Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

"Demo" (-kratie, -nstrationen) #2                                                                             (letzter Eintrag 10.6.19)

Demo #1 

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
28.8.18

Bei RTL ein Bericht über die Proteste von Umweltaktivisten im Hambacher Forst. 150 Menschen leben in Baumhäusern, um die Abholzung des Waldes zu verhindern. Die Polizei geht verstärkt gegen sie vor, offenbar steht eine Räumung kurz bevor.

R

2

1.9.18

Das Künstlerkollektiv "Peng!" erhält den Aachener Friedenspreis für seine provokativen Kunstaktionen. Sie stiften zu zivilem Ungehorsam an, z.B. mit dem Appell, bei der Heimfahrt aus dem Urlaub einen Flüchtling mit über die Grenze zu nehmen.

TT

3

2.9.18

In Berlin und Hamburg demonstrieren jeweils mehrere Tausend Menschen für die Rettung und Aufnahme von Geflüchteten. In der letzten Woche gab es in zahlreichen deutschen Städten Kundgebungen des Aktionsbündnisses "Seebrücke". In den TV-Nachrichten kam darüber fast nichts. Heute Kurzmeldungen bei arte und ZDF, und bei Euronews ein Bericht über eine ähnliche Kundgebung in Athen.

arj,hj,E

zus.2
3.9.18

 

 

 

In Chemnitz besuchen etwa 50.000 Menschen das Konzert "#WIRSINDMEHR" und demonstrieren damit gegen Nazis und Rassismus. Die Punkbands Feine Sahne Fischfilet und Die Toten Hosen, die Rockband Kraftclub, die Rapper von K.I.Z. und andere spielen kostenlos und rufen zum Engagement für die Demokratie auf. Eine beeindruckende Demonstration der Tatsache, daß die Nazis auch in Sachsen nur eine kleine krakeelende Minderheit darstellen, daß auch in Sachsen die Mehrheit für Frieden und Menschlichkeit einsteht. Eine CDU-Politikerin kritisiert wegen des Auftritts von "Feine Sahne Fischfilet" den Bundespräsidenten, der zur Teilnahme an dem Konzert aufgerufen hat. Sie will lieber gar nicht gegen Nazis protestieren als gemeinsam mit Linken.  

Berichte international bei BBC und Sky News, und bei allen deutschen Sendern. - 3sat hatte angekündigt das Konzert komplett live zu übertragen, hat dies aber leider nicht getan. Immerhin bei "kulturzeit" eine Sondersendung aus Chemnitz. Darin leider nur wenige Live-Aufnahmen vom Konzert (zweimal Kraftclub - grandios! - und ein Stück von Trettmann). Außerdem ein Beitrag über die Pressekonferenz der Bands, mit klugen Sätzen von Campino. Ansonsten fürchterlich viel uninteressantes Gerede über sächsische Befindlichkeiten (weggelassen) und ein Beitrag über die Naziaufmärsche der letzten Woche (einsortiert unter "Rassismus").  ¤

B,Sky,TS,hj,TT,E

 

ktzt

zus.19

 

13

           
5.9.18

Im Hambacher Forst beginnen RWE und Polizei mit der Räumung des Camps der Waldschützer. Ab Oktober soll der Wald gerodet werden.

TS

2

8.9.18

In etwa 1000 Städten in aller Welt haben Hunderttausende für einen ernsthaften Klimaschutz demonstriert. Besonders groß war die Beteiligung in den USA und in Frankreich. Berichte bei AJE aus San Francisco und Washington, bei PressTV aus Paris. Bei arte Bilder aus Bangkok und Marseille, bei Euronews aus Paris. Bei ARD und ZDF keine Meldungen.

A,P,arj,E

zus.9
                 
8.9.18

In Hannover haben etwa 10.000 Menschen gegen das in Niedersachsen geplante verfassungswidrige Polizeistaatsgesetz demonstriert.

ht,TT

zus.2
10.9.18

Die beiden Maler Saxana und Helge Hommes unterstützen den Protest gegen die Abholzung des Hambacher Forsts und haben ihr Atelier in den Wald verlegt. Die Polizei schikaniert sie gründlich und beschlagnahmt Pinsel, Farben und Leinwände mit der Begründung, das Malmaterial könne auch als Waffen benutzt werden. Bericht bei 3sat-kulturzeit. ¤

ktzt

8

13.9.18

Die Polizei beginnt mit der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst. Mehr als 3000 Beamte sollen etwa 150 Umweltschützer aus dem Weg schaffen, damit der RWE-Konzern den Wald abholzen und die Kohle darunter verbrennen kann, um das Klima noch mal richtig anzuheizen. Die Aktivisten, die den Wald seit Jahren besetzt halten, leisten verzweifelt passiven Widerstand.  ¤

arj,TS,hj,TT,E

zus.14
           
14.9.18

Im Hambacher Forst räumt die Polizei weitere Baumhäuser und sägt dafür eigenhändig mitten im Naturschutzgebiet Bäume ab.

R,TS,E

zus.2
           
15.9.18

Die Polizei geht weiter gegen die Waldschützer im Hambacher Forst vor und räumt weitere Baumhäuser. Einige Tausend Demonstranten kommen dazu und unterstützen die Besetzer, in der Nähe wird ein Braunkohlekraftwerk besetzt und zeitweise stillgelegt.

ht,TS,E

zus.4
           
16.9.18

Etwa 8000 Menschen kommen zum Hambacher Forst um die 250 Baumbesetzer zu unterstützen. Viele pflanzen am Waldrand neue Bäume. Die Polizei geht teilweise brutal gegen Naturschützer vor und räumt weitere Baumhäuser.  ¤

R,arj,TS,TT,E

zus.11
           
16.9.18

In Köln demonstrieren etwa 10.000 Menschen für die Aufnahme von Geflüchteten, für sichere Fluchtwege und gegen Abschiebungen. Im TV bestenfalls Kurzmeldungen darüber.  ¤

TS

1/2
           
17.9.18

Im Hambacher Forst hat die Polizei inzwischen etwa die Hälfte der 50 Baumhäuser zerstört. Im ZDF-Bericht besichtigt Reporter Lothar Becker das Baumhaus "Paragraf 11". Manchmal verhindern Hunderte Unterstützer mit friedlichen Sitzblockaden die Räumung durch die Polizei.   ¤

