Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Religionen #2              (letzter Eintrag 10.8.17)

Worum es geht? Vielleicht um dies: 

"Did you anticipate salvation? In other words, not only did you desire or did you hope 
or believe in it, these are not sufficient, rather did you stand yourself on the wall and 
with concentration of all faculties and with longing eyes anticipated it, just as a 
watchman would lookout at a time of danger
searching for salvation to be saved. As 
the watcher of Safed stood himself on that high lookout, and seeked and 
seeked.”      (Text von Zalman Shazar, mit Dank an die Nanach-Leute.)

Religionen #1

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
2.1.13

Das Satireblatt "Charlie Hebdo" veröffentlicht einen Comicband über das Leben Mohammeds. Nach Aussage der Macher weder satirisch gemeint noch verächtlich, sondern einfach informativ. Der Bericht bei Euronews ist bisher der einzige.

E

1

3.1.13

Satiriker und Karikaturisten haben es schwer im Ägypten der Muslimbrüder. So wurde die Zeichnerin Doaa al Adl angezeigt wegen einer Karikatur, die Adam und Eva zeigte. Die Islamisten meinen, Adam sei ein Prophet (Eva demnach nicht) und dürfe nicht dargestellt werden. Bericht von Karin Feltes.   ¤

Nam 3
9.1.13

 

 

Die pseudoreligiöse Männersekte "katholische Kirche" hatte versprochen, den Skandal um kinderfickende Priester wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen. Offenbar ist das beauftragte kriminologische Institut in Hannover dabei zu nah an die Ursache des Skandals, den Zölibat, herangekommen. Jetzt haben die Sektenoberen die Zusammenarbeit eingestellt. - Das Interview mit dem "Mißbrauchsbeauftragten" (sic) der Sekte, Stephan Ackermann, ist völlig unergiebig. War aber zu erwarten, wenn man diesen Drecksbuben als "Herr Bischof" anspricht. - Kommentar von Esther Schapira: die Aufklärung läßt sich nicht verhindern. - 

Mein Kommentar: mit Religion oder gar Christentum hat die Papstsekte nie etwas am Hut gehabt. Es ist unbegreiflich, warum der Staat diese mafiöse Psychosekte nicht endlich und einfach als kriminelle Organisation verbietet. Wenn der Staat dies aus falsch verstandener Loyalität nicht will, sollte er wenigstens die Abschaffung des menschenrechtswidrigen Zölibats durchsetzen (ebenso wie die vollen Menschenrechte für weibliche Angestellte und Mitglieder der Sekte, und das Recht auf den eigenen Körper.)

TT

 

 

10

 

 

17.1.13

In Köln haben sich die Ärzte in zwei "katholischen" Krankenhäusern geweigert, einer Frau nach einer Vergewaltigung zu helfen, weil sie Angst haben, dann ihren Job zu verlieren, weil die Sekte die Verschreibung der "Pille danach" verbietet. Der Sprecher von einem der Krankenhäuser "entschuldigt" sich. Die Sprecherin von Medico sagt es deutlich: es geht hier um unterlassene Hilfeleistung, also eine Straftat. Und Caren Miosga meint, da könne man schon vom Glauben abfallen. - (Oder wenigstens aus dieser Irrsinnssekte austreten.)

TT

3

23.1.13

 

 

Mehr über den Skandal um von der Katholensekte betriebene Krankenhäuser und die Frage, was die Sekte sich an Gesetzesverstößen in ihren Einrichtungen leisten darf. Die Frage, ob solche Einrichtungen aus dem Griff der Sekte zu lösen sind, wenn dort per Anweisung der Gurus gegen Menschenrechte verstoßen wird, stellt man im ZDF nicht. Und erst in der Nachtsendung kommt ein Hinweis darauf, wie es zu den Vorfällen in Köln kam, nämlich durch eine Aktion des rechtsextrem-katholischen Senders "Gloria-TV", der mit vorgetäuschten Patientinnen die Ärzte als "Abtreibungshelfer" entlarven wollte. Erst dadurch waren die Ärzte dermaßen verunsichert worden, daß sie nun tatsächlich notleidenden Frauen nicht mehr helfen wollten. Diese Sekte hat mit Christentum nichts zu tun, sie ist einfach nur pervers

"Who will win the battle over birth control?" Bei "Inside Story" geht es um das neue Gesetz zur Geburtenkontrolle in den Philippinen und den Widerstand der Katholensekte dort dagegen. (Nur der Filmbeitrag von Haditha Magadi. Die Diskussion war unergiebig, habe ich weggelassen.) Das Gesetz sieht übrigens leider nicht vor, der Sekte vorzuschreiben, ihre Eucharistie-Oblaten mit Spermiziden und Contrazeptiva zu benetzen.

hj,hn

 

A

zus.7

 

5

           
24.1.13

"Opfer unerwünscht" - Noch ein Beitrag über den Skandal, daß Krankenhäuser der sog. "katholischen" Sekte vergewaltigten Frauen nicht helfen. Der Bericht bei "Monitor" geht weiter als die bisherigen, weist nach, daß es sich da nicht um Einzelfälle und Versehen, sondern um eine systematische Frauenfeindlichkeit handelt, und weist auf den Spitzeldienst von "Gloria-TV" hin. Und die NRW-Gesundheitsministerin sagt, daß man der "Kirche" auch die Betriebsgenehmigung für Krankenhäuser entziehen kann. Aber dann auch machen!

Monitor

7

24.1.13

Christiane Amanpour spricht mit dem katholischen (hier mal ohne Anführungsstriche!) Pfarrer Tony Flannery,  den die römische Sekte aus dem Priesteramt entlassen und exkommunizieren will, wenn er sich weigert, seine Überzeugungen aufzugeben, nämlich sein Eintreten für die Rechte von Frauen innerhalb der Kirche (Frauen als Priesterinnen), für die Zulassung von Schwangerschaftsverhütung und gegen die Diskriminierung von Homosexuellen. (Über das Recht auf Abtreibung haben sie nicht geredet.)

C

7

25.1.13

Ein Beitrag von Kamran Safarian über die Bahai-Religion und die Verfolgung ihrer Anhänger im Iran. Die Bahai sind wohl die friedlichste, toleranteste, aufgeklärteste und menschenfreundlichste Religion, und kommen ohne einen personalen Gott (aber nicht ohne göttliche "Manifestation") aus. Da sie aus dem schiitischen Glauben hervorgingen, werden sie speziell im Iran als "Apostaten" (vom Glauben Abgefallene) und angebliche "Spione Israels" abgelehnt und diskriminiert. 1980 wurde die komplette Führung der Bahai im Iran ermordet, danach die Religion verboten, bis heute werden viele der Anhänger verhaftet und gefoltert, die anderen im Alltag ausgegrenzt.  Der Filmemacher Reza Allamehzadeh hat die Zerstörung ihrer religiösen Stätten dokumentiert.   ¤

ktzt

8

27.1.13

Wenn es um ihr Geld geht, entdeckt auch die Papstsekte die Vernunft. Ein "katholisches" Krankenhaus in Colorado (USA) stellt völlig richtig fest, daß ein Mann keinen Anspruch auf eine dreifache Entschädigung hat, dessen Frau dort zu Tode kam. Sie war mit Zwillingen schwanger, aber für die Föten gibts kein Geld, weil: "To be a person one must at some point been born alive." - Mein Reden. - (Kyung Lah berichtet darüber.)   ¤

C

4

3.2.13

Die sog. "katholische Kirche" ist in der Krise. ttt stellt drei Bücher dazu vor, Hans Küng: "Ist die Kirche noch zu retten?", Eva Müller: "Gott hat hohe Nebenkosten - Wer wirklich für die Kirchen zahlt" und Thomas von Mitschke-Collande: "Schafft sich die katholische Kirche ab?". Bezeichnende Antworten des Sprechers der sog. "Deutschen Bischofskonferenz", Matthias Kopp, der sicher ebensogut wie Seelen auch Seife verkaufen würde. 

ttt

8

10.2.13

"Das größte Bad der Menschheit" - Gabor Halasz berichtet aus Allahabad in Indien, wo ca. 30-40 Millionen Hindus hingepilgert sind, um heute am "Maha Kumbh Mela" im heiligen Fluß Ganges zu baden.

WS

9

11.2.13

 

Josef Ratzinger, Chef der pseudoreligiösen Sekte "katholische Kirche", erklärt, daß er zum Monatsende von seinem Posten als "Papst" zurücktritt. Angeblich aus gesundheitlichen Gründen, vermutlich aber wegen der WikiLeaks-Enthüllungen über seine schmutzigen Geschäfte. Alle Sender machen aus dem Rücktritt das Tagesthema, über WikiLeaks wird dagegen gar nicht berichtet. Man könnte meinen, die werden alle von der Sekte bezahlt. Aufbewahrt nur ein kurzer nüchterner Bericht von Euronews, der einige mögliche Nachfolger nennt.

"Entfremdet? Papst Benedikt XVI. und die Deutschen" - Film von Jürgen Erbacher - Wiederholung aus Anlaß des Rücktritts. Mit alten Aufnahmen von Ratzinger als Chef der römischen Inquisition. Damals hat er aktiv jeden vernünftigen und fortschrittlichen Geist aus der Sekte entfernen lassen, der Film erwähnt die Theologen Hans Küng, Eugen Drewermann und Leonardo Boff. (zufällig aufgenommen, daher nur der Anfang)

E

 

ZDF

2

 

(14)

13.2.13

Ein Ausschnitt aus einem Interview von Christiane Amanpour mit dem "katholischen" Bischof Peter Turkson aus Ghana, der als einer der Favoriten auf den Posten als Oberkathole gilt. Nur damit man sich keine Illusionen macht: auch der Mann ist ein Frauen- und Schwulenhasser erster Güte. Im Ausschnitt antwortet er auf die Frage, ob der Skandal um sexuellen Mißbrauch durch Priester auch Afrika betreffe: "glücklicherweise nicht so sehr. Afrika hat sich traditionell gegen solche Tendenzen geschützt, Homosexualität ist hier kaum verbreitet." Keine Nachfrage von der Journalistin.  - Hier eine Übersicht über Aussagen weiterer Kandidaten: ein Blick ins Mittelalter.

C

2
14.2.13

"Nach dem Papst-Rücktritt - Wohin steuert die katholische Kirche?" - Bei "Beckmann" mal eine erfreulich dialogorientierte Debatte, mit zwei Kirchenkritikern, zwei relativ liberalen, jedenfalls gesprächsfähigen Vertretern der Papstsekte (Bischof Hans-Jochen Jaschke und Andreas Englisch) und einer frisch fromm fröhlichen Ordensschwester ohne Berührungsängste (Jordana Schmidt). Sehenswert vor allem wegen David Berger (der Theologe wird von der Sekte gemobbt, seit er sich offen zu seinem Schwulsein bekennt) und Alan Posener (Streitbarer Atheist und Papstkritiker). -  (Nur teilweise angesehen)

ARD

75

17.2.13

Nic Robertson berichtet über Anstrengungen von Vergewaltigungsopfern und Juristen, den Sektenguru Ratzinger doch noch vor Gericht (d.h. vor den ICC) zu bringen, weil er die Verbrechen seiner Priester aktiv gedeckt und verheimlicht hat.

