Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

"Demo" (-kratie, -nstrationen) #2                                                                             (letzter Eintrag 15.2.19)

Demo #1 

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
28.8.18

Bei RTL ein Bericht über die Proteste von Umweltaktivisten im Hambacher Forst. 150 Menschen leben in Baumhäusern, um die Abholzung des Waldes zu verhindern. Die Polizei geht verstärkt gegen sie vor, offenbar steht eine Räumung kurz bevor.

R

2

1.9.18

Das Künstlerkollektiv "Peng!" erhält den Aachener Friedenspreis für seine provokativen Kunstaktionen. Sie stiften zu zivilem Ungehorsam an, z.B. mit dem Appell, bei der Heimfahrt aus dem Urlaub einen Flüchtling mit über die Grenze zu nehmen.

TT

3

2.9.18

In Berlin und Hamburg demonstrieren jeweils mehrere Tausend Menschen für die Rettung und Aufnahme von Geflüchteten. In der letzten Woche gab es in zahlreichen deutschen Städten Kundgebungen des Aktionsbündnisses "Seebrücke". In den TV-Nachrichten kam darüber fast nichts. Heute Kurzmeldungen bei arte und ZDF, und bei Euronews ein Bericht über eine ähnliche Kundgebung in Athen.

arj,hj,E

zus.2
3.9.18

 

 

 

In Chemnitz besuchen etwa 50.000 Menschen das Konzert "#WIRSINDMEHR" und demonstrieren damit gegen Nazis und Rassismus. Die Punkbands Feine Sahne Fischfilet und Die Toten Hosen, die Rockband Kraftclub, die Rapper von K.I.Z. und andere spielen kostenlos und rufen zum Engagement für die Demokratie auf. Eine beeindruckende Demonstration der Tatsache, daß die Nazis auch in Sachsen nur eine kleine krakeelende Minderheit darstellen, daß auch in Sachsen die Mehrheit für Frieden und Menschlichkeit einsteht. Eine CDU-Politikerin kritisiert wegen des Auftritts von "Feine Sahne Fischfilet" den Bundespräsidenten, der zur Teilnahme an dem Konzert aufgerufen hat. Sie will lieber gar nicht gegen Nazis protestieren als gemeinsam mit Linken.  

Berichte international bei BBC und Sky News, und bei allen deutschen Sendern. - 3sat hatte angekündigt das Konzert komplett live zu übertragen, hat dies aber leider nicht getan. Immerhin bei "kulturzeit" eine Sondersendung aus Chemnitz. Darin leider nur wenige Live-Aufnahmen vom Konzert (zweimal Kraftclub - grandios! - und ein Stück von Trettmann). Außerdem ein Beitrag über die Pressekonferenz der Bands, mit klugen Sätzen von Campino. Ansonsten fürchterlich viel uninteressantes Gerede über sächsische Befindlichkeiten (weggelassen) und ein Beitrag über die Naziaufmärsche der letzten Woche (einsortiert unter "Rassismus").  ¤

B,Sky,TS,hj,TT,E

 

ktzt

zus.19

 

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5.9.18

Im Hambacher Forst beginnen RWE und Polizei mit der Räumung des Camps der Waldschützer. Ab Oktober soll der Wald gerodet werden.

TS

2

8.9.18

In etwa 1000 Städten in aller Welt haben Hunderttausende für einen ernsthaften Klimaschutz demonstriert. Besonders groß war die Beteiligung in den USA und in Frankreich. Berichte bei AJE aus San Francisco und Washington, bei PressTV aus Paris. Bei arte Bilder aus Bangkok und Marseille, bei Euronews aus Paris. Bei ARD und ZDF keine Meldungen.

