt - mal wieder recht hat.) Danach ein Gespräch mit Annalena Baerbock (Grüne), die gerade in der zukünftigen "Ampel" versucht, gegen die FDP wenigstens ein Bißchen Klimaschutz durchzusetzen.

A,B,C

hj,TT,E

 

zus.22

zus.19

 

           
13.11.21

Im "Listening Post" ein Video von "Juice Media": wenn die Regierung dem seltsamen Konzept "Ehrlichkeit" folgen und öffentlich zugeben würde, daß sie mit dem Klimaschutz gescheitert ist. Schön.  ¤

A 2
           
13.11.21

In Burundi führt der Klimawandel (mehr Dürren, mehr Starkregen) zu verstärkter Erosion, weiter verstärkt durch die Abholzung der letzten Schutzwälder auf den Hügeln. Mehrmals sind ganze Dörfer durch Bergrutsche verschüttet worden. Die Leute benutzen das Holz als Feuerholz. Eine Fabrik für Pflanzenkohle (aus Ernteresten) soll das Problem mildern. Bericht von Catherine Soi.

In der unsäglichen Sendung von nano und kulturzeit (11.11.) kam auch ein Bericht von Susann von Lojewski über den Anstieg des Wasserspiegels am Tanganjikasee, vermutlich eine Folge insgesamt zunehmender Niederschläge. Etwa 100.000 Anwohner des Sees, vor allem in Bujumbura, mußten ihre Häuser verlassen und leben jetzt in Flüchtlingslagern.

A

3sat

3

4

           
14.11.21

Noch einige Berichte zur Klimakonferenz. Die Abschwächung des angekündigten Kohleausstiegs haben wir den Vertretern von China, Indien und Australien zu verdanken. In China und Indien leiden die Menschen auch direkt unter den Wirkungen der Kohleverbrennung. Bei AJE ein Bericht über die katastrophale Luftverschmutzung in Delhi, und Sarah Clarke berichtet aus Brisbane über die Macht der Kohleindustrie in Australien. Gespräch mit Patience Nabukalu (Klimaaktivistin aus Uganda) über das Versagen der Politiker. Auch darüber bei CNN Teresa Anderson (Action Aid): "Eine Beleidigung für Millionen von Menschen." - Bei der Tagesschau ein Nachbericht. Natürlich sieht auch die absolut dumme deutsche "Umweltministerin" in Glasgow "ein ganz ganz wichtiges Signal" (bloß wofür?).

A,C

TS

zus.13

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16.11.21

Der Westen Kanadas wird seit Tagen von sintflutartigen Regenfällen getroffen. Rund um Vancouver sind sämtliche Landstraßen wegen Überschwemmungen und Erdrutschen gesperrt worden. Große Teile von Britisch Columbia sind von der Außenwelt abgeschnitten. Überschwemmungen auch im US-Bundesstaat Washington.  ¤

A,Sky

zus.7
17.11.21

Schwere Überschwemmungen und Zerstörungen durch Erdrutsche in British Columbia (Kanada). Die Regierung hat den Notstand ausgerufen. Bei AJE berichtet Jody Vance aus Vancouver, auch die BBC berichtet, CNN erstaunlicherweise nicht. Ebenso fast komplettes Schweigen bei den deutschen Sendern. Nur bei RTL (und ntv) ein Kurzbericht.  ¤

A,B,R

zus.8
           
17.11.21

Bei "Zapp" ein Beitrag von Daniel Bouhs über das offenkundige Desinteresse der Medien (speziell ARD und ZDF) an der Klimakatastrophe. Wenn nicht gerade Klimakonferenz ist oder es Unwetter in Deutschland gibt, kommt das Thema Erderwärmung kaum vor. Das kritisieren nicht nur Wissenschaftler sondern auch die Wetterleute, die in ihren Wettersendungen dafür keine Zeit haben.  - Auch die Leute von "Zapp" sehen anscheinend keine internationalen Sender. Sonst hätten sie mitbekommen, daß diverse Wetterkatastrophen im Ausland bei den deutschen Sendern einfach ignoriert wurden. Z.B. die Überschwemmungen in China im August und im Sudan im September, die Flutkatastrophen in Indien und Nepal im Oktober, jetzt gerade die Flutkatastrophe in Kanada. Da mischt sich Erkenntnisverweigerung mit Weltblindheit und gewollter Abschottung. Anscheinend will man die Leute nicht beunruhigen - gerade das ist beunruhigend.  ¤

Zapp

13

           
18.11.21

 

Durch die extremen Niederschläge in British Columbia sind große Teile der Provinz überschwemmt, wegen zahlreicher Erdrutsche sind sämtliche Straßen gesperrt. Von den enormen Schäden sind praktisch alle Bewohner betroffen. Schwere Schäden auch im benachbarten US-Bundesstaat Washington. Die Regenfälle werden wahrscheinlich noch Tage andauern.  ¤

Bei AJE berichten Shihab Rattansi live aus British Columbia und Gabriel Elizondo live aus Washington. Rattansi sagt, in Kanada stellt niemand mehr die Frage, ob irgendwas nun eine Folge des Klimawandels sei: "Nein, das ist der Klimawandel!" Ein ausführlicher Bericht nun auch bei CNN, sowie Erläuterungen des Wettermanns. - Die deutschen Sender haben heute praktisch ausschließlich über Corona berichtet. Für den Weltuntergang war nur bei "heute" ganz kurz und dann spätnachts im Nachtmagazin Zeit. Bei Tagesschau und Tagesthemen bisher kein Wort darüber, nichtmal von Wettermann Sven Plöger.

A,B,C,ht,nam,E

 

zus.28

 

                 
19.11.21

Große Teile von British Columbia (Kanada) stehen weiter unter Wasser und sind von der Außenwelt abgeschnitten. Auch der Bau einer Ölpipeline für das Öl aus den Teersanden in Alberta wurde durch die Katastrophe unterbrochen. Klimaschützer verlangen, das klimaschädliche Projekt endlich zu beenden, aber die Regierung von Trudeau hält daran fest. Shihab Rattansi berichtet aus Abbotsford. Außerdem Infos von Gabriel Elizondo aus Sumas (Washington). Auch dort enorme Schäden, u.a. wurde ein Bahndamm mitsamt einem Güterzug weggespült.  ¤

A

7

           
25.11.21

Beim "Klima-Update" eine Grafik zu den möglichen Temperaturverläufen der nächsten 80 Jahre, je nach Szenario, also bei weiter unbegrenztem CO2- Ausstoß, bei allmählich begrenztem Anstieg oder bei sofortiger deutlicher Senkung. Nicht mal im letzten Fall wäre das 1,5°-Ziel noch erreichbar. Im ersten Fall kämen wir bis 2100 auf ca. 5° Erwärmung, beim bisher von den Regierungen verfolgten langsamen Ausstieg auf ca. 3°. (Die Grafik enthält wie gewohnt ein paar Ungereimtheiten. Und die Folgen beim Überschreiten von Kippunkten sind nicht eingerechnet.)

R

1

25.11.21

Zain Haq, der Sprecher von "Extinction Rebellion" in Kanada, hat erklärt, wenn das Land nicht endlich seinen CO2-Ausstoß reduziere, könne es sein, daß Leute Ölpipelines in die Luft sprengen. Und die verantwortlichen Politiker könnten irgendwann wegen Hochverrats vor Gericht kommen. Ähnlich hatte sich vorher der Publizist David Suzuki geäußert und war von den Kriminellen deshalb beschuldigt worden, er würde zur Gewalt anstacheln.

RT

4

           
26.11.21

Eine neue Studie zeigt, daß extreme Hitzewellen auf der Nordhalbkugel seit den 90er-Jahren stark zugenommen haben, sowohl an Anzahl (600 %) als auch an Dauer (45 %) und Intensität (17 %). Karsten Schwanke zeigt nochmal, wie das mit der Abschwächung des Jetstreams zu erklären ist.

TT

1

30.11.21

In diesem Sommer hat es erstmals auf Grönlands Eismitte geregnet. Wegen der Erwärmung des arktischen Ozeans und dem Abschmelzen des Meereises wird das in Zukunft öfter vorkommen, und in einigen Jahren wird es auf Grönland mehr Regen geben als Schnee, wodurch das Abschmelzen des Inlandeises weiter beschleunigt wird. Erläuterungen von Wettermann Pedram Javaheri.

C

3

3.12.21

Anne Soi berichtet aus der Region Wajir im Nordosten Kenias über die Auswirkungen der jahrelangen Dürre in Nordkenia, Äthiopien und Somalia.

B

3

4.12.21

Auf einer Wiese im Moor bei Westerstede (westlich der Unterweser) haben 30 Klimaschutzaktivisten ein Protestcamp errichtet. Die Baumafia und ihre Regierung wollen dort eine Autobahn bauen, die A20, unter Weser und Elbe durch bis nach Schleswig-Holstein, quer durch Moore, Wälder und Äcker, ein Projekt, das wegen des Naturschutzes wie wegen des Klimas absolut verrückt und verbrecherisch ist. Die Aktivisten wollen mit dem Camp den Bau verhindern und stellen sich auf Angriffe der korrupten Polizei ein. Zugleich klagen Umweltverbände vor Gericht gegen den Bau der A20.  ¤

b&b 3
5.12.21

"Grönland – Wie die USA und andere Weltmächte um Einfluss buhlen" - Beitrag von Christian Blenker über den Rohstoffboom auf Grönland. Die Großmächte wollen an die Bodenschätze, und einige Bewohner träumen von "Arbeitsplätzen", aber die meisten lehnen die Ausbeutung und Zerstörung ihres Landes ab, und die neue Regierung hat die Pläne erstmal gestoppt.

WS

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6.12.21

Britische Wissenschaftler fordern die Regierung auf, ihre Beteiligung von über einer Milliarde Euro an dem Projekt zur Erdgasförderung in Mozambik zurückzuziehen. Infos von Victoria Seabrook.

Sky

5
7.12.21

Bei der BBC mehr über die Kritik am Engagement der britischen Regierung bei der geplanten Erdgasförderung in Mozambik. Der britische Staat beteiligt sich daran mit 1,5 Milliarden Euro. Weil dies eindeutig gegen das Pariser Klimaabkommen verstößt, haben Umweltschützer jetzt Klage dagegen eingereicht. Infos von Daniel Ribeiro (Friends of the Earth Mozambique).

