Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Afrika : Sudan und SüdSudan #2      

Sudan #1 (bis 4.12.11)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
13.12.11 Süd-Sudan : Hibatalla Morgan berichtet über neue Stammeskämpfe in Jonglei. Angeblich haben schwerbewaffnete Männer vom Murle-Stamm Nachbardörfer überfallen und mindestens 40 Menschen getötet. (Den Bericht kann man sich hier ansehen, wenn der Iran nicht gerade wieder gefiltert wird.)

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14.12.11

Mohammed Vall aus Khartum über Studenten, die mit ihrer oppositionellen Haltung noch wenig Anklang finden.

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18.12.11

Mohammed Vall berichtet aus Khartum über die wachsenden Spannungen zwischen Nord- und Süd-Sudan wegen umstrittener Gebiete an der Grenze.

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20.12.11

Meldung: der Rebellenführer George Athor (SPLA-Abtrünniger) ist getötet worden.

James Copnall berichtet aus Upper Nile (Süd-Sudan) über den Grenzkonflikt mit dem Norden. In Mabaan sind einige Zigtausend Flüchtlinge aus dem Norden in Lagern untergekommen, die Versorgungslage ist kritisch.

Infos von Donatella Rovera (Amnesty) über die Massenflucht aus der umstrittenen Provinz Abyei.

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20.12.11 Sudan / Kenia : Ein Berufungsgericht in Kenia beschließt, daß der Haftbefehl gegen Präsident Bashir bestehen bleibt. Infos von Peter Greste.

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21.12.11 Sudan / Libyen : Ein Bericht von Mohammed Vall aus Khartum über die Beziehungen Gaddafis zum Sudan. Die Ideen seines "Grünen Buches" stammten großenteils von der Bewegung der islamischen Sozialisten im Sudan. Diverse Rebellengruppen im Sudan wurden von Libyen unterstützt.

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25.12.11

Khalil Ibrahim, Gründer und Chef der Darfur-Rebellengruppe JEM, ist bei Kämpfen in Nord-Kordofan getötet worden (und angeblich etwa 30 seiner Kämpfer). Bericht aus Khartum von Mohammed Vall.

Inside Story: über Hintergründe und mögliche Folgen eine Diskussion mit Hafiz Mohammed (Justice Africa), Ishag Meki (Darfur-Aktivist) und Rabie Abdul Atti (Berater des sudanischen Informationsministers).  (NNA)*

A,JA,E

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zus.5

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26.12.11 Süd-Sudan : James Copnall berichtet aus Juba über die Probleme des neuen Staates nach einem halben Jahr Unabhängigkeit: Korruption, Unterentwicklung, kaum Zivilgesellschaft, aber immer noch jede Menge Optimismus.

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29.12.11 Süd-sudan : In Jonglei droht der Stammeskonflikt zwischen Nuer und Murle zu eskalieren. Nach Viehdiebstählen der Murle haben junge Männer der Nuer in den letzten Tagen mehrere Dörfer der Murle geplündert, Häuser niedergebrannt und Dutzende Einwohner getötet. Regierungsvertreter rufen zur Ruhe auf.   ¤

arj,JA

zus.4
30.12.11

Bei der BBC mehr über den Stammeskrieg in Jonglei zwischen Nuer und Murle, bei dem in den letzten Monaten schon über 1000 Menschen getötet wurden. Etwa 6000 bewaffnete Männer des Nuer-Volkes marschieren auf die Stadt Pibor, angeblich um Frauen zurückzuholen, die die Murle dorthin verschleppt haben. Bei AJE nur kurze Infos und eine Stellungnahme von UN-Sprecherin Lise Grande, die UN wollen ihre Truppe in Pibor verstärken. - Im BBC-Bericht der Hinweis, daß es solche Kämpfe um Weideland und Vieh schon immer gab, und daß es erst durch die Verbreitung moderner Waffen zu dieser grausamen Eskalation kam.  ¤¤

A,B

zus.3

           
1.1.12

6000 bewaffnete junge Männer des Lou-Nuer-Volkes belagern weiter die Stadt Pibor, die sie zeitweise besetzt hatten. Zehntausende Zivilisten (Murle) fliehen von dort, UN und Regierung schicken mehr Truppen. Die einzigen Bilder dazu sind immer noch dieselben wie im ersten BBC-Bericht vom 29.12. AJE und BBC versuchen, über Gespräche mit Beteiligten mehr zu erfahren. Im deutschen TV dagegen bisher keine Meldung, offenbar ist sowas den Redakteuren zu kompliziert und 1000 tote Schwarze nicht interessant genug. - Infos von Haru Mutasa (in Juba) und Will Ross (in Nairobi), Gespräche mit Parthesarathy Rajendran (MSF in Pibor) und Barnaba Benjamin (Informationsminister). Benjamin bestätigt nebenbei, daß die Murle (also vermutlich deren junge Männer) Frauen und Kinder der Lou Nuer entführt hatten und inzwischen zurückgegeben haben.   ¤

A,B,P

 

zus.14

 

                 
1.1.12

Bericht von Mohammed Vall über Befürchtungen, daß ausländische "Investoren" sich das beste Ackerland für ihre Kommerzprojekte schnappen ("land grabbing").

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2.1.12

 

Als erste Korrespondentin ist Haru Mutasa von AJE in Pibor eingetroffen. Sie berichtet (erst telefonisch, dann im Bericht), daß es dort immer noch Angriffe der Nuer-Männer auf Murle-Zivilisten gibt. Zigtausende Menschen sind in den Busch geflüchtet. Inzwischen sind zahlreiche Soldaten von Regierung und UN dort. Im Bericht ein paar neue Bilder, von geplünderten und ausgebrannten Häusern und ankommenden Soldaten. Bei AJE weitere Infos von Lise Grande (UN) und ein Hintergrundgespräch mit dem Experten Jonathan Temin. Bei der BBC weiter Infos von Will Ross (Nairobi).  ¤¤  Weiter kein Wort im deutschen TV zu dem Konflikt. - Dafür heute endlich in der taz ein kurzer, aber deutlicher Bericht.

A,B

zus.19
           
3.1.12

Nach UN-Angaben sind in den letzten Tagen rund um Pibor mehrere Hundert Menschen getötet worden. Der Bericht von Haru Mutasa zeigt verwundete Zivilisten in einem Krankenhaus in Juba, über 100 sind dort angekommen, fast ausschließlich Murle. Bei AJE außerdem noch ein Interview mit Informationsminister Barnaba Benjamin, der sich optimistisch zeigt, die Regierung werde das alles in den Griff bekommen. Bei CNN ein zusammenfassender Bericht über den Konflikt, unter Verwendung der bekannten Bilder von letzter Woche. Bei Press-TV ein Kurzbericht mit (neuen) Bildern von verletzten Kindern.  ¤   Weiter kein Wort im deutschen TV zu dem Konflikt.

A,C,P

 

zus.10

 

           
4.1.12

 

 

 

 

Bei der BBC kaum aktuelle Meldungen aus Pibor, Melinda Young (Save the Children, Juba) sagt nur, daß die Lage dort weiter sehr angespannt ist. Ein paar neue Bilder von UN-Hubschraubern und Truppen. Unklar, was die Nuer-Jungmänner inzwischen machen. Dann ein aktualisierter Bericht von Will Ross, u.a. von dem eindringlichen Appell von Vizepräsident Riek Machar an die Nuer-Jungmänner, mit den wechselseitigen Rachefeldzügen aufzuhören.  ¤

Bei Press-TV teilt Hibatalla Morgan (telefonisch aus Juba) mit, die Jungmänner hätten sich wohl 10 km aus Pibor zurückgezogen. Und daß ein Großteil der Soldaten selber aus dem Lu-Nuer-Volk stammen und somit wohl nicht unparteiisch seien.

Haru Mutasa erklärt in ihrem Bericht das (patriarchale) System von Viehbesitz und Brautpreisen, das schon immer zu kleineren (eher symbolischen) gewalttätigen Konflikten führte, heutzutage aber zum Anlaß für ethnischen Massenmord wird.   ¤

Und der erste Bericht im deutschen TV, in der Mittagsausgabe des arte-journals (redaktionell, mit den bekannten Bildern). Er schildert die Ereignisse seit letzter Woche ziemlich präzise, bietet aber kaum Hintergrundinfos.  -  ARD und ZDF interessieren sich weiterhin nicht für Massenmorde in Afrika.-  (Nachtrag: arte hatte schon zu Beginn, am 29.12. berichtet.)

Ein lesenswerter kurzer Hintergrundartikel von Peter Mühlbauer bei Telepolis: "Kriegsursache Brautpreis"

B,A,P,arj

 

 

 

zus.11

 

 

 

4.1.12

TV5 hat über den Krieg in Jonglei auch noch nicht berichtet, heute nur ein ganz kurzer Infofilm dazu. Dafür aber ein Bericht von Hassan Lazrag über den andauernden Konflikt im Nord-Süd-Grenzgebiet in Süd-Kordofan, wo ebenfalls Tausende Menschen auf der Flucht sind.

JA

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6.1.12

Vom Stammeskrieg in Jonglei weiter kein Wort bei deutschen TV-Sendern. Nur arte bringt wieder (in der Mittagssendung) einen Bericht mit Bildern und Zahlen zur weiter dramatischen Lage. Letzte Woche sollen dort über 3000 Menschen (fast ausschließlich Zivilisten des Murle-Volkes) getötet worden sein.  ¤

Bei AJE Gespräche mit Paul Moorcraft (Außenpolitikexperte), nicht sonderlich erhellend, und Jon Temin (Friedensforscher), der auf die gegenseitigen Mordfeldzüge beider Stämme hinweist (im Sommer sollen Murle-Jungmänner über 600 Nuer umgebracht haben). Bei CNN ausführliche Infos von Nima Elbagir (London).  Bei TV5 erstmals ein (redaktioneller) Bericht.

arj,A,C,P,JA

 

zus.15

 

7.1.12

Ein allgemeiner Bericht von Haru Mutasa zur Lage nach einem halben Jahr Unabhängigkeit, über Flüchtlinge aus dem Norden, die in ein instabiles und unterversorgtes Land zurückkehren.

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7.1.12 Sudan / Libyen : Präsident Bashir ist zu Besuch beim Übergangsrat in Tripoli.  - Angeblich will der vom ICC per Haftbefehl Gesuchte bis Sonntag bleiben und hätte somit Gelegenheit, dort auch den deutschen Komiker "Fister Filly" zu treffen.

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8.1.12

Hibatalla Morgan berichtet aus Pibor über den Krieg der beiden Völker in Jonglei, mit ein paar neuen eigenen Bildern, aber keine neuen Erkenntnisse.

Noch ein Bericht über die Flüchtlingsströme im Nord-Süd-Grenzgebiet, jetzt in der Provinz Blue Nile.

