Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Jemen #3                                                                                         (letzter Eintrag 26.5.18)

Jemen #1 (bis Ende 2014)

Jemen #2 (bis Ende 2016)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
10.1.17

Meldungen: fünf Tote bei einem saudischen Luftangriff auf eine Schule. Heftige Kämpfe in der Region am Roten Meer.

A 1/2
12.1.17

Der britische Abgeordnete Andrew Mitchell besucht Saada im Gebiet der Houthi-Rebellen und besichtigt die enormen Zerstörungen, die die Saudis dort mit britischer Waffenhilfe angerichtet haben. Er und seine Kollegen fordern eine internationale Untersuchung der saudischen Kriegsverbrechen im Jemen.

A 2
           
14.1.17

RT zeigt Schockbilder verhungernder Menschen, angeblich von irgendwo im Jemen. Dazu Infos über den Konflikt und die Unterstützung Britanniens für die saudischen Massenmörder.

RT 3
22.1.17

Meldung und Bilder von schweren Kämpfen in der Region am Roten Meer.

A 1/2
26.1.17

Bei einer Konferenz in London reden internationale Hilfsorganisationen über die humanitäre Katastrophe im Jemen.

A 2
27.1.17

Die UN warnen vor einer Hungersnot im Jemen als Folge des Krieges und der saudischen Blockade.

E 1
           
29.1.17

Meldungen: Bei einem US-Luftangriff in Al Baida sind 14 angebliche Terroristen und mindestens 16 Zivilisten getötet worden, sowie ein US-Soldat. Trump erklärt, er sei traurig über den Tod des US-Soldaten. Bei AJE Erläuterungen von Stephen Zunes (Experte) zur Fortsetzung von Obamas "Anti-Terror-Krieg" durch Trump.

A,TS,hj,E

zus.
30.1.17

Houthi-Rebellen haben mit einem Selbstmordanschlag ein saudisches Kriegsschiff getroffen, zwei saudische Soldaten wurden dabei getötet. Video von der Explosion.

A,E zus.1
1.2.17

Die US-Regierung hat bestätigt, daß bei dem US-Luftangriff auf ein Al-Kaida-Lager in Al Baida auch Zivilisten getötet wurden. (Nach Augenzeugenaussagen mindestens 16.) Trump empfängt die Hinterbliebenen des US-Soldaten, der bei dem Einsatz ums Leben kam.

A,E zus.1
2.2.17

 

Die US-Regierung muß sich für den offenbar fehlgeschlagenen Luftangriff in Al Baida rechtfertigen, bei dem außer 14 angeblichen Al-Kaida-Kämpfern auch mindestens 16 Zivilisten und ein US-Soldat getötet wurden. Mehrere weitere Soldaten einer US-Spezialtruppe am Boden wurden verletzt. Ausführliche Berichte, O-Töne und Hintergrundinfos bei AJE, CNN und PressTV. Bei PressTV Einschätzungen von Medea Benjamin (Code Pink).

Bei den deutschen Sendern kein Wort darüber. Dafür in den Tagesthemen ein Bericht von Alexander Stenzel aus Sanaa, über Krieg, Not und Hunger. Der Bericht gibt den Saudis die Hauptschuld am Elend, mit ihren Luftangriffen auf Zivilisten und speziell auf die Infrastruktur.  ¤

A,C,P

 

TT

zus.10

 

3

           
5.2.17

PressTV meldet zwei "Vergeltungsangriffe" von Houthi-Rebellen, bei denen in Saudi-Arabien zusammen sieben Soldaten getötet wurden.

P

1/2
6.2.17

Bei AJE erstmals ein Bericht aus dem Dorf Yakla in der Provinz Al Baida, das am 29.1. von einem US-Spezialkommando mit Hubschraubern und Drohnen angegriffen wurde. Laut den Dorfbewohnern wurden dabei 16 Zivilisten getötet. Das Ziel war das Haus eines Stammesführers, laut Pentagon ein Al-Kaida-Anführer. Die Dorfbewohner bestreiten das. Bei dem Angriff wurde ein US-Soldat getötet und ein Flugzeug (Osprey?) beschädigt und daraufhin gesprengt.  ¤

A 3
           
9.2.17

Bericht über die Hungersnot als Folge der saudischen Intervention.

arj 2
12.2.17

Bei "GPS" ein paar weitere Details und Animationen zu dem Einsatz eines US-Spezialkommandos, bei dem 16 Zivilisten (und angeblich ein Al-Kaida-Führer) getötet wurden.

C 2
16.2.17

Bei einem Luftangriff der Saudis auf ein Haus in der Nähe von Sanaa sind neun Zivilisten (acht Frauen und ein Kind) getötet worden. Bericht von Mohammed al-Attab (PressTV) aus dem Ort, Meldungen bei AJE und Euronews.

A,P,E

zus.4
                 
1.3.17

Bericht über die katastrophale Hungersnot als Folge des Krieges und der saudischen Blockade.

E 1
3.3.17

Die USA haben in der zentralen Provinz Shabwah eine Serie von Luftangriffen (in zwei Nächten zusammen etwa 30 Einsätze mit Flugzeugen und Drohen) auf angebliche Al-Kaida-Terroristen durchgeführt. Keine Angaben über Opfer. Bei CNN Infos aus dem Pentagon von Barbara Starr. - AJE berichtet über einen Besuch des UN-Beauftragten Stephen O'Brian im Land, wo er sich um die Hungerkatastrophe kümmert. - Bei PressTV berichtet Mohammed al-Attab aus Sanaa über eine Massenkundgebung der Houthis gegen die Saudis.

A,C,P

zus.7
4.3.17

Weitere Infos über die US-Luftangriffe auf angebliche Al-Kaida-Terroristen.  (leider NNA)*

A,C zus.6
           
5.3.17

Bericht bei Euronews über die US-Luftangriffe auf angebliche Al-Kaida-Kämpfer.

E 1
10.3.17

Nur RT und PressTV berichten über einen saudischen Luftangriff auf einen Marktplatz in einem Ort am Roten Meer, bei dem mindestens 20 Zivilisten getötet wurden. Infos bei beiden Sendern von Hussain al-Bukhati aus Sanaa.

RT,P

zus.4
12.3.17

Nur PressTV meldet weitere Luftangriffe der Saudis. Bericht aus Sanaa von Mohammed al-Attab. (Unklar, was von den gezeigten Schäden aktuell ist.)

P

2
13.3.17

Nach UN-Angaben sind seit dem Beginn des Krieges der Saudis gegen den Jemen vor zwei Jahren mehr als 1500 Kinder getötet worden. (Meldung nur bei PressTV).

P

1
17.3.17

Vor der Küste Jemens hat ein unbekannter Hubschrauber ein Flüchtlingsboot mit Menschen aus Somalia bombardiert. Über 40 Menschen wurden dabei getötet, 80 Verletzte wurden gerettet und in ein Krankenhaus im Jemen gebracht. Die Flüchtlinge waren auf dem Weg zu einem Lager im Sudan. Die Houthis machen die Saudis für den Angriff verantwortlich. - Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.   ¤

AJE meldet außerdem, daß die Houthi-Rebellen ein Militärlager der Saudis mit Raketen beschossen haben. Dabei sollen 22 Soldaten beim Gottesdienst in einer Moschee getötet worden sein.

A,P,E

zus.4
18.3.17

Bei PressTV Bilder von den Opfern des Luftangriffs (wahrscheinlich durch einen saudischen Hubschrauber) auf ein Boot mit somalischen Flüchtlingen, bei dem 42 Menschen getötet wurden. Einschätzungen von Edward Corrigan (Menschenrechtsanwalt).  - Auf deutsch außer dem gestrigen Bericht bei Euronews keine Berichte, keine Meldungen.  

P

6
19.3.17

PressTV meldet, daß Scharfschützen der Houthi-Rebellen elf saudische Soldaten jenseits der Grenze erschossen haben. Außerdem sei "als Vergeltung für die saudischen Luftangriffe" eine Rakete auf Riad abgeschossen worden und habe dort eine Luftwaffenbasis getroffen. Bericht dazu aus Sanaa von Mohammed al-Attab.

P

3
19.3.17

"Jemen - Ein zerstörtes Land" - Im "Weltspiegel" ein Bericht von Alexander Stenzel über den Krieg im Jemen, die Zerstörung von zivilen Einrichtungen (Brücken, Lebensmittelfabriken) durch die saudischen Luftangriffe, die hungernde Bevölkerung, die Seeblockade.  ¤

WS 6
21.3.17

Aussagen von Überlebenden des Hubschrauberangriffs auf ein Boot mit somalischen Flüchtlingen im Roten Meer. Die Verletzten sind nun im Krankenhaus von Hudayda. Es ist weiter nicht sicher, wer für den Angriff mit 42 Toten verantwortlich ist.

A 2
           
26.3.17

In Sanaa demonstrieren bei einer Massenkundgebung einige Hunderttausend Menschen gegen die Intervention der Saudis, die vor zwei Jahren begann. Diverse Berichte, bei PressTV berichtet Mohammed al-Attab direkt von der Demo. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews. - Bei AJE Einschätzungen von Baraa Shiban (Reprieve) zu dem Konflikt.  - Bei CNN ein allgemeiner Bericht von Nick Paton Walsh über den Krieg und die Hungersnot.  - Bei RT und PressTV Berichte von einer Demo in London gegen die saudische Intervention und die Unterstützung der britischen Regierung und der BBC für die Saudis.

