Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Afrika : Kongo (DRC) #3                                                                                     (letzter Eintrag 16.6.19)

Kongo #1 (bis Ende 2011)  

Kongo #2 (bis Ende 2017)

Datum Beitrag Sender

(Schlüssel)

Länge (Min.)
1.1.18

Weitere Berichte über die Proteste gegen Präsident Kabila, bei denen in Kinshasa mindestens sieben Menschen von Polizisten erschossen wurden. - Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews.  

A,arj,E

zus.6
3.1.18

Am Sonntag haben landesweit Christen gegen Präsident Kabila demonstriert, der sich weigert, zurückzutreten. In Kinshasa ging die Polizei brutal gegen die Demonstranten vor und hat mindestens sieben Teilnehmer erschossen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche, Kardinal Laurent Monsengwo Pasinya, kritisiert das Vorgehen der Polizei als "barbarísch". Berichte bei BBC und TV5, bei der BBC Einschätzungen von Prudent Nsengiyumva (BBC Great Lakes).

B,JA zus.8
10.1.18

Bei schweren Überschwemmungen in Kinshasa sind mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. Über 5000 Menschen haben ihre Häuser verloren, vor allem in den Slumvierteln. Im ganzen Land breitet sich die Cholera weiter aus.  ¤

A

2
           
13.1.18

Catherine Soi berichtet aus Kinshasa über die Rolle der katholischen Kirche beim Protest gegen Präsident Kabila, der sich nach dem Ende seiner Amtszeit weigert, zurückzutreten.  

Bei Beni in Nord-Kivu hat die Armee eine Offensive gegen die Basen der ADF-Rebellen begonnen. Die Rebellen haben im Dezember 15 UN-Blauhelme ermordet und in den letzten drei Jahren über 700 Zivilisten. 

A

A

3

2

           
14.1.18

Letzte Woche wurden bei einem Bergrutsch in einem Slumviertel von Kinshasa zahlreiche Häuser zerstört, etwa 50 Menschen kamen ums Leben, Tausende verloren ihre Wohnung. Wegen der ständigen Überflutungen und der katastrophalen hygienischen Verhältnisse breitet sich die Cholera immer weiter aus. Landesweit sind dieses Jahr schon etwa 1000 Menschen an der Krankheit gestorben. Catherine Soi berichtet aus Kinshasa.   ¤     

A

3
18.1.18

Die UN rufen zu Spenden für die Menschen in der DRC auf. Durch die Bürgerkriege in Kasai und im Osten des Landes sind 750.000 Menschen auf der Flucht, über drei Millionen leiden Hunger.

E

1
           
21.1.18

In Kinshasa demonstrieren wieder einige Hundert Christen (Katholiken) nach dem Sonntagsgottesdienst gegen Dauerpräsident Kabila. Die Demo wird von Polizisten gestoppt, es kommt zu Auseinandersetzungen, erneut schießen die Polizisten auf die Demonstranten und töten sechs von ihnen. Auch in anderen Orten setzt die Polizei Tränengas gegen friedliche Protestkundgebungen ein. Bei AJE berichtet Catherine Soi aus Kinshasa, Berichte auch bei arte und TV5.  ¤

A,arj,JA zus.7
           
23.1.18

Durch den Bürgerkrieg in Kasai leiden etwa drei Millionen Menschen an Nahrungsmangel, 400.000 Kinder sind unterernährt. Catherine Soi berichtet aus einem Nothilfelager.

A 3
           
24.1.18

Catherine Soi berichtet aus Kasai über die Folgen des Bürgerkrieges für Zivilisten.

A

3
           
25.1.18

Malcolm Webb berichtet aus dem Grenzgebiet von Uganda zur DRC. Dort kommen Tausende Flüchtlinge an. Seit Monaten toben in Nord-Kivu heftige Kämpfe, es gibt massive Übergriffe aller kämpfenden Gruppen auf die Zivilbevölkerung, oft mit Gruppenvergewaltigungen. Meist weiß man nicht, von welcher Gruppe man gerade angegriffen wird.  ¤

A 3
           
26.1.18

Präsident Kabila spricht erstmals seit längerer Zeit öffentlich und kündigt an, die auf Ende 2018 verschobenen Wahlen würden dann aber ganz bestimmt stattfinden. Bericht von Catherine Soi.

A 3
           
13.2.18

Wegen der neuen Kämpfe in Nord-Kivu flüchten täglich Tausende Zivilisten in Booten über den Albertsee nach Uganda. Reportage von Anne Soi.

B 4
16.2.18

Schwere Unruhen in Bukavu nach Protesten der Opposition gegen Präsident Kabila.   

JA 2
20.2.18

Meldung: in Nord-Kivu haben Rebellen zwei Helfer ermordet und einen entführt. - Auch in der Provinz Tanganjika im Südosten des Landes hat sich die Lage durch Angriffe diverser Milizen dramatisch verschlechtert, warnt UNHCR-Sprecher Andrej Mahecic. - Bei TV5 ein Bericht aus Nord-Kivu: in der Nähe von Beni hat eine Maj-Maj-Miliz ein Dorf überfallen und niedergebrannt und mehrere Bewohner ermordet.

A,JA

zus.3
21.2.18

Bei AJE ein sehr allgemeiner Bericht über die humanitäre Katastrophe in der Provinz Tanganjika (die Bilder sind nicht aktuell bzw. stammen aus Nord-Kivu). Weitere Infos zu den Kämpfen zwischen diversen Stammesmilizen von Alex Vines (Experte), leider auch sehr allgemein.

A 8
           
22.2.18

Bericht von Sabine Bohland über die Proteste der katholischen Kirche in Kinshasa gegen das Kabila-Regime.

TT 4
25.2.18

In Kinshasa und Kisangani gehen am Sonntag nach dem Gottesdienst wieder Tausende Katholiken auf die Straße und fordern, Präsident Kabila solle endlich zurücktreten. In beiden Städten gehen erneut Polizisten gewaltsam gegen die Menge vor, in Kinshasa werden ein Demonstrant erschossen und zwei durch Schüsse schwer verletzt.

A,JA,E

zus.5
           
26.2.18

Catherine Byaruhanga berichtet aus Bunia (Nord-Kivu) über Zivilisten, die vor den neuaufgeflammten Kämpfen geflüchtet sind und in einer Kirche Unterschlupf gefunden haben.

B 4
3.3.18

In der Provinz Ituri (rund um Beni) haben Milizen der Lendu mindestens vier Dörfer überfallen, die Bewohner (vor allem Hima) mit Macheten zerhackt und sämtliche Häuser niedergebrannt. Mindestens 79 Menschen wurden getötet. Kurzbericht.  ¤   

A

2
           
6.3.18

Bericht über die ethnischen Massaker von Lendu-Milizen an Hima-Zivilisten in der Ituri-Region. Äquivalent zu den Massakern der Hutu-Faschisten an den Tutsis in Ruanda 1994.   ¤

A

2
           
8.3.18

Die Regierung hat mit internationalen Minenkonzernen ein Abkommen über die Ausbeutung der Coltan-Vorkommen im Osten des Landes unterzeichnet. (Details des Berichts leider nicht verstanden.)   

JA

2
9.3.18

Nach einer Reise durch den Kongo sagt Jan Egeland vom Norwegischen Flüchtlingsrat, daß sich die Lage dort dramatisch verschlechtert hat. Über zwei Millionen Kindern droht der Hungertod, vor allem in den Bürgerkriegsprovinzen Kasai und Nord-Kivu.

A

1
13.3.18

Meldung: in Ituri sind bei neuen Massakern (bzw. "Kämpfen zwischen Hema und Lendu") mindestens 40 Zivilisten getötet worden. - Außerdem ein sehr allgemeiner Bericht über die Krise des Landes.  

