Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Iran #3                                                                                                                 (letzter Eintrag 9.12.18)

Iran #1 (bis Dezember '11)

Iran #2 (bis Dezember '16)

Eine ausgezeichnete Sammlung von Artikeln zum drohenden Krieg gegen Iran und über die Kriegshetze der Medien gibt es bei bei www.arbeiterfotografie.com

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
19.1.17

In Teheran brennt das älteste Hochhaus der Stadt und stürzt dann während der Löscharbeiten ein. Zahlreiche Feuerwehrleute werden verschüttet. Mindestens 40 Menschen sterben, darunter mindestens 20 Feuerwehrleute. - Bei den deutschen Sendern nur Kurzmeldungen. Euronews hingegen berichtet ausführlich und hat als einziger Sender einen Reporter vor Ort (Javad Montazeri). Auch bei PressTV natürlich Hauptthema des Tages.

A,B,TS,E zus.7
                 
21.1.17

Iran / Israel : Netanjahu hält im israelischen TV eine Ansprache an das iranische Volk in der er behauptet, Israel sei ein Freund des iranischen Volkes, das von einem grausamen aggressiven Regime unterdrückt werde. Surrealer OT.

A

1

30.1.17

Die iranische Armee hat eine neue Mittelstreckenrakete (Reichweite ca. 1000 km) getestet. Der UN-Sicherheitsrat berät darüber morgen bei einer Sondersitzung.

E 1
1.2.17

Die US-Regierung reagiert auf den jüngsten iranischen Raketentest mit scharfen, aber unklaren Tönen. Man werde den Iran im Auge behalten und dabei "alle Optionen auf dem Tisch" behalten. Niemand weiß, ob das eine Kriegsdrohung sein soll. Bei AJE Einschätzungen von James Bays und von Trita Parsi (Iranian American Council).

A 8
           
2.2.17

Mehr über die undeutlichen Drohungen des Trump-Regimes gegen den Iran nach dem jüngsten Raketentest mit einer ballistischen Mittelstreckenrakete. Bei CNN Einschätzungen von Fred Pleitgen, der den Test nicht für einen Verstoß gegen das Atomabkommen hält. Außerdem Einschätzungen von Mark Kimmett über Trumps bewußte "strategic ambiguity". PressTV berichtet, daß die iranische Regierung Trumps Vorwürfe als unbegründet zurückweist. Hier Einschätzungen von Mark Glenn. Berichte auf deutsch nur im ZDF und bei Euronews. (Jeder Sender zeigt andere Bilder von dem Raketenstart, vermutlich sind nur die bei PressTV authentisch. ZDF und Euronews zeigen Bilder vom Start einer Kurzstreckenrakete.)

A,B,C,P,E

zus.23
3.2.17

Als Antwort auf den iranischen Raketentest verkündet das US-Regime neue Sanktionen gegen den Iran, gezielt gegen diverse iranische Personen und Firmen. Die iranische Regierung reagiert mit gleichlautenden Sanktionen gegen US-Firmen. Ausführliche Infos bei AJE, Einschätzungen von Hillary Mann Leverett. Bei PressTV Einschätzungen von Ian Williams. Die Tagesschau meldet, daß der neue deutsche Außenminister Gabriel "Verständnis" habe für die Sanktionen der USA. 

A,B,C,P,TS,hj

zus.25
           
4.2.17

Weitere gegenseitige Drohgebärden zwischen den Regierungen in Washington und Teheran. US-Kriegsminister Mattis beschuldigt den Iran, der wichtigste Terrorismusunterstützer der Welt zu sein. Die iranische Armee hält Manöver ab.

A,C,P,E

zus.9

           
10.2.17

Am 38. Jahrestag der Revolution Massenkundgebungen im ganzen Land, in Teheran mit einigen Hunderttausend Teilnehmern. Viele richten sich direkt an die USA und gegen deren muslimfeindlichen neuen Staatschef, mit teilweise recht kreativen Transparenten. Ebenso auch Präsident Rouhani als Hauptredner.

A,C,P,arj,E

zus.15

           
15.2.17

Präsident Rouhani ist auf Besuchsreise durch mehrere Golfstaaten, u.a. Oman und Kuwait. Der Iran sucht bessere Beziehungen zu den Nachbarländern.

A,E

zus.3
19.2.17

 

Bei der sog. "Sicherheitskonferenz" in München wird u.a. über Syrien geredet, woran sich auch der iranische Außenminister beteiligt. Auch dabei sind die beiden Terroristenfreunde Lieberman (Israel) und al-Jubeir (Saudi), die übereinstimmend den Iran zum Hauptproblem erklären.

Fareed Zakaria ("GPS") lobt das Atomabkommen mit dem Iran, das erfolgreich die Fähigkeiten des Landes zur nuklearen Bewaffnung abgestellt hat.

Natalie Amiri berichtet aus Teheran über ein Ringerturnier, bei dem die Mannschaft aus den USA besonders freundlich begrüßt wurde.  ¤

A,E

C

WS

zus.4

3

6

27.2.17

Iran / USA : Der iranische Regisseur Ashgar Farhadi hat zum zweiten Mal den Oscar für den besten nicht-US-Film bekommen, für "The Salesman", eine Adaption von Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden". Farhadi ist nicht zur Preisverleihung gereist, aus Protest gegen Trumps "Muslim-Ban". Seine Filme werden im Iran von den Hardlinern abgelehnt. Farhadi warnt in seiner verlesenen Dankesrede vor der Mentalität des "Wir gegen die" ("Us and Them"), die die Hardliner in Teheran und Washington vereint. Aus Teheran ein Bericht von Dorsa Jabbari.

A

3

           
6.3.17

Iran  / USA : Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Behrooz Ghamari-Tabrizi über die Haltung des Trump-Regimes gegenüber dem Iran, der als angeblicher Terror-Staat diffamiert wird, während Israel, die Saudis und die Türkei massiv aufgerüstet werden. (Soweit ich es mitbekommen habe, ist Rattansi der einzige bei RT, der noch, zumindest implizit, Kritik an Trump äußert oder äußern läßt.)

RT

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25.3.17

 

"Die den Mullahs trotzen" - Reportage von Mylène Massé und Reza Madi über junge Leute im Iran, die sich gegen die rigiden Vorschriften der islamischen Moralwächter auflehnen - und dafür manchmal brutal bestraft werden.  (NNA)*   ¤

Text von arte: "Diese Reportage bietet einen seltenen Einblick in die iranische Gesellschaft von heute, in der die Religionswächter mit ihren aus der Scharia abgeschriebenen Lebensregeln und Gesetzen mit harter Hand regieren – im Namen ihres angeblich so strengen Gottes. Als Touristen getarnt filmten unsere Reporter den Alltag von jungen Menschen in Teheran: Eine junge Frau, ihre Familie und ein homosexuelles Paar zeigten ihnen, wie sie heimlich dem Regime der Mullahs trotzen, immer in Gefahr, etwa auf einer Party von den sogenannten Basidschis erwischt zu werden – das sind die paramilitärischen Milizen im Iran, die als freiwillige Hilfspolizisten über die rechte Zucht und Ordnung im Gottesstaat wachen. Wer dagegen verstößt, durch unkorrekte Kleidung, den Genuss von Alkohol, durch zu viel Freizügigkeit oder durch Homosexualität, den stecken die Basidschis ins Gefängnis."

arep

 

25

 

28.3.17

Daesh (ISIS) / ( Iran : In einem 36 Minuten langen Video droht ein ISIS-Sprecher damit, den Iran zu erobern. Er wirft dem Land dessen religiöse Toleranz gegenüber Juden vor. Anschließend wird die Ermordung von mehreren unbekannten (möglicherweise iranischen) Soldaten gezeigt. Einschätzungen dazu von Don Debar¤   (Leider bei PressTV weder Link noch YT-Video dazu.)

P

3
19.4.17

Euronews-Reporter (Name folgt) hat ein Interview mit Mahmoud Ahmadinejad geführt, der sich erneut zur Wahl als Präsident bewirbt. Ausschnitte. (Link zum kompletten Interview folgt hoffentlich.)