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9.1.12 Süd-Sudan : Gespräch mit Antonio Guterres (UN-Flüchtlingskommissar, in Juba) über die Lage in Jonglei. Nur sehr allgemeine Aussagen über Zahlen von Flüchtlingen (über 100.000 im ganzen Süd-Sudan).

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12.1.12

Meldung: bei neuen interethnischen Angriffen in Jonglei sind wieder mindestens 57 Menschen getötet worden, die meisten davon Frauen und Kinder.   ¤

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13.1.12

Ein zusammenfassender Bericht über den andauernden Krieg zwischen den Lou-Nuer und den Murle in Jonglei, mit ein paar neuen Aufnahmen aus Perspektive von Helfern (WFP).

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15.1.12

David Leyne berichtet über Flüchtlinge aus Darfur im Tschad, die auch nach dem Ende der Kämpfe erstmal dort bleiben wollen.

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17.1.12

Meldungen: in Jonglei sollen Mitglieder des Murle-Volkes bei einem Racheangriff etwa 50 Leute der Lou-Nuer ermordet haben, zum großen Teil Frauen und Kinder.   ¤

A,JA

zus.1

18.1.12

Noch ein kurzer Bericht (redaktionell) zu der Meldung vom Vortag über einen Racheangriff von Murle-Männern, die etwa 50 Lou-Nuer-Leute getötet haben.

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19.1.12

Beitrag über den Streit um das Öl im Grenzgebiet Nordsudan / Südsudan.

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23.1.12 Südsudan : Der Konflikt in Jonglei mit wechselseitigen Massakern und Pogromen zweier Völker geht weiter, endlich mal wieder ein Bericht von dort, von Hiba Morgan. Einige Bilder von verängstigten Zivilisten, ausführlich Aussagen von Hilde Johnson (UN-Beauftragte) bei einer Pressekonferenz, über die Notlage von über 125.000 Flüchtlingen. Die UN wollen bei Verhandlungen helfen und bei der Nahrungsmittelversorgung.

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24.1.12

Bericht über den Streit zwischen Sudan und Süd-Sudan über das Öl aus dem Süden. Der Norden will für die Durchleitung unverschämte Gebühren, der Süden stoppt die Produktion, die Leute demonstrieren. (Mehr dazu in der taz. Interessant: bei der Teilung des Landes ist der Norden allein auf den Staatschulden sitzengeblieben.)

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25.1.12

Anna Cavell berichtet aus Pibor über die humanitäre Notlage in Jonglei. Die UN haben offenbar Probleme, über 100.000 Flüchtlinge zu versorgen. Im Bericht keine Infos zu den fortdauernden ethnischen Massakern und zu Gegenmaßnahmen von Armee und UN. 

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27.1.12

Der Südsudan stellt die Ölförderung ein, nachdem Verhandlungen mit dem Norden über die Durchleitungsgebühren gescheitert sind. Beide Seiten setzen Truppen in Alarmbereitschaft. Infos von James Copnall aus Khartum.

A,B

zus.4
28.1.12

Die Regierung des Nordens erklärt, sie gehe im Ölstreit einen Schritt auf den Süden zu und gebe beschlagnahmte Öltanker frei.

B,JA

zus.2

29.1.12

Meldung: in Südkordofan (Norden) haben südsudanische Rebellen 29 chinesische Ölarbeiter entführt.

In Addis Abeba verhandeln Nord und Süd über die Verteilung der Öleinnahmen. Nazanine Moshiri informiert von dort. Euronews meldet (voreilig), es gebe eine Einigung.

A,E

zus.3
30.1.12

AJE meldet, daß es bei den Gesprächen über das Ölproblem keine Einigung gibt. - Meldung: in Warrap (Süd-Sudan) sind bei einem Viehraub 70 Menschen getötet worden.

Süd-Sudan: Stefan Maier berichtet aus Juba über Heimkehrer aus dem Norden und die Infrastrukturprobleme des neuen Staates.

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31.1.12

Bericht von Anna Cavell aus Juba zum weiter ungelösten Ölstreit zwischen Nord und Süd.

Bei arte ein allgemeiner Bericht über den Südsudan, über rückkehrende Flüchtlinge und den ethnischen Krieg in Jonglei. - AJE meldet, daß dort in Jonglei 120.000 Menschen wegen des Konflikts keine Versorgung haben und hungern.

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zus.2

1.2.12

Berichte über die Entführung von chinesischen Arbeitern in Süd-Kordofan und eine weitere Entführung von chinesischen Arbeitern im ägyptischen Sinai, die jetzt aber wieder freigelassen wurden.

E,JA

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2.2.12 Süd-Sudan : Das UNHCR warnt vor Versorgungsproblemen für Hunderttausende Flüchtlinge. Zu den Flüchtlingen in Jonglei könnten weitere kommen, wenn Khartum wegen der Grenzkonflikte Flüchtlinge in den Süden abschiebt. Bericht von Anna Cavell.

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3.2.12

Präsident Bashir sagt, Nord- und Südsudan stünden näher am Krieg miteinander als am Frieden.

Ein Bericht über die Krise in Jonglei, wo weiter Hunderttausende auf der Flucht vor Massakern sind. Valerie Amos (UN-Beauftragte) ist für drei Tage zur Visite in Pibor.

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5.2.12

 

 

Süd-Sudan

"Der Krieg der Stämme" - "Sie haben es vielleicht in den Nachrichten gesehen,..." kündigt Ute Brucker den Beitrag über den Stammeskonflikt in Jonglei an. Ja, habe ich, am 29.12. bei arte. Das war bisher der einzige Beitrag des deutschen Fernsehens über einen Bürgerkrieg, bei dem schätzungsweise 3000 Zivilisten ermordet worden sind. - Nun gut, der Bericht von Stefan Maier ist dafür hervorragend. Er zeigt die hungernden und vertriebenen Leute vom Murle-Volk irgendwo im Busch, ihre zerstörten Dörfer, die zerstörte Klinik von Pibor, ankommende Hilfslieferungen der UN. Schildert die unfassbaren Brutalitäten der gegenseitigen Massaker. Fragt ratlos, wie es dazu kommen konnte und bekommt einige vorsichtige Antworten. Das wechselseitige Stehlen von Rindern zwischen den Murle und den Lou-Nuer ist eine Folge des Brautpreissystems und hat jahrhundertelange Tradition. Daß es dabei zu Massenmorden kommt, ist aber neu und hängt u.a. mit der Verfügbarkeit von Waffen zusammen. Und einige Murle meinen, daß der Nordsudan die Lou-Nuer aufhetzt und mit Waffen beliefert, um im Süden für Unruhe zu sorgen. Belege dafür gibt es keine. Hoffnung am Schluß: der christliche Pastor ruft seine Gemeinde zur Versöhnung auf: "wir sind doch alle ein Volk."  - "Die Botschaft kommt an, denn die Menschen haben genug vom Krieg, sie wünschen sich den Frieden und ein bißchen mehr Aufmerksamkeit von der Welt draußen."   ¤¤

WS

 

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8.2.12

Nach dem Abkommen mit einem Teil der Darfur-Rebellen verkündet die Regierung dort eine neue Autonomie, bei einer pompösen Feier mit Präsident Bashir in El Fasher. Bericht von James Copnall.

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8.2.12 Südsudan : Bericht von Hibatalla Morgan über die andauernden Probleme bei der Versorgung der Vertriebenen in Jonglei. 

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11.2.12

Sudan und Südsudan haben einen Nichtangriffsvertrag unterschrieben. Die Frage der Öleinnahmen bleibt offen. Infos von Harriet Martin.

Bei arte-reportage Einschätzungen von Marc Lavergne (CNRS) zur Lage in Darfur. Hunderttausende Flüchtlinge können weiterhin nicht in ihre (teilweise zerstörten) Dörfer zurückkehren.

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17.2.12 Süd-Sudan : Interview mit Vizepräsident Riek Machar über den Streit mit dem Norden um die Ölförderung und die Aufteilung der Einnahmen.

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18.2.12 Süd-Sudan : James Copnall berichtet aus Juba über den Ölstreit mit dem Norden. Obwohl dem Land die Einnahmen fehlen, unterstützen die Leute den Kurs der Regierung.

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20.2.12

Die JEM-Rebellen in Darfur haben etwa 50 zivile UN-Mitarbeiter festgehalten und jetzt wieder freigelassen. Gespräch mit Ishag Mekki (Darfur-Opferorganisation) über die Lage in Darfur nach Unterzeichnung des Friedensabkommens.

Bericht über den Krieg in Südkordofan zwischen der Nord-Armee und Süd-Rebellen. Hunderttausenden Flüchtlingen droht eine Hungersnot.

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2.3.12 Kenia  / Südsudan : Die Regierungen von Kenia, Äthiopien und Südsudan beschließen ein gemeinsames Großprojekt aus einem neuen Seehafen, Straßen, Pipelines und Eisenbahnstrecke, das vor allem dem Abtransport von Rohstoffen aus Afrika dienen wird. Nazanine Moshiri berichtet aus Lamu, wo Ölraffinerie und Hafen mitten in einem unter Naturschutz stehenden Mangrovenwald gebaut werden sollen. Auch Bauern und Fischer in der Gegend protestieren und fordern bessere Entschädigungen.

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4.3.12 Süd-sudan : Im Grenzgebiet zum Norden haben sudanische Flugzeuge angeblich zwei Ölanlagen bombardiert. Nach den Bildern aber nur leichte Schäden.  - Im Grenzgebiet zu Uganda haben Ugander das Dorf Moyo angegriffen und verwüstet, wegen eines Streits um Ackerland. (Kurzberichte) 

A,JA

zus.2

7.3.12

Der frühere UN-Beauftragte Mukesh Kapila beschuldigt die Armee des Nordens, in den Nuba-Bergen (Süd-Kordofan) schwere Kriegsverbrechen gegen Zivilisten zu begehen. Ganze Dörfer werden niedergebrannt und von Flugzeugen bombardiert. Kapila war in dem Gebiet und spricht von "Verbrechen gegen die Menschheit", begangen aus rassistischen Motiven. (OT)

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8.3.12

Inigo Gilmore berichtet aus Süd-Kordofan. Dort bekämpft die Armee vom Süden unterstützte Rebellen. Gilmore begleitet Mukesh Kapila (früherer UN-Beauftragter) und einige Rebellenkämpfer. Angeblich greift die Armee gezielt Zivilisten an. Die vorgezeigten Belege (u.a. für den Einsatz von Clusterbomben) sind nicht sehr überzeugend. Die Rebellen zeigen Koffer mit unbenutzten Landminen vor, die angeblich von der Armee stammen. CNN weist darauf hin, daß die Regierung ihrerseits den Rebellen vorwirft, Minen zu legen. 

