Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Klima, Erderhitzung, Energie / Entropie #5                                                  

Die meiner Meinung nach zur Zeit beste Darstellung der Weltlage und des nötigen Auswegs habe ich bei der "Initiative Ökosozialismus" gefunden. Speziell in der Broschüre "Ökosozialismus oder Barbarei. Eine zeitgemäße Kapitalismuskritik" (unten auf der Seite gibt's die ganze Broschüre als .pdf)  (Links aktualisiert.) 

  Klima #1   Klima #2  Klima #3  Klima #4

    (letzter Eintrag 12.9.21)

2.8.20

In Kalifornien gibt es bei Los Angeles erneut große Waldbrände. Infos von Rob Reynolds.

A

3

           
5.8.20

Waldbrände in Südfrankreich (bei Marseille ist ein Campingplatz mit hunderten Autos und Wohnwagen abgebrannt), in Italien und Russland.

ht,E

zus.3
9.8.20

Gespräch mit dem Meeresbiologen Hans-Otto Pörtner (AWI Bremerhaven, Mitglied des IPCC)), der als "radikale" Maßnahme gegen Erderhitzung und Artensterben vorschlägt, weltweit 30 Prozent aller Land- und Meeresflächen der menschlichen Nutzung zu entziehen. Konkret sollten z.B. in Europa die Moore renaturiert werden.

b&b

7

10.8.20

Neue britische Studie über das Abschmelzen des Schelfeises rund um die Antarktis.

B

2
13.8.20

In Kalifornien brennen rund um Los Angeles weiter riesige Brände in den seit Jahren ausgedörrten Wäldern.

B

2
15.8.20

Deutschland erlebt den dritten Dürresommer in Folge und im Moment auch die längste Hitzeperiode, die es jemals im August gab (hier an der Nordsee nun acht Tage mit mehr als 30 Grad). Über die Folgen für Mensch und Umwelt ist bisher wenig zu hören. Hier aber ein Bericht über das Waldsterben. Durch die Dürre sterben großflächig die Nadelwälder ab und werden von Schwärmen von Borkenkäfern kahlgefressen. Erschreckende Bilder aus dem Harz. Meist werden die toten Bäume gefällt und es bleibt eine Steppe zurück. Teilweise läßt man die Bäume aber auch stehen, damit sich dort wieder ein Mischwald bilden kann.

ht

2
17.8.20

Im Death Valley in Kalifornien ist eine neue globale Rekordtemperatur gemessen worden: 54,4 Grad.

A,E

zus.1
18.8.20

 

Ein Bericht über den beginnenden Kampf ums Wasser in Deutschland. Im dritten Dürresommer sinken überall die Grundwasserstände. Bäche und Seen fallen trocken, Wälder vertrocknen, und Wasserwerke streiten mit Maisbauern um die Entnahme von Grundwasser. Bei den Gartenbesitzern sieht jeder die Schuld beim Nachbarn, der einen noch größeren Swimmingpool hat.

Der korrupte Bauernverband jammert wegen der Dürre und fordert mehr Geld. Einige Bauern zeigen (was Biobauern schon immer praktiziert haben): daß man mit veränderten Anbaumethoden (kein Pflügen, flache Bodenbearbeitung, Zwischenfrüchte bzw. Gründüngung) den Humus vermehren und damit mehr Feuchtigkeit im Boden halten kann. Guter Bericht von Andreas Clarysse, und guter Kommentar von Justus Kliss.

frontal21

 

TT

11

 

5

           
18.8.20

Trotz aller Bekenntnisse zum Klimaschutz hat die Bundesregierung den Ausbau der Windenergie gestoppt und damit 40.000 sinnvolle Arbeitsplätze vernichtet. Niemand weiß, warum sie das tut.

frontal21

10

19.8.20

Wochenlang andauernde extreme Regenfällen in Südchina. Der Yangtze hat einen Rekordpegel erreicht und ist an vielen Stellen weit über die Ufer getreten. Durch die Überschwemmungen sind mehrere Weltkulturerbestätten in Gefahr, die Millionenstadt Chongqing steht teilweise unter Wasser, 130.000 Menschen wurden von dort fortgebracht.

A,E

zus.3

           
19.8.20

Im Norden und im Süden von Kalifornien gibt es weiter zahlreiche Waldbrände. Bisher sind insgesamt mehr als 120 km2 Wald und mehr als 50 Wohnhäuser abgebrannt. Infos aus Los Angeles von Rob Reynolds.

A

3

20.8.20

Neue Erkenntnisse über das Abschmelzen des grönländischen Eisschildes, das sich immer mehr beschleunigt. Weder die Meldung bei AJE noch der kurze Bericht bei der BBC bringen den wesentlichen Punkt auf den Punkt: die Forscher vermuten, daß auf Grönland inzwischen der Kippunkt überschritten wurde, das heißt: der Schmelzprozeß verstärkt sich selbst und würde auch nicht mehr aufhören, wenn die Temperaturen nicht weiter steigen würden.

A,B

zus.2

20.8.20

In Kalifornien sind zigtausende Menschen auf der Flucht vor den über 360 Wald- und Buschbränden. Bericht und Infos von Rob Reynolds.

A,E

zus.6

     
20.8.20

Vier Aktivistinnen von "Fridays for Future", darunter Greta Thunberg, treffen sich in Berlin mit Kanzlerin Merkel. Über konkrete Ergebnisse ist nichts bekannt.

nam,E

zus.4

21.8.20

Nach Messungen des AWI sind letztes Jahr auf Grönland 532 km3 Eis verloren gegangen, soviel wie nie vorher. (Bis in die 90er-Jahre war der Wert recht stabil bei 150 km3, was damals noch durch den Zuwachs des Eises in der Antarktis ausgeglichen wurde. Seitdem steigt der Eisverlust immer schneller an.) Erläuterungen bei AJE und bei Euronews von Ingo Sasgen (AWI Bremerhaven). Leider wird nicht weiter auf die Frage eingegangen, ob der Kippunkt überschritten wurde. (Bei Euronews wird das zwar kurz erwähnt, aber falsch erklärt.)

A,E

zus.7
           
21.8.20

Das Ausmaß der Brände in Kalifornien hat sich innerhalb eines Tages verdoppelt. Hunderte Häuser sind abgebrannt, bisher sechs Menschen umgekommen. Infernalische Bilder. Donald Trump überlegt laut, ob man Kalifornien dafür "zahlen" lassen solle, weil die ja seine Ratschläge - trockenes Laub und Äste wegfegen - nicht befolgt haben.  ¤

B,ht

zus.4
22.8.20

Mehr über die verheerenden Waldbrände in Kalifornien. Gouverneur Newsom bittet Nachbarstaaten sowie Kanada und Australien um Hilfe. Wegen der Coronagefahr wollen viele Leute nicht in die Notunterkünfte. Durch den Qualm ist die Luft zeitweise kaum noch zu atmen.

A,TS

zus.4
           
23.8.20

Nach einer britischen Studie sind weltweit in 30 Jahren insgesamt 28.000 km3 (bzw. 28 Billionen Tonnen) Eis verloren gegangen 

Sky

2

23.8.20

In Kalifornien brennen jetzt etwa 600 einzelne Wald- und Buschbrände, auf insgesamt 4000 km2. (Nicht 3000 m2, wie der Euronews-Sprecher meint.)

B,E zus.3
23.8.20

Zwei Hurrikane haben kurz nacheinander die Insel Hispaniola getroffen und in der Dom. Rep. und in Haiti sowie auf Puerto Rico schwere Verwüstungen und Überschwemmungen angerichtet. Beide sind nun auf dem Weg Richtung US-Südküste. 

B

3

23.8.20

Offenbar ist auch in Amazonien der Schalter gekippt: das Feuchtgebiet Pantanal im Süden Brasiliens, das bisher von den Sekundärregenfällen des Regenwaldes feucht gehalten wurde. ist dieses Jahr ausgetrocknet. Die kleinen Feuer von Bauern zur Waldrodung breiten sich unkontrolliert aus, und nun gibt es auch dort riesige Waldbrände. Dieses Jahr wurden dort bisher 17.000 km2 Wald vernichtet. Bericht von Matthias Ebert.  ¤

WS

6

           
24.8.20

Weiter mehrere hundert Waldbrände in Kalifornien, darunter der zweitgrößte und der drittgrößte Brand in der Landesgeschichte. Über 800 Häuser wurden zerstört, 250.000 Menschen mußten flüchten. Einige fangen an zu merken, daß dies eine neue Normalität ist. Bericht von Rob Reynolds.  ¤

A

3

           
25.8.20

Infos von Rob Reynolds aus Los Angeles über die katastrophalen Waldbrände. Dabei sind auch 1200 Gebäude abgebrannt. San Francisco ist momentan die Stadt mit der schlechtesten Luftqualität weltweit.

A

4
25.8.20

Durch das Rekordhochwasser des Jangtse hat der Drei-Schluchten-Staudamm seine maximale Füllhöhe erreicht. Die enormen Überschwemmungen konnte er nicht verhindern. Chinas Landwirtschaft wird dadurch Schäden von ca. 26 Milliarden Dollar erleiden. Katrina Yu berichtet aus Peking.

A

3
           
25.8.20

"Wassernotstand in der Lausitz" - Die Kohlekonzerne werben damit, sie würden die Tagebaue nach Verrichtung in blühende Landschaften verwandeln. In der Lausitz soll dort ein riesiger Badesee entstehen, "der Ostsee". Allerdings gibt es dank Erderwärmung dafür nun kein Wasser mehr. Und das Wasser, welches weiterhin aus den noch betriebenen Tagebauen abgepumpt wird, verseucht die Flüsse und damit das Trinkwasser der Bevölkerung. Beides war von Umweltschützern vorhergesagt worden, aber die Verantwortlichen geben sich weiter optimistisch. Irgendwie wird das alles schon klappen. - Und sonst bleiben eben Mondlanschaften. ¤

ZDF

9
26.8.20

Der Superhurrikan "Laura" bewegt sich auf die Südküste der USA zu. Es werden Flutwellen von 6 Meter Höhe erwartet, eine halbe Million Menschen in Texas und Louisiana sollen sich in Sicherheit bringen. Beeindruckende Satellitenbilder.

A

1

27.8.20

Rekordregenfälle und schwere Überschwemmungen im Sudan, in Afghanistan und Pakistan. Jeweils etwa 100 Tote.

A

1

27.8.20

Der Superhurrikan "Laura" hat sich etwas abgeschwächt und doch nicht ganz so extreme Schäden verursacht wie befürchtet. Aber große Überschwemmungen und zahlreiche zerstörte Gebäude in Texas und Louisiana. In Louisiana kam es durch den Sturm zu einem Brand in einer Chemiefabrik.

A,E

zus.7
           
28.8.20

Bericht über die schweren Zerstörungen durch die Überflutungen in Afghanistan und Pakistan.

A

2

           
30.8.20

Ein Bericht von Hiba Morgan über die katastrophalen Überschwemmungen im Sudan (u.a. durch ein Rekordhochwasser des Nil). Catherine Soi berichtet vom Baringo-See in Kenia. Der See steigt seit sieben Jahren immer weiter an, wie alle Seen im Rift-Valley, und hat hunderte km2 Ackerland überflutet. Tausende Bewohner sind auf der Flucht.

A

zus.6

                   
30.8.20

In Garzweiler demonstrieren 4000 Leute gegen den Tagebau und für den Erhalt der Dörfer. Ein paar Aktivisten haben zeitweise einen der Kohlebagger besetzt.

R,TS

zus.1
31.8.20

Durch die verstärkten Niederschläge der letzten Jahre ist der Bogoriasee in Kenia so stark angewachsen, daß er jetzt mit dem Baringosee zusammenwächst. Beide haben unterschiedliches Wasser, einer stark alkalisch, der andere neutral, und wenn sie vermischt werden, sind die beiden einzigartigen Ökosysteme bedroht. Bericht von Catherine Soi.

A

3
           
1.9.20

"Deutschland und der Klimawandel - Die Fakten von Harald Lesch" - Für Leute, die die letzten Jahre auf einem anderen Planeten verbracht haben, sicher sehr spannend. Viele längst bekannte Fakten, unsortiert und teilweise chaotisch vorgetragen, aber immer mit der passenden Kopfbedeckung. Lesch erklärt die Omega-Wetterlage und sagt daß diese durch die Erderwärmung häufiger wird, erklärt aber nicht, warum das so ist. Immer an einem relativ optimistischen Szenario orientiert. Was alles passieren "könnte" für Leute ohne Phantasie. (Es "könnte" nicht nur sein, daß die Ernteerträge um 30 % sinken - sie "könnten" auch um 100 % sinken.) Lustige Stilblüten ("Kubikliter"). Und natürlich ständig das große "Wir". (Keine Ahnung, wer das ist.) Naja, Lesch eben.

ZDF 43
1.9.20

Die Provinz Santa Fé im Norden Argentiniens galt einmal als "Klein-Amazonien", mit Wäldern, Feuchtgebieten und großem Artenreichtum. Jetzt herrscht auch dort seit Jahren Dürre. Dieses Jahr hat es ca. 11.000 Brände gegeben, zum Teil von Farmern gelegt, 900 km2 sind dabei abgebrannt. Bericht von Teresa Bo.

A

3
           
2.9.20

Meldung: laut offiziellen Angaben ist die Zahl der Waldbrände in Amazonien dieses Jahr zurückgegangen. Ein Wissenschaftler der brasilianischen Waldbehörde widerspricht dem und sagt, daß die Zahl erneut gestiegen ist, auf den höchsten Stand seit mehr als 10 Jahren.

A

1/2
5.9.20

Tausende Waldbrände in Amazonien und im Pantanal. Die Umweltbehörden können dank Bolsonaro kaum noch etwas gegen Brandrodungen tun. OT: "Ich werde das Krebsgeschwür der Umweltorganisationen töten!" Bericht von Matthias Ebert

TS

2
             
5.9.20

Hiba Morgan berichtet aus Khartum über die beispiellosen Überflutungen durch das Nilhochwasser und enorme Regenfälle im Sudan.

A

3
5.9.20

"Hotspots" - Reportage von Stuart Ramsay aus Nassau (Bahamas) nach der totalen Zerstörung durch den Hurrikan Dorian vor einem Jahr.  ¤

Sky

22
5.9.20

In England haben Aktivisten von "Extinction Rebellion" zwei Druckereien blockiert, in denen der Klimaleugner Murdoch seine Lügenblätter drucken läßt. Vier Zeitungen, darunter das Massenblatt "Sun" und die "Times", konnten nicht ausgeliefert werden.

A,Sky,E

zus.6
           
5.9.20

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Prof. Noam Chomsky u.a. über den "Global Green New Deal". (NNA)*  ¤

RT

28

           
6.9.20

Die Waldbrände in Kalifornien breiten sich wieder schneller aus. Auf einem Campingplatz im Sierra-Nationalpark waren 220 Menschen vom Feuer eingeschlossen und mußten mit Hubschraubern ausgeflogen werden. Der Westen der USA erlebt eine extreme Hitzewelle, überall werden neue Rekordtemperaturen erreicht.  ¤

A,B,C

zus.10
                 
6.9.20

"The dark side of green energy" - Film über die neuen Umweltprobleme durch Windräder, Solaranlagen und Elektroautos. - (Leider NNA* - aber für Ökosozialisten ist das nichts Neues. Die Klimakrise ist kein technologisches Problem, sondern ein gesellschaftliches. Ohne einen Wechsel des Wirtschaftssystems helfen alle gutgemeinten neuen Techniken nicht aus der Not.)  (NNA)*  ¤¤

A

48
7.9.20

Berichte über die andauernden Waldbrände in Kalifornien. In diesem Jahr ist insgesamt bereits eine größere Fläche abgebrannt als jemals zuvor in einem Jahr. 

B,C

zus.7
           
8.9.20

In Kalifornien wüten weiterhin 22 größere Waldbrände, insgesamt sind bereits 9000 km2 abgebrannt, und es ist erst der Beginn der Waldbrandsaison. Bei CNN berichtet Dan Simon aus dem kleinen Ort Shaver Lake, der komplett zerstört wurde.

A,C

zus.4
           
8.9.20

Der größte Gletscher der Westantarktis, der Thwaites-Gletscher, schmilzt immer schneller ab. Britische und US-Forscher haben entdeckt, daß es an der Sohle des Gletschers ein Netz von Tunneln gibt, durch die warmes Meerwasser kilometerweit unter den Gletscher gelangt. Bericht von Justin Rowlatt. (Siehe 27.1.20)

B

3

8.9.20

Wenn ein Land, wie die Niederlande, ernsthaft aus der Kohleverbrennung aussteigen will, wird es von den Energiekonzernen auf "Schadensersatz" verklagt. Rechtsgrundlage ist der "Vertrag über die Energiecharta", ECT. Die Klagen werden vor einem außergesetzlichen "Schiedsgericht" der Weltbank in New York verhandelt, und dort bekommen meist die Konzerne recht. Durch den ETC wird die staatliche Souveränität ausgehebelt. Die Kündigungsfrist dauert für Einzelstaaten 20 Jahre.  - Die Frage ist, ob dieser Vertrag überhaupt rechtmäßig ist. Er widerspricht vermutlich dem Grundgesetz und ganz sicher dem verbindlichen Pariser Klimaschutzabkommen. Notwendig wäre, die Konzerne für die Zerstörung des Ökosystems zur Verantwortung zu ziehen.  ¤

frontal21

11

8.9.20

Der Dokumentarfilm "Die Epoche des Menschen" zeigt die hässlichen Wunden, die der Kapitalismus ins Antlitz der Erde frisst. Viele schön schaurige Bilder, viel Gerede von "Menschheit" und "Zivilisation", keine Frage nach Ursache und Verantwortung. (Da war schon "Koyaanisqatsi" ein Stück weiter.)

ktzt

6

9.9.20

Adam Parsons berichtet von Island über das rapide Abschmelzen des Vatnajøkull-Gletschers.

Sky

4

           
9.9.20

Mehr über die beispiellosen Waldbrände im Westen der USA, zusammen etwa 80 große Feuer, nicht nur in Kalifornien: in sechs Bundesstaaten, besonders in Oregon. Das Sonnenlicht gelangt kaum noch durch den Rauch, apokalyptische Bilder wie in Australien vor einem halben Jahr. Erstaunlicherweise bei den deutschen Sendern kein einziger Bericht, kein Bild, kein Wort.  ¤

A,B,C zus.27
           
9.9.20

Im Sudan gibt es die schwersten Überschwemmungen seit Menschengedenken, und das Nilhochwasser steigt immer noch weiter. Bericht von Anne Soi.

B

3

10.9.20

Entlang der gesamten US-Westküste brennen die Wälder, über 100 Brände in 12 Bundesstaaten. In Kalifornien und Oregon sind mehrere kleine Orte abgebrannt mit zusammen einigen tausend Häusern. In Oregon sind 500.000 Menschen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. Eines der Feuer in Kalifornien ist inzwischen das größte der Geschichte. - Berichte jetzt auch bei ARD und ZDF. Wettermann Özden Terli erklärt, wie die Feuerstürme sich ihr eigenes Wetter schaffen und immer neue Brände entfachen.  ¤

A,C,TS,hj,h+

zus.15

10.9.20

Durch die gewaltigen Überschwemmungen im Sudan breiten sich diverse Infektionskrankheiten aus. Bericht aus Khartum von Hiba Morgan. - Auch im Senegal und in Niger sind zahlreiche Menschen durch extreme Regenfälle und Überschwemmungen ums Leben gekommen. Bei TV5 ein Bericht aus Niger.

A,JA

zus.5

           
11.9.20

 

Etwa 100 Waldbrände in 12 Bundesstaaten im Westen der USA, jetzt auch in Alaska. Es hat noch nie soviele große Brände gleichzeitig gegeben, darunter die drei größten Brände der Geschichte. Bisher sind allein in Kalifornien über 12.000 km2 abgebrannt. In Oregon müssen wegen der Brände mehr als 10 Prozent der Bewohner ihre Wohnorte räumen. Dutzende Menschen werden vermißt, mindestens 24 Menschen wurden bisher getötet. Die Luft ist kaum noch zu atmen. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom weist auf die Erderhitzung als Ursache hin. Inmitten einer rauchenden Wüste sagt er: "Wenn ihr der Wissenschaft nicht glaubt, glaubt ihr ja vielleicht den sichtbaren Beweisen: wir sind mitten in einem Klimanotstand."  ¤¤

Jetzt auch einige Berichte bei den deutschen Sendern, aber deutlich weniger als bei den Bränden in Australien Anfang des Jahres. Bei der ARD nur im Wetterbericht Satellitenbilder aus denen hervorgeht, daß die Qualmwolke sich zeitweise bis nach Europa ausgebreitet hat. Deshalb hier diese tiefroten Sonnenuntergänge. (Im "heute"-Video ab 9:49)

A,B,C,n,
arj,ht,TT

zus.20
               
12.9.20

Bei den Waldbränden im Westen der USA sind inzwischen über 20.000 km2 abgebrannt. Mindestens 28 Menschen wurden getötet, in mehreren Orten gelten Dutzende Menschen als vermißt. Oregon bereitet sich laut CNN auf ein "Mass facility incident" (also zahlreiche Tote) vor. Ziemlich dramatische Berichte bei CNN, und nochmal der OT von Gouverneur Gavin Newsom: "Die Debatte über den Klimawandel ist vorbei. Kommt einfach her und seht es mit eigenen Augen." Gute ausführliche Berichte auch bei Sky News. Auf deutsch weiterhin erstaunlich wenig.  ¤

B,C,Sky,R,TS,E

zus.25
                 
13.9.20

Ein kurzer OT aus Donalds Rede in Minden (Nevada). Donald erklärt, die Ursache der Waldbrände im Westen der USA sei "schlechtes Waldmanagement".