C

3
           
19.2.13

Eine Umfrage unter Katholiken in Deutschland läßt hoffen: bei den einfachen Leuten haben sich vernünftige Ansichten zur Sexualmoral und zur Gleichberechtigung längst durchgesetzt. Fast 80 % wollen z.B., daß Frauen Priester werden dürfen. Ein "Pro und Contra" zu Reformen der Mittelaltersekte. (Welche aber wahrscheinlich nur durch staatlichen Druck, also Entzug der Lizenzen bei Gesetzesverstößen, zustande kommen werden, solange die rechtsextremen Zyniker à la Ratzinger sich gegenseitig die Posten zuschieben.)

hj

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21.2.13

 

 

Was ich neulich (am 11.2.) hier schrieb: der wahre Grund des Ratzinger-Rücktritts hat mit den Enthüllungen von VatiLeaks zu tun. Die Zeitung "La Republica" berichtet über einen 300-seitigen internen Report der Sekte, in dem es um Gruppensexorgien, Korruption und schwarze Kassen im Vatikan geht. Die VatiLeaks-Dokumente betrafen nur einen Teil davon. Ratzinger bekam den Report zu Weihnachten und beschloß direkt daraufhin, zurückzutreten. - Bei den deutschen Nachrichtenredaktionen interessiert das weiterhin fast niemanden, der Bericht bei n-tv ist der einzige.   ¤

Tiefer geht dann allerdings der Beitrag bei Monitor. "Benedikts Erbe: Die dubiosen Geschäfte der Vatikanbank" (beruhend auf den Recherchen von Gianluigi Nuzzi). Hier werden Namen von einigen der eigentlichen Verbrecher genannt und ihr Beziehungsgeflecht ansatzweise aufgedeckt. Ratzinger war demnach nicht der Hauptschuldige, aber er hat Staatssekretär Bertone berufen, der bis heute der starke Mann im Vatikan ist, direkte Verbindungen zur Mafia pflegt und dafür gesorgt hat, daß eine von Ratzinger eingeführte Bankenaufsicht der Vatikanbank ohne Wirkung blieb. - Man kann kurzgefasst sagen, die ganze Sekte ist nur eine ideologische Tarnorganisation des weltweiten organisierten Verbrechens. Das Wort "katholisch" (alles umfassend) erhält so einen neuen, realen Sinn.   ¤

n-tv

 

 

Monitor

2

 

 

8

23.2.13

 

Der Vatikan (genauer der Hauptbeschuldigte Bertone persönlich) weist (nach drei Tagen) die Medienberichte über das geheime Dossier zurück, wegen dem Ratzinger zurücktritt. Das sei alles Klatsch und Desinformation. Er behauptet allerdings nicht, daß alles falsch sei, und bestreitet auch nicht ausdrücklich die Existenz des Dossiers. Bei CNN ausführliche Infos aus Rom von Ben Wedeman und John Allen. Beide, und ebenso Paul Brennan (AJE) stellen fest, daß der einzige Weg die Dinge aufzuklären darin besteht, das Dosier zu veröffentlichen. Zumindest die Kardinäle im Konklave sollten die Gründe für den Rücktritt erfahren, bevor sie einen neuen Papst wählen. - Ich finde, die Zeit ist reif dafür, daß sich die Katholiken und Katholikinnen ihren neuen Papst selber wählen. Direkt und demokratisch. Stattdessen wird vermutlich Bertone selber zum Nachfolger ernannt werden und die Sekte endlich in die Hölle führen.   ¤

C,B,A

zus.16
           
24.2.13

"Sex and Crime im Vatikan", Susanne Hornberger berichtet über die "angeblich" wahren Gründe von Ratzingers Rücktritt.

TT

3
25.2.13

In Britannien tritt der oberste Bischof Keith O'Brien zurück, wegen irgendwelchen obskuren Vorwürfen, er solle vor 30 Jahren mal mehrere Priester angeflirtet haben. Er wird nun auch nicht an der Papstwahl teilnehmen. Er gilt zwar als konservativ, hatte aber zuletzt den Zölibat in Frage gestellt.

A,E,R

zus.5
27.2.13

Ein Bericht von Jörg Brase über die "katholische" Kirche in Westafrika. Sie steht in hartem Konkurrenzkampf mit islamischen Gemeinden und evangelikalen Sekten (die von US-Rechtsextremisten stark gefördert werden). Liberale Ansichten über Homosexualität und Frauenrechte haben kaum eine Chance. Sollte Peter Turkson nächster "Papst" werden, ist mit Reformen weiter nicht zu rechnen.

auslandsjournal

6

28.2.13

Praktisch alle Sender berichten live stundenlang über den Abzug des Sektenchefs Ratzinger aus seinem Palast in Rom. Das einzig Interessante sind Bilder aus einer Kirche in Berlin, wo Frau Merkel und ihr halbes Kabinett dem Sektenguru huldigen.  - (Angeblich hat als einziger deutscher Politiker SPD-Vizekanzlerkandidat Steinbrück die Dinge beim Namen und Ratzinger einen "Clown" genannt.)

TS,TT

zus.1
1.3.13

Kardinal Bertone läßt seit anderthalb Jahren etliche Bischöfe überwachen. Gespräche und Telefonate werden abgehört und Emails ausspioniert, alles angeblich, um die undichte Stelle in der VatiLeaks-Affäre zu finden.

hn

3

5.3.13

Der Berliner Ralph Napierski (der sich selber "Bischof" nennt) hat sich in Rom im nachgemachten Bischofsgewand unter die anderen selbsternannten "Kardinäle" gemischt. Leider hat er es aber nicht geschafft, sich auch zum "Papst" wählen zu lassen. Bericht bei "Brisant". (Die Titel "Bischof", "Kardinal" und "Papst" sind übrigens nicht geschützt. Jeder außer Heino darf sich so nennen.)

Der vorherige "echte" sog. Papst könnte unterdessen doch noch dort landen, wo er hingehört: als Angeklagter vor dem ICC. Einige Rechtsanwälte bereiten eine Klage gegen Ratzinger vor wegen seiner Mitverantwortung für massenhafte Vergewaltigungen von Kindern durch sog. "katholische" Priester. Infos vom kanadischen Anwalt Edward Corrigan.

ARD

 

P

4

 

2

13.3.13

Die Kardinäle im Vatikan wählen den Jesuiten Bischof Jorge Bergoglio aus Argentinien zum neuen Chef der Katholikensekte. Er nennt sich jetzt "Papst Franziskus". - Fast alle Kanäle (nur PressTV hat Wichtigeres zu berichten) übertragen den Mumpitz stundenlang live. Über den Neuen ist erstmal wenig bekannt. Zwei Beiträge, die ihn portraitieren und dabei ganz vorsichtig auch seine Nähe zu (und mutmaßliche Kumpanei mit) der argentinischen Militärdiktatur erwähnen. Seine Verachtung für Frauen und Schwule wird nicht weiter thematisiert.  - Es bleibt abzuwarten, ob er bei der Namenswahl die Demut, die Mitleidsfähigkeit und das soziale Engagement des Franz von Assisi im Blick hatte oder eher dessen Frauenhass. 

Nam,hn

 

zus.6

 

14.3.13

Über die angebliche Verstrickung Bergoglios mit der Militärdiktatur.

Gespräch mit Gianluigi Nozzi über das nötige Aufräumen des neuen "Papstes" in der römischen Sektenverwaltung ("Kurie"). 

Inside Story: "The first Catholic pope from the Americas":  Interessante Diskussion über den Neuen, mit Mary Ellen Lacy ("Nuns on the Bus"), Miguel de la Torre (Theologe) und Ivan Petrella (Soziologe aus Argentinien). 

Monitor

TT

A

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15.3.13

 

 

Vatikansprecher Lombardi (bzw. sein Übersetzer Rosica) weist die Vorwürfe gegen "Papst" Bergoglio in scharfer Form zurück. Es handele sich um eine verleumderische Kampagne von "linken Elementen, die es gewohnt sind, die Kirche anzugreifen". Der unnötige Hinweis auf "linke Elemente" (der in den meisten Meldungen leider weggelassen wurde) entlarvt das Dementi als Geständnis. Lombardi meint, die Glaubwürdigkeit der Vorwürfe sinke, wenn sie von Linken vorgebracht werden, und offenbar hält er Linkssein für etwas Verwerfliches. Wenn Bergoglio sich von diesem Satz seines Sprechers nicht distanziert (und damit ist nicht zu rechnen), ist klar, wo er steht: bei denen, für die Linke (und Jesus war ja auch so ein Linker!) das Böse schlechthin sind, das man zur Not auch mit Gewalt austreiben muß.  ¤

Die Zweifel, ob der neue Sektenführer wirklich wie die meisten seiner Vorgänger ein Faschist ist, sind also hinfällig. Überzeugende Belege liefert auch das Gespräch mit Horacio Verbitsky heute in der taz. Dringend zum Lesen empfohlen.

A,R,TS

 

zus.3

 

           
27.3.13

Beitrag über den argentinischen Journalisten Horacio Verbitsky, der mit seinen Recherchen über Bergoglios schmutzige Vergangenheit weiter aneckt.

Zapp

6

28.3.13

Ein Bericht über die schwierige Lage der Christen in Jerusalem, die ebenso wie die Muslime von israelischen Siedlern und ihren Sperrmauern immer mehr marginalisiert werden. - Bei NC Bilder aus Jerusalem von christlichen und jüdischen Ritualen vor Ostern und Pessah, die dieses Jahr zusammenfallen. Schöne Aufnahme von einer Feier der äthiopischen Juden.

A,NC

zus.4

           
28.3.13

Papst Bergoglio ("Franziskus") besucht für den traditionellen Fußwaschungsgottesdienst ein Jugendgefängnis in Rom, wo er 12 jugendlichen Strafgefangenen (darunter auch Mädchen und Muslime) die Füße wäscht und küßt. Eine Geste, eine Haltung, die mich überrascht. und durchaus positiv beeindruckt. (Und die einigen rechtsextremen CSU-Justizministerinnen nicht gefallen dürfte, die ständig von "Opferrechte vor Täterrechte" schwafeln.) - Der Bericht der Tagesschau etwas seltsam, hier wird dreimal "die Segnung der heiligen Öle" erwähnt. Im heute-journal ein längerer, sehr informativer Bericht.  ¤

A,C,TS,hj,E

zus.9

           
28.3.13

Ein Beitrag über Bibelfilme, der recht interessante immer wiederkehrende Bildmotive entdeckt. Allerdings wär es sinnvoller, die Jesus-Filme gesondert zu betrachten. (Und der realistischste aller Jesusfilme, "Life of Brian" fehlt leider in der Auflistung.) 

ktzt

6

28.3.13

Am "Hasentag" begleiten konfessionslose Aktivisten Leute beim gemeinsamen Kirchenaustritt.

hn

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2.4.13

Hard Talk: Stephen Sackur spricht mit dem Kognitionsforscher, Evolutionsphilosophen und Atheisten Prof. Daniel Dennett über das Verschwinden der Religion.    ¤

B

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13.4.13

In Nigeria haben evangelikale Erlösungssekten großen Zulauf. Mohammed Adow berichtet aus Lagos von einem Massengottesdienst der "Redeemed Christian Church of God" mit 500.000 Menschen in einer 2 km2 großen Halle. Die Leute hoffen auf Wunder für ihr persönliches Leben und geben dafür gerne Spenden. Sektenführer Pastor Enoch Aeboye kann sich davon ein schönes Luxusleben leisten.   ¤

A

3
           
15.4.13

Ein Gericht in der Türkei hat den Komponisten und Konzertpianisten Fazil Say zu einer Haftstrafe (auf Bewährung) verurteilt, wegen "Beleidigung des Islam". Er hatte bei Twitter u.a. gefragt, ob das Paradies wohl ein Puff ist, wenn Mann da so viele Frauen bekommt. - Meiner Meinung nach beleidigen die Richter den Islam, indem sie unterstellen, dieser sei genauso humorlos wie sie selber. Außerdem, nochmal: "Blasphemie" kann, wenn überhaupt, nur ein Anhänger eines Glaubens äußern. Say ist aber Atheist. - Bericht bei AJE, gute Infos und einige lustige Zitate bei CNN, und bei arte auch ein Stück Musik von Say, der auch bei der Interpretation klassischer Stücke seinen wunderbaren Humor beweist.  ¤

A,C,E,arj

zus.8
           
20.4.13

"The Frost Interview": David Frost spricht mit Bischof Desmond Tutu. Über seinen Glauben, den Kampf gegen die Apartheid (u.a. mit O-Tönen von Frau Thatcher, die ANC, PLO und IRA als "Terroristen" bezeichnete), über Südafrika heute, und ausführlich über Israel und die neue Apartheid dort. Zu dem Thema kommt dann Jimmy Carter dazu, sehr spannend. Zum Ende noch Gedanken über Gott, der zugleich allmächtig und ohnmächtig ist (und dem es übrigens völlig egal ist, wie wir ihn nennen.) Ansehen, zuhören!  (schon vor 5 Monaten gesendet.)   ¤¤

A

48

           
21.4.13 Frankreich / Schwulenfeindlichkeit / Religionen : Während im Parlament die "Ehe für Alle" endlich fast durch ist, machen die Rechtsextremen und Schwulenhasser weiter Druck auf der Straße. Deren Bewegung "La Manif pour tous" will sich, angeführt von der rechtsextremen Komikerin "Frigide Barjot" an den nächsten Wahlen beteiligen, mit einer neuen Mischung aus rassistischen Ressentiments, dumpfem Katholizismus und reaktionärem Aufbegehren gegen die "68er-Revolution". In Paris demonstrieren aber auch Tausende gegen den Hass und für die selbstverständlichen Rechte für alle.   ¤

arj

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22.4.13

Ein Beitrag über den Theologen Hans Küng, den "Schrecken der katholischen Kirche" und Förderer des Dialogs zwischen den Religionen.