E

2
29.4.17

"Return to Arms" - Film von Salam Hindawi, Ali Kishk und Fathi Gaoudi über die iranisch-kurdische Rebellengruppe "Hadaka" ("Demokratische Partei von Iranisch-Kurdistan"), die im Nordirak, offenbar mit saudischer Waffenhilfe, für einen Kampf um die Unabhängigkeit der Kurden im Iran ("Republik Mahabad") trainiert und seit letztem Jahr auch wieder bewaffnete Aktionen im Iran durchführt. Wie bei anderen kurdischen Gruppen spielen auch hier Frauen eine wichtige Rolle als Kämpferinnen.  ¤

A 47
           
30.4.17

Meldungen: in Istanbul ist Saeed Karimian auf offener Straße von einem Killerkommando erschossen worden. Der TV-Produzent lebte dort im Exil und betrieb mehrere iranischsprachige TV-Kanäle.

B,E zus.1
6.5.17

Im "Listening Post" eine Meldung über den Mord am iranischen TV-Produzenten Saeed Karimian in Istanbul.

A 1
15.5.17

Vier Tage vor der Präsidentschaftswahl sind nur noch fünf Kandidaten dabei, darunter am aussichtsreichsten der amtierende Präsident Rouhani (liberal) und der Konservative Raisi. 

E 1
16.5.17

Andrew Simmons berichtet aus Teheran über die Ausgangslage vor der Präsidentenwahl am Freitag und den lebhaften Wahlkampf.

A

3

17.5.17

Bei AJE berichtet Jonah Hull über die die letzten Wahlkampfveranstaltungen vor der Präsidentenwahl.

Im ZDF ein "auslandsjournal spezial" zur Präsidentschaftswahl, von Antje Piper aus Teheran. Impressionen, Informationen, Interviews, Hintergrund. Interessant.  ¤

A

ZDF

2

30

18.5.17

Jonah Hull berichtet am Tag vor der Wahl aus Teheran über die Zwischenbilanz von Präsident Rouhani, der als Favorit in die Wahl geht, und die Hoffnungen der Anhänger des Konservativen Raisi, der sein wichtigster Konkurrent sein dürfte.

A

3

19.5.17

Die Beteiligung bei der Präsidentschaftswahl ist sehr stark, sodaß die Wahllokale abends bis zu fünf Stunden länger geöffnet bleiben. Bericht vom Wahltag von Jonah Hull aus Teheran.  

A

4

20.5.17

Präsident Rouhani ist mit einer deutlichen Mehrheit von 57 Prozent wiedergewählt worden. Raisi erhielt 38 Prozent, die anderen Kandidaten jeweils nur ein Prozent oder weniger. Diverse Korrespondentenberichte, alle aus Teheran. 

A,TS,hj,E zus.12
           
21.5.17

Reaktion von US-Außenminister Tillerson (bei seinen saudischen Freunden in Riyad) auf Rouhanis Wahlsieg. Wie Trump nennt auch er den Iran den "gemeinsamen Feind" von USA und Saudis und fordert, der Iran solle "Verbindungen zu Terrornetzwerken" trennen.

E

1

22.5.17

Präsident Rouhani reagiert in einer Rede auf die Vorwürfe von Trump und Tillerson, die bei ihrem Besuch bei den Saudis dem Iran Verbindungen zu Terroristen unterstellt hatten. Rouhani erwidert, daß der Iran zusammen mit der Hisbollah und Rußland die Terroristen bekämpft, während andere Länder (gemeint u.a. die Saudis) den Terror unterstützen. Ohne den Iran könne es keine Stabilität im Nahen Osten geben. - Bei PressTV O-Töne und Zitate beider Seiten und eine Stellungnahme von John Steppling. Ansonsten nur bei Euronews ein Bericht.

P,E

zus.11
26.5.17

Gespräch mit der Journalistin Charlotte Wiedemann, die lange durch den Iran gereist ist und in ihrem Buch "Der neue Iran" ein sehr differenziertes Bild des Landes zeichnet. Ein weltoffenes, modernes, unabhängiges Land, in dem Frauen eine starke Rolle spielen, in dem Juden frei ihre Religion leben können. Interessante Einblicke, das Buch ist sehr lesenswert!  ¤

ktzt

8

7.6.17

 

 

 

 

In Teheran greifen Terroristen kurz nacheinander das Parlamentsgebäude und das Mausoleum von Ayatollah Khomeini an. Vier als Frauen verkleidete Männer sowie eine Frau stürmen das Parlament und schießen um sich. Eine Geiselnahme scheitert. Nach längeren Schießereien mit Polizisten sind alle Eingreifer tot. Am Mausoleum sprengt sich ein Attentäter in die Luft. Mindestens 12 Menschen wurden von den Terroristen getötet, etwa 40 verletzt. Ein dritter Angriff wurde angeblich verhindert. ISIS erklärt, für die Anschläge verantwortlich zu sein.  ¤

Irans Regierung beschuldigt die Saudis, hinter dem Terror zu steckenTrump äußert sich erst nicht zu dem Terroranschlag, und schickt dann eine giftige schriftliche Stellungnahme, in der sagt, daß er für die Opfer betet, aber dann anmerkt: "Staaten, die den Terror unterstützen, riskieren, selber dem Bösen zum Opfer zu fallen, das sie fördern." Ein Satz, der häufig und mit einiger Berechtigung von Freunden Irans und Syriens auf die westlichen Staaten, speziell Frankreich und Britannien, gemünzt worden ist. Ihn nach einem Terroranschlag in Teheran auf den Iran anzuwenden ist infam und krank. - Von europäischen Politikern sind, mit Ausnahme von Boris Johnson, keine Beileidsbekundungen überliefert.  ¤

Anders als andere Terroranschläge ist dieser für die meisten Sender nicht das Hauptthema. Immerhin wird aber fast überall berichtet, und auch sachlich und korrekt. Die Stellungnahme von Trump wurde nur bei AJE, RT und PressTV thematisiert.

Einschätzungen von Mohammad Marandi (bei RT), Shirin Hunter und Trita Parsi (bei AJE) und Mike Harris (bei PressTV). Auf deutsch Mariam Pirzadeh (bei arte), Michael Lüders und Omid Nouripour (im heute-journal) und Volker Perthes (in den Tagesthemen). Fast alle sehen in den Terroranschlägen einen Teil der von Trump und den Saudis beschlossenen Destabilisierung des Iran. Nur Perthes glaubt an einen Zufall ("Koinzidenz").

A,C,Sky,P,RT

R,arj,TS,hj,TT,E

 

 

 

 

zus.41

zus.26

 

 

 

 

                 
8.6.17

Iran / "Saudi"- Arabien : Die Zahl der Toten bei den beiden Terroranschlägen in Teheran ist auf 17 gestiegen. Die Täter wurden identifiziert, alle fünf waren Iraner, sie sollen zuvor für ISIS im Irak gekämpft haben, ihre Gruppe war von den Sicherheitsbehörden beobachtet worden. Nach Angaben des Geheimdienstministeriums war Saudi-Arabien doch nicht direkt in die Angriffe involviert, es sei aber die Hochburg solcher Gruppen. 

Bei den meisten Sendern kommt nichts mehr zu den Anschlägen. Auch Trumps infame Stellungnahme wird nirgends weiter thematisiert und nur bei Euronews nochmal erwähnt. Aktuelle Infos nur bei AJE, PressTV und Euronews, und bei RT ein Versuch, die komplizierten Beziehungen zwischen den Golfstaaten zu erklären.

A,RT,P,E zus.11
9.6.17

In Teheran nehmen Zigtausende an der Beisetzung der Opfer des Terroranschlags teil. Bei der Demonstration werden Parolen gegen die Saudis, die USA und Israel gerufen. Diverse Politiker nehmen Stellung und drücken Einheit und Standfestigkeit aus. - Die Polizei hat mehr als 40 Personen verhaftet, die Verbindungen zu ISIS und zu den Attentätern haben sollen. 

P

4

11.6.17

Fareed Zakaria ("GPS") erklärt, worum es bei dem Streit zwischen den Saudis und Katar geht: nur um geopolitische Ambitionen, nicht um Ideologie. Die USA sollten helfen, für ein Gleichgewicht der Kräfte in der Region zu sorgen. Dazu muß die reale Bedeutung des Iran anerkannt werden. Trump hat neulich festgestellt, die Krankenversicherung sei kompliziert. Willkommen im Nahen Osten!

C

4
23.6.17

Iran / Israel / Palästina : Am "Quds-Tag" demonstrieren im Iran und in einigen Städten weltweit Menschen gegen die Unterdrückung der Palästinenser durch den israelischen Staat (und nebenbei auch für "Tod für Amerika"). Nur PressTV berichtet darüber, mit Beiträgen aus Teheran, Kashmir und Istanbul und Bildern aus Delhi, Hyderabad, Kuala Lumpur und Berlin.

