Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Jemen #3                                                                                         (letzter Eintrag 6.9.17)

Jemen #1 (bis Ende 2014)

Jemen #2 (bis Ende 2016)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
10.1.17

Meldungen: fünf Tote bei einem saudischen Luftangriff auf eine Schule. Heftige Kämpfe in der Region am Roten Meer.

A 1/2
12.1.17

Der britische Abgeordnete Andrew Mitchell besucht Saada im Gebiet der Houthi-Rebellen und besichtigt die enormen Zerstörungen, die die Saudis dort mit britischer Waffenhilfe angerichtet haben. Er und seine Kollegen fordern eine internationale Untersuchung der saudischen Kriegsverbrechen im Jemen.

A 2
           
14.1.17

RT zeigt Schockbilder verhungernder Menschen, angeblich von irgendwo im Jemen. Dazu Infos über den Konflikt und die Unterstützung Britanniens für die saudischen Massenmörder.

RT 3
22.1.17

Meldung und Bilder von schweren Kämpfen in der Region am Roten Meer.

A 1/2
26.1.17

Bei einer Konferenz in London reden internationale Hilfsorganisationen über die humanitäre Katastrophe im Jemen.

A 2
27.1.17

Die UN warnen vor einer Hungersnot im Jemen als Folge des Krieges und der saudischen Blockade.

E 1
           
29.1.17

Meldungen: Bei einem US-Luftangriff in Al Baida sind 14 angebliche Terroristen und mindestens 16 Zivilisten getötet worden, sowie ein US-Soldat. Trump erklärt, er sei traurig über den Tod des US-Soldaten. Bei AJE Erläuterungen von Stephen Zunes (Experte) zur Fortsetzung von Obamas "Anti-Terror-Krieg" durch Trump.

A,TS,hj,E

zus.
30.1.17

Houthi-Rebellen haben mit einem Selbstmordanschlag ein saudisches Kriegsschiff getroffen, zwei saudische Soldaten wurden dabei getötet. Video von der Explosion.

A,E zus.1
1.2.17

Die US-Regierung hat bestätigt, daß bei dem US-Luftangriff auf ein Al-Kaida-Lager in Al Baida auch Zivilisten getötet wurden. (Nach Augenzeugenaussagen mindestens 16.) Trump empfängt die Hinterbliebenen des US-Soldaten, der bei dem Einsatz ums Leben kam.

A,E zus.1
2.2.17

 

Die US-Regierung muß sich für den offenbar fehlgeschlagenen Luftangriff in Al Baida rechtfertigen, bei dem außer 14 angeblichen Al-Kaida-Kämpfern auch mindestens 16 Zivilisten und ein US-Soldat getötet wurden. Mehrere weitere Soldaten einer US-Spezialtruppe am Boden wurden verletzt. Ausführliche Berichte, O-Töne und Hintergrundinfos bei AJE, CNN und PressTV. Bei PressTV Einschätzungen von Medea Benjamin (Code Pink).

Bei den deutschen Sendern kein Wort darüber. Dafür in den Tagesthemen ein Bericht von Alexander Stenzel aus Sanaa, über Krieg, Not und Hunger. Der Bericht gibt den Saudis die Hauptschuld am Elend, mit ihren Luftangriffen auf Zivilisten und speziell auf die Infrastruktur.  ¤

A,C,P

 

TT

zus.10

 

3

           
5.2.17

PressTV meldet zwei "Vergeltungsangriffe" von Houthi-Rebellen, bei denen in Saudi-Arabien zusammen sieben Soldaten getötet wurden.

P

1/2
6.2.17

Bei AJE erstmals ein Bericht aus dem Dorf Yakla in der Provinz Al Baida, das am 29.1. von einem US-Spezialkommando mit Hubschraubern und Drohnen angegriffen wurde. Laut den Dorfbewohnern wurden dabei 16 Zivilisten getötet. Das Ziel war das Haus eines Stammesführers, laut Pentagon ein Al-Kaida-Anführer. Die Dorfbewohner bestreiten das. Bei dem Angriff wurde ein US-Soldat getötet und ein Flugzeug (Osprey?) beschädigt und daraufhin gesprengt.  ¤

A 3
           
9.2.17

Bericht über die Hungersnot als Folge der saudischen Intervention.

arj 2
12.2.17

Bei "GPS" ein paar weitere Details und Animationen zu dem Einsatz eines US-Spezialkommandos, bei dem 16 Zivilisten (und angeblich ein Al-Kaida-Führer) getötet wurden.