B

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7.12.21

Die Überfischung der Meere trägt zur Erderwärmung bei. Plankton bindet Kohlenstoff, Fische fressen Plankton, deren Ausscheidungen sinken auf den Meeresgrund und lagern den Kohlenstoff dort langfristig ein. Diese "Biologische Pumpe" wird durch die Überfischung ausgehebelt. Wie groß die Auswirkungen quantitativ sind, kann man noch nicht genau sagen.

nano

4

9.12.21

"Wissen aktuell - Der Klimawandel und die Folgen" - Eine Serie von 15 Beiträgen zu verschiedenen Aspekten der Erderwärmung.

- Klimawandel: Madagaskar - Dürre, Hungersnot und Migration
- Klimawandel: Australien - Waldbrände und der Kohleabbau
- Klimawandel: Russland - Der Permafrost taut auf
- Klimawandel: Grönland - Der Eispanzer schmilzt
- Klimawandel: Satellit dokumentiert den Meeresspiegelanstieg
- Extremwetter - Kann man Flutgefahren besser einschätzen?
- Extremwetter - Starkregen und der Hochwasserschutz b
- Extremwetter - Neue Pflanzen gegen den Trockenstress
- Moore - Unterschätztes Potential als CO2-Speicher 
- Wälder - Hitzestress, Schädlinge und CO2-Freisetzung
-  Wolken - Faktor bei der Erderwärmung?
- Geoengineering - Lösung für das CO2-Problem?
- Energiewende - Das Potential von Windkraft und Sonnenenergie
- Energiewende - Alternative Versorgungskonzepte

(Ein weiterer Beitrag fehlt.)

3sat

 

 

 

102

 

 

 

10.12.21

Im Magazin "Portal" ein Beitrag von Sandra Gathmann über das Vorhaben, Ökozid als Verbrechenstatbestand ins Völkerrecht aufzunehmen. Erläuterungen u.a. von Richard Rogers.

A

8

11.12.21

Eine Serie von etwa 30 extrem starken Tornados hat quer durch sechs US-Bundesstaaten eine Schneise der Verwüstung gezogen. Allein in Kentucky sind dabei mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen, wahrscheinlich wesentlich mehr. Mehrere Orte wurden komplett dem Erdboden gleichgemacht. Bilder von totaler Zerstörung wie nach einer Atombombe. Eine so große Zahl an Tornados im Dezember hat es nie vorher gegeben.  ¤

A,B,C

TS,hj,TT,E

zus.18

zus.6

                 
11.12.21

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Strategieänderung der Kohle- und Ölkonzerne, die früher den Klimawandel geleugnet haben und jetzt so tun, als würden sie ihn ernstnehmen. Dabei unternehmen sie aber alles, um den Ausstieg aus den fossilen Energien möglichst lange hinauszuzögern. Mit ihrem Greenwashing und inhaltsleeren Wortschöpfungen wie "Low Carbon" haben sie die Klimakonferenz in Glasgow geprägt. (Im YT-Video ab 13:44)

A

10

           
11.12.21

Eine neue Studie rechnet mit einer Zunahme des Regens anstatt Schneefällen in der Arktis. Sowohl das Inlandeis auf Grönland als auch das Meereis werden dadurch noch schneller abschmelzen. - arte hat traditionell ein Problem mit wissenschaftlichen Beiträgen. Dieser sticht aber mit einer Fülle von dummen Fehlern und Mißverständnissen nochmal hervor. Annette Gerlach nennt die Arktis den "Weißen Kontinent", man kennt nicht den Unterschied zwischen Inlandeis und Meereis, weiß nicht, daß auch Schnee "Niederschlag" ist. Und über das Meereis (!) heißt es: "1979 bedeckte das arktische Eisschild noch sieben Millionen Quadratkilometer ..." Was stand da wohl geschrieben auf dem Schild?

arj

3

12.12.21

Noch ein paar Bilder aus dem Ort Mayfield (Kentucky), der von Tornados praktisch komplett zerstört wurde. Die Zahl der Toten ist auf mindestens 90 gestiegen, hunderte Menschen werden noch vermisst. Gespräch mit Tom Burke (Third Generation Environmentialism). Es ist absolut ungewöhnlich, daß es im Winter derart viele und derart starke Tornados gibt. Es hängt zusammen mit den frühlingshaften Temperaturen am Golf von Mexiko, und diese vermutlich mit dem La Niña. 

A 5
           
13.12.21

Britische Glaziologen, die den Thwaites-Gletscher in der Westantarktis untersuchen, warnen, daß dieser bereits stark beschädigt ist und in den nächsten fünf bis zehn Jahren größtenteils zerbröseln könnte. Infos von Jonathan Amos (BBC), am Folgetag einer Meldung im ZDF.  ¤

B,hj zus.2
13.12.21

Die britische Regierung geht mit neuen harten Gesetzen gegen Klimaproteste vor. Einige Aktivisten von "Insulate Britain" wurden bereits zu langen Haftstrafen verurteilt, jetzt sollen Blockadeaktionen generell als Straftat verfolgt werden, und die Polizei soll Aktivisten ohne Vorwarnung verhaften.  ¤

arj

3

14.12.21

Die WMO hat ihre Jahresbilanz für 2020 zur Erwärmung der Arktis gezogen. Der Temperaturrekord von 38 Grad in Sibirien wird bestätigt, die Fläche des Meereises war die bisher zweitgeringste. Bei AJE Erläuterungen von Oliver Varney (Produzent von "Planet SOS" bei AJE) und Durwood Zaelke (Klimaexperte), bei CNN ein Gespräch mit Jeffrey Sachs. Bericht in der Tagesschau.

A,C,TS

zus.17
16.12.21

Karsten Schwanke erklärt beim ARD-Wetter die Bedeutung der antarktischen Eisbohrkerne, mit denen sich das Klima der letzten mehr als eine Million Jahre nachverfolgen läßt. Die Grafik zeigt, wie der CO2-Wert im Laufe der Eiszeiten zwischen 180 und 280 ppm schwankte. Jetzt steigt er fast senkrecht an, auf inzwischen 417 ppm.

TT

1

16.12.21

Gespräch mit Gavin Schmidt (Klimaberater der NASA). Über die Erwärmung der Arktis und deren Folgen und die bevorstehende Auflösung des Thwaites-Gletschers in der Westantarktis, über die in den letzten Jahren offensichtlich gewordenen weltweiten Klimaveränderungen, über die Dringlichkeit, möglichst schnell mit der Verschmutzung der Atmosphäre aufzuhören.

C

10

18.12.21

Wenn der Thwaites-Gletscher ("The Doomsday Glacier") in der Westantarktis zerfällt - und das wird wohl innerhalb der nächsten zehn Jahre passieren - steigt der Meeresspiegel um knapp einen halben Meter. Trotzdem wird weltweit nicht nur weiter Kohle verbrannt, der Verbrauch steigt sogar weiter an. Gespräch darüber mit dem Wissenschaftspublizisten Bill Nye ("The Science Guy"). Angesichts von verheerenden Tornados mitten im Winter sollte langsam Jedem klar sein, wie sehr uns der Klimawandel betrifft.  ¤

C

8

           
21.12.21

Extreme Niederschläge von nie dagewesenem Ausmaß in mehreren Ländern Südostasiens. In Malaysia sind nach tagelangem sintflutartigen Regen große Landstriche überschwemmt, tausende Häuser wurden weggespült, 70.000 Menschen mußten flüchten. Mindestens 27 sind ums Leben gekommen, Dutzende werden vermisst. Bilder und Infos aus Kuala Lumpur von Florence Looi.   ¤

A

3

           
21.12.21

Die seit etwa einem Jahr bestehende La-Niña-Lage wird in diesem Nordwinter besonders deutlich. Die warme Meeresströmung im Pazifik führt zu Unwettern in Ostasien und Kanada und ist wohl auch mitverantwortlich für die Wintertornados in den USA. Sie könnte demnächst auch für größere Schneemengen in Westeuropa sorgen. Erläuterungen beim ZDF-Wetter von Katja Horneffer.

hj

1

21.12.21

Das "Foto des Jahres" von Unicef zeigt ein Mädchen in Indien, das bei einem Tropensturm alles verloren hat. Im Hintergrund sieht man das Haus der Familie noch im Meer treiben. "Das Bild symbolisiert den Überlebenskampf von Kindern angesichts fortschreitender Umweltzerstörung und des Klimawandels." In der Tagesschau am Nachmittag ein Bericht mit weiteren ausgezeichneten Fotos. Abends nur noch kurze Meldungen. - Der erwähnte Tropensturm kam in den deutschen Nachrichtensendungen natürlich nicht vor.   ¤

TS,TS,hj

zus.3
           
22.12.21

Extreme Niederschläge und Überschwemmungen in großen Teilen von Bolivien. Zahlreiche Todesopfer. Kurzbericht.

Bericht von Florence Looi über die extremen Überschwemmungen in Malaysia.

A

A

1

3

                 
25.12.21

In einer kleinen Serie von Osama bin Javaid über Pakistans Wasserprobleme ein Bericht über die Folgen des Abschmelzens der Himalaya-Gletscher. Einerseits fehlen Niederschläge, Gletscher schrumpfen und Quellen versiegen, andererseits gibt es immer öfter katastrophale Schlammlawinen, bei denen die fruchtbaren Gebirgstäler verwüstet werden.

A

4

           
26.12.21

Extreme Regenfälle und schwere Überschwemmungen in Bahia (Brasilien).

A

2

           
27.12.21

Bericht von Marie-Kristin Boese über die schweren Überschwemmungen in Bahia. Nach wochenlangen extremen Regenfällen sind zwei Staudämme gebrochen. Ausnahmezustand in 70 Städten, mindestens 18 Menschen kamen ums Leben, 35.000 wurden obdachlos. Das extreme Wetter hängt mit der Abholzung des Amazonaswaldes und mit La Niña zusammen. Auch bei Euronews ein Bericht. -  (Tagesschausprecher Constantin Schreiber erklärt, Bahia liege "an der Westküste" Brasiliens. Für die Mediathek hat man die Stelle noch mal neu aufgenommen und dafür Bahia in den "Nordosten Brasiliens" verlegt, was auch Quatsch ist.)