ktzt

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4.5.13

 

"Bishnoi, Tierliebe bis in den Tod" (360°-Geo-Reportage) - Film von Roberto Lugones über die Religionsgemeinschaft der Bishnoi in Rajastan im Nordwesten Indiens. Als Anhänger der Gewaltlosigkeit (Ahimsa) bemühen sie sich, alle Lebewesen, Menschen, Tiere und Pflanzen vor Verletzungen zu schützen. "Bishnoi" bedeutet "29", womit die 29 Regeln gemeint sind, die der Religionsstifter Lord Jambeshwar vor 500 Jahren aufstellte, um die damaligen Religionskonflikte zwischen Muslimen und Hindus zu beenden. Sie betreffen den Umgang der Menschen miteinander und mit der Natur, von "lüge nicht!" bis zu "fälle keine Bäume!" (Die kompletten Regeln unter dem Link.) Auch wenn einige Regeln archaisch anmuten (vor allem die Geschlechterverhältnisse betreffend), sind die Bishnoi doch voll in der Moderne angekommen, nutzen Mopeds, Handys, Medien und den Rechtsstaat für ihren ökologischen Kampf. Geburtenkontrolle ist bei ihnen eine Selbstverständlichkeit. Die einzige Regel, die sie schon immer, bis heute, mißachten, ist das Verbot des Opiumtrinkens, das vor allem die Alten als Medizin benutzen. Alles zusammen ausgesprochen sympathisch, undogmatisch und wegweisend.   ¤¤

arte

 

43

 

13.5.13

Feminismus / Religionen : In Berlin haben die Aktivistinnen von Femen als Ort für ihren Protest gegen verschleierte Frauen sich ausgerechnet die Ahmadiya-Moschee ausgesucht, die nun wirklich nicht für Frauenunterdrückung und Extremismus steht. Der Imam der Moschee hat die Frauen jetzt zum Gespräch geladen, die auch immerhin gekommen sind. (Die Frauen der Gemeinde waren leider nicht dabei.) Die muslimische Feministin (und taz-Kolumnistin) Kübra Gümüsay kritisiert die ignorante, letztlich rassistische Herangehensweise der Femen-Frauen.

ktzt

6

1.6.13

Meldung im "Listening Post" über den türkischen Blogger Sevan Nisanyan, den ein Gericht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt hat, weil er erklärt hat, daß Religionskritik ein Teil der Meinungsfreiheit ist.

A 1
4.6.13

Zum "Tag der Märtyrer" pilgern jedes Jahr Zigtausende Katholiken aus ganz Ostafrika zu Fuß zum Totenschrein von Namugongo bei Kampala. Bericht von Malcolm Webb.

A

3
7.6.13

In London schickt die salafistische Gruppe "Millatu Ibrahim" in einigen Stadtteilen "Sharia-Patrols" auf Streife, die versuchen sollen, anderen Leuten ihre schwachsinnige Interpretation des Koran aufzudrücken und ihre Verbote von Allem was Spaß macht durchzusetzen. Fast alle Muslime lehnen diese Übergriffe ab, weil sie dem Islam schaden. Bericht von Rainer Fromm und Elmar Theveßen.

auslandsjnl

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23.6.13 Ägypten : Hamed Abdel-Samad äußert sich bei ttt über seine Kritik am "islamischen Faschismus" und den Mordaufruf der Gamaa Islamiya gegen ihn. ttt 7
28.6.13

Die italienische Polizei hat einen hochrangigen Priester im Vatikan und zwei Banker der Vatikanbank wegen Geldwäsche und Korruption verhaftet.

B,arj,TS,E

zus.8
3.7.13

Bei PressTV ein Bericht von Mariam Saleh über eine Konferenz in Beirut, bei der einige Hundert islamische Geistliche aus aller Welt darüber beraten, wie man mit gewalttätigen Strömungen (Salafisten, Takfiri) umgehen soll. Die Takfiri richten ihren Terror gegen alle anderen Muslime, die sie für Ungläubige halten, und nutzen so vor allem den Interessen Israels (bzw. Saudi-Arabiens).

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8.7.13

Papst Franz besucht bei seiner ersten Amtsreise die Flüchtlingsinsel Lampedusa, trifft dort mit Flüchtlingen zusammen, betet für die im Meer Ertrunkenen und mahnt an das Verantwortungsgefühl und gegen die Gleichgültigkeit der reichen Länder gegenüber den notleidenden Einwanderern. - Ich weiß immer noch nicht, was ich von dem Mann halten soll, aber das war (zum zweiten Mal) eine wirklich beachtliche und respektable Geste. Ich bin erstmal beeindruckt und dankbar. Und soweit ich hineinhören konnte, war alles was er gesagt hat richtig und wichtig.  ¤¤

A,B,arj,TS,hj,E

zus.13

                 
22.7.13

Beginn der ersten Auslandsreise von Papst Franz nach Brasilien zum katholischen "Weltjugendtag". Zwei Berichte kommen aus der Favela Varginha, die Franz besuchen wird. In allen drei Berichten kommt der Befreiungstheologe Leonardo Boff zu Wort, der weiter die unsoziale Kirche kritisiert, sich aber durchaus wohlwollend über den neuen Papst äußert.

A,arj,hn

zus.9
25.7.13

Die katholische Kirche in Polen zeigt weiter offen antisemitische Tendenzen, zuletzt mit einem staatlichen Verbot des Schächtens. Der Priester Wojciech Lemanski kämpft gegen diese Tendenzen und für eine Verständigung mit den Juden, und wurde von seinem Bischof deshalb rausgeschmissen. Seine Gemeinde hält aber zu ihm.

ktzt

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28.7.13

Bilder einer fröhlichen antikatholischen Kundgebung in Rio de Janeiro während des Papstbesuchs. (Leider verstehe ich die Sprüche auf den Plakaten bzw. Körpern nicht.)

NC

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29.7.13

Papst Franz sagt beim Rückflug von Brasilien recht vernünftige Dinge über schwule Priester. "Wer bin ich, jemanden zu verurteilen, der nach Gottes Willen lebt." Das ist zwar schon lange katholische Lehrmeinung, aber in diesem freundlichen Ton doch neu. Die Berufung von Frauen zu Priesterinnen lehnt er aber weiter ab.

E

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30.7.13

Die Mordaufrufe von salafistischen Hetzern im ägyptischen TV gegen Hamed Abdel Samad. Daß die Islamisten in Ägypten vor einem Monat entmachtet wurden, hält der Beitrag nicht für erwähnenswert.

Report München

7
7.8.13

"The Stream: Revisiting Jesus" - Diskussion mit dem (muslimischen ...) Religionswissenschaftler Reza Aslan, Autor von "Zealot: The Life and Times of Jesus of Nazareth".  Interessant, leider NNA)* (siehe 15.12.13!)   ¤

A

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17.8.13

Bericht von Robert Pigott über die Religion der Zoroastrer, neben dem Judentum die älteste monotheistische Religion, gegründet von Zarathustra in Persien vor ca. 3000 Jahren. Man kann nicht zum Zoroastrismus konvertieren, sondern nur in den Glauben hineingeboren werden, deshalb sinkt die Zahl der Anhänger immer weiter, heute nur noch 100.000, davon 5000 in Britannien.

B

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4.9.13

"Koalition der Frommen - Wie viel Religion verträgt die Republik?" - Film von Tilman Jens.  (NNA)*   ¤¤

ARD

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5.9.13

Im bayrischen Nördlingen holt die Polizei 40 Kinder bei der pseudochristlichen Sekte "12 Stämme" ab, weil sie dort offenbar körperlich mißhandelt wurden. Den Eltern soll das Sorgerecht entzogen werden, und die Kinder sollen nun erstmals in eine Schule gehen.

hj

3
4.10.13

Papst Franz besucht das Franziskanerkloster in Assisi. Weitere sehr kritische Äußerungen zum Umgang Europas mit Flüchtlingen.

TS,E zus.3
10.10.13

Mediales Mobbing gegen einen Limburger Katholikenbischof (Dreckspatz Drehbatz vom Elch oder so ähnlich). Nur weil er ein paar Millionen unterschlagen hat und ein Gericht angelogen hat, hagelt es vorverurteilende Berichte und Brennpunkte. Jetzt rät ihm sein Bischofskollege Zollitsch sogar offen zum Selbstmord: "Ich kann mir nicht vorstellen, daß ich da weiterleben könnte." Unglaublich!

hn 3
13.10.13

In Spanien hat die sog. "katholische Kirche" bei einer feierlichen Zeremonie nochmal über 500 faschistische Priester, die im Bürgerkrieg getötet wurden, seliggesprochen.

B

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13.10.13

In Limburg schlägt's Dreizehn. Der Zorn der katholischen Gläubigen über ihren verschwenderischen Bischof wächst. U.a. hat er seinen Garten zweimal nacheinander plattmachen und mit viel Beton neugestalten lassen, jeweils zu Millionenkosten.

hj

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14.10.13

In Malaysia bestätigt ein Berufungsgericht die Position von Regierung und Islamisten, daß Christen das Wort "Allah" nicht mehr für ihren Gott verwenden dürfen, wie sie das seit Jahrhunderten getan haben. Drei Berichte.

A,B,C zus.8
           
24.10.13

 

Der satirische Spielfilm  "Das Gespenst"  von Herbert Achterbusch (1982)   ¤¤¤

 

arte

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31.10.13

Wie die "katholische" Kirche in Bayern "aus Kostengründen" Altersheime dichtmacht und zugleich hunderte Millionen an Steuergeldern für neue Protzpaläste ausgibt.

Quer

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31.10.13

Kirche ohne Gott: "The Sunday Assembly" ist eine neue Bewegung in Britannien. Leute, die an keinen Gott glauben, treffen sich trotzdem regelmäßig zu einer Veranstaltung, bei der das Leben und die gegenseitige Hilfe gepriesen, besungen und gefeiert werden. So ähnlich wie bei einem Gottesdienst, nur lustiger, und ohne "Religion".  -  Gefällt mir! (Bericht von Dave Guest.)   ¤

B

3

11.11.13

 

 

"Soldaten der Liebe - Senegals mystischer Islam" - Film von Manuela und Werner Zips über den Sufiorden der Baye Fall. Sehr schöner Film über einen lebensfrohen, toleranten, freizügigen, frauenfreundlichen und sozial und ökologisch bewußten Islam. "Der größte und einzig erlaubte Jihad ist der Kampf gegen die eigene Schwäche." ¤¤¤

Text von 3sat.de: "Die Baye Fall gehören zu den Mouriden, einer muslimischen Bruderschaft im Senegal. Sie vertreten einen sufistischen Islam, der auf Mystik und Askese beruht. Im Vordergrund steht die Liebe zu Gott und zu ihrem Lehrer Ahmadou Bamba, dem Ordensgründer. Selbst sehen sie sich als exaktes Gegenteil mancher islamistischer "Hassprediger" und nennen sich "die Prediger der Liebe". Religiöse Toleranz im multi-konfessionellen Zusammenleben und soziale Solidarität vor allem mit den Ärmsten gehören zu ihren wichtigsten Leitmotiven. Aufgrund ihres auffälligen Äußeren - Dreadlocks , Flickengewänder und unzählige Gebetsketten - werden sie manchmal mit den jamaikanischen Rastas verglichen. Doch in ihrer Spiritualität, den sufistischen Trancetänzen und in ihrer Gefolgschaft zu den mouridischen Cheikhs unterscheiden sie sich deutlich von anderen sozialen und religiösen Bewegungen. Im Einklang mit den Lehren von Ahmadou Bamba und Ibra Fall praktizieren die Baye Fall einen Lebensstil nach dem Ethos von "labora et ora", der im Vergleich mit der protestantischen Ethik den Arbeitseifer noch vor die Pflicht zum Gebet setzt." 

3sat

 

 

52

 

 

15.11.13

In Islamabad öffnet eine neue Moschee ihre Türen für alle Muslime, Schiiten wie Sunniten.