P

8
16.7.17

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit Irans Außenminister Javad Zarif, über die Vorwürfe, der Iran würde sich nicht an die Abmachungen des Atomabkommens halten, über die Krise zwischen Katar und den Saudis und die Verbreitung von Extremismus durch die Saudis, und über die Kriege in Syrien, Irak und Jemen.

C 14
15.8.17

Präsident Rouhani warnt in einer Rede vor dem Parlament, daß der Iran sein Atomprogramm wieder aufnehmen könnte, wenn Trump das Atomabkommen weiter sabotiert.

A,E

zus.2
20.9.17

Iran / USA : Am Vortag hat Trump vor den UN das Atomabkommen scharf kritisiert. Diverse westliche Politiker, u.a. Präsident Macron, warnen davor, das Abkommen aufzukündigen. Nun spricht Präsident Rouhani vor der UN-Vollversammlung und weist u.a. den Vergleich des Iran mit Nordkorea zurück. Der Iran habe keine Atomwaffen und habe immer alle Bestimmungen der Verträge eingehalten.  - Bei AJE Einschätzungen dazu von Hillary Mann Leverett.

A,arj,E zus.15
                  
21.9.17

Iran / USA : Deutsche und EU-Politiker kritisieren Trumps plan, das Atomabkommen aufzukündigen. Ausführlicher Bericht der Tageschau.

TS

4

22.9.17

Bei einer Militärparade in Teheran wird u.a. eine neue Mittelstreckenrakete vorgezeigt. Präsident Rouhani erklärt, das Land werde sich nicht davon abhalten lassen, seine Streitkräfte auszubauen, und zwar zur Abschreckung und zur Verteidigung. Die Raketen könnten keine Atomsprengköpfe tragen.  

E

1

24.9.17

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit Irans Außenminister Javad Zarif über Trumps Angriffe gegen den Iran und das Atomabkommen in seiner Rede vor den UN. Wenn die USA das Atomabkommen aufkündigen, zeigen sie damit, daß man sich nicht auf ihr Wort verlassen kann, dann wird niemand mehr mit ihnen verhandeln. Und beim Kampf gegen Al Kaida und ISIS war der Iran immer auf der richtigen Seite, im Gegensatz zu einigen arabischen Ländern.  ¤

C

14

           
26.9.17

In den "Weltbildern" ein Bericht von Natalie Amiri aus Teheran, über Reaktionen auf Trumps verbale Angriffe gegen den Iran. Die antiwestlichen "Hardliner" sehen sich dadurch mal wieder bestätigt.  

NDR

5

4.10.17

Erdogan besucht Präsident Rouhani in Teheran. Beide sind sich einig, die kurdische Unabhängigkeit nicht hinzunehmen, und kündigen "entschiedene Schritte" dagegen an. Und beide weisen darauf hin, daß Israel das einzige Land ist, das den kurdischen Staat anerkennt.

A,P,E

zus.7
                 
6.10.17

Trump hat offenbar vor, einseitig aus dem Atomabkommen mit dem Iran auszusteigen. Sein Außenminister und sein Kriegsminister sind dagegen, Außenminister Tillerson steht wohl kurz vor dem Rücktritt. Trump macht kryptische Andeutungen über die "Ruhe vor dem Sturm" und über neue "unbürokratische und schnelle Optionen" für das US-Militär. Bei CNN ausführliche Infos dazu, sonst berichtet bisher nur AJE darüber.

A,C

zus.6
9.10.17

Die iranische Führung warnt die USA davor, neue Sanktionen zu verhängen und z.B. die Revolutionsgarden als "Terrororganisation" einzustufen. Der Iran würde dann die US-Truppen in der Region ebenso als Terroristen einstufen. Infos aus Teheran von Zein Basravi.

A

2
11.10.17

Irak / Iran : Bei den Kurden im Norden des Iran gibt es große Unterstützung für die Unabhängigkeitspläne der irakischen Kurden. Im Bericht von Charles Stratford ein Video von Freudenkundgebungen in einer iranischen Stadt nach dem erfolgreichen Referendum. Die im Iran verbotene "Demokratische Partei von iranisch-Kurdistan" (PDKA) unterhält eine Guerillatruppe, deren Kämpfer im nordirakischen Kurdengebiet trainieren und sich am Krieg gegen ISIS beteiligen.

A 3
           
12.10.17

Iran / USA : Am Freitag wird Trump seine Haltung zum Iran bekanntgeben. Es wird erwartet, daß er das Atomabkommen einseitig aufkündigen wird.

A,E

zus.4
13.10.17

 

 

In seiner Rede zum Umgang mit dem Iran hat Donald Trump doch nicht den sofortigen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen erklärt, sondern die Entscheidung darüber dem US-Kongress überlassen. Ansonsten aber ist die Rede eine aggressive und beleidigende Tirade gegen den Iran ("eine terroristische Nation wie kaum eine andere")  im Allgemeinen und das Abkommen im Besonderen. Es soll weitere Sanktionen gegen Mitglieder der Revolutionsgarden geben, aber immerhin werden diese nicht zur Terrororganisation erklärt.  - Präsident Rouhani reagiert schnell mit einer betont sachlichen Rede, in der er die Vorwürfe zurückweist und feststellt, daß die USA immer wieder der Aggressor in der Region waren, und der Iran Waffen zur Verteidigung und Abschreckung braucht. Diverse Außenminister der EU warnen vor dem Aufkündigen des Abkommens, weil dadurch die Kriegsgefahr weltweit erhöht würde.  ¤

Bei AJE Infos aus Teheran von Zein Basravi über Reaktionen dort, und Einschätzungen von Marwan Bishara: Trump setze nicht "America first", sondern "Israel first, Saudi second und America third". Im heute-journal Einschätzungen von Tim Guldimann (Ex-Botschafter der Schweiz im Iran).

A,P,TS,hj,E

 

zus.35

 

                 
22.10.17

US-Außenminister Tillerson besucht nacheinander den saudischen "Kronprinzen" in Riad, den katarischen Außenminister in Doha und den irakischen Außenminister. Er ruft zu direkten Gesprächen auf und zur Bildung einer gemeinsamen Allianz gegen den Iran. Berichte bei AJE, Sky News und Euronews. Bei AJE Einschätzungen von Marwan Bishara und Andreas Krieg. (NNA)*

A,Sky,E zus.18
                 
4.11.17

In Teheran findet wie jedes Jahr am Jahrestag der Botschaftsbesetzung (1979) eine große Demo gegen den US-Imperialismus statt, dieses Jahr wegen Trumps Drohungen größer und schärfer als sonst. Berichte aus Teheran bei AJE und PressTV, Meldung bei arte, Bilder bei NC.

A,P,arj,NC zus.7
5.11.17

Nach Hariris Rücktritt (Libanon) beschuldigt Irans Regierung Saudi-Arabien und Israel, die Spannungen im Nahen Osten zu verschärfen. Netanjahu behauptet dagegen, der Iran wolle den ganzen Nahen Osten dominieren (OT). Korrespondent Zein Basravi spricht darüber in Teheran mit Naghavi Hosseini, Mitglied des iranischen Sicherheitsrats.

A 4
7.11.17

 

Keine neuen Nachrichten, aber bei AJE und CNN werden die Zuspitzungen der letzten drei Tage weiter analysiert: die Saudis werfen dem Iran vor, hinter dem Raketenangriff aus dem Jemen zu stecken, sie sprechen von einer Kriegserklärung durch den Libanon und sie beschuldigen den Iran, er habe im Libanon mit Hilfe der Hisbollah die Macht übernommen. Gleichzeitig läßt Salman die Ränge säubern. Israel und USA stehen offenbar hinter den saudischen Kriegsplänen. - Bei AJE Berichte von Zeina Khodr und Rosiland Jordan, Einschätzungen von Marwan Bishara, Ian Black und Samer Shehata. Bei CNN ausführliche Infos und Einschätzungen von Fred Pleitgen und Ben Wedeman. Leider kann noch keiner der Experten den Zusammenhang zwischen den Drohgebärden nach außen und den inneren Säuberungen deuten. - Auf deutsch nur lächerliche Kurzmeldungen. ¤¤

A,C,TS

 

zus.33

 

                  
12.11.17

Erste Berichte: im Kurdengebiet beiderseits der irakisch-iranischen Grenze gibt es ein schweres Erdbeben mit mehreren hundert Todesopfern. Das Epizentrum lag bei Halabja.

