Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Afrika : Sudan und SüdSudan #3         (letzter Eintrag 21.6.17)

Sudan #1 (bis 4.12.11)

Sudan #2 (bis 24.12.14)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
28.1.15 Südsudan : Milizen lassen 3500 Kindersoldaten frei.  (NNA)*

B,E

zus.4
11.2.15 sudan : HRW wirft der Armee des Sudan eine Massenvergewaltigung vor. Die Soldaten sollen an einem Tag im letzten Oktober in dem Dorf Tabit in Darfur über 220 Frauen und Mädchen vergewaltigt haben. Gespräch mit Jonathan Loeb (HRW).

B

4

13.2.15

Präsident Bashir weist in einem Interview die Vorwürfe zurück, daß Soldaten in Darfur eine Massenvergewaltigung begangen hätten. Die Vorwürfe stammten von einem oppositionellen Radiosender und seien falsch.

E

1

17.2.15

Noch ein Ausschnitt aus dem Interview mit Präsident Bashir. Er meint, daß Mossad und CIA hinter ISIS und Boko Haram stecken. (Das ganze Interview bringt Euronews am Mittwoch.)

E

1

18.2.15

Das Interview mit Präsident Bashir komplett. (NNA)*  ¤

E 19
1.3.15 Südsudan : Laut UN-Angaben haben Rebellengruppen mehrere Hundert Kinder entführt um aus ihnen Kindersoldaten zu machen. Infos dazu von Unicef-Sprecher John Budd. Sky

2

5.3.15 Südsudan : Bei den mononatelangen Gesprächen zwischen Regierung und Rebellen in Addis scheint kaum etwas Konkretes herausgekommen zu sein. Bericht und Infos von Catherine Soi aus Juba. 

A

4
6.3.15

Noch ein Bericht von Catherine Soy über das ergebnislose Ende der Friedensgespräche zwischen Präsident Kiir und Rebellenchef Machar. Die Verhandlungen sollen demnächst wieder aufgenommen werden.

A

2

12.3.15 Südsudan : Folgen des Ölpreisverfalls für das Land.  (NNA)*

A

3

            
16.3.15 Südsudan : Catherine Soi berichtet aus Kodok (in der Nähe zur Grenze zum Nordsudan) über Vorbereitungen des WFP, die Versorgung der Bevölkerung (darunter Zigtausende Flüchtlinge) mit Lebensmitteln auch während der Regenzeit zu gewährleisten.

A

2

25.3.15 Südsudan : Catherine Soi berichtet aus einem Flüchtlingslager bei Malakal. Jugendliche werden von UN-Blauhelmen zur Schule gefahren, aus Sorge, daß sie von einer der Bürgerkriegsparteien entführt und als Soldaten rekrutiert werden könnten. Obwohl einige Kindersoldaten freigelassen wurden, gibt es immer noch ca. 12.000 auf beiden Seiten.

A

3
8.4.15 Sudan : Nächste Woche ist Präsidentschaftswahl. Natasha Ghoneim berichtet aus Khartum über wirtschaftliche Probleme als Folge der Abspaltung des Südens und von US-Sanktionen.

A

2

9.4.15

Natasha Ghoneim berichtet aus Khartum über die oppositionellen Kandidaten zur Präsidentschaftswahl. Sie beklagen sich über Behinderungen im Wahlkampf. Die meisten Parteien boykottieren die Wahl.

A

2

10.4.15

Vor der Präsidentschaftswahl ein paar Infos von James Copnall aus Khartum.

B 3
11.4.15

Natasha Ghoneim berichtet aus Khartum über den Wahlkampf. Kritik an Benachteiligung der Opposition. Präsident Bashir gilt als charismatisch, viele weibliche Anhänger. Die meisten Leute werden aber nicht zur Wahl gehen.

A

2

            
12.4.15

Noch ein Bericht von Natasha Ghoneim aus Khartum vor der Wahl, über den Boykottaufruf der Opposition.

A

2

13.4.15

Erster Tag der dreitägigen Präsidentschaftswahl. Die Beteiligung ist offenbar eher gering. Bericht aus Khartum bei AJE von Catherine Soi.

A,E zus.3
14.4.15

Wegen logistischer Probleme ist die Wahl um zwei Tage verlängert worden. Natasha Ghoneim spricht mit einigen unzufriedenen Bauern.

A

2

14.4.15

"South Sudan: Country of Dreams" (Teil 1) (Fault Lines) - Reportage von Anjali Kamat u.A. über die Verheerungen des Bürgerkrieges im Südsudan.  (Leider NNA)*  ¤¤

A

24

           
15.4.15

James Copnall berichtet aus Khartum über die Wahl und die sehr geringe Beteiligung.

B

2

16.4.15

Beginn der Stimmauszählung der Präsidentschaftswahl. Ergebnis erst Ende des Monats.

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1

21.4.15

"South Sudan: Country of Dreams" (Teil 2) (Fault Lines) - Reportage von Anjali Kamat u. A. über die Verheerungen des Bürgerkrieges im Südsudan.  (Leider NNA)*  ¤¤  

A

25

           
27.4.15 Sudan : Nur eine Kurzmeldung: Präsident Bashir hat die Wahl mit angeblich 94 Prozent der Stimmen gewonnen.

E

1/2

19.5.15 Südsudan : Im Nordosten des Südsudan haben Rebellen den Ort Malakal und mehrere Ölfördergebiete erobert. - Bericht über Vorwürfe von Unicef gegen Armee und Rebellen in Unity State, die Kinder entführen, vergewaltigen und als Soldaten mißbrauchen.

A

3

22.5.15

In den Provinzen Unity, Jonglei und Upper Nile im Nordosten des Südsudan gibt es wieder Kämpfe zwischen Armee und Rebellen. Angaben über zerstörte Dörfer und Tausende Vertriebene. Die Ärzte von MSF schlagen Alarm.   ¤

A

2

25.5.15 (Südsudan) Die Armee hat angeblich die Rebellen wieder aus Malakal und den dortigen Ölfeldern vertrieben. Catherine Soi berichtet aus Juba.  

A

3

30.5.15

Catherine Soi berichtet aus Bentiu. Im Flüchtlingslager sind dort in den letzten Tagen über 20.000 Menschen angekommen, die vor dem neuentflammten Bürgerkrieg geflüchtet sind. Viele von ihnen krank, fast alle unterernährt.

A

3

6.6.15 Sudan : Der wiedergewählte Präsident Bashir bildet eine neue Regierung. Einschätzungen dazu von Joseph Ochiena. (NNA)*

A

3

6.6.15 Südsudan : Bericht über eine Initiative in West Equatoria, mehr Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen.  

