Gebroder #2 (Broderei und Broderismus)
Hier geht es um den Mißbrauch des Antisemitismusvorwurfs. Sammlung nicht vollständig. Die meisten Beiträge stehen weiter auch unter "BRD", einige unter "Israel / Palästina"
Das Thema des tatsächlich existierenden Antisemitismus steht weiter dort wo es hingehört : unter Rassismus.
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(letzter Eintrag 26.2.26) |
| Datum | Beitrag | Sender (Schlüssel) | Länge (Min.) |
| 16.5.24 |
Bei "Markus Lanz" reden der zionistische Hetzer Philipp Peyman Engel und der ebenfalls gewissenlos pro-zionistische Senator Joe Chialo aus Berlin über rosa Kaninchen und antisemitische Zwischenfälle an deutschen Unis. Im Dienste der Meinungsfreiheit und der Freiheit der Wissenschaft ist Kritik an Israel verboten, weil sie antisemitisch ist. Und Gruppen (insbesondere jüdische), die sich kulturell gegen den zionistischen Völkermordstaat engagieren, sollen vom Staat kein Geld mehr bekommen. Begründungen, warum bestimmte Äußerungen "antisemitisch" sein sollen, gibt es wie immer keine. Ulrike Winkelmann von der taz und die "grüne" Umweltministerin Steffi Lemke sekundieren zu dem Schwachsinn, kritisieren aber das harte Vorgehen der Polizei. Und Lanz hält das alles für normal. |
ZDF
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37
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17.5.24
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Marc Lamont Hill ("UpFront") spricht mit Rabbi Jay Michaelson und Lara Friedman (Foundation for Middle East Peace) über den "Antisemitism Awareness Act", eine neue Definition des Antisemitismus, die vom US-Parlament diskutiert wird und die praktisch jede Kritik an Israel zum "Antisemitismus" erklärt und zugleich tatsächlichen Antisemitismus freisprechen würde. Damit würde festgeschrieben, was bereits passiert: evangelikale antisemitische Faschisten versuchen, jüdische Pazifisten mit dem Vorwurf des "Antisemitismus" mundtot zu machen. Sie gehen soweit, Juden, die Israel nicht unterstützen, für "unjüdisch" zu erklären, während nichtjüdische Zionisten die tatsächlichen Juden seien. Das Judentum wäre damit keine Religion mehr sondern eine völkisch-nationalistische Ideologie. ¤¤ (Ich habe genau diese Perversion neulich in meinem Aufsatz "Wenn Zionisten Juden zu Antisemiten erklären" beschrieben.) |
A
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14
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| 18.5.24 |
"The Bottom Line: If Israel doesn’t want a ceasefire, what does it want?" - Steve Clemons spricht mit Daniel Levy. U.a. über Bidens Dummheit, die Proteste von Juden gegen Israel als "antisemitisch" einzuordnen, und die Ablehnung der Besatzungspolitik und des zionistischen Staates überhaupt durch säkulare wie orthodoxe Juden. "Es gibt nichts Humaneres und Jüdischeres als gegen Unmenschlichkeit und das Verbrechen des Völkermordes protestieren." ¤ |
A | 24 |
| 18.5.24 |
Weltweit Proteste gegen Israels Krieg gegen Gaza. Bei AJE Berichte aus London und Washington und Bilder aus Dublin, Paris, Wien und Berlin. Bei der Demo in London spricht Harry Fawcett mit Naomi Wimborne-Idrissi (Jewish Voice for Labour) und dem Holocaust-Überlebenden Stephen Kapos. - Kurzmeldungen bei Sky News über die Demo in London und bei der ARD über die in Berlin. ¤ |
A
Sky,TT |
zus.14
zus.1 |
| 21.5.24 |
Ein Beitrag über die als "antisemitisch" verleumdeten Proteste an deutschen Universitäten und Forderungen von Lehrenden, den Dialog zuzulassen. Nur kurz und nicht aktuell ein Hinweis auf die infame Hetzkampagne der Springer-Medien gegen Studierende und Lehrende. (Inzwischen ruft die BILD-Zeitung offen zum Mord an jüdischen Israelgegnern auf.) Wichtig die Aussagen der von den proisraelischen Nazis angegriffenen Integrationsforscherin Naika Foroutan dazu. - Auch darüber Gespräch mit Ronen Steinke. Wie gesagt: wovon man nichts weiß, darüber sollte man schweigen. Er glaubt, jüdische Studierende würden von den Aktivistinnen am Studieren gehindert. Dabei werden jüdische Aktivistinnen von der Polizei daran gehindert, gegen Israels Völkermord zu protestieren. Beim Schlusswort sind wir uns wieder einig: Verbrecher auf beiden Seiten sollten als solche bezeichnet werden. ¤ |
ktzt
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| 23.5.24 |
In Berlin hat die Polizei ein Gebäude der Humboldt-Uni geräumt, das Studierende aus Protest gegen den Völkermord seit einem Tag besetzt hatten. Die Teilnehmer wurden verhaftet. Auf wessen Verantwortung die illegale Räumung geht ist unklar, da die Universitätsleitung die Besetzung toleriert hatte. Dominic Kane berichtet aus Berlin. (Von den deutschen Sendern hat nur Springers rechtsextremer Hetzsender darüber "berichtet".) In Washington verhört ein von Rechtsekzemen dominierter Kongress-Ausschuss weitere Universitätsdirektorinnen und wirft ihnen "Antisemitismus" vor, weil sie das Recht jüdischer Studenten auf Protest gegen den Völkermord unterstützt haben und jüdische Studierende nicht exmatrikuliert haben. Andererseits fragt Ilhan Omar den Direktor der Uni von Los Angeles, warum er jüdische Demonstranten nicht vor dem bewaffneten Angriff von zionistischen Nazis geschützt hat. |
A
A |
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| 24.5.24 |
Die Institutsbesetzung an der HU in Berlin ist von der Polizei gewaltsam, rechtswidrig und gegen den Willen der Uni-Leitung geräumt worden. Als einziger Sender thematisiert das Springers rechtsextremer Hetzkanal "Welt" und fällt vor allem über die Uni-Präsidentin her. Deren Äußerungen würden "fassungslos machen". Die Parolen der Aktivisten stünden "für die Vernichtung Israels". Der Faschist Broder meint, die Direktorin habe aufs Sofa gekotzt und sei "reif für einen Rücktritt". Nach dem Hetzbeitrag noch ein Gespräch mit einem Herrn Schupelius (Kolumnist). Der zwar wirklich von Nichts irgendeine Ahnung hat, aber ständig wiederholt, die Direktorin Prof. von Blumenthal kenne sich nicht aus und es gebe nun mal keinen Völkermord und habe auch nie einen gegeben. Der infame Antisemitismusvorwurf gegen Juden wird diesmal nicht ausdrücklich ausgesprochen, klingt aber ständig mit. |
W
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| 26.5.24 |
Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit dem Mitbegründer von HRW, Aryeh Neier, der selbst Jude und Überlebender des Holocaust ist. Über den Völkermordvorwurf gegen das Netanjahu-Regime, den er inzwischen unterstützt. Nicht wegen Israels völlig überzogenen Angriffs auf die Hamas, aber wegen der Verweigerung ausreichender humanitärer Hilfe für Gazas Zivilbevölkerung. Er weist darauf hin, daß Israels Armee die Nazisiedler dabei unterstützt, Hilfstransporte zu sabotieren und zu plündern. Und weil es keine Hinweise gibt, daß Israels Justiz gegen Kriegsverbrecher vorgeht, sei es gut, daß dies nun der ICC übernimmt. Und zu Netanjahus Hetze gegen Karim Khan: "Der Vorwurf des »Antisemitismus« gegen diejenigen, die Israels Politik kritisieren, entwertet den Begriff Antisemitismus. Dabei pflegt Netanjahu selbst beste Beziehungen zu tatsächlichen Antisemiten wie Victor Orban." (Man kann es nicht oft genug sagen: Zionisten sind meist keine Juden, aber fast immer Antisemiten.) ¤¤ |
C
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| (Video?) | |||
| 29.5.24 |
Bei "Markus Lanz" diskutiert Markus Lanz mit Kevin Kühnert (SPD), der sich halsstarrig weigert zuzugeben, daß Israel in Gaza Kriegsverbrechen begeht. Für die absurde Behauptung, Israel sei ein funktionierender Rechtsstaat, bringt Kühnert als Argument vor, Netanjahu stehe gerade in Umfragen ganz schlecht da und werde bestimmt irgendwann abgewählt. Interessanter ist ein Video von einer Diskussionsveranstaltung in Berlin, bei der die Außenministerin von (zum Teil jüdischen) Demonstrantinnen wegen ihrer Unterstützung des Völkermordes zur Rede gestellt wurde. Baerbock hat ihre Mikrofonlautstärke benutzt, um die Frauen niederzubrüllen, und schließlich Ordner geschickt, um die Protestierenden aus dem Saal zu werfen. Die Teilnehmer bei Lanz sind sich einig, daß dies eine großartige Reaktion war. Daß in Deutschland Juden aus dem Saal geworfen werden, wenn sie gegen einen Genozid protestieren, merkt niemand. Dafür wiederholt Lanz das Märchen, jüdische Studenten hätten Angst wegen der Proteste. |
ZDF
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| 30.5.24 |