A,Sky,E zus.4
13.11.17

Bei dem schweren Erdbeben in Kurdistan sind vor allem auf iranischer Seite (in der Provinz Kermanshah) schwere Schäden entstanden. Die Zahl der Todesopfer wird mit mindestens 400 angegeben. Berichte bei allen Sendern, meist Hauptthema.

A,Sky,P,TS,E

zus.12
           
14.11.17

Die schweren Zerstörungen durch das Erdbeben im Westen des Iran sind Top-Meldung der Tagesschau. Verzweifelte Menschen, angeblich keine ausreichende Hilfe durch den Staat. (Berichte natürlich auch bei AJE und PressTV).  

TS

2

14.12.17

Trumps UN-Botschafterin Nikki Haley behauptet bei einer Pressekonferenz, es gebe eindeutige Beweise dafür, daß der Iran den Houthi-Rebellen im Jemen die Rakete geliefert habe, die sie am 4.11. nach Riad abgefeuert haben. Die Inszenierung erinnert sehr an Powells Auftritt (2003) mit angeblichen Beweisen für Saddams Massenvernichtungswaffen. Haley kündigt die Bildung einer internationalen Allianz gegen den Iran an. Einschätzungen bei AJE von Gerald Feierstein, bei PressTV von Scott Rickard.

A,P,C

zus.16
           
29.12.17

In Kermanshah und mehreren anderen Städten gibt es Demonstrationen von jeweils einigen hundert Leuten gegen Preiserhöhungen und Korruption. Sie richten sich auch ausdrücklich gegen den "obersten Führer" Khamenei. Die Polizei geht teilweise gewaltsam gegen die Kundgebungen vor. Es gibt bisher nur wenige Bilder von den Protesten und von den Zusammenstößen. Anscheinend ist es bisher eine spontane, nicht organisierte Bewegung.  - Bei AJE Einschätzungen von Omid Memarian (iranischer Journalist). Bilder vor allem im Bericht der BBC, bei Euronews ein kurzer Bericht. Bei PressTV kein Wort dazu, auch bei CNN und bei den deutschen Sendern bisher nichts.  ¤

A,B,E zus.9
           
30.12.17

 

 

 

 

An dritten Tag weitet sich die Protestbewegung auf praktisch alle großen Städte aus. Die Teilnehmerzahlen sind aber weiterhin überschaubar, jeweils einige Hundert bis wenige Tausend. In Teheran sind anscheinend vor allem Studenten beteiligt. Die Forderungen sind inzwischen nicht mehr nur ökonomisch, sondern deutlicher politisch, auch mit Kritik an der Außenpolitik. Die Polizei und Milizen lassen die Kundgebungen teilweise zu, gehen dann aber doch gewaltsam dagegen vor, es soll hunderte Verhaftungen gegeben haben. Teilweise scheint die Gewalt auch von den Demonstranten auszugehen. In Dorud sind laut CNN fünf Demonstranten getötet worden. Gleichzeitig finden staatlich organisierte und lange geplante Demonstrationen "zur Erinnerung an das Ende der Unruhen vor acht Jahren" statt, bei denen sich jedenfalls in Teheran einige Zigtausend Leute beteiligen.  ¤

Inzwischen ist der Iran bei allen Sendern außer den deutschen Hauptthema. Auch CNN ist mit einem Tag Verspätung aufgewacht und berichtet nun sehr ausführlich, aber teilweise oberflächlich. Korrespondenten hat zur Zeit leider kein Sender im Land. Bei CNN aber Infos von Golnar Motevalli (Reporterin für Bloomberg) aus Teheran. Auf deutsch recht ausführliche Berichte bei arte und ZDF. In der Tagesschau nur eine Meldung am Ende der Sendung, zwischen einer Fülle von Belanglosigkeiten.

Auch bei PressTV wird berichtet, hier wird aber das Ausmaß der Proteste heruntergespielt, es gibt fast keine Bilder davon, und es wird der Eindruck erweckt, daß irgendwie die USA dahinterstecken müssen. Wesentlich ausführlicher werden die offiziellen Kundgebungen gewürdigt.

Bei AJE Einschätzungen von Mahan Abedin und Mohammad Marandi, bei CNN von Alireza Nader. Bei PressTV "The Debate" mit Mohammad Marandi und Kaveh Afrasiabi.

A,B,C,Sky

P

arj,TS,hj,E

 

zus.38

zus.29

zus.7

 

                 
31.12.17

Auch am vierten Tag gibt es regierungsfeindliche Demonstrationen. Das Ausmaß ist unklar, scheint aber eher abzunehmen. Die Behörden bestätigen, daß in Dorud zwei Demonstranten erschossen wurden, bestreiten aber, daß die Polizei Schußwaffen eingesetzt habe. Es ist unklar, von wem und warum die Leute getötet wurden. Präsident Rouhani erklärt in einer TV-Ansprache, daß die Bürger ein Recht auf Protest haben, das dürfe aber nicht zur Gewalt führen. Er kritisiert ausdrücklich Trumps Versuche, über Twitter Einfluß auf die Entwicklung im Iran zu nehmen. Im Iran ist der Zugang zu diversen sozialen Medien eingeschränkt worden.  ¤

Weiter Hauptthema bei allen relevanten Sendern (außer der ARD). Bei CNN ausführliche Einschätzungen von Fred Pleitgen und von Adnan Tabatabai. Bei Press TV Einschätzungen von Mohammad Marandi. Einzige Korrespondentin in Teheran ist Natalie Amiri (ARD), die dort aber offenbar nicht aus dem Haus kommt.  

A,B,C,Sky,RT,P

arj,ht,TS,E

zus.36

zus.9

                 
1.1.18

 

Die Proteste schlagen um in gewalttätige Unruhen. Es gibt Bilder von brennenden Gebäuden, angeblich haben die Aufständischen versucht, Polizeiwachen zu stürmen. Laut staatlichen Angaben sind bisher 14 Menschen getötet worden, darunter ein Polizist. Offenbar werden auf Seiten der Regierungsgegner auch Schußwaffen eingesetzt. Es gibt zwar Proteste in allen Städten, aber die Zahl der Teilnehmer bleibt eher niedrig. Präsident Rouhani zeigt Verständnis für friedliche Proteste und appelliert erneut, keine Gewalt anzuwenden. Er beschuldigt das Ausland, namentlich die USA und Israel, die Unruhen anzustacheln. Trump und Netanjahu unterstützen mit ihren aggressiven Ansagen diesen Eindruck.  ¤

Die Bilder stammen weiterhin nur aus den sozialen Medien, also Handyvideos, und sind darum nur eingeschränkt glaubwürdig. Die einzige Korrespondentin in Teheran ist weiterhin Natalie Amiri von der ARD, die aber selber nur über Telefon und Fernsehen etwas mitbekommt. Einschätzungen von ihr, von Ali Vaez (ICG, bei AJE) und von Mohammad Marandi (PressTV). Der Iran ist bei praktisch allen Sendern Hauptthema.

A,B,C,Sky,P

ht,TS,TT,E

zus.30

zus.15

                 
2.1.18

 

Die Proteste und Unruhen gehen weiter, das Ausmaß ist weiterhin unklar. Die Zahl der Todesopfer wird nun mit insgesamt mindestens 22 abgegeben. Sechs Personen wurden z.B. in Qahdarijan (Provinz Isfahan) beim Angriff auf eine Polizeiwache getötet, wo sie sich offenbar Waffen besorgen wollten. Im Alltag in Teheran ist von den Unruhen kaum etwas zu bemerken. Der "oberste Führer" Khamenei meldet sich zu Wort und beschuldigt wie schon Präsident Rouhani ausländische Kräfte, hinter den Unruhen zu stecken.  ¤

Infos aus Teheran gibt es von Eric Randolph (AFP, bei AJE), Ramin Mostaghim (L.A.Times, bei CNN) und Natalie Amiri (ARD). Die Bilder stammen weiterhin ausschließlich aus den sozialen Netzen. Einschätzungen von Mahsa Alimardani (bei AJE), Mohammad Marandi (BBC), und Maziar Bahari (CNN). In den Tagesthemen ein Kommentar von Marion von Haaren.

(leider heute kaum brauchbare Videos der Sender bei YT verfügbar.)

