Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

 Trumps Gerede #4 / Endphase                                                                                                      

Von Trump findet sich Vieles unter USA. Das Meiste sind live-Mitschnitte.       

 Trump #1
 Trump #2
 Trump #3

   (letzter Eintrag 22.10.20)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
     DVD Trump #71    
8.9.20

Elmar Theveßen ist bei "Markus Lanz" (zugeschaltet aus Washington) und schildert die jüngsten Ereignisse. Über Donalds abfällige Bemerkungen über getötete Soldaten. Über die schwarze NFAC-Miliz, die vor allem aus Ex-Soldaten besteht, die sich den Nazi-Milizen entgegenstellen wollen. Über Trumps Aufforderung zum Wahlbetrug, dazu ein OT aus Wilmington (N.C.), mit dt. UT, wo Donald sehr klar seine Anhänger aufruft, doppelt abzustimmen. Über Szenarien des Chaos nach der Wahl: wenn Trump sich weigert, das Wahlergebnis anzuerkennen, wird es Gewalt und Bürgerkrieg geben. Über Wahlkampfveranstaltungen als Corona-Hotspots. Und über Nawalny und Trumps Zurückhaltung gegenüber Russland.  ¤

ZDF 17
9.9.20

CNN veröffentlicht Mitschnitte von Telefongesprächen, die Bob Woodward mit Donald geführt hat. Im ersten, Anfang Februar, gibt Donald zu erkennen, daß er sich bereits damals über die Gefährlichkeit des Coronavirus im Klaren war. In einem weiteren Gespräch zwei Monate später sagt er ausdrücklich, er wolle die Gefahr kleinreden, damit keine Panik entsteht. Genau das hat er getan, und damit schätzungsweise 150.000 Menschenleben unnötig geopfert. (Im Vergleich zum Pandemieverlauf in Ländern wie Südkorea oder Deutschland.) Heute bei seiner PK hat er das nochmal bestätigt: er habe keine Panik erzeugen wollen. - Bei CNN Thema des Abends. Hier zwei Berichte mit diversen O-Tönen (u.a. von seiner blonden Sprechroboterin.) Bei AJE Infos von Mike Hanna, darin u.a. eine Reaktion von Joe Biden. Berichte auch bei der BBC. Bei den deutschen Sendern bis zum Morgen nichts.  ¤¤

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9.9.20

Live-OT: Presseerklärung im Weißen Haus. Donald verkündet, wie stolz er darauf ist, zwei Faschisten als Oberste Richter eingesetzt zu haben und daß er so verhindert habe, daß Abtreibungen legal werden, die Todesstrafe abgeschafft und "Gott" aus der Verfassung gestrichen würde. Er gibt eine Liste von 20 weiteren Faschisten bekannt, die er nominieren will und liest alle 20 Namen vor. - Dann Fragen. Auf seine Äußerungen zu Corona angesprochen bestreitet er diese nicht, sondern wiederholt, er habe keine Panik erzeugen wollen. Und behauptet mal wieder, im Vergleich zu anderen Ländern hätten sie einen "amazing job" gemacht. (Man kann das nur noch so interpretieren, daß er möglichst viele Corona-Tote haben wollte und will. Diesen Job hat er tatsächlich gut hinbekommen.) Und er erklärt ernsthaft, das beweise, daß man ihm vertrauen könne.

C 14
9.9.20

 

Chris Cuomo: Die hässliche Wahrheit. Unser Präsident wußte, daß Corona viel schlimmer ist als er uns erzählen wollte. Er hat gelogen. Er hat andere gedrängt, zu lügen. Nur weil er glaubte, das sei besser für ihn. Er wußte daß das Gespräch aufgezeichnet wird. Es war also OK für ihn, daß wir erfahren würden, daß er uns angelogen hat. - Cuomo spricht mit Dr. Ashish Jha, der schätzt, daß, wenn die Regierung nicht gelogen und den ganzen Monat Februar verloren hätte, bis zu 90 Prozent der Todesopfer hätten vermieden werden können, schätzungsweise 100.000 bis 170.000 Menschen.  ¤¤

Don Lemon: Der Präsident hat euch betrogen. Er hat euch wissentlich und willentlich angelogen. In den vier Wochen nach der aufgezeichneten Unterhaltung hat er sechs Wahlkampfveranstaltungen abgehalten, mit tausenden Leuten, in geschlossenen Räumen, ohne Masken. Eine umfassende Sammlung von O-Tönen aus den Monaten danach, wo er immer wieder öffentlich alles geleugnet hat, was er privat am Telefon zugegeben hat. Lemon erinnert an einige der Gestorbenen. Es hätte nicht so kommen müssen, wenn der Präsident öffentlich das gesagt hätte, was er privat am Telefon gesagt hat. Der Präsident hat euch betrogen, er hat uns alle betrogen.  ¤¤

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9.9.20

Chris Cuomo spricht mit Tom Friedman über seinen Artikel "The Politics of Humiliation" (in der NYT). Trumps Anhänger folgen ihm nicht wegen seiner Ansichten sondern wegen seiner Attitüde. Trumps Teflonschicht besteht aus Dreck: wenn du mit Dreck bedeckt bist und man wirft noch mehr Dreck auf dich, bleibt nichts davon hängen.  ¤

C 9
9.9.20

Chris Cuomo spricht mit Peter Strzok (Ex-Chef der FBI-Gegenspionageabteilung) über Details aus seinem neuen Buch "Compromised - Counterintelligence and the threat of Donald J. Trump".  ¤

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9.9.20

Don Lemon spricht ausführlich mit Michael Cohen, früher Donalds persönlicher Anwalt, dessen Buch "Disloyal" gerade erschienen ist. Wie kommt es, daß Donalds Leute seine Lügen mittragen? Cohen beschreibt die Trump-Organisation als Sekte. Das ganze Weiße Haus ist eine Sekte. Donald ist der Sektenguru, und die Leute tun was er sagt. (In einem der Gespräche mit Woodward erwähnt Donald "Kool-Aid", die Todesdroge der Jonestown-Sekte, und findet das lustig.) Donald wird sein Amt niemals friedlich abgeben. Wenn er von "twelve more years" redet meint er das ernst. Der macht keine Witze.  ¤

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10.9.20

Weitere Berichte über Donalds Geständnis, daß er die Coronagefahr absichtlich verharmlost hat. Auf deutsch nur im ZDF ein guter Bericht von Ines Trams. Bei der ARD nichts.

A,ht,hj zus.6
10.9.20

Live-OT einer PK im Weißen Haus. (CNN zeigt wieder nur die Fragerunde am Ende.) Es geht weiterhin darum, warum er Corona verharmlost hat. Er wundert sich, daß Bob Woodward seine Aufzeichnungen nicht sofort veröffentlicht hat, und redet ansonsten viel wirres Zeug, ohne irgendwie zuzugeben, daß er etwas falsch gemacht hat. Wenn ihm nichts mehr einfällt fängt er von vorne an. Auf alle Fragen immer nur die tausendmal wiederholten Standardsätze, "we have done a great job" usw., und Lügen, z.B. daß in Europa alles viel schlimmer sei. - Dann noch eine Frage zu den Ermittlungen gegen Ex-Regierungsbeamte. Dabei zählt er auf, welche Talkshows er alle gestern Abend auf Fox News geguckt hat.

Und ein kurzer OT von einem Wahlkampfauftritt in Freeland (Michigan), bei dem praktisch niemand eine Maske trägt. Er vergleicht seine Rolle im Kampf gegen Corona mit der von FDR und Churchill im zweiten Weltkrieg. (Kein Witz!)

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10.9.20

 

Chris Cuomo: Donald setzt offenbar bewußt gerade seine eigenen Anhänger der Corona-Ansteckung aus. Er behauptet, er habe keine Panik verbreiten wollen, tut aber genau das, wenn er den Leuten Angst vor Biden und seinen schrecklichen Linksextremisten macht.  ¤

Don Lemon: Donald spielt die Gefahr herunter und wir bezahlen den Preis. Obama hat 2015 vor genau dieser Situation gewarnt. Seine Vorkehrungen hat Donald wieder abgeschafft. Und Donald lügt weiter über seinen "great job" und daß die Lage in Europa viel schlimmer sei. Ein paar Fakten dazu. In Frankreich am Mittwoch 35 Tote, in Italien 14, in Spanien 34, in den USA: 1206. (Proportional ist das in Europa zwischen 1/20 und 1/5 der US-Zahlen. In Deutschland waren es weniger als 10, proportional ca. 1/50.) - Dann zum Thema "Panikmache" ein OT von Donalds heutigem Auftritt in Freeland, wo er den Leuten Angst vor der "Anteefa" macht, die ihre Häuser plündern will. Und zu Donalds TV-Konsum. Wer außer Donald hat soviel Zeit, Fernsehen zu gucken? "Wenn ich soviel TV sehen würde, wo sie ständig erzählen, wie toll ich bin, würde ich es irgendwann auch glauben."  ¤¤

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11.9.20

 

Live-OT: Donald hält in Shanksville (Pennsylvania) eine Ansprache zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge vor 19 Jahren. Komplett vom Prompter abgelesen, ohne eigene Zufügungen zum Text seines Ghostwriters. Ein Text, der großenteils nicht seinem Wortschatz entspricht. Diesmal aber keine Versprecher, nur beim Vorlesen von Personennamen kommt er ins Stottern. Die Pausen setzt er regelmäßig an den falschen Stellen. Sein Versuch, andächtiges Pathos auszudrücken, führt eher zum Einschlafen. Um dies zu vermeiden unbedingt mit doppelter Geschwindigkeit anhören. (Gott, was für ein schlechter Redner!)

Live-OT: im Oval Office gibt Donald bekannt, daß auch Bahrain Beziehungen zu Israel aufnimmt, nach Vermittlung seiner Regierung. "Es geschehen Dinge im Mittleren Osten, von denen niemand geglaubt hat, daß es überhaupt möglich sein könnte daran zu denken." Außerdem lobt er den saudischen "König", ein "großartiger Gentleman, der viel für den Kampf gegen der Terror gemacht hat". Ein paar Minister und Berater stehen daneben wie dumme Schuljungen und dürfen anschließend dem großen Führer huldigen und ihm für seine "great leadership" danken, zuerst Jared, dann Mike. Dann hat sich AJE ausgeklinkt, CNN schon ein paar Minuten eher.

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11.9.20

Der Tageskommentar von Don Lemon: es war keine gute Woche für Donald Trump. Sein Geständnis, daß er Corona herunterspielt, "um keine Panik zu erzeugen". Der Unmut über seine Beleidigung von gefallenen Soldaten. Wie reagiert er? So wie immer: er geht zu Fox News und verbreitet neue schmutzige schwachsinnige Lügen über seinen politischen Gegner Joe Biden. Lemon spielt diese O-Töne diesmal bewußt nicht ab, um den Müll nicht weiterzuverbreiten. Er hat über 20.000 mal gelogen, nur um wiedergewählt zu werden, und die Medien rennen jedem Quatsch hinterher, wie die Katze dem Laserpointer. Er stellt Bidens Geisteszustand infrage. Statt auf diesen Dreck einzugehen lieber nochmal ein Parade von O-Tönen aus Donalds Reden, wenn er über Dinge redet, von denen er keine Ahnung hat, und wenn er vor allem seine Fehler nicht bemerkt und nicht korrigiert. (Zwei Minuten, teilweise sehr witzig.) Und der hat die Nerven, Joe Biden zu kritisieren?  ¤¤

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11.9.20

Seit Amtsantritt war Donald etwa 300 mal zum Golfspielen. Weil die Mitspieler sich meist nicht sehen können, lebt dieses Spiel vom Vertrauen. Das mißbraucht Donald: weil er unbedingt gewinnen will, schummelt und betrügt er auch beim Golfen regelmäßig. Das beschreibt der erfahrene Golfer Rick Rilley in seinem neuen Buch "Commander in Cheat - How Golf explains Trump".

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     DVD Trump #72    
12.9.20

Ein Beitrag über die Welt aus der Sicht von "Fox News", die offenbar direkt auf das einwirkt, was Donald von sich gibt. Einige frappierende Beispiele.

C 4
12.9.20

Kurzer Live-OT von Donald auf dem Flughafen von Minden (Nevada), wo er anschließend vor Anhängern spricht (wieder ohne Masken und ohne Abstände). Das übliche substanzlose Gerede über phantastische Fortschritte und tolle Umfragen und Joe Biden im Keller.

C 3
13.9.20

Brian Stelter ("Reliable Sources") zählt eine lange Liste von Donalds Falschbehauptungen des Wochenendes auf. Dann nochmal ein OT von der PK am 10.9, als Jonathan Karl (ABC) ihn fragte, warum er die Öffentlichkeit über Corona belogen hat. Wie zu erwarten hat er die Frage als "Schande" zurückgewiesen, und dann eben doch zugegeben, er habe "keine Panik" verbreiten wollen. (Beim Live-OT war die Antwort ganz am Anfang, die Frage fehlte.) Gespräch darüber mit Jonathan Karl.

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13.9.20

Donald hält erneut eine Wahlkampfveranstaltung in einer geschlossenen Halle ab, ohne Abstandhalten und mit sehr wenig Masken, diesmal in Henderson (Nevada). Dort sind Versammlungen von mehr als 50 Personen verboten. Ein paar Bilder von der Coronaparty.

C 1/2
13.9.20

Ein kurzer OT aus Donalds Rede in Minden (Nevada). Donald erklärt, die Ursache der Waldbrände im Westen der USA sei "schlechtes Waldmanagement".

C 1
14.9.20

Im Westen der USA wüten über 100 große Waldbrände. Donald ist zu Besuch in Kalifornien. Bei einem Treffen mit Lokalpolitikern wird er auf die Erderwärmung angesprochen. "Es wird bald wieder kühler", die Wissenschaft wisse davon nichts. Und grinst dabei. Joe Biden reagiert darauf: man dürfe diesem Klimabrandstifter nicht noch vier Jahre Zeit geben. - Ein Bericht bei CNN ("Donald Trump the non-science guy"), und die Donald-O-Töne zusammengestückelt bei CNN, Sky News und RTL.  

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C,Sky,R

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14.9.20

 

Chris Cuomo: während jeder sehen kann, was offensichtlich ist, greift der Präsident die Wissenschaft an. Es werde bald wieder kühler, und die Wissenschaft habe davon keine Ahnung. WTF. Er will nicht, daß wir der Wissenschaft trauen. Ein neuer OT von Bob Woodward: während Donald im April Corona öffentlich verharmlost hat, hatte er selber Angst, krank zu werden. Jetzt hat er einen Klimaleugner zum Chef der NOAA (Klimaforschungsagentur) gemacht. 

Don Lemon: Mitten in der Pandemie hat Donald schon wieder eine Wahlkampfveranstaltung abgehalten, in Phoenix (Arizona), hunderte Leute im Saal, ohne Abstand, ohne Masken. Er riskiert die Gesundheit dieser Leute, nur um so tun zu können, als sei alles wieder normal. Und dazu seine Plattitüden: alles fantastisch, alles wird großartig, gute Dinge passieren. Donald ignoriert die Realität der Pandemie, der Waldbrände, der Klimakrise. Was ihm dazu einfällt (bei Woodward, OT): die Märkte erholen sich. Joe Biden sagte heute: die Folgen der Erderwärmung sind keine Parteipolitik - das ist Wissenschaft. Aber dieser Präsident hat keinen Respekt für die Wissenschaft, wie er heute in Kalifornien wieder gezeigt hat.  ¤

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15.9.20

Live-OT: Donald am Kamin erst mit dem Außenminister der UAE, dann mit Netanjahu. Bibi lobt Donald in den höchsten Tönen.

Live-OT: Donald hält zur Unterzeichnung des Abkommens von Israel mit den UAE und Bahrain eine Ansprache vom Balkon des Weißen Hauses, die durch die Beifallsstürme des Publikums eher den Charakter einer Wahlkampfrede erhält. Viel Unsinn über "Frieden und Wohlstand". Kein Wort über Palästina. Dann redet noch Bibi, dann Mr. Bean der Außenminister der Emirate, dann Chico Marx der Außenminister von Bahrain. Dann gemeinsame "feierliche" Unterzeichnung des Abkommens.

