Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Afrika : Kenia        (letzter Eintrag 12.8.17)

Datum Beitrag Sender  (Schlüssel) Länge (Min.)
13.10.07

Leben im Frauenknast 

IA  
18.10.07

Die Kabarettgruppe "Redykyulass" und ihre witzigen Aktionen gg. Korruption (People&Power)

A 22
22.10.07

Neuwahlen im Dezember, M.Adow über die pol. Lage 

A  
6.11.07

Menschenrechtler beschuldigen Polizei, 500 Kriminelle (Mungiki-Sekte) ermordet zu haben

B,JA

zus.5

15.11.07

Wahlkampf : Kandidaten, Kundgebungen, Korruption.

B

3

7.12.07   

Weibliche Kandidaten zur Parlamentswahl werden bedroht, angegriffen, ermordet

A

3

14.12.07

Everywoman : Weibliche Parlamentskandidaten werden bedroht. Reportage und Gespräch mit Margaret Hutchinson (Women in Democrazy) und Linet Miriti (Unifem)

A

12

18.12.07

Verbrannte Erde, verbrannte Dörfer bei ethnischen Kämpfen am Mont Elgon

JA

2

21.12.07

 

 

"Divided Land - Gründlicher Hintergrund zu den sozialen,  "ethnischen" und politischen Konflikten. 

Auch wenn ich den Film eben nur kurz überblickt habe : ein sehr wichtiger Bericht über die politische Lage in Kenia, über Gründe und Hintergründe der zunehmenden Gewalt, über die anstehenden Neuwahlen, den Wahlkampf, die Mungiki-Sekte, usw. Unbedingt sehenswert. (NNA)*

A

 

47

 

22.12.07

Tausende durch ethnische Gewalt vertrieben

JA

2

23.12.07

Yvonne Ndege berichtet aus dem Rift Valley über ethnische Vertreibungen, verbrannte Dörfer, Flüchtlinge, politische Ursachen.

A

3

24.12.07

Bilanz des Wahlkampfs, viel Enttäuschung über Kibakis Regierung. Muslime unterstützen Odinga.

A,B

zus.8

25.12.07

Angespannte Stimmung vor den Wahlen. Viele werden nach Ethnien abstimmen (A). Karikaturisten über die Kandidaten (TV5).

E,A,B,C,JA

zus.13

26.12.07

Vor den Wahlen nochmal Stimmungsbilder, mehrere Tote im Wahlkampf. Warnungen vor Gewalt nach der Wahl (Lambsdorff prophetisch!)

A,E

zus.9

27.12.07

Korrespondentenberichte von den Wahlen. Ruhiger Verlauf, etwas Chaos, offener Ausgang. Odinga führt in Umfragen.

A,B,ht,ari,TS,JA

zus.12

28.12.07

Vereinzelte Unruhen weil Auszählung sich hinzieht, Vorwürfe der Wahlfälschung.

A,B,E,JA

zus.12

29.12.07

Heftige Unruhen, Opposition vermutet Wahlbetrug, weil Wahlergebnisse sich verzögern.

ht,ari,TS,E

A,B,C,JA,NC

zus.17
30.12.07

Kibaki wird zum Wahlsieger erklärt. Nach langer Verzögerung und offenbar nach Wahlbetrug. Daraufhin heftige Proteste und Unruhen, ethnische Kämpfe, mindestens 15 Tote. Mehr lesen bei der BBC:

ht,ari,TS,E

A,B,JA,NC

zus.19

31.12.07

Das Land versinkt nach der gefälschten Wahl im Chaos. Ethnische Gewalt in allen Landesteilen, mindestens 120 Tote, vielleicht Hunderte. Korrespondentenberichte und Bilder von Straßenkämpfen, Plünderungen, Leichen. Zeugenaussagen über Greueltaten. William Ruto (Orange Movement) ruft zur Ruhe auf (A). - Mehr lesen bei AlJazeera und BBC.

ht,ari,TS,E zus.8
A,B,C,T,NC zus.28
1.1.08

 

  "Angst vor einem Gespenst namens Ruanda" (arte- Bericht)

Bürgerkrieg. Machtkampf führt zu Stammeskrieg Luo gegen Kikuju. Zehntausende fliehen vor ethnischer Gewalt. Bei einem Pogrom  in Eldoret sterben mindestens 30 Menschen in einer brennenden Kirche. Luftbilder von brennenden Dörfern. Korrespondentenberichte und Bilder der Gewalt. Stellungnahmen von Regierung, Opposition, Wahlbeobachtern. Experten: Cameron Duodu (B), Vincent Magombe (A). 

mehr lesen : Al Jazeera , BBC, Spiegel

ht,ari,TS,TT,E zus.11
A,B,C,NC zus.33
2.1.08

 

 

Gespannte Ruhe. Regierungslager und Opposition werfen sich gegenseitig "Völkermord" vor. Immer wieder die Frage, ob hier ein "neues Ruanda" drohe. Zahl der Toten wird jetzt auf über 250 geschätzt. Verstörte Touristen reisen ab. Mehr Augenzeugenberichte von den ethnischen Kämpfen. Karen Allen (BBC) und Haru Mutassa (AlJazeera) berichten aus den Trümmern der Kirche in Eldoret und sprechen mit Überlebenden des Massakers. Experten: Maina Kiai (kenianische Menschenrechtskommission/B), Alexander Lambsdorff (Wahlbeobachter/hj), Antoine Glaser (Experte/ari)

zum Lesen empfohlen : unbedingt die taz, die Kenia heute (Do.) zum Titel- und Tagesthema macht. Vor allem den Hintergrundartikel von Dominic Johnson.

R,ht,ari,TS,hj,E zus.27
A,B,C,JA,NC zus.39
3.1.08

 

 

 

n-tv und sat1 zeigen einen Mann, der mit Macheten totgeschlagen wird. Im ARD-extra zeigt Birgit Virnich kenianische Bürger, die sich um Frieden und Verständigung bemühen und über den Tribalismus entsetzt sind. arte-info zeigt die (gespaltenen) Reaktionen von Kenianern in Deutschland.  

Die anderen Sender berichten über die Zerschlagung der Großkundgebung der Opposition, über den Streit um das Wahlergebnis und die Schuld an den Unruhen, über internationale Vermittler (Tutu u.a.), über Flüchtlinge, Zerstörungen, Gewalt, brennende Kirchen. Und über das Ende vom Traumurlaub.

AlJazeera- Chefreporter Andrew Simmons führt ein sehr hartes Interview mit Amos Kimunya (Finanzminister), der sich hart und stur dagegen wehrt, mit der Opposition zu reden, die er pauschal als Terroristen bezeichnet. Olara Otunno (Ex-Außenminister Uganda) gibt bei der BBC vernünftige Hinweise für eine Lösung der Krise. Macharia Gakuru (kenianischer Journalist) sagt, es sind politische Probleme, es geht nicht um Tribalismus (A).   Im TT- Kommentar sieht Tina Hassel  die "Geberländer gefordert".

ntv,S,E,ht,

ari,TS,TT

zus.29
ARD-extra 13
A,B,C,JA,NC zus.36
4.1.08

 

Tutu spricht mit Kibaki, der lehnt Neuwahl ab. Muslime demonstrieren in Mombasa. Lage wieder etwas beruhigt, schlimme Versorgungslage. In Nairobi Bilder von Flüchtlingen und verwüsteten Stadtvierteln, brennender Kirche (Donnerstag) . Aus Eldoret Hubschrauberbilder von den Zerstörungen , ein Mann mit abgehackten Händen. Geschichten von Angst, Flucht, Verzweiflung. Bisher mindestens 300 Tote.

Macharia Gakuru (kenianischer Journalist) über die Parteien und eine Regierung der nationalen Einheit. (B)  -  George Keliuki (Pastor) hofft auf internationales Eingreifen (C). Allan Kamau (Unternehmer) über die Folgen der Schließung des Hafens von Mombasa. (A)

E,S,ht,TS zus.8
A,B,C,JA zus.28
5.1.08

 

Sorgen um Flüchtlinge und Versorgung. Helikopter-Bilder von Straßensperren, zerstörten Häusern, Flüchtlingsströmen. Berichte aus Vertriebenen-Lagern. Hafen und LKW-Verkehr liegen still.

 Frazer vermittelt, Kibaki bietet große Koalition an, Odinga lehnt ab. 

David Kisiaky (Kenianer in London) gibt der Opposition recht und meint, es gäbe kein Tribalismusproblem (A).

R,ht,ari,E zus.8
A,B,C,JA,NC zus.26
6.1.08

 

 

Politische Vermittlungsversuche, Parteienstreit um Regierungsbildung. Gespannte Ruhe. Mehr Zeugenberichte von Opfern über Gewalt und Verfolgung. 350 Tote bestätigt, vielleicht sind es viel mehr. Eine halbe Million Menschen auf der Flucht, Versorgungsprobleme. Trauergottesdienste. 

Im Weltspiegel berichtet Birgit Virnich aus Eldoret. Der Ort des Kirchenmassakers. Verletzte, Trauergottesdienst. Hilfe für Menschen ohne Haus und Heimat. Verfolgung hält angeblich an. Gezielte ethnische Vertreibung der Kikujus. Plünderer  profitieren.

Raila Odinga (OT) behauptet, die Regierung hätte die Mungiki bewaffnet und so die Gewalt gefördert. Martha Karua (Justizministerin/A) : das ist eine schändliche Lüge. Wir haben nichts mit Mungiki zu tun und die Gewalt kam diesmal nicht von Mungiki.  Raphael Tuju (Außenminister/B) : die Opposition ist Schuld an der Gewalt... Paul Tiyambe Zeleza (Experte/A) über politische und ökonomische Ursachen, Neoliberalismus, Spätfolgen des Kolonialismus, untaugliche Verfassung. M.Gakuru über (...) (A)

E,ari,TS zus.5
WS 7
A,B,C,JA,NC zus.41
7.1.08

 

 

Kibaki will jetzt doch mit Odinga reden und der will auch (unter Bedingungen...). Opposition sagt geplante Demonstration ab. Odinga (OT)

Bilanz der Totenzählung jetzt bei 600. Mehr Bilder und Geschichten von Opfern. Haru Mutassa (A) besucht ein verbranntes Kikuju-Dorf in West-Kenia. Paul Mason (B) läßt sich in Kibera (Nairobi) die Häuser von vertriebenen Kikujus zeigen, Marcy Kadenyeha (HRW) berichtet ihm, wie das Wahlergebnis die Leute über Nacht zu Feinden machte. Neo Connery (C) berichtet aus Nadingi (Rift Valley) und läßt Bewohner über die ethnischen Massaker erzählen.

Werner Zeppenfeld (TT) über die Sicht deutscher Touristen in Mombasa. Ein Hotelier hat Angst vor AlKaida.

Jendayi Fraser (US-Afrika-Beauftragte/A) über die gefälschte Wahl. 

E,ari,TS,TT zus.9
A,B,C,T zus.29
8.1.08

Kibaki ernennt neues Kabinett und ignoriert die Proteste der Opposition.  Hungrige Menschen in Kibera streiten um Nahrungslieferung. Haru Mutassa (A) begleitet Vertriebene auf der Fahrt in anderen Landesteil, wo sie aber auch keine Perspektive haben. Yvonne Ndege (A) über Flüchtlinge in Uganda.

Bei "People + Power" ein historischer Rückblick. Und nochmal Teile des Beitrags über "Redykyulass" (13.10.07) und Gespräch mit 2 Mitgliedern (John Kiarie und Walter Mongare) über die jetzige Situation.

E,A,B,JA

P+P (A)

zus.16

12

9.1.08

 

 

Kufuor (AU/Ghana) spricht mit beiden Seiten. Proteste der Opposition gegen Ernennung des neuen Kabinetts.

Orla Guerin (BBC) berichtet aus West-Kenia, wo immer noch Leichen in abgebrannten Hausruinen herumliegen. Paula Newton (CNN) über die weiterhin angespannte Stimmung in Kisumo (West-Kenia). Luten Leinhos (hj) läßt Kinder über die Unruhen erzählen und berichtet über die schwierige Versorgung. 

Walter Heinz (alj) läßt Touristen in Mombasa erzählen. Auch hier wurden Häuser und Geschäfte in Brand gesteckt. Vertriebene  Kikuyus ohne Perspektive. Angst vor neuen Unruhen.

A,B,C,JA

E,ari,hj

alj

zus.14

zus.7

8

10.1.08

Kibaki ernennt neues Kabinett, was die Opposition als Provokation sieht. Verhandlungen mit John Kufuor ( OT) sind gescheitert. Jetzt soll Kofi Annan es versuchen. Frauen der ODM demonstrieren friedlich gegen Kibaki, Demo wie üblich von Polizei aufgelöst. Weiterhin Versorgungsprobleme.

A,B,C,JA,P,NC

E

zus.20

1

11.1.08

Verhandlungen Regierung/Opposition  gescheitert. Odinga (OT) will Proteste fortsetzen. Weiter Probleme bei der Versorgung.

Claude Sempere (JA) berichtet und zeigt, was er im Rift-Valley sah: komplett abgebrannte Kikuyu-Dörfer.

A,B,JA

zus.10

11.1.08

Listening Post : einige Beobachtungen an der Berichterstattung der westlichen und der kenianischen Medien. (Die Zeitungen in Kenia, obwohl sehr klar nach den beiden Seiten im politischen Streit orientiert, fanden in der Verurteilung der Gewalt zusammen.) Bemühungen, einen eigenen Nachrichtensender für Afrika zu gründen ("Africa 24"). Global village voices.

LP(A)

9

12.1.08

Walter Heinz über die Versorgungskrise und den politischen Stillstand. Angst vor den Mungiki.

Inside Africa : Die Folgen der Unruhen : Ein Bericht über die humanitäre Krise (Nahrungsmangel), einer über die Folgen für den Tourismus, Interview mit Wangari Matthai, und ein Nachruf auf den bei den Kikuyu-Verfolgungen in Eldoret ermordeten früheren Olympioniken Lucas Sang

hj

C

2

14

13.1.08

"Badeferien im Krisengebiet" - Touristen berichten von ihren Erlebnissen und Ängsten

Nach Zählung der Polizei gab es bei den Unruhen 700 Tote. Raila Odinga kündigt bei CNN weitere Demonstrationen an. Er sieht sich als Wahlsieger. 

Rundschau

 C,JA,NC

7

zus.6

14.1.08

Spannung vor der ersten Sitzung des neugewählten Parlaments, in dem die ODM eine 2/3-Mehrheit hat -   Karen Allen (BBC) berichtet über die Not der Vertriebenen. Zain Verjee (CNN) berichtet aus der Ruine einer abgebrannten Kirche in Kibera, ein junger Mann erzählt dort von der Vertreibung der Kikuyus. TV5 zeigt einen Bericht über den problematischen Schulbetrieb nach den Unruhen.

A,B,C.JA

zus.12

15.1.08

Erste Sitzung des neuen Parlaments. ODM-Mehrheit stellt Sprecher. Turbulente Sitzung.

Bei arte ein Bericht aus Eldoret. Der Pastor schildert, wie der Angriff auf die Kirche ablief, bei dem 35 Menschen verbrannten. Angesichts des andauernden politischen Streits haben die vertriebenen Kikuyus wenig Hoffnung auf Versöhnung. In den Tagesthemen ein guter Bericht über die politische Krise und über die Vertreibungen (von Jochen Hütte).

Olara Otunno (B), Macharia Gakuru (A) und Solomon Mugera (B) über die politische Krise. 

ari(dt+frz),E,TT

A,B,C,JA

zus.12

zus.21

16.1.08

 

Proteste der ODM in Nairobi werden von der Polizei zerschlagen, zwei Demonstranten werden getötet. Auch CNN-Reporterin bekommt Tränengasgranate ab. Zusammenstöße auch in Kisumu (von dort berichtet M.Adow) und anderen Städten. Andrew Simmons besucht Flüchtlinge, die im Freien hausen.      (mehr Infos bei Al Jazeera)

Vincent Magombe (A) (NNA)*

First Person : Der junge DJ Christopher Olvenyi aus Kibera rapt für den Frieden. Schön.

E,ari,TS

A,B,C,JA

 

A

zus.3

zus.20

 

2

17.1.08

 

 

 

Heftige Zusammenstöße, Polizei zerschlägt Demonstrationen der Opposition. Dabei angeblich 7-10  Demonstranten erschossen (sagt Odinga, OT). Angeblich auch 10 Polizisten zu Tode gehackt (sagt Regierung, s.u.). 

Karen Allen (B) und M.Addow (A) berichten aus Kisumu über Zusammenstöße und über trauernde Menschen. CNN zeigt eine Szene, in der ein Unbewaffneter von Polizisten erschossen wird.

Bei kulturzeit ein Portrait des dt. Botschafters Walter Lindner. Und ein Bericht über Julius Mwelu und sein Projekt, Kindern in Kibera Kameras zu geben um sie ihre Umwelt  fotografieren zu lassen. Sehr eindrückliche, bedrückte Stimmung.

Marx Kahende (ken. Botschafter bei EU/B) : Wir brauchen keine Sanktionen. Um das Wahlresultat kümmern sich die Gerichte. Die "Demonstranten" haben 10 Polizisten umgebracht.

E,ari,TS

A,B,C,T

NC

ktzt

zus.6

zus.21

2

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18.1.08

 

 

 

Weiter schwere Unruhen in Nairobi, Mombasa, Kisumu ... ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen aggressiven ODM-Demonstranten und rücksichtsloser Polizei, die auch scharf schießt. Dabei in 3 Tagen mindestens 25 Tote.  Kenias Menschenrechtskommission kritisiert nach Untersuchung das Wahlergebnis . Zwei Deutsche verhaftet.

Korrespondenten zeigen Straßengewalt, entsetzte Anwohner, Verletzte, und fragen nach Folgen für die Wirtschaft.  Bei CNN ein kanadischer Bericht aus Eldoret über vertriebene Kikuyus.

Peter Kenneth (stellv. Finanzmin./A) sagt : Polizei hält sich zurück, Brutalität, Plünderungen und ethnische Vertreibungen durch Oppositionsanhänger. Und Kibaki hat die Wahl gewonnen...

Joseph Kasidhi (ODM/B) klagt Polizei an, David Seda (Unternehmer/B) : Wirtschaft braucht Frieden. 

E,ari

A,B,C,JA

NC

zus.3

zus.35

2

19.1.08

Louis Michel will vermitteln. Angriff auf Flüchtlingslager im Rift-Valley mit 5 Toten gemeldet.

Lucy Hannon (CNN) berichtet über Flüchtlinge in Uganda. Angeblich gibt es Flugblätter, die  zum Mord an allen Kikuyus auffordern. Bei AlJazeera begründet Vincent, ein junger Mann aus Kisumo,  warum er für "change" kämpft.

ari,A,B,C,JA

zus.12

20.1.08

 

Meldungen über neue Gewalt im Rift-Valley, mindestens 22 Tote, manche mit Macheten erschlagen, 200  Häuser abgebrannt.  In Nairobi wieder heftige Zusammenstöße von Machetenkerlen mit Polizisten. Auch hier angeblich mehrere Menschen totgehackt. 

Außer ein paar Szenen aus Nairobi (Männer mit Macheten und Polizei)  heute keine neuen Bilder.

Im Deutschlandfunk gab es einen guten Bericht über kenianische Flüchtlinge in Uganda.  (mp3 runterladen beim DLF)

A,B,C,NC zus.12
21.1.08

Heute keine neuen Berichte, nur Nachschläge vom Vortag.

First Person : Der 14-jährige Nelson Munyao aus Nairobi erzählt vom Leben im Flüchtlingslager, seiner Angst vor den Machetenmännern und der Sorge, nicht mehr zur Schule gehen zu können.

ari,JA

A

zus.3

2

22.1.08

 

Kofi Annan (OT) trifft zum Vermitteln ein. Beide Seiten wollen sich gegenseitig beim ICC verklagen. Aus Kipkelion werden 8 Todesopfer gemeldet, Lage offenbar weiter explosiv.

