Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Flüchtende, Mauern, Grenzen, Zäune #4                                                                            (letzter Eintrag 8.10.19)

"Der Erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen »Dies gehört mir« und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wieviel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: »Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört«."  

 Jean-Jacques Rousseau, Discours

  

    Flüchtende, Mauern, Grenzen, Zäune #1  (bis 31.12.14)

    Flüchtende, Mauern, Grenzen, Zäune #2  (bis 14.9.15)

  Flüchtende, Mauern, Grenzen, Zäune #3  (bis Ende '18)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
6.1.19

Das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" hat vor zwei Wochen 49 Flüchtlinge vor Libyen aus dem Meer gerettet und fährt seitdem mit ihnen herum, weil kein Hafen sie anlegen läßt und die EU sich streitet, wer die Menschen aufnehmen soll.

arj

2

9.1.19

Die EU hat endlich eine Lösung für die 49 Flüchtlinge auf dem Rettungsschiff "Sea-Watch 3" gefunden. Sie dürfen auf Malta an Land gehen und werden dann mit 130 weiteren Flüchtlingen von anderen Rettungsschiffen auf acht EU-Länder verteilt.

ht,h+,E

zus.6
16.1.19

Erneut hat sich eine "Karawane" von einigen hundert Migranten aus Honduras auf den Weg durch Guatemala und Mexiko Richtung USA gemacht. Manuel Rapalo begleitet sie in San Pedro Sula ein Stück.

A

2

           
16.1.19

Beitrag über das Buch "Abschottung - Die neue Macht der Mauern" von Tim Marshall. Inzwischen haben sich 63 Staaten durch Grenzbefestigungen von ihren Nachbarn abgeschottet, vier mal so viele wie 1990. Die Ursache sieht Marshall in der "Natur des Menschen". Die Idee einer Welt ohne Grenzen nennt er lächerlich und meint, das würde direkt in den Faschismus führen. (Dabei ist es natürlich umgekehrt. Die weltweite Faschisierung des Kapitalismus bringt eine Ausbreitung des irrwitzigen Konzepts der "Grenze" mit sich. Eine Welt ohne Eigentum braucht auch keine Grenzmauern.)

ktzt

7

20.1.19

Vor der Küste Libyens sind erneut mehrere Flüchtlingsboote gesunken und zusammen etwa 170 Menschen ertrunken. Die von Italien für allein zuständig erklärte libysche "Küstenwache" hat keine Hilfe geleistet.

TS,E

zus.1
           
6.2.1

In England hat ein Gericht die "Stansted-15" freigesprochen. Die 15 Aktivisten hatten sich auf dem Flughafen an ein Flugzeug gekettet, um einen Abschiebungsflug zu verhindern. Ihnen drohten deshalb bis zu lebenslange Haftstrafen wegen "Terrorismus". Die meisten "Passagiere" des Fluges haben inzwischen Asyl bekommen. Bericht von Laurence Lee.

A 3
           
4.3.19

In Algerien werden afrikanische Flüchtlinge, die nach Europa wollten, an die Grenze von Niger deportiert und müssen dann zufuß 15 km durch die Sahara bis zur nächsten Ortschaft laufen, ohne Wasser. Ihren Besitz (Geld, Wertsachen, Handys) haben die algerischen Polizisten ihnen gestohlen. Nicole Macheroux-Denault berichtet aus dem Grenzort Assamakka.