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12.3.12

Meldungen: in Jonglei sind wieder bis zu etwa 200 Menschen bei "cattle raids" (Stammeskrieg um Land und Tiere) getötet worden, etwa 300 Frauen und Kinder wurden verschleppt.   ¤

A,B

zus.1

14.3.12 Sudan / Südsudan : Al Jazeera berichtet von Anzeichen, daß beide Seiten beim Konflikt im Grenzgebiet (vor allem in Südkordofan) jetzt nach einer diplomatischen Lösung streben.

Bei AJE und CNN Berichte von einer Senatsanhörung in Washington über die Konflikte im Sudan, bei der u.a. George Clooney von einer Reise ins Grenzgebiet berichtet und der Armee des Nordens Kriegsverbrechen vorwirft. Beide Sender zeigen Bilder von Clooneys Trip, bei AJE ein Interview mit ihm.

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16.3.12

George Clooney wird bei einer Protestaktion auf dem Gelände der sudanischen Botschaft in Washington kurzzeitig verhaftet und erhält dadurch viel Medienaufmerksamkeit für seine anschließende Erklärung (zusammen mit seinem Vater, live bei CNN), bei der er über Kriegsverbrechen der sudanischen Armee gegen Zivilisten in den Nubabergen und anderen Grenzregionen spricht. Daß es dort eine vom Südsudan unterstützte Rebellenbewegung gibt, erwähnt er nicht.

C,E

zus.9
17.3.12

Peter Greste berichtet aus dem Gebiet der Nuba in Südkordofan. Etwa 300.000 Menschen sind vor der Armee aus den Dörfern in Verstecke in den Bergen geflüchtet, wo sie Hunger leiden. Greste berichtet aus dem Ort Bran (5000 Einwohner), der von den Truppen komplett zerstört worden ist, und spricht von einer "Politik der verbrannten Erde". Gespräch mit Suliman Baldo (Center for transitional Justice). Er sieht ein typisches Schema (wie zuvor in Darfur), daß die Armee im Kampf gegen Rebellen auch gezielt die (eigene) Zivilbevölkerung angreift.  ¤¤

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18.3.12

George Clooney und John Prendergast (beide Enough Project) im Gespräch mit Fareed Zakaria (GPS) über die Kriegsverbrechen der sudanischen Armee im Grenzgebiet zum Südsudan und über die "Kony 2012"-Kampagne.

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19.3.12

Peter Greste berichtet aus dem Flüchtlingslager Yida im Südsudan, wohin Tausende aus dem Kriegsgebiet Südkordofan (Nordsudan) geflüchtet sind. Das Lager liegt direkt an der Grenze und wird darum nicht von den UN unterstützt, die ein Lager 60 km weiter eingerichtet haben. - Gespräch mit Radhika Coomaraswamy (UN-Beauftragte) über die Lage im Kriegsgebiet und die Probleme bei der Hilfe für die Flüchtlinge.   ¤

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20.3.12

Peter Greste berichtet aus den Nuba-Bergen in Südkordofan (Nord-Sudan) über die Rebellenarmee der SPLA-N (wie Nord), die dort sehr offen auftritt, mit Uniformen und reichlich Artilleriemunition (Geschütze dafür sind nicht zu sehen), angeblich alles von der Armee des Sudan erbeutet. Was genau das Ziel der Rebellen ist, kann ihr General Jagod Mekwar nicht erklären, aber angeblich bekommen sie keine Hilfe vom Südsudan.  ¤

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21.3.12

Peter Greste über ein sehr karg ausgestattetes Feldhospital bei den Flüchtlingen in den Nuba-Bergen.

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26.3.12

Schwere Kämpfe zwischen Soldaten des Sudan und des Südsudan in mehreren umstrittenen Grenzgebieten. Rabie Abdul Atti (Regierungsberater Nordsudan) spricht von Kämpfen mit Rebellen der SPLA-N. 

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27.3.12 Sudan / Südsudan : Weiter Kämpfe im Grenzgebiet, vor allem in Unity-State. Infos von Peter Greste aus Juba und James Copnall aus Khartum, sowie von Gillian Lusk (Africa Confidential) und Fatoumata Lejeune-Kaba (UNHCR, Genf). Keine Bilder.

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zus.9
28.3.12

Die Kämpfe rund um die Ölfelder von Heglig (Unity State, Nordsudan) sind anscheinend vorbei. Bei AJE ein Bericht von Mohammed Vall, der erstmals vom Norden aus dorthin reisen konnte. Bilder von schweren Zerstörungen an Infrastruktur, ausgebrannte Militärfahrzeuge. Nach Aussage eines Militärs haben Truppen des Südens versucht, die Ölanlagen zu erobern, wurden aber zurückgeschlagen.  ¤ - Am Donnerstag soll es auf Vermittlung der AU in Addis Friedensgespräche geben.

Bei arte nach zwei Tagen der erste deutsche Bericht über den aktuellen Konflikt. Die ehemalige Tagesschau hat dagegen offenbar beschlossen, dieses Jahr nicht mehr aus Afrika zu berichten.

arj,A,JA

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29.3.12

Die Kämpfe an der Grenze wurden offenbar eingestellt. Beide Seiten geben sich friedenswillig und verhandeln in Addis Abeba über eine Lösung des Grenzstreits. Infos aus Khartum von Mohammed Vall und aus Juba von Nazanine Moshiri, O-Töne von Vertretern beider Staaten.

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31.3.12

In einem Bericht von Peter Greste sind erstmals Aufnahmen von den Kämpfen zwischen der Nord-Armee und den Rebellen der SPLA-N in Südkordofan zu sehen. Sowie eine Ansprache, die der Gouverneur der Provinz, Ahmed Harun, an seine Soldaten hält, in der er sie auffordert, das Gebiet zu "säubern" und dabei keine Gefangenen zu machen. Gegen den Gouverneur gibt es bereits einen Haftbefehl des ICC wegen Menschheitsverbrechen in Darfur.   ¤

Reaktionen 1. von Rabi Abdel Atti (Berater beim sudanischen Informationsminister), der meint, es handele sich um Übersetzungsfehler, 2. von Luis Moreno Ocampo (Ankläger des ICC), 3. von Prof. Paul Moorcraft (Politologe).  Sowie weitere Infos von Peter Greste (Juba) und Mohammed Vall (Khartum).

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zus.25

                       
          
2.4.12 Sudan / Südsudan : Nazanine Moshiri besucht zusammen mit südsudanischen Militärs das Grenzgebiet in Unity State, wo angeblich Flugzeuge des Nordens Ölanlagen bombardiert haben. Der Vize-Verteidigungsminister kehrt die Vorwürfe des Nordens (Stellvertreterkrieg) einfach gegen den Norden um.

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4.4.12

 

Im Grenzgebiet bombardieren Flugzeuge des Nordens Ölanlagen im Süden. Nazanine Moshiri ist Augenzeugin und spricht von MiG-Kampfflugzeugen und Antonow-Transportern (die als Bomber eingesetzt werden). Angeblich ist eine MiG-29 dabei abgeschossen worden.   ¤

Die Friedensgespräche in Addis sind ohne jede Vereinbarung beendet worden, also gescheitert. Gespräch mit Südsudans Informationsminister Barnaba Marial Benjamin , auch über die heutigen Luftangriffe. Er sagt, die Gespräche in Addis seien vom Norden einseitig unterbrochen worden, aber nicht beendet.

Mohammed Vall berichtet aus Khartum über Flüchtlinge aus dem Südsudan, die hier immer noch in Lagern leben, aber jetzt heimkehren wollen.

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zus.11

 

5.4.12

Bericht von Nazanine Moshiri, die im Grenzgebiet mit südsudanischen Soldaten unterwegs war und dabei einen Angriff von Kampfflugzeugen des Nordens miterlebte. (Durchaus glaubhaft, wenn auch kaum etwas zu sehen ist.) Weitere Angaben zu dem Vorfall von Colonel Phillip Aguer (Pressesprecher der Armee), der versichert, daß eine MiG abgeschossen worden sei. Bilder des Wracks gibt es aber nicht.   ¤

Bericht von Rosiland Jordan über das "Sentinel-Project" von Menschenrechtlern in den USA, die Satellitenbilder des Sudan auswerten und nach Belegen von Kriegsverbrechen suchen.

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7.4.12

Nazanine Moshiri berichtet aus Juba über die Ölinteressen Chinas sowohl im Norden wie im Süden, die durch den Konflikt bedroht sind. Mehr Hintergrund dazu von Ex-Botschafter David Shinn.  - TV5 meldet einen möglichen Durchbruch bei Friedensgesprächen in Juba unter Vermittlung von Thabo Mbeki. Außerdem ein Bericht aus dem Grenzgebiet über die unter den Spannungen leidende Zivilbevölkerung.

A,JA

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8.4.12

Bericht von Nazanine Moshiri aus Juba über Flüchtlinge, die aus dem Norden zurückgekehrt sind. Über 500.000 sind noch im Norden und sollen sich in dieser Woche entscheiden, das Land zu verlassen oder ganz zu bleiben.

Inside Sudan: "Southern Kordofan: Unfinished Business" - Die Hintergrundsendung versucht, den Krieg in Südkordofan einzuordnen. Zunächst nochmal die Serie von Berichten von Peter Greste über die Politik der verbrannten Erde gegen die Bewohner der Nuba-Berge. Dann Gespräch mit Mustafa Osman Ismail (Berater von Präsident Bashir) und Mukesh Kapila (EX-UN-Beauftragter). Ismail gibt die Schuld am Konflikt dem Süden, der ohne Anlaß Rebellengruppen im Norden aufbaut. Auf Fragen nach Kriegsverbrechen gegen die eigene Zivilbevölkerung weicht er aus.   ¤¤

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10.4.12

Angeblich neue Luftangriffe des Nordens bei Heglig. Infos von Informationsminister Barnaba Benjamin. Nordsudan spricht von Angriffen des Südens.

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11.4.12

Weiter gegenseitige Vorwürfe über militärische Angriffe in der Gegend von Heglig (Ölfördergebiet des Nordens in Südkordofan). Infos aus Juba von Nazanine Moshiri, und aus Khartum von Harriet Martin und James Copnall. Bei der BBC Diskussion darüber zwischen Wol Mayar Ariec (Botschafter Südsudans) und Khalid al Mubarak (Sprecher der Botschaft des Sudan). Sie streiten darum, zu welchem Land Heglig gehört, wobei aber anscheinend nichtmal klar ist, um welches Gebiet es genau geht. Und beide Seiten unterstützen Rebellen auf der Gegenseite. Beide machen neue Verhandlungen vom Verhalten des anderen abhängig. - Man fragt sich, wessen Interesse hinter diesem idiotischen Stellvertreterkrieg steckt. Ein Fall für die UN und den IGH.    ¤¤

A,B

zus.16

12.4.12

Die Kämpfe um das Ölfördergebiet von Heglig gehen weiter, dabei wird angeblich auch die Stadt Bentiu (Unity State, Südsudan) von Flugzeugen des Nordens bombardiert. Infos bei der BBC von Martin Plaut, Emmanuel Roussier (MSF, Juba) und Tom Law (Herausgeber der "Sudan Tribune", London), bei AJE von Nazanine Moshiri (Juba) und Harriet Martin (Khartum), bei CNN von David McKenzie (Nairobi). Der Westen scheint sich zu einer Haltung zu entscheiden, und zwar gegen den Versuch des Südens, die Ölfelder zu annektieren. Ashton u.A. kritisieren den Süden recht deutlich.   ¤

Bei Press-TV ein eher allgemeiner Bericht über den Konflikt, von Hibatalla Morgan aus Juba.