Vertriebene (aus Kibera) warten hoffnungslos in einem Lager (AlJazeera). Werner Zeppenfeld (TT) berichtet aus Kisumo : 60 Tote im Leichenschauhaus, Demo der ODM mit Odinga, Beerdigung.

Cathleen Cravero (UNDP) über eine Welle von sexueller Gewalt (BBC). Peter Ogego (Kenias Botschafter in USA) meint, die Wahl war OK, die ODM-Leute sind schlechte Verlierer, das wird sich schon alles wieder beruhigen... (CNN)

E,ari,TT

A,B,C,JA

zus.19

23.1.08

Annan (OT) und andere AU-Vertreter sprechen mit beiden Parteien.  Nach einer ODM-Trauerzeremonie für Opfer der Unruhen (mit Odinga, OT) gibt es neue Gewalt. 

John Githongo (Kenias Ex-Beauftragter für den Kampf gegen Korruption) bei BBC-HardTalk : kluge und unparteiische Sicht auf Kenias politische Entwicklung. 

E,ht

A,B,C,JA

B

zus.3

zus.13

24

23.1.08 HRW sagt, man habe Beweise, daß die ethnische Gewalt von ODM-Parteikadern geplant und befohlen wurde. Mehr dazu bei der BBC.    
24.1.08

 

Annan bringt endlich Kibaki und Odinga zusammen. Handschlag. Versöhnliche Worte von Beiden (OT). Aber der Streit geht weiter, ODM erkennt Kibaki weiter nicht als Präsident an.

Bei arte berichten Vertriebene in einem Slum von Nairobi, Radio Koch FM sendet dort Botschaften des Zusammenhalts. 

"Paradies am Abgrund - Verspielt Kenia seine Zukunft?"  Reportagen von B.Virnich, B.Windhoff und W.Zeppenfeld (zum Teil Wiederholungen)  (NNA)*

E,ari,TS

A,B,C,JA

 

WDR-Weltweit

zus.4

zus.15

 

29

25.1.08

Weiter ethnische Verfolgung im Rift-Valley, 25 Tote in Nakuru. Ausgangssperre dort.  Bilder von Straßenkämpfen und abgebrannten Häusern. Annan trifft religiöse Führer.

Bei arte berichtet ein Markthändler aus Kibera über die Unruhen. Der ganze Markt ist abgebrannt. Sorgen um gestoppte Tee-Exporte.

E,ari zus.4
A,B,NC zus.7
26.1.08

 

 

Kofi Annan besucht Nakuru (Rift-Valley) und ist deutlich erschüttert vom menschlichen Leid dort. Er fordert eine internationale Untersuchung der systematischen Menschenrechtsverletzungen. In Nakuru weiter Ausgangssperre, trotzdem etwa 50 Tote in 2 Tagen.  Links zu Al-Jazeera und nochmal Al-Jazeera und BBC.

Sehr "drastische" Bilder aus Nakuru von wilden Machetenkerlen und ihren Opfern, Luftbilder von brennenden Häusern.

Topi Lyambila (Journalist) über schwierige politische Lösung.  Dr.Marcela Alheimen (MSF) zeigt bei CNN Fotos von Tätern und schlimm verstümmelten Opfern.

E,ari

A,B,C,JA

NC

zus.4

zus.23

1

27.1.08

 

 

 

 

 

 

Weiter Bürgerkrieg im Rift Valley, 130 Tote in 3 Tagen. Die internationalen Sender zeigen schlimme Bilder von brutaler Gewalt, brennenden Häusern, Straßensperren durch Machetenkerle, fliehenden Menschenmengen, entsetzten Bürgern.  M.Adow (AlJazeera) fliegt im Hubschrauber über Naivasha, von oben sieht man brennende Häuser, Straßensperren und Flüchtlinge bei einer Kirche. Dort sollen in einem Haus 20 Menschen verbrannt sein. Aussagen über gräßliche Gewalttaten.  (dazu Links zu AlJazeera und zur BBC)

Es wird meist als wechselseitige (Rache-) Gewalt von Kikuyus und anderen Völkern beschrieben. Die Polizei versucht wohl, die Gewalttäter zu bekämpfen, aber mit wenig Erfolg.

Vincent Magombe in der BBC : Deutlich organisierte systematische Gewalt, er meint, Mungiki-Banden ziehen von Ort zu Ort und töten Leute.

Bei arte noch ein Stück über die letzten Touristen in Mombasa. 

(... )2. Trotzdem muß man darüber nicht alles Andere vergessen. Daß Kenia in einem brutalen Bürgerkrieg versinkt - das hätte man auch in den deutschen Nachrichtensendungen wenigstens erwähnen dürfen. Daran, daß es keine Bilder geben würde, wie man damals in Ruanda behauptete, kann es diesmal nicht liegen. Es gibt sie, eher mehr als genug, unter allen Bildern fehlen mir bei den internationalen Sendern im Moment eher sinnvolle Erklärungsversuche.

E,ht,ari

A,B,C,JA

NC

 

 

 

 

 

zus.6

zus.26

1

 

 

 

 

 

28.1.08

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

        ( Links zu AlJazeera, nochmal aktueller, BBC  - dort jeweils noch weitere Links)

Kämpfe und Unruhen gehen weiter. Weiter schlimme Bilder von gewaltbereiten Straßengangs mit Macheten und Totschlägern. In Nairobi wird ein ODM-Abgeordneter ermordet. Bilanz jetzt bei 800-900 Toten. 

Yvonne Ndege (A.) berichtet aus Naivasha über die Straßenkämpfe, zeigt zerstörte Häuser, Leichen, Flüchtlinge und spricht mit Überlebenden. Die sprechen von Gewalt der Luyas gegen Kikuyos. Anklagen und Gegenanklagen. 

Karen Allen (BBC) mit einer längeren Reportage (11 min.). Opfer der Gewalt berichten und zeigen die Ruinen ihrer Häuser. Allen fragt u.a. den Schriftsteller Parselelo Kantai nach den Gründen für Stammesgewalt. Der sieht Fremdenfeindlichkeit als Ursache und Kibakis Wahlbetrug als Auslöser. Eine Polizistin verteidigt harte Reaktionen der Staatsgewalt. An einer Straßenblockade spricht sie mit einem der Machetenkerle, der spricht von "Schutz vor Racheakten".

Walter Heinz (ht) sieht Mungiki als Schuldige. 

RTL, Sat1 und n-tv interessieren sich nur für einen Raubüberfall in Mombasa, bei dem zwei Deutsche getötet wurden.

Bei der BBC werden Emails verlesen von schockierten Bürgern Kenias, die ein Eingreifen der UN fordern.

Muthoni Wanyeki (ken. Menschenrechtskommission) sorgt sich um Sicherheit der Flüchtlingslager. Sie spricht von organisierten Milizen mit Trainingslagern im Rift-Valley, man kenne die Namen der Anführer und bereite Anklagen vor. (BBC)

Prof. David Anderson (Oxford) : Kenia steht am Abgrund. Es ist aber etwas anderes als in Ruanda '94. Konflikte um Land, Arbeitsplätze etc. werden für ethnische Kampagnen  ausgenutzt.

Ben Rawlins  (HRW) : Es war zuerst ein spontaner Ausbruch von Wut über den Wahlbetrug. Inzwischen Anzeichen für gezielte, gelenkte und politisch benutzte Gewalt. (BBC)

Vincent Magombe  über Mungiki und das Versagen der Regierung. Er verlangt ernste Sanktionen gegen Kibaki, vergleicht Kenia mit Liberia unter Taylor. (AlJaz.)

Ernest Koroma (Präsident von Sierra Leone) zu seinen Sorgen über den Tribalismus in Kenia (BBC)

E,ht,ari

n-tv,S

A,B,C,JA,P

NC

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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zus.3

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29.1.08

 

 

 

 

 

Nach Mord an ODM-Politiker wieder Straßenkämpfe und Vertreibungen. Organisierte Banden gegen "feindliche" Ethnien und gegen Polizei. In Naivasha feuern Armeehubschrauber Gummigeschosse auf Angreifer. Etwa 20 Tote in Naivasha, Kikumo und Naikuru. Auch in Nairobi schlimme Gewaltszenen. Kikuyu-Flüchtlinge werden mit LKWs aus Naivasha fortgebracht.  (Korrespondentenberichte und viel neues Bildmaterial über all dies).        Link zu AlJazeera dazu

Sehr energische Ansprache von Innenminister George Sitoti (OT), man werde hart durchgreifen gegen ethnische Gewalt. - Gemeinsame TV-Ansprachen von Annan, Kibaki und Odinga, Appell an alle Seiten zur Ruhe. (OT)

G-Money (Radio-DJ) über wechselseitige Gewalt. Er wartet und betet für eine Lösung. (BBC)

John Holmes (UN-relief org.) warnt vor humanitärer Krise und einer unaufhaltsamen Gewaltspirale.

Macharia Gakuru sieht bedrohliche neue Entwicklung : die Kikuyu- Milizen und Mungiki bedrohen das Wirtschaftszentrum von Naivasha.

Stephen Morrison (Experte) über Ursachen (Landkonflikte), vergleicht die Totenzahlen von Kenia (1000 in 1 Monat) und Ruanda '94 (800 000 in 3 Monaten). Aber er sieht ein Risiko, daß Situation weiter außer Kontrolle gerät. (CNN)

E,ht,ari,TS,hj

A,B,C,JA,P

NC

 

 

 

 

 

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zus.63

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30.1.08

 

 

 

 

Kibaki (OT) erteilt Polizei den Befehl, auf Plünderer und Gewalttäter zu schießen. Auch heute neue Bilder von Straßengewalt, aber anscheinend herrscht wieder relative Ruhe. US-Afrika-Ministerin Jendayi Frazer (OT) nennt das Geschehen "ethnische Säuberung, aber kein Völkermord". Rice (OT) fordert politische Lösung. Kenia wird Thema auf AU-Gipfel in Addis.    Link zu Aljazeera-Artikel dazu.

M.Adow (AlJazeera) berichtet aus Kipkelion.  In einem Kloster haben 600 Kikuyus Zuflucht gefunden. Der Abt erzählt von der Belagerung durch bewaffnete junge Männer. Per LKW verlassen jetzt viele Kikuyus die Gegend. - Bei CNN berichten Flüchtlinge in Niavasha über die Vertreibungen. -  Zaine Vergee (CNN) fliegt über zerstörte Dörfer und brennende Häuser im Rift-Valley. - Bei TV5 ein Bericht aus einem Flüchtlingslager des Roten Kreuzes. 

Tim Judah (Balkan-Experte) und Solomon Mugera (BBC) sprechen über die Begriffe "ethnic cleansing" und "forced deportation".

Salim Lone (ODM) über die Gespräche Odinga/Kibaki und seine Hoffnung, das Morden werde bald aufhören (BBC).

n-tv,S,ht,ari

A,B,C,JA

NC

 

 

 

 

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31.1.08

 

 

 

Wieder ein ODM-Abgeordneter ermordet, in Eldoret, angeblich eine private Eifersuchtstat.  - Kibaki beim AU-Gipfel in Addis. Ban Ki Mun in Nairobi. - Alle Bilder zeigen heute "gespannte Ruhe".

Nick Robertson (CNN) läßt sich durch Kibera führen, sucht (heute ohne Erfolg) nach Gewalt. 

Orla Guerin (BBC) besucht belagerte Kikuju-Flüchtlinge im Kloster in Naivasha. Von Angst und Entsetzen über das Erlebte gezeichnet.

Isaac Aluochier (ODM) : Wir rufen zum Frieden auf.(A.)

Malloch Brown (Afrika-Minister GB) : Die Gewalt ist gezielt und organisiert. (BBC)

Vincent Magombe  hofft auf Erfolg für UN. Weist hin auf Stellungnahme von Kagame (Ruanda), der in Kenia zum Eingreifen der Armee rät, um Völkermord zu verhindern. (BBC)

E,ht,ari

A,B,C,JA

 

 

 

zus.5

zus.38

 

 

 

1.2.08

 

 

 

 

Pressekonferenz Ban Ki Moon (OT) : Appell, mit der Gewalt aufzuhören, bevor sie zum Massenmord eskaliert. Vermittlung von Annan und Ban scheint Erfolg zu haben, beide Seiten akzeptieren 4-Punkte-Plan und 15-Tage-Zeitplan für Verhandlungen. 

In Kisumo wieder Unruhen, Polizei erschießt einen Demonstranten, insgesamt heute 18 Tote.

M.Adow berichtet aus Kibera über den harten Alltag im Slum und zeigt die krassen sozialen Gegensätze (A.).  -  Zaine Vergee zeigt mehr Bilder von Zerstörungen im Rift-Valley und spricht mit Vertriebenen. (CNN)

Im LP eine Meldung : Kenias Menschenrechtskommission weist auf "Hate-Radio"-Sender hin, die zur Gewalt angestiftet haben sollen. (A.)

Olara Otunno (Uganda) findet den 4-Punkte-Plan sinnvoll. (BBC)

Bei "Perspectives" (euronews) 3 Beiträge der letzten Tage aus Frankreich und Belgien.

E,ht,ari,TS

A,B,C,JA

Ban (OT) (B)

Perspectives

 

 

 

zus.7

zus.25

9

zus.7

 

 

 

2.2.08

 

 

 

 

Wieder Kämpfe und Dutzende Tote, brennende Häuser und Kirchen, vor allem bei Eldoret und Kisumu.

Bei der BBC ein Bericht von Orla Guerin über Vertriebene in einem Notlager bei Nairobi, und ein Film über Kinder, deren Eltern ermordet wurden.  Bei TV5 ein Film über die Zerstörungen in Kibera, ein Marktplatz ist völlig abgebrannt.

Bei CNN ein Film über die Mungiki. Maina Njenga (Gründer der Sekte, OT) über politische Ziele. Angeblich stecken großteils die Mungiki hinter hinter der Gewalt.

In den Tagesthemen Bericht von Jochen Hütte aus Kisumu. ODM- Jungs mit Macheten feiern an ihren Straßensperren sich und ihr Chaos. "No Raila, No Peace", immer wieder. Polizei hilflos. - Auch NC zeigt Szenen von Gewalt und Anarchie auf den Straßen von Kisumu.

ari,TT

A,B,C,T

NC

 

zus.5

zus.14

1

 

3.2.08

Wieder Dutzende Tote, aber heute keine Bilder. Odinga fordert AU-Friedenstruppen.      (mehr Infos)

Orla Guerin (BBC) zeigt Vertriebene in einer Kirche in Karatina. Auch bei TV5 ein Film über Flüchtlinge.

"Have your Say" Live-Diskussion mit Zuschauerbeteiligung. Mit Prof. David Anderson (Oxford), William Ruto (ODM), Samuel Poghisio (Informationsminister)   (NNA)*

ari,TS

B,JA

Have your say(B)

zus.1

zus.4

26

4.2.08

Vermittler Ramaphosa  tritt zurück. Gewalt geht weiter, kaum Bilder (junge Männer mit Pfeil und Bogen, brennende Häuser)   (Mehr Info bei AlJazeera)

Bei kulturzeit ein Film, der nach den Ursachen des Konflikts fragt (Landbesitz und Armut). Gespräch mit Elisabeth Müller (Expertin) darüber : Hinter den ethnischen Labels stecken soziale Verteilungskämpfe. Lösung muß von außen kommen.

A,JA

ktzt

zus.5

9

5.2.08

Weiter Gewalt, 15 Tote in Mt.Elgon. Heute aber keine Berichte und kaum Bilder.

B,JA

zus.2

6.2.08

Yvonne Ndege (A.) berichtet darüber, daß eMails und Massen-SMS  als Hass-Medien dienen. Sie zeigt als Beispiel eine SMS, die zum Völkermord an den Kikujus auffordert ("We must terminate them the Rwanda way"). - Bei TV5 dagegen ein Film über den Künstler Salomon Muhand, der in Nairobi überall Graffitis mit Friedensbotschaften anbringt.

A,JA

zus.5

7.2.08

Kofi Annan als Vermittler bei Verhandlungen zwischen den Parteien. Annan (OT) lehnt Neuwahlen ab.

Hans-Josef Dreckmann über die Ursachen der Konflikte in Kenia

A,B

Phoenix

zus.5

9

8.2.08

"Durchbruch" bei Annans Verhandlungen mit Parteien um gemeinsame Regierung. Kaum Details. Weiter Meldungen über Tote, 50 in der letzten Woche.

Samuel Poghisio (Kenias Informationsminister) und Mark Malloch-Brown (brit. Afrika-Minister) dazu.

Link zu AlJazeera : US bans 10 Kenyans 'behind violence'

A,B,E

 

zus.14

 

9.2.08

John Holmes (UN) besucht Flüchtlingslager in Nakuru

B

2

10.2.08

John Cookson (A.) besucht mit John Holmes (UN) ein Flüchtlingslager bei Nairobi.

"Ein Botschafter zwischen den Fronten" - Birgit Virnich begleitet Botschafter Walter Lindner bei Besuchen in Kibera und Eldoret. Leute im Flüchtlingslager berichten von Vertreibungen. Besuch am Ort des Kirchenpogroms. Lindner und kenianische Musiker bei Proben für Friedenskonzert.

NC: Mehrere Begräbniszeremonien

A

WS

NC

3

8

1

11.2.08

Wieder brennende Dörfer im Rift-Valley. Verhandlungen gehen weiter. TV5 bringt Bilder und Stimmen aus Flüchtlingslager bei Nairobi.

A,JA

zus.4

12.2.08

(NNA)*

A,B

zus.7

13.2.08

Folge der Unruhen : Probleme der Blumenfarmen beim Export

B

2

14.2.08

Verhandlungen mit Annan, man will eine neue Verfassung erarbeiten. 

Zum Valentinstag bei TV5 und AlJazeera noch zwei Berichte über die Probleme der Blumenexporteure 

E,ari,A,T

zus.6

15.2.08

Annan (OT) : Einigung, eine unabhängige Kommission soll die Wahl untersuchen. Innerhalb eines Jahres soll es eine neue Verfassung geben. Erstmal keine Einigung über Machtteilung.  (Mehr bei Al Jazeera)

Isaac Aluochier (ODM) darüber.

Bei TV5 ein Bericht aus einem Flüchtlingslager in Nakuru

ht,E,A,B,JA

 

zus.13

 

16.2.08

Orla Guerin (BBC) über die angespannte Ruhe in Kibera, wenig Hoffnung auf politische Lösung, ODM-Männer laufen immer noch mit Macheten herum. Bei TV5 ein Bericht aus Timboroa (Rift-Valley), völlig abgebranntes Viertel, Leute über die Hintergründe der Gewalt.

B,T

zus.6

18.2.08

Rice zu Besuch, spricht mit Annan, Kibaki und Odinga. Ansprache mit aufmunterndem Geschwätz (OT, kurz). -  Im Rift-Valley flüchten immer noch Menschen vor Verfolgung.

A,JA

zus.5

19.2.08

Bei CNN noch ein Bericht über Rices Gespräche und (OT) ihres hilflosen Gefasels. Zaine Vergee spricht mit Opfern der Gewalt, die von Grausamkeiten berichten und ihre Verstümmelungen zeigen.

Rachel Harvey (BBC) besucht Flüchtlinge in einem Lager in Uganda.

B,C

zus.5

20.2.08

Berichte über stockende Verhandlungen, ODM droht wieder mit Massendemonstrationen. Bilder von neuen Straßenunruhen in Nairobi. Bericht über Flüchtlinge in Uganda. Bericht über Transportprobleme, Hauptstraße immer noch unterbrochen.