Beim ARD-Magazin "Kontraste" ein Beitrag über anti-israelische Proteste an Berliner Hochschulen. Demonstranten, die vernünftig begründen könnten, worum es ihnen geht, kommen nicht zu Wort. Daß jüdische Organisationen die Proteste unterstützen, wird nicht erwähnt. Gezeigt werden ein paar an die Wände gemalte Parolen (gaanz schlimm!) und O-Töne von einer Kundgebung von Salafisten, die mit den pro-palästinensischen Gruppen nichts zu tun haben. Und nochmal Ausschnitte aus dem Video der Diskussion mit Frau Baerbock ("Talk im Tipi"). Man wirft den (teilweise jüdischen) "Störern" vor, sie hätten die Ministerin niedergebrüllt. Kunststück, wenn man selbst kein Mikrofon hat wie die Ministerin und ihre Claqueure. |
Kontraste |
4 |
| 31.5.24 |
Marc Lamont Hill ("UpFront") spricht mit dem Kommunikationswissenschaftler Prof. Sut Jhally (Media Education Foundation, u.a. Produzent der Doku "The Occupation of the American Mind") über das offensichtliche Versagen der Hasbara, Israels Propagandamaschine, beim Versuch, Israels Völkermord zu rechtfertigen und schönzureden. Greuelpropaganda verfängt nur kurzfristig (bis die Leute merken, daß es sich um Lügen handelt). Auch der Antisemitismusvorwurf verfängt nicht mehr, wenn die Opposition gegen Israels Politik zu einem Großteil von antizionistischen Juden getragen wird. Ein zionistischer Lobbyist sagte kürzlich, die beiden gefährlichsten Dinge für Israels Propaganda seien Juden, die sich gegen Israels Politik aussprechen, und die Bilder von Israels Vorgehen in Gaza. ¤ |
A | 11 |
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2.6.24
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"The Listening Post: We need to talk about Zionism": eine ganze Ausgabe zum Thema der böswilligen und gefährlichen Verwechslung von Anti-Zionismus mit Antisemitismus. Antisemitismus ist der Hass auf Juden, weil sie Juden sind. Beim Anti-Zionismus geht es nicht um Juden, sondern um Israel und dessen rassistische Staatsideologie, die sich in ethnischer Säuberung und schließlich Völkermord ausdrückt. Ein sehr differenzierter Beitrag erklärt die Geschichte des Zionismus als Reaktion auf die Judenverfolgung in Europa und zugleich als kolonialistisches Projekt. Zu Wort kommen dabei fast ausschließlich jüdische Experten. Der gezielte Missbrauch des Antisemitismusvorwurfs wird angesprochen und kritisiert, aber nicht näher untersucht. - Dann spricht Richard Gizbert mit Simone Zimmerman, Mitgründerin der jüdischen Friedensgruppe "If Not Now", über die Rolle von anti-zionistischen Juden in der Palästina-Solidarität in den USA und über den Kampf gegen tatsächlichen Antisemitismus, der durch die Gleichsetzung mit Anti-Zionismus erschwert wird. Die zionistische Lobbygruppe ADL führt inzwischen reihenweise Juden als angebliche "Antisemiten" auf. Als Folge von Israels Gewalt gegen Palästina werden in aller Welt Juden angegriffen, die damit nichts zu tun haben. Umso wichtiger ist es zu zeigen, daß Juden Israels Gewalttaten ablehnen. ¤¤¤ |
A
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24
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| 5.6.24 |
Zuerst ein haarsträubender antisemitischer Beitrag (von Nathalie Daiber) über die antiisralischen Proteste an Berliner Hochschulen. Als "Experte" tritt der zionistische Hetzer Nicholas Potter auf, der den Völkermord in Gaza leugnet und Israel als "jüdischen Staat" bezeichnet. Die Beteiligung von Juden an den Protesten wird nicht erwähnt, auch daß Judith Butler Jüdin ist, wird verschwiegen. Ein israelischer Dummkopf, der von einem linken Dummkopf zusammengeschlagen wurde, muss als Beleg für eine behauptete antijüdische Stimmung herhalten. - Dann ein Beitrag über die "Antisemitismus"-Vorwürfe der Zionisten gegen die Rektorin der TU, Geraldine Rauch, bereits die dritte antisemitische Hetzkampagne des zionistischen Hetzblattes "JA" gegen eine linke Hochschulleiterin. (Im Beitrag sind auch die drei angeblich "antisemitischen" Tweets zu lesen, die Frau Rauch geliket hatte. Jeder sollte sich schämen, der diese Tweets nicht lobt.) Nina Mavis Brunner spricht darüber mit Dieter Lenzen (Ex-Präsident der FU). Er meint, man solle Wissenschaft und Politik auseinanderhalten. |
ktzt
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| 11.6.24 |
Osama bin Javaid berichtet aus Wien. Auch in Österreich wird das historische Erbe der Judenvernichtung missbraucht, um den heutigen Völkermord Israels in Gaza zu rechtfertigen und Proteste (u.a. von Juden) dagegen zu unterbinden. Im Bericht Anmerkungen dazu von Prof. Manfred Nowak. ¤ Allerdings gibt es auch tatsächlich antisemitische Proteste. Jake Tapper zeigt Aufnahmen von einer Demo in New York von Leuten, die offenbar die Hamas unterstützen. Auf einem Transparent steht "Long Live October 7th". |
A
C |
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1 |
| 17.6.24 |
Nachdem die deutsche Bildungsministerin (FDP) in die Kritik geraten ist, weil sie Ermittlungen gegen Wissenschaftler eingeleitet hatte, die sich für die Freiheit der Meinungsäußerung an Universitäten eingesetzt hatten, hat sie nun eine Staatsekretärin entlassen, die sich auf die Seite der Wissenschaftlerinnen gestellt hatte. Die Ministerin behauptet, sie habe mit Allem nichts zu tun und sehe keinen Grund zum Rücktritt, und man dürfe eben Israel nicht kritisieren, denn das sei antisemitisch. Selbst bei der ARD können sie da nicht mehr folgen. Berichte mit den wesentlichen Infos, u.a. mit Bildern der Hetzkampagne der BILD gegen kritische Wissenschaftler. Bei Springers "Welt" wird der Rücktritt der Ministerin gefordert, wobei unklar ist, weshalb eigentlich, steht der Sender doch genau wie sie fest an der Seite der Völkermörder. Zur Erklärung gibt es ein Gespräch mit einem präpubertären RCDSler, der nicht weiß, was ein Bauernopfer ist und auch sonst etwas verwirrt erscheint. Er meint, vor allem müssten alle Menschenrechtler zurücktreten, die sich weigern, Terrorismus zu verherrlichen. Und überhaupt seien diese furchtbaren antisemitischen jüdischen Studentinnen an allem schuld. "Das ist ein Signal, da muss man sich dagegenstellen!" Ah ja! |
TS,TT,W
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zus.10
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| 19.6.24 |
Cècile Schortmann spricht mit Meron Mendel und Saaba-Nur Cheema über ihre Versöhnungsarbeit und Lösungen für den Israel-Palästina-Konflikt. Und über den Skandal um die ungebildete Ministerin, die unliebsamen Wissenschaftlerinnen die staatliche Förderung streichen will. Leider von beiden nur windelweiches Gesäusel dazu. Kein Wort dazu, daß die Angriffe gegen Juden von den Zionisten und ihrem rechtsextremen Mob kommen und nicht von Palästina-Freunden. |
ktzt | 23 |
| 24.6.24 |
Ein Bericht aus Paris über (jüdische) Proteste gegen Israels Krieg und gegen die Rechtsextremen, die an Israels Seite stehen - zusammen mit einzelnen jüdischen Vertretern (u.a. die Klarsfelds). ¤ CNN berichtet über Zusammenstöße in Los Angeles zwischen linken jüdischen Kriegsgegnern und rechten Zionisten. |
A
C |
3
3 |
| 24.6.24 |
"The Stream: Does Germany have a Gaza-Problem? What have Palestine activists in Germany been facing?" - Anelise Borges spricht mit den Aktivistinnen Sarah Said, Tariq Suleiman und Cinin Abuzeed. (leider NNA)* ¤ |
A | 25 |
| 25.6.24 |
Weil inzwischen praktisch jede Kritik an Israels Verbrechen als "Antisemitismus" gilt, hat die Zahl "antisemitischer Vorfälle" stark zugenommen. Bei Springers Hetzsender spricht man darüber mit dem Antisemitismusspezialisten Philipp Peyman Engel, der fordert, Jeden auszuweisen, der sich "israelfeindlich" äußert. Offenbar meint er damit speziell auch kritische Juden. Nebenbei widerlegt er auch die Vorstellung, bei Juden würde es sich generell um besonders intelligente Menschen handeln. |
W |
5 |
| 4.7.24 |
Bei "Markus Lanz" vier sehr unterschiedliche Juden: die wunderbare Deborah Feldman, der selbsternannte "Historiker" Michael Wolffson, die Schauspielerin Adriana Altaras und der Jurist Michael Fürst. (leider NNA)* ¤ |
ZDF |
78 |
| 7.7.24 |
Ein Minister von Israels Naziregierung (Amichai Chikli) bezeichnet den Wahlsieg der Linken in Frankreich als "sehr schlechte Nachricht" und nennt Mélenchon einen "Antisemiten und Israelhasser". Die rot-grüne Allianz werde Europa in einen tiefen Abgrund führen. |
C |
1 |
| 17.7.24 |
Irgendwelche selbsternannten Anti-Antis stören sich an Musikbeiträgen auf der Breminale. Sie meinen, die Textzeile "Free Palästina" einer Rapperin sei "antizionistisch und antisemitisch", ebenso Äußerungen von Künstlern bei Instagram, die feststellen, daß in Gaza "ein Holocaust" stattfindet. Das wäre alles nur lächerlicher Irrsinn, wenn es nicht in der Politik Leute gäbe, die den Irrsinn ernstnehmen, und wenn Radio Bremen nicht die Behauptungen übernehmen und von "antisemitischen Vorfällen" sprechen würde. Immerhin wird eine verleumdete Künstlergruppe zitiert, die sich klar von jeder Form von Rassismus - und selbstverständlich von Antisemitismus - abgrenzt. |