C 1
13.9.20

Weitere Berichte über die verheerendsten Brände in der Geschichte der USA, und über die Not der Leute, die vor den Flammen flüchten mußten.  ¤

A,B,C,Sky

ht,TS

zus.17

zus.4

                 
14.9.20

Weiterhin über 100 große Waldbrände im Westen der USA, vor allem in Kalifornien und Oregon. Donald Trump ist zu Besuch in Kalifornien. Bei einem Treffen mit Lokalpolitikern wird er auf die Erderwärmung angesprochen. "Es wird bald wieder kühler", die Wissenschaft wisse davon nichts. Und grinst dabei. Joe Biden reagiert darauf: man dürfe diesem Klimabrandstifter nicht noch vier Jahre Zeit geben.  ¤

A,C,Sky,
R,TT,h+

zus.18

           
14.9.20

Stuart Ramsay berichtet aus Pará (Brasilien). Der Amazonas-Regenwald brennt, noch schlimmer als letztes Jahr. Die Regenzeit ist komplett ausgefallen. Ramsay begleitet ein Team von Feuerwehrmännern. Die fünf Männer sind zuständig für ein Gebiet von der Größe Schottlands.  ¤

Sky

5

           
14.9.20

Bei den riesigen Überschwemmungen im Sudan ist ein Großteil der Getreideernte vernichtet worden. Mohammed Adow berichtet aus Khartum. - Schwere Überschwemmungen auch in Senegal. In Dakar ist die Kanalisation übergelaufen, es droht eine Ausbreitung von Seuchen. Nicolas Haque berichtet von dort.  ¤

A

5

           
15.9.20

In der Westantarktis hat der Kollaps von zwei wichtigen Eisschelfen begonnen, die bisher den Pine-Island-Gletscher und den Thwaites-Gletscher vor dem Meerwasser geschützt haben. Das Abschmelzen dieser beiden großen Gletscher wird sich dadurch weiter beschleunigen. Erläuterungen von der Klima-Expertin Hannah Safford. (Und das dürfte im Rückblick die wichtigste Meldung dieses Jahres gewesen sein, die in deutschen Medien nicht vorkam.)  ¤¤

A

4

15.9.20

Mehr über die andauernden Waldbrände im Westen der USA. Bei AJE erklärt Prof. Stefan Doerr, was es mit dem von Trump als Ursache der Brände behaupteten "Waldmanagement" auf sich hat. Dieses hat an bestimmten Stellen einen Einfluß auf die Brände, aber einen sehr geringen angesichts von jahrelanger Dürre und extremen Hitzewellen. Es sind auch einige Wälder abgebrannt, die so behandelt wurden wie Trump sich das vorstellt. - Die Tagesschau berichtet über Trumps Besuch in Kalifornien und seine erneute Leugnung des Klimawandels. - Bei den "Weltbildern" ein Bericht von Philipp Weber über Leute, die bei den Bränden alles verloren haben, und Trump, der von den Gründen dafür nichts wissen will.  ¤

A,TS,NDR

zus.11

15.9.20

Bei AJE und Euronews Berichte über die beispiellosen Brände im Pantanal (zwischen Brasilien, Paraguay und Bolivien), das eigentlich ein Feuchtgebiet ist. Die Dürre dort ist offenbar eine Folge der Abholzung des Amazonas-Regenwaldes. Die Brände werden von Bauern gelegt, um neues Ackerland zu schaffen, geraten dann aber durch die Dürre außer Kontrolle.  ¤

A,E

zus.4
                 
16.9.20

Beim ZDF-Wetter eine Karte der Bodentrockenheit in Deutschland. Auch nach ein paar Schauern vor zwei Wochen herrscht in weiten Teilen schwere bis extreme Dürre, nun im dritten Jahr.

Beim ARD-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im August: extreme Hitze im Westen der USA und in Westsibirien. Sven Plöger weist dabei auf ein Muster hin: durch das Stehenbleiben der Jet-Strömungen gibt es auf der Nordhalbkugel sehr oft ein feststehendes Schachbrettmuster von heißen und kühleren Gebieten, mit entsprechend feststehenden Strömungsmustern. Faszinierend.  ¤

hj

TT

1/2

1

16.9.20

Die Waldbrände im Westen der USA dauern an und sorgen für katastrophale Luftverschmutzung. Rob Reynolds berichtet aus Portland.

A

3

           
16.9.20

Der Hurrikan "Sally" hat den Süden der USA getroffen und in Alabama für enorme Überschwemmungen gesorgt. Das Sturmgebiet bewegt sich kaum von der Stelle.

A

4

17.9.20

 

Nicht nur in Kalifornien brennen die Wälder. Auch in den riesigen Wäldern der sibirischen Taiga gibt es nach Dürre und einer beispiellosen Hitzewelle zahllose Waldbrände, die dort im Boden auch den Permafrost weiter auftauen. Steve Rosenberg berichtet aus Jakutien.  ¤

Und das Pantanal brennt. Es ist das erste Mal, daß es in dem Feuchtgebiet so große Feuer gibt. Die Regenzeit ist praktisch ausgefallen, Folge der Abholzung des Amazonas-Regenwaldes. Das Pantanal ist einer der artenreichsten Lebensräume. Nun sterben ungezählte seltene Tiere in den Flammen. Bericht von Mark Lobel.  ¤

Bei den Tagesthemen berichtet Claudia Buckenmaier über den Kampf gegen die Brände in Kalifornien.

B

B

TT

5

3

3

                 
17.9.20

Mohammed Adow berichtet aus Sinjah über die riesigen Überschwemmungen im Sudan. Über 650.000 Menschen sind betroffen, die Regierung hat für drei Monate den Notstand ausgerufen.

A

2

18.9.20

Noch ein Bericht von Steve Rosenberg aus Jakutien (Ostsibirien). Dort taut überall der Permafrostboden auf, wodurch sich unzählige kleine Hügel bilden. Straßen werden unbefahrbar, Gebäude versacken. (Und anderswo zerbrechen Ölpipelines.)

B

4

           
18.9.20

Weitere Berichte über die Waldbrände im Westen der USA, von Jan Philipp Burgard und Britta Jäger. Eines der Feuer nähert sich den Vororten von Los Angeles.

TS,hj

zus.4
18.9.20

Matthias Ebert berichtet über die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes. Im Bundesstaat Pará geraten illegale Brandrodungen außer Kontrolle, die Brände greifen auch auf die Schutzgebiete der Indigenen über. Bolsonaro spielt die Gefahr herunter. Durch die Abholzung des Regenwaldes ist auch das Feuchtgebiet Pantanal ausgetrocknet, auch dort gibt es jetzt riesige Flächenbrände.  ¤

TT

4
           
19.9.20

Mohammed Adow berichtet weiter aus Sinjah (im Südwesten des Sudan) über die riesigen Überschwemmungen, die es hier in dem Ausmaß noch nie gegeben hat. Große Landstriche sind seit Wochen überflutet, in manchen Orten sind sämtliche Häuser zerstört. Nun drohen Seuchen und eine Massenvermehrung von Malaria-Mücken.  ¤

A

3
           
19.9.20

Berichte von Monica Yanakiew und Matthias Ebert über die nie dagewesenen Flächenbrände im Feuchtgebiet Pantanal. Beide weisen darauf hin, daß die Austrocknung des Pantanal eine Folge der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes ist. (Dieses ist einer der berühmten Kipp-Punkte des globalen Klimasystems.) Bolsonaro spielt die Gefahr herunter und behauptet, kein Land der Welt tue so viel für den Umweltschutz. Bei einem Besuch in Matto Grosso konnte sein Flugzeug wegen der Qualmwolken zunächst nicht landen.  ¤

A,TS zus.5
                 
20.9.20

Ein Bericht bei CNN über die riesigen Flächenbrände im ehemaligen Feuchtgebiet Pantanal im Süden Brasiliens und Nachbarländern.

C 2
20.9.20

Jan-Philipp Burgard berichtet über die Waldbrände in Kalifornien und die Frage, ob die Ursache nun in der Erderhitzung liegt oder im falschen Waldmanagement. Burgard meint: wohl beides, und zitiert einen alten Indianer, der erzählt, daß sie früher das Unterholz kontrolliert abgebrannt haben, damit Waldbrände keine Nahrung haben.  - Das mag in manchen Gegenden stimmen. Es sind aber auch solche leergeräumten Wälder abgebrannt. Und in regenreichen Jahren könnte gerade das Totholz große Mengen Wasser speichern.

WS

7
           
20.9.20

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit dem Journalisten Abrahm Lustgarten, der sich intensiv damit beschäftigt hat, wie die bevorstehende Klimakatastrophe die Wohngebiete der Menschen verändert und zu beispiellosen Wanderungsbewegungen führen wird. Ein Drittel der Menschheit wohnt in Gebieten, die bald nicht mehr bewohnbar sein werden. Er untersucht, wo die Menschen hingehen werden, einmal weltweit und dann innerhalb Nordamerikas. Bisher sind US-Bürger meist an die Küsten umgezogen oder in sonnige Gegenden wie Arizona, wo nun das Wasser knapp wird. Etwa die Hälfte der US-Bürger muß nun genau den entgegengesetzten Weg nehmen. (Daß Trump gerne Grönland den USA zuschlagen möchte, hat zwar einen anderen Grund - Bodenschätze - macht aber in diesem Zusammenhang Sinn. Die Insel wird zum Ende des Jahrhunderts einer der wenigen Orte sein, der noch Millionen von Menschen aufnehmen und ernähren kann.)

C

 

7

 

21.9.20

Nach Satellitenmessungen hat die Fläche des arktischen Meereises dieses Jahr mit 3,7 Millionen km2 den zweitniedrigsten Wert erreicht. Nur 2012 war die Fläche noch kleiner. Leider keine Angabe zum Volumen des Eises.

B

2

21.9.20

Erstmals ein Bericht auf deutsch über die katastrophalen Überschwemmungen im Sudan. Guter Bericht von Uli Gack.

ht

2

22.9.20

Durch die Überschwemmungen im Sudan sind rund 140.000 Häuser zerstört worden. Hiba Morgan berichtet aus dem Bundesstaat River Nile. 

A

3

             
22.9.20

Auf deutsch berichtet nur Euronews über das Verschwinden des Meereises in der Arktis.

E

1

           
23.9.20

 

Meldung bei CNN: das "Creek Fire" in Kalifornien brennt seit drei Wochen und ist inzwischen das größte Feuer in der Geschichte des Landes. Alleine dieses Feuer hat 1100 km2 Wald zerstört. - Bei AJE ein Beitrag von Rob Reynolds, der die weltweite Ausbreitung von Waldbränden feststellt. Der Feuerhistoriker Stephen Pyne sieht ein neues "Zeitalter des Feuers". Durch die Brände gelangen enorme Mengen Kohlenstoff in die Atmosphäre, die Erderwärmung wird weiter verstärkt, es gibt einen Rückkopplungseffekt.  ¤

Axel Storm berichtet aus den Juniper Hills bei Los Angeles. Bedrückende Bilder. Manche Leute, die bei den Bränden alles verloren haben, lieben ihren Trump immer noch, auch wenn sie feststellen, daß er "wenig für die Umwelt tut".  ¤

A,C

 

auslandsjnl

zus.4

 

7

     
23.9.20

Stuart Ramsay berichtet aus dem Pantanal (im Süden Brasiliens). Seit Monaten brennt das ehemalige Feuchtgebiet. Mindestens 36 Tierarten sind durch die Brände am Rand des Aussterbens. Allein mehr als die Hälfte der Population der ohnehin seltenen Jaguare wurde getötet. Tierschützer suchen Überlebende und versuchen, sie in Sicherheit zu bringen. Die Tümpel, in denen Kaimane leben, sind fast ausgetrocknet.  ¤

Sky

6

     
24.9.20

In Sibirien gibt es neben den Waldbränden auch riesige Brände in Torfmooren. Die Größe der Fläche ist umstritten, Greenpeace spricht von 110.000 km2. Auch wo das Feuer an der Oberfläche gelöscht wird, schwelt es oft im Untergrund weiter.

E

2

           
25.9.20

Durch die wochenlangen Regenfälle und das Hochwasser des Nil sind auch im Südsudan ganze Landstriche überflutet. Über 600.000 Menschen haben ihre Häuser verloren. Schon vorher war fast die Hälfte der Bevölkerung von humanitärer Hilfe abhängig. Ihre Lage verschärft sich nun weiter. Bericht von Hiba Morgan. 

A

3
25.9.20

In aller Welt demonstrieren wieder Menschen mit "Fridays for Future" für einen ernsthaften Klimaschutz. Wegen Corona hatte es monatelang keine Kundgebungen gegeben. Berichte nur bei den deutschen Sendern. 

R,arj,TS,hj,TT,E

zus.16
           
26.9.20

Im Rheinland versuchen einige tausend Klimaschutzaktivisten, die Kohletagebaue und Kraftwerke zu besetzen, und so wenigstens symbolisch die kriminelle Kohleverbrennung zu stoppen. Die Polizei stellt klar, daß ihr das Überleben der Menschheit weniger wichtig ist als das Interesse eines kriminellen Großkonzerns, und behindert die Aktionen mit einem Großeinsatz, wobei es immer wieder zu massiven Gewaltausbrüchen der von den Bürgern bezahlten Beamten kommt. Die TV-Berichte übernehmen großenteils die Sichtweise der staatlichen Kriminellen, die Aktivisten kommen kaum zu Wort. Besonders dumm-peinlich die Berichterstattung bei "Welt", aber die Tagesschau ist auch nicht viel besser. (Nein, die Dörfer sollen nicht "umgesiedelt" werden, RWE will sie abreißen.) Besser die Berichte bei RTL und im ZDF.

W,R,ht,TSj,E

zus.12
29.9.20

Im Norden Kaliforniens breiten sich die Waldbrände erneut stark aus. Josh Campbell berichtet aus einer komplett abgebrannten Siedlung in Santa Rosa. Bilder von brennenden Weinbergen und von einem brennenden Hotel. 

C,hj

zus.2
1.10.20

Wirtschaftsminister Altmaier tut neuerdings so, als läge die Energiewende ihm am Herzen. Tatsächlich arbeitet er weiterhin gegen die Windindustrie und die Solarindustrie. Abstandsregeln, kein Ersatz von Altanlagen, absurde Einspeisungsvorschriften sollen dafür sorgen, daß die Verbrennung von Fossilien in Deutschland weiterhin "nötig" bleibt.

Monitor

10

           
3.10.20

Ein seit Wochen über Südeuropa festhängendes Sturmtief sorgt in Norditalien und Südfrankreich mit enormen Regenmengen für Sturzfluten und schwere Zerstörungen. In der Gegend von Nizza wurden über 100 Häuser und zahlreiche Brücken von den Fluten weggespült. Die schlimmsten Überschwemmungen seit über 100 Jahren. Bisher mindestens 10 Tote, wahrscheinlich wesentlich mehr.  ¤

A,arj,ht,E

zus.8
           
4.10.20

Die Waldbrände in Kalifornien dauern an. Inzwischen sind über 6000 km2 Wald abgebrannt, mehr als jemals zuvor in einem Jahr. 

A

2

           
7.10.20

Der September '20 war der weltweit wärmste September bisher und bricht damit erneut den Rekord des Vorjahres. Bei der BBC Erläuterungen von Roger Harrabin.

B,E

zus.5
9.10.20

Bericht von Monica Yanakiew über die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes. Nach dem Pariser Abkommen hätte Brasilien die Abholzung auf maximal 4000 km2 pro Jahr vermindern müssen. Dieses Jahr wird es dreimal soviel sein.

A

3

             
9.10.20

Nach längerer Dürre und extremen Temperaturen gibt es jetzt in den Ländern östlich des Mittelmeeres ungewöhnlich viele Waldbrände, in der Türkei, Syrien, Libanon und Israel. 

B

1

10.10.20

Der Südsudan wird von den schwersten Überschwemmungen seit Menschengedenken getroffen. Seit Juli ist die Hälfte der Bezirke betroffen. Zigtausende, die schon auf der Flucht vor Kämpfen waren, haben erneut ihre Unterkünfte verloren. Die Ernte ist zerstört, Haustiere ertrunken. Malaria, die Masern und andere Seuchen breiten sich aus.  ¤

A 2
           
10.10.20

Noch eine Meldung und Bilder von den Waldbränden im Libanon, in Israel, Syrien und der Türkei.

A

1

10.10.20

"Mit offenen Karten: Grönland - Begehrlichkeiten im Ewigen Eis" - Geografie, Bewohner, Besiedlungsgeschichte, Autonomie, Wirtschaft, US-Militärbasis Thule, der Arktische Rat, Bodenschätze, Eisschmelze, chinesische Interessen, Ressource Süßwasser, Folgen der Eisschmelze. - Nichts über das Terrain unter dem Eis und das Aussehen Grönlands ohne Eispanzer. (In 200 Jahren wird Grönland einer der wenigen noch bewohnbaren Plätze auf der Erde sein.)

arte

12

12.10.20

Die UN haben einen Report über weltweite Naturkatastrophen veröffentlicht. Deren Zahl ist in den letzten 20 Jahren stark angestiegen und hat sich gegenüber den 20 Jahren davor fast verdoppelt. In 20 Jahren wurden Schäden von 3 Billionen Dollar verursacht. Der Report warnt, daß die Erde für Millionen von Menschen unbewohnbar wird. Gespräch darüber mit Will Nichols (Chef einer Firma für Risikoanalysen). Bei der Tagesschau eine Meldung.

A,TS

5

           
12.10.20

Als Folge der Abholzung des Amazonas-Regenwaldes hat der Pegel des Flusses Paraguay einen historischen Tiefststand erreicht. Der Fluß fließt von Brasilien durch Bolivien und Paraguay bis Argentinien. Auch in Paraguay gibt es eine extreme Dürre und zahlreiche Waldbrände.

A

2

           
12.10.20

 

 

Die "Polarstern" hat ihre mehr als einjährige Arktisexpedition beendet. In Bremerhaven werden Schiff und Besatzung festlich empfangen. Expeditionsleiter Prof. Markus Rex vom AWI spricht bei einer PK und in diversen Interviews darüber, daß das Meereis am Nordpol dabei ist, zu verschwinden. Es gibt im Sommer große Lücken im Eis, und statt dickem mehrjährigem Eis nur noch dünnes brüchiges Eis. Obwohl der Schaden dort also längst eingetreten ist, meint er, "wir" hätten immer noch Zeit, die Entwicklung zu stoppen. Bei den Sendern werden seine Aussagen als dramatische Warnung verstanden. Ich halte sie für eine von einem Physiker unverantwortliche Schönfärberei.

Abgesehen davon frage ich mich, ob die Wissenschaftler das Problem mit ihren Untersuchungen nicht noch verstärken. Rex erzählt, daß die Polarstern siebenmal Besuch von Eisbrechern bekam, zur Versorgung mit Brennstoff und Lebensmitteln. Wenn ich Eis in einer Schüssel schmelzen will, muß ich es erwärmen. Ich kann den Prozess aber stark beschleunigen, indem ich das Eis mechanisch in kleine Stücke zermantsche. Rußland unterhält eine ganze Flotte von nuklear betriebenen Eisbrechern, die ständig durchs Polareis kreuzen, wohl auch zu dem Zweck, dieses möglichst schnell loszuwerden.

A,hj,TT,E

 

 

zus.10

 

 

           
14.10.20

Der September war der weltweit wärmste September seit Beginn der Messungen. Erläuterungen von Will Steffen (Klima-Experte).

Meldung: die Waldbrände in Kalifornien dauern an und bedrohen erneut Vororte von Los Angeles.

A

A

3

1/2

16.10.20

Meldung über riesige Waldbrände in Colorado, die größten in der Geschichte des US-Bundesstaats, über 650 km2 sind betroffen.

TS

1/2

16.10.20

Caren Miosga spricht mit Greta Thunberg über die Klimapolitik der EU. Das erklärte Ziel, die CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent zu senken, reicht nicht, um das Pariser Abkommen einzuhalten. Mit der Physik kann man keine Kompromisse machen. Die Zeit für "kleine Schritte in die richtige Richtung" ist vorbei. FfF ist nicht gescheitert, denn es war nicht unser Ziel, allein die Welt zu verändern. Wir haben erreicht, daß das Thema jetzt auf dem Tisch ist, daß die Menschen sich endlich Gedanken machen. Was aber auch traurig ist, denn schon vorher haben Menschen aus aller Welt auf die Dringlichkeit hingewiesen, aber sie wurden nicht gehört.   ¤

TT

11

             
18.10.20

In Südostasien gibt es seit etwa einer Woche verheerende Unwetter mit Überschwemmungen und Erdrutschen. In Vietnam und Kambodscha Dutzende Tote, über 40.000 Häuser stehen unter Wasser. Nur bei AJE Kurzberichte darüber.

A

1

19.10.20

Ein Bericht über das Abschmelzen des größten Gletschers in den französischen Alpen, des "Mer de Glace".

E

3

21.10.20

In Vietnam dauern die enormen Regenfälle an. Bei den schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten sind ganze Dörfer weggespült worden, mehr als 100 Menschen wurden getötet, hunderttausende haben ihre Häuser verloren.

A

2
           
23.10.20

Stuart Ramsay berichtet über den Streit um Wasser zwischen Mexiko und den USA. Nach einem 75 Jahre alten Vertrag wird ein Großteil des Wassers von mehreren Stauseen in Chihuahua in die USA geliefert. Seit es immer weniger regnet, fehlt das Wasser den Bauern in Chihuahua, die jetzt aus Protest eine der Staumauern besetzt haben. Auf den anderen wurde vorsorglich Militär stationiert.

Sky

4

             
23.10.20

Die Laptev-See in der Arktis vor Sibirien friert normalerweise jedes Jahr als erste zu, ab Mitte September. Dieses Jahr ist dort auch einen Monat später noch kein Eis zu sehen. Offenbar Folge der Hitzewelle in Sibirien, die auch den arktischen Ozean aufgeheizt hat. Dadurch könnten sich gewaltige Mengen Kohlenstoff (vor allem Methan) aus den Sedimenten unter dem Ozean lösen. Erläuterungen vom Klimatologen Jason Box. Offenbar ist auch dort der Kippschalter bereits umgelegt worden. Der dritte, bei dem das in diesem Jahr klar geworden ist: zuvor Grönland und Amazonien.  ¤

A

4

24.10.20

Das Pantanal in Brasilien brennt weiter. Vom ehemals größten Feuchtgebiet der Erde sind bereits 41.000 km2 verbrannt, etwa ein Viertel der Fläche. Ursache ist einerseits die Trockenheit (Folge der Abholzung des Amazonas-Regenwaldes), andererseits die immer noch betriebene Brandrodung für die Landwirtschaft.   ¤

arj

3

27.10.20

In Südkalifornien wüten erneut zwei größere Waldbrände. Mehr als 100.000 Bewohner wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Infos aus Los Angeles von Rob Reynolds.

A

3

29.10.20

Ein kurzes Erklärstück über die Interessen der Länder rund um das Nordpolarmeer. Besonders Russland verlangt nach einem größeren Anteil am bisher internationalen Gewässer, weil dort große Bodenschätze, vor allem Erdöl, vermutet werden.

h+

2
5.11.20

Der Hurrikan Eta ist einer der stärksten Stürme, die Mittelamerika jemals getroffen haben. Schwere Verwüstungen in Nicaragua, Guatemala und Honduras, bisher mindestens 70 Tote.

A

2

6.11.20

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Oktober. Der bisher wärmste Oktober in Europa. Vor allem aber ist es in der gesamten Arktis extrem zu warm. Praktisch in der gesamten Arktis mehr als 10° zu warm, im Monatsdurchschnitt!