C 2
16.2.17

Bei einem Luftangriff der Saudis auf ein Haus in der Nähe von Sanaa sind neun Zivilisten (acht Frauen und ein Kind) getötet worden. Bericht von Mohammed al-Attab (PressTV) aus dem Ort, Meldungen bei AJE und Euronews.

A,P,E

zus.4
                 
1.3.17

Bericht über die katastrophale Hungersnot als Folge des Krieges und der saudischen Blockade.

E 1
3.3.17

Die USA haben in der zentralen Provinz Shabwah eine Serie von Luftangriffen (in zwei Nächten zusammen etwa 30 Einsätze mit Flugzeugen und Drohen) auf angebliche Al-Kaida-Terroristen durchgeführt. Keine Angaben über Opfer. Bei CNN Infos aus dem Pentagon von Barbara Starr. - AJE berichtet über einen Besuch des UN-Beauftragten Stephen O'Brian im Land, wo er sich um die Hungerkatastrophe kümmert. - Bei PressTV berichtet Mohammed al-Attab aus Sanaa über eine Massenkundgebung der Houthis gegen die Saudis.

A,C,P

zus.7
4.3.17

Weitere Infos über die US-Luftangriffe auf angebliche Al-Kaida-Terroristen.  (leider NNA)*

A,C zus.6
           
5.3.17

Bericht bei Euronews über die US-Luftangriffe auf angebliche Al-Kaida-Kämpfer.

E 1
10.3.17

Nur RT und PressTV berichten über einen saudischen Luftangriff auf einen Marktplatz in einem Ort am Roten Meer, bei dem mindestens 20 Zivilisten getötet wurden. Infos bei beiden Sendern von Hussain al-Bukhati aus Sanaa.

RT,P

zus.4
12.3.17

Nur PressTV meldet weitere Luftangriffe der Saudis. Bericht aus Sanaa von Mohammed al-Attab. (Unklar, was von den gezeigten Schäden aktuell ist.)

P

2
13.3.17

Nach UN-Angaben sind seit dem Beginn des Krieges der Saudis gegen den Jemen vor zwei Jahren mehr als 1500 Kinder getötet worden. (Meldung nur bei PressTV).

P

1
17.3.17

Vor der Küste Jemens hat ein unbekannter Hubschrauber ein Flüchtlingsboot mit Menschen aus Somalia bombardiert. Über 40 Menschen wurden dabei getötet, 80 Verletzte wurden gerettet und in ein Krankenhaus im Jemen gebracht. Die Flüchtlinge waren auf dem Weg zu einem Lager im Sudan. Die Houthis machen die Saudis für den Angriff verantwortlich. - Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.   ¤

AJE meldet außerdem, daß die Houthi-Rebellen ein Militärlager der Saudis mit Raketen beschossen haben. Dabei sollen 22 Soldaten beim Gottesdienst in einer Moschee getötet worden sein.

A,P,E

zus.4
18.3.17

Bei PressTV Bilder von den Opfern des Luftangriffs (wahrscheinlich durch einen saudischen Hubschrauber) auf ein Boot mit somalischen Flüchtlingen, bei dem 42 Menschen getötet wurden. Einschätzungen von Edward Corrigan (Menschenrechtsanwalt).  - Auf deutsch außer dem gestrigen Bericht bei Euronews keine Berichte, keine Meldungen.  

P

6
19.3.17

PressTV meldet, daß Scharfschützen der Houthi-Rebellen elf saudische Soldaten jenseits der Grenze erschossen haben. Außerdem sei "als Vergeltung für die saudischen Luftangriffe" eine Rakete auf Riad abgeschossen worden und habe dort eine Luftwaffenbasis getroffen. Bericht dazu aus Sanaa von Mohammed al-Attab.