b&b |
4 |
| 24.7.24 |
Die Bundesinnenministerin hat den schiitischen Verein "Islamisches Zentrum Hamburg" verboten. Dessen "Blaue Moschee" in Hamburg wurde geschlossen und beschlagnahmt. Dem Verein wird sehr allgemein vorgeworfen, gegen die Verfassung zu agieren und iranische Interessen zu vertreten. Das mag sein oder auch nicht, ich kenne die Gruppierung nicht. Allerdings macht stutzig, was der Terrorismusexperte Holger Schmidt bei TS24 sagt: als einzigen konkreten Vorwurf nennt er, das IZH habe "Hetze gegen Israel" betrieben und dessen "Existenzrecht" bestritten. |
A.TS,hj,TS24 |
zus.17 |
| 11.8.24 |
"Inside Story: Does Israel's use of a 'self-defence' narrative mean an endless cycle of war?" - Elisabeth Puranam spricht mit Rabbi Yisroel Dovid Weiss (Neturei Karta), Prof. David Miller (Politologe, der von der Universität Bristol wegen seiner Solidarität mit Palästina entlassen wurde) und Prof. Muhannad Ayyash (Experte für Palästina und Postkolonialismus). Über den Unterschied zwischen Judentum und Zionismus, Israels Krieg gegen die Realität, den Missbrauch des Holocaust und des Antisemitismusvorwurfs als politische Waffe gegen Gegner des Zionismus, die Entwertung des Antisemitismusvorwurfs, den Angriff auf jüdische Antizionisten durch rechtsextreme Zionisten, über sinnvolle und absurde Definitionen von "Antisemitismus". Alle Drei sehr erfrischend anzuhören. Sehr lehrreich! ¤¤¤ |
A | 29 |
| 12.8.24 |
"Talk to Al Jazeera": Neave Barker spricht mit den jüdischen Filmemachern Erin Axelman und Simone Zimmerman über ihren Dokumentarfilm "Israelism". Der Film behandelt die wachsende Distanzierung junger Juden in den USA vom Zionismus, direkte Folge von Israels genozidaler Kriegsführung in Gaza. Die zionistische Lobby versucht, Aufführungen des Films zu verhindern. ¤¤ |
A | 28 |
| 22.8.24 |
Während es im gesamten deutschen TV heute nicht eine einzige Meldung über Israels Vernichtungskrieg gegen Gaza gab, zeigt Springers rechter Hetzsender einen Beitrag über zwei bezahlte Völkermordleugner, die regelmäßig bei pro-palästinensischen Kundgebungen auftauchen und sinnlose Schilder hochhalten. Die beiden Provokateure, die sich selbst als Vertreter des Judentums stilisieren, befördern mit ihren Aktionen kräftig den Antisemitismus, werfen aber ihrerseits den Palästina-Aktivisten ebendies vor. Natürlich nennt der Beitrag keine Argumente, die das belegen würden. Stattdessen wiederholt Pyecraft seine Gleichsetzung des Terrorstaates Israel mit "den Juden". |
W | 2 |
| 6.9.24 | "The Bottom Line: Are restrictions on pro-Palestine speech ‘the new McCarthyism?" - Steve Clemons spricht mit Richard Medhurst (unabhängiger Journalist, der in England kürzlich wegen "Terrorismus" verhaftet wurde) und Dima Khalidi (Juristin, Palestine Legal, Autorin von "The Palestine Exception to Free Speech") über die Angriffe auf die Rede- und Demonstrationsfreiheit in westlichen Ländern wenn es um die Verurteilung von Israels Völkermord geht. U.a. auch über den Missbrauch des Antisemitismusvorwurfs. ¤ | A | 24 |
| 22.9.24 |
Beitrag über eine geplante Resolution des Bundestages zum "Kampf gegen den Antisemitismus". Vermeintlich antisemitische Projekte sollen dann keine staatliche Förderung mehr bekommen. Hundert jüdische Intellektuelle haben sich in einem Offenen Brief gegen den Plan ausgesprochen, der zu staatlicher Zensur führen würde. - Dabei ist natürlich alles Definitionssache. Wenn die Leugnung von Israels Völkermord und die Gleichsetzung des faschistischen Staates Israel mit "den Juden" als tatsächlich antisemitisch erkannt würden, wären Volker Becks Verein und das zionistische Propagandablatt "Jüdische Allgemeine" dann ihre Staatsknete los - und Springers Hetzmedien womöglich verboten. So gesehen gar kein so dummer Plan. ¤ |
ttt | 7 |
| 23.9.24 |
Reportage über die Völkermordleugnerin Karola Preiske (oder so ähnlich), die regelmäßig mit Polizeibegleitung bei Demonstrationen auftaucht und selbstgemalte Schildchen mit Lügenpropaganda hochhält. Wäre die Reportage ohne Kommentar geblieben, hätte die Narzisstin ihre Geisteshaltung einfach selbst entlarvt. Stattdessen meint "Spiegel-TV", noch einen drauflegen zu müssen, und erklärt alle Unterstützer Palästinas zu "Antisemiten" und "Israelhassern", Israels Massenmord in Gaza zum "Verteidigungskrieg" und die durchgeknallte Rassistin zur Heiligen. |
Sp-TV |
7 |
| 30.9.24 |
Zwei Beiträge über einen angeblich angewachsenen Antisemitismus in Deutschland, wobei damit vor allem antiisraelische Äußerungen gemeint sind. Wie üblich setzt man den Völkermordstaat Israel mit dem Judentum gleich und fördert damit antisemitische Einstellungen. Daß auch die Mehrheit der Juden sich gegen Israel stellt wird nicht erwähnt. |
TS,TT | zus.5 |
| 4.10.24 |
Beitrag über erwartete antiisraelische Kundgebungen zum Jahrestag des Beginns des Völkermordes in Gaza. Der Beitrag und alle zu Wort kommenden Personen setzen konsequent Israel und Judentum gleich und machen damit das Judentum für Israels Verbrechen verantwortlich, sind also selbst antisemitisch. Gleichzeitig wirft man Millionen Juden und anderen Leuten, die den Völkermord verurteilen, "Antisemitismus" vor. Absurdes Theater. Laut lachen musste ich über die Ankündigung einer zionistischen Aktivistin, bei einer Ausstellung in Berlin werde man Originalobjekte als Beweisstücke für Gräueltaten der Hamas zeigen, u.a. "abgeschnittene Brüste". Na dann man los! (Disclaimer: natürlich wäre das Abschneiden von Brüsten ein extrem schlimmes Kriegsverbrechen. Es hat nur noch nie irgendwo stattgefunden. Wenn davon erzählt wird, ist dies immer ein eindeutiger Hinweis auf Gräuelpropaganda.) |
hj |
4 |
| 5.10.24 |
Step Vaessen berichtet aus Berlin von einer Demo von 300 "Antideutschen" zur Solidarität mit dem Völkermordstaat Israel. Erstaunlich gelassener und sachlicher Bericht über Leute, die sich selbst für Antifaschisten halten und dabei Linke zu "Antisemiten" erklären. ¤ Und ein abschreckendes Gegenbeispiel bei der Tagesschau, ein Beitrag, der konsequent Antifaschismus mit Antisemitismus gleichsetzt. Der Beitrag zitiert fortwährend "jüdische Stimmen", aber natürlich keine jüdischen Antizionisten. |
A TS |
4 2 |
| 6.10.24 |
Bei allen deutschen Sendern geballte Propaganda für Israel unter der Tarnung des "Kampfes gegen den Antisemitismus". Die üblichen bizarren und letztlich antisemitischen Verdrehungen und Auslassungen. Im Beitrag bei RTL ist versehentlich ein Stück Realität hineingerutscht: da sieht man kurz ein Demoschild der "Jüdischen Stimme": "Juden gegen Genozid". Es wird aber nicht aufgeklärt, wie das zu dem ganzen Irrsinn passen könnte. |
R,TS,hj |
zus.8 |
| 8.10.24 |
"Inside Story: Does anti-Zionism necessarily lead to anti-Semitism?" - Nick Clark spricht mit Giovanni Fassina (European Legal Support Center), Arielle Angel ("Jewish Currents") und Prof. Omer Bartov (Genozidforscher) über die absichtliche Verwechslung von Antizionismus mit Antisemitismus als Methode, um Israels Verbrechen zu rechtfertigen. Bartov: mit diesem Trick werden Linke und Liberale als angebliche "Antisemiten" ausgegrenzt, was den tatsächlichen Antisemiten und Faschisten (Wilders, Höcke, Orban, Netanjahu ...) in die Hände spielt. Der Antisemitismus war immer und ist auch heute eine Ideologie der Rechten. - Hörenswert. ¤¤ |
A | 28 |
| 10.10.24 |
Step Vaessen berichtet aus Berlin über die staatliche Verfolgung von pro-palästinensischen Aktivisten in Deutschland und die absurde Definition von "Antisemitismus", die benutzt wird, um jede Kritik an Israel zu kriminalisieren. Erläuterungen dazu von Iris Hefets (Jüdische Stimme). - Gespräch mit dem Strafrechtler Prof. Danny Shaw, der wegen seiner Verurteilung des Zionismus seinen Job an der New Yorker Uni verloren hat. ¤ |
A |
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| 18.10.24 |
Bundestagsvizepräsidentin Aydan Özoğuz (SPD) hat im Internet eine Tafel der "Jewish Voice for Peace" geteilt, ein Foto von der Verbrennung des Shaban Ahmad durch einen israelischen Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in Gaza. Dazu der Text: "This is Zionism." Nun fordern alle möglichen selbsternannten Israelfreunde ihren Rücktritt, Merz geht soweit, ausdrücklich der jüdischen Friedensgruppe "Antisemitismus" vorzuwerfen. Die Meldung im ZDF erwähnt immerhin die Herkunft der Tafel, bei der Tagesschau ist es nur "ein Bild von brennenden Gegenständen". Man beachte den Gegensatz zum britischen Sender Sky News: dort wurde ein längeres Portrait des von Israel ermordeten Shaban Ahmad gezeigt. |
ht,TS | zus.1 |