A,C,RT,P,E

zus.16
           
27.3.17

Noch ein Bericht über die Massenkundgebung gegen die Saudis in Sanaa und über die humanitäre Katastrophe.

arj 2
28.3.17

Unicef warnt, daß im Jemen 500.000 Kinder akut unterernährt sind. Das Gesundheitssystem ist kollabiert. Letztes Jahr sind 1500 Kinder im Krieg gestorben.

E 1
           
29.3.17

Mohammed al-Attab berichtet aus Sanaa, wo die Houthi-Rebellen stolz einige neue, angeblich selbstgebaute Raketen präsentieren, die eine Reichweite von 400 km haben sollen

P

3
31.3.17

"Saudi"- Arabien  / Jemen : In London versucht der Bürgerrechtsaktivist Sam Walton, General Ahmad Asiri per "Citizen arrest" zu verhaften. Asiri ist Sprecher des saudischen Militärs und hat immer wieder dessen Kriegsverbrechen im Krieg gegen den Jemen gerechtfertigt. Seine Personenschützer unterbrechen den juristischen Akt (was eine Straftat ist) und bringen den Delinquenten in Sicherheit. Von dort zeigt Asiri dem Bürger den Stinkefinger. Zumindest dafür müßte der Kriegsverbrecher nun eigentlich vor Gericht kommen.

RT

3
           
3.4.17

Nach Angaben des Pentagon haben die USA in den letzten Tagen 20 Luftangriffe auf Stellungen von Al Kaida im Jemen geflogen. Keine Angaben zu Opfern.

E 1
3.4.17

"Saudi"- Arabien / Jemen : Der britische Clown und "Außenminister" Johnson hat sich bei Saudi-Arabien dafür "entschuldigt", daß ein britischer Aktivist versucht hat, den saudischen Kriegsverbrecher General Asiri zu verhaften.

Bei der BBC spricht Nawal Al-Maghafi mit ebenjenem General Asiri und spricht ihn deutlich an auf die Blockade der jemenitischen Häfen ("Das müssen wir tun um die Aufrüstung der Houthis zu verhindern") und den Einsatz von Clusterbomben gegen Zivilisten ("Das ist nicht verboten"). 

RT

B

2

4

10.4.17

Bei AJE ein Bericht über Menschen, die sich von Taiz zufuß auf den langen Weg durchs Gebirge nach Aden machen, um so vielleicht dem Krieg zu entkommen. - Bei "heute" ein allgemeiner Bericht über die Hungerkatastrophe als Folge von Krieg und saudischer Blockade.

A,ht

zus.4
           
17.4.17

Die Houthi-Rebellen haben mehrere Dutzend politische Gegner als angebliche Spione vor Gericht gestellt. Ihnen droht die Todesstrafe. Ihre Angehörigen protestieren gegen die ihrer Meinung nach willkürlichen Verfahren. Bericht von Hashem Ahelbarra. 

A 3
           
20.4.17

Meldungen: laut HRW sind in zwei Jahren Hunderte Zivilisten durch Minen getötet worden, die die Houthi-Rebellen gelegt haben. Und die UN fordern Saudi-Arabien auf, die Hafenanlagen im Gebiet der Rebellen nicht mehr anzugreifen, damit man die Bevölkerung dort wieder versorgen kann.

A 2
25.4.17

Bei einer "Geberkonferenz" der UN in Genf für die Hungerhilfe im Jemen kommt nur die Hälfte der benötigten zwei Milliarden Dollar zusammen. Diverse allgemeine Berichte über die Hungerkatastrophe, viele Bilder von verhungernden Kindern. Gut der Bericht von Uli Gack (heute-journal), der deutlich die Verantwortung der Saudis benennt.  ¤

A,arj,TS,hj

zus.13
           
3.5.17

Bei einem Besuch im Jemen warnt Jan Egeland (Norwegischer Flüchtlingsrat) vor einer Hungersnot "biblischen Ausmaßes".

A 1
11.5.17

In Aden erklärt der frühere Gouverneur Aidaroos al Zubaidi vor tausenden jubelnden Anhängern, er habe einen neuen Übergangsrat für den Süden gegründet, als Schritt zur erneuten Unabhängigkeit. Bei AJE Infos dazu aus Sanaa von Hakim al Masmari

Bei RT wird der britische Kriegsminister Michael Fallow zitiert, der offen seine Unterstützung für den Angriffskrieg des Saudis gegen den Jemen erklärt (er spricht natürlich von "Verteidigung".) . Die Saudis seien ein wichtiger Handelspartner und "Verteidigungspartner", mit dem man Geheimdienstinformationen austausche.

A

RT

2

3

           
15.5.17

Die Choleraepidemie breitet sich aus. In zwei Wochen haben sich über 11.000 Menschen infiziert, 184 sind an der Seuche gestorben. Das Gesundheitsministerium in Sanaa ruft den Notstand aus. (Zahlen von AJE. Euronews nennt wesentlich niedrigere Zahlen.)

A,E zus.2
16.5.17

Kamran Safiarian berichtet aus Sanaa über die humanitäre Krise, Hungersnot und Cholera. Der machtlose Premier Ahmed bin Dagher sagt im Interview (in Aden), nicht die Blockade der Häfen und die Bombardierungen durch die Saudis seien an der Katastrophe schuld, sondern der Iran mit seinen Waffenlieferungen an die Houthis.

hj 3
20.5.17

In Sanaa demonstrieren Tausende gegen Trump und die Saudis.

A 1
21.5.17

In Aden demonstrieren über 100.000 Menschen für die Unabhängigkeit des Süd-Jemen. Bericht. - In der Tagesschau ein Bericht über die Cholera-Epidemie und die Hungerkatastrophe. Der Krieg der Saudis gegen die Bevölkerung des Jemen wird nicht erwähnt, im Vorspann heißt es nur: "die Regierung erhält Hilfe von Saudi-Arabien."

A,TS zus.4
           
27.5.17

Bericht von Hashem Ahelbarra über Geheimgefängnisse der Houthi-Rebellen in Sanaa. Menschenrechtler und Angehörige von Inhaftierten fordern die Freilassung der willkürlich Verhafteten, angeblich mehrere Tausend.

A 3
           
29.5.17

Inzwischen sind etwa 50.000 Menschen an Cholera erkrankt und fast 500 gestorben.

E 1
30.5.17

Der UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien warnt, daß ein Drittel der Bevölkerung im Jemen Hunger leidet, das Gesundheitssystem zusammengebrochen ist, die Cholera sich ausbreitet. Das Land stehe vor dem kompletten sozialen, institutionellen und wirtschaftlichem Kollaps.  ¤

A,E zus.3
           
9.6.17

Inzwischen sind über 100.000 Menschen an der Cholera erkrankt und 800 gestorben.

arj 2
18.6.17

Meldungen: bei einem saudischen Luftangriff auf einen Marktplatz in der Provinz Saada sollen mindestens 25 Zivilisten getötet worden sein. Bei PressTV außerdem ein Bericht aus Sanaa von Mohammed al-Attab mit Reaktionen auf den Luftangriff.

A,P

zus.3
19.6.17

Nach Angaben der Houthi-Rebellen sind bei einem weiteren saudischen Luftangriff in Saada (diesmal auf eine Metallwerkstatt) wiederum 25 Menschen getötet worden. Infos aus Sanaa von Hakim al Masmari. 

A 4
21.6.17

Bericht über die Cholera-Epidemie, durch die inzwischen über 1000 Menschen gestorben sind.

arj 2
22.6.17

Die Emirate (UAE) betreiben im Jemen mehrere Foltergefängnisse. HRW hat Belege, daß dort mindestens 49 Personen eingesperrt sind und gefoltert werden. Offenbar sind auch US-Agenten an den Folterungen beteiligt.  - Ausführliche Infos bei AJE, Erläuterungen von Baraa Shiban (Reprieve). Sonst berichtet nur RT darüber.  ¤

A,RT zus.18
24.6.17

Zwei Berichte über die Cholera-Epidemie. (Weitere Berichte bei AJE und BBC.)

TS,E zus.3
4.7.17

Meldung: saudische Flugzeuge haben in Taiz einen Bauernhof bombardiert und mindestens 15 Zivilisten getötet.

A 1/2
10.7.17

Inzwischen sind über 300.000 Menschen an der Cholera erkrankt und über 1600 gestorben. Zwei Berichte.