R

2

28.3.19

Vor der libyschen Küste hat ein Frachter 100 Flüchtlinge aus dem Meer gerettet. Als der Kapitän die Leute zurück nach Libyen bringen will, übernehmen diese selber das Schiff und fahren nach Malta. Italiens faschistischer Innenminister spricht von "Piraterie". Daniel Hechler stellt fest: wären sie nach Libyen zurückgekehrt, hätte sie dort das Grauen erwartet. Durch Italiens Abschottung und das Verbot von Rettungsschiffen hat sich die Zahl der im Mittelmeer Ertrunkenen verdreifacht, praktisch unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Guter Kommentar dazu von Natalie Amiri.   ¤

TT

8

               
5.4.19

Das Rettungsschiff "Alan Kurdi" hat im Mittelmeer 64 Bootsflüchtlinge gerettet. Italiens faschistischer Innenminister Salvini verbietet dem Schiff das Anlegen in Italien. Deutschland ist zur Aufnahme eines Teils der Flüchtlinge bereit.

TS,E,n

zus.4
13.4.19

Nach einer Woche Irrfahrt im Mittelmeer dürfen die 62 Bootsflüchtlinge an Bord des Rettungsschiffs "Alan Kurdi" in Malta an Land gehen. Sie sollen von Deutschland, Frankreich und Portugal aufgenommen werden.

TS

2

15.4.19

Wegen der Kämpfe in Tripoli kehren hunderte afrikanische Flüchtlinge aus Libyen zurück nach Niger. Ahmed Idris berichtet aus Agadez.

A

3
           
25.4.19

Ein Bericht über tausende Migranten aus Eritrea und Äthiopien, die eigentlich in die Golfemirate wollten, nun aber in Aden im Kriegsland Jemen gestrandet sind, wo sie in einem Lager wie Gefangene gehalten werden.

JA

2

26.4.19

Orla Guerin berichtet aus Tripoli über die verzweifelte Lage der afrikanischen Migranten in den libyschen Internierungslagern, wo sie jetzt zwischen die Fronten des Krieges mit der Haftar-Armee geraten sind.

B

3

10.5.19

Vor der tunesischen Küste ist ein Boot mit Flüchtlingen gesunken. Mindestens 65 Menschen sind ertrunken, 16 wurden von Fischern gerettet. - Auf Lampedusa hat die italienische Polizei ein Rettungsschiff beschlagnahmt, das zuvor 30 Menschen aus dem Meer gerettet hatte.

A,B,E zus.4
11.5.19

Die faschistische Regierung in Italien beschuldigt die Seenotretter, die gestern auf Lampedusa verhaftet wurden, der "Schlepperei". In Deutschland diskutieren die Parteien, ob man Ertrinkende retten soll.

TS

2
           
12.5.19

Ein Bericht über die Überlebenden des Bootsunglücks vor Tunesien. Die meisten der etwa 80 Insassen stammen aus Bangladesh. Sie wurden von Schleusern in ein völlig überfülltes Schlauchboot gesetzt. Nur 16 haben überlebt und sitzen nun in einem Internierungslager in Tunesien.

A

24.5.19

Beim "Auslandsreport" von ntv berichtet Stephan Richter von der griechischen Insel Samos über die katastrophalen Zustände in den Flüchtlingslagern.

n-AR

 

31.5.19

Trump hat Strafzölle gegen Mexiko verhängt um das Land dafür zu bestrafen, daß es nicht gegen "illegale Migranten" vorgehe. Auslöser war offenbar ein Video, das angeblich zeigt, wie etwa 1000 Menschen die US-Grenzanlagen überqueren. Al Jazeera und Euronews berichten auch über das Elend der Migranten, die sich oft vergeblich auf den Weg in die USA machen, oder dort in völlig überfüllten Internierungslagern landen.

A,E

zus.6
                  
5.6.19

Eine Gruppe von Menschenrechtsanwälten verklagt die EU vor dem ICC in Den Haag wegen Menschheitsverbrechen, und zwar wegen ihrer Flüchtlingspolitik, die verantwortlich ist für den Tod von mindestens 12.000 Menschen im Mittelmeer und für die Internierung von Tausenden Flüchtlingen in libyschen Folterlagern. Infos dazu bisher nur bei RT, und Erläuterungen der beiden Anwälte Juan Branco und Omer Shatz. - Bericht der jW darüber.

