Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Klima, Erderhitzung, Energie / Entropie #5                                                  

Die meiner Meinung nach zur Zeit beste Darstellung der Weltlage und des nötigen Auswegs habe ich bei der "Initiative Ökosozialismus" gefunden. Speziell in der Broschüre "Ökosozialismus oder Barbarei. Eine zeitgemäße Kapitalismuskritik" (unten auf der Seite gibt's die ganze Broschüre als .pdf)  (Links aktualisiert.) 

  Klima #1   Klima #2  Klima #3  Klima #4

    (letzter Eintrag 26.3.21)

2.8.20

In Kalifornien gibt es bei Los Angeles erneut große Waldbrände. Infos von Rob Reynolds.

A

3

           
5.8.20

Waldbrände in Südfrankreich (bei Marseille ist ein Campingplatz mit hunderten Autos und Wohnwagen abgebrannt), in Italien und Russland.

ht,E

zus.3
9.8.20

Gespräch mit dem Meeresbiologen Hans-Otto Pörtner (AWI Bremerhaven, Mitglied des IPCC)), der als "radikale" Maßnahme gegen Erderhitzung und Artensterben vorschlägt, weltweit 30 Prozent aller Land- und Meeresflächen der menschlichen Nutzung zu entziehen. Konkret sollten z.B. in Europa die Moore renaturiert werden.

b&b

7

10.8.20

Neue britische Studie über das Abschmelzen des Schelfeises rund um die Antarktis.

B

2
13.8.20

In Kalifornien brennen rund um Los Angeles weiter riesige Brände in den seit Jahren ausgedörrten Wäldern.

B

2
15.8.20

Deutschland erlebt den dritten Dürresommer in Folge und im Moment auch die längste Hitzeperiode, die es jemals im August gab (hier an der Nordsee nun acht Tage mit mehr als 30 Grad). Über die Folgen für Mensch und Umwelt ist bisher wenig zu hören. Hier aber ein Bericht über das Waldsterben. Durch die Dürre sterben großflächig die Nadelwälder ab und werden von Schwärmen von Borkenkäfern kahlgefressen. Erschreckende Bilder aus dem Harz. Meist werden die toten Bäume gefällt und es bleibt eine Steppe zurück. Teilweise läßt man die Bäume aber auch stehen, damit sich dort wieder ein Mischwald bilden kann.

ht

2
17.8.20

Im Death Valley in Kalifornien ist eine neue globale Rekordtemperatur gemessen worden: 54,4 Grad.

A,E

zus.1
18.8.20

 

Ein Bericht über den beginnenden Kampf ums Wasser in Deutschland. Im dritten Dürresommer sinken überall die Grundwasserstände. Bäche und Seen fallen trocken, Wälder vertrocknen, und Wasserwerke streiten mit Maisbauern um die Entnahme von Grundwasser. Bei den Gartenbesitzern sieht jeder die Schuld beim Nachbarn, der einen noch größeren Swimmingpool hat.

Der korrupte Bauernverband jammert wegen der Dürre und fordert mehr Geld. Einige Bauern zeigen (was Biobauern schon immer praktiziert haben): daß man mit veränderten Anbaumethoden (kein Pflügen, flache Bodenbearbeitung, Zwischenfrüchte bzw. Gründüngung) den Humus vermehren und damit mehr Feuchtigkeit im Boden halten kann. Guter Bericht von Andreas Clarysse, und guter Kommentar von Justus Kliss.

frontal21

 

TT

11

 

5

           
18.8.20

Trotz aller Bekenntnisse zum Klimaschutz hat die Bundesregierung den Ausbau der Windenergie gestoppt und damit 40.000 sinnvolle Arbeitsplätze vernichtet. Niemand weiß, warum sie das tut.

frontal21

10

19.8.20

Wochenlang andauernde extreme Regenfällen in Südchina. Der Yangtze hat einen Rekordpegel erreicht und ist an vielen Stellen weit über die Ufer getreten. Durch die Überschwemmungen sind mehrere Weltkulturerbestätten in Gefahr, die Millionenstadt Chongqing steht teilweise unter Wasser, 130.000 Menschen wurden von dort fortgebracht.

A,E

zus.3

           
19.8.20

Im Norden und im Süden von Kalifornien gibt es weiter zahlreiche Waldbrände. Bisher sind insgesamt mehr als 120 km2 Wald und mehr als 50 Wohnhäuser abgebrannt. Infos aus Los Angeles von Rob Reynolds.

A

3

20.8.20

Neue Erkenntnisse über das Abschmelzen des grönländischen Eisschildes, das sich immer mehr beschleunigt. Weder die Meldung bei AJE noch der kurze Bericht bei der BBC bringen den wesentlichen Punkt auf den Punkt: die Forscher vermuten, daß auf Grönland inzwischen der Kippunkt überschritten wurde, das heißt: der Schmelzprozeß verstärkt sich selbst und würde auch nicht mehr aufhören, wenn die Temperaturen nicht weiter steigen würden.

A,B

zus.2

20.8.20

In Kalifornien sind zigtausende Menschen auf der Flucht vor den über 360 Wald- und Buschbränden. Bericht und Infos von Rob Reynolds.

A,E

zus.6

     
20.8.20

Vier Aktivistinnen von "Fridays for Future", darunter Greta Thunberg, treffen sich in Berlin mit Kanzlerin Merkel. Über konkrete Ergebnisse ist nichts bekannt.

nam,E

zus.4

21.8.20

Nach Messungen des AWI sind letztes Jahr auf Grönland 532 km3 Eis verloren gegangen, soviel wie nie vorher. (Bis in die 90er-Jahre war der Wert recht stabil bei 150 km3, was damals noch durch den Zuwachs des Eises in der Antarktis ausgeglichen wurde. Seitdem steigt der Eisverlust immer schneller an.) Erläuterungen bei AJE und bei Euronews von Ingo Sasgen (AWI Bremerhaven). Leider wird nicht weiter auf die Frage eingegangen, ob der Kippunkt überschritten wurde. (Bei Euronews wird das zwar kurz erwähnt, aber falsch erklärt.)

A,E

zus.7
           
21.8.20

Das Ausmaß der Brände in Kalifornien hat sich innerhalb eines Tages verdoppelt. Hunderte Häuser sind abgebrannt, bisher sechs Menschen umgekommen. Infernalische Bilder. Donald Trump überlegt laut, ob man Kalifornien dafür "zahlen" lassen solle, weil die ja seine Ratschläge - trockenes Laub und Äste wegfegen - nicht befolgt haben.  ¤

B,ht

zus.4
22.8.20

Mehr über die verheerenden Waldbrände in Kalifornien. Gouverneur Newsom bittet Nachbarstaaten sowie Kanada und Australien um Hilfe. Wegen der Coronagefahr wollen viele Leute nicht in die Notunterkünfte. Durch den Qualm ist die Luft zeitweise kaum noch zu atmen.

A,TS

zus.4
           
23.8.20

Nach einer britischen Studie sind weltweit in 30 Jahren insgesamt 28.000 km3 (bzw. 28 Billionen Tonnen) Eis verloren gegangen 

Sky

2

23.8.20

In Kalifornien brennen jetzt etwa 600 einzelne Wald- und Buschbrände, auf insgesamt 4000 km2. (Nicht 3000 m2, wie der Euronews-Sprecher meint.)

B,E zus.3
23.8.20

Zwei Hurrikane haben kurz nacheinander die Insel Hispaniola getroffen und in der Dom. Rep. und in Haiti sowie auf Puerto Rico schwere Verwüstungen und Überschwemmungen angerichtet. Beide sind nun auf dem Weg Richtung US-Südküste. 

B

3

23.8.20

Offenbar ist auch in Amazonien der Schalter gekippt: das Feuchtgebiet Pantanal im Süden Brasiliens, das bisher von den Sekundärregenfällen des Regenwaldes feucht gehalten wurde. ist dieses Jahr ausgetrocknet. Die kleinen Feuer von Bauern zur Waldrodung breiten sich unkontrolliert aus, und nun gibt es auch dort riesige Waldbrände. Dieses Jahr wurden dort bisher 17.000 km2 Wald vernichtet. Bericht von Matthias Ebert.  ¤

WS

6

           
24.8.20

Weiter mehrere hundert Waldbrände in Kalifornien, darunter der zweitgrößte und der drittgrößte Brand in der Landesgeschichte. Über 800 Häuser wurden zerstört, 250.000 Menschen mußten flüchten. Einige fangen an zu merken, daß dies eine neue Normalität ist. Bericht von Rob Reynolds.  ¤

A

3

           
25.8.20

Infos von Rob Reynolds aus Los Angeles über die katastrophalen Waldbrände. Dabei sind auch 1200 Gebäude abgebrannt. San Francisco ist momentan die Stadt mit der schlechtesten Luftqualität weltweit.

A

4
25.8.20

Durch das Rekordhochwasser des Jangtse hat der Drei-Schluchten-Staudamm seine maximale Füllhöhe erreicht. Die enormen Überschwemmungen konnte er nicht verhindern. Chinas Landwirtschaft wird dadurch Schäden von ca. 26 Milliarden Dollar erleiden. Katrina Yu berichtet aus Peking.

A

3
           
25.8.20

"Wassernotstand in der Lausitz" - Die Kohlekonzerne werben damit, sie würden die Tagebaue nach Verrichtung in blühende Landschaften verwandeln. In der Lausitz soll dort ein riesiger Badesee entstehen, "der Ostsee". Allerdings gibt es dank Erderwärmung dafür nun kein Wasser mehr. Und das Wasser, welches weiterhin aus den noch betriebenen Tagebauen abgepumpt wird, verseucht die Flüsse und damit das Trinkwasser der Bevölkerung. Beides war von Umweltschützern vorhergesagt worden, aber die Verantwortlichen geben sich weiter optimistisch. Irgendwie wird das alles schon klappen. - Und sonst bleiben eben Mondlanschaften. ¤

ZDF

9
26.8.20

Der Superhurrikan "Laura" bewegt sich auf die Südküste der USA zu. Es werden Flutwellen von 6 Meter Höhe erwartet, eine halbe Million Menschen in Texas und Louisiana sollen sich in Sicherheit bringen. Beeindruckende Satellitenbilder.

