Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Klima, Erderhitzung, Energie / Entropie #3                                                   (letzter Eintrag 13.5.19)

Die meiner Meinung nach zur Zeit beste Darstellung der Weltlage und des nötigen Auswegs habe ich bei der "Initiative Ökosozialismus" gefunden. Speziell in der Broschüre "Ökosozialismus oder Barbarei. Eine zeitgemäße Kapitalismuskritik" (unten auf der Seite gibt's die ganze Broschüre als .pdf)  (Links aktualisiert.)

   Klima #1   Klima #2

5.6.18

In Deutschland waren sowohl der April als auch der Mai die jeweils wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Mai gab es zahlreiche Unwetter mit schweren Überflutungen und Millionenschäden. Die Zunahme solcher Extremniederschläge ist eine direkte Folge der Erderwärmung, weil die wärmere Luft auch mehr Wasserdampf enthält. "Extrem wird das neue Normal."

frontal21

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11.6.18

Meldung: im südlichen Afrika sind in den letzten 12 Jahren neun der 13 ältesten Baobab-Bäume gestorben, der älteste davon nach über 2500 Jahren. Als Ursache wird der Klimawandel vermutet.

A

1/2
13.6.18

Nach einer neuen Studie hat sich der Eisverlust in der Westantarktis verdreifacht, von jährlich 53 km3 (1992 bis 2012) auf 159 km3 (2012 bis 2017). Infos dazu von Prof. Andy Shepherd. (Die bei AJE genannten Zahlenwerte sind leider unpräzise.) Später auch bei Euronews ein Bericht.

A,E

zus.4
16.6.18

Daten zur globalen Temperaturabweichung im Mai. Der Monat war fast überall erheblich zu warm, vor allem in Mittel- und Nordeuropa und großen Teilen der USA. Grönland dagegen etwas kühler als sonst. Die Ausdehnung des Meereises in der Arktis liegt weit unter dem Durchschnitt.

E

1

           
18.6.18

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Prof. Mark A. Maslin und Prof. Simon L. Lewis (Autoren von "The Human Planet - How we created the Anthropocene") über das neue Erdzeitalter des "Anthropozän", dessen Beginn die beiden exakt auf das Jahr 1610 festlegen (weil damals erstmals ein geschichtliches Ereignis sich im CO2-Gehalt der Atmosphäre nachweisen läßt, die Ausrottung von Millionen Amerikanern durch die europäischen Invasoren.) Interessant. Das eigentliche Problem, der Kapitalismus, wird auch erwähnt, und die beiden Autoren werben für ein bedingungsloses Grundeinkommen als Weg aus der Misere.  ¤

RT 13
           
13.7.18

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Juni. In Mitteleuropa etwas zu warm, in Sibirien extrem zu warm.

ZDF

1

14.7.18

An der Westküste Grönlands ist ein riesiger Eisberg gestrandet. Wenn er zerbricht, könnte die Flutwelle den Ort Inaarsuit überschwemmen. Erläuterungen von dem Journalisten Kenneth Elkjær aus Nuuk.

B

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19.7.18

Hitze und Dürre in Nordeuropa, große Waldbrände in Schweden. Hauptthema im ZDF. Volker Angres erläutert den Zusammenhang zwischen Erderwärmung und Waldbränden.

Extreme Hitzewelle in Japan.

Die Klimadaten vom Juni, globale Temperaturabweichung. Hitzewelle in Nordeuropa, Überschwemmungen in Südeuropa. 

hj,h+

E

E

zus.9

1

1

21.7.18

Die Waldbrände in Schweden breiten sich weiter aus und sind bisher nicht unter Kontrolle zu bringen. Nachbarländer schicken Löschflugzeuge. In Schweden hat es solche Feuer noch nie gegeben. Hitzewelle auch in Britannien.  

A,E

zus.3
           
22.7.18

Nick Clark berichtet aus Inaarsuit auf Grönland. Der Ort mußte zeitweise evakuiert werden, weil ein riesiger Eisberg gleich nebenan gestrandet war und drohte, den Ort zu überfluten. 

A

3

23.7.18

Am Stadtrand von Athen sind mehrere schwere Waldbrände ausgebrochen. Das Feuer greift auf mehrere Stadtteile über, zahlreiche Häuser brennen nieder. Bis zum Morgen mehr als 24 Tote. (Die Opferzahl steigt später stark an.)

A,B,Sky,E

zus.6
24.7.18

Bei den Waldbränden am Stadtrand von Athen sind mindestens 76 Menschen getötet wurden, darunter ganze Familien, die bei der Flucht vor dem Feuer auf einer Wiese von den Flammen eingeschlossen wurden. Man findet ihre verkohlten engumschlungenen Leichen. Andere verbrannten in ihren Autos. Mehrere Tausend Menschen mußten sich vor dem Feuer ins Wasser des Mittelmeers retten.  ¤

A,Sky,R,TS,E

zus.18
                 
24.7.18

In mehreren Regionen der nördlichen Halbkugel herrschen Rekordhitze und Dürre, u.a. in Kalifornien, Kanada, Nord/Mitteleuropa, Nordafrika, China und Japan. Bei den internationalen Sendern einige Erklärungen dazu:

Bei AJE erklärt der Wettermann, daß die stabilen Hitzewellen mit einem Beinahe-Stillstand des Jetstreams zusammenhängen. Dieser Stillstand ist eine Folge der Erwärmung der Arktis und wird darum in Zukunft regelmäßig auftreten. Weitere Erläuterungen der Klimaforscherinnen Brenda Ekwurzel (bei AJE), Corinne le Quere (bei der BBC) und Michael Byrne (bei CNN). Alle drei stellen fest, daß die Hitzewellen eine Folge der Erderwärmung sind und zukünftig häufiger und noch stärker auftreten werden.  ¤

Bei CNN spricht Christiane Amanpour mit Elizabeth Kolbert (Autorin von "The sixth Extension") darüber, daß vor genau 30 Jahren die NASA (Jim Hansen) vor genau dieser Entwicklung als Folge der Verbrennung von fossilen Brennstoffen gewarnt hat und seitdem die Emissionen noch massiv gesteigert wurden. "Die Schuld haben nicht die Wissenschaftler, sondern das politische System - und wir alle, weil wir nicht hören wollten."  ¤

Bei den deutschen Sendern interessiert man sich heute nicht für Zusammenhänge. Die Tagesschau macht zwar mit den Bränden in Griechenland auf, stellt aber keine Verbindung zur Hitze in Deutschland her. Erst zum Ende der Sendung ein Bericht darüber, daß der Bauernverband finanzielle Entschädigungen für die Ernteausfälle haben will. Und eine Meldung, daß es der Autofirma Opel wieder besser geht. Na, wenigstens eine gute Nachricht!

Bei Euronews ein Bericht über die Hitze und Dürre in Japan und Britannien.

A,B,C,TS,E

 

 

 

 

 

zus.34

 

 

 

 

 

25.7.18

Nick Clark berichtet aus Illulisat (Westküste Grönlands), daß es dort dieses Jahr ungewöhnlich viele Eisberge gibt. Die Gletscher schmelzen etwa doppelt so schnell ab wie vor 100 Jahren. 

A

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26.7.18

In Athen gibt es nach den Waldbränden nun Sturzregen und schwere Überschwemmungen. Hunderte Autos werden von einer Schlammwelle weggespült.

E

1

26.7.18

 

 

Die Hitzewelle in Mitteleuropa ist Thema bei allen hiesigen Sendern. Allerdings geht es fast nie um die Ursachen oder gar mögliche politische Folgerungen. Nur bei Sky News ein Bericht über die schweren Schäden an der Infrastruktur in Britannien, der nach deutlichen Konsequenzen ruft. Und im ARD-Brennpunkt erklärt Sven Plöger nochmal die Sache mit der Erwärmung der Arktis, die den Jet-Stream abschwächt und so dafür sorgt, daß die Wetterlagen bei uns stabiler werden - mit monatelangen Dürren und Hitzewellen (dieses Jahr) oder ebenso dauerhaften Regenfällen (letztes Jahr). Folgerungen (schneller Ausstieg aus der Verbrennung von Kohle, Gas und Benzin, Ende des globalen Massenverkehrs, Ende der Abholzung) benennt der Wettermann aber nicht. Ansonsten verharrt man bei Zustandsbeschreibungen und zeigt nur die Folgen der Hitze, leidende Menschen, Waldbrände, Straßenschäden etc., und man gibt schlaue Ratschläge: ins Kühle gehen, dünne Kleidung anziehen. In den "Tagesthemen" dann noch ein recht vernünftiger Kommentar von Detlef Flintz zum albernen Geschrei des Bauernverbandes: die Funktionäre haben den Bauern das Elend der Monokultur-Überproduktion selber eingebrockt.

Sky,TS,TT,ARD,E

 

zus.18

 

           
27.7.18

Große Waldbrände nun bei Sacramento in Kalifornien. In der Stadt Redding brennen zwei Wohnsiedlungen mit einigen Hundert Häusern komplett nieder. Die ganze Stadt (95.000 Einwohner) wird wegen der Feuergefahr evakuiert. Auch der Yosemite-Nationalpark ist in Gefahr.

A,E

zus.5

27.7.18

Der Klimaforscher Louis Blumberg stellt fest, daß die Zunahme von extremen Wetterereignissen ganz klar auf die Erderwärmung zurückzuführen ist. Die meisten Leute haben das längst kapiert, nur die Politiker, speziell in den USA, wollen keine Konsequenzen ziehen.

A

3

28.7.18

Die Waldbrände in Kalifornien breiten sich weiter aus, jetzt in drei Gebieten. Teilweise bilden sich Feuertornados, die den Brand weitertragen.

A,C

zus.4
           
28.7.18

In Deutschland wird endlich über die Ursache der Rekordhitzewelle geredet. Der Klimaforscher Mojib Latif und die Grünen werfen der Regierung Merkel ein Versagen beim Klimaschutz vor, u.a. in der Verkehrs- und Agrarpolitik. In Leipzig fordern Demonstranten den sofortigen Ausstieg aus der Verbrennung von Braunkohle. Bericht der Tagesschau. - Die Hitzewelle wird kurz von einer Gewitterfront unterbrochen, die quer über Britannien, Frankreich und Deutschland zieht. Enorme Regenfälle sorgen für Überschwemmungen, die ausgelaugten Böden können das plötzliche Wasser nicht aufnehmen. Kurzer Bericht bei Euronews.

TS,E

zus.3
           
29.7.18

Mehr über die andauernden schweren Waldbände in Kalifornien. Gabriel Elizondo berichtet aus dem Ort Keswick (bei Redding, etwa 500 Einwohner), der vom Feuer komplett zerstört wurde.  ¤

A,TS,E

zus.5
           
29.7.18

Deutsche fahren mit schwarzen Qualm rauchenden Kreuzfahrtschiffen in die Arktis, um die letzten Eisbären zu sehen - und abzuschießen. Auf Spitzbergen fühlte sich ein "Bärenwächter" von einem Bären angegriffen und hat ihn erschossen. Bericht bei Euronews, später Infos auch bei anderen Sendern, u.a. CNN.

E,C

zus.2
30.7.18

 

 

Wegen der Ernteeinbußen durch die anhaltende Dürre fordert der deutsche Bauernverband eine Entschädigung in Milliardenhöhe. (Es wäre ja auch denkbar, daß die Industriebauern mal eine Entschädigung für die von ihnen zerstörte Natur zahlen!) In diversen Berichten geht es um die ernsthaften Probleme der Landwirtschaft, nebenbei auch um austrocknende Flüsse und Fischsterben. Daß auch die Wälder in einigen Regionen vertrocknen (u.a. auch infolge der Wasserentnahme durch die Bauern), wird nicht angesprochen. Über Wasserrationierung will noch niemand reden (obwohl sie in einigen Regionen schon stattfindet). Über die Ursache wird ebenfalls nicht gesprochen, ein Ende der Kohleverbrennung nicht erörtert (das wird wohl erst kommen, wenn kein Kühlwasser für die Kraftwerke mehr da ist), nichtmal ein ernsthaftes Tempolimit (auch über die Ozonwerte ist dieses Jahr nichts zu hören) oder ein Verbot von Autorennen.  - Das Gespräch im heute-journal mit der offensichtlich geistesgestörten und komplett inkompetenten Landwirtschaftsministerin habe ich nicht aufgehoben.  ¤

R,arj,TS,hj,E

 

zus.12

 

                 
31.7.18

Bei CNN Infos und Bericht über die weiter kaum eingedämmten großen Waldbrände in Kalifornien, die sich durch trockene heiße Winde immer weiter ausbreiten.

C

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31.7.18

In Deutschland ist kein Ende von Hitze und Dürre in Sicht. Bisher heißester Tag des Jahres, mit bis zu 40 Grad. Einige Kraftwerke müssen die Leistung herunterfahren, noch nicht wegen Wassermangels, aber um die Flüsse nicht noch weiter aufzuheizen. Bundesregierung und Ländervertreter sprechen bei einem Krisengipfel über finanzielle Hilfen für die Bauern. Es wird von einer "nationalen Katastrophe" gesprochen, aber weiterhin nicht über die Ursache.   ¤ 

ht,TS

zus.7
           
2.8.18

 

 

 

Rekordtemperaturen überall auf der nördlichen Halbkugel. Hitzewelle in Spanien und Portugal mit bis zu 48 Grad. In Deutschland trocknen durch die Dürre Seen und Flüsse aus, Fischsterben in mehreren Orten. Schwere Trockenheitsschäden in den Wäldern. Flächendeckend sterben alle jungen (flachwurzelnden) Bäume. Wenn es regnet, dann unwetterartig: in Sachsen und Österreich schwere Schäden durch Sturzfluten.   ¤¤ 

Bei den internationalen Sendern vor allem neue Rekordzahlen. Bei RTL erklärt ein Klimaforscher, daß der Erwärmungstrend sich in den nächsten Jahren beschleunigen wird. Er sagt, die Emissionen müssen nicht um 5 oder zehn Prozent sinken, sondern um mindestens 50 Prozent, und zwar bald. arte, ARD und ZDF verweisen auf den Jahresbericht der US-Klimabehörde, nach dem die letzten vier Jahre weltweit die bisher wärmsten waren und sich vor allem die Meere weiter aufheizen. Der Meeresspiegelanstieg beschleunigt sich. Im ZDF-Bericht wird auf die Folgen des Auftauens der Permafrostböden in Sibirien hingewiesen.

B,C,Sky

R,arj,ht,TS,E

 

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zus.16

 

                 
3.8.18

Bei AJE Meldungen über schwere Schäden durch einen Taifun in Shanghai, Überschwemmungen in Virginia, weltweit neue Temperaturrekorde, Waldbrände in Spanien. Ein Bericht über die Rekordhitze in Spanien. Gespräch mit dem Klimaforscher Glenn McGregor. Er stellt lapidar fest, daß bei steigenden Mitteltemperaturen auch die Extreme ansteigen.

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3.8.18

 

 

Im ZDF wird endlich mal verständlich und auf deutsch der Zusammenhang erklärt von Erderwärmung, Abschwächung des polaren Jetstreams (durch die besonders starke Erwärmung in der Arktis) und längeren Extremwetterlagen (zur Zeit die Dürre in Europa, aber auch die Kältewelle im letzten Winter und der Dauerregen letztes Jahr). ZDF-Meteorologe Özden Terli bei "heute" ganz deutlich: das sagen Klimaforscher schon länger, und es ist auf den Klimawandel zurückzuführen. Und darum werden wir nächste Woche hier knapp 40 Grad haben. Ähnliche Aussagen im "heute-journal" von Prof. Markus Rex (AWI) und Andreas Friedrich (DWD). Dazu passend ein Bericht über das Fischsterben in norddeutschen Seen, Flüssen und Hafenbecken.  ¤¤

ht,hj

 

zus.8

 

4.8.18

Bei Sky News und Tagesschau Berichte über die Rekordhitze in Spanien und Portugal. In der Algarve sind mehrere Waldbrände ausgebrochen, u.a. in Monchique. Die Tagesschau außerdem über das Wetter in Deutschland: von April bis Juli war es hier noch nie so warm, im Schnitt 3,6 Grad über dem Mittelwert, und auch noch nie so trocken. Schwere Schäden in den Wäldern, über die Hälfte aller Jungpflanzen sind abgestorben.

Sky,TS

zus.7
5.8.18

Drei Berichte über die andauernden schweren Waldbrände in Portugal und Kalifornien.

E

zus.3

6.8.18

Die Waldbrände in der Algarve breiten sich weiter aus. Nun auch Wald- und Buschbrände im Süden Spaniens.

E

1

6.8.18

"ZDF-spezial: Die große Hitze - Verändert der Klimawandel unser Leben?" - von Cathérine Kipp und Thomas Klein. Wie Arbeiter mit der Hitze zurechtkommen. Niedrigwasser auf den Flüssen. Bäumegießen in den Städten. Dürrefolgen für die Landwirtschaft. Felsabgänge in den Alpen durch Auftauen des Permafrostbodens. Leere Talsperren und Konflikte um Wassernutzung. Bauliche Anpassung der Städte: mehr Grün, mehr Wasser. Zu den meisten Punkten interessante Einschätzungen von Dr. Fritz Reusswig vom PIK.  ¤

ZDF

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7.8.18

Zwei der Waldbrände in Kalifornien haben sich  zum größten Feuer in der Geschichte des Bundesstaats vereinigt. Über 1000 km2 Wald wurden bisher zerstört.

