Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Klima, Erderwärmung, Energie / Entropie #3                                   (letzter Eintrag 15.9.18)

Die meiner Meinung nach zur Zeit beste Darstellung der Weltlage und des nötigen Auswegs habe ich bei der "Initiative Ökosozialismus" gefunden. Speziell in der Broschüre "Ökosozialismus oder Barbarei. Eine zeitgemäße Kapitalismuskritik". 

   Klima #1   Klima #2

5.6.18

In Deutschland waren sowohl der April als auch der Mai die jeweils wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Mai gab es zahlreiche Unwetter mit schweren Überflutungen und Millionenschäden. Die Zunahme solcher Extremniederschläge ist eine direkte Folge der Erderwärmung, weil die wärmere Luft auch mehr Wasserdampf enthält. "Extrem wird das neue Normal."

frontal21

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11.6.18

Meldung: im südlichen Afrika sind in den letzten 12 Jahren neun der 13 ältesten Baobab-Bäume gestorben, der älteste davon nach über 2500 Jahren. Als Ursache wird der Klimawandel vermutet.

A

1/2
13.6.18

Nach einer neuen Studie hat sich der Eisverlust in der Westantarktis verdreifacht, von jährlich 53 km3 (1992 bis 2012) auf 159 km3 (2012 bis 2017). Infos dazu von Prof. Andy Shepherd. (Die bei AJE genannten Zahlenwerte sind leider unpräzise.) Später auch bei Euronews ein Bericht.

A,E

zus.4
16.6.18

Daten zur globalen Temperaturabweichung im Mai. Der Monat war fast überall erheblich zu warm, vor allem in Mittel- und Nordeuropa und großen Teilen der USA. Grönland dagegen etwas kühler als sonst. Die Ausdehnung des Meereises in der Arktis liegt weit unter dem Durchschnitt.

E

1

           
18.6.18

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Prof. Mark A. Maslin und Prof. Simon L. Lewis (Autoren von "The Human Planet - How we created the Anthropocene") über das neue Erdzeitalter des "Anthropozän", dessen Beginn die beiden exakt auf das Jahr 1610 festlegen (weil damals erstmals ein geschichtliches Ereignis sich im CO2-Gehalt der Atmosphäre nachweisen läßt, die Ausrottung von Millionen Amerikanern durch die europäischen Invasoren.) Interessant. Das eigentliche Problem, der Kapitalismus, wird auch erwähnt, und die beiden Autoren werben für ein bedingungsloses Grundeinkommen als Weg aus der Misere.  ¤

RT 13
           
13.7.18

Beim ZDF-Wetter die Karte der globalen Temperaturabweichung im Juni. In Mitteleuropa etwas zu warm, in Sibirien extrem zu warm.

ZDF

1

14.7.18

An der Westküste Grönlands ist ein riesiger Eisberg gestrandet. Wenn er zerbricht, könnte die Flutwelle den Ort Inaarsuit überschwemmen. Erläuterungen von dem Journalisten Kenneth Elkjær aus Nuuk.

B

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19.7.18

Hitze und Dürre in Nordeuropa, große Waldbrände in Schweden. Hauptthema im ZDF. Volker Angres erläutert den Zusammenhang zwischen Erderwärmung und Waldbränden.

Extreme Hitzewelle in Japan.

Die Klimadaten vom Juni, globale Temperaturabweichung. Hitzewelle in Nordeuropa, Überschwemmungen in Südeuropa. 

hj,h+

E

E

zus.9

1

1

21.7.18

Die Waldbrände in Schweden breiten sich weiter aus und sind bisher nicht unter Kontrolle zu bringen. Nachbarländer schicken Löschflugzeuge. In Schweden hat es solche Feuer noch nie gegeben. Hitzewelle auch in Britannien.  

A,E

zus.3
           
22.7.18

Nick Clark berichtet aus Inaarsuit auf Grönland. Der Ort mußte zeitweise evakuiert werden, weil ein riesiger Eisberg gleich nebenan gestrandet war und drohte, den Ort zu überfluten. 

A

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23.7.18

Am Stadtrand von Athen sind mehrere schwere Waldbrände ausgebrochen. Das Feuer greift auf mehrere Stadtteile über, zahlreiche Häuser brennen nieder. Bis zum Morgen mehr als 24 Tote. (Die Opferzahl steigt später stark an.)