A,P,arj,E

zus.9
                 
8.9.18

In Hannover haben etwa 10.000 Menschen gegen das in Niedersachsen geplante verfassungswidrige Polizeistaatsgesetz demonstriert.

ht,TT

zus.2
10.9.18

Die beiden Maler Saxana und Helge Hommes unterstützen den Protest gegen die Abholzung des Hambacher Forsts und haben ihr Atelier in den Wald verlegt. Die Polizei schikaniert sie gründlich und beschlagnahmt Pinsel, Farben und Leinwände mit der Begründung, das Malmaterial könne auch als Waffen benutzt werden. Bericht bei 3sat-kulturzeit. ¤

ktzt

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13.9.18

Die Polizei beginnt mit der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst. Mehr als 3000 Beamte sollen etwa 150 Umweltschützer aus dem Weg schaffen, damit der RWE-Konzern den Wald abholzen und die Kohle darunter verbrennen kann, um das Klima noch mal richtig anzuheizen. Die Aktivisten, die den Wald seit Jahren besetzt halten, leisten verzweifelt passiven Widerstand.  ¤

arj,TS,hj,TT,E

zus.14
           
14.9.18

Im Hambacher Forst räumt die Polizei weitere Baumhäuser und sägt dafür eigenhändig mitten im Naturschutzgebiet Bäume ab.

R,TS,E

zus.2
           
15.9.18

Die Polizei geht weiter gegen die Waldschützer im Hambacher Forst vor und räumt weitere Baumhäuser. Einige Tausend Demonstranten kommen dazu und unterstützen die Besetzer, in der Nähe wird ein Braunkohlekraftwerk besetzt und zeitweise stillgelegt.

ht,TS,E

zus.4
           
16.9.18

Etwa 8000 Menschen kommen zum Hambacher Forst um die 250 Baumbesetzer zu unterstützen. Viele pflanzen am Waldrand neue Bäume. Die Polizei geht teilweise brutal gegen Naturschützer vor und räumt weitere Baumhäuser.  ¤

R,arj,TS,TT,E

zus.11
           
16.9.18

In Köln demonstrieren etwa 10.000 Menschen für die Aufnahme von Geflüchteten, für sichere Fluchtwege und gegen Abschiebungen. Im TV bestenfalls Kurzmeldungen darüber.  ¤

TS

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17.9.18

Im Hambacher Forst hat die Polizei inzwischen etwa die Hälfte der 50 Baumhäuser zerstört. Im ZDF-Bericht besichtigt Reporter Lothar Becker das Baumhaus "Paragraf 11". Manchmal verhindern Hunderte Unterstützer mit friedlichen Sitzblockaden die Räumung durch die Polizei.   ¤

TS,h+

zus.4
19.9.18

Im Hambacher Forst ist ein Reporter von einer Hängebrücke gestürzt und gestorben. Er hatte seit einer Woche bei den Baumhausbewohnern gelebt und ihren Widerstand sowie die Räumungsaktionen der Polizei dokumentiert, Die Polizei war nicht direkt an seinem Tod beteiligt, aber durch ihr Vorgehen gegen die Aktivisten natürlich mitverantwortlich. Als Reaktion läßt die Landesregierung die Räumung erstmal abbrechen.  ¤

Alle Videos von Steffen Meyn aus dem Wald bei Twitter : @vergissmeynnic1  Ein Nachruf in der taz.

hj,TT,E

 

Twitter

zus.2

 

zus.22

20.9.18

Berichte über den Tod von Steffen Meyn und die Reaktionen von Waldschützern und Polizei. Überall herrscht Trauer und Nachdenklichkeit. (Daß die Polizei weiterhin versucht, Leuten den Zutritt in den Wald zu verbieten und Kletterutensilien - die in ähnlichen Fällen vielleicht Leben retten könnten - beschlagnahmt, wird nicht erwähnt.)

R,nam,E

zus.7
23.9.18

Beitrag über die Proteste gegen die Abholzung des Hambacher Waldes. Der Fotograf und Professor Andreas Magdanz und seine Studenten dokumentieren seit Jahren die Zerstörung und den Widerstand. "Ein Totalversagen in Wirtschaft und Politik. Es geht nicht nur um den Wald, sondern um unsere Gesellschaft. Darum, ob man aufgeben oder kämpfen will."

ttt

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24.9.18

Die Polizei macht nach fünf Tagen Unterbrechung weiter mit der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Wald. Aktivisten blockieren für ein paar Stunden einen Kohlezug. In Halle tagt die "Kohlekommission", und einige Hundert "Arbeiter" demonstrieren für das weitere Verbrennen von Braunkohle.