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15.9.20

Bei einer "Townhall" (ein öffentliches Gespräch mit einigen Bürgern) des Senders ABC wurde Donald heute gefragt, warum er die Gefahr der Pandemie heruntergespielt hat. Er sagt, er habe sie nicht heruntergespielt, im Gegenteil, "in many ways I up-played it". (OT) Erin Burnett nimmt das im Detail auseinander, belegt mit Beispielen, wie er die Gefahr immer wieder heruntergespielt hat, was er ja bei Bob Woodward auch ganz offen zugegeben hat. (Das Wort "to up-play" hat er übrigens extra heute erfunden.)

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15.9.20

In einem Telefongespräch bei "Fox News" hat Donald gesagt, er habe 2018 die Ermordung von Syriens Präsident Assad gewollt, aber Kriegsminister Mattis sei dagegen gewesen. Damals im September '18 hatte er Angaben darüber als "totale Fiktion" bezeichnet. Meldung mit beiden O-Tönen.

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15.9.20

Elmar Theveßen ist bei "Markus Lanz" (zugeschaltet aus Oklahoma) und erklärt ausführlich die jüngsten Ereignisse: Donalds Umgang mit den Waldbränden, die Woodward-Interviews, wo Donald offen erklärt hat, daß er die Corona-Gefahr herunterspielt (OT-Auszüge davon), obwohl er schon im Januar sehr genau darüber bescheidwusste, Donalds Auftritte vor Leuten ohne Masken, Donalds Hetze gegen die Presse, seine Gedankenspiele, er wolle noch mehr als vier Jahre regieren (OT) und die Befürchtungen, daß die Wahl zu einem Bürgerkrieg führen wird.  ¤

ZDF 17
15.9.20

Don Lemon: Weitere Ausschnitte aus der ABC-Townhall, wo Donald unerwartet mit der Realität konfrontiert wurde und dabei sehr dünn wurde. Lustig: er redet davon, die Leute würden eine "Herdenmentalität" entwickeln. Er meint natürlich die Herdenimmunität. Interessant daran ist, daß er denselben Fehler schonmal gemacht hat (am 1.4.20), und ihn offenbar danach niemand aufgeklärt hat. Dann weitere Stücke aus den Gesprächen mit Bob Woodward, die belegen, daß er selber sehr genau über das Virus bescheidweiß, aber andere wissentlich dem Risiko aussetzt. Seine Anhänger tragen bis heute bei seinen Auftritten keine Masken, heute bei der Vertragsunterzeichnung im Weißen Haus trugen nur die Hälfte der Leute eine Maske, und das waren fast alles Mitglieder der ausländischen Delegationen. Joe Biden sagte heute: die Wissenschaft weiß es (Klimawandel, Corona). Und der Präsident weiß es auch. Er will nur nicht, daß ihr es wisst. - Noch ein OT von der Townhall. Auf die Frage: wann war für uns Schwarze Amerika jemals "great"? redet er seinen üblichen Bullshit - die Frage beantwortet hat er nicht.  ¤

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16.9.20

 

 

 

Live-OT: Pressekonferenz von Donald. CNN zeigt nur die Fragestunde und verpasst dabei fast den Klopfer des Tages: Donald wird zu einer Äußerung von CDC-Chef Dr. Redfield befragt, der heute (bei einer Senatsanhörung) erklärt hat, einen Impfstoff für die breite Öffentlichkeit werde es erst Mitte 2021 geben. (Er sagte außerdem, selbst dann werde eine Maske der bessere Schutz gegen eine Corona-Infektion sein.) Donald ist offensichtlich überrascht und meint, der Doktor habe sich geirrt und habe wohl die Frage falsch verstanden. Und er behauptet, er habe darüber bereits mit dem Doktor gesprochen - man kann zusehen, wie er sich dieses Märchen gerade ausdenkt. Er wiederholt mehrfach, es werde den Impfstoff noch dieses Jahr geben. Erst eine halbe Stunde später wird er nochmal nach der Sache mit den Masken gefragt und ist offensichtlich erneut völlig überrascht, er hört das eindeutig zum ersten Mal und fragt nach, sagt dann aber nochmal exakt dasselbe: der Doktor hat sich geirrt, er hat die Frage falsch verstanden, ich habe auch darüber mit ihm geredet. Interessant, einer Lüge im Moment des Entstehens zuzusehen.

Dazwischen, ohne danach gefragt worden zu sein, erzählt er nochmal sein Märchen über einen Betrug bei der Briefwahl und wiederholt dabei jeden Satz etwa fünfmal. Die Briefwahl sei die größte Gefahr für die Demokratie, und einige Gouverneure, namentlich der von Nevada, würden da ganz üble Dinge planen. - Auf eine Frage von Kaitlan Collins zu Bob Woodward erzählt er, er habe dessen Buch letzte Nacht gelesen, und es sei sehr langweilig. (Keine Bilder!) Aber was er (Donald) dort sage, seien sehr gute Dinge. Dann sehr ausführliches Selbstlob weil er "Frieden im Nahen Osten" gestiftet habe. (Auch danach war er nicht gefragt worden.) 

Am Ende wird er nochmal gefragt, wie die Leute ihm trauen sollen, wenn er seinem eigenen Experten widerspricht. Er reagiert deutlich erbost, wiederholt sein Märchen, der Doktor habe die Frage falsch verstanden, und die andere Frage auch, und überhaupt haben wir einen tollen Job gemacht, all die Ventilatoren, niemand hat gedacht, daß wir so einen tollen Job machen können, und die Leute mögen die Masken nicht, und die Medien sind gegen den Impfstoff. Dann noch eine Frage und Schluß.  ¤

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16.9.20

 

Berichte von Erin Burnett und Mike Hanna über Donalds offenen Widerspruch zu den Aussagen seines wichtigsten Corona-Experten, dem Chef des CDC, Dr. Redfield. Dessen Aussagen sind sehr klar und deutlich und ohne Raum für irgendwelche Mißverständnisse. Trotzdem behauptet Donald, der Doktor habe gleich zweimal "die Frage nicht verstanden". Dr. Redfield hat das Gleiche auch schon im Juli gesagt (OT). 

Auf deutsch am nächsten Tag nur bei Euronews ein Bericht. Daraus geht hervor, daß das eigentliche Thema von Donalds PK seine Ankündigung war, es werde noch im Oktober einen Impfstoff geben, der dann breit verteilt werde. Dahinein platzte dann die für Donald unerwartete und unerwünschte Info, daß am selben Tag der Chef der Seuchenbehörde etwas völlig anderes erklärt hat: es wird vielleicht bald einen Impfstoff geben, aber es dauert noch mindestens ein halbes Jahr, bis dieser für alle verfügbar sein wird.

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16.9.20

Auch CNN berichtet darüber, daß Donald gesagt hat, er habe vor zwei Jahren Syriens Präsidenten ermorden lassen wollen. Ein Interview darüber mit der Sprecherin des Außenministeriums, Morgan Ortagus, die aber keine Ahnung hat und mit sehr viel Worten nichts sagt. Und ein OT von Kushner, der erklärt hat, das Ermorden ausländischer Staatsoberhäupter könne wieder zur offiziellen Politik der USA werden.

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16.9.20

Anderson Cooper kommentiert sehr bitter Donalds Umgang mit der Pandemie. Fast 200.000 Tote, jeden Tag 1200 mehr, und er hört nicht auf, sich für seinen "großartigen Job" zu loben. Während sein Doktor sehr deutlich über die Realität, über die Wichtigkeit von Schutzmasken spricht, meint Donald, der Doktor habe die Frage falsch verstanden. Wenn er wirklich heute mit dem Doktor telefoniert hat, sagt er aber nichts darüber, was der Doktor ihm geantwortet hat. Und redet selber wieder dummes Zeug über Masken. Dr. Redfield hat inzwischen per Tweet seine Aussagen wiederholt.  ¤

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     DVD Trump #73    
16.9.20

 

Der Tageskommentar von Don Lemon: es macht mich krank, jeden Tag die neuen Totenzahlen zu verkünden, und zu sehen, daß kaum etwas dagegen getan wird. Das ist alles so unsinnig, so unnötig, so viel Leid, so viel Zeitverschwendung. - Weil Dr. Redfield die Wahrheit gesagt hat, wirft Donald ihn unter den Bus, fährt nochmal rückwärts und überfährt ihn nochmal. Nochmal konzentriert die entscheidenden O-Töne von heute. Dr. Redfield hat sich nicht irgendwie verwirrt angehört.  - Dann hat Donald heute gesagt, die Coronazahlen seien gar nicht so hoch, und wenn man die "Blue Staates" (also die, wo er nicht gewählt wurde) herausrechne, sei die Zahl noch viel besser. Die Toten in den "Blue States" kümmern ihn anscheinend nicht. Nebenbei sind diese Zahlen nicht aktuell. Inzwischen sterben die meisten Leute in den "Red States". - Donald will in allem der "Anti-Obama" sein. Ein OT von Obama von 2004 (wehmütige Rückenschauer) bestätigt das: Es gibt kein "Linkes Amerika" und kein "Konservatives Amerika", es gibt nur die Vereinigten Staaten von Amerika. Donalds Haltung ist nicht nur falsch, sie ist unamerikanisch.  ¤¤

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17.9.20

Ein Beitrag über Donalds erratische Außenpolitik, seine Flirts mit Despoten und seine Affronts gegen Verbündete. Marietta Slomka spricht darüber mit Madeleine Albright, die ihre Kritik an Donald sehr diplomatisch ausdrückt.

hj 10
17.9.20

 

 

Ausschnitte aus zwei heutigen Reden von Donald. Bei einer Rede im Nationalarchivmuseum in Washington ruft er zu einer "patriotischen Erziehung" auf. Unterricht über die Geschichte von Sklaverei und Rassismus sei "linke Indoktrination". Mit solcher "Propaganda" (er nennt ausdrücklich den Historiker Howard Zinn) sollten die Schüler dazu gebracht werden, "sich für ihre eigene Geschichte zu schämen". Die Critical Race Theory sei "eine marxistische Doktrin, die Amerika als verdorben und rassistisch darstellt". Die Parolen der Linken auf den Straßen würden der "Propaganda unserer Feinde" ähneln. (Die Frage ist: wer hat ihm diese üble Demagogie aufgeschrieben? Seine eigenen Worte sind das nicht. Von Howard Zinn hat er noch nie etwas gehört.)  ¤

Dann noch O-Töne von einem Wahlkampfauftritt in Mosinee (Wisconsin), wieder ohne Masken und ohne Abstände. Er freut sich, daß er für den Friedensnobelpreis nominiert worden ist und lästert über Obama, der selber nicht gewußt habe, wofür er den Preis bekam. Donald glaubt, er selbst solle ihn wegen Kosovo erhalten. Dann lästert er noch derbe über den "dummen" Bürgermeister von Portland.

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17.9.20

Der Tageskommentar von Don Lemon: Biden nennt Donalds Umgang mit dem Virus "beinahe kriminell" und greift ihn auch sonst recht munter an (O-Töne von der heutigen CNN-Town-Hall mit Biden). Weitere OT-Ausschnitte von Donalds Rede im Museum, mit derber demagogischer Hetze gegen "linke Radikale". Er verbreitet Angst und Schreckensbilder. Er will nicht, daß über die US-Geschichte geredet wird und nennt die Aufklärung darüber "toxische Propaganda, ideologisches Gift". Solche Worte haben eine Wirkung. Sie produzieren Negativität und Angst. Seine Strategie ist es, das Land zu spalten, und irgendwie glaubt er, damit werde er die Wahl gewinnen.  ¤

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18.9.20

 

 

 

 

Die Richterin beim Supreme Court, Ruth Bader Ginsberg ist mit 87 Jahren gestorben. Sie war eine engagierte Verfechterin der Frauenrechte, sie hat als exzellente Juristin hohes Ansehen quer zu den politischen Lagern genossen, für sehr Viele, vor allem für Frauen, hatte sie den Status eines Rockstars. Am Abend versammeln sich Tausende von Trauernden vor dem Gebäude des Supreme Court in Washington. Ginsberg war eine von vier liberalen Richter*innen, gegen inzwischen fünf Rechte. Trump hat angekündigt, er werde noch während seiner Amtszeit einen Nachfolger nominieren. Als Obama dieses in seinem letzten Amtsjahr (2016) tun wollte, haben die Republikaner eine neue Regel eingeführt, nach der das nicht möglich ist. Diese Regel soll nun für Trump aber nicht gelten. Ginsberg hat vor ihrem Tod als letzten Willen aufgeschrieben, daß ein Nachfolger erst vom neuen Präsidenten nominiert wird.

Bei CNN die ganze Nacht einziges Thema. Aufbewahrt drei Beiträge von Don Lemon. Zuerst auch bei ihm Erinnerungen an die großartige Richterin, sowie der OT von Donalds erster Reaktion (er wußte noch nichts von dem Tod, als er darauf angesprochen wurde. Klingt halbwegs glaubwürdig.)  - Dann ein Gespräch mit John Avlon und Ron Brownstein über die unglaubliche Heuchelei der Republikaner, dazu ein paar O-Töne von Lindsay Graham und weitere Zitate von Republikanern von 2016, von denen sie jetzt nichts mehr wissen wollen. - Und Don Lemon spricht mit Douglas Brinkley (Präsidentenhistoriker) über die historisch beispiellose Lage. Darin auch ein Auszug aus einem aktuellen Text von Obama, der eindringlich appelliert, die Politiker sollten sich an ihre eigenen Regeln halten und nicht danach gehen, was gerade bequem und für sie vorteilhaft ist. Brinkley: wir sehen eine groteske Heuchelei bei den Republikanern. Donald Trump hat sie zu einer Politik der verbrannten Erde gebracht, dazu daß sie sich nicht mehr für die Zukunft des Landes interessieren, sie wollen nur noch siegen, siegen, siegen, um jeden Preis.  ¤¤

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18.9.20

 

Live-OT: Pressekonferenz im Weißen Haus, diesmal bei CNN fast komplett übertragen. An Donalds Seite übrigens keine medizinischen Experten mehr, sondern der Spinner Scott Atlas, sein neuer Corona-"Berater". - Donald kündigt an, ein "sicherer" Impfstoff werde demnächst fertig sein und dann sofort landesweit verteilt. Bis Jahresende werde es mehr als 100 Millionen Impfdosen geben, und bis April genug Dosen für jeden Amerikaner. Die Verteilung werde das Militär übernehmen, er vergleicht den "Sieg über das Virus" mit dem "großartigen Sieg über ISIS". Joe Biden wirft er vor, mit seinen "Anti-Impfstofftheorien" das Leben von vielen Menschen zu gefährden, "aus politischen Gründen". Das sei "ein Krieg, um den Impfstoff zu diskreditieren". Dann kündigt er überraschend ein großes Wiederaufbauprogramm für Puerto Rico an (das er bisher völlig ignoriert hat und am liebsten gegen Grönland eintauschen wollte). - In der Fragerunde kaum Erwähnenswertes, außer daß es auffällt, daß seine Antworten kaum noch etwas mit den Fragen zu tun haben. Irgendwie kommt er ohne ersichtlichen Zusammenhang von Corona auf die Kriege im Nahen Osten, und von der Verteilung von Masken auf sein Lieblingsmärchen vom Wahlbetrug bei der Briefwahl. Dann schneller Rückzug. Er macht insgesamt einen uninteressierten und erschöpften Eindruck.