A,B,Sky,E

zus.6
24.7.18

Bei den Waldbränden am Stadtrand von Athen sind mindestens 76 Menschen getötet wurden, darunter ganze Familien, die bei der Flucht vor dem Feuer auf einer Wiese von den Flammen eingeschlossen wurden. Man findet ihre verkohlten engumschlungenen Leichen. Andere verbrannten in ihren Autos. Mehrere Tausend Menschen mußten sich vor dem Feuer ins Wasser des Mittelmeers retten.  ¤

A,Sky,R,TS,E

zus.18
                 
24.7.18

In mehreren Regionen der nördlichen Halbkugel herrschen Rekordhitze und Dürre, u.a. in Kalifornien, Kanada, Nord/Mitteleuropa, Nordafrika, China und Japan. Bei den internationalen Sendern einige Erklärungen dazu:

Bei AJE erklärt der Wettermann, daß die stabilen Hitzewellen mit einem Beinahe-Stillstand des Jetstreams zusammenhängen. Dieser Stillstand ist eine Folge der Erwärmung der Arktis und wird darum in Zukunft regelmäßig auftreten. Weitere Erläuterungen der Klimaforscherinnen Brenda Ekwurzel (bei AJE), Corinne le Quere (bei der BBC) und Michael Byrne (bei CNN). Alle drei stellen fest, daß die Hitzewellen eine Folge der Erderwärmung sind und zukünftig häufiger und noch stärker auftreten werden.  ¤

Bei CNN spricht Christiane Amanpour mit Elizabeth Kolbert (Autorin von "The sixth Extension") darüber, daß vor genau 30 Jahren die NASA (Jim Hansen) vor genau dieser Entwicklung als Folge der Verbrennung von fossilen Brennstoffen gewarnt hat und seitdem die Emissionen noch massiv gesteigert wurden. "Die Schuld haben nicht die Wissenschaftler, sondern das politische System - und wir alle, weil wir nicht hören wollten."  ¤

Bei den deutschen Sendern interessiert man sich heute nicht für Zusammenhänge. Die Tagesschau macht zwar mit den Bränden in Griechenland auf, stellt aber keine Verbindung zur Hitze in Deutschland her. Erst zum Ende der Sendung ein Bericht darüber, daß der Bauernverband finanzielle Entschädigungen für die Ernteausfälle haben will. Und eine Meldung, daß es der Autofirma Opel wieder besser geht. Na, wenigstens eine gute Nachricht!

Bei Euronews ein Bericht über die Hitze und Dürre in Japan und Britannien.

A,B,C,TS,E

 

 

 

 

 

zus.34

 

 

 

 

 

25.7.18

Nick Clark berichtet aus Illulisat (Westküste Grönlands), daß es dort dieses Jahr ungewöhnlich viele Eisberge gibt. Die Gletscher schmelzen etwa doppelt so schnell ab wie vor 100 Jahren. 

A

3

26.7.18

In Athen gibt es nach den Waldbränden nun Sturzregen und schwere Überschwemmungen. Hunderte Autos werden von einer Schlammwelle weggespült.

E

1

26.7.18

 

 

Die Hitzewelle in Mitteleuropa ist Thema bei allen hiesigen Sendern. Allerdings geht es fast nie um die Ursachen oder gar mögliche politische Folgerungen. Nur bei Sky News ein Bericht über die schweren Schäden an der Infrastruktur in Britannien, der nach deutlichen Konsequenzen ruft. Und im ARD-Brennpunkt erklärt Sven Plöger nochmal die Sache mit der Erwärmung der Arktis, die den Jet-Stream abschwächt und so dafür sorgt, daß die Wetterlagen bei uns stabiler werden - mit monatelangen Dürren und Hitzewellen (dieses Jahr) oder ebenso dauerhaften Regenfällen (letztes Jahr). Folgerungen (schneller Ausstieg aus der Verbrennung von Kohle, Gas und Benzin, Ende des globalen Massenverkehrs, Ende der Abholzung) benennt der Wettermann aber nicht. Ansonsten verharrt man bei Zustandsbeschreibungen und zeigt nur die Folgen der Hitze, leidende Menschen, Waldbrände, Straßenschäden etc., und man gibt schlaue Ratschläge: ins Kühle gehen, dünne Kleidung anziehen. In den "Tagesthemen" dann noch ein recht vernünftiger Kommentar von Detlef Flintz zum albernen Geschrei des Bauernverbandes: die Funktionäre haben den Bauern das Elend der Monokultur-Überproduktion selber eingebrockt.

Sky,TS,TT,ARD,E

 

zus.18

 

           
27.7.18

Große Waldbrände nun bei Sacramento in Kalifornien. In der Stadt Redding brennen zwei Wohnsiedlungen mit einigen Hundert Häusern komplett nieder. Die ganze Stadt (95.000 Einwohner) wird wegen der Feuergefahr evakuiert. Auch der Yosemite-Nationalpark ist in Gefahr.

A,E

zus.5

27.7.18

Der Klimaforscher Louis Blumberg stellt fest, daß die Zunahme von extremen Wetterereignissen ganz klar auf die Erderwärmung zurückzuführen ist. Die meisten Leute haben das längst kapiert, nur die Politiker, speziell in den USA, wollen keine Konsequenzen ziehen.

A

3

28.7.18

Die Waldbrände in Kalifornien breiten sich weiter aus, jetzt in drei Gebieten. Teilweise bilden sich Feuertornados, die den Brand weitertragen.