Bei arte kam auch ein Bericht (wohl der einzige auf deutsch über den aktuellen Krieg), ist in der Hektik leider verschütt gegangen.

A,B,C,P

 

zus.16

 

12.4.12

"Sudan - Fight for the Soul of the North" - Film von Jamie Doran über die aufkommende politische Oppositionsbewegung im Sudan, spannendes Portrait eines sehr vielgesichtigen Landes. Leider NNA)*   ¤¤

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13.4.12 Sudan / Südsudan : Der Norden schickt angeblich Truppen zur Grenze, um das Heglig-Ölfeld zurückzuerobern. Infos und Bericht bei AJE von Nazanine Moshiri. Darin ist zu sehen, daß Heglig tatsächlich vom Süden eingenommen worden ist.   ¤

A,B,JA

zus.9

           
14.4.12

Der Südsudan beschwert sich über weitere Luftangriffe des Nordens. Nazanine Moshiri berichtet weiter aus Juba, mit Bildern aus dem Grenzgebiet. Telefonische Stellungnahme eines Sprechers der Nord-Armee (Col. A.K. Saad), der bestreitet, seine Truppe sei aus Heglig vertrieben worden. Infos aus Khartum von Harriet Martin und Malcolm Webb.

A,B,JA

zus.9

15.4.12

Nazanine Moshiri berichtet weiter aus Juba über den verworrenen Grenzkonflikt. Die Süd-Armee führt 14 Gefangene vor, Moshiri spricht mit einem der Nord-Soldaten. (Bilder mit angemessener Pixelung.)

A

2

           
16.4.12

Mehr über die gegenseitigen Beschuldigungen im Grenzkonflikt. Infos von Peter Greste (Juba), Harriet Martin und James Copnall (beide Khartum). Das Parlament des Sudan erklärt den Südsudan offiziell zum "feindlichen Staat".

A,B

zus.7

17.4.12

Zwei zusammenfassende Berichte (bei AJE von Sherine Tadros aus Khartum) über den Grenzkonflikt. Nichts Neues 

arj,A

zus.4
18.4.12

Der UN-Sicherheitsrat berät über Sanktionen gegen beide Länder wegen des Grenzkonflikts. Infos von James Copnall (BBC, Khartum) über neue Drohungen von Präsident Bashir gegen den Süden. Einige neue Bilder aus dem Kriegsgebiet. Es soll rund um Heglig zahlreiche Tote gegeben haben, vor allem Soldaten beider Seiten. -  Bei CNN Infos von Elizabeth Pender (Intnl. Rescue Committee, Juba) zur Lage der ca. 20.000 Flüchtlinge. Täglich kommen 400 weitere im Yida-Camp der UN an. - Auch bei Press-TV ein Bericht über die Kriegsdrohungen aus Khartum, weitere neue Bilder aus Heglig.   ¤

B,C,P

zus.10

           
19.4.12

Präsident Bashir redet in Nordkordofan vor Tausenden Leuten, droht dem Süden mit der Rückeroberung von Heglig und dem Sturz von dessen Regierung, die er als "Insekten" bezeichnet. Indessen ist das Ausland sich ziemlich einig, daß der Norden völkerrechtlich beim Streit um Heglig im Recht ist.  - Bei AJE ausführliche Berichte, teils Live-Infos von Peter Greste.   ¤

A,P,arj,E,JA

zus.21
           
20.4.12

Präsident Kiir (Südsudan) kündigt an, seine Truppen würden sich innerhalb von drei Tagen wieder aus Heglig zurückziehen. Kurz danach sagt Sudans Kriegsminister, seine Truppen hätten Heglig "befreit", in Khartum läßt Präsident Bashir sich als Sieger feiern. Was wirklich in Heglig los ist, ist unklar. Bei AJE Infos und Bericht von Peter Greste. Ein Bericht bei Press-TV verweist auf enge Beziehungen des Südens zu Israel und bewertet den Konflikt als Stellvertreterkrieg mit dem Ziel einer Destabilisierung des Nordsudans.   ¤

A,B,P,JA

zus.13

                 
21.4.12

Neue Bilder zeigen sudanische Truppen, die wieder in Heglig einrücken. -  Obama veröffentlicht eine Videonachricht, in der er beide Seiten auffordert, die Unterstützung von Rebellen auf der anderen Seite zu beenden. - Infos, Einschätzungen und Bericht bei AJE von Zeina Khodr (Khartum) und Peter Greste (Bentiu).

A,C,E

zus.11
23.4.12

 

 

 

Präsident Bashir besucht die zurückgewonnenen Ölanlagen von Heglig und gibt neue Drohungen gegen den Süden ab, Verhandlungen werde es nicht mehr geben. Bericht von Zeina Khodr (Khartum). 

Es gibt wieder Luftangriffe des Nordens auf Bentiu, Infos dazu von Peter Greste (als Augenzeuge), Bericht von James Copnall. Vier Bomben auf  zivile Ziele richten einigen Schaden an, haben aber anscheinend keine militärische Bedeutung. Zum wiederholten Mal versuchen sie mit Raketen eine Straßenbrücke zu zerstören, erneut vergeblich. (Die Bilder bieten keinen direkten Beweis für die Luftangriffe, aber beide Korrespondenten sind absolut glaubwürdig, die Berichte konsistent.) Zwei Berichte bei CNN und TV5 verwenden die gleichen Bilder.   ¤

Bei der BBC Bewertungen von Jonathan Hutson (Enough Project). Er sieht die Schuld am Konflikt auf beiden Seiten und beschuldigt beide des Ausführens von Kriegsverbrechen. 

Auch der Bürgerkrieg in Blue Nile und Süd-Kordofan (Grenzprovinzen des Nordens) geht weiter, Infos dazu von Daniel Bekele (HRW), über schwere Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen, Massenflucht der Bevölkerung.

Jimmy Carter fordert, eine UN-Friedenstruppe ins Grenzgebiet zu schicken. 

A,B,C,JA

 

 

zus.22

 

 

23.4.12

"Africa Today: War of the Sudans: Is it a war of the super powers?" - Vuyiswa Ngqobongwana diskutiert über den Nord-Süd-Konflikt und internationale Einflüsse mit Abdullahi al Azreg (Sudans Botschafter in Britannien), Ahmed Hussain Adam (JEM) und Mekki Elmograbi (Politologe). Sehr interessant, leider NNA)* (Video unter dem Link.)   ¤¤

P

22

23.4.12

"Fight for the Heart of the South" - Hintergrundbericht und Reportage von Jamie Doran über die Geburt des neuen Staates und die aktuellen Konflikte. (Wiederholung vom Juli 2011). (NNA)*   ¤¤

A

47

24.4.12

 

 

Krieg der Worte, gegenseitige Vorwürfe, Forderungen und Drohungen. Kiir ist zu Besuch in China, das mit beiden Seiten verbündet ist. Berichte von Zeina Khodr (AJE, Khartum), James Copnall (BBC, Juba) und David McKenzie (CNN, Nairobi).

Peter Greste berichtet aus einem Flüchtlingslager im Südsudan, wo ausgehungerte Menschen aus den Nuba-Bergen (Südkordofan / Nordsudan) ankommen und von Vertreibungen und verbrannter Erde erzählen.   ¤

Interviews mit Larry Attree (Experte, über Chinas Rolle), Hilde Johnson (UN-Beauftragte in Juba), Erastus Mwencha (AU-Kommission).

Live-OT vom Sitz der UN. Susan Rice trägt Beratungsergebnisse des Sicherheitsrats vor. Die Luftangriffe des Nordens werden scharf verurteilt. (Keine ausdrückliche Resolution.) In Unity-State seien 16 Zivilisten bei Bombenangriffen getötet worden. Außerdem O-Töne von Vertretern beider Seiten. (Alles bei AJE)

A,B,C,P,RT,E,JA

 

 

zus.41

 

 

                 
24.4.12

Mit offenen Karten: "Südsudan - Ein neuer Staat in Afrika" (1/2) - Die Geschichte des Sudan seit den Nil-Königreichen, die religiöse Spaltung, die Kolonisierung, der Mahdi-Aufstand. Sprachen, Religionen und Stämme im Norden und Süden, der Bürgerkrieg seit 1964, die SPLA, das Öl. Der Darfur-Konflikt. Die Ablösung des Südsudan 2011.   ¤   

arte

12
25.4.12

In einem Bericht von Peter Greste Bilder vom Einmarsch der südsudanischen Truppen in Heglig vor zwei Wochen, bei dem es anscheinend kaum Widerstand der dort stationierten Nord-Soldaten gab. Bei der BBC Hintergrundinfos zur Bedeutung der Ölvorkommen im Grenzgebiet. Update bei TV5.

A,B,JA

zus.6

26.4.12

Bericht von Zeina Khodr (Khartum) über den andauernden Streit um die Ölvorkommen im Grenzgebiet.

Bei Press-TV ein längeres Gespräch mit Prof. David de'Chand (South Sudan Democratic Front Party) über den Konflikt. Er sieht dahinter eine internationale Verschwörung (speziell der USA) gegen den Nord-Sudan, wegen dessen islamischer Ausrichtung und seiner guten Beziehungen zu China und natürlich vor allem wegen des Öls. Chand spricht auch die militärische Hilfe Israels für den Süd-Sudan an.

A

P

3

9

27.4.12

Bericht von Peter Greste, der Soldaten des Südsudan im Grenzgebiet begleitet. - US-Botschafter Princeton Lyman ermahnt beide Seiten zum Frieden, weil sie durch Krieg nichts zu gewinnen haben. - Yasir Arman (SPLM-North) sagt, seine Rebellengruppe wolle Frieden, und alle im Sudan seien sehr friedensliebend.

A

7
           
28.4.12

Catherine Soi berichtet aus einem Flüchtlingslager in Kenia, wo mehrere Zehntausend Menschen aus Sudan und Südsudan untergekommen sind. - Bei CNN berichtet Robyn Kriel aus einem Hospital in Juba, wo schwerverletzte Zivilisten und Soldaten behandelt werden.

Die sudanische Armee nimmt in Heglig fünf (oder vier) UN-Mitarbeiter fest und bringt sie nach Khartum. Ein Armeesprecher beschuldigt sie, in Heglig militärisch aktiv gewesen zu sein. Nach Angabe von Peter Greste hatten sie mit der Räumung von Minen zu tun.