A,B,hj,E,NC

zus.16

21.2.08

Einigung über neues Amt eines Premierminister für Odinga, aber weiter Streit um dessen Kompetenzen. Anyang Nyongo (ODM) dazu (AlJazeera). Im Al Jazeera-Bericht Behauptungen, daß Sportler als Täter bei den Vertreibungen dabei waren. 

BBC-Bericht, mehr über Transportprobleme. Pläne in Uganda, den Umweg über den Victoriasee und Tansania auszubauen.

Weiterer BBC-Bericht, in Nakuru gibt es auch Leute, die die Spaltung zu überwinden versuchen. Aber weiter werden Menschen ins Krankenhaus gebracht, die bei Kämpfen verletzt wurden.

A,B

 

zus.14

 

22.2.08

John Kitungho (Ex-Korruptionsbekämpfungsbeauftragter) über die politische Krise (bei David Frost). Er hält nicht viel von einer großen Koalition, die könne zu noch größerem Blutvergießen führen.

A

7

23.2.08

Reportage von Rachel Harvey aus dem ugandischen Grenzort Malaba. Flüchtlinge erzählen von  Gewalt und Vertreibung. Jetzt warten sie im Zeltlager auf friedlichere Zeiten. Nochmal Ausschnitte aus den Berichten über Transportprobleme.

B

 

7

26.2.08

Annan (OT) ist frustriert über Stillstand der Verhandlungen. Korrespondentin von Al Jazeera meint, daß das nach 5 Wochen ohne echtes Ergebnis auch nicht verwundert. Intervention von Rice war nicht förderlich.

John Cookson (Al Jazeera) berichtet aus dem Matare-Slum über gereizte Stimmung am Rand neuer Gewalt. Ein Kikuju-Kämpfer zeigt ihm, wie er 5 Menschen getötet haben will.

A,B

zus.11

27.2.08

Annans Vermittlung geht weiter. ODM sagt Demonstrationen wieder ab. Mehrere (OT) dazu.

Macharia Gakuru (Journalist) und Isaac Aluochier (ODM) diskutieren über die Lage und Auswege.

A

A

3

7

28.2.08

Odinga und Kibaki unterzeichnen unter den Augen von Unterhändler Annan ein Abkommen über Zusammenarbeit und Machtteilung. Feierliche Zeremonie mit Handschlag und Ansprachen  (live-OT).

Bei BBC und Al Jazeera ausführliche Berichte, Kommentare, Gespräche dazu. Stellungnahmen von Ngethe Mbiyu (Bürgerrechtler), Joseph Kasidhi (ODM), Ekwow Spio Garbrah (Ghana) und Korrespondenten.

Im deutschen Fernsehen ein paar kurze aber korrekte Berichte.

Mehr bei der BBC und bei Al Jazeera.

A

A,B,JA

E,ari,TS,TT

44

zus.20

zus.6

29.2.08 Nach der Einigung Berichte über verhalten optimistische Reaktionen. So äußert sich auch Kofi Annan  (OT) : "Crisis = Danger + Opportnity"

Raila Odinga (zukünftiger Ministerpräsident) im Gespräch mit David Frost (NNA)*

A,C

A

zus.6

11

3.3.08

Meldung : 12 Tote bei "land-clashes" im Rift-valley.

B

1/2

5.3.08

Meldungen und Bilder von Gewalt im Rift-Valley (12 Tote). Polizei gegen Mungiki-Demo in Nairobi.

Die BBC bringt Enthüllungen über die Hintergründe des Bürgerkrieges vom Januar, Verwicklungen der Kibaki-Regierung und der Mungiki-Sekte. Regierungssprecher Alfred Mutua streitet das alles ab und nennt es überraschend, schockierend und albern.  (NNA)* Einen Text dazu bietet die BBC leider noch nicht an, man kann sich dort aber den Bericht und das Interview ansehen.

Barack Obamas Familie in Kenia. Eine Stiefschwester sagt sehr kluge Worte über die Anschuldigungen, weil er sich mit Turban hatte fotografieren lassen.

A,B,JA

 

B

 

A

zus.4

 

16

 

3

5.3.08

"It's Redyculass" - People + Power mit einer Reportage über den Wahlkampf, die Wahl und die Folgen aus Sicht der Kabarett-Gruppe "Redyculass"  (NNA)*

A

24

6.3.08

Zeremonie zur Eröffnung des Parlaments, Ansprachen zur geplanten Machtteilung (gab es bei Al Jazeera als live-Übertragung, ich habe aber nur die Nachrichtenstücke aufbewahrt).

Bericht über die Reaktionen von Odingas Anhängern in Kisumo, wo es die schwersten Unruhen gegeben hatte, die Schäden sind noch überall sichtbar. Die ODM-Anhänger scheinen mit der Koalition erstmal zufrieden zu sein. (Al Jazeera)

Isaac Aluochier (ODM) ist ebenfalls optimistisch. (Al Jazeera)

A,B,JA

 

zus.16

 

7.3.08

Bericht über vereinbarte Koalitionsregierung. Odinga besucht Kibera und wird dort gefeiert.

David Frost spricht mit Wangari Maathai über ihre Hoffnungen und Bedenken nach der Einigung der Politiker. Sie verlangt, daß auch gegen die Korruption wieder angegangen wird. Sie selber will weiter in der demokratischen Bürgerbewegung arbeiten, nicht als Politikerin.

JA

A

2

6

8.3.08

Bericht über Welle der sexuellen Gewalt gegen Frauen während der Unruhen. Opfer berichten. Angst vor AIDS-Infektionen.

A

3

9.3.08

Friedhofsruhe nach dem Bürgerkrieg - Reportage von Detlev Konert (NNA)*

Spiegel-TV

9

10.3.08

Meldungen über 30 000 Flüchtlinge am Mt.Elgon

B,C

zus.1

12.3.08

Kämpfe am Mt.Elgon. Armee gegen Milizen, es geht um Landkonflikte. Hunderte Zivilisten fliehen.

A,B

zus.3

17.3.08

Nach einem Bericht von HRW wurde die ethnische Gewalt im Rift-Valley von örtlichen Politikern genau geplant und organisiert. Ben Rawlence und John Elliot (HRW) erläutern, wie man das in Befragungen (auch von Tätern) herausgefunden hat. Man habe etliche Namen von Schuldigen, diese aber nicht veröffentlicht. HRW fordert eine unabhängige internationale Untersuchung. Auch die ökonomische Lage habe eine Rolle gespielt.

A,B

zus.8

19.3.08

Das neue Parlament stimmt der großen Koalition zu. Leute in Eldoret sind hoffnungsvoll, daß die Krise beendet ist.

A

3

20.3.08

M.Adow berichtet über die Folgen der Unruhen für die Landwirtschaft, teures Benzin, Unsicherheit, Folge: teures Getreide.

Internationale Untersuchungskommission beginnt Ermittlungen über die Gewalt im Rift-Valley.

A

JA

3

2

22.3.08

"Zwei Monate danach" - Reportage von M.Dumond und E.Bergeron. Spuren der Gewaltexzesse: Ruinen in Eldoret, Zeugenaussagen von Überlebenden, Flüchtlingslager. Problem des Bodenbesitzes als Ursache der Krise ist weiter ungelöst. Ein Mann sagt: "Alle sind schuld. Die Politiker haben die Leute gegeneinander aufgehetzt, um gewählt zu werden." - Ruhe und Normalität in Nairobi. Nahrungsverteilung in Kibera. Die Lage der Armen hat sich durch die Krise noch verschlechtert. Touristen kommen kaum noch.

arep

 

13

 

23.3.08

Das Naturreservat Massai Mara ist auf Touristen angewiesen. Da diese jetzt ausbleiben, droht eine verstärkte Landnutzung als Weideland.

B

3

27.3.08

Kenias Langstreckenläufer trainieren für Olympia und überwinden die ethnischen Spaltungen.

B

3

1.4.08

Hundert Menschen demonstrieren gegen eine Aufblähung der (Koalitions-)Regierung von 17 auf 44 Minister und werden von der Polizei mit Schlagstöcken und Tränengas traktiert.

M. Adow berichtet über andauernde ethnische Spannungen im Rift-Valley. Lagerbewohner trauen sich noch nicht wieder in ihre alten Dörfer zurück. Dort würden sie auch nur die abgebrannten Ruinen ihrer Häuser erwarten.

A,JA

A

zus.1

3

3.4.08

Bericht über einen 88-Jährigen, der im Flüchtlingslager zur Schule geht und Lesen und Schreiben lernt.

A

3

4.4.08

M.Adow berichtet aus Kibera über Nachwirkungen der ethnischen Kämpfe.

Wangari Maathai über die Kritik an der aufgeblähten neuen Regierung

A

A

3

2

6.4.08

Regierungsbildung wird verschoben. - M.Adow berichtet aus Kipkelion über Vertriebene, die immer noch in einem Kloster ausharren.

A

zus.5

7.4.08

Bildung der Koalitionsregierung stockt. Kibaki und Odinga können sich nicht über Ministerposten einigen.

B

2

8.4.08

ODM unterbricht Gespräche mit Kibaki über Koalitionsregierung. In Kibera zeigen Jugendliche mit Feuern auf der Straße ihren Unmut.

A,B,NC

zus.3

12.4.08

Meldungen: Kibaki und Odinga haben sich auf gemeinsames Kabinett geeinigt

Reportage aus Eldoret, Kikuyus haben immer noch Angst (Ende fehlt)

A,B

ari

zus.3

2

13.4.08

Kibaki (OT) und Odinga stellen ihr neues gemeinsames 40-köpfiges Kabinett vor. Wangari Matthai (OT) erregt sich über diese verschwenderisch aufgeblähte Verwaltung. 

A,B,E

zus.12

14.4.08

Die Mungiki-Sekte liefert sich Straßengefechte mit der Polizei. Brandstiftungen, ein zerstörter Eisenbahnzug und 12 Tote, alle von der Polizei erschossen.

A,B

zus.3

15.4.08

Bilder von Zerstörungen nach den Mungiki-Krawallen

NC

1

16.4.08

  ( Odinga sworn in as Kenya PM)  (NNA)*

B,C

zus.5

17.4.08

Vereidigung der neuen Regierung.

E,B

zus.3

28.4.08

Ein Anführer der Mungiki von der Polizei erschossen.

A

1/2

30.4.08

Bericht von Walter Heinz: Die Touristen sind wieder da in Mombasa, alles ist wieder friedlich. In Molo (im Rift Valley) dagegen dauern die ethnischen Rivalitäten an, immer noch leben Tausende Vertriebene in Flüchtlingslagern.

auslandsjnl.

6

10.5.08

Eine Reportage und zwei live-Berichte von Mohamed Adow aus einem Flüchtlingslager in Eldoret, wo immer noch 16.000 Vertriebene leben. Die Regierung will, daß die Leute wieder in ihre Heimatdörfer zurückzukehren. Aber die Menschen haben davor Angst. Die, die von der Armee heimgebracht werden, stehen dort oft wieder vor dem Nichts, vor ihren abgebrannten Häusern. Adow spricht mit Bischof Cornelius Korir über diese Probleme, über Versöhnungsversuche und Amnestie für die Täter.

A

zus.13

11.5.08

Ein Flüchtling im Lager in Eldoret schildert seine Situation.

A

2

12.5.08

M.Adow berichtet nochmal aus Eldoret. Eine Ursache der Unruhen war der Streit um Land. Und die Regierung hat bisher nichts unternommen, um Lösungen in diesem Streit zu finden. Adow verdeutlicht das Problem an einigen Fällen.

A

3

17.5.08

David McKenzie berichtet: Im Rift-Valley versucht die Regierung Flüchtlinge zur Heimkehr zu drängen, doch die meisten trauen weder der Regierung noch dem Frieden.

C

3

21.5.08

In drei Dörfern werden elf alte Menschen als angebliche "Hexen" lebendig verbrannt.

C

1/2

22.5.08

Bericht über die für 11 Menschen tödliche "Hexen"-Verfolgung im Westen des Landes.

JA

2

5.6.08

Ein Opfer der Vertreibungen vom Januar erzählt seine Geschichte, wie er den Angriff der Mungiki überlebte, bei dem fast seine gesamte Familie ermordet wurde.

B

3

9.6.08

Der halbstaatliche Handy-Provider Safaricom geht an die Börse und soll dem Staat Geld bringen.

A,B

zus.6

10.6.08

"The Problem of Peace" - Reportage über die Januarpogrome aus der Sicht einer jungen Kenianerin. (Witness) (NNA)*

A

23

12.6.08

Unruhen in Kibera wegen der Teuerung von Lebensmitteln, Polizei wirft Tränengas auf Demonstranten.

A,NC

zus.1

17.6.08

MSF erhebt schwere Vorwürfe gegen Polizei und Armee im Bezirk Mont Elgon. Folter und Mord, massive Mißhandlungen von unbeteiligten Zivilisten im Kampf gegen eine örtliche Miliz (SLDF). AlJazeera, die BBC und TV5 bringen Beispiele und Hintergründe. Bei AlJazeera weist David Musila (Vize-Verteidigungsminister) das alles zurück.

A,B,JA

zus.10

25.6.08

Willi Lemke (Werder, SPD, UN) besucht in Nairobi den Matare-Slum und diverse Sport-und Schul-Projekte, und im Norden ein Flüchtlingslager von Somaliern.

B&B

7

3.7.08

In Eldoret leben immer noch Tausende in Flüchtlingslagern.

JA

2

4.7.08

 

Der Radiosender "Kass-FM" und andere Sender sollen bei den Januar-Pogromen Aufrufe zur ethnischen Gewalt gesendet haben.

Ein Bericht über die Nahrungskrise in Kenia. Die Schulspeisung kann nicht mehr bezahlt werden.

LP

A

1/2

3

8.7.08

Finanzminister tritt nach Korruptionsvorwürfen (die er zurückweist) zurück.

A

2

22.7.08

Im Norden des Landes wird mit chinesischer Hilfe eine neue Hauptverbindungsstraße gebaut.

JA

2

24.7.08

 

In einem längeren Beitrag über Barack Obama : Obamas Reise nach Kenia im August 2006. Sein Besuch bei seiner Großmutter, sein demonstrativer AIDS-Test, die Begeisterung der Kenianer für den Mann, den sie damals schon als nächsten Präsidenten sahen, als ihn hier noch niemand kannte.

(Weitere Berichte dazu von CNN, BBC und TV5 hatte ich damals archiviert.)

Phoenix

 

5

 

8.8.08

Bericht von ITN über die Vorwürfe gegen die "Anti-Terror"-Einheit "20Para", die in der Mont-Elgon-Region Leute gefoltert und ermordet haben sollen.

C

4

15.8.08

Karen Allen berichtet über Vertriebene, die ein halbes Jahr danach immer noch perspektivlos in Lagern abwarten.

B

4

16.8.08

Bericht über die Export-Wirtschaftzone in Athi-River, wo 40.000 Fabrikarbeiter zu Billiglöhnen Produkte (Textilien, Trockenblumen etc.) für Europa herstellen.

ari

3

20.8.08

"Horror and Hope" - Film über "Slum-TV", einen unabhängigen Sender im Mathare-Slum von Nairobi, und über die sozialen Folgen der ethnischen Unruhen vom Januar.    (Africa uncovered)  (NNA)*

A

23

20.8.08

"Peace at any Price" - Film von Karen Allen über die ethnischen Unruhen vom Januar und die politischen Folgen.  (our world) (NNA)*  

B

23

  Der Text der Ankündigung bei der BBC: "Kenya: Peace At Any Price  Six months after a peace deal brought an end to Kenya's post election violence, Our World examines what is being done to repair the damage. 
A grand coaliton government has worked to restore Kenya to normality, but tens of thousands of people are still displaced and issues of land and ethnicity, which underpinned the violence, have still to be resolved. The question everyone is asking is could this happen again? Without political leadership and reconciliation at the grass roots, the answer could well be "yes". Our World talks to the family of a Kikuyu boy, badly burnt in a church fire at the peak of the fighting. They no longer have a home to return to - targeted for being members of President Kibaki's tribe. And we hear from a fisherman from the Prime Minister's Luo community, who saw his entire family wiped out. Two sides of the political fence, two "rival " communities suffering a similar fate. Kenyans are desparate for the violence not to be repeated but does that mean sweeping the difficult questions to one side? Peace at any price could be a dangerous path to go down, leading to a legacy of violence which future generations will have to bear. "
13.9.08

Yvonne Ndege berichtet über das Müllproblem in Nairobi und ein Biogas-Projekt.

A

3

27.9.08

Reportage von Francois de Roubaix über das Leben in den Slums von Nairobi neun Monate nach den Unruhen. Überraschend positive Ansätze von Entwicklung und Gemeinschaftssinn werden von den Preissteigerungen wieder gefährdet. (NNA)*

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15.10.08

Eine Untersuchungskommission fordert, der ICC solle sich mit Tätern der Januarunruhen befassen. Eine Liste der Verdächtigen soll schon fertig sein. 

B

3

20.10.08

Bei den Pogromen im Januar wurden Hunderte Frauen vergewaltigt, angeblich auch von Polizisten. Yvonne Ndege berichtet von einigen der Frauen, die jetzt ihre Babies bekommen haben. Einige wurden mit AIDS infiziert. 

A

3

2.11.08

"Wir werden Präsident" - Jochen Hütte über die Obamamania in der Heimat des Vaters des Weltenretters.

WS

8

5.11.08

Berichte und Bilder von der Obama-Euphorie nach dessen Wahlsieg.

ht,C,NC

zus.5

5.12.08

Als Folge der Weltfinanzkrise fallen die Rohstoffpreise. Der Exportpreis für Tee ist um 60 % gesunken, mit Folgen für Tee-Farmen, -Fabriken und -Handel in Kenia.

A

3

17.12.08

Als Folge der Gewaltwelle vor einem Jahr konnten viele Bauern ihre Felder nicht bestellen, jetzt fehlt ihre Ernte und die Nahrung wird knapp.

A

3

19.12.08

Neues Mediengesetz bedroht die Pressefreiheit. Bericht von Yvonne Ndege.

A

3

20.12.08

Ein Bericht über das Leben in Kibera und die Wirtschaftskrise.

JA

2

25.12.08

Yvonne Ndege blickt zurück auf ein Jahr von Gewalt und politischem Wandel und befragt Raila Odinga dazu.

A

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26.12.08

Immer noch leben Zigtausende Vertriebene in Flüchtlingslagern. Mohamed Adow berichtet aus einem Lager bei Eldoret.

A

5

1.1.09

"Peace at any Prize" - Reportage von Karen Allen über die Nachwirkungen der ethnischen Unruhen vor einem Jahr. (our world)  (NNA)*

B

23

16.1.09

Ein Jahr nach den Unruhen. (NNA)*

ht

2

1.2.09

In Molo sterben über 100 Menschen bei der Explosion eines Öltankwagens.

A,E

zus.3

10.2.09

In Molo werden die Opfer des Tankwagen-Unglücks feierlich öffentlich beigesetzt, viele davon konnten nicht identifiziert werden.

JA

2

28.2.09

Bericht von Yvonne Ndege: Ein Jahr nach dem Friedensvertrag kommt die juristische Aufarbeitung des Bürgerkrieges nicht voran. Immer noch wohnen Tausende in Flüchtlingslagern.

A

3

6.3.09

Zwei Menschenrechtsaktivisten, Oscar Kingara und ein Kollege, werden in Nairobi auf der Straße erschossen. Sie hatten die Welle von außergesetzlichen Hinrichtungen von angeblichen Mungiki-Leuten durch Todesschwadronen der Polizei untersucht.

"Horror and Hope" - (NNA)*

A,B,JA

A

zus.8

23

10.3.09

Kurzberichte: Demonstration von Tausenden Studenten in Nairobi wegen des Mordes an zwei Menschenrechtlern wird von der Polizei mit Tränengas aufgelöst.

A,B

zus.1

11.3.09

Bericht über die Demo in Nairobi wegen der Ermordung von zwei Menschenrechtlern.