A,C

zus.4
           
28.7.18

In Deutschland wird endlich über die Ursache der Rekordhitzewelle geredet. Der Klimaforscher Mojib Latif und die Grünen werfen der Regierung Merkel ein Versagen beim Klimaschutz vor, u.a. in der Verkehrs- und Agrarpolitik. In Leipzig fordern Demonstranten den sofortigen Ausstieg aus der Verbrennung von Braunkohle. Bericht der Tagesschau. - Die Hitzewelle wird kurz von einer Gewitterfront unterbrochen, die quer über Britannien, Frankreich und Deutschland zieht. Enorme Regenfälle sorgen für Überschwemmungen, die ausgelaugten Böden können das plötzliche Wasser nicht aufnehmen. Kurzer Bericht bei Euronews.

TS,E

zus.3
           
29.7.18

Mehr über die andauernden schweren Waldbände in Kalifornien. Gabriel Elizondo berichtet aus dem Ort Keswick (bei Redding, etwa 500 Einwohner), der vom Feuer komplett zerstört wurde.  ¤

A,TS,E

zus.5
           
29.7.18

Deutsche fahren mit schwarzen Qualm rauchenden Kreuzfahrtschiffen in die Arktis, um die letzten Eisbären zu sehen - und abzuschießen. Auf Spitzbergen fühlte sich ein "Bärenwächter" von einem Bären angegriffen und hat ihn erschossen. Bericht bei Euronews, später Infos auch bei anderen Sendern, u.a. CNN.

E,C

zus.2
30.7.18

 

 

Wegen der Ernteeinbußen durch die anhaltende Dürre fordert der deutsche Bauernverband eine Entschädigung in Milliardenhöhe. (Es wäre ja auch denkbar, daß die Industriebauern mal eine Entschädigung für die von ihnen zerstörte Natur zahlen!) In diversen Berichten geht es um die ernsthaften Probleme der Landwirtschaft, nebenbei auch um austrocknende Flüsse und Fischsterben. Daß auch die Wälder in einigen Regionen vertrocknen (u.a. auch infolge der Wasserentnahme durch die Bauern), wird nicht angesprochen. Über Wasserrationierung will noch niemand reden (obwohl sie in einigen Regionen schon stattfindet). Über die Ursache wird ebenfalls nicht gesprochen, ein Ende der Kohleverbrennung nicht erörtert (das wird wohl erst kommen, wenn kein Kühlwasser für die Kraftwerke mehr da ist), nichtmal ein ernsthaftes Tempolimit (auch über die Ozonwerte ist dieses Jahr nichts zu hören) oder ein Verbot von Autorennen.  - Das Gespräch im heute-journal mit der offensichtlich geistesgestörten und komplett inkompetenten Landwirtschaftsministerin habe ich nicht aufgehoben.  ¤

R,arj,TS,hj,E

 

zus.12

 

                 
31.7.18

Bei CNN Infos und Bericht über die weiter kaum eingedämmten großen Waldbrände in Kalifornien, die sich durch trockene heiße Winde immer weiter ausbreiten.

C

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31.7.18

In Deutschland ist kein Ende von Hitze und Dürre in Sicht. Bisher heißester Tag des Jahres, mit bis zu 40 Grad. Einige Kraftwerke müssen die Leistung herunterfahren, noch nicht wegen Wassermangels, aber um die Flüsse nicht noch weiter aufzuheizen. Bundesregierung und Ländervertreter sprechen bei einem Krisengipfel über finanzielle Hilfen für die Bauern. Es wird von einer "nationalen Katastrophe" gesprochen, aber weiterhin nicht über die Ursache.   ¤ 

ht,TS

zus.7
           
2.8.18

 

 

 

Rekordtemperaturen überall auf der nördlichen Halbkugel. Hitzewelle in Spanien und Portugal mit bis zu 48 Grad. In Deutschland trocknen durch die Dürre Seen und Flüsse aus, Fischsterben in mehreren Orten. Schwere Trockenheitsschäden in den Wäldern. Flächendeckend sterben alle jungen (flachwurzelnden) Bäume. Wenn es regnet, dann unwetterartig: in Sachsen und Österreich schwere Schäden durch Sturzfluten.   ¤¤ 

Bei den internationalen Sendern vor allem neue Rekordzahlen. Bei RTL erklärt ein Klimaforscher, daß der Erwärmungstrend sich in den nächsten Jahren beschleunigen wird. Er sagt, die Emissionen müssen nicht um 5 oder zehn Prozent sinken, sondern um mindestens 50 Prozent, und zwar bald. arte, ARD und ZDF verweisen auf den Jahresbericht der US-Klimabehörde, nach dem die letzten vier Jahre weltweit die bisher wärmsten waren und sich vor allem die Meere weiter aufheizen. Der Meeresspiegelanstieg beschleunigt sich. Im ZDF-Bericht wird auf die Folgen des Auftauens der Permafrostböden in Sibirien hingewiesen.

B,C,Sky

R,arj,ht,TS,E

 

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3.8.18

Bei AJE Meldungen über schwere Schäden durch einen Taifun in Shanghai, Überschwemmungen in Virginia, weltweit neue Temperaturrekorde, Waldbrände in Spanien. Ein Bericht über die Rekordhitze in Spanien. Gespräch mit dem Klimaforscher Glenn McGregor. Er stellt lapidar fest, daß bei steigenden Mitteltemperaturen auch die Extreme ansteigen.

