Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Natur und Umwelt #3 ( Raubbau, Artensterben, Ökozid)                                      (letzter Eintrag 27.2.19)

   Natur und Umwelt #1  (bis 11.10.11)  

  Natur und Umwelt #2 (bis 18.10.18)

  Waldzerstörung #1   Waldzerstörung #2     

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
29.10.18 Artensterben : Die kapitalistische Form der "Zivilisation" bringt die lebende Natur auf der Erde an den Rand des Abgrunds. Neue Zahlen des WWF ("Living Planet Report"): die Zahl der wildlebenden Wirbeltiere ist in den letzten 50 Jahren um 60 Prozent zurückgegangen, in Mittel- und Südamerika sogar um 89 Prozent. 

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30.10.18 Weitere Berichte über die Befunde der WWF-Studie "Living Planet Report". Die Populationen der freilebenden Wirbeltiere sind im Schnitt um 60 % geschrumpft. Heute sind 96 % aller Säugetiere entweder Menschen oder menschliche Nutztiere. - Bei der BBC Erläuterungen von Mike Barrett (WWF). - In allen Berichten wird "Der Mensch" verantwortlich gemacht, niemand nennt das eigentliche Problem beim Namen. Es wird nur vage angedeutet, wenn es heißt, "wir" müßten "unser Benehmen" ändern.   ¤  B,Sky

nano,arj

zus.7

zus.7

5.11.18

Neue Forschungsergebnisse aus Österreich zeigen, daß Glyphosat auch Regenwürmer erheblich schädigt. Die Tiere werden zwar nicht direkt getötet, stellen aber das Fressen und die Vermehrung ein.

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15.11.18

"Hochgiftig und trotzdem zugelassen: Pestizide in der EU" - In der EU müssen Behörden die gesundheitliche Unbedenklichkeit von bereits eingesetzten Pestiziden regelmäßig überprüfen. Wenn diese staatliche Prüfung aber zu lange dauert, dürfen die Mittel einfach auch so immer weiter eingesetzt werden. Dank dieser "technischen Verlängerung" ist ein Viertel der verkauften Spritzmittel nicht untersucht worden, darunter Mittel, die vermutlich Krebs oder Parkinson verursachen. Es sieht aus, als ob die Konzerne hier im Zusammenspiel mit korrupten Behörden systematisch eine Gesetzeslücke ausnutzen.

Monitor

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24.11.18

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Clare Farrell von der Aktivistengruppe "Extinction Rebellion". Die Gruppe hat vor einer Woche mit der Sperrung mehrerer Brücken den Verkehr in London zum Stillstand gebracht. Sie wollte damit darauf aufmerksam machen, daß eine Wirtschaftsordnung, die auf der Verbrennung fossiler Stoffe beruht, nicht nur die Natur und die Artenvielfalt zerstört, sondern zur Auslöschung des menschlichen Lebens auf diesem Planeten führen kann. Obwohl die Gruppe streng gewaltlose Protestformen einsetzt, wird sie von den Behörden scharf überwacht wie eine Terrorgruppe.   ¤

RT

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25.11.18

Der US-amerikanische Fotograf Henry Fair reist um die Welt und fotografiert vom Flugzeug aus die Narben, die die menschliche Zivilisation dem Planeten zufügt. Die Bilder sollen vor allem "schön" sein und erscheinen wie abstrakte Graphiken. Der Schreck entsteht erst, wenn man erfährt, was sie zeigen: Abraumhalden, auslaufende Giftströme, Ölverschmutzungen auf dem Meer. Zu sehen zur Zeit in einer Ausstellung im Berliner Naturkundemuseum.

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27.11.18

"Die Bienenkiller" - Nachdem die bienentötenden Neonicotinoide in der Landwirtschaft ab nächstem Jahr endlich verboten werden, bringt die Industrie schon das nächste Pestizid auf den Markt, um die Insekten doch noch auszurotten: Sulfoxaflor (Isoclast). Die EU-Kommission hält Dokumente über die Giftigkeit unter Verschluß.

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27.11.18

"Das Jahr des Igels" - Naturfilm von Kurt Mündl über Lebensweise und Verhalten der Igel, und auch über ihre Bedrohung, vor allem durch den Autoverkehr, und darüber, wie man ihnen helfen kann.  ¤

3sat 44
6.12.18 Verkehr : Während die Bundesregierung sich weigert, die kriminelle Autoindustrie dazu zu zwingen, endlich die Umweltvorschriften einzuhalten, will die CDU nun  - offenbar im Auftrag der sie finanzierenden Autoindustrie - gegen die "Deutsche Umwelthilfe" vorgehen, die in zahlreichen Städten Fahrverbote für Dieselstinker erreicht hat. 