TS,E

zus.3
           
27.12.21

Große Waldbrände in Patagonien (Argentinien).

E

1/2

29.12.21

Bereits letzte Woche wurden die Philippinen von einem "Super-Taifun" getroffen (es gab einige Berichte darüber), mit enormen Zerstörungen und hunderten Toten. Barnaby Lo berichtet aus Manila über die "beispiellosen" Zerstörungen und erwähnt, daß die Zerstörungskraft von Tropenstürmen durch die Erderwärmung zunimmt.

Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, daß tropische Wirbelstürme (Hurrikane, Taifune, Zyklone) infolge der Erderwärmung auch in den bisher gemäßigten Breiten auftreten werden. Erläuterungen von Joshua Studholme (Physiker in Yale), dem Hauptautor der Studie.

A

B

2

2

           
30.12.21

Im Nordwesten Kanadas und in Alaska prallen seit einigen Tagen extreme Kälte und extreme Hitze direkt aufeinander. Wenige Kilometer auseinander werden jeweils Hitzerekorde (für Dezember) und Kälterekorde gemessen. An der Trennlinie sind die Temperaturen innerhalb weniger Stunden um 40° gesunken. Ursache auch hier wieder die Schwäche des Jetstreams. Bei der BBC Erläuterungen von Friederike Otto, bei CNN von Bill Weir und von Porter Fox (Autor von "The Last Winter". Hier auch etwas vertiefende Infos. - Aufnahme leider gestört).  ¤

B,C

zus.16
           
30.12.21

In Colorado sind bei mehreren großen Waldbränden mehr als 600 Wohnhäuser abgebrannt. Zwei Orte bei Denver sind komplett evakuiert worden. Die Brände werden durch stürmische Winde angefacht und weiterverbreitet.  ¤

A,B,C

zus.8
                 
30.12.21

Wetterbilanz für Deutschland 2021. Die Temperatur nur leicht über dem Durchschnitt, nach drei Dürrejahren war dieses normal bis leicht zu feucht - bei weitem nicht ausreichend, um die schwer geschädigten Wälder zu retten. Die tieferen Bodenschichten sind immer noch ausgetrocknet. Rekorde bei Starkregenereignissen, wie bei der Flutkatastrophe im Juli. Kurz erwähnt wird auch der zerfallende Thwaites-Gletscher in der Antarktis. (In zehn Jahren wird diesen Namen buchstäblich jeder kennen, der dann noch lebt. Bislang kommt er in den deutschen Medien praktisch nicht vor. Niemand spricht darüber, daß Städte wie Hamburg und Bremen demnächst geräumt werden müssen.)

ht

2

31.12.21

Bei den Waldbränden in Colorado sind mehr als 1000 Häuser abgebrannt. In dem US-Bundesstaat gab es seit mehr als einem Jahr eine große Dürre. Einige Berichte, bei AJE Infos von Jenifer Balch (Waldbrandexpertin in Boulder), bei der BBC ein Gespräch mit Senator Steve Fenberg aus Colorado: "Es gibt keinen Zweifel, daß die Lage durch den Klimawandel verschlimmert wurde."  ¤

A,B,R,arj,E

zus.17
           
31.12.21

In Deutschland werden zum Jahresende drei weitere Atomkraftwerke (Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen) abgeschaltet. Es bleiben bis Ende 2022 nur noch drei AKW am Netz.

arj

3

1.1.22

Nach den schweren Waldbränden in Colorado mit mehr als 1000 verbrannten Häusern folgt ein tiefer Temperatursturz um ca. 30° und heftiger Schneefall. Bilder von schneebedeckten Brandruinen.  ¤

A

1

1.1.22

Noch zwei Berichte über die Brandkatastrophe in Colorado, bei der mehr als 1000 Häuser zerstört wurden. Ganze Straßenzüge sind komplett verwüstet, jetzt alles dick mit Schnee bedeckt.  ¤

Sky,E zus.3
1.1.22

In Westeuropa gibt es den wärmsten Jahresbeginn aller Zeiten, frühlingshafte Temperaturen von England bis Italien. 

Sky,E zus.3
2.1.22

Bei CNN Warnungen vor weiteren Tornados in den USA und ein Rückblick auf die Extremwetterereignisse des letzten Jahres. Waldbrände und Flutkatastrophen in den USA und rund um die Welt. Gespräch darüber mit Prof. William Moomaw. Extremwetter hat es immer gegeben, aber durch die Erderwärmung werden solche Ereignisse erheblich stärker und häufiger. Das hat nun begonnen, und es wird sich weiter verschlimmern, und die Erwärmung wird sich weiter beschleunigen. Die Erwärmung der Arktis hat einen Teufelskreis in Gang gesetzt: wegen der Abschwächung des Jetstreams gelangt extrem kalte Luft nach Süden und warme Luft in die Arktis, die dadurch weiter erwärmt wird. Auch andere Rückkopplungen werden wirksam, etwa bei der Zerstörung der Wälder und beim Auftauen des Permafrosts.  ¤

C

13

3.1.22

Noch ein Bericht über die Zerstörungen durch die Waldbrände mitten im Winter in Colorado.

A 2
             
4.1.22

Nach extremen Niederschlägen riesige Überschwemmungen in Aceh (Indonesien) und Teilen von Malaysia. Zwei Berichte.

A

4

           
6.1.22

Ein Team von Wissenschaftlern beginnt mit weiteren Untersuchungen zum Zustand des Thwaites-Gletschers in der Westantarktis, der wahrscheinlich innerhalb der nächsten zehn Jahre kollabieren wird. Dabei könnte der Meeresspiegel praktisch schlagartig um etwa 0,5 m ansteigen. Erläuterungen von Karen Heywood, einer der beteiligten Forscherinnen. (Die Fragen von Peter Dobbie sind teilweise irreführend.)

A

4

8.1.22

Im Dorf Lützerath in NRW treffen sich einige hundert Aktivisten zum Aktionstag gegen den Braunkohleabbau. Der kriminelle RWE-Konzern will das Dorf zerstören, um dort noch mehr Kohle aus der Erde zu holen und zu verbrennen.

arj,TS

zus.4
10.1.22

Die Erde wird immer weiter erwärmt, und extreme Unwetter werden immer häufiger und schwerwiegender. Gespräch darüber mit Jess Phoenix (Blueprint Earth), ein Beitrag von Wettermann Pedram Javaheri mit globalen Daten, und ein Bericht über die zunehmenden Schäden durch Wetterkatastrophen in den USA. 2021 war mit einer Schadenssumme von 145 Milliarden Dollar das bisher teuerste für die USA.

C

11

10.1.22

Während Ostafrika erneut unter einer schweren Dürre leidet, gibt es etwas weiter nördlich viel zuviel Regen. Im Südsudan haben die Überschwemmungen in den letzten drei Jahren kaum noch aufgehört. Etwa 800.000 Menschen sind davon direkt betroffen. Bericht von Birte Mensing. (Im deutschen Fernsehen war dies innerhalb von drei Jahren genau der zweite Bericht darüber.)

nano

4

11.1.22

Meldung: auch 2021 waren die Ozeane wieder wärmer als in jedem Jahr davor. Leider nennt CNN keine Quelle und keine Zahlen.

C

1/2

11.1.22

 

Der neue Wirtschafts- und Klimaminister Habeck stellt seine Pläne vor, mit denen Deutschland die von der Vorgängerregierung verschleppte und behinderte Energiewende doch noch schaffen soll. Vor allem sollen die erneuerbaren Energien (Wind und Solar) schnell massiv ausgebaut werden. Interviews mit Robert Habeck im heute-journal und bei den Tagesthemen, dort auch ein Kommentar von Daniel Pokraka.

Das Vorhaben von Habeck geht in die richtige Richtung. Solange man sich aber nicht traut, den enormen Überkonsum und den viel zu hohen Energieverbrauch überhaupt nur anzusprechen, geschweige denn Vorschläge zur Senkung zu machen, wird das alles bei weitem nicht reichen, um das Klima (also eine lebensfreundliche Umgebung für die Menschen) zu retten.

arj,TS,hj,TT

 

zus.29

 

           
15.1.22

Extreme Hitzewellen in Australien und in Argentinien. Im Westen Australiens gibt es mit 50,7° einen neuen Hitzerekord für die Südhalbkugel. Infos von Karsten Schwanke beim ARD-Wetter. Bei Euronews ein Kurzbericht über zahlreiche Waldbrände in Argentinien.

TS,E

zus.1
15.1.22

Kenia will bis 2030 seinen Strom komplett selbst aus erneuerbaren Quellen gewinnen. Schon jetzt gibt es zahlreiche Windanlagen und ein paar Geothermie-Anlagen. Das Land wäre natürlich ideal für den Einsatz von dezentralen Solaranlagen als Ersatz für Millionen von Benzin-Stromgeneratoren. Catherine Soi berichtet aus Marsabit.

A

2

           
15.1.22

In der Nähe von Tonga (Südpazifik) ist der teilweise unterseeische Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha'apai explodiert. Der dadurch verursachte Tsunami hat die naheliegenden Inseln überspült und war rund um den Pazifik zu sehen. Die gigantische Aschewolke hat in kürzester Zeit die Stratosphäre erreicht und wird möglicherweise den Treibhauseffekt für ein oder zwei Jahre leicht vermindern. Der Knall der Explosion war weltweit zu hören - außer in Hamburg. Die ARD hat deshalb als buchstäblich einziger Sender nicht drüber berichtet.  ¤

Nachtrag: ich hatte übersehen, daß in den Tagesthemen (nach dem Sport) Karsten Schwanke beim Wetter dann doch noch über den Vulkanausbruch informiert hat. Er hält allerdings "Tonga" für den Namen einer Insel.