A

3
20.3.18

"Dans l'Enfer du Cobalt", ein Bericht über die Hölle der Kobaltminen im Osten und Südosten der DR Kongo, über die Zerstörung von Landschaft, Umwelt und Menschen für Handy-Akkus.  ¤ 

JA 6
22.3.18

Letzte Woche hat es in Ituri ein weiteres Massaker an Hema-Bauern gegeben. Weiterhin flüchten Tausende Zivilisten von dort nach Uganda.    

JA

2
24.3.18

"Inside Story: How bad is the humanitarian crisis in DR Congo?" - Vor einer "Geberkonferenz" der UN behauptet die Regierung der DRC, die UN würden das Ausmaß der Flüchtlingskrise übertreiben. Sami Zeidan diskutiert darüber mit Claude Mashala (Sekretär der regierenden Partei PPRD), Babar Baloch (Sprecher des UNHCR) und Vava Tampa (Campaign for human rights in Congo).  (NNA)*

A 25
           
26.3.18

Fergal Keane berichtet aus Ituri, aus dem Dorf Maze, wo Lendu-Milizen kürzlich ein Massaker an den Hema-Bewohnern verübt haben. Bilder von ausgebrannten Hütten, Aussagen von Überlebenden über Greueltaten. Der Verdacht, die Kabila-Regierung würde solche Gewalt anstacheln, um die Wahl zu verhindern.  ¤

B 6
28.3.18

Bei einem weiteren Angriff von ADF-Rebellen auf ein Dorf bei Beni (Nord-Kivu) sind mindestens 10 Zivilisten ermordet worden. Die Bewohner werfen der Armee und der Regierung vor, daß sie sie nicht schützen. Zwei Berichte mit  (unterschiedlichen) Aufnahmen aus der Region.

A,JA zus.5
           
30.3.18

Alex Crawford berichtet aus einer Kinderklinik in Bunia (Ituri), die überfüllt ist mit unterernährten und verhungernden Kindern, Folge des Bürgerkrieges und der Plünderungen durch diverse Milizen.  ¤

Sky 4
31.3.18

Zweiter Bericht von Alex Crawford aus Bunia. In einem der Flüchtlingslager leben etwa 10.000 Menschen, jede Woche kommen 1500 dazu. Die Reporterin trifft eine Familie. Lendu-Milizen hatten ihr Dorf überfallen, sie haben die Mutter mit Macheten zerstückelt und versucht, auch die Kinder zu töten. Der Vater und vier Kinder konnten aber entkommen, alle mit schrecklichen Schnittverletzungen. Einem kleinen Mädchen haben sie die Hand abgehackt, dem zweijährigen Jungen hätten sie fast den Kopf abgeschnitten.  ¤

Sky

5
1.4.18

Der dritte Bericht von Alex Crawford aus Bunia. Die Reporterin begleitet UN-Blauhelme bei einer Fahrt durch die Provinz Ituri. Ein niedergebranntes und verlassenes Dorf nach dem anderen. Die Bewohner auf der Flucht, viele über den Albert-See nach Uganda. Am Ufer des Sees finden die Soldaten ein Massengrab. Alle Flüchtlinge, denen man begegnet, sind stark unterernährt.  ¤

Sky 7
           
10.4.18

Seit Januar sind 70.000 Menschen vor den Massakern in Ituri über den Albertsee nach Uganda geflüchtet.  Malcolm Webb berichtet aus dem Kyangwali-Flüchtlingslager.

A 3
           
11.4.18

Reporter Malcolm Webb ist nun in Kasenyi am Westufer des Albertsees, von wo aus Tausende Menschen aus Ituri hinüber nach Uganda flüchten.

A

1
12.4.18

Vor der "Geberkonferenz" der UN in Genf drei allgemeine Berichte über das entsetzliche Elend und menschliche Leid in den Bürgerkriegsgebieten, von Alex Crawford (Sky News), Catherine Byaruhanga (BBC)  und Annika Will (arte), sowie bei arte ein Bericht von Sophie Rosenzweig aus Goma, über Morde und Entführungen durch kriminelle Banden.

B,Sky,arj zus.12
13.4.18

 

Noch ein Bericht von Malcolm Webb über die Massenflucht von Menschen aus Ituri über den Albertsee nach Uganda. Der Reporter ist inzwischen weitergefahren nach Bunia. - Bei arte noch ein Bericht von Sophie Rosenzweig über die Not der Menschen in einem Flüchtlingslager. Dorfbewohner schildern die Massaker von Lendu-Milizen an den Hima.  ¤

In Genf findet eine internationale "Geberkonferenz" für die 13 Millionen Menschen statt, die im Kongo unter den diversen Bürgerkriegen leiden. Die Regierung boykottiert die Konferenz, weil sie meint, die UN würden das Leid übertreiben und damit dem Image des Landes schaden. Bei der BBC (Focus on Africa) ausführliche Berichte und Infos aus Genf. Außerdem berichtet Catherine Byaruhanga aus einem Flüchtlingslager in Uganda.

A,B,arj

zus.21
           
17.4.18

In der Provinz Ituri sind über 100.000 Menschen auf der Flucht vor den Massakern der Lendu-Milizen. Der Gouverneur versucht, die Krise herunterzuspielen und ruft bei einem Auftritt in Bunia die Geflüchteten auf, in ihre Dörfer zurückzukehren. Malcolm Webb berichtet aus Bunia.

A

3
     
19.4.18

Malcolm Webb berichtet weiter aus Ituri. Kinder in einem Flüchtlingslager, die von den Mördermilizen mit Macheten schwer verstümmelt wurden. Ein Dorf, wo die Lendu-Milizen alle Häuser niedergebrannt haben, die der Hema und die der Lendu. Weitere Aussagen von Leuten, die hinter all dem einen Plan der Kabila-Regierung vermuten, die durch neuen Krieg die Wahlen verhindern wolle.  ¤

A 3
           
27.4.18

UN-Blauhelme haben in Ituri fünf Massengräber entdeckt. Meldung bei BBC (Focus on Africa), Infos bei TV5 (Journal Afrique).

B,JA zus.1
29.4.18

"Wenn der Staat versagt" - Sabine Bohland berichtet aus Süd-Kivu. Trotz (bzw. wegen) der enormen Rohstoffvorkommen ist das Land in Krieg und Elend versunken. Aids, ethnische Massaker, Massenvergewaltigungen als Kriegswaffe, traumatisierte Menschen. Staatliche Infrastruktur ist praktisch nicht vorhanden, die Funktion des Staates übernimmt die katholische Kirche.  ¤ 

WS 8
1.5.18

Nima Elbagir berichtet aus dem Ostkongo über Kinderarbeit und Zwangsarbeit in den Kobaltminen. Das Metall wird für die Akkus von Computern und Elektroautos benötigt. In jedem E-Auto steckt schmutziges Kobalt aus dem Kongo. Ausführlicher Bericht und weitere Infos.  ¤    (Korrigiert. Ich verwechsle immer Kobalt und Coltan.)

C 13
4.5.18

Fergal Keane berichtet aus Kinshasa über den Kampf der katholischen Kirche gegen politische Unterdrückung und für freie Wahlen. Bei friedlichen Protesten wurden zahlreiche Demonstranten von der Polizei erschossen.

B 5
11.5.18

Warnung von Unicef, daß in Kasai mehr als 700.000 Kinder hungern, 400.000 sind akut vom Hungertod bedroht.

B,arj,TS,E zus.8
25.5.18

In der Reportage-Reihe "Hotspot" ein Beitrag von Alex Crawford aus Bunia (Nord-Kivu). Mit UN-Blauhelmen durch das Bürgerkriegsgebiet. Niedergebrannte Dörfer, Spuren von Massakern, traumatisierte Flüchtlinge, verhungernde Kinder, ein Krankenhaus ohne Medizin.  ¤

Sky

17
25.5.18

Deutsche Fassung des Berichts von Nima Elbagir (CNN 1.5.18) über Kinderarbeit und Zwangsarbeit in den Kobaltminen im Ostkongo.  ¤

n-AR

5
10.6.18

Der Politiker Moïse Katumbi, der seit zwei Jahren im Exil lebt, tritt als Kandidat der Opposition bei der für Dezember geplanten Präsidentschaftswahl an. Bericht.