A

1

27.8.20

Rekordregenfälle und schwere Überschwemmungen im Sudan, in Afghanistan und Pakistan. Jeweils etwa 100 Tote.

A

1

27.8.20

Der Superhurrikan "Laura" hat sich etwas abgeschwächt und doch nicht ganz so extreme Schäden verursacht wie befürchtet. Aber große Überschwemmungen und zahlreiche zerstörte Gebäude in Texas und Louisiana. In Louisiana kam es durch den Sturm zu einem Brand in einer Chemiefabrik.

A,E

zus.7
           
28.8.20

Bericht über die schweren Zerstörungen durch die Überflutungen in Afghanistan und Pakistan.

A

2

           
30.8.20

Ein Bericht von Hiba Morgan über die katastrophalen Überschwemmungen im Sudan (u.a. durch ein Rekordhochwasser des Nil). Catherine Soi berichtet vom Baringo-See in Kenia. Der See steigt seit sieben Jahren immer weiter an, wie alle Seen im Rift-Valley, und hat hunderte km2 Ackerland überflutet. Tausende Bewohner sind auf der Flucht.

A

zus.6

                   
30.8.20

In Garzweiler demonstrieren 4000 Leute gegen den Tagebau und für den Erhalt der Dörfer. Ein paar Aktivisten haben zeitweise einen der Kohlebagger besetzt.

R,TS

zus.1
31.8.20

Durch die verstärkten Niederschläge der letzten Jahre ist der Bogoriasee in Kenia so stark angewachsen, daß er jetzt mit dem Baringosee zusammenwächst. Beide haben unterschiedliches Wasser, einer stark alkalisch, der andere neutral, und wenn sie vermischt werden, sind die beiden einzigartigen Ökosysteme bedroht. Bericht von Catherine Soi.

A

3
           
1.9.20

"Deutschland und der Klimawandel - Die Fakten von Harald Lesch" - Für Leute, die die letzten Jahre auf einem anderen Planeten verbracht haben, sicher sehr spannend. Viele längst bekannte Fakten, unsortiert und teilweise chaotisch vorgetragen, aber immer mit der passenden Kopfbedeckung. Lesch erklärt die Omega-Wetterlage und sagt daß diese durch die Erderwärmung häufiger wird, erklärt aber nicht, warum das so ist. Immer an einem relativ optimistischen Szenario orientiert. Was alles passieren "könnte" für Leute ohne Phantasie. (Es "könnte" nicht nur sein, daß die Ernteerträge um 30 % sinken - sie "könnten" auch um 100 % sinken.) Lustige Stilblüten ("Kubikliter"). Und natürlich ständig das große "Wir". (Keine Ahnung, wer das ist.) Naja, Lesch eben.

ZDF 43
1.9.20

Die Provinz Santa Fé im Norden Argentiniens galt einmal als "Klein-Amazonien", mit Wäldern, Feuchtgebieten und großem Artenreichtum. Jetzt herrscht auch dort seit Jahren Dürre. Dieses Jahr hat es ca. 11.000 Brände gegeben, zum Teil von Farmern gelegt, 900 km2 sind dabei abgebrannt. Bericht von Teresa Bo.

A

3
           
2.9.20

Meldung: laut offiziellen Angaben ist die Zahl der Waldbrände in Amazonien dieses Jahr zurückgegangen. Ein Wissenschaftler der brasilianischen Waldbehörde widerspricht dem und sagt, daß die Zahl erneut gestiegen ist, auf den höchsten Stand seit mehr als 10 Jahren.

A

1/2
5.9.20

Tausende Waldbrände in Amazonien und im Pantanal. Die Umweltbehörden können dank Bolsonaro kaum noch etwas gegen Brandrodungen tun. OT: "Ich werde das Krebsgeschwür der Umweltorganisationen töten!" Bericht von Matthias Ebert

TS

2
             
5.9.20

Hiba Morgan berichtet aus Khartum über die beispiellosen Überflutungen durch das Nilhochwasser und enorme Regenfälle im Sudan.

A

3
5.9.20

"Hotspots" - Reportage von Stuart Ramsay aus Nassau (Bahamas) nach der totalen Zerstörung durch den Hurrikan Dorian vor einem Jahr.  ¤

Sky

22
5.9.20

In England haben Aktivisten von "Extinction Rebellion" zwei Druckereien blockiert, in denen der Klimaleugner Murdoch seine Lügenblätter drucken läßt. Vier Zeitungen, darunter das Massenblatt "Sun" und die "Times", konnten nicht ausgeliefert werden.

A,Sky,E

zus.6
           
5.9.20

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Prof. Noam Chomsky u.a. über den "Global Green New Deal". (NNA)*  ¤

RT

28

           
6.9.20

Die Waldbrände in Kalifornien breiten sich wieder schneller aus. Auf einem Campingplatz im Sierra-Nationalpark waren 220 Menschen vom Feuer eingeschlossen und mußten mit Hubschraubern ausgeflogen werden. Der Westen der USA erlebt eine extreme Hitzewelle, überall werden neue Rekordtemperaturen erreicht.  ¤

A,B,C

zus.10
                 
6.9.20

"The dark side of green energy" - Film über die neuen Umweltprobleme durch Windräder, Solaranlagen und Elektroautos. - (Leider NNA* - aber für Ökosozialisten ist das nichts Neues. Die Klimakrise ist kein technologisches Problem, sondern ein gesellschaftliches. Ohne einen Wechsel des Wirtschaftssystems helfen alle gutgemeinten neuen Techniken nicht aus der Not.)  (NNA)*  ¤¤

A

48
7.9.20

Berichte über die andauernden Waldbrände in Kalifornien. In diesem Jahr ist insgesamt bereits eine größere Fläche abgebrannt als jemals zuvor in einem Jahr. 

B,C

zus.7
           
8.9.20

In Kalifornien wüten weiterhin 22 größere Waldbrände, insgesamt sind bereits 9000 km2 abgebrannt, und es ist erst der Beginn der Waldbrandsaison. Bei CNN berichtet Dan Simon aus dem kleinen Ort Shaver Lake, der komplett zerstört wurde.

A,C

zus.4
           
8.9.20

Der größte Gletscher der Westantarktis, der Thwaites-Gletscher, schmilzt immer schneller ab. Britische und US-Forscher haben entdeckt, daß es an der Sohle des Gletschers ein Netz von Tunneln gibt, durch die warmes Meerwasser kilometerweit unter den Gletscher gelangt. Bericht von Justin Rowlatt. (Siehe 27.1.20)

B

3

8.9.20

Wenn ein Land, wie die Niederlande, ernsthaft aus der Kohleverbrennung aussteigen will, wird es von den Energiekonzernen auf "Schadensersatz" verklagt. Rechtsgrundlage ist der "Vertrag über die Energiecharta", ECT. Die Klagen werden vor einem außergesetzlichen "Schiedsgericht" der Weltbank in New York verhandelt, und dort bekommen meist die Konzerne recht. Durch den ETC wird die staatliche Souveränität ausgehebelt. Die Kündigungsfrist dauert für Einzelstaaten 20 Jahre.  - Die Frage ist, ob dieser Vertrag überhaupt rechtmäßig ist. Er widerspricht vermutlich dem Grundgesetz und ganz sicher dem verbindlichen Pariser Klimaschutzabkommen. Notwendig wäre, die Konzerne für die Zerstörung des Ökosystems zur Verantwortung zu ziehen.  ¤

frontal21

11

8.9.20

Der Dokumentarfilm "Die Epoche des Menschen" zeigt die hässlichen Wunden, die der Kapitalismus ins Antlitz der Erde frisst. Viele schön schaurige Bilder, viel Gerede von "Menschheit" und "Zivilisation", keine Frage nach Ursache und Verantwortung. (Da war schon "Koyaanisqatsi" ein Stück weiter.)

ktzt

6

9.9.20

Adam Parsons berichtet von Island über das rapide Abschmelzen des Vatnajøkull-Gletschers.

Sky

4

           
9.9.20

Mehr über die beispiellosen Waldbrände im Westen der USA, zusammen etwa 80 große Feuer, nicht nur in Kalifornien: in sechs Bundesstaaten, besonders in Oregon. Das Sonnenlicht gelangt kaum noch durch den Rauch, apokalyptische Bilder wie in Australien vor einem halben Jahr. Erstaunlicherweise bei den deutschen Sendern kein einziger Bericht, kein Bild, kein Wort.  ¤

A,B,C zus.27
           
9.9.20

Im Sudan gibt es die schwersten Überschwemmungen seit Menschengedenken, und das Nilhochwasser steigt immer noch weiter. Bericht von Anne Soi.

B

3

10.9.20

Entlang der gesamten US-Westküste brennen die Wälder, über 100 Brände in 12 Bundesstaaten. In Kalifornien und Oregon sind mehrere kleine Orte abgebrannt mit zusammen einigen tausend Häusern. In Oregon sind 500.000 Menschen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. Eines der Feuer in Kalifornien ist inzwischen das größte der Geschichte. - Berichte jetzt auch bei ARD und ZDF. Wettermann Özden Terli erklärt, wie die Feuerstürme sich ihr eigenes Wetter schaffen und immer neue Brände entfachen.  ¤

A,C,TS,hj,h+

zus.15

10.9.20

Durch die gewaltigen Überschwemmungen im Sudan breiten sich diverse Infektionskrankheiten aus. Bericht aus Khartum von Hiba Morgan. - Auch im Senegal und in Niger sind zahlreiche Menschen durch extreme Regenfälle und Überschwemmungen ums Leben gekommen. Bei TV5 ein Bericht aus Niger.