A,E

zus.3
7.8.18

 

 

 

Passend zu den aktuellen Dürren und Hitzewellen haben internationale Klimaforscher eine gemeinsame Studie veröffentlicht, in der sie vor einer globalen "Heißzeit" ("Hothouse Earth") warnen. Selbst wenn das "2-Grad-Ziel" eingehalten würde und kein weiteres CO2 ausgestoßen würde, sind möglicherweise bereits diverse Kipp-Punkte erreicht (bzw. wir sind kurz davor, sie zu erreichen), sodaß die Temperatur um weitere drei bis vier Grad steigen könnte. Große Teile der Erde würden unbewohnbar, der Meeresspiegel könnte um ca. 10 Meter steigen (und langfristig um 60 Meter). 

Bei BBC und CNN Erläuterungen von zwei beteiligten Wissenschaftlern, Johan Rockstrom und Katherine Richardson, bei CNN auch von Wettermann Chad Myers und Brandon Miller (Meteorologe). Bei den deutschen Sendern diverse Berichte, die versuchen, Rückkopplungen und Dominoeffekt zu verdeutlichen. Hier als Experten Jonathan Donges vom PIK, Werner Eckert (Umweltexperte des SWR) und Volker Angres (ZDF-Umweltexperte).  ¤¤

Nur im ZDF wird mit einem Nebensatz erwähnt, daß das Ganze eine Folge unseres Wirtschaftssystems ist. Und nur bei RTL wird die Frage gestellt, ob dieser Sommer nicht schon ein eindeutiges Zeichen der Erderwärmung sei, und Werner Fuchs (RTL-Wetterexperte) bestätigt das, mit dem richtigen Argument: die Dürre ist eine Folge der Abschwächung des polaren Jetstreams. Was er leider weglässt: die Abschwächung des polaren Jetstreams ist die direkte Folge der Erwärmung der Arktis. Solche dauerhaft stabilen Wetterlagen mit Kältewellen im Winter (solange die Arktis noch Kaltluft produziert) und im Sommer entweder monatelangem Dauerregen oder Dürre und Hitzewelle häufen sich schon seit einigen Jahren, sie werden nun der Normalzustand. Wenn die Arktis abgetaut ist, wird es nur noch zwei Jahreszeiten geben, Regenzeit und Trockenzeit.

In einem Artikel im "Tagesspiegel" wird der Zusammenhang von Erderwärmung, Schwächung des Jetstream und der Zunahme von Dürreperioden, Extremniederschlägen und Kältewellen sehr gut erklärt.

B,C

R,arj,TS,TT,hj

 

 

 

zus.27

zus.20

 

 

 

           
9.8.18

Bei Euronews weitere Berichte über die andauernden schweren Waldbrände in Kalifornien und Portugal.

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zus.4

9.8.18

Nach der Hitzewelle in Mitteleuropa kommt die Abkühlung wieder als Gewitterfront mit Sturzregen und Orkanböen. Schwere Überflutungen in Südfrankreich, teilweise größere Schäden durch den Sturm in Deutschland, insgesamt aber noch glimpflich.

Sky,TT,E

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9.8.18

 

Bei "Panorama" ein Beitrag über den "Traumsommer" und seine Nebenwirkungen. Baumbesetzer im Hambacher Forst sagen: das Wetter ist politisch. Andere fahren im SUV zum Bioladen. Fazit: der Einzelne ist Schuld, der Name des Problems darf nicht ausgesprochen werden.

Bei "buten un binnen" ein Beitrag über eine Sammelklage gegen die EU, mit der ein schärferer Klimaschutz erreicht werden soll. Unter den zehn Klägern aus aller Welt sind auch der Bremer Juraprofessor Gerd Winter und der Restaurantbetreiber Michael Recktenwald aus Langeoog.  ¤

Bei Euronews noch ein Beitrag über die Studie, nach der die Erde auf eine "Heißzeit" zusteuert.

Panorama

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10.8.18

Die Waldbrände in der Algarve sind inzwischen eingedämmt. Bisher sind rund um Monchique 235 km2 Wald abgebrannt.

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10.8.18

Die Karte zu den globalen Temperaturabweichungen im Juli. Natürlich weltweit zu warm, besonders in Mittel- und Nordeuropa. Relativ kühl der Norden Grönlands.

ZDF

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10.8.18

 

 

 

Beim ZDF-Politbarometer hat man (ernsthaft!) die Leute gefragt, ob der heiße Sommer eine Folge des Klimawandels sei. Immerhin 68 Prozent haben es demnach begriffen. Leider hat man sie nicht gefragt, was ihrer Meinung nach dagegen zu tun wäre.

Einen Anfang hat mal die Fluglinie "Ryanair" gemacht und für einen Tag mit der Billigfliegerei aufgehört. (In Wahrheit allerdings nur, weil die Piloten für anständige Bezahlung streiken.) Die Leute sagen: solange es diese Billigflüge gibt, nehmen wir sie auch in Anspruch. Dazu ein Gespräch mit dem Oldenburger Volkswirtschafts-Professor Niko Paech. Er lehnt die Konsum-Kultur ab und erklärt, daß für eine nachhaltige Gesellschaft das verantwortungslose sog. "Wachstum" aufhören muß. Das Beispiel Ryanair zeige, daß die Mehrheit der Menschen jeden ökologischen Anstand verloren hat. Wir stehen am ökologischen Abgrund, es geht ums Überleben, der Planet ist endlich. Da sind Urlaubsflüge nicht mehr zu verantworten. (Und auch keine Kreuzfahrten, Autorennen, Privatautos, Tierfabriken, Heizstrahler, Straßenbeleuchtung, Herbizide, Insektenvernichter, Laubbläser und Motorsägen, um nur ein paar Dinge zu nennen, ohne die "wir" bestens auskommen könnten. Eigentlich müßten wir aber auch ohne Kohlekraftwerke auskommen, und zwar sofort.)  ¤¤

hj

 

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11.8.18

In Kalifornien wüten weiter 19 große Waldbrände. Bisher sind etwa 1200 km2 Wald und 1600 Häuser niedergebrannt.

E

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13.8.18

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Prof. Katherine Richardson. Sie ist eine der Autoren der Studie "Trajectories of the Earth system in the antropocene", mit der die Klimaforscher vor dem Abgleiten der Erde in eine "Heißzeit" warnen. Auch wenn man die Begrenzung auf zwei Grad Temperaturanstieg einhalten würde, würde sich das Klima automatisch um ca. vier Grad weiter aufheizen, durch diverse Kippunkte, Dominoeffekte und Rückkopplungen. Große Teile der Erde würden dann unbewohnbar, der Meeresspiegel würde erheblich ansteigen, Natur und Landwirtschaft würden schwer geschädigt. Trotzdem beurteilt Richardson das Pariser Klimaabkommen mit seinem Zwei-Grad-Ziel positiv.  ¤

Zwei Kritikpunkte: erstens werden in den Berichten über die Studie keine Zeiträume benannt. Das Abschmelzen der Eisschilde von Grönland und Westantarktis (Meeresspiegelanstieg ca. 10 Meter) wird ca. 100 bis 200 Jahre dauern, das der Ostantarktis (ca. 60 Meter) vermutlich wesentlich länger, je nach Ausmaß der Erwärmung. Man sollte das ruhig erwähnen. Wir sind dabei, diesen Planeten sehr nachhaltig zu ruinieren.

Und zweitens: das Pariser Abkommen ist nichts wert, genau wegen der von Richardson so klar benannten automatischen Prozesse. Ich habe das schon damals zur Verabschiedung des Abkommens aufgeschrieben, am 12.12.15. Hier nochmals mein Eintrag von damals:

"Ich weiß nicht, ob ein solch im Vergleich zum Notwendigen völlig erbärmliches Abkommen wirklich besser ist als gar keines. Vielleicht entfaltet sich aus den Versprechungen ja eine Eigendynamik, wenn klar wird, daß nichtmal diese Minimalstandards eingehalten werden. Wahrscheinlicher ist, daß man sich jetzt beruhigt zurücklehnt, man hat ja das Mögliche getan, und wenn das Klima sich doch weiter erwärmt, ist es eben selber schuld.

Schon das Ziel, die Erwärmung auf irgendeinen Wert zu "begrenzen", ist Blödsinn. Man hat einen Prozeß in Gang gesetzt, der sich nicht mehr einfach anhalten läßt. Wie eine Lawine, die ins Tal rauscht, bis sie am Boden angekommen ist. Dieser "Boden" der Tatsachen wird für uns in ein paar Hundert Jahren erreicht, wenn das Eis auf Grönland und in der Westantarktis abgeschmolzen ist, mit etwa 10-15 Meter Meeresanstieg. Wieviel Grad wärmer es dann sein wird, ist ziemlich egal. Die versauerten Meere werden schon sehr viel eher aufgehört haben, ein Lebensraum zu sein. 

Wenn die Staaten versuchen wollten, die Lawine doch noch anzuhalten, müßten sie sofort praktisch alle Kohlenstoffemissionen stoppen. Und übrigens auch die Kernkraftwerke (egal ob Fission oder Fusion) abschalten, die hauptsächlich die Ozeane aufheizen. Wir müßten erstmal mit dem Wenigen an Solarenergie auskommen, das wir Dank einiger weitsichtigerer Leute schon haben. Ein solcher Wandel ist wohl in den bestehenden kapitalistischen Strukturen unmöglich. Wenn diese endlich überwunden sind, können wir ans Wiederaufforsten gehen und vielleicht in einigen Jahrhunderten doch wieder ein lebenswertes Klima zurückbekommen. Je länger wir damit warten, desto geringer sind die Überlebenschancen." 

James Hansen hat sich damals in ähnlicher Richtung über das Abkommen geäußert: "Es ist ein Betrug, ein Fake. Nur wertlose Worte. Es gibt keine Taten, nur Versprechen. Solange fossile Brennstoffe am billigsten sind, werden sie weiter verbrannt werden."

RT

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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14.8.18

In der Talkshow "Markus Lanz" erklärt der TV-Physiker Harald Lesch dem Publikum den Zusammenhang zwischen Erderwärmung, Schwächung des Jetstreams und Dauerwetterlagen wie Dürren, Dauerregen und Kältewellen. Die Folge der globalen Erwärmung wird sein, daß große Teile der Erde unbewohnbar werden, u.a. Zentralafrika, aber auch Südeuropa. Als Verursacher der Katastrophe sieht auch Lesch nur die einzelnen Menschen, nicht das System. Immerhin verlangt er von der Politik, mal eine Liste zu erstellen, was eigentlich ökologisch sinnvoll ist - und dann die Steuern entsprechend zu gestalten. 

ZDF

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15.8.18

Im ARD-Wetterbericht nochmal die Karte der globalen Temperaturabweichung im Juli.

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15.8.18

Durch die enorme Dürre in Mitteleuropa sind die Wälder stark geschädigt worden. Es hat seit 100 Jahren noch nie so wenig Regen von April bis Juli gegeben. Alte Bäume werfen ihr vertrocknetes Laub ab, junge sind großflächig abgestorben. Der Bericht bei "nano" zeigt die Bestandsaufnahme von Waldforschern in der Schweiz.

nano

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16.8.18

Ölkonzerne und einige rechtsextreme Milliardäre finanzieren Lobby-Vereine wie das "Heartland Institute", "CFACT"  und in Deutschland das "Eike"-Institut, damit diese der Lüge, es gebe keine menschengemachte Erderwärmung, einen "wissenschaftlichen" Anstrich verleihen. Faschisten wie Trump und die sog. "AfD" sollen den Wahn in Politik umsetzen, Trump ist schon fleißig dabei und macht jeden Ansatz zum Klimaschutz wieder rückgängig. Sehenswerter Beitrag bei "Monitor", mit Stellungnahmen von Prof. Hans-Joachim Schellnhuber (PIK).  ¤

Monitor

13

17.8.18

Nach extremen Monsun-Regenfällen gibt es in Kerala (Südwesten Indiens) die schwersten Überschwemmungen seit über 100 Jahren sowie zahlreiche Erdrutsche. Bisher sind dadurch mindestens 320 Menschen umgekommen. Mehrere Hunderttausend Menschen sind in Notunterkünfte geflüchtet, es gibt gewaltige Zerstörungen an Straßen und anderer Infrastruktur, die Ernten wurden weitgehend vernichtet. - International ein Hauptthema der Sender, Berichte auf deutsch bisher nur bei Euronews und n-tv.

A,C,Sky,E,n

zus.11
                 
17.8.18

Bei "nano" ein Vergleich der diesjährigen Extremdürre mit der "Jahrtausenddürre" von 1540. Darin auch ein Ausschnitt von Hoimar von Ditfurth, der 1976 sehr anschaulich die Albedo erklärt hat und gezeigt hat, wie sich die Abstrahlung von Sonnenwärme durch die Polkappen bei einer Erderwärmung verringert. Ein "positiver Rückkopplungseffekt" also, ein sich selbst verstärkender Prozeß. (Für mich damals ein prägendes Aha!-Erlebnis.)  ¤

nano

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17.8.18

Der Sommer 2018 hat jetzt schon den Titel "Jahrhundertsommer", mit 3,6 Grad über dem Durchschnitt für April bis Juli und einer Rekorddürre. Zahlen dazu im heute-journal, und ein Bericht über die schweren Schäden in den deutschen Wäldern durch die Dürre. Auf den geschwächten Bäumen vermehrt sich der Borkenkäfer rasant, neugepflanzte Bäume sind bis zu 90 Prozent eingegangen. Die Schädigung der Wälder bedeutet einen weiteren Rückkopplungseffekt: die Produktivität des Waldes sinkt, er speichert weniger Kohlenstoff, eine bisherige CO2-Senke verschwindet.

hj

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18.8.18

Bei den andauernden Waldbränden in Nordkalifornien hat sich ein Feuertornado entwickelt, der durch Teile der zuvor evakuierten Stadt Redding gezogen ist und zahlreiche Häuser zerstört hat. 

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19.8.18

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit Nathaniel Rich (Autor des Artikels "Losing Earth" in der NYT) und Elizabeth Kolbert (Autorin von "The sixth Extension") über Folgerungen aus der katastrophalen Entwicklung des Klimas. Stichpunkte: Alles was darüber heute gesagt wird haben Wissenschaftler schon seit den 80er-Jahren gesagt. Es ist krank, daß wir heute immer noch dieselben Debatten führen müssen. Wir müssen anfangen, das Klima nicht nur als politisches und wissenschaftliches Thema zu sehen sondern als menschliches und moralisches Thema. Wie denken die Klimawandelleugner wohl über den Planeten, den sie ihren Enkelkindern hinterlassen?

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19.8.18

 

 

 

 

 

Thema der Talkshow "Anne Will": "Der Dürre-Sommer - wie müssen wir unser Verhalten ändern?"  Mit Prof. Hans Joachim Schellnhuber (PIK), Annalena Baerbock (Vorsitzende der Grünen) und Roda Verheyen (Rechtsanwältin bei der Klimaschutzklage gegen die EU). Außerdem dabei die Industrie-Lobbyisten Julia Klöckner (Weinkönigin und Landwirtschaftsministerin, CDU), Andreas Pinkwart (Wirtschaftsminister NRW, FDP) und Werner Schwarz (Vizepräsident des Bauernverbandes). 

Was Prof. Schellnhuber zu sagen hat, ist durchweg klug und hörenswert. U.a. erklärt er nochmal den Zusammenhang von Erderwärmung, Schwächung des Jetstreams und Extremwetterlagen und schildert die Aussicht auf eine großenteils unbewohnbare Erde. Baerbock beweist, daß sie bei Ökoangelegenheiten wirklich kompetent ist und ernsthaft nach politischen Konzepten und Lösungen sucht. Wichtig der Aufruf von Frau Verheyen, den Klimaschutz als Menschenrecht anzuerkennen, und der Einspieler über die Familie Recktenwald (Restaurantbetreiber auf Langeoog) und ihre Klage gegen die EU. Die Frage, ob ein wirksamer Klimaschutz innerhalb des jetzigen Wirtschaftssystems überhaupt möglich ist, wurde nicht angesprochen.  ¤ 

Nicht aufgehoben habe ich die auswendiggelernten leeren Worthülsen der Frau Klöckner, die außer ihrem Motto "immer nur lächeln" wirklich rein gar nichts im Kopf hat. Ebenso das dumme Gefasel des Trickbetrügers Pinkwart und die ignoranten Sprüche des Industriebauern. Ohne diese drei wäre die Sendung sehenswert gewesen und hätte vielleicht sogar zu einer Problemlösung beitragen können. Warum muß man bei einer Diskussion über Wege aus der Dummheit immer auch drei Idioten dabei haben?

ARD

 

 

 

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22.8.18

Laut norwegischen Meteorologen ist zum ersten Mal seit Beginn der Beobachtungen das besonders dicke, mehrjährige Meereis nördlich von Grönland auseinandergebrochen. Es wird mit einem neuen Minus-Rekord bei der Ausdehnung des Meereises gerechnet.

Sky

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23.8.18

Während in der "Kohlekommission" der Bundesregierung Wissenschaftler, Umweltschützer und Industrievertreter über "Rahmenbedingungen für den Kohleausstieg" diskutieren, wollen der Konzern RWE und die NRW-Landesregierung vollendete Tatsachen schaffen und den Hambacher Forst abholzen lassen, um an die dort liegende Braunkohle zu kommen. Die Umweltverbände drohen mit dem Auszug aus der Kommission.