A,B,C,E

zus.15
                
29.4.12

In Khartum wird eine Handelssperre mit dem Süden diskutiert. Im Grenzgebiet wird der Notstand ausgerufen. Infos und Bericht aus Khartum von Zeina Khodr. - Abends meldet die BBC, daß der Norden 12.000 Südsudaner ausweist. Andrew Harding berichtet vom Aufmarsch südsudanischer Truppen im Grenzgebiet, Bilder von brennenden Öltanks (Bilder eines südafrikanischen Kamerateams, unklar, ob sie aktuell sind.) - Bei CNN ein Bericht von Robyn Kriel aus Bentiu über Schäden durch die Luftangriffe letzte Woche. Telefonisch erzählt sie von einem Angriff nordsudanischer MiGs und Hubschrauber, in den das Team heute geraten ist. Keine größeren Verluste.   ¤

A,B,C

 

zus.13

 

           
30.4.12

 

Bei CNN ein Bericht von Robyn Kreil, die zusammen mit südsudanischen Soldaten einen Angriff nordsudanischer Flugzeuge und Hubschrauber miterlebt. Eindrucksvolle Action, die Bomber sind aber nicht zu sehen.   ¤

Der Südsudan ist nahe an einer Hungersnot. Es gab eine Mißernte, und der Konflikt mit dem Norden blockiert die Importe von dort. Importierte Lebensmittel aus Uganda sind stark im Preis gestiegen. Bericht aus Juba von Peter Greste.   ¤

Der UN-Sicherheitsrat berät weiter über den Grenzkonflikt. Zur Rolle Rußlands und Chinas dabei ein Gespräch mit der Expertin Adjoa Anvimadu

A,C,E,JA

 

zus.18

 

                
1.5.12

Meldungen über neue Kämpfe im Grenzgebiet. Pagan Amum (SPLM) weist alle Vorwürfe gegen den Süden zurück und sieht die Schuld allein beim Norden (BBC). Im Bericht bei TV5 Bilder von Schwerverletzten im Krankenhaus von Bentiu.

B,JA

zus.4

1.5.12

Mit offenen Karten: "Ein neuer Staat in Afrika" (2/2) - Die Probleme des neuen Staates Südsudan. Wasser, Bodenschätze, Wirtschaft, die engen Bindungen an den Nordsudan, geplante Pipelines. Armut und Unterentwicklung, Landraub durch europäische "Investoren", dadurch verstärkter Nahrungsmangel. Fehlende Infrastruktur, fehlende Bildung. Der Streit mit dem Norden um den Grenzverlauf, Bürgerkriegsflüchtlinge. Bündnisse mit dem Westen, China und Israel.   ¤

arte

12

2.5.12

Der UN-Sicherheitsrat droht beiden Ländern mit Sanktionen. Infos aus New York. - Die Regierung des Südens behauptet, die vier vom Norden verhafteten Minenräumer seien nicht auf Nord-Gebiet gewesen. Infos dazu von Peter Greste. - In Heglig wird wieder Öl gefördert. Vorher hat es geheißen, die Anlagen seien schwer beschädigt und auf Monate nicht zu benutzen.

A

8

3.5.12

 

Zeina Khodr spricht in Khartum mit Daniel Kodi, früher General der SPLA, jetzt Berater der sudanischen Regierung. Er gehört selber zu den Nuba und beschuldigt die vom Süden unterstützten Rebellen in Südkordofan, sie wollten die Regierung in Khartum stürzen.

Andrew Harding berichtet vom Leid der Zivilisten in den Nuba-Bergen (Südkordofan). Sie werden zwischen Rebellen und dem Bombardement durch Flugzeuge des Nordens zerrieben, verkriechen sich in Höhlen oder fliehen zu Tausenden in die Nachbarprovinzen.

Robyn Kriel berichtet von südsudanischen Truppen, die ein Ölfeld in der Nähe der Grenze sichern.

Peter Greste berichtet aus Juba über geplante neue Infrastrukturprojekte, für die China dem Südsudan Geld leiht.

A,B,C

 

zus.12

 

5.5.12

Der Nordsudan will Hunderttausende Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Südsudan jetzt dorthin zurückschicken. Viele wollen aber gar nicht zurück, sind dort auch nicht willkommen. Bericht von Zeina Khodr aus Khartum.

A

2

6.5.12

Haru Mutasa berichtet aus dem Flüchtlingslager Yida im Südsudan, wo täglich 700 Menschen aus Südkordofan eintreffen.

A

2

           
7.5.12

Eine Einheit von 200 sudanischen Soldaten wechselt die Seite. Jedenfalls behaupten sie das im Bericht von Haru Mutasa aus Upper Nile. Sie sollen aus dem Süden stammen, waren nach der Teilung aber im Norden geblieben und wurden angeblich als Rebellen im Grenzgebiet verheizt. Ihr Brigadegeneral James Douth Lam sagt, sie seien als menschliche Schutzschilde benutzt worden. Die Süd-Armee empfängt sie begeistert, der Norden spricht von einer Propagandashow. - Einschätzungen von Mohamed Vall.   ¤

A

6

9.5.12

Der Norden soll vor ein paar Tagen erneut Gebiete im Süden bombardiert haben, bestreitet das aber. Im Bericht von Haru Mutasa aus Unity State Bilder von schwer verletzten Zivilisten, Opfer früherer Luftangriffe.

A

3
           
10.5.12

Mohamed Vall berichtet aus Khartum über ökonomische Probleme des Nordens durch die Abspaltung des Südens und den Grenzkonflikt.

A

3

12.5.12

Bericht  von Mike Wooldridge über den Konflikt um die ölreiche Provinz Abyei. Die meisten Zivilisten sind aus dem Gebiet geflüchtet. Gespräch mit Abdullahi Alazreg (Botschafter des Sudan in Britannien) darüber und die Vorwürfe, der Norden würde den Süden bombardieren (was er bestreitet).

B

5

13.5.12

Einige Tausend Südsudaner haben seit fast einem Jahr in einem Flüchtlingslager in der Provinz White Nile (Nord-Sudan) auf die Heimreise gewartet. Das Schiff, das sie nach Juba bringen sollte, wurde vom Süden konfisziert. Jetzt bringen die UN sie mit Flugzeugen dort hin. Bericht von Mohamed Vall.

A

3

14.5.12

Die Leute beiderseits der Grenze haben bisher immer gut zusammengelebt. Seit dem Grenzstreit wachsen die Differenzen. Haru Mutasa berichtet aus Bentiu.

A

2

15.5.12

Der Norden hat Zigtausende Südsudaner, die teilweise seit 20 Jahren dort lebten, ausgewiesen. Einige Tausend werden von den UN nach Juba geflogen. Bericht von Haru Mutasa.

A

2

16.5.12

Die UN warnen vor einer Hungersnot, von der mehr als die Hälfte der Bewohner des Südsudan betroffen sind, während weiter Tausende (ehemalige) Flüchtlinge aus dem Norden zurückkommen, viele von ihnen ebenfalls unterernährt. Bericht von James Copnall.

B

2

17.5.12

Mohamed Vall berichtet aus der Stadt Talody in Süd-Kordofan (im Süden des Nordens). Bei Kämpfen zwischen Armee und Rebellen ist der Ort großenteils zerstört worden, die meisten Menschen sind geflüchtet, irgendwo in die Berge.

Bei CNN Infos von Janna Hamilton (Oxfam) über die Hungersituation im Südsudan. 

Thabo Mbeki reist zu Vermittlungsgesprächen nach Khartum. - Bericht über Arbeiten zur Erhöhung des Roseires-Staudamms am blauen Nil.

A,C,JA

zus.9

18.5.12

Haru Mutasa berichtet aus einem Flüchtlingslager in der Provinz Upper Nile (im Norden des Südens), wo Tausende Menschen leben, die vor dem Krieg in Blue Nile (im Süden des Nordens) geflüchtet sind. Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln problematisch.

A

2

20.5.12

Meldung: die vier Minensucher, die vor drei Wochen im Grenzgebiet verhaftet wurden, sind vom Norden freigelassen worden.

A

1/2

21.5.12

Thabo Mbeki spricht mit beiden Seiten und fordert, sie sollten wieder direkt miteinander verhandeln. 

Mohamed Vall berichtet aus Talody (Süd-Kordofan / Nord-Sudan). Die Armee und ein paar Zivilisten feiern den Sieg über den Süden. Die Rebellion der SPLM-Nord dauert aber an.

Bei TV5 ein Bericht aus dem Flüchtlingslager Kakuma im Nordwesten Kenias, wo einige Tausend Menschen aus verschiedenen Kriegsgebieten des Sudan untergekommen sind.

A,JA

zus.6

24.5.12 Südsudan : Historiker und Archivare sammeln in Juba in einem Zelt Bücher und Dokumente zur Geschichte ihres Landes seit der Kolonialzeit.

JA

2

26.5.12 Sudan / Südsudan : Anna Cavell berichtet über das Elend in einem Flüchtlingslager in der Provinz Upper Nile (Süden), wohin Tausende Menschen aus Blue Nile (Norden) vor den Kämpfen dort geflüchtet sind.

A

2
           
29.5.12

Meldung: der Norden kündigt an, seine Truppen aus dem umstrittenen Ölgebiet von Abyei abzuziehen.

A

1/2

30.5.12

Infos von Harriet Martin aus Khartum über die neuen Verhandlungen zwischen Nord und Süd in Addis. Der Norden hat jetzt tatsächlich seine Truppen aus Abyei abgezogen. 

A

3

31.5.12

Bericht von David McKenzie mit Bildern aus Süd-Kordofan. Eine nicht explodierte Clusterbombe älterer sowjetischer Bauart belegt die Vorwürfe von HRW, daß der Norden dort diese verbotene Munition einsetzt, angeblich weiterhin fast täglich (mit Antonow-Transportflugzeugen). Im Bericht zu sehen sind auch Rebellen der vom Süden unterstützten SPLM-N.

C

4

            
2.6.12

Im ZDF ein Bericht von Jörg Brase über den Krieg in den Nuba-Bergen (Südkordofan). Knappe, aber gut verstehbare Zusammenfassung der bekannten Infos und Bilder, u.a. zu Kriegsverbrechen der Nord-Armee gegen Zivilisten.

ht

2

6.6.12

Amnesty International hat einen Report zur Lage der Zivilisten in den sudanischen Grenzprovinzen Süd-Kordofan und Blue Nile veröffentlicht. Zigtausende Menschen sind auf der Flucht vor dem Krieg (u.a. ständigen Bombardierungen durch Flugzeuge der Nord-Armee) und leiden unter Nahrungs- und Wassermangel. Infos von Scott Edwards (ai). 