ZDF

1/2

6.11.20

Der Hurrikan Eta hat mit enormen Regenmengen in Mittelamerika große Zerstörungen angerichtet. Zahlreiche Tote durch Überschwemmungen und Erdrutsche. Allein in einem Dorf in Guatemala soll es über 100 Todesopfer geben. -  Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

A,E

zus.4
                 
8.11.20

Über den Zukunftsfilm "Ökozid" von Andres Veiel. Im Jahr 2034 haben die Länder des Südens die deutsche Bundesregierung vor dem IGH verklagt, weil sie nicht für den Klimaschutz gehandelt hat. Der Film zeigt die fiktive Verhandlung mit dokumentarischen Rückblenden. Der Film wird am 18.11. in der ARD gezeigt.  ¤

ttt

6
            
12.11.20

Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat entschieden, daß die Regelung zur "Entschädigung" der Stromkonzerne für den Atomausstieg verfassungswidrig ist. Die Begründung ist allerdings haarsträubend: die Entschädigungen seien unzureichend.  - Es ist komplett absurd, daß die Konzerne überhaupt entschädigt werden. Angemessen wäre, von den Konzernen für die Lagerung des Atommülls über Millionen von Jahren Gebühren von jährlich einigen hundert Milliarden zu verlangen - oder noch besser, die Konzerne gleich verstaatlichen und alle Verantwortlichen für den Bau von AKWs wegen Menschheitsverbrechen zu verurteilen.

TS

2

13.11.20

Die Philippinen sind innerhalb von drei Wochen vom dritten schweren Taifun getroffen worden, jedesmal mit katastrophalen Zerstörungen und zahlreichen Todesopfern. Jamela Alindogan berichtet aus einem zerstörten Dorf im Norden des Landes.

A

2

             
15.11.20

Drei kluge Leute machen sich Gedanken über die Zukunft des Kapitalismus. Der Ökonom Mathias Binswanger meint, es reiche, an den Stellschrauben zu drehen, hier und da weniger und effizienter zu produzieren und gerechter zu verteilen, und das sei bereits revolutionär. Die Wirtschaftsjournalistin (taz) Ulrike Herrmann stellt fest, daß das nicht reichen wird um die Klimakatastrophe abzuwenden. Das System von Profit und Wachstum muß beendet werden, und wir müssen uns überlegen, wie wir den Verzicht organisieren. Die Philosophin Eva von Redecker ("Revolution für das Leben") sagt: wir müssen gar nicht verzichten. Wir tauschen nur den viel zu teuer erkauften Glasperlentand gegen die echten Juwelen des Lebens. Den Reichtum der Natur können wir genießen ohne zu besitzen. Wollen wir darauf verzichten, daß Vögel im Wald sind? - Dazu Bilder von abgestorbenen Wäldern. Und ein sehr störender Klangteppich. Teilweise akustisch kaum zu verstehen.  ¤

ttt

 

9

 

           
16.11.20

"Ich bin Greta" - Film von Nathan Grossman über Greta Thunberg, die Gründerin der weltweiten Klimaschutzbewegung "Fridays for Future". Der Film begleitet Greta von ihrem ersten einsamen Sitzstreik vor dem schwedischen Parlament bis zur Bootsreise über den Atlantik zum UN-Klimagipfel in New York, bei Treffen mit Politikern, mit Klimaaktivistinnen und im Alltag. Auf die kitschige Musikuntermalung hätte man besser verzichtet. Ansonsten beeindruckend und sehenswert.  ¤

A

89

17.11.20

"Iota", der dritte katastrophale Hurrikan innerhalb weniger Wochen, trifft Mittelamerika und verwüstet Teile von Nicaragua und Honduras. So viele Hurrikane wie in diesem Jahr hat es noch nie gegeben.  

A

3

             
18.11.20

"Ökozid" - Science-Fiction-Gerichtsdrama von Andres Veiel. Der historische Schadensersatzprozeß im Jahr 2034 von Ländern des Südens gegen die BRD, weil die BRD ihre Verpflichtungen zum Klimaschutz nicht erfüllt hat.  ¤   (unter "Weltjustiz")

ARD

89

18.11.20

"Aufschrei der Jugend - Generation "Fridays for Future" - Film von Kathrin Pitterling  (NNA)*   ¤    (unter "Demo")

Text von der ARD: "Seit Anfang 2019 begleitet die Filmemacherin Kathrin Pitterling Berliner Protagonistinnen und Protagonisten von "Fridays for Future" und konzentriert sich dabei auf ihre Lebenswelt. Wer sind die jungen Menschen, die da auf die Straße gehen? Was treibt sie an?
Seit Anfang 2019 begleitet die Filmemacherin Berliner ProtagonistInnen von "Fridays for Future" und konzentriert sich dabei auf ihre Lebenswelt. Wer sind die jungen Menschen, die da auf die Straße gehen? Was treibt sie an? Der Film zeigt, wie vielfältig, schöpferisch und kräftezehrend die Protestarbeit ist. Sie erzählen von ihren Ängsten, Träumen, Erfolgserlebnissen und Niederlagen. Aus den Porträts Einzelner wird das Porträt einer engagierten Generation. 2020 wird zur Herausforderung für Fridays for Future: Corona hat die Protestform verändert und ihre Themen in der Öffentlichkeit verdrängt. Was macht die Pandemie mit dem Engagement der Jugendlichen? Was macht Corona mit Fridays for Future?"

ARD

 

89

 

19.11.20

Der Hurrikan Iota ist nach Süden gezogen und hat auch in Kolumbien enorme Schäden angerichtet. Die Hurrikane haben durch die Erwärmung des Ozeans sowohl an Zahl als auch an Stärke zugenommen.

A,E

zus.4
           
21.11.20

Durch die Luftverschmutzung infolge der Waldbrände im Westen der USA sind dieses Jahr mehrere Tausend Menschen gestorben. Bericht von Greg Milam.

Sky

3

           
22.11.20

Nach den verheerenden Bränden im Pantanal finden die überlebenden Wildtiere dort kein Futter mehr. Tierschützer versorgen sie mit Früchten und Gemüse. Einige verletzte Tiere werden in einer Klinik behandelt. Bericht von Matthias Ebert.  ¤

WS

7

           
23.11.20

Der Zyklon Gati ist der stärkste Sturm, der jemals im Indischen Ozean beobachtet wurde. Sein Zentrum hat den Nordosten Somalias (bzw. Somaliland) getroffen und dort schwere Zerstörungen angerichtet. Bilder davon gibt es noch nicht, auch noch keine Angabe zur Zahl der Opfer. Infos nur bei BBC-FoA, von Bella Sheegow aus Mogadishu.

B 5
23.11.20

Der Hambacher Forst stirbt trotz Rodungsstopp langsam, weil der RWE-Tagebau dem Wald das Wasser abgräbt. Die Klimaschützer, die dort in Baumhäusern wohnen, können das Sterben hautnah beobachten. Sie wollen, daß der frühere Bürgewald wieder allen gehört, und nicht mehr dem räuberischen RWE-Konzern, der sich erdreistet, die Waldschützer als "Besetzer" zu bezeichnen.

TT

5

           
29.11.20

In Australien hat der nächste Hitzesommer begonnen, mit Rekordtemperaturen und ersten Waldbränden. Auf der Fraser-Insel (Unesco-Naturerbe) ist bereits ein Drittel des Waldes abgebrannt, das Feuer ist weiterhin außer Kontrolle.

A,E

zus.2
30.11.20

Letztes Jahr wurden im Amazonas-Regenwald 11.000 km2 Wald zerstört, soviel wie seit 12 Jahren nicht mehr, laut offiziellen Zahlen der brasilianischen Weltraumbehörde. Infos und Bericht von Alessandro Rampietti. - Am nächsten Tag dazu bei Sky News ein Gespräch mit dem Klimawissenschaftler Carlos Nobre ("Wir sind kurz vor dem Kipp-Punkt, an dem aus dem Amazonasregenwald unwiederbringlich eine degradierte Trockensavanne wird."), und der einzige Bericht auf deutsch, bei Euronews.   ¤

A,Sky,E

zus.15
           
1.12.20

Bericht bei CNN über die großen Waldbrände auf Fraser Island (Australien), die weiter nicht unter Kontrolle sind.

C

2

1.12.20

UN-Generalsekretär Guterres warnt in einer BBC-Sendung vor den Folgen der Erderwärmung und fordert ernsthaftes Handeln der Regierungen und der Industrie, um bis 2050 zu "Netto-Null-Emissionen" zu kommen. Das ist zwar eine sehr billige Forderung - ambitioniert, aber nötig wäre, dieses Ziel innerhalb von drei Jahren zu erreichen - , aber immerhin hat er auch ein paar konkrete und richtige Forderungen: sofortiges Ende aller staatlichen Subventionen für fossile Energien, und Besteuerung des Kohlenstoffs statt der menschlichen Arbeit (was die Grünen schon vor etwa 20 Jahren gefordert haben). 

B

3

1.12.20

Nachdem Klimaschützer in den Niederlanden bereits erfolgreich die Regierung auf einen verschärften Klimaschutz verklagt haben, haben nun 13 Umweltverbände den Ölkonzern Shell verklagt. Sie fordern, daß der Konzern sich verpflichtet, seinen CO2-Ausstoß bis 2030 um 45 % und bis 2050 um 100 % zu reduzieren. Sie wollen u.a. beweisen, daß der Konzern schon seit 30 Jahren über seine Rolle bei der Erderwärmung bescheidweiß und gezielt Lobbyisten gegen den Klimaschutz eingesetzt hat. Der Konzern nennt die Klage "unbegründet", dabei haben die Klimaschützer noch nicht einmal einen Schadensersatz gefordert. Bei AJE ein Bericht und Erläuterungen von Nikki Reisch (Center for int. environmental law). Dazu Bilder von riesigen Haufen von abgeholzten Urwaldriesen in Brasilien. (Jeder einzelne dieser Bäume müßte unter Naturschutz stehen - ihn zu fällen ist ein Verbrechen gegen den Planeten.) - Auch bei arte ein Bericht.

A,arj

zus.11

           
1.12.20

In Deutschland bezahlt die Regierung den Energiekonzernen "Entschädigungen" dafür, daß sie ihre relativ modernen und effektiven Steinkohlekraftwerke wieder abstellen. Zugleich laufen die Braunkohlekraftwerke noch bis 2038 weiter. Diese sind zwar noch umweltschädlicher, werfen aber wegen des staatlich subventionierten Braukohle-Tagebaus für die Konzerne mehr Profit ab. Wirtschaftsminister Altmaier nennt das "funktionierende Marktwirtschaft". Nach dem Bericht ein Gespräch mit Claudia Kemfert (DIW): der Bau dieser Kraftwerke war eine Fehlentscheidung der Konzerne, sie waren nie profitabel. Es ist nicht zu begründen, warum die Konzerne nun eine Entschädigung für die Abschaltung bekommen sollen. Der Kohlekompromiss orientiert sich nicht am Klima sondern an den Interessen der Konzerne. Die entscheidenden Fehler wurden aber schon vor 10 Jahren gemacht. Jetzt muß man da durch und den Schaden begrenzen, den man angerichtet hat.

TT

7

           
2.12.20

Ausschnitte aus der Rede von UN-Generalsekretär Guterres zum Kampf gegen die Erderwärmung: "Der Zustand unseres Planeten ist schlecht. Die Menschheit führt einen Krieg gegen die Natur. Das ist selbstmörderisch." Ein Bericht mit dramatischen Bildern, und diverse Stellungnahmen, u.a. von David Attenborough. Treffend die Reaktion von Greta Thunberg (auf Twitter): wenn große Worte, Absichtsbekundungen und das Setzen von hypothetischen Zielen für eine ferne Zukunft die Emissionen senken würden, wären wir nicht mehr in diesem Schlamassel. Justin Rowlatt (BBC) hingegen glaubt, durch die Rede würde sich etwas ändern. 

B,arj

zus.11
5.12.20

"Mit offenen Karten: Der Klimawandel hat längst begonnen" - Die Erwärmung der Arktis, Abschmelzen des Meereises und des grönländischen Eisschildes. Verschwinden der Alpengletscher. Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungsgefahr, Beispiele Mumbai, Bangladesh, Marshallinseln. Versauerung der Meere, Absterben der Korallenriffe. Massensterben der Arten. Zunahme von Extremwetter. Immer mehr Hitzewellen und riesige Waldbrände. Verstärkte Wüstenbildung, vor allem im südlichen Afrika. Zunehmende Migration. Besonders betroffen von den Folgen der Erwärmung sind gerade die ohnehin armen Länder, die am wenigsten zu den Treibhausgasen beitragen.

arte

12
7.12.20

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im November. Insgesamt der bisher wärmste November. Extrem zu warm erneut fast die gesamte Arktis (außer Grönland), besonders die Ostarktis / Sibirien.

ZDF

1
8.12.20

Die US-Klimabehörde hat ihren Jahresbericht über die Erwärmung der Arktis veröffentlicht. Das Wasser des arktischen Ozeans hat sich um 1°- 3° gegenüber früher erwärmt, diese riesige Wärmemenge schmilzt das Eis immer weiter ab, beides sorgt für Rekordtemperaturen an Land rundherum. Weitere Erläuterungen von Rick Thoman, einem der Autoren des Reports. Frappierend ist die Abnahme des Volumens des Meereises. Inzwischen besteht 70 % der Eisfläche aus dünnem, einjährigem Eis.

A

5

10.12.20

"Scobel : Systeme auf der Kippe" - Gert Scobel und drei Wissenschaftler*innen sprechen über die Dynamik der Kipp-Punkte, nicht nur im Klimasystem. Dabei sind Patrizia Nanz (Politologin, IASS Potsdam), Prof. Timo Goeschl (Umweltökonom, Uni Heidelberg) und Stefan Thurner (Physiker, Experte für komplexe Systeme, Uni Wien). Vier Hintergrundfilme: über die Kipp-Punkte des Erdklimas, über die Dynamik komplexer Systeme, über die Komplexität der Weltwirtschaft, über die Unvorhersehbarkeit politischer Entwicklungen und die Auslöser von Revolutionen. Schönes Schlußwort: ohne Kipp-Punkte gäbe es auch nicht die Möglichkeit der Veränderung.  (Leider das Meiste noch nicht angesehen - NNA)*  ¤

3sat

58

11.12.20

Christiane Amanpour spricht mit Greta Thunberg über die weltweite Klimapolitik, die weiterhin hypothetische Ziele für eine ferne Zukunft setzt statt sofort die Emissionen zu senken. Ohne Klimagerechtigkeit gibt es auch keine soziale Gerechtigkeit, und umgekehrt, alles hängt zusammen, ebenso können wir die Klimakrise nicht "lösen" ohne die Biodiversitätskrise zu "lösen" - alle diese Problem sind Teil einer umfassenderen "Nachhaltigkeitskrise". (Ich hätte es "Kapitalismus" genannt, oder "Kaputtalismus".)

C

9

12.12.20

Bei einer Onlinekonferenz fünf Jahre nach dem Pariser Abkommen fordert UN-Generalsekretär Guterres, alle Länder sollten einen Klimanotstand ausrufen. Die meisten Staaten sind weit davon entfernt, ihre Pflichten aus dem Vertrag zu erfüllen. 

A,arj,hj

zus.9
           
14.12.20

An der Ostküste Australiens ist bei einer Sturmflut ein berühmter Badestrand komplett weggespült worden.

A

1/2

29.12.20

Als Nebenwirkung von Corona wird dieses Jahr der CO2-Ausstoß erstmals seit 12 Jahren sinken, und zwar um etwa 7 Prozent, also relativ deutlich. Reichen würde das aber nichtmal, wenn es jedes Jahr so weiterginge. In Deutschland sind die Folgen der Erderwärmung bisher in den sterbenden Wäldern zu sehen. Auch dieses Jahr war viel zu trocken, überall sind die Böden immer noch ausgetrocknet. Damit die Menschen - wie bei Corona - die Notwendigkeit radikaler Maßnahmen einsehen, müßte es eine direkt spürbare Klimakatastrophe geben, was man sich aber natürlich nicht wünschen kann, sagt der Philosoph Andreas Weber. Dem Klimawandel fehlt ein "Bergamo-Erlebnis", das alle die unmittelbare Bedrohung spüren läßt. - Zwei Berichte, im ZDF mehr philosophisch, bei der ARD mit einem Besuch im Burgwald in Hessen, wo man inzwischen Eichen statt Fichten pflanzt und Entwässerungsgräben zuschüttet. Kahlschläge sind dort aber immer noch üblich.  ¤

hj,TT

zus.8
8.1.21

Nach den Daten des Satelliten "Copernicus" war das Jahr 2020 weltweit mit 1,25° über dem früheren Durchschnitt das bisher wärmste. Bei AJE Erläuterungen von Freja Vamborg (Copernicus). Bei Euronews eine Karte der globalen Temperaturabweichung. Extrem stark war die Erwärmung dieses Jahr in der östlichen Arktis und Sibirien.

A,B,arj,E

zus.10
15.1.21

Beim ZDF-Wetter: die NASA hat bestätigt, daß 2020 das bisher weltweit wärmste Jahr war. Eine Karte der globalen Temperaturabweichung für das Jahr 2020 zeigt nochmal deutlich die extreme Erwärmung der Ostarktis und Sibiriens.  ¤

ZDF

1/2
15.1.21

Ein Beitrag über Australiens kriminelle Klimapolitik. Auch nach den riesigen Waldbränden werden noch erhaltene Wälder rücksichtslos abgeholzt. Obwohl das Land ideal für den Ausbau von Solar- und Windenergie wäre, wird der Kohleabbau weiter vorangetrieben. Das Land ist der größte Kohleexporteur der Welt. Daß die Kohleindustrie massiven Einfluss auf die Politik nimmt, wird im Bericht nur angedeutet.  ¤

nano

7

25.1.21

Christiane Amanpour spricht mit Michael Mann (neues Buch: "The new climate war"). Früher haben die Lobbyisten der Fossilindustrie einfach die wissenschaftlichen Fakten über die Erderwärmung geleugnet und versucht, die Wissenschaftler zu diskreditieren. Das geht angesichts der offensichtlichen Klimakatastrophen nicht mehr. Jetzt versuchen sie (Mann nennt sie die "Forces of Inaction, the Inactivists") neue Taktiken, um unsere Sucht nach fossilen Brennstoffen zu verlängern. Dazu gehört, die Aufmerksamkeit weg von systemischen Lösungen und hin zum individuellen Verhalten zu lenken, oder falsche Versprechen und falsche Lösungen anzubieten. Nötig sind politische Handlungen. Als "systemische Lösung" propagiert Mann vor allem eine Kohlenstoffsteuer und ein Ende von Subventionen für schädliche Industriezweige, bleibt also innerhalb der kapitalistischen "Markt"-wirtschaft.   ¤

C

13

26.1.21

"Re: Sibirien taut auf - Klimawandel im Permafrost" - Reportage von Niko Karasek über das Auftauen des Permafrostbodens in Jakutien. Jakutien ist die kälteste bewohnte Region der Erde, neunmal so groß wie Deutschland. Nun versinken ganze Städte allmählich im Schlamm, im Boden tun sich unzählige Krater auf, es entsteht "Thermokarst". Der größte Krater ist 1,3 km2 groß und fast 100 Meter tief, und er wächst jeden Sommer weiter. Aus dem auftauenden Boden werden gigantische Mengen Kohlenstoff (CO2 und Methan) freigesetzt.

arj

32
26.1.21

In Australien wurden nach den riesigen Waldbränden letztes Jahr die Vorschriften zum Schutz der Wälder verschärft. Die Holzfirmen halten sich aber nicht daran und holzen in den letzten Rückzugsgebieten der Wildtiere weiter vor allem die besonders schützenswerten alten Bäume ab. Naturschützer sind entsetzt. Viele Wälder werden abgeholzt um neues Weideland zu gewinnen. Nicola Gage berichtet aus einem staatlichen Wald in New South Wales.  ¤

A

3

           
3.2.21

Bisher nur bei RTL eine Kurzmeldung: sehr große Waldbrände in Australien. In Perth sind dabei auch ca. 100 Häuser abgebrannt.

R

1/2

3.2.21

Ein Gericht in Frankreich hat festgestellt, daß Umweltzerstörung ein Straftatbestand ist und daß die französische Regierung für Zerstörungen durch de Erderwärmung verantwortlich ist, weil die Vorgaben des Pariser Vertrages zur CO2-Minderung regelmäßig nicht eingehalten werden.

arj

2

5.2.21

Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat belegt, daß die Erdölindustrie in Texas gigantische Mengen an Methan freisetzt, teils durch Lecks, teils auch absichtlich. Die Biden-Regierung hat eine Anordnung von Trump revidiert, die diese Freisetzungen genehmigen sollte. Daraufhin hat der rechtsextreme Gouverneur von Texas seinerseits eine Flut von Klagen gegen die Bundesregierung angekündigt. Er werde "feindselige Angriffe auf die Ölindustrie" nicht zulassen. Bericht von Bill Weir.  ¤

C

4

           
7.2.21

 

 

 

 

Im Himalaja im indischen Bundesstaat Uttarakhand ist ein Gletscher kollabiert. Das Eis ist in einen Fluß gestürzt, durch die Lawine aus Eis, Wasser und Geröll wurden zwei Staudämme zertrümmert, durch die Flutwelle zahlreiche Ortschaften entlang der Flüsse Dhauliganga und Alaknanda überschwemmt. Etwa 150 Menschen wurden getötet, vor allem Arbeiter an einem der Staudämme, der sich noch im Bau befand. Die meisten Menschen in den Ortschaften konnten sich noch in Sicherheit bringen. Vom Zerfall des Gletschers gibt es keine Bilder, aber zahlreiche Videos von der Flutwelle und deren enormer Zerstörungskraft.  ¤

Bei AJE schon am Morgen ausführliche Infos, später ein Bericht von Elizabeth Puranam (in Rishikesh).  - Die deutschen Sender haben deutliche Probleme, das Geschehen in passende Worte zu fassen. Den meisten fällt nicht mehr ein als "massive Sturzflut". Nur bei arte wird die Klimaerwärmung als Ursache benannt. Erstaunlich, daß alle deutschen Sender mit den Bildern nichts anzufangen wissen und konsequent die dramatischsten Szenen weglassen. Im Gegensatz zu dem kurzen Bericht bei TV5, der in anderthalb Minuten genau diese Szenen zeigt. 

 (Dafür ist heute bei allen deutschen Sendern "das Schneechaos" Hauptthema. Weil es tatsächlich mitten im Winter geschneit hat und ein paar Züge steckengeblieben sind. Daß diese Wetterlage eine Folge der Aufheizung der Arktis ist, wird nirgends erwähnt. Daß man sofort an einem Sonntag, zumal während des Lockdowns, tonnenweise giftiges Salz aufs Land streuen muß, stellt auch niemand infrage.)