JA

2

21.4.09

In dem Dorf Karatina in Zentrum des Landes werden etwa 25 Menschen von Mungiki-Banditen getötet, anscheinend eine Racheaktion weil die Dorfbewohner mit der Polizei kooperierten. Es sollen dort auch etwa 15 Mungiki-Leute von Dorfbewohnern gelyncht worden sein.

A,JA,E

zus.4

1.5.09

Um endlich soziale und politische Reformen zu erzwingen, rufen Frauengruppen einen einwöchigen Sex-Streik aus.

JA

2

5.5.09

Walter Heinz berichtet über den Aufruf zum Sex-Boykott der kenianischen Frauengruppen, als Protest gegen Unfähigkeit und Korruption der regierenden Elite.

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13.5.09

Bericht von Jörg-Hendrik Brase über den Mordprozeß gegen einen weißen Farmer. (NNA)*

auslandsjnl.

7

16.5.09 Kenia / Uganda : David McKenzie berichtet vom Streit zwischen Kenia und Uganda um den Besitz der kleinen Fischerinsel Migingo im Victoria-See. Seit sie vor einigen Jahren aus dem fallenden Wasser auftauchte, wird sie von Fischern bewohnt, inzwischen gibt es eine kleine Stadt. Der Fisch im See wird knapp und der Streit um die Fänge schärfer. (Darüber auch Simone Schlindwein in der taz.)

C

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27.5.09

"Stimme des Slums" - Jörg-Hendrik Brase berichtet über die Arbeit der Reporter beim Bürgerfernsehen "Slum-TV" in Mathare, einem Stadtteil von Nairobi.  - Bericht beim ZDF nachkucken. - Webseite von "Slum-TV"

auslandsjnl.

7

11.6.09

Bewohner der Slums von Nairobi fordern zusammen mit amnesty international, daß die Regierung sich um ihre Probleme kümmern soll. Das Recht auf angemessene Wohnung ist eins der grundsätzlichsten Menschenrechte. (Bericht von Andrew Simmons)

A

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21.6.09

"Starke Frauen in der Wüste" - Peter Schreiber berichtet vom Überlebenskampf der Hirtennomaden des Dasenech-Volkes in der Chalbi-Wüste im Norden des Landes. Der Film zeigt Menschen, die noch sehr nach den Traditionen leben, unter sehr harten Bedingungen, aber augenscheinlich ziemlich ausgeglichen. 

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23.6.09

In den 50er-Jahren lehnten die Kikuyu sich im "MauMau-Aufstand" gegen das britische Kolonialregime auf. Tausende wurden getötet oder in KZs eingesperrt. Einige der überlebenden Opfer verklagen jetzt in London den britischen Staat auf Entschädigung und verlangen eine offizielle Entschuldigung für die ihnen angetanen Verbrechen. Hintergrundbericht und Gespräche mit dem Historiker David Anderson (bei Al Jazeera) und mit einer Klägerin (Jane Motori Mara) und ihrer Rechtsanwältin Anne Karithi sowie George Morara von der kenianischen Menschenrechtskommission (bei der BBC).

A,B

zus.10

     
27.6.09

Andrew Simmons berichtet über die alltägliche Korruption, z.B. beim Schulamt, bei der Verkehrspolizei. Der neue Justizminister Mutula Kilonzo sagt, er sei entsetzt darüber, daß bisher praktisch nie Jemand wegen Bestechlichkeit verurteilt wurde.

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7.7.09

Will Ross berichtet über das politsatirische Puppentheater der "XYZ Show" des Karikaturisten Gado.

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9.7.09

Viele Kenianer sind enttäuscht, daß Obama nach Ghana reist, nicht aber nach Kenia. Unterdessen kommen weder die versprochenen politischen Reformen voran noch die juristische Aufarbeitung der ethnischen Unruhen vom letzten Jahr. Bericht von Yvonne Ndege.

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30.7.09

Anderthalb Jahre nach den ethnischen Unruhen kommt die juristische Aufarbeitung nicht voran. Die Regierung kündigt jetzt Reformen von Justiz und Polizei an, um die Suche nach Gerechtigkeit und Wahrheit voranzutreiben. Gemeinsame Erklärung von Odinga und Kibaki. Infos von Andrew Simmons. Und ein Bericht von Andrew Simmons über das Warten von Angehörigen der Gewaltopfer auf eine Bestrafung der Täter, zu denen auch hohe Beamte und Regierungsmitglieder gehören. Viele Vertriebene leben immer noch in Zeltlagern.

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5.8.09

Andrew Simmons berichtet von Hillary Clintons Besuch. Sie kritisiert öffentlich sehr deutlich die Ergebnisse der Regierungskoalition, was die Bekämpfung der Korruption angeht und vor allem die juristische Bewältigung der ethnischen Gewalt von Anfang 2008. 

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3

13.8.09

Will Roth über Nachwirkungen der ethnischen Gewalt von 2008. (NNA)*

Ein schottische Diamanten-Experte wird ermordet, angeblich von einem wütenden Mob.

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A

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15.8.09

Kenia / Uganda : Peter Grester berichtet über den Streit um die winzige Fischerinsel Migingo im Victoriasee. (sh. 16.5.) Dahinter steckt das Problem sinkender Fangmengen als Folge von Überfischung und Wasserverschmutzung.

B

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16.8.09

Fareed Zakaria interviewt Premierminister Raila Odinga. Der äußert sich ablehnend über Obamas/Clintons "Patronage", sie sollen partnerschaftlich helfen, aber sich nicht einmischen.

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7

10.9.09

"First Person": Martin Odour führt Touristen durch seine Heimat, den Kibera-Slum, und versucht, ihnen ein anderes Bild seines Viertels nahezubringen.

A

2

26.9.09

 

 

 

 

 

"Kein Geld für die Kinder" - Reportage von Lars Köhne   (NNA)*

Text von der arte-Seite: "Im April schlug die Weltbank Alarm: Durch die internationale Wirtschafts-und Finanzkrise werden pro Jahr 700 000 afrikanische Kinder sterben, prophezeite der für Afrika Verantwortliche der Weltbank, Shantayanan Devarajan.
Nach dieser Meldung schickte ARTE-Reportage den Reporter Lars Köhne mit seinem Kameramann nach Kenia – Kenia deshalb, weil diese einst leistungsfähigste Volkswirtschaft Ostafrikas nach den Gewaltausbrüchen der letzten Wahl, einer anhaltende Dürre im Norden und endgültig durch die Auswirkungen der Finanzkrise auf den Stand eines Entwicklungslandes zurück geworfen wurde: Dramatischer Rückgang der Touristenzahlen, Zusammenbruch des Geschäfts der Blumenfarmer im Rift-Valley, eingefrorene internationale Kredite – zur Zeit sind zehn Millionen von insgesamt 37 Millionen Kenianern von akuter Hungersnot bedroht, die Hälfte aller Kenianer überlebt irgendwie mit weniger als einem Dollar am Tag. Die arbeitslose Landbevölkerung flieht verzweifelt auf der hoffnungslosen Suche nach Brot und Arbeit in die Slums der Städte.
Am schlimmsten leiden die Kinder: Lars Köhne traf sie unter den tausenden Menschen, die auf den Müllbergen nach Essbarem suchen, die Zahl der Straßenkinder nimmt dramatisch zu und die Zahl der Mädchen, die keinen anderen Ausweg zum Überleben sehen, als ihren Körper zu verkaufen. Es fehlt an Soforthilfe, mahnt der stellvertretende Vorsitzende der kenianischen Menschenrechtsorganisation Tom Kagwe und er kritisiert die Weltbank massiv: Sie habe zwar 413 Millionen US –Dollar versprochen – aber dieses Geld, prophezeit Kagwe, werde den Hungernden kaum helfen, es werde in dunklen Kanälen versickern. Gerne hätten wir die Verantwortlichen der Weltbank in Kenia dazu befragt – ein Interview wurde uns noch vor Beginn der Dreharbeiten verprochen und dann, vor Ort, abgesagt, aufgrund unvorhergesehener Umstände hieß es."

arep

 

 

 

 

23

 

 

 

 

29.9.09

Nach der ethnischen Gewaltwelle mit über 1000 Toten vor bald zwei Jahren ist noch kein einziger Täter vor Gericht gestellt worden. Der Justizminister will die Sache nun an den ICC übergeben. Bericht von Nicole Johnston. - Hassan Omar Hassan (kenianische Menschenrechtskommission) sieht darin einen nötigen Schritt, aber auch ein totales Versagen der Koalitionsregierung, für die "Frieden" wichtiger ist als Gerechtigkeit.

A

5

7.10.09

Kofi Annan ist wieder zu Gesprächen in Nairobi. Es geht um die ausbleibenden Reformen der Koalitionsregierung und vor allem darum, die Schuldigen für die ethnische Gewalt von Anfang 2008 endlich vor Gericht zu bringen, im Lande oder auch beim ICC. Berichte von Werner Zeppenfeld und Mohamed Adow.

TT,A

zus.6

     
8.10.09

Will Roth berichtet über ein Flüchtlingslager in Eldoret. 2000 Leute sollen jetzt  zurückkehren in die Dörfer, aus denen sie bei den ethnischen Unruhen vertrieben wurden. Ein Sprecher erklärt, dorthin könne man nicht zurück, und die Regierung habe ihnen anderswo Land versprochen.

B

3

28.10.09

Der Anführer der Mungiki-Sekte, Meina Njenga, ist nach fünf Jahren aus dem Gefängnis freigekommen. Jetzt ruft er seine Anhänger auf, mit Gewalt und Verbrechen aufzuhören. Andrew Simmons berichtet und spricht mit Njenga.

A

3

     
4.11.09

Luis Moreno-Ocampo, der Chefankläger des ICC, soll in Kenia die Untersuchung der ethnischen Gewalt von Anfang '08 leiten. Dazu ein Bericht von Andrew Simmons aus Kisumu, wo Angehörige von damals Ermordeten bis heute auf Gerechtigkeit warten. Bis heute ist nicht aufgeklärt, wer damals die Gewalt angestachelt hat. Bei der BBC ein etwas allgemeinerer Bericht von Casper Layton aus Nairobi.

A,B

zus.6

     
5.11.09

Moreno-Ocampo trifft in Nairobi ein, wo er die Ermittlungen zu den Verbrechen bei den Unruhen Anfang '08 voranbringen soll. Drei allgemeine Berichte

A,B,JA

zus.7

7.11.09

Ocampo beginnt in Nairobi mit der Arbeit, um einige der Hauptschuldigen für die ethnische Gewalt vor Gericht zu bringen.

ari,B

zus.4

8.11.09

"Eine Droge als Jobmotor" - Peter Schreiber berichtet über Kat. Die Volksdroge im Alltag, Anbau und Verarbeitung am Mt.Kenia, Vertrieb durch Kartelle, Export für Exilanten in Europa.

WS

7

26.11.09

Informationen von Andrew Simmons über die Ermittlungen von Moreno-Ocampo. (mit OT) 

A

2

29.11.09

"Der Wald und die Vertriebenen" - Sabine Bohland über die Vertreibung der Bauern aus dem Mau-Wald.  (NNA)*

WS

7

21.12.09

Bilder aus Kibera (Nairobi). Nach einem Eisenbahnunglück am Rande des Slumgebietes kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Bewohnern und Polizisten.

NC

2

26.12.09

Mohammed Adow berichtet aus Kisii (am Victoria-See) über brutale Mob-Gewalt gegen Menschen, die der "Hexerei" beschuldigt werden. Meist sind dies ältere Leute und traditionelle Heiler.  ¤

A

3

     
6.1.10

Andrew Simmons berichtet über den islamischen Prediger Sheik Abdullah el-Faisal, der wegen Terrorismusanschuldigungen auf dem Flughafen von Nairobi festsitzt.

A

3

7.1.10

Der jamaikanische Islamist Sheik Abdullah el-Faisal ist nach Gambia deportiert worden. Irgendetwas Konkretes gegen ihn lag nicht vor. Menschenrechtler reagieren entsetzt über das Vorgehen der Regierung.

A

3

10.1.10

Der deportierte Prediger el-Faisal ist wieder zurück in Kenia. Bericht von Andrew Simmons über den Fall.

A

2

11.1.10

Mohamed Adow über Neues im Fall des islamistischen Predigers El-Faisal, der in Kenia jetzt erstmal eingesperrt bleibt.

A

2

15.1.10

Heftige Unruhen bei Protesten von Muslimen gegen die Inhaftierung des Predigers Abdullah el-Faisal. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei in Nairobi werden sechs Menschen getötet, zahlreiche verletzt.

A,B,JA

zus.1

19.2.10

 

Listening Post: Über Medien als Instrumente von politischen Interessengruppen. Vorwürfe gegen bestimmte "ethnische" Radiosender, die bei den Unruhen vor zwei Jahren zu Hass und Gewalt angestiftet haben sollen. Repressionen gegen unabhängige regierungskritische Medien wie den TV-Sender KTN.

Will Ross über Korruptionsvorwürfe gegen Regierungspolitiker. "Die Regierungskoalition wird nur noch durch Gier und Korruption zusammengehalten", sagt der Bürgerrechtler John Githongo.

A

 

B

7

 

3

26.2.10

Listening Post: Die kenianischen Medien und die Korruption. Über die man berichtet, an der sich manche aber auch beteiligen.  (NNA)*

A

8

5.3.10

Schwere Überschwemmungen in Samburu nach heftigen Regenfällen.

NC

2

17.3.10

Andrew Simmons berichtet über Zeugen, die bei der internationalen Untersuchungskommission über die Hintermänner der Gewalttaten vom Januar 2009 aussagen wollen, und die ihrerseits massive Morddrohungen bekommen.   ¤

A

3

     
31.3.10

Der ICC beschließt eine offizielle Untersuchung zu den Massakern nach den Wahlen vom Dezember 2007. Berichte dazu von Andrew Simmons und Peter Greste mit einigen Stimmen von Gewaltopfern.

A,B

zus.7

     
19.4.10

Weil durch den isländischen Vulkanausbruch keine Flugzeuge mehr nach Europa fliegen, werden Millionen von Schnittblumen wieder ausgepackt und in den Kompost geworfen. Exportblumen und -gemüse für Europa machen 20 Prozent der kenianischen Wirtschaft aus. Bericht von Will Ross.

B

2

  (hier ein ähnlicher Bericht von Al Jazeera)    
30.4.10

Bericht von Andrew Simmons über "The XYZ Show", ein satirisches Puppentheater im staatlichen Fernsehen, das die Politiker (nicht nur die kenianischen) ziemlich offen lächerlich macht.

A

3

7.5.10

ICC-Ankläger Moreno Ocampo trifft ein und will mit der Arbeit beginnen, die Hintermänner der Pogrome von vor zwei Jahren zu suchen. 

A,JA

zus.5

10.5.10

Andrew Simmons berichtet über Zeugen der Pogrome von 2008, die um ihr Leben fürchten müssen, wenn sie bei der Untersuchung des ICC aussagen. Etwa 30 Personen wurden in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen.

A

2

14.5.10

David Frost spricht mit Luis Moreno-Ocampo über die Untersuchung der Pogrome von 2008. (NNA)*

A

7

     
13.6.10

Bei einer Kundgebung von Evangelikalen in einem Park in Nairobi (etwa 10.000 Teilnehmer) gibt es zwei Explosionen. Fünf Tote und sehr viele Verletzte. Die Kundgebung richtete sich gegen die neue Verfassung, weil mit dieser angeblich die Scharia eingeführt und Abtreibungen erlaubt würden. Bericht von Zeina Awad.    ¤  

A

2

14.6.10

Zwei Berichte zu dem Bombenanschlag auf eine Kundgebung von Evangelikalen in Nairobi, bei dem 5 Menschen getötet wurden. Der Hintergrund ist weiter unklar.

A,JA

zus.4

     
17.7.10

Zeina Awad berichtet über den Alltag von Massai-Nomaden, denen die Einführung von billigen Plastikkanistern große Vorteile im Umgang mit dem raren Wasser gebracht hat.

A

3

     
20.7.10

Andrew Simmons berichtet über Proteste gegen fürstliche Gehälter für Regierungsmitglieder, die noch weiter erhöht werden sollen und dann über denen der US-Regierung liegen würden.

A

3
23.7.10

Nach einem Gerichtsurteil bekommen 80 frühere politische Flüchtlinge, die unter Moi von der Geheimpolizei gefoltert wurden, eine staatliche Entschädigung. Bericht von Andrew Simmons.

A

3

27.7.10

Riz Khan, Diskussion über die neue kenianische Verfassung. (NNA)*

On Tuesday's Riz Khan show we speak with Joseph Methu, an Evangelical bishop active in the "No" campaign, Abdalla Murshid, a Muslim attorney and activist who supports the constitutional draft, and Shailja Patel, a Kenyan author, activist and founder of Kenyans for Peace, Truth and Justice.

A

23

2.8.10

Berichte von Will Ross und David McKenzie über das Verfassungsreferendum am Mittwoch, Großkundgebungen für und gegen die Reform. Umstritten sind neue Regeln der Landverteilung und das Recht auf Abtreibung, das von den Kirchen abgelehnt wird (das aber leider auch gar nicht in dem Entwurf steht. Es ist mir unklar, worüber die Pseudochristen sich aufregen.)   Hier noch ein Bericht von Andrew Simmons:

B,C,JA

zus.9

     
3.8.10

Berichte vor dem Verfassungsreferendum, von Andrew Simmons, Will Ross und Werner Zeppenfeld. - Versuch eines Kommentars auf Basis dieser Berichte: wenn Katholiken, Evangelikale und die Gegner einer Landreform dagegen sind, kann die neue Verfassung nicht soo schlecht sein. 

A,B,TT

zus.9
4.8.10

Die Abstimmung läuft geordnet und mit sehr starker Beteiligung ab. In der Nacht gibt es Meldungen, wonach sich eine deutliche Mehrheit pro Verfassung abzeichnet. Berichte von Andrew Simmons und Peter Greste. Im arte-journal außerdem ein Bericht über Theatergruppen, die die Inhalte der neuen Verfassung der Bevölkerung nahebringen sollen und sie über ihre neuen Rechte informieren.

arj,E,A,B

zus.13

5.8.10

Die neue Verfassung ist mit klarer Mehrheit (etwa 67 %) angenommen worden, Freudenfeiern, sehr hoffnungsvolle Stellungnahmen. Berichte von Andrew Simmons, Peter Greste und Werner Zeppenfeld.

TS,E,A,B

zus.9

27.8.10

In Nairobi wird bei einer großen öffentlichen Zeremonie (inklusive Militärparade) die neue Verfassung unterzeichnet und in Kraft gesetzt. In den Berichten geht es vor allem darum, daß an der Feier auch Sudans Präsident Al-Bashir ganz offiziell teilnimmt. Dagegen protestieren EU und ICC. (Für das ZDF berichtet Jörg Brase aus Nairobi.)

ht,E,A,B

zus.10
22.10.10

Catherine Soi berichtet über eine Welle von sexuellen Übergriffen von Schullehrern auf Schülerinnen.

A

3

24.11.10

Jörg Brase berichtet, daß im Kibara-Slum gar nicht eine Million Menschen leben, sondern nur etwa 200.000.    (NNA)*   ¤

auslandsjnl.

7

3.12.10

Bei zwei Anschlägen werden in Nairobi drei Polizisten getötet.

A

1/2

6.12.10 Kenia / Somalia : In Nairobi verhaftet die Polizei 346 Ausländer, überwiegend Somalier. Es geht um die Ermordung von drei Polizisten bei zwei Anschlägen letzte Woche und vermutete Beziehungen der Täter zur Al Shabab. Infos von Mohammed Adow.