RT

3

           
13.6.19

Ein Ausschnitt aus der Reportage "Escaping Libya" von Anelise Borges, über die Lager für afrikanische Flüchtlinge in Tripoli.  (NNA)*   ¤¤

E

16
           
19.6.19

Nach Angaben des UNHCR waren Ende 2018 weltweit mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht, so viele wie nie zuvor. Von denen, die außerhalb ihres Landes Schutz suchen, stammen die meisten aus Syrien, Afghanistan und Südsudan.

arj,TS,E zus.6
26.6.19

Dieses Jahr sind bereits mindestens 170 Menschen bei dem Versuch die Grenze zwischen Mexiko und den USA zu überwinden gestorben. Das Foto eines Mannes und seiner Tochter, die im Grenzfluß Rio Grande ertrunken sind, bewegt weltweit die Menschen. Berichte bei praktisch allen Sendern, über das Schicksal dieser Familie aus El Salvador, über die grausame Grenze und über die Diskussion in den USA über Migration. Sogar Donald Trump äußert sein Erschrecken über das Foto, macht aber die Demokraten für die Lage verantwortlich.

A,C,Sky,TT,E zus.16
           
26.6.19

"Niger - Europe Migration" - Film von Juliana Ruhfus, Marco Salustro und Victoria Baux. Auf Druck der EU hat die Regierung von Niger die wichtigste Fluchtroute für Migranten aus Westafrika geschlossen. Früher sind drei Viertel der Boatpeople im Mittelmeer zuvor von Agadez aus durch die Sahara gefahren. Vor zwei Jahren wurde  der Transit illegalisiert, hunderte Transportautos wurden beschlagnahmt. Jetzt muß man die Reise im Verborgenen machen. Der Film zeigt, welche Folgen das für die Migranten und für Nigers Wirtschaft hat.  (P+P) ¤

A 26
           
28.6.19

Italiens Regierung weigert sich, das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" mit 40 geretteten Bootsflüchtlingen anlegen zu lassen. Salvini droht, die Kapitänin zu verhaften und das Schiff zu beschlagnahmen.

A,TS,h+ zus.8
           
28.6.19

Die algerischen Behörden schieben jeden Monat etwa 1200 Menschen aus Schwarzafrika nach Niger ab. Die Menschen werden einfach in der Nähe der Grenze, mitten in der Wüste, ausgesetzt. Nicole Macheroux-Denault trifft beim Grenzort Assamakka eine Gruppe von 20 Leuten aus Kamerun, die stundenlang ohne Wasser unterwegs waren. Ihr Eigentum (Geld, Kleidung, Handys) hat man ihnen vorher gestohlen. 

n-AR 6
29.6.19

Die italienischen Behörden haben die Kapitänin des Rettungsschiffs "Sea-Watch 3" nach dem Anlegen auf Lampedusa verhaftet. Carola Rackete soll wegen "Widerstand gegen ein Militärschiff" angeklagt werden, außerdem wegen "Förderung der illegalen Einreise". Das Schnellboot hatte versucht, die "Sea-Watch" am Anlegen zu hindern. Salvini behauptet, Rackete habe das Boot absichtlich gerammt, und das sei ein "Akt des Krieges" gewesen. Die 40 geretteten Flüchtlinge sollen von anderen EU-Ländern aufgenommen werden. - Diverse gute Berichte. Bei Euronews außerdem ein Gespräch mit einem der Geretteten an Bord, Khadim Diop aus Senegal, über die Zustände an Bord, die mutige Kapitänin, Italiens Innenminister und die Sklavenlager in Libyen.  ¤

A,arj,TS,hj,E zus.15
                 
4.7.19

Vor der Küste Tunesiens ist ein Flüchtlingsboot gesunken, mehr als 80 Menschen sind ertrunken, nur vier wurden gerettet. Bei AJE berichtet Sara Khairat aus dem Krankenhaus in Zarzis und spricht mit einem Überlebenden eines anderen Bootsunglücks. (Kurzmeldungen bei einigen Sendern, u.a. auch in der Tagesschau.)