Luc Nkulula, ein bekannter Aktivist der Oppositionsbewegung "Lucha", ist beim Brand seines Hauses in Goma ums Leben gekommen. Es wird Brandstiftung vermutet. Bericht bei TV5, am nächsten Tag Meldung bei BBC (FoA).

A

JA,B

2

zus.3

30.6.18

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Medien in der DRC, über die staatliche Unterdrückung von oppositionellen Stimmen und den Einfluß der Parteien. 80 Prozent der Medien gehören Politikern. (NNA)*

A 10
            
6.7.18

Im Bürgerkrieg im Osten des Landes haben Milizen Tausende von Kindern entführt. Bericht aus einem Flüchtlingslager im Südkivu mit Aussagen von verzweifelten Müttern.  

JA 2
13.7.18

Der in Den Haag als Kriegsverbrecher verurteilte Vizepräsident Jean-Paul Bemba wurde kürzlich im Revisionsverfahren freigesprochen. Seine Partei, der MLC, hat ihn nun als Präsidentschaftskandidaten aufgestellt, obwohl er wegen einer weiteren Anklage weiterhin in Belgien einsitzt. Bericht von Catherine Soi.

A

3
           
31.7.18

Der Oppositionspolitiker und frühere Vizepräsident Jean-Pierre Bemba kehrt morgen nach mehr als 10 Jahren Haft in Den Haag nach Kinshasa zurück. Die Anhänger seiner MLC-Partei feiern jetzt schon. Berichte von Catherine Soi und Prudent Nsengiyumva. Bei BBC-FoA ein Teil eines Interviews mit Bemba.  

Bei arte ein Bericht über ein Hilfsprojekt für vergewaltigte Frauen in Bukavu. Mit Kleinkrediten und Selbstverteidigungskursen sollen sie wieder in die Gemeinschaft zurückkehren.

A,B,arj

zus.11
           
1.8.18

Jean-Pierre Bemba wird bei seiner Rückkehr am Flughafen von Kinshasa von zigtausenden jubelnden Anhängern empfangen. Er kündigt an, er wolle zur Präsidentschaftswahl antreten.

A,JA

zus.5
           
2.8.18

Jean-Pierre Bemba hat in Kinshasa offiziell seine Bewerbung zur Präsidentschaftswahl eingereicht. Eine Ansprache an seine Anhänger wird ihm verboten. Bericht von Catherine Soi.    

A

2
           
3.8.18

Auch der Oppositionsführer Moise Katumbi versucht, nach Kongo zurückzukehren, nach zwei Jahren im Exil. Er gelangt von Sambia aus über die Grenze, wird im Niemandsland von einigen tausend Anhängern gefeiert, dann aber von der Polizei wieder zurückgeschickt. Berichte von Catherine Soi (AJE) und Anne Soi (BBC). 

A,B zus.5
           
5.8.18

"Talk to Al Jazeera": David Chater spricht mit dem Ex-Vizepräsidenten Jean-Pierre Bemba, der nach zehn Jahren Haft in Den Haag in die DRC zurückgekehrt ist und nun zur Präsidentenwahl antreten will. (NNA)*

A

24
           
8.8.18

Präsident Kabila gibt bekannt, daß er zur Wahl im Dezember nicht wieder antritt und stattdessen die Kandidatur seines Vize Ramazani Shadary unterstützt. Infos und Bericht aus Kinshasa von Catherine Soi.   

A 5
           
21.8.18

Seit drei Wochen breitet sich die Ebola in der Kriegsprovinz Nord-Kivu aus. Bisher sind mindestens 55 Menschen an der Seuche gestorben. Helfer der UN haben 1300 Menschen mit einem neuen Impfstoff geimpft.

A

2
25.8.18

Die Wahlkommission hat entschieden, daß Jean-Pierre Bemba wegen seines Verurteilung durch den ICC nicht bei der Präsidentschaftswahl kandidieren darf.

A 2
4.9.18

Nach dem Ausschluß von Jean-Pierre Bemba von der Wahl ruft dessen Partei MLC zu Massenprotesten auf.

A 2
23.9.18

Bei einem weiteren Massaker der ADF sind in der Nähe von Beni mindestens 14 Dorfbewohner getötet worden. Bericht im "Journal Afrique".

JA

2
24.9.18

Bericht über wütende Reaktionen in Beni auf das jüngste Massaker der ADF-Rebellen mit 18 Toten.

JA 2
29.9.18

In Kinshasa demonstrieren einige Tausend Anhänger verschiedener Oppositionsparteien gemeinsam gegen die Einführung von elektronischen Wahlgeräten und gegen den Ausschluß diverser Kandidaten von der Präsidentschaftswahl. Catherine Soi berichtet von der Kundgebung.

A 2
           
10.10.18

In Beni (Nord-Kivu) demonstrieren tausende Schüler und Studenten gegen den Terror der ADF-Rebellen und den fehlenden Schutz durch Armee und Regierung.

JA

2
21.10.18

In Beni (Nord-Kivu) haben Rebellen der ADF erneut ein Massaker begangen, mindestens 11 Zivilisten ermordet und 15 Leute entführt, die meisten davon Kinder. Die Gegend ist vom jüngsten Ebola-Ausbruch betroffen, über 120 Menschen sind daran bisher gestorben. Wegen der Gewalt hat die WHO jetzt ihre Hilfsmaßnahmen eingeschränkt. Redaktioneller Bericht.    

A 2
           
22.10.18

Erläuterungen von Jason Stearns (Congo Research Group) zum Konflikt in Nord-Kivu, nachdem die ADF-Rebellen in Beni erneut ein Massaker angerichtet haben. Durch den Konflikt wird die Ausbreitung von Ebola begünstigt.

A 3
26.10.18

In Kinshasa demonstrieren tausende Anhänger der UDPS, darunter der Präsidentschaftskandidat der Partei, Freddy Matungulu.

JA 2
27.10.18

Bericht über eine große Pro-Regierungs-Kundgebung in Kinshasa, mit Emmanuel Ramaazani Shadary, dem Präsidentschaftskandidaten der Regierungspartei, und über die Kundgebung der UDPS am Vortag.

A 2
           
31.10.18

Meldungen: Angola hat 330.000 Menschen ausgewiesen, die dort in illegalen Diamantenminen gearbeitet hatten. Sie hängen nun ohne Versorgung und ohne Transportmöglichkeit im Süden der Provinz Kasai fest.

A,B

zus.1
3.11.18 KBei arte noch ein Bericht über die Massenausweisung von Arbeitern der illegalen Diamantenminen aus Angola, Die Rückkehrer sitzen jetzt im Süden der DRC fest.

arj

2
3.11.18

In Beni demonstrieren erneut einige tausend Leute, vor allem Schüler und Studenten, gegen die Gewalt von Rebellen und Armee.     

JA

2
9.11.18

John Sparks berichtet aus Beni (Nord-Kivu) über den Kampf gegen die Ausbreitung der Ebola-Epidemie. Der Kampf wird erschwert durch den Krieg mit diversen Rebellengruppen und das allgemeine Flüchtlingselend, und dadurch daß viele Leute sich aus Aberglauben nicht impfen lassen wollen.  ¤

Sky

4

           
10.11.18

"Mit offenen Karten: Demokratische Republik Kongo - Ein Land wird geplündert" - Der Titel beschreibt den Inhalt: seit der Kongo-Konferenz von 1885 wird das Land systematisch geplündert, erst privat vom belgischen König, dann als offizielle Kolonie Belgiens, nach der Unabhängigkeit und der Ermordung Lumumbas von der Mobutu-Diktatur, seit Mobutus Sturz 1997 von der Familie Kabila. Von den reichen Vorkommen an etlichen Rohstoffen hat die Bevölkerung rein gar nichts, sie leidet unter Hunger und Mangel und seit 25 Jahren unter dem Dauerbürgerkrieg im Osten des Landes, bei dem zahllose Rebellengruppen und die Nachbarländer um die Kontrolle über die Erzminen kämpfen. Es fehlt ein Hinweis auf die rücksichtslose Abholzung der Regenwälder durch europäische und chinesische Konzerne, die hier ohne jede staatliche Kontrolle wüten können. ¤¤

arte

12
10.11.18

Der Ebola-Ausbruch in Beni ist der bisher schwerste in der DRC. Mindestens 200 Menschen sind seit August an der Seuche gestorben. Infos von dem Arzt Sebastian Spencer (MSF), der gerade dort war. 