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7.11.24
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Im Bundestag hat eine große Koalition aus CDU, Nazis, FDP, Grünen und SPD eine Resolution "Zum Schutz jüdischen Lebens" beschlossen, die vor allem darauf abzielt, jede Kritik am israelischen Faschismus als angeblich "antisemitisch" auszugrenzen. Nur das BSW und ein paar aufrechte Grüne haben dagegen gestimmt, die Linke hat sich enthalten. Zahlreiche Akademiker, Intellektuelle und kritische Juden haben davor gewarnt, daß die Resolution jeden offenen Diskurs über den Nahostkonflikt zerstören wird. - Bei den deutschen Sendern nur ein paar sehr kurze Meldungen. Die Kritik gerade von jüdischer Seite wird darin nicht erwähnt. Bei AJE ein Gespräch mit Saba-Nur Cheema (Politologin aus Frankfurt), die absurderweise meint, die Resolution richte sich gegen den realen Antisemitismus, und es sei eben antisemitisch, wenn man nicht an ein israelisches "Existenzrecht" glaubt. Allerdings sei die Aussage, daß Israel ein Apartheidstaat ist, zwar falsch, aber nicht antisemitisch. (Wahrscheinlich wird irgendjemand sie wegen dieses Satzes zur Antisemitin erklären.) |
A,ht
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zus.7
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8.11.24
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Ein paar hundert Nazi-Hooligans des Vereins Maccabi Tel Aviv sind zu einem Fußballspiel ihres Vereins nach Amsterdam geflogen und haben dort zwei Tage lang randaliert, Muslime gejagt und immer wieder mit rassistischen Parolen ("Tod den Arabern") und offenen Aufrufen zum Völkermord ("In Gaza gibt es keine Schulen, weil es in Gaza keine Kinder gibt") provoziert. Nachdem die niederländische Polizei nichts dagegen unternommen hat, sind einige Antifaschisten und vor allem arabischstämmige junge Leute dem Nazipack entgegengetreten und haben diese mit Gewalt vertrieben. Israels Naziregime und die rechtsextreme Regierung der Niederlande nennen diese Gegengewalt nun ein "antisemitisches Pogrom" und vergleichen sie mit den Judenpogromen der Hitlernazis. ¤¤ Als einziger Sender berichtet AJE neutral und objektiv über das, was tatsächlich geschehen ist, während alle anderen Sender mehr oder weniger deutlich das Narrativ der israelischen Nazis übernehmen. Vor allem bei CNN ein reines Desaster, das Geschehen wird durchweg als "antisemitische Angriffe auf israelische Fußballfans" geframet. In einigen Beiträgen wird aber immerhin, wie auch bei BBC und Sky News, die Völkermordhetze der Nazis erwähnt, man zeigt auch einige der Ausschreitungen der Nazis. Bei AJE berichtet Step Vaessen aus Amsterdam, weitere Infos von dort von Jazie Velthuyzen (Stadtrat) und Jay Roles (Augenzeuge), Einschätzungen von Meron Rapoport und Antony Loewenstein. Bei BBC und CNN Infos hauptsächlich direkt aus Jerusalem. Bei Springers Hetzsender "Welt" ist die Rede von "antijüdischen Krawallen eines propalästinensischen Mobs", RTL behauptet: "ein Mob von propalästinensischen Chaoten macht Jagd auf Juden". Auch alle anderen deutschen Sendern interessieren sich kaum für das, was passiert ist, sondern verbreiten die Propaganda von Israels Naziregierung (ZDF: "gewalttätige Muslime jagen und misshandeln israelische Fußballfans"), inklusive direkter Holocaustrelativierung. Nur am Rand werden die Provokationen der Nazis erwähnt. Teilweise (u.a. bei der Tagesschau) werden Videos von Ausschreitungen der israelischen Nazis gezeigt, diese aber den Antifaschisten zugeschrieben. |
A B,C,Sky W,R,arj,TS,
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zus.27 zus.40 zus.21
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| 8.11.24 |
Bei "kulturzeit" ein Beitrag über die Kritik an der antisemitischen Resolution des Bundestages. Der Beitrag zeigt zwar ein paar problematische Punkte auf, hinterfragt aber dabei nicht die Behauptung, es gebe soetwas wie "israelbezogenen Antisemitismus". Dann spricht Cécile Schortmann mit Ronen Steinke darüber. Er sieht eine gute Intention, aber Probleme mit komplizierten Begriffen. Und er stellt erstaunlicherweise fest: "Es ist eindeutig antisemitisch, wenn man alle Juden der Welt in Mithaftung nimmt für das Handeln des Staates Israel." (Aber wer außer Netanjahu tut das?) Und ebenso zurecht weist er darauf hin, daß der "autochthone" Antisemitismus von rechts in Deutschland immer noch das viel größere Problem ist. ¤ |
ktzt | 11 |
| 10.11.24 |
Bei AJE weitere Infos aus Amsterdam von Step Vaessen. Nach den Gewaltexzessen von israelischen Nazi-Hooligans hat die rechtsextreme Regierung jegliche Proteste dagegen verboten. Mehr als 100 Leute, die gegen das Demonstrationsverbot und gegen den absurden Vorwurf des "Antisemitismus" demonstriert haben, wurden verhaftet. Einschätzungen von Prof. Menachem Klein: Israelis haben keine Ahnung, wie sie in der Welt wegen des Völkermordes in Gaza betrachtet werden. - Bei Sky News hat man einen zunächst gesendeten faktennahen Bericht gelöscht und gibt nun einfach Netanjahus Propagandalügen wieder. - Bei der Tagesschau gibt es keine Korrektur zum Bericht vom Freitag, der Ausschreitungen der Nazis einfach den Gegendemonstranten zugeschrieben hatte. Das verlogene Narrativ wird wiederholt, inklusive Holocaustrelativierung. Nebenbei erwähnt man, daß auch die "Maccabi-Fans" sich wohl irgendwie danebenbenommen haben. ¤ |
A,Sky,TS
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zus.13
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| 11.11.24 |
In Amsterdam protestieren hunderte Leute gegen das Demonstrationsverbot. Dabei kommt es zu schweren Ausschreitungen, u.a. wird eine Straßenbahn in Brand gesteckt. AJE berichtet als einziger Sender, Step Vaessen live aus Amsterdam. - Außerdem von ihr noch ein Bericht über die Krawalle der israelischen Nazi-Hooligans. Darin sagt ein jüdischer Amsterdamer aus, daß viele der etwa 3000 Beteiligten selbst als IDF-Soldaten am Völkermord beteiligt sind. "Das waren keine normalen Hooligans, das hatte wenig mit Fußball zu tun." Den Widerstand dagegen als "antisemitisch" zu labeln sei eine Beleidigung für alle Juden. - Auf deutsch heute nur noch ein verspäteter Bericht bei Euronews, der erneut die israelischen Nazis als "Juden" bezeichnet. ¤ |
A,E | zus.11 |
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12.11.24
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Der Stadtrat von Amsterdam diskutiert darüber, warum man 3000 gewaltbereite Nazis aus Israel hat einreisen lassen, die dann drei Tage lang in der Stadt randaliert und Hetzjagden veranstaltet haben, und warum die Bürgermeisterin die Gewalt gegen diese Nazis als "antijüdisches Pogrom" bezeichnet hat. Die holländischen Nazis nutzen die Vorfälle für ihre antimuslimischen Kampagnen. Infos und Bericht aus Amsterdam von Step Vaessen, und Gespräch mit dem Stadtrat Jazie Veldhuyzen. Auch er stellt fest, daß das Wort "Pogrom" sehr viel eher auf das passt, was die Maccabi-Hooligans getan haben als auf die Gegenangriffe. ¤ Bei CNN ein Beitrag von Nic Robertson (in Tel Aviv), der nochmal über "antisemitische Banditen" phantasiert, die "Jagd auf Juden" gemacht hätten. Die realen rassistischen Pogrome, die diese "Juden" zuvor veranstaltet haben, erwähnt er nur nebenbei. (Und er zeigt Filmaufnahmen von diesen Nazikrawallen, die er aber erneut den Antifaschisten zuschreibt. Als hätte es keine Richtigstellungen gegeben.) - Bei Euronews eine Recherche in Amsterdam, die einige Zionisten auftreibt, die alle behaupten, sie würden "wegen ihrer Identität als Juden" angegriffen. Dann aber auch Stimmen, die auf die rassistische Hetze der Maccabi-Hooligans hinweisen. Deren genozidale Hassgesänge hat bisher kein Sender erwähnt, geschweige zitiert oder gezeigt. Man kann sie im Internet finden. (Diese Hassgesänge rufen finsterste Erinnerungen an Ruanda 1994 wach. Sie sind übrigens tatsächlich auch antisemitisch, da diese Leute sich perfiderweise als Juden ausgeben. Sie sind aber Nazis, zionistische Nazis.) |
A
C,E |
zus.10
zus.6 |
| 13.11.24 |
In Paris veranstalten Rechtsextremisten vor einem Fußballspiel zwischen Frankreich und Israel eine Spendengala für den Völkermordstaat, unter dem Motto "Israel für immer". Ein paar hundert Leute protestieren dagegen. - In Amsterdam gibt es weitere Protestkundgebungen gegen das Demonstrationsverbot. Mehr als 200 Teilnehmer:innen (darunter etliche Juden) werden verhaftet. Der Nazi Wilders fordert, alle zu deportieren, die israelische Nazis angegriffen haben, und hetzt bei der Gelegenheit gegen alle Muslime. Infos und Bericht aus Amsterdam von Step Vaessen. ¤ "Inside Story: Has the official response to Amsterdam’s violence been biased?" - Mohammad Jamjoom spricht mit Mouin Rabbani (Nahost-Experte, lebt in Amsterdam), Jazie Veldhuyzen (Abgeordneter im Stadtrat) und Yuval Gal (jüdischer Aktivist). ¤ |