P

3
19.3.17

"Jemen - Ein zerstörtes Land" - Im "Weltspiegel" ein Bericht von Alexander Stenzel über den Krieg im Jemen, die Zerstörung von zivilen Einrichtungen (Brücken, Lebensmittelfabriken) durch die saudischen Luftangriffe, die hungernde Bevölkerung, die Seeblockade.  ¤

WS 6
21.3.17

Aussagen von Überlebenden des Hubschrauberangriffs auf ein Boot mit somalischen Flüchtlingen im Roten Meer. Die Verletzten sind nun im Krankenhaus von Hudayda. Es ist weiter nicht sicher, wer für den Angriff mit 42 Toten verantwortlich ist.

A 2
           
26.3.17

In Sanaa demonstrieren bei einer Massenkundgebung einige Hunderttausend Menschen gegen die Intervention der Saudis, die vor zwei Jahren begann. Diverse Berichte, bei PressTV berichtet Mohammed al-Attab direkt von der Demo. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews. - Bei AJE Einschätzungen von Baraa Shiban (Reprieve) zu dem Konflikt.  - Bei CNN ein allgemeiner Bericht von Nick Paton Walsh über den Krieg und die Hungersnot.  - Bei RT und PressTV Berichte von einer Demo in London gegen die saudische Intervention und die Unterstützung der britischen Regierung und der BBC für die Saudis.

A,C,RT,P,E

zus.16
           
27.3.17

Noch ein Bericht über die Massenkundgebung gegen die Saudis in Sanaa und über die humanitäre Katastrophe.

arj 2
28.3.17

Unicef warnt, daß im Jemen 500.000 Kinder akut unterernährt sind. Das Gesundheitssystem ist kollabiert. Letztes Jahr sind 1500 Kinder im Krieg gestorben.

E 1
           
29.3.17

Mohammed al-Attab berichtet aus Sanaa, wo die Houthi-Rebellen stolz einige neue, angeblich selbstgebaute Raketen präsentieren, die eine Reichweite von 400 km haben sollen

P

3
31.3.17

"Saudi"- Arabien  / Jemen : In London versucht der Bürgerrechtsaktivist Sam Walton, General Ahmad Asiri per "Citizen arrest" zu verhaften. Asiri ist Sprecher des saudischen Militärs und hat immer wieder dessen Kriegsverbrechen im Krieg gegen den Jemen gerechtfertigt. Seine Personenschützer unterbrechen den juristischen Akt (was eine Straftat ist) und bringen den Delinquenten in Sicherheit. Von dort zeigt Asiri dem Bürger den Stinkefinger. Zumindest dafür müßte der Kriegsverbrecher nun eigentlich vor Gericht kommen.

RT

3
           
3.4.17

Nach Angaben des Pentagon haben die USA in den letzten Tagen 20 Luftangriffe auf Stellungen von Al Kaida im Jemen geflogen. Keine Angaben zu Opfern.

E 1
3.4.17

"Saudi"- Arabien / Jemen : Der britische Clown und "Außenminister" Johnson hat sich bei Saudi-Arabien dafür "entschuldigt", daß ein britischer Aktivist versucht hat, den saudischen Kriegsverbrecher General Asiri zu verhaften.

Bei der BBC spricht Nawal Al-Maghafi mit ebenjenem General Asiri und spricht ihn deutlich an auf die Blockade der jemenitischen Häfen ("Das müssen wir tun um die Aufrüstung der Houthis zu verhindern") und den Einsatz von Clusterbomben gegen Zivilisten ("Das ist nicht verboten"). 

RT

B

2

4

10.4.17

Bei AJE ein Bericht über Menschen, die sich von Taiz zufuß auf den langen Weg durchs Gebirge nach Aden machen, um so vielleicht dem Krieg zu entkommen. - Bei "heute" ein allgemeiner Bericht über die Hungerkatastrophe als Folge von Krieg und saudischer Blockade.