A

4

8.6.12

Die Friedensgespräche in Addis sind gescheitert, Nord und Süd machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

A

1

12.6.12

AJE veröffentlicht ein Video, das Soldaten zeigt, die in den Nuba-Bergen (Südkordofan) die Häuser in einem Dorf in Brand stecken. Angeblich Soldaten des Nordens. Einer von ihnen soll das Video selber gedreht haben, SPLA-Kämpfer haben es bei einem getöteten Soldaten gefunden. Der sudanische Botschafter in Nairobi behauptet dagegen, die Rebellen hätten das Video selber gedreht, um der Armee Kriegsverbrechen in die Schuhe zu schieben. Bericht von Peter Greste.  ¤

A

2

           
22.6.12

Ein Bericht aus einem neuen Flüchtlingslager in Äthiopien, wohin Tausende Menschen vor den Kämpfen in der (Nord-)Provinz Blue Nile fliehen.

JA

2
23.6.12

In Khartum gibt es wütende Proteste gegen Preissteigerung und Sparmaßnahmen der Regierung, Zusammenstöße mit Polizei. Diverse YT-Videos, Infos aus Khartum von Mohammed Vall (AJE) und James Copnall (BBC) und von einem namenlosen Teilnehmer der Proteste (CNN). Bei CNN erklärt Nima Elbagir, die Ursache der Wirtschaftsprobleme sei die Abspaltung des Südens.

A,B,C

zus.12

           
24.6.12

Update von Mohamed Vall aus Khartum zu den andauernden Protesten gegen die Austeritätsmaßnahmen der Regierung.

A

2

25.6.12

Eine Untersuchung der UN zu den Massenmorden zwischen zwei Völkern (Murle und Lua-Nuer) in Jonglei Anfang des Jahres, bei denen ca. 900 Menschen getötet wurden, gibt der Regierung des Südsudan eine Mitschuld, weil sie dabei versagt habe, bestehende Vereinbarungen durchzusetzen. Bericht von Peter Greste.

A

2

           
25.6.12

Meldung über eine Regierungskrise wegen der Proteste gegen Preissteigerungen.

A

1/2

27.6.12

Ein Stimmungsbild aus Khartum in der Wirtschaftskrise, von Mohamed Vall

A

3

           
28.6.12

Zeina Khodr berichtet von der Universität in Khartum. Einige Studenten stehen an der Spitze der regierungsfeindlichen Demonstrationen, andere unterstützen das Regime und sehen in den Protesten nur Sabotage.

A

3

29.6.12

Wieder größere regierungskritische Proteste in Khartum, Zusammenstöße mit Polizei. Bericht von Zeina Khodr.

A

2

2.7.12

Bei den Protesten in Khartum sollen etwa 1000 Teilnehmer verhaftet worden sein.  - Im Bericht von Zeina Khodr Stimmen von einigen Oppositionellen.

A

3

2.7.12

In der "Fabulous Picture Show" ein Beitrag über die Dreharbeiten zum Film "Our Big Fear" von Martin Clement, dem ersten Spielfilm, der im neuen Südsudan produziert wurde, eine Geschichte aus dem Bürgerkrieg. (Leider keine näheren Infos zur Handlung.)

A

7

3.7.12

Jörg Brase berichtet über den Konflikt in den Nuba-Bergen. Er zeigt das Leid der Zivilisten und klagt Kriegsverbrechen des Nordens an, erklärt aber kaum, worum es bei dem Konflikt geht (wer gegen wen?).

hj

3

4.7.12

Zeina Khodr berichtet aus Khartum, Angehörige von verhafteten Oppositionellen machen sich Sorgen.

A

2
6.7.12

In Khartum demonstrieren wieder einige Tausend Leute gegen Regime und Wirtschaftskrise. Zusammenstöße mit der Polizei. Bericht von Zeina Khodr.

A,NC

zus.3

8.7.12

Die "Elders" (u.a. Bischof Tutu) besuchen im Zuge einer Friedensinitiative Orte im Grenzgebiet. - In Meldungen ist von einem Friedensschluß zwischen Nord und Süd bei den Verhandlungen in Addis Abeba die Rede.

Ein Jahr nach der Abspaltung des Südens. Ein Bericht von Mohamed Vall (Khartum) zeichnet nochmal die Entwicklung des Grenzkonflikts nach. Nazanine Moshiri berichtet aus Juba über die Not der Flüchtlinge und die Wirtschaftkrise als Folge des Konflikts mit dem Norden.

In Khartum wieder Proteste an der Universität, Infos von Zeina Khodr.

A

A

A

1

5

1

9.7.12 Südsudan : Ein Jahr nach der Unabhängigkeit. Nazanine Moshiri berichtet von den Feiern in Juba, halb Volksfest halb Militärparade. Berichte zur schwierigen Lage des neuen Staates, von Jörg Brase (ZDF) und Stefan Meier (ARD).

A,ht,arj,TS,JA

zus.13

9.7.12 NordSudan: James Copnall berichtet aus Khartum, über die Krise im Norden durch die Abspaltung des Südens. Neue Bilder von regimekritischen Demos. 

B

3
10.7.12 Südsudan : Nazanine Moshiri berichtet aus Juba über wirtschaftlichen Stillstand, verrostende Traktoren, eine Regierung ohne Geld für Krankenhäuser und Schulen. Eine Ursache ist die allgegenwärtige Korruption.

A

3

           
14.7.12

Thema im "Listening Post": die beginnende Protestbewegung in Khartum, die internationale Medienberichterstattung darüber, die Bedeutung der sozialen Medien.

A

9
           
15.7.12

Beim AU-Gipfel geben sich die Staatschefs von Nordsudan (Al Bashir) und Südsudan (Kiir) die Hand und erklären, sie wollten die Grenzkonflikte friedlich beilegen. (Unter AU.)

E

1
           
22.7.12

"Schule statt Bomben" - Stefan Maier berichtet aus dem Flüchtlingslager Yida im Südsudan, wo 70.000 Menschen aus dem Grenzgebiet untergekommen sind. Krankheiten, schwierige sanitäre Verhältnisse, Suche nach Vermißten, Furcht vor neuen Luftangriffen des Nordens.

WS

7

29.7.12

Anna Cavell berichtet aus dem Flüchtlingslager Jamam im Südsudan, wo sich die schlimmen Lebensumstände allmählich bessern. 

A

2

2.8.12

Nochmal ein kurzer Bericht über die Lage der Flüchtlinge im Südsudan. Morgen (Freitag) kommt Mrs. Clinton zum Besuch nach Juba.

arj

2

3.8.12

Hillary Clinton besucht für 3 Stunden die Regierung des Südsudan und hält eine kurze Ansprache, in der sie den Süden im Streit mit dem Norden um "die Ressourcen" (also das Öl) unterstützt. Bei AJE berichtet Anna Cavell aus Juba.

A,JA

zus.5

4.8.12

Der Sudan und Südsudan haben in Addis Abeba unter Vermittlung von Thabo Mbeki jetzt doch ein Abkommen über die Verteilung der Öleinnahmen und den Preis für den Pipeline-Transfer abgeschlossen. Die diversen Grenzstreitigkeiten wurden aber noch nicht geklärt. Berichte und Hintergrundinfos, bei AJE ein Gespräch mit dem Experten Eddie Thomas.

A,arj,E,JA

zus.11

25.8.12

In den Flüchtlingslagern im Südsudan an der Grenze zum Norden werden die Lebensmittel knapp. Wegen der Regenzeit sind die Straßen unpassierbar. Berichte von Anna Cavell und Hiba Morgan. 

A,P

zus.4

12.9.12
   ff.
Die Berichte über die Proteste in Khartum gegen das antimuslimische Hetzvideo stehen unter der Rubrik "Islamprotest"    
19.9.12

Sherine Tadros berichtet aus Khartum über die politische Oppositionsgruppe Girifna, die mit friedlichen Protesten und im Internet eine Demokratisierung anstrebt. Auch der Islamist Hassan al Turabi wartet auf eine Revolution.

A

3

22.9.12

Die UN drängen die Regierungen von Nord und Süd, endlich den ausgehandelten Vertrag zu unterzeichnen, der vor allem die Verteilung der Öleinnahmen neu regelt. Bericht aus Khartum von Sherine Tadros.

A,JA

zus.4

23.9.12

Weitere Verhandlungen  in Addis Abeba zwischen Nord und Süd über die Grenzfragen. Infos von Harriet Martin, Hintergrundbericht von Sherine Tadros.

A,E

zus.6

26.9.12

Sherine Tadros berichtet über Journalisten in Khartum, die arbeitslos sind, nachdem die Regierung ihre Zeitung, das Oppositionsblatt "El Tayyar", ohne Begründung hat dichtmachen lassen.

A

2

27.9.12 Sudan / Südsudan : Nach vier Tagen intensiver Verhandlungen in Addis Abeba unter der Vermittlung der AU einigen sich die Regierungen von Nord- und Südsudan auf ein Abkommen über die Grenzstreitigkeiten und die Zusammenarbeit beim Ölexport. Einige Fragen werden dabei aber offengelassen. Trotzdem ist von einem historischen Abkommen die Rede. Berichte bei AJE (Harriet Martin) und TV5, und live-O-Töne von der Pressekonferenz, mit Erklärungen von Barney Afako (Berater der AU) und den Präsidenten Salva Kiir und Omar Bashir.   ¤

Bei den deutschen Sendern hat es keine einzige Meldung, keinen Bericht gegeben, auch nicht bei arte und Euronews oder im DLF, bei CNN übrigens auch nicht. Bei der BBC nur Kurzmeldungen.

A,JA

 

zus.45

 

           
29.9.12

Vor den UN streiten die Außenminister von Nord und Süd sich über die Auslegung des frischen Grenzvertrages.

A

2

3.10.12 Südsudan : Amnesty International wirft Soldaten der Süd-Armee vor, bei einer Entwaffnungsaktion in Jonglei Zivilisten vergewaltigt und getötet zu haben. Angaben dazu von Khairunissa Dhala (ai). Ein Regierungssprecher spricht von übertriebenen Vorwürfen.

A

4
4.10.12

Anna Cavell berichtet aus Juba über das am Boden liegende Bildungssystem im Südsudan. Die Universität in Juba wird jetzt neu eröffnet.

A

3

           
8.10.12

Meldung: neue Angriffe von Rebellen in Südkordofan. - Die Regierung des Nordens öffnet als Zeichen guten Willens wieder alle Grenzübergänge. Infos von Nima Elbagir.

C

2

23.10.12

In Süd-Kordofan werden bei Granatenangriffen der Rebellen auf eine Armeekaserne mehrere Zivilisten getötet. Infos von Peter Greste (Nairobi).

Feuer und große Explosion in einer militärischen Fabrik in Khartum. Infos von Amani Muawia (Khartum).