A 3
           
4.7.19

Sehr arme Menschen aus sehr rohstoffreichen Ländern machen sich auf den Weg nach Europa. Wenn sie Warlords, die Reise durch die Sahara, libysche Folterlager und die Todesfahrt übers Mittelmeer überstanden haben, werden sie vom italienischen Innenminister für seine faschistischen Pläne benutzt. Beklemmender Beitrag von Christoph Süß.  ¤

Quer 4
           
5.7.19

Die Kapitänin Carola Rackete ist von der italienischen Justiz wieder freigelassen worden und wartet nun in Palermo auf ein mögliches Gerichtsverfahren. Gespräch mit ihr über die Rettungsaktion und die Entscheidung, die Geretteten nach Italien zu bringen, trotz des illegalen Verbots seitens der italienischen Behörden. Rackete will Italiens faschistischen Innenminister wegen Beleidigung verklagen. Von Nazis erhält sie Morddrohungen. 

TT 6
           
6.7.19

Bericht von Kristina Kayatz über die Seenotrettung von Geflüchteten aus dem Mittelmeer und die Probleme der Retter dabei, die Menschen anschließend an Land zu bringen. Nach der "Sea Watch 3" jetzt die "Alex" und die "Alan Kurdi", die auch nicht in Italien anlegen dürfen, obwohl andere Länder bereit sind, die Menschen aufzunehmen. Italiens Innenminister beschimpft die Retter als "Schakale".

hj 3
7.7.19

Die "Alan Kurdi" hat nun auf Malta anlegen und die 65 geretteten Bootsflüchtlinge an Land bringen dürfen. Auf Lampedusa hatte dies die italienische Regierung verboten. Dort hat aber die "Alex" angelegt, ein Segelboot, das mit 41 Geretteten völlig überfüllt war. Auch dieses Schiff wurde beschlagnahmt, gegen den Kapitän wird wegen "Beihilfe zur illegalen Einwanderung" ermittelt.

A,R,E zus.9
                 
18.7.19

In Helsinki verhandeln die EU-Innenminister über die "Verteilung" der ankommenden Bootsflüchtlinge. Seit Jahresbeginn sind mindestens 682 Menschen auf dem Weg von Libyen nach Italien ertrunken. Ein Bericht von der Konferenz und ein Bericht von Uli Gack aus Libyen über die trostlose Lage der Menschen in den Lagern in Libyen. Etwa eine Million Menschen aus Afrika warten dort auf eine Chance, nach Europa zu gelangen.

hj 7
22.7.19

Auf Druck der Trump-Regierung hält Mexiko Migranten aus Mittelamerika von der Reise in die USA ab und hat Zigtausende in Lager gesperrt. Britta Jäger berichtet aus Mexiko und aus Guatemala darüber, wovor die Leute flüchten: Armut, Korruption, Bandenkriminalität. Wegen des niedrigen Kaffeepreises können viele Bauern nicht mehr von ihrer Arbeit leben und verlassen das Land.

hj 4
25.7.19

Vor der libyschen Küste ist ein Flüchtlingsboot mit ca. 150 Menschen gesunken. Vermutlich sind alle ertrunken. Ein weiteres Boot mit 140 Menschen wurde von der "Küstenwache" zurückgeschleppt.

A,Sky,ht,h+,E zus.6
26.7.19

Die 135 "geretteten" Flüchtlinge sind in Libyen in das Folterlager Tajoura gebracht worden. Wie viele Menschen beim Untergang von zwei Booten umgekommen sind, ist weiter unklar, mindestens 115. Diverse Berichte.

arj,TS,hj,TT zus.9
30.7.19

Ein Schiff der italienischen Küstenwache hat im Mittelmeer 130 Schiffbrüchige gerettet. Nun verbieten die italienischen Behörden auf Sizilien, daß die Menschen dort an Land gehen. Nur 16 Kinder durften das Schiff verlassen.