TS,h+

zus.4
19.9.18

Im Hambacher Forst ist ein Reporter von einer Hängebrücke gestürzt und gestorben. Er hatte seit einer Woche bei den Baumhausbewohnern gelebt und ihren Widerstand sowie die Räumungsaktionen der Polizei dokumentiert, Die Polizei war nicht direkt an seinem Tod beteiligt, aber durch ihr Vorgehen gegen die Aktivisten natürlich mitverantwortlich. Als Reaktion läßt die Landesregierung die Räumung erstmal abbrechen.  ¤

Alle Videos von Steffen Meyn aus dem Wald bei Twitter : @vergissmeynnic1  Ein Nachruf in der taz.

hj,TT,E

 

Twitter

zus.2

 

zus.22

20.9.18

Berichte über den Tod von Steffen Meyn und die Reaktionen von Waldschützern und Polizei. Überall herrscht Trauer und Nachdenklichkeit. (Daß die Polizei weiterhin versucht, Leuten den Zutritt in den Wald zu verbieten und Kletterutensilien - die in ähnlichen Fällen vielleicht Leben retten könnten - beschlagnahmt, wird nicht erwähnt.)

R,nam,E

zus.7
23.9.18

Beitrag über die Proteste gegen die Abholzung des Hambacher Waldes. Der Fotograf und Professor Andreas Magdanz und seine Studenten dokumentieren seit Jahren die Zerstörung und den Widerstand. "Ein Totalversagen in Wirtschaft und Politik. Es geht nicht nur um den Wald, sondern um unsere Gesellschaft. Darum, ob man aufgeben oder kämpfen will."

ttt

5

24.9.18

Die Polizei macht nach fünf Tagen Unterbrechung weiter mit der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Wald. Aktivisten blockieren für ein paar Stunden einen Kohlezug. In Halle tagt die "Kohlekommission", und einige Hundert "Arbeiter" demonstrieren für das weitere Verbrennen von Braunkohle.

N,n,TS,hj

zus.5
26.9.18

Bei "Zapp" ein Bericht über die Berichterstattung von den Protesten im Hambacher Wald, mit der taz-Reporterin Anett Selle. Die Polizei behindert Journalisten immer wieder bei der Arbeit.

Zapp

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28.9.18

Im Hambacher Wald hat die Polizei fast alle Baumhäuser geräumt. Die Proteste gegen die geplante Abholzung und gegen den Irrsinn des Braunkohleverbrennens gehen weiter.

E

2

29.9.18

In Hamburg demonstrieren etwa 25.000 Menschen für die Aufnahme von Geflüchteten und für sichere Fluchtwege, sowie gegen Rassismus. Bei ARD und ZDF kein Wort darüber, Meldungen und Bilder nur bei RTL und beim iranischen PressTV (!).

R,P

zus.1
29.9.18

 

Das Magazin "Insiders" mit einer ganzen Ausgabe über den Kohleausstieg und die Proteste im Hambacher Wald. Der Reporter Hans von der Brelie besucht die Baumbesetzer, spricht mit einigen von ihnen, mit zugereisten Demonstranten, mit Vertretern von RWE, mit Leuten aus den umgesiedelten Dörfern, mit zwei Mitgliedern der "Kohle-Kommission". Es entsteht ein sehr buntes Meinungsbild, wobei die Forderung nach einem schnellen Kohleausstieg dominiert. Die radikalere Forderung, jede Kohleverbrennung sofort zu beenden, kommt leider nicht zu Wort. (Es wird viel zu viel gefragt, was "möglich" sei, statt danach,was nötig ist. Für ein Überleben der Zivilisation und vermutlich des Menschen überhaupt ist ein sofortiges Ende jeder Verbrennung, auch von Holz, Gas und Öl, unerläßlich, auch wenn dieser Schritt wahrscheinlich schon zu spät käme.) Anschließend ein Gespräch mit der Energieexpertin Claudia Kemfert vom DIW.  - Sehenswerte Sendung, viele teils anrührende und überzeugende, teils erschütternd dumme ("Wir brauchen die Kohle für unsere Kinder!") Stellungnahmen.  ¤

E

 

23

 

                 
30.9.18

Am Hambacher Wald demonstrieren etwa 5000 Menschen gegen dessen Abholzung. Nur eine Kurzmeldung in der Tagesschau.

Die Regionalsendung "Westpol" geht auf die Personalprobleme der NRW-Polizei ein, die wegen des Dauereinsatzes für den Konzern RWE ihre eigentlichen Aufgaben nicht mehr schafft. CDU-Innenminister Reul erklärt das für Unsinn und verbreitet auch sonst gerne Lügengeschichten, um gegen die Waldschützer zu hetzen.

TS

WDR

1/2

7

3.10.18

In München demonstrieren etwa 40.000 Menschen gegen Rassismus und den Rechtspopulismus der CSU. Motto: "Gemeinsam gegen die Politik der Angst"

R,TS,E

zus.4

           
3.10.18

Im Hambacher Wald hat die Polizei sämtliche Baumhäuser geräumt und versperrt nun den Zugang zu dem "Betriebsgelände". RWE errichtet in dem Naturschutzgebiet illegal eine Lichtanlage und fällt dort weiter illegal Bäume.