TS,TT

zus.5
           
23.8.18

 

 

 

Die Talkshow "Maybrit Illner": "Der heiße Planet – sind wir zum Verzicht bereit?" war durchaus sehenswert, darum komplett aufbewahrt. Weniger wegen der desinteressierten Moderatorin und ihrer naiven Fragen, auch nicht wegen der Politiker Svenja Schulze (SPD) und Wolfgang Kubicki (FDP), die wie üblich nur verlogene Worthülsen und Scheingefechte liefern. (Umweltministerin Schulze macht immerhin deutlich, daß ihr im Zweifelsfall immer die sog. "Arbeitsplätze" wichtiger sind als das Überleben der Menschheit). Wichtig waren die Aussagen des Klimaforschers Mojib Latif und die konkreten Handlungsvorschläge des sehr kompetenten Robert Habeck (Grüne).

Sehenswert war die Sendung aber dank dem Moderator und Biobauer Max Moor, der immer wieder die richtigen Fragen stellt: Warum werden SUVs überhaupt gebaut? Warum gibt es finanzielle Anreize für schädliches Verhalten? Warum soll ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich Plastiktüten benutze, während es eine Industrie gibt, die Mikroplastik produziert? Warum ist das erlaubt, und wer wird damit reich? Moor stellt fest, daß das ganze System falsch ist. Wie wir (die Menschheit) da raus kommen, weiß auch er natürlich nicht. Und seine Bio-Rinderzucht hat er eingestellt - in diesem Dürresommer wäre sie nicht mehr möglich gewesen, weil es kein Heu mehr gibt.  ¤

Außerdem dabei Petra Pinzler, die mit ihrer Familie versucht hat, ein Jahr lang konsequent möglichst wenig CO2 zu produzieren.

ZDF

 

 

 

64

 

 

 

24.8.18

In der Nähe von Berlin werden bei einem großen Waldbrand 4 km2 Wald zerstört. Drei Dörfer in Brandenburg werden evakuiert. Wegen alter Munitionsreste im Wald ist die Brandbekämpfung schwierig.

ht,TS

zus.4
27.8.18

Die Vertreter der Umweltverbände in der "Kohlekommission" demonstrieren im Hambacher Forst gegen das Vorhaben von RWE, den Wald demnächst abzuholzen. Der Konzern droht, wenn man die dortige Braunkohle nicht verbrennen könne, würde demnächst der Strom abgestellt.

h+

3
11.9.18

Ein Beitrag über Kipp-Effekte (kleine Änderungen bewirken große Änderungen) mit zwei erstaunlichen Beobachtungen: vor der Küste Nordost-Grönlands, wo das Packeis am dicksten sein sollte, gab es diesen Sommer große eisfreie Flächen. Und, ganz nebenbei erwähnt, aber dramatisch: in der Westantarktis ist der Kipp-Punkt bereits erreicht, das Schmelzen des Eisschilds beschleunigt sich und verstärkt sich durch das Erreichen wärmerer Luftschichten, der Eisschild wird instabil.  ¤

hj

4
11.9.18

In der Talkshow "Markus Lanz" kann der Journalist Dirk Steffens sehr viel kluge Dinge sagen und sich dabei auch noch sehr verständlich ausdrücken, über RWE und den Hambacher Forst, über klimatische und ökologische Kipp-Punkte, und (zusammen mit Oskar Lafontaine) auch etwas über ein Wirtschaftssystem, das schädliches Verhalten fördert und die Kosten der Naturzerstörung nicht in Rechnung stellt. Sehenswert!  ¤

ZDF

18
13.9.18

Im heute-journal erst ein Bericht über die Räumung des Hambacher Forsts, dann ein Beitrag über die angeblich nötige Verbrennung auch der letzten Kohlevorräte, zur Sicherung der Stromversorgung und zum Erhalt der "Arbeitsplätze". Die Profitinteressen der Stromkonzerne werden nur vage angedeutet, immerhin wird Claudia Kemfert zitiert, daß es eher zu viel Strom gibt. Man hätte auch noch schildern können, wie die Kohleverbrennung den Ausbau der Windenergie behindert und dadurch zu massivem Verlust von echten, sinnvollen Arbeitsplätzen führt. Das Verbrennen von "Heimaterde" ist keine sinnvolle Tätigkeit, keine Arbeit, sondern kriminell.  

hj

6

15.9.18

Die NASA hat den Satelliten "Icesat2" gestartet, der mit einem Laserstahl die Eisflächen abtasten und zentimetergenau die Dicke des Eises messen soll.

B,E

zus.3
17.9.18

Beitrag über den neuen Satelliten "Icesat2", der das Höhenniveau der Eisschilde und des Meereises exakt vermessen soll. Zusammen mit den Daten von "Cryosat" kann dann die Dicke des Eises und die Rate des Abschmelzens genau bestimmt werden. Gespräch mit Dirk Notz (MPI für Meteorologie). Er schätzt, daß der Arktische Ozean in 15 Jahren im Sommer eisfrei sein wird. 

nano

9
19.9.18

Bei Meppen im Emsland hat die Bundeswehr vor zwei Wochen bei Schießübungen ein Moor in Brand gesetzt. Seitdem brennt das wegen der Dürre ausgetrocknete Moor auf ca. 8 km2. Die Feuerbekämpfung ist ohne Regen praktisch aussichtslos. Die Qualmwolken sind je nach Windrichtung in großen Teilen Norddeutschlands zu sehen und zu riechen.

TS,hj

zus.5
           
20.9.18

Bei "Panorama" ein Beitrag über das Greenwashing von Konzernen und Regierung, die gerne mit ihren Bemühungen um den Klimaschutz werben, in Wahrheit aber ständig ihre Emissionen steigern und mögliche technische Lösungen sogar hintertreiben. Beispiele Lufthansa, Zementindustrie, RWE, Autoindustrie. Das dreiste Wortgeklingel macht wütend. Wie Femke de Jong sagt: um das Klima zu retten braucht man mehr als Worte. (Buch- und Filmtip dazu: "Die grüne Lüge" von Kathrin Hartmann, siehe 11.2.18)  ¤

Panorama

11

29.9.18

 

Das Magazin "Insiders" mit einer ganzen Ausgabe über den Kohleausstieg und die Proteste im Hambacher Wald. Der Reporter Hans von der Brelie besucht die Baumbesetzer, spricht mit einigen von ihnen, mit zugereisten Demonstranten, mit Vertretern von RWE, mit Leuten aus den umgesiedelten Dörfern, mit zwei Mitgliedern der "Kohle-Kommission". Es entsteht ein sehr buntes Meinungsbild, wobei die Forderung nach einem schnellen Kohleausstieg dominiert. Die radikalere Forderung, jede Kohleverbrennung sofort zu beenden, kommt leider nicht zu Wort. (Es wird viel zu viel gefragt, was "möglich" sei, statt danach,was nötig ist. Für ein Überleben der Zivilisation und vermutlich des Menschen überhaupt ist ein sofortiges Ende jeder Verbrennung, auch von Holz, Gas und Öl, unerläßlich, auch wenn dieser Schritt wahrscheinlich schon zu spät käme.) Anschließend ein Gespräch mit der Energieexpertin Claudia Kemfert vom DIW.  - Sehenswerte Sendung, viele teils anrührende und überzeugende, teils erschütternd dumme ("Wir brauchen die Kohle für unsere Kinder!") Stellungnahmen.  ¤

E

 

23

 

                 
7.10.18

Der IPCC hat in seinem neuen Sonderbericht festgestellt, daß die Erderwärmung schneller abläuft als erwartet und schon jetzt eindeutig katastrophale Folgen hat. Die Klimaforscher verlangen "beispiellose Veränderungen" des Wirtschaftens. Erster Bericht bei der BBC. - Mit den "beispiellosen Veränderungen" sind rein technische Maßnahmen gemeint, sowie eine Reduzierung des Fleischkonsums. Eine Änderung des Wirtschaftssystems wird nicht erwogen, das eigentliche Problem wird also nicht erkannt.

B

2

7.10.18

"Precht: Ist die Erde noch zu retten?" - Darüber spricht Richard David Precht mit dem Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber. Antwort: mit solchen Lahmärschen jedenfalls nicht. Da gibt Precht dem Physiker reihenweise Steilvorlagen und stellt immer wieder die Systemfrage, und der setzt fröhlich gegen seine eigene Erkenntnis weiter auf die Marktwirtschaft, hat als radikalste Utopie eine CO2-Steuer und glaubt eher an Franziskus (beide, den Heiligen und den Papst) als Retter denn an eine Revolution. Und er gibt natürlich keine Antwort, wenn man ihn nach seiner Meinung über Merkel (die er jahrelang beraten hat) und ihre Anti-Klima-Politik fragt. Am schönsten seine Hoffnung, es werde einen "Sättigungseffekt" geben: nicht jede Familie brauche 10 SUVs. Es "braucht" überhaupt niemand auch nur einen einzigen SUV, und man muß klären, warum diese trotzdem verkauft und gekauft werden. (Die Antwort fängt wie immer mit K an.)

ZDF

 

43

 

8.10.18

 

 

 

 

Der Bericht des IPCC mit seiner dringenden Aufforderung zum Handeln ist Hauptthema bei allen Sendern. Diverse Berichte. 

Bei BBC-FoA Einschätzungen von Anton Cartwright (IPCC) und Navin Singh Khadka (BBC) zur Bedeutung des Berichts für Afrika. Bei CNN (in der Talkrunde "CNN-Talk") meint Liam Halligan (Sunday Telegraph), im Kapitalismus müsse man dafür sorgen, daß die Unternehmen mit Klimaschutz Geld verdienen können. (Immerhin hat er als einziger das böse Wort überhaupt ausgesprochen.) Auch bei CNN erklärt Bob Ward (Grantham Research Institute), daß der Bericht des IPCC immer noch sehr vorsichtig ist und u.a. die Bedeutung der Kippunkte des Klimas ignoriert, z.B. die mögliche Destabilisierung des westantarktischen Eisschilds.  - Goldig die Empfehlungen von CNN, was jeder Einzelne tun könne: weniger Fleisch essen, LED-Lampen verwenden, weniger fliegen, und weniger Kinder bekommen. Was, wenn ich kein Fleisch esse, wie soll ich dann meinen Verbrauch reduzieren? Wenn ich sowieso seit Jahren nur Sparlampen habe und ausschließlich Fahrrad fahre? Und wenn ich gar keine Kinder in die Welt gesetzt habe? Die mathematisch logische Konsequenz spreche ich lieber nicht aus.  ¤

Auf deutsch bei ntv kluge und deutliche Erklärungen von Mojib Latif. Im heute-journal kritisiert Ottmar Edenhofer (Direktor des PIK) für seine Verhältnisse deutlich die Untätigkeit der Bundesregierung und fordert eine reelle Besteuerung des CO2-Ausstoßes. Die Ergüsse von Wirtschaftsminister Altmaier (in den Tagesthemen) habe ich weggelassen. Der Mann versucht, mit wohlklingenden Worten die kriminelle Klimapolitik seiner Regierung schönzufärben, und kommt leider damit durch.  ¤

A,B,C

R,n,arj,TS,hj,TT,E

 

 

zus.27

zus.30

 

 

                 
9.10.18

Ein Gericht in den Niederlanden hat ein Urteil bestätigt, das die Regierung verpflichtet, den landesweiten CO2-Ausstoß wesentlich stärker zu senken als geplant, nämlich um 25 Prozent bis 2020. Das Verfahren hatte die Bürgerinitiative "Urgenda" angestrengt. Einziger TV-Bericht darüber bei Euronews.

E

1
           
12.10.18

Die extreme Hitze des Sommers ist vorbei, aber die Dürre in Mitteleuropa dauert an. Seit Februar hat es durchgehend zu wenig geregnet. An der Elbe macht der niedrige Wasserstand nicht nur den Auwäldern zu schaffen, sondern auch der Binnenschiffahrt. Seit Mai ist der Transport zwischen Magdeburg und Dresden nicht mehr möglich.

hj

3

16.10.18

Durch die seit acht Monaten andauernde Dürre ist auch im Rhein der Pegel auf Rekordniedrigstände gefallen.

ht

2

19.10.18

Noch ein Bericht über die anhaltende Dürre in Deutschland, wohl die größte seit Beginn der Aufzeichnungen. Rekordniedrigwasser am Rhein. Im Bericht nochmal der Hinweis auf die Veränderung des polaren Jetstreams, die zu solchen Dauerwetterlagen führt.

h+

3
20.10.18

Ein Beitrag im "Listening Post" erinnert an den letzten Klimabericht des IPCC und stellt fest, daß er in den Medien wieder mal nur kurz Wellen geschlagen hat. Das Thema ist aber das Wichtigste überhaupt und mit täglichen Extremwetterkatastrophen sollte auch die Erderwärmung jeden Tag in den Schlagzeilen sein. Das hat viel mit dem Einfluß der Konzerne zu tun, die die Hauptverursacher sind. (Allerdings hat z.B. auch AJE praktisch nicht über den Streit um den Braunkohleabbau und den Hambacher Wald berichtet. Dafür läuft auf dem Sender regelmäßig Werbung für Katars Fluggesellschaft.)

A

11
           
24.10.18

Während einer Sitzung der Kohlekommission neben dem Tagebau Hambach demonstrieren dort etwa 15.000 Beschäftigte von RWE. Sie fordern, den Wald endlich abzuholzen, damit sie ungestört mit dem Verbrennen der Erde weitermachen können, was sie "Erhaltung der Arbeitsplätze" nennen. Der NRW-Ministerpräsident steht ihnen bei und erklärt, das sei eine "gute Sache". - Um Arbeit, also eine sinnvolle und nützliche Tätigkeit, handelt es sich allerdings nicht. Vielmehr sind alle diese Leute Verbrecher, die das Land und das Klima zerstören, um damit Geld zu verdienen. Eine angemessene Strafe wäre, wenn sie die Kohle und den "Abraum" mit Schubkarren wieder in das Loch zurückbringen müßten. Diese Arbeitsplätze (ohne Anführungszeichen) wären dann auch für einige Tausend Jahre sicher. Leider wird in diesem Land aber noch nichtmal die Benutzung von Autos mit Verbrennungsmotor als Straftat angesehen. Tiefstes Mittelalter.

ht,arj,TS,E

zus.8
           
25.10.18

Die Kohlekommission hat einen Zwischenbericht über ihre Debatten veröffentlicht. Der Kohleausstieg soll langfristig vom Bund mit "Strukturwandelhilfen" für die Kohleregionen unterstützt werden. Die Umweltverbände fordern einen Ausstieg bis 2030, Brandenburgs Ministerpräsident Woldke (SPD) sagt, dies sei keine Diskussionsgrundlage, sondern reines Wunschdenken. (Nötig wäre ein sofortiger Ausstieg. Möglich wäre er innerhalb von 1-2 Jahren.) - Im Tagebaugebiet von Hambach haben Klimaaktivisten das leerstehende und von RWE zum Abriß bestimmte Dorf Kerpen-Manheim besetzt. Die Polizei beginnt mit der Räumung, doch dann stellt ein Gericht fest, daß die Besetzung erlaubt ist.

TS

3

25.10.18

Pilze reagieren offenbar besonders schnell auf die Klimaerwärmung. In Deutschland breiten sich neuartige und bisher nicht behandelbare Pilzinfektionen aus. In den Wäldern treten neue giftige Pilze auf, die sich von essbaren nicht unterscheiden lassen. Und Amphibien sterben durch Pilzinfektionen aus.

Christoph Süß merkt an, daß ein bewohnbarer Planet wichtiger sein könnte als "Arbeitsplätze". Er spricht mit einem Dinosaurier über die Chancen des "Homo Sapiens". Der wird, wie die Dinos, einfach weiterfressen, bis er tot ist. Aber mit Schuldgefühlen.   ¤ 

Quer

10

1.11.18

Nach einer neuen Studie (veröffentlicht in "Nature") ist die in den Ozeanen in den letzten 25 Jahren gespeicherte Wärmemenge 60 Prozent größer als bisher angenommen. Offenbar ist die anthropogene Erdwärmung stärker als bisher berechnet, und eine sehr große Wärmemenge hat bereits die Tiefsee erreicht. Man schließt dies aus der Zusammensetzung der Gase in der Atmosphäre. (Wenn ich das richtig verstanden habe.) Es bedeutet, daß die Ozeane wesentlich weniger CO2 aufnehmen können als angenommen, und daß einige Kippunkte früher erreicht werden. Bei der BBC ein Bericht und Erläuterungen von Matt McGrath (Wissenschaftskorrespondent) und Laurent Bopp (einem der Autoren der Studie).  ¤

B

7

3.11.18

Seit einer Woche dreht sich ein Sturmtief über dem Mittelmeer und sorgt vor allem in Italien für extremes Wetter. Durch Orkanböen und Sturz- und Dauerregen entstehen enorme Schäden. In Norditalien sind ganze Wälder abgeknickt, Flüsse mit Baumstämmen bedeckt. Zahlreiche Orte sind abgeschnitten. - Berichte auch schon in den letzten Tagen und bei anderen Sendern. Klimatisch bemerkenswert ist nicht die Schwere der Unwetter, sondern daß sie so lange andauern.