Sky

2
16.11.13

"Mit offenen Karten: Pilgerfahrten - Ein weltweites Phänomen" - (NNA)*

arte

12
23.11.13

"Mit offenen Karten: Was ist Salafismus?" - Geschichte des "strenggläubigen" (oder besser: engstirnigen) Islam, der jede andere Interpretation des Islam ablehnt und deren Vertreter (Sufis, Schiiten, Alewiten, Ahmadis) bekämpft. Verbindung zum saudischen Wahabitismus. Unterschiedliche Strömungen: friedfertige Puristen, gewalttätige Djihadisten, politische Salafisten. Beispiele aus Mali, Ägypten und Tunesien. (Leider nichts zur höchst spannenden Situation in Pakistan) Finanzierung von salafistischen Gruppen durch Saudi-Arabien und Katar, Konkurrenz beider Regime. (Leider nichts über das Verhältnis von Al Kaida zum Salafismus.)   ¤¤

arte 12
25.11.13

Die Regierung von Angola hat angeblich erklärt, der Islam sei keine Religion sondern eine Sekte und stehe im Gegensatz zu Angolas "nationalen Überzeugungen". Sie verbietet angeblich die Religionsausübung und will alle Moscheen im Lande zerstören lassen. Bewertung dazu von Masoud Shajareh ¤

P

2

26.11.13

PressTV meldet, daß Angolas Regierung das angebliche Verbot des Islam dementiert hat.

P

1/2

26.11.13

Papst Franz veröffentlicht seine erste Enzyklika ein apostolisches Schreiben, "Evangelii Gaudium". Darin fordert er Reformen in der "katholischen" Kirche und kritisiert deutlich Kapitalismus ("eine in der Wurzel ungerechte Wirtschaftsform", "Diese Wirtschaft tötet."), Korruption und Konsumdenken. Und er stellt das Dogma der päpstlichen "Unfehlbarkeit" in Frage.

TS,hj

zus.5
30.11.13

 

"The Intelligence2 Debate": Podiumsdiskussion in Sydney über die Forderung: "God and his prophets should be protected from insult." Dafür sprechen Uthman Badar (Vertreter einen radikalen muslimischen Gruppe) und Julian Burnside (Menschenrechtsanwalt), dagegen Yassmin Abdei-Magied (Youth without Borders, Muslima) und Tom Keneally (Autor von "Schindlers Liste"). - Spannend, sehr hohes Niveau. Leider nur teilweise angehört, vielleicht später mehr. Burnside sagt sehr wichtige und richtige Dinge über Hassaufrufe gegen Muslime. Er hat Recht, sowas gehört verboten und bestraft. Es geht dabei aber nicht um "Blasphemie" (die erlaubt sein muß) sondern um Rassismus. Sehr schön, was eine Dame aus dem Publikum sagt: wenn es eine allmächtige Göttin gibt, hat sie keinen Schutz durch Menschen nötig. Und ein Prophet egal welcher Richtung hat den gleichen Schutz und Hochachtung verdient wie jeder andere Mensch, nicht mehr oder weniger. Ein Blasphemieverbot führt zu einem Betreuungsstaat (Nanny State), der Jeden gegen Beleidigungen schützen müsste. (Weil Jeder sich als Prophet ausgeben kann.)  ¤¤

B

 

45

 

5.12.13

Der US-Radiofaschist Rush Limbough meint, was Papst Franz über den Kapitalismus und Umverteilung sage, sei "purer Marxismus", was offenbar als Beleidigung gemeint ist. Ben Wedeman von CNN weist darauf hin, daß Franz genau das sagt, was auch Jesus gesagt hat. (Das war vermutlich auch so ein Marxist.) 

C

2

15.12.13

Der Religionswissenschaftler Reza Aslan aus den USA beschreibt in seinem Buch "Zelot" den historischen Jesus als Sozialrevolutionär, der die Armen zum Umsturz aufwiegelte und darum hingerichtet wurde. (Was ich genauso sehe. "Die Ersten werden die Letzten sein.") Der Beitrag stellt einen künstlichen Widerspruch her zwischen Revolutionsaufrufen und Gewaltlosigkeit. Nelson Mandela ist schnell wieder vergessen worden.  (siehe 7.8.13!)

ttt

6

5.1.14

"Virgin Tales - Jungfrauen-Märchen" - Die Filmemacherin Mirjam von Arx hat zwei Jahre lang eine Familie von Evangelikalen in den USA begleitet und dokumentiert, wie die ihre Kinder (Mädchen und Jungen) darauf dressieren, bis zur Ehe "keusch" zu bleiben. Selbst Küssen ist verboten. Der Film bewertet selber fast gar nicht, man muß schon selber die Fassade der sexuellen "Sauberkeit" durchschauen und die neurotischen inzestuösen Verhältnisse bemerken, die sich dahinter verstecken. Nur eine einzige Schrifttafel am Ende weist darauf hin, daß diese "keuschen" Jungfrauen und Jungmänner besonders häufig Geschlechtskrankheiten und Teenagerschwangerschaften haben, weil man ihnen den Gebrauch von Verhütungsmitteln nie erklärt hat. - Ein Blick in einen Abgrund der Perversion im Namen des Christentums.   ¤¤

arte

 

87

 

9.1.14

Bei "Comment" fragt George Galloway, wem der Terror der "ISIS" im Irak nützt und stellt fest, daß auch die meisten Sunniten in Syrien und im Irak vom "Projekt" der Al-Kaida-Leute gar nichts halten, dort einen sunnitischen Gottesstaat einzurichten. Er nimmt dann zum Salafismus Stellung. Es ist gar nichts schlimmes, wenn Einer so zu leben versucht "wie der Prophet". Aber es ist kriminell, diese Vorstellungen mit Gewalt anderen aufzudrängen und dadurch weltweit Spaltung und Chaos unter den Muslimen anzurichten. Der Massenmord an Muslimen und Christen war sicher nicht die Absicht des Propheten. In Syrien verüben diese Leute unbeschreibliche Verbrechen, auch gegen Christen aus dem einzigen Grund, daß sie Christen sind. Nie zuvor in der Geschichte Syriens wurden Menschen wegen ihres Glaubens getötet. Und auch die Mehrheit der Sunniten lehnt das ab. Galloway weist einen Anrufer aus den Emiraten darauf hin, daß ihm bei der Religion der Inhalt wichtiger ist als die äußere Form. Wenn sich nur alle an das Gebot "Du sollst nicht töten" halten würden, das alle drei Buchreligionen anerkennen, wäre die Welt ein besserer Ort.   ¤

P

 

13

 

12.1.14

"Islam & Life: Who exactly are the Takfiris and where have they come from?" - Tariq Ramadan spricht mit dem islamischen Gelehrten Sayyed Mohammad Razavi über den Hardcore-Islamismus der "Takfiri" (was wohl etwa das Gleiche bedeutet wie "Salafisten").    ¤

P

24
16.1.14

Beitrag über den Kreuzzug von rechtsextremen Evangelikalen in den USA gegen Abtreibungen und das Recht von Frauen auf körperliche Selbstbestimmung. Die selbsternannten "Lebensschützer", die auch vor Gewalt und Mord nicht zurückschrecken, haben bereits in 27 Bundesstaaten erreicht, daß Abtreibungen praktisch unmöglich gemacht wurden.  - Ausschnitt aus dem Film "Amerikas Glaubenskrieg: Der Streit um Abtreibung", am Freitagabend bei 3sat.   ¤

ktzt

6

17.1.14

"Amerikas Glaubenskrieg: Der Streit um Abtreibung" - Film von Heike Slansky und Steffanie Riess  (siehe Vortag)  (NNA)*   ¤¤

3sat

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30.1.14

Der Kölner Kardinal Meisner hat öffentlich zu rechtsextremen "Katholiken" gesagt: "Eine Familie von euch ersetzt mir drei muslimische Familien." Und er preist "die Glaubenskraft von Eheleuten, die zehn Kinder in die Welt setzen." - Den faschistoiden Wahn wunderbar aufgedröselt und zu Ende gedacht hat dann Christoph Süß vom Religions-Homeshoppingkanal. Die Glaubenskraft einer katholischen Familie ist genau so stark wie die von drei muslimischen: nämlich Null. Und wer Glaubenskraft hat, braucht sich um die ökologische Zukunft keine Sorgen mehr machen. Keine Sorge vor Finanzkrise oder Atomtod. Wer Glaubenskraft hat, muß nur noch Angst davor haben, in der Hölle für alle Ewigkeit von Dämonen gefoltert zu werden. - Grandios!!   ¤¤

Quer

3

           
11.2.14

Ein Beitrag über Atheisten in Ägypten und Infos über die weltweite Verfolgung von Atheisten. Gespräch dazu mit Bob Churchill (britischer Freidenker) und Lora Tinubu (Atheistin aus Nigeria). Es gibt 13 Staaten, in denen Atheisten mit der Todesstrafe bedroht werden.  (NNA)*   ¤

B

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25.2.14

Schwulenfeindlichkeit  / Religionen : Infos von CNN-Reporterin Sally Kohn über eine kaum bekannte, aber sehr einflußreiche Sekte von rechtsextremen US-Evangelikalen, "The Family", zu der einflußreiche Politiker der Republikaner, aber auch Hillary Clinton gehören. Die Missionssekte hat großen Einfluß auf Kirchen in Afrika, hat u.a. in Uganda Werbung gegen Kondome gemacht und ist maßgeblich bei der Hetzkampagne gegen Schwule dabei.   ¤

C

7

25.2.14

In Arizona diskutiert die Landesregierung ernsthaft über ein Gesetz, das es Geschäftsinhabern erlaubt, schwule Kunden "aus religiösen Gründen" nicht zu bedienen. Nach öffentlichen Protesten rücken einige Republikaner wieder von den Irrsinn ab. "Hate is not a religious Freedom" steht auf einem der Plakate.

C

2

27.2.14

Die republikanische Gouverneurin von Arizona hat mit einem Veto verhindert, daß das Anti-Schwulen-Gesetz inkrafttritt, das rechtsextreme Christen dort im Parlament beschlossen hatten.

arj,Nam

zus.4

28.2.14

"Islam & Life: Danger of Takfiri ideology for Islam" - Tariq Ramadan spricht mit Paul Salahuddin Armstrong über die Bewegung der fanatischen "Takfiri", die Herkunft der Bewegung aus dem Wahabismus und ihre Verbindung mit dem Regime der Familie Saud und den Unterschied zwischen Salafisten (die keineswegs alle immer extremistisch und gewalttätig sind) und "Takfiris", die jeden umbringen, der ihre abstrusen Vorstellungen vom Islam nicht teilt.  Die bekanntesten Takfiri-Gruppen sind Al Kaida (und ihre Untergruppen wie Al Nusra und ISIL), Boko Haram und Al Shabab.  - Alles nicht sensationell neu, aber interessant und gut verständlich, wenn man sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt hat.   ¤

P

24

2.3.14

"Ehevermittlung per Gentest" - Michael Heussen berichtet über die Gendatenbank von Dor Yeshorim in Brooklyn, nach der Juden in aller Welt (z.B. in Antwerpen) ihre Ehepartner auswählen, um Erbkrankheiten zu vermeiden.

WS

7

4.4.14

Der aspekte-Mann weiß keine passende Überleitung zum folgenden Beitrag. Obwohl er da mit einem leibhaftigen (allerdings scheinbar kultivierten) Arschloch diskutiert, das er allerdings als "Islamkritiker" vorstellt: Hamed Abdel-Samad. Der Broder-Kumpel hat ein gefährlich die Dinge verdrehendes Buch geschrieben, "Der islamische Faschismus". Gespräch mit dem Autor, danach kommt noch Daniel Barenboim dazu. Alles leider noch nicht angesehen, später mehr dazu!  (NNA)*   ¤¤

Nachtrag (20.5.14) : Das meiste, was Abdel-Samad sagt (und Barenboim stimmt dem zu), könnte man so akzeptieren. Aber nur, wenn man nicht weiß, wen er meint. Wenn er vom "politischen Islam" redet, meint er eben nicht die faschistischen salafistischen Massenmörder, sondern die schiitischen und alevitischen Linken, (im Iran, in Gaza und anderswo) die mit dem Islam gegen den Westen aufbegehren, und die in Syrien und Pakistan von ebenjenen Faschisten massakriert werden, offenbar mit Wohlwollen Israels und des Westens. Leider begreifen sämtliche Journalisten das nicht und hören seinen treuherzigen Sprüchen ergeben zu.