E

1

           
5.10.18

Das zuständige Oberverwaltungsgericht hat entschieden, daß RWE zunächst (für wenigstens zwei Jahre) den Hambacher Wald nicht abholzen darf. Einerseits, weil die Natur dort (u.a. die dort lebenden Fledermausarten) wahrscheinlich besonders schützenswert ist (darüber muß noch ein anderes Gericht entscheiden), andererseits, weil der Kohlekonzern nicht belegt hat, daß er das Areal wirklich braucht, um die Stromversorgung aufrechtzuerhalten. Ein anderes Gericht verwirft zugleich das polizeiliche Verbot einer Großdemonstration am Sonnabend. Der Kurs der RWE-Aktie stürzt ab, Kursverlust ca. 1 Milliarde Euro an einem Tag. Gleich drei gute Nachrichten auf einmal, und die Waldschützer haben jeden Grund zum Feiern.  ¤

arj,TS,TT,hj,h+,E

zus.16
                
6.10.18

Bei einer Großkundgebung am Hambacher Wald fordern etwa 50.000 Menschen das Ende der Kohleverbrennung und feiern das Gerichtsurteil, nach dem der Wald zunächst nicht gerodet werden darf.  ¤

n,arj,TS

zus.6
           
6.10.18

Das Rettungsschiff "Aquarius" liegt im Hafen von Marseille fest, weil Panama ihm die Flagge entzogen hat. Etwa 10.000 Menschen demonstrieren dort und in Paris dafür, daß Frankreich das Schiff übernimmt damit die Seenotretter wieder ihre Arbeit machen können. 

arj,E zus.3
           
13.10.18

In Berlin nehmen mehr als 250.000 Menschen an der "#unteilbar"-Demo teil, gegen Rassismus und Ausgrenzung und für eine offene und freie Gesellschaft. Nicht dabei sind nur AfD, CDU und Sahra Wagenknechts seltsamer Verein "Aufstehen". Schöne Berichte bei allen deutschen Sendern, auch international einige Meldungen.  ¤ 

A,W,R,arj,
TS,hj,TT,E

zus.16
                 
13.10.18

In Paris und anderen Städten in Frankreich demonstrieren einige Zigtausend für sofortiges ernsthaftes Handeln gegen die Erderwärmung, zugleich auch für den Ausstieg aus der Nuklearenergie. ¤ 

TS,E

zus.2
           
20.10.18

In London demonstrieren über 600.000 Menschen gegen den Brexit und fordern eine erneute Volksabstimmung.

A,Sky,ht,TS,E,NC

zus.13
                 
20.10.18

In Frankfurt demonstrieren über 5000 Menschen gegen den Mietwahnsinn und fordern bezahlbaren Wohnraum für Alle.

ht

2
27.10.18

Im Hambacher Tagebau demonstrieren etwa 8000 Menschen gegen die Zerstörung. Unter dem Motto "Ende Gelände" fordern sie den sofortigen Kohleausstieg. Zeitweise werden ein Kohlebagger und  die Gleise der Kohlebahn besetzt. 

R,ht,TS

zus.5
6.11.18

"Re: Kohle oder Wald - Der Kampf um den Hambacher Forst" - Film von Theo Heyen über die Protestaktionen der Klimaschützer und Waldretter, und über zwei Beteiligte, die Anwohnerin und Aktivistin Antje Grothus und den Aachener Kontaktpolizisten Ingo Mitschke, der zwischen beiden Seiten vermittelt und sich friedliche und kreative Proteste wünscht.  ¤

arte 30
10.11.18

In Rom demonstrieren etwa 1000 Menschen gegen den faschistischen Innenminister und dessen rassistische Politik gegen Einwanderer.

A

1
17.11.18

In ganz Frankreich protestieren etwa 200.000 Autofahrer, vor allem aus ländlichen Gegenden, gegen eine geplante Erhöhung der Benzinsteuern. Sie blockieren mehr als 1000 Straßen, es gibt teilweise heftige Zusammenstöße mit der Polizei und einige schlimme Zwischenfälle, bei denen eine Demonstrantin ums Leben kommt. - Wirklich traurig, daß sich eine so energische Bewegung an so einem untauglichen Thema entfaltet. Verständnis hätte ich, wenn sie bessere öffentliche Verkehrsmittel fordern würden. Es gibt aber kein Menschenrecht auf praktisch kostenlosen Brennstoff. (Ein realistischer Preis würde heute bei ungefähr 200 Euro pro Liter liegen, wenn man die Umweltkosten der Verbrennung mitrechnet, und im Verhältnis zur gelieferten Arbeitsleistung.) In dieser Sache kann ich nur Präsident Macron unterstützen, der u.a. auch ökologische Gründe für die Steuererhöhung anführt.

A,Sky,arj,TS,E

zus.13
17.11.18

In London blockieren ein paar Tausend Umweltaktivisten den Verkehr auf fünf Brücken. Sie fordern von der Regierung ernsthafte Maßnahmen gegen die Erderwärmung.

E

1
           
24.11.18

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Clare Farrell von der Aktivistengruppe "Extinction Rebellion". Die Gruppe hat vor einer Woche mit der Sperrung mehrerer Brücken den Verkehr in London zum Stillstand gebracht. Sie wollte damit darauf aufmerksam machen, daß eine Wirtschaftsordnung, die auf der Verbrennung fossiler Stoffe beruht, nicht nur die Natur und die Artenvielfalt zerstört, sondern zur Auslöschung des menschlichen Lebens auf diesem Planeten führen kann. Obwohl die Gruppe streng gewaltlose Protestformen einsetzt, wird sie von den Behörden scharf überwacht wie eine Terrorgruppe.   ¤

RT

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24.11.18

In Paris protestieren erneut einige Zigtausend Autofahrer und andere Idioten mit gelben Westen gegen die geplante Erhöhung der Spritsteuern. Sie errichten Barrikaden und setzen Barrikaden und Autos in Brand. Als die Polizei dagegen vorgeht, kommt es erneut zu schweren Zusammenstößen.

A,E

zus.5
1.12.18

In Köln und Berlin demonstrieren zusammen etwa 30.000 Menschen für Klimaschutz und Energiewende, also vor allem den schnellen Ausstieg aus der Kohleverbrennung.

ht,TS

zus.4
           
10.12.18

Bei der Klimakonferenz in Katovice wirbt ein Vertreter der US-Regierung für "saubere Kohle". Er wird vom Publikum lauthals ausgelacht, und einige Dutzend Aktivisten chanten "Keep it in the ground, keep it in the ground!" (OT)  ¤

C

1
7.1.19

"Up to the last Drop - The secret Water War in Europe" - Dokumentarfilm von Yorgos Avgeropoulos über den Widerstand gegen die Privatisierung der Trinkwasserversorgung in Europa.  (NNA)*   ¤¤

Der Film lief auf deutsch bei arte im Dezember '17, "Bis zum letzten Tropfen". Das Video der englischen Fassung unter dem AJE-Link.