A,JA

zus.5

           
11.9.20

 

Etwa 100 Waldbrände in 12 Bundesstaaten im Westen der USA, jetzt auch in Alaska. Es hat noch nie soviele große Brände gleichzeitig gegeben, darunter die drei größten Brände der Geschichte. Bisher sind allein in Kalifornien über 12.000 km2 abgebrannt. In Oregon müssen wegen der Brände mehr als 10 Prozent der Bewohner ihre Wohnorte räumen. Dutzende Menschen werden vermißt, mindestens 24 Menschen wurden bisher getötet. Die Luft ist kaum noch zu atmen. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom weist auf die Erderhitzung als Ursache hin. Inmitten einer rauchenden Wüste sagt er: "Wenn ihr der Wissenschaft nicht glaubt, glaubt ihr ja vielleicht den sichtbaren Beweisen: wir sind mitten in einem Klimanotstand."  ¤¤

Jetzt auch einige Berichte bei den deutschen Sendern, aber deutlich weniger als bei den Bränden in Australien Anfang des Jahres. Bei der ARD nur im Wetterbericht Satellitenbilder aus denen hervorgeht, daß die Qualmwolke sich zeitweise bis nach Europa ausgebreitet hat. Deshalb hier diese tiefroten Sonnenuntergänge. (Im "heute"-Video ab 9:49)

A,B,C,n,
arj,ht,TT

zus.20
               
12.9.20

Bei den Waldbränden im Westen der USA sind inzwischen über 20.000 km2 abgebrannt. Mindestens 28 Menschen wurden getötet, in mehreren Orten gelten Dutzende Menschen als vermißt. Oregon bereitet sich laut CNN auf ein "Mass facility incident" (also zahlreiche Tote) vor. Ziemlich dramatische Berichte bei CNN, und nochmal der OT von Gouverneur Gavin Newsom: "Die Debatte über den Klimawandel ist vorbei. Kommt einfach her und seht es mit eigenen Augen." Gute ausführliche Berichte auch bei Sky News. Auf deutsch weiterhin erstaunlich wenig.  ¤

B,C,Sky,R,TS,E

zus.25
                 
13.9.20

Ein kurzer OT aus Donalds Rede in Minden (Nevada). Donald erklärt, die Ursache der Waldbrände im Westen der USA sei "schlechtes Waldmanagement".

C 1
13.9.20

Weitere Berichte über die verheerendsten Brände in der Geschichte der USA, und über die Not der Leute, die vor den Flammen flüchten mußten.  ¤

A,B,C,Sky

ht,TS

zus.17

zus.4

                 
14.9.20

Weiterhin über 100 große Waldbrände im Westen der USA, vor allem in Kalifornien und Oregon. Donald Trump ist zu Besuch in Kalifornien. Bei einem Treffen mit Lokalpolitikern wird er auf die Erderwärmung angesprochen. "Es wird bald wieder kühler", die Wissenschaft wisse davon nichts. Und grinst dabei. Joe Biden reagiert darauf: man dürfe diesem Klimabrandstifter nicht noch vier Jahre Zeit geben.  ¤

A,C,Sky,
R,TT,h+

zus.18

           
14.9.20

Stuart Ramsay berichtet aus Pará (Brasilien). Der Amazonas-Regenwald brennt, noch schlimmer als letztes Jahr. Die Regenzeit ist komplett ausgefallen. Ramsay begleitet ein Team von Feuerwehrmännern. Die fünf Männer sind zuständig für ein Gebiet von der Größe Schottlands.  ¤

Sky

5

           
14.9.20

Bei den riesigen Überschwemmungen im Sudan ist ein Großteil der Getreideernte vernichtet worden. Mohammed Adow berichtet aus Khartum. - Schwere Überschwemmungen auch in Senegal. In Dakar ist die Kanalisation übergelaufen, es droht eine Ausbreitung von Seuchen. Nicolas Haque berichtet von dort.  ¤

A

5

           
15.9.20

In der Westantarktis hat der Kollaps von zwei wichtigen Eisschelfen begonnen, die bisher den Pine-Island-Gletscher und den Thwaites-Gletscher vor dem Meerwasser geschützt haben. Das Abschmelzen dieser beiden großen Gletscher wird sich dadurch weiter beschleunigen. Erläuterungen von der Klima-Expertin Hannah Safford. (Und das dürfte im Rückblick die wichtigste Meldung dieses Jahres gewesen sein, die in deutschen Medien nicht vorkam.)  ¤¤

A

4

15.9.20

Mehr über die andauernden Waldbrände im Westen der USA. Bei AJE erklärt Prof. Stefan Doerr, was es mit dem von Trump als Ursache der Brände behaupteten "Waldmanagement" auf sich hat. Dieses hat an bestimmten Stellen einen Einfluß auf die Brände, aber einen sehr geringen angesichts von jahrelanger Dürre und extremen Hitzewellen. Es sind auch einige Wälder abgebrannt, die so behandelt wurden wie Trump sich das vorstellt. - Die Tagesschau berichtet über Trumps Besuch in Kalifornien und seine erneute Leugnung des Klimawandels. - Bei den "Weltbildern" ein Bericht von Philipp Weber über Leute, die bei den Bränden alles verloren haben, und Trump, der von den Gründen dafür nichts wissen will.  ¤

A,TS,NDR

zus.11

15.9.20

Bei AJE und Euronews Berichte über die beispiellosen Brände im Pantanal (zwischen Brasilien, Paraguay und Bolivien), das eigentlich ein Feuchtgebiet ist. Die Dürre dort ist offenbar eine Folge der Abholzung des Amazonas-Regenwaldes. Die Brände werden von Bauern gelegt, um neues Ackerland zu schaffen, geraten dann aber durch die Dürre außer Kontrolle.  ¤

A,E

zus.4
                 
16.9.20

Beim ZDF-Wetter eine Karte der Bodentrockenheit in Deutschland. Auch nach ein paar Schauern vor zwei Wochen herrscht in weiten Teilen schwere bis extreme Dürre, nun im dritten Jahr.

Beim ARD-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im August: extreme Hitze im Westen der USA und in Westsibirien. Sven Plöger weist dabei auf ein Muster hin: durch das Stehenbleiben der Jet-Strömungen gibt es auf der Nordhalbkugel sehr oft ein feststehendes Schachbrettmuster von heißen und kühleren Gebieten, mit entsprechend feststehenden Strömungsmustern. Faszinierend.  ¤

hj

TT

1/2

1

16.9.20

Die Waldbrände im Westen der USA dauern an und sorgen für katastrophale Luftverschmutzung. Rob Reynolds berichtet aus Portland.

A

3

           
16.9.20

Der Hurrikan "Sally" hat den Süden der USA getroffen und in Alabama für enorme Überschwemmungen gesorgt. Das Sturmgebiet bewegt sich kaum von der Stelle.

A

4

17.9.20

 

Nicht nur in Kalifornien brennen die Wälder. Auch in den riesigen Wäldern der sibirischen Taiga gibt es nach Dürre und einer beispiellosen Hitzewelle zahllose Waldbrände, die dort im Boden auch den Permafrost weiter auftauen. Steve Rosenberg berichtet aus Jakutien.  ¤

Und das Pantanal brennt. Es ist das erste Mal, daß es in dem Feuchtgebiet so große Feuer gibt. Die Regenzeit ist praktisch ausgefallen, Folge der Abholzung des Amazonas-Regenwaldes. Das Pantanal ist einer der artenreichsten Lebensräume. Nun sterben ungezählte seltene Tiere in den Flammen. Bericht von Mark Lobel.  ¤

Bei den Tagesthemen berichtet Claudia Buckenmaier über den Kampf gegen die Brände in Kalifornien.

B

B

TT

5

3

3

                 
17.9.20

Mohammed Adow berichtet aus Sinjah über die riesigen Überschwemmungen im Sudan. Über 650.000 Menschen sind betroffen, die Regierung hat für drei Monate den Notstand ausgerufen.

A

2

18.9.20

Noch ein Bericht von Steve Rosenberg aus Jakutien (Ostsibirien). Dort taut überall der Permafrostboden auf, wodurch sich unzählige kleine Hügel bilden. Straßen werden unbefahrbar, Gebäude versacken. (Und anderswo zerbrechen Ölpipelines.)

B

4

           
18.9.20

Weitere Berichte über die Waldbrände im Westen der USA, von Jan Philipp Burgard und Britta Jäger. Eines der Feuer nähert sich den Vororten von Los Angeles.

TS,hj

zus.4
18.9.20

Matthias Ebert berichtet über die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes. Im Bundesstaat Pará geraten illegale Brandrodungen außer Kontrolle, die Brände greifen auch auf die Schutzgebiete der Indigenen über. Bolsonaro spielt die Gefahr herunter. Durch die Abholzung des Regenwaldes ist auch das Feuchtgebiet Pantanal ausgetrocknet, auch dort gibt es jetzt riesige Flächenbrände.  ¤

TT

4
           
19.9.20

Mohammed Adow berichtet weiter aus Sinjah (im Südwesten des Sudan) über die riesigen Überschwemmungen, die es hier in dem Ausmaß noch nie gegeben hat. Große Landstriche sind seit Wochen überflutet, in manchen Orten sind sämtliche Häuser zerstört. Nun drohen Seuchen und eine Massenvermehrung von Malaria-Mücken.  ¤

A

3
           
19.9.20

Berichte von Monica Yanakiew und Matthias Ebert über die nie dagewesenen Flächenbrände im Feuchtgebiet Pantanal. Beide weisen darauf hin, daß die Austrocknung des Pantanal eine Folge der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes ist. (Dieses ist einer der berühmten Kipp-Punkte des globalen Klimasystems.) Bolsonaro spielt die Gefahr herunter und behauptet, kein Land der Welt tue so viel für den Umweltschutz. Bei einem Besuch in Matto Grosso konnte sein Flugzeug wegen der Qualmwolken zunächst nicht landen.  ¤

A,TS zus.5
                 
20.9.20

Ein Bericht bei CNN über die riesigen Flächenbrände im ehemaligen Feuchtgebiet Pantanal im Süden Brasiliens und Nachbarländern.

C 2
20.9.20

Jan-Philipp Burgard berichtet über die Waldbrände in Kalifornien und die Frage, ob die Ursache nun in der Erderhitzung liegt oder im falschen Waldmanagement. Burgard meint: wohl beides, und zitiert einen alten Indianer, der erzählt, daß sie früher das Unterholz kontrolliert abgebrannt haben, damit Waldbrände keine Nahrung haben.  - Das mag in manchen Gegenden stimmen. Es sind aber auch solche leergeräumten Wälder abgebrannt. Und in regenreichen Jahren könnte gerade das Totholz große Mengen Wasser speichern.