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18.9.20

Jake Tapper spricht mit Mary Trump und fragt sie, warum ihr Onkel den Amerikanern nicht die Wahrheit über Corona sagt. Weil er weiß, daß er damit durchkommt, und weil ihm das Wohl der Amerikaner völlig gleichgültig ist. Das ist enorm gefährlich, das ist nicht nur fahrlässig, das ist bewußt kriminell. Zwischendurch ein OT von Donald, der den FBI-Direktor Christopher Wray scharf angreift, weil der ein paar vernünftige Dinge gesagt hat. U.a. hat er festgestellt, daß die größte Gefahr nicht von "Antifa" ausgeht, sondern von organisierten Weißen Nazis. Donald wird Wray wohl entlassen, weil er alles besser weiß als die Experten, auch wenn er dafür keine Fakten auf seiner Seite hat. Er unterminiert so das Vertrauen in die Institutionen (in diesem Fall das FBI). 

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19.9.20

Beitrag von Chris Cuomo zum Tod von RBG und zum Plan der Republikaner, jetzt schnell einen rechten Nachfolger durchzudrücken. Darin und in weiteren Stücken aktuelle O-Töne von Donald (erst bei einem Chopper Talk, dann bei einem Wahlkampfauftritt in North Carolina), der heute angekündigt hat, er werde nächste Woche einen Nachfolge-Richter nominieren, und zwar wahrscheinlich eine Frau. Außerdem nochmal die O-Töne von Senator Graham, der vor vier Jahren ausdrücklich erklärt hat, in diesem nun eingetretenen Fall solle der Präsident vor der Wahl keinen Nachfolger mehr nominieren. "You could use my word against me."  ¤

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20.9.20

Bei einem Auftritt in Bemidji (Minnesota) hat Donald sich über den Reporter Ali Velshi lustiggemacht, der am Rande einer friedlichen Demonstration von einem Gummigeschoss der Polizei getroffen wurde. Er nennt das, unter dem Gejohle seiner Fans: "the most beautiful thing, we call it law and order". Brian Stelter stellt fest, daß Donald damit direkt die freie Presse angreift, wiedermal, und tausende Reporter in Gefahr bringt.

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20.9.20

Anderson Cooper spricht mit Bob Woodward und stellt einige neue Mitschnitte von dessen Gesprächen mit Donald vor. Thema diesmal Donalds Einstellung zur Benennung von Richtern, und es wird deutlich, daß ihm irgendwelche politischen Inhalte völlig egal sind - es geht ihm ausschließlich um Machtgewinn und Machterhalt. Machiavelli hätte das gefallen.  ¤

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21.9.20

 

 

Ein paar weitere OT-Ausschnitte. Bei einem Chopper Talk (Live-OT) kündigt er nochmal an, diese Woche eine Nachfolgerin für den Supreme Court zu benennen. - Dann von Donalds Auftritt in Bemidji, wo er den Leuten in Minnesota "gute Gene" bescheinigt hat, offenbar weil es dort so wenige Schwarze gibt. Dazu ein Gespräch mit Michael D'Antonio, einige Erläuterungen zum offen rassistischen Kontext. - Ein OT von seinem Auftritt in Swanton (Ohio) von heute, wo er offen Wahlkampf mit dem Thema der Neubesetzung des Richterpostens macht. - Und ein OT aus einem Telefongespräch bei Fox News, wo er sich selbst für seine Antwort auf Corona eine "A+" gibt. "Das war ein phänomenaler Job, nicht nur ein guter Job." 

Den Auftritt in Bemidji kann man sich bei YT komplett ansehen. (Das Video ist von Fox News. Ging leider nicht anders.) Auf Twitter hat Aaron Rupar einige der bizarrsten Stellen ausgewählt und kommentiert. Absolut schwachsinne Monologe über Raketen mit "Hydrosound", seine Expertise zu Katapulten und seine Wut auf die Republikaner (!). Der Mann ist offenbar kurz vor dem geistigen Zusammenbruch. Der ganze Wahlkampf dient nur noch seinem Nachfolger Pence. Von dem hört man irgendwie gar nichts.

C

 

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21.9.20

 

 

Chris Cuomo: Wir erreichen nun 200.000 Corona-Tote. Bis heute gibt es keine politische Führung gegen die Seuche, und Trump gibt sich selbst die Bestnote. - Mitch McConnell hat heute angekündigt, daß die Republikaner im Senat Donalds Richtervorschlag durchboxen wollen. Falschgespielt haben aber natürlich die Demokraten. Ein OT von 2016: Donald sagt am Telefon zu Cuomo, der nächste Präsident solle den neuen Richter bestimmen, die paar Monate könne man doch wohl warten. Das war im März '16. Noch ein OT von heute, im Gespräch bei Fox News: das Vermächtnis von Richterin Ginsberg habe nicht deren Tochter aufgeschrieben, das hätten sich die Demokraten nur ausgedacht, weil es ihnen in den Kram passt. Er beschuldigt jeden der Lüge, weil er selbst ständig ohne jede Scham lügt.  ¤

Don Lemon: 200.000 Tote. Wir dürfen sie nicht vergessen, dürfen uns nicht daran gewöhnen. Wieviele davon könnten noch am Leben sein, wenn der Präsident nicht so getan hätte, als würde das Virus einfach wieder verschwinden, wenn er das Tragen von Masken vorgeschrieben hätte statt sich darüber lustigzumachen. Heute wurde der Gouverneur von Ohio (ein Republikaner) von Donalds Fans ausgebuht, weil er das Tragen von Masken in Geschäften empfohlen hat. - Donald hat mehrmals einen Plan für eine neue Krankenversicherung angekündigt. O-Töne von Juni '19 und Juli '20, jeweils mit klaren Terminankündigungen - "in zwei Wochen!". Es gibt immer noch keinen Plan. Er macht weiter Versprechungen, während seine Republikaner dabei sind, die bestehenden Regelungen von Obamacare abzuschaffen und 54 Millionen Amerikanern ihre Krankenversicherung zu streichen.  ¤

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22.9.20

Live: die Übertragung von Donalds Videoansprache zur UN-Vollversammlung. Heftige Hetze gegen China (die UN sollten China wegen der Ausbreitung des "Chinavirus" zur Verantwortung ziehen), Lob der Aufrüstung der USA ("Peace through strength"), Lob des Nationalismus. Alles mit offensichtlichem Desinteresse vom Teleprompter abgelesen, so als wenn ihm klar wäre, daß ohnehin niemand den Quatsch ernstnimmt.

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22.9.20

 

 

 

 

Anderson Cooper: Über 200.000 Corona-Tote in den USA. Donald sagt dazu (OT): "Das ist eine Schande, das ist Chinas Schuld, wenn wir es nicht richtig gemacht hätten wären es 2,5 Millionen Tote." Vor Fans hat er behauptet, junge Leute wären von dem Virus praktisch nicht betroffen (OT). Selbst wenn das stimmen würde: sind Alte und Schwache nichts mehr wert? 

Chris Cuomo: Seine Sprecherin (die versprochen hat, sie werde niemals lügen) sagt, Donald habe schlaflose Nächte wegen des Gedankens an die vielen Toten. Deshalb sitzt er dann wohl nachts bei Twitter und verbreitet Unfug. Und deshalb hat er heute vor seinen Fans, von denen kaum einer Masken trägt, auch keine Schweigeminute gehalten, sondern behauptet, das Virus würde praktisch niemandem schaden (OT). - Dann nochmal der OT von Donald, als er 2016 zu Cuomo sagte, ein paar Monate vor der Wahl solle der Präsident keinen neuen Richter mehr nominieren, das solle der nächste Präsident machen.

Don Lemon: Die Zahl der 200.000 Toten erwähnt Donald nichtmal, stattdessen prahlt er heute vor seinen Fans mit Zahlen zur (angeblich) boomenden Wirtschaft. Auf eine Reporterfrage, warum er die 200.000 Toten nicht erwähnt, weigert er sich zu antworten (OT). Nochmal die O-Töne seiner blonden Sprecherin. Sie hat heute auch gesagt, er habe Corona niemals kleingeredet (OT). Was er ja nun selber zugegeben und gerechtfertigt hat. - Zum Streit um die Besetzung des Sitzes am Supreme Court hat Donald gesagt (bei Fox, OT): "Wenn du die Mehrheit im Senat hast, kannst du machen was du willst." "When you have the senate, when you have the votes you can do what you want"- genau wie damals über Frauen: "When you are a star they let you do it, you can do anything, grab'em by the pussy, you can do anything."  ¤

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23.9.20

Live-OT von Donalds Pressekonferenz, CNN zeigt nur die Fragerunde am Ende. Zu Beginn die Frage, ob er bereit wäre zu einer friedlichen Machtübergabe. Er verweigert eine Antwort, meint nur: "Mal sehen, was passiert". Man müsse die Wahlzettel loswerden (also die Stimmen der Briefwähler), und es werde gar keine Übergabe geben, sondern ein Weitermachen.  - Dann sein Lob für den "brillanten " Staatsanwalt von Kentucky, der drei Mörder nicht anklagen will. Der Rest unwesentlich. Nach acht Minuten behauptet er, er müsse fort wegen eines sehr dringenden Telefongesprächs.

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23.9.20

Während noch um Richterin Ginsberg getrauert wird, kündigt Trump an, daß er darauf setzt, der von ihm neubesetzte Supreme Court werde über die Wahl entscheiden. Er weigert sich, die Frage zu beantworten, ob er zu einer friedlichen Machtübergabe bereit wäre. "Mal sehen, was passiert" sagt er dazu nur. Man müsse die Wahlzettel loswerden (also die Stimmen der Briefwähler), und es werde keine Übergabe geben, sondern ein Weitermachen. "There will be no transfer, there will be a continuation."¤

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23.9.20

Chris Cuomo und Don Lemon ordnen Donalds wirklich frappierende heutige Äußerungen ein. Die entscheidenden Stellen nochmal als OT: erst am Nachmittag im Büro (nicht live übertragen) seine Ankündigung, er wolle den Supreme Court neu besetzen, damit der dann die Wahl für ihn entscheidet. Und dann bei der PK die Weigerung, eine friedliche Machtübergabe zuzusichern, die Ankündigung, die Briefwahlstimmen würden nicht berücksichtigt, der Satz, es werde keine Amtsübergabe geben: "There will be no transfer, there will be a continuation." Chris Cuomo dazu: Jeder Republikaner sollte das anklagen, denn das zerstört die Republik. Don Lemon: Er hört sich an wie ein "Starker Mann", nicht wie der Führer der freien Welt.  ¤¤

C zus.5
24.9.20

Zu Trumps Weigerung, eine friedliche Amtsübergabe zuzusichern, gibt es bei den deutschen Sendern erstaunlich wenige Reaktionen, sie wird eigentlich nur im Bericht bei RTL erwähnt. Bei der ARD gar nichts, bei "Welt" und ntv auch nichts (Morgenmagazine zählen hier nicht). Im heute-journal gibt es zwar einen guten Bericht von Jutta Sonnewald über Trumps Druck, schnell noch den Supreme Court neu zu besetzen (eben auch, damit das Gericht dann die Wahl für ihn entscheiden kann), auf seine gestrigen Äußerungen wird aber nicht eingegangen.

R,hj zus.6
24.9.20

Donalds blonde Sprecherin hat heute erklärt, er werde das Wahlergebnis respektieren, aber nur, wenn die Wahl "frei und fair" verlaufe. Was sie damit meint, will sie nicht sagen. Nancy Pelosi fordert Donald auf, sich wenigstens mal für einen Moment auf seinen Amtseid zu besinnen. Donald wiederholt seine unbegründete Behauptung, es drohe Wahlbetrug durch die Briefwahl.

A,B zus.6
     DVD Trump #74    
24.9.20

 

Live-OT eines Chopper Talk neben dem Weißen Haus. Auf die sehr deutliche Frage: "Wirst du das Wahlresultat nur anerkennen, wenn du gewinnst?" antwortet er nicht, sondern fabuliert irgendwelchen Unsinn über acht Wahlzettel, die in einem Papierkorb gefunden wurden, und behauptet dann, Hillary Clinton habe auch angekündigt, das Wahlergebnis nicht zu akzeptieren. Auch auf die Frage: "Was glaubst du, wofür die friedlichen Demonstranten kämpfen?" antwortet er nicht, sondern redet über nicht friedliche Proteste, gegen die die Polizei vorgehen müsse, das sei sehr wichtig. 

Live-OT einer Erklärung von Donald vor Anhängern in Charlotte (North Carolina). (Den Anfang habe ich verpasst, den Schluß hat CNN nicht gezeigt.) Nachdem Donald seit Jahren ankündigt, innerhalb von zwei Wochen werde er einen Plan für eine Gesundheitsreform vorlegen, breitet er jetzt ein paar vage Ideen (seine "Vision") zu dem Thema aus, wobei er vor allem Obamacare schlechtmacht. Sein Plan - den es immer noch nicht gibt - sei viel besser als Obamacare. Alles ziemlich desinteressiert vom Prompter abgelesen.

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24.9.20

 

 

Chris Cuomo: Der von den Republikanern dominierte Senat hat heute einstimmig erklärt, er sei für eine ordentliche und friedliche Machtübergabe. "Nun, das ist euer Job. Es ist aber auch euer Job, den ätzenden Kot zu korrigieren, der aus Trumps Mund rauskommt." (wörtlich.) Liebe Abgeordnete, dieses ist ein Augenblick, an den man sich sehr lange Zeit erinnern wird. Wie kann es sein, daß diese Republikaner nichts zur Verteidigung dieser Demokratie sagen. Niemand wird vergessen, was ihr in diesen Tagen getan und nicht getan habt, was ihr gesagt und nicht gesagt habt. Ihr seid Trumps Komplizen. - Dann etwas sehr Wichtiges: Donald beschuldigt ständig die Demokraten, sie wollten die Wahl fälschen. Tatsächlich macht er selber Druck auf die Wahlbehörden in verschiedenen Bundesstaaten, die Wahl zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Z.B. indem sie für Anhänger der Demokraten die Wahl erschweren. Und die bekannten Versuche der Postbehörde, die Briefwahl zu sabotieren. (Leider wird das Thema sonst bei CNN nicht weiter vertieft. Irgendwo war ein großer Zeitungsbericht dazu, ich glaube in der NYT. Finde ich gerade nicht wieder.)  ¤¤

Don Lemon: Alles was der Präsident sagt, dient dazu, euer Vertrauen in die Wahl und in unsere Demokratie zu erschüttern. Er weiß, daß er die Wahl verliert, und will darum, daß ihr seine Lügen über Wahlbetrug glaubt, damit er einen Grund hat, die Wahl nicht anzuerkennen.  ¤

 

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24.9.20

Don Lemon spricht darüber mit Michael Cohen, Donalds Ex-Anwalt. Cohen hat schon im Februar '19 vor dem Kongress erklärt: wenn Trump die Wahl verliert, wird es niemals eine friedlichen Machtübergabe geben (OT).  Er wiederholt: Trump wird alles tun, um an der Macht zu bleiben. Er beschuldigt dabei ständig andere Leute genau der Dinge, die er selber tut. Er beschuldigt die Demokraten des Wahlbetrugs, um davon abzulenken, daß er selbst versucht, das Wahlsystem zu manipulieren. Projektion und Spiegelung.  ¤

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25.9.20

 

Brianna Kailar reagiert auf Vorwürfe von Donalds Sprecherin. Sie schildert zuerst nochmal ausführlich die Details des Polizeimordes an Brionna Taylor. Das Weiße Haus will darüber lieber nicht sprechen. Stattdessen behauptet Donalds blonde Sprecherin, die CNN-Journalistin Kailar habe gewalttätige Unruhen ("mob justice") befürwortet und sei darum mitschuldig, daß kurz danach zwei Polizisten angeschossen wurden. Die Sprecherin hat das von Tucker Carlson (Gewohnheitslügner bei Fox News), der einen OT von Kailar entsprechend entstellt hat. Tatsächlich hatte Kailar den Staatsanwalt von Kentucky kritisiert, weil er das Wort "mob justice" benutzt hatte, einen Ausdruck, den auch Donald immer wieder verwendet um Demonstrationen zu diskreditieren. Kailar stellt den Originalzusammenhang wieder her und erklärt nochmal, warum sie den Ausdruck kritisiert, dazu die O-Töne von Carlson und der blonden Sprechroboterin. Und weil sie gerade dabei ist, gleich noch ein paar offene Lügen der blonden Sprechmaschine. U.a. diese: "Der Präsident hat niemals das amerikanische Volk über Covid belogen." Wer tatsächlich Leute zur Gewalt anstachelt, ist Donald selbst. Auch dazu O-Töne aus dieser Woche.  ¤