TS,E

zus.2
           
7.11.18

Diagramme zur beispiellosen Dürre dieses Jahres in Deutschland. Und ein Bericht über halbleere Talsperren. Ein Wassernotstand sei aber "noch nicht in Sicht", die Talsperren seien ja noch "halbvoll" -  für zwei Monate reicht das Wasser noch. Wegen des niedrigen Rheinpegels gibt es erste Probleme beim Nachschub von Benzin.

R

3

8.11.18

Wegen der Dürre und des niedrigen Rheinpegels liegen die Tankschiffe der Öl- und Chemiekonzerne still. Der Werksleiter von BASF sagt, daß eine "Diskussion über alle Optionen" möglich sein müsse - aber natürlich meint er nicht etwa Werksschließungen oder Produktionssenkungen, sondern weitere Eingriffe in die Natur, Flußvertiefung, Staustufen, neue Pipelines, und neue Transportmittel wie Luftkissenboote. (Warum nicht gleich Hubschrauber?!).

TT

4

8.11.18

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Oktober. Es war weltweit der zweitwärmste Oktober, und in der Arktis mehr als 10 Grad zu warm (im Monatsmittel!).

ZDF

1/2

9.11.18

Drei seit Monaten brennende Waldbrände in Nord- und Südkalifornien haben sich durch starke Winde wieder ausgedehnt und mehrere Ortschaften erfasst, darunter den Ort "Paradise" der sich nun in eine Hölle verwandelt hat. Tausende Häuser sind abgebrannt, 75.000 Gebäude wurden evakuiert. Mindestens neun Menschen wurden getötet.  ¤

A,B,Sky,TS,E

zus.14
10.11.18

Der Waldbrand in Nordkalifornien ist der zerstörerischste in der Geschichte des Landes. Der Ort Paradise wurde komplett vernichtet. Die Zahl der bekannten Toten ist auf 25 gestiegen, vermutlich sind es aber noch weit mehr. In Südkalifornien wurde der Promiort Malibu evakuiert. Das dritte Feuer hat im Ort Thousand Oaks gewütet, wo drei Tage zuvor ein Soldat ein Massaker in einem Nachtclub verübt hat. Trump tweetet auf dem Weg nach Europa, die einzige Ursache der Brände sei schlechtes Forstmanagement. (Will sagen: mit der Erderwärmung hat das nichts zu tun.) - Diverse Berichte mit erschütternden Bildern und persönlichen Schicksalen.  ¤

A,B,C,Sky,TS,E

zus.18
                  
11.11.18

Weitere Berichte über die desaströsen Waldbrände in Kalifornien. Inzwischen hat man 31 Tote gefunden, über 100 werden vermisst. Im Wetterbericht bei CNN wird nochmal gezeigt, daß die jahrelange Dürre die Hauptursache der enormen Brände ist. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown antwortet auf Trump: "Mit Forstmanagement kann man den Klimawandel nicht stoppen. Wer das leugnet, trägt zu den Tragödien bei, die wir jetzt sehen und in den kommenden Jahren sehen werden." (OT bei CNN)  ¤

A,C,ht

zus.8
12.11.18

Im Ort Paradise werden immer mehr Tote gefunden, inzwischen 42. Über 200 Menschen werden noch vermißt. Es handelt sich nun offiziell um die schlimmsten Brände in der Geschichte Kaliforniens, und sie sind großenteils weiter nicht unter Kontrolle. Regen ist auch nicht angesagt. Die drei Brände zusammen haben bis jetzt etwa 1000 km2 Land und mehr als 7000 Häuser zerstört.  ¤

B,C,TS,h+

zus.9
13.11.18

 

Weitere Berichte über die Brandkatastrophen in Kalifornien, vor allem über die schwierige Suche nach Toten bzw. dem, was noch von ihnen übrig ist.

Christiane Amanpour spricht mit dem Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown. U.a. stellt er Trumps dämliche Vorwürfe richtig und schildert sehr intensiv die eigentliche Ursache, die jahrelange Dürre. Er stellt fest, daß es keinen Konsens mit den Republikanern zum Klimawandel gibt, den sie einfach abstreiten. "Sie werden sowas auch in Rußland, in China, in Europa erleben. Millionen werden vor der unerträglichen Hitze aus Afrika flüchten. Das wird uns die nächsten Jahrzehnte begleiten. Damit müssen die Herrschenden sich auseinandersetzen. Wir müssen die Kohlenstoff-Emissionen auf Null bringen. Die Führer der Welt, die sich gerade in Paris getroffen haben und über den ersten Weltkrieg geredet haben, sie schlafen, sie sind blind, genauso wie die Führer, die damals den Krieg begonnen haben." Wow. (sehr gestraffte Übersetzung.)  ¤¤

A,Sky,E

 

C

zus.14

 

14

           
14.11.18

Weitere Berichte über die Brände in Kalifornien und die Suche nach Opfern. Inzwischen wurden 58 Tote entdeckt. Mehr als 8000 Gebäude sind abgebrannt.

C,auslandsjnl

zus.9
15.11.18

In Paradise in Nordkalifornien sind inzwischen 63 Tote gefunden worden. Die Zahl der offiziell Vermißten ist auf 630 gestiegen.

Sky

1

16.11.18

Bei den Bränden in Kalifornien sind inzwischen 74 Tote gefunden worden, fast alle im Ort Paradise. Nach einer Auswertung von Handynotrufen ist die Zahl der Vermißten auf über 1000 gestiegen. Große Teile der US-Westküste sind durch die Feuer von dichtem Smog bedeckt. 

ARD-Wettermann Karsten Schwanke weist auf die gemeinsame Ursache von Dürren und Dauerregen hin: das System der polaren Jetstreams ist praktisch zusammengebrochen, als Folge der Erwärmung der Arktis. Mit Karten des Jetstreams, einmal der alte Normalzustand und einmal der von heute.  ¤

B,C

TT

zus.9

4

                  
17.11.18

 

"Der Präsident besucht das Paradies." Bzw. was davon noch übrig ist, eine verbrannte Wüste. In dem Ort in Kalifornien sind nach den Bränden inzwischen 74 Tote gefunden worden, über 1300 Menschen werden noch vermißt. Klein-Donald meint erneut, daß daran "schlechtes Waldmanagement" schuld sei. Und man werde das nun anpacken. Er glaube, soetwas werde nicht wieder passieren. (Der AJE-Bericht kam erst später.)

Als ein Reporter Trump fragt, ob er wegen der Katastrophe seine Meinung zum Klimawandel ändere, antwortet der "Präsident": "Nein, ich wünsche mir ein großartiges Klima und sichere Wälder." (OT bei CNN) Heißt: ich will schnell zurück auf meinen Golfplatz, sollen sie die blöden Wälder doch zubetonieren. -  Ronald Brownstein (Herausgeber von "The Atlantic") sagt dazu: "Dieses war das Jahr, als aus dem Klimawandel, der irgendwann kommen wird, etwas wurde, das uns jetzt passiert." Und daß Trumps Regierung auf allen Ebenen die Bemühungen um Klimaschutz sabotiert hat.  ¤

Sky,E

 

C

zus.4

 

2

                 
18.11.18

Auch die Tagesschau berichtet über Trumps Besuch in Paradise und seine erneute Leugnung des Klimawandels angesichts dessen katastrophaler Folgen.

TS

2

           
20.11.18

Endlich auch auf deutsch ein Bericht über die neuen Messungen, wonach die Ozeane in den letzten Jahrzehnten wesentlich mehr Wärme gespeichert haben als zuvor berechnet. Andreas Oschlies (Geomar): "Auch in Zukunft wird die Erwärmung eher am oberen Rand der Abschätzungen sein."

hj

4

22.11.18

Nach den Feuern in Kalifornien beginnt nun der Regen. Es werden schwere Erdrutsche befürchtet. (In denen dann die Überreste von noch etwa 500 Vermißten endgültig verschwinden werden).

A 1/2
22.11.18

Nach Angaben der WMO ist der CO2-Gehalt der Atmosphäre 2017 erneut um 2,2 ppm auf nun 405,5 ppm angestiegen. Leider nennt kein einziger Bericht die Zahlen, und alle stellen nur fest, daß ein neuer Rekordwert erreicht wurde. Das ist aber seit 150 Jahren jedes Jahr der Fall. Interessant gewesen wäre die Feststellung, daß der Anstieg sich bisher nicht wesentlich verlangsamt hat. Auch der Methangehalt steigt weiter.

A,B,ht,TS

zus.6
23.11.18

In einem Bericht für den US-Kongress (National Climate Assessment - NCA) stellen über 3000 Wissenschaftler und Experten fest, daß der Klimawandel bereits jetzt katastrophale Folgen hat und in Zukunft die US-Wirtschaft um jährlich hunderte Milliarden Dollar schädigen wird. Berichte und Infos, bei der BBC Erläuterungen von Andrew Light, einem der beteiligten Wissenschaftler (mit sehr deutlicher Kritik am Klimaleugner Trump), und von Michael Mann (leider nur ein Ausschnitt): "We need to stop Donald Trump's war on climate science and climate action." Bei PressTV eine Stellungnahme von Jody Grage (US Green Party). Auf deutsch noch keine Berichte.  ¤

A,B,C,P

zus.22
           
24.11.18

Noch ein Bericht bei CNN sowie die Beiträge der deutschen Sender zur neuen Studie zu den wirtschaftlichen Folgen der Erderwärmung für die USA. Bei der ARD nur alberne Kurzmeldungen.

C,R,arj,ht,TS,E

zus.11
26.11.18

Trump sagt zu dem Regierungsbericht über katastrophale Folgen des Klimawandels: "I don't believe it."  (OT bei CNN)

C,E

zus.2
27.11.18

Nach dem Umweltbericht des UNEP ist der weltweite CO2-Ausstoß 2017 auf die Rekordmenge von 53,5 Milliarden Tonnen gestiegen, ein Prozent mehr als 2016. (Die drei Jahre davor war der Ausstoß etwa konstant geblieben.) Die UNEP stellt fest, daß sämtliche Industriestaaten ihre Klimaschutzziele verfehlen. Bei AJE Erläuterungen von Gunnar Luderer (PIK). 

A,C,TS,E

zus.10
27.11.18

"Deutschland auf dem Trockenen" - Ein Beitrag über eine lange Ursachenkette: durch die Verbrennung von Öl und Kohle nehmen die Treibhausgase zu, dadurch erwärmt sich das Klima, und zwar am stärksten in der Arktis, dadurch schwächt sich der Jetstream ab, dadurch bleibt das Wetter monatelang stabil, dadurch gibt es 2018 in Deutschland eine schwere Dürre, dadurch sinken die Wasserstände der Flüsse (und der Talsperren), dadurch können die Binnenschiffe kein Öl und keine Kohle mehr transportieren und einige Kraftwerke müssen wegen fehlendem Kühlwasser abschalten. Lösung: die Tanklaster dürfen jetzt auch Sonntags fahren und die Industrie wünscht sich Staustufen, also noch mehr Naturzerstörung. Nur die Ursache vom Anfang darf nicht behoben werden. Der trockenliegende Schipper Paul Samstra bringt den Irrwitz auf den Punkt: der Zug fährt mit voller Geschwindigkeit auf die Felswand zu und niemand bremst.  ¤

frontal21

 

10

 

28.11.18

"Kohle oder Klima - Angst um die Zukunft" - Film von Jörg Laaks und Tanja Reinhard über die Konfrontation zwischen Klimaschützern und Braunkohlelobbyisten um den Hambacher Wald. Mit interessanten O-Tönen von beiden Seiten, einmal klarsichtig und engagiert, einmal borniert, korrupt und mit der Macht des Staates an der Seite. U.a. ein O-Ton von Herrn Laschet, der die Kohlegräber bauchpinselt als "anständige Leute, die jeden Tag zur Arbeit gehen" - im Gegensatz zu den Demonstranten, die Polizisten angreifen. Dazwischen ein hilfloser Verfassungsrichter Hans-Jürgen Papier, der meint, die Mehrheit habe immer recht.   ¤

WDR 44
29.11.18

"Klimaalarm: Politiker immer stiller, Wissenschaftler immer schriller" - Selbst so unendlich sanfte Menschen wie Prof. Schellnhuber werden angesichts der frechen Tatenlosigkeit der Politik allmählich ungehalten und unterstützen Forderungen nach Entschädigung für die Opfer dieser Politik. Und dann kommt "Panorama" und nennt solche Forderungen, gar die Ansicht, daß man mit ernsthaften Maßnahmen den Planeten, die Menschheit oder sogar die Zivilisation möglicherweise noch retten könne: "schrill" und "radikal". Der Ton der Beitrags ist genauso arrogant und tatsachenblind wie die zitierten Politiker. Die Aussagen von Schellnhuber und Sabine Schlacke (WBGU) sprechen allerdings für sich selbst. Schellnhuber hat noch ein schönes Zitat von Dante für Herrn Papier (siehe Vortag): "Die heißesten Plätze in der Hölle sind für diejenigen reserviert, die in Zeiten großer moralischer Krisen strikte Neutralität bewahren."  ¤

Panorama

11

30.11.18

In der von Bränden völlig zerstörten Gegend um den Ort Paradise in Kalifornien gibt es jetzt starke Regenfälle und schwere Überschwemmungen, weil der ausgedörrte Boden das Wasser nicht aufnehmen kann.

E

1
           
1.12.18

Vor der nächsten Klimakonferenz in Katowice (Polen). Ein Beitrag von Nick Clark über die jetzt schon deutlichen Folgen der Erderwärmung, die deutlich machen, daß das Ziel von 2 Grad erstens viel zu hoch und andererseits längst nicht mehr einzuhalten ist.

A

4
           
2.12.18

Bill McKibben (Gründer von 350.org) stellt fest, daß jetzt deutlich wird, daß die Forderung, die Wissenschaftler seit 30 Jahren erhoben haben, richtig war: wir müssen alle fossilen Brennstoffe in der Erde lassen! Die Ölindustrie und deren Angestellte (wie Trump) wollen den Übergang so lange wie möglich hinauszögern. Wenn wir das zulassen, wird die Welt in 75 Jahren zwar von Sonne und Wind betrieben, aber es wird eine kaputte Welt sein.   ¤

C

5
3.12.18

 

 

Bei der Klimakonferenz in Katovice richten Antonio Guterres und David Attenborough dringende Appelle an die "Führer der Welt", den Klimawandel endlich ernsthaft zu bekämpfen. Attenborough warnt, daß der Zusammenbruch der Zivilisation und die Auslöschung eines Großteils der Natur bevorstehen. Die angesprochenen Politiker spenden pflichtbewußt Beifall und machen weiter, als wäre nichts gewesen. Das eigentliche Problem wird nicht angesprochen. (O-Töne bei AJE, BBC und Euronews.)  ¤

Bei den deutschen Sendern ist die Konferenz Hauptthema. Deutschland und Polen wollen weiter ihre Kohle verbrennen. Die deutsche SPD-Umweltministerin ist aber stolz darauf, daß man irgendwann aussteigen wollen will. Vielleicht. Ihr CDU-Unterentwicklungskollege übt sich mal wieder in Verbalradikalismus. Die Tagesthemen rechnen vor, daß Deutschland die (ohnehin lächerlichen) "Klimaziele" krachend verfehlt. U.a. durch immer mehr SUVs auf den Straßen. Schöner Kommentar von Werner Eckert: "Warum handelt ihr (die Politiker) nicht jetzt, wo ihr (noch) die technischen Möglichkeiten dafür habt. Die Politiker haben Angst vor den Wählern. Wir müssen ihnen Beine machen, denn der Klimawandel ist nicht einfach eine Änderung, er ist eine Katastrophe."

A,B,TS,hj,TT,E

 

zus.22

 

                 
4.12.18

Einschätzungen von Stefan Rahmstorf (PIK) zur Konferenz in Katovice. Dabei nennt er nebenbei die wichtigste negative Rückkopplung: in dem Maße, wie die "Zivilisation" verschwindet, wird sich die Erderwärmung wieder verlangsamen.

h+

2
6.12.18

BBC-Wettermann Chris Fawkes erklärt das El-Niño-Phänomen und seine Auswirkungen auf das weltweite Wetter. Es gibt erste Anzeichen, daß 2019 ein El-Niño--Jahr werden könnte, mit einem erheblichen Anstieg der Durchschnittstemperatur und schweren Unwettern.

B

3

6.12.18

Nicht nur Donald Trump leugnet die Erderwärmung, ein Netzwerk von Rechtsextremen, Pseudowissenschaftlern und Verschwörungstheoretikern betreibt in den USA und Europa Lobbyarbeit gegen den Klimaschutz und verbreitet bei Konferenzen absurde physikalische Theorien. Ihre Organisation heißt in den USA "Heartland Institute", in Europa "EIKE". Die AfD sorgt dafür. daß die schwachsinnigen Thesen von "EIKE" (z.B. die des verrückten Professors Meir Shaviv aus Israel) auch im Bundestag ganz ernsthaft angehört werden, 

Monitor

10

6.12.18

Christoph Süß erklärt den Grund der Erderwärmung einfach und treffend: weil immer mehr Kohle (also Geld) gemacht wird, müssen wir immer mehr Kohle (richtige Kohle) verfeuern, weil aus Kohle Kohle gemacht wird. Bei der Kohlekonferenz Klimakonferenz in Katovice bringt Deutschland seine Erfahrung im Scheitern ein. Christoph besucht ein Treffen der "unanonymen Kohleholiker", und er stellt fest: die Armen produzieren am wenigsten Kohlendioxid.  ¤

Quer

4

           
10.12.18

Die NASA hat durch Auswertung von Satellitenfotos festgestellt, daß auch in der Ostantarktis seit etwa 10 Jahren in mehreren Gebieten die Gletscher stark abgeschmolzen sind. Im BBC-Bericht leider keine Details über Ort und Ausmaß.