A,E

zus.3
           
10.7.17

"Saudi"- Arabien / Jemen : Das zweitoberste britische Gericht lehnt eine Klage von Menschenrechtlern ab, die wegen der saudischen Kriegsverbrechen im Jemen ein Verbot der britischen Waffenexporte an die Saudis erreichen wollten. Die Richter behaupten, die Saudis würden im Jemen nicht gezielt Zivilisten angreifen. Berichte von Paul Brennan und Amina Taylor.  - Die Frage ist, ob es sich bei der gezielten Zerstörung ziviler Infrastruktur durch die Saudis nicht um einen versuchten Völkermord handelt. Die Cholera-Epidemie ist eine direkte Folge dieser Kriegsführung. Die britischen Richter (und erst recht natürlich die Tory-Regierung) könnten dafür einmal selber vor dem Gericht in Den Haag landen.  ¤

A,P

zus.6
           
12.7.17

Bericht über die Choleraepidemie. Die UN sprechen von einer vermeidbaren, völlig von Menschen gemachten Katastrophe.  ¤

A 2
           
19.7.17

Bei einem saudischen Luftangriff in der Nähe von Taiz sind mindestens 20 Zivilisten getötet worden. Meldungen und Bilder bei AJE und RT. Bei RT eine Stellungnahme von William Spindler (UNHCR). - Auf deutsch keine Meldungen. 

A,RT zus.2
20.7.17

Bericht über die Choleraepidemie, an der bisher mindestens 1800 Menschen gestorben sind. Die Ausbreitung der Seuche ist eine direkte Folge des Krieges, wie der Beitrag deutlich feststellt. Die Verantwortung der Saudis für Luftangriffe und Hafenblockade wird nicht ganz so deutlich erwähnt.

TS 2
21.7.17

Noch zwei Berichte über die Cholera-Epidemie. Bei der BBC berichtet Nawal Al-Maghafi aus Sanaa ¤

B,arj zus.5
23.7.17

In zweieinhalb Jahren sind etwa 10.000 Menschen im Krieg gestorben, drei Millionen mußten flüchten, täglich erkranken 5000 an der Cholera. Eindrücke des Journalisten Martin Smith, der kürzlich im Jemen war. Das Elend ist enorm, und die Leute wissen sehr gut, woher die Waffen kommen, die ihre Häuser zerstören. "Die Leute in den USA wissen vielleicht nicht, daß ihre Regierung im Jemen beteiligt ist, die Leute im Jemen wissen das sehr wohl."

A 3
26.7.17

Eine Untersuchung der UN hat festgestellt, daß das saudische Militär "praktisch sicher" verantwortlich war für den Angriff eines Hubschraubers auf ein Boot mit Flüchtlingen am 17.3.17, bei dem 42 Menschen getötet und zahlreiche schwer verletzt wurden. Es handele sich eindeutig um ein Kriegsverbrechen, und die Schuldigen müßten dafür zur Verantwortung gezogen werden. Infos aus New York von Rosiland Jordan, Stellungnahme von Akshaya Kumar (HRW).  ¤

A 4
27.7.17

 

Bei AJE ein Gespräch mit Korrespondent Mohammed Adow, der über den Angriff der Saudis auf ein Boot mit somalischen Flüchtlingen im März recherchiert hat.

Bei der BBC berichtet Orla Guerin aus Aden über die humanitäre Katastrophe im Jemen und benennt dabei sehr eindeutig die Schuldigen, nämlich die Saudis.  ¤

Nachts versuchen sich auch ARD und ZDF am Thema Jemen. Hier ist von einem "Stellvertreterkrieg zwischen Saudiarabien und Iran" die Rede, und von "Rebellen, die sich selbst bekämpfen". Die Berichte von Esther Saoub und Winfried Schnurbus zeigen viel Elend und sprechen nur am Rande über die Schuld daran, und das auch noch "ausgewogen", also verlogen. (Im "Nachtmagazin" danach noch ein Gespräch mit Rotkreuz-Chef Peter Maurer, der sich auch keine klaren Aussagen traut. Habe ich weggelassen.)

A,B,nam,h+

 

zus.15

 

31.7.17

HRW wirft den Houthi-Rebellen vor, Landminen einzusetzen. Im Bericht kommen einige Zivilisten zu Wort, die Opfer von Minen wurden.

A 3
           
2.8.17

Bei AJE ein Bericht über die Hungersnot und die Cholera. Bilder einer "unvorstellbaren Tragödie". Die Ursache, der Krieg der Saudis gegen den Jemen, wird deutlich benannt.  ¤

A 3
           
5.8.17

Claus Kleber eröffnet das "heute-journal" (gleich nach dem Fußball) mit einer Horrorstory, über die Cholera-Katastrophe im Jemen. Als Ursache nennt er "den Krieg", bei dem es sich um einen "Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und Iran" handele. Kein Wort über saudische Luftangriffe auf Wasserwerke, kein Wort zur saudischen Blockade der Häfen. Worin die behauptete Kriegsbeteiligung des Iran bestehen soll, sagt er natürlich auch nicht. Wir sollen für Hilfswerke spenden, während unsere Regierung den Völkermördern Waffen schickt. Aber auch das erwähnt Herr Kleber nicht.

hj 3
6.8.17

Das UNHCR bittet dringend um mehr Mittel, um Flüchtlingen im Jemen zu helfen. Bericht über das elende Leben von Flüchtlingen im Norden des Landes.

A 2
           
13.8.17

Bei AJE ein Bericht über Kämpfe in der Region Taiz zwischen pro-saudischen "Regierungstruppen" und Houthi-Rebellen. - Bei arte ein ausführlicher und sehr eindringlicher Bericht von Francois-Xavier Trégan. Er begleitet den Rot-Kreuz-Chef Peter Maurer bei einer Rundreise und spricht die Saudis als Verantwortliche für die Katastrophe im Jemen deutlich an.  ¤

A,arj zus.7
17.8.17

Ein noch nicht offiziell veröffentlichter Bericht für den UN-Generalsekretär beschuldigt vor allem die Saudis (daneben aber auch die Houthi-Rebellen), mit ihrer Kriegsführung für den Tod von zahlreichen Kindern verantwortlich zu sein. Allein im letzten Jahr wurden demnach bei saudischen Luftangriffen 683 Kinder getötet. Bericht aus New York von Rosiland Jordan.

A 3
           
20.8.17

Weitere Infos über den UN-Report, der alle Kriegsparteien, aber besonders die Saudis für die humanitäre Katastrophe verantwortlich macht.

A 3
21.8.17

Noch ein Bericht aus New York über die Vorwürfe der UN gegen die Saudis. Der saudische UN-Botschafter weist die Vorwürfe zurück und macht die Houthi-Rebellen für alles verantwortlich.

A 3
22.8.17

Nawal al-Maghafi berichtet aus Hudaydah über die katastrophale Situation in den Krankenhäusern, die völlig mit halbverhungerten Kindern belegt sind. Überall in den Straßen heimatlose hungrige Leute. Der Hafen steht wegen der Blockade und Bombardierung durch die Saudis still.  ¤

B 5
           
23.8.17

Bei einem saudischen Luftangriff auf ein Hotel bei Sanaa sind über 40 Zivilisten getötet worden. Meldungen und Bilder nur bei AJE und PressTV. Bei PressTV berichtet Mohammed al-Attab vom Ort des Anschlags. Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.  

A,P

zus.6
           
24.8.17

 

In Sanaa gibt es gleichzeitig zwei Massenkundgebungen mit jeweils über 100.000 Teilnehmern, die eine von (Ex-)Präsident Saleh, die andere von den bisher mit Saleh verbündeten Houthi-Rebellen. Beide richten sich gegen die Saudis und ihr Marionetten-Regime, zugleich aber auch gegeneinander. Berichte bei AJE und PressTV. Auf die inneren Widersprüche geht aber nur AJE ein.  ¤

Bei CNN eine Meldung über den saudischen Luftangriff auf ein Hotel bei Sanaa, bei dem mehr als 50 Zivilisten getötet wurden. Dann Infos über die Hunger- und Cholerakatastrophe, Einschätzungen dazu von Meritxell Relaño (Unicef) und eine Stellungnahme von Jan Egeland (Norwegian Refugee Council).

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. 

A,C,P

 

zus.16

 

           
25.8.17

In Sanaa sind bei einem weiteren saudischen Luftangriff auf zwei Wohnhäuser mindestens 14 Zivilisten getötet worden. Diverse Berichte, bei der BBC ausführlich von Nawal al-Maghafi.  (Leider alles NNA)* Einziger Bericht auf deutsch bei arte.  ¤

A,B,RT,P,arj

zus.16
26.8.17

Meldung: das saudische Militär erklärt, der Luftangriff auf Wohnhäuser in Sanaa, bei dem mindestens 14 Zivilisten getötet wurden, sei Folge eines "technischen Fehlers".

A 1/2
27.8.17

AJE meldet, daß in Taiz mehrere Zivilisten durch Artilleriebeschuß von Seiten der Houthi-Rebellen getötet worden sind.

A 1/2
29.8.17

Menschenrechtsorganisationen fordern die UN auf, die Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen aller Kriegsparteien im Jemen mit einer eigenen Einrichtung zu untersuchen.

A 2
3.9.17

Ein Bericht über das Leben in Taiz. Durch den Krieg ist die Infrastruktur weitgehend zerstört, u.a. auch die Stromversorgung. Wer es sich leisten kann, kauft sich Solaranlagen.

A 2
5.9.17

Die UN haben einen Report über die "Kosten" des Krieges im Jemen veröffentlicht. Seit März 2015 wurden mindestens 5100 Zivilisten getötet, vor allem durch saudische Luftangriffe. 7,3 Millionen Menschen leiden Hunger, 600.000 wurden von der Cholera angesteckt. Alle Kriegsparteien sollen Kriegsverbrechen begangen haben. Berichte bei AJE und Sky News. Bei Sky News weist der saudische Außenminister Jubeir die Vorwürfe der UN zurück und behauptet, die Saudis würden dem Jemen den Frieden bringen. Für alle Opfer seien allein die Houthi-Rebellen verantwortlich.  ¤

A,Sky zus.5
           
6.9.17

Ein Bericht über das Elend der Kinder im Krieg.