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5 28 |
| 14.11.24 |
In Paris hat die Polizei die halbe Stadt abgesperrt, um am Rand des Fußballspiels Proteste gegen den Völkermord zu verhindern. Trotzdem demonstrieren einige tausend Leute friedlich, während das Stadion beim Spiel fast leer bleibt. Präsident Macron sieht sich das Spiel an, erklärterweise aus "Solidarität mit Israel". Bilder und (Live-) Berichte von den Protesten nur bei AJE (und "No Comment"). Bei allen deutschen Sendern gibt es Berichte, die erneut die Lüge von "antisemitischen Ausschreitungen in Amsterdam" wiederholen und direkt israelische Nazis als "Juden" bezeichnen. Die Proteste gegen den Völkermord werden kaum gezeigt, nur im Bericht bei Euronews (allerdings nicht aktuell, sondern über die Proteste gegen die Gala am Vorabend) kommen ein paar Teilnehmer zu Wort. |
A TS,h+,E,NC |
zus.5
zus.9 |
| 14.11.24 |
"The Stream: The role sport boycotts play in Israel’s war on Gaza" - Anelise Borges spricht mit Martine Heijthuyzen (Aktivistin), Bassil Mikdadi ( Sportjournalist) und Usaama (Rapper), u.a. über die als "antisemitisches Pogrom" diffamierten Proteste gegen israelische Nazi-Hooligans in Amstaerdam. (NNA)* |
A | 25 |
| 15.11.24 |
Mit einem Tag Verspätung berichtet Euronews über die Proteste in Paris gegen das Fußballspiel mit Israel. Teilnehmerinnen sagen, daß Frankreichs Regierung sich zum Komplizen bei Israels Völkermord macht. Kurz wird auch der UN-Report erwähnt, der Israel Völkermord vorwirft. |
E |
1 |
| 17.11.24 |
Im "Listening Post" ein Beitrag über die von israelischen Nazis ausgelösten Zusammenstöße in Amsterdam und die komplett verdrehten Narrative fast aller westlichen Medien darüber, die aus Antifaschisten Antisemiten gemacht haben. Beispiele vor allem von Sky News und der NYT, die mehrfach ihre eigenen objektiven Berichte nachträglich editiert haben, damit sie in das pro-israelische Lügengebäude passen. Sehr wichtig und unbedingt sehenswert. Leider kommen die genozidalen Schlachtgesänge der israelischen "Fußballfans" (unter denen etliche aktive Kriegsverbrecher waren) auch hier nur kurz am Rand vor. ¤¤ Und ein OT von Ulf Poschardt (Chef von Springers Hetzblatt "Welt"), der offen bestätigt, daß er alle Muslime für ein Problem hält. |
A
A |
10
2 |
| 17.11.24 |
In Amsterdam werden immer mehr Leute verhaftet, die gegen das illegale Demonstrationsverbot verstoßen. Der Bericht spricht von "antisemitischen Ausschreitungen gegen israelische Fußballfans". Zu sehen ist ein Demo-Schild: "We can fight antisemitism and genocidal zionism at the same time". |
E |
1/2 |
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20.11.24
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Gillian Joseph spricht mit Francesca Albanese. Netanjahus Angebot eines Kopfgeldes für jede befreite Geisel ist eine Beleidigung für die Angehörigen, die einen Waffenstillstand fordern. Dasselbe über das US-Veto gegen einen Waffenstillstand. Die Gräuel in Gaza müssen beendet werden, und zwar bedingungslos, im Interesse der Menschen in Gaza wie auch der Geiseln. Angesichts der totalen Zerstörung jeglicher Infrastruktur ist menschliches Leben in Gaza nicht mehr möglich. Es handelt sich um einen Völkermord auf drei Ebenen: das massenhafte Töten, schwere körperliche und seelische Verletzungen, das Verunmöglichen des Lebens. Die vom ICJ verhängten Auflagen für Israel wurden weder von Israel noch von seinen Verbündeten eingehalten. Zu den Antisemitismusvorwürfen gegen sie selbst: das ist genau das, was man von Völkermördern und ihren Komplizen erwarten kann. ¤¤ Anschließend spricht Joseph mit Israels Regierungssprecher David Mencer. Sie fragt ihn dreimal, ob es zutrifft, daß menschliches Leben in Gaza nicht mehr möglich sei. Er weigert sich dreimal, die Frage zu beantworten. Stattdessen beschimpft er Albanese als "Judenhasserin und Antisemitin", erklärt, die Hamas habe den Krieg angefangen, und wirft der Hamas vor, sie sei für die Zustände in Gaza verantwortlich. Insgesamt kann man diese Nichtantwort als eindeutiges Schuldeingeständnis werten. Dann behauptet er noch, es gebe kein Bombardement von Nord-Gaza, und das Lager Al Mawasi sei ein sicherer Platz für Zivilisten. (Sein Gleichsetzen des Hamas-Angriffs auf Israel mit dem Holocaust ist übrigens tatsächlich antisemitisch, aber das nur nebenbei. Der Sender hat dieses Interview nicht bei YT eingestellt, vermutlich zu Mencers Schutz. Stattdessen hat ein israelischer Propagandakanal es hochgeladen.) |
Sky
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19
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| 22.11.24 |
Über die New Yorker Fotografin Nan Goldin und ihre Ausstellung "This will not end well" in Berlin. Sehr persönliche, beklemmende Bilder, die die Wunden und Narben zeigen, die das Leben und die Drogen hinterlassen. Der Beitrag behauptet, Goldin sei "umstritten", weil sie Israels Völkermord verurteilt. ¤ |
ktzt | 3 |
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23.11.24
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Die Fotografin Nan Goldin hat in ihrer Rede zur Eröffnung ihrer Ausstellung in Berlin Israels Völkermord in Gaza und Libanon verurteilt und auf die Einschränkung der Redefreiheit zu diesem Thema hingewiesen. Der Direktor der Galerie hat dann in unverschämter Weise die Künstlerin zurechtgewiesen, hat ihr fälschlicherweise "Einseitigkeit" vorgeworfen und behauptet, es gebe in Deutschland keine Einschränkung der Redefreiheit. Noch während er das sagte, haben seine Helfershelfer im Hintergrund ein Spruchband gegen den Genozid heruntergerissen. Bei den Tagesthemen hält man nicht den Auftritt des Direktors und dessen letztlich antisemitische Äußerungen ("Existenzrecht Israels") für einen Skandal, sondern die Rede der jüdischen Künstlerin. "Propalästinensisch", "antiisraelisch", "Völkermord" - alles ganz böse. "Antisemitismus" hat man ihr aber noch nicht unterstellt. Und immerhin werden ein paar Sätze von Goldin zitiert, die das alles aufheben: "Der ICC spricht von Völkermord, die UN sprechen von Völkermord, sogar der Papst spricht von Völkermord, aber wir sollen nicht Völkermord sagen? Hast du Angst, das zu hören, Deutschland?" Direktor Biesenbach sagte dann noch: "Wir werden keine Aufrufe zur Gewalt erlauben, oder die Unterstützung terroristischer Organisationen." Die israelische Armee wird er damit allerdings nicht gemeint haben. ¤¤ |
TT
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3
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| 24.11.24 |
Im "Listening Post" ein kurzer Beitrag über die Reaktionen der israelischen Medien auf den Haftbefehl gegen Netanjahu. Die konkreten Vorwürfe des ICC werden mit keinem Wort erwähnt, stattdessen beklagt man sich operettenhaft über den "Antisemitismus" des Weltgerichts. |
A | 2 |
| 24.11.24 |
Noch ein Bericht über die Ausstellung "This will not end well" von Nan Goldin in Berlin und die Kritik daran, daß die Künstlerin Israels Völkermord verurteilt. Weitere unflätige Äußerungen des Präsidenten der SPK, Parzinger. Und ein Symposion, organisiert von Meron Mendel, bei dem darüber zivilisiert diskutiert wurde. (Der Bericht ist relativ neutral, aber der Autor hat den Titel der Ausstellung nicht verstanden.) |
hj |
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| 6.12.24 |
"UpFront: Climate Justice, Indigenous rights, and the settler-colonial mindset" - Marc Lamont Hill spricht mit Greta Thunberg über Klimagerechtigkeit, die nutzlosen Klimakonferenzen, die Verantwortungslosigkeit der Politik, die Verkommenheit der Profiteure, die Katastrophe Trump, und warum Gaza auch ein Klimathema ist. Und natürlich über die albernen und gefährlichen "Antisemitismus"-Vorwürfe. Gretas Antworten durchweg einfach nur gut. Ich kenne weiterhin niemanden, der die entscheidenden Dinge in so deutlicher Sprache ausspricht. (Wegen der schlechten Telefonleitung mit UT.) ¤¤ |
A |
12 |
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| 6.12.24 |
In Bremen hat sich der Hannah-Arendt-Verein eine neue Struktur gegeben, um "Skandale" in Zukunft zu verhindern. Der Beitrag ist der irrigen Meinung, bei der Preisvergabe an Masha Ghessen habe der Skandal in deren Äußerungen über Israel und Gaza bestanden. Der Skandal war, daß der HAV auf Druck von Antisemiten und Zionisten den Preis nicht mehr am Ghessen verleihen wollte. |
b&b |
3 |
| 6.1.25 |
