Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Iran #3                                                                                (letzter Eintrag 4.2.18)

Iran #1 (bis Dezember '11)

Iran #2 (bis Dezember '16)

Eine ausgezeichnete Sammlung von Artikeln zum drohenden Krieg gegen Iran und über die Kriegshetze der Medien gibt es bei bei www.arbeiterfotografie.com

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
19.1.17

In Teheran brennt das älteste Hochhaus der Stadt und stürzt dann während der Löscharbeiten ein. Zahlreiche Feuerwehrleute werden verschüttet. Mindestens 40 Menschen sterben, darunter mindestens 20 Feuerwehrleute. - Bei den deutschen Sendern nur Kurzmeldungen. Euronews hingegen berichtet ausführlich und hat als einziger Sender einen Reporter vor Ort (Javad Montazeri). Auch bei PressTV natürlich Hauptthema des Tages.

A,B,TS,E zus.7
                 
21.1.17

Iran / Israel : Netanjahu hält im israelischen TV eine Ansprache an das iranische Volk in der er behauptet, Israel sei ein Freund des iranischen Volkes, das von einem grausamen aggressiven Regime unterdrückt werde. Surrealer OT.

A

1

30.1.17

Die iranische Armee hat eine neue Mittelstreckenrakete (Reichweite ca. 1000 km) getestet. Der UN-Sicherheitsrat berät darüber morgen bei einer Sondersitzung.

E 1
1.2.17

Die US-Regierung reagiert auf den jüngsten iranischen Raketentest mit scharfen, aber unklaren Tönen. Man werde den Iran im Auge behalten und dabei "alle Optionen auf dem Tisch" behalten. Niemand weiß, ob das eine Kriegsdrohung sein soll. Bei AJE Einschätzungen von James Bays und von Trita Parsi (Iranian American Council).

A 8
           
2.2.17

Mehr über die undeutlichen Drohungen des Trump-Regimes gegen den Iran nach dem jüngsten Raketentest mit einer ballistischen Mittelstreckenrakete. Bei CNN Einschätzungen von Fred Pleitgen, der den Test nicht für einen Verstoß gegen das Atomabkommen hält. Außerdem Einschätzungen von Mark Kimmett über Trumps bewußte "strategic ambiguity". PressTV berichtet, daß die iranische Regierung Trumps Vorwürfe als unbegründet zurückweist. Hier Einschätzungen von Mark Glenn. Berichte auf deutsch nur im ZDF und bei Euronews. (Jeder Sender zeigt andere Bilder von dem Raketenstart, vermutlich sind nur die bei PressTV authentisch. ZDF und Euronews zeigen Bilder vom Start einer Kurzstreckenrakete.)

A,B,C,P,E

zus.23
3.2.17

Als Antwort auf den iranischen Raketentest verkündet das US-Regime neue Sanktionen gegen den Iran, gezielt gegen diverse iranische Personen und Firmen. Die iranische Regierung reagiert mit gleichlautenden Sanktionen gegen US-Firmen. Ausführliche Infos bei AJE, Einschätzungen von Hillary Mann Leverett. Bei PressTV Einschätzungen von Ian Williams. Die Tagesschau meldet, daß der neue deutsche Außenminister Gabriel "Verständnis" habe für die Sanktionen der USA. 

A,B,C,P,TS,hj

zus.25
           
4.2.17

Weitere gegenseitige Drohgebärden zwischen den Regierungen in Washington und Teheran. US-Kriegsminister Mattis beschuldigt den Iran, der wichtigste Terrorismusunterstützer der Welt zu sein. Die iranische Armee hält Manöver ab.

A,C,P,E

zus.9

           
10.2.17

Am 38. Jahrestag der Revolution Massenkundgebungen im ganzen Land, in Teheran mit einigen Hunderttausend Teilnehmern. Viele richten sich direkt an die USA und gegen deren muslimfeindlichen neuen Staatschef, mit teilweise recht kreativen Transparenten. Ebenso auch Präsident Rouhani als Hauptredner.

A,C,P,arj,E

zus.15

           
15.2.17

Präsident Rouhani ist auf Besuchsreise durch mehrere Golfstaaten, u.a. Oman und Kuwait. Der Iran sucht bessere Beziehungen zu den Nachbarländern.

A,E

zus.3
19.2.17

 

Bei der sog. "Sicherheitskonferenz" in München wird u.a. über Syrien geredet, woran sich auch der iranische Außenminister beteiligt. Auch dabei sind die beiden Terroristenfreunde Lieberman (Israel) und al-Jubeir (Saudi), die übereinstimmend den Iran zum Hauptproblem erklären.

Fareed Zakaria ("GPS") lobt das Atomabkommen mit dem Iran, das erfolgreich die Fähigkeiten des Landes zur nuklearen Bewaffnung abgestellt hat.