E 1
21.9.17

Erneute Massenkundgebung der Houthis in Sanaa. Und Rede von "Präsident" Hadi vor den UN. Zwei Berichte, NNA)*

A,P

zus.6
           
22.9.17

In New York warnt der UN-Hilfskoordinator McGoldrick vor einer menschengemachten Katastrophe im Jemen. Dazu ein redaktioneller Bericht über das Elend der Zivilisten und Kriegsverbrechen beider Seiten.

A 3
           
28.9.17

Die Cholera-Epidemie breitet sich immer weiter aus, mit etwa 500 neuen Fällen pro Tag. Durch den Krieg sind mehr als die Hälfte der Krankenhäuser zerstört, die anderen völlig überfüllt.

A 2
           
29.9.17

Meldung: bei einem saudischen Luftangriff in einem Dorf in der Provinz Saada sind mindestens fünf Zivilisten getötet worden. - Einschätzungen von Nigel Timmens (Oxfam) zur immer schlimmeren humanitären Lage.

A 4
30.9.17

Die UN schicken ein Team von Ermittlern in den Jemen, die Kriegsverbrechen aller Kriegsparteien untersuchen sollen.

A 3
5.10.17

Im Jahresbericht der UN zur Lage von Kindern in Konflikten werden beide Kriegsparteien im Jemen kritisiert. Die saudische "Koalition" wird ausdrücklich verurteilt, u.a. wegen Luftangriffen, bei denen etwa 700 Kinder getötet wurden. Ausführliche Infos aus New York.

A 4
           
6.10.17

Der saudische UN-Botschafter streitet die Zahlen der UN über die Opfer von saudischem Luftangriffen ab. Bericht aus New York, Einschätzungen von Caroline Anning (Save the Children).

A 5
10.10.17

Trotz der humanitären Krise gehen die saudischen Luftangriffe weiter. Getroffen werden dabei auch Flüchtlingslager. Redaktioneller Bericht. 

A 2
16.10.17

Bericht von Daniel Hechler über das Leid der Zivilisten im Krieg und die Choleraepidemie. Er erwähnt die Blockade, aber nicht, wer diese verhängt hat (die Saudis).

TT 3
27.10.17

Laut HRW betreiben die Saudis und ihre Alliierten im Jemen etwa 18 Geheimgefängnisse, in denen regelmäßig und systematisch gefoltert wird. Dazu Aussagen eines Mannes, der in einem Gefängnis der UAE in Aden inhaftiert war.

A 2
           
29.10.17

Sowohl die Saudis als auch die Houthi-Rebellen haben erklärt, sie seinen offen für Verhandlungen. Ein allgemeiner Bericht über den andauernden Krieg, die enormen Zerstörungen und das unglaubliche Elend der Zivilbevölkerung, das durch die saudische Blockade verschlimmert wird.  ¤

A 3
           
1.11.17

Bei einem saudischen Luftangriff auf einen Marktplatz in einem Ort in der Provinz Saada sind mindestens 26 Zivilisten getötet worden. Meldungen und Bilder nur bei AJE und PressTV.

A,P

zus.2
4.11.17

Die Houthi-Rebellen haben eine Boden-Boden-Rakete nach Riad abgefeuert, die wohl den Flughafen treffen sollte. Die Rakete ist angeblich vom saudischen Militär im Anflug abgeschossen worden. Die Houthis bezeichnen den Angriff als Vergeltung für die andauernden saudischen Luftangriffe im Jemen. Berichte bei AJE und PressTV, bei der BBC nebenbei im anderen Bericht aus Riad. Bei PressTV geht es vor allem um die Schäden im Jemen durch saudische Luftangriffe. Bei CNN den ganzen Abend immer wieder lange und ausführliche Infos, aber alles sehr inhaltsarm und spekulativ. Auf deutsch bis zum Morgen nichts.  ¤

A,B,P

zus.9
           
5.11.17

Mehr zu dem Raketenangriff der Houthis auf Riad. Die Saudis haben darauf mit massiven Luftangriffen auf Sanaa geantwortet (davon diesmal keine Bilder). Der Sprecher der saudischen "Koalition", Turki al Maliki, erklärt, der Iran stecke hinter dem Raketenangriff. Seine lange und zähe Presseerklärung als Live-OT bei AJE, Einschätzungen dazu von Marwan Bishara. - Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.  ¤

A,E zus.16
                 
6.11.17

Die UN sind besorgt, weil die Saudis nach dem Raketenangriff der Houthis eine Totalblockade über den gesamten Jemen verhängt haben. Die humanitäre Katastrophe wird sich dadurch weiter verschlimmern. Schon jetzt sind 20 Millionen Menschen (von 27 Millionen Einwohnern) auf humanitäre Hilfe angewiesen. James Bays berichtet aus New York. - Ein Sprecher der Houthi-Rebellen kündigt weitere Angriffe auf saudische Flughäfen an.

A 3
           
7.11.17

Noch ein Bericht von James Bays über die Kritik der UN an der saudischen Blockade, die die humanitäre Notlage im Jemen weiter verschärft.

A 3
           
8.11.17

Die UN verlangen ein Ende der saudischen Hungerblockade gegen den Jemen. UN-Hilfskoordinator Mark Lowcock warnt vor einer Hungersnot mit Millionen Toten. Die Saudis geben angeblich den Hafen von Aden wieder frei. Bei AJE zwei Berichte, aus Sanaa und New York. - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.   ¤  

A 5
                 
9.11.17

Die UN und diverse Hilfsorganisationen fordern die Saudis auf, die Hungerblockade gegen den Jemen zu beenden. Seit fünf Tagen lassen die Saudis keinerlei Nothilfe mehr ins Land. 20 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen, sieben Millionen sind akut vom Hungertod bedroht. Auf deutsch zeigen Berichte bei arte, ARD und ZDF das Elend und rufen zu Spenden auf. Der Bericht der Tagesschau (von Eric Beres) schafft es, die eindeutige Verantwortung der Saudis mit viel Geschwurbel unkenntlich zu machen. Wesentlich deutlicher der Bericht von Andreas Weise im heute-journal. Ein guter Bericht auch bei Euronews.  ¤

A,arj,TS,hj,E

zus.13
                 
10.11.17

Weiterhin lassen die Saudis keinerlei Hilfsgüter für die hungernde Bevölkerung ins Land. Bericht bei AJE. - Ein US-General behauptet, an den Überresten der Rakete, die die Houthis nach Riad abgefeuert hatten, habe man iranische Markierungen gefunden. Infos bei RT. ¤

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. 

A,RT zus.4
           
11.11.17

Meldungen über erneute Luftangriffe der Saudis auf Sanaa.  - Bei RT weitere Infos zu dem Raketenangriff auf Riad, für den die Houthis angeblich eine iranische Rakete benutzt haben sollen, was sie aber dementieren. - Bei AJE ein Bericht über die Folgen des saudischen Blockade für die medizinische Versorgung, bei PressTV Infos dazu.

A,RT,P,TS

zus.7
12.11.17

Murad Gazdiev fasst nochmal die Zuspitzungen der letzten Woche zwischen den Saudis und Jemen, Iran und Libanon zusammen. Ausschnitte aus Stellungnahmen von Martin Jay und Pepe Escobar.

RT 6
13.11.17

Die Saudis kündigen an, die Blockade zu erleichtern und einige Häfen und Flughäfen im Gebiet der Ex-Regierung wieder für Hilfslieferungen zu öffnen. Der Hafen von Hodeidah im Houthi-Gebiet soll aber weiter blockiert werden. Bei AJE berichtet Mohammed Adow aus Djibouti, wo sich im Hafen Tausende Tonnen Hilfsgüter für den Jemen stapeln. Sowie Infos aus New York über die Rechtfertigungen der Saudis für ihre Hungerblockade.  ¤

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. 

A 6
14.11.17

Meldungen und Bilder: in Aden werden mindestens sechs Menschen bei einem Selbstmordanschlag getötet, zu dem sich ISIS bekennt. Und in Sanaa haben die Saudis den Flughafen bombardiert.

Bei AJE berichtet Mohamed Adow aus einem Flüchtlingslager in Djibouti. - Bei der BBC berichtet Clive Myrie aus dem Jemen über den Krieg und das Leid der Zivilisten. ¤ - Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

A,B,C,Sky,P,E

zus.10
15.11.17

Trotz ihrer Ankündigung, die Blockade zu erleichtern, blockieren die Saudis weiterhin alle Häfen des Jemen und lassen keine Schiffe mit Hilfslieferungen hinein. Im Jemen verhungern jeden Tag etwa 130 Kinder. Bericht und Infos bei AJE, Erläuterungen von Rasha Muhrez ("Save the Children"). - Bei AJE außerdem noch ein Bericht von Mohamed Adow aus einem Flüchtlingslager in Djibouti.  ¤

Bei der BBC noch ein Bericht mit entsetzlichen Bildern aus Taiz von Clive Myrie.  ¤

Bei PressTV berichtet Mohammed al-Attab aus Sanaa über die Folgen der saudischen Blockade.