A

4
12.11.18

Die meisten Oppositionsparteien haben sich auf den Politiker Martin Fayulu als gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten geeinigt. Viele Anhänger der UDPS sind damit allerdings nicht einverstanden, sie wollen ihren Parteichef Felix Tshisekedi als Präsidenten. Bei AJE berichtet Catherine Soi aus Kinshasa, u.a. mit einem Ausschnitt aus einem Interview mit Fayulu (vom Juli 2018).

A,JA zus.5
           
13.11.18

Angola hat über 300.000 Arbeiter aus den illegalen Diamantminen ins Nachbarland Kongo ausgewiesen. Dort sitzen die meisten nun im Grenzgebiet fest. Tausende machen sich mit Sack und Pack auf den Fußmarsch irgendwohin.

A 3
           
16.11.18

In der Nähe von Beni haben Rebellen der ADF erneut ein Dorf überfallen und zehn Häuser niedergebrannt. Vier Bewohner wurden ermordet. Bericht von Ilhame Taoufiqi. (Bei AJE gab es eine Kurzmeldung ohne Bilder).

JA

2
18.11.18

Noch ein Bericht aus Beni nach dem jüngsten Massaker der ADF-Rebellen. (Bei AJE hat es darüber keine weiteren Infos gegeben.)

JA

2
18.11.18

"La Lucha - Bye, bye, Mr. President" - Film von João Nunes über die zivile demokratische Oppositionsbewegung "La Lucha", die vor sechs Jahren in Goma begann und 2016 die Proteste gegen Kabilas endlose Herrschaft anführte. Diese wurden im Dezember 2016 mit brutaler Gewalt zerschlagen. Mindestens 62 Menschen wurden dabei von "Sicherheitskräften" und Kabila-Anhängern getötet. - (Africa Eye) - (NNA)*  ¤

B

47
21.11.18

Noch ein Bericht aus Beni nach dem jüngsten Angriff der ADF-Rebellen.  

JA 2
22.11.18

Ein Bericht über den Wahlkampf und die Einigung der Oppositionsparteien auf Martin Fayulu als gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten (siehe AJE schon am 12.11.) - Und ein Bericht über die Ausbreitung der Ebola-Epidemie in Beni und die mühsame Impfkampagne. 

arj 5
23.11.18

Die UDPS schert aus der Oppositionsallianz aus und benennt Felix Tshisekedi als eigenen Kandidaten zur Präsidentschaftswahl.    

A,JA

zus.6
27.11.18

"Das Kongo-Tribunal" - Dokumentation von Milo Rau über das Kongo-Tribunal, das 2015 in Bukavu und in Berlin stattfand und die Verantwortung für den jahrzehntelangen Rohstoffkrieg im Kongo untersucht hat.  (leider NNA)* ¤¤

arte 53
3.12.18

Bei Kämpfen zwischen Armee und Rebellen sind in der Region Fizi in Süd-Kivu mindestens 4 Soldaten und 14 Rebellen getötet worden. Die Rebellen sollen zu Ex-General William Yakutumba gehören. Bei BBC-FoA Infos von Louise Dewast. 

B,JA

zus.4
5.12.18

Oppositionskandidat Martin Fayulu besucht den Ort Beni in Nord-Kivu und wird von tausenden Anhängern gefeiert. Ein paar Bilder davon. - Außerdem ein Bericht aus Beni von der Beisetzung der Opfer des letzten Massakers der ADF-Rebellen. Die Leute klagen, daß Armee und UN-Truppe nicht in der Lage sind, sie zu schützen.

JA

3
7.12.18

20 Männer und eine Frau treten bei der Präsidentschaftswahl zur Nachfolge von Josef Kabila an. Bericht über den Wahlkampf, u.a. mit Bildern einer riesigen Menschenmenge bei einer gemeinsamen Kundgebung von zwei Oppositionskandidaten in Bukavu.

A 2
           
9.12.18

Caroline Hoffmann berichtet über die oppositionelle Jugendbewegung "Lucha".

WS 7
11.12.18

Rebellen der ADF haben erneut ein Dorf in der Nähe von Beni überfallen und mindestens neun Bewohner ermordet. Meldung bei AJE, bei TV5 Infos aus Goma von Anthony Fouchard.

A,JA zus.2
12.12.18

Bei mehreren Wahlkundgebungen von Oppositionskandidaten ist es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen, u.a. in Lubumbashi. Erläuterungen von mehreren Politikern, dazu Bilder von diversen Kundgebungen.   

JA 2
13.12.18

10 Tage vor der geplanten Wahl werden beim Brand in einer Lagerhalle in Kinshasa 7000 elektronische Wahlgeräte zerstört. Das sind 80 Prozent der allein in Kinshasa benötigten Geräte. (Im ganzen Land gibt es 100.000 davon.) Es gibt Hinweise auf Brandstiftung und widersprüchliche Theorien, wer dahinterstecken könnte. Die Opposition hatte die Anschaffung der Geräte kritisiert und darin eine Methode zur Wahlmanipulation vermutet. Bei der BBC (FoA) Infos aus Kinshasa von Louise Dewast, Berichte bei AJE und TV5. 

A,B,JA

zus.10
           
13.12.18

"Back to Kinshasa" - Film von Dieudo Hamadi über junge Leute, die sich an der Opposition gegen das Kabila-Regime beteiligen und sich friedlich für Veränderung engagieren. Im OT (vor allem Lingala), mit englischen UT. Leider NNA)*  (Witness)  ¤

A

47
           
15.12.18

In Bukavu (Süd-Kivu) hat ein Militärprozeß gegen 47 Rebellen von vier verschiedenen Rebellengruppen begonnen. Bericht. 

JA

3
16.12.18

Bericht über den hitzigen und gewalttätigen Wahlkampf. Die Regierung macht den Oppositionskandidaten Martin Fayulu für den Brand verantwortlich, bei dem in Kinshasa 7000 Wahlmaschinen zerstört wurden. Angeblich wolle Fayulu die Durchführung der Wahl verhindern.

arj 2
17.12.18

Bei TV5 ein Hintergrundbeitrag über die Geschichte des Krieges im Kivu und die Frage, ob es sich bei den Massenmorden (über 5 Millionen Tote seit 1998) um einen Völkermord handelt.   

JA

5
18.12.18

Catherine Soi berichtet aus Kinshasa über den Streit um die elektronischen Wahlgeräte. Die Opposition meint, die Bedienung der Geräte sei für viele unverständlich, und sie würden Manipulationen ermöglichen. Außerdem dürfte die unsichere Stromversorgung zu Problemen führen. Im Bericht wird der ziemlich idiotensichere und anscheinend auch fälschungssichere Wahlvorgang gezeigt.

A

3
           
19.12.18

Nachdem es in Kinshasa bei einer Kundgebung von Oppositionskandidat Martin Fayulu Zusammenstöße mit der Polizei gegeben hat, verbietet der Gouverneur der Hauptsstadt sämtliche weiteren Wahlkampfveranstaltungen. Angeblich will die Regierung die Wahl um einige Tage verschieben, angeblich wegen "technischen Problemen". Bei AJE Infos aus Kinshasa von Catherine Soi und Malcolm Webb, bei TV5 von Ousmane Ndiaye.