Monitor

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25.1.19

In Brasilien ist erneut in einer Eisenerzmine der Damm eines Klärbeckens gebrochen. Wie vor drei Jahren in Mariana wird diesmal in Brumadinho (400 km nördlich von Rio) die ganze Gegend mit giftigem Schlamm überflutet. Mindestens 7 Menschen werden getötet, über 150 werden vermißt. Der Chef der Betreiberfirma "Vale", Fabio Schvartsman, zeigt sich in einer Erklärung zerknirscht und tieftraurig.

A,C zus.4
           
26.1.19

Weitere Berichte über die Schlammkatastrophe in Brumadinho. Die Zahl der Todesopfer ist auf mehr als 34 gestiegen, über 300 Menschen werden vermißt.

A,Sky,TS,E

zus.9
7.2.19

 

Verkehr : Bei "Quer" der Brennpunkt: "Ist das Auto noch zu retten?" Immer mehr Autoschützer gehen auf die Straße und kämpfen gegen die schlechten Lebensbedingungen von Autos. Immer mehr Einschränkungen bedrohen das Auto in seinem natürlichen Habitat: Dieselfahrverbot, Tempolimit, Fußgänger, Häuser, ... Das Auto braucht den Menschen nicht, der Mensch ist auf das Auto angewiesen. Wir müssen uns entscheiden: wollen wir wohnen oder wollen wir fahren? Tragen Sie sich ein für das Volksbegehren "Rettet die Autos!" Ein Zeichen der Hoffnung für alle, denen das satte Brumm-Brumm eines Motors lieber ist als das sinnlose Geplauder von Menschen oder das nervtötende Gezwitscher von Vögeln.

Grandiose Persiflage. Beim Zuhören habe ich die O-Töne von Hubert Aiwanger ("Freie Wähler") und Markus Söder (CSU, beide beim "Zukunftsforum Automobil") für eine absurde Leistung der "Quer"-Parodisten gehalten. Der geisteskranke Unfug war aber echt und von den beiden Regierungspolitikern ernstgemeint.  ¤¤

Quer

 

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10.2.19 Artensterben : Nach einer neuen Studie sterben die Insekten weltweit immer schneller aus. Mehr als 40 Prozent der Arten sind zurückgegangen, etwa ein Drittel direkt vom Aussterben bedroht. Jährlich nimmt die Masse an Insekten um 2,5 % ab. Das Verschwinden der Insekten bedroht alle Ökosysteme und alle anderen Arten. Bei AJE Erläuterungen von Prof. Paul Ralph Ehrlich (Stanford University) und Prof. Francisco Sanchez-Bayo (University of Sydney, einer der Autoren der Studie).

Ehrlich: "Die Studie ist viel zu optimistisch, denn sie schlägt Maßnahmen gegen das Insektensterben vor, während wir in den USA eine Regierung haben, die alles tut, um die Insekten möglichst schnell endgültig auszurotten. Der Einzelne kann kaum etwas gegen das Artensterben tun, außer politisch aktiv zu werden und solche Politiker abzusetzen."  ¤¤

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11.2.19 Artensterben : Bei AJE noch ein Bericht über das weltweite Verschwinden der Insekten. Außerdem gab es bei der BBC einen Bericht, der allerdings die Hauptursache (die industrielle Landwirtschaft) nur nebenbei erwähnt. Bei den deutschen Sendern keine Meldung.

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12.2.19 Artensterben : In Bayern hat das Volksbegehren "Rettet die Bienen!" mehr als eine Million Unterschriften erhalten und ist damit erfolgreich. Nun muß sich der Landtag mit den Forderungen zum Natur- und Artenschutz vor allem in der Landwirtschaft befassen. In den Tagesthemen ein guter Kommentar von Werner Eckert.

TS,TT,h+

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13.2.19

Bei 3sat-nano ein Beitrag über die Forderungen des Volksbegehens in Bayern und ein Gespräch mit Prof. Johannes Steidle (Ökologe) über das weltweite Aussterben der Insekten.