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.   

A,B,P

zus.13
           
16.11.17

Die UN fordern ungehinderten Zugang zu den Hungernden im Jemen.  - Bei AJE berichtet Mohamed Adow weiter aus Djibouti. Dort liegen Schiffe voll mit Hilfsgütern seit 10 Tagen fest, weil sie von den Saudis nicht in die jemenitischen Häfen gelassen werden.  - Bei der BBC berichtet Lyse Doucett aus Riad und erhält vom saudischen Außenminister Jubeir die üblichen zynischen und verlogenen Antworten. - Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.  ¤

A,B,E

zus.7
           
17.11.17

Das Rote Kreuz warnt, daß wegen der saudischen Blockade über eine Million Menschen kein sauberes Trinkwasser mehr bekommen und dadurch von der Cholera bedroht sind. - Bei AJE berichtet Mohamed Adow weiter über die Flüchtlinge in Djibouti. - Bei RT ein Beitrag über die Verantwortung der Saudis für das entsetzliche Leid im Jemen und die Unterstützung der USA für die Saudis. - Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.  ¤

A,RT,E

zus.7
           
18.11.17

Weiterhin gelangt kaum Hilfe in den Jemen. Bei AJE ein Bericht über die katastrophale Lage in den Krankenhäusern, in denen es keine Medikamente mehr gibt. Im heute-journal ein Bericht mit den entsetzlichen Bildern der BBC von verhungernden Kindern. Der Bericht von Andreas Stamm zählt ausführlich die Verbrechen der Saudis gegen Zivilisten im Jemen auf, macht aber ständig "beide Seiten" dafür verantwortlich.  ¤

A,hj

zus.7
           
20.11.17

Auch in den Städten Sanaa und Al-Bayda gibt es infolge der saudischen Blockade kein sauberes Trinkwasser mehr. In Hodeidah demonstrieren tausende Menschen gegen die Blockade. Bei AJE und CNN Berichte über die katastrophale Lage der Menschen. (Bericht bei CNN von Iona Craig.) - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.  ¤

A,C

zus.6
22.11.17

Die Saudis kündigen erneut an, einige Häfen im Jemen wieder für humanitäre Hilfsgüter zu öffnen. Bei AJE Einschätzungen dazu von Hillary Mann Leverett. Auf deutsch einziger Bericht bei Euronews. - Bei AJE außerdem ein Bericht über die katastrophale Choleraepidemie. Jetzt ist auch noch die Diphtherie ausgebrochen.

A,E zus.8
           
23.11.17

Auch weiter kommen keine Hilfsgüter im Land an, obwohl die Saudis angeblich zwei Häfen und den Flughafen von Sanaa freigegeben haben.  

A,E

zus.4
24.11.17

Die Saudis behaupten, sie hätten die Blockade für Hilfslieferungen aufgehoben. Nach Angaben der UN kann dagegen weiterhin keine dringend benötigte Hilfe in den Jemen gebracht werden. Sieben Millionen Menschen sind darum am verhungern. Es droht die weltweit größte Hungerkatastrophe seit Jahrzehnten. Infos bei AJE und RT. Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. 

A,RT zus.3
25.11.17

Nach der teilweisen Aufhebung der saudischen Blockade sind in Sanaa erstmals seit drei Wochen wieder vier Flugzeuge mit medizinischen Hilfsgütern gelandet.

A,hj,E zus.3
           
26.11.17

Nach drei Wochen Blockade durch die Saudis gelangt erstmals wieder ein Schiff mit Nahrungsmitteln in den Hafen von Hodeidah. Die Versorgungslage ist weiter katastrophal. In den letzten vier Tagen sind etwa 500 Kinder verhungert oder an Infektionen gestorben. Ein dramatischer Bericht bei AJE. Bei der Tagesschau nennen sie die Blockade einen "Einreisestopp" und schaffen es wortreich, den dafür Verantwortlichen nicht zu benennen. Sie erwähnen auch die Bombardements, und daß diese die Infrastruktur zerstört haben, aber nicht, wer sie durchführt. So kann man einen Völkermord beschönigen und zugleich zu Spenden aufrufen.  ¤

A,TS zus.5
           
1.12.17

Die UN haben ihren bisher größten Hilfsappell gestartet: weltweit brauchen 136 Millionen Menschen akute Hilfe. Dafür werden nächstes Jahr 22 Milliarden Dollar benötigt. Die größte Krise ist die im Jemen mit 22 Millionen Menschen in Not. Bericht von James Bays mit Horrorbildern von verhungernden Kindern im Jemen.  ¤

A 3
2.12.17

Schon seit ein paar Tagen sind in Sanaa schwere Kämpfe zwischen den Houthi-Rebellen und Anhängern von Ex-Präsident Saleh ausgebrochen. Bisher waren beide Gruppen verbündet. Angeblich strebt Saleh eine Einigung mit den Saudis an. - Einschätzungen bei AJE von Peter Salisbury, bei PressTV von Tony Gosling und Kevin Barrett. Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews. - Leider alles NNA)*  ¤

A,B,P,arj,E

zus.17
                  
3.12.17

 

Die Houthi-Rebellen behaupten, sie hätten eine Rakete auf die Baustelle eines Atomkraftwerks in Abu Dhabi abgefeuert. - In Sanaa dauern die Gefechte zwischen Houthi-Rebellen und den Truppen von Ex-Präsident Saleh an. Saleh hat offenbar tatsächlich ein Gesprächsangebot an die Saudis abgegeben, was als Seitenwechsel angesehen wird. - Bei AJE ausführliche Berichte und ein Hintergrundbericht zur Geschichte des Konflikts. Ansonsten ist die Lage im Jemen nur bei PressTV ein Hauptthema. Die brenzlige Entwicklung in Sanaa wird hier aber nicht deutlich. Aktuelle Berichte auf deutsch nur bei Euronews.  ¤

Im "Weltspiegel" sagt Frau Schayani, "wir" würden den Konflikt im Jemen aus dem Blick verlieren, womit sie offenbar die eigene Redaktion meint. Dann ein sehr allgemeiner Bericht über die dramatische Hungersnot, der die saudischen Verantwortlichen nur ganz am Rand erwähnt. Und Infos von Alexander Stenzel, der etwas deutlicher wird und die saudische Blockade "menschenverachtend" nennt. Die aktuelle Eskalation in Sanaa erwähnt er nur in einem Nebensatz, ohne jedes Detail.

A,P,E

 

WS

zus.16

 

5

                 
4.12.17

 

 

 

Der langjährige Präsident des Jemen, Ali Abdullah Saleh, ist tot. Er wurde in Sanaa offenbar von Houthi-Rebellen getötet, angeblich bei einem Angriff auf seinen Konvoi. (Es gibt auch Angaben, wonach er bei der Zerstörung seines Hauses umkam.) Es gibt ein verwackeltes Video vom Abtransport seiner Leiche, durch das die Todesumstände aber nicht klar werden. Saleh hatte zwei Jahre lang mit den Houthis paktiert, sich aber letzte Woche von ihnen losgesagt und Kontakte zu den Saudis gesucht. Die Houthis haben ihn zum Verräter erklärt, es gab tagelang schwere Kämpfe in Sanaa. Der pro-saudische Präsident Hadi ruft in einer TV-Ansprache die Bürger des Jemen auf, sich gegen die Houthis zu erheben. Verschiedene Experten befürchten, daß das Land nun noch weiter in einzelne Fraktionen zerfallen wird.  ¤

Bei AJE das Hauptthema des Tages, mit diversen Berichten und Hintergründen sowie zahlreichen Expertengesprächen. Davon aufbewahrt Marwan Bishara, Noha Aboueldahab, Andreas Krieg, Mahjoob Zweiri und Elisabeth Kendall. (Leider alle NNA)* Auch bei PressTV ist Jemen Hauptthema, aber weniger umfangreich. Hier Einschätzungen von Fuad Izadi und Hussain al-Bukhati. Bei den anderen internationalen Sendern steht der Jemen eher am Rande. Von den deutschsprachigen Sendern hat nur arte den Jemen als Hauptnachricht gebracht. In der Tagesschau ein kurzer Bericht, im ZDF nur Meldungen.

A

B,C,Sky,P,RT

arj,TS,hj,E

 

 

zus.55

zus.20

zus.6

 

 

                 
5.12.17

Nach Salehs Tod (hier ein Artikel bei AJE über die Umstände seiner Ermordung) demonstrieren Zigtausende Houthis in Sanaa ihre Einigkeit. Die Kämpfe in der Stadt sind vorbei, der Krieg gegen die Saudis geht weiter. Bericht bei AJE. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

A,E zus.4
6.12.17

Trump hat außerdem erklärt, daß er die Saudis aufgefordert habe, die Blockade des Jemen vollständig aufzuheben.

A 1/2
9.12.17

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Medienberichterstattung zum Tod von Expräsident Saleh und zur Einmischung von Saudis und Iran im Jemen.  (NNA)*

A 10
            
12.12.17

Bericht über die andauernde humanitäre Katastrophe. Auch nachdem die Saudis ihre Blockade gelockert haben, kommt nur wenig Hilfe an. Bilder aus einem Krankenhaus in Hodeidah. - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.   