A,B,R,hj,TT,E

zus.9
           
16.1.22

Weitere Berichte über die Folgen des Vulkanausbruchs in Tonga. Durch die Flutwelle hat es in dem Inselstaat und auch in Neuseeland einige Schäden gegeben, und die Kommunikationsleitungen dorthin wurden durchtrennt. Laut Karsten Schwanke (Tagesthemen-Wetter) ist es eher unwahrscheinlich, daß die Aschewolke eine wesentliche Klimaabkühlung bringen wird. Es ist eine wesentlich kleinere Menge an Schwefeldioxid in die Stratosphäre gelangt als z.B. beim Ausbruch des Pinatubo 1991.

A,R,TS,TT,E

zus.8

17.1.22

Bei der Tagesschau mit zwei Tagen Verspätung dann doch ein vernünftiger Bericht über den Vulkanausbruch in Tonga. Es soll sich um den weltweit stärksten Vulkanausbruch seit etwa 30 Jahren handeln. Die Schäden auf einigen Inseln durch den Tsunami und durch Aschewolken sind noch nicht absehbar.

TS

2

20.1.22

Rückschlag für den Wasserstoff-Hype: bei einer der modernsten Anlagen (von Shell in Alberta / Kanada) zur Gewinnung von Wasserstoff aus Erdgas ("Blauer Wasserstoff"), bei der der Kohlenstoff abgeschieden und als CO2 im Boden gelagert wird, wird in Wahrheit nur knapp die Hälfte des Kohlenstoffs wirklich abgefangen, der Rest geht direkt in die Atmosphäre. Infos von Helen-Ann Smith bei der Daily Climate Show
(Ich hatte gedacht, die Sendung sei abgesetzt worden, sie wurde aber nur ohne große Ankündigung auf einen anderen Sendeplatz verschoben.)

Sky

4

22.1.22

Zahlreiche Erdrutsche nach extremen Regenfällen in Peru. Weil bei Cusco mehrere Straßen und Bahnlinien unterbrochen sind, müssen einige hundert Touristen aus Machu Picchu in Sicherheit gebracht werden.

A 1
24.1.22

Klimaschutz-Aktivisten von "Aufstand der letzten Generation" haben in mehreren Städten Straßenkreuzungen blockiert und wollen das solange weitermachen, bis auch in Deutschland (wie bereits in Frankreich) ein Gesetz gilt, das Supermärkten das Wegwerfen von genießbaren Lebensmitteln verbietet. Bisher verfolgen Polizei und Justiz stattdessen Menschen, die weggeworfenes Essen bergen - wegen "Diebstahl"!

arj 3
26.1.22

Nach Jahren der Dürre ist Madagaskar jetzt von einem Tropensturm getroffen worden. Tagelange extreme Regenfälle haben große Gebiete überflutet, u.a. große Teile der Hauptstadt Antananarivo. Mehr als 40 Menschen wurden getötet, tausende Häuser wurden zerstört, zigtausende Leute mußten flüchten. 

A

3

           
27.1.22

Die Provinz Aceh in Indonesien ist im Januar von beispiellosen Überschwemmungen getroffen worden. Ursache waren nicht nur extrem starke Regenfälle sondern vor allem die Abholzung der Urwälder auf den Bergen. Jessica Washington berichtet aus Aceh.

A

3

           
29.1.22

Im "Listening Post" ein Gespräch mit David Sirota, Koproduzent des satirischen Spielfilms "Don't look up". Darin geht es um das Desinteresse von Politikern und Medien an einer drohenden globalen Katastrophe, im Film ein Komet, der in ein paar Monaten auf der Erde einschlagen wird, deutlich erkennbar eine Allegorie auf den Umgang mit der Erderhitzung, die auch nicht als die tödliche Bedrohung ernstgenommen wird, die sie ist.  ¤  

A

10

           
31.1.22

Seit einem Vierteljahr gibt es im Süden Brasiliens immer wieder extreme Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche. Jetzt stehen große Teile des Bundesstaats São Paulo und der Millionenstadt unter Wasser. Mindestens 20 Menschen kamen ums Leben.  ¤

A,TS

zus.3

           
31.1.22

Nach einem Tropensturm gibt es in mehreren Ländern in Südostafrika schwere Überschwemmungen und Erdrutsche. Zusammen mindestens 80 Tote. Bei BBC-FoA ein Bericht aus Malawi.

B

2

4.2.22

Aktivisten von "Aufstand der letzten Generation" haben erneut in verschiedenen Städten Straßen und Autobahnen blockiert. Etwa 50 Aktivisten wurden verhaftet. (RTL spricht von "raddikahlen" Protesten.) - Bei einer der Aktionen saß auch ein Rettungsfahrzeug im Stau fest. Darum fordern nun Einige (z.B. die hirnverbrannte Berliner SPD-Innensenatorin), Straßenblockaden zu verbieten. Sie verwechseln dabei Ursache und Auslöser. Die Ursache ist der Stau (den es auch ohne Protestaktionen täglich gibt). Wenn man freie Fahrt für Rettungsfahrzeuge haben will, muß man den Stau abschaffen, also den privaten PKW-Verkehr verbieten oder stark einschränken.

R

2

5.2.22

Nach extremen Niederschlägen schwere Überschwemmungen und Erdrutsche in Bolivien, u.a. in La Paz.

A

2

           
6.2.22

Auf Madagaskar richtet der zweite Zyklon innerhalb von zwei Wochen schwere Verwüstungen an. Sturmschäden, Überschwemmungen, Erdrutsche. Mindestens 10 Tote, mehr als 50.000 Obdachlose. Bei AJE Infos aus Antananarivo von Andoniaina Ratsimamanga (ICRC).  ¤

A,B,Sky,E,NC zus.10
7.2.22

Zwei Berichte über die schweren Zerstörungen durch den zweiten Zyklon auf Madagaskar. Mindestens 20 Menschen sind dabei ums Leben gekommen.

A,B

zus.5

           
7.2.22

Im Amazonas-Regenwald in Kolumbien brennen zahlreiche Waldbrände und hüllen die Hauptstadt Bogota in dichten Qualm. U.a. haben Kriminelle (angeblich Ex-Rebellen der FARC) große Brände in einem Nationalpark (Weltnaturerbe) gelegt, um dort Coca anzubauen oder Viehweiden anzulegen.

A 2
           
8.2.22

Die Zerstörungen durch zwei Zyklone kurz nacheinander verschärfen die Hungersnot in Madagaskar. Ernten, Lebensmittellager und Infrastruktur wurden vernichtet, in manchen Orten wurden sämtliche Gebäude zerstört.  ¤

A,arj,R

zus.5
           
9.2.22

Im Westen Kolumbiens sind durch einen Bergrutsch nach schweren Regenfällen etliche Häuser verschüttet und mindestens 15 Menschen getötet worden. Durch die Schlamm- und Geröllmassen in einem benachbarten Fluß drohen weitere Überschwemmungen.

A,h+,NC zus.5
           
11.2.22

In Madagaskar ist die Zahl der Toten durch den zweiten Zyklon inzwischen auf mehr als 120 gestiegen. Zahlreiche Orte sind durch Erdrutsche und Überschwemmungen weiterhin abgeschnitten, 100.000 Menschen warten auf Nothilfe.

A 1/2
16.2.22

Nach extremen Regenfällen ist die Stadt Petropolis (in der Nähe von Rio de Janeiro) durch Überschwemmungen und mehr als 250 Bergrutsche schwer verwüstet worden. Mindestens 94 Menschen kamen ums Leben. Erschreckende Videos von Schlammlawinen, die durch Straßen rasen und alles mitreißen. Bilder von totaler Zerstörung. In den Trümmern wird noch nach Verschütteten gesucht. - Berichte bei allen internationalen Sendern. Bei den deutschen nur eine Meldung. Bei CNN zeigt der Wettermann, daß dies Teil einer seit zwei Monaten andauernden völlig ungewöhnlichen extremen Regenperiode im Süden Brasiliens ist. Offenbar hängt das mit La Niña zusammen.  ¤

A.C,Sky,TT,NC

zus.11
                 
16.2.22

In Argentinien brennen landwirtschaftliche Flächen auf etwa 2000 km2.

A,C

zus.1
17.2.22

Bei der Unwetterkatastrophe mit zahlreichen Erdrutschen in Petropolis (Brasilien) sind weit mehr als 100 Menschen getötet worden. Große Teile der Stadt wurden komplett zerstört. Berichte mit weiteren entsetzlichen Bildern. Auf deutsch nur bei RTL und Euronews Kurzberichte.  ¤

A,B,C,R,E zus.8
           
18.2.22

Im Süden Namibias will ein deutscher "Investor" gigantische Solaranlagen und 500 Windräder errichten sowie eine Fabrik zur Erzeugung von "grünem Wasserstoff". Für den Export nach Europa soll extra ein neuer Hafen gebaut werden. Eigentlich wohl ein sinnvolles Projekt - wenn der Standort nicht mitten im Nationalpark Tsau-Khaeb liegen würde, zwar eine Wüste, aber doch ein empfindliches Ökosystem mit zahlreichen endemischen Tier- und Pflanzenarten. Davon wird nach dem Bau kaum etwas übrigbleiben. Nicole Macheroux-Denault berichtet von dort. (Außerdem wäre der Aufbau eines Versorgungsnetzes für Ökostrom in Afrika sicher sinnvoller als die aufwendige Verschiffung von Wasserstoff nach Europa, wo damit doch nur Luxus und Verschwendung grün angemalt werden.)  ¤

n-AR

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18.2.22

Die Zahl der Toten durch die Unwetterkatastrophe in Petropolis ist auf mehr als 130 gestiegen. Mehr als 200 Menschen werden vermisst, nach ihnen wird weiter In den Schlammassen gesucht. Präsident Bolsonaro fliegt im Hubschrauber über die Stadt und erklärt, das Gebiet sehe aus wie nach einem Krieg, der Tod der Menschen sei nicht zu verhindern gewesen, und er bete zu Gott, daß soetwas nicht wieder passiert. Für die Region im Süden Brasiliens sind weitere extreme Niederschläge angesagt. - Keine Berichte auf deutsch.  ¤

A,C

zus.4

           
20.2.22

In der Filmsatire "Don't Look Up!" löscht ein Komet das Leben auf der Erde aus. Die Katastrophe hätte abgewendet werden können, wenn man die Bedrohung ernstgenommen hätte. So wie es in der Realität mit der Klimakatastrophe und anderen ökologischen Bedrohungen geschieht. Beobachtungen dazu von Bernhard Pörksen (Medienwissenschaftler), Samira El Ouassil (Autorin) und Timothy Morton (Philosoph).

ttt 8
           
21.2.22

Bei den Flächenbränden im Norden Argentiniens sind 800 km2 Waldgebiet und Ackerland zerstört worden. Die Gegend leidet seit Monaten unter extremer Dürre. (Offenbar ein Fehler von Euronews: es sind 8000 km2.)