B

2
11.12.18

 

Nochmal der OT von der Klimakonferenz in Katovice, wo ein Vertreter der US-Regierung für "saubere Kohle" wirbt und dafür vom Publikum lauthals ausgelacht wird.  ¤ 

Bei CNN außerdem Infos über eine neue Studie (NOAA 2018 Arctic Report) zu den dramatischen Folgen der Erwärmung der Arktis. Wettermann Chad Myers zeigt nochmal für ganz Blöde (wie Donald Trump), die im kalten Winter fragen "Wo ist denn nun die globale Erwärmung?": dort ist sie, in der Arktis. Die Fläche des mehrjährigen Meereises in der Arktis ist von 2,5 Millionen km2 (1985) auf 130,000 km2 (2018) geschrumpft.  ¤ 

Und außerdem ein Bericht über die entsetzlichen Zerstörungen durch die Brände in Kalifornien. Deren Ursache ist eindeutig der Klimawandel, das Ausmaß der Schäden ist aber auch eine Folge des Häuserbaus in Waldgebieten.

C

 

zus.16

 

16.12.18

 

 

Die Klimakonferenz in Katovice ist wie üblich mit einem großartigen Erfolg beendet worden. Man hat zwar keinerlei Maßnahmen vereinbart, wie die Verbrennung fossiler Stoffe beendet werden soll, feiert sich aber dafür, daß man sich nun auf ein "Regelbuch" zur Umsetzung der Versprechen des Pariser Abkommens geeinigt hat. Bisher hat fast kein Land sich an diese Versprechen gehalten. Dabei waren diese bereits völlig lächerlich. Nötig wäre ein sofortiges Ende der Verbrennung, praktischerweise eine Reduzierung um 90 Prozent innerhalb von zwei Jahren, und ein sofortiger Stopp jeder Abholzung. Damit wäre die Hitzekatastrophe inzwischen auch nicht mehr abzuwenden, aber sie könnte noch begrenzt werden. Die wenigen überlebenden Nachkommen werden uns und unser absurdes Wirtschaftssystem für die Zerstörung der Ökosysteme verantwortlich machen und uns dafür verfluchen, daß sie auf einem Müllwüstenplaneten leben müssen. Im Bericht bei arte übrigens ein paar Stimmen von Klimaforschern, die das Konferenzergebnis genauso kritisch sehen. Vor Freude kaum einkriegen kann sich hingegen die durchgeknallte SPD-Umweltministerin.

arj,E

 

zus.3

 

22.12.18

Bei einem ungewöhnlichen Wintersturm sind weite Teile der Nordküste von Kuba überschwemmt worden, u.a. ein Teil der Altstadt von Havanna.

E

1

23.12.18

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit Greta Thunberg. Die 15-Jährige hat mit ihrer Rede bei der Klimakonferenz in Katovice einiges Aufsehen erregt und ermuntert Schüler in aller Welt, sich mit Streiks für ein ernsthaftes Vorgehen gegen die Erderhitzung einzusetzen.

A

6

           
10.1.19

Bei PressTV eine Meldung über einen Bericht in "Science", nach dem die Temperatur der Ozeane wesentlich schneller ansteigt als angenommen.

P

1/2
10.1.19

Prof. Harald Lesch ist zu Gast bei "Quer". Er meint, daß der ungewöhnlich starke Schneefall in Süddeutschland ein Extremwetterereignis und somit auch ein Anzeichen des Klimawandels ist. Was gegen die Erderhitzung getan werden kann? Keine Hoffnung auf technische Durchbrüche. "Wir" müssen wesentlich weniger Kohlenstoff in die Atmosphäre entlassen, am besten gar keinen. Das geht nur durch 1. erneuerbare Energien und 2. Verzicht. Wir hätten auf dem Lebensstandard der 80er Jahre bleiben sollen. Ewiges Wachstum funktioniert nicht, auch beim "qualitativen Wachstum" geht es darum, immer mehr Geld zu verdienen. "Wir" müssen ökologisch umverteilen (CO2-Steuer). - Alles ziemlich undeutlich und uneindeutig ausgedrückt, aber im Prinzip richtig. Er hat ja viel Ahnung von Physik, aber er fängt gerade erst an zu begreifen, was Kapitalismus bedeutet. Schön die Stelle, als Süß meint: sowas wird aber als Wirtschaftshemmnis empfunden, und Lesch reagiert mit: "Na und?" 

Quer

 

9

 

           
13.1.19

In den Alpen taut der Permafrost, und die Gletscher schmelzen. Durch Bergstürze werden Dörfer unter Geröll begraben, am Hochvogel hat sich der ganze Berg aufgespalten und wird irgendwann zu Tal gehen. Bericht von Thomas Aders. (Am Montagabend darüber ein längerer Film in der ARD.)

WS

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14.1.19

Seit etwa einer Woche gibt es an der Nordseite der Alpen (Österreich, Südbayern) extrem starke und ungewöhnlich lange andauernde Schneefälle. Etliche Orte sind abgeschnitten, Dächer und Bäume brechen unter der Schneelast, es drohen Lawinen. Ursache ist eine warme, sehr feuchte Luftströmung von der sehr warmen Nordsee, die sich an den Bergen als Schnee abregnet. Bemerkenswert ist, daß diese Strömung so lange andauert, offenbar erneut eine Folge des abgeschwächten Jetstreams. Dies wird in drei Beiträgen angesprochen, kurz bei Sky News (Simon Lee) und im ARD-Brennpunkt (Hans Peter Schmid), etwas genauer bei "heute+" (Özden Terli).

Sky,ARD,h+

zus.6
           
17.1.19

"2018 - Year in review": Zusammenfassung der Wetterextreme des letzten Jahres. Im Schnitt war es weltweit 1,1° zu warm.

E

1
18.1.19

 

 

 

 

 

Nach dem Vorbild von Greta Thunberg aus Schweden gehen weltweit Schüler Freitags nicht zur Schule sondern demonstrieren unter dem Motto "Fridays for Future" für politische Maßnahmen zur Rettung des Weltklimas. Auch in Deutschland werden es immer mehr, heute beteiligen sich in zahlreichen deutschen Städten zusammen zigtausende an den Schulstreiks. Sanktionsdrohungen mancher Schulen dürften die Beteiligung noch verstärkt haben. Die Schüler zeigen sich dabei sehr kreativ, eine Fülle von tollen Plakaten und Losungen. Viele sagen, die Zukunft des Planeten sei wichtiger als ihre eigene ("Warum lernen ohne Zukunft", "Das Klima ist aussichtsloser als unser Matheabi"). - Berichte nicht in allen Nachrichtensendungen, aber teilweise sehr schön und wohlwollend.  ¤¤

Zwei Gedanken dazu: 1.Die Schulen könnten diese Aktionen auch als Projektunterricht für die Fächer Erdkunde, Politik, Sozialkunde, Ethik, Kunst, Musik, Deutsch und Englisch einordnen. 

2. Eine Schülerin sagte: "Wir wissen nicht, ob es etwas bewirkt, aber wir wollen ein Zeichen setzen." Ja, das tut ihr, und das ist gut und wichtig, damit später niemand sagen kann, man habe ja nichts gewußt. An der Zerstörung des Planeten, auf dem ihr leben wollt, werdet ihr mit bloßen Appellen an die Herrschenden aber nichts ändern. Die haben euch längst aufgegeben. In den Zukunftsvisionen der Herrschenden (soweit sie denn aufgeklärt und rational denken, wie z.B. Frau Merkel) kommt ihr nur noch als Megatote vor. Von den 25.000, die heute demonstriert haben, werden in 50 Jahren vielleicht noch 25 in irgendwelchen verstrahlten Drecklöchern überleben und nach Wasser und Essbarem suchen und kaum Zeit haben, sich um den Neuaufbau eines besseren Wirtschaftssystems zu kümmern. 

Zur Beseitigung etwaiger Illusionen über die Gesprächsbereitschaft der Reichen und Mächtigen empfehle ich den Text "Der Krieg der Reichen" (Survival of the Richest) von Douglas Rushkoff.

W,R,hj,TT,
h+,E,b&b

 

 

 

zus.16

 

 

 

                  
25.1.19

Australien wird seit ca. zwei Wochen von einer bespiellosen Hitzewelle getroffen, mit Temperaturen bis ca. 50 Grad. Auf Tasmanien breiten sich Waldbrände aus. In einigen Regionen fallen massenweise tote Fledermäuse aus den Bäumen.  - Bisher kaum ausführliche Berichte. Darum hier einer von RTL.

R

1
25.1.19

Greta Thunberg ist nach Davos gefahren (natürlich mit dem Zug), um den Teilnehmern des "Weltwirtschaftsforums" folgendes zu sagen: "Erwachsene sagen immer: wir müssen der Jugend Hoffnung geben. Aber ich will eure Hoffnung nicht. Ich will nicht, daß ihr hoffnungsvoll seid, ich will daß ihr panisch seid. Ich will, daß ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag fühle. Und dann will ich, daß ihr handelt, daß ihr so handelt, wie ihr es in einer Notsituation tätet. Handelt, als würde euer Haus brennen - denn das tut es!" ¤¤

A,ktzt

zus.4
           
25.1.19

In ganz Deutschland gehen am Freitag wieder zigtausende Schüler statt zur Schule auf die Straße, und demonstrieren für einen ernsthaften Klimaschutz. In Berlin protestieren Tausende vor dem Kanzleramt, vor dem Wirtschaftsministerium und vor dem Gebäude, wo die Kohlekommission ihre abschließenden Verhandlungen führt. Der Minister für das organisierte Verbrechen, Altmaier, versucht, die Demonstranten zu belabern, wird aber höflich ausgebuht.  ¤

n,R,arj,TS,TT,hj

zus.21
           
26.1.19

Die "Kohlekommission" hat ihre Empfehlungen im Auftrag der Bundesregierung veröffentlicht. Demnach soll die Verbrennung von Stein- und Braunkohle in Kraftwerken schrittweise vermindert und schließlich bis 2038 beendet werden. Die Vertreter von Umweltschutzgruppen in der Kommission tragen das Ergebnis mit, obwohl sie deutlich feststellen, daß der Ausstieg viel zu langsam erfolgt - "aber besser schlechten Klimaschutz als gar keinen." Zum Hambacher Wald notiert der Kommissionsbericht: "Die Kommission hält es für wünschenswert, dass der Hambacher Forst erhalten bleibt." Es liegt nun an der Bundesregierung, die Empfehlungen konkret umzusetzen, und nach wie vor liegt es an uns, mehr Druck für ein Verbot jeglicher Verbrennung von Fossilien zu machen. - Bei den internationalen Sendern hat sich übrigens keiner für das Thema interessiert. ¤

Hier gibt es den kompletten Bericht der Kohlekommission zum Nachlesen als .pdf-Download.

arj,ht,TS,hj,TT,E

 

zus.23

 

           
27.1.19

In Hamburg haben 40 Klimaaktivisten eine Verladebrücke im Kohlehafen besetzt. Sie fordern das sofortige Ende von Import, Abbau und Verbrennung von Kohle.

R 1/2
31.1.19

Der Osten der USA ist von einer ungewöhnlichen Kältewelle betroffen mit Temperaturen um 40° Minus. Manche Berichte erwähnen, daß der Ausbruch der arktischen Kälte und die Verlagerung des Polarwirbels nach Süden eine Folge der Abschwächung des polaren Jetstreams ist. Am deutlichsten erklärt im ZDF-Bericht. Man hätte es aber auch einfacher sagen können: die kalte Luft ist im Süden, und dort wo sie sein sollte, also in der Arktis, ist es dafür erheblich zu warm. Leider gibt es davon keine Karten.

hj

3

1.2.19

In Australien war der Januar der wärmste Monat seit 150 Jahren. In den USA dauert die Kältewelle an.

E

1

1.2.19

Bei "aspekte" ein Beitrag (lief identisch auch bei "kulturzeit") über die Bewegung der Schülerinnen, die jeden Freitag für die Rettung des Klimas streiken und auf die Straße gehen. In den Nachrichtensendungen gab es heute keine einzige Meldung darüber.

ZDF

6

4.2.19

Nach der Rekordhitzewelle in ganz Australien gibt es jetzt im Nordosten des Kontinents beispiellose Monsunregenfälle und riesige Überschwemmungen.

A,E

zus.3
           
6.2.1

Nach Daten der Weltwetterorganisation WMO war 2018 das bisher viertwärmste Jahr. Die letzten vier Jahre waren insgesamt die bisher wärmsten. Und Daten über die Temperaturabweichung im Januar: in den USA und Europa war es etwas kälter als normal, in der Arktis und Australien aber extrem wärmer.

E

1
           
7.2.19

Nach den Daten von NASA und WMO waren die letzten fünf Jahre die wärmsten seit Beginn der Beobachtungen. Und der Trend hält an: Britische Forscher prognostizieren, daß in den nächsten fünf Jahren die Schranke von 1,5 ° Erwärmung gerissen wird. - Außer der BBC hat auch AJE darüber berichtet, auf deutsch außer "Welt" nur Euronews (Vortag). Keine Berichte oder Meldungen bei ARD und ZDF.  ¤

B,W

zus.7
7.2.19

Ein Beitrag über den Dokumentarfilm "The Human Element", über Leute, die direkt unter der Erhitzung und Luftverschmutzung leiden, und Gespräch mit dem Kameramann des Film, James Balog

B 7
8.2.19

In Südafrika herrscht seit Jahren extreme Dürre. Kapstadt stand letztes Jahr kurz vor der Wasserlosigkeit. In Beauford West ist es soweit: der Stausee ist seit Jahren ausgetrocknet, das Grundwasser versiegt an immer mehr Bohrlöchern. Wasser wird nun in Plastikflaschen geliefert. Einige Hotels lassen Wasser von außerhalb liefern, um weiterhin die Swimmingpools für Touristen zu füllen, andere sprengen mit Wasser aus eigenen Brunnen ihren Rasen. Beklemmender Bericht von Nicole Macheroux-Denault.  ¤

n-AR

5

8.2.19

Wie jeden Freitag haben wieder zigtausende Schüler für ernsthaften Klimaschutz gestreikt und demonstriert. In den Nachrichten wieder kein einziger Bericht. Nur bei "heute+" eine Meldung, und ein Bericht über die Anfeindungen gegen Greta Thunberg. Sie selber sagt dazu: "Was ich sage, sagen Wissenschaftler seit Jahrzehnten. Ich sehe die Welt schwarz-weiß, und ich mag es nicht, wenn Menschen das eine sagen und das andere tun." (Früher nannte man eine solche Einstellung "radikal", und daran ist nichts Krankes.)   ¤

h+

3

10.2.19

Die Eisbären in der Arktis finden keine Eisschollen mehr und damit keine Nahrung. Auf der russischen Insel Novaja Semlja sind etwa 50 hungrige Bären in eine Siedlung eingedrungen und suchen in Häusern und auf der Müllkippe nach Futter. Obwohl Eisbären auch in Rußland unter Schutz stehen, sollen sie möglicherweise abgeschossen werden.   ¤

B

2

11.2.19

Weitere Berichte über die "Invasion" der Eisbären in einer Siedlung auf Novaja Semlja, die eine direkte Folge des Verschwindens des Packeises durch die Erwärmung der Arktis ist. Recht gut ist der Bericht bei RTL.

A,W,R

zus.6
           
15.2.19

In Städten in aller Welt streiken und demonstrieren am Freitag wieder Schüler gegen die Untätigkeit der Regierungen angesichts der Erderhitzung. AJE, BBC, Sky News und PressTV berichten über die Proteste in London, TV5 über die Demo in Paris. Die deutschen ÖR-Sender dagegen berichten nun schon seit drei Wochen nicht mehr, obwohl auch hier die Bewegung weiter wächst. Berichte auf deutsch gibt es nur bei RTL (vor allem über die Frage: dürfen die das?) bei arte (aus Paris) und später noch bei Euronews.  ¤

A,B,Sky,P,R,arj,E,T

zus.17

                 
18.2.19

Die globalen Klimadaten vom Januar: 1,1° über dem Durchschnitt, Kälteeinbruch im Osten Nordamerikas, sonst fast überall viel zu warm, vor allem in der Arktis.

E

1

19.2.19

Ein Bericht über die Neumeyer-III-Station in der Antarktis. Darin auch Infos und Grafiken zum beschleunigten Abschmelzen der Gletscher in der Antarktis, vor allem auf der Westantarktis.

hj

3

21.2.19

"Symbolprojekte statt Strukturwandel?" - Der Bund soll laut dem Plan der "Kohlekommission" 40 Milliarden Euro für den "Strukturwandel" in den bisherigen Braunkohleregionen ausgeben. Auf der Liste der zu fördernden Projekte stehen zahlreiche sinnlose bis schwachsinnige Maßnahmen. Joachim Schellnhuber: damit werden die Regionen trotzdem nicht zukunftsfähig, und man desavouiert den Klimaschutz, weil er als Vehikel mißbraucht wird, um Geldströme umzulenken.