A,B,T

R,arj,TS,E,NC

 

 

zus.11

zus.4

 

 

           
11.2.21

Der Kohlekonzern RWE betreibt seit 2015 in Eemshaven das größte Kohlekraftwerk der Niederlande. Der Bau wurde vom niederländischen Staat großzügig subventioniert. Nachdem das Land nun aus der Kohleverbrennung aussteigt, um das Pariser Abkommen einzuhalten, verklagt RWE die Niederlande vor einem "Schiedsgericht" in den USA auf zwei Milliarden Dollar "Schadensersatz". Ein Abgeordneter nennt das zurecht "unverschämt". Step Vaessen berichtet aus Eemshaven.  - Im deutschen TV bisher rein gar nichts über diesen Skandal.

A

4
           
12.2.21

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Januar. Extreme Kälte in Sibirien und Nordeuropa, dafür viel zu warm in der Arktis und Kanada.

ZDF

1

12.2.21

Ein Beitrag von Özden Terli über den Zusammenhang zwischen Erderwärmung, Jetstreamabschwächung und dem momentanen Kälteeinbruch in Mitteleuropa und Nordamerika bei gleichzeitig viel zu warmer Arktis.

h+

3

12.2.21

In Saudi-Arabien hat es geschneit. Bilder aus Tabab.

NC

1

15.2.21

Die USA erleben einen wohl beispiellosen Kälteeinbruch mit Schneefall bis hinunter nach Texas. Dort bricht das Stromnetz durch die niedrigen Temperaturen und den hohen Heizverbrauch immer wieder zusammen. Auf den Zusammenhang mit der Aufheizung der Arktis geht der Bericht von Gabriel Elizondo nicht ein. 

A

2
17.2.21

 

 

 

 

 

Der Einbruch von arktischer Kaltluft in den USA hat vor allem in Texas katastrophale Folgen. Bei Temperaturen bis -22° haben Millionen Haushalte keinen Strom, kein Wasser, kein Gas. Viele Leute verbrennen zum Heizen ihre Möbel, andere übernachten im Auto. Bisher sind mindestens etwa 40 Menschen gestorben, die meisten durch Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Der Gouverneur, der rechtsextreme Republikaner Greg Abbott, macht für die Notlage die erneuerbaren Energien verantwortlich. Tatsächlich haben aber alle Energieträger versagt, weil die Regierung die Infrastruktur seit Jahrzehnten verkommen läßt und Kraftwerke und Anlagen nicht winterfest gemacht wurden. Es entsteht nun ein heftiger Streit um die Verantwortung. Es gab genau dieselben Probleme schon mehrmals, nur noch nie in diesem Ausmaß. Die Republikaner regieren den Bundesstaat seit 40 Jahren ununterbrochen und haben erstens nichts unternommen, zweitens die Probleme durch Deregulierungen verschärft und drittens auch noch die Verbindungen zum nationalen Stromnetz kappen lassen..

Bei CNN zwei Berichte aus Texas, Erläuterungen von Eddie Morales (demokratischer Abgeordneter aus Texas) und Beto O'Rourke (demokratischer Präsidentschaftsbewerber), und Kommentare von Chris Cuomo und Don Lemon. Daß die Kältewelle eine Folge der Erderwärmung ist, spricht nur O'Rourke kurz an. - Berichte bei AJE und BBC, bei AJE Erläuterungen von Ross Ramsey ("Texas Tribune"), bei der BBC ein Beitrag über die klimatische Ursache, die Instabilität des Polarwirbels durch die Aufheizung der Arktis. Ein weiterer Kälteausbruch führt gerade in Südosteuropa und im Nahen Osten zu ungewohnter Kälte und Schneemengen. Da die Arktis sich weiter aufheizt (zum Beispiel gerade jetzt, weil auf der Rückseite der Ausbrüche Warmluft dorthin gelangt - ein Rückkoppelungseffekt), wird es diese Wetterlagen in Zukunft öfter geben.  ¤

C

A,B

 

 

zus.39

zus.9

 

 

                 
18.2.21

In Texas haben immer noch etwa 300.000 Menschen keinen Strom und 13 Millionen kein fließendes Wasser. Wasserleitungen und Kanalisation sind eingefroren, geplatzte Wasserleitungen zerstören ganze Häuser. Bei einem Brand in einem Wohnblock in San Antonio kann die Feuerwehr wegen eingefrorener Hydranten nicht löschen, das Gebäude brennt komplett nieder. Die Leute werden aufgefordert, zur Gewinnung von Trinkwasser Schnee zu schmelzen. An den Tankstellen wird auch Benzin knapp.  - Auch der Bericht bei AJE (von Gabriel Elizondo) verweist auf Deregulierungen des Energiesektors als Hauptursache der Probleme. Bei CNN ein Kommentar von Chris Cuomo, vor allem zum Verhalten von Senator Ted Cruz, der Texas fluchtartig verlassen hat und in den Urlaub an einen Coronastrand in Mexiko geflogen ist.  ¤

A,C

zus.9

             
18.2.21

Ein Report der UN stellt fest, daß die Weltgemeinschaft sämtliche erklärten ökologischen Ziele verfehlt. 1. beim Klima steuern wir auf eine Erwärmung von ca. 3° bis zum Jahr 2100 zu, 2. bei der Biodiversität geht das Massenaussterben weiter und beschleunigt sich, 3. sterben jedes Jahr neun Millionen Menschen an Krankheiten, die durch Umweltverschmutzung verursacht werden. - Ein Bericht mit weltweiten Beispielen der Umweltzerstörung und Vermüllung, ein Bericht über die Luftverschmutzung in Mexico-City und ein Bericht über die Folgen des Goldbergbaus in Südafrika. Eine kurze Stellungnahme von Inger Andersen (Direktorin des UN-Umweltprogramms).  ¤

A

7

           
21.2.21

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit der Klimawissenschaftlerin Prof. Katherine Hayhoe über die Winterkatastrophe in Texas. Solche Kälteeinbrüche sind nicht völlig ungewöhnlich (so, wie wenn man die Kühlschranktür öffnet), Ausmaß und Häufigkeit werden aber durch die Aufheizung der Arktis und die Schwäche des Jetstreams verstärkt. Daß es dabei in Texas zu solchen Versorgungsausfällen kommt, liegt aber an der mangelnden Vorbereitung auf soetwas. Statt von "Global Warming" könnte man auch von "Global Weirding" sprechen, einer Zunahme von extremen Wetterlagen, auf die wir unsere Städte und Länder vorbereiten müssen, extreme Hitzewellen, extreme Dürre, extreme Waldbrände, extreme Stürme, extreme Überflutungen, und eben auch extreme Kälteeinbrüche und extreme Schneefälle. (Die Verursacher, also die Leute, die weiter Straßen bauen und Kohlekraftwerke betreiben und Wälder abholzen, das sind die wirklichen "Extremisten".)  ¤

C

6

24.2.21

Laut dem Waldzustandsbericht der Bundesregierung sind die Wälder im schlechtesten Zustand seit Beginn der Beobachtung 1984. Etwa 80 % der Bäume haben deutlich ausgelichtete Kronen, bei den Buchen sogar 90 %. Hauptursache ist die seit drei Jahren andauernde Dürre.

ht,TS

zus.4
26.2.21

Trotz des angeblich geplanten "Kohleausstiegs" soll in NRW noch 18 Jahre lang Braunkohle gefördert und sinnlos verbrannt werden. Für den Tagebau Garzweiler zerstört der RWE-Konzern immer weitere Dörfer. Eins davon ist Kuckum bei Erkelenz. Eine Reportage über den Widerstand der Bewohner gegen den Irrsinn.  ¤

arj

6

1.3.21

Im letzten Jahr sind die weltweiten CO2-Emissionen erstmals gesunken, um 6 Prozent (nach Daten der IEA), Folge des Wirtschaftseinbruchs durch die Corona-Pandemie Anfang des Jahres. Seitdem sind die Emissionen aber schon wieder angestiegen.  - Um die Erderwärmung zu stoppen, würde das aber bei weitem nicht reichen, selbst wenn es jetzt jedes Jahr so weiterginge. 

C

4
2.3.21

Nochmal die Meldung, daß der weltweite CO2-Ausstoß inzwischen wieder größer ist als vor der Corona-Pandemie. China hat als einziges Land auch 2020 mehr ausgestoßen als im Jahr davor. - Und ein Bericht aus Britannien, wo die Regierung erstmals seit dem verkündeten Ende des Kohlebergbaus nun doch wieder ein neues Kohlebergwerk anlegen lassen will, und das auch noch mit dem Energiebedarf für die Energiewende begründet. Andrew Simmons berichtet aus Whitehaven (bei Glasgow), wo das Bergwerk geplant wird.

A

3

           
9.3.21

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Februar. Extrem zu kalt in Teilen der USA und Russlands, erneut viel zu warm in der gesamten Arktis.

ZDF 1/2
11.3.21

Nach einer Studie der Rainforest Foundation sind inzwischen 67 Prozent der Regenwälder entweder zerstört oder deutlich degradiert. Und der Amazonaswald setzt als Folge der Abholzungen nun mehr CO2 frei als er bindet. Erläuterungen dazu und zu einigen Rückkopplungseffekten von CNN-Wettermann Tyler Mauldin.

C 3
12.3.21

Marc Lamont Hill ("UpFront") spricht mit Greta Thunberg. Die Regierenden handeln angesichts der Klimakrise offensichtlich immer noch nicht so, als wenn sie verstanden hätten, daß dies eine existentielle Krise ist. Sie haben völlig falsche Zeitpläne, als wenn es reichen würde, 2050 zu handeln. Es muß sofort gehandelt werden. Mit ihrer Bootsfahrt über den Atlantik wollte sie zeigen, daß es heute unmöglich ist, nachhaltig zu leben. (An der Stelle hat Hill sie leider unterbrochen.) Das beste Mittel gegen Depressionen ist Handeln.   ¤

A

16

           
20.3.21

Nach tagelangen extremen Regenfällen gibt es im Südosten Australiens die schwersten Überschwemmungen seit etwa 100 Jahren.

C

3

21.3.21

Berichte über die beispiellosen Überschwemmungen im Südosten Australiens, in der selben Gegend, die vor einem Jahr von riesigen Waldbränden verwüstet wurde.

A,B,arj zus.9
           
22.3.21

Zwei Berichte über die "Jahrhundertflut" in Australien. Beide weisen auf die Zunahme solcher Extremereignisse durch die Erderwärmung hin.

TS,hj

zus.4
23.3.21

Durch das Abschmelzen des Eises in der Arktis gelangt viel Süßwasser in den Nordatlantik, dadurch hat sich der Golfstrom erheblich abgeschwächt. Infos über Ursachen, Zusammenhänge und Folgen beim Wetterbericht von ZDF und ARD.

ZDF,TT

zus.2
25.3.21

Ein Vergleich der weltweiten CO2-Emissionen. Während in Europa der Ausstoß seit 1990 leicht zurückgeht, steigt er in den USA, besonders aber in Indien und China sowie im Rest der Welt weiter stark an.

Sky

3

26.3.21

Beim ZDF-Wetter eine Grafik des Anstiegs der globalen CO2-Konzentration seit dem Beginn der Industrialisierung. Von 1780 bis 1960 ein langsamer Anstieg von 280 ppm auf 320 ppm, seitdem ein rasanter Anstieg auf inzwischen 420 ppm.

ZDF

1/2

5.4.21

Vor der Parlamentswahl in Grönland (autonomes dänisches Gebiet). Hauptthema im Wahlkampf war der Rohstoffabbau, u.a. ein geplantes Uranbergwerk in Kvanefjeld im Süden des Landes. Die sozialistische Partei Inuit Ataqatigiit lehnt das Projekt ab.

E 2
           
6.4.21

Noch zwei Berichte über die Wahlen in Grönland und den Streit um den Abbau von Uran und anderen Rohstoffen.

B,arj zus.5
7.4.21 Grönland : Die linke Partei Inuit Ataqatigiit hat die Parlamentswahl deutlich gewonnen und wird mit 37 Prozent stärkste Partei. Die Partei hat sich gegen den Abbau von Uran und "Seltenen Erden" im Süden der Insel ausgesprochen. Erläuterungen von Marc Jacobsen (Arktisexperte). A 5
7.4.21

Die erste Ausgabe von "The Daily Climate Show". Aus Anlaß der Wahl in Grönland Infos über "Seltene Erden", die u.a. beim Ausbau der erneuerbaren Energien (aber auch in Kampfflugzeugen) gebraucht werden, bei deren Abbau aber schwere Umweltschäden entstehen. Außerdem ein Bericht über Plastikrecycling in Kenia sowie diverse Meldungen, u.a. daß in China letztes Jahr mehr neue Kohlekraftwerke in Betrieb genommen wurden als im Rest der Welt stillgelegt wurden. Im Studio läuft die ganze Zeit eine Uhr, die anzeigt, wie lange es (rein rechnerisch) noch dauert bis die Erde um 1,5 ° erwärmt ist (aktuell noch 11 Jahre, 9 Monate und 23 Tage) und wie stark die Erde bereits erwärmt wurde (aktuell 1,22 °). - Daß ein Sender dieses Format startet, ist natürlich zu loben. Es ist allerdings schon jetzt deutlich, daß es hier nur um "technische Lösungen" geht - nicht um das eigentliche Problem.

Sky 12
           
8.4.21 Grönland : Nach dem Wahlsieg der sozialistischen Partei Inuit Ataqatigiit soll deren Vorsitzender Mute Bourup Egede neuer Regierungschef werden. E 1
8.4.21

Die CO2-Konzentration hat wie jedes Jahr einen neuen Rekord erreicht, letzten Monat 417 ppm und damit 50 Prozent höher als vor der Industrialisierung. Bei "The Daily Climate Show" Erläuterungen von Ella Gilbert (Klimawissenschaftlerin).

Sky 2
9.4.21

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im März. Auffällig nur eine starke Erwärmung in der Westantarktis.

ZDF 1/2
13.4.21

Nach der Studie "Polluting Elite" tragen die Reichen erheblich zur Erderhitzung bei. Die reichsten 10 Prozent sind für die Hälfte der Zunahme von Treibhausgasemissionen verantwortlich, und das reichste Eine Prozent produziert weltweit doppelt soviel CO2 wie die ärmsten 50 Prozent zusammen. Erläuterungen von einem der an der Studie beteiligten Wissenschaftler, Prof. Peter Newell (Cambridge), und Reaktion von dem "konservativen" Publizisten Sam Hall.

B 7
14.4.21

Beim ZDF-Wetter eine Grafik der globalen Temperaturänderung seit 1850. Deutlich die ernorme Erhitzung der Arktis, bei Abkühlung des Nordatlantiks.

ZDF 1/2
16.4.21

"UpFront: The climate crisis: Is capitalism the problem?" - Marc Lamont Hill spricht mit Naomi Klein (Neues Buch: "This changes everything - Capitalism vs the Climate") und Kshama Sawant (Stadträtin der Socialist Alternative in Seattle) über den Kampf um soziale Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit. 

A 25
           
16.4.21

 

 

"The Campaign against the Climate" - Film von Mads Ellesøe über organisierte Klimaleugner. Seit Ende der 80er-Jahre haben die Kohle- und Ölkonzerne weltweit Lobbyisten dafür bezahlt, daß sie Zweifel an der Erderwärmung und der Klimawissenschaft verbreiten. Sie haben erfolgreich dafür gesorgt, die damals bereits als dringend nötig erkannte Energiewende um Jahrzehnte zu verschieben.  ¤¤

Text von AJE: "The shocking exposure of a million-dollar, 30-year denial campaign that undermined science and cast doubt on the dangers of climate change.
These days, one might hope that the world sees what is happening to the climate as a serious global crisis – but that is not always the case. One reason for this is a 30-year-long project by some in the oil industry, who have spent millions of dollars manipulating public opinion and perceptions of climate change.
The Campaign Against The Climate, by Danish filmmaker Mads Ellesoe, unravels the elaborate cover-up by these climate change deniers and their funders, and tries to find the truth behind the climate change theory wars – especially in the United States and Europe. Whistle-blowers, academics, communications experts and historians expose those funding this denialism and uncover their dubious studies and think-tanks, which set out to prove that climate change is just a fad.
The deception started in 1988 – but even today, some of the oil industry’s so-called “green” work belies the fact that 95 percent of its investments in new energy still go into fossil fuel extraction, further stoking global warming."

A

 

 

48

 

 

19.4.21

Über den Jahresklimabericht der UN. Durch die Pandemie ist der Ausstoß von Treibhausgasen nur kurze Zeit etwas zurückgegangen und steigt inzwischen wieder. Die Erderwärmung bleibt ungebremst, die Folgen sind immer mehr sichtbar.

TS 2
21.4.21

 

HardTalk: Stephen Sackur spricht mit Prof. Michael Mann, u.a. über die richtigen Ansätze von Bidens Klimapolitik und über den "Klimakrieg" (Titel von Manns neuem Buch), die Taktiken der Fossilindustrie, um mit Scheinlösungen den nötigen Umbau zu behindern. Individuelle Verhaltensänderungen sind gut und wichtig, sollen aber nicht von den nötigen systemischen Änderungen ablenken.  Auf den Kapitalismus angesprochen meint Mann, daß die systemischen Änderungen innerhalb des Marktsystems möglich seien, es brauche dafür aber staatliche Reglementierung. "Der reine Kapitalismus des freien unregulierten Marktes ist ein Rezept für die Umweltkatastrophe." Die Leute, die glauben, daß die Erde längst in einer sich selbst verstärkenden Erwärmung ("runaway warming") steckt, nennt er Untergangspropheten. So schlimm sei es noch längst nicht, und für einen wachsenden Methanausstoß durch den schmelzenden Permafrost gebe es keinen Beweis. Solche Vorstellungen seien nicht nur falsch sondern vor allem nicht hilfreich, weil sie den Leuten die Hoffnung nähmen. (Was für ein Unsinn! Den Leuten falsche Hoffnung zu machen wird sie erst recht in die Resignation treiben. Mann verwendet in 24 Minuten 86 mal das Wort "we", ohne ein einziges Mal zu sagen, wen er damit meint.)

B

 

24

 

22.4.21

Bei einer virtuellen Konferenz der 40 wichtigsten Staaten gibt Präsident Biden bekannt, daß die USA bis 2030 ihre Treibhausgasemissionen um mindestens 50 Prozent senken wollen. Auch die EU und Kanada haben ihre Reduktionsversprechen erhöht. China verspricht nur "Kohlenstoffneutralität" bis 2060. Greta Thunberg sagt, daß sie solchen langfristigen Versprechen nicht glaubt, solange heute nichts unternommen wird. Bei AJE ausführliche Infos und ein Bericht, und Gespräch mit David Wallace-Wells. Er nennt Bidens Ankündigung "unglaublich ehrgeizig".  (Berichte auch bei fast allen anderen Sendern.)

Bei AJE außerdem ein Bericht von Nicolas Haque über das Projekt einer "Großen Grünen Mauer" quer durch die Sahel-Zone, um das Vordringen der Sahara nach Süden aufzuhalten. Im Norden Senegals wurden dafür Millionen Bäume gepflanzt. Diese sind aber inzwischen fast alle abgestorben, weil es kein Wasser gibt um sie zu bewässern.  (auch unter "Afrika: Umwelt")

A 12
                 
24.4.21

"The Dark Side of Green Energy" - (Kein Autor angegeben, anscheinend eine Produktion von AJE) - Als Ausweg aus der Klimakrise gelten die erneuerbaren Energien, vor allem Wind und Solar. Für beide werden aber erhebliche Mengen an Erzen und Mineralien benötigt. Ebenso für die Batterien von Elektroautos. Will man dieselbe Energiemenge wie bisher aus Erneuerbaren gewinnen, führt das zu neuen ökologischen Krisen. Nötig wäre also (im Beitrag nur angedeutet): Energiesparen. (Fahrräder statt Elektroautos!) Und ein Wechsel des Wirtschaftssystems, von der Erzeugung von absurdem Reichtum und Luxus für Wenige zu einer Versorgung mit dem wirklich Nötigen für Alle.  ¤

A 48
29.4.21

Das Bundesverfassungsgericht hat eine Klage von Klimaschützern bestätigt, wonach das "Klimaschutzgesetz" der Bundesregierung teilweise verfassungswidrig ist. Es wird bemängelt, daß darin für die Zeit nach 2030 keine festen Vorgaben gemacht werden, wodurch die Rechte kommender Generationen beschränkt würden. - Die Bundesregierung ist über das Urteil überraschenderweise (?) ziemlich erfreut. Es hätte ihr offenbar wesentlich mehr zu schaffen gemacht, wenn das Gericht konkrete Maßnahmen für die Gegenwart verlangt hätte. Etwa eine Reduktion der Treibhausgase ab sofort um ein Drittel pro Jahr. Wirklich überraschend finde ich, daß auch die Umweltverbände nun so begeistert sind.

TS,hj zus.7
29.4.21

"Das Lügenmärchen vom grünen Zaubergas" - Die Bundesregierung propagiert den "grünen Wasserstoff" als Zaubermittel der Energiewende und investiert Milliarden in neue Gaspipelines und Gasbrennöfen. Irgendwann soll der Wasserstoff angeblich mit Wind- und Sonnenenergie produziert werden - einstweilen verbrennt man extrem schmutziges Erdgas. Um dort überall "grünen Wasserstoff" einzusetzen, müßte es viermal soviele Windräder geben wie heute, und deren Ausbau ist praktisch gestoppt. Der angeblich "grüne" Wasserstoff aus Russland soll dort mit Atomenergie hergestellt werden.  ¤

Monitor 8
           
4.5.21

"Leschs Kosmos: Voll geladen - neue Speicher für die Energiewende" - Prof. Harald Lesch stellt einige neue technische Methoden vor, um Energie aus erneuerbaren Quellen zu speichern, als Wärme, Strom, Wasserstoff. Daß die Energiewende nicht in erster Linie eine technische Frage ist sondern eine gesellschaftliche, wird nur am Ende mit einem "übrigens" angedeutet: die größte Energiequelle ist das Energiesparen. - (Würden wir uns die Superreichen sparen, könnten wir ohne jede neue Technik sofort den Energieverbrauch um ein Drittel senken. Wenn wir uns dann den Luxusverbrauch der reichen Länder sparen, noch ein Drittel. Der Rest wäre jetzt schon mit Sonne und Wind zu schaffen.)

ZDF 28
6.5.21

Nach einer neuen Studie wird es durch die Erderwärmung etwa ab 2060 zu einem wesentlich schnelleren Anstieg des Meeresspiegels kommen, vor allem durch das Abschmelzen des westantarktischen Eisschildes. Diese Entwicklung wird dann für Jahrtausende nicht mehr rückgängig zu machen sein. Erläuterungen vom Glaziologen Dan Lowry. (Leider im Beitrag keine Zahlenangaben. Nick Clark stellt eine sehr gute Frage, die Lowry leider nicht beantwortet: warum fürchten sich alle so vor 1,5 Grad, wenn wir doch schon die Auswirkungen von 1,2 Grad erleben. Und eine sehr blöde Frage, die Lowry nicht als irrelevant erkennt: ob sich durch das Abschmelzen des Polareises auch die Erdache verschiebt. Ja, tut sie, aber nur um ein paar Meter im Lauf von Jahrhunderten.