WS

7
           
20.9.20

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit dem Journalisten Abrahm Lustgarten, der sich intensiv damit beschäftigt hat, wie die bevorstehende Klimakatastrophe die Wohngebiete der Menschen verändert und zu beispiellosen Wanderungsbewegungen führen wird. Ein Drittel der Menschheit wohnt in Gebieten, die bald nicht mehr bewohnbar sein werden. Er untersucht, wo die Menschen hingehen werden, einmal weltweit und dann innerhalb Nordamerikas. Bisher sind US-Bürger meist an die Küsten umgezogen oder in sonnige Gegenden wie Arizona, wo nun das Wasser knapp wird. Etwa die Hälfte der US-Bürger muß nun genau den entgegengesetzten Weg nehmen. (Daß Trump gerne Grönland den USA zuschlagen möchte, hat zwar einen anderen Grund - Bodenschätze - macht aber in diesem Zusammenhang Sinn. Die Insel wird zum Ende des Jahrhunderts einer der wenigen Orte sein, der noch Millionen von Menschen aufnehmen und ernähren kann.)

C

 

7

 

21.9.20

Nach Satellitenmessungen hat die Fläche des arktischen Meereises dieses Jahr mit 3,7 Millionen km2 den zweitniedrigsten Wert erreicht. Nur 2012 war die Fläche noch kleiner. Leider keine Angabe zum Volumen des Eises.

B

2

21.9.20

Erstmals ein Bericht auf deutsch über die katastrophalen Überschwemmungen im Sudan. Guter Bericht von Uli Gack.

ht

2

22.9.20

Durch die Überschwemmungen im Sudan sind rund 140.000 Häuser zerstört worden. Hiba Morgan berichtet aus dem Bundesstaat River Nile. 

A

3

             
22.9.20

Auf deutsch berichtet nur Euronews über das Verschwinden des Meereises in der Arktis.

E

1

           
23.9.20

 

Meldung bei CNN: das "Creek Fire" in Kalifornien brennt seit drei Wochen und ist inzwischen das größte Feuer in der Geschichte des Landes. Alleine dieses Feuer hat 1100 km2 Wald zerstört. - Bei AJE ein Beitrag von Rob Reynolds, der die weltweite Ausbreitung von Waldbränden feststellt. Der Feuerhistoriker Stephen Pyne sieht ein neues "Zeitalter des Feuers". Durch die Brände gelangen enorme Mengen Kohlenstoff in die Atmosphäre, die Erderwärmung wird weiter verstärkt, es gibt einen Rückkopplungseffekt.  ¤

Axel Storm berichtet aus den Juniper Hills bei Los Angeles. Bedrückende Bilder. Manche Leute, die bei den Bränden alles verloren haben, lieben ihren Trump immer noch, auch wenn sie feststellen, daß er "wenig für die Umwelt tut".  ¤

A,C

 

auslandsjnl

zus.4

 

7

     
23.9.20

Stuart Ramsay berichtet aus dem Pantanal (im Süden Brasiliens). Seit Monaten brennt das ehemalige Feuchtgebiet. Mindestens 36 Tierarten sind durch die Brände am Rand des Aussterbens. Allein mehr als die Hälfte der Population der ohnehin seltenen Jaguare wurde getötet. Tierschützer suchen Überlebende und versuchen, sie in Sicherheit zu bringen. Die Tümpel, in denen Kaimane leben, sind fast ausgetrocknet.  ¤

Sky

6

     
24.9.20

In Sibirien gibt es neben den Waldbränden auch riesige Brände in Torfmooren. Die Größe der Fläche ist umstritten, Greenpeace spricht von 110.000 km2. Auch wo das Feuer an der Oberfläche gelöscht wird, schwelt es oft im Untergrund weiter.

E

2

           
25.9.20

Durch die wochenlangen Regenfälle und das Hochwasser des Nil sind auch im Südsudan ganze Landstriche überflutet. Über 600.000 Menschen haben ihre Häuser verloren. Schon vorher war fast die Hälfte der Bevölkerung von humanitärer Hilfe abhängig. Ihre Lage verschärft sich nun weiter. Bericht von Hiba Morgan. 

A

3
25.9.20

In aller Welt demonstrieren wieder Menschen mit "Fridays for Future" für einen ernsthaften Klimaschutz. Wegen Corona hatte es monatelang keine Kundgebungen gegeben. Berichte nur bei den deutschen Sendern. 

R,arj,TS,hj,TT,E

zus.16
           
26.9.20

Im Rheinland versuchen einige tausend Klimaschutzaktivisten, die Kohletagebaue und Kraftwerke zu besetzen, und so wenigstens symbolisch die kriminelle Kohleverbrennung zu stoppen. Die Polizei stellt klar, daß ihr das Überleben der Menschheit weniger wichtig ist als das Interesse eines kriminellen Großkonzerns, und behindert die Aktionen mit einem Großeinsatz, wobei es immer wieder zu massiven Gewaltausbrüchen der von den Bürgern bezahlten Beamten kommt. Die TV-Berichte übernehmen großenteils die Sichtweise der staatlichen Kriminellen, die Aktivisten kommen kaum zu Wort. Besonders dumm-peinlich die Berichterstattung bei "Welt", aber die Tagesschau ist auch nicht viel besser. (Nein, die Dörfer sollen nicht "umgesiedelt" werden, RWE will sie abreißen.) Besser die Berichte bei RTL und im ZDF.

W,R,ht,TSj,E

zus.12
29.9.20

Im Norden Kaliforniens breiten sich die Waldbrände erneut stark aus. Josh Campbell berichtet aus einer komplett abgebrannten Siedlung in Santa Rosa. Bilder von brennenden Weinbergen und von einem brennenden Hotel. 

C,hj

zus.2
1.10.20

Wirtschaftsminister Altmaier tut neuerdings so, als läge die Energiewende ihm am Herzen. Tatsächlich arbeitet er weiterhin gegen die Windindustrie und die Solarindustrie. Abstandsregeln, kein Ersatz von Altanlagen, absurde Einspeisungsvorschriften sollen dafür sorgen, daß die Verbrennung von Fossilien in Deutschland weiterhin "nötig" bleibt.

Monitor

10

           
3.10.20

Ein seit Wochen über Südeuropa festhängendes Sturmtief sorgt in Norditalien und Südfrankreich mit enormen Regenmengen für Sturzfluten und schwere Zerstörungen. In der Gegend von Nizza wurden über 100 Häuser und zahlreiche Brücken von den Fluten weggespült. Die schlimmsten Überschwemmungen seit über 100 Jahren. Bisher mindestens 10 Tote, wahrscheinlich wesentlich mehr.  ¤

A,arj,ht,E

zus.8
           
4.10.20

Die Waldbrände in Kalifornien dauern an. Inzwischen sind über 6000 km2 Wald abgebrannt, mehr als jemals zuvor in einem Jahr. 

A

2

           
7.10.20

Der September '20 war der weltweit wärmste September bisher und bricht damit erneut den Rekord des Vorjahres. Bei der BBC Erläuterungen von Roger Harrabin.

B,E

zus.5
9.10.20

Bericht von Monica Yanakiew über die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes. Nach dem Pariser Abkommen hätte Brasilien die Abholzung auf maximal 4000 km2 pro Jahr vermindern müssen. Dieses Jahr wird es dreimal soviel sein.

A

3

             
9.10.20

Nach längerer Dürre und extremen Temperaturen gibt es jetzt in den Ländern östlich des Mittelmeeres ungewöhnlich viele Waldbrände, in der Türkei, Syrien, Libanon und Israel. 

B

1

10.10.20

Der Südsudan wird von den schwersten Überschwemmungen seit Menschengedenken getroffen. Seit Juli ist die Hälfte der Bezirke betroffen. Zigtausende, die schon auf der Flucht vor Kämpfen waren, haben erneut ihre Unterkünfte verloren. Die Ernte ist zerstört, Haustiere ertrunken. Malaria, die Masern und andere Seuchen breiten sich aus.  ¤

A 2
           
10.10.20

Noch eine Meldung und Bilder von den Waldbränden im Libanon, in Israel, Syrien und der Türkei.

A

1

10.10.20

"Mit offenen Karten: Grönland - Begehrlichkeiten im Ewigen Eis" - Geografie, Bewohner, Besiedlungsgeschichte, Autonomie, Wirtschaft, US-Militärbasis Thule, der Arktische Rat, Bodenschätze, Eisschmelze, chinesische Interessen, Ressource Süßwasser, Folgen der Eisschmelze. - Nichts über das Terrain unter dem Eis und das Aussehen Grönlands ohne Eispanzer. (In 200 Jahren wird Grönland einer der wenigen noch bewohnbaren Plätze auf der Erde sein.)

arte

12

12.10.20

Die UN haben einen Report über weltweite Naturkatastrophen veröffentlicht. Deren Zahl ist in den letzten 20 Jahren stark angestiegen und hat sich gegenüber den 20 Jahren davor fast verdoppelt. In 20 Jahren wurden Schäden von 3 Billionen Dollar verursacht. Der Report warnt, daß die Erde für Millionen von Menschen unbewohnbar wird. Gespräch darüber mit Will Nichols (Chef einer Firma für Risikoanalysen). Bei der Tagesschau eine Meldung.

A,TS

5

           
12.10.20

Als Folge der Abholzung des Amazonas-Regenwaldes hat der Pegel des Flusses Paraguay einen historischen Tiefststand erreicht. Der Fluß fließt von Brasilien durch Bolivien und Paraguay bis Argentinien. Auch in Paraguay gibt es eine extreme Dürre und zahlreiche Waldbrände.