Natalie Amiri berichtet aus Teheran über ein Ringerturnier, bei dem die Mannschaft aus den USA besonders freundlich begrüßt wurde.  ¤

A,E

C

WS

zus.4

3

6

27.2.17

Iran / USA : Der iranische Regisseur Ashgar Farhadi hat zum zweiten Mal den Oscar für den besten nicht-US-Film bekommen, für "The Salesman", eine Adaption von Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden". Farhadi ist nicht zur Preisverleihung gereist, aus Protest gegen Trumps "Muslim-Ban". Seine Filme werden im Iran von den Hardlinern abgelehnt. Farhadi warnt in seiner verlesenen Dankesrede vor der Mentalität des "Wir gegen die" ("Us and Them"), die die Hardliner in Teheran und Washington vereint. Aus Teheran ein Bericht von Dorsa Jabbari.

A

3

           
6.3.17

Iran  / USA : Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Behrooz Ghamari-Tabrizi über die Haltung des Trump-Regimes gegenüber dem Iran, der als angeblicher Terror-Staat diffamiert wird, während Israel, die Saudis und die Türkei massiv aufgerüstet werden. (Soweit ich es mitbekommen habe, ist Rattansi der einzige bei RT, der noch, zumindest implizit, Kritik an Trump äußert oder äußern läßt.)

RT

6

25.3.17

 

"Die den Mullahs trotzen" - Reportage von Mylène Massé und Reza Madi über junge Leute im Iran, die sich gegen die rigiden Vorschriften der islamischen Moralwächter auflehnen - und dafür manchmal brutal bestraft werden.  (NNA)*   ¤

Text von arte: "Diese Reportage bietet einen seltenen Einblick in die iranische Gesellschaft von heute, in der die Religionswächter mit ihren aus der Scharia abgeschriebenen Lebensregeln und Gesetzen mit harter Hand regieren – im Namen ihres angeblich so strengen Gottes. Als Touristen getarnt filmten unsere Reporter den Alltag von jungen Menschen in Teheran: Eine junge Frau, ihre Familie und ein homosexuelles Paar zeigten ihnen, wie sie heimlich dem Regime der Mullahs trotzen, immer in Gefahr, etwa auf einer Party von den sogenannten Basidschis erwischt zu werden – das sind die paramilitärischen Milizen im Iran, die als freiwillige Hilfspolizisten über die rechte Zucht und Ordnung im Gottesstaat wachen. Wer dagegen verstößt, durch unkorrekte Kleidung, den Genuss von Alkohol, durch zu viel Freizügigkeit oder durch Homosexualität, den stecken die Basidschis ins Gefängnis."

arep

 

25

 

28.3.17

Daesh (ISIS) / ( Iran : In einem 36 Minuten langen Video droht ein ISIS-Sprecher damit, den Iran zu erobern. Er wirft dem Land dessen religiöse Toleranz gegenüber Juden vor. Anschließend wird die Ermordung von mehreren unbekannten (möglicherweise iranischen) Soldaten gezeigt. Einschätzungen dazu von Don Debar¤   (Leider bei PressTV weder Link noch YT-Video dazu.)

P

3
19.4.17

Euronews-Reporter (Name folgt) hat ein Interview mit Mahmoud Ahmadinejad geführt, der sich erneut zur Wahl als Präsident bewirbt. Ausschnitte. (Link zum kompletten Interview folgt hoffentlich.)

E

2
29.4.17

"Return to Arms" - Film von Salam Hindawi, Ali Kishk und Fathi Gaoudi über die iranisch-kurdische Rebellengruppe "Hadaka" ("Demokratische Partei von Iranisch-Kurdistan"), die im Nordirak, offenbar mit saudischer Waffenhilfe, für einen Kampf um die Unabhängigkeit der Kurden im Iran ("Republik Mahabad") trainiert und seit letztem Jahr auch wieder bewaffnete Aktionen im Iran durchführt. Wie bei anderen kurdischen Gruppen spielen auch hier Frauen eine wichtige Rolle als Kämpferinnen.  ¤

A 47
           
30.4.17

Meldungen: in Istanbul ist Saeed Karimian auf offener Straße von einem Killerkommando erschossen worden. Der TV-Produzent lebte dort im Exil und betrieb mehrere iranischsprachige TV-Kanäle.

B,E zus.1
6.5.17

Im "Listening Post" eine Meldung über den Mord am iranischen TV-Produzenten Saeed Karimian in Istanbul.

A 1
15.5.17

Vier Tage vor der Präsidentschaftswahl sind nur noch fünf Kandidaten dabei, darunter am aussichtsreichsten der amtierende Präsident Rouhani (liberal) und der Konservative Raisi. 

E 1
16.5.17

Andrew Simmons berichtet aus Teheran über die Ausgangslage vor der Präsidentenwahl am Freitag und den lebhaften Wahlkampf.

A

3

17.5.17

Bei AJE berichtet Jonah Hull über die die letzten Wahlkampfveranstaltungen vor der Präsidentenwahl.

Im ZDF ein "auslandsjournal spezial" zur Präsidentschaftswahl, von Antje Piper aus Teheran. Impressionen, Informationen, Interviews, Hintergrund. Interessant.  ¤

A

ZDF

2

30

18.5.17

Jonah Hull berichtet am Tag vor der Wahl aus Teheran über die Zwischenbilanz von Präsident Rouhani, der als Favorit in die Wahl geht, und die Hoffnungen der Anhänger des Konservativen Raisi, der sein wichtigster Konkurrent sein dürfte.

