Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

      Gebroder, Broderei und Broderismus                         (letzter Eintrag 9.10.17)

 Hier geht es um den Mißbrauch des Antisemitismusvorwurfs. Sammlung nicht vollständig. Die meisten Beiträge stehen weiter auch unter "BRD", einige unter "Israel / Palestina"

Das Thema des tatsächlich existierenden Antisemitismus steht weiter dort wo es hingehört : unter Rassismus.

   >Durch den Festplattencrash am 24.5.16 sind leider einige Aufnahmen verlorengegangen.<  

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
12.9.11

"Entweder Broder", diesmal zum Thema Verschwörungstheoretiker. Erwartungsgemäß kein Wort über den Norweger, dessen mörderische Verschwörungsphantasie sich u.a. auf Broder beruft. Dafür viel über Broders Vorliebe für debile Frauen mit großen Brüsten. Als Stichwortlieferant muß ein bekloppter Imbißverkäufer dienen, der über jeden hingehaltenen Stock springt. Leidlich interessant der Besuch bei einer Veranstaltung des Querfrontlers Jürgen Elsässer (zum Thema 9/11).  ¤ - Aufgefallen ist mir, daß Broder nicht nur als Zitat der von ihm Bloßgestellten, sondern auch im eigenen Sprachgebrauch immer von "die XY" redet, also "die Deutschen", "die Juden", "die Amerikaner", usw. Deutliches Indiz dafür, daß er zwar schön anderer Leute Irrsinn entlarven mag, aber selber ebenso im Rassismus gefangen ist. Ja, ich halte Broder für einen gefährlichen Rassisten und Antisemiten, und finde es falsch, ihn im Fernsehen zu zeigen. Auch wenn er stellenweise immer wieder sehr witzig ist.

ARD

 

29

 

24.10.11

Bericht von einem bizarren prozionistischen "Deutschen Israel Kongress" in Frankfurt. Allerdings findet kulturzeit nicht so sehr die Tatsache bizarr, daß sich 3000 europäische Juden mit einem Rassistenregime solidarisieren, sondern einzig die Tatsache, daß dort auch Mosab Hassan Yousef seine "Liebe" zum Apartheidstaat bekennt. Der Ex-Hamas-Mann (im Beitrag als Hamas-Terrorist bezeichnet) vertritt inzwischen die antisemitische Linie von Wilders ("Islam ist ein Verbrechen"). Daß er vom Mossad bezahlt wird, wird im Beitrag als bekannte Tatsache dargestellt.   ¤

ktzt 7
6.1.12

Der anglikanische Priester Stephen Sizer wird wegen seiner klaren pazifistischen, propalästinensischen und antizionistischen Stellungnahmen von bestimmten Leuten als Antisemit verleumdet. Im Interview bei Press-TV nimmt er dazu Stellung und erläutert, wie solche Kampagnen ablaufen.   ¤

P

8

4.4.12

 

 

 

Günter Grass hat ein Gedicht ("Was gesagt werden muss") veröffentlicht, in dem er die Pläne Israels, den Iran zu bombardieren, kritisiert, und ebenso die deutsche Untätigkeit angesichts dieser Bedrohung des "Weltfriedens". Das Gedicht ist stilistisch eher mißraten, und einen Weltfrieden gab es schon lange nicht mehr, aber natürlich wird Grass nicht darum kritisiert und von den üblichen Verleumdern aus allen Parteien (die offenbar das Gedicht nicht gelesen haben) als antiisraelischer Hetzer bezeichnet und in die antisemitische Ecke gestellt. Wirklich ekelerregend ist aber, wie die Medien jede Neutralität vergessen und sich anscheinend ohne Gewissensnöte an der Kampagne beteiligen. Das fängt an mit Überschriften wie "Empörung über Gedicht", geht mit einseitiger Auswahl der Stellungnahmen weiter (angeblich sei es schwer, Unterstützer von Grass zu finden) und führt dazu, daß niemand z.B. den Herrn Graumann nach Belegen für seine unsinnigen Behauptungen über Grass' Text fragt.

Den Höhepunkt der Hirnakrobatik (oder Hypnose-bedingter Verwirrtheit?) erreicht aber Claus Kleber, der exakt begründet, warum ein Staat, der sich von Atomwaffen bedroht sieht, vernünftigerweise zur Abschreckung selber welche anschaffen sollte. Wäre Herr Kleber bei Trost, würde er also fordern, daß Deutschland seine Atom-U-Boote an den Iran liefert. Herr Kleber: Israel hat Atomwaffen, läßt diese nicht kontrollieren, und droht ganz offen damit, sie einzusetzen und den Iran anzugreifen. Nicht umgekehrt. Sie selber haben über all das berichtet.   ¤

ht,ktzt,TS,hj,TT

 

 

zus.25

 

 

5.4.12

 

 

Mehr zur Debatte um das Gedicht von Günter Grass gegen die israelischen Kriegsdrohungen. Drei Gespräche mit ihm selber, bei kulturzeit (Jens-Peter Paul), heute-journal (Frank Vorpal), und Tagesthemen (Tom Buhrow). Sowie Stellungnahmen von Tom Segev (ktzt), Denis Scheck (ktzt und TT), Volker Schlöndorff und Rafael Seligmann (beide arj). Im heute-journal untersucht ein Beitrag die einzelnen Thesen des Grass'schen Gedichts und bestätigt sie im Wesentlichen. In den Tagesthemen ein bösartiger Kommentar von Thomas Hinrichs.   ¤

Einen sehr klugen, differenzierenden Kommentar habe ich bei "Dr. No" entdeckt. Lesenswert.

Etwas fällt noch auf: Alle, aber wirklich Alle, auch Grass und seine linken Unterstützer, sind sich einig, daß Ahmadinejad den Holocaust geleugnet habe. Was er aber nicht getan hat, wie man leicht feststellen könnte, wenn man die Zitate mal nachlesen würde (bzw. nachhören, z.B. vor zwei Wochen im deutschen Fernsehen, siehe im rauskuck vom 19.3.). Er hat andere Dinge zu dem Thema gesagt, die ihn gleichwohl höchst unsympathisch machen, aber als Nichtdeutschem und Nichthistoriker könnte man sie ihm auch durchgehen lassen, zumal er sich durchaus lernfähig gezeigt hat. Tatsächlich hat er z.B. versucht, den Holocaust zu relativieren. Das tun aber auch Leute, die heutzutage wieder Bundespräsidenten werden dürfen.

arj,ktzt,TS,hj,TT

 

zus.52

 

8.4.12

Israels Regierung erklärt Günter Grass zur unerwünschten Person, was einem Einreiseverbot gleichkommt. Offizielle Begründung ist seine frühere Mitgliedschaft in der Waffen-SS. Die deutlichste Entgegnung darauf kommt von Tom Segev: "Eine absolut idiotische Reaktion, die uns mehr dem Iran ähneln läßt als einer freien Gesellschaft." (bei "heute") Auch andere, die Grass' Gedicht abgelehnt haben, kritisieren jetzt die überzogene israelische Antwort, u.a. auch Avi Primor in den Tagesthemen, der einiges sehr Vernünftiges sagt, aber Grass' Warnung vor einem israelischen Atomschlag für lächerlich hält.  ¤

ht,TS,TT

zus.13

9.4.12

Weitere Reaktionen auf Israels Grass-Einreiseverbot, Stimmen bei den Ostermärschen.

n,arj,TS

zus.6
10.4.12

Weitere Stimmen zur "Antisemiten"-Kampagne gegen Günter Grass, u.a. von Adolf Muschg, der Respekt für Grass einfordert. Die SPD diskutiert, ob sie Grass noch als Werber haben will.

ktzt,TS

zus.7

11.4.12

Ein Beitrag bei "Zapp" zur Kampagne gegen Grass. Vor allem kritisiert er, daß Grass eine Kampagne sieht und von "Gleichschaltung" spricht. Dabei ignoriert der Beitrag aber den Kern der Sache, nämlich die infame Unterstellung, Grass sei Antisemit. Interessant wäre ja mal gewesen, die für diese Unterstellung bemühten Argumente zu zerlegen, und zu fragen, warum sie von fast allen gleichlautend angebracht werden. Sehr schwacher Beitrag. - Lesenwert dazu Moshe Zuckermanns Text in  der taz: "Wer Antisemit ist, bestimme ich!"