A,B,C,Sky,RT,P

R,ht,arj,TS,hj,TT,E

zus.38

zus.22

                  
3.1.18

 

 

 

 

 

Heute keine weiteren oppositionellen Proteste oder Krawalle. Stattdessen gibt es in zahlreichen Städten Massenkundgebungen von Regierungsanhängern, offenbar vom Staat organisiert. Die Beteiligung ist schätzungsweise zehn mal so groß wie bei den Protesten, jeweils Zigtausende, in Teheran wohl über 100.000. Man schwenkt iranische Fahnen, trägt Poster des "obersten Führers" und ruft Parolen gegen die Gewalt, nationalistische Parolen, und solche gegen Israel und die USA.  ¤

Das Interesse der meisten Sender läßt schlagartig nach. Das Thema rückt weit nach hinten, die Berichte sind kurz, es werden nur wenige Bilder der Menschenmassen gezeigt (obwohl es beim iranischen TV reichlich Bilder davon gibt). Die Sender zeigen lieber noch Bilder der Krawalle, oft ohne zu erwähnen, daß diese Bilder nicht aktuell sind. Speziell die deutschen Sender erwecken den falschen Eindruck, die Proteste würden andauern.

Bei der BBC am Nachmittag immerhin ausführliche Infos von Eric Randolph (AFP) aus Teheran, abends praktisch nichts mehr. Bei den deutschen Sendern berichten RTL und ARD weitgehend dummes Zeug. Positiv hebt sich das heute-journal ab, mit einem ordentlichen Bericht von Jörg Brase, einer kurzen und zutreffenden Einschätzung von Prof. Merandi (die Proteste sind schon seit zwei Tagen vorbei) und einem Gespräch mit dem Schriftsteller Amir Hassan Cheheltan, der in Teheran lebt. Auch er meint, daß die Proteste bald zuende sind, obwohl sie reale Probleme angesprochen haben.

Von PressTV "The Debate" mit Prof. Mohammed Merandi und Prof. Saeed Sadek.

Wenn die Protestbewegung tatsächlich vorbei ist, dann wohl 1. wegen der Gewaltanwendung, die mögliche Unterstützer abgeschreckt hat, 2. wegen des relativ gelassenen Umgangs des Staates mit den Protesten und 3. dank des unerbetenen Beistands durch die Idioten Trump und Netanjahu.

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4.1.18

Die oppositionellen Proteste sind vorbei, während es in einigen Städten weitere Massenkundgebungen von Regierungsanhängern gibt. Berichte darüber nur noch bei AJE und PressTV. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews. arte meldet zwar weitere Proteste, hat dafür aber keinen Beleg. ARD und ZDF haben kein Interesse mehr. - Bei RT drei Beispiele von Bildern, die im Netz als Bilder der Proteste verbreitet wurden, tatsächlich aber aus anderen Ländern, aus einem Spielfilm oder von Pro-Regime-Kundgebungen stammten.

A,P,RT,arj,E

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5.1.18

 

 

Im Iran gibt es weitere Großkundgebungen von Regierungsanhängern, aber keine größeren Proteste von Oppositionellen mehr. Und fast keine Berichte mehr, außer bei AJE (Zein Basravi aus Teheran), PressTV (den iranischen Sender habe ich heute weggelassen) und ARD und ZDF. Bei Tagesschau und heute-journal ist von vereinzelten weiteren Protesten die Rede, mit mageren Belegen. Der Bericht von Jörg Brase (ZDF) ansonsten aber ganz ordentlich, mit Stimmen aus Teheran. Bei der ARD heute leider kein Bericht von Natalie Amiri, der kompetenten Frau in Teheran.

Auf Antrag der USA befasst sich der UN-Sicherheitsrat mit der Lage im Iran. Trumps Botschafterin Haley behauptet, die USA stünden an der Seite des iranischen Volkes bei dessen "Aufstand gegen das Regime". Nicht nur der Iran, auch praktisch alle anderen Länder, darunter auch Frankreich, Britannien und besonders deutlich Rußland weisen den Versuch zurück, sich in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen.  ¤

Die Sitzung wird bei AJE und PressTV in großen Teilen live übertragen. Aufbewahrt habe ich die Reden von Nikki Haley (USA), Francois Delattre (Frankreich) und Gholamali Khoshroo (Iran). Außerdem ausführliche Infos und Berichte bei AJE und kürzere Berichte bei der BBC und in den "Tagesthemen".

A,B,TS,hj,TT

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6.1.18

Bei RT, ARD und Euronews noch Beiträge zur Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Bei RT mit weiteren O-Tönen und Einschätzung von Shabbir Hassanally. In der Tagesschau nur eine Meldung.

Bei AJE Infos von Zein Basravi aus Teheran über weitere Kundgebungen von Regierungsanhängern und über Reaktionen der Parlaments auf die Proteste.

RT,TS,E

A

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7.1.18

Bei Euronews noch ein Bericht über die Demonstrationen von Regierungsanhängern am Vortag.

Im "Weltspiegel" berichtet Natalie Amiri aus Teheran über die Auslöser der Proteste: Unzufriedenheit, wirtschaftliche Misere, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Korruption.

Fareed Zakaria ("GPS") über Revolutionen, die gerade dann ausbrechen, wenn die Lage in einem Land gerade beginnt, sich zu bessern (was schon Toqueville beobachtet hat). Die Gesellschaft des Iran ist offener und demokratischer als die der meisten Ländern des Nahen Ostens (speziell Saudi-Arabien). Möglicherweise haben die autoritären Hardliner die Proteste angeleiert um damit eine Zerschlagung der Reformen zu rechtfertigen.

E

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9.1.18

Der "oberste Führer" Ajatollah Chamenei kündigt vor Anhängern an, die jüngsten Einmischungsversuche der USA würden "Konsequenzen" haben.

E 1
11.1.18

In Brüssel treffen sich die Außenminister von Britannien, Frankreich und Deutschland mit dem iranischen Außenminister Zarif. Sie stimmen überein, daß der Iran das Atomabkommen weiterhin einhält und die Sanktionen darum weiter aufgehoben werden sollen. EU-Außenministerin Mogherini und Präsident Macron fordern die Trump-Regierung auf, sich ebenfalls an das Abkommen zu halten. Berichte bei AJE, PressTV und Euronews.

Im heute-journal dazu eine Meldung, sowie ein Bericht von Kamran Safiarian über die Unruhen der letzten Woche. Auch hier die Vermutung, daß die Proteste von den Konservativen initiiert wurden, um die Reformer zu schwächen. Auch Ex-Präsident Abolhassan Banisadr (im Exil in Paris) sieht das so. 

A,P,hj,E

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20.1.18

Wie in ganz normalen kapitalistischen Staaten wächst auch im Iran der Graben zwischen Arm und Reich. Ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der offiziellen Armutsgrenze. Viele gut ausgebildete Leute finden keinen Job. Zein Basravi berichtet aus Teheran.

A 4
           
4.2.18

Ein kurzer Bericht über wachsende Proteste von Frauen gegen den Zwang, ein Kopftuch zu tragen.  

arj 2
11.2.18

Bei den Feiern zum 39. Jahrestag der "Islamischen Revolution" ruft Präsident Rouhani zur Einheit auf und gibt einige Fehler der Regierung zu. 

A,ht,TS,E

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18.2.18

 

Israel / Iran : Bei der sog. "Sicherheitskonferenz" in München hält Israels Machthaber Netanjahu eine demagogische Propagandarede, in der er dem Iran alles vorwirft, was Israel selber betreibt, Hilfe für Terroristen, Pläne zum Angriffskrieg, Aufrüstung mit Atomwaffen, und er droht zugleich sehr deutlich mit Krieg gegen den Iran. Trotzdem wird er von der deutschen Polizei nicht verhaftet. Irans Außenminister Zarif antwortet betont gelassen, ohne im Detail auf Netanjahus Lügenmärchen einzugehen, und ruft zur Einheit der Region auf. - Live-OT von AJE. Bei AJE Berichte sowie Einschätzungen von Andreas Krieg und Yossi Mekelberg. Außerdem die Berichte der deutschen Sender.