A

2

           
12.10.20

 

 

Die "Polarstern" hat ihre mehr als einjährige Arktisexpedition beendet. In Bremerhaven werden Schiff und Besatzung festlich empfangen. Expeditionsleiter Prof. Markus Rex vom AWI spricht bei einer PK und in diversen Interviews darüber, daß das Meereis am Nordpol dabei ist, zu verschwinden. Es gibt im Sommer große Lücken im Eis, und statt dickem mehrjährigem Eis nur noch dünnes brüchiges Eis. Obwohl der Schaden dort also längst eingetreten ist, meint er, "wir" hätten immer noch Zeit, die Entwicklung zu stoppen. Bei den Sendern werden seine Aussagen als dramatische Warnung verstanden. Ich halte sie für eine von einem Physiker unverantwortliche Schönfärberei.

Abgesehen davon frage ich mich, ob die Wissenschaftler das Problem mit ihren Untersuchungen nicht noch verstärken. Rex erzählt, daß die Polarstern siebenmal Besuch von Eisbrechern bekam, zur Versorgung mit Brennstoff und Lebensmitteln. Wenn ich Eis in einer Schüssel schmelzen will, muß ich es erwärmen. Ich kann den Prozess aber stark beschleunigen, indem ich das Eis mechanisch in kleine Stücke zermantsche. Rußland unterhält eine ganze Flotte von nuklear betriebenen Eisbrechern, die ständig durchs Polareis kreuzen, wohl auch zu dem Zweck, dieses möglichst schnell loszuwerden.

A,hj,TT,E

 

 

zus.10

 

 

           
14.10.20

Der September war der weltweit wärmste September seit Beginn der Messungen. Erläuterungen von Will Steffen (Klima-Experte).

Meldung: die Waldbrände in Kalifornien dauern an und bedrohen erneut Vororte von Los Angeles.

A

A

3

1/2

16.10.20

Meldung über riesige Waldbrände in Colorado, die größten in der Geschichte des US-Bundesstaats, über 650 km2 sind betroffen.

TS

1/2

16.10.20

Caren Miosga spricht mit Greta Thunberg über die Klimapolitik der EU. Das erklärte Ziel, die CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent zu senken, reicht nicht, um das Pariser Abkommen einzuhalten. Mit der Physik kann man keine Kompromisse machen. Die Zeit für "kleine Schritte in die richtige Richtung" ist vorbei. FfF ist nicht gescheitert, denn es war nicht unser Ziel, allein die Welt zu verändern. Wir haben erreicht, daß das Thema jetzt auf dem Tisch ist, daß die Menschen sich endlich Gedanken machen. Was aber auch traurig ist, denn schon vorher haben Menschen aus aller Welt auf die Dringlichkeit hingewiesen, aber sie wurden nicht gehört.   ¤

TT

11

             
18.10.20

In Südostasien gibt es seit etwa einer Woche verheerende Unwetter mit Überschwemmungen und Erdrutschen. In Vietnam und Kambodscha Dutzende Tote, über 40.000 Häuser stehen unter Wasser. Nur bei AJE Kurzberichte darüber.

A

1

19.10.20

Ein Bericht über das Abschmelzen des größten Gletschers in den französischen Alpen, des "Mer de Glace".

E

3

21.10.20

In Vietnam dauern die enormen Regenfälle an. Bei den schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten sind ganze Dörfer weggespült worden, mehr als 100 Menschen wurden getötet, hunderttausende haben ihre Häuser verloren.

A

2
           
23.10.20

Stuart Ramsay berichtet über den Streit um Wasser zwischen Mexiko und den USA. Nach einem 75 Jahre alten Vertrag wird ein Großteil des Wassers von mehreren Stauseen in Chihuahua in die USA geliefert. Seit es immer weniger regnet, fehlt das Wasser den Bauern in Chihuahua, die jetzt aus Protest eine der Staumauern besetzt haben. Auf den anderen wurde vorsorglich Militär stationiert.

Sky

4

             
23.10.20

Die Laptev-See in der Arktis vor Sibirien friert normalerweise jedes Jahr als erste zu, ab Mitte September. Dieses Jahr ist dort auch einen Monat später noch kein Eis zu sehen. Offenbar Folge der Hitzewelle in Sibirien, die auch den arktischen Ozean aufgeheizt hat. Dadurch könnten sich gewaltige Mengen Kohlenstoff (vor allem Methan) aus den Sedimenten unter dem Ozean lösen. Erläuterungen vom Klimatologen Jason Box. Offenbar ist auch dort der Kippschalter bereits umgelegt worden. Der dritte, bei dem das in diesem Jahr klar geworden ist: zuvor Grönland und Amazonien.  ¤

A

4

24.10.20

Das Pantanal in Brasilien brennt weiter. Vom ehemals größten Feuchtgebiet der Erde sind bereits 41.000 km2 verbrannt, etwa ein Viertel der Fläche. Ursache ist einerseits die Trockenheit (Folge der Abholzung des Amazonas-Regenwaldes), andererseits die immer noch betriebene Brandrodung für die Landwirtschaft.   ¤

arj

3

27.10.20

In Südkalifornien wüten erneut zwei größere Waldbrände. Mehr als 100.000 Bewohner wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Infos aus Los Angeles von Rob Reynolds.

A

3

29.10.20

Ein kurzes Erklärstück über die Interessen der Länder rund um das Nordpolarmeer. Besonders Russland verlangt nach einem größeren Anteil am bisher internationalen Gewässer, weil dort große Bodenschätze, vor allem Erdöl, vermutet werden.

h+

2
5.11.20

Der Hurrikan Eta ist einer der stärksten Stürme, die Mittelamerika jemals getroffen haben. Schwere Verwüstungen in Nicaragua, Guatemala und Honduras, bisher mindestens 70 Tote.

A

2

6.11.20

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Oktober. Der bisher wärmste Oktober in Europa. Vor allem aber ist es in der gesamten Arktis extrem zu warm. Praktisch in der gesamten Arktis mehr als 10° zu warm, im Monatsdurchschnitt!

ZDF

1/2

6.11.20

Der Hurrikan Eta hat mit enormen Regenmengen in Mittelamerika große Zerstörungen angerichtet. Zahlreiche Tote durch Überschwemmungen und Erdrutsche. Allein in einem Dorf in Guatemala soll es über 100 Todesopfer geben. -  Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

A,E

zus.4
                 
8.11.20

Über den Zukunftsfilm "Ökozid" von Andres Veiel. Im Jahr 2034 haben die Länder des Südens die deutsche Bundesregierung vor dem IGH verklagt, weil sie nicht für den Klimaschutz gehandelt hat. Der Film zeigt die fiktive Verhandlung mit dokumentarischen Rückblenden. Der Film wird am 18.11. in der ARD gezeigt.  ¤

ttt

6
            
12.11.20

Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat entschieden, daß die Regelung zur "Entschädigung" der Stromkonzerne für den Atomausstieg verfassungswidrig ist. Die Begründung ist allerdings haarsträubend: die Entschädigungen seien unzureichend.  - Es ist komplett absurd, daß die Konzerne überhaupt entschädigt werden. Angemessen wäre, von den Konzernen für die Lagerung des Atommülls über Millionen von Jahren Gebühren von jährlich einigen hundert Milliarden zu verlangen - oder noch besser, die Konzerne gleich verstaatlichen und alle Verantwortlichen für den Bau von AKWs wegen Menschheitsverbrechen zu verurteilen.

TS

2

13.11.20

Die Philippinen sind innerhalb von drei Wochen vom dritten schweren Taifun getroffen worden, jedesmal mit katastrophalen Zerstörungen und zahlreichen Todesopfern. Jamela Alindogan berichtet aus einem zerstörten Dorf im Norden des Landes.

A

2

             
15.11.20

Drei kluge Leute machen sich Gedanken über die Zukunft des Kapitalismus. Der Ökonom Mathias Binswanger meint, es reiche, an den Stellschrauben zu drehen, hier und da weniger und effizienter zu produzieren und gerechter zu verteilen, und das sei bereits revolutionär. Die Wirtschaftsjournalistin (taz) Ulrike Herrmann stellt fest, daß das nicht reichen wird um die Klimakatastrophe abzuwenden. Das System von Profit und Wachstum muß beendet werden, und wir müssen uns überlegen, wie wir den Verzicht organisieren. Die Philosophin Eva von Redecker ("Revolution für das Leben") sagt: wir müssen gar nicht verzichten. Wir tauschen nur den viel zu teuer erkauften Glasperlentand gegen die echten Juwelen des Lebens. Den Reichtum der Natur können wir genießen ohne zu besitzen. Wollen wir darauf verzichten, daß Vögel im Wald sind? - Dazu Bilder von abgestorbenen Wäldern. Und ein sehr störender Klangteppich. Teilweise akustisch kaum zu verstehen.  ¤

ttt

 

9

 

           
16.11.20

"Ich bin Greta" - Film von Nathan Grossman über Greta Thunberg, die Gründerin der weltweiten Klimaschutzbewegung "Fridays for Future". Der Film begleitet Greta von ihrem ersten einsamen Sitzstreik vor dem schwedischen Parlament bis zur Bootsreise über den Atlantik zum UN-Klimagipfel in New York, bei Treffen mit Politikern, mit Klimaaktivistinnen und im Alltag. Auf die kitschige Musikuntermalung hätte man besser verzichtet. Ansonsten beeindruckend und sehenswert.  ¤

A

89

17.11.20

"Iota", der dritte katastrophale Hurrikan innerhalb weniger Wochen, trifft Mittelamerika und verwüstet Teile von Nicaragua und Honduras. So viele Hurrikane wie in diesem Jahr hat es noch nie gegeben.  