Volker Schwenck berichtet aus Bentiu über den erneut aufgeflammten Bürgerkrieg in den nordöstlichen Bundesstaaten.  

A

TS

2

2

8.6.15

Catherine Soi berichtet aus Bentiu über Menschen, die vor dem neuen Bürgerkrieg geflüchtet sind. 60.000 leben hier in einem Flüchtlingslager, zwei Drittel davon Kinder, die meisten unterernährt.

A

3

           
10.6.15 Sudan : Bericht von James Bays (New York) über Debatten bei den UN über die Zukunft der UN-Mission in Darfur (UNAMID).  

A

3
14.6.15

Präsident Bashir ist nach dem Besuch eines AU-Gipfels in Südafrika von einem Gericht an der Ausreise gehindert worden, unter Berufung auf den Haftbefehl des ICC. Über eine mögliche Auslieferung entscheidet ein anderes Gericht. Infos von Korrespondenten (beim ZDF von Jörg Brase aus Nairobi). 

A,B,arj,hj,E

zus.14
15.6.15

Präsident Bashir reist wieder aus Südafrika ab (angeblich fluchtartig), trotz einer Verfügung des höchsten Gerichts, ihn festzuhalten. Offenbar hat Südafrikas Regierung die Anweisung mißachtet. Auf dem Flughafen von Khartum wird Bashir wie ein Held empfangen.

A,Sky,arj,TS,E

zus.11
21.6.15 Südsudan : "Der gescheiterte Staat" - Volker Schwenck berichtet über die Arbeit von UN-Blauhelmen, die sich zwischen den Fronten des Bürgerkrieges um die Flüchtlinge kümmern und versuchen, Kriegsverbrechen zu verhindern.

WS

6

30.6.15 Südsudan : Die UN werfen Soldaten der Armee des Südsudan vor, bei Kämpfen mit Rebellen im April Dutzende junge Frauen vergewaltigt und dann lebendig verbrannt zu haben.

A,B

zus.3
7.7.15

Catherine Soi berichtet aus Pagak. Sie trifft eine Brigade der Rebellenarmee, die weiter einen Großteil des Nordostens von Südsudan kontrolliert und die Regierung stürzen will. Unter den Kämpfern sind auch viele Jugendliche.

A

3

           
9.7.15 Südsudan : Am vierten Jahrestag der Unabhängigkeit gibt es wenig zu feiern, das ohnehin bitterarme Land versinkt durch den Bürgerkrieg weiter in Hunger und Elend. Bericht von Catherine Soi aus dem Rebellengebiet im Nordosten. Kurzer Ausschnitt aus einem Gespräch mit Rebellenchef Riek Machar.

A

3

           
10.7.15

Noch ein Bericht von Catherine Soi aus dem Rebellengebiet, über die "White Army", eine Stammesmiliz der Murle an der Seite der Rebellenarmee.

A

3

           
18.7.15 Sudan : Bericht über von der Universität von Khartum. 21 Medizinstudenten haben das Studium abgebrochen um sich ISIS anzuschließen. Suche nach Ursachen.

A

2

31.7.15 Südsudan : Allgemeiner Bericht über die landesweite humanitäre Katastrophe durch den Bürgerkrieg.  

arj

2

4.8.15 sudan : Amnesty wirft der Armee des Sudan Kriegsverbrechen beim Kampf gegen Rebellen in Südkordofan vor. Dörfer, Schulen und Krankenhäuser seien von Flugzeugen bombardiert worden, es werde Streumunition eingesetzt. 250.000 Menschen sind aus dem Gebiet in den Südsudan geflüchtet.

A

2

12.8.15 Südsudan : Natasha Ghoneim berichtet über Kriegsflüchtlinge in Bentiu. Frauen sagen, daß sie von Regierungssoldaten vergewaltigt wurden. A

3

14.8.15 Südsudan : Natasha Ghoneim berichtet aus Juba über Zensurmaßnahmen der Regierung gegen kritische Zeitungen.

A

3

15.8.15 Südsudan : Natasha Ghoneim berichtet aus Bentiu über die Not der Menschen in einem Flüchtlingslager. Soldaten versuchen die Kinder zu rekrutieren, die Versorgung reicht nicht für die Menschen, während weiter Tausende Kriegsflüchtlinge dazukommen.

A

3

16.8.15 Südsudan : In Addis Abeba beginnen wieder Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen. - Natasha Ghoneim berichtet aus einem Flüchtlingslager in Juba, wo Leute aus vier angeblich verfeindeten Stämmen friedlich zusammenleben. - Catherine Byaruhanga berichtet über die ugandische Friedenstruppe, die die Regierungsseite beim Kampf gegen die Rebellen unterstützt. A

3

17.8.15 Südsudan : Bei den Gesprächen in Addis Abeba unterzeichnet Riek Machar ein Friedensabkommen, Präsident Kiir aber nicht. Drei Berichte, bei AJE Einschätzungen von James Copnall. A,B,arj zus.10
26.8.15

Präsident Kiir hat schließlich doch noch das neue Friedensabkommen unterzeichnet. Berichte aus Juba von Anna Cavell (AJE) und Alester Leithead und Emmanuel Igunza (beide BBC). Bei AJE ein Interview mit Rebellenführer Riek Machar, der jetzt wieder Vizepräsident werden soll. Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews.

A,B,arj,E zus.15
           
30.8.15 Südsudan

Frieden? (NNA)*

A,arj

zus.4

17.9.15 Südsudan : In einem Dorf in Westäquatoria werden über 180 Bewohner bei der Explosion eines Tanklasters getötet. Sie hatten nach einem Unfall das auslaufende Benzin abgeschöpft. Infos aus Juba von Anna Cavell.

A

1

27.9.15 Südsudan : Alastair Leithead berichtet aus einem Flüchtlingslager in Unity State. Frauen erzählen von brutalen Kriegsverbrechen der Regierungsarmee.  ¤

A

4
12.10.15

Ugandas Regierung erklärt, daß am Sonnabend der Abzug der ugandischen Friedenstruppe aus Südsudan beginnt. Infos aus Kampala von Catherine Byaruhanga.

B

3
21.10.15

Anna Cavell berichtet aus Juba über den Abzug der ugandischen Friedenstruppe.