A (Live-OT)

A,arj,TS,hj,E

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18.2.18

Iran / Israel : Fareed Zakaria ("GPS") über die andauernde Krise der Nahost-Region. Während Israel und Washington den Iran zum Schuldigen für alle Probleme erklären, weist Zakaria darauf hin, daß das Chaos mit Bushs Überfall auf den Irak begann und der Iran an vorderster Front beim Kampf gegen ISIS steht. Er stellt fest, daß Rußland die USA als wichtigsten Vermittler in der Region abgelöst hat.

C 4
           
19.4.18

"Flächenbrand im Mittleren Osten: heute Syrien, morgen Iran?" - Beitrag über die Pläne der Trump-Regierung, speziell der neuen Scharfmacher Mike Pompeo und John Bolton, noch dieses Jahr den Iran anzugreifen zum Zweck des "Regime Change". Interessante O-Töne, schlimme Aussichten.  ¤

Monitor 8
22.4.18

"Söldner für Assad" - Im Iran leben über drei Millionen Flüchtlinge aus Afghanistan. Viele von ihnen lassen sich als Kämpfer für den Krieg in Syrien an der Seite der Armee und der Hisbollah rekrutieren. Natalie Amiri berichtet über eine Trauerkundgebung für einen getöteten Kämpfer und über Proteste gegen die iranische Beteiligung in Syrien.

WS 6
24.4.18

Hauptthema bei Macrons Besuch bei Trump ist das Atomabkommen mit dem Iran, das Trump aufkündigen will. Der Iran hat für diesen Fall angekündigt, die Urananreicherung wieder aufzunehmen. Trump droht dem Iran mit "großen Problemen", wenn er das tut. Macron bietet Verhandlungen über ein neues Abkommen mit dem Iran an, das auch dessen Rolle in Syrien und Jemen betreffen soll.

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25.4.18

Die iranische Regierung kündigt an, aus dem Atomwaffensperrvertrag auszutreten, wenn die US-Regierung das Atomabkommen mit dem Iran aufkündigt.

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30.4.18

 

 

 

 

Iran / Israel : In Tel Aviv führt Netanjahu eine Powerpoint-Präsentation vor. Er beschuldigt den Iran, über sein Atomprogramm zu lügen und dieses in Wahrheit weiterhin zu betreiben. Israel habe haufenweise Beweise, daß der Iran sein Wissen über die Gewinnung von angereichertem Uran und den Bau von Atombomben aufbewahrt habe. (Lauter Kenntnisse, die sich jeder normale Mensch auch einfach bei Wikipedia aneignen kann.) Der Vortag komplett als Live-OT von CNN.  ¤

Sehr ausführliche Berichte und Hintergrundinfos zu dieser höchst albernen Veranstaltung. Bei AJE Einschätzungen von Marwan Bishara, Trita Parsi und Arash Aramesh, bei CNN von Fareed Zakaria und Ben Wedeman, bei PressTV von Abbas Araqchi (stellvertretender Außenminister des Iran) und bei RT von Hamed Mousavi¤

Alle Kommentatoren weisen darauf hin, daß die zuständigen Inspektoren der IAEA in ihren Berichten immer wieder festgestellt haben, daß der Iran sein Atomprogramm vertragsgemäß eingestellt hat. Einige stellen fest, daß es Israel selbst ist, das die Welt seit 60 Jahren über sein eigenes Atomprogramm belügt. Und einige bemerken, daß Netanjahu es offenbar für nötig hielt, vor Trumps Entscheidung über die Aufkündigung des Atomabkommen nochmal Überzeugungsarbeit zu leisten.

C(live)

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1.5.18

 

Reaktionen auf Netanjahus Lügengeschichten. Die IAEA stellt fest, daß die Geschichten uralt und längst bekannt sind, aus der Zeit vor dem Atomabkommen. Seit 2009 gebe es keine Hinweise mehr auf ein iranisches Atomprogramm. Trump und Pompeo sehen sich trotzdem bestätigt. Eine schriftliche Erklärung des Weißen Hauses wird allerdings korrigiert: erst hieß es dort, es sei bekannt, daß der Iran ein Atomwaffenprogramm "hat", später wird daraus ein "hatte" - angeblich ein Tippfehler. Die EU bleibt dabei, am Atomabkommen festzuhalten. - Diverse Berichte. Bei Euronews sagt der Politologe Pierre Conesa, daß nicht der Iran das Problem ist, die Bedrohung durch salafistische Terroristen aber viel mit Saudi-Arabien zu tun hat.

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6.5.18

Bis zum 11.5. muß sich die Trump-Regierung entscheiden, ob sie aus dem Atomabkommen aussteigt. Präsident Rouhani warnt, die USA würden einen Ausstieg bereuen wie sie nie eine Entscheidung bereut haben. Berichte bei AJE und arte. 

Im Weltspiegel ein Bericht von Claudia Buckenmaier aus New York, über Exiliraner, die Trump zum Regime-Change in Teheran drängen, und ein Bericht von Natalie Amiri aus Teheran, über Menschen, die Angst vor einem Krieg haben.

A,arj

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7.5.18

Trump kündigt per Twitter an, schon morgen seine Entscheidung zum Atomabkommen bekanntzugeben. Auch der britische Außenministerclown Johnson reist nach Washington, um Trump noch umzustimmen, und er erklärt: "wenn Trump Nordkorea repariert und wenn er es schafft, das Iran-Abkommen zu reparieren", müsse er (Trump) den Friedensnobelpreis erhalten. - Bei CNN Infos über eine Enthüllung: eine israelische Geheimdienstfirma hat in den USA Agenten angeheuert, um nach Schmutz zu wühlen, den sie Obamas Atom-Unterhändlern anhängen könnten.

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8.5.18

 

 

Trump hat, wie erwartet, bekanntgegeben, daß die USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran aussteigen. Die USA werden wieder Sanktionen gegen den Iran verhängen sowie auch gegen jedes Land, das den Iran "beim Aufbau seines Atomprogramms" unterstütze - womit offenbar auch die europäischen Staaten gemeint sind. International wird der Schritt einhellig verurteilt, auch Präsident Obama kritisiert seinen Nachfolger deutlich. Nur Netanjahu ist begeistert. Die iranische Regierung verurteilt Trumps Schritt als "illegal". Das Land werde sich weiter an das Abkommen halten und abwarten, wie sich die anderen beteiligten Länder verhalten.  ¤¤ 

Trumps Erklärung als OT unter "Trump". Ausführliche Berichte und Infos bei allen Sendern. Hier nur die wichtigsten Beiträge. Einschätzungen und Kommentare von Marwan Bishara (AJE), Christine Amanpour (CNN), Medea Benjamin (Code Pink, bei RT) und Wulf Schmiese (ZDF). Bei CNN phantasiert Barbara Starr von bevorstehenden Angriffen des Iran auf Israel.

A,C,RT

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9.5.18

Weitere Berichte über die weltweiten Reaktionen auf Trumps Entscheidung. Im Parlament in Teheran werden US-Fahnen verbrannt. Während die Moderaten um Präsident Rouhani weiter zum Atomabkommen stehen, wollen die Hardliner es nun selber aufkündigen und wieder auf nukleare Abschreckung setzen. Die Wirtschaftssanktionen werden das Land in jedem Fall hart treffen. Einschätzungen bei AJE von Mark Fitzpatrick.

A,Sky,TS,hj,E

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10.5.18

Bei RT noch ein OT von Trump : "Mal sehen, was wir mit dem Iran machen. Wahrscheinlich werden wir nicht nett zu ihnen sein. Sie müssen lernen wie das Leben geht. Überall im Nahen Osten wo der Iran beteiligt ist, in Syrien und Jemen, ist es ein Tollhaus und Tod. Wir dürfen das nicht zulassen!" ("Bedlam and death") Bei RT zerpflückt Igor Zhdanov das Gerede Wort für Wort und stellt ein paar einfache Fakten dagegen. 

RT 3
11.5.18

 

 

 

 

Syrien / Iran / Israel : Weitere Reaktionen in Teheran auf Trumps Bruch des Atomabkommens und auf Israels Überfall auf iranische Truppen in Syrien. Das Außenministerium hat nun offiziell dementiert, daß es davor irgendeinen Angriff durch iranische Kräfte auf Israel (bzw. auf den von Israel besetzten Golan) gegeben habe. Es handele sich bei den israelischen Vorwürfen um eine Erfindung ohne Grundlage. Bei den westlichen Sendern wird das Dementi weitgehend totgeschwiegen, in der Tagesschau wird es einfach verleugnet ("... kein Wort über eine iranische Beteiligung ...") Tatsächlich wird die Stellungnahme des Iran nur bei AJE und CNN zitiert. (Warum sich RT und PressTV bei dem Thema völlig enthalten, weiß ich nicht.)  ¤ 

Massive Protestkundgebungen gegen die USA und Israel, mit brennenden Fahnen usw. Die Hardliner haben endgültig ihre Zurückhaltung aufgegeben. Der einflußreiche Kleriker Ahmad Khatami droht in einer Rede, der Iran werde seine Raketen weiter verbessern. "Wenn Israel wieder etwas Dummes tut, werden wir Tel Aviv und Haifa zu Staub verbrennen."  ¤ 

Merkel und Macron bemühen sich indessen um die Rettung des Abkommens und kritisieren Trump ungewöhnlich deutlich.