A 2
           
13.12.17

AJE und CNN melden, daß bei mehreren Luftangriffen der Saudis auf Wohnhäuser in Sanaa mindestens 35 Zivilisten getötet worden sind. - Bei CNN ein Bericht aus Aden von Clarissa Ward über die humanitäre Katastrophe.  (NNA)*

A,C

zus.7
14.12.17

Der französische Anwalt Joseph Breham will erreichen, daß der ICC Anklage gegen 1500 ausländische Söldner (meist im Einsatz für die Emirate, an der Seite der Saudis) erhebt, die im Jemen illegale Waffen (u.a. Landminen) einsetzen und Kriegsverbrechen begehen.

arj 3
17.12.17

Meldungen: in der Provinz Ma'rib haben saudische Flugzeuge eine Hochzeitsfeier bombardiert und 11 Frauen getötet. Bei weiteren Luftangriffen wurden weitere Zivilisten getötet.

A,P

zus.1
19.12.17

Die Houthi-Rebellen haben erneut (zum dritten Mal) eine Rakete Richtung Saudi-Arabien abgefeuert, die diesmal angeblich den Königspalast in Riad treffen sollte. Die Rakete wurde von der saudischen Armee im Flug zerstört. Die Houthis sprechen von Vergeltung für die andauernden Luftangriffe der Saudis im Jemen. Nikki Haley behauptet vor den UN, auch diese Rakete stamme aus dem Iran - ohne irgendeinen Beleg dafür.  ¤

Bei AJE ausführliche Berichte, auch über die saudischen Luftangriffe, und Einschätzungen von Nabeel Khoury (Ex-US-Diplomat) über die verständliche, aber dumme Aktion der Houthis und die komplett ahnungslose Nahost-Politik der Trump-Regierung. Berichte auch bei Sky News, PressTV und Euronews. Bei ARD und ZDF nur Meldungen.

A,Sky,P

hj,nam,E

zus.18

zus.2

                 
20.12.17

Der Krieg der Saudis und ihrer "Allianz" gegen den Jemen dauert nun seit 1000 Tagen an. Über 10.000 Menschen wurden seitdem getötet. Bericht von Hashem Ahelbarra über das Leid der Zivilisten in Sanaa.

A 3
           
22.12.17

Im ZDF ein Bericht über Hunger und Cholera. Wie üblich kein Wort über die saudischen Massenmörder, dafür die durch nichts belegte Behauptung, der Iran würde den Houthis Waffen liefern. 

ht 2
23.12.17

AJE und PressTV melden eine Reihe von Luftangriffen in verschiedenen Orten. Laut AJE wurde in Arhab (nördlich von Sanaa) eine Demonstration bombardiert, dabei seien über 25 Teilnehmer getötet worden.

A,P

zus.1
24.12.17

Zwischen all den beschaulichen Weihnachtsberichten zeigen n-tv und ARD auch Berichte über die humanitäre Katastrophe im Jemen. Bei n-tv Eindrücke und Einschätzungen von Jürgen Todenhöfer, der seit zwei Wochen im Land unterwegs ist. Der Bericht von Alexander Stenzel in der Tagesschau mit ungewohnt klaren Aussagen über die saudischen Verursacher des Elends. Jan Hofer verwechselt allerdings den Jemen mit Ruanda und spricht von "Hutu-Rebellen". 

n-tv,TS zus.4
26.12.17

Bei AJE und PressTV Meldungen über andauernde Luftangriffe der Saudis. Bei einem Luftangriff auf einen Marktplatz in der Provinz Taiz wurden mindestens 25 Zivilisten getötet. - Bei arte noch ein allgemeiner Bericht über Krieg, Elend und die saudische Blockade.

A,P,arj

zus.4
27.12.17

Bericht über den Journalisten Yousef Ajlan, der vor einem Jahr in Sanaa entführt wurde und dann (nach eigener Aussage) in einem Gefängnis der Houthi-Rebellen gefoltert wurde. Vor einem Monat kam er durch einen Gefangenenaustausch frei. Nach Angabe von Menschenrechtlern halten beide Kriegsparteien Tausende Zivilisten gefangen.

A 3
           
28.12.17

Meldung: bei einem weiteren saudischen Luftangriff sind in Hudaydah 14 Mitglieder einer Familie getötet worden. Insgesamt wurden nach UN-Angaben in 10 Tagen 109 Zivilisten bei saudischen Luftangriffen getötet.

A 1/2
30.12.17

US-Kriegsminister Mattis verteidigt die Unterstützung der USA für die Saudis beim Krieg gegen den Jemen (bzw. "gegen die Houthi-Rebellen"). Die USA würden dabei auf eine Minimierung von zivilen Opfern achten.

A 2
1.1.18

Meldung: bei saudischen Luftangriffen in Hudaydah sind etwa 30 Zivilisten getötet oder verletzt worden.

A 1/2
4.1.18

Die BBC zeigt einen Hintergrundbericht von Nawal al-Maghafi aus Sanaa über den Machtkampf Anfang Dezember zwischen den früheren Verbündeten, Ex-Präsident Saleh und den Houthi-Rebellen. Im Bericht erstmals Aufnahmen von den Kämpfen am 4.12., bei denen Saleh von Houthis ermordet wurde. Ein Getreuer von Saleh erzählt, daß bei den Houthi-Rebellen Militärberater aus dem Iran das Sagen haben.  ¤

B 5
5.1.18

Meldung: die saudische Armee hat angeblich erneut eine Rakete der Houthi-Rebellen abgefangen. - Bericht über die humanitäre Katastrophe, die Cholera-Epidemie, die Hungersnot.

A 2
7.1.18

PressTV meldet, daß die Houthi-Rebellen in der Provinz Saada (im Nordwesten) ein saudisches Tornado-Kampfflugzeug abgeschossen haben. Einschätzungen dazu von Shabbir Hassanally.

P

6
9.1.18

Meldung: in Taiz haben die (pro-saudischen) Behörden das Büro von Al Jazeera geschlossen. - Ein Bericht über das Elend der Kriegsvertriebenen. Zwei Millionen Menschen haben wegen der Kämpfe ihre Wohnorte verlassen, die meisten leben ohne Versorgung irgendwo in notdürftigen Zelten. 

A 2
12.1.18

Ein neuer Report der UN beschuldigt erneut Saudi-Arabien und Iran wegen Einmischung im Jemen. Vor allem die Luftangriffe der Saudis seien für einen Großteil der getöteten Zivilisten verantwortlich. Infos aus New York von James Bays.

A 3
15.1.18

Die Rüstungsfirma "Rheinmetall" aus Deutschland liefert Munition und ganze Munitionsfabriken an die Golfdiktaturen, speziell an die Saudis, die damit ihren Vernichtungskrieg gegen den Jemen führen. Ausschnitt aus dem Film "Bomben für die Welt". (unter "Krieg".)

TT 4
22.1.18

Bei einem saudischen Luftangriff auf ein Krankenhaus in der Provinz Saada sind mindestens sieben Zivilisten getötet worden. - Bericht über die humanitäre Katastrophe in Aden. - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.  

A 3
           
25.1.18

In Britannien wächst der öffentliche Druck auf die Regierung, eine Einladung an den saudischen "Kronprinzen" zurückzuziehen, wegen des Angriffskrieges der Saudis gegen den Jemen. Erläuterungen dazu bei AJE von dem Aktivisten Stephen Bell. - Die UN rufen weltweit zu Spenden für die notleidende Bevölkerung im Jemen auf. In der Tagesschau ein allgemeiner Bericht von Daniel Hechler über die katastrophale Lage der Zivilisten. Am Rand werden auch die dafür Verantwortlichen erwähnt.

A,TS zus.6
26.1.18

Beitrag über den Krieg im Jemen, mit Eindrücken von einer Reise durch das Land, die Jürgen Todenhöfer kürzlich unternommen hat.  ¤

aspekte 6
28.1.18

In Aden haben Milizen der Separatisten, die bisher mit Hadis pro-saudischer "Regierung" verbündet waren, Einrichtungen von Hadis Armee angegriffen. Bei Kämpfen sind mindestens 10 Personen getötet worden. Die Regierung spricht von einem "Putschversuch" durch die Separatisten. Bei AJE ein Bericht und Einschätzungen von Marwan Bishara.

A,E zus.9
           
29.1.18

Die Kämpfe in Aden dauern an, anscheinend können sich die Separatisten bisher gegen die "Regierungs"-truppen behaupten. Angeblich werden die Separatisten von den UAE (Emirate) unterstützt. Auch in Taiz gibt es wieder schwere Kämpfe, hier zwischen Armee und Houthi-Rebellen. Berichte über die Kämpfe und Koalitionen bei AJE, PressTV, arte und Euronews. Bei PressTV Einschätzungen von Saeb Shaath (Experte).

Bei CNN ein Bericht von Nic Robertson, der Regierungssoldaten an der Front in der Nähe von Sanaa begleitet hat.

Bei PressTV ein Beitrag, der Vorwürfe der USA über angebliche Waffenlieferungen des Iran an die Houthi-Rebellen im Detail widerlegen soll ("Facts vs. Fiction").