A 2
4.11.15

In Juba stürzt ein Transportflugzeug kurz nach dem Start ab. An Bord waren Hilfsgüter und eine unbekannte Zahl von Passagieren. Mindestens 41 Menschen werden getötet, vor allem Bewohner der Häuser, auf die die Maschine gestürzt ist.

A,E

zus.2
15.12.15 Südsudan : Seit zwei Jahren versinkt das Land im Bürgerkrieg, der auch nach dem Friedensabkommen vor vier Monaten weitergeht. Zwei Korrespondentenberichte aus Juba über die Not der Kriegsflüchtlinge. Bei der BBC Einschätzungen von Ej Hogendoorn (ICG). - Euronews über einen UN-Bericht, wonach die Armeen beider Seiten massiv Kindersoldaten einsetzen.

A,B,E

zus.10
1.2.16 Südsudan : Angeblich hat die Armee im Oktober in Unity State 50 Zivilisten in einen Container gesperrt, die dann erstickt sind. Der dazu befragte Armeesprecher Angelos Agok erklärt einerseits, daß die Vorwürfe neu sind und er davon nichts weiß, aber andererseits seien sie auch falsch und erlogen.

A

5

2.2.16 Südsudan : Die von Regierung und Rebellen vereinbarte gemeinsame Regierung gibt es immer noch nicht. Catherine Soi spricht in Addis Abeba mit Riek Machar, der meint, mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft werde er "mit seinen Truppen" in drei Wochen in Juba sein, um in die Regierung einzutreten.

A

3

18.2.16 Südsudan : Bei Kämpfen zwischen zwei ethnischen Gruppen sind in einem Flüchtlingslager bei Malakal mindestens 18 Menschen getötet worden. (Meldung und Bilder) - Ein Großteil der Armee zieht wie im Friedensabkommen vereinbart aus der Hauptstadt Juba ab, um den Weg für die Bildung einer Einheitsregierung freizumachen. Nur die Präsidentengarde und die Polizei sollen bleiben. Infos von dort von Anna Cavell.

A

2
3.3.16 Südsudan : Beim Bürgerkrieg im Südsudan sind nach UN-Angaben in den letzten zwei Jahren 50.000 Menschen getötet worden. Gespräch dazu mit Außenminister Barnaba Marial Benjamin. Er bestätigt die Zahlen. Inzwischen sei aber der Versöhnungsvertrag umgesetzt worden. Warum Rebellenchef und Vizepräsident Machar immer noch nicht nach Juba gekommen ist um seinen Posten anzutreten, wisse er auch nicht. B

4

5.3.16 Sudan : Der Islamistenführer Hassan al-Turabi ist mit 84 Jahren gestorben. Als Vizepremier hatte er in den 90er-Jahren zeitweise Osama Bin Laden Asyl gegeben. Zuletzt war er war er ein wichtiger Vertreter der Opposition gegen Präsident Bashir. A

2

           
11.3.16 Südsudan : Ein Report des UN-Menschenrechtsrats listet extreme Menschenrechtsverbrechen und Kriegsverbrechen beider Seiten im Bürgerkrieg der letzten zwei Jahre auf. Die Regierung betreibe eine Politik der "verbrannten Erde" gegen das eigene Volk. Die Situation der Menschenrechte im Südsudan sei eine der schlimmsten weltweit. - Ausführliche Berichte mit grausamen Details bei AJE, BBC und CNN. Bei der BBC eine Stellungnahme des südsudanischen Botschafters in Kenia. Auf deutsch nur im heute-journal eine (deutliche) Meldung.   ¤

A,B,C,hj

zus.16

            
16.3.16 Südsudan : Anna Cavell berichtet aus Juba über eine Friedenstruppe, die nur aus Frauen besteht, Einheimische, ohne Waffen. Sie sollen im Auftrag der UN in den Flüchtlingslagern für Ordnung sorgen.

A

2
           
7.4.16 Sudan : Thomas Fessy berichtet aus Khartum und führt dort ein Interview mit Präsident Omar Al-Bashir. (NNA)*  ¤

B

8
8.4.16

Weiterhin leben über eine Million Menschen aus Darfur in Flüchtlingslagern. Natasha Ghoneim berichtet, warum es so schwer ist, in die Heimat zurückzukehren. Viele fühlen sich inzwischen in den Lagern zuhause.

A 3
9.4.16

Natasha Ghoneim berichtet aus Nord-Darfur über Landwirte, die sich mit neuen Anbaumethoden auf die häufigen Dürreperioden einstellen.

A

3

10.4.16

Die Bewohner von Darfur sollen in einem Referendum darüber abstimmen, ob die Region zu einer Provinz werden soll oder in fünf Provinzen aufgeteilt bleibt. Bericht von Natasha Ghoneim.

A

3
13.4.16 Südsudan : In den nächsten Tagen soll Vizepräsident Riek Machar endlich nach Juba zurückkehren. Infos von dort von Anna Cavell.

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3
17.4.16 Südsudan : Catherine Soi berichtet aus Pagak. In dem Ort an der Grenze nach Äthiopien hatte Riek Machar die letzten zwei Jahre sein Hauptquartier. Nun verabschieden ihn seine Leute, morgen will er in die Hauptstadt umziehen und seinen Posten in der Übergangsregierung antreten. 

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3
18.4.16 Südsudan / Äthiopien : Die Rückkehr von Riek Machar nach Juba verzögert sich erneut, angeblich wegen "logistischer Probleme". Infos dazu aus Juba. - In Gambella im Westen Äthiopiens haben Milizen der Murle, die dort als Flüchtlinge aus Südsudan leben, über 200 Zivilisten getötet und über 100 Kinder entführt. 60 der Angreifer sollen von der Armee getötet worden sein. Infos aus Addis Abeba.  ¤ B

3

19.4.16

Riek Machar verschiebt seine Umsiedlung nach Juba von Tag zu Tag und findet dafür immer neue Gründe. Infos aus Juba von Fedenende Mondi (?).

B

3

20.4.16

Der designierte Vizepräsident Riek Machar weigert sich weiter, nach Juba zu fliegen. Im Interview bei AJE sagt er, er wolle 2900 schwer bewaffnete Soldaten zu seinem Schutz mitnehmen. Das lehnt die Regierung ab. Korrespondentin Anna Cavell in Juba erläutert, daß Machar nach dem Friedensabkommen tatsächlich seine eigenen Soldaten mitbringen darf, aber nicht mit schweren Waffen. - Im heute-journal ein Bericht von Jörg Brase, der die komplizierte (und gefährliche) Lage sehr gut erläutert.  ¤

A,hj zus.12
           
21.4.16

Äthiopien hat Soldaten nach Südsudan geschickt, die dort nach den 125 Kindern suchen sollen, die vor einer Woche von einer Miliz des Murle-Volkes entführt wurden. Infos aus Gambella von Catherine Soi.