Bei CNN berichtet Fred Pleitgen aus Teheran. Ausführliche Berichte bei ARD und ZDF. Aus Teheran berichten Natalie Amiri und Jörg Brase. Außerdem Infos über die neuen Sanktionen der USA gegen den Iran und über Merkels Kritik. Im heute-journal Gespräch mit Azadeh Zamirirad (SWuP) über die regionalen machtpolitischen Zusammenhänge. 

A,C

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11.5.18

(Syrien) Siehe oben. Zusätzlich noch weitere Berichte und Infos bei CNN von Fred Pleitgen, Ben Wedeman und Nic Robertson, und bei AJE von Zein Basravi. Nic Robertson meint, der einzige Beweis für den angeblichen Angriff der Iraner auf dem Golan sei: " ... nun ja, wer sonst?"

A,C,E

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13.5.18

Bei AJE berichtet Zein Basravi aus Teheran über die diplomatischen Bemühungen des Iran, das Atomabkommen noch zu retten.

Bei CNN stellt Fareed Zakaria ("GPS" / Fareed's Take) fest, daß Bolton und Trump offenbar einen Regime-Change im Iran anstreben, und welche Folgen das haben wird: Regime-Change führt zu Chaos, Krieg, Flüchtlingsströmen und Sektenkampf und mehr Instabilität. Die Hardliner, die glauben, daß man "Amerika" niemals trauen könne, sehen sich durch Trump bestätigt.

Im heute-journal ein Beitrag über die Sorgen der "deutschen Wirtschaft" wegen möglicher Sanktionen der USA gegen Handelspartner des Iran, und Einschätzungen von Jörg Brase (Teheran) zum weiteren Vorgehen im Atomstreit.

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15.5.18

Beitrag von Felix Zimmermann über die Folgen von Trumps Bruch des Atomabkommens. Mit Einschätzungen von Azadeh Zamiriad (SWuP) und Prof. Götz Neuneck.

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15.5.18

"Iran - Vom Gottesstaat zur Großmacht" - Film von Vincent de Cointet.  (NNA)*  ¤ 

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17.5.18

Bei "Monitor" noch ein Beitrag über die Kriegspläne von Trump, Bolton und Netanjahu gegen den Iran, und über Netanjahus Lügenshow. Erinnerung an die Lügen von Bolton und Netanjahu, mit denen sie auch schon den Krieg gegen den Irak herbeigeredet haben.  ¤

Monitor 8
21.5.18

 

Mike Pompeo hält seiner erste Rede als US-Außenminister. Er begründet nochmal die Aufkündigung des Atomabkommens und stellt 12 Forderungen an den Iran auf. U.a. soll der Iran alle Truppen aus Syrien abziehen. Bei Nichterfüllung droht er dem Iran mit neuen harten Wirtschaftssanktionen ("die schärfsten Sanktionen in der Geschichte"). Präsident Rouhani weist die Forderungen und Drohungen zurück.

Live-OT der Rede nur bei AJE (fast komplett). Berichte bei AJE und PressTV, bei AJE ausführliche Einschätzungen von Marwan Bishara, bei PressTV u.a. von James Fetzer. Berichte auf deutsch bei arte, ARD und Euronews.

A (live)

A,P

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23.5.18

Zein Basravi berichtet aus Teheran über eine wachsende antiamerikanische Stimmung wegen Trumps Politik. Speziell die Terrorvorwürfe gegen den Iran werden zurückgewiesen. Das Land kämpft international gegen den Terror und ist selber massiv von Terrorismus betroffen. In den letzten Jahren wurden Tausende bei Anschlägen getötet - verantwortlich waren von den USA unterstützte Separatisten. Außerdem gab es eine Serie von Anschlägen Israels auf iranische Nukleartechniker.

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26.6.18

Protestkundgebungen in Teheran gegen Preissteigerungen und die verschlechterte Wirtschaftslage, eine Folge der neuen Sanktionen der USA. Vermutungen, daß die Sanktionen zu einer Stärkung der "Hardliner" führen.

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5.7.18

Trump droht mit Sanktionen gegen alle Länder, die weiterhin Öl vom Iran kaufen. Daraufhin droht Irans Präsident Rouhani mit einer Sperrung der Straße von Hormuz. Bei AJE eine "Inside Story" dazu, davon nur der einführende Bericht.

A,RT zus.6
           
17.7.18

Interview mit Außenminister Javaid Zarif zur Zukunft des Atomabkommens. Der Iran hat vor dem ICC ein Verfahren gegen die USA wegen deren Sanktionen angestrengt.

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21.7.18

Das komplette Interview von Saeid Jafari mit Außenminister Javad Zarif. (deutsche Übersetzung)  

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22.7.18

Präsident Rouhani warnt Trump in einem Interview davor, einen Krieg mit dem Iran anzufangen. Darauf droht Trump per Twitter zurück: Rouhani solle nie wieder den USA drohen, sonst werde sein Land sehr ernste Konsequenzen zu spüren bekommen. Bei CNN Einschätzungen dazu von Rick Francona, der eine schnelle und gefährliche Eskalation befürchtet.

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23.7.18

Weitere Berichte über Trumps Kriegsdrohungen per Twitter und ganz ähnliche Töne seines Außenministers Pompeo. Bei der BBC Einschätzungen dazu von Mohammad Marandi. Im heute-journal ein Bericht von Ulf Röller.

A,B,Sky,hj

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30.7.18

Bei seinem Treffen mit dem italienischen Hochstapler Conte erklärt Trump, er sei jederzeit und ohne Vorbedingungen zu einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Rouhani bereit. Spekulationen, ob dahinter die gleiche Taktik steckt wie gegenüber Nordkorea. Einschätzungen aus Washington (Alan Fisher) und Teheran (Zein Basravi) sowie ein Bericht von Alan Fisher.

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31.7.18

Die iranische Regierung reagiert skeptisch auf das von Trump spontan geäußerte Gesprächsangebot und nennt als Vorbedingung die Rücknahme der einseitigen Sanktionen der USA und eine Rückkehr zum Atomabkommen. Inzwischen hat auch Trumps Außenminister eine Reihe von Vorbedingungen nachgereicht.

A,arj,hj,E

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3.8.18

Zein Basravi berichtet aus Teheran über zunehmende Unzufriedenheit und soziale Proteste. Viele machen die Regierung für die schlechte Wirtschaftslage und Korruption verantwortlich.

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4.8.18

Kurze Meldung und Bilder aus Mashhad von weiteren Protestkundgebungen.

A 1/2
5.8.18

Infos von Zein Basravi über die Entlassung und Verhaftung des Chefs und des Vizechefs der Nationalbank im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen. Bilder von weiteren großen Demonstrationen gegen die Regierung. Darüber auch ein Bericht bei der ARD, von Natalie Amiri.

A,TS zus.4
6.8.18

Am Tag vor dem Inkrafttreten von Trumps neuen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran gibt es bei einigen Sendern (u.a. AJE) diverse Berichte zur Wirtschaftslage und zu politischen Reaktionen der Staatsführung. Auch im heute-journal das Top-Thema, mit einem Bericht aus Teheran von Jörg Brase, einem Rückblick auf die Geschichte der Feindschaft zwischen USA und Iran seit dem CIA-Putsch gegen Mossadegh 1953, und Einschätzungen von Ulf Röller (Washington) und Jörg Brase (Teheran).  ¤

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7.8.18

Trumps neue Wirtschaftssanktionen treten in Kraft. Irans Außenminister trifft sich demonstrativ mit dem von Nordkorea. Die EU versucht, europäische Firmen vor US-Strafmaßnahmen zu schützen. Trump droht per Tweet: "I am asking for WORLD PEACE, Nothing less!" Bei AJE Berichte von Zein Basravi aus Teheran und Patty Culhane aus Washington. Topthema der Tagesschau.