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3.8.18

 

 

Im ZDF wird endlich mal verständlich und auf deutsch der Zusammenhang erklärt von Erderwärmung, Abschwächung des polaren Jetstreams (durch die besonders starke Erwärmung in der Arktis) und längeren Extremwetterlagen (zur Zeit die Dürre in Europa, aber auch die Kältewelle im letzten Winter und der Dauerregen letztes Jahr). ZDF-Meteorologe Özden Terli bei "heute" ganz deutlich: das sagen Klimaforscher schon länger, und es ist auf den Klimawandel zurückzuführen. Und darum werden wir nächste Woche hier knapp 40 Grad haben. Ähnliche Aussagen im "heute-journal" von Prof. Markus Rex (AWI) und Andreas Friedrich (DWD). Dazu passend ein Bericht über das Fischsterben in norddeutschen Seen, Flüssen und Hafenbecken.  ¤¤

ht,hj

 

zus.8

 

4.8.18

Bei Sky News und Tagesschau Berichte über die Rekordhitze in Spanien und Portugal. In der Algarve sind mehrere Waldbrände ausgebrochen, u.a. in Monchique. Die Tagesschau außerdem über das Wetter in Deutschland: von April bis Juli war es hier noch nie so warm, im Schnitt 3,6 Grad über dem Mittelwert, und auch noch nie so trocken. Schwere Schäden in den Wäldern, über die Hälfte aller Jungpflanzen sind abgestorben.

Sky,TS

zus.7
5.8.18

Drei Berichte über die andauernden schweren Waldbrände in Portugal und Kalifornien.

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zus.3

6.8.18

Die Waldbrände in der Algarve breiten sich weiter aus. Nun auch Wald- und Buschbrände im Süden Spaniens.

E

1

6.8.18

"ZDF-spezial: Die große Hitze - Verändert der Klimawandel unser Leben?" - von Cathérine Kipp und Thomas Klein. Wie Arbeiter mit der Hitze zurechtkommen. Niedrigwasser auf den Flüssen. Bäumegießen in den Städten. Dürrefolgen für die Landwirtschaft. Felsabgänge in den Alpen durch Auftauen des Permafrostbodens. Leere Talsperren und Konflikte um Wassernutzung. Bauliche Anpassung der Städte: mehr Grün, mehr Wasser. Zu den meisten Punkten interessante Einschätzungen von Dr. Fritz Reusswig vom PIK.  ¤

ZDF

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7.8.18

Zwei der Waldbrände in Kalifornien haben sich  zum größten Feuer in der Geschichte des Bundesstaats vereinigt. Über 1000 km2 Wald wurden bisher zerstört.

A,E

zus.3
7.8.18

 

 

 

Passend zu den aktuellen Dürren und Hitzewellen haben internationale Klimaforscher eine gemeinsame Studie veröffentlicht, in der sie vor einer globalen "Heißzeit" ("Hothouse Earth") warnen. Selbst wenn das "2-Grad-Ziel" eingehalten würde und kein weiteres CO2 ausgestoßen würde, sind möglicherweise bereits diverse Kipp-Punkte erreicht (bzw. wir sind kurz davor, sie zu erreichen), sodaß die Temperatur um weitere drei bis vier Grad steigen könnte. Große Teile der Erde würden unbewohnbar, der Meeresspiegel könnte um ca. 10 Meter steigen (und langfristig um 60 Meter). 

Bei BBC und CNN Erläuterungen von zwei beteiligten Wissenschaftlern, Johan Rockstrom und Katherine Richardson, bei CNN auch von Wettermann Chad Myers und Brandon Miller (Meteorologe). Bei den deutschen Sendern diverse Berichte, die versuchen, Rückkopplungen und Dominoeffekt zu verdeutlichen. Hier als Experten Jonathan Donges vom PIK, Werner Eckert (Umweltexperte des SWR) und Volker Angres (ZDF-Umweltexperte).  ¤¤

Nur im ZDF wird mit einem Nebensatz erwähnt, daß das Ganze eine Folge unseres Wirtschaftssystems ist. Und nur bei RTL wird die Frage gestellt, ob dieser Sommer nicht schon ein eindeutiges Zeichen der Erderwärmung sei, und Werner Fuchs (RTL-Wetterexperte) bestätigt das, mit dem richtigen Argument: die Dürre ist eine Folge der Abschwächung des polaren Jetstreams. Was er leider weglässt: die Abschwächung des polaren Jetstreams ist die direkte Folge der Erwärmung der Arktis. Solche dauerhaft stabilen Wetterlagen mit Kältewellen im Winter (solange die Arktis noch Kaltluft produziert) und im Sommer entweder monatelangem Dauerregen oder Dürre und Hitzewelle häufen sich schon seit einigen Jahren, sie werden nun der Normalzustand. Wenn die Arktis abgetaut ist, wird es nur noch zwei Jahreszeiten geben, Regenzeit und Trockenzeit.