Aspekte

 

 

18

 

 

6.4.14

Religionen / Antimuslimismus : Noch ein Beitrag über die Thesen des Hamed Abdel-Samad vom "faschistischen Islam". Ebenfalls noch nicht angesehen, aber auch hier wird der Rechtsexkremist mit dem falschen Etikett "Islamkritiker" vorgestellt, am Ende läßt der Autor des Beitrags erkennen, daß er ebenfalls rein gar nichts verstanden hat, als er Salafisten als "radikale Muslime" bezeichnet. Weder "radikal" noch "Muslim" sind Begriffe, die etwas irgendwie Verwerfliches bezeichnen.

ttt

6

8.4.14

Menschen bei Maischberger: "Feindbild Islam: Wird der Hass geschürt?" - Diskussion mit Hamed Abdel-Samad, Omid Nouripour, Antonia Rados, Wolfgang Bosbach, Lamya Kaddor und Hassan Dabbagh.  (NNA)*  (ein Stück fehlt.)   ¤

ARD

73
27.4.14

 

 

 

 

In Rom spricht der amtierende Papst zwei seiner Vorgänger "heilig".

Im Fall von Roncalli geht das in Ordnung. Im Fall Woytila ist es skandalös. Die nötige Kritik an diesem Rassisten, Kommunistenfresser und Menschenfeind kam in den Medien leider fast nicht vor. Nur bei Euronews wurde vor ein paar Tagen mal erwähnt, daß Opfer von kinderfickenden Priestern ihn beschuldigen, die Täter gedeckt zu haben. Die Liste seiner Schande ist aber länger:

Er hat durch sein Schweigen den Völkermord an den Tutsis verlängert. Sowohl fast alle Opfer wie auch fast alle Täter waren Katholiken, Kirchen waren Schauplätze zahlreicher Massaker. Woytila hat außer albernen allgemeinen Mitleidsfloskeln dazu nichts gesagt. Er hätte durch klare Worte zumindest das Nichtstun der Weltmächte frühzeitig unterbrechen können. Er hätte nach Ruanda reisen können und die Mörder zum Einhalt bewegen können. Aber für ihn waren auch katholische Neger eben nur Neger. (Was dazu bei der englischen Wikipedia steht, ist übrigens haarsträubender Unsinn, offenbar waren dort katholische Fälscher am Werk.)

Woytila ist direkt mitverantwortlich für die Ausbreitung von HIV und den millionenfachen Tod von Menschen in Afrika durch AIDS. Das dürfte allgemein bekannt sein.

Und Woytila steht im Geschichtsbuch der Menschheit gleich neben Reagan an der Spitze derer, die den ersten Versuch einer Alternative zum Kapitalismus zum Scheitern gebracht haben. Nach der Zerstörung des Traums vom realen Sozialismus dauert der Alptraum des realen Kapitalismus an, das unendliche Leid der Armen und die Zerstörung des Planeten gehen auch dank seiner Pervertierung der christlichen Botschaft weiter.

E

 

 

 

 

3

 

 

 

 

12.5.14

 

"The Debate: Threat of Takfiris" - Der iranische geistliche Führer Khamenei hat bei einem Besuch in Pakistan vor der Gefahr gewarnt, die salafistische Gruppen (bzw. Takfiris) für den gesamten Islam - Schiiten und Sunniten - darstellen. (PressTV benutzt den Ausdruck "Takfiri" praktisch synonym für "Salafisten". Was der Unterschied zwischen beiden Bezeichnungen ist, könnte ich auch nicht erklären.) Diskussion mit dem salafistischen Prediger Anjem Choudary und Kevin Barrett (truthjihad.com). Barrett bringt es auf den Punkt: die Salafisten sind die George-W.-Bush-Schule des Islam: "You are either with us or you are with the terrorists". So ein Schwarz-Weiß-Denken gehört nicht zum Islam. Choudary äußert ganz offen Sympathie für die Kinderschänder und Kopfabhacker in Nigeria und Syrien, weil diese ja schließlich die Scharia einführen wollen. Barrett hält die Salafisten (speziell Boko Haram) für eine Gründung der westlichen bzw. saudischen Geheimdienste, die damit den Islam in Verruf bringen wollen.  ¤¤

P

 

21

 

           
19.5.14

 

 

 

"Not in my Name" - Film von Amir Araam. Was sind Takfiris (extremistische Salafisten) und warum ermorden sie Muslime und zerstören deren heilige Stätten? Warum rufen sie "Gott ist groß" wenn sie Menschen töten? Im Film äußern sich dazu einige islamische Gelehrte, und es gibt reichlich Filmdokumente von Gräueltaten der Salafisten. Der Film ist leider etwas behäbig und durch die vielen O-Töne mit schwer lesbaren Untertiteln anstrengend. Aber das Ansehen lohnt sich, die Erkenntnis wird gefördert. Wichtige Fragen werden gestellt, nicht auf alles gibt es eindeutige Antworten. Die Wurzeln der Takfiris im Wahabismus werden aufgezeigt, aber keine Verschwörungstheorie konstruiert. (Was angesichts der Verbindungen zwischen den Sauds und den Bushs ja naheläge.) Den salafistischen Massenmördern, die aus aller Welt nach Syrien strömen um dort Muslime zu töten, wird nicht pauschal unterstellt, sie seien keine Muslime. Nur, daß sie den islamischen Glauben komplett falsch verstehen und in sein Gegenteil wenden. Nebenbei wird auch der Unterschied erklärt zwischen Salafisten (die Anhänger gewinnen wollen) und Takfiris (die alle andern umbringen wollen).  ¤¤

Meine Antwort wäre: Salafisten / Takfiris verhalten sich zum Islam etwa so wie "Nationalsozialisten" zum Sozialismus. Sie mißbrauchen den Namen der Guten Sache um diese zu bekämpfen. Die Bezeichnung "Islamfaschisten" wäre für diese Leute treffend. (Abdel-Samad verwendet den Ausdruck leider gerade nicht für die Salafisten sondern für alle radikalen Muslime, auch ausgerechnet für jene, die die Hauptopfer der Salafisten sind. Letztlich stellt er sich so an ihre Seite.) Noch früher nannte man solche Leute "Nihilisten" oder auch "Nietzscheaner". Warum sie so sind, woher das Böse kommt, weiß ich immer noch nicht.

P

 

27

 

24.5.14

Auf seiner Nahostreise besucht der Papst zuerst Jordanien. Er trifft irakische und syrische Flüchtlinge und König Abdullah. Franz ruft zu friedlichen Lösungen in Syrien und Palästina auf, und zum Schutz der Flüchtlinge. In Amman gibt es einen Gottesdienst im Sportstadion mit etwa 25.000 Teilnehmern. Zwei Berichte.

Vor dem Besuch des Papstes in Israel und Palästina ein Bericht über die Welle von Hassangriffen von extremistischen israelischen Siedlern gegen Christen im besetzten Palästina. 

A,TS

A

zus.5

3

25.5.14

Papst Franz besucht Palästina und Israel. In Bethlehem betet er an einer von Israels illegalen Sperrmauern. In Jerusalem Treffen mit diversen Religionsführern. Franz lädt Abbas und Peres zu einem gemeinsamen Gebet nach Rom ein.    ¤

A,E

zus.8
           
26.5.14

Bericht von Christian Sievers über den Besuch des Papstes in Jerusalem, bei den Heiligtümern von drei Religionen, Klagemauer, Felsendom und Geburtskirche, später auch in Yad Vashem, wo er bewegende Worte spricht. Treffen mit Vertretern der beiden anderen Konfessionen. Die israelischen Behörden haben Franz komplett von jedem Kontakt mit der Öffentlichkeit abgeschirmt. Netanjahu rechtfertigt den Bau der illegalen Sperrmauer. Was Franz ihm dazu gesagt hat, wurde nicht öffentlich.  ¤

hj

3

2.6.14

"The Debate: The Danger of Takfiris" - Diskussion mit Prof. Mohammed Merandi und Jihad Mouracadeh (beide Politologen) über die Gefahr durch salafistische Terroristen.  (NNA)*

P

23

6.7.14

""Kirche" für Atheisten" - Frank Jahn berichtet aus London über die von Sanderson Jones gegründeten "Sonntagsversammlungen", bei denen Atheisten Gemeinschaft und Spiritualität ohne Gott und ohne Dogmen finden können.   ¤

WS

7

4.8.14

 

"Mission unter falscher Flagge - Radikale Christen in Deutschland" - Film von Mareike Fuchs und Sinje Stadtlich über die Menschenfängerei von evangelikalen Sekten. Das "Gospelforum" des Marktschreiergurus Peter Wenz. Die "Mission Freedom" der mit dem Hamburger Bürgerpreis belohnten Betrügerin Gabriele Wentland. Der "Evangeliumsrundfunk" und "Bibel-TV". Der Verein "Zukunft für dich" des religiösen Kinderverführers Jörg Kohlhepp. Die "Freie christliche Jugendgemeinschaft" FCJG des Psychoterroristen Walter Heidenreich. Die "TOS-Gemeinde", bei der öffentliche Teufelsaustreibungen und "Heilungen" auf dem Programm stehen. "TOS"-Doktor Elsen, der eine Therapie gegen Schwulsein von der Krankenkasse bezahlen läßt. Bei der TOS kann man sich auch mit Jesus von Hitler erlösen lassen  - und wird dafür auf Israel eingeschworen. - Aussteiger aus den Sekten landen oft in der Psychiatrie, einige von ihnen schildern im Film ihre Erlebnisse. Und Jürgen Werth von der "Evangelischen Allianz" (evangelikaler Dachverband) wird zu allen Gruppen befragt, weiß aber nichts von Betrug, Psychoterror und Rechtsextremismus. - Sehenswert. (Aber das Wort "radikal" im Titel stört. Ich kenne und bewundere wirklich radikale Christen, aber die haben mit diesem Erweckungsblödsinn nichts zu tun, die findet man bei Abrüstungsaktionen und Bauplatzbesetzungen.)   ¤

ARD

 

43

 

3.9.14

 

 

"Der Kreuzzug" - Film von Andrea Müller und Adrian Zschokke über politische Machenschaften von rechtsextremen "christlichen" Fundamentalisten. - Der Beitrag fehlt mir leider wegen eines Technikausfalls. Für eine Kopie wäre ich sehr dankbar.  (NNA)*   ¤¤

Text von 3sat: "Wie überall in der sogenannten "Dritten Welt" boomen auch in Ghana vor allem neue christlich-fundamentalistische Kirchen: zum Beispiel die "Lighthouse Chapel International". Ihr Gründer, Dag Heward-Mills, ist Halbschweizer. Seine Mutter war als junge Frau von der Schweiz nach London gezogen. Dort verliebte sie sich in den Ghanaer Heward Mills und folgte ihm nach Accra. Der Nigerianer Sunday Adelaja hat in Minsk Journalismus studiert. Dort nahmen die Kommunisten an seiner Religiosität Anstoß. Daraufhin packte er seine Bibel, wanderte in die Ukraine aus, und begann dort, eine Kirche aufzubauen. Heute ist seine "Embassy of God" eine der größten Kirchen Europas. Doch die neuen christlichen Kirchen verbreiten nicht nur ihren Glauben, sie greifen auch direkt in die Politik ein. In Brasilien etwa, dem größten katholischen Land der Welt, werden bis in etwa zehn Jahren die Evangelikalen die Mehrheit bilden. Und bereits bei der letzten Präsidentenwahl mischten sie massiv mit. So musste Dilma Roussef, das neue Staatsoberhaupt ihre - liberale - Abtreibungspolitik zurückbuchstabieren, weil sie sich gegen die Anhänger insbesondere der "Igreja Universal", der größten charismatischen Kirche Brasiliens, nicht durchsetzen konnte. Auch in der Schweiz wächst die Zahl der jungen Eiferer, die sich in den neuen konfessionsübergreifenden christlichen Kirchen finden. Im Güterbahnhof Zürich beispielsweise füllen die Anhänger der International Christian Fellowship (ICF) jeden Sonntag eine riesige Halle."

3sat

 

 

 

 --

 

 

 

5.9.14

In Wuppertal gehen Salafisten als selbsternannte "Shariah-Police" Streife und wollen (vorerst nur) Muslimen vorschreiben, wie sie zu leben haben. Die Männer werden allerdings von der echten Polizei verhaftet.

hn

3

6.9.14

Empörte Reaktionen der Parteien auf das Auftreten der "Sharia-Polizei" in Wuppertal. Vielleicht war das Ganze aber nur ein Werbegag der Salafisten.