A

P

2

1

24.10.12 Sudan / Israel : Das Feuer in einer Waffenfabrik in Khartum war nach Angabe der sudanischen Regierung Folge eines Luftangriffs von vier israelischen Bombern. Der Sudan werde den UN-Sicherheitsrat anrufen und behalte sich alle Optionen offen. Die Fabrik wurde völlig zerstört. Aus Israel kein Kommentar. Angeblich wurden in der Fabrik Raketen aus iranischer Lizenz gebaut, und diese angeblich in den Gazastreifen geliefert. Der Sudan bestreitet das. - Bei AJE Hauptthema, Infos von Harriet Martin (Khartum) und Einschätzungen vom Experten Yossi Mekelberg. - Bei PressTV ein Bericht von M.R.Khoshlessan mit Bildern von wütenden Protesten in Khartum gegen Israel und die USA. - In den deutschen Nachrichtensendungen (Euronews ausgenommen) naturgemäß kein Wort darüber.   ¤¤

A,B,RT,C,JA,E

P

zus.16

4

                 
25.10.12

Bei CNN berichtet Brian Todd über den mutmaßlichen Luftangriff Israels auf eine Waffenfabrik in Khartum. Die Verweigerung der israelischen Regierung, dazu Stellung zu nehmen, wird als Bestätigung bewertet. Auch die Vermutung, daß der Iran via Sudan Raketen an die Hamas liefert, hält Todd (bzw. sein Experte Michael Eisenstadt) für plausibel.

C

3

           
28.10.12

Der Sudan hat sich beim UN-Sicherheitsrat beschwert wegen des vermutlich israelischen Luftangriffs auf eine Waffenfabrik in Khartum. Satellitenfotos belegen die Vorwürfe.

A

1/2

30.10.12 Sudan / Israel / Iran : Meldungen: in Port Sudan haben zwei iranische Kriegsschiffe angelegt. Bei AJE Gespräch mit Mohammad Marandi über das angebliche militärische Bündnis Sudans mit dem Iran gegen Israel.

A,P

zus.5
31.10.12

Von den iranischen Kriegsschiffen in Port Sudan gibt es auch Bilder.

E

1/2

3.11.12

Afshin Rattansi ("Double Standards") spricht mit dem Botschafter des Sudan in Britannien, Abdullahi al-Azreg, über den Luftangriff Israels auf eine Waffenfabrik in Khartum. Die Behauptungen, Sudan würde Waffen an die Hamas liefern, weist er als "israelische Propaganda" zurück.

P

9

4.11.12

Anna Cavell berichtet aus Maban im Südsudan. Einige Zehntausend Flüchtlinge aus den umkämpften Nord-Provinzen sind hier untergekommen, und es wachsen die Konflikte mit den Einheimischen um knappe Ressourcen.

A

2

4.11.12 Südsudan : Menschenrechtler beklagen das völlig desolate Justizsystem des neuen Staates und fordern eine Reform. Üble Bilder aus einem Frauengefängnis in Juba. Die meisten Insassen wurden in Schnellverfahren verurteilt und dürften unschuldig sein, manche sitzen hier ersatzweise für eine psychiatrische Behandlung. Häufig wird die Todesstrafe verhängt (allerdings wohl nicht vollstreckt).   ¤

JA

2

8.11.12

Meldung: die (südsudanischen) Rebellen in Südkordofan (Nordsudan) geben an, ein Militärflugzeug des Nordens abgeschossen zu haben, das zuvor ihre Stellungen bombardiert habe.

A

1/2

15.11.12

Streit zwischen UN-Truppe und südsudanischer Regierung wegen Zwischenfällen in Jonglei. 

JA

2

21.11.12

Mike Wooldridge berichtet aus Abyei: die Grenzstadt ist weiter zwischen Nord und Süd umstritten. Zerstörte Gebäude. Flüchtlinge richten sich im Lager ein.

B

3

24.11.12

UN-Flüchtlingskommissar Guterres macht sich Sorgen um die Leute im Flüchtlingslager Yida, das im Südsudan sehr nahe der Grenze zum Norden liegt und nur aus der Luft versorgt werden kann. Bericht von Anna Cavell.

A

2

26.11.12

Noch ein Bericht aus dem Yida-Flüchtlingslager an der Nord-Süd-Grenze, diesmal von Mike Wooldridge. Weiterhin kommen Tausende Menschen aus den Nuba-Bergen (im Norden) hier an. (siehe Vorgestern)

B

3

8.12.12 Südsudan : Anna Cavell berichtet aus Juba über das Problem der Landminen, die immer noch große Gebiete unbegehbar machen. Minensuche mit Panzerraupenschleppern. 

A

2

9.12.12 Südsudan : In Wau schießen Regierungssoldaten auf Demonstranten, mindestens 10 Tote. Infos von Liam McDowall (UN).

A

1

13.12.12

AJE zeigt Aufnahmen vom Sonntag aus Wau. Eine friedliche Demonstration wird von Regierungssoldaten beschossen, mindestens 9 Menschen getötet, zahlreiche verletzt.   ¤

A

2

           
14.12.12

Omar al Saleh berichtet aus Khartum über eine wachsende Protestbewegung der Studenten, befördert auch durch die Ermordung von 4 Studenten, vermutlich durch Polizisten.

A

3

15.12.12 Südsudan : Meldung im "Listening Post": in Juba ist der Journalist Isaiah Abraham vor seinem Haus erschossen worden. Er hatte zuvor Morddrohungen bekommen.

A

1

19.12.12 Sudan / Südsudan : Anna Cavell berichtet aus Abyei, das weiter zwischen Nord und Süd umstritten ist. Die meisten nach den Angriffen des Nordens geflüchteten Bewohner sind immer noch nicht zurückgekehrt. Es soll ein Referendum geben, aber Nord und Süd streiten sich, wer daran teilnehmen darf. 4000 UN-Soldaten wachen über einen zerbrechlichen Frieden. 

A

3

21.12.12 Südsudan : Die Armee des Südsudan hat in Jonglei "versehentlich" einen MI-8 -Hubschrauber der UN abgeschossen. Die vier Besatzungsmitglieder wurden dabei getötet. 

A

1

22.12.12 Südsudan : Ein Sprecher der SPLA (Armee des Südsudan) erklärt, man habe den UN-Hubschrauber für einen des Nordsudan gehalten, der Rebellen unterstützt, und ihn deshalb abschießen müssen.

A,E

zus.2

1.1.13 Sudan / Südsudan : Bei der Einweihung eines neuen Staudamms hält Präsident Bashir eine Rede und fordert alle Rebellengruppen auf, die Waffen niederzulegen und sich am Projekt einer neuen Verfassung zu beteiligen.

A,B

zus.3

2.1.13

Meldung: zwei UN-Blauhelme, die vor vier Monaten in Darfur entführt wurden, sind wieder freigelassen worden. Unbekannt, wer die Entführer waren.

A

1/2

5.1.13

Die Präsidenten von Sudan und Südsudan haben sich bei Gesprächen in Addis Abeba auf die Einrichtung einer demilitarisierten Zone beiderseits der Grenze geeinigt. Infos bei der BBC von James Copnall. Bei PressTV ein Bericht von Coletta Wanjuhi. (Euronews-Bericht kam einen Tag später.)

A,B,P,arj,E

zus.8
25.1.13 Sudan / Südsudan : Die Führungen von Sudan und Südsudan beginnen in Addis Abeba neue Gespräche über ihre Grenzstreitigkeiten. Ein paar Infos dazu von Safwat Fanos (Politologe aus Khartum).

A

2

29.1.13 Südsudan : Meldung: erneut Kämpfe in Jonglei, über 2000 Menschen suchen Zuflucht in einem UN-Camp.

A

1/2

30.1.13 Sudan / Südsudan : Die rechtsextreme britische "Baroness" Caroline Cox (bekannt als antimuslimische Agitatorin und zionistische Lobbyistin) hat ohne Genehmigung die umstrittenen Gebiete im Grenzgebiet (Kordofan und Blue Nile) besucht, die sudanische Regierung protestiert. Bericht von Nargess Moballeghi.

P

3

10.2.13 Südsudan : Meldung: in Okobo (in Jonglei) haben schwerbewaffnete "Viehdiebe" über 100 Menschen getötet.   ¤

A

1/2
17.2.13 Sudan / Südsudan : Vor einem Jahr wurde im Südsudan die Ölförderung wegen des Streits mit dem Norden eingestellt. Anna Cavell berichtet, daß die wirtschaftlichen Folgen nicht ganz so schlimm waren wie erwartet.

A

3

22.2.13

Proteste in Khartum gegen die von der Regierung geplante Privatisierung von Krankenhäusern. Bericht von Mohammed Vall.

A

3

24.2.13 Südsudan : "Behindert, versteckt, befreit" - Thomas Aders berichtet über Ärzte, die über die Dörfer ziehen und sich um vernachlässigte behinderte Kinder kümmern. Augenkrankheiten und Blindheit sind sehr häufig, Folge von Armut und Unterentwicklung und Krieg.

WS

7

26.2.13 Sudan / Südsudan : Nach sechs Jahren Einsatz beginnen die UN mit dem Abzug ihrer Blauhelme aus Darfur. Der Bürgerkrieg ist befriedet worden, aber es brechen immer wieder Kämpfe zwischen verschiedenen Gruppen um Ressourcen (Land und Wasser) aus. Da es immer noch sehr viele Waffen gibt, werden dabei zahlreiche Menschen getötet, erst letzte Woche über 50 (da ging es um eine Goldmine). Bericht von Mohamed Vall.

A

3

           
27.2.13

In Darfur leben immer noch Zehntausende Menschen in Flüchtlingslager. Mohamed Vall berichtet aus einem der großen Lager bei El Fasher, das immer mehr zu einer normalen Stadt mit festen Häusern ausgebaut wird.

A

3
12.3.13

Nord und Süd erklären, daß das Abkommen über die Verteilung der Öleinnahmen und Durchleitungsgebühren jetzt umgesetzt werden soll (nach 7 Monaten), in den nächsten Tagen soll die Ölörderung im Süden wieder anlaufen. Zugleich zieht der Norden seine Truppen von der Grenze ab. Infos von Harriet Martin aus Khartum und von einem (ungenannten) Experten.

A,B

zus.7
19.3.13

Beide Länder ziehen ihre Truppen von der Grenze ab, beiderseits soll eine 10 km breite demilitarisierte Zone entstehen. Bei AJE berichtet Anna Cavell aus Jau.

A,JA

zus.4
           
28.3.13 Südsudan : Meldung: bei schweren Kämpfen in Jonglei zwischen (vom Norden unterstützten) Rebellen und der Armee sind über 160 Menschen getötet worden.

A

1/2

4.4.13

Präsident Bashir hat einige politische Gefangene freigelassen, darunter den oppositionellen Aktivisten Abdul Aziz Khalid Osman, mit dem Harriet Martin spricht.

A

3

6.4.13

Im Südsudan (Unity State) ist die Erdölförderung wieder angelaufen. Bericht von Anna Cavell. 