Monitor

8

21.2.19

Der Schulstreik fürs Klima findet in Brüssel diesmal am Donnerstag statt. Greta Thunberg und einige andere Schüler werden von der EU-Kommission empfangen und angehört. Greta sagt: "Wir wollen gar nicht mit Ihnen reden. Wir wollen, daß Sie endlich den Wissenschaftlern zuhören." - Berichte bei arte, heute+ und Euronews, Bilder und OT bei AJE. Bei heute+ außerdem ein Gespräch mit der Schülerin und Klimaaktivistin Luisa Neubauer.   ¤

A,arj,h+,E

zus.10
            
22.2.19

Die Bewegung der streikenden Schüler wächst weiter. Von den zahlreichen Protestdemos in Deutschland gibt es erneut praktisch keine Berichte, nur bei "Welt" ein paar Bilder und zwei Halbsätze. Bei AJE berichtet David Chater aus Paris, wo Greta Thunberg mit tausenden Schülern auf die Straße geht. Ein Kurzbericht davon auch bei arte.  - "Welt" berichtet, daß die deutsche "Umweltministerin" ein Klimaschutzgesetz vorgelegt hat, das aber - obwohl es völlig unzureichend ist - von der regierenden CDU abgelehnt wird. 

A,W,arj

zus.5
           
23.2.19

 

 

"Russland: Die Arktis erobern" - Reportage von Yuri Kozyrev und Kadir von Louhizen über Rußlands Eroberung der Arktis. Mit dem Neubau von Häfen und einer Flotte von Eisbrechern bereitet man sich auf die Ausbeutung der Bodenschätze entlang der neuen Schiffahrtsrouten vor. (Und treibt damit zugleich die Beseitigung des Packeises und die offenbar herbeigesehnte Erwärmung zusätzlich an.)  ¤

Text von arte: "Die wohl letzten bislang unberührten Öl- und Gasfelder der Welt unter dem ewigen Eis der Arktis werden aufgrund des Klimawandels jedes Jahr zugänglicher: Die großen Ölgesellschaften lauern schon und auch die Anrainerstaaten der Arktis, Grönland, die USA und Norwegen. Wer hat die beste politische Strategie, die neue Grenze unterm schmelzenden Eis noch ein gutes Stück raus zu schieben? Die Russen jedenfalls schreiten mit Hilfe der Armee unverfroren stramm voran, um die Bodenschätze für sich zu erobern. Sie bauen schon einmal Tiefwasser-Häfen und entwickeln komplexe Strukturen für den künftigen Transport von Öl und Gas per Pipeline. Die indigene Urbevölkerung in der Arktis aber sieht sich mit harter Hand beiseitegeschoben von den Vertretern „höherwertiger“ geopolitischer und nationaler Interessen. Ihre Lebensbedingungen verändern sich rapide zum Schlechten in den Zeiten des Aufmarschs in der Arktis."

arep

 

25

 

24.2.19

Trump will den Klimawandelleugner William Happer zum Chef einer Kommission machen, die die Folgen des Klimawandels beurteilen soll. Bei "GPS" ein OT von Happer, als er die "Dämonisierung von Kohlendioxid" mit der Dämonisierung der Juden durch Hitler gleichsetzt.  ¤

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit David Wallace Wells, Journalist und Autor von "The uninhabitable earth - Life after warming", der meint, daß es jetzt wirklich Zeit ist, den Panikknopf zu drücken. 

C

7

24.2.19

Bei "BBC-Newsnight" ein Beitrag über die weltweite Protestbewegung der Schüler. Darin wird u.a. an die Rechnung erinnert, die Nicholas Stern schon 2006 aufgestellt hat, wonach die heutigen Kosten des CO2-Ausstiegs weit geringer sind als die Schäden bei einer weiteren Erderwärmung.  ¤  - Anschließend ein Gespräch mit Anna Taylor (UK Student Climate Network), Rebecca Lowe (von "Freer", einem neoliberalen Thinktank, die vermutlich Unsinn redet, aber so schnell, daß es nicht zu verstehen ist) und Ed Davey (Abgeordneter der Lib Dems, der selber für die blamable Klimapolitik der Vorgängerregierung verantwortlich war, sich jetzt aber opportunistisch hinter die Schüler stellt).

B

13

           
25.2.19

Seit mehr als einer Woche gibt es in West- und Mitteleuropa Frühlingswetter mitten im Winter. Bei Höchsttemperaturen bis ca. 20° werden überall neue Rekordwerte erreicht.

B,TT

zus.2
26.2.19

In Peru sind bei Überflutungen und Erdrutschen mindestens 50 Menschen getötet worden. Offenbar hat das nächste "El Niño" begonnen.

A

1/2
26.2.19

Bei der BBC nochmal komplett der OT (von 2014) des Klimawandelleugners William Happert: "Die Dämonisierung von Kohlendioxid ist genauso wie die Dämonisierung der Juden durch Hitler. Kohlendioxid ist ein Segen für die Menschheit, so wie es auch die Juden waren." Trump will den Mann zum Chef einer Kommission machen, die die Folgen des Klimawandels beurteilen soll.  ¤

B

1
1.3.19

Auch Christiane Amanpour spricht mit David Wallace Wells, Journalist und Autor von "The uninhabitable earth - Life after warming". Wells redet fürchterlich gerne über scheinbar präzise Zahlen: "bei zwei Grad Erwärmung gibt es 153 Millionen zusätzliche Tote allein durch die Luftverschmutzung, soviel wie 25 Holocausts" (gemeint offenbar: jährlich). "Bei vier Grad Erwärmung im Jahr 2100 wird in Kalifornien 64 mal so viel Waldfläche brennen wie letztes Jahr." (Falls dann noch Bäume übrig sind.) Er verliert dagegen kein Wort über das System, das die Erwärmung in Gang gebracht hat und den Ausstieg aus der Verbrennungsindustrie verhindert. Stattdessen Spinnereien über mögliche Techniken, um das CO2 wieder aus der Luft herauszuholen.

C

18

1.3.19

Die Wälder in Dänemark sind durch den Dürresommer 2018 schwer geschädigt worden. Vor allem in den Plantagen von Weihnachtstannen ist fast die Hälfte der Bäume abgestorben.

E

1

           
1.3.19

In vielen Ländern streiken und demonstrieren wieder Schüler für einen ernsthaften Klimaschutz. In Deutschland diesmal besonders viele (ca. 5-10.000) in Hamburg. Hier ist diesmal Greta Thunberg dabei, darum diesmal Berichte bei allen deutschen Sendern. International nur ein Bericht bei PressTV.  ¤

Bei 3sat-kulturzeit ein Beitrag über die fehlende "Generationengerechtigkeit", die Machtlosigkeit der Jungen, die die Fehler der Alten ausbaden müssen.

W,n,R,arj,TS,
hj,TT,E,P

ktzt

zus.20

7

           
2.3.19

Nach dem Rekordsommer in Australien brennen nun im Südosten des Landes etwa 100 kleinere Wald- und Buschbrände, auf zusammen etwa 15 km2.

B

2

5.3.19

Beitrag über einen Report der UN zu Gefahren für das Leben auf der Erde. Der Bericht bei RTL enthält einige Fehler. Als Bebilderung zum Abtauen des Permafrosts sind schwimmende Eisberge zu sehen, es wird vor dem Ausstoß von "Stickstoff" gewarnt (gemeint sind natürlich Stickoxide), etc.

R

2

6.3.19

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Februar: Kälteeinbruch in den USA, aber viel zu warm in ganz Europa und vor allem, wie immer, im größten Teil der Arktis.

hj

1/2
7.3.19

Früher ist auf Grönland ein Teil des Eisschildes im Sommer abgeschmolzen und im Winter durch Schneefall wiederaufgebaut worden. Jetzt gibt es im Winter immer öfter Regen, der das Eis weiter aufweicht. Bericht von David Shukman.

B

2
8.3.19

Im "heute-journal" ein Beitrag über das Politikinteresse von jungen Leuten, die sich lieber in einer themenbasierten Bewegung wie "Fridays for Future" engagieren als in den formellen Strukturen der Parteien mit ihren Universalprogrammen.

Bei "heute+" ein Beitrag über wohlwollende Kommentare des Bundespräsidenten zu den Schülerprotesten, während einige Schulen mit Sanktionen auf die Schülerstreiks antworten.

Euronews berichtet, daß die streikenden Schüler in Dänemark erreicht haben, daß der Umweltminister nun regelmäßig mit einer Schülerdelegation über die Klimapolitik berät. (Das Land wird irgendwann in den nächsten 200 Jahren fast komplett im Meer versinken.)

hj,h+

 

E

zus.7

 

2

9.3.19

In London kippen Aktivisten von "Extinction Rebellion" vor dem Regierungssitz Kunstblut auf die Straße. Sie protestieren damit gegen die Untätigkeit der Regierung angesichts des Klimanotstands.

C

1/2
11.3.19

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Jason Hickel (Mitglied einer Arbeitsgruppe der Labour-Party über Entwicklungspolitik) über den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum, Werbung und extremem Reichtum einerseits und Ressourcenverbrauch, Erderwärmung und Armut andererseits. Er unterstützt die Forderung, Labour solle nach der Regierungsübernahme den "Klimanotstand" ausrufen.

RT

8

           
11.3.19

Ein Bericht über die Studentin und Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer. "Merkel soll uns nicht loben, sondern ihre selbsterklärten Klimaziele einhalten."

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12.3.19

In Malawi sind nach enormen Regenfällen ganze Landstriche überschwemmt. Straßen und Brücken wurden weggespült, 250.000 Menschen haben keine Unterkunft mehr, die Ernte ist zerstört, mindestens 30 Menschen wurden getötet. Malcolm Webb berichtet aus Nsanje.

A

3
           
12.3.19

In den "Weltbildern" ein Bericht von Caroline Hoffmann über die Dürre im Norden Kenias. Der Ziegenhirte Roba Waqo Guyo hat sich einer internationalen Entschädigungsklage gegen die EU angeschlossen, die mit ihrem Ausstoß von Klimagasen für die Klimaänderung mitverantwortlich ist.

NDR

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14.3.19

In Frankreich verklagen vier Umweltschutzorganisationen die Regierung, die mit ihrer Untätigkeit beim Klimaschutz gegen die Verfassung verstößt.

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15.3.19

Weltweiter Aktionstag der Schüler für den Klimaschutz. In etwa 2000 Städten in über 120 Ländern streiken Hunderttausende Schüler und demonstrieren für Klimagerechtigkeit und sofortige ernsthafte Maßnahmen gegen die Erderwärmung. U.a. Berichte aus London (AJE), New York (CNN), Brüssel (sehr ausführlich bei arte) und Bremen (buten & binnen, mit Bildern auch von der ersten Demo in Bremerhaven mit 2000 Teilnehmern, darunter Wissenschaftler des AWI). Bei ARD und ZDF zusammenfassende Berichte, mit sehr vielen Bildern von klugen und kreativen Plakaten. In den Tagesthemen ein Kommentar von Moritz Rödle zu den unernsten Reaktionen der deutschen Politiker. Nur im ZDF der Hinweis, daß 23.000 Wissenschaftler in Deutschland den Protest der Schüler unterstützen ("Scientists for Future"). Bei PressTV ein Bericht mit Demobildern aus mehreren Ländern und ein Bericht aus Rom. Im Iran selbst gibt es aber offenbar keine Proteste, obwohl das Land mit seiner Erölförderung massiv zur Erwärmung beiträgt. Ebenso übrigens Saudi-Arabien.  ¤¤

A,C,P

R,arj,TS,TT,hj,b&b

 

zus.13

zus.30

 

           
16.3.19

In Frankreich demonstrieren in mehreren Städten hunderttausende Menschen für mehr Umweltschutz und Klimaschutz. Auch zahlreiche Leute von der Bewegung der "Gelbwesten" nehmen an den Kundgebungen teil. Eine der Parolen: "Eins, zwei drei Grad mehr sind ein Verbrechen gegen die Menschheit".  ¤

arj,TS,E

zus.3
16.3.19

In Mozambik und Zimbabwe wütet ein Zyklon mit schweren Unwettern. Überschwemmungen, schwere Erdrutsche, bisher mindestens 50 Tote. Malcolm Webb berichtet aus Mozambik.

A

2

17.3.19

Nach extremen Regenfällen sind in Zimbabwe durch Überschwemmungen und Erdrutsche mindestens 60 Menschen gestorben. Haru Mutasa berichtet aus Chimanimani.

Extreme Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche auch in Westpapua (von Indonesien besetzt). Mindestens 50 Tote, wahrscheinlich wesentlich mehr, ganze Regionen sind abgeschnitten.

A

E

2

1

18.3.19

Bei dem Zyklon "Idai" vor vier Tagen und den andauernden extremen Regenfällen ist die Küstenstadt Beira in Mozambik (500.000 Einwohner) fast komplett verwüstet worden und seitdem überschwemmt. Die Regierung spricht von über 1000 Todesopfern, die Zahl wird vermutlich noch erheblich steigen. Auch in Zimbabwe hat es in der Provinz Chimanimani durch Sturm und Überflutungen riesige Schäden gegeben und bisher mindestens 80 Tote. Bei AJE berichten drei Korrespondenten aus Beira, Espungabeira und Chimanimani. Berichte auch bei BBC, Sky News und deutschen Sendern.  ¤

A,B,Sky,R,TS,h+

zus.20
                 
18.3.19

Der Rückblick aufs Weltklima im Februar. Keine auffällige Tendenz zu erkennen. Die Temperatur im Schnitt 1,1° über dem Soll. Der Beitrag mit Daten des CCCS erwähnt nicht, ob es nun einen El Niño gibt oder nicht.

E

1

19.3.19

Der Zyklon "Idai", der Mozambik, Zimbabwe und Malawi getroffen hat, war vermutlich das schwerste Unwetter, das es jemals auf der südlichen Erdhalbkugel gegeben hat. Allein in Mozambik sind 1,7 Millionen Menschen betroffen, 500.000 haben ihr Obdach verloren, ganze Landstriche sind weiterhin überflutet, und es regnet weiter. Einige Stauseen laufen über und müssen abgelassen werden. Diverse Berichte aus Mozambik (14 min.) und Zimbabwe (5 min.)  ¤

A,B,Sky,arj,TS,hj

zus.19
                   
19.3.19

Roncliffe Odit berichtet aus Kenia über die jahrelange Dürre in der Turkana-Region.

B

3

19.3.19

Schöner Beitrag über die weltweiten Proteste der Schüler, die Unterstützung ihrer Forderungen durch die Wissenschaftler und die zynisch-dickfelligen Reaktionen der verantwortlichen Politiker, die, statt endlich ihre Arbeit zu machen, nur immer weitere nutzlose Kommissionen gründen und zugleich die Schüler als dumm und faul beleidigen.  ¤

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20.3.19

 

Weitere Berichte über die verheerenden Überschwemmungen in Mozambik und die beginnende Hilfe für die Überlebenden der katastrophalen Unwetter. Bisher wurden über 300 Leichen geborgen, aber die Zahl der Todesopfer dürfte wesentlich höher liegen. Die Fluten steigen immer noch, in manchen Gegenden bis zu acht Meter hoch, und es sind weitere Unwetter angekündigt. Die Regierung hat den nationalen Notstand ausgerufen.  ¤

Bei der BBC (FoA) außerdem ein Bericht aus Zimbabwe, Auch hier (in der Region Chimanimani) und in Malawi hat der Zyklon schwere Schäden verursacht, über 150 Menschen wurden getötet.

Christiane Amanpour spricht mit Prof. Michael Oppenheimer (Geowissenschaftler) über den Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und der zunehmenden Zerstörungskraft von Tropenstürmen und Wetterextremen im Allgemeinen.

A,B,Sky,R,TS,E

B

 

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20.3.19

Beim ZDF-Wetter ein kurzer Blick auf die CO2-Konzentrationen der letzten 800.000 Jahre, mit dem ständigen Wechsel von Warm- und Kaltzeiten (mit zwischen 150 und 300 ppm) und dem schlagartigen Anstieg in den letzten 30 Jahren auf jetzt über 400 ppm.  ¤

hj

1/2
21.3.19

 

In Mozambik, Zimbabwe und Malawi sind zusammen 1,7 Millionen Menschen von den Auswirkungen des Zyklons Idai betroffen. Bisher wurden in den drei Ländern über 400 Todesopfer bestätigt, die Zahl dürfte aber weit höher sein. In Mozambik stehen noch ca. 3000 km2 unter Wasser, tausende Menschen harren auf Bäumen und Hausdächern aus. Einige von ihnen werden mit Hubschraubern und Booten geborgen oder wenigstens versorgt.  ¤

Nur bei AJE gibt es weiterhin wirklich ausführliche Berichte (von vier Korrespondentinnen) über die Katastrophe und die Rettungsbemühungen. Bei Sky News ein dramatischer Bericht aus Beira von John Sparks. Auf deutsch gute und ausführliche Berichte nur im ZDF, Infos aus Beira von Sandra Theiß. Kurz aber ordentlich berichten RTL und Euronews. Bei der ARD alberne Kurzmeldungen.  