In einem Artikel im "Tagesspiegel" wird der Zusammenhang von Erderwärmung, Schwächung des Jetstream und der Zunahme von Dürreperioden, Extremniederschlägen und Kältewellen sehr gut erklärt.

B,C

R,arj,TS,TT,hj

 

 

 

zus.27

zus.20

 

 

 

           
9.8.18

Bei Euronews weitere Berichte über die andauernden schweren Waldbrände in Kalifornien und Portugal.

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zus.4

9.8.18

Nach der Hitzewelle in Mitteleuropa kommt die Abkühlung wieder als Gewitterfront mit Sturzregen und Orkanböen. Schwere Überflutungen in Südfrankreich, teilweise größere Schäden durch den Sturm in Deutschland, insgesamt aber noch glimpflich.

Sky,TT,E

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9.8.18

 

Bei "Panorama" ein Beitrag über den "Traumsommer" und seine Nebenwirkungen. Baumbesetzer im Hambacher Forst sagen: das Wetter ist politisch. Andere fahren im SUV zum Bioladen. Fazit: der Einzelne ist Schuld, der Name des Problems darf nicht ausgesprochen werden.

Bei "buten un binnen" ein Beitrag über eine Sammelklage gegen die EU, mit der ein schärferer Klimaschutz erreicht werden soll. Unter den zehn Klägern aus aller Welt sind auch der Bremer Juraprofessor Gerd Winter und der Restaurantbetreiber Michael Recktenwald aus Langeoog.  ¤

Bei Euronews noch ein Beitrag über die Studie, nach der die Erde auf eine "Heißzeit" zusteuert.

Panorama

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10.8.18

Die Waldbrände in der Algarve sind inzwischen eingedämmt. Bisher sind rund um Monchique 235 km2 Wald abgebrannt.

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10.8.18

Die Karte zu den globalen Temperaturabweichungen im Juli. Natürlich weltweit zu warm, besonders in Mittel- und Nordeuropa. Relativ kühl der Norden Grönlands.

ZDF

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10.8.18

 

 

 

Beim ZDF-Politbarometer hat man (ernsthaft!) die Leute gefragt, ob der heiße Sommer eine Folge des Klimawandels sei. Immerhin 68 Prozent haben es demnach begriffen. Leider hat man sie nicht gefragt, was ihrer Meinung nach dagegen zu tun wäre.

Einen Anfang hat mal die Fluglinie "Ryanair" gemacht und für einen Tag mit der Billigfliegerei aufgehört. (In Wahrheit allerdings nur, weil die Piloten für anständige Bezahlung streiken.) Die Leute sagen: solange es diese Billigflüge gibt, nehmen wir sie auch in Anspruch. Dazu ein Gespräch mit dem Oldenburger Volkswirtschafts-Professor Niko Paech. Er lehnt die Konsum-Kultur ab und erklärt, daß für eine nachhaltige Gesellschaft das verantwortungslose sog. "Wachstum" aufhören muß. Das Beispiel Ryanair zeige, daß die Mehrheit der Menschen jeden ökologischen Anstand verloren hat. Wir stehen am ökologischen Abgrund, es geht ums Überleben, der Planet ist endlich. Da sind Urlaubsflüge nicht mehr zu verantworten. (Und auch keine Kreuzfahrten, Autorennen, Privatautos, Tierfabriken, Heizstrahler, Straßenbeleuchtung, Herbizide, Insektenvernichter, Laubbläser und Motorsägen, um nur ein paar Dinge zu nennen, ohne die "wir" bestens auskommen könnten. Eigentlich müßten wir aber auch ohne Kohlekraftwerke auskommen, und zwar sofort.)  ¤¤

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11.8.18

In Kalifornien wüten weiter 19 große Waldbrände. Bisher sind etwa 1200 km2 Wald und 1600 Häuser niedergebrannt.

E

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13.8.18

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Prof. Katherine Richardson. Sie ist eine der Autoren der Studie "Trajectories of the Earth system in the antropocene", mit der die Klimaforscher vor dem Abgleiten der Erde in eine "Heißzeit" warnen. Auch wenn man die Begrenzung auf zwei Grad Temperaturanstieg einhalten würde, würde sich das Klima automatisch um ca. vier Grad weiter aufheizen, durch diverse Kippunkte, Dominoeffekte und Rückkopplungen. Große Teile der Erde würden dann unbewohnbar, der Meeresspiegel würde erheblich ansteigen, Natur und Landwirtschaft würden schwer geschädigt. Trotzdem beurteilt Richardson das Pariser Klimaabkommen mit seinem Zwei-Grad-Ziel positiv.  ¤

Zwei Kritikpunkte: erstens werden in den Berichten über die Studie keine Zeiträume benannt. Das Abschmelzen der Eisschilde von Grönland und Westantarktis (Meeresspiegelanstieg ca. 10 Meter) wird ca. 100 bis 200 Jahre dauern, das der Ostantarktis (ca. 60 Meter) vermutlich wesentlich länger, je nach Ausmaß der Erwärmung. Man sollte das ruhig erwähnen. Wir sind dabei, diesen Planeten sehr nachhaltig zu ruinieren.