A

47

           
18.1.19

 

 

 

 

 

 

Nach dem Vorbild von Greta Thunberg aus Schweden gehen weltweit Schüler Freitags nicht zur Schule sondern demonstrieren unter dem Motto "Fridays for Future" für politische Maßnahmen zur Rettung des Weltklimas. Auch in Deutschland werden es immer mehr, heute beteiligen sich in zahlreichen deutschen Städten zusammen zigtausende an den Schulstreiks. Sanktionsdrohungen mancher Schulen dürften die Beteiligung noch verstärkt haben. Die Schüler zeigen sich dabei sehr kreativ, eine Fülle von tollen Plakaten und Losungen. Viele sagen, die Zukunft des Planeten sei wichtiger als ihre eigene ("Warum lernen ohne Zukunft", "Das Klima ist aussichtsloser als unser Matheabi"). - Berichte nicht in allen Nachrichtensendungen, aber teilweise sehr schön und wohlwollend.  ¤¤

Zwei Gedanken dazu: 1.Die Schulen könnten diese Aktionen auch als Projektunterricht für die Fächer Erdkunde, Politik, Sozialkunde, Ethik, Kunst, Musik, Deutsch und Englisch einordnen. 

2. Eine Schülerin sagte: "Wir wissen nicht, ob es etwas bewirkt, aber wir wollen ein Zeichen setzen." Ja, das tut ihr, und das ist gut und wichtig, damit später niemand sagen kann, man habe ja nichts gewußt. An der Zerstörung des Planeten, auf dem ihr leben wollt, werdet ihr mit bloßen Appellen an die Herrschenden aber nichts ändern. Die haben euch längst aufgegeben. In den Zukunftsvisionen der Herrschenden (soweit sie denn aufgeklärt und rational denken, wie z.B. Frau Merkel) kommt ihr nur noch als Megatote vor. Von den 25.000, die heute demonstriert haben, werden in 50 Jahren vielleicht noch 25 in irgendwelchen verstrahlten Drecklöchern überleben und nach Wasser und Essbarem suchen und kaum Zeit haben, sich um den Neuaufbau eines besseren Wirtschaftssystems zu kümmern. 

Zur Beseitigung etwaiger Illusionen über die Gesprächsbereitschaft der Reichen und Mächtigen empfehle ich den Text "Der Krieg der Reichen" (Survival of the Richest) von Douglas Rushkoff.

W,R,hj,TT,
h+,E,b&b

 

 

 

zus.16

 

 

 

                  
25.1.19

Greta Thunberg ist nach Davos gefahren (natürlich mit dem Zug), um den Teilnehmern des "Weltwirtschaftsforums" folgendes zu sagen: "Erwachsene sagen immer: wir müssen der Jugend Hoffnung geben. Aber ich will eure Hoffnung nicht. Ich will nicht, daß ihr hoffnungsvoll seid, ich will daß ihr panisch seid. Ich will, daß ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag fühle. Und dann will ich, daß ihr handelt, daß ihr so handelt, wie ihr es in einer Notsituation tätet. Handelt, als würde euer Haus brennen - denn das tut es!" ¤¤

A,ktzt

zus.4
           
25.1.19

In ganz Deutschland gehen am Freitag wieder zigtausende Schüler statt zur Schule auf die Straße, und demonstrieren für einen ernsthaften Klimaschutz. In Berlin protestieren Tausende vor dem Kanzleramt, vor dem Wirtschaftsministerium und vor dem Gebäude, wo die Kohlekommission ihre abschließenden Verhandlungen führt. Der Minister für das organisierte Verbrechen, Altmaier, versucht, die Demonstranten zu belabern, wird aber höflich ausgebuht.  ¤

n,R,arj,TS,TT,hj

zus.21
           
27.1.19

In Hamburg haben 40 Klimaaktivisten eine Verladebrücke im Kohlehafen besetzt. Sie fordern das sofortige Ende von Import, Abbau und Verbrennung von Kohle.

R 1/2
1.2.19

Bei "aspekte" ein Beitrag (lief identisch auch bei "kulturzeit") über die Bewegung der Schülerinnen, die jeden Freitag für die Rettung des Klimas streiken und auf die Straße gehen. In den Nachrichtensendungen gab es heute keine einzige Meldung darüber.

ZDF

6

6.2.1

In England hat ein Gericht die "Stansted-15" freigesprochen. Die 15 Aktivisten hatten sich auf dem Flughafen an ein Flugzeug gekettet, um einen Abschiebungsflug zu verhindern. Ihnen drohten deshalb bis zu lebenslange Haftstrafen wegen "Terrorismus". Die meisten "Passagiere" des Fluges haben inzwischen Asyl bekommen. Bericht von Laurence Lee.

A 3
           
8.2.19

Wie jeden Freitag haben wieder zigtausende Schüler für ernsthaften Klimaschutz gestreikt und demonstriert. In den Nachrichten wieder kein einziger Bericht. Nur bei "heute+" eine Meldung, und ein Bericht über die Anfeindungen gegen Greta Thunberg. Sie selber sagt dazu: "Was ich sage, sagen Wissenschaftler seit Jahrzehnten. Ich sehe die Welt schwarz-weiß, und ich mag es nicht, wenn Menschen das eine sagen und das andere tun." (Früher nannte man eine solche Einstellung "radikal", und daran ist nichts Krankes.)   ¤

h+

3

15.2.19

In Städten in aller Welt streiken und demonstrieren am Freitag wieder Schüler gegen die Untätigkeit der Regierungen angesichts der Erderhitzung. AJE, BBC, Sky News und PressTV berichten über die Proteste in London, TV5 über die Demo in Paris. Die deutschen ÖR-Sender dagegen berichten nun schon seit drei Wochen nicht mehr, obwohl auch hier die Bewegung weiter wächst. Berichte auf deutsch gibt es nur bei RTL (vor allem über die Frage: dürfen die das?) bei arte (aus Paris) und später noch bei Euronews.  ¤

A,B,Sky,P,R,arj,E,T

zus.17

                 
22.2.19

Die Bewegung der streikenden Schüler wächst weiter. Von den zahlreichen Protestdemos in Deutschland gibt es erneut praktisch keine Berichte, nur bei "Welt" ein paar Bilder und zwei Halbsätze. Bei AJE berichtet David Chater aus Paris, wo Greta Thunberg mit tausenden Schülern auf die Straße geht. Ein Kurzbericht davon auch bei arte.  - "Welt" berichtet, daß die deutsche "Umweltministerin" ein Klimaschutzgesetz vorgelegt hat, das aber - obwohl es völlig unzureichend ist - von der regierenden CDU abgelehnt wird. 