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25.9.20

 

 

 

 

Chris Cuomo: Dies ist Tag Drei des aktiven Versuchs des Präsidenten, die Wahl zu sabotieren. Er macht jetzt damit ganz offen Wahlkampf. Er versucht, möglichst viele Leute geistig zu vergiften. Obwohl das alles so offensichtlich ist, schweigen fast alle Leute in seiner Partei dazu. Immerhin Charlie Baker, der Gouverneur von Massachusetts, widerspricht Donalds Behauptungen über die Briefwahl, verlangt eine friedliche Machtübergabe und kritisiert Donald ausdrücklich (OT). - Donald erzählt ständig etwas von neun Stimmzetteln, die in einem Papierkorb gefunden wurden. Dieser Vorfall ist inzwischen aufgeklärt, der Verursacher gefunden. Mit Wahlbetrug hatte es nichts zu tun. Der Vorfall belegt im, Gegenteil, daß das Wahlsystem funktioniert. Cuomo erklärt ausführlich die Details und spricht darüber mit dem Staatsanwalt von Pennsylvania, Josh Shapiro¤

Don Lemon: Der Präsident verbreitet im Wahlkampf weiter seine Lügen über angeblichen Wahlbetrug, denkt laut darüber nach, die Wahl ganz abzusagen. Ich weiß noch, wie schwer es mir beim ersten Mal fiel, zu sagen: der Präsident lügt. Ich nehme sowas nicht leicht. Aber ich bin Journalist und habe die Wahrheit zu sagen: dieser Präsident ist ein Lügner, und er ist ein Rassist. - Was wirklich lächerlich ist, seine absurdeste Lüge: "das System" sei gegen ihn. In Wahrheit hat er dieses System ausgenutzt oder es ignoriert, um alles zu bekommen was er wollte. Er hat Milliarden von seinem Vater geschenkt bekommen, hat jedes Jahr hunderte Millionen Verlust gemacht und brauchte deshalb keine Steuern bezahlen, und dann meint er, das System sei gegen ihn? Er hat die Medien benutzt, das Justizsystem, das politische System, er hat die republikanische Partei gekapert. Lemon zählt nochmal die Tiefpunkte seiner politischen Karriere auf, mit diversen O-Tönen. "Wenn du ein Star bist, kannst du dir alles erlauben." Das System ist gegen ihn? Das klingt eher wie einer, der genau weiß, wie privilegiert er ist. Und jetzt behauptet er, das Wahlsystem werde gegen ihn manipuliert. Was dieser Präsident macht, ist beängstigend, erschreckend, und es ist unamerikanisch. Aber in diesem Land entscheiden die Wähler. Das ist unser System.  ¤

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26.9.20

 

Live-OT: Donald gibt vor Anhängern im Rosengarten offiziell bekannt, daß er Amy Coney Barrett als neue Richterin am Supreme Court nominiert. Einige Krokodilstränen um RBG ("eine Pionierin für die Frauen"), Lobpreisungen für die Neue, die in allem das Gegenteil von RBG darstellt, eine rechtsextrem-pseudoreligiöse Sektiererin, die gegen die Rechte von Frauen und sexuellen Minderheiten eintritt, gegen Klimaschutz und natürlich für die unbegrenzte Bewaffnung. Barrett ist auch da, sie hat ihre sieben (!) Kinder mitgebracht, und darf dann auch was sagen. Auch sie lobt RBG, ohne dabei aber irgendwelche Inhalte anzusprechen. Es fällt auf, daß sie ihren religiösen Background nicht erwähnt, nichtmal andeutet.

Nachtrag: die Gäste sitzen dicht beieinander, praktisch alle ohne Masken. Bei diesem Event und bei der Party vorher und hinterher haben sich Donald, drei Senatoren, etliche Mitarbeiter und eine noch unbekannte Zahl an Besuchern mit Corona angesteckt. Es wird in die Geschichte eingehen als "Die Coronaparty im Rose Garden".

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26.9.20

Live-OT: Chopper Talk vor dem Abflug nach Pennsylvania. Hauptsächlich über die "wunderbare Amy". Dann wiederholt er sein Märchen vom Wahlbetrug, mit teilweise frei erfundenen Ausschmückungen. 

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26.9.20

Ein paar OT-Ausschnitte von Wahlkampfauftritten in Newport (Virginia) und Middletown (Pennsylvania). In beiden Orten sagt er ganz offen, daß er die Wahl nicht anerkennen wird: "Es gibt keinen Weg, daß ich die Wahl verliere, außer durch Wahlbetrug", bzw. "Der einzige Weg, daß sie die Wahl gewinnen, ist durch Wahlbetrug."  

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27.9.20

Noch ein Bericht auf deutsch (von Jutta Sonnewald) über die Nominierung der Rechtsextremistin Amy Barrett als Verfassungsrichterin.

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27.9.20

Fareed Zakaria ("GPS") erklärt nochmal Donalds Plan, wie er auch bei einer verlorenen Wahl Präsident bleiben will. Das US-Wahlsystem bietet dafür einige überraschend schwachsinnige Regelungen an, die er gnadenlos ausnutzen wird.  ¤

C 5
           
27.9.20

 

Nachdem Donald sich seit Amtsantritt weigert, seine Steuererklärungen zu veröffentlichen, hat dies nun die NYT übernommen. Wie vermutet, hat er jahrelang gar keine oder aberwitzig wenig Steuern bezahlt, mit der Begründung, seine Unternehmen hätten Verluste gemacht. Er hat dadurch Steuerschulden beim US-Staat in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar. Bei CNN ausführliche Infos, u.a. von John Harwood, Brian Stelter, John Avlon und Margaret Hoover. Außerdem nochmal eine Reihe von O-Tönen von Donald zu dem Thema. Bei AJE und BBC Berichte, bei AJE interessante Erläuterungen von Jeremy Mayer. Die "Verluste" hat Donald u.a. dadurch erreicht, daß er die Gewinne an seine Spezies "verschenkt" hat. Das ist selbstverständlich kriminell. Ein erster Bericht auf deutsch bei Euronews.  ¤

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A,B,E

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27.9.20

Live-OT von einer Pressekonferenz. Donald wird mehrmals nach seinen Steuerschulden gefragt. Er nennt den Bericht der NYT "total Fake News", das sei alles erfunden und er habe Steuern bezahlt. Wieviel, sagt er nicht. Die Steuerbehörde würde ihn ganz schlecht behandeln und die NYT-Reporter sollten ihre Pulitzer-Preise zurückgeben. Außerdem spekuliert er ausführlich darüber, ob Joe Biden wohl Aufputschmittel nehme, und fordert, er solle vor der TV-Debatte einen Drogentest machen. (Pure Projektion.) Später erzählt er nochmal sein Lügenmärchen über irgendwelche krummen Geschäfte von Joe Bidens Sohn mit Moskau und/oder China.

C 21
28.9.20

Bei seiner heutigen Corona-Pressekonferenz hat Donald keine Fragen angenommen und ist regelrecht vor den Reportern geflüchtet, die wissen wollten, wem er eigentlich die 300 Millionen Dollar schuldet. (Die PK wurde nicht übertragen, nur ein paar Ausschnitte von dieser Szene.) Per Twitter behauptet er, die NYT habe ihre Informationen auf illegale Weise erhalten. Gestern hat er noch behauptet, es handele sich um Falschinformationen.

Berichte bei allen Sendern über Donalds großartige Steuervermeidung. "Trump spielt den erfolgreichen Geschäftsmann, ist aber keiner." "Der angebliche Milliardär ist in Wahrheit ein armer Mann."  ¤

A,R,arj,TS,hj,TT zus.19
           
28.9.20

 

 

 

Anderson Cooper: Das Geld anderer Leute. Bei der TV-Debatte mit Hillary Clinton 2016 sagte er zu dem Vorwurf, er habe keine Steuern bezahlt: "Ich bin eben schlau", und die Steuern würde sowieso nur verschwendet (OT). Und ein OT von 2015, wo er vor Anhängern prahlt, er habe Besitz in Höhe von 9 Milliarden Dollar und nur 500 Millionen Schulden, und die Banken würden ihm das Geld hinterherwerfen. Wenn du zu reich bist, um Hilfe zu brauchen, aber zu arm, um Steuern zu bezahlen, dann ist eins davon (oder beides) gelogen. Und: seit Amtsantritt sind 900.000 Dollar vom Staat in seine Kassen geflossen. Z.B. fährt er jedes Wochenende auf seinen Golfplatz, und seine Sicherheitsleute müssen dort Eintritt bezahlen. Geld der Steuerzahler. (Da ist der Flug mit der Präsidentenmaschine nach Florida noch gar nicht mitgerechnet). Er gibt unser Geld aus, das dann in seine Kassen fließt.  ¤

Chris Cuomo: Trumps schmutzige Geheimnisse. Jetzt wissen wir, warum er nicht will, daß wir seine Steuerbescheide sehen. Was wir noch nicht wissen: Wer hat ihm solche unglaublichen Summen geliehen? Er hat persönlich für 421 Millionen Dollar gebürgt. Nicht mit seiner Firma - es gibt keine Firma. Es gibt nur eine Marke! - sondern persönlich. Auch dazu passt nochmal sein OT: "When you are a star they let you do it, you can do anything." Von seinen Steuersenkungen haben ausschließlich ein paar Milliardäre profitiert. Nochmal: das was wir nicht wissen, ist eine Frage der nationalen Sicherheit: wer hat ihm die 421 Millionen geliehen?   ¤¤

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     DVD Trump #75    
29.9.20

Michael Cohen hat gesagt, daß Trump wegen seiner Steuervermeidung den Rest des Jahrhunderts im Gefängnis verbringen könnte. Brianna Kailar bespricht das mit Prof. J.W. Verret (Ex-Mitarbeiter von Donald), insbesondere darüber, wem er wohl die 300 Millionen Dollar (wahrscheinlich noch einiges mehr) schuldet.

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29.9.20

Elmar Theveßen bei "Markus Lanz" über die bevorstehende TV-Debatte, über Donalds nicht gezahlte Steuern (dazu Donald-OT mit Übersetzung) und seine Schulden, über die schwierige Zukunft in einem gespaltenen Land nach Bidens Wahlsieg, Spekulationen über den Wahlausgang, und O-Töne von (echten) Aussetzern von Joe Biden. Kommentar dazu: Biden steht zu seinen Fehlern und lügt normalerweise nicht. Im Gegensatz zu Trump.

ZDF 15
29.9.20

 

Live-OT: Die TV-Debatte zwischen Joe Biden und Donald Trump, live aus Cleveland (Ohio), mit Chris Wallace (von Fox News) als Moderator. Donald lügt permanent, fällt Biden ständig ins Wort, hält sich nicht an die Spielregeln und versucht hemmungslos, für Chaos zu sorgen. Man rechnet jeden Moment damit, daß er sich die Hose runterzieht und die Kacke aus seinen Windeln auf seinen Kontrahenten schmeißt. Oder auf den Moderator. -  Inhaltlich fast nichts Neues. Sechs Segmente: 1. Der Streit um den Supreme Court. - 2. Das Gesundheitssystem und Corona.  - 3. Die Wirtschaft. Darin Donalds Behauptung, er habe Millionen an Einkommenssteuer bezahlt, sowie Donalds unverschämte Lügen über Bidens Sohn. - 4. Die "Race Relations". Darin Donalds Aufruf an die Nazimiliz "Proud Boys": "Stand back and stand by", also: haltet euch zurück und haltet euch bereit, und seine Erklärung, die "Anteefa" seien die wahren Terroristen. - 5. Eine Frage an beide: warum sollte man Sie wählen? Donald sorgt für komplettes Chaos. - 6. Was wollen Sie für eine ordentliche Wahl tun? Von Donald keine Antwort, nur absurde Angriffe gegen Biden. - Keine Außenpolitik.

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29.9.20

 

Direkt im Anschluß erste Auswertung mit Jake Tapper, Dana Bash und Abby Philip.  (NNA)*  ¤ 

Wolf Blitzer spricht in fünf Segmenten mit Daniel Dale, der schnell zahlreiche der Behauptungen in der Debatte einem Faktencheck unterzogen hat. Bei Donald, wie gesagt, praktisch nur Lügen und Falschbehauptungen. Bei Biden ein paar kleine Ungenauigkeiten. Über Donalds Vorwurf, Bidens Sohn habe in Moskau schmutzige Geschäfte gemacht, kann man nichts sagen. Hunter Biden bestreitet die Vorwürfe.  (An der Stelle hätte man sehen müssen, daß es sich um eine freche Projektion handelt: in Wahrheit müßte es um Donalds schmutzige Deals in Moskau gehen - von denen will er ablenken.)  ¤ 

Laut Demoskopen hat Biden die Debatte deutlich gewonnen, mit 60 % gegen 28 %. Für Viele hat Biden deutlich besser abgeschnitten als sie es erwartet hatten.

Ein erster Bericht bei AJE und ausführliche Infos von John Hendren.

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29.9.20

Don Lemon und Chris Cuomo besprechen die Debatte. Ausführlich miteinander, dann auch mit diversen Experten. Davon aufgehoben nur Daniel Dale und Ron Brownstein, beide zum Thema "Wahlfälschung". Alles mit zahlreichen OT-Ausschnitten, die im Detail kommentiert werden. Die Debatte muß man nicht angesehen habe, diese Sendung schon.  (Details später.)  ¤¤ 

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     DVD Trump #76    
28.9.20

Don Lemon: Ich hoffe, ihr regt euch auf. Ihr solltet euch aufregen. - "The Apprentice" ist Trumps fiktionales Alter Ego. Hier geht es um den echten Trump. Nochmal ausführlich die bekannten Fakten über Donalds Finanzen, gegenübergestellt zu Donalds eigenen Aussagen aus den letzten 15 Jahren. Einige sehr spannende Zitate und alte und neue O-Töne. U.a. ein Zitat von Eric Trump, der 2013 erklärte, die Trumps würden den US-Banken nicht vertrauen und hätten sich all ihr Geld in Russland geliehen. - Donald hat Amerika seit Jahren ausgenommen. Seine Unternehmen sind gescheitert. Er ist tief in den Schulden. Er ist kein guter Unternehmer, den spielt er nur im Fernsehen. Und wir zahlen Jahr für Jahr seine Schulden. Wir fragen uns, wann die Rechnung kommt.  ¤¤

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30.9.20

Weitere Berichte zur chaotischen TV-Debatte. Bei den deutschen Berichten wird zwar festgestellt, daß Donald die Regeln verletzt hat, aber man wirft Biden vor, er habe darauf "respektlos" reagiert, weil er Donald einen "Clown" und einen Rassisten nannte. Beides ist zutreffend. Soll er sich von diesem Rotzlümmel denn alles gefallen lassen? - Die zuständige Kommission überlegt, für die beiden folgenden Debatten die Rederegeln strenger zu fassen.