E 1
           
22.2.22

Madagaskar wird vom vierten Tropensturm innerhalb eines Monats getroffen. Zwei davon haben bereits katastrophale Zerstörungen angerichtet., der vierte folgt demselben Pfad wie diese beiden. Normal ist etwa ein Tropensturm pro Jahr.

C

3

22.2.22

Teresa Bo berichtet aus dem Norden Argentiniens, wo Wald- und Buschbrände bereits mehr als 8000 km2 Land (Wald, Weiden, Ackerland, Feuchtgebiete) zerstört haben. In der Region herrscht seit mehr als einem Jahr eine beispiellose Dürre.

A

5

           
22.2.22

Extreme Dürre in Spanien und Portugal.

E

1/2

           
22.2.22

"Radikale Aktivisten, wütende Bürger" - Aktivisten von "Aufstand der letzten Generation" und "Extinction Rebellion" blockieren immer wieder stundenlang Autobahnen, zuletzt u.a. die Hauptzufahrt zum Hamburger Hafen. Einige Arschlöcher unter den Autofahrern, die sich irrigerweise für "Arbeiter" halten, reagieren gereizt und warten nicht, bis die Polizei die Leute (die hier diejenigen sind, die etwas Sinnvolles tun, die also tatsächlich arbeiten ...) wegträgt, sondern werden selber handgreiflich. Die Grünen in der Bundesregierung zeigen zwar Verständnis für die Ziele der Aktivisten, lehnen die Methode aber ab.  ¤

frontal

8
23.2.22

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Januar.

hj

1/2
23.2.22

Weltweit immer mehr Waldbrände.  (NNA)*

A,TS zus.4
           
28.2.22

Der Klimawandel macht die Welt kranker, ärmer, hungriger und gefährlicher. Davor warnt der IPCC  in einem neuen Sachstandsbericht. Für 3,3 Milliarden Menschen besteht das Risiko, durch Extremwetter ums Leben zu kommen, bis 2050 werden eine Milliarde Menschen durch den steigenden Meeresspiegel gefährdet. Immer größere Gebiete werden wegen Dürre und Hitze nicht mehr für die Landwirtschaft geeignet sein. - Heute das einzige Thema, das neben der Ukraine bei den meisten Sendern Beachtung fand. Diverse Berichte, und bei TS24 ein Gespräch mit Hans-Otto Pörtner (AWI).

A,B,C,b&b,
TS,TT,E

TS24

zus.20

14

                 
28.2.22

Extreme Regenfälle und schwere Überschwemmungen im Südosten Australiens.

B 1/2
1.3.22

Kurze Berichte über die beispiellosen Überschwemmungen im Osten Australiens. Die enormen Regenfälle sollen noch tagelang andauern, das verantwortliche Tiefdruckgebiet bewegt sich nicht von der Stelle.

A,TS24

zus.2

           
3.3.22

Nur Kurzberichte über die gigantischen Überschwemmungen im Südosten Australiens.

h+

1/2

3.3.22

In vielen deutschen Städten (und weltweit) demonstriert "Fridays for Future" gegen den Krieg, speziell gegen Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine. Allein in Hamburg fordern über 100.000 Teilnehmer den sofortigen Ausstieg aus den fossilen Energien. Deutschland bezieht etwa die Hälfte seines Brennstoffs aus Russland. Deutsche Autofahrer finanzieren Putins Krieg. Berichte bei RTL und "heute", und bei "Markus Lanz" ein paar Erklärungen von Luisa Neubauer ¤

R,ht,Lanz zus.7
4.3.22

Große Waldbrände in Südkorea (mitten im Winter). U.a. bedrohen die Flammen ein Atomkraftwerk.

B

1/2

9.3.22

Wegen der riesigen Überschwemmungen im Osten des Landes hat Australiens Regierung landesweit den Notstand ausgerufen.

A

1/2

9.3.22

"The Curse of Uranium" - Film (Teil 1) von Martin Boudot, Luc Hermann, Paul Moreira und Premieres Lignes über die radioaktive Verseuchung ganzer Landstriche in Niger durch den Uranbergbau des französischen Konzerns Areva in Arlit. (P+P)   ¤

A

25

           
15.3.22

Meldung: in Deutschland ist der Ausstoß von CO2 letztes Jahr wieder um 4,5 % angestiegen.

TT

1/2

15.3.22

In Australien hat ein Bundesgericht ein Urteil wieder aufgehoben, das die Regierung zum Schutz der jungen Generation vor der Erderwärmung verpflichtet hatte. Konkret sollte damit eine neue Kohlegrube verhindert werden. Bericht aus Brisbane von Sarah Clarke.

A

3

           
16.3.22

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Februar. Enorme Erwärmung in Nordeuropa, Nordasien und der Ostarktis.

hj

1/2

17.3.22

"The Curse of Uranium" - Zweiter Teil des Films von Martin Boudot, Luc Hermann, Paul Moreira und Premieres Lignes über die radioaktive Verseuchung ganzer Landstriche in Niger durch den Uranbergbau des französischen Konzerns Areva in Arlit, und ebenso rund um Nuklearanlagen in Frankreich. (P+P)   ¤

A

25

           
20.3.22

In Teilen der Ostantarktis liegt die Lufttemperatur seit Tagen mehr als 30 Grad über dem Normalwert.

R,E

zus.1
21.3.22

Über mehrere Tage hat es eine extreme Erwärmung sowohl in der Ostantarktis (bis 40 ° über dem Normalwert) als auch in der Arktis (bis 30 ° über normal) gegeben. Direkte Ursache war ein "Atmosphärischer Fluss", eine stabile Luftströmung, die Warmluft aus höheren Breiten in die Polargebiete leitet. (Offenbar eine Folge des Stillstands beim Jetstream.) Die Folgen sind unterschiedlich: in der Arktis wird das Schmelzen des Meereises beschleunigt, in der Antarktis gab es sehr starke Schneefälle. Erläuterungen von Jonathan Wille (Polarmeteorologe).  ¤

A

5

21.3.22

Beitrag über die Kritik von "grünen" Politikern an den Blockadeaktionen radikaler Klimaschützer von "Aufstand der letzten Generation".

ktzt

8

25.3.22

Weltweiter Klimastreiktag von FfF. Allein in Deutschland gibt es Demos in 300 Städten. Dabei wird der Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Frieden betont und ein sofortiger Importstopp für fossile Brennstoffe aus Russland gefordert. Berichte bei allen wesentlichen deutschen Sendern, bei ARD und ZDF aber nur absolute Kurzmeldungen.

R,arj,ht,
TS,E,b&b
zus.10
           
26.3.22

Bidens Klimabotschafter John Kerry äußert sich in Doha optimistisch, die Welt werde die Pariser Klimaziele noch einhalten - wenn denn alle Länder ihre abgegebenen Versprechen einhalten - wofür es bislang keine Anzeichen gibt.

Satellitenbilder zeigen, daß das 1200 km2 große Conger-Schelfeis in der Ostantarktis vor zwei Wochen kollabiert ist. Bewertung von Stephan Singer (Climate Action Network).  ¤

A

3

26.3.22

Beim "Klima Update" der Hinweis, daß durch die vielen Waldbrände verstärkt Staubteilchen in die Stratosphäre gelangen und dort zum Abbau der Ozonschicht beitragen.

R

1
26.3.22

Im "Listening Post" ein paar Hinweise zu glaubwürdigen Informationsquellen jenseits des Ukraine-Krieges. Zum Hauptthema: der Podcast "Drilled" sowie bei Instagram "Earthbyhelena"

A

1

29.3.22

Erläuterungen von Bill Weir zu den Rekordtemperaturen (bis 40 ° über den Normalwerten) in der Antarktis und zum Abbrechen des Conger-Schelfeises.

C

2

30.3.22

Erneut (bzw. immer noch) enorme Regenfälle und Überschwemmungen im Osten Australiens.

Sky 2
3.4.22

Meldung: erneut extreme Niederschläge und einige Bergrutsche in der Region nördlich von Rio de Janeiro. Mindestens 16 Tote.

hj 1/2
4.4.22

Der IPCC stellt im dritten Teil seines Klimaberichts fest, daß die Regierungen und die Industrie bislang dabei versagt haben, die Treibhausgasemissionen zu senken. Wenn dies nicht innerhalb von drei Jahren endlich geschieht und bis 2030 der Ausstoß um 43 % gesenkt wird, wird das 1,5°-Ziel nicht eingehalten werden, mit katastrophalen Konsequenzen. Bei AJE Erläuterungen von Nick Clark und Kaveh Guilanpour (Experte). Berichte auf deutsch bei arte und im ZDF. Bei der ARD nur eine Kurzmeldung in den Tagesthemen.

A,arj,ht zus.15
6.4.22

In zahlreichen europäischen Städten protestieren Wissenschaftler:innen der Initiative "Scientist Rebellion" gegen die Untätigkeit der Regierungen. In Berlin ketten sich 50 Aktivist:innen auf einer Brücke neben dem Kanzleramt an und lassen sich von Polizisten wegtragen. Motto der Aktion: "1,5°C ist tot - Klimarevolution jetzt!"

E

1

           
7.4.22

Schon seit sechs Wochen dauern die extremen Regenfälle im Osten Australiens an, Folge der dieses Jahr besonders starken La Niña. Wegen der riesigen Überschwemmungen wurden jetzt tausende Einwohner von Sydney aufgefordert, ihre Häuser zu räumen und sich in Sicherheit zu bringen.