Zapp

6
13.4.12

Noch ein (einseitiger) Beitrag zur Grass-Debatte. Ausgerechnet der rechtsextreme Hetzer Broder dient als Gutachter, um Grass Antisemitismus vorzuwerfen. Der Beitrag unternimmt keinen Versuch, die Dummheit des Vorwurfs herauszustellen, kritisiert stattdessen eine wichtige Aussage von Grass, daß Israel den Iran mit Vernichtung bedroht, ohne irgendwie zu begründen, was daran falsch sein soll.

aspekte

6

29.4.12

Anmerkungen von Denis Scheck bei "Druckfrisch" zur Debatte um das Antikriegsgedicht von Günter Grass. Scheck behauptet einerseits, kein vernünftiger Mensch würde bestreiten, daß der Iran Israel bedrohe. (Er bleibt natürlich jeden Beleg für diese Behauptung schuldig. Es ist umgekehrt, und dafür gibt es täglich neue Belege.) Andererseits weist er aber infame Unterstellungen gegen Grass (u.a. durch Broder) zurück und stellt (als Literaturwissenschaftler) klar: es mag ein schlechtes Gedicht sein, aber es ist ein Gedicht.

ARD

2
4.6.12

 

Berichte zur Lieferung von atomwaffentragenden U-Booten an Israel durch Deutschland und zu den Reaktionen. Bei Tagesschau und Tagesthemen sonderbar kurze Meldungen, ausführlicher wird die ARD erst im Nachtmagazin. Sehenswert eigentlich nur Claus Klebers heute-journal. Allerdings glaubt dort Christian Sievers in seinem Beitrag blind dem unsinnigen Gerede von der israelischen "Zweitschlagskapazität". - Israel wird faktisch nicht ernsthaft bedroht, aber von einer unzurechnungsfähigen, rassistischen und sich nach der Apokalypse sehnenden (letztlich antisemitischen) Faschistenclique regiert, die fast täglich damit droht, den Iran anzugreifen. Solchen Leuten Träger für ihre Neutronenwaffen in die Hand zu geben ist eine höchst zynische Art der "Anerkennung der geschichtlichen Verantwortung".   ¤

n,ht,arj,TS,hj,Nam

 

zus.21

 

11.9.12

In Frankfurt bekommt die feministische Philosophin Judith Butler den Adornopreis verliehen. Vor der Paulskirche demonstrieren Israel-Fans gegen Butler und werfen ihr "Israelhass" und "Antisemitismus" vor. Gespräch mit der Schriftstellerin Marlene Streeruwitz über die Kampagne gegen Butler und Butlers Aussagen, die sich genau gegen solche Hetze und gegen die Sprache der Gewalt richten.   ¤

Lesenswerter Bericht von Antje Schrupp über die Preisverleihung und Butlers Rede.

ktzt 10
24.9.12

Eine Gruppe von Islamfeinden (vertreten von Pamela Geller) läßt in der New Yorker U-Bahn Plakate aufhängen mit dem Text: "In jedem Krieg zwischen dem zivilisierten Menschen und dem Wilden, unterstütze den zivilisierten Menschen. Unterstütze Israel. Besiege den Jihad." Zwei Berichte dazu. (Die Gegenüberstellung von "wild" und "zivilisiert" war schon immer falsch, verlogen und rassistisch. q.e.d..)   ¤

A zus.4
24.10.12

Bei 3sat-kulturzeit ein Beitrag über die Thesen des Historikers Shlomo Sand in seinem neuen Buch "Die Erfindung des Landes Israel", und Gespräch mit Shlomo Sand. Er lehnt den "jüdischen Staat Israel" ab und fordert stattdessen ein Israel aller seiner Bürger, das langfristig mit Palästina eine Föderation bilden könne. Nebenbei weist er darauf hin, daß manche Rechtsextremisten und Antisemiten in Europa (Beispiel Breivik) heute Israelfans sind.  ¤  (Das Interview wurde simultan übersetzt, wobei der Übersetzer teilweise Probleme hatte und z.B. "israelisch" und "jüdisch" verwechselte, was Sand ja gerade klarstellen will. Nicht sehr gelungen.)

ktzt 8
4.1.13

 

Das eigentlich renommierte Simon-Wiesenthal-Center in Los Angeles ist auf den Rechtsextremisten Broder hereingefallen, hat dessen Hass auf den linken Journalisten Jakob Augstein ernstgenommen und hat auf seiner (ohnehin albernen) Liste der 10 schlimmsten Antisemiten nicht Broder, sondern Augstein untergebracht. Und damit in Deutschland so ziemlich jeden Vernunftbegabten gegen sich aufgebracht, sogar den Zentralrat der Juden. Broder dürfte damit seine letzten Freunde außerhalb der Szene von Springer und sog. "Antideutschen" verloren haben. - Der erste Bericht im TV zum Thema nimmt selber nicht Stellung, zitiert aber ein paar Stellen der angegriffenen israelkritischen Texte von Augstein. Die sind nicht nur nicht antisemitisch, sondern auch sehr treffend und völlig richtig.  ¤  (Nachtrag: das mit dem Renommee war irgendwann mal. Das SWC ist inzwischen eine reine Propagandastelle des israelischen Außenministeriums. Darum brauchten die auch nicht auf Broder reinfallen: die denken selber so. Rassistenpack.)

TT

 

3

 

7.1.13

"The Israeli-Palestinian conflict, on campus" - Die kindische Frage, ob Kritik an Israels rassistischem Nationalismus antisemitisch ist, beschäftigt nicht nur Deutsche, sondern auch US-Amerikaner. Bei "The Stream" diskutieren Kenneth L. Marcus (Louis D. Brandeis Center, Israel-Lobbyist), Nora Barrows-Friedman (Electronic Intifada) und einige Beteiligte über die Meinungsfreiheit an US-Universitäten. Interessante Parallelen.   ¤

A 24
           
8.1.13

 

"Taking on Twitter over hate speech" - "Inside Story" (und ein weiterer Bericht) zur Debatte in Frankreich um das Löschen von antisemitischen Tweets und, mal wieder, die schwierige Unterscheidung zwischen Zensur und dem Verbot von Hasspropaganda. Es diskutieren Elie Petit (Union der jüdischen Studenten), Danny Schechter (newsdissector.net) und Carl Gardner (headoflegal.com). Schechter weist zu recht auf die Gefahr hin, daß Lobbys unter dem Vorwand des Abstellens von Hasspropaganda auch Leute mit unerwünschten Meinungen (z.B. über Israel) zum Schweigen bringen. - Ich denke, der bessere Weg ist, rassistische Hetzer zu isolieren. Es sollte also für jeden selbstverständlich sein, auf Foren wie PI oder bei den Springer-Medien nicht zu kommentieren, diese nicht zu zitieren oder zu verlinken, mit deren Vertretern nicht zu sprechen. Und bei Twitter, natürlich solchen Personen nicht zu folgen, sie blocken. Genau so machen wir es schon und das klappt ganz gut. Jeder der es will, sollte aber immer die Möglichkeit haben, sich den Dreck anzusehen und sich eine eigene Meinung darüber zu bilden.   ¤

A

 

24+2

 

           
9.1.13 Bei kulturzeit fragt sich Tina Mendelsohn, ob man mit dem von aller Welt und allen guten Geistern verlassenen Broder Mitleid haben müsse. Ein Beitrag zu Broders neuesten Anwürfen gegen Augstein und jeden, der diesen in Schutz nimmt. Und ein Gespräch mit Micha Brumlik, der sich leider fast nur damit beschäftigt, ob denn Augstein nun ein Antisemit sei (natürlich nicht!), und nicht mit der Frage, wie man mit diesem rechtsextremen Hetzer Broder umgehen soll (den schon einige mit guten Argumenten selber als Antisemiten bezeichnet haben. Ich halte Broder für einen proisralischen Nazi, genau wie seinen größten Fan, den norwegischen Massenmörder Breivik.)

ktzt

9

9.1.13

Passend dazu (Broder-Augstein) anschließend ein Beitrag über Hannah Arendt. Auch sie wurde wegen ihrer Einsichten über Eichmann und das Böse von Juden als Antisemitin beschimpft. Gespräch mit der Regisseurin Margarethe von Trotta über ihren Film, der diesen Abschnitt von Ahrendts Leben behandelt. Auch Trotta sagt, wie Ahrendt, auch gegenüber den Verbrechen des israelischen Staates: nie die Schnauze halten.  ¤

ktzt

12

11.1.13 Tuvia Tenenbom aus den USA meint, daß 80 Prozent der Deutschen Antisemiten sind. In seinem Buch "Allein unter Deutschen" berichtet er von seinen (angeblichen) Begegnungen in Deutschland. (Angeblich, weil: er spricht kein Deutsch.) Vermutlich projiziert auch Tenenbom nur seinen eigenen Judenhass auf andere. "Obsessiv" nennt das der Beitrag.