A

3

19.5.17

Die Beteiligung bei der Präsidentschaftswahl ist sehr stark, sodaß die Wahllokale abends bis zu fünf Stunden länger geöffnet bleiben. Bericht vom Wahltag von Jonah Hull aus Teheran.  

A

4

20.5.17

Präsident Rouhani ist mit einer deutlichen Mehrheit von 57 Prozent wiedergewählt worden. Raisi erhielt 38 Prozent, die anderen Kandidaten jeweils nur ein Prozent oder weniger. Diverse Korrespondentenberichte, alle aus Teheran. 

A,TS,hj,E zus.12
           
21.5.17

Reaktion von US-Außenminister Tillerson (bei seinen saudischen Freunden in Riyad) auf Rouhanis Wahlsieg. Wie Trump nennt auch er den Iran den "gemeinsamen Feind" von USA und Saudis und fordert, der Iran solle "Verbindungen zu Terrornetzwerken" trennen.

E

1

22.5.17

Präsident Rouhani reagiert in einer Rede auf die Vorwürfe von Trump und Tillerson, die bei ihrem Besuch bei den Saudis dem Iran Verbindungen zu Terroristen unterstellt hatten. Rouhani erwidert, daß der Iran zusammen mit der Hisbollah und Rußland die Terroristen bekämpft, während andere Länder (gemeint u.a. die Saudis) den Terror unterstützen. Ohne den Iran könne es keine Stabilität im Nahen Osten geben. - Bei PressTV O-Töne und Zitate beider Seiten und eine Stellungnahme von John Steppling. Ansonsten nur bei Euronews ein Bericht.

P,E

zus.11
26.5.17

Gespräch mit der Journalistin Charlotte Wiedemann, die lange durch den Iran gereist ist und in ihrem Buch "Der neue Iran" ein sehr differenziertes Bild des Landes zeichnet. Ein weltoffenes, modernes, unabhängiges Land, in dem Frauen eine starke Rolle spielen, in dem Juden frei ihre Religion leben können. Interessante Einblicke, das Buch ist sehr lesenswert!  ¤

ktzt

8

7.6.17

 

 

 

 

In Teheran greifen Terroristen kurz nacheinander das Parlamentsgebäude und das Mausoleum von Ayatollah Khomeini an. Vier als Frauen verkleidete Männer sowie eine Frau stürmen das Parlament und schießen um sich. Eine Geiselnahme scheitert. Nach längeren Schießereien mit Polizisten sind alle Eingreifer tot. Am Mausoleum sprengt sich ein Attentäter in die Luft. Mindestens 12 Menschen wurden von den Terroristen getötet, etwa 40 verletzt. Ein dritter Angriff wurde angeblich verhindert. ISIS erklärt, für die Anschläge verantwortlich zu sein.  ¤

Irans Regierung beschuldigt die Saudis, hinter dem Terror zu steckenTrump äußert sich erst nicht zu dem Terroranschlag, und schickt dann eine giftige schriftliche Stellungnahme, in der sagt, daß er für die Opfer betet, aber dann anmerkt: "Staaten, die den Terror unterstützen, riskieren, selber dem Bösen zum Opfer zu fallen, das sie fördern." Ein Satz, der häufig und mit einiger Berechtigung von Freunden Irans und Syriens auf die westlichen Staaten, speziell Frankreich und Britannien, gemünzt worden ist. Ihn nach einem Terroranschlag in Teheran auf den Iran anzuwenden ist infam und krank. - Von europäischen Politikern sind, mit Ausnahme von Boris Johnson, keine Beileidsbekundungen überliefert.  ¤

Anders als andere Terroranschläge ist dieser für die meisten Sender nicht das Hauptthema. Immerhin wird aber fast überall berichtet, und auch sachlich und korrekt. Die Stellungnahme von Trump wurde nur bei AJE, RT und PressTV thematisiert.

Einschätzungen von Mohammad Marandi (bei RT), Shirin Hunter und Trita Parsi (bei AJE) und Mike Harris (bei PressTV). Auf deutsch Mariam Pirzadeh (bei arte), Michael Lüders und Omid Nouripour (im heute-journal) und Volker Perthes (in den Tagesthemen). Fast alle sehen in den Terroranschlägen einen Teil der von Trump und den Saudis beschlossenen Destabilisierung des Iran. Nur Perthes glaubt an einen Zufall ("Koinzidenz").

A,C,Sky,P,RT

R,arj,TS,hj,TT,E

 

 

 

 

zus.41

zus.26

 

 

 

 

                 
8.6.17

Iran / "Saudi"- Arabien : Die Zahl der Toten bei den beiden Terroranschlägen in Teheran ist auf 17 gestiegen. Die Täter wurden identifiziert, alle fünf waren Iraner, sie sollen zuvor für ISIS im Irak gekämpft haben, ihre Gruppe war von den Sicherheitsbehörden beobachtet worden. Nach Angaben des Geheimdienstministeriums war Saudi-Arabien doch nicht direkt in die Angriffe involviert, es sei aber die Hochburg solcher Gruppen. 