A,arj,ht,TS,TT zus.19
30.9.20

Bei "Markus Lanz" sind Elmar Theveßen, Jürgen Trittin, Julia Ebner (Extremismusforscherin) und Matthias Horx. Hauptthema die TV-Debatte und der Rechtsextremismus in den USA. Von allen Teilnehmern teilweise hochspannende und erhellende Aussagen.  - Gesehen, aber leider noch nicht geschnitten. Details darum später. Ein paar Längen (geopolitisches Geschwafel von Trittin und pseudophilosophischer Humbug von Horx) habe ich entfernt.  ¤¤

ZDF 47
           
30.9.20

 

 

Donald hat bei der TV-Debatte die Nazibande "Proud Boys" aufgerufen, sich "bereitzuhalten". Jetzt behauptet er (OT vor dem Weißen Haus), er habe gar nicht gewußt, wer die "Proud Boys" sind. Er weigert sich, sich von den Nazis zu distanzieren, und meint dann im selben Atemzug, das wahre Problem sei doch "Anteefa". "The problem is on the left", und Biden wolle darüber nicht reden. Als die Reporterin nachhakt: "I always denounce that, I denounce any form of that", ohne irgendwie deutlich zu machen, wovon er redet. Seine Sprecher behaupten dann, er habe sich doch deutlich von den Nazis distanziert. Hat er nicht. Zwei Berichte bei CNN.  ¤

Donald Trump jr. sagt, sein Vater habe sich von den "Proud Boys" distanziert und die Aufforderung "Stand by" sei ein Versprecher gewesen. (OT)

Die "Proud Boys"-Nazis haben Donald richtig verstanden, sie feiern Donalds Unterstützung und tragen jetzt T-Shirts mit seinem Spruch: "Stand back and stand by". Don Lemon spricht darüber mit dem Nazi-Experten Donie O'Sullivan

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30.9.20

 

 

 

 

Kommentare zur TV-Debatte und zu Donalds Aufruf an die Nazi-Milizen, sich bereitzuhalten.

Anderson Cooper: er ist, warum auch immer. einfach nicht in der Lage, sich in einem oder zwei klaren Sätzen von den Nazis abzugrenzen. (Nochmal ein paar alte und neue O-Töne, die das belegen.)  ¤

Chris Cuomo: Trump will nicht debattieren, er will kaputtmachen, er will daß jeder schlecht aussieht. Niemand hat diese Debatte gewonnen, aber Amerika hat verloren. Wenn er seine Nazifreunde aufruft, die Wahl zu "beobachten", dann ist das Einschüchterung der Wähler. Unsere Demokratie ist in großer Gefahr, mehr als jemals zuvor. Gespräch darüber mit Tom Friedman (NYT). Trump will die Wahl delegitimieren. Und er meint das ernst. Und seine Partei ist so korrupt, daß sie das mitmacht.  ¤¤

Don Lemon: Donald glaubt, er habe die Debatte gewonnen. Vielleicht wird er noch merken, daß er diesmal zu aggressiv war. Nachdem sein Aufruf an die Nazis kritisiert wird, behauptet er plötzlich, er kenne diese Leute gar nicht. Das macht er immer so. Zum Beispiel KKK-Chef David Duke kannte er vor vier Jahren auch plötzlich nicht mehr. Seine Berater und Sprecher sind eifrig beschäftigt, Donalds Aussprüche zu relativieren. Deshalb nochmal als Transkript Donalds ausdrückliche Unterstützung für die "Proud Boys" in der TV-Debatte. Er kennt die ja angeblich gar nicht. Darum einige Fotos von den regelmäßigen Auftritten der Nazibande bei Donalds Wahlkampfveranstaltungen. Der Gründer der Bande war übrigens bisher 24 mal in Donalds Lieblingsshow auf Fox News. (Auch davon ein sehr schneller OT-Zusammenschnitt. Grandios.) Wird er jetzt wohl behaupten, daß er Hannity gar nicht guckt? Es ist ein Muster: er sagt, was er meint, nimmt es unter Druck zurück und setzt zugleich noch einen drauf. (Kennt man auch von den AfD-Nazis.)  ¤¤

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1.10.20

Bei "Maybrit Illner" zum Thema "Wahl, Wut, Verschwörung - was, wenn Trump bliebe?" sind Sigmar Gabriel, Marina Weisband, Claus Kleber, (demokratische Abgeordnete in Georgia), Jana Puglierin (ECFR) und Siri Hustvedt (Autorin), sowie zugeschaltet ein Republikaner, dessen Namen man sich nicht zu merken braucht. Leider nur teilweise gesehen. Teilweise sehr interessant. Marina sagt einige kluge Dinge, aber leider so, daß sie kein Mensch versteht, der nicht genauso denkt. Von Claus Kleber einige Zitate für die Ewigkeit. "Ich habe Angst vor dieser Wahl. Denn eine Wiederwahl von Trump ist nicht der worst case. Der worst case ist ein Zusammenbruch des amerikanischen Gesellschaftssystems. Und zwar in den Stunden nach der Wahl, und dann über Wochen und Monate." Marina über den Kult um Trump und die QAnon-Verschwörung, die Wiederkehr des Märchesms von den kinderfressenden Juden. Den Republikaner habe ich größtenteils rausgeschnitten: er bestreitet Tatsachen, verbreitet Trump-Werbesprüche und redet über Dinge, von denen er keine Ahnung hat. - Später mehr. Vielleicht kürze ich noch etwas.  ¤

ZDF (67)
1.10.20

Donalds behauptet, er kenne die "Proud Boys" nicht. Brianna Keilar stellt fest, daß dies ein Muster ist. Immer wenn seine Kumpane angegriffen werden, kennt er sie plötzlich nicht mehr. Im Beitrag werden nicht weniger als 20 Beispiele dokumentiert, alle mit passenden Fotos und O-Tönen. Von David Duke (KKK) bis Prinz Andrew (Kinderficker). Brillante Arbeit.  ¤¤

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1.10.20

 

 

Während Donald behauptet, er kenne die "Proud Boys" nicht, behauptet seine blonde Sprecherin auf mehrfache Nachfrage, er habe sich von der Nazigruppe distanziert. Dabei schafft sie selber das nicht. (OT von diesem absurden Theater.) Wolf Blitzer bespricht das ausführlich mit Kaitlan Collins (Korrespondentin im Weißen Haus) und dann mit John Bolton. Warum ist es so schwer für Donald, Nazis zu verurteilen? Weil er meint, das sei nicht in seinem politischen Interesse. Auch Bolton versteht den Satz "stand back and stand by" als eindeutige Drohung. "Er weiß genau, was er sagt. Und er hat diesen Satz vorher auswendig gelernt." Er führt einen Wahlkampf im Stil von 1969, aber nicht Nixons Wahlkampf, sondern den von George Wallace. (Gemeint ist offenbar der Vorwahlkampf der Demokraten 1970 Wallace gegen Gouverneur Brewer, der bislang als "schmutzigster Wahlkampf aller Zeiten" galt. Die Parallelen sind tatsächlich beeindruckend.) Die Republikaner sollten unbedingt mehr Mut zeigen, gegen die Nazis und beim Thema des angeblichen "Wahlbetrugs". Wie gefährlich ist Trump? Bisher kann man den Schaden noch reparieren, aber wenn er wiedergewählt würde, wäre der Schaden irreparabel. Ob Donalds Verhalten in der Debatte für ihn neu war? Nein, das kam mir vor wie ein normaler Tag im Büro. Er macht das immer so. Nicht, weil er nicht anders kann, sondern weil er nicht anders will. Auf die Frage, ob er Biden wählen wird, antwortet Bolton ehrlich: Nein, ich kritisiere Trump und wünsche mir einen Kandidaten wie Reagan. (Da wäre die spannende Nachfrage gewesen, ob er Trump wählen wird und hofft, daß Pence es dann besser macht.) (Wie ich schon über Bush schrieb: John Bolton ist ein widerlicher Kriegshetzer, aber kein Rassist und kein Faschist wie Donald Trump.)  ¤

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1.10.20

Anderson Cooper spricht mit Stephanie Winston Wolkoff, einer früheren engen Freundin von Melania Trump. Sie hat einige Mitschnitte von Telefonaten veröffentlicht, die sie mit Melania geführt hat (OT-Ausschnitte daraus). Ich bewahre das nur der Vollständigkeit halber auf. Es geht in den Telefonaten nicht um Politik. Der einzige Erkenntnisgewinn ist, daß Melania nicht unter ihrem Leben mit Donald leidet, und daß sie eine unfaßbar naive und oberflächliche Person ist. Das ist aber nicht neu.

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1.10.20

 

Chris Cuomo spricht mit Mary Trump. Warum kann Donald sich nicht von den Nazis ("White Supremacists") abgrenzen? Weil er selber einer ist, und weil ihm egal ist, was sie sagen, Hauptsache sie unterstützen ihn. Auch Mary hat den Satz "stand back and stand by" als klare Anweisung an die Nazis verstanden. Vor allem zusammen mit der Aufforderung, die Wahllokale zu "beobachten". "Es ist unglaublich, daß soetwas in den USA passiert, und seine ganze Partei nichts dazu sagt." Dann zum Thema Steuern. Sie vertraut dem brillanten Bericht in der NYT, der Donalds Mythos als "Selfmademan" entzaubert - was sie selbst in ihrem Buch ja auch schon getan hat. Er wird irgendwann eins von beiden zugeben müssen: daß er als Geschäftsmann erbärmlich gescheitert ist - oder daß er das Finanzamt betrogen hat. Mary sagt, sie ist gespannt, für welches von beiden er sich entscheiden wird. (Wahr ist natürlich beides.) Die selben (illegalen) Steuertricks hat übrigens schon ihr Großvater (Donalds Vater) benutzt. Die TV-Debatte hat gezeigt, daß er sich nicht mehr kontrollieren kann. Er wird bis zur Wahl keinen Schritt zurückgehen. Er ist ein Nihilist, ihm ist der Rest der Welt egal, er wird alles tun, um sich selbst zu schützen. Bevor er untergeht, wird er uns alle mitreißen. (Historische Vergleiche: Nero, Hitler, Idi Amin ...)  ¤¤

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1.10.20

Erste Meldungen: erst wird gemeldet, daß Trumps enge Beraterin Hope Hicks positiv auf Corona getestet wurde und Donald sich "in Quarantäne begibt". Dann, daß auch Donald selber und Melania positiv getestet wurden.  ¤

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2.10.20

 

Donald hat angeblich "leichte Symptome" und wird "vorsichtshalber" ins Krankenhaus gebracht. Die einzigen Live-Bilder des Tages: Donalds letzter Abschiedsgruß auf Twitter. Donald läuft aus eigener Kraft zum Hubschrauber. Donald steigt aus dem Hubschrauber ins Auto, das ihn die 200 Meter zum Walter Reed bringt. Vorher, als er bereits wußte, daß Hope Hicks positiv getestet wurde, ist er noch nach New York zu einer Veranstaltung geflogen und hat dort das Virus unter die Leute gebracht. Auch davon ein kurzer OT.

Donalds Erkrankung ist natürlich Hauptthema bei allen Sendern. Aufgehoben habe ich nur die Einschätzungen von Elmar Theveßen, der wie CNN die wahrscheinliche Infektionsquelle erkannt hat. Ausblick auf die möglichen Folgen: wenn Trump wirklich ausfällt, übernimmt zwar Pence erstmal das Amt, aber die Republikaner müssen dann einen neuen Präsidentschaftskandidaten bestimmen.

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2.10.20

CNN bastelt im Laufe des Abends zusammen, wo sich Donald und seine Leute wahrscheinlich angesteckt haben: alle Infizierten (Donald, Melania, zwei Senatoren, Kellyanne Conway, diverse weitere Berater) waren am Sonnabend bei der Parteiveranstaltung im Rosengarten, als er Amy Coney Barrett für den Supreme Court nominiert hat. Kaum jemand hat dort Masken getragen, man hat sich eng begrüßt, eng zusammengesessen, vorher und hinterher gab es eine Party. Ein typisches "Superspreader-Event". - Don Lemon fasst die bisherigen Erkenntnisse sehr präzise zusammen und spricht mit Fareed Zakaria über die Parallelen zu Boris Johnson und Bolsonaro.  ¤

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3.10.20

 

Donalds Gesundheitszustand ist weiter Hauptthema der internationalen Sender, bei CNN den ganzen Tag einziges Thema (unterbrochen nur von Sport und Werbung). Seine Ärzte und Berater geben darüber zum Teil widersprüchliche Informationen. Sein Arzt Dr. Sean Conley gibt auf manche Fragen keine klare Antwort, u.a. darüber, ob Donald mit Sauerstoff beatmet worden ist. Auch zur Frage, seit wann seine Erkrankung bekannt ist, kommen verwirrende Angaben. Möglicherweise wußte er bereits, daß er das Virus hat, als er zur TV-Debatte mit Biden fuhr. Ziemlich wahrscheinlich aber wußte er es schon bei seinem Wahlkampfauftritt am Freitag. Daß sich Donald und seine Leute alle am letzten Sonnabend bei der Feier zur Nominierung seiner neuen Richterin angesteckt haben, gilt allgemein als gesichert. - Zusammenfassende Berichte bei AJE und CNN zu allen diesen Fragen.

Am Abend wird auf Donalds Twitter-Account ein Video von ihm veröffentlicht, in dem er behauptet, es gehe ihm gut. Interessant an dem Video ist nur eine Stelle, an der offensichtlich etwas herausgeschnitten wurde. Wahrscheinlich, weil er gehustet hat.

Einige Anmerkungen von Chris Cuomo. Das hat es noch nie gegeben, daß so große Unsicherheit darüber besteht, wie es dem Präsidenten wirklich geht.

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3.10.20

Im "Listening Post" zwei Beiträge: Über die Enthüllungen der NYT zu Donalds Versagen als Geschäftmann, seine Schulden und seine kriminelle Steuervermeidung. Eine große Story über die Korruption eines Präsidenten. - Und über das "Lincoln Project", eine Werbekampagne von Republikanern, die zur Wahl von Joe Biden aufrufen. - Und das wunderschöne Video von Donald, dem Akkordeonspieler ("Life accordion to Trump").  ¤

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4.10.20

 

 

Weiter zahlreiche Berichte zu Donalds Gesundheitszustand und den offenen Fragen um seine Ansteckung. Exemplarisch der Bericht von Britta Jäger im heute-journal. Das Weiße Haus veröffentlicht ein paar gestellte Fotos, die Donald im Krankenhaus zeigen, an einem Schreibtisch bei seiner "Arbeit".

Ein guter Kommentar von Jake Tapper: Das Mitgefühl für Donald mischt sich mit der Wut darüber, daß soviel Leid hätte vermieden werden können (208.000 Tote in den USA, viele durften sich von ihren sterbenden Angehörigen nicht verabschieden), wenn der Präsident die Pandemie ernstgenommen und sich nicht über die Schutzmaßnahmen lustiggemacht hätte. Was werden wohl spätere Generationen denken, wenn sie die Bilder von fröhlich und ungeschützt sich umarmenden Senatoren bei der Coronaparty im Weißen Haus sehen. Donald ist am 1.10 noch zu einem Wahlkampfauftritt geflogen, als er bereits wußte, daß seine Beraterin Hicks erkrankt ist. Hat denn niemand im Weißen Haus darüber nachgedacht, wen er dabei alles anstecken könnte, Zimmermädchen, Barkeeper, Chauffeure, Piloten, Sicherheitsleute, Parteifreunde? Ich wünsche allen gute Besserung. Aber so, krank und isoliert, sind Sie, Mr. President, ein Symbol für ihr eigenes Versagen geworden, für Ihre Rücksichtslosigkeit, Ihre Ignoranz und Arroganz.  ¤

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4.10.20

Am Abend wird ein kurzes Video von Donald aus dem Krankenhaus getwittert. Er sagt, es gehe ihm schon wieder besser, und tatsächlich sieht er wieder besser aus. Er sagt, ernsthaft, er habe jetzt viel über Covid gelernt, in der Schule des Lebens, und das sei wirklich sehr interessant. - Kurz danach läßt sich Donald mit seinem gepanzerten SUV zu einigen Trumpfans fahren, die vor dem  Walter-Reed-Krankenhaus rumstehen und Fahnen schwenken. Er winkt den Nazis kurz zu, nebenbei wird er noch den Fahrer und den Sicherheitsmann im Auto angesteckt haben.  (Text korrigiert. Ich hatte zuerst die Reihenfolge vertauscht.)