A

2

           
8.4.22

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im März. Deutlich zu warm in Nordeuropa und der Arktis, extrem zu warm in großen Teilen der Antarktis. Zu kalt in Osteuropa.

hj

1/2

8.4.22

Bericht über die enormen Überschwemmungen im Osten Australiens.

Sky

3

8.4.22

Nach starken Regenfällen sind in Kolumbien mindestens 13 Arbeiter in einer Goldmine bei einem Bergrutsch verschüttet worden.

B

2

11.4.22

Die Philippinen sind erneut von einem schweren Tropensturm getroffen worden. Bei Bergrutschen wurden mindestens 25 Menschen getötet. Infos aus Manila von Howard Johnson.

B

2

12.4.22

In Südafrika tagelange extreme Regenfälle. Enorme Schäden durch Überschwemmungen und Bergrutsche. Bisher mindestens 60 Tote.  ¤

A,R

zus.2

           
12.4.22

In New Mexico (USA) sind mehrere große Waldbrände außer Kontrolle und haben etliche Gebäude zerstört.

A 1/2
13.4.22

Durch die schweren Überschwemmungen und Erdrutsche in KwaZulu-Natal (Südafrika) sind mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen, hunderte werden noch vermisst. Berichte aus Durban von Fahmida Miller (AJE) und Shingai Nyoka (BBC). Gerade Leute, die ohnehin arm dran sind, verlieren mal wieder alles, teilweise protestieren Bewohner gegen die Regierung und fordern, daß die zerstörte Infrastruktur wieder hergestellt wird. Erläuterungen dazu bei AJE von Imtiaz Sooliman (Hilfsorganisation "Gift of the Givers"). Auf deutsch Berichte bei "heute" und Tagesschau und Kurzmeldungen bei RTL und arte.  ¤

A,B,R,arj,ht,TS zus.14
           
13.4.22

Durch eine Zunahme der Niederschläge in Ostafrika ist der Tanganjikasee seit zwei Jahren über die Ufer getreten. Tausende frühere Anwohner leben jetzt in Flüchtlingslagern. Ein Bericht aus Burundi.

A 2
           
13.4.22

An der Ölmühle von ADM im Hamburger Hafen protestieren Aktivisten von Greenpeace gegen die Verwendung von Getreide und Palmöl zur Gewinnung von Treibstoff. Sie hängen an der Fabrik ein großes Transparent auf: "Kein Essen in den Tank!"

R

1/2

15.4.22

Letzte Woche hat ein Tropensturm auf den Philippinen schwere Verwüstungen angerichtet, mindestens 150 Menschen starben, wahrscheinlich aber wesentlich mehr. Jamela Alindogan berichtet von der Stelle, wo einmal das Dorf Kantagnos war, das von zwei Erdrutschen komplett überspült wurde. Hunderte Bewohner wurden im Schlamm begraben.  ¤

A

2

15.4.22

Bei den schweren Überschwemmungen und Erdrutschen rund um Durban (Südafrika) sind mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen.  ¤

B,hj

3

16.4.22

Jamela Alindogan berichtet nochmal über die Suche nach Verschütteten in dem Dorf Kantagnos, das letzte Woche nach extremen Niederschlägen von zwei Erdrutschen komplett überspült wurde. Vermutlich wurden hunderte Bewohner getötet.  ¤

A

2

           
16.4.22

Nach der Unwetterkatastrophe in Südafrika werden weitere extreme Regenfälle erwartet. In Durban und Umgebung schwere Schäden an der Infrastruktur, über 400 Tote.

A,B

zus.6
17.4.22

In Südafrika ist die Zahl der Todesopfer durch die Unwetter auf über 450 gestiegen. Auf den Philippinen wird nach den riesigen Erdrutschen weiter nach Verschütteten gesucht.

A

2

18.4.22

"The Stream: US Special Interests vs Climate Action" - Femi Oke spricht mit Prof. Michael Mann (Klimaforscher), Rebecca Leber (Journalistin) und Charlie Cray (Greenpeace) über die veränderten Lobbyismus-Strategien der US-Fossilindustrie.  (NNA)*  ¤

A

25

           
20.4.22

Bei großen Waldbränden in Arizona sind auch hunderte Häuser zerstört worden.

A 1
           
24.4.22

Die kaum vorstellbaren Zerstörungen durch die jüngsten Überschwemmungen in KwaZulu-Natal sind nur ein Beispiel für die wachsenden Schäden durch die Folgen des Klimawandels in Afrika. Mehrere Länder, besonders Madagaskar, leiden unter jahrelangen Dürren. Immer sind es die Armen, die am schwersten getroffen werden, weil sie z.B. ihre Hütten in der Nähe von Flüssen gebaut haben. Die Regierungen müssen viel mehr tun, um die Folgen solcher Katastrophen abzumildern. Bericht aus Südafrika von Fahmida Miller.  ¤

A 3
         
27.4.22

Um weniger abhängig von Russland zu sein, setzt Deutschland vermehrt auf den Import von Steinkohle u.a. aus Kolumbien. Marie-Kristin Boese berichtet über den gigantischen Kohletagebau El Cerrejón und seine dramatischen Umweltfolgen. Seit Jahren kämpfen die Indigenen in der Region für die Schließung der Mine.  ¤

TT

4

           
27.4.22

Beim Wetter im "Ersten" Infos zur Rekordhitzewelle in Indien, bei der in den nächsten Tagen Temperaturen über 50 ° erwartet werden. Für April völlig ungewöhnlich.

TT 1
29.4.22

Beispiellose Hitzewelle in Südasien. Bei AJE Berichte aus Delhi (Elizabeth Puranam) und Islamabad (Kamal Hyder), ein Bericht bei der Tagesschau.

A,TS

zus.7
           
30.4.22

Weitere Berichte über die extreme Hitzewelle in Südasien, die eindeutig eine Folge der Erderwärmung ist. Worauf im ZDF ausdrücklich hingewiesen wird, im Gegensatz zur ARD am Vortag.

arj,hj zus.5
1.5.22

Ein weiterer Bericht über die extreme Hitzewelle in Südasien.

E

1

2.5.22

Große Waldbrände in den US-Bundesstaaten Arizona, New Mexico und Nevada. Das Gebiet leidet seit Jahren unter Dürre. Bericht von Rob Reynolds.

A

2

3.5.22

Extreme Unwetter im Süden Spaniens.

R 1/2
7.5.22

Meldung: erneut riesige Waldbrände in Sibirien. Die betroffene Fläche ist jetzt bereits doppelt so groß wie vor einem Jahr.

A 1/2
7.5.22

Im "Listening Post" ein paar Tipps für interessante Seiten im Netz zum Thema. U.a. "Covering Climate Now".

A

2

8.5.22

Weitere große Waldbrände in Sibirien, vor allem rund um Omsk.

E

1/2

8.5.22

Durch die Hitzewelle in Pakistan schmelzen im Himalaya einige Gletscher rapide ab. Schwere Zerstörungen, als das Schmelzwasser eine Flutwelle auslöst. Bilder einer einstürzenden Brücke.

B

2

           
10.5.22

Laut WMO könnte die Erde bereits in fünf Jahren um 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit erwärmt sein. Bei TS24 ein Bericht, Erläuterungen von Werner Eckert (SWR). Der Bericht bei den Tagesthemen zeigt einige Auswirkungen: Waldbrände in Sibirien, Wasserknappheit in Norditalien, Waldsterben und Dürre in Deutschland.

TS24,TT zus.12
11.5.22

Im Süden Kaliforniens sind mehrere kleine Waldbrände durch heftige Winde völlig außer Kontrolle und haben auf Wohngebiete übergegriffen, wobei u.a. eine Reihe Luxusvillen abgebrannt sind.

C

2

17.5.22

Bereits die fünfte extreme Hitzewelle in Südasien in diesem Jahr, Temperaturen um 50 Grad. Pavni Mittal berichtet aus New Delhi, wie die Menschen mit der unerträglichen Wärme umgehen. Besonders die Armen haben keine Möglichkeit, sich zu schützen. Die Reichen haben Klimaanlagen und sorgen damit regelmäßig für das Zusammenbrechen der Stromversorgung. Um mehr Strom zu produzieren, importiert die indische Regierung jetzt Kohle. Die Ernten in Indien und Pakistan sind gefährdet. - Im Irak, Iran, Katar, Kuwait und Saudi-Arabien führt die Hitze schon seit Wochen immer wieder zu extremen Sandstürmen. - Gespräch mit der Klimawissenschaftlerin Brenda Ekwurzel. Es ist eindeutig, daß der Klimawandel diese Hitzewellen verursacht. Dadurch gerät immer mehr auch die Wirtschaft durcheinander.  ¤

A

7

           
18.5.22

Nach dem Jahresbericht der WMO zeigen die wichtigsten Indikatoren auf eine beschleunigte Erderwärmung: die in den Meeren gespeicherte Wärme, die Versauerung der Meere, der Meeresspiegelanstieg, die Zunahme von Extremwetter. Infos bei AJE und Euronews. Bei ARD und ZDF nur Kurzmeldungen.

A,E

zus.4

19.5.22

Extreme Niederschläge und katastrophale Überschwemmungen in Assam im Nordosten Indiens.  ¤

A,C zus.4
           
20.5.22

Meldungen: historische Dürre in Frankreich und Ostdeutschland, Sommer im Mai in Spanien, Sandstürme im Irak. Weltweit sind die Auswirkungen der Erderwärmung nicht mehr zu übersehen.

hj

4

21.5.22

Australiens neuer Premier Albanese steht vor der Aufgabe, den Kohlbergbau zu beenden. Das Land ist bisher total abhängig von dem Rohstoff, zur Energieerzeugung und zum Export. Ständig werden weitere riesige Tagebaue errichtet und zerstören das Land. Durch den Boykott gegen Russland steigt die weltweite Nachfrage gerade steil an. Bericht von Normen Odenthal.  ¤

hj

4

           
22.5.22

Nach extremen Niederschlägen gibt es in Bangladesh und Ostindien die schwersten Überschwemmungen seit Menschengedenken. Zusammen sind etwa drei Millionen Menschen betroffen. Pavni Mittal berichtet aus Assam, Tanvir Chowdhury aus dem Osten von Bangladesh.  ¤

Hitzewelle und Rekordtemperaturen in Spanien. Bericht.