A

3

             
18.11.20

"Ökozid" - Science-Fiction-Gerichtsdrama von Andres Veiel. Der historische Schadensersatzprozeß im Jahr 2034 von Ländern des Südens gegen die BRD, weil die BRD ihre Verpflichtungen zum Klimaschutz nicht erfüllt hat.  ¤   (unter "Weltjustiz")

ARD

89

18.11.20

"Aufschrei der Jugend - Generation "Fridays for Future" - Film von Kathrin Pitterling  (NNA)*   ¤    (unter "Demo")

Text von der ARD: "Seit Anfang 2019 begleitet die Filmemacherin Kathrin Pitterling Berliner Protagonistinnen und Protagonisten von "Fridays for Future" und konzentriert sich dabei auf ihre Lebenswelt. Wer sind die jungen Menschen, die da auf die Straße gehen? Was treibt sie an?
Seit Anfang 2019 begleitet die Filmemacherin Berliner ProtagonistInnen von "Fridays for Future" und konzentriert sich dabei auf ihre Lebenswelt. Wer sind die jungen Menschen, die da auf die Straße gehen? Was treibt sie an? Der Film zeigt, wie vielfältig, schöpferisch und kräftezehrend die Protestarbeit ist. Sie erzählen von ihren Ängsten, Träumen, Erfolgserlebnissen und Niederlagen. Aus den Porträts Einzelner wird das Porträt einer engagierten Generation. 2020 wird zur Herausforderung für Fridays for Future: Corona hat die Protestform verändert und ihre Themen in der Öffentlichkeit verdrängt. Was macht die Pandemie mit dem Engagement der Jugendlichen? Was macht Corona mit Fridays for Future?"

ARD

 

89

 

19.11.20

Der Hurrikan Iota ist nach Süden gezogen und hat auch in Kolumbien enorme Schäden angerichtet. Die Hurrikane haben durch die Erwärmung des Ozeans sowohl an Zahl als auch an Stärke zugenommen.

A,E

zus.4
           
21.11.20

Durch die Luftverschmutzung infolge der Waldbrände im Westen der USA sind dieses Jahr mehrere Tausend Menschen gestorben. Bericht von Greg Milam.

Sky

3

           
22.11.20

Nach den verheerenden Bränden im Pantanal finden die überlebenden Wildtiere dort kein Futter mehr. Tierschützer versorgen sie mit Früchten und Gemüse. Einige verletzte Tiere werden in einer Klinik behandelt. Bericht von Matthias Ebert.  ¤

WS

7

           
23.11.20

Der Zyklon Gati ist der stärkste Sturm, der jemals im Indischen Ozean beobachtet wurde. Sein Zentrum hat den Nordosten Somalias (bzw. Somaliland) getroffen und dort schwere Zerstörungen angerichtet. Bilder davon gibt es noch nicht, auch noch keine Angabe zur Zahl der Opfer. Infos nur bei BBC-FoA, von Bella Sheegow aus Mogadishu.

B 5
23.11.20

Der Hambacher Forst stirbt trotz Rodungsstopp langsam, weil der RWE-Tagebau dem Wald das Wasser abgräbt. Die Klimaschützer, die dort in Baumhäusern wohnen, können das Sterben hautnah beobachten. Sie wollen, daß der frühere Bürgewald wieder allen gehört, und nicht mehr dem räuberischen RWE-Konzern, der sich erdreistet, die Waldschützer als "Besetzer" zu bezeichnen.

TT

5

           
29.11.20

In Australien hat der nächste Hitzesommer begonnen, mit Rekordtemperaturen und ersten Waldbränden. Auf der Fraser-Insel (Unesco-Naturerbe) ist bereits ein Drittel des Waldes abgebrannt, das Feuer ist weiterhin außer Kontrolle.

A,E

zus.2
30.11.20

Letztes Jahr wurden im Amazonas-Regenwald 11.000 km2 Wald zerstört, soviel wie seit 12 Jahren nicht mehr, laut offiziellen Zahlen der brasilianischen Weltraumbehörde. Infos und Bericht von Alessandro Rampietti. - Am nächsten Tag dazu bei Sky News ein Gespräch mit dem Klimawissenschaftler Carlos Nobre ("Wir sind kurz vor dem Kipp-Punkt, an dem aus dem Amazonasregenwald unwiederbringlich eine degradierte Trockensavanne wird."), und der einzige Bericht auf deutsch, bei Euronews.   ¤

A,Sky,E

zus.15
           
1.12.20

Bericht bei CNN über die großen Waldbrände auf Fraser Island (Australien), die weiter nicht unter Kontrolle sind.

C

2

1.12.20

UN-Generalsekretär Guterres warnt in einer BBC-Sendung vor den Folgen der Erderwärmung und fordert ernsthaftes Handeln der Regierungen und der Industrie, um bis 2050 zu "Netto-Null-Emissionen" zu kommen. Das ist zwar eine sehr billige Forderung - ambitioniert, aber nötig wäre, dieses Ziel innerhalb von drei Jahren zu erreichen - , aber immerhin hat er auch ein paar konkrete und richtige Forderungen: sofortiges Ende aller staatlichen Subventionen für fossile Energien, und Besteuerung des Kohlenstoffs statt der menschlichen Arbeit (was die Grünen schon vor etwa 20 Jahren gefordert haben). 

B

3

1.12.20

Nachdem Klimaschützer in den Niederlanden bereits erfolgreich die Regierung auf einen verschärften Klimaschutz verklagt haben, haben nun 13 Umweltverbände den Ölkonzern Shell verklagt. Sie fordern, daß der Konzern sich verpflichtet, seinen CO2-Ausstoß bis 2030 um 45 % und bis 2050 um 100 % zu reduzieren. Sie wollen u.a. beweisen, daß der Konzern schon seit 30 Jahren über seine Rolle bei der Erderwärmung bescheidweiß und gezielt Lobbyisten gegen den Klimaschutz eingesetzt hat. Der Konzern nennt die Klage "unbegründet", dabei haben die Klimaschützer noch nicht einmal einen Schadensersatz gefordert. Bei AJE ein Bericht und Erläuterungen von Nikki Reisch (Center for int. environmental law). Dazu Bilder von riesigen Haufen von abgeholzten Urwaldriesen in Brasilien. (Jeder einzelne dieser Bäume müßte unter Naturschutz stehen - ihn zu fällen ist ein Verbrechen gegen den Planeten.) - Auch bei arte ein Bericht.

A,arj

zus.11

           
1.12.20

In Deutschland bezahlt die Regierung den Energiekonzernen "Entschädigungen" dafür, daß sie ihre relativ modernen und effektiven Steinkohlekraftwerke wieder abstellen. Zugleich laufen die Braunkohlekraftwerke noch bis 2038 weiter. Diese sind zwar noch umweltschädlicher, werfen aber wegen des staatlich subventionierten Braukohle-Tagebaus für die Konzerne mehr Profit ab. Wirtschaftsminister Altmaier nennt das "funktionierende Marktwirtschaft". Nach dem Bericht ein Gespräch mit Claudia Kemfert (DIW): der Bau dieser Kraftwerke war eine Fehlentscheidung der Konzerne, sie waren nie profitabel. Es ist nicht zu begründen, warum die Konzerne nun eine Entschädigung für die Abschaltung bekommen sollen. Der Kohlekompromiss orientiert sich nicht am Klima sondern an den Interessen der Konzerne. Die entscheidenden Fehler wurden aber schon vor 10 Jahren gemacht. Jetzt muß man da durch und den Schaden begrenzen, den man angerichtet hat.

TT

7

           
2.12.20

Ausschnitte aus der Rede von UN-Generalsekretär Guterres zum Kampf gegen die Erderwärmung: "Der Zustand unseres Planeten ist schlecht. Die Menschheit führt einen Krieg gegen die Natur. Das ist selbstmörderisch." Ein Bericht mit dramatischen Bildern, und diverse Stellungnahmen, u.a. von David Attenborough. Treffend die Reaktion von Greta Thunberg (auf Twitter): wenn große Worte, Absichtsbekundungen und das Setzen von hypothetischen Zielen für eine ferne Zukunft die Emissionen senken würden, wären wir nicht mehr in diesem Schlamassel. Justin Rowlatt (BBC) hingegen glaubt, durch die Rede würde sich etwas ändern. 

B,arj

zus.11
5.12.20

"Mit offenen Karten: Der Klimawandel hat längst begonnen" - Die Erwärmung der Arktis, Abschmelzen des Meereises und des grönländischen Eisschildes. Verschwinden der Alpengletscher. Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungsgefahr, Beispiele Mumbai, Bangladesh, Marshallinseln. Versauerung der Meere, Absterben der Korallenriffe. Massensterben der Arten. Zunahme von Extremwetter. Immer mehr Hitzewellen und riesige Waldbrände. Verstärkte Wüstenbildung, vor allem im südlichen Afrika. Zunehmende Migration. Besonders betroffen von den Folgen der Erwärmung sind gerade die ohnehin armen Länder, die am wenigsten zu den Treibhausgasen beitragen.

arte

12
7.12.20

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im November. Insgesamt der bisher wärmste November. Extrem zu warm erneut fast die gesamte Arktis (außer Grönland), besonders die Ostarktis / Sibirien.

ZDF

1
8.12.20

Die US-Klimabehörde hat ihren Jahresbericht über die Erwärmung der Arktis veröffentlicht. Das Wasser des arktischen Ozeans hat sich um 1°- 3° gegenüber früher erwärmt, diese riesige Wärmemenge schmilzt das Eis immer weiter ab, beides sorgt für Rekordtemperaturen an Land rundherum. Weitere Erläuterungen von Rick Thoman, einem der Autoren des Reports. Frappierend ist die Abnahme des Volumens des Meereises. Inzwischen besteht 70 % der Eisfläche aus dünnem, einjährigem Eis.

A

5

10.12.20

"Scobel : Systeme auf der Kippe" - Gert Scobel und drei Wissenschaftler*innen sprechen über die Dynamik der Kipp-Punkte, nicht nur im Klimasystem. Dabei sind Patrizia Nanz (Politologin, IASS Potsdam), Prof. Timo Goeschl (Umweltökonom, Uni Heidelberg) und Stefan Thurner (Physiker, Experte für komplexe Systeme, Uni Wien). Vier Hintergrundfilme: über die Kipp-Punkte des Erdklimas, über die Dynamik komplexer Systeme, über die Komplexität der Weltwirtschaft, über die Unvorhersehbarkeit politischer Entwicklungen und die Auslöser von Revolutionen. Schönes Schlußwort: ohne Kipp-Punkte gäbe es auch nicht die Möglichkeit der Veränderung.  (Leider das Meiste noch nicht angesehen - NNA)*  ¤

3sat

58

11.12.20

Christiane Amanpour spricht mit Greta Thunberg über die weltweite Klimapolitik, die weiterhin hypothetische Ziele für eine ferne Zukunft setzt statt sofort die Emissionen zu senken. Ohne Klimagerechtigkeit gibt es auch keine soziale Gerechtigkeit, und umgekehrt, alles hängt zusammen, ebenso können wir die Klimakrise nicht "lösen" ohne die Biodiversitätskrise zu "lösen" - alle diese Problem sind Teil einer umfassenderen "Nachhaltigkeitskrise". (Ich hätte es "Kapitalismus" genannt, oder "Kaputtalismus".)