Und zweitens: das Pariser Abkommen ist nichts wert, genau wegen der von Richardson so klar benannten automatischen Prozesse. Ich habe das schon damals zur Verabschiedung des Abkommens aufgeschrieben, am 12.12.15. Hier nochmals mein Eintrag von damals:

"Ich weiß nicht, ob ein solch im Vergleich zum Notwendigen völlig erbärmliches Abkommen wirklich besser ist als gar keines. Vielleicht entfaltet sich aus den Versprechungen ja eine Eigendynamik, wenn klar wird, daß nichtmal diese Minimalstandards eingehalten werden. Wahrscheinlicher ist, daß man sich jetzt beruhigt zurücklehnt, man hat ja das Mögliche getan, und wenn das Klima sich doch weiter erwärmt, ist es eben selber schuld.

Schon das Ziel, die Erwärmung auf irgendeinen Wert zu "begrenzen", ist Blödsinn. Man hat einen Prozeß in Gang gesetzt, der sich nicht mehr einfach anhalten läßt. Wie eine Lawine, die ins Tal rauscht, bis sie am Boden angekommen ist. Dieser "Boden" der Tatsachen wird für uns in ein paar Hundert Jahren erreicht, wenn das Eis auf Grönland und in der Westantarktis abgeschmolzen ist, mit etwa 10-15 Meter Meeresanstieg. Wieviel Grad wärmer es dann sein wird, ist ziemlich egal. Die versauerten Meere werden schon sehr viel eher aufgehört haben, ein Lebensraum zu sein. 

Wenn die Staaten versuchen wollten, die Lawine doch noch anzuhalten, müßten sie sofort praktisch alle Kohlenstoffemissionen stoppen. Und übrigens auch die Kernkraftwerke (egal ob Fission oder Fusion) abschalten, die hauptsächlich die Ozeane aufheizen. Wir müßten erstmal mit dem Wenigen an Solarenergie auskommen, das wir Dank einiger weitsichtigerer Leute schon haben. Ein solcher Wandel ist wohl in den bestehenden kapitalistischen Strukturen unmöglich. Wenn diese endlich überwunden sind, können wir ans Wiederaufforsten gehen und vielleicht in einigen Jahrhunderten doch wieder ein lebenswertes Klima zurückbekommen. Je länger wir damit warten, desto geringer sind die Überlebenschancen." 

James Hansen hat sich damals in ähnlicher Richtung über das Abkommen geäußert: "Es ist ein Betrug, ein Fake. Nur wertlose Worte. Es gibt keine Taten, nur Versprechen. Solange fossile Brennstoffe am billigsten sind, werden sie weiter verbrannt werden."

RT

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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14.8.18

In der Talkshow "Markus Lanz" erklärt der TV-Physiker Harald Lesch dem Publikum den Zusammenhang zwischen Erderwärmung, Schwächung des Jetstreams und Dauerwetterlagen wie Dürren, Dauerregen und Kältewellen. Die Folge der globalen Erwärmung wird sein, daß große Teile der Erde unbewohnbar werden, u.a. Zentralafrika, aber auch Südeuropa. Als Verursacher der Katastrophe sieht auch Lesch nur die einzelnen Menschen, nicht das System. Immerhin verlangt er von der Politik, mal eine Liste zu erstellen, was eigentlich ökologisch sinnvoll ist - und dann die Steuern entsprechend zu gestalten. 

ZDF

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15.8.18

Im ARD-Wetterbericht nochmal die Karte der globalen Temperaturabweichung im Juli.

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15.8.18

Durch die enorme Dürre in Mitteleuropa sind die Wälder stark geschädigt worden. Es hat seit 100 Jahren noch nie so wenig Regen von April bis Juli gegeben. Alte Bäume werfen ihr vertrocknetes Laub ab, junge sind großflächig abgestorben. Der Bericht bei "nano" zeigt die Bestandsaufnahme von Waldforschern in der Schweiz.

nano

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16.8.18

Ölkonzerne und einige rechtsextreme Milliardäre finanzieren Lobby-Vereine wie das "Heartland Institute", "CFACT"  und in Deutschland das "Eike"-Institut, damit diese der Lüge, es gebe keine menschengemachte Erderwärmung, einen "wissenschaftlichen" Anstrich verleihen. Faschisten wie Trump und die sog. "AfD" sollen den Wahn in Politik umsetzen, Trump ist schon fleißig dabei und macht jeden Ansatz zum Klimaschutz wieder rückgängig. Sehenswerter Beitrag bei "Monitor", mit Stellungnahmen von Prof. Hans-Joachim Schellnhuber (PIK).  ¤

Monitor

13

17.8.18

Nach extremen Monsun-Regenfällen gibt es in Kerala (Südwesten Indiens) die schwersten Überschwemmungen seit über 100 Jahren sowie zahlreiche Erdrutsche. Bisher sind dadurch mindestens 320 Menschen umgekommen. Mehrere Hunderttausend Menschen sind in Notunterkünfte geflüchtet, es gibt gewaltige Zerstörungen an Straßen und anderer Infrastruktur, die Ernten wurden weitgehend vernichtet. - International ein Hauptthema der Sender, Berichte auf deutsch bisher nur bei Euronews und n-tv.