A

2
26.4.16

Riek Machar ist endlich doch nach Juba geflogen um sein Amt als Vizepräsident wieder anzutreten. Er wird dort sofort vereidigt. Wieviele seiner Soldaten er nun mitgebracht hat, wird leider nicht erwähnt. Berichte aus Juba von Anna Cavell (AJE) und Jörg Brase ("heute"). Weitere Berichte bei BBC, Sky News und Euronews, Einschätzungen von Edward Thomas (Experte, bei AJE), 

A,B,Sky,ht,E

zus.15
                 
28.4.16

Anna Cavell berichtet aus Juba über eine dramatisch schlechte medizinische Versorgung. Es gibt praktisch keine Medikamente mehr, auch eine Folge von ausbleibenden Zahlungen der "Geberländer". Anscheinend soll so die Regierung gedrängt werden, selber mehr auszugeben. Die Folgen tragen aber die Allerärmsten.

A

2

           
2.5.16

Als Folge des Bürgerkrieges sind drei Millionen Menschen auf Hilfslieferungen angewiesen. Ein Bericht aus Leer, einem Ort, der von Regierungstruppen völlig verwüstet wurde. Jetzt hofft man, daß die neue Friedensvereinbarung halten wird.

arj

3

9.5.16 Südsudan : Durch den Bürgerkrieg ist die kaum entwickelte Wirtschaft völlig zusammengebrochen. Lebensmittel werden kaum noch produziert und müssen komplett importiert werden, wodurch die Preise explodiert sind. 

arj

3

11.6.16 Südsudan : Anna Cavell berichtet aus Terekeka über junge Männer des Mundari-Volkes, die die alte Tradition des Ringkampfes pflegen.

A

2
22.6.16

Im Februar wurden in einem Flüchtlingslager in Malakal 30 Zivilisten bei einem Massaker getötet. Die UN haben das Verhalten der dortigen UN-Blauhelme untersucht und nun einige von ihnen (darunter auch welche aus Ruanda) abgezogen, weil sie den Angegriffenen nicht geholfen hatten. Infos aus New York von James Bays.

A

2

26.6.16

Trotz des Friedensabkommens gibt es in verschiedenen Gegenden weiter sporadische Kämpfe. Hunderttausende Menschen in den Flüchtlingslagern trauen sich weiterhin nicht nach Hause. Hiba Morgan berichtet aus Juba.

A

3

           
30.6.16

In Wau sind erneut Tausende Menschen auf der Flucht vor ethnischen Konflikten. Im ganzen Land ist die Versorgungslage katastrophal (Bilder von völlig abgemagerten Kindern). Das Land ist pleite, was nicht nur eine Folge der Konflikte, sondern auch des niedrigen Ölpreises ist.  ¤

arj

2

6.7.16

In Wau gibt es erneut Kämpfe. Mindestens 40 Zivilisten wurden dabei getötet, 150.000 Menschen sind erneut auf der Flucht. Wer genau gegen wen kämpft und warum, und welche Rolle die Armee und die Rebellen von Vizepräsident Machar spielen, ist nicht klar. Aus Wau berichtet Haru Mutasa.   ¤

A

3
           
7.7.16

Haru Mutasa berichtet aus Wau über die neuen Gefechte. Es ist immer noch unklar, wer dahintersteckt, die Armee spricht nur von "Angriffen von Kriminellen".

A 2
8.7.16

Während einer gemeinsamen Pressekonferenz von Präsident und Vizepräsident zum fünften Jahrestag der Unabhängigkeit gibt es ganz in der Nähe des Präsidentenpalasts in Juba Gefechte zwischen Einheiten des Einen und des Andern. Bericht aus Juba von John Hendren (AJE), Einschätzungen von Deng Hoc Yai (Bildungsminister) bei der BBC. Bei arte ein allgemeiner Lagebericht.

A,B,arj

zus.10
9.7.16

 

 

Bei den neuen Kämpfen in Juba zwischen Soldaten von Präsident Kiir und Soldaten von Vizepräsident Machar sind angeblich über 150 Menschen getötet worden. Beide Seiten geben unterschiedliche Darstellungen ab - was wirklich passiert ist, ist unklar. - Bei AJE berichtet John Hendren aus Juba, Haru Mutasa berichtet über Menschen in einem Flüchtlingslager in Wau, die Angst vor einem neuen Krieg haben. Auch hier wurden letzte Woche etwa 50 Menschen bei Kämpfen getötet. Allgemeine Berichte bei BBC, arte, ARD und Euronews. Thomas Aders (TS) spricht von "uralten Konflikten zwischen den Stämmen der Nuer und der Dinka".  ¤

"Inside Story: What's gone wrong in South Sudan?" - Diskussion mit Ateny Wek Ateny (Sprecher von Präsident Kiir), Alex de Waal (World Peace Foundation) und Justin Lynch (Journalist).

A,B,arj,TS,E

 

A

zus.13

 

25

                  
10.7.16

In Juba und einigen Landesteilen gibt es wieder Kämpfe zwischen Soldaten von Präsident Kiir und von Vizepräsident Machar. Das Ausmaß ist unklar, ebenso, wer für die neue Gewalt verantwortlich ist. Allein in Juba sollen bisher 270 Menschen getötet worden sein. Über 10.000 Zivilisten sind erneut auf der Flucht. International große Besorgnis um ein Scheitern des Friedensprozesses. - Bei AJE berichtet John Hendren aus Juba und Mike Hanna von den UN in New York. Auf deutsch nur bei Euronews ein Bericht, sonst nur ein paar Kurzmeldungen.

A,B,Sky,E

zus.11
11.7.16

In Juba gibt es weiterhin Gefechte zwischen Soldaten von Präsident Kiir und von Vizepräsident Machar. Am Abend rufen die beiden verfeindeten Politiker zu einer sofortigen Waffenruhe auf. Noch unklar, ob sich die Soldaten daran halten. - Besorgte Berichte bei allen Sendern, ein paar Bilder, aber weiterhin keine Details über die Kämpfe. Einziger Korrespondent in Juba weiterhin John Hendren (AJE). Bei der BBC telefonische Infos aus Juba von Ratko Petrovic (UN Radio).