A,ht

zus.4
           
17.4.17

Die Houthi-Rebellen haben mehrere Dutzend politische Gegner als angebliche Spione vor Gericht gestellt. Ihnen droht die Todesstrafe. Ihre Angehörigen protestieren gegen die ihrer Meinung nach willkürlichen Verfahren. Bericht von Hashem Ahelbarra. 

A 3
           
20.4.17

Meldungen: laut HRW sind in zwei Jahren Hunderte Zivilisten durch Minen getötet worden, die die Houthi-Rebellen gelegt haben. Und die UN fordern Saudi-Arabien auf, die Hafenanlagen im Gebiet der Rebellen nicht mehr anzugreifen, damit man die Bevölkerung dort wieder versorgen kann.

A 2
25.4.17

Bei einer "Geberkonferenz" der UN in Genf für die Hungerhilfe im Jemen kommt nur die Hälfte der benötigten zwei Milliarden Dollar zusammen. Diverse allgemeine Berichte über die Hungerkatastrophe, viele Bilder von verhungernden Kindern. Gut der Bericht von Uli Gack (heute-journal), der deutlich die Verantwortung der Saudis benennt.  ¤

A,arj,TS,hj

zus.13
           
3.5.17

Bei einem Besuch im Jemen warnt Jan Egeland (Norwegischer Flüchtlingsrat) vor einer Hungersnot "biblischen Ausmaßes".

A 1
11.5.17

In Aden erklärt der frühere Gouverneur Aidaroos al Zubaidi vor tausenden jubelnden Anhängern, er habe einen neuen Übergangsrat für den Süden gegründet, als Schritt zur erneuten Unabhängigkeit. Bei AJE Infos dazu aus Sanaa von Hakim al Masmari

Bei RT wird der britische Kriegsminister Michael Fallow zitiert, der offen seine Unterstützung für den Angriffskrieg des Saudis gegen den Jemen erklärt (er spricht natürlich von "Verteidigung".) . Die Saudis seien ein wichtiger Handelspartner und "Verteidigungspartner", mit dem man Geheimdienstinformationen austausche.

A

RT

2

3

           
15.5.17

Die Choleraepidemie breitet sich aus. In zwei Wochen haben sich über 11.000 Menschen infiziert, 184 sind an der Seuche gestorben. Das Gesundheitsministerium in Sanaa ruft den Notstand aus. (Zahlen von AJE. Euronews nennt wesentlich niedrigere Zahlen.)

A,E zus.2
16.5.17

Kamran Safiarian berichtet aus Sanaa über die humanitäre Krise, Hungersnot und Cholera. Der machtlose Premier Ahmed bin Dagher sagt im Interview (in Aden), nicht die Blockade der Häfen und die Bombardierungen durch die Saudis seien an der Katastrophe schuld, sondern der Iran mit seinen Waffenlieferungen an die Houthis.

hj 3
20.5.17

In Sanaa demonstrieren Tausende gegen Trump und die Saudis.

A 1
21.5.17

In Aden demonstrieren über 100.000 Menschen für die Unabhängigkeit des Süd-Jemen. Bericht. - In der Tagesschau ein Bericht über die Cholera-Epidemie und die Hungerkatastrophe. Der Krieg der Saudis gegen die Bevölkerung des Jemen wird nicht erwähnt, im Vorspann heißt es nur: "die Regierung erhält Hilfe von Saudi-Arabien."

A,TS zus.4
           
27.5.17

Bericht von Hashem Ahelbarra über Geheimgefängnisse der Houthi-Rebellen in Sanaa. Menschenrechtler und Angehörige von Inhaftierten fordern die Freilassung der willkürlich Verhafteten, angeblich mehrere Tausend.

A 3
           
29.5.17

Inzwischen sind etwa 50.000 Menschen an Cholera erkrankt und fast 500 gestorben.