Die Universität von Bristol hatte den Soziologie-Professor David Miller wegen dessen antizionistischen Ansichten entlassen. Ein Schiedsgericht hat die Entlassung als diskriminierend verworfen, aber die Uni geht in Berufung. Gespräch mit Prof. David Miller. ¤ |
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| 12.1.25 |
"Reframe: Do boycotts against Israel work?" - Fatima Bhutto spricht mit Omar Barghouti (Mitbegründer der BDS-Bewegung). Über BDS als friedliches ziviles Mittel des Widerstands gegen die Besatzung und über die Angriffe der Zionisten gegen BDS, es sei "antisemitisch". Barghouti stellt dazu fest: die, die diesen Vorwurf erheben, sind selbst diejenigen, die den Antisemitismus anheizen wie niemand zuvor. Sie sind verbündet mit "christlichen" Rechtsextremisten und Antisemiten. Und: was ist jüdisch an einem Apartheid-System? Dieses Unterdrückungssystem als "jüdisch" zu bezeichnen, das ist wirklich antisemitisch. Israel macht alle Juden mitverantwortlich für seinen Völkermord und sagt damit. es handele sich um einen jüdischen Völkermord. Ein faschistisches Regime wie Israels Regierung hat mit Judentum nichts zu tun. ¤¤ |
A |
25 |
| 16.1.25 |
"The Full Report: Amsterdam ... Maccabi and Hooligans" - Untersuchung von Step Vaessen zu den rassistischen Krawallen israelischer Fußballnazis in Amsterdam rund um den 8.11.24, die von Israels Propaganda und den meisten Medien als "antisemitisches Pogrom" umgedeutet wurden. U.a. Filmmaterial, das belegt, daß die Gegengewalt gegen die Nazis teilweise als "false flag" von diesen selbst inszeniert wurde. Alles, um den Antisemitismusvorwurf von den realen (pro-israelischen und rechtsextremen) Antisemiten weg auf Muslime und Antizionisten umzulenken. ¤¤ |
A |
26 |
| 2.2.25 |
Von allen Sendern unbeachtet hat der Bundestag diese Woche auch eine antisemitische Resolution beschlossen, die Juden in Deutschland in Zukunft jede Israelkritik verbieten soll und an Hochschulen jede freie Debatte darüber verhindern soll. Nur bei ttt ein Beitrag, der ganz vorsichtig Kritik an dieser infamen Gleichsetzung von Israel mit dem Judentum anmeldet - dabei aber trotzdem selbst mehrmals diese Gleichsetzung betreibt. U.a. ein OT von Frau Ludwig (Ex-Brokkoli-Beauftragte), die explizit meint, beim Thema Israel gebe es keine Wissenschaftsfreiheit. |
ttt |
6 |
| 21.2.25 |
Zwei Beiträge von der Berlinale über Äußerungen, die man in Deutschland für "antisemitisch" hält, nämlich Kritik an Besatzung, Apartheid und Völkermord und Boykottaufrufe gegen ein Verbrecherregime. |
ktzt,aspekte |
zus.11 |
| 23.2.25 |
Nur beim "Listening Post" wird die skandalöse Behandlung der UN-Beauftragten Francesca Albanese durch die deutschen Behörden kurz erwähnt. Mehrere Vorträge an Berliner Unis wurden verboten, eine Ersatzveranstaltung in Räumen der Zeitung jW von Polizisten schikaniert. Und die deutschen Medien schweigen dazu genauso wie sie zur deutschen Beihilfe für Israels Völkermord schweigen. (Alles aus Angst, unter Antisemitismusverdacht zu geraten.) ¤ |
A |
2 |
| 9.3.25 |
Beitrag im "Listening Post" über die ADL (Anti Defamation League) und ihre Masche, Antizionismus systematisch mit Antisemitismus gleichzusetzen. Auch progressive jüdische Aktivisten werden als "Antisemiten" verleumdet. Die ADL lenkt damit die Aufmerksamkeit von der realen Welle des Antisemitismus ab, die in den USA vom Trump/Musk-Regime und seinen Anhängern ausgeht. Inzwischen ist die frühere Bürgerrechtsbewegung ADL selbst zu einer offen antisemitischen Organisation geworden. Im Beitrag diverse O-Töne des Faschistenfreunds Jonathan Greenblatt. ¤ |
A |
11 |
| 26.3.25 |
Israels Naziregime veranstaltet eine "Antisemitismuskonferenz", zu der es Nazis, Faschisten und Antisemiten aus ganz Europa eingeladen hat. Itamar Marcus erklärt ganz offen, daß Nazis in Israel willkommen sind, solange sie eben Israel unterstützen. ¤ |
arj |
3 |
| 31.3.25 |
Das Trump-Regime beschuldigt die Harvard-Universität des "Antisemitismus" und droht mit der Streichung von Zuschüssen. Infos aus Washington von Rosiland Jordan. - Zugleich lässt das Regime zahlreiche ausländische Studentinnen durch eine SA-artige Truppe ("ICE") verhaften. Konkrete Vorwürfe werden ihnen nicht gemacht, es geht aber meist gegen Leute, die sich an den Protesten gegen Israels Völkermord beteiligt haben. Bei CNN berichtet Shimon Prokupecz über die indische Doktorandin Ranjani Srinivasan, die den Schergen knapp entkommen und nach Kanada flüchten konnte. ¤ |
A,C | zus.10 |
| 15.4.25 |
Bei "Amanpour" eine Aufnahme vom Februar '22. Walter Isaacson spricht mit Art Spiegelman, dessen "Maus"-Comics damals in mehreren US-Bundesstaaten an den Schulen verboten wurden weil angeblich "nicht jugendgerecht". (Hat nicht direkt mit dem Thema zu tun, aber indirekt schon: die Leute, die ein antirassistisches Buch des Sohnes eines Holocaustüberlebenden verbieten, sind dieselben, die jede Kritik an ihrer Kolonie als "antisemitisch" brandmarken. - Zum Völkermord in Gaza hat Spiegelman auch einen sehenswerten Comic gemacht: "Never again ... and again ... and again ..." ) |
C | 16 |
| 23.4.25 |
Christiane Amanpour spricht mit Rabbi Sharon Brous (IKAR, Autorin von "The Amen Effect") über Trumps Angriffe auf die Hochschulen unter dem Vorwand des "Kampfes gegen den Antisemitismus". Für die Sicherheit jüdischer Studierender bringe es gar nichts, wenn man palästinensische Aktivisten abschiebt. (Daß die Proteste gegen Israel ganz wesentlich von Juden getragen werden, sagt sie leider nicht.) |
C |
11 |
| 8.5.25 |
Die ADL verkündet einen "dramatischen Anstieg antisemitischer Vorfälle" in Europa seit dem 7.10.23. Marina Rosenberg nennt als Beleg ausdrücklich Demonstrationen gegen Israels Kriegsverbrechen und behauptet, diese Proteste würden sich gegen Juden richten. Diese Aussage ist antisemitisch, da sie Israels Kriegsverbrecher zu "Juden" erklärt. |
E |
2 |
| 8.5.25 |
Bei "Markus Lanz" erklärt der (jüdische) Historiker Jason Stanley, warum das Trump-Regime faschistisch ist und er das Land verlässt. Hier nur die Stelle, wo er erzählt, daß eindeutig als Antisemiten entlarvte Trumpisten nun jüdische Student:innen, die gegen Israels Kriegsverbrechen protestieren, als "Antisemiten" beschimpfen. ¤ |
ZDF |
3 |
| 23.5.25 |
"Inside Story: Does criticising Israel amount to anti-Semitism?" - Tom McRae spricht mit Phyllis Bennis, Gideon Levy und Saba-Nur Cheema (Politologin aus Frankfurt). ¤ |
A | 28 |
| 28.5.25 |
Bei seinem Kulturkampf gegen Bildung, Aufklärung und Wissenschaft hat Donald die Universität Harvard als "Brutstätte des Liberalismus und Antisemitismus" bezeichnet. |
E |
1 |
| 4.6.25 |
Trumps "Erziehungsministerin" Linda McMahon hat bei einer Senatsanhörung zur Abschaffung der Förderung der Gleichberechtigung (DEI) zunächst ihre komplette Unkenntnis der US-Geschichte offenbart. Dann meinte sie, an den Schulen müssten "beide Seiten" der Geschichte der Sklaverei erwähnt werden. Als sie gefragt wird, ob es OK sei, einem Holocaustleugner keine Lehrerlaubnis zu geben, sagt sie: "An den Hochschulen sollte es eine Vielfalt der Ansichten geben." Abby Phillip spricht darüber mit drei Trumpisten, die wortreich den Fakt zu verwischen versuchen, daß die Ministerin da ganz offen Rassismus und Antisemitismus predigt. ¤ |
C |
12 |
| 4.6.25 |
Die pro-israelische Lobbygruppe RIAS hat eine Studie über angeblichen Antisemitismus in Deutschland vorgelegt. Die Studie setzt voraus, es gebe sowas wie "israelbezogenen Antisemitismus", und der ist dann natürlich stark angestiegen. Obwohl der Bericht von Max Kell auf die unhaltbaren systematischen Fehler der Studie hinweist, werden deren manipulative Ergebnisse zitiert, als wenn es sich um Fakten handeln würde. (Den einzigen realen Hinweis auf zunehmenden Antisemitismus könnte man aus den Wahlergebnissen der antisemitischen AFD ablesen...) Auch im Beitrag wird jede Kritik an Israels Völkermord als "judenfeindlich" verleumdet. Daß diese Zuschreibung selbst antisemitisch ist, bemerkt bei der ARD niemand. Lustig ist, daß am Anfang kurz, offenbar versehentlich, die Realität durchschimmert: eine Studentin, die meint, Angst haben zu müssen, wird als Zionistin bezeichnet. Sicher wird irgendjemand die Tagesthemen deshalb "antisemitisch" nennen. |
TT |
3 |
| 17.6.25 |
In einem Bericht über angeblich zunehmenden Antisemitismus in Europa ein OT des israelischen "Ministers für Diaspora-Angelegenheiten", Amichai Chikli. Er beschwert sich über Proteste gegen Israels Völkermord. Die friedliche Demo von 75.000 Menschen in Brüssel nennt er "gewalttätig" und behauptet, es habe dort Plakate gegeben, auf denen "jüdische Führer und Rabbiner" per Steckbrief gesucht wurden - er meint vermutlich den Kriegsverbrecher Netanjahu. (Diesen als Rabbi zu bezeichnen ist allerdings tatsächlich hochgradig antisemitisch.) |