A,C,Sky,E,n

zus.11
                 
17.8.18

Bei "nano" ein Vergleich der diesjährigen Extremdürre mit der "Jahrtausenddürre" von 1540. Darin auch ein Ausschnitt von Hoimar von Ditfurth, der 1976 sehr anschaulich die Albedo erklärt hat und gezeigt hat, wie sich die Abstrahlung von Sonnenwärme durch die Polkappen bei einer Erderwärmung verringert. Ein "positiver Rückkopplungseffekt" also, ein sich selbst verstärkender Prozeß. (Für mich damals ein prägendes Aha!-Erlebnis.)  ¤

nano

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17.8.18

Der Sommer 2018 hat jetzt schon den Titel "Jahrhundertsommer", mit 3,6 Grad über dem Durchschnitt für April bis Juli und einer Rekorddürre. Zahlen dazu im heute-journal, und ein Bericht über die schweren Schäden in den deutschen Wäldern durch die Dürre. Auf den geschwächten Bäumen vermehrt sich der Borkenkäfer rasant, neugepflanzte Bäume sind bis zu 90 Prozent eingegangen. Die Schädigung der Wälder bedeutet einen weiteren Rückkopplungseffekt: die Produktivität des Waldes sinkt, er speichert weniger Kohlenstoff, eine bisherige CO2-Senke verschwindet.

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18.8.18

Bei den andauernden Waldbränden in Nordkalifornien hat sich ein Feuertornado entwickelt, der durch Teile der zuvor evakuierten Stadt Redding gezogen ist und zahlreiche Häuser zerstört hat. 

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19.8.18

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit Nathaniel Rich (Autor des Artikels "Losing Earth" in der NYT) und Elizabeth Kolbert (Autorin von "The sixth Extension") über Folgerungen aus der katastrophalen Entwicklung des Klimas. Stichpunkte: Alles was darüber heute gesagt wird haben Wissenschaftler schon seit den 80er-Jahren gesagt. Es ist krank, daß wir heute immer noch dieselben Debatten führen müssen. Wir müssen anfangen, das Klima nicht nur als politisches und wissenschaftliches Thema zu sehen sondern als menschliches und moralisches Thema. Wie denken die Klimawandelleugner wohl über den Planeten, den sie ihren Enkelkindern hinterlassen?

C 7
19.8.18

 

 

 

 

 

Thema der Talkshow "Anne Will": "Der Dürre-Sommer - wie müssen wir unser Verhalten ändern?"  Mit Prof. Hans Joachim Schellnhuber (PIK), Annalena Baerbock (Vorsitzende der Grünen) und Roda Verheyen (Rechtsanwältin bei der Klimaschutzklage gegen die EU). Außerdem dabei die Industrie-Lobbyisten Julia Klöckner (Weinkönigin und Landwirtschaftsministerin, CDU), Andreas Pinkwart (Wirtschaftsminister NRW, FDP) und Werner Schwarz (Vizepräsident des Bauernverbandes). 

Was Prof. Schellnhuber zu sagen hat, ist durchweg klug und hörenswert. U.a. erklärt er nochmal den Zusammenhang von Erderwärmung, Schwächung des Jetstreams und Extremwetterlagen und schildert die Aussicht auf eine großenteils unbewohnbare Erde. Baerbock beweist, daß sie bei Ökoangelegenheiten wirklich kompetent ist und ernsthaft nach politischen Konzepten und Lösungen sucht. Wichtig der Aufruf von Frau Verheyen, den Klimaschutz als Menschenrecht anzuerkennen, und der Einspieler über die Familie Recktenwald (Restaurantbetreiber auf Langeoog) und ihre Klage gegen die EU. Die Frage, ob ein wirksamer Klimaschutz innerhalb des jetzigen Wirtschaftssystems überhaupt möglich ist, wurde nicht angesprochen.  ¤ 

Nicht aufgehoben habe ich die auswendiggelernten leeren Worthülsen der Frau Klöckner, die außer ihrem Motto "immer nur lächeln" wirklich rein gar nichts im Kopf hat. Ebenso das dumme Gefasel des Trickbetrügers Pinkwart und die ignoranten Sprüche des Industriebauern. Ohne diese drei wäre die Sendung sehenswert gewesen und hätte vielleicht sogar zu einer Problemlösung beitragen können. Warum muß man bei einer Diskussion über Wege aus der Dummheit immer auch drei Idioten dabei haben?

ARD

 

 

 

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22.8.18

Laut norwegischen Meteorologen ist zum ersten Mal seit Beginn der Beobachtungen das besonders dicke, mehrjährige Meereis nördlich von Grönland auseinandergebrochen. Es wird mit einem neuen Minus-Rekord bei der Ausdehnung des Meereises gerechnet.