A

3

14.12.10

In Kenia soll ein eigener Gerichtshof die Verbrechen während der Unruhen nach der Wahl vor drei Jahren aufarbeiten, mit Unterstützung des ICC. Auch mehrere damals verantwortliche Politiker sollen angeklagt werden. Damals wurden über 1200 Menschen bei Pogromen getötet. Berichte von Mohammed Adow und Will Ross.

A,B

zus.6

15.12.10

ICC-Ankläger Ocampo benennt in Den Haag 6 hochstehende kenianische Politiker als Hauptschuldige der Pogrome von 2007/2008. Sie sollen entweder vor dem neuen Gerichtshof in Kenia oder beim ICC angeklagt werden. Live-OT von Ocampos Erklärung, und Berichte aus Nairobi von Mohammed Adow und Will Ross und aus Den Haag von Andrew Simmons. Portraits der 6 Angeklagten.  ¤

A,B

zus.27
16.12.10

In Nairobi protestieren Leute in Kriegsbemalung gegen Ocampo und den ICC, mit Schildern wie "Muthaura is innocent", "Uhuru is innocent".

NC

1

17.12.10

David Frost spricht mit John Githongo, Kenias früherem obersten Korruptionsermittler, über die Anklagen gegen sechs angebliche Hauptschuldige der Pogrome. (NNA)*

A

7

20.12.10

Bombenexplosion in einem Reisebus in Nairobi. Zwei Tote, viele Verletzte. Vermutlich wollten drei oder vier Männer einen Anschlag in Kampala begehen, die Explosion im Bus war ein Versehen, dabei kam einer der Attentäter um, zwei weitere wurden erschossen. Infos telefonisch von Catherine Soi.

A

3

18.1.11

Bericht von Peter Schreiber über ein Projekt zur Vermessung und Kartierung von Kibera.

hj

4

21.1.11

Will Ross berichtet über Vorwürfe gegen die kenianische Polizei, die offenbar regelmäßig Täter eigenhändig hinrichtet. Mit einigen Beispielen.

B

3

29.1.11

In der Serie "One Square Mile" ein Film von Leo Johnson über den Mathare-Slum in Nairobi.  (NNA)*

B

22

5.4.11

Bericht über die Untersuchungen des ICC zu den Massakern nach den Wahlen vor drei Jahren. Sechs hochrangige Politiker (Die "Ocampo-Six") werden beschuldigt, zu den Gewalttaten aufgerufen zu haben.  ¤

A

3
         
6.4.11

Vier Veteranen des Befreiungskrieges der 50er-Jahre klagen in England vor Gericht, um (stellvertretend für viele Andere) eine Entschädigung für Mißhandlungen durch die Kolonialisten zu bekommen. Bericht von Catherine Soi.

A

2

7.4.11

Drei Berichte über den Beginn des Gerichtsverfahrens in London, bei dem vier Veteranen des Befreiungskrieges eine Entschädigung von den Briten erstreiten wollen.  ¤

Bericht von Andrew Simmons über den Beginn des Prozesses in Den Haag gegen zunächst drei Politiker, die beschuldigt werden, zu den ethnischen Massakern vor drei Jahren aufgerufen zu haben.  ¤

A,B,P

A

zus.7

3

           
8.4.11

Bericht von Andrew Simmons vom Prozeß beim ICC, Stellungnahme von Moreno-Ocampo. (NNA)*

A

4
5.6.11

In Nairobi gibt es eine schwere Explosion an einer Tankstelle, große Verwüstung. Ursache noch unbekannt.

A,P,NC

zus.3
17.6.11

50 Millionen Dollar aus dem nationalen Programm für Grundschulunterricht sind spurlos verschwunden. Über Korruption und ihre ärmsten Opfer berichtet Nazanine Moshiri.

A

2
7.7.11

In Nairobi demonstrieren tausende Leute gegen Preissteigerungen von Nahrung und Treibstoff. Die Polizei setzt Tränengas ein.

A

1/2

16.7.11 Somalia / Kenia : Zwei Berichte über die verheerende Dürre in Somalia und Nordkenia, von Peter Greste und Peter Schreiber.   ¤

A,TS

zus.5
           
29.7.11

"The Café: Kenya's state of tribalism" - Yvonne Ndege trifft in Nairobi Bürgerrechtler und Politiker zu einer Gesprächsrunde. U.a. dabei Ministerpräsident Raila Odinga. (Vielleicht später noch die anderen Namen.)  (NNA)*

A

48
          
1.9.11

Beim ICC beginnt die Anhörung dazu, ob ein Prozeß eröffnet wird gegen sechs prominente Politiker, denen vorgeworfen wird, für die Gewaltwelle nach der Wahl im Dezember 2007 verantwortlich zu sein. Berichte von Nazanine Moshiri und Will Ross.

A,B

zus.5
12.9.11

In einem Slumgebiet von Nairobi läuft Benzin aus einer Pipeline. Als die Leute versuchen, es einzusammeln, explodiert alles, über 100 Menschen werden getötet, mehrere Hundert schwer verletzt. Drei Berichte mit ziemlich schlimmen Bildern.

ht,TS,A

zus.6
20.9.11

In den "Weltbildern" ein Bericht von Werner Zeppenfeld über die Ursachen für Katastrophen wie die Pipeline-Explosion letzte Woche.  (NNA)*  ¤

NDR

7

29.9.11

Uhuru Kenyatta, stellvertretender Ministerpräsident, sagt als Beschuldigter vorm ICC (wegen der Massaker nach den Wahlen 2007) aus, er habe nichts mit den gewalttätigen Mungiki zu tun gehabt. Er beschuldigt dafür Raila Odinga, jetzt Ministerpräsident. Bericht von Catherine Soi.

A

3

17.10.11

Nazanine Moshiri berichtet über den Konflikt um den Mau-Wald, ein ökologisch besonders wichtiges (und eigentlich geschütztes) Waldgebiet. Während die Regierung vor zwei Jahren einige Kleinbauern aus dem Wald vertrieben hat, werden riesige Teeplantagen (für den Export) dort weiter geduldet. Und Teile des Waldes werden kahlgeschlagen, angeblich wuchsen dort nicht standortgerechte Baumarten. (Video unten)  ¤

A

3
23.10.11 Somalia / Kenia : Press-TV zeigt Bilder einer Demonstration in Mogadishu von einigen Hundert Leuten, die unzufrieden sind mit Korruption und Mißmanagement bei der Verteilung von Hilfsgütern an die Hungernden.

Bei AJE eine kurze Meldung über Luftangriffe Kenias auf Kismayo. Bei Press ein Bericht von Alifya Noorani aus Nairobi zum Krieg der kenianischen Armee im Süden Somalias gegen Al Shabab. Der Bericht ist durchaus wohlwollend gegenüber Kenias Einsatz, fragt aber, ob das arme Land sich sowas leisten kann.

Erste Meldung und Infos: in Nairobi hat es einen Anschlag auf einen Nachtclub gegeben. Jemand hat eine Handgranate dort hineingeworfen, 14 Menschen sind verletzt worden, allerdings keine Ausländer. Am Tag davor hatte die US-Botschaft eine ernste Warnung vor Anschlägen der Shabab / Kaida in Kenia herausgegeben. Ob die tatsächlich dahinterstecken, ist noch unklar.

P

A,P

A

1/2

zus.3

5

24.10.11 Somalia / Kenia : Als einziger deutscher Sender meldet Euronews den Anschlag auf eine Bar in Nairobi. - Bilder vom Tatort, Zeugenaussagen, Spekulationen über Hintergrund. - Am Abend gibt es einen weiteren Anschlag an einer Bushaltestelle, bei dem eine Person getötet und 8 schwer verletzt werden. Bericht von dort von Peter Greste.

Frankreich dementiert Berichte, nach denen die französische Marine die Stadt Kismayo (in der Hand der Al Shabab) beschossen haben soll. Die Stadt wurde außerdem von Flugzeugen bombardiert, vermutlich aus Kenia. Somalias Präsident Sheik Sharif Ahmed sagt, seine Regierung habe kein Abkommen mit Kenia und sei über dessen militärisches Eingreifen nicht erfreut. Gespräch darüber mit dem Journalisten Jamal Osman. Über Kenias Eingreifen auch wieder ein ausführlicher neutraler Bericht bei Press-TV, von Abdulaziz Billow aus Mogadishu.

A,C,T,JA,E

A,P

zus.12

zus.8

1.11.11

Catherine Soi berichtet aus Kibera (Nairobi) über Einwanderer aus Nuba (Sudan), die auch nach Generationen in Kenia noch benachteiligt werden, z.B. beim Recht, Land zu erwerben.

A

2

6.11.11 Somalia / Kenia : In der Stadt Garissa im Osten Kenias wird eine Kirche mit Granaten angegriffen, vermutlich von Al Shabab. Mehrere Menschen werden getötet. Infos von Peter Greste. - Für die Tagesschau zu wenig Opfer. Auch die anderen Anschläge der letzten Wochen fanden die Tagesschaurassisten nicht spannend.

A,E

zus.3

8.11.11 Somalia / Kenia : Peter Greste berichtet aus Nairobi über Nervosität und Vorurteile gegen Somalis, die allgemein als Al-Shabab-Leute verdächtigt werden. Vom Feldzug der kenianischen Armee im Nachbarland sind die Leute nicht sehr angetan.

A

3

     
2.12.11

Ein Bericht von Peter Greste über die Folgen des Klimawandels für Hirtennomaden in Isiolo. Wegen der Dürre gibt es Kämpfe zwischen Nachbarstämmen um das knapper werdende Weideland. Dabei haben die Nomaden den größten Schaden, die sich eigentlich am Besten an wechselnde Verhältnisse angepaßt haben, gegenüber den Seßhaften, deren Lebensweise den Schaden vergrößert, die sich aber besser durchsetzen können.   ¤

A

3
           
20.12.11 Sudan / Kenia : Ein Berufungsgericht in Kenia beschließt, daß der Haftbefehl gegen Präsident Bashir bestehen bleibt. Infos von Peter Greste.

A

2

7.1.12 Somalia / Kenia : Es gibt einige Warnungen vor bevorstehenden Terroranschlägen der Shabab gegen westliche Ausländer in Kenia. Infos von Peter Greste. 

A

2

12.1.12 Somalia / Kenia : In der Stadt Garissa (in Kenia) sollen kenianische Soldaten somalische Zivilisten angegriffen haben, die sie wohl für Al-Shabab-Leute hielten. Infos von Peter Greste.

Eine britische Studie hat anhand von Satellitenfotos entdeckt, daß einige Teile Somalias wirtschaftlich von der Piraterie profitieren. Die Lösegelder werden dort offenbar sinnvoll investiert. Bericht von Andrew Simmons aus London.   ¤

A

zus.6

22.1.12

Der ICC entscheidet demnächst über eine Anklage gegen sechs Politiker wegen Anstiftung der ethnischen Massaker vor vier Jahren. Der Fotograf Picha Mtaani zeigt eine Ausstellung seiner Fotos (auf Stellwänden an der Straße), mit der er gegen das Vergessen angeht. Peter Greste berichtet über die Hoffnung, daß Verantwortliche bestraft werden. 

A

3
23.1.12

Der ICC in Den Haag verkündet, daß vier kenianische Politiker wegen Verbrechen gegen die Menschheit (Anstiftung zu den Massakern vor 4 Jahren) angeklagt werden sollen: Uhuru Kenyatta (heute Vizepremierminister), Francis Muthaura (hoher Regierungsbeamter), William Ruto (Präsidentschaftskandidat der Opposition) und Joshua Arap Sang (Journalist). Berichte aus Nairobi von Mohammed Adow und Will Ross.

A,B,E

zus.6
2.3.12 Kenia  / Sudan : Die Regierungen von Kenia, Äthiopien und Südsudan beschließen ein gemeinsames Großprojekt aus einem neuen Seehafen, Straßen, Pipelines und Eisenbahnstrecke, das vor allem dem Abtransport von Rohstoffen aus Afrika dienen wird. Nazanine Moshiri berichtet aus Lamu, wo Ölraffinerie und Hafen mitten in einem unter Naturschutz stehenden Mangrovenwald gebaut werden sollen. Auch Bauern und Fischer in der Gegend protestieren und fordern bessere Entschädigungen.

A,JA

zus.5
           
9.3.12

Tausende Gesundheitsarbeiterinnen streiken und demonstrieren für bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und Investitionen in den Krankenhäusern. Der Staat erklärt den Streik für "illegal" und reagiert mit der Aussperrung von 25.000 Angestellten. Berichte von Peter Greste und Jamie Mitchell.

A,B

zus.4
10.3.12 Somalia / Kenia : In Nairobi wirft jemand aus einem Auto mehrere Handgranaten auf Leute an einer Bushaltestelle, fünf Menschen werden getötet, 60 verletzt. Die Polizei vermutet, daß es eine Tat von Al-Shabab-Leuten war. Zwei kurze Korrespondentenberichte.

A,B,P,E

zus.6

12.3.12 Somalia / Kenia : Meldung: Al Shabab erklären, daß sie nicht verantwortlich sind für den Anschlag an einer Bushaltestelle in Nairobi, bei dem 7 Menschen getötet wurden.

A

1/2

29.4.12

In Nairobi wirft jemand in einer Kirche während des Gottesdienstes eine Handgranate, ein Mensch wird getötet, mehrere verletzt. Der Angreifer entkommt, vermutlich ein Anschlag von Al Shabab. Bericht bei der BBC.

A,B,C,E

zus.4
14.5.12

Nima Elbagir spricht mit Premier Raila Odinga über den Wahlkampf und die Gefahr neuer ethnischer Unruhen.

C

4

28.5.12

Bei einer Explosion in einer Markthalle in Nairobi werden 27 Menschen verletzt und schwere Schäden angerichtet. Die Ursache ist zunächst unklar, vielleicht ein technischer Defekt, aber Präsident Odinga spricht von einem Terroranschlag, und angeblich werden dann Spuren einer Granatenexplosion gefunden. Bei AJE berichtet Peter Greste vom Anschlagsort.

A,JA

zus.4
2.6.12

Errol Barnett berichtet aus Kibera, dem Slum von Nairobi mit ca. einer Million Einwohnern. Über Elend und Eigeninitiative, tolle selbstbewußte Menschen. Reportage nah an den Leuten, weckt jede Menge Sympathien. Sehenswert, leider NNA)*   (Inside Africa)   ¤

C

23

10.6.12

Bei einem Hubschrauberabsturz werden sechs Menschen getötet, darunter der Innenminister (und frühere Vizepräsident) George Saitori, der nächstes Jahr als Präsident kandidieren wollte. Berichte von Peter Greste und Peter Biles, Kurzmeldung in der Tagesschau.

A,B,TS

zus.5
1.7.12 Kenia / Somalia : In Garissa (nahe der Grenze zu Somalia) stürmen bewaffnete Männer während des Gottesdienstes in zwei christliche Kirchen, schießen um sich und werfen Handgranaten. Mindestens 17 Menschen werden getötet. Vermutungen, daß die Angreifer zu Al Shabab gehören. Bericht aus Garissa von Nazanine Moshiri, Infos aus Nairobi von Kevin Mwachiro.     ¤    Keine Meldung im deutschen TV (außer Euronews.) 

A,B,E

zus.5
           
4.7.12

Meldung: drei Musiker sind angezeigt worden, die mit ihren Liedern zu ethnischer Gewalt aufgerufen haben sollen.

Nach den Anschlägen auf christliche Kirchen wollen christliche und muslimische Gemeinden gemeinsame Wachen zum Schutz von Kirchen organisieren. Infos aus Nairobi von Kevin Mwachiro.

A

B

1/2

1

30.7.12 Kenia / Äthiopien : In der Grenzprovinz Oromia in Äthiopien sind bei Kämpfen zwischen zwei Stämmen (Borana und Garri) mindestens 18 Menschen getötet worden. Über 10.000 Menschen fliehen vor der Gewalt nach Kenia. Peter Greste berichtet aus Moyale und erklärt kurz die politischen Hintergründe (Streit um Land, und Waffenlieferungen der Regierung an einen Stamm im Kampf gegen separatistische Bestrebungen des anderen).   ¤

A

zus.6
           
31.7.12

Noch ein Bericht von Peter Greste aus dem Grenzgebiet über die Ursachen der Gewalt zwischen Borana und Garri, und Infos zur Lage der Flüchtlinge.

A

5
3.8.12

Bombenanschlag in Nairobi. Das einzige Opfer war vermutlich der Bombenleger selber. Morgen (Sonnabend) kommt Mrs. Clinton zu Besuch.  

E

1/2 

4.8.12

Frau Clinton zu Besuch in Nairobi.  

E

1

6.8.12

Ein Bericht von Kevin Mwachiro über Sorgen, daß die nächsten Wahlen wieder zu einem Ausbruch "ethnischer" Gewalt führen könnten.

B

3

22.8.12

In Tana im Süden des Landes gibt es im Streit um Land zwischen den Völkern der Pokomo und Orma ein Massaker. Pokomo-Männer greifen nachts ein Dorf der Orma an und ermorden etwa 50 Menschen im Schlaf, zum Großteil Frauen und Kinder. Berichte bei AJE und BBC und Infos von Peter Greste.   ¤

A,B,E

zus.5
           
23.8.12

Noch zweimal kurze Meldungen zum Massaker an 50 Leuten vom Orma-Volk in Tana. Bei der BBC ein Gespräch mit Abdullahi Boru Halakhe (Int. Crisis Group) über Ursachen für solche Vorfälle: ein schwacher Staat und leicht verfügbare Waffen. (Was aber in diesem Fall keine Rolle spielte.)

Im deutschen TV hat es (außer dem Bericht bei Euronews) natürlich keine einzige Meldung zu dem Massaker gegeben. Die ARD brachte stattdessen im Mordmagazin "Brisant" einen Bericht über einen Flugzeugabsturz, bei dem ein paar deutsche Safaritouristen gestorben sind.

A,B

zus.4

27.8.12

In Mombasa ermorden Unbekannte den islamistischen Geistlichen Rogo Mohammed, der Verbindungen zu Al Shabab gehabt haben soll. Danach kommt es in Mombasa zu massiven Ausschreitungen seiner Anhänger, die u.a. zwei Kirchen verwüsten. Infos von Peter Greste.

A,E

zus.3

28.8.12

Weiter heftige Krawalle von muslimischen Jugendlichen in Mombasa, jetzt vor allem gegen Polizisten. Muslimische Führer rufen zur Ruhe auf. Bericht von Peter Greste. 

A,E,NC

zus.4

29.8.12

Gespannte Ruhe in Mombasa nach den schweren Krawallen von Islamisten. Einige der Randalierer stehen schon vor Gericht.  

arj

2

31.8.12

Weiter Proteste in Mombasa wegen des Mordes an Islamistenprediger Rogo Mohammed. Im Bericht von David McKenzie Bilder des Tatorts, der Islamist Abubakar Sharif Ahmed beschuldigt Polizisten der Tat, auch im Bericht von Peter Greste. Im ZDF berichtet Jörg Brase.

A,C,ht

zus.7

           
10.9.12

Wieder Kämpfe zwischen den beiden Stämmen der Pokomo und Orma in Tana. Bei einem Angriff von mehreren Hundert Pokomo-Männern auf ein Orma-Dorf sind mindestens 38 Menschen getötet worden, darunter auch 9 Polizisten. Infos von Mohammed Adow aus Nairobi. Bei TV5 ein Bericht, der deutlicher von einem Massaker spricht. Die meisten Opfer seien erneut Frauen und Kinder gewesen.  ¤

A,JA

zus.4
17.9.12

Gabriel Gatehouse berichtet als erster aus dem Tana-Gebiet, vom Ort des Stammeskrieges zwischen bäuerlichen Pokomo und halbnomadischen viehzüchtenden Orma. Im Streit um Land haben Pokoma-Männer mehrmals Dörfer der Orma überfallen und die Bewohner (sowie deren Tiere) massakriert. Schilderungen von Überlebenden.   ¤

B

3
22.9.12

Der Bericht von Gabriel Gatehouse über den ethnischen Konflikt in Tana nochmal ausführlicher (bei BBC-Newsnight). Dazugekommen u.a. die Info, daß in der Region ausländische Konzerne Land kaufen um dort Ölpflanzen für den Export von "Biosprit" anzubauen, wodurch sich der Konflikt um knappes Weideland weiter verschärfen wird.   ¤

B

7

26.9.12

Vizeminister Waititu hat in seinem Wahlkreis öffentlich (und vor Kameras) dazu aufgerufen, alle Massai zu vertreiben. Jetzt sucht ihn die Justiz wegen Aufstachelung zu ethnischem Hass. Bericht von Catherine Soi.