Reaktionen von Moshe Zuckermann (Historiker) und Michel Friedman auf die Vorwürfe gegen Augstein. Der Israeli Zimmermann stellt fest, daß Augstein Dinge kritisiert, die jeder anständige Mensch kritisieren sollte.

ktzt

 

aspekte

8

 

4

13.1.13 Beitrag bei ttt zu den Antisemitismus-Vorwürfen gegen Augstein. Mit Stellungnahmen von ihm selber, Shimon Samuels (SWC), Broder und Gideon Levy.  - Ich stimme dem zu, was Levy sagt: Israel sollte auf die Kritik hören, statt die Kritiker anzugreifen. Augstein sagt etwas sehr Dummes: man könne als Schreibender nicht die Verantwortung dafür übernehmen, daß irgendein Verrückter sich dadurch bestätigt sieht und Leute massakriert. Genau das hat Broder im Fall Breivik auch gemeint. Es ist falsch. Man kann Israel sehr deutlich als aggressiv rassistischen Staat kritisieren und dazu jeden Nazivergleich bemühen. Irgendwann sollte man aber immer klarstellen, daß Gewalt das falsche Mittel dagegen ist. (Und ich denke, daß Augstein dies auch getan hat. Im Gegensatz zu Broder bei seiner antimuslimischen Hetze.)

ttt

6

13.1.13 Ganz ähnliche Debatten gibt es auch in den USA, allerdings auf höherem Niveau. Bei Fareed Zakaria (GPS) diskutieren Bret Stephens (Wall Street Journal) und Peter Beinart (Autor von "The Crisis of Zionism") über Chuck Hagel und die Kritik an der Macht der "Israel-Lobby". Spannend.

C

9

14.1.13 Bei kulturzeit noch ein Beitrag, ohne wesentliche neue Erkenntnisse. Abraham Cooper (SWC) beleidigt Augstein erneut als "Antisemiten" und verlangt von Augstein (!) eine Entschuldigung. Zuvor wird erwähnt, Broder habe sich entschuldigt, weil er es etwas übertrieben habe. Nicht erwähnt wird, daß er gleichzeitig Tina Mendelsohn aufs ekligste beleidigt hat

ktzt

5
16.1.13 Der Beitrag bei "Zapp" zur Broder-Augstein-Debatte stellt sich auf Broders Seite und unterstellt Augstein antisemitische Klischees. Als Belastungszeuge dient hier der Antisemitismusforscher Matthias Küntzel. Der setzt dafür wiedermal Israel mit "den Juden" gleich, was ebenfalls ein antisemitisches Klischee ist. Zapp

6

17.1.13

Bei PressTV ein Bericht von einer Veranstaltung der Neturei Karta in Oslo. Der strenggläubige Rabbi Yisroel Dovid Weiss erklärt dort den Unterschied zwischen Antisemitismus und Antizionismus. Nach seiner Ansicht müssen gerade strenggläubige Juden den Staat Israel bekämpfen und auf dessen friedliche Auflösung hoffen. - Soweit ganz überzeugend. Allerdings meint er auch, der Zionismus bringe alle möglichen "unmoralischen" Dinge zusammen, wie z.B. auch die Schwulenbewegung. Da wird das Ganze dann leider lächerlich. (NK scheint übrigens zu 100 Prozent aus Männern zu bestehen.)  ¤

P

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31.1.13 Abraham Cooper vom Simon-Wiesenthal-Center legt nach und beleidigt Jakob Augstein jetzt explizit als Antisemiten. - Offenbar kann man diese rechtsextremen zionistischen Irren nur auf dem juristischen Weg zur Räson bringen. Das ist nicht nur Verleumdung, es entwickelt sich zur Volksverhetzung.

ktzt

2

21.2.13

 

George Galloway hat eine Podiumsdiskussion in Oxford verlassen, als er merkte, daß einer der Teilnehmer ein israelischer Soldat ist. "Ich erkenne Israel nicht an und ich diskutiere nicht mit Israelis." Bei "Comment" zeigt er das Video von dem Vorfall, das gerade einige Wellen schlägt, und erklärt etwas ausführlicher seine Gründe. U.a. daß er natürlich mit vernünftigen Israelis redet, aber nicht mit Leuten, die das Apartheidsystem verteidigen. (Eine Haltung, die ich korrekt finde, die sich aber im realen Leben kaum durchhalten läßt.) Er erklärt dann nochmal, daß viele Juden keine Zionisten sind und die meisten Zionisten keine Juden. (Richtig) Dann meint er, es sei absurd, Araber als "Antisemiten" zu bezeichnen, weil die ja selber Semiten sind (ein blödsinniges Argument.) Und eine Religion (Judentum) könne nicht ein Land beanspruchen (Auch nicht hilfreich. Die Zionisten verstehen sich ja inzwischen als Volk. Mit wieviel Berechtigung auch immer.) Einem Anrufer erklärt er dann nochmal im Detail, warum es richtig ist, Israel als Apartheidstaat zu bezeichnen. (da hat er dann wieder meine Zustimmung). - Jedenfalls wichtige Gedanken, mit denen man sich auseinandersetzen sollte.  ¤

P

 

17

 

           
1.4.13

Inside Story: Die Initiative "American Muslims for Palestine" wirbt u.a. mit Plakaten in der New Yorker U-Bahn ("End Apartheid now! Stop US Aid to Israel") für ihre Kampagne gegen den Zionismus. Gespräch mit Hatem Bazian (Vorsitzender der Gruppe) über die Ziele der Kampagne und die Vorwürfe, die Kritik an Rassismus sei rassistisch. (Hier Kurzfassung, online angeblich irgendwo das ganze Gespräch, nicht gefunden.)

A 4
6.4.13

Auf die Plakatkampagne von Muslimen in New York, die die USA zur Beendigung der Finanzhilfe für den Apartheidstaat Israel auffordert, antworten Zionisten mit einer Plakatkampagne, die Menschenrechtsverletzungen in (einigen) islamischen Ländern anprangert, speziell die Behandlung von Schwulen und vergewaltigten Frauen.  - Wunderbar. Warum können die beiden Vereine nicht einfach zusammenarbeiten? Ich sehe zwischen den beiden Aussagen keinerlei Widerspruch.

RT 2
4.9.13

Roger Waters (Pink Floyd) will im Berliner Fußballstadion "The Wall" aufführen. Roger Waters setzt sich deutlich gegen Rassismus und Faschismus ein (auch in dem Stück), sowie selbstverständlich auch gegen die israelische Besatzungspolitik. Einige jüdische Verbände beschimpfen Waters nun als Antisemiten. Als Vorwand muß dafür ein Davidstern herhalten, der auf dem Markenzeichen von Pink Floyd, dem fliegenden Schwein, neben etlichen anderen Symbolen des Bösen (u.a. das von McDonalds) aufgemalt ist. Vermutlich ist Israel dann auch antisemitisch, da das Symbol dort sogar auf der Nationalflagge auftaucht. Die logischen Gedankengänge mancher Leute sind schon faszinierend.   ¤

Sehr lesenswert dazu auch die schriftliche Antwort von Roger Waters auf seiner Facebook-Seite!

ktzt

4

26.9.13

HardTalk: Stephen Sackur spricht mit Roger Waters (Pink Floyd)  u.a. auch über die albernen Antisemitismusvorwürfe. Ausschnitt.  ¤

B

5

27.11.13

Der angeblich entführte Hamed Abdel-Samad ist in Kairo wieder aufgetaucht. Weiter keine Infos darüber, was wirklich passiert ist. Sein Kumpel Broder haut unterdessen in seinem Hetzblog wild um sich und auf Journalisten ein, die es gewagt haben, die Äußerungen des angeblich Entführten zu kritisieren. Einem taz-Schreiber bescheinigt er "rattenhafte Physiognomie" und ebensolche Gedanken (und nimmt das später klammheimlich zurück). "Zapp" verleiht ihm dafür den "Schmock der Woche".

Zapp

2

17.1.14

Das Parlament Israels, in dem zu einem großen Teil israelische Nazis, Rassisten und Rechtsextremisten sitzen, will es verbieten, politische Gegner als "Nazis" zu bezeichnen.

E

2

           
30.1.14

Ein Beitrag von Uri Schneider zu dem Plan, in Israel das Wort "Nazi" gesetzlich zu verbieten. Inzwischen beschimpfen sich dort im Alltag alle so, wegen jeder Kleinigkeit. Ob die im Beitrag gezeigten Haredim (orthodoxe Juden von Neturei Karta) die Zionisten nicht mit einer gewissen Berechtigung als Nazis bezeichnen, bleibt leider undiskutiert. Etgar Keret schreibt in der "Haaretz": "die wichtigste Lektion des Holocaust hat Israel nie gelernt: alle Minderheiten zu achten und zu schützen, seien es Palästinenser oder afrikanische Flüchtlinge."

ktzt

7

12.2.14

Was Martin Schulz in Israel erlebt hat, steht dort. Es zeigt zweierlei: es ist keine Schande, von israelischen Faschisten als "Antisemit" bezeichnet zu werden. Und für diese ist der Begriff offenbar gleichbedeutend mit jeder Art von Kritik an ihnen.