E 1
30.5.17

Der UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien warnt, daß ein Drittel der Bevölkerung im Jemen Hunger leidet, das Gesundheitssystem zusammengebrochen ist, die Cholera sich ausbreitet. Das Land stehe vor dem kompletten sozialen, institutionellen und wirtschaftlichem Kollaps.  ¤

A,E zus.3
           
9.6.17

Inzwischen sind über 100.000 Menschen an der Cholera erkrankt und 800 gestorben.

arj 2
18.6.17

Meldungen: bei einem saudischen Luftangriff auf einen Marktplatz in der Provinz Saada sollen mindestens 25 Zivilisten getötet worden sein. Bei PressTV außerdem ein Bericht aus Sanaa von Mohammed al-Attab mit Reaktionen auf den Luftangriff.

A,P

zus.3
19.6.17

Nach Angaben der Houthi-Rebellen sind bei einem weiteren saudischen Luftangriff in Saada (diesmal auf eine Metallwerkstatt) wiederum 25 Menschen getötet worden. Infos aus Sanaa von Hakim al Masmari. 

A 4
21.6.17

Bericht über die Cholera-Epidemie, durch die inzwischen über 1000 Menschen gestorben sind.

arj 2
22.6.17

Die Emirate (UAE) betreiben im Jemen mehrere Foltergefängnisse. HRW hat Belege, daß dort mindestens 49 Personen eingesperrt sind und gefoltert werden. Offenbar sind auch US-Agenten an den Folterungen beteiligt.  - Ausführliche Infos bei AJE, Erläuterungen von Baraa Shiban (Reprieve). Sonst berichtet nur RT darüber.  ¤

A,RT zus.18
24.6.17

Zwei Berichte über die Cholera-Epidemie. (Weitere Berichte bei AJE und BBC.)

TS,E zus.3
4.7.17

Meldung: saudische Flugzeuge haben in Taiz einen Bauernhof bombardiert und mindestens 15 Zivilisten getötet.

A 1/2
10.7.17

Inzwischen sind über 300.000 Menschen an der Cholera erkrankt und über 1600 gestorben. Zwei Berichte.

A,E

zus.3
           
10.7.17

"Saudi"- Arabien / Jemen : Das zweitoberste britische Gericht lehnt eine Klage von Menschenrechtlern ab, die wegen der saudischen Kriegsverbrechen im Jemen ein Verbot der britischen Waffenexporte an die Saudis erreichen wollten. Die Richter behaupten, die Saudis würden im Jemen nicht gezielt Zivilisten angreifen. Berichte von Paul Brennan und Amina Taylor.  - Die Frage ist, ob es sich bei der gezielten Zerstörung ziviler Infrastruktur durch die Saudis nicht um einen versuchten Völkermord handelt. Die Cholera-Epidemie ist eine direkte Folge dieser Kriegsführung. Die britischen Richter (und erst recht natürlich die Tory-Regierung) könnten dafür einmal selber vor dem Gericht in Den Haag landen.  ¤

A,P

zus.6
           
12.7.17

Bericht über die Choleraepidemie. Die UN sprechen von einer vermeidbaren, völlig von Menschen gemachten Katastrophe.  ¤

A 2
           
19.7.17

Bei einem saudischen Luftangriff in der Nähe von Taiz sind mindestens 20 Zivilisten getötet worden. Meldungen und Bilder bei AJE und RT. Bei RT eine Stellungnahme von William Spindler (UNHCR). - Auf deutsch keine Meldungen. 

A,RT zus.2
20.7.17

Bericht über die Choleraepidemie, an der bisher mindestens 1800 Menschen gestorben sind. Die Ausbreitung der Seuche ist eine direkte Folge des Krieges, wie der Beitrag deutlich feststellt. Die Verantwortung der Saudis für Luftangriffe und Hafenblockade wird nicht ganz so deutlich erwähnt.

TS 2
21.7.17

Noch zwei Berichte über die Cholera-Epidemie. Bei der BBC berichtet Nawal Al-Maghafi aus Sanaa ¤

B,arj zus.5
23.7.17

In zweieinhalb Jahren sind etwa 10.000 Menschen im Krieg gestorben, drei Millionen mußten flüchten, täglich erkranken 5000 an der Cholera. Eindrücke des Journalisten Martin Smith, der kürzlich im Jemen war. Das Elend ist enorm, und die Leute wissen sehr gut, woher die Waffen kommen, die ihre Häuser zerstören. "Die Leute in den USA wissen vielleicht nicht, daß ihre Regierung im Jemen beteiligt ist, die Leute im Jemen wissen das sehr wohl."