E |
2 |
| 23.6.25 |
Die britische Regierung will die Solidaritätsbewegung "Palestine Action" verbieten und zur "terroristischen Organisation" erklären. In London protestieren Tausende dagegen. |
A,Sky |
zus.5 |
| 29.6.25 |
Zohran Mamdani, der linke Bürgermeisterkandidat für New York, tritt klar für die Rechte der Palästinenser ein. Natürlich wird er deshalb vom Nazipack als "Kommunist" und "Antisemit" verleumdet. Beim "Listening Post" ein paar Anmerkungen dazu. |
A | 2 |
| 29.6.25 |
Beim Musikfestival in Glastonbury haben die Bands Bob Vylan und Kneecap mit ihrer deutlichen Palästina-Solidarität sehr großen Anklang gefunden. Sie werden jetzt von den Medien als "beleidigend" und "antisemitisch" verurteilt und von der Regierung als Terrorpropagandisten. Anlass ist ein Sprechchor (der fast nie irgendwo gesendet wird), in dem sie fordern "Death to the IDF". (Die IDF sind eine kriminelle terroristische Bande von Kriegsverbrechern, deren Mitglieder vor ein internationales Gericht gestellt werden müssen. Die Todesstrafe ist aber auch für Massenmörder abzulehnen. Den "Tod der IDF" zu fordern, ist also nicht OK, aber es ist natürlich nicht antisemitisch. Antisemitisch ist es, diese Bande, die das Judentum in den Dreck zieht, mit Waffen zu beliefern.) Berichte bei AJE und Sky News, bei AJE Gespräch mit dem Medienwissenschaftler Prof. George McKay. Einen Tag später ein halbwegs vernünftiger Bericht bei arte. |
A,Sky,arj | zus.16 |
| 6.7.25 |
Beitrag im "Listening Post" über die "Antisemitismus"-Hetze gegen New Yorks linken Bürgermeisterkandidaten Zohran Mamdani. |
A | 2 |
| 20.7.25 |
Beitrag von Nicholas Muirhead im "Listening Post": Deutschland und die meisten Medien dort sind besessen von der Vorstellung, wegen der Verantwortung für den Holocaust sei man verpflichtet, auch Israels Völkermord mitzutragen. Journalisten, die das ablehnen, werden sanktioniert und ausgestoßen. Gegen Proteste von Unterstützern Palästinas geht die Polizei regelmäßig gewaltsam vor, und die Medien geben die Schuld dafür dann den Demonstranten. Mit dem angeblichen "Kampf gegen Antisemitismus" wird versucht, jede Kritik an Israel abzustellen. Hausdurchsuchungen in der Nacht, weil man irgendwas über einen Fluss und das Meer geschrieben hat. Diverse Beispiele für verlogene und einseitige Medienberichte, Erläuterungen von Martin Gak (Ex-DW) und Sabine Schiffer (MRI). ¤ |
A | 10 |
| 28.7.25 |
Jim Sciutto spricht mit der Genozid-Forscherin Prof. Marianne Hirsch. Sie sagt, daß sie nicht mehr an der Columbia-Universität unterrichten kann, weil deren neue Definition von Antisemitismus z.B. das Buch "Eichmann in Jerusalem" von Hannah Arendt für antisemitisch erklärt, weil Arendt darin die Gründung des Staates Israel kritisiert. Jede Erwähnung Arendts würde gegen die neuen Regeln verstoßen. Hirsch erklärt, daß man gegen Israel sein kann, ohne irgendwas gegen Juden zu haben. ¤ |
C |
7 |
| 24.8.25 |
In Frankreich ist der US-Botschafter (der verurteilte Betrüger Charles Kushner) zum Rapport bestellt worden, nachdem er in einem Brief Frankreichs Regierung verleumdet hatte und behauptet hatte, sie würde nichts gegen Antisemitismus unternehmen. |
A |
2 |
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12.9.25
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"Germany's Israel Obsession" - Film von Antony Loewenstein und Dan Davies über die deutsche Besessenheit mit Israel, die die Unterstützung für den faschistischen Siedlerstaat mit der Freundschaft zu Juden verwechselt und sich dabei insbesondere gegen jene Juden richtet, die mit Israels Verbrechen nichts zu tun haben wollen. Und die es ermöglicht, daß rechtsextreme Antisemiten (und ihre "antideutschen" Freunde) unter dem Vorwand der Israelfreundschaft linke Juden als "Antisemiten" verleumden und unter dem Signum "Nie Wieder" einen Völkermord unterstützen. - Absolut spannend und sehenswert. ¤¤¤ Am Anfang besucht Loewenstein in Dresden die Verlegung eines Stolpersteins für seine von den Hitlernazis ermordeten Großeltern. Es folgen Gespräche mit dem Menschenrechtsaktivisten Salah Said, dessen Wohnung die Polizei viermal durchsucht hat - wegen israelkritischen Tweets. Mit dem Rechtsanwalt Alexander Gorski über die Kriminalisierung von Israelkritik und die absurde Verfolgung der Parole "From the River to the Sea". Mit Udi Raz und Iris Hefets (JVP) über die Verfolgung von Juden, die gegen Israels Völkermord protestieren. Mit Candice Breitz über das Verbot einer von Juden organisierten Konferenz von Thema. Mit Amin Rjoob, dem auf Betreiben von AfD-Nazis nach einer Palästinareise der Asylstatus entzogen wurde. Mit der Menschenrechtsanwältin Melanie Schweizer, die wegen ihres Protestes gegen Israels Verbrechen Berufsverbot bekam. Die Philosophin Susan Neiman über die Erinnerung an den Holocaust, für die Deutschland 40 Jahre gebraucht hat. Inzwischen gehört das Bewusstsein, daß wir das schwerste Verbrechen der Menschheitsgeschichte begangen haben, zur deutschen Identität. Deborah Feldman sagt dazu: in Deutschland ist es der größtmögliche Skandal, den niemand überstehen kann, wenn man des Antisemitismus beschuldigt wird. Allein mit einer angedeuteten Beschuldigung kann man Jeden zum Schweigen bringen. Spannend, wenn nun ausgerechnet Nazis und Antisemiten diesen Vorwurf gegen Linke benutzen und die Belege dafür einfach erfinden. Obwohl weiterhin für fast alle tatsächlichen antisemitischen Vorfälle Rechtsextreme verantwortlich sind. Der rechtsextreme Zionist Sigmount Königsberg bestreitet das allerdings und behauptet, die meisten Angriffe auf Juden kämen von Linken und Muslimen. Linke Juden bezeichnet er als "schwarze Schafe". Antworten darauf von Emely Dische-Becker. Die Statistik wird verzerrt, seit das bloße Rufen der Parole "From the River" als antisemitischer Vorfall gilt. Dagegen taucht reale antisemitische Gewalt, z.B. der Terroranschlag von Halle, nicht in der Statistik auf. Loewenstein spricht auch mit dem Faschisten Vadim Derksen, der behauptet, die Muslime würden die Juden bedrohen. Das Problem seien also wie immer die Ausländer. Susan Neiman weist darauf hin, daß man Faschismus nicht auf Antisemitismus und den Massenmord an den Juden reduzieren kann. Dann eine Reportage von einer Protestkundgebung in Berlin gegen den Völkermord, bei der ein absurdes Polizeiaufgebot die friedlichen Demonstrantinnen schikaniert und schließlich zusammenknüppelt. Zur Begründung bezeichnet ein Polizeisprecher die Versammlung (darunter zahlreiche Juden) als "rein antisemitisch". Ein Polizist hat sich bei einem Festnahmeversuch leicht verletzt, die Hetzmedien und der CDU-Bürgermeister erfinden Märchen, der Beamte sei angegriffen worden, was durch Videos widerlegt werden konnte. Die palästinensische Journalistin Abir Kopty beklagt das Schweigen der Mehrheitsgesellschaft und sieht Parallelen zum Deutschland der 1930er-Jahre. Deborah Feldman spricht über antisemitische Beschimpfungen von pro-israelischen Nazis. Am Ende besucht Loewenstein das KZ Sachsenhausen und vergleicht die dort ausgestellte Judenhetze mit der heutigen Hetze gegen Muslime und Einwanderer. Offenbar wird das, was dort geschehen ist, heute missverstanden. Man transferiert die eigene Schuld auf die, die heute nicht dazugehören sollen. |
A
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48
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| 16.9.25 |
Markus Lanz redet mit einem SPD-Kommunalpolitiker, einer Journalistin und zwei Israel-Lobbyisten über Israels Krieg gegen Gaza. Von Lanz kommen dabei recht deutliche Bemerkungen zu Israels Kriegsverbrechen, die er aber selbst immer wieder halb zurücknimmt, weil: man dürfe ja nicht antisemitisch sein. Tatsächlich ist aber diese Gleichsetzung Israels mit dem Judentum eben genau das. |
ZDF |
19 |
| 16.9.25 |
Die ARD ändert ihr Programm, um ein Konzert zu übertragen (allerdings nicht live!). In Berlin hat man den israelischen Dirigenten Lahav Shani eingeladen, der in Belgien wegen seiner Nähe zu Israels Völkermordregime nicht auftreten durfte. Eine unbedarfte Moderatorin von ttt, ein dummbeuteliger Berliner Kulturmensch und ein rechtsextremer Staatsminister echauffieren sich wortreich über den angeblichen Antisemitismus. Dabei setzen alle drei selbst permanent Israel mit "den Juden" gleich. Lustig ist, daß dabei Israel, um das es ja eigentlich geht, niemals namentlich erwähnt wird. Was für ein bizarres antisemitisches Schmierenstück. |
ARD |
8 |
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21.9.25