A

2

30.9.12

In Nairobi greifen mehrere bewaffnete Männer (vermutlich Al Shabab) einen christlichen Kindergottesdienst an. Bei einer Granatenexplosion werden zwei Kinder getötet und mehrere schwer verletzt. Als Reaktion kommt es zu übergriffen von christlichen Jugendlichen auf Somaliern. Infos u.a. von Mohammed Adow aus Nairobi. - Berichte und Bilder ab dem Nachmittag, trotzdem keine Meldungen im deutschen TV.  

Am 1.10. noch ein recht ausführlicher Bericht darüber bei Sky News (mit den selben Bildern).

A,B,C,JA

Sky

zus.10

2

5.10.12

Das oberste britische Gericht entscheidet, daß eine Gruppe von alten Männern aus Kenia den britischen Staat auf Entschädigungen verklagen dürfen, auch noch 50 Jahre nach den Folterungen, die die Kolonialisten ihnen während des "Mau Mau"-Aufstandes zugefügt haben. Drei Berichte, davon einer von Peter Greste über die Freude der Menschen in Kenia über das Urteil.   ¤

A,B,C

zus.9
           
14.10.12

In der Reihe "One Square Mile" eine Reportage von Kevin Mwachiro aus Mombasa. (NNA)*

B

22

17.10.12

In Mombasa haben Polizisten drei mutmaßliche Al-Shabab-Männer erschossen. Angaben dazu vom Polizeichef.

A

1
25.10.12

Die Chefanklägerin des ICC, Fatou Bensouda, besucht Orte in Kenia, wo 2007 / 08 ethnische Massaker stattfanden, zur Vorbereitung des Prozesses gegen einige der Anstifter. Bericht von Peter Greste.

A

3

27.10.12

Noch ein Bericht, von Karen Allen, über die Besuchsreise von Fatou Bensouda.

B

3

30.10.12

In Kisumo gibt es seit Tagen Unruhen, nachdem ein Lokalpolitiker der ODM ermordet worden ist, angeblich von Polizisten. Bericht von Nazanine Moshiri.

A

3
10.11.12

Meldung: bei Auseinandersetzungen mit Viehdieben sind in Samburu mindestens 7 Polizisten ermordet worden. 

Nazanine Moshiri berichtet aus Mombasa über die Gruppe MRC, die eine Sezession Mombasas von Kenia anstrebt.

A

A

1/2

3

           
11.11.12

Meldung: bei den Kämpfen mit einer Bande von Viehdieben sind in Samburu 28 Polizisten getötet worden.  

A

1/2

12.11.12

Die Zahl der von Viehdieben in Samburu ermordeten Polizisten ist auf 42 gestiegen. Über Hundert bewaffnete Viehdiebe vom Volk der Turkana haben ca. 1000 Rinder von den Samburu gestohlen, wurden von Polizisten verfolgt, haben diese in einen Hinterhalt gelockt und getötet. Erste kurze Berichte bei der BBC und Euronews.   ¤   Natürlich! nichts darüber im deutschen Fernsehen.

A,B,E

zus.3

13.11.12

Peter Greste berichtet (aus Nairobi) über das Massaker an 42 Polizisten in Samburu.   ¤

A

2

18.11.12

In Nairobi wirft ein Mann eine Handgranate in einen Kleinbus, 7 der etwa 30 Insassen werden getötet, die Opfer sind vermutlich Somalier, der Täter wird verhaftet. Bericht von Karen Allen (BBC).

A,B,JA

zus.3

19.11.12

Nach dem Bombenanschlag auf einen Kleinbus (9 Tote) in Nairobi gibt es in dem Stadtteil gewalttätige Ausschreitungen gegen Somalier, weil die Leute einen Anschlag von somalischen Islamisten vermuten. Über den verhafteten Täter ist noch nichts bekannt. Zwei Berichte aus Nairobi, von Catherine Soi (AJE) und bei TV5. Hier äußern junge Männer offen ihre Vorurteile gegen "die Somalier". Ein eigener Bericht bei Sky News.

A,Sky,JA

zus.7

20.11.12

Noch ein Bericht über die Ausschreitungen gegen Somalier in Nairobis Stadtteil Eastleigh. 

Sky

2
2.12.12

Die beiden Politiker Uhuru Kenyatta und William Ruto wollen gemeinsam zur Präsidentenwahl nächstes Jahr antreten. Beide werden vom ICC als Verantwortliche der Massaker von 2007 / 2008 beschuldigt. Bericht von Mohammed Adow.

A

3

6.12.12

Auch fünf Jahre nach den ethnischen Pogromen leben noch Tausende Menschen in Flüchtlingslagern. David McKenzie berichtet.  (NNA)*

C

5
7.12.12

Meldung: drei Tote bei einer Bombenexplosion in Eastleigh (Nairobi). Vor drei Tagen gab es schon mal eine Explosion.

A

1/2

14.12.12

Die Regierung von Kenia fordert alle Flüchtlinge aus Somalia auf, das Land zu verlassen. Gemeint sind wohl nicht die in den Flüchtlingslagern an der Grenze, sondern vor allem die unregistrierten Immigranten in Nairobi. Grund sind diverse Anschläge dort, für die Al Shabab verantwortlich gemacht wird. Nazanine Moshiri berichtet aus Nairobi

A

3

           
16.12.12

Wieder eine Reihe von Anschlägen in Eastleigh, ein Toter und mehrere Verletzte. Unbekannte werfen Handgranaten in Nachtclubs. Infos aus Nairobi von Nazanine Moshiri.

A

2

21.12.12

Im Tana-Delta haben wieder Pokomo-Männer (Bauern) ein Orma-Dorf (Viehzüchter) überfallen und etwa 40 Menschen ermordet, darunter auch Kinder. Bei AJE Infos und Bericht von Nazanine Moshiri. Einzige Meldung auf deutsch bei Euronews, allerdings mit dummer Wortwahl ("... haben sich zwei Volksgruppen massakriert ...").  ¤

A,B,JA,E

zus.9
           
9.1.13

Skandal um einen Mann, der 5 Jahre lang als Polizist aufgetreten ist und Schmiergelder kassiert hat.

A

2
10.1.13

Wieder ethnische Gewalt im Tana-Delta. Diesmal haben Orma-Männer ein Dorf der Pokomo überfallen und zehn Personen ermordet sowie etliche Häuser niedergebrannt und Tiere getötet. Bericht von Ilhame Taoufiqi mit Bildern aus dem Ort.   ¤

JA

2

12.1.13

Peter Greste berichtet über den Wahlkampf und die Vorwürfe gegen zwei Präsidentschaftskandidaten der Opposition, die vom ICC wegen Aufstachelung zu den ethnischen Unruhen nach der letzten Wahl angeklagt sind.

A

2
16.1.13

Neue ethnische Gewalttaten im Tana-Delta. Peter Greste berichtet von dort, zeigt niedergebrannte Häuser, schwerverletzte Opfer, verzweifelte Überlebende. Anscheinend haben die Angriffe auch mit dem Wahlkampf zu tun. Das Rote Kreuz versucht (vergeblich), die Gruppen zum gemeinsamen Gespräch zusammenzubringen.  ¤

A

3

           
18.1.13

Peter Greste berichtet über die neueingeführten Vorwahlen zur Parlamentswahl. Jetzt schon gibt es gewaltsame Zwischenfälle, Chaos und Fälschungsversuche.

A

3
3.2.13

Peter Greste berichtet über den Wahlkampf im Südosten des Landes, der von Stammesrivalitäten geprägt ist. Einen Monat vor der Wahl wächst die Furcht vor neuen ethnischen Unruhen.

A

3
9.2.13

"Kenya Elections; A Family Affair" - Reportage von Karen Allen, über den Wahlkampf und Erinnerungen an die ethnischen Massaker nach den Wahlen 2007.  (our world)  (NNA)*   ¤¤

B

26

11.2.13

Erstmals sendet das Fernsehen eine Live-Debatte der 8 Präsidentschaftskandidaten. Zusammenfassung von Peter Greste. (AJE hat die Debatte auch live übertragen.)

A

2
           
14.2.13

Eines der Hauptthemen im Wahlkampf ist die Frage der ungerechten Verteilung von Landbesitz. Ein Großteil des nutzbaren Landes gehört Großgrundbesitzern, die es weder nutzen noch dafür Steuern bezahlen. Nazanine Moshiri berichtet aus Kilifi.

A

3
25.2.13

Mohammed Adow berichtet über die zweite Runde der TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten. (Wurde von AJE teilweise auch live übertragen.) Hauptthema sind diverse Korruptionsvorwürfe.

A

2
28.2.13

In Kenia sind offiziell 16 Millionen Menschen arbeitslos, 80 Prozent der Jugendlichen haben keinen Job. Mohammed Adow berichtet aus Nairobi über die Folgen, Hoffnungslosigkeit und Kriminalität. 

A

3

           
1.3.13

Am Montag finden die Parlaments- und Präsidentenwahlen statt. Bei AJE berichtet Nazanine Moshiri über Vorwürfe des Stimmenkaufs. Videos belegen, daß Kandidaten beider großen Parteien Geld an Wähler verschenken. Peter Greste erklärt in seinem Bericht den Zusammenhang zwischen Parteipolitik und Tribalismus. Und Gabriel Gatehouse (BBC) berichtet aus Kibera über die Ängste vor einem neuen Ausbruch ethnischer Gewalt.   ¤   (Bei der BBC Karten zur Verteilung der Ethnien in Kenia)

A,B

zus.9

           
2.3.13

Eine ganze Reihe von Berichten vor den Wahlen am Montag. Von Peter Greste, Nazanine Moshiri und Mohammed Adow (alle bei AJE), Sophie Ikenye (BBC), Shafagh Laghai (TT), Jörg Brase (hj) und A.Cano (JA), außerdem bei Euronews. (Alle NNA)*   ¤

A,B,TT,hj,E,JA

zus.25

                 
2.3.13

 

 

 

 

"Sag Nein zum Blutgeld" - Reportage von Patrick Schulze-Heil und Thomas Vollherbst. (NNA)*   ¤

Text von der arte-Seite: "Am 4. März wählen die Kenianer einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament. Politische Inhalte spielen dabei weniger eine Rolle, entscheidend ist die Stammeszugehörigkeit der Politiker. Denn wer an der Macht ist, der denkt zuerst an die Angehörigen seiner Ethnie – und schmiert sie mit Blutgeld, damit sie ihn wieder wählen.
Um sich die Gunst der Wähler zu sichern, hat der Kauf von Stimmen Tradition. Und um politische Gegner einzuschüchtern, zögern Politiker nicht, Killer- und Schlägerkommandos in den Elendsvierteln Nairobis zu rekrutieren. Für 200 Schilling: rund 2 Euro. Doch Kenias Zivilgesellschaft beginnt, sich gegen diesen Missbrauch zu wehren.
„Tia Rwabe Zi“ - „Sag Nein zu 200 Schilling!“ – so nennt sich etwa die private Initiative einiger Frauen im Slum Mathare. „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Politiker uns bei diesen Wahlen wieder kaufen und die Stämme aufeinander hetzten“, sagt die Gründerin der Initiative Julia Njoki. Denn welche Folgen das Blutgeld hat, erlebten nach den letzten Wahlen auch die Menschen in Mathare.
In ganz Kenia kamen bei den durch Politiker entfachten und bezahlten Stammeskonflikten mehr als 1.500 Menschen ums Leben, 600.000 mussten flüchten. Und auch bei dieser Wahl rechnen viele Kenianer mit dem erneuten Ausbrechen von Unruhen und Gewalt."

arep

 

 

 

10

 

 

 

3.3.13

Nazanine Moshiri berichtet über die Ausgangslage vor den Wahlen und die Polarisierung zwischen zwei Parteien / Familien / Ethnien. Ein ähnlicher Bericht bei Euronews. - Malcolm Webb berichtet über Flüchtlinge aus Kenia in einem Lager in Uganda. Sie schildern nochmal den erlebten Horror bei den Massakern vor 5 Jahren. Viele von ihnen werden in Uganda bleiben. Zuhause wurden ihre Häuser zerstört, hier gehen ihre Kinder zur Schule, wo sie nicht mehr ihre Muttersprache lernen. - Im Weltspiegel ein Bericht von Peter Schreiber, "Die Angst vor der Wahl": Der Wahlkampf, die Kandidaten, die Vorwürfe gegen Politiker wegen Korruption und Anstachelung zu den Massakern vor 5 Jahren. (Schreiber trifft gleich drei Männer, die bei den Unruhen einen Arm verloren hatten.)   ¤

A,E,WS

zus.16
                 
4.3.13

Tag der Parlaments- und Präsidentenwahl. Im allgemeinen ruhiger Verlauf. Starker Andrang, teilweise kilometerlange Schlangen vor den Wahllokalen. Diverse Korrespondentenberichte. (NNA)* - Ein paar blutige Zwischenfälle in der Gegend von Mombasa. Dort überfallen vermutlich Mitglieder einer Separatistengruppe zwei Wahllokale und töten ca. 15 Menschen, vor allem Polizisten. Bericht aus Mombasa von Mohammed Adow.

A,B,C

ht,arj,TS,hj,TT,E

zus.14

zus.20

5.3.13

Bei der Auszählung zur Präsidentenwahl soll Uhuru Kenyatta bisher vorne liegen. Bisher verläuft alles friedlich, es gibt aber technische Probleme. Berichte aus Nairobi von Mohammed Adow, Nazanine Moshiri und Alifya Noorani.

Nic Robertson (CNN) berichtet aus Mombasa. Drei Männer sind wegen der Anschläge am Wahltag verhaftet worden, sie gehören angeblich zur Separatistengruppe MRC.

A,C,P,E

zus.11

6.3.13

Der Computer der zentralen Wahlkommission in Nairobi ist bei der Verarbeitung der Auszählungsergebnisse abgestürzt und streikt jetzt. Erstmal werden die Stimmen nochmal manuell zusammengezählt, die Kommission bittet und Ruhe und Geduld. Berichte von Mohammed Adow und Gabriel Gatehouse.

A,B

zus.5
           
7.3.13

Das Land wartet weiter auf endgültige Wahlergebnisse. Angeblich liegt Kenyatta weiter vorn, aber unter 50 Prozent, was bedeuten würde, daß es eine Stichwahl gibt. Odingas Vize-Kandidat Musyoka spricht unterdessen von Beweisen für Wahlfälschungen und fordert, die Auszählung zu stoppen. Berichte aus Nairobi von Nazanine Moshiri, Peter Greste, James Copnall und Amelie Cano (TV5).

A,B,JA

zus.11
8.3.13

Peter Greste berichtet den ganzen Tag immer wieder live von der Stimmenauszählung in Nairobi (nicht aufbewahrt). Am frühen Morgen heißt es dann (noch nicht offiziell), daß Uhuru Kenyatta sehr knapp über 50 Prozent der Stimmen bekommen habe. Infos von Peter Greste und James Copnall.

A,B,E

zus.6
9.3.13

Angeblicher Wahlsieg von Kenyatta   (NNA)*

A,B,C,JA,NC
ht,arj,hj,TT,E

zus.32
                  
14.3.13

Raila Odinga bleibt dabei, die Wahlniederlage nicht anzuerkennen. Wahlbeobachter sehen aber keinen Beweis für Manipulationen. Bericht von Peter Greste.

A

3
16.3.13

Odinga reicht offiziell eine Wahlanfechtung bei der Wahlkommission ein. In Nairobi geht die Polizei mit Gewalt gegen friedlich protestierende Odinga-Anhänger vor. Berichte von Nazanine Moshiri und Anne Soy.   

A,B,E

zus.6
28.3.13

Im Touristenort Malindi überfällt eine große Gruppe von bewaffneten Männern ein Spielcasino. Bei Feuergefechten werden 6 Angreifer und 2 Polizisten getötet. Vermutlich steckt die Separatistengruppe "MRC" dahinter.

E

1

30.3.13

Das oberste Gericht bestätigt das Ergebnis der Präsidentenwahl. Die Wahl sei fair, frei und transparent gewesen. Odinga erklärt darauf, daß er das Ergebnis nun auch anerkennt. Der zukünftige Präsident Kenyatta sagt, er wolle mit dem ICC kooperieren, wo er immer noch angeklagt werden soll. Berichte von Nazanine Moshiri, Gabriel Gatehouse, und in der Tagesschau von Shafagh Laghai.

A,B,TS,E,JA

zus.14
31.3.13

Nach der offiziellen Bestätigung der Wahl von Kenyatta gibt es in einigen Odinga-Hochburgen Krawalle und blutige Kämpfe mit Polizisten. In Kisumu werden dabei 5 Demonstranten getötet. Bericht von Catherine Soi.

A

3
9.4.13

Uhuru Kenyatta wird als Präsident vereidigt, große öffentliche Feier in einem Fußballstadion in Nairobi. Bei AJE und BBC Liveübertragungen (auch von seiner Antrittsrede) und ausführliche Berichte. Auf deutsch berichtet nur Euronews. (Die Liveübertragungen bewahre ich nicht auf.)

A,B,E

zus.8

14.5.13

Politikergehälter sind in Kenia ohnehin überzogen hoch, und jetzt will das Parlament sie noch verdoppeln. In Nairobi demonstrieren Aktivisten dagegen, mit ziemlich unschönen Mitteln, sie bringen Ferkel vor das Parlament, schneiden einigen den Kopf ab und verstreuen das Blut. Berichte von Nazanine Moshiri und Gabriel Gatehouse.

A,B zus.4
           
29.5.13

HRW beschuldigt in einem Report ("You are all Terrorists") die kenianische Polizei, sie habe bei der Verfolgung von Al-Shabab-Terroristen in Nairobi die ganze Gemeinschaft der somalischen Flüchtlinge ins Visier genommen und in den letzten Monaten über 1000 Unbeteiligte verhaftet oder mißhandelt. Bericht von Peter Greste mit einigen Zeugenaussagen. Gespräch mit Justus Nyang'aya von Amnesty International, der die Vorwürfe bestätigt.

A

6
           
11.6.13

Peter Greste berichtet über eine Kundgebung in Nairobi, bei der wütende Aktivisten gegen übertrieben hohe Ministergehälter demonstrieren, diesmal mit einer Attrappe eines geschlachteten Schweins, nicht mit echten Tieren wie letztes Mal.

Alifya Noorani berichtet über Vorwürfe von HRW gegen die Polizei, die somalische Einwanderer kollektiv für Anschläge von Al Shabab bestrafen soll.

A

P

2

3

                
24.6.13

Amnesty International kritisiert im Report "Making Love a Crime" die weitverbreitete Diskriminierung und Verfolgung von Homosexuellen in Afrika. Bei CNN dazu ein Bericht von Nima Elbagir aus Nairobi. Die Hauptanstifter des Schwulenhasses sind evangelikale Kirchen (die unter Kontrolle von Rechtsextremisten aus den USA stehen). Bericht mit Stellungnahmen von Schwulenaktivisten und von einem Hassprediger der Pfingstler.   ¤

C

4
           
5.9.13

Das Parlament beschließt, daß das Land sich aus dem ICC zurückzieht. Die Prozesse gegen Präsident und Vize sollen trotzdem stattfinden. Bei AJE Bericht aus Nairobi von Catherine Soi.