Bei den meisten Sendern kommt nichts mehr zu den Anschlägen. Auch Trumps infame Stellungnahme wird nirgends weiter thematisiert und nur bei Euronews nochmal erwähnt. Aktuelle Infos nur bei AJE, PressTV und Euronews, und bei RT ein Versuch, die komplizierten Beziehungen zwischen den Golfstaaten zu erklären.

A,RT,P,E zus.11
9.6.17

In Teheran nehmen Zigtausende an der Beisetzung der Opfer des Terroranschlags teil. Bei der Demonstration werden Parolen gegen die Saudis, die USA und Israel gerufen. Diverse Politiker nehmen Stellung und drücken Einheit und Standfestigkeit aus. - Die Polizei hat mehr als 40 Personen verhaftet, die Verbindungen zu ISIS und zu den Attentätern haben sollen. 

P

4

11.6.17

Fareed Zakaria ("GPS") erklärt, worum es bei dem Streit zwischen den Saudis und Katar geht: nur um geopolitische Ambitionen, nicht um Ideologie. Die USA sollten helfen, für ein Gleichgewicht der Kräfte in der Region zu sorgen. Dazu muß die reale Bedeutung des Iran anerkannt werden. Trump hat neulich festgestellt, die Krankenversicherung sei kompliziert. Willkommen im Nahen Osten!

C

4
23.6.17

Iran / Israel / Palästina : Am "Quds-Tag" demonstrieren im Iran und in einigen Städten weltweit Menschen gegen die Unterdrückung der Palästinenser durch den israelischen Staat (und nebenbei auch für "Tod für Amerika"). Nur PressTV berichtet darüber, mit Beiträgen aus Teheran, Kashmir und Istanbul und Bildern aus Delhi, Hyderabad, Kuala Lumpur und Berlin.

P

8
16.7.17

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit Irans Außenminister Javad Zarif, über die Vorwürfe, der Iran würde sich nicht an die Abmachungen des Atomabkommens halten, über die Krise zwischen Katar und den Saudis und die Verbreitung von Extremismus durch die Saudis, und über die Kriege in Syrien, Irak und Jemen.

C 14
15.8.17

Präsident Rouhani warnt in einer Rede vor dem Parlament, daß der Iran sein Atomprogramm wieder aufnehmen könnte, wenn Trump das Atomabkommen weiter sabotiert.

A,E

zus.2
20.9.17

Iran / USA : Am Vortag hat Trump vor den UN das Atomabkommen scharf kritisiert. Diverse westliche Politiker, u.a. Präsident Macron, warnen davor, das Abkommen aufzukündigen. Nun spricht Präsident Rouhani vor der UN-Vollversammlung und weist u.a. den Vergleich des Iran mit Nordkorea zurück. Der Iran habe keine Atomwaffen und habe immer alle Bestimmungen der Verträge eingehalten.  - Bei AJE Einschätzungen dazu von Hillary Mann Leverett.

A,arj,E zus.15
                  
21.9.17

Iran / USA : Deutsche und EU-Politiker kritisieren Trumps plan, das Atomabkommen aufzukündigen. Ausführlicher Bericht der Tageschau.

TS

4

22.9.17

Bei einer Militärparade in Teheran wird u.a. eine neue Mittelstreckenrakete vorgezeigt. Präsident Rouhani erklärt, das Land werde sich nicht davon abhalten lassen, seine Streitkräfte auszubauen, und zwar zur Abschreckung und zur Verteidigung. Die Raketen könnten keine Atomsprengköpfe tragen.  

E

1

24.9.17

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit Irans Außenminister Javad Zarif über Trumps Angriffe gegen den Iran und das Atomabkommen in seiner Rede vor den UN. Wenn die USA das Atomabkommen aufkündigen, zeigen sie damit, daß man sich nicht auf ihr Wort verlassen kann, dann wird niemand mehr mit ihnen verhandeln. Und beim Kampf gegen Al Kaida und ISIS war der Iran immer auf der richtigen Seite, im Gegensatz zu einigen arabischen Ländern.  ¤

C

14

           
26.9.17

In den "Weltbildern" ein Bericht von Natalie Amiri aus Teheran, über Reaktionen auf Trumps verbale Angriffe gegen den Iran. Die antiwestlichen "Hardliner" sehen sich dadurch mal wieder bestätigt.  

NDR

5

4.10.17

Erdogan besucht Präsident Rouhani in Teheran. Beide sind sich einig, die kurdische Unabhängigkeit nicht hinzunehmen, und kündigen "entschiedene Schritte" dagegen an. Und beide weisen darauf hin, daß Israel das einzige Land ist, das den kurdischen Staat anerkennt.

A,P,E

zus.7
                 
6.10.17

Trump hat offenbar vor, einseitig aus dem Atomabkommen mit dem Iran auszusteigen. Sein Außenminister und sein Kriegsminister sind dagegen, Außenminister Tillerson steht wohl kurz vor dem Rücktritt. Trump macht kryptische Andeutungen über die "Ruhe vor dem Sturm" und über neue "unbürokratische und schnelle Optionen" für das US-Militär. Bei CNN ausführliche Infos dazu, sonst berichtet bisher nur AJE darüber.