A,JA zus.8
           
20.12.18

Die Präsidentschaftswahl ist um eine Woche auf den 30.12. verschoben worden, wegen diverser logistischer Probleme, vor allem der Zerstörung von 7000 Wahlcomputern in Kinshasa. Bei AJE Bericht aus Kinshasa von Catherine Soi, bei BBC-FoA Infos aus Kinshasa von Salim Kikeke sowie ein Gespräch mit dem Oppositionskandidaten Alain Shekomba. Außerdem ein Bericht von Louise Dewast über den Wahlkampf.

A,B

zus.12
21.12.18

In Kinshasa demonstrieren tausende Oppositionsanhänger gegen die Verschiebung der Wahl. Bei AJE berichtet Malcolm Webb von einer Kundgebung. Bei BBC-FoA Infos aus Kinshasa von Salim Kikeke, ein Bericht aus Goma von Gaius Kowene und ein Gespräch mit einem Regierungssprecher und einer Oppositionssprecherin. Bei TV5 ein Bericht aus Kinshasa.

A,B,JA

zus.15
           
22.12.18

Update von Catherine Soi aus Kinshasa über die massiven Probleme, wegen denen die Wahl um eine Woche verschoben wurde. 

A

2
23.12.18

In Kinshasa sind vier Millionen neue Wahlzettel eingetroffen, die die beim Feuer am 13.12. verbrannten ersetzen sollen. Infos von Catherine Soi. Malcolm Webb berichtet über den politischen Einfluß der katholischen Kirche. Bei TV5 berichtet Ilhame Taoufiqi aus Kinshasa über das Warten auf die Wahl. In der Tagesschau ein Bericht von Caroline Hoffmann auf Grundschülerniveau.   

A,JA,TS

zus.11
           
25.12.18

Catherine Soi berichtet aus Kinshasa über die Vorbereitung der Wahl. Die zerstörten Wahlcomputer sollen durch Geräte aus anderen Provinzen ersetzt werden, dafür müssen aber neue Stimmzettel gedruckt werden. Beobachter halten den ganzen Wahlprozeß für undurchschaubar und leicht zu manipulieren. Auch im Bericht von Ilhame Taoufiqi ((TV5) kritisieren mehrere Oppositionskandidaten das offensichtliche Chaos der Wahlvorbereitung. - TV5 zeigt Bilder von der Freilassung von vier Oppositionellen der Bewegung "Filimbi" aus dem Gefängnis. - Außerdem bei TV5 ein Bericht aus der Region Mai-Ndombe nördlich von Kinshasa, über die schwierige Versorgung für tausende Menschen aus Kongo-Brazzaville, die vor ethnischer Verfolgung über den Fluß hierher geflüchtet sind.

A,JA

zus.9
           
26.12.18

Die Wahlkommission verschiebt für drei Regionen die Wahl auf den März, in Beni und Butembo im Osten des Landes wegen der Ebola-Epidemie und Rebellenangriffen, in Yumbi im Westen wegen ethnischer Massaker, bei denen letzte Woche mehrere hundert Menschen getötet wurden (bisher gab es darüber keinerlei Meldungen). Alle drei Regionen sind Hochburgen der Opposition. Wie das dortige Wahlergebnis nachträglich berechnet werden soll, wenn schon im Januar ein neuer Präsident ernannt wird, ist unklar. Bei AJE ein Bericht aus Kinshasa von Malcolm Webb und Einschätzungen von Alex Vines, bei der BBC ein Bericht aus der nördlichen Provinz Equateur von Louise Dewast. Dort sind in kleineren Orten bisher weder Wahlcomputer noch Stimmzettel angekommen. Bei TV5 Infos aus Goma von Anthony Fouchard.

A,B,JA

 

zus.13

 

                  
27.12.18

In Goma und Beni gibt es Protestdemonstrationen gegen die teilweise Verschiebung der Wahl. Sie werden von der Polizei gewaltsam aufgelöst. Berichte von Malcolm Webb (AJE) und bei TV5. Bei der BBC ausführliche Infos aus Kinshasa von Salim Kikeke und aus Goma von Gaius Kowene. Bei AJE und BBC Interviews mit dem amtierenden Präsidenten Joseph Kabila. Auf deutsch ein Bericht bei arte. Euronews meldet, daß die DRC den Botschafter der EU ausgewiesen hat.

A,B,arj,E,JA

zus.25
28.12.18

Im Osten des Landes gehen die Proteste wegen der dort verschobenen Wahl weiter. Auch in Kinshasa werden 1600 Wahllokale (von 8000) geschlossen bleiben, weil es keinen Ersatz für die zerstörten Wahlcomputer gibt. Oppositionelle vermuten, daß das Chaos beabsichtigt ist, um Kabila weiter an der Macht zu halten.  - Berichte aus Kinshasa von Catherine Soi (AJE) und Anthony Fouchard (TV5), und aus Goma von Gaius Kowene (BBC) und bei TV5 (redaktionell). Bei BBC-FoA Infos aus Kinshasa von Salim Kikeke und Louise Dewast.

A,B,JA

zus.20
           
29.12.18

Diverse Berichte am Tag vor der Wahl. AJE berichtet über Aufrufe zur Ruhe und ein Abkommen, mit dem die Kandidaten sich verpflichten sollen, jedes Ergebnis anzuerkennen. Es wird allerdings von keinem der Oppositionskandidaten unterschrieben. Im ZDF berichtet Timm Kröger aus Kinshasa. Bei arte ein Bericht über den Karikaturisten Thembo Kashauri und seine Sicht der Dinge. Bei TV5 ausführliche Infos von Anthony Fouchard.

A,arj,hj,E,JA zus.25
30.12.18

 

Die Präsidentschaftswahl ist ein großes Chaos. In vielen Wahllokalen fehlen die Wahlcomputer und/oder die Stimmzettel oder die Wählerlisten. Bei Protesten von Leuten, die wählen wollen aber nicht dürfen, gibt es Zusammenstöße mit der Polizei und mehrere Tote. Und in Kinshasa und Umgebung versinken große Gebiete gerade unter verheerenden Regenfällen und Überschwemmungen. Wegen der Probleme bleiben viele Wahllokale bis in die Nacht geöffnet. Die Auszählung wird mindestens eine Woche dauern. In Beni hält die Opposition eine eigene Wahl ab, nachdem die offizielle wegen der Ebola-Epidemie um drei Monate verschoben wurde.  ¤

Bei AJE berichten Malcolm Webb und Catherine Soi aus Kinshasa, bei der BBC Salim Kikeke und Louise Dewast. Bei der ARD berichtet Sabine Bohland. Bei TV5 eine ganze Sonderausgabe des "Journal Afrique", mit mindestens fünf Berichten aus verschiedenen Regionen des Landes sowie Einschätzungen von Prof. Alfred Shango und Ilhame Taoufiqi.

A,B,ht,arj,TS,TT,E

JA

zus.26

28

                 
31.12.18

Nach der chaotischen Wahl ist etwa ein Viertel der Stimmen ausgezählt, und mehrere Kandidaten behaupten, weit vorne zu liegen. Wahlbeobachter der katholischen Kirche haben mindestens 500 Fälle von nicht funktionierenden Wahlcomputern registriert. (Internationale Wahlbeobachter hatte die Regierung nicht zugelassen.) Die Regierung hat im ganzen Land das Internet abstellen lassen. Berichte bei AJE, BBC und Euronews. Bei TV5 noch eine Extra-Ausgabe des "Journal Afrique", diesmal mit Vertretern von drei Parteien. (Davon nur den Anfang aufbewahrt, mit einem Bericht und Infos aus Kinshasa)

A,B,E,JA

zus.14
1.1.19

Im ganzen Land sind Internet und Textnachrichten weiterhin abgeschaltet, die Auszählung der Wahl geht weiter. Infos aus Kinshasa von Catherine Soi, bei TV5 Berichte aus Goma und Bukavu. 

A,JA zus.6
2.1.19

Nach dem chaotischen Wahltag gibt es offenbar auch bei der Auszählung Probleme, u.a. mit der Übermittlung von Teilergebnissen. Ein Grund dafür ist die Abschaltung von Internet und Mobilfunkdiensten. Die Regierung behauptet, sie wolle damit das Schüren von Unruhe und die Verbreitung von "falschen" Wahlergebnissen verhindern. Bei BBC-FoA Infos aus Kinshasa von Louise Dewast. Berichte und ausführliche Infos auch bei TV5 im "Journal Afrique".