C

9

12.12.20

Bei einer Onlinekonferenz fünf Jahre nach dem Pariser Abkommen fordert UN-Generalsekretär Guterres, alle Länder sollten einen Klimanotstand ausrufen. Die meisten Staaten sind weit davon entfernt, ihre Pflichten aus dem Vertrag zu erfüllen. 

A,arj,hj

zus.9
           
14.12.20

An der Ostküste Australiens ist bei einer Sturmflut ein berühmter Badestrand komplett weggespült worden.

A

1/2

29.12.20

Als Nebenwirkung von Corona wird dieses Jahr der CO2-Ausstoß erstmals seit 12 Jahren sinken, und zwar um etwa 7 Prozent, also relativ deutlich. Reichen würde das aber nichtmal, wenn es jedes Jahr so weiterginge. In Deutschland sind die Folgen der Erderwärmung bisher in den sterbenden Wäldern zu sehen. Auch dieses Jahr war viel zu trocken, überall sind die Böden immer noch ausgetrocknet. Damit die Menschen - wie bei Corona - die Notwendigkeit radikaler Maßnahmen einsehen, müßte es eine direkt spürbare Klimakatastrophe geben, was man sich aber natürlich nicht wünschen kann, sagt der Philosoph Andreas Weber. Dem Klimawandel fehlt ein "Bergamo-Erlebnis", das alle die unmittelbare Bedrohung spüren läßt. - Zwei Berichte, im ZDF mehr philosophisch, bei der ARD mit einem Besuch im Burgwald in Hessen, wo man inzwischen Eichen statt Fichten pflanzt und Entwässerungsgräben zuschüttet. Kahlschläge sind dort aber immer noch üblich.  ¤

hj,TT

zus.8
8.1.21

Nach den Daten des Satelliten "Copernicus" war das Jahr 2020 weltweit mit 1,25° über dem früheren Durchschnitt das bisher wärmste. Bei AJE Erläuterungen von Freja Vamborg (Copernicus). Bei Euronews eine Karte der globalen Temperaturabweichung. Extrem stark war die Erwärmung dieses Jahr in der östlichen Arktis und Sibirien.

A,B,arj,E

zus.10
15.1.21

Beim ZDF-Wetter: die NASA hat bestätigt, daß 2020 das bisher weltweit wärmste Jahr war. Eine Karte der globalen Temperaturabweichung für das Jahr 2020 zeigt nochmal deutlich die extreme Erwärmung der Ostarktis und Sibiriens.  ¤

ZDF

1/2
15.1.21

Ein Beitrag über Australiens kriminelle Klimapolitik. Auch nach den riesigen Waldbränden werden noch erhaltene Wälder rücksichtslos abgeholzt. Obwohl das Land ideal für den Ausbau von Solar- und Windenergie wäre, wird der Kohleabbau weiter vorangetrieben. Das Land ist der größte Kohleexporteur der Welt. Daß die Kohleindustrie massiven Einfluss auf die Politik nimmt, wird im Bericht nur angedeutet.  ¤

nano

7

25.1.21

Christiane Amanpour spricht mit Michael Mann (neues Buch: "The new climate war"). Früher haben die Lobbyisten der Fossilindustrie einfach die wissenschaftlichen Fakten über die Erderwärmung geleugnet und versucht, die Wissenschaftler zu diskreditieren. Das geht angesichts der offensichtlichen Klimakatastrophen nicht mehr. Jetzt versuchen sie (Mann nennt sie die "Forces of Inaction, the Inactivists") neue Taktiken, um unsere Sucht nach fossilen Brennstoffen zu verlängern. Dazu gehört, die Aufmerksamkeit weg von systemischen Lösungen und hin zum individuellen Verhalten zu lenken, oder falsche Versprechen und falsche Lösungen anzubieten. Nötig sind politische Handlungen. Als "systemische Lösung" propagiert Mann vor allem eine Kohlenstoffsteuer und ein Ende von Subventionen für schädliche Industriezweige, bleibt also innerhalb der kapitalistischen "Markt"-wirtschaft.   ¤

C

13

26.1.21

"Re: Sibirien taut auf - Klimawandel im Permafrost" - Reportage von Niko Karasek über das Auftauen des Permafrostbodens in Jakutien. Jakutien ist die kälteste bewohnte Region der Erde, neunmal so groß wie Deutschland. Nun versinken ganze Städte allmählich im Schlamm, im Boden tun sich unzählige Krater auf, es entsteht "Thermokarst". Der größte Krater ist 1,3 km2 groß und fast 100 Meter tief, und er wächst jeden Sommer weiter. Aus dem auftauenden Boden werden gigantische Mengen Kohlenstoff (CO2 und Methan) freigesetzt.

arj

32
26.1.21

In Australien wurden nach den riesigen Waldbränden letztes Jahr die Vorschriften zum Schutz der Wälder verschärft. Die Holzfirmen halten sich aber nicht daran und holzen in den letzten Rückzugsgebieten der Wildtiere weiter vor allem die besonders schützenswerten alten Bäume ab. Naturschützer sind entsetzt. Viele Wälder werden abgeholzt um neues Weideland zu gewinnen. Nicola Gage berichtet aus einem staatlichen Wald in New South Wales.  ¤

A

3

           
3.2.21

Bisher nur bei RTL eine Kurzmeldung: sehr große Waldbrände in Australien. In Perth sind dabei auch ca. 100 Häuser abgebrannt.

R

1/2

3.2.21

Ein Gericht in Frankreich hat festgestellt, daß Umweltzerstörung ein Straftatbestand ist und daß die französische Regierung für Zerstörungen durch de Erderwärmung verantwortlich ist, weil die Vorgaben des Pariser Vertrages zur CO2-Minderung regelmäßig nicht eingehalten werden.

arj

2

5.2.21

Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat belegt, daß die Erdölindustrie in Texas gigantische Mengen an Methan freisetzt, teils durch Lecks, teils auch absichtlich. Die Biden-Regierung hat eine Anordnung von Trump revidiert, die diese Freisetzungen genehmigen sollte. Daraufhin hat der rechtsextreme Gouverneur von Texas seinerseits eine Flut von Klagen gegen die Bundesregierung angekündigt. Er werde "feindselige Angriffe auf die Ölindustrie" nicht zulassen. Bericht von Bill Weir.

C

4

           
7.2.21

 

 

 

 

Im Himalaja im indischen Bundesstaat Uttarakhand ist ein Gletscher kollabiert. Das Eis ist in einen Fluß gestürzt, durch die Lawine aus Eis, Wasser und Geröll wurden zwei Staudämme zertrümmert, durch die Flutwelle zahlreiche Ortschaften entlang der Flüsse Dhauliganga und Alaknanda überschwemmt. Etwa 150 Menschen wurden getötet, vor allem Arbeiter an einem der Staudämme, der sich noch im Bau befand. Die meisten Menschen in den Ortschaften konnten sich noch in Sicherheit bringen. Vom Zerfall des Gletschers gibt es keine Bilder, aber zahlreiche Videos von der Flutwelle und deren enormer Zerstörungskraft.  ¤

Bei AJE schon am Morgen ausführliche Infos, später ein Bericht von Elizabeth Puranam (in Rishikesh).  - Die deutschen Sender haben deutliche Probleme, das Geschehen in passende Worte zu fassen. Den meisten fällt nicht mehr ein als "massive Sturzflut". Nur bei arte wird die Klimaerwärmung als Ursache benannt. Erstaunlich, daß alle deutschen Sender mit den Bildern nichts anzufangen wissen und konsequent die dramatischsten Szenen weglassen. Im Gegensatz zu dem kurzen Bericht bei TV5, der in anderthalb Minuten genau diese Szenen zeigt. 

 (Dafür ist heute bei allen deutschen Sendern "das Schneechaos" Hauptthema. Weil es tatsächlich mitten im Winter geschneit hat und ein paar Züge steckengeblieben sind. Daß diese Wetterlage eine Folge der Aufheizung der Arktis ist, wird nirgends erwähnt. Daß man sofort an einem Sonntag, zumal während des Lockdowns, tonnenweise giftiges Salz aufs Land streuen muß, stellt auch niemand infrage.)

A,B,T

R,arj,TS,E,NC

 

 

zus.11

zus.4

 

 

           
11.2.21

Der Kohlekonzern RWE betreibt seit 2015 in Eemshaven das größte Kohlekraftwerk der Niederlande. Der Bau wurde vom niederländischen Staat großzügig subventioniert. Nachdem das Land nun aus der Kohleverbrennung aussteigt, um das Pariser Abkommen einzuhalten, verklagt RWE die Niederlande vor einem "Schiedsgericht" in den USA auf zwei Milliarden Dollar "Schadensersatz". Ein Abgeordneter nennt das zurecht "unverschämt". Step Vaessen berichtet aus Eemshaven.  - Im deutschen TV bisher rein gar nichts über diesen Skandal.

A

4
           
12.2.21

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Januar. Extreme Kälte in Sibirien und Nordeuropa, dafür viel zu warm in der Arktis und Kanada.

ZDF

1

12.2.21

Ein Beitrag von Özden Terli über den Zusammenhang zwischen Erderwärmung, Jetstreamabschwächung und dem momentanen Kälteeinbruch in Mitteleuropa und Nordamerika bei gleichzeitig viel zu warmer Arktis.

h+

3

12.2.21

In Saudi-Arabien hat es geschneit. Bilder aus Tabab.