E 1
           
1.8.19

Die "Alan Kurdi" hat 40 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet und sucht nun einen Hafen, um sie an Land zu bringen.

In Bosnien leben 800 Geflüchtete auf einer Müllkippe.

In Tunesien sammelt ein Mann die Habseligkeiten der im Meer ertrunkenen Flüchtlinge vom Strand ein. Die Fundstücke kommen in Zarzis in ein kleines Museum. Wenn man Leichen findet, werden sie auf einem "Friedhof der Unbekannten" bestattet. Bericht von Natalia Bachmayer.  ¤

E

E

TT

1

3

4

           
2.8.19

Im Mittelmeer sind zwei Rettungsschiffe auf der Suche nach einem sicheren Hafen für gerettete Flüchtlinge.

Jugendliche afrikanische Flüchtlinge in Madrid erzählen von ihrem Weg durch die Hölle der libyschen Folterlager.

E

E

1

3

                 
3.8.19

Im Mittelmeer sind zwei Rettungsschiffe weiter auf der Suche nach einem Hafen, wo sie zusammen 160 Flüchtlinge an Land bringen können.

E

1

5.8.19

(Nachgetragen) Ein Bericht aus der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juarez. Täglich werden hunderte aus den USA zurückgeschickte Flüchtlinge in völlig überfüllte Notunterkünfte gebracht, wo sie dann auf den Ausgang ihres Asylverfahrens in den USA warten. Flüchtlinge erzählen von entwürdigender Behandlung durch US-Grenzbeamte. In den lagern in Mexiko grassieren Krankheiten. Einige Geflüchtete geben auf und lassen sich in ihre Herkunftsländer abschieben, auch wenn ihnen dort der Tod droht.  ¤

TT zus.4
           
5.8.19

Beim "Schutz der EU-Außengrenzen" verletzen die Beamten der "Grenzschutzagentur" Frontex teilweise massiv die Menschenrechte von Flüchtenden. Die Leute werden mißhandelt, mit Hunden gehetzt und gewaltsam (und natürlich ohne Asylantrag) wieder aus der EU hinausbefördert. Eine Recherche von ARD, Guardian und Correctiv. Die Frontex dementiert. Berichte erstmal nur bei arte und Euronews. (Dienstag mehr bei "Report München".)

arj,E zus.4
           
6.8.19

Bei "Report München" ein Beitrag über die Menschenrechtsverletzungen durch Beamte der "Grenzschutzagentur" Frontex gegenüber Flüchtenden. 

ARD 8
7.8.19

Das Rettungsschiff "Open Arms" mit 121 Geflüchteten an Bord liegt seit Tagen vor Lampedusa und darf nicht anlegen. Allmählich gehen die Lebensmittelvorräte zu Ende.

E

2

           
8.8.19

"Zurück in den Knast: Wie Europa türkische Regimegegner an die Türkei ausliefert" - Wer aus der Türkei vor politischer Verfolgung nach Griechenland flieht, wird dort von Polizisten oder "Grenzschützern" festgenommen und den türkischen Behörden übergeben. In der Türkei landen die Asylsuchenden dann wieder im Gefängnis. Es gibt Dutzende solcher Fälle von illegalen Abschiebungen ("Push Back"), häufig mit übelsten körperlichen Mißhandlungen der Geflüchteten durch die griechischen Beamten. Die EU-Beamten der Frontex müßten eigentlich dagegen einschreiten, stellen sich aber blind. "Europa verstößt hier nicht nur gegen seine Werte, sondern auch gegen seine eigenen Gesetze."  ¤

Monitor

10

13.8.19

Das Rettungsschiff "Open Arms" irrt seit 12 Tagen mit 150 aus dem Meer geretteten Flüchtlingen im Mittelmeer umher und darf nirgendwo anlegen. Ebenso ergeht es jetzt der "Ocean Viking", die vorgestern mehr als 300 Menschen gerettet hat. Bei AJE Infos von Jay Bergen (MSF) an Bord der "Ocean Viking". 