TS,hj,TT

zus.9
7.9.14

Talk to Al Jazeera: Folly Bah Thibault spricht mit Kardinal John Onaiyekan von der sog. "katholischen" Kirche in Nigeria. Recht Vernünftiges über den Konflikt mit Boko Haram, haarsträubend Intolerantes über die Rechte von Homosexuellen. Er begründet die staatliche Verfolgung von Homosexuellen ernsthaft damit, daß dies der Wunsch der Mehrheit sei und somit "demokratisch".

A

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22.9.14

"hart aber fair: Auf Streife für Allah – vor welchem Islam müssen wir Angst haben?" - Frank Plasberg diskutiert mit Joachim Herrmann (CSU), Volker Beck (Grüne), Lamya Kaddor (Lehrerin für Islamkunde), Ulrich Kienzle ( Journalist und Nahost-Experte) und Sheik Hassan Dabbagh (Imam der Leipziger Al-Rahman-Moschee). (Interessant eigentlich nur wegen Kienzle.) -  (NNA)*

ARD 77
29.9.14

Bericht über die erste "Kirche ohne Gott" in Hamburg, veranstaltet vom Kabarettisten Sebastian Schnoy.

hn

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27.10.14

In ihrem Buch "Im Namen Gottes - Religion und Gewalt" widerspricht die Religionswissenschaftlerin Karen Armstrong der These, Religion führe zwangsläufig zu Gewalt. Gespräch mit der Autorin. Gefährlich sind Strömungen wie die Salafisten (ISIS), die alle anderen für "ungläubig" erklären, und dies, obwohl sie selber kaum einen Bezug zum Glauben haben. (Das gute alte Saulus/Paulus-Syndrom also.)

ktzt

9

30.10.14

Christoph Süß zum Streit über religionskritische (antiislamische?) Bemerkungen von Dieter Nuhr, deretwegen irgendjemand eine Anzeige wegen "Beschimpfung von religiösen Bekenntnissen" gestellt hat.  - Schade, daß auch hier nicht zitiert wird, was Nuhr genau sagte. Auf jeden Fall hat Süß aber Recht: Lachen über Religion ist erlaubt. Und: "Es ist gar nicht einfach, so manchen Moslem nicht lustig zu finden." Aber auch damit: wen erreicht man eigentlich mit den Witzen? Bei den Belachten kommt wohl nur an: diese arroganten Abendländler finden uns schlecht.   ¤

Quer

6

           
2.11.14

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit dem Buchautor Sam Harris darüber, wie groß der Anteil von Islamisten und Djihadisten bei den Muslimen ist. Harris schätzt ihn auf 20 Prozent, von denen aber nur ein kleiner Teil wirklich für Gewalt eintreten und "Ungläubige" umbringen wollen. Zakaria stellt nochmal fest, daß Judentum und Christentum ähnliche Probleme hatten (bzw. haben). 

C

9

7.12.14

Antisemitismus / Religionen : Nach dem brutalen Überfall auf ein jüdisches Ehepaar protestieren in Crèteil etwa 1000 Menschen gegen den Antisemitismus. - Bei arte ein Portrait des französischen Imams Hassen Chalghhoumi, der sich für einen liberalen Islam und den Dialog mit den anderen Konfessionen einsetzt und sich klar gegen den Terror der Salafisten wendet. Er bekommt dafür Morddrohungen von den Fanatikern. Bei einer Gedenkfeier für die von den Nazis deportierten Französischen Juden sagte er: "Ihre Geschichte ist auch die unsere. Wenn wir damals gelebt hätten, wären wir mit in den Waggons gewesen." - Im Anschluß ein Gespräch im Studio mit Hassen Chalghhoumi über den Antisemitismus mancher Muslime in Frankreich.   ¤

arj

 

7

 

12.12.14

Beitrag über Intoleranz gegenüber Atheisten.  (NNA)*

RT

2
4.1.15

Oksana Boyko spricht mit Richard Dawkins über Gott und die Welt, Atheismus und Sozialismus und das Aussterben der Elefanten. Interessante Fragen, auf die Dawkins aber manchmal selektiv-ausweichend antwortet. Leider hakt Boyko dann nicht nach. Trotzdem erbaulich. (Der Anfang fehlt leider. Wurde schon im September gesendet, bei YT der komplette Beitrag.)

RT

12

           
8.1.15

Bei arte ein Beitrag über die Reaktionen von Muslimen in Frankreich auf den Terroranschlag. U.a. wichtige Äußerungen von Hassen Chalghoumi. (später mehr.)   ¤

arj

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9.1.15

Sehenswerter Beitrag über den Umgang von Muslimen mit dem salafistischen Terror. (später mehr dazu.)  ¤

hj

3

10.1.15

Malek Merabat, der Bruder eines in Paris ermordeten (muslimischen) Polizisten, erklärt: "Ich wende mich an alle Rassisten, Islamfeinde und Antisemiten: man darf Extremisten nicht mit Muslimen in einen Topf werfen. Wahnsinn ist keine Frage von Hautfarbe oder Religion. Hört auf, Alle über einen Kamm zu scheren, Kriege auszulösen, Moscheen oder Synagogen anzuzünden oder Leute anzugreifen! Das bringt unsere Toten nicht zurück und lindert den Schmerz der Familien nicht."  ¤¤

Bericht über die Trauer und das Entsetzen in der jüdischen Gemeinde in Paris. 

arj,E

 

arj

zus.3

 

2

           
10.1.15

Noch ein Gespräch mit Tariq Ramadan.  (Leider NNA)*  ¤

E

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13.1.15

Beitrag über die Debatte um das Verbot der "Gotteslästerung". Fazit: es ist gut, daß es das Verbot gibt, daß Satiriker aber regelmäßig von den Gerichten freigesprochen werden. Das allgemeine Verbot der Volksverhetzung würde aber auch ausreichen.

hn

3

22.1.15

Schöner Beitrag über "religiöse Gefühle" und die Frage, ob diese geschützt werden müssen. Diverse kluge Stimmen dazu, u.a. von Michael Schmidt-Salomon.   ¤

ktzt

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24.1.15

"Mit offenen Karten: Zwietracht im Islam" (Teil1) - Über die Spaltung von Sunniten und Schiiten, geschichtlich und aktuell.  (NNA)*

arte

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28.1.15

Beitrag über die Frage, wieweit satirische Religionskritik gehen darf und soll.  (NNA)*   ¤

Zapp

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28.1.15

 

 

 

(vom 27. und 28.1.) Über den Streit in Bremen um den evangelischen Pastor Olaf Latzel, der in seinen Predigten klar gegen andere Konfessionen, speziell gegen den Islam, hetzt. Er behauptet sogar, dieses sei "Gottes Wort". Im Studiogespräch erläutert er, daß er damit nicht zum Hass gegen Andersgläubige aufrufen wolle. Aber es gebe eben nur einen Gott, und zwar seinen. - Theo-logische Antwort: wenn man annimmt, daß es nur einen Gott gibt, dann ist jeder andere "Eine" Gott (und sogar alle "Vielgötter" auch) natürlich derselbe, sie tragen nur verschiedene Namen, weil sie von verschiedenen Propheten "entdeckt" wurden. Man sollte sich auf einen Grundkonsens aller Religionen einigen. (Hat man ja auch längst.) - Juristische Antwort: Wenn die Bibel tatsächlich die Zerstörung von Symbolen anderer Glaubensrichtungen fordert, gehört dieses Buch verboten.  - Ernsthafte Antwort: Mein Gott, schmeiß Hirn vom Himmel!  - Der Herr Latzel ist laut taz übrigens auch ansonsten ein übler Menschenfeind, Frauen- und Schwulenhasser. Jedenfalls bestimmt kein guter Christ.   ¤

b&b

 

zus.12

 

31.1.15

"Mit offenen Karten: Zwietracht im Islam" (Teil 2) - Über die Spaltung von Sunniten und Schiiten, die Konkurrenz zwischen Iran und Saudis und das Aufkommen von "ISIS".  (NNA)*   ¤

arte

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1.2.15

Der schweizer Publizist Frank A. Meyer ("Es wird eine Rebellion geben") meint, daß die Lehre des Islam prinzipiell unvereinbar sei mit der Demokratie. - In Bezug auf konservative Gemeinden, die das "Wort Gottes" für wichtiger halten als die Verfassung, hat er wohl recht. Das Beispiel Bremen zeigt aber, daß es dieses Problem auch auf christlicher Seite noch gibt. (Das Problem heißt also nicht "Islam" oder "Christentum", sondern "Buchstabengläubigkeit".)

ttt

6

           
4.2.15

100 Pastoren demonstrieren vor dem Bremer Dom gegen die fundmentalistische Hetze ihres Kollegen Olaf Latzel. Dieser hat inzwischen eine Wischi-Waschi-"Entschuldigung" geäußert.

b&b

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8.2.15

Der Bremer Pastor Latzel tritt wieder auf, nach der Predigt von seinen rechten Freunden bejubelt, die aus ihrem (völlig unchristlichen) Fremdenhass keinen Hehl machen. Der Gemeindevorstand gibt eine Erklärung ab, in der man um Entschuldigung bittet, falls irgendwelche "religiösen Gefühle" verletzt wurden.  - Der Mann hat nicht meine Gefühle verletzt, er hat - und zwar offensichtlich mit Erfolg! - Volksverhetzung betrieben und gehört dafür bestraft. ¤

b&b

6

            
22.2.15

Bei BBC-Newsnight ein Gespräch mit Richard Dawkins, über den richtigen Umgang mit religiöser Intoleranz. "Der beste Weg, Leute zu überzeugen, ist nicht unbedingt, ihnen zu sagen, daß sie Idioten sind."

B

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26.2.15

 

ISIS hat ein neues Video veröffentlicht. Es zeigt ISIS-Männer, die im archäologischen Museum in Mosul Statuen zertrümmern. Darunter sind 2800 Jahre alte einmalige Objekte aus der assyrischen Kultur, Artefakte von unschätzbarem materiellem und kulturhistorischem Wert. Einige der zerstörten Gegenstände waren allerdings nur Duplikate aus Gips. Die Originale wurden vermutlich auf dem Schwarzmarkt verkauft. - Bei AJE Gespräch mit der irakischen Archäologin Lamia al Gailani¤¤

Apropos "von Gott befohlene Zerstörung von Götzenbildern" (OT von ISIS) sollte man den Bremer Pastor Latzel mal fragen, ob das ungefähr das ist, was auch er (bzw. sein "Gott") sich gewünscht hat.

A,C,Sky,P

R,ht,TT,E

zus.12

zus.8

                  
9.3.15

Bericht über eine Konferenz in Kairo, bei der islamische Geistliche über eine Strategie gegen den Terror beraten. Der französische Imam Hassen Chalgoumi verlangt eine Reform des Islam.

arj

4

6.4.15

 

In der größtenteils reichlich albernen Besäufnisshow "Der Klügere kippt nach" (mit W. Boning und H.E. Balder) einige Sätze von Hella von Sinnen zum Thema Religion, die mir sehr gefallen. Zusammengefasst: "Den Gott" gibt es nicht, Jeder soll seine eigene Spiritualität finden. Die Frage "Warum hat Gott das zugelassen?" lenkt von der eigenen Verantwortung ab. "Gott" ist Liebe, und die Salafisten und Pegidas, die "im Namen Gottes" Hass und Verbrechen befördern, betreiben Gotteslästerung. (Das Niveau der Sendung sank dann mit steigendem Pegel.)

tele5

 

7

 

9.4.15 Einige Texte des inhaftierten Bloggers Raif Badawi sind jetzt auf deutsch als Buch erschienen. Vernünftige aufgeklärte Aussagen, fundierte und deutliche Kritik an der salafistisch-fundamentalistischen Ideologie der saudischen Herrscher. (Absurderweise nennt der Beitrag dieses "Islamkritik").   ¤ ktzt 6
27.4.15

In Bremen sieht die Staatsanwaltschaft nichts Strafbares in der Hetzpredigt des Salafisten Evangelikalenpastors Olaf Latzel und verzichtet auf eine Anklageerhebung.

b&b

1
12.5.15

Beitrag über den Dokumentarfilm "Sacred Sperm" (von Ori Gruder), der das Sexualleben von orthodoxen Juden (Haredim) erforscht. Bei diesen gilt ein strenges Verbot der Selbstbefriedigung - was vielleicht gewisse psychische Auffälligkeiten erklären mag.

ktzt

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18.6.15

 

 

Papst Franz verkündet seine Enzyklika "Laudato Si"  ("Care for our common Home" / "Über die Sorge für das gemeinsame Haus") über die Zerstörung des lebenden Planeten Erde durch den Menschen. Er wird darin sehr eindeutig, der Kapitalismus und die menschliche Selbstsucht würden die Erde in eine riesige Mülldeponie verwandeln. Der Kampf gegen den Klimawandel sei untrennbar verbunden mit dem Kampf gegen Armut und Hunger.  - Die meisten Berichte mißverstehen die Botschaft als eine an die Mächtigen, sie sollten endlich handeln. Der Beitrag im heute-journal erkennt es (wohl versehentlich) besser: es ist ein Aufruf zur Revolution.   ¤

Was die kapitalistische Industrie von solchen Ideen hält, zeigt ein Bericht bei Euronews von einer Luftfahrtmesse. Der Chef von Airbus sinniert dort darüber, wie man es am besten schaffen könne, den Luftverkehr innerhalb von 15 Jahren zu verdoppeln.