A 4
6.5.21

Der Klimawandel ist auch in Ghana zu spüren. Der Norden des Landes trocknet aus, ganze Flüsse versiegen. Die Regierung hat in den letzten zehn Jahren tausende Speicherbecken anlegen lassen, aber auch die sind nun meist leer. Viele Rinder sind verdurstet. Eva Atiboka berichtet aus Nanumba.

A 3
           
6.5.21

In Bayern streiten sich Klimaschützer mit Waldschützern, weil die CSU-Landesregierung Windräder nur noch in abgelegenen Wäldern bauen läßt. Dort gefährden sie Greifvögel und Fledermäuse (und die Strömungsbilanz ist mitten im Wald auch nicht so doll), aber woanders gilt die Abstandsregel "10-H" (Abstand von Wohnhäusern mindestens die 10-fache Höhe der Anlage). Diese Woche hat die Bundesregierung endlich zugegeben, daß diese Abstandsregeln auf einem "Rechenfehler" (wohl eher einem hinterlistigen Rechentrick) in einem Gutachten über die angebliche Infraschallbelastung beruht haben. Minister Altmeier hat sich dafür "entschuldigt", aber die Regeln werden trotzdem nicht abgeschafft. (Soweit ich es mitbekommen habe, ist dies der erste TV-Bericht, der diesen Skandal erwähnt.) Im Kreis Ebersberg hat eine Gruppe von Schülern eine exakte Planung vorgelegt, wie der Landkreis allein durch den konsequenten Ausbau von Windrädern und Solaranlagen CO2-neutral werden könnte - ohne daß man dafür die Wälder antasten müßte.  ¤

Quer 7
            
7.5.21

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im April. In Europa war es deutlich zu kalt, und man kann auch sehen, wo die kalte Luft herkommt: in der Arktis war es dafür deutlich zu warm. (Leider nicht weiter erklärt: es war wieder die Folge einer extrem stabilen Jetstream-Dauerwelle. Das Besondere ist nicht die niedrige Temperatur, sondern daß diese vier Wochen andauert.)

ZDF

1/2

12.5.21

Nachdem das Verfassungsgericht das "Klimagesetz" verworfen hat, hat die Bundesregierung innerhalb weniger Tage eine "nachgebesserte" Fassung beschlossen. Darin werden die Versprechen für die langfristigen "Klimaziele" Deutschlands um ein paar Jahre vorverlegt. Irgendwelche praktischen Schritte, etwa zum Ausbau der Erneuerbaren Energien oder zur Verminderung des Verkehrs, sind aber nicht geplant. Offenbar will die GroKo nur das Thema aus dem Wahlkampf heraushalten.

TS,hj zus.6
14.5.21

Beim ZDF-Wetter nochmal die Karte der globalen Temperaturabweichung im April. In Europa zu kalt, in der Arktis und vor allem Sibirien viel zu warm. (Keine Ahnung, warum dieselbe Karte nach einer Woche nochmal gezeigt wird, und zwar wieder ohne eine Erklärung des Zusammenhangs.)

ZDF

1

15.5.21

"Mit offenen Karten: Antarktis - Die Begehrlichkeiten nehmen zu" - Geografie und Entdeckungsgeschichte. Diverse nationale Gebietsansprüche (mit durchweg albernen Begründungen), Antarktisvertrag von 1959. Seit 1980 Schutz des Antarktischen Ozeans, seit 1991 Naturreservat. Heute 80 Forschungsstationen. Bedeutung für die Klimaforschung (Eisbohrkerne!). Wachsende Wirtschaftsinteressen Chinas und Rußlands. Vermutete Rohstoffvorkommen. Bislang ist der Bergbau verboten. Eisberge als Trinkwasserlieferanten. Zunahme des Tourismus. (Leider nichts über die Auswirkungen der Erderwärmung und das beginnende Abschmelzen der Eisdecke der Westantarktis.)

arte

12

16.5.21

In Kalifornien haben die ersten Waldbrände begonnen, ca. 6 km2 bei Los Angeles. Das Land leidet seit Jahren unter einer anhaltenden Dürre.

In Sibirien herrschen seit Wochen hochsommerliche Temperaturen (mehr als 10° über der Norm), und es breiten sich wieder Waldbrände aus. In der Region Tjumen brennen mehr als 600 km2.

C

E

1/2

1

18.5.21

Die britische Royal Society hat einen Plan für die Reduktion der Treibhausgasemissionen vorgelegt. Dieser enthält vor allem technische Lösungen, darunter auch solche, die noch gar nicht entwickelt sind, und die Speicherung von CO2 im Boden. Einschätzungen dazu von Michael Dorsey (Sunrise Movement): wir brauchen nicht auf neue Technologien zu warten, wir haben die nötigen Technologien längst, wir müssen sie nur einsetzen. Das Problem ist nicht die Technik, das Problem ist die Politik und die Wirtschaft. - (Dorsey erwähnt Windräder und Solaranlagen. Ich hätte noch das Fahrrad als Verkehrsmittel der Zukunft erwähnt. Und Kohlenstoffspeicherung ist eine tolle Idee. Nur nicht als unkontrollierbares CO2-Gas, sondern als Kohle. Man wird die alten Kohlelagerstätten wieder mit Kohle auffüllen müssen, mit Holzkohle. Ein gigantisches Arbeitsfeld für die nächsten Jahrhunderte, wenn dieses absurde Wirtschaftssystem endlich beendet ist.)

A

 

4

 

26.5.21

Ein Gericht in den Niederlanden hat entschieden, daß der Ölkonzern Shell seinen weltweiten Treibhausgasausstoß bis 2030 um 45 Prozent vermindern muß. Klimaschützer feiern das Urteil als Meilenstein. Der Konzern will das Urteil anfechten. - Einschätzungen bei AJE von Sara Shaw (Friends of the Earth), bei Sky News von Prof. Joana Setzer (Expertin für Klimarecht). - Ich teile den Jubel nicht. Das Urteil bedeutet, daß Shell noch jahrzehntelang weiter schädliche Brennstoffe produzieren und verkaufen darf, ohne dafür eine Bestrafung zu riskieren. Grund zur Freude wäre eine Reduktion um 90 Prozent innerhalb von zwei Jahren gewesen - wohl wissend, daß auch das die Klimakatastrophe nicht mehr verhindert hätte. Diese hat längst begonnen, und Shell ist einer der Hauptschuldigen dafür.

A,Sky,nam

zus.18
           
1.6.21

CDU-"Kanzlerkandidat" Laschet tönt, er werde die Energiewende vorantreiben. In seinem Bundesland NRW hat er aber dafür gesorgt, daß der Ausbau von Wind- und Solarenergie praktisch gestoppt wurde. Durch unsinnige Abstandregeln ist es unmöglich, alte Windräder durch moderne zu ersetzen. Unterdessen sterben dort großflächig die Wälder. (Und, leider nicht erwähnt: die Zerstörung von ganzen Dörfern für die Braunkohle geht auch weiter.)

frontal21

9

4.6.21

Nach einer neuen Studie verschwindet das Meereis in der Arktis doppelt so schnell wie bisher angenommen. Bei BBC und Sky News Erläuterungen von Prof. Julienne Stroeve (Universität London), einer der beteiligten WissenschaftlerInnen.

B,Sky zus.5
12.6.21

Eine Stellungnahme von Greta Thunberg zum "G7"-Gipfel: daß überhaupt über die Erderwärmung geredet wird, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber die Klimakrise wird immer noch wie irgendein politisches Thema behandelt, nicht wie eine echte internationale Krise. Auf die Frage, was sie nun als Erwachsene tun wird: das weiß sie noch nicht - Politiker und Wissenschaftler gebe es schon genug. Das sehe ich anders: Politiker, die den Mut haben, das Notwendige zu tun, gibt es entschieden zu wenig, praktisch gar keine.

B 3
15.6.21

 

 

 

In Berlin hat der Leiter der "Mosaic"-Expedition (siehe 12.10.20) erste Forschungsergebnisse vorgestellt. Prof. Markus Rex (AWI) stellt fest, daß das mehrjährige Eis im arktischen Ozean nicht mehr zu retten ist, und daß damit einer der Kipp-Punkte des Klimasystems, ein "Point of no Return" erreicht ist.   ¤

Bei AJE wird die Nachricht genau so präsentiert und ist (natürlich!) eines der Hauptthemen des Tages. Ausführliche Erläuterungen der Klimaexperten Will McCallum (Greenpeace) und Rick Thoman (University of Alaska). Bei Sky News nur bei der "Daily Climate Show" Infos von Ella Gilbert.

Die deutschen Sender behandeln das Thema stiefmütterlich. Bei der ARD kommt erst nachts ein Beitrag, natürlich nach dem Fußball. Alle deutschen Beiträge malen tolle Bilder vom arktischen Winter, dem harten Forscherleben, wilden Eisbären usw. Nur der entscheidende Punkt, das Überschreiten des Kipp-Punktes, wird ausgeklammert, nur bei arte überhaupt angesprochen. Man will wohl keine Panik verbreiten, die Leute sollen dumm sterben. Dazu trägt allerdings auch Prof. Rex bei mit seinem blumigen Gerede, das immer irgendwo noch eine Hoffnung entdecken will. Die deutsche Klimapolitik sei auf dem richtigen Weg, erklärt er ernsthaft. 

A,Sky

nano,b&b

arj,hj,nam

 

zus.12

zus.6

zus.8

 

16.6.21

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Frühling 2021. In Mitteleuropa zu kalt, in Grönland, Sibirien und der Westantarktis erheblich zu warm.

ZDF 1
17.6.21

Beispiellose Hitzewelle im Westen der USA.

E

1
18.6.21

Seit zwei Jahren gibt es im Südsudan immer wieder enorme Regenfälle, und inzwischen stehen große Teile des Landes dauerhaft unter Wasser, vor allem in den fruchtbarsten Anbaugebieten. John Sparks berichtet aus Jonglei.

Sky

2

19.6.21

Infos über die Rekordhitze im Westen der USA. 90 Prozent der Region leiden unter einer dramatischen Dürre, die meisten Flüsse sind ausgetrocknet, die Wasserreservoirs fast leer. Die UN warnen, daß Dürren "die nächste Pandemie" werden, nur daß es dagegen keine Impfung gibt.

C

4

22.6.21

Ein neuer, noch unveröffentlichter Report des IPCC stellt fest, daß es bereits bei 1,5 ° Erwärmung zu katastrophalen Folgen kommt, daß das Schmelzen der Eiskappen zu Kettenreaktionen bei den anderen Kipp-Punkten (Domino-Effekt) führen wird und daß technische Lösungen wie Elektroautos das Problem nicht lösen können. Erläuterungen von Courtney Bambridge (BBC).  ¤

B

4

23.6.21

Weitere Beiträge über den alarmierenden neuen Klimabericht des IPCC. Bei AJE Erläuterungen der Klimawissenschaftlerin Jennifer Francis. Auf deutsch nur bei RTL eine Kurzmeldung und bei arte ein Bericht, bei ARD und ZDF nichts. Das Fazit des arte-Berichts: "Noch könnten Klimaschutzmaßnahmen die Menschheit vor dem Aussterben bewahren." (Man beachte den Irrealis!)

A,R,arj zus.8
24.6.21

Schon seit Tagen steht eine Gewitterfront praktisch still über der Schweiz, Österreich und Süddeutschland. Immer wieder extreme Niederschläge, schwere Hagelschäden, Überschwemmungen. Im deutschen TV praktisch nichts darüber. Heute nur bei 3sat/ORF ein Bericht über die dramatischen Schäden in Österreich. - Heute sind sieben Orte in Tschechien durch einen Tornado zerstört worden. Mindestens fünf Tote, hunderte Schwerverletzte, Bilder wie nach Luftangriffen, totale Zerstörung. Bei CNN, ORF und ARD erste Videobilder.  ¤

C,ZiB,TT zus.6
25.6.21

Bei der "Daily Climate Show" ein Bericht von Adam Parsons aus dem Braunkohletagebau Garzweiler bei Köln. Unbeeindruckt von Erderwärmung und "Kohleausstieg" werden für den RWE-Konzern weiter Dörfer abgerissen und die Erde in eine Mondlandschaft verwandelt, um noch mehr schmutzige Kohle zu fördern und sinnlos zu verbrennen.

Sky

3

           
25.6.21

Nur bei "Welt" noch ein Bericht über die tagelangen schweren Unwetter in Süddeutschland.

W

2

25.6.21

Weitere Berichte über die enormen Zerstörungen durch einen Tornado in Tschechien. Bei ZiB (ORF) ist mehrmals die Rede von "Apokalypse". Vereinzelt der Hinweis, daß Tornados in Europa durch den Erderwärmung nicht unbedingt häufiger werden, auf jeden Fall aber stärker.  ¤

A,R,ht,TT,
ZiB,NC

zus.19
26.6.21

Infos über die Rekord-Hitzewelle im Westen der USA und Kanadas. Klimaanlagen sind überall ausverkauft. Prof. David Hondula erläutert die ungewöhnliche Wetterlage, die einerseits eindeutig eine Folge der Erderwärmung (Omega-Wetterlage, Zusammenbruch der Jetstream-Zirkulation) ist, zum andern eine Folge der Verstädterung.   ¤

A

5

26.6.21

Weitere Bilder aus dem Katastrophengebiet in Tschechien, wo ein Tornado eine 26 km lange und 500 m breite Schneise der Verwüstung hinterlassen hat.  ¤

R,ht

zus.
28.6.21

Bei der Hitzewelle im Westen Nordamerikas werden sämtliche Hitzerekorde gebrochen. Rekordtemperaturen, die erst in den letzten zwei Jahren erreicht wurden, werden um zwei Grad übertroffen, und es soll in den nächsten Tagen noch wärmer werden, bis knapp 50°. Infos im Wetterbericht bei CNN. Außerdem ein Gespräch mit der Geologin Jess Phoenix. "Es ist schon sehr ungemütlich, aber die Fahrt mit der Achterbahn hat gerade erst begonnen." Und: "Wir werden gewaltige Investitionen in Techniken zur Entfernung des Kohlenstoffs aus der Atmosphäre brauchen." (Das ist keine Frage der Technik, sondern eine des Willens. Ich sehe nur eine einzige praktikable Methode: Bäume pflanzen, diese irgendwann fällen, zu Holzkohle verarbeiten und nicht verbrennen sondern vergraben, am Besten in den früheren Tagebaugebieten. Und das wohl für etliche Jahrhunderte.)  ¤ 

Berichte über die Hitzewelle im Westen der USA und Kanadas auch bei allen anderen internationalen Sendern. Bei den deutschen Sendern bisher praktisch nichts darüber, nur beim Wetterbericht nach den Tagesthemen eine kurze Erwähnung.

C 8
28.6.21

Nur bei RTL ein Bericht über die andauernden schweren Unwetter in Süddeutschland, mit Sturzregen, Überschwemmungen, Sturmschäden und Hagelfluten. Bei der ARD nur im Wetterbericht nach den Tagesthemen eine Erwähnung.

R,TT

zus.4
29.6.21

Durch die Hitzewelle im Westen Nordamerikas sterben hunderte Menschen, vor allem Ältere. Allein in Vancouver werden 65 Tote gemeldet, in Kanada insgesamt über 230. In den USA und Kanada werden zahlreiche Temperaturrekorde, die erst gestern aufgestellt wurden, heute schon wieder übertroffen. Teilweise knapp 50°. - Ausführliche Infos/Berichte bei AJE und CNN. Bei den deutschen Sendern nur sehr knappe Meldungen. Während bei CNN die Erderwärmung (Jetstream!) klar als Ursache benannt wird, sind die deutschen Sender peinlich bemüht, das Wort "Klima" zu vermeiden, und reden lieber von "Wetterphänomenen".  ¤

A,C,R,TT,hj

zus.6
29.6.21

Weiter schwere Unwetter in Süddeutschland mit schweren Schäden durch Stürme, Hagel, Überschwemmungen, u.a. in Stuttgart. Die deutschen Sender berichten hier etwas ausführlicher, vermeiden es aber durchweg, irgendwelche Zusammenhänge herzustellen.

Bei "Tagesschau 24" (Spartensender ohne Publikum) ein Themenschwerpunkt mit Erläuterungen des Wettermanns Karsten Schwanke, der immerhin kurz darauf hinweist, daß der Zusammenhang mit dem Klimawandel (mehr Hitze bedeutet mehr Energie in der Atmosphäre) offensichtlich ist. Eine Karte der momentanen globalen Temperaturabweichung, mit 18° mehr als normal im Westen Kanadas.

R,TS,TT,hj

TS24

zus.6

7

30.6.21

Durch die andauernde Hitze im Westen der USA und Kanadas sterben weiter täglich hunderte Menschen. Erste große Waldbrände in mehreren US-Bundesstaaten. Vielerorts gibt es schwere Hitzeschäden an der Infrastruktur (Stromleitungen, Straßen etc.) Präsident Biden sagt, daß die Extremwetterereignisse in den nächsten Jahren noch schlimmer werden und daß es die Dringlichkeit von Maßnahmen zum Klimaschutz zeigt. Als erste Sofortmaßnahme sollen Feuerwehrleute höhere Löhne bekommen. ¤

Bei AJE erläutert Prof. Simon Donner (Klimatologe) die klimatischen Zusammenhänge. Das Besondere sind nicht die Rekordtemperaturen, sondern daß diese so lange andauern. Die Hochdruckgebiete sitzen fest und verstärken sich selbst in einer Hitzeglocke. Eine schöne Grafik dazu im BBC-Bericht. Bei CNN kommt das Thema recht selten vor, fast nur beim Wetterbericht, da aber recht deutlich. - Die deutschen Sender berichten jetzt etwas mehr, aber meist ohne Erläuterung des klimatischen Zusammenhangs. Die liefert immerhin Sven Plöger beim Tagesthemen-Wetterbericht.

A,B,C

R,ht,TT,nam

zus.14

zus.9

30.6.21

Berichte über die andauernden schweren Unwetter in Süddeutschland, die langsam nach Norden ziehen. Gezeigt werden vor allem Überschwemmungen in Ortschaften, aber nicht die vermutlich enormen Erosionsschäden in der Landwirtschaft. 

R,TS

zus.3

1.7.21

Nach Hitze und Dürre gibt es in British Columbia mehrere hundert Waldbrände. Die Ortschaft Lytton, die drei Tage nacheinander neue Temperaturrekorde für Kanada erreicht hatte (bis 50°), ist durch einen der Brände fast komplett zerstört worden. Die meisten der ca. 1000 Bewohner wurden kurz vorher weggebracht, mehrere werden aber vermisst. Bei AJE ein Gespräch mit der Journalistin Jody Vance, die dort gerade Urlaub gemacht hat, dazu dramatische Bilder des brennenden Ortes.  ¤

Auch in Kalifornien und Oregon breiten sich große Waldbände aus. Bei CNN erstaunlich wenig dazu (dagegen den ganzen Tag Berichte vom eingestürzten Wohnblock in Miami). Spätabends aber ein Gespräch mit Michael Mann. Ob die Chefs der Öl- und Kohlekonzerne nicht wissen, daß sie und ihre Enkel auf demselben Planeten leben wie wir? Der Exxon-Konzern hat sich gerade dafür entschuldigt, daß einer seiner Mitarbeiter "versehentlich" die Wahrheit über die kriminelle Desinformationsstrategie des Konzerns verkündet hat.

Bei der Tagesschau nur eine Meldung über die Brände in Kanada, im heute-journal ein angemessen dramatischer Bericht.

A,C,TS,hj

zus.17
1.7.21

Meldung: Die WMO hat einen Temperaturrekord von 18° in der Antarktis bestätigt. Er wurde im Februar 2020 auf der Basis Esperanza (Westantarktis) gemessen. Eine Messung von 21° am selben Ort ein paar Tage später wurde dagegen zurückgewiesen.

Sky

1/2
2.7.21

Weitere Berichte über die Waldbrände nach der Hitzewelle im Westen Kanadas und der USA, über die Zerstörung der Kleinstadt Lytton, und über die beispiellose Dürre und Wasserknappheit in Kalifornien. Laut einer Expertin sind in den USA mehr als 5000 Menschen durch die Hitzewelle gestorben. - Ein Bericht bei AJE, und jetzt auch bei der ARD ausführliche Berichte, die jetzt auch klar den Klimawandel als Ursache benennen. Und Sven Plöger erklärt mit einer gewissen Begeisterung, wie ein Feuergewittercluster (Pyro-Cumulonimbus) entsteht. (Im YT-Video ab 10:47)  ¤

Bei nano ein Beitrag mit etwas grundlegenderen Erklärungen über die Abschwächung und das Schlingern des Jetstreams und die Zunahme von Omega-Block-Wetterlagen, bei denen sich die Hochdruckgebiete kaum noch bewegen und für eine enorme, sich selbst verstärkende Aufheizung (Hitzekuppel) der betroffenen Regionen sorgen. Die Moderatorin nennt das "eine Naturkatastrophe".

A,TS,TT

nano

zus.9

3

                 
2.7.21

Dramatische Bilder von einem Erdrutsch in der Nähe von Tokio nach extremen Regenfällen. Zahlreiche Wohnhäuser werden einen Abhang hinuntergespült. Mindestens 20 Menschen werden vermisst.

C

3

           
2.7.21

In Deutschland wird zur Bundestagswahl auch die "Klimaliste" antreten, die für eine ernsthafte Klimaschutzpolitik eintritt. Allerdings nur mit Direktkandidaten, sodaß man den Grünen nicht direkt Stimmen wegnimmt. Bericht vom Parteitag in Berlin (und über Klimaschützer bei den Grünen und der CDU.)

TT

3

3.7.21

Nach der Hitzewelle breiten sich in British Columbia und Alberta (Kanada) etwa 170 Waldbrände aus, meist ausgelöst durch Blitze aus den Feuergewittern, die durch die ersten Brände entstanden. Durch die Hitze sind in den Bergen die Gletscher stark abgeschmolzen, und so wird zusätzlich zu den Bränden mit Überschwemmungen gerechnet. Zahlreiche Orte bereiten sich auf eine Evakuierung vor.  ¤

A,arj

zus.5
           
4.7.21

Schwere Zerstörungen durch einen großen Waldbrand auf Zypern, den schlimmsten in der Geschichte der Insel. Auch zahlreiche Häuser sind abgebrannt, mehrere Dörfer wurden evakuiert.

Sky,TS,E,NC

zus.5
             
4.7.21

In Deutschland weiter schwere Unwetter und Überschwemmungen, jetzt in NRW. Im Wetterbericht ein paar Bilder.