A,B,JA zus.10
3.1.19

Die Wahlkommission erklärt, daß sich das Ergebnis wahrscheinlich verzögern wird. Unabhängige Wahlbeobachter zählen zahlreiche Unregelmäßigkeiten auf: 18 Prozent der Wahlcomputer haben nicht richtig funktioniert, in 17 % der Wahllokale durften Leute ohne Registrierung abstimmen, 27 % der Wahllokale haben verspätet geöffnet und 24 % haben geschlossen, bevor alle Wähler gewählt haben. Im ganzen Land ist weiterhin das Internet abgeschaltet, zwei TV-Sender wurden jetzt auch abgeschaltet. Infos aus Kinshasa bei BBC-FoA von Louise Dewast. Bericht bei Euronews. Ausführliche Infos, Berichte und Stellungnahmen bei TV5. Außerdem ein Bericht über den Karikaturisten Thembo Kashauri.

B,E,JA

zus.16
4.1.19

Die katholische Kirche behauptet, sie wisse nach der Auswertung von Wahldaten, wer der Wahlsieger ist. Der Name wird aber nicht verraten. Infos bei BBC-FoA von Louise Dewast. CNN meldet, daß die USA eine Truppe von 80 Soldaten nach Gabun gebracht haben, die im Fall einer Eskalation US-Bürger aus der DRC in Sicherheit bringen sollen. Infos von David McKenzie über das Chaos nach der Wahl. Bei TV5 ausführliche Berichte, Infos und diverse Stellungnahmen von Politikern.

B,C,JA

zus.14
5.1.19

Die für Sonntag geplante Verkündung des vorläufigen Wahlergebnisses wird verschoben, weil bisher erst knapp die Hälfte der lokalen Zwischensummen bei der Wahlkommission eingetroffen sind. Bei AJE Einschätzungen von Jack Bahati (Africa Faith and Justice Network). Bei Euronews ein Bericht. Bei TV5 ausführliche Berichte und diverse Stellungnahmen, sowie ein Bericht aus Goma von Anthony Fouchard über eine Schule und Lernwerkstatt für Gehörlose.

A,E,JA zus.12
6.1.19

Die Verkündung des Wahlergebnisses ist um eine Woche verschoben worden. Bei AJE ein Bericht aus Kinshasa von Haru Mutasa und Einschätzungen von Okito Tongomo (Verband der Opposition in der Diaspora). Berichte bei arte, Euronews und TV5.

A,arj,E,JA zus.12
8.1.19

Die UDPS behauptet, ihr Kandidat Felix Tshisekedi habe die Wahl gewonnen. Wahlbeobachter sagen, daß es in mehr als der Hälfte der Wahllokale Unregelmäßigkeiten gab. Haru Mutasa berichtet aus Kinshasa über das Warten der Opposition auf ein glaubwürdiges Ergebnis. Darüber auch ein Bericht bei TV5. - Meldung bei TV5: in einem Dorf bei Beni sind erneut 10 Bewohner von Rebellen der ADF ermordet worden. 

A,JA zus.6
           
9.1.19

 

Den ganzen Tag Warten darauf daß ein Wahlergebnis bekanntgegeben wird. In Kinshasa sind zusätzliche Sicherheitskräfte stationiert worden. Bei BBC-FoA Infos von Louise Dewast.

In der Nacht verkündet ein Sprecher der Wahlkommission erstmal stundenlang Einzelergebnisse der Kommunalwahlen, und dann schließlich das (vorläufige) Ergebnis der Präsidentschaftswahl. Demnach hat Felix Tshisekedi (UDPS) die Wahl gewonnen, mit 39 Prozent vor Martin Fayulu (35 %). Bei AJE ausführliche Infos aus Kinshasa von Haru Mutasa, Einschätzungen von Kambale Musavuli (Friends of the Congo). Anhänger von Fayulu glauben an Wahlbetrug und eine geheime Absprache zwischen Kabila und Tshisekedi. Am Morgen erste Berichte bei BBC (Louise Dewast) und CNN (David McKenzie).

B

A,B,C

4

zus.25

10.1.19

 

 

Nach dem angeblichen Wahlsieg von Felix Tshisekedi jubeln und feiern dessen Anhänger, während vor allem die Anhänger von Martin Fayulu gegen den mutmaßlichen Wahlbetrug protestieren. Tshisekedi ruft in einer Ansprache zur Einheit auf und dankt ausdrücklich Präsident Kabila. - Nur eine Kurzmeldung: in Kikwit, etwa 500 km östlich von Kinshasa, hat es wegen des Wahlausgangs schwere Unruhen und mindestens fünf Tote gegeben.

Berichte aus Kinshasa von Haru Mutasa (AJE), Louise Dewast (BBC) und Ron Sparks (Sky News). Einschätzungen bei AJE von Joseph Ochieno. Auf deutsch Berichte bei arte, Euronews und in den Tagesthemen (von Sabine Bohland). Bei TS und hj nur Meldungen, bei den Privatsendern nichts. 

Bei TV5 eine weitere Sondersendung des "Journal Afrique", mit mehreren Berichten, auch aus Bukavu und Goma, Infos aus Kinshasa von Anthony Fouchard, Einschätzungen von Sonia Rolley (Journalistin) und einer Stellungnahme von Jean-Pierre Bemba.

A,B,Sky,arj,TS,hj,TT,E

JA

zus.26

27

                 
10.1.19

"Inside Story: An 'electoral coup' in the Democratic Republic of Congo?" - Folly Bah Thibault spricht mit Benedicte Ndjoko (Historikerin, Vertreterin der Bürgerrechtsbewegung Likambo Ya Mabele), Al Kitenge (Berater, "Innovation Task Force") und Indigo Ellis (Wirtschaftsberaterin).  (NNA)*

A

25
           
11.1.19

Martin Fayulu behauptet, er habe die Wahl mit 61 Prozent gewonnen, und will die Wahl gerichtlich anfechten. Laut Beobachtern der katholischen Kirche habe der offizielle Wahlsieger Tshisekedi in Wahrheit nur 18 Prozent erhalten. Berichte aus Kinshasa von Haru Mutasa (AJE), Fergal Keane und Louise Dewast (BBC) und Louise de Matos (TV5), sowie aus New York von James Bays. Dort ruft der UN-Sicherheitsrat alle Beteiligten zur Ruhe auf. Bei BBC-FoA Einschätzungen von Lyandro Komakech (ugandischer Parlamentsabgeordneter). Nur bei TV5 werden nochmal kurz die Unruhen in Kikwit erwähnt, bei denen mindestens fünf Menschen getötet wurden.

A,B,JA

zus.18
           
12.1.19

Der angebliche Wahlverlierer Fayulu hat offiziell beim Verfassungsgericht Klage gegen das Wahlergebnis erhoben. Nach dem offiziellen Wahlergebnis hat die Partei von Kabila die Mehrheit im Parlament errungen und würde demnach den Regierungschef stellen, was auf eine geheime Absprache zwischen Kabila und dem "Wahlsieger" Tshisekedi hindeutet.

A,arj,E

zus.6
                 
13.1.19

Die südafrikanische Staatengemeinschaft SADC und die katholische Kirche fordern, die Stimmzettel der Präsidentschaftswahl noch mal neu auszuzählen. Bericht von Haru Mutasa. Die Anhänger der UDPS stimmen sich unterdessen auf die neue Rolle als Regierungspartei ein. Bericht von Emmanuelle Godard.

A,JA zus.5
           
14.1.19

Update von Gaius Kowene aus Kinshasa zum Streit um das Wahlergebnis. Nichts wesentlich Neues.   