 

 

16.5.14

Das "Simon Wiesenthal Center" verlangt vom Sender RT eine Entschuldigung für die Ausstrahlung eines Clips von "Juice-News" (Rap News), den die Israellobby für antisemitisch hält, weil darin die Politik Israels satirisch angegriffen wurde. Der Sender weist die Vorwürfe zurück und nennt sie grundlos und beleidigend. Das Video sei nicht antisemitisch, im Gegenteil. Kritik an Israel sei nicht automatisch antisemitisch. RT verlangt nun vom "Center" eine Entschuldigung. Stellungnahme von Danny Schechter.  -   ¤

Im Video leider nur ein Teil von Schechters Stellungnahme. Dafür hier der geniale Clip von Rap News. (Danke ans SWC für den Tip!) Hier die Lyrics.   ¤¤

RT

6

                  
18.5.14

Eine Reportage von Felix Karsten über die Berliner Montagsdemonstranten. Für den Autor ist pauschal alles Verschwörungstheorie und Antisemitismus, was ihm nicht gefällt. Durch die undifferenzierte Polemik kann der Zuschauer kaum erkennen, wo es sich wirklich um Spinner handelt. Schließlich wird noch ausgerechnet der Rechtsextremist Broder als Kronzeuge gegen den Rechtsextremisten Ken Jebsen aufgefahren.  - (Nur als Dokument aufbewahrt.)

Stefan Niggemeier hat über diesen Beitrag und "Spiegel-TV" insgesamt einen sehr schönen Artikel geschrieben.

Spiegel-TV

8

20.6.14

Bericht von Marina Kosareva aus Paris über die "Jewish Defense League", eine rechtsextreme Schlägertruppe die vorgibt, Hass und Antisemitismus zu bekämpfen. Die Bandenmitglieder behaupten, Juden zu sein. Tatsächlich greifen sie mit Gewalt und manchmal auch Bombenanschlägen Linke, Muslime und Journalisten an. In den USA sind sie als Terrorgruppe verboten, in Frankreich genießen sie Polizeischutz.

RT

4

20.6.14

Bericht von Elisabeth Koblitz aus New York über eine Kampagne der rechtsextremen Zionistin Pamela Geller, die auf Bussen und U-Bahnen Plakate mit antimuslimischer Hasspropaganda anbringen läßt. Darauf wird neben einem Hitlerfoto behauptet, der "islamische Judenhass" stehe schon im Koran. (siehe auch 24.9.12)

hn

3

21.7.14

 

 

 

 

 

 

Bei den Protesten gegen Israels Angriffskrieg gegen Gaza gibt es teilweise auch antisemitische Töne. In Paris greifen Demonstranten zwei Synagogen an und plündern einen koscheren Lebensmittelladen, bei Demos in mehreren deutschen Städten rufen einige Leute judenfeindliche Parolen, die mit dem Protest gegen Israel rein gar nichts zu tun haben. (Ich vermute, daß wenigstens manche dieser Leute Provokateure sind.) 

Bei CNN gibt es einen Bericht, der sowohl die Proteste als auch die Provokationen zeigt, und sehr deutlich macht, daß die Antisemiten nicht das Bild bestimmen. Euronews zeigt, daß es auch in Israel Proteste gegen den Krieg gibt. Bei den deutschen Sendern geht es dagegen praktisch ausschließlich um die antisemitischen Ausfälle. Dabei wird fortwährend "israelfeindlich" und "judenfeindlich" gleichgesetzt (so, wie es Herr Graumann vormacht) und damit genau die bösartige Sicht der Antisemiten reproduziert. Deren in der Tat widerwärtige Sprüche traut sich kein Sender (außer dem DLF) zu zitieren.

Es gibt tausend Gründe, israelfeindlich zu sein und die Gewaltpolitik des Staates des "demokratischen Faschismus" zu verurteilen. Auch wenn dieser Staat sich selber als "jüdisch" bezeichnet (was er natürlich nicht ist!), gibt es aber trotzdem keinen Grund, irgendetwas gegen Juden zu haben. Im Gegenteil, eine Hoffnung auf Frieden kann es nur geben im gemeinsamen Kampf mit den vernünftigen Israelis und Juden gegen den Faschismus. Und man kann auch durchaus gegen die Raketen der Hamas sein und trotzdem den israelischen Krieg als Massaker und versuchten Völkermord bewerten.

Daß aber die deutschen Medien sich kaum für die berechtigten antiisraelischen Proteste interessieren, dafür umso mehr für die antisemitischen Provokationen, und gemeinsam mit dem Zentralrat beides gleichsetzen - und zugleich schweigen zur Kollaboration der Merkelregierung mit den Massenmördern - erst dieser Tage wurde beschlossen, weitere U-Boote zu liefern - ist infam und genauso abstoßend wie jener Antisemitismus auf der Straße.

Sehr kluge Worte zu diesem Thema von Ex-Zentralratsmitglied Rolf Verleger im DLF. Verleger nimmt selber an der nächsten Antikriegsdemo teil. Er hat das Recht, die antisemitischen Sprüche zu kritisieren. Merkel und Graumann nicht. Sie sind letztlich selbst die wahren Antisemiten.

C,arj,ht,
ktzt,hj,TT,Nam

 

 

 

 

 

zus.13

 

 

 

 

 

22.7.14

Die Debatte über antisemitische Parolen auf antiisraelischen Demos geht weiter. Dabei wird weiter fröhlich alles durcheinandergebracht und kaum etwas verstanden. Auch völlig korrekte antiisraelische Sprüche gelten da als "judenfeindlich". Und alle sehen in den Parolen einen Angriff auf das Judentum als Religion. Dabei waren es die Zionisten selber, die das "jüdische Volk" erfunden haben und jetzt gar einen "jüdischen Staat" haben wollen. Wenn sie jetzt die Quittung für ihren aggressiven Nationalismus bekommen, ist das dann wieder Antisemitismus. Wohl kaum einer der Schreihälse da auf der Straße meint aber die Religion, wenn er auf Juden schimpft. (Muß ich es nochmal betonen: selbstverständlich sind solche Parolen trotzdem völlig inakzeptabel.) - Leider noch nicht alles im Detail angesehen. Hoffentlich später mehr.   ¤

R,ht,TS,hj,TT,Bris

zus.20
23.7.14

 

 

 

 

Merkel und Gauck verurteilen in scharfem Ton judenfeindliche Parolen bei Demonstrationen. Es ist klar, daß sie damit die Proteste gegen Israels Krieg schwächen wollen. Außerdem versuchen sie davon abzulenken, daß die Regierung mit Waffenlieferungen an Israel dessen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg unterstützt und sich damit nach deutschem Recht strafbar macht.

Es gibt auch im deutschen TV (jüdische) Stimmen der Vernunft zu diesem Thema. Joseph Croitoru nennt bei kulturzeit die Demonstrationen "harmlos" und verlangt Verhältnismäßigkeit von allen, auch von der israelischen Seite. Bei arte kommt Rolf Verleger kurz zu Wort. Er fordert, auch die Bundesregierung müsse das Massaker kritisieren. - Nachtrag: am Dienstag bei "Brisant": Michael Lüders erklärt, daß es sich bei den (inakzeptablen) Sprüchen nicht um Ideologie, sondern um verständliche spontane Wut und Verzweiflung handelt. Und in den Tagesthemen kam das Zitat von Rolf Verleger auch schon vor, mit einer Antwort von Siegmar Gabriel, der sich dumm und dickfellig stellt. Auf Verlegers Vorwurf mangelnder Kritik an Israel antwortet er, es dürfe nie eine Rechtfertigung für Antisemitismus geben. Er wirft also Verleger vor, dieser würde Antisemitismus rechtfertigen?!. Er sollte zurücktreten, zumindest als SPD-Chef und damit Nachfolger des Antifaschisten Willy Brandt.  ¤

Im auslandsjournal ein Bericht von Susanne Freitag über die Proteste in Paris, bei denen es leider (aber nicht ganz unverständlich) zu judenfeindlichen Ausschreitungen kam.