A,E

zus.4
15.8.19

Bericht über die "Open Arms", die mit 150 geretteten Flüchtlingen an Bord seit zwei Wochen nach einem Hafen sucht.

TS

2

           
18.8.19

Das Rettungsschiff "Open Arms" mit noch 107 Flüchtlingen liegt weiter vor Lampedusa und darf nicht anlegen. Die spanische Regierung hat angeboten, das Schiff bzw. die Leute aufzunehmen. Die Helfer lehnen das Angebot ab, weil eine Fahrt nach Spanien angesichts der Notlage der Menschen an Bord viel zu lang wäre. Einige der Geflüchteten springen aus Verzweiflung über Bord und wollen nach Lampedusa schwimmen, werden dann aber wieder aufs Schiff geholt.  ¤

Die türkische Küstenwache hat über 300 Flüchtlinge festgenommen, die versucht hatten, mit Booten von der Türkei auf die Insel Lesbos zu gelangen.

A,R,arj,TS,E

 

E

zus.8

 

1

           
20.8.19

Ein Gericht in Sizilien hat entschieden, daß die "Open Arms" in den Hafen von Agrigento einlaufen darf. 

A,E

zus.2
20.8.19

Bei "Insiders" eine Reportage über Flüchtlinge, die in Bosnien gestrandet sind. Gespräch mit dem Migrationsexperten Gerald Knaus.

E 23
21.8.19

Die verbliebenen 83 Flüchtlinge auf der "Open Arms" sind nun doch auf Lampedusa an Land gegangen, nachdem ein Richter dies genehmigt hatte. Das Rettungsschiff wurde allerdings von den Behörden beschlagnahmt.

A,TS,E

zus.6
23.8.19

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" mit 356 geretteten Flüchtlingen darf nach zwei Wochen endlich in Malta anlegen, nachdem sich sechs EU-Länder bereiterklärt haben, die Menschen aufzunehmen.

arj,E zus.3
27.8.19

Meldungen: beim Untergang eines Bootes vor der libyschen Küste sind mindestens 40 Flüchtlinge ertrunken.

A,E zus.2
30.8.19

In Ceuta haben etwa 500 afrikanische Flüchtlinge den Grenzzaun gestürmt. 155 ist es gelungen, den Zaun zu überwinden und so nach Ceuta und damit in die EU zu gelangen.

E 1
           
31.8.19

Aus der Türkei sind wieder an einem Tag 800 Flüchtlinge mit Schlauchbooten nach Griechenland gelangt, die meisten auf die Insel Lesbos. Die meisten kommen aus Syrien und sind vor der Offensive der Armee in Idlib geflüchtet. Griechenlands neue rechte Regierung will die Grenzüberwachung verschärfen, Asylverfahren beschleunigen und Abschiebungen erleichtern.

TS,E zus.3
2.9.19

Nach der Ankunft von weiteren hunderten Flüchtlingen auf Lesbos ist das Lager Moria völlig überfüllt. Einige hundert Leute sollen nun aufs Festland gebracht werden.

E

2
           
5.9.19

Die Pariser Rechtsanwälte Juan Branco und Omer Shatz haben beim ICC eine Klage gegen Macron, Merkel, Junker und andere EU-Politiker wegen Menschheitsverbrechen eingereicht, weil die Politiker vorsätzlich und bewußt etwa 40.000 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken lassen haben, um so andere Menschen von der Flucht abzuschrecken. Unklar, ob der ICC die Klage annimmt. Bisher wurden dort nur Afrikaner angeklagt.   ¤

Falls der Link zur desolaten 3sat-Seite nicht geht: im "Freitag" war auch ein guter Bericht darüber.

ktzt

7

6.9.19

Weil wieder viele Flüchtlinge aus Syrien in die Türkei kommen, droht Erdogan der EU damit, die Grenzen zu öffnen und die Leute weiter nach Europa zu schicken. Er fordert mehr Geld.