A,Sky

R,TS,hj,E

zus.15

zus.10

                 
22.3.19

In den Überschwemmungsgebieten in Mozambik sind Cholera und Typhus ausgebrochen. Bei allen Sendern Berichte über Rettungsaktionen für Eingeschlossene, schwierige Hilfslieferungen in abgeschnittene Dörfer, logistische Probleme, weil der Hafen von Beira nicht mehr zu benutzen ist. Praktisch alle Sender haben jetzt eigene Korrespondenten dort.  ¤

A,B,C,Sky

TT,hj,E

zus.19

zus.8

                 
22.3.19

Die Tagesschau berichtet nur ganz nebenbei über die heutigen Schülerproteste "für ein besseres Klima", und ausführlicher über den Kongress der Schulleiter in Düsseldorf, auf dem u.a. über das Thema "Schulschwänzen" beraten wurde.

TS

2

           
23.3.19

Durch die Überschwemmungen in Mozambik sind 600.000 Menschen obdachlos, in Mozambik, Malawi und Zimbabwe zusammen sind 2,8 Millionen Menschen von den Folgen des Sturms betroffen. Die Zahl der bestätigten Todesopfer in den drei Ländern ist auf über 740 gestiegen. In Mozambik werden weiter mit Booten Menschen von Bäumen, Hausdächern und kleinen Inseln gerettet. Die Wassermassen fließen nur langsam ab. - Heute nur wenige Berichte. Bei RTL berichtet Nicole Macheroux-Denault aus dem abgeschnittenen und völlig verwüsteten Ort Buzi.

A,Sky,R

zus.12
                   
23.3.19

In Keyenberg (NRW) demonstrieren 3000 Leute gegen den Braunkohletagebau und fordern: "Alle Dörfer bleiben!"

ht

1/2
24.3.19

Weitere Berichte über die Schwierigkeiten, Hilfe zu den Menschen in den Flutgebieten zu bringen. Weggespülte Straßen werden provisorisch repariert. Auch Häfen und Flughafen sind zerstört. Die Fluten sinken nur langsam. Befürchtungen, daß Cholera und Malaria sich ausbreiten.

A,C,Sky

arj,ht,TS,E

zus.15

zus.7

                  
24.3.19

Durch die Dürre in der Turkana-Region im Norden Kenias sind eine Million Menschen vom Hungertod bedroht. Catherine Soi berichtet von dort.

A

3

           
25.3.19

Weitere Berichte über das Aufräumen nach der Flutkatastrophe und die Hilfe für die Überlebenden. In Beira ist das Wasser inzwischen abgeflossen, aber die Stadt liegt in Trümmern. Andere Gebiete sind immer noch überschwemmt und können nur aus der Luft versorgt werden. Typhus, Cholera und Malaria breiten sich aus. 

A,B,hj

zus.11
           
26.3.19

Nur Tony Birtley bei AJE berichtet weiter aus Beira über die Zerstörungen durch die Flutkatastrophe und über Vorwürfe der Einwohner, die Regierung würde ihre Stadt aus politischen Gründen vernachlässigen, weil sie immer eine Hochburg der Opposition war.

A 3
27.3.19

In Beira sind bisher fünf Fälle von Cholera bestätigt. Das WFP bringt mit Hubschraubern Nahrung und Medikamente in Dörfer, die durch die Flut weiterhin abgeschnitten sind. Bei CNN Aufnahmen der Überschwemmungen vom Hubschrauber aus. Diverse Berichte über die Not, die Zerstörung, die Hilfe, den Wiederaufbau.

A,C,hj,TT,E zus.20
                  
29.3.19

Die Zahl der bestätigten Cholerafälle in Beira ist auf 138 gestiegen. Im Bericht von Anne Soi (BBC) schlimme Bilder von Leuten, die sich um ihren Anteil an einer Nahrungsmittellieferung prügeln. Zigtausende sitzen weiterhin auf Inselchen fest und warten auf Hilfe. Wo das Wasser wieder weg ist, ist die Ernte auf den Feldern verrottet. Bei der ARD berichtet Stefan Maier aus Beira.  ¤

B,TS zus.5
29.3.19

"Fridays for Future": zigtausende Schülerinnen demonstrieren wieder für besseren Klimaschutz, allein 30.000 in Berlin, wo Greta Thunberg mit dabei ist.  ¤

R,TS,hj,E

zus.5
           
30.3.19

Durch den Sturm Idai sind in Beira Wasserversorgung und Kanalisation zerstört, Sickergruben wurden überflutet, wie alles. Nun breitet sich die Cholera aus, inzwischen über 270 bestätigte Fälle. Die Regierung will 800.000 Menschen impfen lassen. Im ZDF berichtet Sandra Theiss aus dem Ort Buzi, wo die Menschen alles verloren haben.

A,ht zus.4
           
31.3.19

Bericht von Stefan Maier über die Zerstörungen durch Sturm und Überschwemmung und die Not der Menschen. Und über deutsche Helfer vom THW, die in einigen Dörfern Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung aufbauen.

WS 5
31.3.19

Beitrag über die globale Klimakatastrophe und die Behauptung von Nathaniel Rich ("Losing Earth"), 1989 hätten "wir" das Problem beinahe gelöst, wenn dies nicht Bushs Berater John Sununu bei der (fast unbekannten) Klimakonferenz in Noordwijk (Niederlande) verhindert hätte. Naja.

ttt

6

1.4.19

In Beira und Umgebung sind inzwischen über 1000 Menschen an Cholera erkrankt, mindestens einer ist daran gestorben. Bei BBC-FoA Infos von Dr. Matshidiso Moeti (WHO, telefonisch aus Beira).

A,B zus.3
2.4.19

Schon seit zwei Wochen gibt es im Iran extreme Niederschläge und in Folge schwere Schäden durch Überflutungen in mehreren Teilen des Landes. Mindestens 45 Menschen sind durch die Fluten ums Leben gekommen. Bisher gab es nur einige kurze Meldungen dazu, auch bei AJE. Nur bei PressTV einige Meldungen und Berichte. Und heute bei den "Weltbildern" ein Bericht von Natalie Amiri mit dramatischen Bildern vom Ausmaß der Katastrophe. An den Verheerungen sollen neben dem extremen Regen auch Fehlplanungen der Infrastruktur Schuld sein.

P,NDR

zus.10
3.4.19

In Beira sind inzwischen über 1400 Menschen an Cholera erkrankt. Die Regierung hat mit einer großen Impfkampagne begonnen. Berichte aus Beira von Fahmida Miller und Sandra Theiß.

A,ht zus.4
3.4.19

Noch ein Bericht über die schweren Überschwemmungen in weiten Teilen des Iran

A 2
           
4.4.19

Die Kampagne zur Impfung von 900.000 Menschen gegen die Cholera läuft seit zwei Tagen. Über 1700 Menschen sind inzwischen an der Seuche erkrankt. Fahmida Miller berichtet aus Beira.

A 3
4.4.19

PressTV berichtet weiter über die schweren Überschwemmungen. US-Außenminister Pompeo macht die iranische Regierung für das Ausmaß der Schäden verantwortlich. Außenminister Zarif weist das zurück und wirft umgekehrt den USA vor, mit ihren Sanktionen die Hilfsbemühungen zu behindern. U.a. haben die USA Zahlungen an die Hilfsorganisation Roter Halbmond blockiert. Zarif spricht deshalb von "ökonomischem Terrorismus gegen die Bevölkerung des Iran".

P

3
           
5.4.19

Ein Update zur Lage in Beira von Fahmida Miller, aus einem Notlager, in dem einige Tausend Menschen aus der zerstörten Stadt untergekommen sind.

A 2
5.4.19

Bei der BBC ein Stück mit Bildern und Fakten zu den verheerenden Überschwemmungen im Iran.

B 3
           
5.4.19

Bei "aspekte" ein Beitrag zur Frage, wie man feststellen kann, ob ein bestimmtes Extremwetterereignis eine Folge der Erderwärmung ist. Ein Team von Klimaforschern in Oxford hat dazu eine mathematische Methode entwickelt, vorgestellt von Prof. Friederike Otto in ihrem Buch "Wütendes Wetter". Erläuterungen der Autorin im Studiogespräch.

ZDF

12

5.4.19

Bericht über die "Parents for Future", die ihre Kinder bei den Klimaschutzdemos unterstützen. 

h+

2

6.4.19

Nach den Zerstörungen und Überschwemmungen sind weiterhin 1,8 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Bisher haben eine halbe Million Menschen Lebensmittelhilfe erhalten. Fahmida Miller berichtet aus Chinamacondo.

A 2
           
6.4.19

Die Überflutungen steigen teilweise noch an, und es werden weitere schwere Regenfälle erwartet. Sechs Städte und über 100 Dörfer in einer Region im Südwesten des Landes müssen evakuiert werden, weil dort das Wasser eines überlaufenden Staudamms abgelassen werden muß. Mindestens 70 Menschen sind bisher durch die Fluten getötet worden. Berichte über die Überschwemmungen und die enormen Schäden. Bei CNN ein Wetterbericht. In der Tagesschau eine verharmlosende Kurzmeldung.   ¤

A,B,C,TS,E zus.8
           
6.4.19

Im britischen Parlament haben vor ein paar Tagen Aktivisten von "Extinction Rebellion" mit einem Nackt-Protest auf der Besuchertribüne mehr Aufsehen erregt als die absurde Brexit-Debatte. Gespräch mit einem der Aktivisten, Mark Ovland, der wegen der Teilnahme ein paar Tage im Gefängnis gesessen hat. Er erklärt, daß man damit endlich Aufmerksamkeit für den ökologischen Notstand erregt hat, ein Thema, das unendlich viel wichtiger ist als der alberne "Brexit".

Sky

3

8.4.19

Beim ZDF-Wetter die globalen Temperaturabweichungen im März: relativ kalt im Osten Grönlands, aber extrem zu warm in Alaska und Sibirien. Die Beringsee ist eisfrei. 

ZDF

1

8.4.19

Die Schülerbewegung "Fridays for Future" stellt in Berlin erstmals konkrete Forderungen an die deutsche Politik vor: u.a. Kohleausstieg bis 2030 und 100 % Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen bis 2035. Und sofort: ein Viertel der Kohlekraftwerke noch dieses Jahr abschalten und eine CO2-Steuer (180 € pro Tonne) einführen.

Die Schüler haben damit leider ihre bisherige Strategie aufgegeben, zu sagen, was nötig wäre, um die Erde zu retten. Stattdessen lassen sie sich darauf ein, einen Vorschlag zu machen, der vielleicht "politisch" umsetzbar ist. Zur Rettung des Klimas reicht er aber nicht. Nötig wäre weltweit ein sofortiges Ende jeder Verbrennung. "Technisch" könnte man eine Reduktion um 90 % innerhalb von 1-2 Jahren umsetzen. Politisch wäre das das Ende des Kapitalismus und der Diktatur des Marktes.

R,TS,hj

zus.6
11.4.19

Zein Basravi berichtet über die Folgen der schweren Überschwemmungen im Iran und die Hilfsanstrengungen, bei denen auch das UNHCR mitwirkt.

A 4
           
12.4.19

Beitrag über die geforderte CO2-Steuer. (Die die Grünen übrigens bereits vor 20 Jahren als "Ökosteuer" gefordert haben, leider ohne Erfolg. Damals hätte sie vielleicht noch helfen können.)

TT

3

12.4.19

Die Freitagsproteste der Schüler werden kaum erwähnt, bei den Tagesthemen nur am Rand des obigen Berichtes. Bei "buten un binnen" ein Bericht über die Kundgebungen von Bremer Schülern mitten in den Ferien, auf dem Bremer Marktplatz und auf Wangerooge.

b&b,TT

zus.5
15.4.19

In 80 Städten weltweit legen Aktivisten von "Extinction Rebellion" mit Straßenblockaden teilweise den Verkehr still. Die größten Aktionen gibt es in London, dort liegt der Autoverkehr vier Stunden lahm. Die englischsprachigen Sender berichten von dort ausführlich und zeitweise live, bei allen gibt es Erläuterungen von den Teilnehmern. In Berlin wurde immerhin einige Zeit eine Brücke blockiert, aber im deutschen TV kam darüber praktisch nichts, nur nachts bei "heute+" ein Bericht (und davon fehlt mir leider die Aufnahme).  ¤

"Extinction Rebellion" fordert wegen der akuten Klimakrise und des beginnenden Massenaussterbens die Ausrufung des Klimanotstands und CO2-Neutralität bis 2025 (eine sowohl radikale als auch umsetzbare Forderung). 

A,B,C,Sky,h+

zus.27
                  
16.4.19

In London blockieren Aktivisten von "Extinction Rebellion" den zweiten Tag einige Straßen und Brücken in der Innenstadt. Die Polizei verhaftet über 300 Teilnehmer. Die Protestaktionen sollen noch zwei Wochen weitergehen, oder solange, bis die Forderungen erfüllt werden. Die Aktivisten achten dabei sehr auf absolute Gewaltlosigkeit.  - Polizisten verhaften lieber Leute, die die Welt retten wollen, als Leute, die mit dem Auto in die Stadt fahren und dort die Menschen vergiften.  ¤

A,B,Sky

zus.7
17.4.19

 

 

 

 

Die Aktionen von "Extinction Rebellion" in London gehen weiter. Mehrere U-Bahnen werden von Aktivisten stillgelegt, die sich an die Wagen ketten oder kleben.  ¤¤

Während Sky News sehr ausführlich und mehrmals live über die Proteste berichtet, gibt es bei der BBC nur ein paar ganz kurze Meldungen. Ausführliche Berichte aus London auch bei CNN, Berichte außerdem bei AJE und PressTV. Bei Sky News Stellungnahmen von Caroline Lucas (Abgeordnete der Grünen Partei), Rupert Read (Sprecher von ER) und etlichen Teilnehmern der Aktionen. Bei CNN Einschätzungen von Jess Phoenix (US-Demokratin und Geologin). Bei RT ein Streitgespräch zwischen Tim Jones (Klimaaktivist) und Andre Walker (rechter Kolumnist und Erwärmungsleugner). - Auf deutsch Meldungen bei "Welt" und RTL und Berichte bei "heute" und Euronews. Bei der ARD: nichts.

Rupert Read erklärt (bei Sky News): natürlich wollen wir, daß die Leute Bahn - oder Fahrrad - fahren statt Auto, aber wenn der Meeresspiegel steigt, werden auch die U-Bahnen überflutet. Eine U-Bahn-Linie für ein paar Stunden zu sperren ist ein geringer Preis, um darauf aufmerksam zu machen. Die Polizei sollte sich um die wahren Verbrecher kümmern: die Chefs der Energiekonzerne. Die Erderhitzung ist Gewalt im großen Maßstab. ¤¤

Tim Jones (bei RT) sagt: wenn es in Ihrem Haus brennt und Sie schlafen, beschweren Sie sich dann über die Störung, wenn wir Ihre Haustür eintreten um Sie zu retten?

A,Sky,C,RT,P

W,R,ht,E

 

 

 

zus.35

zus.4

 

 

 

           
18.4.19

Zein Basravi berichtet aus dem Ort Zorantel (Iran, Provinz Nouristan) über die enormen Zerstörungen durch die Überschwemmungen.

A 3
           
18.4.19

In London blockieren Aktivisten von "Extinction Rebellion" erneut einige Hauptverkehrskreuzungen. Donnerstag soll versucht werden, den Flughafen Heathrow lahmzulegen. Bisher wurden über 500 Aktivisten verhaftet.

Ausführlich berichtet weiter vor allem Sky News, jetzt aber auch die BBC. Auch bei TV5 ein Bericht. Bei Sky News gibt es zwei Beiträge, die zugeben, daß die Reduktion des Kohlenstoffausstoßes auf Null tatsächlich nötig ist, aber in Frage stellen, ob sie auch ökonomisch möglich sei. Der Gedanke, daß dann eben das ganze Wirtschaftssystem geändert werden muß, kommt den Redakteuren und Experten nicht. Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. 

B,Sky,T

zus.21
           
18.4.19

Die Klimazusammenfassung für März: weltweit im Schnitt 1,3° zu warm, extreme Erwärmung in Alaska, schwere Überschwemmungen in Südostafrika und im Iran.

E

1

18.4.19

"Brisant" und RTL berichten, daß sich in Deutschland erneut eine Dürre abzeichnet. Vor allem in Teilen Nord- und Ostdeutschlands ist es wieder viel zu trocken, es gibt erste Waldbrände.

ARD,R

zus.5
19.4.19

Bei "UpFront" spricht Mehdi Hasan mit James Hansen (NASA), Varshini Prakash (Sunrise Movement) und Amanda Mukwashi (Christian Aid). Erstaunlich: Hansen predigt seit über 30 Jahren vergeblich den Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Stoffe, und er glaubt immer noch, das Problem könne mit marktwirtschaftlichen Mitteln (CO2-Steuer) gelöst werden. Prakash glaubt an den Green New Deal. Mukwashi stimmt Hasan zu, daß wir die Erderwärmung nur stoppen können, wenn wir den Kapitalismus loswerden. Leider wird der Gedanke nicht vertieft.