A,C,P,arj,E

zus.23
                 
30.1.18

Die von den Emiraten unterstützten Separatisten haben in Aden offenbar die Kontrolle übernommen. Der Präsidentenpalast wurde umzingelt, die bisher dort residierende "Regierung" von Präsident Hadi steht praktisch unter Hausarrest. Von der Bevölkerung bekommen die Separatisten breite Zustimmung. Bei AJE Einschätzungen von Gerald Feierstein (Ex-US-Botschafter im Jemen), bei PressTV von Naseer al-Omari (Experte). Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

A,P,E

zus.9
                 
31.1.18

AJE meldet, daß es in Aden einen Gefangenenaustausch zwischen Regierungsarmee und Separatisten gegeben hat. - Bei CNN ein Hintergrundbericht und Einschätzungen von Nic Robertson, der gerade im Jemen war, darin auch ein Gespräch mit dem Premier der offiziellen Regierung, Ahmed bin Dagher.

Inside Story: "Is Yemen on the path to inevitable partition?" - Laura Kyle diskutiert mit Baraa Shiban (Reprieve) und Nabeel Khoury (Ex-Vertreter der US-Botschaft im Jemen).   (NNA)*

A,C

A

zus.8

25

           
1.2.18

Meldung über Zahlen der UN zu Kindern, die letztes Jahr bei saudischen Luftangriffen getötet wurden. Die Zahl der Vorfälle ist gesunken, die Zahl der Opfer gestiegen.  

A 1
2.2.18

Allgemeiner Beitrag über den Krieg der Saudis gegen die Kinder im Jemen.

A 2
           
5.2.18

Alistair Bunkall begleitet erst eine Miliz der "Regierung" an die Front bei Sanaa, und berichtet dann über das Leid von Kindern in Sanaa durch Krieg und Cholera.

Sky 6
11.2.18

Im "Weltspiegel" ein Bericht von Alexander Stenzel. Ein jemenitisches Kamerateam begleitet eine Ärztin in Hodeidah, bei unterernährten Kindern im Krankenhaus, beim Hausbesuch in zerstörten Dörfern, im Hafen, wo nur ein winziges Schiff Medikamente anliefert.

WS 6
17.2.18

Nur bei PressTV eine Meldung über weitere saudische Luftangriffe in Norden des Landes (Provinz Saada), bei denen mindestens 18 Menschen, vor allem Zivilisten, getötet wurden.

P

1/2
18.2.18

Neben der Cholera breitet sich auch die Diphtherie aus. Alexander Stenzel berichtet aus Hodeidah über den Mangel an Medikamenten. Im Hafen sind alle Kräne von den Saudis zerstört worden, neue wurden zunächst nicht hereingelassen. Die Saudis blockieren weiterhin die meisten Schiffe mit Hilfslieferungen. Ungewohnt deutlicher Bericht bei der ARD.

TS 2
           
21.2.18

Meldungen bei AJE und PressTV über einen saudischen Luftangriff auf drei Autos in der Provinz Saada, bei dem 15 Zivilisten getötet wurden. Bei PressTV ein Kriegsbericht aus Hudaydah von Mohammed al-Attab.

A,P

zus.4
25.2.18

Die Saudis bombardieren seit Tagen die Hafenstadt Hodeidah mit Luftangriffen. Einziger Bericht darüber bei AJE.

A 2
           
26.2.18

Die pro-saudische "Regierung" wirft den Emiraten vor, mit ihrer Unterstützung für verschiedene Stammeskämpfer im Süden das Land noch weiter aufzusplittern. Bericht bei AJE.

Im UN-Sicherheitsrat scheitert eine Resolution westlicher Länder am russischen Veto. In dem Entwurf war dem Iran vorgeworfen worden, Waffen an die Houthi-Rebellen zu liefern. Bei PressTV eine Bewertung von Edward Corrigan (Menschenrechtsanwalt), der angesichts der Milliarden an Waffenlieferungen an die Saudis die Heuchelei des Westen kritisiert.

A,P

zus.8
28.2.18

Bei der BBC ein Reisebericht von Lyse Doucett. Sie landet auf einem saudischen Kriegsschiff, das die Einfahrt zum Hafen von Hodeidah kontrolliert, und fährt dann nach Sanaa, der Hauptsstadt der Houthi-Rebellen. Teilweise normales Stadtleben, dann Bilder von ausgebombten Wohnhäusern in der Altstadt. Die Bewohner errichten Zeltlager in der Wüste.

Bei arte ein Bericht über die jüngsten Luftangriffe der Saudis und das allgemeine Elend als Folge des Krieges.

B,arj zus.7
1.3.18

Lyse Doucett berichtet aus Beihan (in der Mitte des Landes). Die Provinz Shabwah wurde nach zwei Jahren schwerer Kämpfe von Stammesmilizen und Armee (mit Hilfe der Saudis) aus der Hand der Houthi-Rebellen zurückerobert.

B 4
1.3.18

"Deadlocked - Yemen's Civil War" - Film von Nic Robertson, Mischung aus Dokumentation und Reportage, mit Aufnahmen eingebettet bei Truppen der pro-saudischen Armee, aber auch aus Krankenhäusern in Sanaa und aus Industriebetrieben in Aden. Interessante Einblicke, aber politisch unbedarft.

C 25
6.3.18

Uli Gack berichtet aus der Provinz Lahj (im äußersten Südwesten des Landes). Auch hier leiden die Zivilisten unter dem Krieg. Bilder von völlig ausgebombten Häusern, angeblich durch Granaten der Houthi-Rebellen. Wer hier genau gegen wen kämpft, wird im Bericht nicht klar.

hj 2
7.3.18

Im ZDF-auslandsjournal ein Bericht von Uli Gack, der im Süden, auf der Seite der Regierungsarmee unterwegs war. Es geht um das Leid der Zivilisten, ausgebombte Häuser, hungernde Kinder. Die Konfliktlage wird sehr schematisch erklärt, als "Stellvertreterkrieg" zwischen Iran und Saudis, wobei nicht erläutert wird, auf welche Weise der Iran dort Einfluß nehmen soll. Immerhin wird die immer noch andauernde Blockade von Hilfslieferungen durch die Saudis erwähnt.

auslandsjnl 6
10.3.18

Noch ein Bericht von Uli Gack, Auszüge aus dem Bericht im auslandsjournal (7.3.).

hj 4
15.3.18

An der Grenze zwischen Jemen und Saudi-Arabien finden ständig Gefechte zwischen der Armee der Saudis und den Houthi-Rebellen statt, mit großen Verlusten auf beiden Seiten. Angeblich wurden in zwei Jahren 700 saudische Soldaten getötet.

A 2
           
17.3.18

Die Houthi-Rebellen erklären, sie wollen mit den Saudis über ein Ende des Krieges verhandeln. Es soll schon ein erstes geheimes Treffen gegeben haben. Infos und OT von Mohammed al Bukhaiti (Sprecher der Houthis). - Inzwischen sind über 1300 Menschen an Diphtherie erkrankt. Bericht über die Ausbreitung der Seuche und eine geplante Impfkampagne der WHO.

A 3
           
22.3.18

In Aden ist die Nationalbank geschlossen worden, nachdem Truppen der UAE dort 680 Millionen Dollar beschlagnahmt haben. Nun können staatliche Angestellte nicht mehr bezahlt werden.

A 2
           
23.3.18

Nach Ermittlungen von Menschenrechtlern haben Soldaten bzw. Milizen der Emirate (UAE) im Jemen etwa 15.000 Personen entführt und halten viele davon in Foltergefängnissen fest. Außerdem sollen sie zahlreiche Personen (Journalisten, Geistliche, Politiker) exekutiert haben. Bericht mit Aussagen von Angehörigen und einer Sprecherin von Amnesty.  ¤ 

A 3
           
24.3.18

Bei AJE ein Bericht über Leute, die von den pro-saudischen Milizen im Süden des Landes gewaltsam vertrieben wurden.

Bei Euronews ein Interview mit dem Oberbefehlshaber der saudischen Armee, Ahmed Assiri

A,E zus.5
           
25.3.18

 

 

 

Bei AJE ein flammender Appell von Geert Cappelaere (Unicef), den Krieg gegen die Kinder im Jemen und die Unterstützung für die Kriegsparteien zu beenden. 

Dann bei AJE ein weiterer Bericht über massive Menschenrechtsverletzungen speziell durch Truppen und Milizen aus den Emiraten, im Namen des "Kampfes gegen den Terror".

Bei PressTV berichtet Mohammed al-Attab aus Sanaa über einen Besuch des neuen Sonderbeauftragten der UN für Jemen, Martin Griffiths.

Nachts bei AJE und PressTV Meldungen und erste Berichte über eine Serie von Raketenangriffen der Houthi-Rebellen auf saudische Militäranlagen. Angeblich hat das saudische Militär sieben Raketen im Anflug zerstört. Eine Person soll durch Raketentrümmer getötet worden sein. Bei AJE Einschätzungen dazu von Nabeel Khoury: die Gespräche zwischen beiden Seiten haben offenbar zu nichts geführt. Bei PressTV offensichtliche Genugtuung über den "Vergeltungsangriff" der Houthis. Einschätzungen von Shabbir Hassanally.