A,E

zus.4
           
7.9.13

In Flüchtlingslagern in Eldoret leben immernoch 8000 Menschen, die bei den Massakern 2007/08 aus ihren Wohngebieten vertrieben worden waren. Jetzt bekommen sie Geld von der Regierung und sollen sich eine neue Bleibe suchen. Bericht von Catherine Soi.

A

2
10.9.13

Beginn des Prozesses gegen William Ruto (Kenias Vizepräsident) vor dem ICC in Den Haag.

A,E

zus.5
       
21.9.13

 

 

In Nairobi stürmen etwa 15 schwerbewaffnete Terroristen der somalischen Al Shabab das Luxus-Einkaufszentrum "Westgate Mall". Sie ermorden mehrere Menschen und nehmen eine unbekannte Zahl von Geiseln. Die Polizei belagert das Gebäude, stürmt es teilweise, es gibt stundenlange Gefechte. Am Morgen dauert die Geiselnahme noch an. Bisher sind mindestens 39 Menschen getötet worden. (Inzwischen 59 Tote.) Nach Zeugenaussagen haben die Terroristen die Leute aussortiert und Muslime laufen lassen, Christen dagegen gezielt ermordet bzw. als Geiseln behalten. Al Shabab bekennt sich via Twitter zu dem Anschlag, der eine Antwort auf Kenias militärisches Eingreifen in Somalia sein soll. Am Abend gibt Präsident Kenyatta eine Erklärung im Fernsehen ab, u.a. sagt er, es werde keine Verhandlungen mit den Terroristen geben.  ¤¤

Weiteres unter Somalia

A,B,C,Sky,P

ht,TS,hj,TT,E

 

zus.66

zus.15

 

4.10.13

In Mombasa ist der islamistische Prediger Ibrahim Omar mit vier Begleitern von Unbekannten ermordet worden. Danach kommt es zu Protesten und schweren Ausschreitungen von Islamisten, die u.a. eine Kirche in Brand stecken. Bei Straßenschlachten mit der Polizei werden fünf Personen erschossen. Bei AJE Bericht von Andrew Simmons und Einschätzungen von Nii Akuetteh.   ¤

A,E,JA

zus.8
5.10.13

Bericht von Andrew Simmons über Spannungen zwischen Christen und Muslimen nach dem Terroranschlag vom Westgate und dem Mord an einem Islamistenprediger.

A 3
6.10.13

Bericht von Andrew Simmons aus Mombasa. Muslime vermuten, daß der Mordanschlag auf den Islamistenprediger Ibrahim Omar von Undercoveragenten der Polizei verübt wurde. Die Polizei kümmert sich jedenfalls offensichtlich kaum um die Aufklärung der Tat.

A 3
20.10.13

Auf neu veröffentlichten Videos von Überwachungskameras ist (anscheinend) zu sehen, daß kenianische Polizisten nach dem Terroranschlag in der Westgate-Mall dort die Geschäfte geplündert haben.  

Sky

2
25.10.13

Kenias Innenminister beschuldigt pauschal Flüchtlinge aus Somalia, sie würden in Kenia Terrorangriffe vorbereiten, und meint, die sollten mal wieder heimkehren, da dort jetzt Frieden herrsche. Infos von Peter Greste (Nairobi).  

Bericht von Jörg Brase über offene Fragen nach dem Terroranschlag in der Westgate-Mall. Im allgemeinen Chaos sollen sich Polizisten und Soldaten gegenseitig beschossen haben, Überwachungskameras haben Polizisten beim Plündern gefilmt. Die Polizei bedroht jetzt die Journalisten, die die Bilder veröffentlicht haben.

A

hj

2

3

19.12.13

Gabriel Gatehouse berichtet aus Mombasa über Vorwürfe gegen Kenias Polizei, die nach dem Anschlag auf die Westgate-Mall willkürlich gegen Muslime vorgehen soll, teilweise mit außergesetzlichen Hinrichtungen.

B

4
24.1.14

Sechs Jahre nach den ethnisch-politischen Pogromen kommt die juristische Aufarbeitung kaum noch voran. Das Verfahren beim ICC gegen Präsident Kenyatta wird immer wieder verschoben, auch auf lokaler Ebene gab es kaum Urteile gegen Täter, die Überlebenden warten auf Gerechtigkeit. Catherine Soi berichtet aus Naivasha.

A 3
           
2.2.14

In Mombasa stürmt die Polizei eine Moschee, in der angeblich Kämpfer für Al Shabab angeworben wurden. Bei der Polizeiaktion wird mindestens eine Person getötet.

A,P,JA

zus.2

3.2.14

In Mombasa angespannte Ruhe nach der Räumung einer Moschee, die angeblich von Al Shabab als Waffenlager benutzt wurde. Bei AJE Bericht von Catherine Soi, bei "Focus on Africa" ein Bericht, und Gespräch mit Moses Rono (BBC-Sicherheitsexperte) über Hintergründe.

A,B

zus.9
4.2.14

Unter den 120 in einer salafistischen Moschee Verhafteten sind auch zahlreiche (mindestens 20) Kinder oder Jugendliche. Anne Soi berichtet aus Mombasa.

B

3
5.2.14

Catherine Soi berichtet aus Mombasa über die Nachwirkungen des tödlichen Polizeiangriffs auf eine Moschee, in der angeblich Al-Shabab-Kämpfer rekrutiert wurden. Unter den 129 Verhafteten sind auch Kinder und Frauen mit ihren Babys.

A

3

           
7.2.14

Catherine Soi über das Warten auf eine gerichtliche Anhörung der über 100 festgenommenen angeblichen Al-Shabab-Leute. Die 21 Minderjährigen sind inzwischen freigelassen worden.

A 2
23.3.14 Somalia / Al Shabab / Kenia : In Likoni (Touristenort bei Mombasa) dringen zwei bewaffnete Männer in eine Kirche ein und schießen wahllos in die Sonntagsgemeinde. Mindestens sechs Menschen werden getötet, über 20 verletzt. Die Täter sind unerkannt geflüchtet, man vermutet, daß sie zur Al Shabab gehören. Bericht von Catherine Soi. A

2

           
25.3.14 Somalia / Kenia : Kenias Regierung ordnet nach den letzten Terrorangriffen der somalischen Al Shabab an, daß alle Somalier in Kenia nur noch in den beiden Flüchtlingslagern Kakuma und Dadaab wohnen dürfen. Bericht, Infos von Mohammed Adow. Er zählt eine Reihe von Gründen auf, warum die Anordnung sich nicht durchsetzen lassen wird.

A

5

31.3.14 Somalia / Kenia : In Nairobi, im Somalierviertel Eastleigh, explodieren kurz nacheinander drei Bomben bzw. Handgranaten, auf einem Marktplatz und in zwei Restaurants. Mindestens 6 Menschen werden getötet. Vermutungen, daß Al Shabab dahintersteckt. Infos und Bericht aus Nairobi von Tania Page.

A,C

zus.6
           
1.4.14

Tania Page berichtet aus Nairobi über die drei Bombenanschläge in Eastleigh. Die Polizei hat im Zusammenhang mit den Anschlägen über 600 "illegale" Einwanderer aus Somalia verhaftet.

Am Abend Meldungen: in Mombasa ist der bekannte islamistische Prediger Abubakar Shariff ("Makaburi") von Unbekannten erschossen worden. Bei Sky News ein Bericht mit einem alten Interviewausschnitt des Islamisten.

Bei der BBC zu beidem Einschätzungen von Sicherheitsexperte George Musamali.

A,B,Sky

 

zus.12

 

           
2.4.14

Tania Page berichtet aus Mombasa über Reaktionen auf die Ermordung des islamistischen Predigers Abubakar Shariff ("Makaburi").

Francois de Roubaix berichtet aus Moyale an der Grenze zu Äthiopien. Hier herrscht ein Kleinkrieg zwischen drei ethnischen Gruppen (Borana, Gabbra und Bourgy?) um Ressourcen, Weideland, Wasserstellen. In drei Monaten wurden dabei mindestens 580 Menschen getötet.   ¤

A

arj

3

3

3.4.14

Haru Mutasa berichtet aus Nairobi über Vorwürfe von Somaliern, die sich über willkürliche Festnahmen und Gewalt durch Polizisten beklagen. Nach den letzten Anschlägen sind inzwischen über 800 Somalier verhaftet worden.

A

2
           
4.4.14

Tania Page berichtet aus Mombasa. Proteste von Islamisten und Zusammenstöße mit der Polizei nach dem Mord an Abubakar Shariff.  

A

2

9.4.14

In Nairobi gehen die Massenverhaftungen, Internierungen und Ausweisungen von somalischen Flüchtlingen weiter. Inzwischen wurden über 3000 Personen verhaftet. Im Sportstadion werden fast 500 Menschen in einem großen Käfig festgehalten und "gescreent", bevor man sie nach Somalia ausweist. Haru Mutasa und Tomi Oladipo berichten aus Nairobi.   ¤

A,B

zus.6
           
10.4.14

Haru Mutasa berichtet aus Nairobi weiter über die willkürlichen Massenverhaftungen von Somaliern. Kenias Regierung behauptet absurderweise, die Bilder vom Menschenkäfig im Stadion seien manipuliert. Die Bilder stammen vom Menschenrechtler Al Almin Kimathi, der im Bericht die Situation dort schildert.

A

2
           
11.4.14

Haru Mutasa berichtet aus Nairobi weiter über die willkürlichen Massenverhaftungen und Ausweisungen von Somaliern

A

3

3.5.14

In Mombasa explodieren zwei Bomben, mindestens drei Tote. Als Täter wird Al Shabab vermutet.

B,Sky,E,JA

zus.9
4.5.14

Zwei weitere Bombenanschläge, diesmal in Bussen in Nairobi. Mindestens drei Tote. Infos von Jane Ferguson.  

A,E

zus.5
16.5.14

In Nairobi explodieren zwei Bomben auf einem belebten Marktplatz, mindestens 10 Tote. Bei AJE berichtet Jane Ferguson vom Anschlagsort. In diesem Bericht am Rande, in allen weiteren Hauptthema: die Angst von westlichen Touristen vor Anschlägen. Briten und andere werden aufgerufen, ihren Urlaub in Kenia abzubrechen.

A,B,C,Sky,hj,E,JA

zus.14
           
20.5.14

In Nairobi gibt es bei einer friedlichen Demonstration von Studenten gegen Studiengebühren schwere Ausschreitungen der Polizei.

P,NC

zus.3
3.6.14

Catherine Soi berichtet aus Mombasa über einen neuen Lehrplan an den islamischen Schulen (Madrasas), mit dem eine "Radikalisierung" der jungen Muslime verhindert werden soll. Für diese sind aber wohl eher die Prediger an bestimmten Moscheen verantwortlich.

A

3
10.6.14

Meldung: in Mombasa ist der bekannte moderate Imam Sheikh Mohamed Idris ermordet worden, vermutlich von Salafisten.

JA 1/2
15.6.14

Erste Meldungen über einen Mehrfachanschlag der Al Shabab in Lamu. Sky News meldet mindestens 26 Tote.  

A,Sky

zus.1
16.6.14

 

Bei dem Überfall der Al Shabab auf den Touristenort Mpeketoni (bei Lamu) sind mindestens 48 Menschen getötet worden. Die angeblich bis zu 50 Terroristen sind mit zwei Kleinbussen in den Ort gefahren und haben Hotels, Bars, eine Bank, die Polizei, eine Tankstelle und Autos beschossen. Mindestens 20 Gebäude wurden niedergebrannt. Die meisten Opfer sind Leute, die sich gemeinsam ein Fußballspiel im Fernsehen angesehen hatten. Die Schießerei soll mehrere Stunden gedauert haben, alle Angreifer konnten entkommen. Überall liegen Leichen, schwere Zerstörungen. - Diverse Korrespondentenberichte, großenteils alle mit demselben Bildmaterial. Bei der BBC Einschätzungen von George Musamali (Sicherheitsexperte). Im heute-journal ist der Anschlag erstes Thema. Guter ausführlicher Bericht von Jörg Brase.   ¤

A,B,C,Sky,P,
TS,hj,E,JA

zus.22
                 
17.6.14

Bei einem weiteren Angriff in Mpeketoni werden nochmal etwa 15 Menschen getötet und 15 Frauen entführt. Obwohl Al Shabab sich zu dem Anschlag vom Sonntag bekannt hat, behauptet Präsident Kenyatta in einer TV-Ansprache (OT bei BBC), er könne diesmal ausschließen, daß die Terrorgruppe dahinterstecke, vielmehr handele es sich um einen Akt politisch motivierter ethnischer Gewalt und es gebe Beweise, daß ein kriminelles lokales Netzwerk den Anschlag geplant habe. Dennis Okari (BBC) sagt, das ganze Land werde durch diese Behauptungen in Konfusion gestürzt, und daß die Al Shabab sich noch nie zu Dingen bekannt haben, die sie nicht getan haben. - Aus dem schwer getroffnen Ort Mpeketoni berichten Anne Soi (BBC) und Rawya Rageh (AJE). - Meldungen auf deutsch über den neuen Anschlag nur bei Euronews und RTL.   ¤

A,B,Sky,R,E

zus.16
                  
18.6.14

Bei AJE ein Bericht von Catherine Soi über die Behauptung von Präsident Kenyatta, der Anschlag in Mpeketoni sei nicht das Werk der Al Shabab, und ein Bericht von Rawya Rageh aus der Gegend wo der Anschlag stattfand, über die Verunsicherung der Leute.  Bei der BBC Einschätzungen von Dennis Okari zu Kenyattas verwirrender Stellungnahme. Sie hat dazu geführt, daß sich die diversen Volksgruppen in der Gegend jetzt tatsächlich gegenseitig beschuldigen.   ¤

A,B,JA

zus.12
           
19.6.14

Meldung: bei der Suche nach den Attentätern von Mpeketoni hat die Polizei fünf Verdächtige erschossen.  

A

1/2

22.6.14

Shafagh Laghai berichtet über die Terrorwelle der Al Shabab im "Ferienparadies".   (NNA)*   ¤

WS

6
24.6.14

Erneut haben bewaffnete Männer ein Dorf an der Küste überfallen und mindestens fünf Einwohner ermordet, angeblich mit Macheten.

E,JA

zus.1
25.6.14

Meldung: der Gouverneur der Provinz Lamu ist verhaftet worden weil er angeblich zu Gewalt aufgerufen haben soll.

A

1/2
26.6.14

Infos von Catherine Soi (Nairobi) zur Verhaftung des Gouverneurs von Lamu, dem eine Verantwortung für das Massaker von Mpeketoni angelastet wird. Angeblich war es kein Angriff der Al Shabab sondern ein Akt der "ethnischen Säuberung".

A

4
6.7.14

Bei zwei bewaffneten Angriffen in den Küstenorten Gamba und Hindi werden zusammen mindestens 29 Menschen getötet. In Gamba wurde eine Polizeiwache angegriffen und mehrere Gefangene befreit, in Hindi wurden wahllos Zivilisten auf einem Marktplatz beschossen. Erneut übernimmt Al Shabab die Verantwortung, während die Behörden regionale Separatisten beschuldigen.  - Infos bei CNN von Mike Pflanz, bei AJE von Nazanine Moshiri (beide in Nairobi), und bei AJE Einschätzungen von Macharia Gakuru (Experte) zum Hintergrund der Angriffe. Bei der BBC ein redaktioneller Bericht. Kurzberichte bei arte, Tagesschau und Euronews.   ¤

A,B,C,JA

arj,TS,E

zus.14

zus.2

           
7.7.14

In Nairobi und Kisumo gibt es große Demonstrationen der Opposition, die den Rücktritt von Präsident Kenyatta fordert. Dabei kommt es zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei. Berichte aus Nairobi von Catherine Soi (AJE) und Denis Okari (BBC).

A,B,Sky,E

zus.8
           
8.7.14

Denis Okari berichtet aus dem Küstenort Hindi. Die unbekannten Angreifer (angeblich Al Shabab) haben dort wahllos Menschen ermordet und zahlreiche Häuser niedergebrannt.

B

2
11.7.14

Erneut ein bewaffneter Angriff im Distrikt Lamu, diesmal auf das Dorf Pandanguo. Etwa 30 Männer überfallen die Polizeiwache und erbeuten dort Waffen und brennen dann eine Schule nieder. Bei der BBC Infos von Dennis Okari (Nairobi). Laut den Behörden steckt möglicherweise die Separatistengruppe MRC dahinter, die mit Al Shabab zusammenarbeitet. Bei AJE berichtet Catherine Soi aus Hindi. Dort haben über 3000 Leute aus der Gegend in einem Gefängnis Zuflucht gefunden.

A,B

zus.7
           
11.7.14

Bericht über das Flüchtlingslager Kakuma, in dem über 160.000 Menschen vor sich hin vegetieren, größtenteils  Flüchtlinge aus dem Südsudan. (Vorschau auf arte-reportage morgen.)

arj

3
13.7.14

Nach den bewaffneten Angriffen im Distrikt Lamu bilden einige Bewohner dort Bürgerwehren. Bericht von Catherine Soi.

A

3

18.7.14

Catherine Soi berichtet über die Welle der Gewalt im Distrikt Lamu, für die Al Shabab beschuldigt wird. Es geht aber auch um Landstreitereien zwischen diversen ethnischen Gruppen. Die Armee hat kürzlich drei Camps von Rebellen zerstört.

A

3
6.10.14

Präsident Kenyatta muß morgen als erster amtierender Staatschef vor dem ICC erscheinen. Er wird zu seiner Rolle bei den ethnischen Massakern nach den Wahlen von 2007 befragt. Bei AJE ein Bericht von Malcolm Webb aus Nairobi.

A,E

zus.4
8.10.14

Beginn der Anhörung von Präsident Kenyatta in Den Haag. Offenbar gibt es zuwenig Beweise für eine Anklage, was allerdings auch an der fehlenden Kooperation von Kenias Regierung liegt. 

A,Sky,E

zus.7
9.11.14

Catherine Soi berichtet aus Kapedo über einen Stammeskonflikt zwischen Pokot und Turkana um knappe Ressourcen.

A

3

17.11.14

In Mombasa führt die Polizei eine Großrazzia in zwei Moscheen durch, die Al Shabab nahestehen sollen. Dabei werden Handgranaten und andere Munition gefunden. Bericht von Immanuel Igunza.

B

2
18.11.14

Bei der Razzia in zwei Moscheen in Mombasa wurden über 200 Menschen festgenommen, die verdächtigt werden, Verbindungen zu Al Shabab zu haben.

A

2

19.11.14

Die Polizei in Mombasa geht weiter gegen Islamisten vor. Eine dritte Moschee wird durchsucht, auch dort findet man Waffen. Berichte von Catherine Soi und Immanuel Igunza.

A,B

zus.5
22.11.14

Bei Mandera im Nordosten Kenias halten Al-Shabab-Terroristen einen Reisebus an, sortieren die Passagiere nach Religionszugehörigkeit und erschießen sämtliche Nicht-Muslime, insgesamt 28 Menschen. Danach flüchten sie über die Grenze zurück nach Somalia. - Hauptmeldung und ausführliche Berichte der internationalen Sender. Auf deutsch ordentliche Berichte nur bei Euronews. Bei ARD und ZDF immerhin Kurzmeldungen, bei den Privaten gar nichts.   ¤¤

A,B,C,Sky,
TS,hj,E

zus.18

           
23.11.14

Weitere Berichte über das Massaker von Mandera, jetzt auch mit Bildern vom Ort des Verbrechens. Die Armee hat angeblich als Reaktion in Somalia über 100 Al-Shabab-Kämpfer getötet, darunter angeblich die Angreifer von Mandera. Al Shabab hat das dementiert. - Auf deutsch hat nur Euronews ausführlich berichtet und die grausigen Bilder gezeigt.   ¤

A,B,E

zus.7
           
24.11.14

Catherine Soi (AJE) und Anne Soi (BBC) berichten über die Trauer der Angehörigen der Ermordeten von Mandera. In beiden Berichten auch Bilder der Armee, die angeblich die Zerstörung eines Al-Shabab-Lagers in Somalia zeigen.   ¤

A,B

zus.5
25.11.14

In Nairobi demonstrieren einige Hundert Christen. Sie schwenken Kreuze und verlangen einen besseren Schutz gegen den Terror der somalischen Islamisten. Bericht von Catherine Soi.