A,W,arj

zus.5
           
24.2.19

Bei "BBC-Newsnight" ein Beitrag über die weltweite Protestbewegung der Schüler. Darin wird u.a. an die Rechnung erinnert, die Nicholas Stern schon 2006 aufgestellt hat, wonach die heutigen Kosten des CO2-Ausstiegs weit geringer sind als die Schäden bei einer weiteren Erderwärmung.  ¤  - Anschließend ein Gespräch mit Anna Taylor (UK Student Climate Network), Rebecca Lowe (von "Freer", einem neoliberalen Thinktank, die vermutlich Unsinn redet, aber so schnell, daß es nicht zu verstehen ist) und Ed Davey (Abgeordneter der Lib Dems, der selber für die blamable Klimapolitik der Vorgängerregierung verantwortlich war, sich jetzt aber opportunistisch hinter die Schüler stellt).

B

13

           
26.2.19

Das Bundesfinanzgericht hat entschieden, Kapitalismuskritik sei nicht gemeinnützig, und der Verein Attac darum nicht mehr steuerlich förderungswürdig

TS

2
1.3.19

In vielen Ländern streiken und demonstrieren wieder Schüler für einen ernsthaften Klimaschutz. In Deutschland diesmal besonders viele (ca. 5-10.000) in Hamburg. Hier ist diesmal Greta Thunberg dabei, darum diesmal Berichte bei allen deutschen Sendern. International nur ein Bericht bei PressTV.  ¤

Bei 3sat-kulturzeit ein Beitrag über die fehlende "Generationengerechtigkeit", die Machtlosigkeit der Jungen, die die Fehler der Alten ausbaden müssen.

W,n,R,arj,TS,
hj,TT,E,P

ktzt

zus.20

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8.3.19

Im "heute-journal" ein Beitrag über das Politikinteresse von jungen Leuten, die sich lieber in einer themenbasierten Bewegung wie "Fridays for Future" engagieren als in den formellen Strukturen der Parteien mit ihren Universalprogrammen.

Bei "heute+" ein Beitrag über wohlwollende Kommentare des Bundespräsidenten zu den Schülerprotesten, während einige Schulen mit Sanktionen auf die Schülerstreiks antworten.

Euronews berichtet, daß die streikenden Schüler in Dänemark erreicht haben, daß der Umweltminister nun regelmäßig mit einer Schülerdelegation über die Klimapolitik berät. (Das Land wird irgendwann in den nächsten 200 Jahren fast komplett im Meer versinken.)

hj,h+

 

E

zus.7

 

2

    markiert: die Aktionen von "Extinction Rebellion", auf DVD "Demo #52" (9.3.bis 26.4.)    
9.3.19

In London kippen Aktivisten von "Extinction Rebellion" vor dem Regierungssitz Kunstblut auf die Straße. Sie protestieren damit gegen die Untätigkeit der Regierung angesichts des Klimanotstands.

C

1/2
11.3.19

Ein Bericht über die Studentin und Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer. "Merkel soll uns nicht loben, sondern ihre selbsterklärten Klimaziele einhalten."

E

2

           
14.3.19

"Was heißt hier eigentlich gemeinnützig?" - Während ein Gericht attac die Gemeinnützigkeit abgesprochen hat, sind Vereine zur Förderung der Geschäftsinteressen von Großkonzernen und Rüstungsfirmen durchaus weiterhin "gemeinnützig". (Ebenso übrigens diverse rechtsextreme Vereine.) 

Monitor

6
15.3.19

 

Weltweiter Aktionstag der Schüler für den Klimaschutz. In etwa 2000 Städten in über 120 Ländern streiken Hunderttausende Schüler und demonstrieren für Klimagerechtigkeit und sofortige ernsthafte Maßnahmen gegen die Erderwärmung. U.a. Berichte aus London (AJE), New York (CNN), Brüssel (sehr ausführlich bei arte) und Bremen (buten & binnen, mit Bildern auch von der ersten Demo in Bremerhaven mit 2000 Teilnehmern, darunter Wissenschaftler des AWI). Bei ARD und ZDF zusammenfassende Berichte, mit sehr vielen Bildern von klugen und kreativen Plakaten. In den Tagesthemen ein Kommentar von Moritz Rödle zu den unernsten Reaktionen der deutschen Politiker. Nur im ZDF der Hinweis, daß 23.000 Wissenschaftler in Deutschland den Protest der Schüler unterstützen ("Scientists for Future"). Bei PressTV ein Bericht mit Demobildern aus mehreren Ländern und ein Bericht aus Rom. Im Iran selbst gibt es aber offenbar keine Proteste, obwohl das Land mit seiner Erölförderung massiv zur Erwärmung beiträgt. Ebenso übrigens Saudi-Arabien.  ¤¤

A,C,P

R,arj,TS,TT,hj,b&b

 

zus.13

zus.30

 

           
16.3.19

Am Internationalen Aktionstag gegen Rassismus gibt es in aller Welt Kundgebungen gegen Fremdenfeindlichkeit, rechte Gewalt und rechte Ideologen. Bei AJE ein Bericht von der Demo in London, bei ARD und ZDF Meldungen über die Demos in 27 deutschen Städten.