Sky

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23.8.18

Während in der "Kohlekommission" der Bundesregierung Wissenschaftler, Umweltschützer und Industrievertreter über "Rahmenbedingungen für den Kohleausstieg" diskutieren, wollen der Konzern RWE und die NRW-Landesregierung vollendete Tatsachen schaffen und den Hambacher Forst abholzen lassen, um an die dort liegende Braunkohle zu kommen. Die Umweltverbände drohen mit dem Auszug aus der Kommission.

TS,TT

zus.5
           
23.8.18

 

 

 

Die Talkshow "Maybrit Illner": "Der heiße Planet – sind wir zum Verzicht bereit?" war durchaus sehenswert, darum komplett aufbewahrt. Weniger wegen der desinteressierten Moderatorin und ihrer naiven Fragen, auch nicht wegen der Politiker Svenja Schulze (SPD) und  Wolfgang Kubicki (FDP), die wie üblich nur verlogene Worthülsen und Scheingefechte liefern. (Umweltministerin Schulze macht immerhin deutlich, daß ihr im Zweifelsfall immer die sog. "Arbeitsplätze" wichtiger sind als das Überleben der Menschheit). Wichtig waren die Aussagen des Klimaforschers Mojib Latif und die konkreten Handlungsvorschläge des sehr kompetenten Robert Habeck (Grüne).

Sehenswert war die Sendung aber dank dem Moderator und Biobauer Max Moor, der immer wieder die richtigen Fragen stellt: Warum werden SUVs überhaupt gebaut? Warum gibt es finanzielle Anreize für schädliches Verhalten? Warum soll ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich Plastiktüten benutze, während es eine Industrie gibt, die Mikroplastik produziert? Warum ist das erlaubt, und wer wird damit reich? Moor stellt fest, daß das ganze System falsch ist. Wie wir (die Menschheit) da raus kommen, weiß auch er natürlich nicht. Und seine Bio-Rinderzucht hat er eingestellt - in diesem Dürresommer wäre sie nicht mehr möglich gewesen, weil es kein Heu mehr gibt.  ¤

Außerdem dabei Petra Pinzler, die mit ihrer Familie versucht hat, ein Jahr lang konsequent möglichst wenig CO2 zu produzieren.

ZDF

 

 

 

64

 

 

 

24.8.18

In der Nähe von Berlin werden bei einem großen Waldbrand 4 km2 Wald zerstört. Drei Dörfer in Brandenburg werden evakuiert. Wegen alter Munitionsreste im Wald ist die Brandbekämpfung schwierig.

ht,TS

zus.4
27.8.18

Die Vertreter der Umweltverbände in der "Kohlekommission" demonstrieren im Hambacher Forst gegen das Vorhaben von RWE, den Wald demnächst abzuholzen. Der Konzern droht, wenn man die dortige Braunkohle nicht verbrennen könne, würde demnächst der Strom abgestellt.

h+

3
11.9.18

Ein Beitrag über Kipp-Effekte (kleine Änderungen bewirken große Änderungen) mit zwei erstaunlichen Beobachtungen: vor der Küste Nordost-Grönlands, wo das Packeis am dicksten sein sollte, gab es diesen Sommer große eisfreie Flächen. Und, ganz nebenbei erwähnt, aber dramatisch: in der Westantarktis ist der Kipp-Punkt bereits erreicht, das Schmelzen des Eisschilds beschleunigt sich und verstärkt sich durch das Erreichen wärmerer Luftschichten, der Eisschild wird instabil.  ¤

hj

4
11.9.18

In der Talkshow "Markus Lanz" kann der Journalist Dirk Steffens sehr viel kluge Dinge sagen und sich dabei auch noch sehr verständlich ausdrücken, über RWE und den Hambacher Forst, über klimatische und ökologische Kipp-Punkte, und (zusammen mit Oskar Lafontaine) auch etwas über ein Wirtschaftssystem, das schädliches Verhalten fördert und die Kosten der Naturzerstörung nicht in Rechnung stellt. Sehenswert!  ¤

ZDF

18
13.9.18

Im heute-journal erst ein Bericht über die Räumung des Hambacher Forsts, dann ein Beitrag über die angeblich nötige Verbrennung auch der letzten Kohlevorräte, zur Sicherung der Stromversorgung und zum Erhalt der "Arbeitsplätze". Die Profitinteressen der Stromkonzerne werden nur vage angedeutet, immerhin wird Claudia Kemfert zitiert, daß es eher zu viel Strom gibt. Man hätte auch noch schildern können, wie die Kohleverbrennung den Ausbau der Windenergie behindert und dadurch zu massivem Verlust von echten, sinnvollen Arbeitsplätzen führt. Das Verbrennen von "Heimaterde" ist keine sinnvolle Tätigkeit, keine Arbeit, sondern kriminell.  

hj

6

15.9.18

Die NASA hat den Satelliten "Icesat2" gestartet, der mit einem Laserstahl die Eisflächen abtasten und zentimetergenau die Dicke des Eises messen soll.

B,E

zus.3
       

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