TT

1

8.7.21

Bei RTL gibt es ab sofort Donnerstags und Sonnabends nach den Nachrichten ein "Klima Update" mit Hintergrund und Fakten zur Klimakrise. Heute ein paar Infos darüber, wie der abgeschwächte Jetstream für Dauerwetter sorgt. 

R 1
9.7.21

Erneut schwere Unwetter und Überschwemmungen in Süddeutschland.

R

1/2

9.7.21

Im Westen der USA beginnt die nächste Hitzewelle, in Kalifornien werden Temperaturen bis 49° erwartet. Die Waldbrände weiten sich weiter aus. Infos vom Meteorologen Eric Schoening.

B

2

10.7.21

In Sibirien gibt es eine weitere extreme Hitzewelle, und in mehreren Regionen Sibiriens breiten sich hunderte Wald- und Buschbrände aus. Bisher wurden allein in Jakutien etwa 4500 km2 zerstört, auch zahlreiche Häuser sind dabei abgebrannt. Bei AJE ein Gespräch dazu mit Prof. Will Steffen, der u.a. auf die Gefahr eines Dominoeffekts durch das Abtauen des Permafrosts hinweist. Er sagt auch (wenn ich das richtig verstanden habe), daß das dabei freiwerdende Methan die Feuer noch zusätzlich antreiben kann. Er spricht von einer "Kohlenstoff-Bombe".  - Euronews außerdem über Waldbrände in Spanien und Kalifornien.  ¤

A,E

zus.5

10.7.21

Große Überschwemmungen in Süddeutschland nach weiteren Starkregenfällen.

ht

1/2

10.7.21

Beim "Klima Update" ein sehr kurzes und sehr oberflächliches Erklärstück über den Treibhauseffekt, ohne jede Quantifizierung. Die Zeit reicht nicht mal, um die drei wesentlichen Treibhausgase beim Namen zu nennen.

R

1

11.7.21

Die dritte Hitzewelle innerhalb eines Monats im Westen der USA und Kanadas. Durch die Hitze bricht immer öfter das Stromnetz zusammen, und in fünf US-Bundesstaaten sowie in Kanada dehnen sich Waldbrände unkontrolliert aus. An der Pazifikküste sind Milliarden von Meerestieren (u.a. Muscheln) durch die Hitze gestorben. Bei AJE ein Bericht, ausführliche Infos, und Erläuterungen von Prof. Simon Donner (Klimatologe). "Diese Hitzewellen sind eindeutig eine Folge des Klimawandels. Das Klima ändert sich schneller, als wir uns daran anpassen können. Auch die Menschen in den reichen USA beginnen das jetzt zu spüren." - Bei "No Comment" Bilder aus dem brennenden Plumas- Nationalpark (Kalifornien). - (Bei den deutschen Sendern nur ein paar Kurzmeldungen.)  ¤

A,NC zus.9
           
12.7.21

Extreme Hitze im Westen der USA, etwa 15 Grad über der Norm. Neuer Temperaturrekord: 56° im Death Valley. Unkontrollierte Wald- und Buschbrände in Kalifornien, Oregon, Montana, Idaho, Nevada, Arizona und Alaska, insgesamt mindestens 55 Feuer in 12 Bundesstaaten. In Kalifornien droht die Stromversorgung zusammenzubrechen. - Bei CNN u.a. ein Bericht über den Wassermangel in Kalifornien. Viele Brunnen sind trockengefallen, die Wasserreservoirs nur noch zu etwa einem Drittel gefüllt.  ¤

B,C,ht

zus.13
13.7.21

Mehr über die Waldbrände im Westen der USA und Kanadas, die sich weiter ausbreiten. Teilweise gibt es nicht mehr genug Wasser für die Löschflugzeuge. Leider keine brauchbaren Angaben zur betroffenen Fläche. Es sollen die größten Feuer seit Jahrzehnten sein. 

A,C,R

zus.7
           
13.7.21

In Süd- und Westdeutschland dauern die enormen Regenfälle mit zahlreichen Überschwemmungen an. Bei "heute" erklärt Katja Horneffer, wie der geschwächte und ausgebeulte Jetstream (Folge der Erwärmung der Arktis) für so ein Dauerwetter sorgt. (Sie hätte ruhig noch dazu sagen können, daß dies auch die Ursache für die extreme Dauerhitze in Kalifornien und Osteuropa ist.)

R,ht,TT

zus.7

14.7.21

Die enormen Regenfälle (teilweise täglich mehr als 200 Liter pro m2) haben in einigen Gebieten in NRW, Rheinland Pfalz sowie in Belgien zu schweren Überschwemmungen geführt. Talsperren laufen über, Bäche werden zu reißenden Flüssen, Straßen und Brücken werden weggespült, einige Häuser stürzen ein, die Feuerwehr warnt vor Stromschlägen durch freigelegte Stromleitungen. - Hauptthema bei allen deutschen Sendern. Endlosbilder von Orten unter Wasser und schwimmenden Autos. Fast alle Sender weisen auch darauf hin, daß dies ganz klar eine Folge der Erderwärmung ist. Karsten Schwanke (ARD) zeigt, daß es solche Regenmengen in Deutschland früher nie gegeben hat. Als extrem galten früher 50 oder 70 Liter pro m2. Claus Kleber erklärt prägnant, wie das mit dem Jetstream zusammenhängt. Was weiter nirgends thematisiert wird, sind die offenbar enormen Erosionsschäden.  ¤

R,ht,TS,hj,TT,nam,E

zus.28
                 
14.7.21

In Sibirien brennen etwa 6.000 km2 Wälder und Buschland.

E

1

           
14.7.21

Die Auswirkungen von nur 1,2° Erderwärmung werden gerade für Jeden und Jede deutlich sichtbar. Völlig unbeeindruckt davon legt die EU-Kommission ihr "Klimapaket" vor, nach dem die EU erst 2050 "CO2- neutral" werden soll. Bis dahin sollen Kohle und Öl weiter sinnlos verbrannt werden, noch 15 weitere Jahre lang sollen Benzinautos gebaut werden. 2050 wird man dann feststellen, daß diese albernen Maßnahmen leider, leider die Überhitzung der Erde nicht verhindert haben. (Allerdings wird es dann wahrscheinlich niemanden mehr geben, der noch irgendwelchen Politikern zuhören könnte.) Bei den deutschen Sendern wird der Wahnsinn trotzdem als "ehrgeizige Ziele" (heute-journal) gepriesen. (Irgendwo gab es einen OT von Vonderleyen, der klar macht, worum es wirklich geht, nach wie vor: "Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum" - die ideologische Beschreibung für das Weiterfüttern des kapitalistischen Monsters.)

hj,nam,E

 

zus.9

 

           
15.7.21

 

Erst heute wird allmählich das Ausmaß der Zerstörung durch die Überschwemmungen im Rheinland deutlich. Mehrere Orte im Ahrtal (u.a. Ahrweiler und Schuld) wurden zu großen Teilen zerstört, zahlreiche Häuser sind eingestürzt und einfach weggespült worden. Bis zum Nachmittag sind mehr als 40 Tote gefunden worden, bis zum Freitagmorgen über 70. (Stand Freitag Nachmittag: über 100 Tote, und bis zu 1300 Menschen werden noch vermisst.) - Dieselben Unwetter haben auch in Belgien ähnlich schwere Überschwemmungen verursacht, wenn auch nicht mit ganz so katastrophalen Folgen.  ¤¤

Ausführliche Berichte auch bei den internationalen Sendern, bei der BBC Hauptthema. Auf den klimatischen Zusammenhang verweisen die Wetterleute bei CNN und Sky News.

Tagesthema bei allen deutschen Sendern. Nur die wichtigsten Beiträge ausgewählt. Hintergrundinfos: im "heute-journal" Prof. Lamia Messari-Becker (Ingenieurin) über die nötigen Anpassungsmaßnahmen. Bei den Tagesthemen Stefan Rahmstorf (PIK) über den Klimawandel als Ursache und die Katastrophe als dringenden Aufruf an die Politik, endlich den Klimaschutz ernstzunehmen. Außerdem ein Kommentar von Werner Eckert.

ZDF-spezial und ARD-Brennpunkt, jeweils nur teilweise aufgehoben. Beim ZDF u.a. Aufnahmen aus dem Hubschrauber und ein Bericht aus Belgien, bei der ARD u.a. Erläuterungen von Karsten Schwanke

A,B,C,Sky

R,ht,arj,TS,hj,TT,E

ZDF

ARD

 

zus.25

zus.50

16

12

 

                 
           
15.7.21

Die Waldbrände in 12 Bundesstaaten im Westen der USA dauern an, bisher wurden bereits mehr als 4000 km2 zerstört. Heute nur bei CNN ein Bericht darüber.

C

3

15.7.21

Gespräch mit Michael Mann über den kommenden Meeresspiegelanstieg. (Das Gespräch geht großenteils um unwesentliche Nebenaspekte, irgendwas über den Einfluß des Mondes.) 

C

6

16.7.21

Die Zahl der Todesopfer durch die Überschwemmungen in Westdeutschland wächst bis Samstagmorgen auf über 120. Immer noch werden Hunderte vermisst. Auch in Belgien hat es mindestens 20 Tote gegeben. Mehrere überschwemmte Häuser sind durch Kurzschlüsse abgebrannt. Jetzt erreicht die Flutwelle des Rheins die Niederlande und überschwemmt auch dort große Gebiete. In Erftstadt (bei Köln, nahe den Braunkohletagebauen) ist das meterhoch stehende Wasser in eine alte Kiesgrube geströmt und hat dabei zahlreiche Häuser unterspült und einige mitgerissen, auch Teile der historischen Burg Blessem. Es wird vermutet, daß dabei auch zahlreiche Menschen mitgerissen wurden. Bilder von enormen Erosionsschäden.  ¤¤

Hauptthema bei allen deutschen und fast allen internationalen Sendern. Überall Berichte aus den verwüsteten Orten. Auch heute ZDF-spezial und ARD-Brennpunkt. Jeweils das Wichtigste ausgewählt.

A,B,C,Sky

R,ht,arj,TS,hj,TT,E

ZDF,ARD

zus.24

zus.36

zus.26

                 
           
16.7.21

 

 

Wie reagieren die "Kanzlerkandidaten" auf die katastrophalen Folgen der Erderwärmung? CDU-Mann Armin Laschet will (im ARD-Brennpunkt) am liebsten gar nicht über das Thema "Klima" reden, das sei doch eine "Ersatzdebatte". Auf die Frage, was er als Kanzler konkret gegen die Erderwärmung tun will, weicht er aus, dann sagt er, er werde irgendwann darüber diskutieren, er faselt vom Fernziel der "Klimaneutralität bis 2045" und behauptet, die Bundesregierung habe schon sehr viel getan, und er in NRW erst recht. (Schade daß Catherine Vogel da nicht einhakt: die Klimabilanz von Laschets Landesregierung ist verheerend. Erst letzte Woche hat sie praktisch ein Bauverbot für Windräder beschlossen.) 

SPD-Mann Olaf Scholz kommt (im heute-journal) nicht ganz so pampig daher. Auf die Frage von Claus Kleber zur Mitverantwortung der SPD für unterlassenen Klimaschutz in den letzten 30 Jahren antwortet aber auch er nicht und verweist stattdessen darauf, was die SPD alles erreicht habe. Verräterisch, daß er meint (genau wie Altmeier), es müsse nun wesentlich mehr Strom produziert werden ("aber CO2-neutral!" - das Wort liebt übrigens auch Laschet. Die beiden werden sich gut verstehen.) Tatsächlich müssen alle fossilen Kraftwerke schnellstens abgestellt werden, und die Wirtschaft muß lernen, mit weniger Strom auszukommen.

Annalena Baerbock (Grüne) stellt in einer Stellungnahme fest, daß wir jetzt Risikovorsorge und einen verstärkten Klimaschutz brauchen (leider nur ein kurzer OT bei Tagesschau und Tagesthemen).

Der Chef der Nazipartei meint, die Klimakrise solle jetzt nicht das Thema sein, und es sei unangemessen, "das jetzt damit zu instrumentalisieren". (OT in der Tagesschau)

ARD,ZDF

 

 

 

zus.7

 

 

 

16.7.21

Bei der BBC ein Beitrag über den Zusammenhang zwischen Dürren, Waldbränden und Überschwemmungskatastrophen und der Erderwärmung. Die UN verlangen, daß weltweit der Kohlenstoffausstoß jedes Jahr um 7 % sinken soll. Das hat bisher nur einmal geklappt, letztes Jahr wegen Corona. (Und da vermutlich auch nur, wenn man die Waldbrände nicht einrechnet.) 

B

2

17.7.21

In den Katastrophengebieten in Westdeutschland und Belgien geht die Suche nach Überlebenden und Toten weiter. Die Bundeswehr hilft beim Aufräumen. Manche Gegenden sind immer noch überschwemmt, immer noch drohen Erdrutsche und Dammbrüche. Das Hochwasser des Rheins sorgt nun in den Niederlanden für riesige Überschwemmungen.  ¤

Am Abend kommen erste Meldungen und Videos aus dem Alpenraum. Es ist immer noch dasselbe Regengebiet, das nun am nördlichen Rand der Alpen in der Schweiz, Österreich und Südbayern für Überschwemmungen und Erdrutsche sorgt. Das Ausmaß der Zerstörungen dort ist noch unklar. Auch in Sachsen gibt es große Überschwemmungen. (Dazwischen liegt Tschechien. Das ist auf der Regenkarte bei den Tagesthemen leider nicht zu sehen. Vermutlich hat es dort ebensolche Unwetter gegeben.)

Weiterhin Hauptthema bei allen Sendern, weitere Sondersendungen. Ich bewahre aber nicht mehr ganz so viel davon auf, das Meiste wiederholt sich doch nur.

A,arj,TS,hj,TT

 

zus.31

 

           
17.7.21

"Inside Story: How should we adapt to extreme weather caused by climate change?" - Mohammed Jamjoom spricht mit Prof. Tim Forsyth (Umweltwissenschaftler), Prof. Emily Boyd (Nachhaltigkeitsexpertin) und Prof. Simon Donner (Klimatologe) über die Erderhitzung als Ursache von Wetterkatastrophen und die nötigen Konsequenzen.  ¤

A

25

           
17.7.21

Der Meteorologe Prof. Geert Jan von Oldenborgh über die offensichtlichen Folgen der Erderhitzung und der Abschwächung des Jetstream. Solche Rekordniederschläge werde es zwar nicht jedes Jahr geben, aber solange wir den CO2-Ausstoß nicht auf Null bringen, wird es weiter wärmer und die Katastrophen werden häufiger.

A

7

17.7.21

Beim Wetterbericht von CNN Infos über die Flutkatastrophe in Europa und die andauernden riesigen Waldbrände in den USA. Das mitteleuropäische Regengebiet zieht nun übrigens nach Südost-Europa. Von dort wird es die nächsten Tage wohl ähnliche Berichte geben.

C

2

17.7.21

Ein Bericht über die verheerenden Schäden im Chamoli-Tal im Himalaja (Nordindien), nachdem dort im Februar (7.2.21) ein Teil eines schmelzenden Gletschers abgebrochen war und eine riesige Schlammlawine und eine mehr als 20 Meter hohe Flutwelle erzeugt hatte.  ¤

arj

3

18.7.21

Hauptthema ist weiterhin die enorme Zerstörung durch die Überschwemmungen in Westdeutschland, Belgien und den Niederlanden. Insgesamt sind nun etwa 170 Tote gefunden worden. Viele der Vermissten sind wieder da, sie hatten wegen der ausgefallenen Handy- und Stromnetze zunächst keine Lebenszeichen gegeben. Die enormen Regenfälle am Alpennordrand haben nicht solche katastrophalen Auswirkungen gehabt. Es gab mehrere Erdrutsche, aber bislang nur zwei Tote. Das Regengebiet des Tiefs "Bernd" ist nach Südost-Europa weitergezogen. Von dort aber noch keine Meldungen über Schäden. - Von den sehr ausführlichen Berichten (wieder Sondersendungen bei ARD und ZDF) hier nur die Wichtigsten aufbewahrt. (RTL-aktuell leider nicht vollständig. Hier kam noch ein Beitrag zu den Klima-Ursachen.)   ¤

A,R,arj,TS,hj

zus.33
                 
18.7.21

Claus Kleber: "Die Natur hat manchmal die grausame Neigung, ihre Lektionen mit dem Vorschlaghammer zu erteilen. Die ruhigen Zeiten eines milde temperierten Mitteleuropas sind vorbei. Alles muß sich umstellen, in Infrastruktur, Straßen- und Städtebau, und vor allem in den Köpfen der Menschen. Es eilt - da ist viel Zeit verloren gegangen." - Eine Betrachtung von Peter Kunz. (Im Video siehe oben.) ¤

hj

4

18.7.21

Nach monatelanger Dürre brennen in Sibirien mehr als 180 Wald- und Buschbrände auf mehr als 8000 km2.

A 1
19.7.21

 

 

Die Zahl der Todesopfer durch die Flutkatastrophe in Mitteleuropa ist auf mindestens 195 gestiegen (165 in Deutschland, 30 in Belgien), und über 100 Personen werden noch vermisst. - In Deutschland wird darüber diskutiert, wer dafür verantwortlich ist, daß die betroffenen Regionen nicht gewarnt und evakuiert wurden. Die Unwetterwarnungen waren schon mehrere Tage vorher eindeutig, aber natürlich nicht genau lokalisiert. Der Wetterbericht der Tagesschau hatte z.B. am 13.7. "sintflutartige Regenfälle" angekündigt, es wurden Werte bis 250 Liter/qm erwartet. Es hätte jedem Bewohner des Ahrtals eigentlich klar sein müssen, was es bedeutet, wenn dort solche Wassermengen herunterkommen. (Bei früheren Überschwemmungen hat es mal vereinzelt bis zu 100 Liter/qm gegeben.) Das Warnsystem hat aber komplett versagt. Innenminister Seehofer trägt dafür die politische Verantwortung, auch wenn er gar nichts gemacht hat. Aber das ist ja gerade sein Problem. Er wartet ab und hofft, daß nichts passiert, und das nicht nur beim Hochwasserschutz. Zu Rücktrittsforderungen sagt er, es sei jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, und nennt die Kritik "billige Wahlkampfrhetorik" und "schäbig".  ¤

Berichte bei allen deutschen Sendern. Die deutlichste Kritik kommt von der britischen Unwetter-Expertin Hanna Cloke, im Gespräch bei der BBC. Bezeichnend ein Bericht aus Wuppertal (im ARD-Brennpunkt). Dort hat es der Pfarrer der Kirchengemeinde übernommen, die Leute vor dem Hochwasser zu warnen, und hat wie früher mit den Kirchenglocken Sturm geläutet. - Im heute-journal ein Gespräch mit Annalena Baerbock, die sich von Christian Sievers regelrecht zu deutlichen Worten drängen lassen muß.

B,R,arj,TS,
Brp,hj,TT

 

 

 

zus.43

 

 

 

           
19.7.21

Bei "Spiegel-TV" eine erschütternde Reportage über die Flutopfer. Zitate: "Einige haben gewarnt, aber niemand hat damit gerechnet, wie gewaltig der Klimawandel uns treffen würde." Und: "Der Klimawandel ist da. Jetzt braucht es einen Politikwandel."  ¤¤

Sp-TV

28

19.7.21

Bei AJE ein Bericht über die riesigen Waldbrände in Sibirien nach Rekord-Hitze und Dürre.  - Bei arte ein Bericht über die extreme Dürre in Kalifornien.

A,arj

zus.7

19.7.21

Bei CNN berichtet Fred Pleitgen aus Ahrweiler über die Zerstörungen und die Fragen nach den unterlassenen Warnungen. - In Britannien wird für die nächsten Tage erstmals vor einer extremen Hitzewelle gewarnt. - Und ein Beitrag von Bill Weir über die wachsenden Kosten des Klimawandels, mit Dürren, Waldbränden, Überschwemmungen.

C

7

20.7.21

Nach extremen Niederschlägen in Zentralchina gibt es in der Provinz Henan schwere Überschwemmungen. In Zhenghou wird die U-Bahn geflutet, in einem Wagen ertrinken mehrere Menschen, Hunderte müssen gerettet werden. Insgesamt bisher mindestens 12 Tote. Eine Aluminiumfabrik explodiert durch die Regenmengen, das flüssige Aluminium verseucht das Flutwasser. Ein Staudamm droht zu brechen.  ¤

A,B

zus.6

           
20.7.21

Die Waldbrände im Westen der USA wachsen weiter und sind teilweise außer Kontrolle. Der Rauch wird bis nach New York geweht. Die Brände erzeugen ihr eigenes Wetter und entfachen mit Feuertornados neue Brände.

B

2

           
20.7.21

Gespräch mit Prof. Donald Wuebbles (Klimawissenschaftler). Die ganze Welt erlebt extremes Wetter. Die Wissenschaft hat das vorhergesagt, dabei aber wohl eher die Auswirkungen unterschätzt. Der Klimawandel ist die größte Herausforderung der Menschheitsgeschichte. Ein OT von John Kerry: "Zusammenarbeit beim Klimaschutz ist der einzige Weg, der die Welt wegbringt vom jetzigen selbstmörderischen Pfad."

C

5

21.7.21

Die nie dagewesenen Regenfälle in Henan (China) dauern an. Bei den Überschwemmungen und Erdrutschen sind mindestens 25 Menschen getötet worden, hunderttausende mußten ihre Häuser verlassen.  - Bei AJE und BBC Hauptthema, Berichte auch bei den deutschen Sendern. "Es scheint gerade so, als würden die Naturkatastrophen auf der Welt kein Ende nehmen" - dabei wird über die meisten gar nicht berichtet. Extreme Regenfälle und Überschwemmungen gab es z.B auch in Saudi-Arabien und Uganda, und die gigantischen Waldbrände werden kaum noch erwähnt.  ¤

A,B,TS,hj,nam

zus.10

           
21.7.21

Nur bei AJE und CNN heute Berichte über die riesigen Waldbrände in Sibirien (mehr als 7000 km2) und im Westen der USA. Smog-Alarm in New York, weil der Qualm quer über den ganzen Kontinent zieht. Bei CNN einige Erläuterungen zur Aufheizung der Arktis.

A,C

zus.11

           
21.7.21

Alina Averchenkova (London School of Economics) über die Versprechungen der Industriestaaten zu Emissionsreduzierungen, die selbst dann nicht ausreichen würden, wenn sie eingehalten würden.  ¤

Prof. Liz Stephens (Risikoexpertin) über die Prognose der Klimawissenschaftler, die nun offenbar eintritt: daß sich die Extremwetterereignisse häufen.

A

A

7

4

23.7.21

Katrina Yu berichtet aus Zhengzhou, wo nach den schwersten Überschwemmungen in der Geschichte Chinas das Aufräumen beginnt.