Bei AJE berichtet Nadim Barber über eine neue Kundgebung in Paris, bei der die Teilnehmer, darunter auch viele Juden, darauf geachtet haben, daß es keine Gewalt und keine antisemitischen Slogans gibt. Plakatzitat: "Die Welt hat genug von Israel und seiner genozidalen Gesinnung" - Bei Sky News Infos von Solveig Gram Jensen über die Demo (etwa 50.000 Teilnehmer). -  Auf deutsch hat sich für diese Demo niemand interessiert.  (Leider kein Video des AJE-Berichts zum Einbinden.)  ¤¤

ktzt,arj,ht,TS,hj,TT

 

 

auslandsjnl

A,Sky

zus.11

 

 

6

zus.6

24.7.14

Bei "Quer" ein ironischer Beitrag: "Telekolleg Sozialkunde" zum Thema "Mißverständnis Antisemitismus". Darin endlich mal ein paar O-Töne der ekligen judenfeindlichen Sprüche von einigen jungen Männern am Rande der Anti-Israel-Demos.

Quer

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26.7.14

Bei "Perspectives" ein Beitrag aus der Schweiz über Proteste gegen Israels Krieg, die manche Leute zum Anlaß für antisemitische Parolen nehmen.

E

2
27.7.14

Bei ttt ein recht vernünftiger Beitrag zur Debatte um Antisemitismus bei den Anti-Israel-Demos. Mit Stimmen von Avi Primor, Ahmad Mansour, Wolfgang Benz und Alfred Grosser. "Die vielen friedlichen Demonstranten können sehr wohl unterscheiden zwischen Kritik an Israel und antisemitischen Parolen. Da sind die Migranten vielen von uns Deutschen offensichtlich voraus."   ¤

ttt

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28.7.14

Wolf Blitzer redet mit Abraham Foxman von der sog. "ADF" (rechtsextremer prozionistischer Hetzverein) und nimmt dessen boshaftes Gerede über "antisemitische" Demonstrationen ernst. Daß die Demonstranten sich von judenfeindlichen Parolen distanziert haben, wird nicht erwähnt. Die als Belege des Bösen gezeigten Demoplakate finde ich recht gelungen. ("Nichts ist antisemitischer als Zionismus")

C

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28.7.14

Ein lustiges Beispiel für die Paranoia der Anti-Antisemitisten: "The Debate" bei PressTV wird mit einem Beitrag eingeleitet in dem es u.a. heißt, daß laut israelischer Armee 43 Soldaten (englisch: "troops") in Gaza getötet wurden. Lee Kaplan (dem man zugutehalten muß, daß er überhaupt zu einer Diskussion bei einem Feindsender bereit ist) hat statt "troops" aber das Wort "jews" gehört und wertet das als antisemitische Entgleisung (was es tatsächlich wäre, wenn es so gesagt worden wäre. Leider hat in der Sendung niemand Kaplans Fehler bemerkt und richtiggestellt.)   ¤

P

4

29.7.14

In München demonstriert "die jüdische Gemeinde" unter Fahnen des Apartheidstaates "gegen Antisemitismus und Antizionismus". (Man darf zugunsten der jüdischen Gemeinde annehmen, daß sie nicht geschlossen diesen verlogenen Irrsinn mitmacht, der genau das produziert, was er angeblich kritisiert.) - In Wuppertal hat es einen Anschlag auf die Synagoge gegeben. - Das heute-journal meldet, daß es in Deutschland letztes Jahr 37 Anschläge auf Moscheen gegeben hat.

A,TS,hj

zus.2

30.7.14

Je ein Vertreter der jüdischen Gemeinde in Bremen und der deutsch-palästinensischen Gesellschaft in Bremen bewerten die Bilder und Töne der Bremer Antikriegsdemo vor einer Woche. Der eine hält schon die Tatsachenfeststellung "Kindermörder Israel" für antisemitisch, der andere grenzt sich deutlich von tatsächlich antisemitischen Inhalten ab. - Gespräch mit einem Soziologen einer Privatuni, der sich nur für die Probleme von türkischen "Underdogs" interessiert, aber nicht dafür, warum die Deutschen sich nicht stärker gegen den israelischen Faschismus engagieren.

b&b

7
1.8.14

David Chater berichtet aus Paris. 4000 Leute, größtenteils jüdische Franzosen, haben dort unter israelischen Fahnen ihre Unterstützung für das Gaza-Massaker demonstriert und sich zugleich über den wachsenden Antisemitismus beschwert.   ¤

Es gibt aber auch Positives: ein Beitrag über die Iniative "Salaam Shalom" in Berlin, in der Juden, Christen und Muslime sich gemeinsam für eine friedliche Verständigung einsetzen. 

A

arj

3

2

           
3.8.14

Ein Beitrag von Spiegel-TV zum Nahostkonflikt. Reportagestückchen vom Umgang von Israelis mit dem Krieg, vom Horror in Gaza und von antiisraelischen Demos in Deutschland. Interessant, was ein israelischer Nazi bei einer Hassdemo in Tel Aviv sagt:  "Wir haben es immer auf die softe Tour versucht. Irgendwann sagt man sich, ich muß in der gleichen Sprache antworten und genauso Männer, Frauen und Kinder töten."  - Die Dummheit einiger im Beitrag gezeigter judenfeindlicher Aussagen von deutschen Demonstranten relativiert sich, wenn der Autor des Beitrags Israel "den einzigen jüdischen Staat der Welt" nennt. Getötete Soldaten nennt er "Gefallene", die Widerstandarmee der Hamas eine "Terrortruppe". 

Spiegel-TV

11

4.8.14

In Frankreich berät die Regierung über ein Verbot der zionistischen Terrorgruppe "Jewish Defense League". Aktivisten werfen den Israelfreunden vor, die antijüdischen Ausschreitungen in Paris vor drei Wochen selber inszeniert zu haben. Bericht aus Paris von Anustup Roy.

P

3

           
5.8.14

Ein Beitrag stellt die Aussagen von Graumann (Zentralrat) und Verleger (Ex-Zentralrat) gegenüber. Verleger bringt es auf den Punkt: "Das deutsche Judentum tut sich keinen Gefallen, wenn es sich mit allen Untaten, die Israel begeht, solidarisiert."

ktzt

3

19.8.14

George Galloway ist von der britischen Polizei befragt worden, nachdem er seinen Wahlkreis in Bradford für "Israel-frei" erklärt hatte (das heißt, daß dort keine Produkte aus dem Nazistaat und seinen Kolonien angeboten werden.)  Irgendwelche Trottel haben darin natürlich eine antisemitische Entgleisung gesehen.

P

1

21.8.14

Galloway  (NNA)*

Frankreich  (NNA)*

P

B

2

3

           
29.8.14

In London ist George Galloway bei einem öffentlichen Termin von einem offenbar pro-zionistischen Mann körperlich angegriffen und verletzt worden, er liegt jetzt mit gebrochenem Kiefer im Krankenhaus. Bei PressTV Infos von Amina Taylor, bei Sky News eine Meldung.

P,Sky

zus.3

30.8.14

Meldungen zum Angriff auf George Galloway. Der Täter wurde gefasst, Galloway ist noch im Krankenhaus.

RT,P

zus.2
1.9.14

Erstes Gespräch mit George Galloway nach dem Anschlag auf ihn durch einen Anhänger der zionistischen Terrorgruppe "IDF" namens Neil Masterson.

P

2

2.9.14

Ausschnitt aus einem weiteren Interview mit George Galloway nachdem  er von einem pro-zionistischen Fanatiker zusammengeschlagen wurde.

RT

2

9.9.14

Ein besonders dummer (oder auch böswilliger) Beitrag von Martina Morawietz, die es für sinnvoll hält, sich beim Kampf gegen wirklichen und eingebildeten Antisemitismus (und als Antisemit hat hier jeder zu gelten, der kein Netanjahu-Poster überm Bett hängen hat) mit den Faschisten von der "Bild" gemein zu machen. Nächsten Sonntag wollen Gauck und Merkel "gegen Antisemitismus" demonstrieren.  - Man kann nicht zugleich gegen Antisemitismus und für Israel sein.

Frontal 21

10

14.9.14

In Berlin nehmen einige Tausend Leute an einer Kundgebung des Zentralrates teil, unter dem Motto "Steh auf - Nie wieder Judenhass" - und unter wehenden Fahnen des faschistischen Staates Israel. Neben  Merkel, Gauck und Graumann haben sich durchaus auch ein paar anständige Leute (Wulff, Schneider) zu dem makabren Treffen verirrt. Obwohl Merkel ausdrücklich Israelkritik und Antisemitismus gleichsetzt (zu hören im BBC-Bericht), thematisiert keiner der Berichte diesen boshaften und gefährlichen Mißbrauch des Antisemitismusvorwurfs.  

A,B,Sky,arj,TS,hj,E

zus.15
           
29.9.14

Ausschnitt aus der Rede von Netanjahu vor den UN. Er setzt darin in höchst demagogischer Weise Antisemitismus und Kritik am Staat Israel gleich.