A,hj,TT,E

 

 

zus.13

 

 

            
25.6.15

Beitrag über den Monotheismus als Quelle von Gewalt. Gespräch mit Jan Assmann ("Exodus"). (NNA)*   ¤

ktzt

8

9.7.15

 

Papst Franz besucht auf seiner Südamerikareise Bolivien und versöhnt sich mit dem linken Präsidenten Morales. Der überreicht ihm ein "kommunistisches Kreuz", eine Verbindung von Kruzifix mit Hammer und Sichel, das der 1980 ermordete Befreiungstheologe Luis Espinal schuf. In einer Predigt verkündet Franz nun eine ganz ähnliche Botschaft der Solidarität mit den Armen. (Bericht bei Euronews)   ¤

Bei arte berichtet Antoine Raux aus El Alto über Selbsthilfeinitiativen von Arbeitern und Kleinbauern, über die Bauten des neoandinischen Stararchitekten Freddy Mamani, und über die Kommentare junger Rapper. - Im ZDF berichtet Andreas Wunn aus Potosi über das gefährliche und armselige Leben der Minenarbeiter. Einige von ihnen werden heute den Papst treffen.

E

arj,hj

2

zus.7

           
10.7.15

Papst Franz bittet bei seinem Besuch in Bolivien die indigenen Völker um Entschuldigung für die Verbrechen der "katholischen" Kirche während der kolonialen Eroberung Lateinamerikas.

TS

2

9.8.15

Bericht von Nicolas Haque über die Sufi-Bewegung der "Baye Fall" im Senegal. Sie leben in Selbstversorgerkommunen, mit einfachem Leben in Arbeit und Genügsamkeit, nahe an der Erde. Jeder ist willkommen der seinen Besitz zurückläßt, an der gemeinsamen Arbeit teilnimmt und die islamischen Regeln einhält. "Work is our form of prayer." (Das ähnelt alles sehr den Idealen der Benediktiner.) Die Gemeinde ist 100 Jahre alt, der Sänger Cheikh Lô ist ihr weltweit bekannter musikalischer Botschafter.   ¤¤

A 3
           
30.8.15

Der muslimische Schriftsteller und überzeugte Laizist Navid Kermani entdeckt in seinem neuen Buch "Ungläubiges Staunen" die ästhetische Schönheit der Religionen, speziell des Katholizismus. Er ist zugleich entsezt über die Kreuzigungsbilder und begeistert von der Tiefe des Erlebens der religiösen Darstellungen.    ¤

ttt

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20.9.15

Über das Buch "Mohamed - Eine Abrechnung" von Hamed Abdel-Samad. Abdel-Samad will den Islam reformieren, den Koran rein historisch interpretieren. Er will die Figur Mohamed nicht mehr überhöhen, sondern in ihren friedlichen und kriegerischen Phasen als Mensch behandeln statt als Heiligen. Er wünscht sich also einen säkularisierten und aufgeklärten Islam. (Den es natürlich längst gibt. Das hätte man vielleicht erwähnen sollen.)

ttt

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22.9.15

AJE bringt mehrere Beiträge zur Hajj. Hier ein "First Person": der Gründer des "Prophet-Mohammed-Museums" in Mekka stellt seine Sammlung vor. Einerseits modernste Computeranlagen, um islamische Texte zu präsentieren, andererseits Gegenstände angeblich aus Mohameds Leben (Rüstung und Helm, Schwert, etc.). Eine Installation zeigt das Medina von damals und verdeutlicht, daß Mohamed nicht nur Religionsgründer sondern Politiker und Feldherr war.  - Für einen aufgeklärten Nichtmuslim ist das alles eher abschreckend. 

A

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27.9.15

Fareed Zakaria ("GPS") stellt fest, daß die ganze katholische Unfug über die Sexualmoral mit dem Christentum nichts zu tun hat. Er zitiert aus dem Buch von Gary Wills, daß über Empfängnisverhütung, Abtreibung und Frauenpriesterschaft schlichtweg nichts in der Bibel steht. Die tatsächliche Botschaft verkündet Jesus dagegen wieder und wieder: selig sind die Armen. Wer Papst Franz wegen dieser Botschaft kritisiert, hat eher ein Problem mit Jesus als mit Franz.  - Manchmal möchte ich dem Mann um den Hals fallen. So deutlich und klug hat selten jemand das Christentum erklärt, zumal einer, der selber kein Christ ist.  ¤

C

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1.11.15

In seinem Buch "Generation Allah" sucht der Psychologe Ahmad Mansour nach den Ursachen der Anfälligkeit von Jugendlichen für die Ideologie der Salafisten. Das Gegenrezept, wie immer: Aufklärung und Dialog.

ttt

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26.11.15

Über den Spielfilm "Das brandneue Testament" von Jaco van Dormael. Gottes Tochter rebelliert gegen ihren sadistischen Vater und verrät den Menschen per App, wie lange sie noch zu leben haben. Philosophisch, zauberhaft und sehr witzig.   ¤

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11.12.15

Beitrag über die Mezquita in Córdoba. Zugleich islamische Moschee und christliche Kathedrale, gilt sie als eines der schönsten Gebäude der Welt. In den letzten Jahren erhebt die "katholische" Kirche immer mehr Besitzanspruch auf das Gebäude, gegen den Protest von Leuten, die die Mezquita als Kulturerbe der Menschheit erhalten wollen.

ktzt

7

12.12.15

Video of the Week im "Listening Post": in Holland liest man Leuten Passagen aus dem Koran vor, von Händeabhacken und Töten der Ungläubigen und so, und befragt sie dann zu ihrer Meinung zum Islam. Anschließend wird offenbart, daß die Texte in Wahrheit Zitate aus der Bibel sind.  - Ich finde, daß die befragten Niederländer sich angemessen kritisch zu den Sätzen äußern, nicht aus antimuslimischem Sentiment. Bei den meisten Nichtreligiösen ist der menschenfeindliche Aspekt des Alten Testaments (und einiger Teile des Neuen) offenbar unbekannt.

A 2
            
23.2.16

Beitrag über die Autorin Sineb el Masrar und ihr Buch "Emanzipation im Islam". Endlich mal ein Beitrag, der den Islam als etwas Schönes, Wertvolles zeigt, und zwar aus Frauensicht. (Später mehr darüber)   ¤

ktzt 6
30.3.16

Bei "Extra3" ein netter Beitrag über ein rezeptfreies Allheilmittel, das bei richtiger Dossierung durchaus wohltuend sein kann: "Religion", das Crystal Meth des Kleinen Mannes. Bei Mißbrauch führt es zu verbaler Inkontinenz und Aggressionen.

NDR

3

8.4.16

Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde aus Lüneburg fahren nach Ostdeutschland und leisten dort Aufklärungsarbeit über den Islam. Motto: Muslime für Frieden, Freiheit, Loyalität. Die rigiden und menschenfeindlichen Moralvorstellungen der Salafisten lassen sich nicht aus dem Koran begründen. (Genauso wie die rigide und menschenfeindliche Morallehre der katholischen Kirche und der Evangelikalen sich nicht aus dem Evangelium herleitet.) 

h+

3

13.4.16

In Templin (Brandenburg) hat die Kirche des fliegenden Spagettimonsters zunächst beim Streit vor Gericht verloren. Es ging darum, ob sie gleichberechtigt mit den anderen Konfessionen auf einem Werbeschild am Ortseingang zum jeweiligen Hokuspokus einladen darf. Die Pastafaris wollen aber weiterstreiten, bis zum Verfassungsgericht.

N24

2

 
  > Leider sind die folgenden Aufnahmen
durch den Festplattencrash am 24.5.16 verlorengegangen.<  
   
21.4.16

Muslime zahlen in Deutschland keine Kirchensteuer, die Gemeinden werden nicht vom deutschen Staat finanziert. Viele Moscheen bekommen aber Geld von den Regimes in der Türkei und Saudi-Arabien. Ein CSU-Abgeordneter schlägt nun vor, die muslimischen Gemeinden genauso über eine "Moscheesteuer" zu finanzieren.  - Wußte ich nicht. Hatte ich eigentlich für eine Selbstverständlichkeit gehalten. Richtiger Vorschlag, auch wenn er von einem CSU-Mann kommt.

h+

3

24.4.16

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit Irshad Manji. Die kanadische Muslima und Feministin möchte den Islam reformieren, in der Tradition eines liberalen, weltoffenen "Ijtihad". Spannend. U.a. hat sie herausgefunden, daß das mit den 72 Jungfrauen, die den "Märtyrern" im Paradies versprochen wurden, eine Falschübersetzung ist. Es handelte sich um 72 Rosinen.   ¤

C 7
28.4.16

Beitrag zu der Frage, ob "der Islam" nun zur Demokratie paßt oder nicht. Differenzierte Antwort: der liberale Islam, den 93 Prozent der Muslime leben: ja, selbstverständlich. Der fanatische, politische, islamistische Islam (Salafisten, Islambruderschaft): nein. Die Vertreter des ersteren werden von den Fanatikern genauso angegriffen wie von den selbsternannten "Beschützern des Abendlandes". (Wobei es allerdings auch einen linken, liberalen und "politischen" Islam gibt. So wie es bei den Christen neben den Piusbrüdern auch eine Befreiungstheologie gibt.) Erläuterungen von Mouhanad Khorchide (liberaler islamischer Theologe in Münster) und Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime). Sehenswerter Beitrag.  ¤

TT

4

29.4.16

 

 

Die CDU übernimmt wieder mal die Themen, die die AfD-Nazis setzen. Der Wichtigtuer Kauder verlangt eine "staatliche Kontrolle" der Moscheen. Alle Sender machen den Quatsch zum Hauptthema und bestätigen damit das Agenda-Setting der Nazis. (Demnächst diskutieren sie dann auch wieder über die "Endlösung der Judenfrage".)

Bei Tagesschau und "heute-journal" wird aber zum Glück sehr kritisch über den "populistischen und nebulösen" Vorschlag berichtet, und nebenbei ernsthaft über den Islam in Deutschland informiert. "Den Islam" gibt es nicht, einfache Antworten auch nicht. Es gibt konservative und rechtsextreme, aber auch liberale und linke Imame. Die allermeisten Muslime sind klar liberal eingestellt. Die AfD und ihr Epigone Kauder wissen von all dem nichts. Im "heute-journal" ein Gespräch mit der Staatsrechtlerin Prof. Christine Langenfeld (im Sachverständigenrat für Migration und Integration) über die Spannung zwischen Religionsfreiheit und den Ansprüchen der modernen Rechtsordnung. Sehr aufschlußreiche und kluge Einschätzungen. (Dabei hätte man allerdings auf die ungerechtfertigten Ausnahmen für die sog. "katholische" Kirche hinweisen müssen, in deren Einrichtungen das Grundgesetz nicht gilt.)

TS,hj

 

 

zus.14

 

 

4.5.16

 

"Hard Talk": Stephen Sackur spricht mit Raheel Raza, Mitbegründerin einer muslimischen Reformbewegung in Kanada. Sie vertritt einen spirituellen "Islam of Allah" im Gegensatz zum "Islam of Mullah", und fordert die Muslime zum Kampf gegen die politische Ideologie des "politischen Islam" auf, sowohl gegen den Wahabismus als auch gegen "Khomeinismus" und Muslimbruderschaft. "Ich bin in Pakistan aufgewachsen mit einem Islam, der mitfühlend, barmherzig und tolerant war, und ich habe gesehen, wie es durch die Politisierung bergab ging mit dem Islam." Stellenweise nähert sich Raza der Demagogie der muslimhassenden Rassisten an, so fordert sie ein staatliches Verbot des Niqab (Geschichtsschleier) und einen Stopp der Einwanderung aus islamischen Ländern. Besser finde ich ihr Engagement für die Gleichberechtigung von Frauen in den Moscheen, als Predigende wie als Zuhörende.  ¤

Leider gibt es von der BBC kein Video. Hier gibt es die Sendung aber als Audio. Und unten ein anderes Video, drei Jahre alt.