N,n,TS,hj

zus.5
26.9.18

Bei "Zapp" ein Bericht über die Berichterstattung von den Protesten im Hambacher Wald, mit der taz-Reporterin Anett Selle. Die Polizei behindert Journalisten immer wieder bei der Arbeit.

Zapp

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28.9.18

Im Hambacher Wald hat die Polizei fast alle Baumhäuser geräumt. Die Proteste gegen die geplante Abholzung und gegen den Irrsinn des Braunkohleverbrennens gehen weiter.

E

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29.9.18

In Hamburg demonstrieren etwa 25.000 Menschen für die Aufnahme von Geflüchteten und für sichere Fluchtwege, sowie gegen Rassismus. Bei ARD und ZDF kein Wort darüber, Meldungen und Bilder nur bei RTL und beim iranischen PressTV (!).

R,P

zus.1
29.9.18

 

Das Magazin "Insiders" mit einer ganzen Ausgabe über den Kohleausstieg und die Proteste im Hambacher Wald. Der Reporter Hans von der Brelie besucht die Baumbesetzer, spricht mit einigen von ihnen, mit zugereisten Demonstranten, mit Vertretern von RWE, mit Leuten aus den umgesiedelten Dörfern, mit zwei Mitgliedern der "Kohle-Kommission". Es entsteht ein sehr buntes Meinungsbild, wobei die Forderung nach einem schnellen Kohleausstieg dominiert. Die radikalere Forderung, jede Kohleverbrennung sofort zu beenden, kommt leider nicht zu Wort. (Es wird viel zu viel gefragt, was "möglich" sei, statt danach,was nötig ist. Für ein Überleben der Zivilisation und vermutlich des Menschen überhaupt ist ein sofortiges Ende jeder Verbrennung, auch von Holz, Gas und Öl, unerläßlich, auch wenn dieser Schritt wahrscheinlich schon zu spät käme.) Anschließend ein Gespräch mit der Energieexpertin Claudia Kemfert vom DIW.  - Sehenswerte Sendung, viele teils anrührende und überzeugende, teils erschütternd dumme ("Wir brauchen die Kohle für unsere Kinder!") Stellungnahmen.  ¤

E

 

23

 

                 
30.9.18

Am Hambacher Wald demonstrieren etwa 5000 Menschen gegen dessen Abholzung. Nur eine Kurzmeldung in der Tagesschau.

Die Regionalsendung "Westpol" geht auf die Personalprobleme der NRW-Polizei ein, die wegen des Dauereinsatzes für den Konzern RWE ihre eigentlichen Aufgaben nicht mehr schafft. CDU-Innenminister Reul erklärt das für Unsinn und verbreitet auch sonst gerne Lügengeschichten, um gegen die Waldschützer zu hetzen.

TS

WDR

1/2

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3.10.18

In München demonstrieren etwa 40.000 Menschen gegen Rassismus und den Rechtspopulismus der CSU. Motto: "Gemeinsam gegen die Politik der Angst"

R,TS,E

zus.4

           
3.10.18

Im Hambacher Wald hat die Polizei sämtliche Baumhäuser geräumt und versperrt nun den Zugang zu dem "Betriebsgelände". RWE errichtet in dem Naturschutzgebiet illegal eine Lichtanlage und fällt dort weiter illegal Bäume.

E

1

           
5.10.18

Das zuständige Oberverwaltungsgericht hat entschieden, daß RWE zunächst (für wenigstens zwei Jahre) den Hambacher Wald nicht abholzen darf. Einerseits, weil die Natur dort (u.a. die dort lebenden Fledermausarten) wahrscheinlich besonders schützenswert ist (darüber muß noch ein anderes Gericht entscheiden), andererseits, weil der Kohlekonzern nicht belegt hat, daß er das Areal wirklich braucht, um die Stromversorgung aufrechtzuerhalten. Ein anderes Gericht verwirft zugleich das polizeiliche Verbot einer Großdemonstration am Sonnabend. Der Kurs der RWE-Aktie stürzt ab, Kursverlust ca. 1 Milliarde Euro an einem Tag. Gleich drei gute Nachrichten auf einmal, und die Waldschützer haben jeden Grund zum Feiern.  ¤