A,B,Sky,
arj,TS,hj,TT,E

zus.24
12.7.16

Die Waffenruhe wird offenbar weitgehend eingehalten, es herrscht eine gespannte Ruhe. Viele der 40.000 in UN-Lager Geflüchteten trauen sich noch nicht wieder nach Hause. Infos von Haru Mutasa aus Wau und John Hendren aus Juba. Bei der BBC Einschätzungen von James Copnall. Euronews meldet, daß einige der Soldaten von Machar zur Regierungsarmee übergelaufen sind.

A,B,E

zus.9
13.7.16

Vizepräsident Riek Machar ist seit ein paar Tagen nicht gesehen worden. Angeblich hat er sich mit "seinen" Soldaten an den Stadtrand von Juba zurückgezogen. Infos aus Juba von Haru Mutasa. - Laut UN sind bei den Kämpfen wesentlich mehr Menschen getötet worden als die bisher genannten knapp 300. Infos aus New York von Mike Hanna. - Die Bundeswehr hat mit Transall-Maschinen etwa 100 Deutsche aus Juba nach Uganda ausgeflogen. Auch andere Ausländer sind fortgebracht worden, meist nach Kenia. Meldungen bei TS und Euronews.

A,TS,E

zus.6
14.7.16

Uganda schickt erneut Truppen in den Südsudan, angeblich nur für ein paar Tage, um etwa 3000 ugandische Bürger aus dem Land zu holen. Präsident Kiir erklärt, daß er diese Intervention ablehnt. Die Lage in Juba ist wieder ruhig. Von Machar ist weiterhin nichts zu sehen. Bericht bei AJE von Haru Mutasa. - Bei der BBC ebenfalls ein Bericht, und ein Telefongespräch mit Vizepräsident Riek Machar. Er hält sich versteckt, sei aber zu einem Treffen mit Kiir bereit, die gemeinsame Regierung bestehe weiter. Er wünscht sich eine Demilitarisierung von Juba und die Stationierung einer neutralen Schutztruppe dort (eigentlich ein sehr vernünftiger Vorschlag.)

A,B zus.11
           
15.7.16

Meldung und Bilder: in Juba werden die Toten der Kämpfe eingesammelt und identifiziert.

A

1/2
17.7.16

Beim AU-Gipfel in Kigali ist ein Hauptthema ein Waffenembargo gegen Südsudan, wie es Ban Ki Mun vorgeschlagen hat. - Catherine Soi berichtet aus Juba über Leute, die nach den jüngsten Kämpfen in ein UN-Flüchtlingslager geflüchtet sind. Einige sagen, sie wollten zurück nach Hause, doch fanden sie ihre Häuser zerstört vor, und überall lagen noch Leichen herum.

A

4
           
18.7.16

Die AU will weitere Friedenstruppen nach Südsudan schicken. Bericht vom AU-Gipfel in Kigali von Malcolm Webb.

A

3

           
19.7.16

Auch im Südsudan gibt es jetzt Behauptungen über sexuelle Gewalt von UN-Blauhelmsoldaten. - Catherine Soi berichtet aus Juba über Menschen, die vor der erneuten Gewalt nach Uganda flüchten. Die ugandische Armee hat einige Tausend Menschen (vor allem Ugander) mit LKW hinausgebracht. - Beitrag bei der BBC NNA)*

A,B

zus.9

20.7.16

In Juba demonstrieren einige Hundert Leute (offenbar von der Regierung unterstützt) gegen die geplante neue Friedenstruppe der AU. Bei AJE berichtet Catherine Soi von der Kundgebung. - Deutschland, Schweden und Britannien haben offenbar ohne Absprache mit den UN ihre 12 Polizeiausbilder aus Südsudan zurückgerufen. Infos bei AJE von Mike Hanna aus New York. - Bei der BBC berichtet Alastair Leithead aus Juba über den neuen Konflikt und die Not der Menschen in den Flüchtlingslagern.

A,B

zus.9
           
22.7.16

Präsident Kiir setzt Vizepräsident Machar eine Frist bis Sonnabend, um wieder in die Hauptstadt zurückzukehren, die er während der Kämpfe vor zwei Wochen verlassen hat.  - Catherine Soi berichtet aus Juba über die gespannte Ruhe und über Sorgen vor einem neuen Bürgerkrieg. - Im heute-journal eine Meldung: die Bundesregierung verteidigt den Abzug der fünf deutschen Polizisten gegen die Kritik der UN. Sie seien in "unmittelbarer Gefahr" gewesen.

A,hj

zus.3
           
23.7.16

Vizepräsident Machar läßt sich trotz des Ultimatums nicht in Juba blicken. Seine Rebellenbewegung spaltet sich, ein Sprecher verkündet, General Taban Deng Gai sei Machars Nachfolger als Vizepräsident. Infos aus Juba von Hiba Morgan und eine Stellungnahme des Neuen.

A

3
24.7.16

Hiba Morgan berichtet aus Juba über die Spaltung der Rebellenbewegung nach dem Verschwinden ihres Anführers, Vizepräsident Riek Machar.

A

2

           
26.7.16

General Taban Deng Gai wird offiziell als neuer Vizepräsident vereidigt. Er ist Nachfolger des abgetauchten Rebellenführers Riek Machar. Inwieweit die Rebellenbewegung hinter ihm steht, ist noch unklar. Bei der BBC ein Bericht von Tomi Oladipo und Einschätzungen von Mawan Muortat (Experte).

A,B

zus.6
27.7.16

Der abgetauchte Ex-Vizepräsident Machar fordert in einem Telefoninterview ein Eingreifen der internationalen Gemeinschaft und droht mit dem Scheitern des Friedensabkommens. Bei seinem Abzug aus Juba hat er einige Tausend seiner Soldaten mitgenommen. Bericht aus Juba von Hiba Morgan. Einschätzungen von Mawan Muortat.

Vorwürfe gegen Soldaten der südsudanischen Armee, die in den letzten Wochen in Juba über 100 Frauen und Kinder vergewaltigt haben sollen. Infos von den UN in New York.

A

7

           
28.7.16

Hiba Morgan berichtet aus Juba über die Vorwürfe von Nuer-Frauen, sie seien von Gruppen von Dinka-Soldaten vergewaltigt worden. UN-Soldaten sollen die Taten gesehen, aber nicht eingegriffen haben. Die Armee erklärt, es habe bislang keine Anzeigen gegeben.

A

3

2.8.16

Laut UN sind etwa 60.000 Menschen wegen der jüngsten Kämpfe auf der Flucht. Meldung bei AJE, Infos von Tomi Oladipo bei der BBC.