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27.8.18

Der Iran klagt vor dem IGH in Den Haag gegen die Wirtschaftssanktionen der USA, weil die USA damit gegen einen bis heute gültigen Freundschaftsvertrag aus dem Jahr 1955 verstoßen. Bei AJE Infos aus Den Haag von Laurence Lee, Berichte bei ARD und ZDF (und auch bei PressTV). Im heute-journal berichtet Jörg Brase aus Teheran über spürbare Folgen der Sanktionen, die zu wachsendem Unmut über die eigene Regierung führen.

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9.9.18

Iranische Truppen haben kurdische Stellungen im Nordirak mit Artillerie beschossen. Etwa 15 kurdische Kämpfer wurden dabei getötet. Nach iranischen Angaben hatten vorher die Kämpfer der KDPI ("Kurdische Demokratische Partei im Iran") terroristische Angriffe im Norden des Iran durchgeführt. Bericht aus Bagdad von Rob Matheson. 

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22.9.18

Terroranschlag bei einer Militärparade in Ahwaz (im Südwesten, in der Nähe zum Irak). Vier uniformierte Männer auf Motorrädern schießen wahllos in die Menschenmenge und töten mindestens 25 Menschen, darunter Zivilisten und Soldaten. Zahlreiche Verletzte. Die Angreifer werden ebenfalls erschossen. Sowohl ISIS als auch eine lokale Separatistengruppe bekennen sich zu dem Anschlag. Die Regierung beschuldigt die USA und "regionale Terrorunterstützer", dahinterzustecken. Berichte bei allen Sendern.

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23.9.18

Nach dem Terroranschlag auf eine Militärparade in Ahwaz mit 25 Toten gibt es weitere Vorwürfe der Regierung gegen Nachbarländer (Saudis, Emirate) und westliche Länder (vor allem USA), die die bewaffneten Separatisten im Iran unterstützen oder beherbergen. Bei AJE berichtet Zein Basravi aus Teheran. 

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24.9.18

Bei Euronews Ausschnitte aus einem IS-Video, das angeblich die Täter des Anschlags von Ahwaz auf dem Weg dorthin zeigt.

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28.9.18

In seiner Rede vor der Vollversammlung der UN hat Israels Machthaber Netanjahu erneut vor allem den Iran angegriffen und behauptet, es gebe in Teheran ein geheimes Atomlager mit großen Mengen Material aus dem beendeten Atomprogramm (er sagt: "Atomwaffenprogramm"). Irans UN-Botschafter Khoshroo weist das neue Lügenmärchen zurück.

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29.9.18

Eine Woche nach dem Terroranschlag von Ahwaz berichtet Zein Basravi über die andauernde Suche nach den Hintermännern und weitere Vorwürfe gegen die USA, Israel und die Emirate.

Irans Außenminister Javad Zarif weist Netanjahus Behauptung über ein "geheimes Atomlager in Teheran" als Lügenmärchen zurück. Bei PressTV ein Bericht mit Gegenvorwürfen gegen den Atomwaffenstaat Israel und Einschätzungen von Eric Walberg.

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30.9.18

Euronews-Reporter Javad Montazeri und ein Reporter von PressTV (sowie noch etliche andere Reporter) haben das Gebäude in Turquzabad (30 km südlich von Teheran) besucht, wo sich laut Netanjahu das geheime Atomwaffenlager des Iran befinden soll. Es handelt sich um eine leerstehende frühere Teppichreinigung. Das Gelände hat keinerlei Schutzeinrichtungen und wird von einem einzigen Wachmann bewacht. Die Nachbarn freuen sich über den unerwarteten Rummel.  ¤

P,E

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1.10.18

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Medea Benjamin (Code Pink) über die Kriegspropaganda der Trump-Regierung gegen den Iran.

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3.10.18

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat entschieden, daß die USA einige ihrer Sanktionen gegen den Iran aufheben müssen, weil sie gegen den Freundschaftsvertrag beider Länder von 1955 verstoßen. Die Sanktionen dürfen demnach weder humanitäre Hilfe noch die Sicherheit der zivilen Luftfahrt beeinträchtigen. US-Außenminister Pompeo erklärt, daß die US-Regierung die Zuständigkeit des IGH nicht anerkennt. Trotzdem wolle sie den Freundschaftsvertrag nunmehr aufkündigen. Bolton kündigt an, daß die USA sich aus weiteren Teilen des internationalen Rechtssystems "zurückziehen" werden. Irans Außenminister Zarif nennt die US-Regierung ein "gesetzloses Regime". Diverse Berichte und Hintergrundinfos. Bei AJE Einschätzungen von Joel Rubin¤

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5.10.18

"UpFront": Mehdi Hasan spricht mit Irans Außenminister Javad Zarif, über das Atomabkommen, die US-Außenpolitik unter Trump, Irans Rolle in Syrien, den Krieg der Saudis gegen Jemen und die "Demokratie" im Iran.   (NNA)*

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3.11.18

Ab Montag treten Trumps neue Wirtschaftssanktionen gegen den Iran in Kraft. Jörg Brase berichtet aus Teheran über die dramatisch schlechte Wirtschaftslage und Stimmen, die dafür die eigene Regierung verantwortlich machen.

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4.11.18

39 Jahre nach der Botschaftsbesetzung demonstrieren in Teheran Zigtausende gegen die USA, die Saudis und Israel im Allgemeinen und gegen Trumps Sanktionen im Besonderen. Aus Teheran berichten u.a. Zein Basravi (AJE) und Jörg Brase (ZDF). (außerdem auch Fred Pleitgen bei CNN).

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4.11.18

Im "Weltspiegel" berichtet Natalie Amiri aus der Gegend an der Straße von Hormuz. Was die Fischer von den US-Sanktionen halten, und was Hoteliers vom Ausbleiben der Touristen.

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10.11.18

Im "Listening Post" ein Beitrag über die neuen Sanktionen der USA gegen den Iran, die aggressive Rhetorik der US-Regierung und die ebenso aggressiven Reaktionen des Iran.

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25.11.18

Das Trump-Regime wirft dem Iran vor, er wolle die USA vernichten, und ein Beleg dafür sei die Parole "Death to America", die dort seit Jahrzehnten bei Demonstrationen gerufen wird. In einem kurzen Essay erklärt Zein Basravi, daß die Parole keineswegs wörtlich gemeint ist, daß sie eine Reaktion auf die schädliche Politik der USA im Nahen Osten ist, und daß viele Leute im Iran sie aus Prinzip ablehnen (ohne darum Freunde der US-Politik zu sein), daß aber die US-Politik gegenüber dem Iran kein Bißchen weniger feindlich würde, wenn man auf die Parole verzichten würde. Und Louis Farrakhan sagt bei einem Besuch in Teheran: nicht die Parolen im Iran werden den Untergang der mächtigen US-Zivilisation bewirken, sondern die Politik der US-Regierungen.   ¤

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9.12.18

 

 

"Saudi"- Arabien / Iran

Ein paar geopolitische Erläuterungen von Michael Lüders (neues Buch: "Armageddon im Orient" - dringend zu empfehlen). Die Saudis vertreten die reaktionärste Strömung des Islam und fördern weltweit salafistische Extremisten. Sie horten Waffen, streben nach Atomwaffen, verfolgen jede Opposition, ermorden (und fressen) Journalisten. Warum unterstützt sie der Westen trotzdem mit enormen Rüstungslieferungen? Wegen seiner Abhängigkeit vom Öl (aber das könnte man auch vom Iran beziehen), und weil die USA und Israel sich vor einem starken Iran fürchten. Europa sollte sehen, daß der Iran mit seinem kulturellen, sozialen und ökonomischen Potential der bessere Partner wäre. (Lüders sagt es nicht: der Iran und Libanon sind tatsächlich die einzigen Demokratien im Nahen Osten.) Die USA zerstören mit ihren Sanktionen (Wirtschaftkrieg) systematisch jede Hoffnung auf eine friedliche Entwicklung, sie planen gemeinsam mit Israel und den Saudis einen Regimewechsel im Iran und bereiten dafür einen Krieg vor. (Zu ergänzen wäre: die Saudis sind selbstverständlich glühende Antisemiten und werden nach dem Krieg gegen den Iran ungehemmt auch über Israel herfallen.)  ¤¤ 

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