A

2
29.11.14

Catherine Soi berichtet aus Mandera, wo man weitere Angriffe der Al-Shabab-Terroristen befürchtet.

A

2
1.12.14

Erste Meldungen: in einem Steinbruch im Grenzgebiet zu Somalia sind 36 Arbeiter ermordet worden, offenbar bei einem neuen Angriff von Al Shabab.

B,C

zus.1
2.12.14

Bei Mandera im somalischen Grenzgebiet überfallen Al-Shabab-Terroristen nachts ein Zeltlager von Arbeitern, die dort in einem Steinbruch arbeiten. Sie sortieren die Menschen nach Religionszugehörigkeit und ermorden alle Nicht-Muslime, mindestens 36 Menschen. - Bei allen internationalen Sendern ausführliche Berichte, Bilder, Hintergrundinfos. Auf deutsch meist nur dürre Meldungen. Ordentliche Berichte nur bei arte und Euronews.   ¤

A,B,C,Sky

n,R,arj,TS,E

zus.21

zus.5

           
3.12.14

Catherine Soi berichtet aus Nairobi über Reaktionen auf die letzten Terroranschläge von Al Shabab.

A

2
5.12.14

Die Anklage gegen Präsident Kenyatta vor dem ICC wird von der Chefanklägerin fallengelassen. Sie habe nicht genug Beweise für Kenyattas Verantwortung für die Pogrome von 2007 / 2008 gefunden. Das liegt offenbar daran, daß Zeugen bestochen wurden und ihre Aussagen zurückgezogen haben, und an der fehlenden Kooperation der kenianischen Justiz. Berichte aus Den Haag und über Reaktionen in Nairobi. 

A,B,arj,E

zus.15
            
8.12.14

Beim Kampf gegen wirkliche und angebliche Terroristen setzt die Polizei Todesschwadronen ein. Ein Beamter gibt vor dem Reporter von AJE zu, etwa 50 Personen gezielt getötet zu haben. Bericht aus Nairobi von Simon Boazman und Gespräch mit Leslie Lefkow (HRW).   ¤

"Al Jazeera investigates: Inside Kenia's Death Squads" - Die ausführliche Recherche von Simon Boazman.  (NNA)*

A

A

7

47

                  
9.12.14

Informationsminister Fred Matiangi bestreitet die Existenz von Todesschwadronen der Polizei in Kenia. Das seien alles nur böse Gerüchte. (Aus der Inside Story zum Thema)

A

1

           
12.12.14

Tom Burridge berichtet über Leute in Nairobis Slums, die sich von Al Shabab als Jihadisten rekrutieren lassen.  (NNA)*

B

3
5.1.15

Im Rift Valley ist ein Mann grausam mißhandelt und ermordet worden, der beim ICC als Zeuge gegen Anführer der Pogrome von 2007 aussagen wollte. Infos aus Eldoret von Emmanuel Igunza.

B

3
2.4.15

 

 

Am frühen Morgen greifen Al-Shabab-Terroristen die Universität in der Stadt Garissa (nahe der Grenze zu Somalia) an. Sie stürmen ein Wohnheim und töten offenbar gezielt Christen unter den Studenten. Sie nehmen zeitweise mehrere Hundert Geiseln. Insgesamt ermorden sie etwa 150 Menschen. Die Polizei befreit schließlich die Geiseln und tötet dabei alle vier Angreifer. - Diverse Korrespondentenberichte. Leider keine näheren Infos über die Befreiungsaktion der Polizei. Bei AJE Einschätzungen von Joseph Ochieno. (ARD und ZDF nennen die Terroristen wieder mal "radikal islamisch", was sie aber beides nicht sind.)   ¤¤

A,B,C,Sky

arj,hj,TT,E

zus.34

zus.10

                   
3.4.15

Nach dem Terroranschlag von Al Shabab auf die Universität in Garissa mit 150 Toten. Berichte mit Zeugenaussagen von Überlebenden. Die Terroristen hatten die Studenten nach Konfession selektiert (sie sollten dazu Koranverse aufsagen) und gezielt alle Christen ermordet. Berichte aus Garissa von Catherine Soi, Malcolm Webb, David McKenzie, Alex Crawford und Shafagh Laghai.   ¤¤

A,B,C,Sky

ht,TT,E

zus.13

zus.7

                 
4.4.15

Drei Tage Staatstrauer nach dem Massaker von Garissa. Mehrere mutmaßliche Tatbeteiligte werden verhaftet. Bei CNN berichtet David McKenzie, daß Polizisten die Leichen der vier bei dem Anschlag getöteten Terroristen anschließend einer Menschenmenge präsentiert haben. Weitere Berichte vom Ort des Anschlags, Aussagen von Überlebenden.  ¤

A,B,C,Sky,E

zus.15
5.4.15

Weitere Berichte über die Reaktionen auf das Massaker von Garissa. Trauer und Entsetzen der Angehörigen der Opfer. Kritik an den Sicherheitskräften, die sieben Stunden gebraucht haben, um ein Spezialkommando zum Tatort zu bringen.  - Mehrere Korrespondentenberichte. Im heute-journal ein guter Bericht von Jörg Brase.   ¤

A,C,Sky,hj,E

zus.18
6.4.15

Meldungen: die kenianische Luftwaffe hat mehrere angebliche Lager von Al Shabab in Somalia bombardiert. - Weitere Berichte über die Trauer der Hinterbliebenen. Mehr über die Kritik an mangelnder Sicherheit. Bei CNN besucht Christian Purefoy nochmal den Tatort in Garissa.   ¤

A,C,Sky,arj,E

zus.15
            
7.4.15

In Nairobi stehen sechs Männer erstmals vor Gericht, die mit dem Massaker von Garissa in Verbindung stehen sollen. Infos von Mohammed Adow. Er berichtet außerdem über einen Trauergottesdienst für die Ermordeten. Studenten fordern bei einer Demo in Nairobi mehr Sicherheit.

A,Sky

zus.8
10.4.15

Christian Purefoy berichtet über eine Schule in Garissa und die Bedrohung für jede Art von Bildung durch Al Shabab.

C

3
16.4.15

Karen Allen berichtet über Hinweise, daß die somalische Terrorgruppe Al Shabab inzwischen auch in Kenia Anhänger und Kämpfer rekrutiert.

B

6

6.5.15

Shafagh Laghai berichtet über das Flüchtlingslager in Dadaab und die Forderungen der Regierung von Kenia, das Lager zu schließen, wegen der Angriffe somalischer Terroristen in Kenia.

(Der einzige Auslandsbericht des Tages im gesamten Programm von ARD und ZDF. Vermutlich hat Frau Laghai mit der Kündigung gedroht, wenn sie nicht ab und zu mal was von ihrer Arbeit zeigen.)

TT

4

16.5.15

 

 

 

"Feind im Land" - Reportage von Gwenlouen Le Gouil, Brice Lambert und Gaël Mocaer.  (NNA)*    ¤¤

Text von arte: "Kaltblütig erschossen die Terroristen von der islamistischen Shabab-Miliz Anfang April innerhalb weniger Stunden 142 Studenten – es war das schlimmste Attentat in Kenias jüngerer Geschichte, zwei Jahre nach dem ersten Überfall der radikalen Islamisten aus dem Nachbarland Somalia auf das Einkaufszentrum in Nairobi. 
Beides waren Racheakte der Shabab für die 2011 gestartete Militäraktion in Somalia, bei der die Soldaten der kenianischen Armee die islamistischen Terroristen im Nachbarland bekämpften. Seitdem schlagen die Shabab-Milizen in Kenia zurück, mit Anschlägen auf Restaurants, Fahrzeuge und Polizeistationen, bei denen inzwischen mehr als 500 Menschen starben. Die kenianische Regierung bemüht sich mit harter Hand zurückzuschlagen: mit Massenverhaftungen und Erschießungskommandos, in der Regel abseits jeglicher juristischer Kontrolle. Sie stigmatisieren offen die Angehörigen der somalischen Minderheit in Kenia, indem sie ihnen pauschal vorwerfen, auf der Seite der Terroristen zu stehen. Damit riskieren sie es, selbst die friedlichen somalischen Muslime im mehrheitlich christlichen Kenia zu Feinden in ihrer neuen Heimat zu erklären. Das schürt natürlich neue Spannungen zwischen den Religionen und provoziert vor allem junge Leute, sich zu radikalisieren."

arep

 

 

 

26

 

 

 

26.5.15

Bei Garissa haben Al-Shabab-Kämpfer aus Somalia einen Polizeiposten angegriffen. Nach ihren eigenen Angaben haben sie dabei 25 Polizisten getötet. Was wirklich passiert ist, ist unklar, die Regierung behauptet, es sei nur ein Polizist getötet worden, es gibt aber Angaben, daß 13 Polizisten vermißt werden. Bei AJE Infos von Catherine Soi (in Juba) und Stellungnahme eines Regierungssprechers.

A,P

zus.5
           
28.5.15

Mohammed Adow berichtet aus Garissa über Patrouillen der Armee auf der Suche nach Al-Shabab-Terroristen.

A

3

29.5.15

Mohammed Adow berichtet aus Garissa. Wegen der Terrordrohung durch Al Shabab haben in der Region hunderte Schulen geschlossen.

A

2

14.6.15

Catherine Soi berichtet aus Mpeketoni (bei Lamu) über das Gedenken an die Terroranschläge bzw. Massaker vor einem Jahr, bei denen insgesamt fast 100 Menschen von Al Shabab ermordet wurden.

A 3
15.6.15

Genau ein Jahr nach dem Massaker von Mpeketoni haben etwa 50 Al-Shabab-Kämpfer dort erneut angegriffen. Der Angriff auf eine Armeebasis wird aber abgewehrt, Elf der Terroristen werden getötet, ihre Leichen öffentlich präsentiert. Catherine Soi berichtet. - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.   

A

2
7.7.15

Terroristen von Al Shabab haben eine Arbeitersiedlung bei Mandera (im Grenzgebiet zu Somalia) überfallen und 14 Arbeiter ermordet. Angeblich wurden gezielt Christen getötet. Berichte mit Bildern vom Anschlagsort bei BBC, CNN und Euronews, Meldungen bei AJE und heute-journal. (Auf deutsch sonst nichts.)

B,C,hj,E

zus.6
           
24.9.15

"Killing Kenya" - Recherche von Mohammed Ali and Seamus Mirodan über außergesetzliche Tötungen durch Kenias Polizei. (P+P)  (NNA)*

A 26
           
22.12.15

 

Bei Mandera im Grenzgebiet zu Somalia haben Al-Shabab-Terroristen einen Bus angegriffen und zwei Insassen getötet. Die anderen Insassen wurden aufgefordert, sich nach Konfession getrennt aufzustellen. Die Muslime haben das aber verweigert und so das Leben der 12 Christen gerettet. Sie werden dafür überall als Helden und Vorbilder gelobt. - Bei der BBC gestern schon eine Meldung dazu, heute Berichte bei BBC und CNN. Bei heute-journal und heute+ wird die Geschichte als "gute Nachricht des Tages" erzählt.  ¤

B,C,hj,h+

zus.7
           
24.3.16

Astrid Gillet berichtet über Bemühungen von Kirchen und Moscheen in Nairobi gegen den Einfluß von islamistischen Fanatikern.

arj

3
5.4.16

Der ICC hat das Verfahren gegen Kenias Vizepräsident William Ruto eingestellt. Er war wegen Menschheitsverbrechen angeklagt, wegen Anstiftung zu den ethnischen Unruhen nach den Wahlen 2007, bei denen über 1000 Menschen getötet wurden. Das Gericht begründet die Einstellung mit einer unzumutbaren Beeinflussung von Zeugen durch die Ankläger. Bei AJE berichtet Malcolm Webb aus Eldoret über die Freude von Rutos Anhängern. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

A,Sky,E

zus.5

                 
15.4.16

Anne Soi berichtet über Ansätze für eine Aufarbeitung der ethnischen Massaker von 2007.

B

3

9.5.16

In Nairobi demonstrieren Tausende Oppositionsanhänger unter Führung von Raila Odinga gegen die nach ihrer Meinung nicht unabhängige Wahlkommission. Sie befürchten einen erneuten Wahlbetrug. Nach der friedlichen Kundgebung kommt es zu massiven Angriffen von Polizisten und "Paramilitärs" auf die Teilnehmer.

A,E

zus.3
           
23.5.16

Erneut massive Ausschreitungen von Polizisten gegen Demonstrationen der Opposition in Nairobi und anderen Städten. Alastair Leithead berichtet aus Kebira.

B

3

6.6.16

Im ganzen Land gibt es Demonstrationen der Opposition gegen die angeblich parteiische Wahlkommission. In Kisumo geht die Polizei gewaltsam gegen die Demonstranten vor, zwei von ihnen werden durch Schüsse getötet. 

A,B,NC

zus.6
           
4.7.16

In Nairobi sind drei Männer offenbar aus Rache von Polizisten ermordet worden. Einer von ihnen hatte einen gewalttätigen Polizisten angezeigt, der zweite ist sein Rechtsanwalt, der dritte ihr Taxifahrer. Drei Polizisten sind als mutmaßliche Täter verhaftet worden. Hunderte Aktivisten und Anwälte demonstrieren und verlangen ein Ende von außergesetzlichen Hinrichtungen. Bei der BBC berichtet Frodnian Domondi (??) direkt von der Demo. Regierungssprecher Eric Kiraithe bestreitet, daß es so etwas wie Todesschwadronen in Kenia gebe.

B,JA

zus.9
14.7.16

In Kapenguria (an der Grenze zu Uganda) hat ein Mann in einer Polizeiwache sechs Polizisten erschossen. Zuerst wird vermutet, daß der Mann zu Al Shabab gehört, dann erklärt die Polizei, es habe sich um einen Kollegen gehandelt. Der Hintergrund ist unklar. Bei AJE zunächst ausführliche (aber anscheinend falsche) Infos von Catherine Soi aus Nairobi, später Meldungen.

A,E

zus.5
25.10.16

In Mandera (im Grenzgebiet zu Somalia) überfällt ein Terrorkommando von Al Shabab ein Gästehaus und erschießt 12 Menschen. Infos und Bilder bei AJE, Bericht bei der BBC. Einzige Meldung auf deutsch bei arte.

A,B,arj

zus.5
3.2.17

Wegen der Dürre im Norden Kenias treiben Viehhirten ihre Herden in Wildreservate. Die Herden zerstören durch Überweidung die Steppe, Wildtiere wie Elefanten und Giraffen werden abgeschossen, Touristenunterkünfte niedergebrannt. Eine Rancherin: "Es gibt einfach zu viele Menschen und zu viel Vieh." Alastair Leithead berichtet aus der Region von Laikipia.   ¤

B

3
9.2.17

Das oberste Gericht von Kenia entscheidet, daß die Regierung das Flüchtlingslager in Dadaab nicht schließen darf. Dort leben immer noch einige Hunderttausend Flüchtlinge aus Somalia.

A,E

zus.4
29.5.17

Wegen der Dürre treiben tausende Viehhirten ihre Herden auf private und staatliches Ranches und in die Nationalparks. Bei bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Landbesitzern und Viehhirten sind schon mehr als 12 Menschen getötet worden. Catherine Soi berichtet aus Laikipia.  ¤

A

3

           
30.5.17

Der erste Abschnitt der neuen ostafrikanischen Bahnlinie ist eröffnet worden, von Mombasa nach Nairobi. Sie wurde mit chinesischen Krediten gebaut und soll später weiter über Kampala bis nach Ruanda führen. Für Kenia ist es die erste neue Eisenbahnstrecke seit über 100 Jahren. Catherine Soi berichtet aus dem Zug.

A

3

           
8.7.17

Meldung: in der Nähe von Lamu haben Al-Shabab-Männer ein Dorf überfallen und neun Bewohner geköpft.

A

1/2

4.8.17

Am Dienstag findet die Präsidentenwahl statt. Befürchtungen, daß sie erneut zum Ausbruch von ethnischen Unruhen führen könnte. Fahmida Miller berichtet aus Nakuru über Leute, die bei den Unruhen 2007 vertrieben wurden und hier eine neue Heimat gefunden haben.

A

3

5.8.17

Vor der Präsidentschaftswahl berichtet Mohammed Adow aus Nairobi über den hitzigen Wahlkampf. 

Im "Listening Post" ein Beitrag über demagogische Wahlwerbung der Parteien, Fake-News, Schmutzkampagnen und die Rolle der britischen Werbefirma "Cambridge Analytica" dabei.  ¤

A

A

3

10

                 
7.8.17

Diverse Berichte am Tag vor den Wahlen. Bei AJE von Fahmida Miller, bei Sky News von Sam Kiley, im ZDF von Timm Kröger. Im heute-journal ein Beitrag über die Wirtschaftsentwicklung und Erläuterungen, warum man Angst vor erneuten Unruhen haben muß.

A,Sky,hj,E

zus.14
           
8.8.17

Tag der Parlaments- und Präsidentenwahl. Überwiegend ruhiger Verlauf. Diverse Berichte, leider NNA)*

A,B,ht,arj,TS,TT,E

zus.19
                  
9.8.17

Die ersten vorläufigen Wahlergebnisse deuten auf einen Sieg des amtierenden Präsidenten Kenyatta. Oppositionskandidat Odinga spricht von Wahlbetrug und behauptet, die Computer der Wahlbehörde seinen manipuliert worden. Es gibt vereinzelte gewaltsame Proteste und Zusammenstöße mit der Polizei, mindestens zwei Demonstranten werden dabei getötet. Wahlbeobachter John Kerry ruft zu Geduld und Ruhe auf. - Diverse zusammenfassende Berichte. (Bei AJE den ganzen Tag auch ausführliche Live-Berichte.)

A,B,Sky,TS,E

zus.15
                 
10.8.17

Die Anhänger von Raila Odinga wollen das Wahlergebnis (voraussichtlich ca. 54 Prozent für Kenyatta) nicht anerkennen und glauben an Wahlbetrug. In einigen Orten gibt es Proteste und Zusammenstöße. Die Wahlkommission bestätigt, daß es einen Hackerangriff auf ihren Computer gab, dieser sei aber erfolglos gewesen. Auch internationale Wahlbeobachter haben bisher keine Hinweise auf Manipulationen.

A,arj,E

zus.8
                  
11.8.17

Nach dem offiziellen Wahlergebnis ist Präsident Kenyatta mit 54 Prozent wiedergewählt worden. Wahlbeobachter haben keine wesentlichen Manipulationen festgestellt. In Nairobi feiern Kenyattas Anhänger, in einigen anderen Orten, u.a. in Kisumo, gibt es weiter Ausschreitungen der Anhänger von Odinga, die an einen Wahlbetrug glauben. Diverse Berichte. (Bei AJE und BBC wurde die sehr langatmige Verkündung des Wahlergebnisses teilweise live übertragen.)

A,B,TT,E zus.10
                  
12.8.17

Die Proteste von Oppositionsanhängern dauern an. Bei schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei, u.a. im Slum von Kibera in Nairobi, werden mindestens 24 Menschen getötet, die meisten wohl von Polizisten erschossen. Die Opposition spricht von über 100 Toten. Diverse Berichte.   ¤

A,B,Sky,TS,E,NC

zus.16
                 
       

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