A,B

zus.4
2.8.16

sudan : Meldung: bei schweren Überschwemmungen sind mehrere Dörfer komplett weggespült worden, mindestens 7 Menschen wurden getötet. 

A

1/2
5.8.16 Südsudan : Die Regierung in Juba stimmt der Stationierung einer Schutztruppe durch die Nachbarländer (IGAD) zu. Infos aus Addis Abeba von Catherine Soi.

A,E

zus.3
7.8.16

Bericht von Markus Schmidt über den neuen Bürgerkrieg (der inzwischen wohl schon wieder vorbei ist) und speziell über (angebliche) Vergewaltigungen als politische Waffe. Die Konfliktlinien (Dinka/Nuer, Kiir/Machar) werden zwar erwähnt, sind aber in dieser Kürze und Abruptheit völlig unverständlich. Eine Einordnung, ob die Aussagen der Frauen glaubwürdig sind, ist so nicht möglich, interessiert offenbar in Europa auch niemanden.

TT

4

11.8.16

Haru Mutasa berichtet aus einem Flüchtlingslager in Wau. Weibliche Blauhelme begleiten Frauen beim Wasserholen, wegen der Angst vor weiteren Vergewaltigungen durch Soldaten.

A

2

12.8.16

Der UN-Sicherheitsrat hat beschlossen, eine neue Friedenstruppe mit 4000 Mann in den Südsudan zu schicken (bei Enthaltung von Rußland und China). Die Regierung des Südsudan ist dagegen. Etwa 70.000 Menschen sind gerade auf der Flucht aus dem Südsudan nach Norduganda. Bei AJE ausführliche Infos, Berichte aus New York (von Mike Hanna), aus Juba (von Hiba Morgan) und aus Norduganda (von Catherine Soi), und Einschätzungen von Mareike Schomerus (Overseas Development Institute) und Princeton Lyman (Ex-US-Botschafter).

A zus.16
13.8.16

Die Regierung in Juba will nun anscheinend doch der Stationierung einer neuen UN-Friedenstruppe zustimmen, hat aber ein paar Bedingungen.  - Bei AJE berichtet Hiba Morgan aus Juba. Während Leute im Flüchtlingslager auf die UN hoffen, befürchten einige Stadtbewohner eine neue Einmischung. Bei arte und Tagesschau allgemeine (und nicht ganz aktuelle) Lageberichte. Bei Euronews ein Bericht über südsudanische Flüchtlinge in einem Lager in Kenia.

A,arj,TS,E

zus.9
         
13.8.16 Sudan : Im "Listening Post" ein Beitrag über den andauernden Konflikt in den Nuba-Bergen und die Initiative "AYIN", die Videos und Informationen aus der Region sammelt und ins Ausland schmuggelt. Interessant am Rande: in Khartum verbreiten Zeitungen Gerüchte über eine Unterstützung der SPLM-N-Rebellen durch Israel.

A

10
         
17.8.16 Südsudan : Die UN starten eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe gegen Blauhelme, die angeblich Frauen nicht gegen Vergewaltigungen geschützt haben.  

A

1

18.8.16

Der abgesetzte Vizepräsident Machar hat sich mit seiner Familie nach Kongo (DRC) abgesetzt. Widersprüchliche Angaben, wo er dort ist, möglicherweise inhaftiert bzw. unter Hausarrest bzw. unter dem Schutz der UN, vermutlich in Kinshasa. Infos aus Juba von Hiba Morgan.

A,E

zus.3
19.8.16

Nach Angabe von Unicef haben bewaffnete Gruppen im Südsudan in den letzten drei Jahren 16.000 Kinder als Kindersoldaten rekrutiert, davon 650 im letzten halben Jahr. Unicef warnt darum vor einem "Alptraum-Szenario". Bei der BBC Einschätzungen von James Elder (Unicef).

A,B zus.6
21.8.16

 

Catherine Soi berichtet über ein neues Flüchtlingslager im Norden von Uganda. Die Neuankömmlinge bekommen Material, um sich selber Hütten zu bauen, und Land, um selber Nahrungsmittel anzubauen. Es gibt medizinische Versorgung, und die Kinder können die örtlichen Schulen besuchen. 

In den Tagesthemen ein Bericht von Markus Schmidt über die Vorwürfe, daß die UN-Blauhelme vergewaltigten Frauen nicht geholfen haben. Hier endlich konkrete Tatsachen: in der Wohnanlage "Terrain" in der Yel Road in Juba wurden am 11.7. die dort wohnenden internationalen Helferinnen von Regierungssoldaten überfallen. Mehrere Frauen wurden stundenlang vergewaltigt. Die telefonisch informierten Blauhelme ließen sich nicht blicken. Alles belegt mit Fotos und Zeugenaussagen.

A,TT

 

zus.6

 

           
24.8.16

Catherine Soi berichtet über die Kinder in einem Flüchtlingslager in Norduganda.

A

3

            
28.8.16

Hiba Morgan berichtet aus Juba von einer Versammlung von Stammesführern, die sich gegen eine neue UN-Schutztruppe aussprechen.

A

1
3.9.16

Mehrere Mitglieder des UN-Sicherheitsrates kommen in Juba an, um die Stationierung der neuen Friedenstruppe vorzubereiten. Hiba Morgan berichtet aus Juba.

A

2
4.9.16

Nach Gesprächen mit Vertretern des UN-Sicherheitsrates in Juba (bei denen man dem Land ein Waffenembargo angedroht hatte) erklärt die Regierung, daß sie nun die Stationierung der neuen UN-Friedenstruppe unterstützt. Aus Juba berichtet Hiba Morgan.

A,E zus.3
7.9.16 Sudan : In Nord-Darfur endet die auf fünf Jahre befristete Übergangsregierung. Präsident Bashir erklärt bei einer feierlichen Veranstaltung, der Konflikt in Darfur sei nun beendet. Dabei gibt es immer noch Kämpfe zwischen diversen Rebellengruppen, und Hunderttausende Flüchtlinge leben weiterhin in den Nachbarländern, vor allem im Tschad. Berichte aus Darfur von Mohammed Adow und Mohanam Hashem.