A,TS,hj

zus.3
16.3.19

In Frankreich demonstrieren in mehreren Städten hunderttausende Menschen für mehr Umweltschutz und Klimaschutz. Auch zahlreiche Leute von der Bewegung der "Gelbwesten" nehmen an den Kundgebungen teil. Eine der Parolen: "Eins, zwei drei Grad mehr sind ein Verbrechen gegen die Menschheit".  ¤

arj,TS,E

zus.3
19.3.19

Schöner Beitrag über die weltweiten Proteste der Schüler, die Unterstützung ihrer Forderungen durch die Wissenschaftler und die zynisch-dickfelligen Reaktionen der verantwortlichen Politiker, die, statt endlich ihre Arbeit zu machen, nur immer weitere nutzlose Kommissionen gründen und zugleich die Schüler als dumm und faul beleidigen.  ¤

frontal21

9

22.3.19

Die Tagesschau berichtet nur ganz nebenbei über die heutigen Schülerproteste "für ein besseres Klima", und ausführlicher über den Kongress der Schulleiter in Düsseldorf, auf dem u.a. über das Thema "Schulschwänzen" beraten wurde.

TS

2

           
23.3.19

In London demonstrieren über eine Million Leute gegen den "Brexit" und fordern ein neues Referendum über den EU-Austritt.  ¤

A,B,C,Sky,
ht,TS,TT,E
zus.22
                 
23.3.19

In ganz Europa demonstrieren Hunderttausende (allein in München 40.000, in Berlin 30.000) gegen das von der EU geplante neue "Urheberrecht" und speziell gegen Artikel 13, der mit Uploadfiltern eine Vorzensur im Internet einführen würde.  ¤

ht,TS,TT,E

zus.10
           
23.3.19

In Bremen demonstrieren etwa 2000 Leute für das Recht auf Wohnen und fordern mehr sozialen Wohnungsbau.

b&b

3

23.3.19

In Oldenburg demonstrieren 600 Leute gegen die Agrarindustrie und fordern, kleine Höfe zu fördern statt der industriellen Großbetriebe,

b&b

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23.3.19

In Keyenberg (NRW) demonstrieren 3000 Leute gegen den Braunkohletagebau und fordern: "Alle Dörfer bleiben!"

ht

1/2
29.3.19

"Fridays for Future": zigtausende Schülerinnen demonstrieren wieder für besseren Klimaschutz, allein 30.000 in Berlin, wo Greta Thunberg mit dabei ist.  ¤

R,TS,hj,E

zus.5
           
5.4.19

Bericht über die "Parents for Future", die ihre Kinder bei den Klimaschutzdemos unterstützen. 

h+

2

6.4.19

In Berlin demonstrieren etwa 40.000 Leute gegen den Mietenwahnsinn und für bezahlbare Wohnungen. Zugleich beginnt das Volksbegehren zur Enteignung von Immobilienspekulationskonzernen. Große Demos zum gleichen Thema auch in mehreren anderen Städten. - Diverse Berichte, die durchweg das Anliegen unterstützen. Caren Miosga (Tagesthemen) weist ausdrücklich darauf hin, daß angemessener Wohnraum ein Menschenrecht ist.

R,arj,TS,
hj,TT,E

zus.16
           
6.4.19

Im britischen Parlament haben vor ein paar Tagen Aktivisten von "Extinction Rebellion" mit einem Nackt-Protest auf der Besuchertribüne mehr Aufsehen erregt als die absurde Brexit-Debatte. Gespräch mit einem der Aktivisten, Mark Ovland, der wegen der Teilnahme ein paar Tage im Gefängnis gesessen hat. Er erklärt, daß man damit endlich Aufmerksamkeit für den ökologischen Notstand erregt hat, ein Thema, das unendlich viel wichtiger ist als der alberne "Brexit".

Sky

3

15.4.19

In 80 Städten weltweit legen Aktivisten von "Extinction Rebellion" mit Straßenblockaden teilweise den Verkehr still. Die größten Aktionen gibt es in London, dort liegt der Autoverkehr vier Stunden lahm. Die englischsprachigen Sender berichten von dort ausführlich und zeitweise live, bei allen gibt es Erläuterungen von den Teilnehmern. In Berlin wurde immerhin einige Zeit eine Brücke blockiert, aber im deutschen TV kam darüber praktisch nichts, nur nachts bei "heute+" ein Bericht (und davon fehlt mir leider die Aufnahme).  ¤

"Extinction Rebellion" fordert wegen der akuten Klimakrise und des beginnenden Massenaussterbens die Ausrufung des Klimanotstands und CO2-Neutralität bis 2025 (eine sowohl radikale als auch umsetzbare Forderung). 

A,B,C,Sky,h+

zus.27
                  
16.4.19

In London blockieren Aktivisten von "Extinction Rebellion" den zweiten Tag einige Straßen und Brücken in der Innenstadt. Die Polizei verhaftet über 300 Teilnehmer. Die Protestaktionen sollen noch zwei Wochen weitergehen, oder solange, bis die Forderungen erfüllt werden. Die Aktivisten achten dabei sehr auf absolute Gewaltlosigkeit.  - Polizisten verhaften lieber Leute, die die Welt retten wollen, als Leute, die mit dem Auto in die Stadt fahren und dort die Menschen vergiften.  ¤

A,B,Sky

zus.7
17.4.19

 

 

 

Die Aktionen von "Extinction Rebellion" in London gehen weiter. Mehrere U-Bahnen werden von Aktivisten stillgelegt, die sich an die Wagen ketten oder kleben.  ¤¤

Während Sky News sehr ausführlich und mehrmals live über die Proteste berichtet, gibt es bei der BBC nur ein paar ganz kurze Meldungen. Ausführliche Berichte aus London auch bei CNN, Berichte außerdem bei AJE und PressTV. Bei Sky News Stellungnahmen von Caroline Lucas (Abgeordnete der Grünen Partei), Rupert Read (Sprecher von ER) und etlichen Teilnehmern der Aktionen. Bei CNN Einschätzungen von Jess Phoenix (US-Demokratin und Geologin). Bei RT ein Streitgespräch zwischen Tim Jones (Klimaaktivist) und Andre Walker (rechter Kolumnist und Erwärmungsleugner). - Auf deutsch Meldungen bei "Welt" und RTL und Berichte bei "heute" und Euronews. Bei der ARD: nichts.