B

 

25

 

           
20.5.16

Beitrag über den Einfluß von konservativen Islamisten in vielen deutschen Moscheen, die direkt unter Kontrolle des türkischen Staates stehen. Gespräch darüber mit der Juristin und Feministin Seyran Ates, die sich die Gründung einer liberalen demokratischen Reformmoschee in Berlin wünscht, in der Frauen und Männer gleichberechtigt wären.

ktzt

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7.6.16

In Bremen hat die evangelische Landeskirche die Arkaden am Domkapitel vergittern lassen, damit Obdachlose dort nachts nicht mehr unterkommen können. Man habe sich über "Verunreinigungen" geärgert. 30.000 Euro haben die Perverschristen für die Abschottung gegen Menschen in Not ausgegeben. Immerhin unterstützt nicht die ganze Gemeinde die Maßnahme.

b&b

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5.7.16

Beitrag von Susana Santina über Verbindungen einiger Moscheegemeinden (speziell den von der Türkei finanzierten DITIB-Moscheen und den von den Saudis finanzierten wahabitischen Gemeinden) mit salafistischen Fanatikern. Diverse salafistische Hassprediger werden dort immer wieder als Prediger eingeladen.   ¤

frontal21

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15.7.16

"Is religion to blame for violence?" - Bei "UpFront" fragt Mehdi Hasan nach dem Zusammenhang zwischen Religion und Gewalt. Wenn so viele gewaltsame Konflikte sich anscheinend um religiöse Bekenntnisse drehen, wäre eine Welt ohne Religionen dann nicht friedlicher? Er spricht darüber zuerst mit der Christin Karen Armstrong (Autorin, u.a. von "Fields of Blood") und diskutiert dann mit den beiden Atheisten Lawrence Krauss (Physiker und Autor u.a. von "A Universe from Nothing") und Greg Epstein (humanistischer Seelsorger in Harvard). Sehr spannend, leider NNA)* Außerdem ein Reality Check: die Zahl der Gläubigen nimmt bei allen Konfessionen (außer den Buddhisten) weltweit nicht ab, sondern zu, und zwar wegen deren Zunahme in den Ländern Asiens (vor allem China), Afrikas und Lateinamerikas. ¤

A 25
           
21.7.16

Beitrag über Ludociv-Mohamed Zahed, den ersten offen schwul lebenden Imam in Europa. Er predigt in seiner Moschee in Paris auch für andere schwule Muslime. Er sagt, daß der Schwulenhass der Salafisten keine Grundlage im Koran hat. Und: "Terrorismus und Rassismus sind die Waffen der Schwachen, die den Kampf geistig und politisch verloren haben. Die sind schon tot. Wir sind es, die eine bessere Zukunft bauen."   ¤

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3

9.8.16

"The Israeli Dervish" - Film von Yelda Yanat über Miki Cohen, ein israelischer Lehrer, der im Norden Israels mit seiner Frau in einem Zelt auf einem Berg lebt. Nach einer langen spirituellen Suche hat er Mevlana Rumi entdeckt, den türkischen Mystiker und Begründer des Sufismus. Er übersetzt Rumis Gedichte ins hebräische und versammelt in Nazareth inzwischen Hunderte Israelis. Gläubige Juden, die Rumis Lehren und den Koran studieren, die uralten Sufi-Gesänge und Tänze üben und dabei auch von den muslimischen Nachbarn anerkannt werden. Cohen selber wurde sogar in den sehr abgeschlossenen Sufi-Orden von Konya aufgenommen.   ¤¤

A 44
           
21.8.16

Es gab in Deutschland und der Schweiz in letzter Zeit mehrfach Probleme damit, daß gläubige Muslime sich geweigert haben, (deutschen) Frauen die Hand zu schütteln (mit einem Roboterwesen wie Julia Klöckner würde sich wohl kein anständiger Mensch Körperkontakt wünschen ...) Der Bericht bei ttt besucht orthodoxe Juden in Israel, für die das ganz normal ist: eine Frau darf von niemandem außer ihrem Mann und den nächsten Verwandten berührt werden. Darin steckt weder Verachtung noch Benachteiligung der Frau, im Gegenteil zeigt man damit Respekt für die Selbstbestimmung der Frau und erleichtert die Beziehungen zwischen den Geschlechtern. Beitrag von Tilman Jens.

ttt

7

28.8.16

Beitrag über die Kritik an der Vollverschleierung von muslimischen Frauen mit Burka oder Niqab. Die Bedeckung des Gesichts hat etwas mit religiösem Fanatismus und mit einem mittelalterlichen Frauenbild zu tun. Es ist allerdings fraglich, ob es hilfreich ist, die Verschleierung gesetzlich zu verbieten. - Auffällig und ärgerlich, daß Moderatorin Evelyn Fischer, die Sprecherin des Beitrags und auch der Experte Ali Ertan Toprak alle nicht wissen, wie der Gesichtsschleier mit Sehschlitz richtig heißt, nämlich Niqab (sprich: Nikab). Sie erfinden dafür das neue Wort "Nijab" (vermutlich hatte Toprak sich einmal versprochen, und alle plappern es nach), das natürlich einlädt zur Verwechslung mit dem Hijab. Der Hijab ist aber das völlig harmlose Tuch zur Bedeckung der Haare, das auch sehr viele weltoffene und nicht islamistische Muslimas tragen. Daß sie dafür auch durchaus feministische Gründe haben, erläutert im Beitrag die Journalistin Khola Maryam Hübsch.

ttt

8

5.9.16

"Der Islamreport" - Film von Peter Gerhardt, Sebastian Kemnitzer und Ilyas Meç. Muslime und Islam in Deutschland in Zeiten des islamistischen Terrors. Mit durchaus vernünftigen, differenzierten Aussagen, u.a. von Peter Neumann und Necla Kelek. (NNA)*  ¤

ARD

43

20.9.16

Beim Friedenstreffen der Weltreligionen in Assisi stellen Vertreter von neun Religionsgemeinschaften fest: es gibt keinen Gott des Krieges.

BR 2
16.11.16

Ein Beitrag über Salafisten in der Schweiz. Und ein Beitrag über liberale und reformwillige Strömungen im Islam in Europa. (Sehr schön. Später hoffentlich mehr dazu.)  ¤

ktzt

8

12.12.16

Beitrag über Ansätze zu einer Reform bzw. Reformation des Islam. Die Aktivisten der Gruppe "12th MemoRise" aus dem Rheinland oder der Islamwissenschaftler Muhammad Murtaza wenden sich gegen die Pervertierung der friedlichen Botschaft des Islam durch die Salafisten und wollen zugleich diese Botschaft modernisieren. 

ktzt

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22.12.1

Beitrag über die muslimische Gruppe 12th MemoRise, die offensiv den Terror und die Hasspropaganda der Salafisten kritisiert und eine Reformation des Islam fordert. Unterdessen läßt die bayrische Regierung liberale Muslime nach Afghanistan abschieben, wo sie von den Taliban mit dem Tod bedroht werden.  ¤

Quer

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10.1.17

In einer Reihe zum "Lutherjahr" ein Beitrag über die Taufe. In Ostfriesland gibt es noch Mennoniten-Gemeinden. Die Mitglieder werden erst als Erwachsene getauft, als bewußtes Bekenntnis zum Glauben. Die Mennoniten, die selber sehr friedlich und liberal sind, wurden zur Reformationszeit blutig verfolgt und meistenorts ausgerottet ("Wiedertäufer"). Auch viele Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan lassen sich taufen.

ktzt

6

15.1.17

"Terror gegen Sufis" - Markus Spieker erinnert an den pakistanischen Sufi-Sänger Amjad Sabri und seine Ermordung durch salafistische Fanatiker im Juni 2016. Die Salafisten (Taliban und ISIS) bekämpfen die Sufis, die einst den Islam nach Pakistan brachten, als "Ketzer" und "Ungläubige". Der Bericht erinnert auch an andere Terroranschläge, u.a. den auf den Sufi-Schrein in Hub im November, bei dem mehr als 50 Gläubige starben. (Alle diese Anschläge und der Mord an Sabri waren in den deutschen TV-Nachrichten unerwähnt geblieben.)  ¤

WS 6
6.5.17

Papst Franz beschwert sich darüber, daß die USA ihre Riesenbombe als "Mutter aller Bomben" bezeichnen.

E

1
3.6.17

Bei "Karambolage" erklärt Serkal Kus die Bedeutung des Sonnenrituals bei den Kurden und Jeziden.  ¤

arte

3
16.6.17

In Berlin öffnet die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, die erste liberale Moschee. Frauen und Männer und unterschiedliche Konfessionen (Sunniten, Schiiten und Sufis) beten hier gemeinsam. Gegründet wurde das Projekt von der Juristin und Feministin Seyran Ateş; sie ist auch die erste Imamin.  ¤

hj,E

zus.4
23.6.17

Bei "aspekte" ein Gespräch mit der Imamin der liberalen Moschee in Berlin, Seyran Ateş. Seit der Eröffnung bekommt sie massive Drohungen und Beleidigungen von türkischen Faschisten und anderen reaktionären Männern. (Spannend. Leider NNA)*  ¤

aspekte

13
9.7.17

30 islamische Geistliche aus ganz Europa (darunter Hassen Chalghoumi) haben eine Friedensfahrt begonnen, bei der sie verschiedene Anschlagsorte besuchen und dort für einen friedlichen, toleranten Islam werben. Erste Station ist der Breitscheidplatz in Berlin.

E

1

           
11.7.17

Auf ihrer Friedenstour durch Europa haben die 20 Imame in Paris Station gemacht und gemeinsam mit Rabbinern vor dem Bataclan und dem im Januar '15 überfallenen koscheren Supermarkt der Terroropfer gedacht.

nam

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16.7.17

Die 30 Imame vom "Marsch der Muslime gegen den Terrorismus" sind in Brüssel angekommen, nach Stationen in Berlin, Paris, Toulouse und St.Etienne. An den Orten des Terrors gedenken sie der Opfer und werben für einen aufgeklärten, friedlichen Islam.

Das gleiche Ziel haben auch die Aktivisten von "12th MemoRise", junge Muslime in Deutschland, die mit phantasievollen und provokativen Aktionen für mediales Interesse sorgen. Z.B. mit dem Nachspielen von ISIS-Hinrichtungen als Protest gegen den salafistischen Irrsinn. Oder bei dem Versuch, mit den Muslimhassern von Pegida ins Gespräch zu kommen. Mehr darüber am Mittwoch im "Ersten" in der Doku "Glaubenskrieger" von Till Schauder.   ¤

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ttt

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19.7.17

"Glaubenskrieger"  (Hassan gegen den Rest der Welt) - Dokumentarfilm von Till Schauder über Hassan Geuad und die Gruppe "12thMemoRise", die sich mit kreativen Aktionen gegen die Vereinnahmung des Islam durch den Salafismus wehrt. (Brillant z.B. die Aktion, bei der Merkel erklärt, warum man den Terroristen in Syrien Waffen liefert, und dann den Kopf eines Enthaupteten hochhebt und ruft: "Wir schaffen das!"  ¤¤

ARD

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10.8.17

Richard Dawkins erregt mit einer Aussage über den Islam Ärger. Bei CNN erklärt er den Zusammenhang: er habe immer gesagt, daß alle Religionen böse sind, aber nicht alle Religionen seien gleichermaßen böse. Wenn man den Einfluß der Religionen auf die Welt heute sieht, ist offensichtlich, daß heute der Islam die böseste ("most evil religion") ist. Das heißt natürlich nicht, daß alle Muslime böse sind, im Gegenteil, die meisten Muslime leiden mehr unter dem Islam (bzw. dessen rigiden Strömungen) als sonst irgendjemand. - Außerdem kritisiert er die Wissenschaftsfeindlichkeit der US-Regierung und die Ablehnung des Fakts der Evolution.

C 7
       

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