A,P

 

 

zus.18

 

 

                 
26.3.18

 

 

Das saudische Regime beschuldigt den Iran, hinter den Raketenangriffen der Houthis auf Riad zu stecken. Die deutsche Regierung verurteilt den Beschuß. (Gegen die Bombardierung jemenitischer Städte durch die Saudis hat man noch nie protestiert, auch nicht gegen die Blockade der Häfen und die dadurch verursachte Hungersnot. Dafür hat man den saudischen Terroristen gerade neue Patrouillenboote verkauft.) Bericht bei AJE, einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

Bei AJE dazu auch eine Inside Story: "Is Saudi Arabia more vulnerable to Houthi attacks from Yemen?" - Elizabeth Puranam diskutiert mit Mohammed Jumeh (Journalist bei "Al Quds"), Adam Baron (European Council on Foreign Relations) und Suze van Meegen (Norwegian Refugee Council). (NNA)*

A,E

 

A

zus.4

 

25

           
27.3.18

Bei RT ein Hintergrundstück über die Verantwortung der USA mit ihren Waffenlieferungen an die Saudis für die Zerstörung des Jemen.  - Die Tagesschau berichtet über das Leid der Kinder und den Appell von Unicef, den Krieg zu stoppen.

RT,TS zus.5
27.3.18

"Jemen - Die Welt schaut weg" - Reisereportage von François-Xavier Trégan. Das Filmteam hat vor neun Monaten den Präsidenten des Internationalen Roten Kreuzes Peter Maurer auf einer Reise durch den Jemen (von Aden über Taiz nach Sanaa) begleitet. Leider ein sehr oberflächlicher Film, der die politischen Zusammenhänge eher verschleiert als erklärt. Die Bilder geben immerhin einen Eindruck von der katastrophalen Lage des Landes. - Eine sehr gute, fundierte und ausführliche Kritik von Dietrich Klose beim "Freitag". - Im Anschluß ein Gespräch mit dem Filmautor.  ¤

arte 60
2.4.18

Bei AJE und PressTV Meldungen über saudische Luftangriffe. U.a. wurden bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager bei Hodeidah mindestens 14 Zivilisten getötet.

Bei der BBC ein Bericht über die Not der Menschen im Krieg, aus Anlaß einer bei den UN anstehenden "Geberkonferenz".

A,P

B

zus.1

2

3.4.18

 

In Sanaa demonstrieren zigtausende Frauen gegen die Angriffe der Saudis, nachdem saudische Soldaten angeblich ein Mädchen vergewaltigt haben. Bilder von der Demo bei RT, außerdem ein Beitrag mit diversen Stimmen zum Angriffskrieg der Saudis, u.a. von Bernie Sanders.

Bei einer "Geberkonferenz" der UN in Genf werden etwa zwei Milliarden Dollar an humanitärer Hilfe für den Jemen versprochen, vor allem von den Saudis. Diese sind mit ihrem Angriffskrieg für die humanitäre Not verantwortlich, der Westen liefert weiterhin die Waffen dafür. -  Bei den internationalen Sendern findet das Heuchlertreffen kaum Beachtung. Berichte nur bei deutschen Sendern, mit Kritik an der Rolle der Saudis, ungewohnt deutlich im Bericht von Daniel Hechler in den Tagesthemen.  ¤

RT,arj,TS,TT

 

zus.13

 

                 
9.4.18

Meldung: bei einem saudischen Luftangriff auf ein Wohnhaus in Taiz  sind mindestens 15 Zivilisten getötet worden. - Bericht über die Zerstörung von Weltkulturerbe durch den Krieg. Das Rote Kreuz fordert beide Kriegsparteien auf, die 1000-jährige Universitätsstadt Zabid mit ihren einmaligen architektonischen Schätzen nicht zu bombardieren. Die Stadt liegt zwischen Taiz und Hodeidah, mitten in der Kampfzone.

A zus.3
           
17.4.18

Der UN-Sicherheitsrat berät über eine diplomatische Lösung des Konflikts. Bericht von Mike Hanna.

A 3
20.4.18

Meldungen: bei saudischen Luftangriffen auf ein Dorf bei Taiz sind mehr als 20 Zivilisten getötet worden. 

A,P

zus.1
22.4.18

 

Meldung: in der Nordwest-Provinz Hajjah sind bei einem saudischen Luftangriff auf eine Hochzeitsfeier mindestens sieben Menschen (inzwischen mehr als 20) getötet worden. - In den letzten zwei Jahren sind in Aden 25 muslimische Geistliche ermordet worden. Der Hintergrund ist unklar. Die meisten der Opfer waren Unterstützer von Ex-Präsident Hadi. Bei AJE ein Bericht und Einschätzungen von Nabeel Khoury.

"Opfer des Krieges" - Im Weltspiegel ein Bericht von Alexander Stenzel über einen Mann in Sanaa, dessen Familie bei einem saudischen Luftangriff verletzt oder getötet wurde.

A

WS

zus.9

5

           
23.4.18

Bereits vor einer Woche ist bei einem offenbar gezielten Luftangriff der Saudis in Hudaidah der oberste politische Anführer der Houthi-Rebellen, Saleh al-Sammad getötet worden. Bei PressTV Hauptnachricht. Infos auch bei AJE, hier auch Einschätzungen von Peter Salisbury. Einzige Meldung auf deutsch bei Euronews.

Bei AJE und Euronews weitere Berichte über den Luftangriff in Hajjah auf eine Hochzeitsfeier, bei dem mehr als 20 Zivilisten getötet wurden, darunter zahlreiche Kinder. Auf deutsch sonst keine Meldungen darüber.  ¤

A,P,E zus.9
                 
28.4.18

In Sanaa nehmen Hunderttausende Menschen teil an der Beisetzung von Saleh al-Sammad, dem Anführer der Houthi-Rebellen. Zugleich protestieren sie gegen al-Sammads Ermordung durch die Saudis. Bei dem saudischen Luftangriff wurden insgesamt 38 Menschen getötet. Berichte nur bei AJE und PressTV.

A,P

zus.5
           
3.5.18

Die Emirate (UAE) haben mit einigen Hundert Soldaten und Panzern die Insel Sokotra besetzt. Es gibt massive Proteste der Inselbevölkerung gegen die Invasion. Die Insel zählt wegen ihres Reichtums an endemischen Arten zum Unesco-Naturerbe. Einschätzungen von Gerald Feierstein¤ 

A 6
4.5.18

Ein britisches Gericht hat eine Klage von Kriegsgegnern gegen die britischen Waffenlieferungen an die Saudis zugelassen. Einschätzungen dazu von Andrew Smith (Campaign against Arms Trade).

Bericht über die Besetzung von Sokotra durch Truppen der UAE und über die massiven Proteste der Inselbewohner dagegen. Die Insel ist für die Emirate interessant wegen ihrer strategisch wichtigen Lage und ihres Flughafens.

A

A

4

3

           
5.5.18

Nachdem einige hundert Soldaten der UAE ohne Zustimmung der Regierung in Aden die Insel Sokotra besetzt haben, könnten die UAE aus der saudischen "Kriegskoalition" geworfen werden. Einschätzungen dazu von Andreas Krieg.

A 5
6.5.18

Noch ein Bericht über die Spannungen zwischen den UAE und der Regierung in Aden wegen der Besetzung von Sokotra durch Truppen der UAE.   

A 2
           
7.5.18

Bei saudischen Luftangriffen in Sanaa sind mindestens sechs Zivilisten getötet worden. Meldungen und bei AJE ein Bericht. - Bei AJE und PressTV weitere Berichte über den Streit um die Besetzung der Insel Sokotra durch Truppen der UAE.

Bei AJE dazu auch die Inside Story: "What does the UAE want with a Yemeni island?" - Hoda Abdelhamid diskutiert mit Andreas Krieg und Catherine Shakdam.  (NNA)*

A,P

A

zus.6

 

                 
13.5.18

Auf Sokotra sind nun auch noch saudische Truppen gelandet. Die Hadi-Regierung protestiert weiter gegen die Kolonisierung der Insel durch die "Verbündeten".

A 3
14.5.18

Meldung: die UAE und die Regierung in Aden haben sich auf einen Abzug der Truppen der UAE von Sokotra geeinigt.  

A 1/2
16.5.18

Bei CNN ein Bericht von Nick Paton Walsh mit Bildern der schweren Zerstörungen in Taiz. Walsh benennt sehr deutlich den Verursacher: die saudische Luftwaffe, und weist auf deren Waffenlieferanten hin: die USA und Britannien.  ¤

C 8
           
26.5.18

Die UAE betreiben im Jemen ein Netz von Geheimgefängnissen, in denen hunderte mutmaßliche oder angebliche Al-Kaida-Kämpfer festgehalten und gefoltert werden. Der US-Senat prüft nun, ob an den Folterungen auch US-Amerikaner beteiligt sind. Infos von Rob Reynolds und Einschätzungen von Andreas Krieg¤ 

Dazu auch die "Inside Story: What are US troops doing in Yemen?" - Folly Bah-Thibault spricht mit Kristine Beckerle (HRW), Nabeel Khoury (Ex-US-Diplomat) und Hakim al Masmari ("Yemen Post").

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