RT

1
20.11.14

Ein Bericht von Tim Herden und Siegbert Schefke in den Tagesthemen über den Streit bei den Linken um die Haltung zu Israel. Der Vorfall auf dem Flur vor Gysis Büro wird benutzt, um wiedermal Israelkritik und Antisemitismus gleichzusetzen. In infamer Weise (und mit einem als Beleg völlig ungeeigneten Zitat) wird Max Blumenthal eine antisemitische Grundhaltung angedichtet. Die letzten aufrechten Linken bei der Linken werden als konfuse Spinner dargestellt, die aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen immerzu auf Israel herumhacken. Die wahren Antisemiten werden sich über solche Berichte freuen.

TT

3

11.12.14

Der Israelfan, der in London George Galloway tätlich angegriffen hatte, ist zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt worden. 

P

3
           
22.1.15

Die Jungs von "Neturei Karta" drehen den Spieß um und verkünden (draußen vor dem UN-Gebäude in New York, wo eine Konferenz über den Kampf gegen Antisemitismus läuft - ohne sie), die wichtigste Ursache für das Anwachsen des Antisemitismus sei Israels Besetzung Palästinas.   ¤

P

2

15.2.15

Das Simon-Wiesenthal-Center verurteilt eine Kunstausstellung in Estland, die angeblich antisemitisch sei und das Gedenken an die Opfer des Holocaust beschmutze.

RT

3

22.2.15

Im Palästina-Magazin "The Sun will rise" geht es um Angriffe von Zionisten auf Unterstützer Palästinas, wobei immer wieder gerne der Antisemitismusvorwurf benutzt wird. Geschildert werden die Fälle des britischen Vikars Stephen Sizer und von George Galloway. Gespräch darüber mit Gilad Atzmon (Schriftsteller und Ex-Israeli) und Raza Nadim (MPAC). Bemerkungen von Baroness Jenny Tonge, die wegen ihrer Israelkritik geschasst wurde.

P

23

15.4.15

Bei einer Ansprache zum Holocaust-Gedenktag in Israel erklärt Netanjahu, die Welt habe ihre historische Lektion nicht gelernt. "So wie die Nazis versuchten, die Zivilisation zu zerstören und nach der Weltherrschaft ihrer "Herrenrasse" strebten, indem sie das jüdische Volk auslöschten, so will heute der Iran die Region und die Welt erobern, mit dem erklärten Ziel, den jüdischen Staat zu vernichten." - Die Worte des Massenmörders Netanjahu lassen sich nur als Projektion verstehen. Er selber ist es, der der Welt mit einer weiteren Lektion droht.

Sky

2

24.4.15

"Head to Head": Anti-Semitism and Islamophobia: Old fears, new threats?" - Mehdi Hasan diskutiert mit Prof. Robert S. Wistrich über Antisemitismus, Israelkritik und Islamfeindlichkeit. An der Debatte vor Publikum nehmen auch teil Hannah Weisfeld, Jonathan Arkush, Richard Kuper und Sharif Nashashibi. (Leider komplett NNA)*  (¤¤?)

A

47
           
6.11.15

Bei "UpFront" diskutiert Mehdi Hasan mit Alan Dershowitz und Brian Baird (Ex-US-Kongressabgeordneter) über die Macht der Israel-Lobby in den USA, speziell des AIPAC. Dershowitz bestreitet diese Macht gar nicht, er findet sie sogar gut, da sie ja Israel (dem Garanten für Frieden usw.) nutzt, und außerdem sei die Macht der saudischen Lobby viel größer. Und wer Israel und seine Lobby kritisiert (einschließlich Haaretz), ist ein Heuchler und / oder Antisemit. Danke, das wollten wir hören.

A

14
            
14.3.16

Über eine Konferenz in Berlin gegen Antisemitismus. Laut dem TS-Bericht ging es dabei vor allem um Israel. Merkel verurteilt Äußerungen, die "als vermeintliche Kritik der Politik des Staates Israel daherkommen, tatsächlich aber Ausdruck des Hasses auf jüdische Menschen sind." Lammert meint, wer in Deutschland leben wolle, müsse das "Existenzrecht Israels anerkennen". Über das Existenzrecht der Palästinenser kein Wort.

TS

2

28.4.16

 

Die Labour Party hat den früheren Bürgermeister von London, Ken Livingstone, "suspendiert", wegen Äußerungen, die als antisemitisch eingeordnet werden. Es geht um die Behauptung, Hitler habe 1932 den Zionismus unterstützt (genauer, er habe die Vertreibung der Juden nach Palästina vorgehabt, noch nicht ihre Ermordung). Ich weiß nicht, ob das historisch stimmt, aber ich kann darin jedenfalls bei Livingstone nichts Judenfeindliches erkennen. Auch die Abgeordnete Naz Shah wurde "suspendiert". Sie hatte sich eine dumme polemische Bemerkung geleistet,  man solle Israel in die USA verlegen.  - Der demonstrierte Furor des "Antisemiten"-Jägers John Mann ist schon erstaunlich. Eigentliches Ziel der Angriffe ist natürlich Parteichef Corbyn, der ein guter Freund von Livingstone ist und dessen klare israelkritische Haltung bekannt (und unerwünscht) ist. - Bei Sky News ein Bericht mit ausführlichen O-Tönen, bei der BBC etwas kürzer. Kurze Meldungen bei PressTV und Euronews.  ¤

B,Sky,P,E

 

zus.10

 

29.4.16

Im Streit um angeblich antisemitische Äußerungen von Ken Livingstone will Labour-Chef Jeremy Corbyn eine unabhängige Kommission einsetzen, die Rassismus in der Partei untersuchen soll. Im sehr sachlichen Bericht bei PressTV sagt George Galloway, daß die Vorwürfe Teil eines geplanten Putsches gegen Corbyn sind und daß die Israel-Lobby letztlich jede Kritik am Apartheidstaat für antisemitisch erklären lassen will.

Sky,P

zus.7
           
30.4.16

 

Die Jagd auf Ken Livingstone geht weiter. Bei einem TV-Interview stellt man ihm 16 mal die selbe dämliche Frage, ob er sich für seine Äußerung über Hitler entschuldige, 16 mal erklärt er, daß es ihm leid tut, die Partei in Schwierigkeiten gebracht zu haben, aber keinen Grund hat, sich inhaltlich für irgendetwas zu entschuldigen. Ausführliche (entnervende) O-Töne bei Sky News. Bei PressTV Kommentare von Gilad Atzmon und Rodney Shakespeare, die beide eine Kampagne der Zionisten gegen Freunde Palästinas bemerken. Atzmon sagt, die Verbindung von Hitler mit den Zionisten Anfang der 30er (mit dem Ziel einer Umsiedlung der deutschen Juden nach Palästina) sei einfach eine historische Tatsache, die auch von Netanjahu kürzlich betont wurde (was allerdings nicht unbedingt die Seriosität dieser Behauptung unterstützt). Auf deutsch berichtet einzig Euronews über die Affäre.

Sky,P,E

zus.10
           
2.5.16

Bei Sky News trägt Robert Nisbet die neuesten "Enthüllungen" über angeblich antisemitische Äußerungen diverser Labour-Politiker vor. Es handelt sich durchweg um heftige Kritik am israelischen Apartheidstaat, teilweise wird die Ähnlichkeit dieser Politik mit der Nazideutschlands festgestellt. In keinem Fall wird aber irgendetwas gegen "die Juden" geäußert. Leute, die ständig soetwas in Sätze hineininterpretieren, sollten mal darüber nachdenken, wie fest antisemitische Klischees in ihren eigenen Köpfen sitzen. Und wie sehr sie mit ihrem Geschwafel den Antisemitismus befördern. 

Sky 4
3.5.16

Michael Holmes spricht mit dem Labour Oberhausabgeordneten Michael Levy über die Antisemitismusvorwürfe. Levy gibt zu, daß er ein enger Vertrauter des Massenmörders Blair ist (darauf wird natürlich nicht weiter eingegangen) und sagt, daß jeder Israel kritisieren kann, aber er tut das natürlich nicht, und jeder der es tut ist ein Antisemit. So in etwa kann man es wohl zusammenfassen, ohne dem Mann Unrecht zu tun. Wäre vielleicht interessant, wenn ihm jemand ein paar ernsthafte Fragen stellen würde. Z.B., was an den inkriminierten Aussagen denn nun antisemitisch gewesen sein soll.