A,C

zus.6
9.10.17

Die iranische Führung warnt die USA davor, neue Sanktionen zu verhängen und z.B. die Revolutionsgarden als "Terrororganisation" einzustufen. Der Iran würde dann die US-Truppen in der Region ebenso als Terroristen einstufen. Infos aus Teheran von Zein Basravi.

A

2
11.10.17

Irak / Iran : Bei den Kurden im Norden des Iran gibt es große Unterstützung für die Unabhängigkeitspläne der irakischen Kurden. Im Bericht von Charles Stratford ein Video von Freudenkundgebungen in einer iranischen Stadt nach dem erfolgreichen Referendum. Die im Iran verbotene "Demokratische Partei von iranisch-Kurdistan" (PDKA) unterhält eine Guerillatruppe, deren Kämpfer im nordirakischen Kurdengebiet trainieren und sich am Krieg gegen ISIS beteiligen.

A 3
           
12.10.17

Iran / USA : Am Freitag wird Trump seine Haltung zum Iran bekanntgeben. Es wird erwartet, daß er das Atomabkommen einseitig aufkündigen wird.

A,E

zus.4
13.10.17

 

 

In seiner Rede zum Umgang mit dem Iran hat Donald Trump doch nicht den sofortigen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen erklärt, sondern die Entscheidung darüber dem US-Kongress überlassen. Ansonsten aber ist die Rede eine aggressive und beleidigende Tirade gegen den Iran ("eine terroristische Nation wie kaum eine andere")  im Allgemeinen und das Abkommen im Besonderen. Es soll weitere Sanktionen gegen Mitglieder der Revolutionsgarden geben, aber immerhin werden diese nicht zur Terrororganisation erklärt.  - Präsident Rouhani reagiert schnell mit einer betont sachlichen Rede, in der er die Vorwürfe zurückweist und feststellt, daß die USA immer wieder der Aggressor in der Region waren, und der Iran Waffen zur Verteidigung und Abschreckung braucht. Diverse Außenminister der EU warnen vor dem Aufkündigen des Abkommens, weil dadurch die Kriegsgefahr weltweit erhöht würde.  ¤

Bei AJE Infos aus Teheran von Zein Basravi über Reaktionen dort, und Einschätzungen von Marwan Bishara: Trump setze nicht "America first", sondern "Israel first, Saudi second und America third". Im heute-journal Einschätzungen von Tim Guldimann (Ex-Botschafter der Schweiz im Iran).

A,P,TS,hj,E

 

zus.35

 

                 
22.10.17

US-Außenminister Tillerson besucht nacheinander den saudischen "Kronprinzen" in Riad, den katarischen Außenminister in Doha und den irakischen Außenminister. Er ruft zu direkten Gesprächen auf und zur Bildung einer gemeinsamen Allianz gegen den Iran. Berichte bei AJE, Sky News und Euronews. Bei AJE Einschätzungen von Marwan Bishara und Andreas Krieg. (NNA)*

A,Sky,E zus.18
                 
4.11.17

In Teheran findet wie jedes Jahr am Jahrestag der Botschaftsbesetzung (1979) eine große Demo gegen den US-Imperialismus statt, dieses Jahr wegen Trumps Drohungen größer und schärfer als sonst. Berichte aus Teheran bei AJE und PressTV, Meldung bei arte, Bilder bei NC.

A,P,arj,NC zus.7
5.11.17

Nach Hariris Rücktritt (Libanon) beschuldigt Irans Regierung Saudi-Arabien und Israel, die Spannungen im Nahen Osten zu verschärfen. Netanjahu behauptet dagegen, der Iran wolle den ganzen Nahen Osten dominieren (OT). Korrespondent Zein Basravi spricht darüber in Teheran mit Naghavi Hosseini, Mitglied des iranischen Sicherheitsrats.

A 4
7.11.17

 

Keine neuen Nachrichten, aber bei AJE und CNN werden die Zuspitzungen der letzten drei Tage weiter analysiert: die Saudis werfen dem Iran vor, hinter dem Raketenangriff aus dem Jemen zu stecken, sie sprechen von einer Kriegserklärung durch den Libanon und sie beschuldigen den Iran, er habe im Libanon mit Hilfe der Hisbollah die Macht übernommen. Gleichzeitig läßt Salman die Ränge säubern. Israel und USA stehen offenbar hinter den saudischen Kriegsplänen. - Bei AJE Berichte von Zeina Khodr und Rosiland Jordan, Einschätzungen von Marwan Bishara, Ian Black und Samer Shehata. Bei CNN ausführliche Infos und Einschätzungen von Fred Pleitgen und Ben Wedeman. Leider kann noch keiner der Experten den Zusammenhang zwischen den Drohgebärden nach außen und den inneren Säuberungen deuten. - Auf deutsch nur lächerliche Kurzmeldungen. ¤¤

A,C,TS

 

zus.33

 

                  
12.11.17

Erste Berichte: im Kurdengebiet beiderseits der irakisch-iranischen Grenze gibt es ein schweres Erdbeben mit mehreren hundert Todesopfern. Das Epizentrum lag bei Halabja.

A,Sky,E zus.4
13.11.17

Bei dem schweren Erdbeben in Kurdistan sind vor allem auf iranischer Seite (in der Provinz Kermanshah) schwere Schäden entstanden. Die Zahl der Todesopfer wird mit mindestens 400 angegeben. Berichte bei allen Sendern, meist Hauptthema.