arj,TS,TT,hj,h+,E

zus.16
                
6.10.18

Bei einer Großkundgebung am Hambacher Wald fordern etwa 50.000 Menschen das Ende der Kohleverbrennung und feiern das Gerichtsurteil, nach dem der Wald zunächst nicht gerodet werden darf.  ¤

n,arj,TS

zus.6
           
6.10.18

Das Rettungsschiff "Aquarius" liegt im Hafen von Marseille fest, weil Panama ihm die Flagge entzogen hat. Etwa 10.000 Menschen demonstrieren dort und in Paris dafür, daß Frankreich das Schiff übernimmt damit die Seenotretter wieder ihre Arbeit machen können. 

arj,E zus.3
           
13.10.18

In Berlin nehmen mehr als 250.000 Menschen an der "#unteilbar"-Demo teil, gegen Rassismus und Ausgrenzung und für eine offene und freie Gesellschaft. Nicht dabei sind nur AfD, CDU und Sahra Wagenknechts seltsamer Verein "Aufstehen". Schöne Berichte bei allen deutschen Sendern, auch international einige Meldungen.  ¤ 

A,W,R,arj,
TS,hj,TT,E

zus.16
                 
13.10.18

In Paris und anderen Städten in Frankreich demonstrieren einige Zigtausend für sofortiges ernsthaftes Handeln gegen die Erderwärmung, zugleich auch für den Ausstieg aus der Nuklearenergie. ¤ 

TS,E

zus.2
           
20.10.18

In London demonstrieren über 600.000 Menschen gegen den Brexit und fordern eine erneute Volksabstimmung.

A,Sky,ht,TS,E,NC

zus.13
                 
20.10.18

In Frankfurt demonstrieren über 5000 Menschen gegen den Mietwahnsinn und fordern bezahlbaren Wohnraum für Alle.

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27.10.18

Im Hambacher Tagebau demonstrieren etwa 8000 Menschen gegen die Zerstörung. Unter dem Motto "Ende Gelände" fordern sie den sofortigen Kohleausstieg. Zeitweise werden ein Kohlebagger und  die Gleise der Kohlebahn besetzt. 

R,ht,TS

zus.5
6.11.18

"Re: Kohle oder Wald - Der Kampf um den Hambacher Forst" - Film von Theo Heyen über die Protestaktionen der Klimaschützer und Waldretter, und über zwei Beteiligte, die Anwohnerin und Aktivistin Antje Grothus und den Aachener Kontaktpolizisten Ingo Mitschke, der zwischen beiden Seiten vermittelt und sich friedliche und kreative Proteste wünscht.  ¤

arte 30
10.11.18

In Rom demonstrieren etwa 1000 Menschen gegen den faschistischen Innenminister und dessen rassistische Politik gegen Einwanderer.

A

1
17.11.18

In ganz Frankreich protestieren etwa 200.000 Autofahrer, vor allem aus ländlichen Gegenden, gegen eine geplante Erhöhung der Benzinsteuern. Sie blockieren mehr als 1000 Straßen, es gibt teilweise heftige Zusammenstöße mit der Polizei und einige schlimme Zwischenfälle, bei denen eine Demonstrantin ums Leben kommt. - Wirklich traurig, daß sich eine so energische Bewegung an so einem untauglichen Thema entfaltet. Verständnis hätte ich, wenn sie bessere öffentliche Verkehrsmittel fordern würden. Es gibt aber kein Menschenrecht auf praktisch kostenlosen Brennstoff. (Ein realistischer Preis würde heute bei ungefähr 200 Euro pro Liter liegen, wenn man die Umweltkosten der Verbrennung mitrechnet, und im Verhältnis zur gelieferten Arbeitsleistung.) In dieser Sache kann ich nur Präsident Macron unterstützen, der u.a. auch ökologische Gründe für die Steuererhöhung anführt.