A,B

zus.6
9.9.16 Südsudan : Nach einer UN-Untersuchung waren die Kämpfe in Juli nicht spontan, sondern von Präsident Kiir angeordnet. Infos aus Juba von Hiba Morgan. A

1

12.9.16

Die Hilfsorganisation "The Sentry" veröffentlicht einen Bericht ("War Crimes Shouldn’t Pay") über Korruption im Südsudan. Führende Politiker und Militärs beider Bürgerkriegsparteien (u.a. die Familien von Präsident Kiir und Ex-Vize Machar) haben demnach den Bürgerkrieg benutzt, um sich massiv persönlich zu bereichern. Sie wurden dabei unterstützt von internationalen Banken und Konzernen (vor allem Waffenindustrie) und Waffenhändlern. Der Gründer von "The Sentry", George Clooney, fordert UN-Sanktionen gegen alle Beteiligten.  ¤

A,B

zus.6
                 
13.9.16

Sowohl das Präsidentenlager als auch das von Ex-Vize Machar weisen die Korruptionsvorwürfe von "The Sentry" zurück. Bei AJE und BBC Stellungnahmen von Ateny Wek Ateny (Sprecher von Präsident Kiir).

A,B

zus.5
29.9.16 Sudan : Amnesty International beschuldigt die Armee des Sudan, in Darfur Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Dabei sollen etwa 200 Zivilisten getötet worden sein. Bei AJE Erläuterungen von Tirana Hassan (Amnesty), bei der BBC Antworten von Mohammed Eltom (Sudans Botschafter in London), der alle Vorwürfe pauschal zurückweist. Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews.

A,B,arj,E

zus.16
30.9.16 Sudan : Uli Gack berichtet aus dem Grenzgebiet zu Eritrea über Flüchtlinge aus dem Nachbarland, die hier in Lagern aufgenommen werden, aber weiter nach Europa wollen.

hj

4
17.10.16 Südsudan : Erneut Kämpfe in Malakal zwischen Regierungstruppen und den Rebellen von Riek Machar. Mindestens 55 Rebellen wurden getötet, angeblich nur vier Soldaten. Kurzer Bericht von Hiba Morgan aus Lelo.

A

1

1.11.16

Der UN-Generalsekretär hat den Chef der UN-Blauhelmtruppe im Südsudan, den kenianischen General Johnson Ondieki, entlassen. Grund ist das Versagen der UN-Truppe bei den Kämpfen in Juba im Juli, als sie nicht in der Lage waren, Zivilisten zu schützen. Bei AJE Bericht aus New York von James Bays.

A,E

zus.3
            
2.11.16

Auch arte und ZDF (Jörg Brase) berichten über die Vorwürfe gegen die UN-Blauhelme und die Entlassung ihres Kommandeurs.

arj,hj

zus.5
11.11.16

Adama Dieng, der UN-Beauftragte zur Verhinderung von Völkermorden, spricht im Zusammenhang mit den ethnischen Morden und Vergewaltigungen im Südsudan erstmals von der Gefahr eines Völkermordes. Einzelne Vorfälle, bei denen ganze Familien mit Macheten totgehackt wurden, erinnerten an Ruanda 1994.  ¤

A

2
27.11.16 Sudan : Oppositionelle haben zu einem dreitägigen Streik aufgerufen, in Khartum gibt es Demonstrationen. Auslöser sind massive Preiserhöhungen bei Lebensmitteln, Medizin und Brennstoff nachdem die Regierung staatliche Subventionen gestrichen hat. 

A

3

30.11.16 Südsudan : Die UN warnen angesichts der anhaltenden Gewalt zwischen Dinka und Nuer und der "ethnischen Säuberungen" vor einem Völkermord. Hiba Morgan berichtet aus Juba. Einschätzungen von Jonathan Pedneault (HRW).

A

5

           
1.12.16

Präsident Kiir hat die Warnungen der UN vor einem drohenden Völkermord zurückgewiesen. "Ethnische Säuberungen" gebe es im Südsudan nicht.

E

1
4.12.16

Wegen Bürgerkrieg und ethnischen Massakern fliehen erneut tausende Menschen aus Südsudan nach Uganda. Bericht. 

JA

2

7.1.17 Südsudan : Die Regierung will die Ölförderung wieder in Gang bringen, die seit drei Jahren wegen des Bürgerkrieges abgestellt ist. Der Sudan soll dabei helfen. Ein Teil der Anlagen wurde bei Kämpfen beschädigt. Hiba Morgan berichtet aus dem Ölfördergebiet von Pariang (an der Grenze zum Sudan). A 3
           
5.2.17 Südsudan : Hiba Morgan berichtet aus Rumbek über das Problem der "Cattle Raids". Bewaffnete junge Männer ziehen los, um bei benachbarten Dörfern Rinder zu stehlen. Bei den Raubzügen und Vergeltungsaktionen werden oft auch Frauen entführt oder vergewaltigt. Seit der Unabhängigkeit 2011 sollen dabei etwa 5000 Menschen getötet worden sein. A

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9.2.17 Sudan : "The War the World forgot" - Film von Callum Macrae und Elisabeth Jones über den Konflikt in den Nuba-Bergen in Nord-Kordofan. (P+P) (vom August 2016)  (NNA)*  ¤

A

25
             
11.2.17 Südsudan : Bei CNN ein allgemeiner Bericht über die immer noch dramatische Lage im Südsudan. Wegen der ethnischen Massaker im Bürgerkrieg sehen die UN die Gefahr eines Völkermordes. Hunderttausende Menschen sind in die Nachbarländer geflüchtet, vor allem nach Uganda. Näheres über den Hintergrund des Konflikts teilt der Bericht nicht mit.  C 2
13.2.17 Südsudan : Der Vizechef der Armee, General Thomas Cirillo Swaka, ist zurückgetreten und wirft der Regierung vor, die Armee zur Unterstützung der Dinka zu benutzen und andere ethnische Gruppen zu verfolgen. Infos von Tomi Oladipo. B

3

20.2.17

Die UN haben offiziell erklärt, daß in Teilen des Südsudan eine Hungersnot herrscht. Als Folge des Bürgerkriegs leiden etwa ein Fünftel der Einwohner Hunger, mehr als 100.000 Menschen sind akut vom Hungertod bedroht. Diverse Berichte, in der Tagesschau nur eine Meldung. Bei AJE Infos aus Juba von Pete Walsh (Save the Children).  ¤

A,B,arj,TS,E

zus.14
           
24.2.17 Südsudan : Bei "UpFront" spricht Mehdi Hasan mit der "Mutter des Südsudan", Rebecca Garang, Witwe von John Garang und früher Beraterin von Präsident Kiir, heute dessen schärfste Kritikerin. Über die Verantwortung für den Bürgerkrieg und die menschengemachte Hungerkatastrophe.  ¤

A

8
           
26.2.17 Südsudan : Hiba Morgan und Alastair Leithead berichten aus einem Rebellengebiet in Thonyor (Unity State) über die Hungerkatastrophe.