Rupert Read erklärt (bei Sky News): natürlich wollen wir, daß die Leute Bahn - oder Fahrrad - fahren statt Auto, aber wenn der Meeresspiegel steigt, werden auch die U-Bahnen überflutet. Eine U-Bahn-Linie für ein paar Stunden zu sperren ist ein geringer Preis, um darauf aufmerksam zu machen. Die Polizei sollte sich um die wahren Verbrecher kümmern: die Chefs der Energiekonzerne. Die Erderhitzung ist Gewalt im großen Maßstab. ¤¤

Tim Jones (bei RT) sagt: wenn es in Ihrem Haus brennt und Sie schlafen, beschweren Sie sich dann über die Störung, wenn wir Ihre Haustür eintreten um Sie zu retten?

A,Sky,C,RT,P

W,R,ht,E

 

 

 

zus.35

zus.4

 

 

 

           
18.4.19

In London blockieren Aktivisten von "Extinction Rebellion" erneut einige Hauptverkehrskreuzungen. Donnerstag soll versucht werden, den Flughafen Heathrow lahmzulegen. Bisher wurden über 500 Aktivisten verhaftet.

Ausführlich berichtet weiter vor allem Sky News, jetzt aber auch die BBC. Auch bei TV5 ein Bericht. Bei Sky News gibt es zwei Beiträge, die zugeben, daß die Reduktion des Kohlenstoffausstoßes auf Null tatsächlich nötig ist, aber in Frage stellen, ob sie auch ökonomisch möglich sei. Der Gedanke, daß dann eben das ganze Wirtschaftssystem geändert werden muß, kommt den Redakteuren und Experten nicht. Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. 

B,Sky,T

zus.21
           
19.4.19

 

 

 

Die Blockadeaktionen von "Extinction Rebellion" in London dauern an. Der Plan, den Flughafen Heathrow lahmzulegen, wurde allerdings aufgegeben. Die Polizei trägt Hunderte Demonstranten fort, es bleibt aber alles weiter sehr friedlich. Insgesamt wurden bisher 700 Teilnehmer verhaftet. Das Segelboot auf dem Oxford Circus wird von der Polizei abtransportiert.  ¤

In Paris blockieren Aktivisten von Greenpeace den Zugang zu den Gebäuden einer Bank, des Ölkonzerns "Total" und des staatlichen Energiekonzerns "UDF". Hier geht die Polizei gewaltsam (mit Pfefferspray) gegen friedlich am Boden sitzende Demonstranten vor. 

In Rom haben zigtausende Schüler mit Greta Thunberg für den Klimaschutz demonstriert. Für die Stromversorgung haben dabei etwa 100 Radfahrer mit Fahrradgeneratoren gesorgt.

In Deutschland gibt es am Karfreitag einige Demos der Schüler von "Fridays for Future".

Alle englischsprachigen Sender sowie TV5 berichten aus London, Paris und Rom, am ausführlichsten wieder Sky News. Gespräche mit Aktivisten bei BBC und Sky News. Berichte auf deutsch nur bei arte und ausführlich bei Euronews. Bei "Welt", ntv und RTL Kurzmeldungen (die bei "Welt" besonders lächerlich und fehlerhaft). Die Demos in Deutschland werden nur bei RTL kurz erwähnt.  - Bei ARD und ZDF: nichts.

A,B,C,Sky,P,T

W,n,R,arj,E

 

 

zus.35

zus.9

 

 

                 
19.4.19

ARD und ZDF berichten zwar nicht über die Klimaproteste, bringen dafür aber Meldungen über die Ostermärsche der Friedensbewegung, bei denen u.a. ein Verbot der Atomwaffen gefordert wird.

ht,TS,TT

zus.1
20.4.19

Weiter Blockadeaktionen von "Extinction Rebellion" in London. Die besetzte Straßenkreuzung Oxford Circus ist von der Polizei geräumt worden. Bei Sky News berichtet ein Reporter live von den Protesten und spricht mit Teilnehmern. Die durchweg sehr klar sagen können, was sie da tun und warum. Lauter wunderbare, kluge, mutige Menschen, die jeden Politiker sehr arm aussehen lassen. - Bei den deutschen Sendern nur bei "Welt" eine läppische Meldung. Der Sprecher schafft es auch heute nicht, den Namen "Extinction Rebellion" korrekt auszusprechen, geschweige denn zu erklären, was er bedeutet.  ¤

B,Sky,W

zus.14

21.4.19

In London trägt die Polizei die Demonstranten von "Extinction Rebellion" von weiteren Brücken. Insgesamt wurden diese Woche 960 Teilnehmer der Proteste verhaftet. Auf einer Kundgebung spricht Greta Thunberg zu tausenden Leuten. Ob die Blockadeaktionen nächste Woche weitergehen sollen, ist noch unklar.

B,Sky

zus.3
22.4.19

Bei einer weiteren Aktion von "Extinction Rebellion" in London nehmen hunderte Leute an einem "Die-In" im Natural History Museum teil. - Bei Sky News ein Bericht, der fragt, ob "ER" mit den Blockaden etwas erreicht hat. Auf deutsch noch ein ordentlicher Bericht bei Euronews. - Bei CNN spricht Christiane Amanpour mit Jack Harries (Filmemacher und ER-Aktivist) über "ER", ihre Methoden und Ziele.

A,Sky,C,E

zus.14
20.4.19

Bericht über die Ostermarsch-Kundgebung in Bremen.

b&b

3

23.4.19

In London nehmen Tausende Leute an einer "normalen" Demo von "Extinction Rebellion" teil. Bilder von der sehr bunten und einfallsreichen Demo bei PressTV und "No Comment". - Greta Thunberg spricht mit dem Umweltminister und mit Labour-Chef Jeremy Corbyn. Der Umweltminister gibt zu, daß bisher bei weiten nicht genug gegen die Erderwärmung getan wird. Berichte bei BBC und Sky News. Bei der BBC Einschätzungen von Alyssa Gilbert (Grantham Institute) und Nathan Hultman (University of Maryland) zum politischen Einfluß der Protestbewegung.  ¤

B,Sky,P,NC

zus.14
24.4.19

Bei PressTV noch ein Bericht von den Klimaprotesten von "Extinction Rebellion" in London, mit Stimmen von Teilnehmern.