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Bei "ttt" ein Beitrag über das Canceln von Künstlern wegen des Palästinakonflikts. Zunächst geht es natürlich wieder um den israelischen Dirigenten Lahav Shani, der wegen seiner Nähe zum Netanjahu-Regime nicht in Belgien auftreten durfte. Ganz schlimmer Antisemitismus! Dann werden aber auch Candice Breitz und Tomer Dotan-Dreyfus erwähnt. Die jüdischen Künstler:innen wurden ebenfalls mehrfach ausgeladen, und zwar weil sie den Völkermord verurteilen. "Uns Deutschen fällt es schwer, jüdische Stimmen zu akzeptieren, die der Staatsraison widersprechen. Die Aufregung über den Fall des Dirigenten offenbart eine Doppelmoral." Dotan-Dreyfus: "Entweder ist es antisemitisch, eine jüdische Person in Deutschland auszuladen, oder ist es nicht. Es kann nicht nur gelten, wenn die politische Meinung dieser Person so und so ist. Das ist an sich antisemitisch, würde ich sagen. Das heißt, von jüdischen Personen wird eine bestimmte politische Meinung erwartet. Und das ist an sich schon antisemitisch." ¤ |
ttt
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6
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| 5.10.25 |
Bei "ttt" ein komplett durchgeknallter Beitrag über eine angebliche Welle des "linken Antisemitismus". Teilweise frei erfundene Geschichtchen, die bekannten Verdrehungen, die übliche (antisemitische) Gleichsetzung von Israel mit "den Juden", haltloses Geschwafel von Eva Illouz. Kein Wort darüber, was denn wohl diese Welle ausgelöst haben könnte. (Obwohl Illouz kurz davor ist, es zu verstehen: sie benennt Israels Siedlerkolonialismus, der vorhat, die Einheimischen zu vernichten. Was an diesem "Framing" falsch sein soll, sagt sie nicht.) Jutta und Volker dürfte der Quatsch gefallen haben. |
ttt | 8 |
| 6.10.25 |
Beim rechtsextremen Deppensender "Welt" erst ein Beitrag über eine Erhebung der zionistischen Propagandaabteilung "RIAS" über eine "gewaltige Zunahme von antisemitischen Protesten" in Deutschland. Dann reden zwei Journalistensimulanten mit dem antisemitischen Beauftragten Felix Klein. Falls der zwischenzeitlich mal irgendwann vernünftige Gedanken geäußert hatte, hat er das wieder vergessen. Er hält 90 % der Bevölkerung für Antisemiten. Unklar, ob man die alle einsperren, ausweisen oder besser gleich vergasen sollte. |
W |
8 |
| 21.10.25 |
Milo Rau macht als Leiter der Wiener Festwochen hochpolitisches Theater. Daß er dabei auch deutlich gegen Israels Völkermord Stellung bezieht und sogar linke jüdische Intellektuelle dazu einlädt, wird ihm nun vorgeworfen - obwohl Rau ebenso deutlich auch den Terror der Hamas verurteilt und einen Kulturboykott ablehnt. Man wirft ihm - unglaublich! - "Israelfeindlichkeit" vor, und Leute, die offenbar keine Ahnung haben, wovon sie reden, meinen, ausgerechnet Milo Rau erklären zu müssen, was (k)ein Völkermord sei. ¤ |
ktzt | 9 |
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13.11.25
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Ein Beitrag über reale antisemitische Vorfälle in Deutschland (meist von rechten Tätern) und über den Missbrauch des Antisemitismusvorwurfs (ebenfalls meist durch Rechte), um Kritik an Israel zu verleumden. Der "Antisemitismus- Beauftragte" kommt ins Stottern, als er erklären soll, warum der Vorwurf des Völkermordes antisemitisch sein soll. Ein Vorwurf, den Völkerrechtler, Menschenrechtler und Genozidforscher erheben. Wegen der absurden Antisemitismusvorwürfe werden immer wieder Veranstaltungen (u.a. von Amnesty) verhindert. Selbst Kenneth Stern, von dem die proisraelische Antisemitismusdefinition stammt, geht deren inflationärer Gebrauch inzwischen zu weit: dieser schade dem Kampf gegen den Antisemitismus. Der israelische Botschafter und Faschist Prosor hetzt nun auch ausdrücklich gegen jüdische Wissenschaftler (u.a. Omer Bartov und Meron Mendel) und bezeichnet sie als Antisemiten, gemeinsam mit den rechten Hetzern vom Springer-Verlag. Zugleich verdichtet sich das Bündnis zwischen den israelischen und den europäischen Nazis. (Ich habe das hier irgendwann mal prophezeit.) ¤ |
Panorama
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16
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| 4.12.25 |
Die Nahost-Korrespondentin der ARD, Sophie von der Tann, hat einen Medienpreis erhalten. Weil sie sich in ihren Berichten nicht komplett an die Vorgaben von Israels Propaganda hält, wurde ihr von Israels Botschafter, dem Faschisten Prosor, und anderen Israel-Lobbyisten wiederholt "Juden- und Israelhass" vorgeworfen. Ein paar "Antideutsche" protestieren gegen die Preisvergabe und bezeichnen die ARD als "Pressestelle der Hamas". Wenigstens diesmal weist die ARD die maßlose und unbelegte Kritik zurück. (Außerdem ist Prosors Hetze natürlich auch antisemitisch, weil sie Israel und Juden gleichsetzt.) |
TT | 2 |
| 15.12.25 |
Nach dem Terroranschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney. Bei AJE und CNN Gespräche mit Antony Loewenstein. Über den Anschlag, über Antisemitismus in Australien, über die infame Unterstellung, die friedlichen Proteste (auch von zahlreichen Juden) gegen Israels Völkermord hätten etwas mit Antisemitismus zu tun. ¤¤ Auch PressTV distanziert sich deutlich vom antisemitischen Terror und macht für diesen (zurecht) die Gleichsetzung von Judentum und Zionismus durch das Apartheid-Regime verantwortlich. |
A,C P |
zus.15 4 |
| 21.12.25 |
Beitrag beim "Listening Post" über die endlose bösartige Verwechslung von Antizionismus mit Antisemitismus, zuletzt im Gefolge des Terroranschlags auf Juden in Sydney. Nicht der Widerstand gegen Israels Faschismus ("Globalize Intifada") stellt eine Gefahr für Juden dar, sondern die Gleichsetzung von Israel und Judentum. O-Töne der antisemitischen Propaganda von Israels Regime und den Murdoch-Medien, Antworten darauf u.a. von Ori Goldberg und Antony Loewenstein. ¤ |
A | 11 |
| 17.1.26 |
In Leipzig demonstrieren Linke gegeneinander. Die Einen für Palästina und gegen Völkermord, die Anderen für den Nazistaat und gegen "Antisemitismus". |
TS |
2 |
| 19.1.26 |
Bei "Spiegel-TV" eine Reportage von den beiden linken Demos in Leipzig (die Einen für Palästina und gegen Völkermord, die Anderen für den Nazistaat und "gegen Antisemitismus"). Es wird deutlich, daß es - wie üblich bei Linken - auf beiden Seiten reichlich Spinner und Sektierer gibt. |
Sp-TV | 6 |
| 22.2.26 |
Bei der Berlinale hat der Regisseur Abdallah Alkhatib in seiner Dankesrede die Komplizenschaft der Bundesregierung beim Völkermord in Gaza verurteilt. Der anwesende Umweltminister (von dem kein Mensch jemals zuvor etwas gehört hat) rennt aus dem Saal, die CSU keift von "abstoßenden Szenen", die Tagesschau spricht von "Eklat" und meint damit die Rede von Alkhatib. |
TS | 1 |
| 25.2.26 |
Der recht extreme Kulturminister Weimer will die Leiterin der Berlinale, Tricia Tuttle, entlassen. Ein Grund wird offiziell nicht genannt, aber es geht offenbar darum, daß der Syrer Abdallah Alkhatib für seinen Film "Cronicles From the Siege" einen Preis bekam und Tuttle bei der Preisverleihung anwesend war. Die Rede von Abdallah Alkhatib wurde für "antiisraelisch" erklärt, weil er darin die Komplizenschaft der Bundesregierung beim Völkermord in Gaza verurteilt hat. Bei "kulturzeit" stellt Tom Tykwer dazu fest, daß die Berlinale durch solche Eingriffe zum Kasperletheater wird. Wer will denn da noch Filme hinschicken, wenn jeder "Fehltritt" zur Köpfung führt. Springers rechtsextremer Hetzsender "Welt" haut ganz tief in die Kerbe und bezeichnet die Preisverleihung als "Antisemitismus-Eklat" und "Foto-Eklat mit Pali-Tüchern". |
ktzt,W |
zus.3 |
| 26.2.26 |
Nach der Rücktrittsforderung von Kulturminister Weimer gegen Berlinale-Chefin Tuttle gibt es eine große Welle der Solidarität für Tuttle und Rücktrittsforderungen an Weimer. Tuttle bleibt nun doch erstmal im Amt. Die Berichte bei der ARD sind um Neutralität bemüht, wiederholen aber das Märchen, es habe bei der Berlinale einen "Eklat" gegeben. OT von der CDU und vom "Antisemitismusbeauftragten", die den Völkermord in Gaza leugnen und die Kritik an Israel als antisemitisch verleumden. (Die darin implizierte Gleichsetzung von Israel und Judentum ist allerdings tatsächlich antisemitisch.) Bei "kulturzeit" ein guter Bericht über den Angriff der Bundesregierung auf die Meinungsfreiheit, und Gespräch mit der Filmkritikerin Katja Nicodemus ("Die Zeit"). Sie spricht u.a. die Hetzkampagne der Springermedien an. Leider keine deutliche Kritik am offensichtlich völlig unfähigen (und nebenbei recht extremen) Minister. (Schöner Text dazu von Sebastian Frenzel.) ¤ |
TS,TT,ktzt
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zus.19
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