Bei AJE ein Bericht von John Hendren über alle aktuellen Erkenntnisse über Donalds Erkrankung und seinen Besuch bei seinen Fans. Die meisten Besucher von Donalds Coronaparty am 26.9 laufen weiterhin ungetestet herum und verbreiten das Virus.

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5.10.20

Von den diversen Berichten über Donalds seltsames Verhalten bei seinem Krankenhausaufenthalt hier nur der von Jutta Sonnewald (ZDF). Danach aktuelle Infos aus Washington von Elmar Theveßen: wenn er entlassen wird, steht er unter Medikamenten, die die Krankheit nur unterdrücken. Sie kann also nach ein paar Tagen nochmal voll ausbrechen. Und Donald ist weiterhin ansteckend.

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5.10.20

Die O-Töne von heute: Donald kündigt auf Twitter an, er werde heute noch das Krankenhaus verlassen. Er fühle sich gut und die Leute sollten keine Angst haben vor Corona. - Donald fliegt per Hubschrauber zurück zum Weißen Haus, geht über den Rasen und winkt fröhlich. Dann zeigt er sich drei Minuten lang auf der Terrasse, winkend, salutierend, Daumen nach oben zeigend, und nimmt seine Maske ab, bevor er ins Haus geht um noch ein paar Leute anzustecken (live bei CNN). - Dann ein Twittervideo aus dem Weißen Haus. Er sagt, er fühle sich besser als je zuvor, vielleicht sei er jetzt immun, und die Leute sollten nicht ihr Leben von der Angst vor dem Virus dominieren lassen. Die 210.000 Toten erwähnt er nicht (Video bei AJE).

Bericht von Mike Hanna über Donalds Rückkehr ins Weiße Haus und die fortdauernden Fragen zu seinem Gesundheitszustand. Die Liste der infizierten Mitarbeiter wird immer länger. U.a. kam heute die blonde Sprechroboterin dazu.

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5.10.20

 

 

 

 

 

Chris Cuomo: Welcome to the Land of Confusion. Die Inszenierung als Großer Führer, der das Virus besiegt hat: was für ein Haufen Bullshit. Das Virus ist die Wahrheit, es schert sich nicht um links und rechts. Der Präsident ist wie ein betrunkener Autofahrer, der andere auffordert, auch betrunken zu fahren. Das Weiße Haus ist ein Infektions-Cluster, und er kehrt ohne Maske dorthin zurück. Er ist ein Covidiot. Habe ich eben den Präsidenten beleidigt? Er beleidigt die Präsidentschaft! Er tut weiter alles, wovon die Experten sagen, man solle es nicht tun. Er hat aus seiner Erkrankung nichts gelernt. Das Virus ist die Wahrheit und dieser Präsident ist eine wandernde Lüge. Warum salutiert er? Ein Salut ist eine Geste des Respekts. Jeder einzelne Aspekt seines Umgangs mit der Pandemie ist ein Zeichen von Respektlosigkeit. Er hätte sich täglich testen lassen können, hat das aber nicht gemacht. Seine Testergebnisse der letzten Woche werden geheimgehalten. Es gibt keine Kontaktverfolgung der Teilnehmer der Coronaparty im Rosengarten. Bis heute ist es in den USA schwer, einen Corona-Test zu bekommen. Wie könnte das Leben in den USA aussehen, wenn wir die Möglichkeiten hätten, die er ignoriert und mißbraucht. Seine Sprüche (die ich extra nicht abspiele) sind reine Propaganda. Und sein Vize sagt, er will weiter bei Massenveranstaltungen auftreten. Das ist die Definition für Irrsinn.   ¤¤

Don Lemon: Auch aus seiner Erkrankung macht Donald ein TV-Spektakel. Warum fallen wir alle immer noch auf diesen TV-Faxenmacher herein, der so tut, als sei er der Präsident? Trumps Show hat keine Basis und keine Bedeutung für unser Leben. Ich will etwas über unser Gesundheitssystem wissen, und nicht sehen, wie er vom Balkon irgendjemandem salutiert. Donald will Obamacare abschaffen, welches Patienten mit Vorerkrankungen hilft. Ich will etwas über Arbeitslosigkeit wissen. Joe Biden spricht darüber und macht Vorschläge. Darüber sollte der Präsident reden. Stattdessen salutiert er. Wem salutiert er da überhaupt? Den 210.000 Toten? - Donald ist ein kleiner Mann auf einer großen Bühne. Auch nach seiner Infektion hat sich im Weißen Haus nichts geändert. Er lügt, seine Leute lügen für ihn. Keiner will zugeben, seit wann Donald infiziert ist, wann er zuletzt negativ getestet wurde. (Diverse O-Töne dazu) Diese Regierung setzt Leute absichtlich und rücksichtslos einem tödlichen Virus aus. Was wird die Konsequenz sein? Stehen die über dem Gesetz? - Ich bin nicht überrascht und nicht schockiert über diesen Präsidenten. Aber wir sollten wütend sein, daß er aus einer amerikanischen Tragödie eine inszenierte TV-Travestie macht.   ¤¤

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5.10.20

Don Lemon spricht mit Mary Trump über Donalds unverantwortliches Verhalten. Das ist typisch für seine Familie, in der es nie erlaubt war, Schwäche zu zeigen. Er glaubt, daß er mit "positivem Denken" ("toxic positivity") aus allem herauskommt. Erstaunlich, wie alle seine Leute nicht nur andere einem Ansteckungsrisiko aussetzen, sondern wie sie offenbar bereit sind, sich selbst und ihre Kinder anzustecken. Man sollte denken, daß die Hörigkeit irgendwo eine Grenze hat. Er hat 210.000 Menschen sterben lassen, nur um selber als Starker Mann zu erscheinen. Das ist absichtlicher Massenmord, denn er hätte etwas dagegen tun können.  ¤¤

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6.10.20

Bericht von Britta Jäger über Donalds Rückkehr ins Weiße Haus, die wie eine regelrechte Auferstehung inszeniert wurde. "Der Präsident ist zurück, als der müde Kämpfer nach einer siegreichen Schlacht." (Es gab darüber noch diverse weitere Berichte auf deutsch.)

Bei "Markus Lanz" ordnet Elmar Theveßen das Geschehen rund um Donalds Erkrankung und seine Propagandashow ein. Das Weiße Haus als Infektions-Hotspot. Mit diversen O-Tönen, u.a. vom Eiertanz der Ärzte und von Donalds Videobotschaft. Jeweils mit deutschen UT. Und Fotos von der Coronaparty am 26.9 und von Donalds Familie beim TV-Duell, wo sie sich einfach geweigert haben, wie vorgeschrieben eine Maske aufzusetzen. - Wie immer von Theveßen exzellente journalistische Arbeit.  ¤

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ZDF

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6.10.20

 

Immer mehr Mitarbeiter des Weißen Hauses sind Corona-positiv. Jetzt u.a. Stephen Miller, Donalds wichtigster Redenschreiber. Außerdem immer mehr Teilnehmer der Coronaparty, und jetzt auch mehrere Pentagon-Generäle. Washington D.C. meldet eine sehr hohe Zahl an Neuinfektionen, ein Großteil davon im Zusammenhang mit dem Weißen Haus. Genaue Zahlen gibt die Regierung aber nicht heraus. Bericht von Mike Hanna.

Don Lemon mit weiteren Details über den Infektions-Hotspot im Weißen Haus. Gespräch mit Anthony Scaramucci über die systematische Desinformationspolitik der Regierung. U.a. weigern sich die Ärzte zu erklären, wann Donald zuletzt negativ getestet wurde. Das erinnert alles an einen satirischen Film über irgendeinen osteuropäischen Diktator. - Dann nochmal Bilder von der Coronaparty im Rosengarten. Gespräch mit der Ärztin Dr. Leana Wen. Bis heute wird keine Kontaktverfolgung der Partygäste gemacht. Diese verbreiten weiterhin das Virus im ganzen Land. Dr. Wen stellt fest, daß auch Pence infiziert sein könnte und die TV-Debatte Pence/ Harris jedenfalls nicht mit persönlicher Anwesenheit stattfinden sollte.  ¤

Chris Cuomo spricht mit John Bolton über die Sorge, ob die Regierung und das Pentagon überhaupt noch arbeitsfähig sind und wie die Gefahr einer ausländischen Einflußnahme auf die Wahlen zunimmt. Die Generäle im Pentagon nehmen die Gefahr immerhin ernst - im Gegensatz zum Weißen Haus - und gehen in Quarantäne.

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6.10.20

Don Lemon: Mindestens 17 Personen in Trumps Umkreis wurden positiv getestet. Es ist nicht das "China-Virus", es ist jetzt das "Trump-White-House-Virus". In einer Woche hat es im Weißen Haus mehr Fälle gegeben als in 19 Ländern zusammengenommen (darunter Vietnam und Taiwan). O-Töne heute von Biden und Michelle Obama.

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7.10.20

Ein Beitrag über die von den Republikanern im Wahlkampf eingesetzten Lügen, Fake News und Fake-Videos. Donald teilt auf Twitter solche Fälschungen immer wieder.

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7.10.20

OT (nicht live): Donald (trotz Coronainfektion ohne Maske) erzählt Reportern vor dem Weißen Haus, wie gut es ihm geht. Er nennt seine Infektion "einen Segen Gottes". Bei AJE Infos von Mike Hanna.

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7.10.20

 

Live-OT: Die TV-Debatte zwischen Kamala Harris und Mike Pence, live aus Salt Lake City (Utah), mit Susan Page (USA Today) als Moderatorin. Im Gegensatz zu dem von Donald veranstalteten Chaos bei der Debatte mit Biden wird heute von beiden sachlich gestritten, beide sind in der Lage, zuzuhören. Auch Pence neigt aber zur Demagogie und verdreht Aussagen von Harris zur Unkenntlichkeit. Eine echte Debatte kommt auch kaum zustande. Beide tragen ihre Weltsicht vor, schütteln den Kopf über die Argumente des Gegners, gehen aber kaum darauf ein. Sieben Themensegmente: 1. Corona. - 2. Steuern und Donalds Steuernichtzahlung. Darin wirft Pence Harris und Biden vor, sie wollten aus Fracking und fossilen Brennstoffen aussteigen. Übergang zu - 3. Klimawandel. Pence gesteht zu, daß "sich das Klima ändert", aber viel schlimmer sei, daß die Demokraten die Steuern erhöhen wollen. - 4. Das Verhältnis zu China und zu den Verbündeten. Darin erhebt Harris einige Vorwürfe gegen Donald wegen dessen Geringschätzung von US-Soldaten. Pence antwortet mit wirren Behauptungen über Biden. - 5. Die Neubesetzung des Supreme Court, der Streit um Abtreibungsrecht und Krankenversicherung. - 6. Polizeigewalt und Rassismus. 7. Die Wahl und die Frage der friedlichen Machtübergabe.

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7.10.20

In fünf Teilen der Faktencheck von Daniel Dale. Pence hat etliche von Donalds Lügen und Falschbehauptungen wiederholt. Harris erzählt aber auch einige unbelegte Dinge. Die Haltung der Demokraten zum Fracking und zum Green New Deal ist tatsächlich widersprüchlich. Dales Fazit: von beiden kommt die übliche politische Verdrehung und Unehrlichkeit. Aber kein Vergleich zu der Lawine von Lügen, die wir regelmäßig von Präsident Trump bekommen.

Erste Umfrageergebnisse: Harris hat deutlich gewonnen, mit 59 % zu 38 %, sie hat aber nur mäßig Leute überzeugt. 

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7.10.20

Don Lemon und Chris Cuomo (und vier Experten) analysieren die Debatte. Im Vergleich zu letzter Woche eine politische Debatte, die man ernsthaft inhaltlich untersuchen kann. Zu Corona hat Pence genauso schamlos gelogen wie Trump. Mit ihrer freundlich-sachlichen Art dürfte Harris vor allem bei Frauen sehr gut angekommen sein.

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8.10.20

Chris Cuomo und Don Lemon reden über den aufgedeckten Putschplan einer Nazimiliz in Michigan und Donalds Reaktion. Er hat auf Twitter heute geschrieben, er würde "jede" Gewalt verurteilen. Aber kein Wort über die Nazis, stattdessen drei Tweets über die schreckliche Gefahr durch "Anteefa", und daß Biden dazu schweige.

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8.10.20

Noch drei Berichte über die TV-Debatte Harris/ Pence.

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8.10.20

Jake Tapper spricht mit Rick Bright. Bright war Chef des US-Programms zur Impfstoffentwicklung. Im April hat ihn Donald auf einen unbedeutenden Posten versetzt, nachdem Bright Donalds Reklame für Chloroquin kritisiert hatte. Jetzt verläßt Bright die Regierung und kündigt Enthüllungen an ("Wistleblower Complaint"). Er kritisiert die Mißachtung der Corona-Vorschriften durch Trump und seine Leute und macht Trumps Corona-Politik direkt für den Tod von zahlreichen Menschen verantwortlich.  Donald sei durch seine Erkrankung und die Medikamente nicht zu rationalen Entscheidungen in der Lage.  (Größtenteils NNA)*

C 25
                 
8.10.20

Nancy Pelosi kündigt die Bildung einer Kommission an, die prüfen soll, ob Donald Trump gemäß dem 25. Verfassungszusatz noch fähig ist, das Amt des Präsidenten auszuüben. Trump ist durch seine Medikamente offenbar völlig von der Rolle. Auf Fox hat er heute Kamala Harris als "Kommunistin" und "Monster" beschimpft (OT).  ¤

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8.10.20

 

 

 

Anderson Cooper: Days of Rage. Weitere O-Töne von Fox von heute. Donald sagt, er wolle ab morgen wieder Wahlkampf machen, er sei sicher, daß er nicht mehr ansteckend sei. (Das ist erst nach 10 bis 20 Tagen der Fall.) Dann erzählt er ausführlich, daß er (bei der Coronaparty im Rosengarten) wohl von einigen Veteranen angesteckt worden sei. Keinen Moment kommt er darauf, daß vielleicht er (ohne Maske!) die alten Männer angesteckt haben könnte. Dann erzählt er noch (OT), er könne sich nicht wie Biden wegen Corona im Keller verkriechen, nein, er werde wie Churchill auf dem Dach stehen und seine Faust den heranfliegenden deutschen Bombern entgegenrecken. Tatsächlich war Churchill während der Luftangriffe auf London natürlich im Bunker, wie sich das für einen wichtigen Staatsmann gehört.  ¤

Bei Don Lemon weitere O-Töne von Donald, heute bei Fox News: schrille Verschwörungstheorien über Biden, der Babys hingerichtet habe, und über das Wasser, das in Kalifornien rationiert wurde, weil man das Wasser ins Meer geleitet habe, um Fische zu retten, denen es ohne Wasser nicht so gut ging. Et cetera. "What's going on is absolutely crazy." Damit hat er dann aber mal recht. Amanda Carpenter dazu: wir wissen schon lange, daß er verrückt ist. Schlimm ist, daß er einen Sender hat, wo er diesen Mist ungebremst den ganzen Tag verbreiten kann.  ¤

Ein Bericht darüber, daß Donalds Berater angeblich versuchen, ihn von seinen unsinnigen Behauptungen über angebliche Wahlfälschungen abzubringen. 

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Chris Lemon: (NNA)*  ¤¤

Don Lemon: (NNA)*  ¤¤

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9.10.20

 

OT: bei einem Telefongespräch mit Fox muß Donald zwischendurch ziemlich übel husten. Von wegen: gesund.

Donald telefoniert den ganzen Tag mit Fox. Ein Beitrag von Brianna Keilar mit zahlreichen bizarren OT-Ausschnitten.  ¤

OT: in einem der Anrufe bei Fox droht Donald dem Iran, wenn der etwas Böses tue, würde er etwas tun, was man noch nicht gesehen hat.

Dann hat Donald noch zwei Stunden live im Radio mit dem Nazi Rush Limbaugh telefoniert. Auch davon ein paar OT-Ausschnitte.