B

2
15.1.19

Bei AJE nur ein Kurzbericht von Haru Mutasa. Das Verfassungsgericht berät über die Klagen gegen den Wahlausgang.  - TV5 berichtet ausführlich über eine Recherche der "Financial Times", die einen Großteil der Wahlunterlagen auswerten konnte. Demnach hat in Wahrheit Martin Fayulu etwa 63 Prozent der Stimmen erhalten, "Wahlsieger" Tshisekedi dagegen nur 15 Prozent. Bericht und Infos von Ilhame Taoufiqi.  ¤

A,JA

zus.9
16.1.19

Meldung: nach UN-Angaben sind Mitte Dezember bei "Auseinandersetzungen zwischen zwei ethnischen Gruppen" in der Region Yumbi (etwa 300 km nördlich von Kinshasa) mindestens 890 Menschen getötet worden. (Wegen der Massaker waren dort die Wahlen ausgesetzt worden. Siehe Meldung am 26.12.18)  ¤

A 1/2
18.1.19

Die AU fordert die Wahlkommission auf, das (offensichtlich gefälschte) Endergebnis der Präsidentschaftswahl nicht zu verkünden, solange die Vorwürfe nicht geklärt sind. Die Wahlkommission weist das als Einmischung zurück. Warten auf eine Entscheidung des Verfassungsgerichts über die Wahlbeschwerde von Martin Fayulu. Infos aus Kinshasa von Haru Mutasa (AJE), Gaius Kowene (BBC-FoA) und Anthony Fouchard (TV5). Berichte bei TV5 und arte.

A,B,arj,JA zus.11
19.1.19

Verfassungsgericht bestätigt offiziell die Wahl von Tshisekedi und lehnt Fayulus Einspruch ab. Fayulu nennt sich selbst den "legitimen Präsidenten". Nachts erste Infos.  ¤  

A,B zus.17
20.1.19

Weitere Berichte: das Verfassungsgericht hat Felix Tshisekedi als Wahlsieger anerkannt, Martin Fayulu ruft das Volk und die internationale Gemeinschaft auf, Tshisekedi nicht anzuerkennen, und nennt sich selber den "einzigen legitimen Präsidenten". Andauernde Vorwürfe einer Absprache zwischen Tshisekedi und Kabila. 

A,arj,TS,E,JA

zus.9
                 
21.1.19

Die Polizei geht mit Gewalt gegen Proteste der Anhänger von Martin Fayulu vor. Berichte von Fahmida Miller, Louise Dewast und Anthony Fouchard.

A,B,JA

zus.9
22.1.19

Bericht über neue Kämpfe mit Rebellen in der Region Ruzizi im Süd-Kivu.

JA

2
24.1.19

Felix Tshisekedi ist vor einigen Tausend Zuschauern im Sportstadion als neuer Präsident vereidigt worden. Der erste "friedliche Machtwechsel" in der Geschichte des Landes, wobei eigentlich weder von "friedlich" noch von "Machtwechsel" die Rede sein kann. Während seiner Ansprache fällt der neue Präsident kurzzeitig in Ohnmacht, was man als symbolischen Fingerzeig auf seine Rolle als Handpuppe von Kabila deuten kann. Bei AJE berichtet Fahmida Miller von der Veranstaltung.  ¤

A,B,arj zus.7
           
27.1.19

Erstmals ein Bericht aus der Region Yumbi (300 km nördlich von Kinshasa), wo vor einem Monat etwa 800 Menschen bei "ethnischen" Massakern getötet wurden. Niedergebrannte und völlig zerstörte Wohnhäuser, zerstörte Wahllokale. Zahlreiche Leichen wurden in öffentliche Klärgruben geworfen.   ¤

JA 2
2.2.19

In Kinshasa demonstrieren einige Zigtausend Anhänger für den mutmaßlichen Wahlsieger Martin Fayulu und gegen das Regime Kabila / Tshisekedi. Fayulu fragt die Menge: "Wen habt ihr zum Präsidenten gewählt?" - "Fayulu" - "Wer ist euer Präsident?" - "Fayulu!"

A,JA

zus.4
           
4.2.19

In Uvira (Süd-Kivu) protestiert die ganze Stadt mit einem eintägigen Generalstreik ("Ville morte") gegen die Unsicherheit durch ständige Rebellenüberfälle in der Gegend. 

JA

2
13.2.19

"RD Congo : Massacres à huis clos" - Reportage von Anthony Fouchard aus der Region Yumbi, wo Mitte Dezember über 1000 Menschen bei Massakern getötet wurden, der erste ausführliche Bericht von dort. Bilder der Zerstörungen, Aussagen von Augenzeugen. Anschließend ein Gespräch mit dem Filmautor.  (Mein Französisch reicht mal wieder nicht, alles zu verstehen, außerdem aus Zeitgründen NNA)*  ¤¤

JA

17
           
18.2.19

Der eigentliche Wahlsieger Fayulu wird in Butembo (Nord-Kivu) von Tausenden Menschen begeistert empfangen und kündigt an, eine Wiederholung der Wahl anzustreben. (Wegen eines Mißgeschicks leider nur den Anfang des Berichts aufgenommen.)

JA (1)
19.2.19

In Goma haben Unbekannte mehrere Menschen ermordet, darunter den Pfarrer Christophe Tumaini ermordet. (Leider nicht alles verstanden.)

JA

2
21.2.19

Unbekannte bewaffnete Männer haben erneut ein Stadtviertel von Goma überfallen und mindestens acht Menschen verschleppt. Fünf wurden kurz darauf brutal ermordet aufgefunden.

JA

2
25.2.19

Ein Bericht über das Massaker von Yumbi im Dezember. Am 16.12. und 17.12. wurden mindestens 535 Menschen ermordet. Der Ort wurde fast komplett niedergebrannt. Angeblich sind etwa 3000 bewaffnete Männer von zwei verfeindeten Stämmen (Batende und Banunu) spontan übereinander hergefallen. Es gibt aber Hinweise, daß es eine vorbereitete Aktion von einer Seite war und daß die Armee daran beteiligt war. Leider keine weiteren Infos dazu. Im Gespräch mit Fabrizio Andriolo (MSF) geht es nur um die aktuelle humanitäre Notlage dort. Seit dem Massaker sind 16.000 Menschen aus der Region über den Fluß in die Republik Kongo geflüchtet.   ¤ 

A

7
           
28.2.19

Meldung: im Ebola-Gebiet im Nord-Kivu haben zum zweiten Mal in drei Tagen bewaffnete Männer eine Ebola-Klinik angegriffen, diesmal bei Butembo. Sie versuchen, das Gebäude in Brand zu setzen und werden nach einer Schießerei vertrieben. Vier infizierte Personen sind verschwunden. Am Sonntag war eine Klinik in Kattwa angegriffen und niedergebrannt worden. Es ist unbekannt, wer hinter den Angriffen steckt.

A 1
1.3.19

In den letzten Tagen haben unbekannte Angreifer zwei Ebola-Kliniken im Infektionsgebiet im Nord-Kivu niedergebrannt und mehrere infizierte Personen verschleppt. Bei AJE Fragen dazu an Trish Newport (MSF). Der Hintergrund der Angriffe ist weiter unklar.

A,JA zus.8
           
5.3.19

Anne Soi berichtet aus Beni, im Bürgerkriegs- und Ebola-Gebiet im Nord-Kivu. Viele Leute mißtrauen den ausländischen medizinischen Helfern ebenso wie den UN-Blauhelmen und verstehen nicht, warum sie ihre Toten nicht mehr selber begraben dürfen.

B 4
7.3.19

Im Stadtviertel Mugunga von Goma haben bewaffnete Männer (vermutlich von der Hutu-Rebellengruppe FDLR) in wenigen Tagen etwa 30 Menschen ermordet. Bericht.