Meldung: einen Monat nach den scheren Überschwemmungen in Südafrika (mehr als 400 Tote) gibt es in KwaZulu-Natal erneut extreme Niederschläge und Sturzfluten.

A

A

A

5

2

1/2

                 
23.5.22

Weitere Berichte über die riesigen Überschwemmungen in Bangladesh und Assam.

Erneut schwere Zerstörungen durch Überschwemmungen und Erdrutsche in Durban und Umgebung (Südafrika). Infos nur bei BBC-FoA.

A

B

5

4

24.5.22

Bei CNN warnt Wettermann Chad Myers vor den Folgen der Erderwärmung und zählt ein paar deutliche Warnzeichen der letzten Zeit auf, die extreme Hitzwelle in Südasien, die ständigen Sandstürme im Nahen Osten, die jahrelange Dürre im Westen der USA.

C

3

25.5.22

Normen Odenthal berichtet über die katastrophale Hitzewelle in Indien. Temperaturrekorde seit zwei Monaten. Wasserversorgung in Delhi per Tankwagen. Das Stromnetz bricht wegen der vielen Klimaanlagen zusammen. Hitzeschutzlager für Wanderarbeiter.

auslandsjnl

7

25.5.22

Hunderte Demonstranten blockieren den Eingang der Konzernzentrale des Energiekonzerns Total in Paris. Sie fordern den Stopp von Investitionen in fossile Energien, u.a. in Uganda, und den vollständigen Importstopp gegen Russland. Die Polizei stellt sich zwar wiedermal auf die Seite der Verbrecher, traut sich aber nicht, mit Gewalt gegen hunderte friedlich singende Menschen vorzugehen.  ¤

NC

2

           
26.5.22

Bei "Markus Lanz" erklärt Ulrike Herrmann den anderen (Mojib Latif, Sascha Lobo und einem FDPler), warum es zum Überleben der Menschheit unumgänglich ist, den Kapitalismus zu beenden. Dies so deutlich und unbestreitbar, daß sogar Herr Lanz das "interessant" findet. Eine kurze Sternstunde des deutschen Fernsehens.  (Im YT-Video ab 11:30)  ¤¤

ZDF

15

           
28.5.22

Der Wahlsieg von Labor und Grünen in Australien ist auch eine Niederlage für Rupert Murdoch, der mit seinen Medien jeden ins Lächerliche gezogen hat, der sich für den Klimaschutz engagiert - ausgerechnet in dem Land, in dem sich die katastrophalen Folgen der Erderwärmung bereits so deutlich zeigen wie sonst kaum irgendwo. Murdoch kontrolliert zwei Drittel der Medien in Australien und verbreitet dort die Propagandalügen der Kohleindustrie. Jetzt könnte es eine offizielle Untersuchung über seine Geschäftspraktiken geben. Beitrag im "Listening Post" ¤

A

10

           
29.5.22

In Recife im Nordosten Brasiliens sind nach extremen Niederschlägen bei Erdrutschen mindestens 56 Menschen getötet worden.

C

1/2
29.5.22

Bericht über die Klage eines Kleinbauern aus Peru gegen den Konzern RWE, der mit seiner Kohleverbrennung das Leben von 50.000 Menschen gefährdet, die in der Nähe eines abschmelzenden Gletschers leben. Der Konzern verursacht 0,47 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen und soll darum 0,47 Prozent der Kosten für Schutzmaßnahmen bezahlen.

E

2
           
30.5.22

Bei den Unwettern und Erdrutschen in Recife (Nordost-Brasilien) sind mindestens 91 Menschen ums Leben gekommen, Dutzende wurden verschüttet und gelten noch als vermisst. Monica Janakiew (AJE) weist in ihrem Bericht auf den eindeutigen Zusammenhang der endlosen Kette von Extremwetterereignissen mit der Erderwärmung und La Niña hin. Bei den deutschen Sendern nur bei der ARD eine Kurzmeldung.  ¤

A,TT

zus.3
           
2.6.22

Vor 50 Jahren haben die UN in Stockholm erstmals den Schutz der Umwelt und des Klimas beschlossen. Seitdem sind der Verbrauch von fossilen Rohstoffen und der Ausstoß von Treibhausgasen nur immer weiter angestiegen, wurden riesige Urwaldgebiete abgeholzt und der ganze Planet mit Plastikmüll verdreckt. Berichte von Nick Clark (AJE) und Christian Deker (ZDF).  ¤

A,hj

zus.7

           
4.6.22

Nach Zahlen der US-Klimaagentur NOAA ist der CO2-Gehalt der Erdatmosphäre auf über 420 ppm gestiegen, das ist 50 Prozent mehr als vor der Industrialisierung und mehr als jemals in den letzten vier Millionen Jahren. Letztes Jahr wurden 36,3 Milliarden Tonnen CO2 emittiert, die Zunahme der Emissionen war (wegen Corona im Jahr davor und trotz aller Klimaabkommen) höher als jemals zuvor. Bemerkungen dazu von der Klimaaktivistin Elizabeth Wathuti.

A

2

11.6.22

Beitrag im "Listening Post" über den Schwenk der Energiekonzerne weg vom platten Leugnen der Erderwärmung hin zum Greenwashing, der Werbung mit einem scheinbar ökologischen Image, während man weiter unverdrossen Kohle und Öl aus der Erde holt und verbrennt. Fast alle planen, ihren Verbrauch an fossilen Stoffen sogar noch weiter zu steigern. Ein Blick in die Geschichte der Lügen-PR und der gezielten Irreführung der Öffentlichkeit. (Im Video ab 12:50) ¤

A

10

           
15.6.22

Im Yellowstone-Nationalpark in den USA haben beispiellose Fluten nach Starkregen und plötzlicher Schneeschmelze enorme Zerstörungen angerichtet. Wahrscheinlich wird der Park dieses Jahr für Besucher geschlossen bleiben. Bei CNN erläutert Jess Phoenix, daß dies eindeutig Folgen der vom Menschen verursachten Erderwärmung sind.  ¤

Bereits die zweite ungewöhnlich frühe Hitzewelle in Spanien. Auch in den USA beginnt gerade eine enorme Hitzewelle. In hunderttausenden Haushalten ist dadurch der Strom ausgefallen.

A,C

zus.13

                 
17.6.22

Die ungewöhnlich frühe Hitzewelle in Westeuropa dauert an und verlagert sich nach Frankreich und Deutschland. In England der heißeste Junitag seit Beginn der Aufzeichnungen. - Extreme Niederschläge und Tornados im Nordosten Chinas. - Bei CNN Gespräch mit dem Meeresforscher Richard Steiner über die zunehmenden Wetterextreme, Folge der stetig zunehmenden in den Ozeanen gespeicherten Wärmemenge. "Wir haben bei der Umstellung der Wirtschaft jahrzehntelang Zeit verloren. Die ersten Kippunkte sind bereits überschritten."

A,C zus.10
           
18.6.22

In Bangladesh und im Nordosten Indiens sind durch extreme Niederschläge und die schwersten Überschwemmungen seit Menschengedenken etwa 20 Millionen Menschen obdachlos. Mindestens 25 Menschen sind bisher ums Leben gekommen. Ein Bericht bei AJE.  ¤

Bei den deutschen Sendern darüber kein Wort, obwohl die Erderwärmung heute Hauptthema ist - wegen der ersten Hitzewelle des Jahres, die auch Süddeutschland erreicht hat, aber hier morgen schon wieder vorbei ist. In Spanien breiten sich große Waldbrände aus, in Frankreich werden sämtliche Juni-Temperaturrekorde gebrochen, in Norditalien trocknen durch die Dürre die Flüsse aus. Erste kleine Waldbrände auch in Ostdeutschland. Bei CNN erklärt ein Meteorologe den Zusammenhang diverser Wetterkatastrophen mit der Erwärmung. Claudia Kleinert (ARD) versucht das auch, allerdings mit unverständlichen Grafiken.

A,C

TS,hj,TT

zus.7

zus.12

19.6.22

Weitere Berichte, jetzt auch bei der ARD, über die katastrophalen Überschwemmungen in Bangladesh und Nordost-Indien nach extremen Monsun-Regenfällen.  ¤

A,C,TS

zus.9
           
19.6.22

Hitzewelle, Trockenheit und Waldbrände in Spanien, Frankreich, Norditalien und Ostdeutschland. In Brandenburg ist ein Waldbrand außer Kontrolle und bedroht mehrere Dörfer.

R,ht,TS,E

zus.8
20.6.22

Nur AJE und CNN berichten weiter über die katastrophalen Überschwemmungen in Bangladesh und Nordost-Indien. - Extreme Überschwemmungen auch im Süden Chinas. Bilder bei CNN.

A,C

zus.5

           
22.6.22

AJE berichtet weiter über die extremen Überschwemmungen in Assam (Nordost-Indien), Bangladesh und Südchina. - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen, nur bei "No Comment" Bilder aus China.  ¤

A,NC

zus.7

                 
23.6.22

Meldung: durch die Dürre in Norditalien ist der Fluß Po weitgehend trockengefallen. In mehreren Regionen wurde der Notstand ausgerufen. Es werden Ernteverluste von 50 % befürchtet.  ¤

A

1/2

25.6.22

Meldung: große Waldbrände in der Altai-Region in Sibirien.

A 1/2
26.6.22

Heuschreckenschwärme sind aus Afrika nach Sardinien übergesetzt, fressen dort die Felder kahl und warten auf den Sprung nach Frankreich. Die Bauern wollen Pestizide einsetzen. (Das wäre doch mal eine sinnvolle Nutzung für Laubsauger.)

R

2

27.6.22

Bericht über die extreme Dürre in Norditalien.

E

1

             
28.6.22

Wissenschaftler bestätigen den offensichtlichen Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und der Zunahme von Extremwetter, insbesondere Hitzewellen und Dürren. Ein Bericht, und Gespräch mit dem Geowissenschaftler Prof. Myles Allen.

A 5
           
29.6.22

Extreme Hitzewelle und Rekordtemperaturen in Japan.