A 3
26.7.17

Eine Untersuchung der UN hat festgestellt, daß das saudische Militär "praktisch sicher" verantwortlich war für den Angriff eines Hubschraubers auf ein Boot mit Flüchtlingen am 17.3.17, bei dem 42 Menschen getötet und zahlreiche schwer verletzt wurden. Es handele sich eindeutig um ein Kriegsverbrechen, und die Schuldigen müßten dafür zur Verantwortung gezogen werden. Infos aus New York von Rosiland Jordan, Stellungnahme von Akshaya Kumar (HRW).  ¤

A 4
27.7.17

 

Bei AJE ein Gespräch mit Korrespondent Mohammed Adow, der über den Angriff der Saudis auf ein Boot mit somalischen Flüchtlingen im März recherchiert hat.

Bei der BBC berichtet Orla Guerin aus Aden über die humanitäre Katastrophe im Jemen und benennt dabei sehr eindeutig die Schuldigen, nämlich die Saudis.  ¤

Nachts versuchen sich auch ARD und ZDF am Thema Jemen. Hier ist von einem "Stellvertreterkrieg zwischen Saudiarabien und Iran" die Rede, und von "Rebellen, die sich selbst bekämpfen". Die Berichte von Esther Saoub und Winfried Schnurbus zeigen viel Elend und sprechen nur am Rande über die Schuld daran, und das auch noch "ausgewogen", also verlogen. (Im "Nachtmagazin" danach noch ein Gespräch mit Rotkreuz-Chef Peter Maurer, der sich auch keine klaren Aussagen traut. Habe ich weggelassen.)

A,B,nam,h+

 

zus.15

 

31.7.17

HRW wirft den Houthi-Rebellen vor, Landminen einzusetzen. Im Bericht kommen einige Zivilisten zu Wort, die Opfer von Minen wurden.

A 3
           
2.8.17

Bei AJE ein Bericht über die Hungersnot und die Cholera. Bilder einer "unvorstellbaren Tragödie". Die Ursache, der Krieg der Saudis gegen den Jemen, wird deutlich benannt.  ¤

A 3
           
5.8.17

Claus Kleber eröffnet das "heute-journal" (gleich nach dem Fußball) mit einer Horrorstory, über die Cholera-Katastrophe im Jemen. Als Ursache nennt er "den Krieg", bei dem es sich um einen "Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und Iran" handele. Kein Wort über saudische Luftangriffe auf Wasserwerke, kein Wort zur saudischen Blockade der Häfen. Worin die behauptete Kriegsbeteiligung des Iran bestehen soll, sagt er natürlich auch nicht. Wir sollen für Hilfswerke spenden, während unsere Regierung den Völkermördern Waffen schickt. Aber auch das erwähnt Herr Kleber nicht.

hj 3
6.8.17

Das UNHCR bittet dringend um mehr Mittel, um Flüchtlingen im Jemen zu helfen. Bericht über das elende Leben von Flüchtlingen im Norden des Landes.

A 2
           
13.8.17

Bei AJE ein Bericht über Kämpfe in der Region Taiz zwischen pro-saudischen "Regierungstruppen" und Houthi-Rebellen. - Bei arte ein ausführlicher und sehr eindringlicher Bericht von Francois-Xavier Trégan. Er begleitet den Rot-Kreuz-Chef Peter Maurer bei einer Rundreise und spricht die Saudis als Verantwortliche für die Katastrophe im Jemen deutlich an.  ¤

A,arj zus.7
17.8.17

Ein noch nicht offiziell veröffentlichter Bericht für den UN-Generalsekretär beschuldigt vor allem die Saudis (daneben aber auch die Houthi-Rebellen), mit ihrer Kriegsführung für den Tod von zahlreichen Kindern verantwortlich zu sein. Allein im letzten Jahr wurden demnach bei saudischen Luftangriffen 683 Kinder getötet. Bericht aus New York von Rosiland Jordan.