C

12

5.5.16

 

 

Uri Schneider berichtet über den Holocaust-Gedenktag in Israel. Netanjahu nutzt die Gelegenheit, Kritiker seiner Besatzungspolitik als Antisemiten zu verunglimpfen. Immer mehr Menschen stören sich am Kitsch und am nationalistischen Pathos der offiziellen Feiern und sehen darin einen Mißbrauch des Völkermordes. In Tel Aviv gibt es eine alternative Gedenkveranstaltung, bei der auch die Vertreibung der Palästinenser beklagt wird.  ¤  >Aufnahme verlorengegangen<

Bei "Comment" geht George Galloway auf die Hexenjagd gegen Labour-Politiker wegen vorgeblich antisemitischer Äußerungen ein. Titel: "How is Israel infecting british politics?"  Irgendwelche sehr fleißigen Agenten haben sämtliche Facebook-Posts aller Labourabgeordneten gefilzt und bei 26 von ihnen Israelkritisches gefunden, das umgehend als "antisemitisch" gebrandmarkt wurde. Inhaltlich geht Galloway in der Einleitung nicht weiter auf den Quatsch ein.

arj

 

P

3

 

4

7.5.16

Afshin Rattansi geht bei "Going Underground" kurz auf die pro-israelische Anti-Labour-Kampagne ein. Er bringt u.a. einen bezeichnenden O-Ton von Lord Michael Levy: "Using the word >zionist< is another form of antisemitism." Hoffentlich ist das nur aus dem Zusammenhang gerissen. Und hoffentlich hat Theodor Herzl es nicht gehört. >Aufnahme verlorengegangen<

RT

2
9.5.16

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Ken Livingstone, allerdings nur am Rande über die albernen Antisemitismusvorwürfe (die sich in Wahrheit gegen Jeremy Corbyn und den neuen Linkskurs von Labour richten). Dafür über die ebenso albernen Vorbehalte gegen den neuen Londoner Bürgermeister Sadiq Khan, der ein Muslim ist (und eher nicht zur Parteilinken gehört).  >Aufnahme verlorengegangen<

RT

8
           
10.5.16

"The Stream: Anti-Semitism rocks UK Labour Party" -  Über die Antisemitismusvorwürfe gegen Labour-Politiker diskutieren Rabbi Herschel Gluck (Muslim-Jewish Forum), Charley Allan ("Morning Star") und Rachel Shabi (Journalistin). Leider NNA)*  ¤  >Aufnahme verlorengegangen<

A

25

         
14.5.16

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Max Blumenthal über die Hexenjagd auf linke Labour-Abgeordnete wegen angeblich antisemitischer Äußerungen, die auf einen Putschversuch gegen Corbyn hinausläuft. Die Israel-Lobby versucht, ihre eigene Definition des Begriffs "Antisemitismus" durchzusetzen, die diesen gleichsetzt mit Antizionismus, also der Kritik am israelischen Nationalismus. Details von einigen besonders bizarren Verleumdungen und über den Einfluß von Hardcore-Zionisten auf die Medien in den USA.   ¤

RT

11

           
14.5.16

Bei PressTV ein Bericht von der Ausstellung mit "Holocaust-Karikaturen" in Teheran. Diese sollen sich nicht über den Völkermord an den Juden lustigmachen oder diesen in Frage stellen, sondern die Instrumentalisierung des Völkermordes zu politischen Zwecken durch Israel kritisieren. Nach den im Bericht gezeigten Beispielen ist das nicht gelungen. Eine Zeichnung ist dabei, die auch ich als antisemitisch einordnen würde, die anderen sind dumm, nichtssagend und völlig unlustig. Abwegig ist die Behauptung im Berichtstext, die Bilder seien eine Antwort auf Karikaturen von Charlie Hebdo, die den Propheten Mohammed beleidigt hätten. Das haben sie nämlich nicht.

P

2

21.5.16

 

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Jackie Walker (Momentum movement). Die linke jüdische antirassistische Aktivistin war zusammen mit Ken Livingstone von Labour "suspendiert" worden, weil irgendjemand meinte, eine Äußerung über den Sklavenhandel ("the African holocaust") und jüdische Banker als dessen Finanziers ("chief financiers of the sugar and slave trade") sei antisemitisch gewesen. Sie erläutert den Zusammenhang des Zitats. Sie meint, daß die Labour-Party kein besonderes Problem mit Rassismus und Antisemitismus hat (nicht mehr als andere auch), daß aber der Stil der momentanen Debatte über "Antisemitismus" ein ernstes Problem darstellt. Die pro-zionistische "Israel Advocacy Movement" sammelt offenbar gezielt Äußerungen von Linken im Internet, von denen sie dann behauptet, sie seien antisemitisch. Walker fühlt sich durch diese Schmutzkampagne auch als Jüdin angegriffen. Es erinnert sie an die Verfolgungshysterie der McCarthy-Zeit in den USA, der auch ihre Mutter als Bürgerrechtlerin zum Opfer fiel.  ¤¤

RT

 

9

 

           
27.5.16

Mehdi Hasan ("UpFront") spricht mit Efraim Halevy (Ex-Chef des Mossad), der einige Dinge über Israels Rechtsruck geäußert hat, die man Anderen sicherlich als "antisemitisch" ankreiden würde. Im Gespräch erneuert er seine sehr sachliche, aber scharfe Kritik an Netanjahus Regierung, am Umgang mit rechten Terroristen in Israel und an der pauschalen Verurteilung der Hamas.  ¤

A 12
            
9.6.16

Rassismus / Antisemitismus / Nazis / Gebroder

Der AFD-Abgeordnete Wolfgang Gedeon in Ba-Wü soll aus seiner Fraktion ausgeschlossen werden, wegen antisemitischer Äußerungen. Diese werden im Bericht kurz gezeigt. Daß der Mann ein faschistischer Drecksack ist, geht daraus sehr klar hervor. Ob er wirklich antisemitisch ist, weiß ich nicht (vermutlich ja). Daß die Nazis ihn loswerden wollen, dürfte aber weniger an seinem angeblichen Antisemitismus liegen als an seiner offenen Feindschaft gegenüber Israel. (weshalb der Beitrag ungewöhnlicherweise in beide Kategorien fällt.)

ht

2

17.6.16

In mehreren US-Bundesstaaten bemühen sich zionistische Lobbygruppen, Boykottaufrufe gegen den Apartheidstaat gesetzlich verbieten zu lassen. Die BDS-Kampagne wirkt offenbar. Die Boykottaufrufe, also eine Form des friedlichen Protestes, werden von den Anhängern des rechtsextremen israelischen Regimes allen Ernstes als "antisemitisch" bezeichnet. Bericht von Kristen Saloomey aus New York.

A 3
           
30.6.16

 

 

 

Jeremy Corbyn stellt den Untersuchungsbericht über Antisemitismus in der Labour-Party vor. Darüber wird aber bei keinem Sender inhaltlich berichtet. Stattdessen regt sich CNN fürchterlich (und absolut unprofessionell) auf über einen eigentlich sehr klugen und klaren Satz von Corbyn: "Unsere jüdischen Freunde sind für die Handlungen von Israel oder der Regierung Netanjahu nicht stärker verantwortlich als es unsere muslimischen Freunde für den selbsterklärten "Islamischen Staat sind." Bei AJE wird auch der Satz davor noch zitiert, in dem Corbyn seine eindeutige Verurteilung des Antisemitismus deutlich macht. Bei CNN gibt es nur den einen Satz, und der wird von mehreren Reportern als "antisemitisch" verurteilt. Man dürfe Israel und den "IS" nicht vergleichen, nichtmal beide Worte in einem Satz verwenden. Isa Soares, Richard Quest und John Vause stellen ihre kommentierenden Behauptungen alle als Tatsache dar. Z.B. Vause (CNN-Anchorman): "The Labour Leader bizarrely appeared to compare the Israeli Government to ISIS." Oren Liebermann (CNN-Korrespondent in Israel) hält seine eigene Meinung zwar zurück, findet aber ausschließlich Zitate von israelischen Rechtsextremisten über den vorgeblichen Antisemiten Corbyn. Wenn hier etwas wirklich bizarr ist, dann diese Kampagne von CNN gegen die Labour-Partei. (Leider keine Videos davon im Netz.) ¤

Bei Sky News ein ebenso tendenziöser Bericht, der aber mehr an Corbyns Weigerung, einen Nachfolger zu suchen, interessiert ist. Bei der BBC nichts zu dem Thema, bei deutschsprachigen Sendern sowieso nicht.

A,Sky,C

 

 

 

zus.16

 

 

 

7.1.17

Ein israelischer Diplomat namens Shai Masot hat sich in einem Londoner Cafe dabei filmen lassen, wie er einer britischen Regierungsbeamtin Vorschläge macht, wen er und seine Leute mal durch eine Schmutzkampagne erledigen könnten, z.B. den als israelkritisch bekannten Vize-Außenminister Alan Duncan. Der Bericht von AJE ist Teil einer größeren Recherche, die demnächst unter dem Titel "The Lobby" veröffentlicht werden soll. Auch die BBC berichtet über den Fall. 