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14.2.19

 

 

Verkehr : Der pensionierte Lungenarzt Dieter Köhler hat im Januar über 100 Kollegen und den Verkehrsminister davon überzeugt, die Grenzwerte für Luftschadstoffe seien "unwissenschaftlich" und willkürlich, jedenfalls viel zu niedrig. Wochenlang hat er in Talkshows offensichtlichen Unsinn über die frische Luft aus Dieselauspuffen verbreitet, er wurde von der "BILD" zum Kronzeugen gegen Fahrverbote gemacht, und der Minister hat mit dieser willkommenen Unterstützung eine Überprüfung der EU-Grenzwerte veranlasst. Nun hat endlich mal jemand die Thesen des Doktors geprüft und seine Zahlen nachgerechnet. Die "taz" weist ausführlich nach, daß Köhlers Stellungnahme mehrere gravierende "Rechenfehler" enthält. Die "Fehler" sind teilweise so haarsträubend, daß man dem Mann getrost auch eine böswillige Fälschung unterstellen könnte. Daß die "BILD" und der Autominister sich dazu erstmal ausschweigen, ist verständlich. Aber auch im TV gibt es kaum Berichte (wie gesagt: Köhler war mit seinen Thesen wochenlang in praktisch jeder Nachrichtensendung). Heute nur ein (allerdings sehr oberflächlicher) Bericht bei n-tv und eine Meldung im heute-journal.

n,hj

 

zus.3

 

15.2.19

Mit einem Tag Verspätung berichtet das heute-journal dann doch noch über die Rechenschwäche der 107 Lungenärzte, leider mit wenig Details und ohne Selbstkritik.

hj

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16.2.19 Artensterben : Noch ein Bericht über das weltweite Aussterben der Insekten, mit Bildern aus dem Natural History Museum in London. Von den Zigtausenden Insektenarten in den Schaukästen sind viele längst ausgestorben, der Rest könnte in diesem Jahrhundert folgen, mit katastrophalen Folgen für die Ökosysteme.

Sky

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17.2.19 Kapitalismus : Harald Welzer bleibt ein unverbesserlicher Optimist. In seinem neuen Buch "Alles könnte anders sein" träumt er von einem Kapitalismus ohne Wachstum und Ausbeutung, und davon, die Errungenschaften der Moderne weiterzuentwickeln, die zerstörte Natur wiederherzustellen, und mit demokratischem Protest radikale Reformen umzusetzen, z.B. die nationalen Grenzen und entfremdete Arbeit abzuschaffen oder autofreie Städte zu verwirklichen.  - Vielleicht etwas blauäugig gegenüber dem bereits erreichten Grad der Zerstörung (in der Natur und in den Köpfen) und vor allem gegenüber den ökonomischen Zwängen des kapitalistischen Systems, aber als Handlungsaufruf brauchbar.  ¤ ttt 7
18.2.19

Faszinierende Bilder eines Schwarmflugs von Staren in England.   ¤

B

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19.2.19 Plastikmüll : "Die Recycling-Lüge" - Angeblich wird der deutsche Verpackungsmüll zu 50 Prozent recycelt. Als "recycelt" gelten dabei aber automatisch auch alle Müllexporte, auch wenn der deutsche Müll (vor allem Plastik) dann unsortiert auf illegalen Müllkippen in Malaysia landet.   ¤

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20.2.19 Artensterben : Claus Kleber eröffnet das heute-journal mit der Erklärung, das Insektensterben sei keineswegs ein unwichtiges Thema, sondern von existentieller (wirtschaftlicher) Bedeutung. Ein Beitrag mit Zahlen und Fakten zum Massenschwund der Insekten und seinen Ursachen, und ein Bericht über den Auftakt von Söders "Rundem Tisch". Leider kaum etwas zu den gegensätzlichen Positionen dort.

hj

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24.2.19 Artensterben : In Botswana gibt es noch die größte Population von Elefanten in Afrika. Offenbar nimmt aber auch hier die Wilderei dramatisch zu. Bei Hubschrauberflügen entdecken die Tierschützer von "Elefants without Borders" Hunderte von Elefantenleichen. Alastair Leithead nimmt an einem der Rundflüge teil und zählt an zwei Tagen 60 tote Elefanten. Entsetzliche Bilder von Tieren, denen noch bei lebendigem Leib die Stoßzähne abgesägt wurden.

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27.2.19 Verkehr : Dank der erfolgreichen Politik von Verkehrsminister Scheuer hat 2018 die Zahl der Verkehrstoten endlich wieder zugenommen, auf 3265. Insbesondere wurden über 430 verkehrsbehindernde Radfahrer aus dem Weg geräumt, 13 Prozent mehr als im Vorjahr. (Das ZDF nennt die falsche Zahl von 50 getöteten Radfahrern. Die genaue Zahl ist noch unklar.) hj 1/2
       

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