A 3
           
20.8.17

Weitere Infos über den UN-Report, der alle Kriegsparteien, aber besonders die Saudis für die humanitäre Katastrophe verantwortlich macht.

A 3
21.8.17

Noch ein Bericht aus New York über die Vorwürfe der UN gegen die Saudis. Der saudische UN-Botschafter weist die Vorwürfe zurück und macht die Houthi-Rebellen für alles verantwortlich.

A 3
22.8.17

Nawal al-Maghafi berichtet aus Hudaydah über die katastrophale Situation in den Krankenhäusern, die völlig mit halbverhungerten Kindern belegt sind. Überall in den Straßen heimatlose hungrige Leute. Der Hafen steht wegen der Blockade und Bombardierung durch die Saudis still.  ¤

B 5
           
23.8.17

Bei einem saudischen Luftangriff auf ein Hotel bei Sanaa sind über 40 Zivilisten getötet worden. Meldungen und Bilder nur bei AJE und PressTV. Bei PressTV berichtet Mohammed al-Attab vom Ort des Anschlags. Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.  

A,P

zus.6
           
24.8.17

 

In Sanaa gibt es gleichzeitig zwei Massenkundgebungen mit jeweils über 100.000 Teilnehmern, die eine von (Ex-)Präsident Saleh, die andere von den bisher mit Saleh verbündeten Houthi-Rebellen. Beide richten sich gegen die Saudis und ihr Marionetten-Regime, zugleich aber auch gegeneinander. Berichte bei AJE und PressTV. Auf die inneren Widersprüche geht aber nur AJE ein.  ¤

Bei CNN eine Meldung über den saudischen Luftangriff auf ein Hotel bei Sanaa, bei dem mehr als 50 Zivilisten getötet wurden. Dann Infos über die Hunger- und Cholerakatastrophe, Einschätzungen dazu von Meritxell Relaño (Unicef) und eine Stellungnahme von Jan Egeland (Norwegian Refugee Council).

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. 

A,C,P

 

zus.16

 

           
25.8.17

In Sanaa sind bei einem weiteren saudischen Luftangriff auf zwei Wohnhäuser mindestens 14 Zivilisten getötet worden. Diverse Berichte, bei der BBC ausführlich von Nawal al-Maghafi.  (Leider alles NNA)* Einziger Bericht auf deutsch bei arte.  ¤

A,B,RT,P,arj

zus.16
26.8.17

Meldung: das saudische Militär erklärt, der Luftangriff auf Wohnhäuser in Sanaa, bei dem mindestens 14 Zivilisten getötet wurden, sei Folge eines "technischen Fehlers".

A 1/2
27.8.17

AJE meldet, daß in Taiz mehrere Zivilisten durch Artilleriebeschuß von Seiten der Houthi-Rebellen getötet worden sind.

A 1/2
29.8.17

Menschenrechtsorganisationen fordern die UN auf, die Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen aller Kriegsparteien im Jemen mit einer eigenen Einrichtung zu untersuchen.

A 2
3.9.17

Ein Bericht über das Leben in Taiz. Durch den Krieg ist die Infrastruktur weitgehend zerstört, u.a. auch die Stromversorgung. Wer es sich leisten kann, kauft sich Solaranlagen.

A 2
5.9.17

Die UN haben einen Report über die "Kosten" des Krieges im Jemen veröffentlicht. Seit März 2015 wurden mindestens 5100 Zivilisten getötet, vor allem durch saudische Luftangriffe. 7,3 Millionen Menschen leiden Hunger, 600.000 wurden von der Cholera angesteckt. Alle Kriegsparteien sollen Kriegsverbrechen begangen haben. Berichte bei AJE und Sky News. Bei Sky News weist der saudische Außenminister Jubeir die Vorwürfe der UN zurück und behauptet, die Saudis würden dem Jemen den Frieden bringen. Für alle Opfer seien allein die Houthi-Rebellen verantwortlich.  ¤

A,Sky zus.5
           
6.9.17

Ein Bericht über das Elend der Kinder im Krieg.

E 1
       

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