A,Sky,arj,TS,E

zus.13
17.11.18

In London blockieren ein paar Tausend Umweltaktivisten den Verkehr auf fünf Brücken. Sie fordern von der Regierung ernsthafte Maßnahmen gegen die Erderwärmung.

E

1
           
24.11.18

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Clare Farrell von der Aktivistengruppe "Extinction Rebellion". Die Gruppe hat vor einer Woche mit der Sperrung mehrerer Brücken den Verkehr in London zum Stillstand gebracht. Sie wollte damit darauf aufmerksam machen, daß eine Wirtschaftsordnung, die auf der Verbrennung fossiler Stoffe beruht, nicht nur die Natur und die Artenvielfalt zerstört, sondern zur Auslöschung des menschlichen Lebens auf diesem Planeten führen kann. Obwohl die Gruppe streng gewaltlose Protestformen einsetzt, wird sie von den Behörden scharf überwacht wie eine Terrorgruppe.   ¤

RT

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24.11.18

In Paris protestieren erneut einige Zigtausend Autofahrer und andere Idioten mit gelben Westen gegen die geplante Erhöhung der Spritsteuern. Sie errichten Barrikaden und setzen Barrikaden und Autos in Brand. Als die Polizei dagegen vorgeht, kommt es erneut zu schweren Zusammenstößen.

A,E

zus.5
1.12.18

In Köln und Berlin demonstrieren zusammen etwa 30.000 Menschen für Klimaschutz und Energiewende, also vor allem den schnellen Ausstieg aus der Kohleverbrennung.

ht,TS

zus.4
           
10.12.18

Bei der Klimakonferenz in Katovice wirbt ein Vertreter der US-Regierung für "saubere Kohle". Er wird vom Publikum lauthals ausgelacht, und einige Dutzend Aktivisten chanten "Keep it in the ground, keep it in the ground!" (OT)

C

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7.1.19

"Up to the last Drop - The secret Water War in Europe" - Dokumentarfilm von Yorgos Avgeropoulos über den Widerstand gegen die Privatisierung der Trinkwasserversorgung in Europa.  (NNA)*   ¤¤

Der Film lief auf deutsch bei arte im Dezember '17, "Bis zum letzten Tropfen". Das Video der englischen Fassung unter dem AJE-Link.

A

47

           
18.1.19

 

 

 

 

 

 

Nach dem Vorbild von Greta Thunberg aus Schweden gehen weltweit Schüler Freitags nicht zur Schule sondern demonstrieren unter dem Motto "Fridays for Future" für politische Maßnahmen zur Rettung des Weltklimas. Auch in Deutschland werden es immer mehr, heute beteiligen sich in zahlreichen deutschen Städten zusammen zigtausende an den Schulstreiks. Sanktionsdrohungen mancher Schulen dürften die Beteiligung noch verstärkt haben. Die Schüler zeigen sich dabei sehr kreativ, eine Fülle von tollen Plakaten und Losungen. Viele sagen, die Zukunft des Planeten sei wichtiger als ihre eigene ("Warum lernen ohne Zukunft", "Das Klima ist aussichtsloser als unser Matheabi"). - Berichte nicht in allen Nachrichtensendungen, aber teilweise sehr schön und wohlwollend.  ¤¤

Zwei Gedanken dazu: 1.Die Schulen könnten diese Aktionen auch als Projektunterricht für die Fächer Erdkunde, Politik, Sozialkunde, Ethik, Kunst, Musik, Deutsch und Englisch einordnen. 

2. Eine Schülerin sagte: "Wir wissen nicht, ob es etwas bewirkt, aber wir wollen ein Zeichen setzen." Ja, das tut ihr, und das ist gut und wichtig, damit später niemand sagen kann, man habe ja nichts gewußt. An der Zerstörung des Planeten, auf dem ihr leben wollt, werdet ihr mit bloßen Appellen an die Herrschenden aber nichts ändern. Die haben euch längst aufgegeben. In den Zukunftsvisionen der Herrschenden (soweit sie denn aufgeklärt und rational denken, wie z.B. Frau Merkel) kommt ihr nur noch als Megatote vor. Von den 25.000, die heute demonstriert haben, werden in 50 Jahren vielleicht noch 25 in irgendwelchen verstrahlten Drecklöchern überleben und nach Wasser und Essbarem suchen und kaum Zeit haben, sich um den Neuaufbau eines besseren Wirtschaftssystems zu kümmern. 