A,B

zus.6
           
1.3.17

Hiba Morgan berichtet aus Leer (Unity State) über die Hungerkatastrophe. Täglich flüchten Tausende Menschen nach Uganda.

A

3
8.3.17

Im Südsudan ist die Hungersnot vor allem eine Folge des Bürgerkrieges. Ein neuer Bericht der UN wirft beiden Kriegsparteien, aber vor allem der Regierungsarmee "ethnische Säuberungen" vor. Der Bürgerkrieg werde benutzt, um einen Völkermord zu verdecken. Bei der BBC ein allgemeiner Bericht und ein Bericht aus Yei von Alastair Leithead. Bilder von niedergebrannten Dörfern, Frauen sprechen über Vergewaltigungen durch Soldaten.   ¤

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9.3.17 sudan : Präsident Bashir begnadigt über 200 Häftlinge. Viele von ihnen haben zu bewaffneten Rebellengruppen gehört. Bericht aus Khartum von Hiba Morgan.

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12.3.17 Sudan : "Der vergessene Konflikt" - Julia Leeb besucht das Rebellengebiet der SPLMN in den Nuba-Bergen. Nach 26 Jahren Krieg gibt es jetzt seit ein paar Wochen einen Waffenstillstand.  WS 8
13.3.17 Sudan / Südsudan : Jeden Tag flüchten einige hundert Menschen vor Hunger und Bürgerkrieg aus dem Südsudan ins Nachbarland Sudan. Hiba Morgan berichtet aus dem Alagaya-Flüchtlingslager in White Nile State.

A

2

           
30.3.17 Südsudan : Die ARD berichtet ausführlich über Krieg und Hungersnot im Südsudan. Berichte von Volker Schwenck, Einschätzungen des Entwicklungshelfers Fabian Nolde (HELP) und Kommentar von Esther Saoub ¤

TS,TT

zus.14
10.4.17 Südsudan : In Wau sind erneut schwere Kämpfe zwischen Armee und Rebellen ausgebrochen. Mindestens 16 Tote. Tausende Zivilisten suchen Zuflucht auf dem Gelände einer Kirche. Infos von einem UN-Sprecher, Interview mit Armeesprecher Stephane Dujarric, Einschätzungen von Eddie Thomas (Rift Valley Institute) (NNA)*. Außerdem ein Bericht aus Norduganda, wo täglich hunderte Flüchtlinge aus Südsudan eintreffen, diese Woche bereits 6000.

A,E

zus.9
           
11.4.17

"Weltspiegel Extra: Hunger in Ostafrika" - Film von Sabine Bohland und Volker Schwenck über Dürre, Krieg, Abholzung und Hunger in Südsudan und Kenia.  ¤

ARD

15

18.4.17

Bericht aus einem Flüchtlingslager im Norden Ugandas. Täglich kommen 2000 neue Flüchtlinge aus Südsudan an. Weil die "Geberländer" ihre Versprechen nicht erfüllen, müssen die Nahrungsrationen gesenkt werden.

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20.4.17 Südsudan : Catherine Soi berichtet aus Kajo Keji, einem Ort unter Kontrolle der Rebellen nahe der Grenze zu Uganda. Seit die Rebellen die Gegend im Dezember eingenommen haben, sind zehntausende Menschen von hier geflüchtet. 

A

3

           
21.4.17

Noch ein Bericht von Catherine Soi aus Kajo Keji im Rebellengebiet an der ugandischen Grenze. 

A

3

           
2.5.17 Südsudan : Ein Bericht aus einem Flüchtlingslager in Norduganda. Frauen berichten von Vergewaltigungen als Mittel des Bürgerkrieges. Teilweise unglaubwürdige Übertreibungen bei der Schilderung von angeblichen Greueltaten. arj 3
10.5.17

Präsident Kiir hat den Chef der Armee, General Paul Malong, entlassen. Angeblich wurden der General und 200 Soldaten verhaftet. Infos aus Nairobi von Tomi Oladipo.

B

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21.5.17

Hiba Morgan berichtet aus dem Dorf Mayok im Norden des Südsudan. Über 100.000 Menschen sind vor Krieg und Hunger schon in das Nachbarland Sudan geflüchtet. - Bei arte ein Bericht über Flüchtlinge aus Südsudan im Norden Ugandas. Jeden Tag kommen 2000 Menschen über die Grenze.

A,arj

zus.8
23.5.17

Meldung: Präsident Kiir erklärt einen einseitigen Waffenstillstand. - Marc de Chalvron berichtet aus Bentiu über die Folgen des Bürgerkrieges, Tod, Zerstörung, Hunger, Flüchtlinge. 

JA

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2.6.17

Ausschnitt aus einer Reportage über den Bürgerkrieg zwischen Dinka und Nuer. Komplett am Sonnabend bei "arte-reportage".  ¤

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3.6.17

 

"Der Kampf der Nuer" -  Reportage von C. Emptaz, O. Jobard und A. Bevenja. (Autoren werden auf der arte-Seite nicht mehr genannt).  (NNA)*   ¤

Text von der kaputten arte-Seite: "Das Volk der Nuer kämpft um sein Überleben in einem Krieg und auch um das Land ihrer Ahnen. - Die Nuer überlebten das Osmanische Reich, die englischen Kolonialherren und die Herrschaft der Araber – doch in diesen Tagen gehören sie im Südsudan zu den zwei Millionen Menschen die auf der Flucht sind vor dem Krieg zwischen den Regierungstruppen und den Rebellen. 900.000 haben bereits den Grenzfluss in Richtung Äthiopien überquert, um im Nachbarland als Flüchtlinge aufgenommen zu werden. Das Volk der Nuer steht auf der Seite der Rebellen. Die Männer müssen kämpfen, eine andere Wahl haben sie nicht, eingepfercht zwischen der Armee des Landes, die sie attackiert und den Rebellen, die sie beschützen. Es geht um die Macht im Südsudan. Erst im Jahr 2011 erhielt er seine Unabhängigkeit vom Sudan - doch seitdem ist hier kein dauerhafter Frieden eingekehrt."

arep

 

25

 

21.6.17

Obwohl weiterhin zwei Millionen Menschen im Südsudan Hunger leiden und sechs Millionen auf Hilfe angewiesen sind, erklären die UN die akute Hungersnot offiziell für beendet. Hiba Morgan berichtet aus Unity State über das andauernde Elend der Kriegsflüchtlinge.

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3

       

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