In einem Video bei Fox sagt Donald, er nehme keine Medikamente mehr ein, er sei wohl wieder gesund (OT). Morgen will er wieder öffentlich auftreten, bei einem "Event" vor dem Weißen Haus, und Montag wieder im Wahlkampf, wohl in Florida. (Infos von BBC-Korrespondentin.)

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9.10.20

Chris Cuomo: (NNA)*  ¤¤

Don Lemon:  (NNA)*  ¤¤

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Don Lemon spricht mit Michael Cohen.  (NNA)*  ¤¤

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10.10.20

 

 

Live-OT: Donald hält vom Balkon des Weißen Hauses eine Wahlkampfrede an etwa 300 Fans, die zwar mit Masken, aber ohne Abstand auf dem Rasen stehen und ihm frenetisch zujubeln. Alle tragen blaue Hemden und rote Mützen, unter ihnen sind zahlreiche Schwarze und Latinos. Da es sich nicht um eine offizielle Rede sondern um puren Wahlkampf handelt, zeigt CNN nur die ersten zwei Minuten. AJE bleibt etwas länger live dabei, die BBC noch länger, aber auch nicht bis zum Ende. - Donald trägt keine Maske, er zeigt auch keine Krankheitssymptome mehr und ist offenbar in Topform. Die Rede hält er frei, nur mit Notizen als Hilfe. Inhaltlich die übliche rechtsextreme Demagogie von "Law and order" und die üblichen leeren Versprechungen. Das meiste hat er schon tausendmal gesagt.

Die Tagesschau zeigt während der Ansprache einen Bericht darüber, der vorher erstellt wurde, in der Zukunftsform. Etwas seltsam. Eine kurze Zusammenfassung dann in den Tagesthemen, im heute-journal ein Bericht von Jutta Sonnewald.

Donalds Arzt behauptet, er sei nicht mehr ansteckend. Über seine Corona-Testergebnisse gibt es weiterhin keine Infos. Berichte von Kimberly Halkett und David Willis über die Fragen zu Donalds Gesundheitszustand und die heutige Coronaparty, mit ein paar O-Tönen.

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TS,TT,hj

A,B

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10.10.20

Im "Listening Post" das Video "Covita - Don't cry for me White House staffers". Die Arie aus "Evita" mit einem Text über Donalds mutwillige Ansteckung seiner Mitarbeiter und Bediensteten. Ein scheußliches Lied, aber eine geniale Parodie.

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11.10.20

Deutsche Berichte über Donalds Wahlkampfauftritt im Weißen Haus und seinen Versuch, aus seiner Erkrankung eine Erfolgsstory zu machen. Im Bericht von Verena Bünten (Weltspiegel) der interessante Hinweis, daß zur Entwicklung des Antikörper-Cocktails, den Donald bekommen hat, Zellen von abgetriebenen Föten verwendet wurden. Interessant erstens, weil die Republikaner sonst streng gegen solche Forschungen sind und dafür die Zuschüsse gesperrt haben. Und zweitens weil Donald genau das tut, was QAnon über Trumps Gegner behauptet: daß sie sich mit einem Stoff fithalten, der aus "ermordeten Babys" gewonnen wird. Die Firma, die das Zeug produziert, heißt ausgerechnet "Regeneron"¤

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11.10.20

Donald hat wieder bei Fox angerufen. Jetzt erzählt er, er sei nicht nur wieder gesund, er sei jetzt sogar immun gegen Corona. (Wofür es natürlich keinerlei medizinischen Anhaltspunkt gibt. Auf Twitter wurde ein Tweet als Desinformation markiert, in dem er dasselbe behauptet hatte.)

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11.10.20

Donalds Wahlkampfteam verbreitet ein Video mit einem OT von Dr. Fauci: "I can't imagine that anybody could be doing more." Das hat er aber im März gesagt, und es bezog sich nicht auf Donalds Regierung. Er hat sich heute sehr deutlich von dieser Vereinnahmung distanziert. -

Ein schriller OT von Eric Trump, der in einem TV-Interview meinte, sein Vater habe einen Impfstoff entwickelt und sei selber damit behandelt worden. Auf Nachfrage, ob er wirklich von einem Impfstoff redet, brabbelt er sinnloses Zeug, korrigiert sich aber nicht.  ¤

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12.10.20

Donald macht weiter Wahlkampf. In Sanford (Florida) läßt er sich und seine Auferstehung von tausenden Anhängern feiern. Nur wenige tragen Masken, niemand hält Abstand. Donald ist offenbar dank seiner Medikamente weiter in Topform, benutzt jetzt aber doch wieder den Teleprompter. Er wiederholt seine Behauptung, er sei immun (OT bei CNN). Nach Angaben seines Arztes wurde er inzwischen mehrmals negativ getestet. Bei AJE Infos von Andy Gallacher, mit einem kurzen OT von Donalds Ansprache

A,C zus.4
           
12.10.20

 

Chris Cuomo: über Donalds unverantwortliche Wahlkampfshow, mit weiteren bizarren O-Tönen. "Ich möchte euch am liebsten alle küssen, die Kerle und die schönen Frauen." O-Töne von einigen Trumpfans, durchweg ältere Leute, bei denen seine Sprüche verheerende Folgen hatten: sie glauben alle, das Virus sei harmlos, und wirklich gefährlich seien Masken. Dr. Fauci warnt, daß Donald mit seinen Massenversammlungen Schwierigkeiten verursacht ("asking for trouble", OT).   ¤

Don Lemon zeigt ein Video von einer buchstäblich kilometerlangen Schlange vor einem Wahllokal, weil die Leute vernünftigerweise Abstand halten. Donald dagegen bringt bei seiner Superspreader-Tour bewußt und absichtlich die Leute in Gefahr. Während er behauptet, das Virus würde verschwinden, steigen die Infektionen stark an. Ob er wirklich negativ getestet wurde? Soll man das noch glauben? Nachfragen dazu werden von seinem Arzt nicht beantwortet. - Donalds Werbeleute haben einen alten OT von Dr. Fauci für einen Werbeclip mißbraucht. Hier der OT im ursprünglichen Zusammenhang, kein Werbespruch für Donald. Fauci hat die Manipulation deutlich verurteilt. Er habe sich nie in Politik eingemischt.   ¤

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13.10.20

Elmar Theveßen bei "Markus Lanz" über Donalds Wiederauferstehung, mit einigen bizarren O-Tönen aus seiner Rede in Sanford. Z.B. nennt er die Pandemie "ein unglaubliches Festival der Liebe". Vor dem Hintergrund von täglich ca. 500 Toten klingt das zynisch. Übrigens ist es keineswegs sicher, daß er nicht mehr ansteckend ist. Die Corona-Schnelltests haben nur 50 % Trefferquote. Noch ein interessanter OT: am 7.10., nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus, hat er versprochen, alle Patienten würden kostenlos das gleiche Medikament (den Antikörper-Cocktail von Regeneron) erhalten wie er. (Das Mittel ist nicht getestet, es wird nicht in großen Mengen produziert und es wird sicher nicht kostenlos sein.) Und über Dr. Fauci, der endlich anfängt, sich gegen seine Vereinnahmung durch Donald zu wehren.  ¤

ZDF 15
           
13.10.20

OT-Ausschnitte aus Donalds Rede vor Fans in Johnstown (Pennsylvania). Er behauptet, bald werde es nicht nur einen Corona-Impfstoff geben sondern ein Heilmittel ("a cure"). Er stellt sich als "Außenseiter" dar, der in Washington den "Sumpf" ausgetrocknet habe. 

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13.10.20

 

Chris Cuomo: Donalds größter Gegner im Wahlkampf ist nicht Biden, sondern die Pandemie. Er verliert gegen das Virus. Statt endlich das Virus ernstzunehmen verspottet er ausgerechnet Dr. Fauci (heute wieder auf Twitter) und verhält sich entgegengesetzt den Empfehlungen seiner eigenen Experten. - Der Name des Präsidenten könnte nicht besser zutreffen: das alte englische Wort "trumpery" bedeutet "wertloser Unsinn", es stammt vom französischen "tromper": "betrügen, täuschen". Wenn er seinen Anhängern zuruft, er wolle sie alle küssen, dann meint er einen Kuss des Todes.  ¤

Don Lemon feuert die Zuschauer an, unbedingt zur Wahl zu gehen. Auch wenn sie 8 Stunden anstehen müssen. Wenn ihr nicht für euch selber wählen wollt, geht wählen für die 215.000, die an Corona gestorben sind. Es ist kein Geheimnis, wer die Leute in solchen beispiellosen Massen an die Urnen treibt: es ist ein Mann. Es ist ein Referendum über diesen einen Mann. 215.000 Menschen sind gestorben, und er tanzt vor seinen Anhängern. Heute ausgerechnet zu dem Schwulensong "Y.M.C.A.". Er tanzt auf den Gräbern von 215.000 Amerikanern.   ¤¤

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13.10.20

Don Lemon spricht mit Mary Trump. Wie wird Donald auf eine Wahlniederlage reagieren? Bei den Trumps gilt "Verlieren" als etwas, das man nicht hinnehmen darf. Er ist jetzt in der ungewohnten Lage, daß niemand ihm aus dem Schlamassel helfen wird, in den er sich selbst gebracht hat. Er ist völlig unfähig, aus seinen Fehlern zu lernen. Don und Mary lachen sich schlapp, daß Donald zu einer Schwulenhymne tanzt. Vermutlich hat er keine Ahnung, worum es in dem Lied geht. Man kann nur noch lachen. Aber der Mann ist immer noch krank und vermutlich ansteckend.   ¤

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14.10.20

Seit Jahren und Monaten plärrt Donald von einer angeblichen Verschwörung der Demokraten, die seinen Wahlkampf 2016 ausspioniert hätten. Justizminister Barr hatte angekündigt, demnächst einen enormen Skandal aufzudecken. Was jedem klar war: es ist alles nur gigantisch aufgeblasener Bullshit. Die WaPo berichtet jetzt, daß bei Barrs groß angekündigter Untersuchung nichts herausgekommen ist. Barr selbst versteckt sich lieber vor Reportern. Beitrag von Brianna Kailar mit diversen O-Tönen von Donald und seinen Fox-News-Kumpanen.

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14.10.20

 

Chris Cuomo: Melania hat bekanntgegeben, daß auch Donalds Sohn Barron Corona gehabt hat. Donald erzählt seinen Fans (OT), das Virus habe dem Jungen nichts ausgemacht. Daß er selbst ihn wahrscheinlich angesteckt hat, sagt er nicht. Seine Veranstaltungen sind Superspreader-Events, seine Fans glauben ihm, was er ihnen erzählt: daß das Virus keine Gefahr darstelle. Die Zahl der Infektionen in den USA explodiert, und das ist Donalds Schuld. Cuomo spricht Donald direkt an: warum tust du nichts, was die Lage verbessern würde? Ich glaube, du machst diese Versammlungen, weil du verbrannte Erde hinterlassen willst. Du machst alle anderen zu Verlierern, damit du gewinnen kannst.   ¤

Don Lemon: Warum wird in diesem Land den Leuten das Wählen so schwergemacht? Warum ist der Wahltag kein Feiertag? Warum müssen Leute einen ganzen Tag anstehen, nur um ihre Stimme abzugeben. Das muß doch nicht so sein! So wie die Corona-Pandemie: das muß nicht so sein, es ist empörend. Präsident Obama hat dazu heute in einem Video sehr deutlich gesprochen. (OT) Donald führt nochmal den Wahlkampf von 2016, mit haltlosen Vorwürfen gegen Obama und Clinton. Die Vorwürfe lösen sich gerade in Luft auf. Und noch etwas ist anders: den Leuten hängt seine Masche zum Hals raus. ("People are exhausted by his shtick.") Sie stehen in beispiellosen Massen an, um zu wählen. Noch ein OT von Obama darüber.   ¤

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15.10.20

Elmar Theveßen bei "Markus Lanz" über den US-Wahlkampf. Darin ein bereits bekannter OT von Donald, von seinem hilflosen Versuch, sich bei den Frauen einzuschmeicheln, hier mit deutschen UT. Und ein Werbeclip der Demokraten, in dem zahlreiche Donald-Aussprüche neu zusammengeschnitten wurden. Nur leidlich lustig.

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15.10.20

Brianna Keilar untersucht die lange Geschichte von Donalds Bemühungen, eine direkte Debatte mit Biden zu vermeiden und Biden absurde Dinge zu unterstellen (er würde Aufputschmittel nehmen, über kleine Kopfhörer Anweisungen erhalten usw.). Dabei besteht Donalds Trick und der seine Freunde bei Fox News darin, Biden genau das vorzuwerfen, was sie selber betreiben. Ergiebige Sammlung von O-Tönen. Immer wieder faszinierend.  ¤

Während Corona sich weiter explosionsartig ausbreitet, verbreitet Donald bei seinen Kundgebungen nicht nur das Virus, sondern weiter Märchen über dessen Ungefährlichkeit und die Gefahr von Masken. Neue O-Töne aus Greenville (North Carolina). Unterdessen sagt Ex-Gouverneur und Donald-Berater Chris Christie, er hätte sich wohl besser bei seinen Treffen mit Donald eine Maske aufsetzen sollen. Er liegt inzwischen schwerkrank im Krankenhaus.

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15.10.20

Die "Townhall" mit Donald in Miami wurde bei NBC zeitgleich zur Debatte mit Biden (bei ABC) gesendet. Download von YouTube. Donald zeigt sich weiterhin in bester Form. Inhaltlich fast nichts Neues, nur die hundertmal abgespielten Satzfragmente. Fragen beantwortet er grundsätzlich nicht, sondern benutzt sie als Aufhänger für seine auswendiggelernten Sprüche. Leider wird fast nie nachgefragt.

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15.10.20

 

CNN hat keine der beiden Debatten live gezeigt. Stattdessen werden beide hinterher ausführlich ausgewertet, analysiert und bewertet. Ich habe davon sechs Stücke über Donalds Auftritt zusammengefasst, mit Anderson Cooper, Don Lemon, Brian Stelter und Chris Cuomo. Ein paar interessante Stellen:

Donald behauptet, er wisse nicht mehr, ob er am Tag der ersten Debatte mit Biden einen negativen Test hatte. (Das kann eigentlich nur bedeuten, daß er an dem Tag schon wußte, daß er infiziert war, und absichtlich versucht hat, Biden anzustecken.)  - Dann hat es erneut abgelehnt, sich von Nazis abzugrenzen. Er behauptet, er habe sich immer von Nazis distanziert, aber niemand würde Biden auffordern, "Anteefa" zu verurteilen. Über QAnon wisse er gar nichts, aber wenn die gegen Pädophilie kämpften, würde er das unterstützen. (Das hört sich so an, als wenn er die Leute sogar sehr genau kennt, die diese Hasslegenden in die Welt setzen.) - Und dann doch noch etwas Neues: er gibt versehentlich zu, daß er 400 Millionen Dollar Schulden hat. Das sei aber sehr wenig in Vergleich zu seinen Vermögenswerten. (Das hat ihm die Deutschebank geglaubt, aber sonst wohl keiner mehr.)  ¤

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15.10.20

Chris Cuomo vergleicht die beiden heutigen Auftritte von Biden und Donald. Donald versucht, das Land an so vielen Bruchlinien zu spalten wie er nur kann. Seine Ausflüchte und Lügen sind dermaßen offensichtlich in ihrer boshaften Absicht. Die gleichzeitige Übertragung auf zwei Sendern ist eine Metapher für dieses Land. Wir sind auf unterschiedlichen Kanälen. Nicht nur glauben wir, daß die andere Seite unrecht hat, wir können die andere Seite buchstäblich nicht mehr hören.

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15.10.20

Don Lemon spricht mit Arnold Schwarzenegger (Republikaner, Ex-Gouverneur) über die Bedeutung des Wahlrechts, mit dem manche Republikaner Schindluder treiben, über Corona, auf das niemand vorbereitet war und Donalds Leugnung des Problems, Wen er wählen wird, will er aber nicht sagen. Dann noch über Arnolds Engagement gegen Rassismus. 