A,Sky,P,TS,E

zus.12
           
14.11.17

Die schweren Zerstörungen durch das Erdbeben im Westen des Iran sind Top-Meldung der Tagesschau. Verzweifelte Menschen, angeblich keine ausreichende Hilfe durch den Staat. (Berichte natürlich auch bei AJE und PressTV).  

TS

2

14.12.17

Trumps UN-Botschafterin Nikki Haley behauptet bei einer Pressekonferenz, es gebe eindeutige Beweise dafür, daß der Iran den Houthi-Rebellen im Jemen die Rakete geliefert habe, die sie am 4.11. nach Riad abgefeuert haben. Die Inszenierung erinnert sehr an Powells Auftritt (2003) mit angeblichen Beweisen für Saddams Massenvernichtungswaffen. Haley kündigt die Bildung einer internationalen Allianz gegen den Iran an. Einschätzungen bei AJE von Gerald Feierstein, bei PressTV von Scott Rickard.

A,P,C

zus.16
           
29.12.17

In Kermanshah und mehreren anderen Städten gibt es Demonstrationen von jeweils einigen hundert Leuten gegen Preiserhöhungen und Korruption. Sie richten sich auch ausdrücklich gegen den "obersten Führer" Khamenei. Die Polizei geht teilweise gewaltsam gegen die Kundgebungen vor. Es gibt bisher nur wenige Bilder von den Protesten und von den Zusammenstößen. Anscheinend ist es bisher eine spontane, nicht organisierte Bewegung.  - Bei AJE Einschätzungen von Omid Memarian (iranischer Journalist). Bilder vor allem im Bericht der BBC, bei Euronews ein kurzer Bericht. Bei PressTV kein Wort dazu, auch bei CNN und bei den deutschen Sendern bisher nichts.  ¤

A,B,E zus.9
           
30.12.17

 

 

 

 

An dritten Tag weitet sich die Protestbewegung auf praktisch alle großen Städte aus. Die Teilnehmerzahlen sind aber weiterhin überschaubar, jeweils einige Hundert bis wenige Tausend. In Teheran sind anscheinend vor allem Studenten beteiligt. Die Forderungen sind inzwischen nicht mehr nur ökonomisch, sondern deutlicher politisch, auch mit Kritik an der Außenpolitik. Die Polizei und Milizen lassen die Kundgebungen teilweise zu, gehen dann aber doch gewaltsam dagegen vor, es soll hunderte Verhaftungen gegeben haben. Teilweise scheint die Gewalt auch von den Demonstranten auszugehen. In Dorud sind laut CNN fünf Demonstranten getötet worden. Gleichzeitig finden staatlich organisierte und lange geplante Demonstrationen "zur Erinnerung an das Ende der Unruhen vor acht Jahren" statt, bei denen sich jedenfalls in Teheran einige Zigtausend Leute beteiligen.  ¤

Inzwischen ist der Iran bei allen Sendern außer den deutschen Hauptthema. Auch CNN ist mit einem Tag Verspätung aufgewacht und berichtet nun sehr ausführlich, aber teilweise oberflächlich. Korrespondenten hat zur Zeit leider kein Sender im Land. Bei CNN aber Infos von Golnar Motevalli (Reporterin für Bloomberg) aus Teheran. Auf deutsch recht ausführliche Berichte bei arte und ZDF. In der Tagesschau nur eine Meldung am Ende der Sendung, zwischen einer Fülle von Belanglosigkeiten.

Auch bei PressTV wird berichtet, hier wird aber das Ausmaß der Proteste heruntergespielt, es gibt fast keine Bilder davon, und es wird der Eindruck erweckt, daß irgendwie die USA dahinterstecken müssen. Wesentlich ausführlicher werden die offiziellen Kundgebungen gewürdigt.

Bei AJE Einschätzungen von Mahan Abedin und Mohammad Marandi, bei CNN von Alireza Nader. Bei PressTV "The Debate" mit Mohammad Marandi und Kaveh Afrasiabi.

A,B,C,Sky

P

arj,TS,hj,E

 

zus.38

zus.29

zus.7

 

                 
31.12.17

Auch am vierten Tag gibt es regierungsfeindliche Demonstrationen. Das Ausmaß ist unklar, scheint aber eher abzunehmen. Die Behörden bestätigen, daß in Dorud zwei Demonstranten erschossen wurden, bestreiten aber, daß die Polizei Schußwaffen eingesetzt habe. Es ist unklar, von wem und warum die Leute getötet wurden. Präsident Rouhani erklärt in einer TV-Ansprache, daß die Bürger ein Recht auf Protest haben, das dürfe aber nicht zur Gewalt führen. Er kritisiert ausdrücklich Trumps Versuche, über Twitter Einfluß auf die Entwicklung im Iran zu nehmen. Im Iran ist der Zugang zu diversen sozialen Medien eingeschränkt worden.  ¤

Weiter Hauptthema bei allen relevanten Sendern (außer der ARD). Bei CNN ausführliche Einschätzungen von Fred Pleitgen und von Adnan Tabatabai. Bei Press TV Einschätzungen von Mohammad Marandi. Einzige Korrespondentin in Teheran ist Natalie Amiri (ARD), die dort aber offenbar nicht aus dem Haus kommt.  