A

13

           
19.4.19

 

 

Die Blockadeaktionen von "Extinction Rebellion" in London dauern an. Der Plan, den Flughafen Heathrow lahmzulegen, wurde allerdings aufgegeben. Die Polizei trägt Hunderte Demonstranten fort, es bleibt aber alles weiter sehr friedlich. Insgesamt wurden bisher 700 Teilnehmer verhaftet. Das Segelboot auf dem Oxford Circus wird von der Polizei abtransportiert.  ¤

In Paris blockieren Aktivisten von Greenpeace den Zugang zu den Gebäuden einer Bank, des Ölkonzerns "Total" und des staatlichen Energiekonzerns "UDF". Hier geht die Polizei gewaltsam (mit Pfefferspray) gegen friedlich am Boden sitzende Demonstranten vor. 

In Rom haben zigtausende Schüler mit Greta Thunberg für den Klimaschutz demonstriert. Für die Stromversorgung haben dabei etwa 100 Radfahrer mit Fahrradgeneratoren gesorgt.

In Deutschland gibt es am Karfreitag einige Demos der Schüler von "Fridays for Future".

Alle englischsprachigen Sender sowie TV5 berichten aus London, Paris und Rom, am ausführlichsten wieder Sky News. Gespräche mit Aktivisten bei BBC und Sky News. Berichte auf deutsch nur bei arte und ausführlich bei Euronews. Bei "Welt", ntv und RTL Kurzmeldungen (die bei "Welt" besonders lächerlich und fehlerhaft). Die Demos in Deutschland werden nur bei RTL kurz erwähnt.  - Bei ARD und ZDF: nichts.

A,B,C,Sky,P,T

W,n,R,arj,E

 

 

zus.35

zus.9

 

 

                 
20.4.19 Weiter Blockadeaktionen von "Extinction Rebellion" in London. Die besetzte Straßenkreuzung Oxford Circus ist von der Polizei geräumt worden. Bei Sky News berichtet ein Reporter live von den Protesten und spricht mit Teilnehmern. Die durchweg sehr klar sagen können, was sie da tun und warum. Lauter wunderbare, kluge, mutige Menschen, die jeden Politiker sehr arm aussehen lassen. - Bei den deutschen Sendern nur bei "Welt" eine läppische Meldung. Der Sprecher schafft es auch heute nicht, den Namen "Extinction Rebellion" korrekt auszusprechen, geschweige denn zu erklären, was er bedeutet.  ¤ B,Sky,W

zus.14

21.4.19

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit Bill McKibben (Autor von "Falter - Has the human game begun to play itself out?"). Vor 30 Jahren hatte er als einer der ersten vor der Erderwärmung gewarnt. Nun stellt er fest, daß die Vorhersagen der Wissenschaftler nicht nur eingetroffen sind, sondern schneller und gravierender wahr werden als wir gedacht haben. Er habe damals nicht gedacht, daß die Regierungen dermaßen tatenlos bleiben würden. Es geht nicht mehr darum, die Erwärmung zu stoppen, wir können sie nur noch verlangsamen um zu verhindern, daß jede Zivilisation unmöglich wird. Und ob wir das schaffen, ist auch nicht sicher. 

C

6

21.4.19

In London trägt die Polizei die Demonstranten von "Extinction Rebellion" von weiteren Brücken. Insgesamt wurden diese Woche 960 Teilnehmer der Proteste verhaftet. Auf einer Kundgebung spricht Greta Thunberg zu tausenden Leuten. Ob die Blockadeaktionen nächste Woche weitergehen sollen, ist noch unklar.

B,Sky

zus.3
22.4.19

Auch Christiane Amanpour spricht mit Bill McKibben über die Bewegungen, die verlangen, die Erkenntnisse der Wissenschaft endlich ernstzunehmen, über die Macht der Öl- und Kohleindustrie und den Erwärmungsleugner Trump.

C

13

22.4.19

Bei einer weiteren Aktion von "Extinction Rebellion" in London nehmen hunderte Leute an einem "Die-In" im Natural History Museum teil. - Bei Sky News ein Bericht, der fragt, ob "ER" mit den Blockaden etwas erreicht hat. Auf deutsch noch ein ordentlicher Bericht bei Euronews. - Bei CNN spricht Christiane Amanpour mit Jack Harries (Filmemacher und ER-Aktivist) über "ER", ihre Methoden und Ziele.

A,Sky,C,E

zus.14
22.4.19

Bericht aus einem Fitness-Studio in Sacramento (Kalifornien), wo alle Geräte (Fahrräder, Laufbänder etc.) so umgebaut wurden, daß damit Strom produziert wird. (Ich glaube erst an einen ernsthaften Umgang mit der Klimakrise, wenn in jedem Haushalt ein Stromfahrrad steht und jede Bürgerin damit mindestens ein Viertel ihres Stroms selber produziert. Bisher gibt es Unmengen Trimmgeräte, die die Energie sinnlos in Wärme umwandeln, aber es ist praktisch unmöglich, ein alltagstaugliches Stromfahrrad zu bekommen. Die wenigen Anleitungen zum Selbstbau sind für technische Laien nicht umsetzbar.

R

2

23.4.19

In London nehmen Tausende Leute an einer "normalen" Demo von "Extinction Rebellion" teil. Bilder von der sehr bunten und einfallsreichen Demo bei PressTV und "No Comment". - Greta Thunberg spricht mit dem Umweltminister und mit Labour-Chef Jeremy Corbyn. Der Umweltminister gibt zu, daß bisher bei weiten nicht genug gegen die Erderwärmung getan wird. Berichte bei BBC und Sky News. Bei der BBC Einschätzungen von Alyssa Gilbert (Grantham Institute) und Nathan Hultman (University of Maryland) zum politischen Einfluß der Protestbewegung.  ¤

B,Sky,P,NC

zus.14
24.4.19

In großen Teilen Deutschlands herrschen jetzt schon wieder Dürre und Waldbrandgefahr. Die Bodenfeuchtigkeit und der Grundwasserspiegel sind als Folge der Dürre von 2018 immer noch weit unter dem Normalwert. Die Bauern hoffen noch, daß es im Mai ordentlich Regen gibt, der Wetterdienst warnt vor einem möglichen weiteren Dürrejahr. Die Feuerwehr stellt fest, daß es viel zu wenig Löschhubschrauber gibt. Berichte bei allen deutschen Sendern. Im heute-journal sehr sachliche Erläuterungen der ZDF-Meteorologin Katja Horneffer.

R,TS,TT,hj

zus.11
           
24.4.19

Bei PressTV noch ein Bericht von den Klimaprotesten von "Extinction Rebellion" in London, mit Stimmen von Teilnehmern.

P

2
25.4.19

Im zweitgrößten Habitat der Kaiserpinguine in der Halley-Bucht in der Antarktis hat es seit zwei Jahren praktisch keinen Nachwuchs gegeben, weil der von den Pinguinen zur Brut benutzte Brunt-Eisschelf vom warmen Wasser aufgelöst bzw. überschwemmt wurde und fast alle Kücken ertrunken sind. Dieses Gebiet galt bisher als sicherer Brutplatz. Erläuterungen von Phil Trathan (Antarktisforscher).  ¤

A

2

25.4.19

Bayerns Ministerpräsident Söder behauptet, der Bau einer Stromtrasse von Norddeutschland nach Bayern sei unbedingt nötig, weil man den Solarstrom nicht speichern könne. Der Beitrag bei "Quer" stellt zwei funktionierende Projekte vor, die das Gegenteil beweisen. Ein Solarhaus, das seinen eigenen Strom produziert und als Wasserstoff speichert. Und die Umwandlung von überschüssigem Strom in Erdgas, das ins Gasnetz eingespeist wird ("Power to Gas").

Quer

6

             
25.4.19

Zum Abschluß der 11-tägigen Protestaktionen von "Extinction Rebellion" in London blockieren nochmal einige hundert Leute die Börse und eine U-Bahn-Station im Bankenviertel. Berichte aus London bei AJE, BBC und CNN. Auf deutsch ein Bericht bei Euronews und eine Meldung im heute-journal.

A,B,C,Sky,hj,E

zus.10
           
25.4.19

Bei der BBC eine Diskussion über den Sinn der Aktionen von "Extinction Rebellion" und darüber, ob deren Forderungen "realistisch" sind. Mit Farhana Yamin (ER), Prof. Catherine Mitchell (Energieexperte) und Ross Clark (Journalist). (Noch nicht komplett angesehen.)

B

15

26.4.19

Südostafrika wird von einem weiteren Super-Orkan getroffen. Der Zyklon "Kenneth" hat erst in Südafrika schwere Schäden verursacht (über 70 Tote) und sorgt nun im bereits verwüsteten Mosambik für weitere Zerstörung. Erneut werden große Gebiete überflutet. Bilder und Details der Schäden gibt es noch nicht. Erste Infos von Pumza Fihlani aus Maputo und Erläuterungen von der Meteorologin Prof. Aradhna Tripati. Sie sieht die zunehmende Zerstörungskraft der Tropenstürme als klare Folge der Erderwärmung.

B 5
26.4.19

Noch zwei Berichte über die 11-tägigen Aktionen von "Extinction Rebellion" in London.

P,E

zus.4
27.4.19

Durch den Zyklon "Kenneth" sind in Mozambik einige Dörfer an der Küste und auf vorgelagerten Inseln komplett zerstört worden. Insgesamt sind die Folgen aber wohl nicht ganz so verheerend wie beim Zyklon "Idai" vor sechs Wochen. Bei AJE und BBC Berichte mit Bildern der Zerstörung. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews. 

A,B,E zus.8
           
28.4.19

In der Region um die Hafenstadt Pemba sind viele Dörfer durch den Sturm komplett zerstört, einige Gebiete sind überflutet, es gibt allerdings keine großflächigen Überschwemmungen wie vor fünf Wochen. Bisher mindestens fünf Todesopfer, wahrscheinlich aber mehr.

A,Sky,TS zus.5
28.4.19

Ein Bericht über das Abschmelzen der Alpengletscher.

hj

3

28.4.19

Die britische Labour-Partei nimmt die Forderung von "Extinction Rebellion" auf und will im Parlament abstimmen lassen, ob der Klimanotstand ausgerufen werden soll. Im Bericht Bilder von einer weiteren Protestaktion von "ER" gegen den geplanten Bau einer Autobahn mitten durch einen Urwald.

Sky

3

           
29.4.19

In der Region um Pemba in Mozambik sind durch den Zyklon "Kenneth" und anschließende Erdrutsche und Überschwemmungen mindestens 38 Menschen gestorben. Einige Orte sind weiterhin nicht erreichbar. Im ZDF Infos von Sandra Theis, die gerade in Pemba angekommen ist.

B,Sky,TS,hj zus.12
1.5.19

Durch den Sturm "Kenneth" und die erneuten Überflutungen wurden im Norden von Mozambik etwa 35.000 Häuser zerstört. Aus Pemba berichten Haru Mutasa (AJE) und Nicole Macheroux-Denault (RTL) über die Zerstörungen und die Hilfe für die Überlebenden.

A,R zus.5
           
2.5.19

Auch in Pemba ist die Cholera ausgebrochen. Einige Gegenden sind weiter nicht erreichbar. Zwei Berichte aus dem Katastrophengebiet, von Haru Mutasa (AJE) und Sandra Theiß (ZDF).

A,hj zus.5
2.5.19

Das britische Parlament hat sich für die Ausrufung des Klimanotstands ausgesprochen. Der Beschluß ist allerdings für die Regierung nicht bindend.

E

1

3.5.19

Die Stadt Konstanz hat den Klimanotstand ausgerufen. Alle Entscheidungen der Stadtverwaltung sollen dadurch unter den Vorbehalt des Klimaschutzes gestellt werden.

In Essen protestieren die Schüler von "Fridays for Future" vor der Hauptversammlung von RWE. Auf Einladung der kritischen Aktionäre spricht Luisa Neubauer vor den Aktienbesitzern und kritisiert die klimazerstörende Politik des Kohlekonzerns in scharfer Weise und fordert eine Abschaltung der Kohlekraftwerke noch dieses Jahr. Konzernchef Rolf Martin Schmitz zeigt sich unbeeindruckt und will mit der Zerstörung des Planeten noch 20 Jahre weitermachen.

W,n,ht,TS,TT

zus.14
           
8.5.19

Thema bei "The Stream" ist die Lage nach den Zyklonen im südlichen Afrika und jetzt in Indien und die Bedeutung der Erderwärmung für die armen Länder des Südens. Femi Oke und Malica Bilal sprechen darüber mit Tendai Marima (Journalistin aus Mozambik), Marcia Cossa (Actionaid Mozambique), Devendra Singh Tak (Save the Children) und Abubakr Babiker (Meteorologe), sowie mit Zuschauern.  (NNA)*

A

25
           
9.5.19

Nicht nur die Menschheit sorgt sich wegen der Erderwärmung um ihr Überleben, auch die Wirtschaft befürchtet, daß sie dabei Schaden nehmen könnte. Nach UN-Berechnungen werden die Schäden in die Billiarden gehen, Der Chef der britischen Investmentgruppe "AVIVA", Steve Waygood, stellt fest, daß die Kosten der Erwärmung wesentlich größer sind als die Kosten des CO2-Ausstiegs. 

Sky

4

9.5.19

Bei der BBC ein kurzer Beitrag über Vorschläge zum Geoengineering. Künstliche Wolken, Reflektoren im Weltall, künstliche Bäume. In Cambridge soll ein neues Forschungszentrum solche Ideen entwickeln. Der Beitrag war wohl zu kurz, um auch die Kritik an solchen Plänen zu erwähnen.

B 2
9.5.19

Während die Regierung weiter nur eine starre Stromleitung von Nord- nach Süddeutschland ("SüdLink") bauen will um den Windstrom dort zu verteilen, statt einfach Windräder auch in Bayern zu bauen, zeigt ein Beitrag bei "nano" wie es besser gehen könnte, mit dezentraler Energiegewinnung und -Speicherung, mit intelligenten Stromnetzen, mit "Power to Gas" und Blockheizkraftwerken. (Übrigens haben wir das so ähnlich schon in den 80er-Jahren propagiert.)  ¤

nano

7

10.5.19

 

Bei der BBC ein kurzer Beitrag über Vorschläge zum Geoengineering. Künstliche Wolken, Reflektoren im Weltall, künstliche Bäume. In Cambridge soll ein neues Forschungszentrum solche Ideen entwickeln. Erläuterungen und Einschätzungen dazu von David King (wissenschaftlicher Berater der britischen Regierung und "Vater" des Zentrums in Cambridge) und von Callum Roberts (Meeresforscher). Beide weisen darauf hin, daß das Dringendste der Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe und aus der massenhaften Fleischproduktion sein muß, aber dann gehe es auch darum, das CO2 wieder aus der Atmosphäre zu holen. Ein Teil der Forschung werde darin bestehen, unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Roberts erklärt, daß schon seit 15 Jahren die Korallen durch das versauerte Wasser geschädigt werden. Und daß Geoengineering gefährlich ist und praktisch automatisch Gewinner und Verlierer hervorbringt. Der beste Weg, das CO2 zurückzuholen, sei die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme (also Aufforstung).  ¤

B

 

9

 

10.5.19

 

"Die Reparatur der Erde" - Ein "nano"-Extra von Ingolf Baur über Geoengineering. Erster Vorschlag: Solar Radiation Management, die Dämpfung der Sonneneinstrahlung durch Schwefelwolken oder Spiegel im Weltraum. Zahlreiche Argumente dagegen (saurer Regen, weiteres Versauern der Meere, globale Wetteränderungen, Ungerechtigkeit, Gefahr für Ozonschicht, etc.), angesprochen von Dru Oja Jay. - Dann: wärmende Cirruswolken mit Staub auflösen. Politisch "nicht durchsetzbar". - Janos Pasztor (CGGI) fordert, Geoengineering muß international geregelt werden. - In Island wird ausprobiert, wie man CO2 in Kalkstein umsetzen kann, mit enormem Energieaufwand. - Fazit: die Frage ist, ob Geoengineering nicht echten Klimaschutz, also CO2-Vermeidung, zunichte macht. Die Ölfirmen hoffen auf "technische Lösungen".  - Das Fazit ist vernünftig. Allerdings wurde über zwei der bei der BBC erwähnten Vorschläge hier nicht gesprochen: die Produktion von Wolken aus Wasserdampf über der Arktis könnte vielleicht sinnvoll sein, und die Wiederaufforstung ist es mit Sicherheit.  ¤

nano

 

29

 

10.5.19

Die Konferenz der Umweltminister der Bundesländer fordert, daß die Bundesregierung sich dafür einsetzt, daß die EU bis 2050 klimaneutral wird, und sie wollen die Einführung einer CO2-Steuer. Merkel und die CDU sind gegen beides. Schüler von "Fridays for Future" fordern am Tagungsort die Steuer. Zwei Beiträge erläutern, wie sie sozialverträglich umgesetzt werden könnte, also so, daß die Kleinen Leute mehr zurückbekommen als sie an zusätzlichen Abgaben bezahlen. Laut Umfrage ist dieser Vorschlag noch nicht bei den Leuten angekommen.

ht,h+

zus.8
13.5.19

Haru Mutasa berichtet von der Insel Ibo im Norden Mozambiks. Hier wurden durch den Zyklon praktisch sämtliche Gebäude zerstört. Die ohnehin bitterarmen Menschen stehen mal wieder vor dem Nichts. Per Hubschrauber wurden Lebensmittel gebracht.  ¤

A 2
           
13.5.19

In Sibirien sind mehrere große Waldbrände ausgebrochen, auf bisher 460 km2.

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13.5.19

In Brüssel und anderen europäischen Städten demonstrieren Tausende für den Klimaschutz

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