NC

1

15.2.21

Die USA erleben einen wohl beispiellosen Kälteeinbruch mit Schneefall bis hinunter nach Texas. Dort bricht das Stromnetz durch die niedrigen Temperaturen und den hohen Heizverbrauch immer wieder zusammen. Auf den Zusammenhang mit der Aufheizung der Arktis geht der Bericht von Gabriel Elizondo nicht ein. 

A

2
17.2.21

 

 

 

 

 

Der Einbruch von arktischer Kaltluft in den USA hat vor allem in Texas katastrophale Folgen. Bei Temperaturen bis -22° haben Millionen Haushalte keinen Strom, kein Wasser, kein Gas. Viele Leute verbrennen zum Heizen ihre Möbel, andere übernachten im Auto. Bisher sind mindestens etwa 40 Menschen gestorben, die meisten durch Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Der Gouverneur, der rechtsextreme Republikaner Greg Abbott, macht für die Notlage die erneuerbaren Energien verantwortlich. Tatsächlich haben aber alle Energieträger versagt, weil die Regierung die Infrastruktur seit Jahrzehnten verkommen läßt und Kraftwerke und Anlagen nicht winterfest gemacht wurden. Es entsteht nun ein heftiger Streit um die Verantwortung. Es gab genau dieselben Probleme schon mehrmals, nur noch nie in diesem Ausmaß. Die Republikaner regieren den Bundesstaat seit 40 Jahren ununterbrochen und haben erstens nichts unternommen, zweitens die Probleme durch Deregulierungen verschärft und drittens auch noch die Verbindungen zum nationalen Stromnetz kappen lassen..

Bei CNN zwei Berichte aus Texas, Erläuterungen von Eddie Morales (demokratischer Abgeordneter aus Texas) und Beto O'Rourke (demokratischer Präsidentschaftsbewerber), und Kommentare von Chris Cuomo und Don Lemon. Daß die Kältewelle eine Folge der Erderwärmung ist, spricht nur O'Rourke kurz an. - Berichte bei AJE und BBC, bei AJE Erläuterungen von Ross Ramsey ("Texas Tribune"), bei der BBC ein Beitrag über die klimatische Ursache, die Instabilität des Polarwirbels durch die Aufheizung der Arktis. Ein weiterer Kälteausbruch führt gerade in Südosteuropa und im Nahen Osten zu ungewohnter Kälte und Schneemengen. Da die Arktis sich weiter aufheizt (zum Beispiel gerade jetzt, weil auf der Rückseite der Ausbrüche Warmluft dorthin gelangt - ein Rückkoppelungseffekt), wird es diese Wetterlagen in Zukunft öfter geben.  ¤

C

A,B

 

 

zus.39

zus.9

 

 

                 
18.2.21

In Texas haben immer noch etwa 300.000 Menschen keinen Strom und 13 Millionen kein fließendes Wasser. Wasserleitungen und Kanalisation sind eingefroren, geplatzte Wasserleitungen zerstören ganze Häuser. Bei einem Brand in einem Wohnblock in San Antonio kann die Feuerwehr wegen eingefrorener Hydranten nicht löschen, das Gebäude brennt komplett nieder. Die Leute werden aufgefordert, zur Gewinnung von Trinkwasser Schnee zu schmelzen. An den Tankstellen wird auch Benzin knapp.  - Auch der Bericht bei AJE (von Gabriel Elizondo) verweist auf Deregulierungen des Energiesektors als Hauptursache der Probleme. Bei CNN ein Kommentar von Chris Cuomo, vor allem zum Verhalten von Senator Ted Cruz, der Texas fluchtartig verlassen hat und in den Urlaub an einen Coronastrand in Mexiko geflogen ist.  ¤

A,C

zus.9

             
18.2.21

Ein Report der UN stellt fest, daß die Weltgemeinschaft sämtliche erklärten ökologischen Ziele verfehlt. 1. beim Klima steuern wir auf eine Erwärmung von ca. 3° bis zum Jahr 2100 zu, 2. bei der Biodiversität geht das Massenaussterben weiter und beschleunigt sich, 3. sterben jedes Jahr neun Millionen Menschen an Krankheiten, die durch Umweltverschmutzung verursacht werden. - Ein Bericht mit weltweiten Beispielen der Umweltzerstörung und Vermüllung, ein Bericht über die Luftverschmutzung in Mexico-City und ein Bericht über die Folgen des Goldbergbaus in Südafrika. Eine kurze Stellungnahme von Inger Andersen (Direktorin des UN-Umweltprogramms).  ¤

A

7

           
21.2.21

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit der Klimawissenschaftlerin Prof. Katherine Hayhoe über die Winterkatastrophe in Texas. Solche Kälteeinbrüche sind nicht völlig ungewöhnlich (so, wie wenn man die Kühlschranktür öffnet), Ausmaß und Häufigkeit werden aber durch die Aufheizung der Arktis und die Schwäche des Jetstreams verstärkt. Daß es dabei in Texas zu solchen Versorgungsausfällen kommt, liegt aber an der mangelnden Vorbereitung auf soetwas. Statt von "Global Warming" könnte man auch von "Global Weirding" sprechen, einer Zunahme von extremen Wetterlagen, auf die wir unsere Städte und Länder vorbereiten müssen, extreme Hitzewellen, extreme Dürre, extreme Waldbrände, extreme Stürme, extreme Überflutungen, und eben auch extreme Kälteeinbrüche und extreme Schneefälle. (Die Verursacher, also die Leute, die weiter Straßen bauen und Kohlekraftwerke betreiben und Wälder abholzen, das sind die wirklichen "Extremisten".)  ¤

C

6

24.2.21

Laut dem Waldzustandsbericht der Bundesregierung sind die Wälder im schlechtesten Zustand seit Beginn der Beobachtung 1984. Etwa 80 % der Bäume haben deutlich ausgelichtete Kronen, bei den Buchen sogar 90 %. Hauptursache ist die seit drei Jahren andauernde Dürre.

ht,TS

zus.4
26.2.21

Trotz des angeblich geplanten "Kohleausstiegs" soll in NRW noch 18 Jahre lang Braunkohle gefördert und sinnlos verbrannt werden. Für den Tagebau Garzweiler zerstört der RWE-Konzern immer weitere Dörfer. Eins davon ist Kuckum bei Erkelenz. Eine Reportage über den Widerstand der Bewohner gegen den Irrsinn.  ¤

arj

6

1.3.21

Im letzten Jahr sind die weltweiten CO2-Emissionen erstmals gesunken, um 6 Prozent (nach Daten der IEA), Folge des Wirtschaftseinbruchs durch die Corona-Pandemie Anfang des Jahres. Seitdem sind die Emissionen aber schon wieder angestiegen.  - Um die Erderwärmung zu stoppen, würde das aber bei weitem nicht reichen, selbst wenn es jetzt jedes Jahr so weiterginge. 

C

4
2.3.21

Nochmal die Meldung, daß der weltweite CO2-Ausstoß inzwischen wieder größer ist als vor der Corona-Pandemie. China hat als einziges Land auch 2020 mehr ausgestoßen als im Jahr davor. - Und ein Bericht aus Britannien, wo die Regierung erstmals seit dem verkündeten Ende des Kohlebergbaus nun doch wieder ein neues Kohlebergwerk anlegen lassen will, und das auch noch mit dem Energiebedarf für die Energiewende begründet. Andrew Simmons berichtet aus Whitehaven (bei Glasgow), wo das Bergwerk geplant wird.

A

3

           
9.3.21

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Februar. Extrem zu kalt in Teilen der USA und Russlands, erneut viel zu warm in der gesamten Arktis.

ZDF 1/2
11.3.21

Nach einer Studie der Rainforest Foundation sind inzwischen 67 Prozent der Regenwälder entweder zerstört oder deutlich degradiert. Und der Amazonaswald setzt als Folge der Abholzungen nun mehr CO2 frei als er bindet. Erläuterungen dazu und zu einigen Rückkopplungseffekten von CNN-Wettermann Tyler Mauldin.

C 3
12.3.21

Marc Lamont Hill ("UpFront") spricht mit Greta Thunberg. Die Regierenden handeln angesichts der Klimakrise offensichtlich immer noch nicht so, als wenn sie verstanden hätten, daß dies eine existentielle Krise ist. Sie haben völlig falsche Zeitpläne, als wenn es reichen würde, 2050 zu handeln. Es muß sofort gehandelt werden. Mit ihrer Bootsfahrt über den Atlantik wollte sie zeigen, daß es heute unmöglich ist, nachhaltig zu leben. (An der Stelle hat Hill sie leider unterbrochen.) Das beste Mittel gegen Depressionen ist Handeln.   ¤

A

16

           
20.3.21

Nach tagelangen extremen Regenfällen gibt es im Südosten Australiens die schwersten Überschwemmungen seit etwa 100 Jahren.

C

3

21.3.21

Berichte über die beispiellosen Überschwemmungen im Südosten Australiens, in der selben Gegend, die vor einem Jahr von riesigen Waldbränden verwüstet wurde.

A,B,arj zus.9
           
22.3.21

Zwei Berichte über die "Jahrhundertflut" in Australien. Beide weisen auf die Zunahme solcher Extremereignisse durch die Erderwärmung hin.

TS,hj

zus.4
23.3.21

Durch das Abschmelzen des Eises in der Arktis gelangt viel Süßwasser in den Nordatlantik, dadurch hat sich der Golfstrom erheblich abgeschwächt. Infos über Ursachen, Zusammenhänge und Folgen beim Wetterbericht von ZDF und ARD.

ZDF,TT

zus.2
25.3.21

Ein Vergleich der weltweiten CO2-Emissionen. Während in Europa der Ausstoß seit 1990 leicht zurückgeht, steigt er in den USA, besonders aber in Indien und China sowie im Rest der Welt weiter stark an.

Sky

3

26.3.21

Beim ZDF-Wetter eine Grafik des Anstiegs der globalen CO2-Konzentration seit dem Beginn der Industrialisierung. Von 1780 bis 1960 ein langsamer Anstieg von 280 ppm auf 320 ppm, seitdem ein rasanter Anstieg auf inzwischen 420 ppm.

ZDF

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