A,B,C,Sky,RT,P

arj,ht,TS,E

zus.36

zus.9

                 
1.1.18

 

Die Proteste schlagen um in gewalttätige Unruhen. Es gibt Bilder von brennenden Gebäuden, angeblich haben die Aufständischen versucht, Polizeiwachen zu stürmen. Laut staatlichen Angaben sind bisher 14 Menschen getötet worden, darunter ein Polizist. Offenbar werden auf Seiten der Regierungsgegner auch Schußwaffen eingesetzt. Es gibt zwar Proteste in allen Städten, aber die Zahl der Teilnehmer bleibt eher niedrig. Präsident Rouhani zeigt Verständnis für friedliche Proteste und appelliert erneut, keine Gewalt anzuwenden. Er beschuldigt das Ausland, namentlich die USA und Israel, die Unruhen anzustacheln. Trump und Netanjahu unterstützen mit ihren aggressiven Ansagen diesen Eindruck.  ¤

Die Bilder stammen weiterhin nur aus den sozialen Medien, also Handyvideos, und sind darum nur eingeschränkt glaubwürdig. Die einzige Korrespondentin in Teheran ist weiterhin Natalie Amiri von der ARD, die aber selber nur über Telefon und Fernsehen etwas mitbekommt. Einschätzungen von ihr, von Ali Vaez (ICG, bei AJE) und von Mohammad Marandi (PressTV). Der Iran ist bei praktisch allen Sendern Hauptthema.

A,B,C,Sky,P

ht,TS,TT,E

zus.30

zus.15

                 
2.1.18

 

Die Proteste und Unruhen gehen weiter, das Ausmaß ist weiterhin unklar. Die Zahl der Todesopfer wird nun mit insgesamt mindestens 22 abgegeben. Sechs Personen wurden z.B. in Qahdarijan (Provinz Isfahan) beim Angriff auf eine Polizeiwache getötet, wo sie sich offenbar Waffen besorgen wollten. Im Alltag in Teheran ist von den Unruhen kaum etwas zu bemerken. Der "oberste Führer" Khamenei meldet sich zu Wort und beschuldigt wie schon Präsident Rouhani ausländische Kräfte, hinter den Unruhen zu stecken.  ¤

Infos aus Teheran gibt es von Eric Randolph (AFP, bei AJE), Ramin Mostaghim (L.A.Times, bei CNN) und Natalie Amiri (ARD). Die Bilder stammen weiterhin ausschließlich aus den sozialen Netzen. Einschätzungen von Mahsa Alimardani (bei AJE), Mohammad Marandi (BBC), und Maziar Bahari (CNN). In den Tagesthemen ein Kommentar von Marion von Haaren.

(leider heute kaum brauchbare Videos der Sender bei YT verfügbar.)

A,B,C,Sky,RT,P

R,ht,arj,TS,hj,TT,E

zus.38

zus.22

                  
3.1.18

 

 

 

 

 

Heute keine weiteren oppositionellen Proteste oder Krawalle. Stattdessen gibt es in zahlreichen Städten Massenkundgebungen von Regierungsanhängern, offenbar vom Staat organisiert. Die Beteiligung ist schätzungsweise zehn mal so groß wie bei den Protesten, jeweils Zigtausende, in Teheran wohl über 100.000. Man schwenkt iranische Fahnen, trägt Poster des "obersten Führers" und ruft Parolen gegen die Gewalt, nationalistische Parolen, und solche gegen Israel und die USA.  ¤

Das Interesse der meisten Sender läßt schlagartig nach. Das Thema rückt weit nach hinten, die Berichte sind kurz, es werden nur wenige Bilder der Menschenmassen gezeigt (obwohl es beim iranischen TV reichlich Bilder davon gibt). Die Sender zeigen lieber noch Bilder der Krawalle, oft ohne zu erwähnen, daß diese Bilder nicht aktuell sind. Speziell die deutschen Sender erwecken den falschen Eindruck, die Proteste würden andauern.

Bei der BBC am Nachmittag immerhin ausführliche Infos von Eric Randolph (AFP) aus Teheran, abends praktisch nichts mehr. Bei den deutschen Sendern berichten RTL und ARD weitgehend dummes Zeug. Positiv hebt sich das heute-journal ab, mit einem ordentlichen Bericht von Jörg Brase, einer kurzen und zutreffenden Einschätzung von Prof. Merandi (die Proteste sind schon seit zwei Tagen vorbei) und einem Gespräch mit dem Schriftsteller Amir Hassan Cheheltan, der in Teheran lebt. Auch er meint, daß die Proteste bald zuende sind, obwohl sie reale Probleme angesprochen haben.

Von PressTV "The Debate" mit Prof. Mohammed Merandi und Prof. Saeed Sadek.

Wenn die Protestbewegung tatsächlich vorbei ist, dann wohl 1. wegen der Gewaltanwendung, die mögliche Unterstützer abgeschreckt hat, 2. wegen des relativ gelassenen Umgangs des Staates mit den Protesten und 3. dank des unerbetenen Beistands durch die Idioten Trump und Netanjahu.