JA

2
7.3.19

Die "Ärzte ohne Grenzen" (MSF) erklären, daß ihre Arbeit zur Ebolabekämpfung im Rebellengebiet im Nord-Kivu nicht funktioniert. Zwei Kliniken wurden von Rebellen angegriffen und zerstört, und es herrscht ein allgemeines Klima des Mißtrauens, viele Leute verweigern die Behandlung. Bericht bei AJE, und bei BBC-FoA Erläuterungen von Joanne Liu (MSF). Anne Soi (BBC) berichtet unterdessen aus Beni, daß die medizinische Behandlung dank neuer Medikamente gerade einige Fortschritte macht.  ¤

A,B

zus.10
           
9.3.19

Die Ebola-Klinik in Butembo (bei Beni) ist erneut von bewaffneten Männern angegriffen worden, insgesamt der dritte derartige Angriff. In der Region sind inzwischen mindestens 578 Menschen an der Seuche gestorben.

A 2
12.3.19

Nach den Massakern in der Region Yumbi im Dezember, bei denen mindestens 535 Menschen ermordet wurden, ermittelt das UN-Menschenrechtskommissariat wegen möglicher Menschheitsverbrechen.

JA 2
14.3.19

Meldung: Präsident Tshisekedi hat 700 politische Gefangene begnadigt.

A

1/2
14.3.19

Meldung: in Mamboa (Nord-Kivu) ist erneut eine Ebola-Klinik angegriffen worden, ein Mitarbeiter wurde getötet.    

A

1/2
17.3.19

Präsident Tshisekedi hat über 700 politische Gefangene freigelassen, darunter einige bekannte Politiker. Einige von ihnen werden bei der Heimkehr von einer jubelnden Menschmenge empfangen.

A

3
           
18.3.19

Ein Bericht über die Arbeit der WHO zur Eindämmung der Ebola-Epidemie in Nord-Kivu. Während es medizinische Fortschritte gibt, wird die Arbeit immer wieder durch Rebellenangriffe auf Kliniken zurückgeworfen.  

A 2
           
29.3.19

In Beni und Butembo (Nord-Kivu) sollen am Sonntag die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen nachgeholt werden, die im Dezember wegen Ebola und Milizenkrieg verschoben wurden. Ein Bericht aus Beni über den Wahlkampf.

JA 2
8.4.19

Bilder aus Lubumbashi von Zusammenstößen (wüsten Prügeleien) zwischen Anhängern von Tshisekedi und Kabila.

JA

1/2
17.4.19

Auf dem Kivu-See ist ein überfülltes Fährschiff gesunken. Über 150 Insassen werden vermißt. Meldung bei AJE, Infos bei BBC-FoA, Bericht bei TV5. Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,B,JA

zus.4
18.4.19

Auf deutsch gibt es genau einen Bericht über das Schiffsunglück auf dem Kivu-See, bei dem wahrscheinlich über 140 Menschen ertrunken sind. Während hierüber nur Euronews berichtet, ist ein Verkehrsunfall auf Madeira Hauptthema aller deutschen Sender, es gibt Brennpunkte und Sondersendungen. Die 28 Toten dort waren Deutsche.

E

1
19.4.19

Die Terrorgruppe ISIS hat eine Abteilung im Nord-Kivu gegründet, die dort das "Kalifat" einführen will. Sie hat einen ersten Anschlag auf eine Kaserne in Kamango durchgeführt, bei dem drei Soldaten getötet wurden. Meldung bei BBC-FoA, Bericht bei TV5.

B,JA zus.2
20.4.19

Meldung: erneut haben Rebellen im Nord-Kivu eine Ebola-Klinik überfallen, diesmal in Katwa (bei Butembo). Vier Angreifer wurden verhaftet. Am Vortag wurde in Butembo ein Arzt der WHO erschossen.

A 1/2
23.4.19

Bericht über eine Tee-Plantage in Mweso (Nord-Kivu), die wegen der ständigen Rebellenüberfälle nur unter dem Schutz von Armee und Blauhelmen produzieren kann.   

JA 2
28.4.19

Der mutmaßlich wirkliche Wahlgewinner Martin Fayulu hält in Kinshasa eine Rede vor zigtausenden Anhängern und zeigt sich sicher, daß er doch noch die Präsidentschaft erhalten wird. Er verweist auf den Sudan und Algerien, wo das Volk die Diktatoren gestürzt hat.

A,JA zus.4
1.5.19

In Goma haben am 1. Mai hunderte Leute von "Lucha" für das Recht auf Arbeit demonstriert.   

JA

2
5.5.19

Ein Bericht aus den Coltan-Minen im Nord-Kivu, über absolut untragbare lebensgefährliche Arbeitsbedingungen und Proteste der Arbeiter, die höhere und feste Löhne fordern. (Leider nicht alles verstanden.) Zu sehen ist auch die entsetzliche Zerstörung der Landschaft durch den Bergbau. Früher war dort mal Regenwald, Lebensraum der Gorillas.   ¤

JA

2
18.5.19

Wegen der ständigen Angriffe auf ihre Ebola-Kliniken in Butembo verlegt die WHO diese von dort in andere, hoffentlich sicherere Orte. In der Region Nord-Kivu sind inzwischen über 1000 Menschen an Ebola gestorben. Infos aus Kinshasa von Catherine Soi.

A 2
19.5.19

In Lubumbashi (Provinz Katanga) warten Tausende Anhänger auf die Rückkehr von Moise Katumbi aus dem Exil nach drei Jahren. Catherine Soi ist dort und berichtet.

A 3
20.5.19

Der Oppositionspolitiker Moïse Katumbi ist aus dem Exil nach Lubumbashi zurückgekehrt und ist am Flughafen von zigtausenden Anhängern begeistert empfangen worden. Catherine Soi berichtet von der Party und über sie, sowie ein Bericht bei TV5.

A,JA

zus.7
           
27.5.19

Beim Untergang einer überladenen Fähre auf dem Mai-Ndombe-See (im Westen des Landes) sind mindestens 45 Passagiere ertrunken, 180 wurden gerettet. Auf dem Schiff sollen etwa 350 Menschen gewesen sein, zugelassen war es für 100. Infos aus Kampala von Malcolm Webb.

A 2
31.5.19

Bei Beni (Nord-Kivu) haben Soldaten bei einem Gefecht 26 Rebellen der ADF getötet. Die Leichen werden öffentlich ausgestellt. Die ADF soll für die meisten der Angriffe auf Ebola-Kliniken verantwortlich sein. Bericht.

A

2
4.6.19

In einer Coltanmine in Rubaya (Nord-Kivu) sind mehrere Arbeiter verschüttet worden, bisher mindestens drei Tote. Bericht.

JA 2
5.6.19

Die Kämpfe zwischen Armee und der Rebellengruppe ADF im Nord-Kivu verschärfen sich. Bei einem Massaker in einem Dorf bei Beni haben die ADF mindestens 13 Dorfbewohner ermordet. Die ADF soll in Verbindung zu ISIS stehen. Redaktioneller Bericht.

A

2
           
5.6.19

Bericht von David McKenzie (CNN) und Timm Kröger (ZDF) über die Ebola-Epidemie im Nord-Kivu. Bisher über 2000 Infizierte und 1350 Tote. Die Bekämpfung der Seuche wird durch die ständigen Rebellenangriffe auf Kliniken erschwert.

C,h+

zus.6
14.6.19

In der Provinz Ituri haben die Massaker von ethnischen Milizen wieder stark zugenommen. Diese Woche wurden bei Überfällen von Lendu-Milizen auf Hema-Dörfer mindestens 70 Zivilisten ermordet. Bericht aus einem Flüchtlingslager bei Bunia, wo Tausende Menschen unter erbärmlichen Bedingungen hausen. Einige Hema-Überlebende erzählen von den Massakern.  ¤

A 2
           
16.6.19

Bei "ethnischen Kämpfen zwischen Hema und Lendu" und mehreren Massakern sind diese Woche in der Provinz Ituri über 160 Menschen getötet worden. 40 Dörfer wurden zerstört, mehr als 100.000 Menschen sind auf der Flucht. Bericht aus einem zerstörten Dorf bei Bunia, Einschätzungen von Al Kitenge: es geht nicht um Politik, sondern um Gold und andere Bodenschätze.  ¤

A 7
           

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