P

2
25.4.19

Zum Abschluß der 11-tägigen Protestaktionen von "Extinction Rebellion" in London blockieren nochmal einige hundert Leute die Börse und eine U-Bahn-Station im Bankenviertel. Berichte aus London bei AJE, BBC und CNN. Auf deutsch ein Bericht bei Euronews und eine Meldung im heute-journal.

A,B,C,Sky,hj,E

zus.10
           
25.4.19

Bei der BBC eine Diskussion über den Sinn der Aktionen von "Extinction Rebellion" und darüber, ob deren Forderungen "realistisch" sind. Mit Farhana Yamin (ER), Prof. Catherine Mitchell (Energieexperte) und Ross Clark (Journalist). (Noch nicht komplett angesehen.)

B

15

26.4.19

Noch zwei Berichte über die 11-tägigen Aktionen von "Extinction Rebellion" in London.

P,E

zus.4
1.5.19

In Goma haben am 1. Mai hunderte Leute von "Lucha" für das Recht auf Arbeit demonstriert.   

JA

2
3.5.19

Die Stadt Konstanz hat den Klimanotstand ausgerufen. Alle Entscheidungen der Stadtverwaltung sollen dadurch unter den Vorbehalt des Klimaschutzes gestellt werden.

In Essen protestieren die Schüler von "Fridays for Future" vor der Hauptversammlung von RWE. Auf Einladung der kritischen Aktionäre spricht Luisa Neubauer vor den Aktienbesitzern und kritisiert die klimazerstörende Politik des Kohlekonzerns in scharfer Weise und fordert eine Abschaltung der Kohlekraftwerke noch dieses Jahr. Konzernchef Rolf Martin Schmitz zeigt sich unbeeindruckt und will mit der Zerstörung des Planeten noch 20 Jahre weitermachen.

W,n,ht,TS,TT

zus.14
           
4.5.19

In Hamburg demonstrieren 6000 Leute gegen Wohnungsnot und Mietsteigerungen.

ht,TS zus.2
13.5.19

In Brüssel und anderen europäischen Städten demonstrieren Tausende für den Klimaschutz

E

1

18.5.19

Im "Listening Post" das Musikvideo " ''allo le Système!" von Raja Meziane, mit Bildern des Volksaufstandes gegen die Diktatur. "Hallo! Hallo? Können Sie mich hören oder hört wie gewöhnlich keiner zu? Wir wollen eine Republik, eine Volksdemokratie, keine Monarchie!"  ¤

A 2
           
18.5.19

In Frankreich demonstrieren in 30 Städten Tausende Menschen gegen den Giftkonzern Monsanto.

E

1/2

           
20.5.19

"Earthrise: The Peoples's Voice" - Film über die Bewegungen "Extinction Rebellion" und "Sunrise Movement".  (leider NNA)*   ¤

Thema bei "The Stream": "How are youth forcing world leaders to act on climate change?", eine Sendung über diesen Film, mit Amanda Burrell (Filmproduzentin), Varshini Prakash (Sunrise Movement) und Clare Farrell (Extinction Rebellion).  (leider auch NNA)*   ¤

A

A

25

25

                 
21.5.19

Bei der Aktionärsversammlung des Ölkonzerns BP in Aberdeen protestieren Aktivisten gegen den Konzern, der seine Verantwortung für die Erderhitzung leugnet. Auch einige Anleger wollen aus der Förderung von Öl und Erdgas aussteigen.

Sky

3

24.5.19

Weltweit streiken und demonstrieren wieder über eine Million Schüler und auch viele Erwachsene bei "Fridays for Future" für die Rettung des Klimas, allein in Deutschland über 300.000 in 300 Städten. Die BBC und Euronews berichten international. Bei "buten un binnen" ein Bericht über die Demo in Bremen. - Mehr als 80 bekannte YouTuber schließen sich dem Aufruf von Rezo an, nicht CDU oder SPD zu wählen, weil diese Parteien nichts für den Klimaschutz tun, und schon gar nicht die AFD, die den wissenschaftlichen Konsens leugnet. (Die FDP mit ihrem Marktradikalismus hätte man aber auch erwähnen müssen.)  ¤

B,R,arj,TS,
TT,E,b&b

zus.18
                 
30.5.19

"buten & binnen Extra: Fridays for Future - Die neue Jugend-Protestkultur" - Beiträge über die Klimaproteste in Bremen, und János Kereszti spricht mit den beiden Aktivistinnen Frederike Oberheim und Eva Hoops. Dann Beiträge über die Friedensbewegung in Bremen heute und über die Straßenbahnunruhen der Schüler 1968, dazu ein Gespräch mit dem Historiker Jan Werquet über Parallelen zwischen der 68er-Bewegung und heute.

b&b

29
31.5.19

Nick Glass berichtet aus London über Proteste von Schülern gegen das Nichtstun beim Klimaschutz (schönes Transparent: "Fossil Fools"), und über die Naturschützerin Amy-Jane Beer, die wunderschöne Zeichnungen der verschwindenden Natur macht und jetzt Aktivistin bei "Extinction Rebellion" geworden ist. Sehr schöner Bericht.  ¤ 

C

4

2.6.19

In Berlin demonstrieren 90.000 Radfahrer für mehr Platz für Menschen auf den Straßen, also weniger Platz für Autos.

hj

1/2

2.6.19

Ein Beitrag über die Rebellion der Jugend gegen die altersstarre Politik und die hilflose Reaktion von z.B. AKK auf das Rezo-Video. Mit etlichen klugen Statements, u.a. von Tilo Jung, Sophie Passmann und Wolfgang Gründinger. Und dem Fazit: die junge Generation will mitreden, will echte Demokratie.

ttt

6

9.6.19

In Venedig demonstrieren etwa 10.000 Menschen gegen den Kreuzfahrt-Massentourismus, der die Lagunenstadt direkt sowie über die Klimaerwärmung auch indirekt zerstört. Bericht bei Euronews.

E

1/2
           
10.6.19

In Kiel haben 50 Klimaaktivisten einige Stunden lang ein Kreuzfahrtschiff blockiert und an der Abfahrt gehindert. Alle Teilnehmer wurden von Polizisten verhaftet. Im TV nur bei RTL am Folgetag ein Kurzbericht.

R

1/2
       

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