In Maharaschtra (im Westen Indiens) sind bei Überschwemmungen und Erdrutschen mehr als 100 Menschen getötet worden. Mehr als 1000 Menschen werden vermisst. Elisabeth Puranam berichtet aus New Delhi.

A

A

2

2

                 
23.7.21

Lucy Kafanov berichtet aus Oregon über das "Bootleg"-Feuer, den größten der mindestens 83 Waldbrände in 13 US-Bundesstaaten (auf zusammen mehr als 5000 km2). Das Feuer ist weiterhin außer Kontrolle und breitet sich mit Feuerwolken und Feuertornados immer wieder neu aus.

C

3

23.7.21

Meldungen über die dramatischen Waldbrände in den USA und die schweren Überschwemmungen in Indien. Will Steffen (australischer Klimaexperte) über die gemeinsame Ursache, den Klimawandel, der mehr Energie ins  Klimasystem bringt und so für extremeres Wetter sorgt. Solche Ereignisse werden mit Sicherheit in den kommenden Jahrzehnten noch häufiger und noch schlimmer.

A

4

23.7.21

Ein Bericht über die Klimaschutzbewegung "School Strike for Climate" in Australien und ihre Anführerin, die 14-Jährige Izzy Raj-Seppings. Kürzlich haben sie per Gerichtsbeschluß die Erweiterung eines Kohletagebaus verhindert.

n-AR

4
24.7.21

Die schwersten Regenfälle seit Jahrzehnten im Westen Indiens. In Maharaschtra sind durch Überschwemmungen und Erdrutsche mehr als 135 Menschen getötet worden. Berichte bei AJE und Euronews (einziger Bericht auf deutsch). - Weitere extreme Regenfälle in Taiwan und auf den Philippinen. Kurzbericht bei AJE.

A,E

zus.5
           
24.7.21

Mehr über die Waldbrände in den USA. Bereits jetzt hat es in Kalifornien mehr Brände gegeben als letztes Jahr, welches das bisher schlimmste Waldbrandjahr war. Die Brandbekämpfung ist praktisch aussichtslos, weil durch die Dürre alles knochentrocken ist. Durch starken Wind und die vom Feuer erzeugten Feuergewitter breiten die Brände sich immer weiter aus. Der Qualm wird inzwischen sogar über den Atlantik bis nach Nordeuropa getragen.

A,B

zus.8
           
24.7.21

Bei CNN ein paar Infos zu Überschwemmungen und Waldbränden, und ein Gespräch mit Prof. Michael Mann. Die Klimawissenschaftler haben den Einfluß der Erderwärmung auf Extremwetterereignisse offenbar unterschätzt. Speziell die Folgen der Abschwächung des Jetstreams kamen in den Klimamodellen bisher kaum vor.  ¤

C 5
25.7.21

Große Waldbrände auf Sardinien, auf ca. 100 km2.

A,E

zus.2

           
25.7.21

Schwere Überschwemmungen in Belgien und der Schweiz sowie in London.

hj,E

zus.4

           
25.7.21

Bericht über Waldbrände und Überschwemmungen, die mit der Erderwärmung noch häufiger auftreten werden.

B

3

26.7.21

Nach schweren Regenfällen stehen in mehreren Regionen im Osten des Sudan ganze Landstriche unter Wasser. Zehntausende haben dadurch ihre Häuser verloren. Hiba Morgan berichtet aus Gadarif.

A

2

           
26.7.21

Im Iran führt die akute Wassermangel in der Provinz Khuzestan seit Wochen zu Protesten. Das ganze Land leidet unter einer schweren Dürre, deren Auswirkungen durch ein miserables Wassermanagement (kaum Vorkehrungen gegen Hochwasser, kaum Wasserspeicher, Verseuchung des Grundwassers durch die Landwirtschaft) verschlimmert werden. Gespräch darüber mit Prof. Kaveh Madani (Umweltexperte, früher Vizechef der iranischen Umweltbehörde, dann von den Revolutionsgarden verhaftet, jetzt Dozent in Yale). Er meint, die Verantwortlichen machen es sich zu leicht, wenn sie auf den Klimawandel verweisen, um von eigenen Fehlern abzulenken.

C

8

27.7.21

Hiba Morgan berichtet weiter aus Al Fao im Osten des Sudan über die schweren Überschwemmungen und die Menschen, die dadurch Alles verloren haben.

A 3
27.7.21

Bericht über die andauernden extremen Überschwemmungen in Maharaschtra (Indien). Mehr als 200 Tote, hunderte Dörfer sind im Wasser versunken, hunderttausende Menschen mußten sich in Sicherheit bringen. Es waren die schwersten Regenfälle seit Jahrzehnten, und die Folgen wurden durch illegale Bauten an den Flüssen verschlimmert. Bericht von Elizabeth Puranam.   ¤

Schwere Unwetter und Überschwemmungen in Süddeutschland und Norditalien. Dort werden hunderte Autos durch riesige Hagelkörner zertrümmert (angeblich bis zu 10 cm groß). - "No Comment" aus einem Ort in Belgien vom 24.7. Zu sehen ist, wie eine Straße innerhalb von Sekunden zu einem reißenden Strom wird. Der Filmer hat nur noch einen Kommentar: "Merde", und das etwa 30 mal.  ¤

A

R,NC

2

zus.3

                 
27.7.21

Extreme Hitzewelle in Südosteuropa, über Rumänien bildet sich eine festliegende Hitzeglocke. Immer mehr Waldbrände, nach Sardinien und Spanien jetzt auch in Südfrankreich und Griechenland. Bei CNN ein Bericht und Erläuterungen vom Wettermann.

Bei der BBC ein Bericht über die Waldbrände in Griechenland und auf Sardinien und die Hagelstürme und Erdrutsche in Norditalien. Überschwemmungen auch in der Türkei und in London, Aufräumen nach den Flutkatastrophen in Belgien und Deutschland.

C

B

5

3

28.7.21

"Hitzehölle Kalifornien" - Anselm Stern berichtet über die Waldbrände und die katastrophale Dürre in Kalifornien.

auslandsjnl 7
29.7.21

Große Waldbrände nun auch in der Türkei und im Libanon.

A,C,R,ht,
TS,E,NC

zus.10
           
29.7.21

In Nordkorea verschlechtern eine Hitzewelle und lange andauernde Dürre die ohnehin prekäre Nahrungsversorgung. In einer Rede hat Staatschef Kim Jong Un die Probleme zugegeben. Infos von Philip Yun (Experte, "World affairs council").

Extreme Hitzewelle in Griechenland mit Temperaturen über 40°.

C

E

6

1

29.7.21

Auf Grönland gibt es zum dritten Mal innerhalb von 10 Jahren eine extreme Eisschmelze. Im Westen der Insel sind in einer Woche etwa 18 km3 Eis abgeschmolzen, etwa doppelt so viel wie es früher im Sommer normal war. (Ich bin mir nicht sicher, ob die Zahlenangabe korrekt ist. Es könnte auch die tägliche Abschmelzrate gemeint sein, das käme dann eher hin.)

C,Sky

zus.6
29.7.21

Die Climate Crisis Advisory Group stellt in einem neuen Report fest, daß die Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre bereits jetzt zu groß ist als daß die Menschheit damit umgehen könnte. Wir müssten also sofort damit beginnen, den Kohlenstoff wieder herauszuholen. Bei der BBC Erläuterungen vom Leiter der Gruppe, dem früheren obersten Wissenschaftler der britischen Regierung, Prof. David King. Er denkt dabei offenbar an irgendwelche (nicht existenten) technischen Lösungen. Das Wort "Wald" verwendet er nicht, das Wort "Kapitalismus" natürlich schon gar nicht.

Auch die britische Wetterbehörde hat einen neuen Report vorgelegt: in Britannien hat sich das Klima bereits deutlich verändert, es wird feuchter, heißer und sonniger. Infos bei BBC und Sky News, dort Erläuterungen von Mile Kendon (British Met Office).

B,Sky

zus.8
           
29.7.21

Nach irgendwelchen Berechnungen hat die Menschheit dieses Jahr bereits Ende Juli soviel Ressourcen verbraucht, wie die Natur in einem ganzen Jahr reproduzieren kann. (Ich finde diese Rechnungen ziemlich albern. Vor allem akkumuliert sich dieses jährliche Defizit. Zusammengerechnet hätte der Kapitalismus dann inzwischen etwa soviel Natur verbraucht, wie in 50 Jahren nachwachsen könnte. Wenn diese Reproduktionsfähigkeit nicht zugleich massiv zerstört würde. Die Umwandlung von Bodenschätzen in Giftmüll bleibt bei der Rechnung außen vor. Tatsächlich wird der Planet Millionen Jahre brauchen, um sich vom Kapitalismus zu erholen.) Praktisch alle Sender bringen irgendwelche lächerlichen Berichte dazu. Der von Volker Schwenk bei der Tagesschau ist aber trotz allem ziemlich gut. 

TS

2

           
30.7.21

Zahlreiche große Waldbrände im Süden der Türkei. Mehrere Dörfer und Touristenanlagen müssen geräumt werden. - Weiterhin große Waldbrände auf Sardinien und jetzt auch auf Sizilien. - In Sibirien dauern die riesigen Waldbrände an.

A,B,R,E

zus.8
           
30.7.21

Im Norden Indiens zahlreiche Tote nach mehreren Erdrutschen durch anhaltenden Dauerregen.

A

1/2
31.7.21

Mehr über die großen Waldbrände in Italien und der Türkei. Auf Sizilien haben die Brände auch auf die Stadt Catania übergegriffen. Die extreme Hitze in Südosteuropa dauert an, in Griechenland bis 46°. 

A,R,arj,
TS,TT,E

zus.16
                   
31.7.21

Weltweit nehmen die katastrophalen Wetterextreme zu, Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen. Gespräch mit Prof. Mark Diesendorf (Klimaexperte, Sydney). Auch er stellt fest, daß der Verbrauch von fossilen Brennstoffen sofort drastisch reduziert werden muß. Dabei müssen die reichen Länder und die reichen Leute vorangehen, weil sie bei weitem den größten Anteil am Verbrauch haben.

A

5

31.7.21

In Brunsbüttel (Unterelbe) demonstrieren etwa 2000 Leute von "Ende Gelände" gegen ein geplantes Erdgas-Terminal. (Dort soll u.a. Frackinggas aus Argentinien angeliefert werden. Die Verbrennung von Erdgas ist wegen des freigesetzten Methans noch klimaschädlicher als die von Kohle.)

R

1/2

1.8.21

Mehr über die großen Waldbrände rund ums Mittelmeer, vor allem in der Türkei.

A,C,R,NC

zus.11
           
2.8.21

Die extreme Hitzewelle in Südost-Europa dauert an, die Waldbrände ebenfalls, vor allem in der Türkei, in Süditalien und auf Sizilien. U.a. ein Bericht von Alex Crawford (Sky News) aus einem Waldbrandgebiet im Süden der Türkei. - Nur Euronews berichtet über die seit Wochen andauernden Unwetter in Norditalien. Am Comer See gibt es mehrere Erdrutsche.  ¤

A,C,Sky,R,TS,E

zus.21
                 
2.8.21

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Prof. Pete Smith (Co-Autor der IPCC-Arbeitsberichte) und fragt ihn u.a. nach der Kompatibilität von Klimaschutz und Kapitalismus.

RT

14

           
3.8.21

Mehr zu den verheerenden Waldbränden im Süden der Türkei.

TT,NC

zus.6
4.8.21

In Italien gibt es etwa 800 Waldbrände, in Griechenland mehr als 120 und in der Türkei180, außerdem in Albanien, Mazedonien und Bulgarien. Allein in der Türkei sind bisher etwa 1000 km2 Wald zerstört worden. In allen Ländern ist die zerstörte Fläche etwa dreimal so groß wie in früheren Jahren. In Milas im Südwesten der Türkei drohen die Flammen auf ein Kohlekraftwerk überzugreifen. Die extreme Hitzewelle wird noch einige Tage andauern. Diverse Berichte aus der Katastrophenregion.   ¤

Im auslandsjournal berichtet Gert Anhalt aus Çökertme (Türkei), Catania (Sizilien) und Athen. Dort sind am Stadtrand mehr als 100 Häuser abgebrannt.

A,C,Sky,TT

auslandsjnl

zus.14

7

           
5.8.21

Über die Waldbrände in den USA wurde einige Tage nicht berichtet. Ein großer Brand in Kalifornien hat nun die Kleinstadt Greenville (800 Einwohner) komplett zerstört. Von dort berichten John Hendren (AJE) und Josh Campbell (CNN) mit apokalyptischen Bildern. Alleine dieser eine Waldbrand ("Dixie Fire") hat bisher über 1300 km2 Wald zerstört.  ¤

Bei allen Sendern weiter Berichte von den Waldbränden in den Ländern am östlichen Mittelmeer, die sich weiter ausbreiten. Hier davon heute nur zwei Berichte bei Euronews.  ¤

Nur bei Euronews auch ein Bericht über die andauernden riesigen Waldbrände in Sibirien, bei denen bisher insgesamt mehr als 110.000 km2 Wald und Tundra abgebrannt sind. Es ist der mit Abstand heißeste Sommer, den Sibirien je erlebt hat. (Nicht sicher, ob die Zahlenangaben korrekt sind. Sie sind innerhalb des Berichts widersprüchlich.)  ¤

A,C

E

E

zus.11

5

2

                   
5.8.21

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Juli. Die Hitzewelle im Westen der USA und Kanadas ist sichtbar, aber im Monatsdurchschnitt nur leicht auffällig. Extrem dagegen die Erwärmung der Westantarktis.

Beim RTL-"Klima-Update" versucht Bernd Fuchs, in einer Minute den Kipp-Punkt des arktischen Meereises zu erklären. Was er sagt, ist nicht falsch, aber es dürfte wohl auch für niemanden einen Erkenntnisgewinn bringen. (Neulich, am "Erdüberlastungstag", meinte Christian Häckl, es wäre schon viel geholfen, wenn die Leute die Hälfte der Lebensmittel wegwerfen würden. Er wollte wohl sagen, man solle nur halb so viel wegwerfen, aber dazu fehlte die Zeit. Abgesehen davon: warum sollte ich überhaupt etwas wegwerfen?)

ZDF

R

1

2

6.8.21

Die wichtigste Meldung des Jahres kommt nur ganz kurz bei der BBC vor: Wissenschaftler haben eine deutliche Abschwächung des Golfstroms festgestellt, der jetzt schwächer ist als jemals in den letzten 1000 Jahren.  ¤   (Bei "Welt" gab es dazu ein Gespräch mit dem unseligen Prof. Latif, der es in fünf Minuten nicht schafft, irgendetwas zu erklären oder auch nur einen klaren Satz herauszubringen. Trotz durchaus sinnvoller Fragen der Journalisten, übrigens.)

B

1/2

6.8.21

Die Waldbrände in der Türkei und Griechenland breiten sich weiter aus, in Griechenland wird die Lage zunehmend katastrophal. Zahlreiche Wohnhäuser und ganze Industriegebiete brennen ab, die Feuer greifen auf Vororte von Athen über, die Stromversorgung steht vor dem Kollaps. In der Türkei ist das eine Kohlekraftwerk vor dem Feuer bewahrt worden, jetzt wird ein weiteres bedroht. Morgen werden heftige Winde erwartet. - Bei den deutschen Sendern Hauptthema. In den Berichten fällt immer wieder das Wort "Apokalypse". "Die Bilder wirken wie aus einem Endzeitalptraum" (Ingo Zamperoni).  ¤

Über die Brände in den USA berichten die deutschen Sender dagegen praktisch gar nicht. Heute nur Berichte bei RTL und arte, sowie bei AJE und BBC über die zerstörte Kleinstadt Greenville im Norden Kaliforniens.  ¤

A,R,TS,TT,hj,E

 

A,B,R,arj

zus.14

 

zus.6

                 
6.8.21

Die Staatsanwaltschaft in Koblenz ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen den Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler (CDU). Er hatte am Tag der Hochwasserkatastrophe (14.7.) die deutlichen Warnmeldungen ignoriert und nicht dafür gesorgt, daß die gefährdeten Gebiete geräumt wurden. Mehr als 160 Menschen sind dadurch gestorben.

R,TS,hj

zus.8
6.8.21

Die Folgen der wegen der Erderwärmung häufigeren katastrophalen Unwetter werden verschlimmert durch die Flächenversiegelung. Diese nimmt in Deutschland immer weiter zu, und das ist von der Regierung auch so gewollt, Stichwort: "Arbeitsplätze". Stattdessen sollten zugebaute Flächen wieder entsiegelt werden, damit sie Wasser speichern können, Parkplätze und Einfamilienhäuser z.B. Schöner Kommentar von Paul Pietraß.

TT

2

           
7.8.21

Auch bei arte ein kurzer Bericht über die beobachtete Abschwächung des Golfstroms.

arj

1

7.8.21

Die Waldbrände in Griechenland weiten sich immer weiter aus. Die Insel Evia (Euböa) ist fast komplett abgebrannt, dramatische Bilder von der Rettung der Einwohner mit einer Fähre. Am Stadtrand von Athen sind hunderte Häuser abgebrannt. Auch die Brände in der Türkei werden immer noch größer. Bisher sind in Griechenland mehr als 600 km2 und in der Türkei mehr als 1000 km2 abgebrannt (laut hj). - Das Dixie-Feuer ist inzwischen der drittgrößte Brand in der Geschichte Kaliforniens. Bericht bei Euronews.  ¤

A,B,Sky,R,
TS,hj,E

zus.22

                   
7.8.21

In Kasachstan wird durch eine seit drei Jahren andauernde extreme Dürre die Steppe in Sandwüste verwandelt. Ganze Viehherden sind verdurstet. Der Wasserstand des Kaspischen Meeres sinkt immer weiter.

A 2
             
7.8.21

Am Braunkohle-Tagebau Garzweiler (bei Köln) demonstrieren einige Tausend Leute mit einer Menschenkette gegen das Verbrennen von Erde zur Stromerzeugung und die Zerstörung von weiteren Dörfern für den Profit der Kohlemafia.

R,ht,E

zus.1
           
8.8.21

Weiter dramatische Berichte ("Apokalypse") über die verheerenden Waldbrände in Südeuropa, vor allem in Griechenland.  ¤

Weiter kaum Berichte über die verheerenden Waldbrände in Kalifornien¤

Nur eine Meldung über große Waldbrände in Peru.

Mal wieder nichts über die gigantischen Brände in Sibirien.

A,C,R,arj,TS,E

C,E

A

-

zus.13

zus.4

1/2

-

                 
8.8.21

Ein Bericht über die anhaltende extreme Dürre in Kalifornien, leere Stauseen, Farmer ohne Wasser.

Ein Bericht über die Dürre im Iran und das Austrocknen des Urmia-Sees, des größten Sees im Nahen Osten.

C

C

3

5

8.8.21

Meldung und ein paar Bilder von schweren Überschwemmungen in Nordkorea und im Norden Indiens.

A

1/2

8.8.21

Morgen veröffentlicht der IPCC seinen neuen Klimabericht. Vier Berichte über die weltweiten Katastrophen durch Extremwetter, die eindeutig eine Folge der Erderwärmung sind. Der Bericht im ZDF erklärt auch den Zusammenhang mit dem Jetstream. Hier außerdem ein Gespräch mit dem Klimaforscher Anders Levermann vom PIK.  ¤

A,B,C,hj

zus.14
                 
9.8.21

 

 

 

 

Der Weltklimarat IPCC hat seinen aktuellen Sachstandsbericht (erster Teil) vorgelegt. Die Erde hat sich demnach bisher um 1,1° erwärmt, und wird sich weiterhin schneller erwärmen als bisher vermutet, sodaß bereits etwa 2040 1,5° und bis Ende des Jahrhunderts bis zu 3,5° erreicht werden. Die Extremwetterereignisse werden weiter häufiger und extremer werden. Der IPCC und diverse Politiker sprechen von einem Alarmruf, "Alarmstufe Rot für die Menschheit" etc. Die deutsche Umweltministerin meint allen Ernstes, Deutschland sei "auf einem guten Weg".

Hauptthema bei fast allen Sendern mit größtenteils korrekten Berichten. Bei den "Tagesthemen" ein recht deutlicher Kommentar von Eckart von Hirschhausen, bei "heute+" ein Gespräch mit Prof. Astrid Kiendler-Scharr (Mitautorin des IPCC-Berichts). Bei "heute" meint der ZDF-"Umweltexperte" und CDU-Mann Volker Angres, man solle jetzt am besten Kohlekraftwerke nach Indien und Afrika exportieren. Kein Witz.

Bei AJE ein Gespräch mit David Wallace-Wells (Autor von "The unihabitable Earth"): das ist alles im Wesentlichen nichts Neues. Wir leben jetzt in der Gefahrenzone. Die Zeit der Klimaleugner ist seit ungefähr drei Jahren vorbei. Überall geben die Politiker zu, daß sich etwas ändern muß, aber bisher geschieht dies nirgendwo ernsthaft. Eine Erwärmung um zwei Grad wäre nichts anderes als Völkermord.  ¤

  Irgendjemand sagte, daß sich nun "Alles" ändern müsse. Aber niemand geht so weit zu sagen, daß das auch - vor allem - das herrschende Wirtschaftssystem betrifft. Das Wort "Kapitalismus" fällt an diesem Tag kein einziges Mal, auch die Idee, daß der Zwang, Profit zu erwirtschaften, der eigentliche Kern des Problems sein könnte, wird nicht mal angedeutet. Im DLF sagte eine sonst sehr vernünftige Journalistin, "wir müssen ja irgendwie weiterhin Stahl produzieren." Wir? Müssen? Es gibt schon sehr lange genug Stahl. Wenn man die ganzen Panzer und Flugzeuge und Öltanker und Kreuzfahrtschiffe und Autos einschmilzt, sollte das für einige Jahrzehnte Vorrat für den Bau von Windrädern und Fahrrädern reichen.

A,B,C,Sky

A

R,arj,ht,TS,
TT,hj,h+,E

 

 

zus.23

6

zus.26

 

 

                 
9.8.21

Daneben weitere Berichte über die Waldbrände in Griechenland, Kalifornien und Sibirien (letzteres bei arte).