A,B zus.6
           
8.1.17

Nach den AJE-Enthüllungen über den israelischen Diplomaten Shai Masot, der angeboten hatte, britische Regierungsmitglieder mit Schmutzkampagnen zu erledigen, "entschuldigt" sich die israelische Botschaft. Der gesprächige junge Mann soll demnächst entlassen werden. - Bei AJE nochmal der Bericht von gestern. Bei PressTV Einschätzungen von Richard Silverstein, der darauf hinweist, daß es immer wieder solche Schmutzkampagnen israelischer Tarnorganisationen ("Astroturfing") gegen Labour-Politiker gibt. - Auf deutsch nur bei Euronews ein kurzer Bericht über die Affäre.

A,P,E

zus.10
                 
11.1.17

Noch ein Bericht über die Enthüllungen zur Unterwanderung von Bürgergruppen in England durch zionistische Agenten. 

Dann der erste Teil der vierteiligen Serie "The Lobby" darüber: "Young Friends of Israel", präsentiert von Clayton Swisher. Leider NNA)* Sicher auch sehr lehrreich angesichts der Wühlarbeit der Zionisten z.B. in der deutschen Linkspartei.  ¤¤

A

A

2

26

                 
12.1.17

"The Training Session" - Teil 2 der vierteiligen Serie "The Lobby" über die Bemühungen der Zionisten um Einflußnahme auf politische Gruppen in Britannien. Nun über die Unterwanderung der Labour-Party durch pro-israelische Propagandisten und ihre Allzweckwaffe gegen jede Israelkritik, den Vorwurf des Antisemitismus. (leider NNA)*  ¤¤

A

26

           
13.1.17

"The Lobby", Teil 3: "An Anti-Semitic Trope" - Über die infamen und stereotypen Antisemitismusvorwürfe der Israellobby gegen linke Politiker, die Israels Politik und die Besatzung Palästinas kritisieren. Weitere heimlich gefilmte Beispiele aus England. (leider NNA)*  ¤¤

A

26

           
14.1.17

"The Lobby", vierter und letzter Teil: "The Takedown"  - Mehr über die Versuche der Einflußnahme auf die britische Politik durch zionistische Agenten - Versuche, die der Spionage gleichkommen und das Diskussionsklima vergiften.  (NNA)*  ¤

A

26
           
1.3.17

Etwa 250 britische Akademiker haben einen Offenen Brief unterzeichnet, der das Recht auf freie Rede an den Universitäten einfordert. Immer wieder werden dort israelkritische Veranstaltungen abgesagt, immer mit der Unterstellung, es handele sich um Antisemitismus. Selbst Überlebende des Holocaust werden dabei als Antisemiten abgestempelt. Camilia Shambayati berichtet aus London.

P

2

           
10.4.17

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Ken Livingstone. Neben Trumps Krieg gegen Syrien geht es auch um die neuerlichen höchst albernen Antisemitismusvorwürfe gegen Livingstone, der festgestellt hatte, daß Hitler 1933 eine Vereinbarung mit der deutschen zionistischen Bewegung getroffen hat. Die Behauptung, Hitler sei ein Zionist gewesen, stammt dagegen nicht von ihm. 

RT 9
           
14.6.17

 

 

 

Der Dokumentarfilm "Auserwählt und ausgegrenzt", über Antisemitismus in Nahost und Europa, war für arte produziert worden, dann aber wegen redaktioneller Bedenken nicht gesendet worden. Nun hat ihn die "Bild-Zeitung" im Internet veröffentlicht. Der Beitrag bei "Zapp" zeigt einige Ausschnitte und bringt Stellungnahmen beider Seiten. Die Ablehnung des Films wird formal gerechtfertigt, ebenso wird die Veröffentlichung durch "Bild" mit formalen Argumenten kritisiert. Eine inhaltliche Kritik des Films gibt es dagegen kaum. - Der Film ist ein übles demagogisches Machwerk, das alles durcheinandermengt, bösartigen Antisemitismus, Kritik an der israelischen Besatzung (die selber mit keinem Wort erwähnt wird!), Dummheiten von Jugendlichen - alles dasselbe, wer Israel kritisiert ist ein Antisemit, basta! Der Film arbeitet dabei mit reihenweise sachlichen Fehlern, Verdrehungen, Weglassungen und Unterstellungen. Broder liebt den Film. Wer ihn sendet, offenbart damit nur seine eigene Verdorbenheit und schadet dem Kampf gegen den real existierenden Antisemitismus. Allerdings kann man sich den Film auch kritisch ansehen, dann ist ein Teil des Materials durchaus interessant, eben da, wo tatsächlich antisemitische Einstellungen dokumentiert werden.  ¤

Zapp

 

 

9

 

 

           
21.6.17

"Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa" - Der Film von Joachim Schroeder und Sophie Hafner, in einer vom WDR redaktionell bearbeiteten Fassung. Die gröbsten Rechtsverstöße wurden entfernt, und einige böswillige Fälschungen mit Anmerkungen kommentiert. Parallel wird auf den ausführlichen Faktencheck hingewiesen, der große Teile des Film auseinandernimmt. Unbedingt lesenswert! (Meine Bewertung vom 14.6. wird dadurch bestätigt und untermauert. Der Film ist eine üble Faktenverdrehung, sein Hauptziel ist es, Linke als "Antisemiten" zu verleumden, er schadet damit dem Kampf gegen den realen Antisemitismus. Um Judenhass in Europa geht es im Film leider nur am Rande, dafür umsomehr um die Reinwaschung Israels.  ¤

Anschließend die Diskussion bei Sandra Maischberger: "Israelhetze und Judenhass: Gibt es einen neuen Antisemitismus?" - Mit Michael Wolffsohn, Norbert Blüm, Ahmad Mansour, Gemma Pörzgen, Rolf Verleger und Jörg Schönenborn. Leider bis auf den Anfang NNA)*  ¤

ARD 93

75

30.6.17

Ein Reality Check bei "UpFront": Mehdi Hasan stellt klar, daß Antizionismus nicht gleichbedeutend mit Antisemitismus ist. Wer beides gleichsetzt, macht damit in unverantwortlicher Weise "die Juden" für Israels Politik verantwortlich. Hasan zählt eine Reihe von Äußerungen israelischer Politiker auf, die genau das tun. 

A

2

           
15.7.17

 

Michael Smerconish spricht bei einer Probe in Miami mit Roger Waters (Pink Floyd). Seine "Us and Them"-Tournee durch die USA ist auch eine politische Kundgebung gegen Trump. Israelfreunde rufen zum Boykott der Konzerte auf und verleumden Waters als Antisemiten, weil er die BDS-Kampagne (Boykott gegen Israel) unterstützt. Waters nennt die Vorwürfe eine "bösartige Propaganda". "Ich rede über einen gewaltfreien, liebevollen Widerstand gegen die Unterdrückung eines Volkes." (Diese Passage fehlt leider im YT-Video.) Der Rest des Interviews dann über das eigentliche Thema, den Widerstand gegen das Trump-Regime. Und Smerconish erzählt, daß er 2006 Waters' Hinweis auf Guantanamo ("Habeas Corpus matters") noch unangemessen fand. Zehn Jahre später, als in Guantanamo immer noch 44 Menschen ohne Anklage festgehalten wurden, habe er ihm rechtgegeben.  ¤

C

12
           
18.8.17

Die BDS-Kampagne fordert Musiker zum Boykott eines Festivals in Berlin auf, bei dem arabische und israelische Künstler zusammen auftreten sollten. Die Begründung ist, das Festival werde auch von der israelischen Botschaft gesponsert. (Ich denke, daß die BDS-Leute sich mit dieser Aktion verrannt haben und ihrer Sache schaden.) Der 3sat-Beitrag informiert sachlich über den Fall und über die BDS-Kampagne, die von den Israel-Lobbyisten als "antisemitisch" verleumdet wird. U.a. wird Judith Butler zitiert, die feststellt, daß die Israelfans den Begriff "Antisemitismus" zum Kampfbegriff machen und damit eine Form der "Weißen Vorherrschaft" und des Rassismus fördern.

ktzt

6

9.10.17

Im Januar hatte AJE einige schmutzige Details der Wühlarbeit zionistischer Agenten gegen britische Israelkritiker enthüllt und ausführlich in der Serie "The Lobby" dokumentiert. Mehrere Angestellte der israelischen Botschaft in London wurden daraufhin gefeuert. Sie haben versucht, sich an dem Sender zu rächen, mit einer Beschwerde bei der britischen Medienaufsicht, in der AJE wie üblich "Antisemitismus" vorgeworfen wurde, außerdem unfaire und unausgewogene Berichterstattung. Die Medienaufsichtbehörde Ofcom hat nun alle diese Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen.

A

2
           
       

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