Zur Beseitigung etwaiger Illusionen über die Gesprächsbereitschaft der Reichen und Mächtigen empfehle ich den Text "Der Krieg der Reichen" (Survival of the Richest) von Douglas Rushkoff.

W,R,hj,TT,
h+,E,b&b

 

 

 

zus.16

 

 

 

                  
25.1.19

Greta Thunberg ist nach Davos gefahren (natürlich mit dem Zug), um den Teilnehmern des "Weltwirtschaftsforums" folgendes zu sagen: "Erwachsene sagen immer: wir müssen der Jugend Hoffnung geben. Aber ich will eure Hoffnung nicht. Ich will nicht, daß ihr hoffnungsvoll seid, ich will daß ihr panisch seid. Ich will, daß ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag fühle. Und dann will ich, daß ihr handelt, daß ihr so handelt, wie ihr es in einer Notsituation tätet. Handelt, als würde euer Haus brennen - denn das tut es!" ¤¤

A,ktzt

zus.4
           
25.1.19

In ganz Deutschland gehen am Freitag wieder zigtausende Schüler statt zur Schule auf die Straße, und demonstrieren für einen ernsthaften Klimaschutz. In Berlin protestieren Tausende vor dem Kanzleramt, vor dem Wirtschaftsministerium und vor dem Gebäude, wo die Kohlekommission ihre abschließenden Verhandlungen führt. Der Minister für das organisierte Verbrechen, Altmaier, versucht, die Demonstranten zu belabern, wird aber höflich ausgebuht.  ¤

n,R,arj,TS,TT,hj

zus.21
           
27.1.19

In Hamburg haben 40 Klimaaktivisten eine Verladebrücke im Kohlehafen besetzt. Sie fordern das sofortige Ende von Import, Abbau und Verbrennung von Kohle.

R 1/2
1.2.19

Bei "aspekte" ein Beitrag (lief identisch auch bei "kulturzeit") über die Bewegung der Schülerinnen, die jeden Freitag für die Rettung des Klimas streiken und auf die Straße gehen. In den Nachrichtensendungen gab es heute keine einzige Meldung darüber.

ZDF

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6.2.1

In England hat ein Gericht die "Stansted-15" freigesprochen. Die 15 Aktivisten hatten sich auf dem Flughafen an ein Flugzeug gekettet, um einen Abschiebungsflug zu verhindern. Ihnen drohten deshalb bis zu lebenslange Haftstrafen wegen "Terrorismus". Die meisten "Passagiere" des Fluges haben inzwischen Asyl bekommen. Bericht von Laurence Lee.

A 3
           
8.2.19

Wie jeden Freitag haben wieder zigtausende Schüler für ernsthaften Klimaschutz gestreikt und demonstriert. In den Nachrichten wieder kein einziger Bericht. Nur bei "heute+" eine Meldung, und ein Bericht über die Anfeindungen gegen Greta Thunberg. Sie selber sagt dazu: "Was ich sage, sagen Wissenschaftler seit Jahrzehnten. Ich sehe die Welt schwarz-weiß, und ich mag es nicht, wenn Menschen das eine sagen und das andere tun." (Früher nannte man eine solche Einstellung "radikal", und daran ist nichts Krankes.)   ¤

h+

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15.2.19

In Städten in aller Welt streiken und demonstrieren am Freitag wieder Schüler gegen die Untätigkeit der Regierungen angesichts der Erderhitzung. AJE, BBC, Sky News und PressTV berichten über die Proteste in London, TV5 über die Demo in Paris. Die deutschen ÖR-Sender dagegen berichten nun schon seit drei Wochen nicht mehr, obwohl auch hier die Bewegung weiter wächst. Berichte auf deutsch gibt es nur bei RTL (vor allem über die Frage: dürfen die das?) bei arte (aus Paris) und später noch bei Euronews.  ¤

A,B,Sky,P,R,arj,E,T

zus.17

                 
       

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