TS

2

           
6.9.19

"BBC HardTalk": Stephen Sackur spricht mit Kapitänin Carola Rackete. (Leider NNA)*  ¤

B

24

11.9.19

Wie von Erdogan angedroht läßt die Türkei zu, daß wieder mehr Flüchtlinge nach Griechenland übersetzen. Täglich kommen wieder hunderte Menschen mit Schlauchbooten auf die Ägäis-Inseln, im August zusammen 8000. Die Lager auf Lesbos sind wieder völlig überfüllt. Kürzlich wurden 1400 Flüchtlinge per Schiff von Lesbos aufs Festland gebracht.

TS,hj

zus.7

11.9.19

Etwa 3500 Menschen aus Westafrika, die meisten aus Kamerun, sind über den Atlantik gefahren und nun auf dem Weg durch den Dschungel in Kolumbien, um irgendwie nach Panama und weiter bis in die USA zu gelangen. Catherine Byaruhanga hat sie ein Stück auf dem Weg begleitet.

B

4
14.9.19

Nach dem Regierungswechsel in Italien werden wieder Flüchtlinge ins Land gelassen. Allerdings erwartet die Regierung weiterhin, daß sie dann von anderen EU-Ländern aufgenommen werden. Deutschlands Innenminister hat (überraschend) angeboten, ein Viertel der Ankommenden aufzunehmen. Das Rettungsschiff "Ocean Viking" durfte auf Lampedusa anlegen und hat dort 82 gerettete Bootsflüchtlinge an Land gebracht.

A,TS,E

zus.
21.9.19

In Tripolis haben sich Flüchtlinge aus dem Sudan geweigert, in eines der Migrantenlager gebracht zu werden. Daraufhin wurden sie beschossen, einer der Sudanesen wurde getötet. Eine Sprecherin der EU verurteilt die Schüsse.

E 1
           
27.9.19

Ruanda hat sich bereit erklärt, etwa 500 in Libyen gestrandete Flüchtlinge aufzunehmen. Die erste Gruppe von 66 Leuten aus Somalia, Eritrea und Sudan ist nun in Kigali eingetroffen. Bei BBC-FoA Erläuterungen von Prudent Nsengiyumva (BBC Great Lakes). 

A,B zus.4
30.9.19

Im völlig überfüllten Flüchtlingslager "Moria" auf der griechischen Insel Lesbos ist es nach einem Feuer zu Unruhen gekommen. Bei dem Brand war mindestens eine Frau ums Leben gekommen. Polizisten gehen mit Tränengas gegen steinewerfende Flüchtlinge vor. Einige hatten versucht, Leute aus einem Gefängnis zu befreien.

arj,TS,E

zus.
                 
6.10.19

Mehrere tausend Flüchtlinge aus Westafrika sind nach ihrer Reise über den Atlantik, durch Kolumbien und Mittelamerika im Süden Mexikos angekommen. Dort sitzen sie nun im Ort Tapachula fest, weil Mexikos Regierung sie auf Druck Trumps nicht in Richtung USA weiterreisen läßt. John Holman berichtet ausTapachula.   ¤

A

3

           
7.10.19

Noch ein Bericht von John Holman aus Tapachula in Mexiko, wo über 1000 Flüchtlinge aus Westafrika festsitzen, die eigentlich in die USA wollten.

A

3

8.10.19

Timm Kröger berichtet aus Guinea über perspektivlose junge Leute, die nach Europa wollen um dort Geld zu verdienen.

hj

4

       

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