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16.10.20

Bericht von Britta Jäger über die beiden TV-Befragungen von Biden und Donald. 

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16.10.20

 

Der Tageskommentar von Don Lemon: 18 Tage vor der Wahl haben schon mehr als 20 Millionen Leute gewählt, und die Bilder von Wahlkundgebungen von Biden und Donald zeigen alles, was man wissen muß: der eine lebt in der Realität der Pandemie, der andere lebt in einer Superspreader-Unrealityshow und erwähnt niemals die 220.000 toten Amerikaner. Der eine sachlich, ruhig, präsidentiell, der andere mokiert sich darüber, daß Biden sich an die Social-Distancing-Regeln hält (OT von heute), und zeigt dabei, daß er den Sinn des Abstandshaltens einfach nicht verstanden hat. Er setzt weiter bewußt und absichtlich seine Freunde der Gefahr aus. Chris Christie sagt, daß es ein Fehler war, darauf zu vertrauen, die Leute bei der Party im Rosengarten wären wohl alle getestet worden. Und daß er dort wohl besser eine Maske getragen hätte (OT). Don erklärt dem völlig verlorenen Senator Perdue, wie man den Namen Kamala ausspricht. Und noch ein OT von heute: Donald behauptet, die Abgeordnete Ilhan Omar sei "illegal" ins Land gekommen. Was nicht stimmt, aber zu seinem Muster passt, Schwarze als unamerikanisch darzustellen. (Außerdem hat er Omar noch "Antisemitismus" vorgeworfen.)

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17.10.20

 

 

Zwei O-Töne aus einer Rede von Donald vor Fans heute in Macon (Georgia). Erst behauptet er, Biden und dessen Familie seien korrupt, und stimmt dann in den Schlachtruf der Fans ein: "Lock them up!", sperrt sie ein. (Wie immer bedeutet es übersetzt: er selbst und seine Familie sind korrupt und gehören eingesperrt. Projektion.) Und dann macht er sich überraschenderweise Gedanken darüber, was es bedeuten würde, wenn er die Wahl verlieren würde, gegen den schlechtesten Kandidaten aller Zeiten. (Er selbst ist der schlechteste Präsident aller Zeiten.) Er fragt sich, ob er dann wohl das Land verlassen würde. Das war von ihm wohl als Scherz gemeint, ist aber absolut ernst zu nehmen. Mehrere Kommentatoren bei CNN verweisen darauf, daß ihm nach dem Ende der Amtszeit diverse Strafverfahren drohen. Gespräch darüber mit Jeffrey Toobin (Autor von "True Crimes and Misdemeanors - The Investigation of Donald Trump").  ¤

Dann noch ein OT des republikanischen Senators Ben Sasse, der befürchtet, daß die Unterstützung für Trump bei den Senatswahlen zu einem "Blutbad" für die Republikaner führen wird. "Wir blicken auf einen blauen Tsunami." Deshalb habe er keinen Wahlkampf für Trump gemacht. Wie immer, wenn jemand etwas Vernünftiges sagt, nennt Donald ihn daraufhin "dumm und widerwärtig".

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18.10.20

Zwei neue O-Töne: in einem TV-Interview erzählt Donald, die Leute bei seinen Versammlungen hätten alle Masken, und es sei nichts über Ansteckungen bei diesen Events bekannt. Beides ist falsch. Kaum jemand trägt dort eine Maske, und mindestens von einer Versammlung sind 20 Ansteckungen bekannt. - Und ein kurzer OT von einer "Rally" in Nevada heute, wo er sich über die Ratschläge der Seuchenexperten lustigmacht.

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18.10.20

"The Insiders - A Warning from Former Trump Officials" - Zahlreiche frühere Mitarbeiter des Weißen Hauses warnen davor, daß Präsident Donald nicht für das Amt geeignet ist. Zitate von mehreren Generälen, und Jake Tapper spricht im Studio mit insgesamt zehn Leuten, die dabei waren, von Rick Bright (gefeuerter Leiter des Programms zur Suche nach Impfstoffen) bis John Bolton.  (NNA)*  ¤    Kein Video, kein Sendungslink, aber das Transkript der kompletten Sendung.

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19.10.20

Ein Beitrag von Brianna Keilar über Donalds Masche, sich bei unangenehmen Themen aus der Affäre zu ziehen, indem er behauptet, darüber wisse er nichts. "I know nothing" sagt er über QAnon, über die Nazimiliz "Proud Boys", über David Duke (KKK), über White Supremacists im Allgemeinen, über die Prämien für das Töten von US-Soldaten, über Russland im Allgemeinen, über WikiLeaks, über die US-Botschafterin in der Ukraine, über Steve Bannons Spendenbetrug, über die Entlassung von Staatsanwalt Berman und über die Auflösung der Pandemieschutzbehörde kurz vor dem Ausbruch von Corona. Zu jedem Beispiel ein OT, wo er sagt, er wisse nichts darüber, und ein OT (teilweise etwas älter), der das Gegenteil belegt. Schöne Sammlung.  ¤

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19.10.20

Donalds greift gleich mehrfach den Seuchenexperten Dr. Fauci direkt an, bei Twitter, in einem Telefoninterview und bei einem Chopper Talk. "Die Leute sind es satt, von Fauci und all diesen Idioten zu hören, die es nicht kapieren." Fauci sei "ein Desaster", und er würde ihn ja gerne feuern, aber dann sei der Tumult noch größer. Er sagt, wenn er auf Fauci gehört hätte gäbe es jetzt 500.000 Tote. Das erhöht er dann auf 700.000 oder 800.000.  - Donalds neuer Lieblingsberater in medizinischen Dingen ist Dr. Scott Atlas. Der hat auf Twitter behauptet, die Leute würden durch Masken sterben. Twitter hat das als Desinformation gelöscht. - Zwei Beiträge (einer von Erin Burnett) mit allen O-Tönen und Hintergrundinfos.  ¤

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19.10.20

 

 

Anderson Cooper: Bei dem Telefoninterview hat Donald noch gesagt: wenn das jetzt jemand mitgeschnitten hat, dann ist das eben so. Das schert mich nicht. ("I couldn't care less.") Das könnte wohl als Motto über seiner Präsidentschaft stehen. Eine sarkastische Abrechnung von Anderson Cooper, mit etlichen treffenden O-Tönen des Mannes, der sich für klüger hält als alle Experten. Und ein absolut bizarrer OT von Donald in Carson City (Nevada), wo er sich minutenlang über Duschen und Toilettenspülungen echauffiert. Das scheint ihm ja sehr am Herzen zu liegen.  ¤

Chris Cuomo: Mehr zu Donalds Angriffen gegen Dr. Fauci, mitten in einer tödlichen Epidemie mit 220.000 Toten. Fauci bekommt inzwischen Morddrohungen und braucht Personenschutz. Noch mehr, nicht ganz so spannend.

Don Lemon: Ein paar Neuigkeiten zur nächsten TV-Debatte und zu den Umständen der Wahlauszählung. - Das Weiße Haus ruft einer "National Character Counts Week" aus, und Donald eröffnet sie mit scharfen Angriffen auf Dr. Fauci. Auf seiner Superspreader-Tour hat er heute in Arizona Biden vorgeworfen, daß der auf Dr. Fauci hören würde (OT). Biden hört lieber auf die Experten als daß er vorschlägt, Patienten Desinfektionsmittel oder Licht zu injizieren. - In Muskegon (Michigan) hat Donald sich gewünscht, die Gouverneurin würde verhaftet (OT). Gemeint ist Gouverneurin Gretchen Whitmer, gegen die eine Bande von Trumpfans einen Staatsstreich inklusive Hinrichtung geplant hat. Er stachelt sie zu dieser Form von Terrorismus an. Seine Schwiegertochter Lara findet das lustig (OT).  ¤

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19.10.20

Don Lemon spricht mit John Fogerty, dem Sänger von Creedance Clearwater Revival. Deren Protestsong "Fortunate Son" von 1969 handelt von den Söhnen von Millionären, die sich vor dem Kriegsdienst drücken. Er hätte genau auf Donald gemünzt sein können. Fogerty selber wurde damals zum Krieg gegen Vietnam eingezogen, Donald ließ sich freistellen. Donald besitzt die Unverfrorenheit, diesen Song bei seinen Aufmärschen abzuspielen. Fogerty hat Donald per Abmahnung aufgefordert, das zu unterlassen, was Donald aber einfach ignoriert.

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20.10.20

Per Telefon bei Fox hat sich Donald nochmal abfällig über Dr. Fauci geäußert. Der sei ja nur ein Demokrat. Dr. Atlas dagegen, der sei "fantastisch". - Und das Urteil des Supreme Court, das eine Auszählung von Briefwahlstimmen auch zuläßt, wenn die Briefe zu spät ankommen, nennt er "lächerlich" und "seltsam".

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20.10.20

 

 

Anderson Cooper: "Scorched Earth": Donald merkt, daß er die Wahl verliert, und versucht alles, um das zu verhindern, auch wenn er dabei verbrannte Erde zurückläßt. Während Corona sich wieder rapide ausbreitet, hält er weitere Superspreader-Events ab und greift den Experten an, dem die meisten Menschen vertrauen.  ¤

Chris Cuomo: Zwei Wochen vor der Wahl werden Donalds Angriffe immer wilder, während Biden sich zurückhält und Donald für sich arbeiten läßt. Viele werden sich heute entschieden haben, Biden zu wählen, als sie gehört haben, wie Donald seinen Justizminister auffordert (OT), nun endlich sofort Anklage gegen Biden wegen Korruption zu erheben. Barr hat die Ermittlungen aber gerade eingestellt, weil die Vorwürfe keine Substanz haben. 

Don Lemon: Zwei Wochen vor der Wahl hat Donald keine Ahnung, wie man sich verhält, wenn man wiedergewählt werden will, weil er nicht wirklich regiert hat. Er hat sich um nichts gekümmert und immer nur Konflikte gesucht. Wo ist sein versprochener Plan für eine Gesundheitsreform? Wo ist sein versprochener Impfstoff? Wo ist sein Konjunkturprogramm? Die Amerikaner bezahlen den Preis dafür, daß ihr Präsident seine Arbeit nicht macht. Er hat noch nie so viel gelogen wie in den letzten Wochen. - Vor drei Jahren wurden tausende Einwandererkinder von ihren Eltern getrennt. 545 dieser Kinder haben bis heute ihre Eltern nicht wiedergefunden. (Diese wurden vermutlich einfach deportiert.)

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20.10.20

Chris Cuomo spricht mit Barbara Res, Ex-Vizechefin der Trump Organisation. In ihrem Buch "Tower of Lies" schildert sie u.a. Donalds offenen Rassismus gegenüber schwarzen Mitarbeitern seiner Firmen. Sie sagt, für die einfachen Arbeiter hat sich nie interessiert.

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21.10.20

Don Lemon: Obama hat eine leidenschaftliche Rede gegen Trump und zur Unterstützung für Biden / Harris gehalten (Ausschnitte). Direkt danach haben der Geheimdienstchef und das FBI bei einer PK verkündet, Russland und der Iran hätten versucht, sich in den Wahlkampf einzumischen. Sie sollen (miserabel gefälschte) Emails verschickt haben, angeblich von den Proud Boys, in denen Wähler bedroht werden, wenn sie nicht Trump wählen würden. Unklar, wem das genützt haben sollte. - In einem TV-Interview wurde Donald heute gefragt, ob er heute irgendetwas anders machen würde beim Umgang mit Corona. "Not much."

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21.10.20

Beitrag über die Recherchen von Klaus Brinkbäumer und Stephan Lamby über die engen Beziehungen zwischen dem Trump-Regime und den rechten Medien, speziell dem Sender Fox News. Ausführlicher nächsten Montag in der Doku "Im Wahn - Trump und die amerikanische Katastrophe" (ARD). 

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22.10.20

Bericht von Jutta Sonnewald über den schmutzigen Wahlkampf der Republikaner gegen Biden, mit Geschichten über angebliche Emails von Hunter Biden über Millionengeschäfte in Russland und / oder China. Sie wollen damit auch von den echten Enthüllungen über Donald ablenken, der tatsächlich bis heute ein geheimes Bankkonto in China hat und dort mehr (und zwar tausendfach mehr) Steuern bezahlt hat als in den USA.

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22.10.20

Elmar Theveßen bei "Markus Lanz" nochmal über die Coronaparty im Rosengarten (26.9.) und Faucis Kritik an dieser unverantwortlichen Veranstaltung. Nochmal die O-Töne von Donalds abfälligen Äußerungen über Fauci (mit deutschen UT). Kurz über das abgebrochene "60 Minutes"- Interview, und über die albernen Email- "Enthüllungen" über Hunter Biden. Hinweise, daß dahinter erneut eine russische Manipulation steckt. Und kurz über Donalds Konto in China.

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22.10.20

 

 

 

Live-OT: Die zweite TV-Debatte zwischen Joe Biden und Donald Trump, live aus Nashville (Tennessee ), mit Kristen Welker als Moderatorin. Die Regeln wurden geändert, und Donald hört diesmal offenbar auf seiner Berater und benimmt sich fast wie ein normaler Mensch. Er redet zwar wie immer unglaublichen Stuß und lügt permanent, aber Biden kommt auch zu Wort und hat die Chance, darauf sachlich einzugehen. Themenblöcke: 1. Corona. - 2. Nationale Sicherheit. Donald behauptet, er habe einen Atomkrieg mit Nordkorea mit genau 32 Millionen Toten verhindert. - 3. Wirtschaft und Gesundheitsversicherung. - 4. Einwanderungspolitik. Auf die Frage, was mit den 545 Kindern passieren soll, deren Eltern man nicht finden kann, weil sie abgeschoben wurden, nennt Donald diese Eltern "Kojoten". Biden stellt dazu völlig korrekt fest, daß es kriminell ist, die Kinder von ihren Eltern zu trennen. - 5. Rassismus in den USA. Von Donald nur seine auswendiggelernten Sätze. "I am the least racist person in this room." Biden gibt zu, daß das massenhafte Einsperren von Drogenkranken ein Fehler war, und kündigt sehr deutlich an, daß das geändert wird. Donald hackt auf ihn ein: warum habt ihr das in acht Jahren nicht gemacht? Biden: weil die Republikaner die Kongressmehrheit hatten. - 6. Klimawandel. Donald: "Ich liebe die Umwelt!" - 7. An beide die Frage: was sagst du in deiner Inaugurationsrede denen, die dich nicht gewählt haben? Von Donald dazu nur inhaltsloser Schwachsinn über Arbeitslosenzahlen.  ¤

Ich habe nicht alles gesehen. An irgendeiner Stelle hat Donald wohl nochmal seine haltlosen Vorwürfe gegen Bidens Sohn ausgepackt. 

Ich fand Biden diesmal ausgesprochen überzeugend. Wenn man ihn ausreden läßt, hat er auch etwas zu sagen. Ruhig und sachlich, aber energisch und bestimmt. Ich denke, er wird ein ziemlich guter Präsident.

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22.10.20

Der Faktencheck von Daniel Dale, in sechs Segmenten. Donald hat sich diesmal besser benommen, aber noch mehr gelogen als sonst. Ein einziges Bombardement an Falschinformationen, bei allen Themen. Von Biden soll es genau eine falsche Aussage gegeben haben. (Ich weiß aber gerade nicht, welche.) (NNA)*

Laut Demoskopen hat Biden auch diese Debatte deutlich gewonnen, mit 53 % gegen 39 %. Im Gegensatz zur ersten Debatte hat Donald diesmal aber kaum welche von seinen Anhängern abgeschreckt - die Zustimmungswerte vorher und hinterher sind fast gleich.

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22.10.20

Chris Cuomo und Don Lemon besprechen die Debatte ausführlich. Leider NNA)* Und leider fehlt wegen einer technischen Panne eine besonders witzige Stelle über die Zuschauer von Fox News.  ¤

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