A

2

30.6.22

Der von Rechtsextremen dominierte US-Supreme-Court hat entschieden, die US-Umweltbehörde EPA habe kein Recht, fossilen Konzernen irgendwelche Vorschriften zum CO2-Ausstoß zu machen. Damit sind alle Versuche der Biden-Regierung, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, erstmal hinfällig. Bei AJE Gespräch darüber mit David Wallace-Wells, bei der ARD ein Bericht von Christian Stichler.

A,TT

zus.8

           
3.7.22

Nach extremen Niederschlägen erneut schwere Überschwemmungen im Südosten Australiens. In Sydney müssen zigtausende Bewohner ihre Häuser räumen.

A,arj

zus.4
           
3.7.22

Der Marmolada-Gletscher in den norditalienischen Alpen ist nach wochenlangen viel zu hohen Temperaturen teilweise kollabiert. Durch die Eis- und Schuttlawine sind mindestens sechs Bergsteiger getötet worden.

B

2

4.7.22

Noch ein Bericht über die katastrophalen Überschwemmungen im Südosten Australiens.

A

2

           
5.7.22

Ein Bericht bei CNN über die weltweit zunehmenden Naturkatastrophen (Dürren, Hitzewellen, Waldbrände, Überschwemmungen, Stürme) durch die Erderwärmung.

C

3

6.7.22

Schwere Überschwemmungen durch einen Taifun in Japan und Teilen Chinas.

Im völlig ausgetrockneten Kalifornien breiten sich mehrere Waldbrände schnell aus. Erneute Hitzewelle in großen Teilen der USA.

A

C

2

2

6.7.22

Zwei Berichte über die katastrophale Dürre im Norden Spaniens und Italiens. Ausgetrocknete Flüsse, die Ernten werden fast komplett ausfallen, in Norditalien wurde der Notstand ausgerufen. Im "heute-journal" der Aufmacher.  ¤

hj,h+

zus.7
           
10.7.22

Im Westen der USA breiten sich mehrere Waldbrände immer weiter aus. Einer davon brennt im Yosemite-Nationalpark und bedroht  die nur dort vorkommenden jahrtausendealten Riesenmammutbäume (Sequoia / Redwood). - Waldbrände auch in Portugal, Spanien, Kroatien und in einem Park in Rom.  ¤

A,C,ht zus.5
           
12.7.22

Die zweite extreme Hitzewelle innerhalb eines Monats in Westeuropa, zunächst in Portugal und Spanien mit Temperaturen bis 46°, in den nächsten Tagen auch in Frankreich, Britannien und Deutschland. Große Waldbrände in Portugal, extreme Dürre in Italien.

B

3

13.7.22

Hitzewelle in Südeuropa, Waldbrände in Portugal, Spanien und Südfrankreich, ausgetrocknete Flüsse in Italien. Einige Berichte, bei AJE Erläuterungen des Klimaforschers Giulio Boccaletti zu den Folgen für die Landwirtschaft.  ¤

A,C,h+,E

zus.16

13.7.22

Schwere Schäden in Virginia (USA) durch Unwetter und Überschwemmungen. Etwa 40 Menschen werden vermisst.

A

1/2

14.7.22

Erneut extreme Niederschläge und Überschwemmungen in Indien, diesmal im Westen und in der Mitte des Landes. Bisher mindestens 12 Tote. - In Kolumbien sind bei mehreren Bergrutschen nach extremen Niederschlägen zahlreiche Menschen verschüttet worden, u.a. Kinder und Lehrer in einer Schule. Infos aus Bogota von Alessandro Rampietti.  ¤

Die deutschen Sender ignorieren, was in der Welt passiert. Statt die Nachrichten von den fast täglichen Unwetterkatastrophen in aller Welt zu bringen, wird der ganze Tag mit Erinnerungen an die Flutkatastrophe in Deutschland vor einem Jahr gefüllt. Von all dem äußerst peinlichen, letztlich rassistischen und chauvinistischem Gesummse habe ich nur eine kleine Animation im heute-journal aufbewahrt, die schön veranschaulicht, was "10 Meter über normal" bedeutet.

A

hj

2

1

14.7.22

Bei AJE ein Bericht über die extreme Hitzewelle in Westeuropa, in Spanien bis zu 46 °. Weitere Waldbrände in Frankreich und Kroatien. Die Brände (u.a. in Bordeaux und Porto) werden auch im ZDF kurz erwähnt.

A,hj

zus.3

           
14.7.22

Thema bei "Markus Lanz" ist die Flutkatastrophe in Deutschland vor einem Jahr. Peter Wohlleben erklärt sehr anschaulich die Bedeutung der Wälder (und zwar vor allem naturbelassener Wälder) für den Hochwasserschutz. Und nochmal, warum man endlich das Abholzen der abgestorbenen Fichtenplantagen verbieten muß. Minister Reul von der CDU hört verständnislos zu. Man hätte seine Rolle bei der illegalen Abholzung des Hambacher Forstes ansprechen sollen.  ¤

ZDF

30

15.7.22

Über die Bergrutsche in Kolumbien, bei denen zahlreiche Menschen getötet wurden, berichtet weiterhin nur AJE (Alessandro Rampietti aus Bogota). U.a. wurde eine Schule verschüttet, 19 Kinder konnten lebend geborgen werden.   ¤

A 2
           
15.7.22

Weitere Berichte über die extreme Hitzewelle in Westeuropa (bis zu 39 Grad in England, in Spanien und Portugal sind bereits hunderte Menschen durch die Hitze gestorben), die sich weiter ausbreitenden Waldbrände (jetzt vor allem in Südfrankreich) und die extreme Dürre in Südosteuropa, speziell in Italien und Ungarn. Dort sind mehrere Seen ausgetrocknet.  ¤

Beim ORF ein Bericht über Folgen der Dürre in Italien: weil der Po kaum noch Wasser führt, dringt Meerwasser weit ins Binnenland ein und versalzt das Grundwasser und die Ackerböden.

A,B,C

TS,E

ZiB

zus.12

zus.5

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16.7.22

Bericht von Mohamed Vall über die Dürre im Norden Syriens. Die Ursache ist neben dem Klimawandel, daß die Türkei das Wasser in großen Staudämmen zurückhält. Die früher fruchtbaren Flußtäler Kurdistans verdorren.

A 2
           
16.7.22

 

 

Extreme Hitzewelle in Südeuropa (bis 45 Grad in Spanien, bis 40 Grad in England und Süddeutschland, hunderte Tote), immer mehr Waldbrände in Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Rumänien, auf Kreta. Heute berichten alle deutschen Sender darüber, im Vordergrund stehen dabei aber natürlich die betroffenen deutschen Urlauber. In Nordafrika gibt es ebenfalls eine extreme Hitzewelle und Waldbrände in Marokko - Meldungen darüber gibt es nur bei AJE. Ebenso über die extreme Hitzewelle in China.  - Bei AJE Erläuterungen des australischen Klimaforschers Mark Howden, u.a. zur Bedeutung des Jetstreams. (Bei CNN verwendet ein Wettermann innerhalb eines Beitrags mehrmals abwechselnd Celsius und Fahrenheit, ohne darauf hinzuweisen. Eben waren es noch 42 Grad, jetzt plötzlich 105.)  ¤

Bei AJE auch ein Bericht über die katastrophale Dürre in Norditalien. Durch die Bodenversalzung könnte Italien ein Drittel seines Ackerlandes verlieren. Die Ernte wird dieses Jahr großenteils ausfallen. - Außerdem ein Bericht über die Dürre im Norden Syriens. Die Ursache ist neben dem Klimawandel, daß die Türkei das Wasser in großen Staudämmen zurückhält. Die früher fruchtbaren Flußtäler Kurdistans verdorren.  ¤

A,C

R,arj,ht,TS,E

zus.16

zus.11

                 
17.7.22

 

 

Mehr über die extreme Hitzewelle in West- und Südeuropa. Allein in Portugal sind bereits mindestens 660 Menschen durch die Hitze gestorben. Temperaturen dort bis 47 Grad. Es brechen immer mehr Waldbrände aus, heute vor allem in Griechenland sowie in Marokko. - Nur bei AJE Infos zu der extremen Hitzewelle in China. Hitzewarnungen (d.h. mehr als 40 Grad) in 68 Städten, die Stromnetze drohen zusammenzubrechen. Im Süden Chinas zugleich schwere Überschwemmungen.  ¤

Bei CNN Gespräch mit Michael Mann: wir ernten jetzt was wir gesät haben. Die Wissenschaftler haben seit Jahrzehnten diese Erwärmung recht genau vorhergesagt. Dabei haben sie allerdings die Zunahme von Extremwetterereignissen unterschätzt. Diese sind eine Folge der besonders starken Erwärmung der Arktis im Vergleich zum Rest der Welt und der dadurch ausgelösten Abschwächung des Jetstreams. (Leider hat Mann die Frage von Michael Holmes nicht beantwortet: was passiert, wenn die Kipp-Punkte erreicht werden? Und implizit: woher kommt die Annahme, daß dieses nicht längst geschehen ist? Mann sagt, wenn wir sofort die Emissionen beenden würden, würde die Erde sich wieder erholen. Ich vermute, daß dieser Punkt längst überschritten ist. Die Frage ist nur noch, ob es noch irgendwelche Sicherheitspunkte gibt, die eine Kettenreaktion bis zur völligen Eisfreiheit der Erde (und dann dem Verdampfen der Ozeane und Venus-Klima) verhindern.  ¤

A,C

TS,E

 

 

zus.13

zus.3

 

 

           
18.7.22

Die Hitzewelle und die Waldbrände in Europa sind bei den meisten Sendern Hauptthema. Allein in Spanien sind bislang 700 km2 Wald abgebrannt. Katastrophale Waldbrände auch in Marokko. (Weiterhin berichtet nur AJE darüber.) In England erreichen den Temperaturen praktisch überall Rekordwerte (bis knapp 40 Grad, in Spanien bis 48 Grad), Eisenbahnschienen verbiegen, die Rollbahnen von Flughäfen schmelzen. Der Marmolada-Gletscher in Norditalien bricht weiter auseinander.  ¤

A,B,C

R,arj,TS

zus.24

zus.13

                 
       

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