A,C,arj,TS,NC

zus.10
           
9.8.21

Bei "Spiegel-TV" eine Reportage aus dem Ahrtal nach der Flutkatastrophe. Es wird nochmal im Detail das kriminelle Nichtstun der verantwortlichen Kreisverwaltung belegt, die rein gar nichts unternommen hat, um die Bewohner zu warnen, und damit Schuld am Tod von etwa 160 Menschen trägt.  ¤

Spiegel-TV

28

10.8.21

Berichte über die Waldbrände in Griechenland, Kalifornien, Sibirien und Algerien. Dort sind bei einem großen Feuer mehr als 40 Menschen getötet worden, vor allem Soldaten, die bei der Brandbekämpfung eingesetzt waren. Das "Dixie-Feuer" ist nun der zweitgrößte Waldbrand in der Geschichte der USA. In Griechenland gibt es mehr als 500 Waldbrände im ganzen Land. Und die Brände in Sibirien haben bisher eine Fläche von etwa 10.000 km2 zerstört, mehr als die in allen anderen Ländern zusammen. Die Qualmwolke reicht bis zum Nordpol.  ¤

A,B,C,ht

zus.23
                 
11.8.21

In Südeuropa und Nordafrika werden mit Temperaturen bis 50° mehrere Temperaturrekorde gebrochen. Durch die Dürre breiten sich die Waldbrände weiter aus, jetzt auch in Spanien und Portugal. Die Zahl der Toten bei den Bränden in Algerien steigt auf 65. In Griechenland sind bisher mehr als 1000 Häuser abgebrannt. Diverse Berichte mit Bildern der totalen Zerstörung.  ¤

"In der Feuerhölle" - Im auslandsjournal berichtet Michael Storm aus Jakutien über den Kampf gegen die unzähligen Brände in der sibirischen Taiga.

A,C,TS,E

auslandsjnl

zus.16

7

                 
11.8.21

Während im Süden der Türkei noch die Waldbrände wüten, gibt es im Norden extreme Regenfälle und Überschwemmungen, bei denen zahlreiche Häuser und Autos und einige Brücken weggespült werden.  

A,TS,E

zus.1
12.8.21

Die Hitzewelle und die Waldbrände rund ums Mittelmeer dauern an. Am schwersten betroffen ist jetzt Algerien, vor allem die Kabylei östlich von Algier. Die Brände in Griechenland und im Süden der Türkei sind nach Regenfällen größtenteils unter Kontrolle. Satellitenbilder zeigen, daß die Insel Euböa praktisch komplett abgebrannt ist. In Jakutien (Sibirien) sind zur Zeit auf 16.000 km2 Brände aktiv.

A,C,arj,TS,E

zus.12
           
12.8.21

Schwere Schäden durch Überschwemmungen und Erdrutsche nach extremen Regenfällen an der türkischen Schwarzmeerküste. In der Stadt Bozkurt sind zahlreiche Häuser eingestürzt, bisher mindestens 11 Tote, wahrscheinlich wesentlich mehr. Die Bilder ähneln denen aus dem Ahrtal. Ein Bericht bei AJE, bei CNN ein paar Bilder, auf deutsch nur bei TS24 ein Bericht.  ¤

A,C,TS24

zus.4
           
12.8.21

Klimaforscher sind von der Intensität der Wetterextreme beeindruckt, aber nicht überrascht. Der italienische Klimaforscher Gianmaria Sannino sagt, daß dies einen Eindruck gibt von dem, was auf uns zukommt.

E

2

           
13.8.21

Der Juli 2021 war nach den Daten der NOAA (US-Wetterbehörde) bislang der weltweit wärmste Monat. Bei der "Daily Climate Show" ein paar Infos, sowie Erläuterungen zur wechselseitigen Verstärkung zwischen Erwärmung, Dürre und Waldbränden.

Sky

3

           
13.8.21

Die extreme Hitzewelle im Mittelmeerraum dauert an, die Hitzekuppel hat sich dabei etwas nach Westen verlagert. In Griechenland, der Türkei und Algerien sind die meisten Waldbrände jetzt unter Kontrolle. Neue Brände in Spanien und Italien. Bei AJE berichtet Zein Basravi aus einem der ausgebrannten Wälder in Griechenland. Alles zerstört, ungezählte Wildtiere verbrannt, Leute, die dort gewohnt haben, haben alles verloren. - In Jakutien (Sibirien) brennen mehr als 16.000 km2 Wald und Tundra. Mehrere Städte werden geräumt, die Luft taugt durch den Qualm nicht mehr zum Atmen. Die Qualmwolke reicht bis nach Alaska.  ¤

A,C,TS,E

zus.9

             
13.8.21

Weitere Berichte über die enormen Zerstörungen durch die Überschwemmungen im Norden der Türkei. Mindestens 32 Tote, mehr als 300 Menschen werden noch vermisst. Der Bericht bei Sky News erklärt nochmal den Zusammenhang, warum wärmere Luft auch stärkere Niederschläge bringt. - Nur Euronews berichtet kurz auch über die schweren Überschwemmungen in Huwei (China). Auch dort enorme Zerstörungen und Dutzende Tote.  ¤

A,Sky,TS,E

zus.6

             
13.8.21

Einige tausend Leute von "Fridays for Future" demonstrieren in Frankfurt vor der EZB und fordern, daß die Banken nicht mehr in klimaschädliche Industrien investieren sollen.

arj,E

zus.3
           
14.8.21

Bei AJE ein Bericht über die Verheerungen durch die Waldbrände in Algerien. - Meldung über die andauernden riesigen Waldbrände in Kalifornien. - Auch in Tunesien haben Waldbrände praktisch den gesamten Waldbestand des Landes zerstört. Darüber ein Bericht bei TV5.

Bei AJE und CNN Berichte aus Bozkurt (Türkei) über die schweren Zerstörungen durch Überschwemmungen. Die Zahl der Toten steigt dort auf mindestens 44. - In der Region Nagasaki (Japan) gibt es nach nie dagewesenen extremen Regenfällen mehrere Erdrutsche und schwere Überschwemmungen. Bisher mindestens drei Tote, wahrscheinlich wesentlich mehr. Infos und Bilder bei CNN, eine Meldung bei der ARD.

A,JA

 

A,C,TT

zus.6

 

zus.8

                   
14.8.21

Gespräch mit Chandra Bhushan (Entwicklungsexperte). Es gibt überhaupt keinen Zweifel, daß diese Wetterextreme Folge der Erderwärmung sind. Die Politiker glauben immer noch, wir hätten noch Zeit, und sie verstehen nicht wirklich die Dringlichkeit von Maßnahmen zum Klimaschutz. Die Modelle, die vor einem Anstieg um 1,5° oder 2° gewarnt haben, haben offenbar die Auswirkungen von nur 1,1° unterschätzt. Der Einzelne kann zwar sein Verhalten ändern, aber nötig ist ein Systemwechsel: das Ende der fossilen Brennstoffe.  ¤

A

6

14.8.21

"All hail the Lockdown: Connect it - The Wake-up call that can't be ignored" - Feature über die Lehren, die aus der Corona-Krise zu ziehen sind für die tausendmal gravierendere Klimakrise. Mit den Aktivisten / Expertinnen George Monbiot, Eliane Brum und William Rees, die alle auch deutlich das zugrundeliegende Problem ansprechen, es beim Namen nennen und sich Gedanken zu seiner Überwindung machen.   ¤¤

A

25

      (Video unterm Link)    
15.8.21

Meldungen über die andauernden Waldbrände in Kalifornien, Algerien, Italien und Russland. Ein Bericht über die totalen Zerstörungen durch die Brände auf Euböa (Griechenland). - Meldung: großer Waldbrand in Israel, westlich von Jerusalem.

A,B,E zus.6
           
16.8.21

Neue große Waldbrände in Griechenland, Spanien und Marokko. - Bilder von dem großen Waldbrand bei Jerusalem (in Israel).

E,NC zus.2
16.8.21

In Berlin demonstrieren hunderte Aktivisten u.a. von "Extinction Rebellion" für den Klimaschutz und blockieren dabei zeitweise ein paar Straßen. Die Proteste sollen in den nächsten Tagen weitergehen und wachsen. - Bei RTL und Tagesthemen nur Kurzberichte, bei Euronews berichtet Jona Kallgren von der Demo. 

In dem Bericht bei Euronews auch diese Meldung, die es sonst nirgends in die Nachrichten geschafft hat: Deutschland wird dieses Jahr den bisher höchsten Anstieg beim CO2-Ausstoß verzeichnen. Die Absenkung im letzten Jahr, für die die Bundesregierung sich groß gefeiert hat, war einzig eine Folge der Corona-Maßnahmen.

R,TT,E

zus.3
           
17.8.21

Das größte Wasserreservoir im Westen der USA, der Lake Mead, ist nur noch zu einem Drittel gefüllt, die anderen Stauseen ebenfalls. In Arizona, Nevada und Kalifornien gibt es nun Verbrauchseinschränkungen für die Landwirtschaft. Berichte von Rob Reynolds und Stephanie Elam.  ¤

A,C

zus.5
           
17.8.21

Noch mehr Waldbrände in Südeuropa, jetzt auch in Frankreich und Portugal. Der Bericht bei 3sat stellt heraus, daß es durch die Erderwärmung mehr Hitzewellen und Dürreperioden gibt und damit die Gefahr von Waldbränden steigt.

ZiB,E

zus.4
           
18.8.21

Andauernde Hitzewelle in Südeuropa, große Waldbrände in Spanien, Griechenland und Südfrankreich. Einer der Waldbrände in Kalifornien hat sich explosionsartig ausgedehnt. - Schwere Unwetter in Österreich. Tornado in Ostfriesland.

Nach Daten des Satelliten Copernicus sind allein bei den Bränden in Sibirien dieses Jahr ca. 900 Gigatonnen CO2 freigesetzt worden. Das ist mehr als ganz Deutschland in einem Jahr emittiert. 

A,B,E

Sky

zus.4

4

18.8.21

Meldung und Bilder: in den letzten 50 Jahren sind im Küstenort Atafona bei Rio de Janeiro etwa 500 Häuser im ansteigenden Atlantik versunken.

A

1/2

19.8.21

Am höchsten Punkt auf Grönlands Eisschild (in 3200 m Höhe) hat es zum ersten Mal ergiebig geregnet. Es ist überhaupt erst das dritte Mal, daß es dort Temperaturen über 0° gibt. Die Eisschmelze auf Grönland beschleunigt sich. Infos vom Wettermann bei CNN, mit einer Fülle von Zahlen und Daten, die sich kaum einordnen und vergleichen lassen, zusätzlich erschwert durch amerikanische Zählweise.

C

3

19.8.21

Bericht über Waldbrände in Griechenland, Südfrankreich, Portugal und Sibirien. - Über den dramatisch gewachsenen Waldbrand in Kalifornien gab es ein paar Meldungen, aber keine Berichte.

E

2

20.8.21

Auch beim Wetter im Ersten die Info, daß es mitten auf dem grönländischen Eisschild erstmals geregnet hat. Normalerweise liegt die Temperatur dort im Sommer bei -16°.

TT

1

20.8.21

Meldung über die Waldbrände in Kalifornien, die sich weiter schnell ausbreiten. Seit Juni sind mehr als 5600 km2 Wald abgebrannt.

TS

1/2

21.8.21

Auch bei AJE Infos dazu, daß es auf Grönlands Eismitte erstmals geregnet hat. Gespräch mit dem Geowissenschaftler Owen Gaffney (Stockholm Resilience Centre) über die Frage, ob hier bereits der Kipp-Punkt überschritten worden ist. Man kann es nicht mit Sicherheit sagen (das kann man wohl erst hinterher), aber auf Grönland, in der Westantarktis und im Amazonas-Regenwald spielen sich nie-dagewesene Änderungen ab, es kann tatsächlich sein, daß wir dort viel eher als erwartet bereits die Kipp-Punkte erreicht haben.

A

6

22.8.21

In Tennessee hat es nach extremem Starkregen extreme Sturzfluten gegeben. Zahlreiche Häuser sind stark beschädigt, Straßen und Brücken zerstört, Autos wurden weggespült, mindestens 21 Menschen getötet, mehr als 50 werden vermisst. Ein paar Bilder bei AJE und BBC, ausgiebige Bilder und Schilderungen bei CNN.

A,B,C zus.14
           
23.8.21

Eine neue Studie belegt, daß durch die Erderwärmung weltweit Zahl und Stärke von Extremwetterereignissen zunehmen. Ein paar Erläuterungen und Beispiele vom CNN-Wettermann.

C

3

23.8.21

In London beginnen tausende Aktivistinnen von "Extinction Rebellion" mit zweiwöchigen Protesten mit dem Ziel, die Stadt komplett zum Stillstand zu bringen. Sie fordern, daß die Regierung sofort alle Investitionen in fossile Energien beendet. 

Auch in Berlin haben die Leute von "Extinction Rebellion" eine Woche lang mit diversen Aktionen die Polizei auf Trab gehalten. Straßenblockaden, Sitzblockade beim Bauernverband, Hausbesetzung beim Wirtschaftsrat der "C"DU. Reportage bei "Spiegel-TV". (Warum die Polizei kriminellen Organisationen wie Bauernverband und Wirtschaftsrat den Rücken freihält, bleibt unklar.)

A,Sky,E,NC

Sp-TV

zus.6

8

                 
23.8.21

Im Dokumentarfilm "Now" begleitet Jim Rakete AktivistInnen der Klimabewegung bei Protesten, Besetzungen, Konferenzen. Offenbar sehenswert!  ¤

ktzt

7
24.8.21

Mehr über die Studie der World Weather Attribution zur Zunahme von Extremwetterereignissen. Die Wahrscheinlichkeit von Katastrophen wie an der Ahr hat danach bis zu neun mal zugenommen. 

arj

2

24.8.21

Weitere Blockadeaktionen von "Extinction Rebellion" in der Londoner Innenstadt. Auf die Frage, ob sie mit der "Störung der Ordnung" nicht ihrem Ziel schaden, verweisen die Aktivisten auf die wesentlich größeren Störungen durch Überschwemmungen und Waldbrände.

Sky

2

           
25.8.21

In Sibirien sind 55 Feuerwehrleute von einem Waldbrand eingeschlossen gewesen und erst in letzter Sekunde gerettet worden. - In Kalifornien herrscht durch die zahlreichen großen Waldbrände extreme Luftverschmutzung. Zahlreiche Schulen und einige Flughäfen wurden geschlossen.

B,E zus.3
           
26.8.21

In Brasilien ist die Fläche der Binnengewässer in 30 Jahren um 15 % gesunken. Das Pantanal, der Amazonas und zahlreiche Feuchtgebiete schrumpfen und drohen auszutrocknen.

E

2

           
30.8.21

Ein kurzes Interview mit Greta Thunberg. Sie will nur zur Klimakonferenz in Glasgow im November kommen, wenn diese demokratisch ist, also auch die Vertreter der armen Länder Zugang haben, denn darum muß es gehen: Klimagerechtigkeit. Sie ist enttäuscht von der Biden-Regierung, die die Klimakrise anscheinend auch noch nicht wirklich ernst nimmt, ebenso wie die britische, die gerade neue Ölfelder in der Nordsee erschließen lässt. Im Beitrag Bilder von früheren Demos von FfF.

B

2

1.9.21

Im Nordosten Spaniens gibt es nach sintflutartigen Regenfällen schwere Überschwemmungen und schwere Zerstörungen.

Außerdem hat in den letzten Tagen der Hurrikan "Ida" im Süden der USA schwere Verwüstungen angerichtet. New Orleans ist wieder großflächig überflutet worden. Dank frühzeitiger Evakuierung hat es nur wenige Todesopfer gegeben, aber die Schäden sollen die höchsten sein, die es jemals bei einem Unwetter gab. Bei CNN wurde praktisch rund um die Uhr darüber berichtet, aber ich habe keinen einzigen Bericht entdeckt, der das Ganze irgendwie sinnvoll zusammenfasst.

B

 

 --

2

 

 --

1.9.21

Auch über die andauernden Waldbrände im Westen der USA gibt es jeden Tag ein paar kurze Meldungen. Jetzt bedroht ein großer Waldbrand das Touristengebiet am Lake Tahoe (zwischen Kalifornien und Nevada). Alle Bewohner des Gebietes wurden in Sicherheit gebracht. Zwei Berichte von dort. 

B,h+

zus.5

1.9.21

Nach einer Langzeit-Studie der WMO hat sich die Zahl von wetterbedingten Naturkatastrophen in den letzten 50 Jahren verfünffacht. Ebenso stark sind auch die materiellen Schäden gestiegen, während die Zahl der Todesopfer dank besserer Vorsorge abnimmt. 

B,R,E

zus.6

           
2.9.21

Der Hurrikan "Ida" ist als Tiefdruckgebiet mit enormen Regenmengen über den Osten der USA gezogen und hat vor allem in den Städten im Nordosten für teilweise katastrophale Überschwemmungen gesorgt. Speziell New York wird von beispiellosen Regenmengen getroffen. Ganze Stadtteile stehen unter Wasser, U-Bahnen werden geflutet, bisher gibt es mindestens 46 Tote. In den Berichten taucht erneut das Wort "Apokalypse" auf.  ¤

Bei "No Comment" weitere Bilder von der nicht minder dramatischen Überschwemmungskatastrophe in Katalonien. Darüber aber keine weiteren Berichte.  ¤

A,B,C

arj,TS,E,NC

NC

zus.16

zus.7

2

           
2.9.21

Beim "Klima-Update" zeigt ein Mann mit kaum verstehbarem Akzent im Bremerhavener Klimahaus ein Schaubild zum CO2-Gehalt der Erdatmosphäre im Verlauf der letzten 60 Millionen Jahre. Ob irgendein Zuschauer daraus irgendwelche vernünftigen Schlüsse ziehen kann, ist zu bezweifeln.

R

1
3.9.21

Nur bei Euronews noch ein Bericht über die schweren Schäden durch extreme Unwetter im Nordosten Spaniens.

Durch die extremen Niederschläge im Nordosten der USA sind mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Präsident Biden stellt fest: "Diese Ereignisse sind eine weitere Erinnerung daran, daß die Klimakrise da ist." (Dazu gab es natürlich einige Berichte, vor allem bei CNN. Habe nur diesen einen von Euronews aufbewahrt.)

E

E

1

2

                 
4.9.21

Weitere Berichte über die Verwüstungen durch den Hurrikan Ida im Süden und im Nordwesten der USA. Von den zusammen mehr als 70 Todesopfern waren allein 30 arme Leute in Kellerwohnungen, die nicht mehr rechtzeitig vor den Wassermassen flüchten konnten. In großen Teilen von Louisiana gibt es immer noch keinen Strom, an den Tankstellen gibt es kein Benzin. Der Bericht bei CNN weist nochmal deutlich auf den Zusammenhang zwischen Erderhitzung und der Zunahme von Wetterkatastrophen hin.  ¤

A,C

zus.7
             
4.9.21

Brasilien leidet unter der größten Dürre seit Menschengedenken. Weil in den meisten Stauseen kaum noch Wasser ist, muß jetzt der Strom rationiert werden. Auch die Kaffee-Ernte wird sehr schlecht werden.

A 3
             
4.9.21

Rückblick auf die zweiwöchigen Protest- und Blockadeaktionen von "Extinction Rebellion" in London.

Sky

3

6.9.21

Ein Sprecher der UN hat Australien aufgefordert, den Export von Kohle bald zu beenden. Der Klimawandel werde auch die australische Wirtschaft erheblich schädigen. Der australische Minister für Ressourcen, Keith Pitt, weist das zurück und erklärt, Australien werde sich nicht von einer ausländischen Institution in seine Politik reinreden lassen, und das Land werde auch nach 2030 weiter Kohle fördern und exportieren. Gespräch darüber mit Prof. Will Steffen. Die Regierung hat den Bezug zur Realität verloren und ebenso den Bezug zur Bevölkerung. Die Gründe: zum einen eine extrem konservative Ideologie, zum anderen die Profitinteressen der Kohleindustrie. (Als kleine Entscheidungshilfe könnte Leuten wie Keith Pitt vielleicht eine Anklage vor dem ICC gereichen.)

C

6

8.9.21

Eine neue Studie des University College London stellt fest, daß der Großteil der Reserven an fossilen Brennstoffen in der Erde bleiben muß, wenn die Klimaziele noch erreicht werden sollen. Vor allem dürfen 90 % der Kohlevorräte nicht mehr gefördert werden. Erläuterungen von Lauren Gifford (University of Arizona).

Eine weitere Studie kommt von der Universität der UN. Darin wird untersucht, wie sich die Auswirkungen unterschiedlicher Katastrophen gegenseitig verstärken. Naheliegendes Beispiel sind diverse Extremwetterereignbisse, auf die wegen der Corona-Pandemie nicht angemessen reagiert werden konnte, und die ihrerseits den Kampf gegen die Pandemie erschwert haben. Erläuterungen von Jack O'Connor (UNU).

A

B

4

4

8.9.21

Die Räumung des von Waldschützern besetzten Hambacher Forstes durch RWE und die korrupte NRW-Polizei vor drei Jahren war rechtswidrig. Das hat das Kölner Verwaltungsgericht festgestellt. NRW-Ministerpräsident Laschet hatte die Räumung und den teuersten Polizeieinsatz der bundesdeutschen Geschichte unter einem falschen Vorwand angeordnet. Er sollte nun eigentlich endlich zurücktreten. Für die Top-Meldung des Tages gibt es bei ARD und ZDF nur Kurzmeldungen.   ¤

ht,TS,hj zus.2
9.9.21

 

Alle Parteien, auch die Grünen, versprechen uns, die Erderwärmung könne mit "grünem Wachstum" gestoppt werden. In der Realität werden aber nur die umweltschädlichsten Industrien nach Asien verlagert, weltweit nehmen CO2-Ausstoß und Ressourcenverbrauch immer weiter zu. Selbst wenn weltweit auf erneuerbare Energien umgestellt wird, dauert das viel zu lange, wenn gleichzeitig die Wirtschaft immer weiter wächst. Leute, die etwas weiter blicken, wie Niko Paech (Umweltökonom) und Harald Welzer (Soziologe), stellen fest, daß der Glaube an rein technologische Lösungen und ewiges Wachstum magisches Denken ist, ein moderner religiöser Irrglaube. Die extreme Überproduktion und Verschwendung müssen aufhören, die Wirtschaft muß wieder auf ein sinnvolles Maß schrumpfen. - Sehr guter und unbedingt sehenswerter Beitrag. Anzumerken wäre noch gewesen, daß die Verschwendung nicht nur weltweit ungleich verteilt ist, sondern auch hier die Superreichen einen Großteil des Problems markieren. (Das sind zugleich die, die ein wesentliches Interesse am andauernden Konsumwahn haben.) Und Insider geben dem religiösen Irrglauben gern einen Namen, den ein deutscher Philosoph schon vor 160 Jahren geprägt hat.  ¤¤

Monitor

10

     (Video?)    
12.9.21

Erneut riesige Überschwemmungen im Sudan. Ganze Landstriche stehen unter Wasser, tausende Häuser wurden zerstört. Hiba Morgan berichtet aus dem Bundesstaat White Nile.

A

3

             
12.9.21

Erneut große Waldbrände im Süden Spaniens.

B

2

       

  Sender-Schlüssel

  Das Archiv (nach Themen)

  Das Archiv (nach Datum)

      HOME