A,B,C,Sky,RT,P

P

R,arj,TS,hj,E

 

 

 

zus.22

24

zus.14

 

 

 

                 
4.1.18

Die oppositionellen Proteste sind vorbei, während es in einigen Städten weitere Massenkundgebungen von Regierungsanhängern gibt. Berichte darüber nur noch bei AJE und PressTV. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews. arte meldet zwar weitere Proteste, hat dafür aber keinen Beleg. ARD und ZDF haben kein Interesse mehr. - Bei RT drei Beispiele von Bildern, die im Netz als Bilder der Proteste verbreitet wurden, tatsächlich aber aus anderen Ländern, aus einem Spielfilm oder von Pro-Regime-Kundgebungen stammten.

A,P,RT,arj,E

zus.8
           
5.1.18

 

 

Im Iran gibt es weitere Großkundgebungen von Regierungsanhängern, aber keine größeren Proteste von Oppositionellen mehr. Und fast keine Berichte mehr, außer bei AJE (Zein Basravi aus Teheran), PressTV (den iranischen Sender habe ich heute weggelassen) und ARD und ZDF. Bei Tagesschau und heute-journal ist von vereinzelten weiteren Protesten die Rede, mit mageren Belegen. Der Bericht von Jörg Brase (ZDF) ansonsten aber ganz ordentlich, mit Stimmen aus Teheran. Bei der ARD heute leider kein Bericht von Natalie Amiri, der kompetenten Frau in Teheran.

Auf Antrag der USA befasst sich der UN-Sicherheitsrat mit der Lage im Iran. Trumps Botschafterin Haley behauptet, die USA stünden an der Seite des iranischen Volkes bei dessen "Aufstand gegen das Regime". Nicht nur der Iran, auch praktisch alle anderen Länder, darunter auch Frankreich, Britannien und besonders deutlich Rußland weisen den Versuch zurück, sich in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen.  ¤

Die Sitzung wird bei AJE und PressTV in großen Teilen live übertragen. Aufbewahrt habe ich die Reden von Nikki Haley (USA), Francois Delattre (Frankreich) und Gholamali Khoshroo (Iran). Außerdem ausführliche Infos und Berichte bei AJE und kürzere Berichte bei der BBC und in den "Tagesthemen".

A,B,TS,hj,TT

A(live)

 

zus.20

zus.21

 

                  
6.1.18

Bei RT, ARD und Euronews noch Beiträge zur Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Bei RT mit weiteren O-Tönen und Einschätzung von Shabbir Hassanally. In der Tagesschau nur eine Meldung.

Bei AJE Infos von Zein Basravi aus Teheran über weitere Kundgebungen von Regierungsanhängern und über Reaktionen der Parlaments auf die Proteste.

RT,TS,E

A

zus.6

2

7.1.18

Bei Euronews noch ein Bericht über die Demonstrationen von Regierungsanhängern am Vortag.

Im "Weltspiegel" berichtet Natalie Amiri aus Teheran über die Auslöser der Proteste: Unzufriedenheit, wirtschaftliche Misere, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Korruption.

Fareed Zakaria ("GPS") über Revolutionen, die gerade dann ausbrechen, wenn die Lage in einem Land gerade beginnt, sich zu bessern (was schon Toqueville beobachtet hat). Die Gesellschaft des Iran ist offener und demokratischer als die der meisten Ländern des Nahen Ostens (speziell Saudi-Arabien). Möglicherweise haben die autoritären Hardliner die Proteste angeleiert um damit eine Zerschlagung der Reformen zu rechtfertigen.

E

WS

C

1

6

4

           
9.1.18

Der "oberste Führer" Ajatollah Chamenei kündigt vor Anhängern an, die jüngsten Einmischungsversuche der USA würden "Konsequenzen" haben.

E 1
11.1.18

In Brüssel treffen sich die Außenminister von Britannien, Frankreich und Deutschland mit dem iranischen Außenminister Zarif. Sie stimmen überein, daß der Iran das Atomabkommen weiterhin einhält und die Sanktionen darum weiter aufgehoben werden sollen. EU-Außenministerin Mogherini und Präsident Macron fordern die Trump-Regierung auf, sich ebenfalls an das Abkommen zu halten. Berichte bei AJE, PressTV und Euronews.

Im heute-journal dazu eine Meldung, sowie ein Bericht von Kamran Safiarian über die Unruhen der letzten Woche. Auch hier die Vermutung, daß die Proteste von den Konservativen initiiert wurden, um die Reformer zu schwächen. Auch Ex-Präsident Abolhassan Banisadr (im Exil in Paris) sieht das so. 

A,P,hj,E

zus.12
20.1.18

Wie in ganz normalen kapitalistischen Staaten wächst auch im Iran der Graben zwischen Arm und Reich. Ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der offiziellen Armutsgrenze. Viele gut ausgebildete Leute finden keinen Job. Zein Basravi berichtet aus Teheran.

A 4
           
4.2.18

Ein kurzer Bericht über wachsende Proteste von Frauen gegen den Zwang, ein Kopftuch zu tragen.  

arj 2
       

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