In Doha beginnt eine Geberkonferenz für Darfur. Hashem Ahelbarra berichtet über die Lage in Darfur. Die Kämpfe sind vorbei, aber Hunderttausende leben noch in Flüchtlingslagern.

A

zus.4
7.4.13

Zwei Berichte zur Lage in Darfur. Omar al Saleh berichtet aus Doha über die internationale Geberkonferenz. May Welsh berichtet aus einem Flüchtlingslager im Tschad. Im Nachbarland leben über 200.000 Menschen, die sich auch weiterhin nicht zurück ins angeblich befriedete Darfur trauen.

A

5

8.4.13

Im Süden von Darfur greift die Rebellengruppe SLM mehrere Orte an, daraufhin gibt es Luftangriffe der sudanischen Armee. Tausende Menschen flüchten in ein Lager der UN-Truppe. Infos aus Khartum von Harriet Martin. - Bei der Konferenz in Doha bietet Katar 500 Millionen Dollar als Hilfe zum Wiederaufbau an. 

A

3

10.4.13

In Jonglei (Südsudan) haben pro-Nord-Rebellen ("Yau-Yau") einen Konvoi von UN-Blauhelmen überfallen und 5 indische Blauhelme und 7 Zivilisten ermordet. 

Bericht über entwürdigende Zustände im Frauengefängnis von Juba. Die Gerichtsverfahren sind auch äußerst fragwürdig.

E,JA

JA

zus.3

3

12.4.13

Präsident Bashir besucht erstmals seit der Unabhängigkeit den Südsudan und wird von Präsident Kiir mit militärischem Trara empfangen. Berichte und Hintergrundinfos von Anna Cavell und Nyambura Wambugu.

A,B

zus.6
16.4.13

Meldung: im Süden von Darfur sollen nach neuen Kämpfen ca. 35.000 Menschen auf der Flucht sein.

A

1/2

21.4.13

Wegen neuer "Stammeskämpfe" fliehen wieder Tausende Menschen aus Darfur ins Nachbarland Tschad. Bericht aus einem Flüchtlingslager.

A

2
28.4.13 Sudan / Südsudan : Anna Cavell berichtet aus dem Ort Renk an der Nord-Süd-Grenze. Etwa 20.000 Menschen hängen dort fest, die eigentlich aus dem Norden in den Süden zurückkehren wollten. Sie haben viel Gepäck dabei, aber kein Geld mehr, um den Transport zu bezahlen.

A

2

4.5.13

Meldung: beim Einsturz einer Goldmine in Darfur sind über 100 Arbeiter verschüttet worden und offenbar tot.

B

1/2

13.5.13

Im Tschad haben Kämpfer der Darfur-Rebellengruppe JEM ein Camp einer JEM-Abspaltung überfallen und deren Anführer Mohamed Bashar getötet. Bashar hatte für die JEM die Friedensvereinbarungen mit der Regierung unterzeichnet. Infos aus Khartum von Harriet Martin. 

A

4
17.5.13 Südsudan : In Pibor (Provinz Jonglei) gibt es wieder Kämpfe mit einer Rebellengruppe. Sowohl die Rebellen als auch die Armee werden beschuldigt, ganze Orte geplündert und niedergebrannt zu haben. Auch ein Krankenhaus wurde zerstört, nach Angabe der MSF-Mitarbeiter von Regierungssoldaten. In Pibor sind die meisten Bewohner in den Busch geflüchtet. Anna Cavell berichtet.

A

2

           
22.5.13 Sudan / Südsudan : Bericht von Harriet Martin über die angespannte Versorgungslage in den Flüchtlingslagern in Darfur, nachdem in den letzten Wochen wieder zahlreiche Menschen dort ankamen.

A

2

27.5.13

Meldung: die Regierung des Sudan behauptet, der Südsudan unterstütze weiterhin Rebellen in Südkordofan, und droht deshalb, erneut die Ölexportpipeline zu schließen. Anmerkungen von Nii Akuetteh.

A

2
28.5.13

Harriet Martin berichtet aus Khartum über die neuen Drohungen von Bashir (OT) gegen den Süden, weil dieser die Rebellen ("Terroristen") in Südkordofan unterstützt.

A

2

           
29.5.13

"Our Man in Sudan" - Film von Suchen Tan - "An ex-Wall Street banker jets off to South Sudan to show how investors are rushing to Africa in a modern-day land-grab."  (NNA)*  ¤

A

47

8.6.13 Sudan / Südsudan : Präsident Bashir erklärt, daß die Durchleitung von Öl aus dem Südsudan wieder gestoppt wird, wegen der (angeblichen) Unterstützung des Südens für Rebellen im Norden. Infos von Harriet Martin aus Khartum, und Hintergrundbericht. A

4

9.6.13

Harriet Martin berichtet über gegenseitige Vorwürfe zwischen Nord- und Süd-Sudan. Die Ölförderung und der Transport durch die Pipelines im Norden sind noch nicht gestoppt, das geht wohl technisch auch gar nicht von einem Tag auf den anderen.

A

3

23.6.13 Südsudan : Anna Cavell berichtet aus Pibor. Wegen des Konflikts mit Rebellen können Hilfsorganisationen ihre Gesundheitszentren nicht mehr betreiben. Die meisten Leute sind in den Busch geflüchtet und bekommen so auch keine Nahrung mehr.

A

2

9.7.13

 

 

 

 

"Südsudan: Geburt eines Staates" - Dokumentarfilm von Anne Poiret und Florence Martin-Kessler über den Aufbau des neuen Staates, der nach jahrzehntelangem Krieg vor zwei Jahren unabhängig wurde. Die Autoren begleiten Experten der UN, die beim Aufbau von Infrastruktur und staatlichen Institutionen beraten. Es geht auch um den Ölstreit mit dem Norden und um Lösungsversuche für den blutigen Stammeskonflikt in Pibor. - Sehenswert, nicht sehr hoffnungsmachend.  ¤¤  

Text von der arte-Seite: "Im Jahr 2011 wurde die frisch gegründete Republik Südsudan als 193. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen. 50 Jahre währte der Krieg zwischen dem muslimischen Norden mit der Hauptstadt Khartum und dem abtrünnigen Süden, in dem die christliche Religion und der Glaube an Geister vorherrschen. Zwei Millionen Menschen fielen den Kämpfen zum Opfer und vier Millionen wurden aus ihren Heimatdörfern vertrieben. Nun sind die Erwartungen an den Frieden hoch. Nun besitzt der neue, unabhängige Staat zwar eine Flagge und eine Hauptstadt, aber weder endgültige Grenzen noch einen geregelt arbeitenden Staatsapparat. Es gibt keine Armee und keine funktionierende Justiz. Auch der Trennungsprozess vom Norden ist noch nicht abgeschlossen.
Wie lässt sich ein ganzes Land neu organisieren und wie kann aus dem Nichts ein nationales Zugehörigkeitsgefühl entstehen? In den letzten 20 Jahren hat die internationale Gemeinschaft Theorien für die Schaffung staatlicher Strukturen entworfen; "State-Building"-Experten modellierten und planten diesen Prozess und entwickelten Instrumente und Pauschalrezepte, die unabhängig vom Kontext angewandt werden. Nach dem Kosovo und Osttimor unterstützen sie nun mit ihren milliardenschweren "Roadmaps" die Geburt des Südsudan.
Ein Jahr lang begleitet die Dokumentation Lise Grande, stellvertretende UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Südsudan und zweithöchste UN-Vertreterin vor Ort, sowie Riek Machar, einen ehemaligen Warlord und heutigen Vizepräsidenten des Südsudan, bei dem Versuch, die Theorie in die Praxis umzusetzen und der jungen Demokratie auf die Beine zu helfen."

arte

 

 

 

 

76

 

 

 

 

13.7.13

In der Nähe einer UN-Basis in Nyala in Darfur werden 9 UN-Blauhelme in einem Hinterhalt getötet. Unklar, wer dafür verantwortlich ist, vermutlich die Janjaweed. Bei AJE ein Bericht, sowie Infos und Hintergrund von Amjad Farid (Sudan Change Now) und Ishag Mekki (DVORR - sudanische Hilfsorganisation). 

A

10

14.7.13

Zwei Meldungen zu dem Überfall in Darfur auf die UN-Truppe, bei dem 7 Blauhelme aus Tansania getötet wurden. In den deutschen Nachrichtensendungen (außer Euronews) hat es dazu keine Meldungen oder Berichte gegeben.

Inside Story: "Peacekeepers under Fire" - Ein Hintergrundbericht, Gespräch mit Christopher Cycmanick (UNAMID-Sprecher), Debatte mit Ahmedou Ould-Abdullah (Ex-Beauftragter der UN), Ishag Mekki (Darfur-Aktivist) und Salah Eddin Elzein (Politologe).

A,E

A

zus.1/2

25

               
15.7.13 Südsudan : Menschenrechtsgruppen werfen der Armee gezielte Übergriffe und Morde an Zivilisten des Murle-Stamms in Pibor vor. Bericht von Anna Cavell.

A

3

24.7.13 Südsudan : Präsident Kiir entläßt die gesamte Regierung. Dahinter soll ein Machtkampf mit dem Vizepräsidenten stecken. Bericht aus Juba von Anna Cavell. 

A

3
24.7.13

Leila Ajovi berichtet aus einem Flüchtlingslager im Osten des Tschad, wo wieder Tausende Flüchtlinge aus Darfur ankommen.

B

3
25.7.13 Südsudan : Der Präsident setzt den Vizepräsidenten unter Hausarrest. Bericht von Anna Cavell aus Juba über Hintergründe des Machtkampfs.

A

2

27.7.13

Peter Greste spricht in Juba mit dem entmachteten Vizepräsidenten Riek Machar. Eine neue Regierung gibt es nach einer Woche noch nicht.

A

3

28.7.13

Meldung: in Darfur sind bei "Kämpfen zwischen zwei rivalisierenden Stämmen" fast 100 Menschen getötet worden.

A

1/2

31.7.13 Sudan / Südsudan : Coletta Wanjuhl berichtet aus Addis Abeba über Bemühungen der AU, Nord- und Südsudan wieder zu Verhandlungen über die Grenzkonflikte zu bringen.

P

3

3.8.13 Südsudan : Peter Greste berichtet aus Pibor über den andauernden Konflikt zwischen den Nuer und den Murle in Jonglei. 

A

4

           
5.8.13 Sudan : Nach starken Regenfällen schwere Überflutungen in großen Teilen des Landes, u.a. auch in Khartum. 

A

2
7.8.13 Südsudan : Der abgesetzte Generalsekretär der SPLA, Pagan Amum, will sich vor Gericht gegen die unzulässige Einschränkung seiner Bürgerrechte durch den Präsidenten wehren. Anna Cavell berichtet aus Juba

A

2

12.8.13 Sudan : In Khartum stehen nach extremen Regenfällen ganze Stadtteile unter Wasser. Oppositionelle kritisieren, daß die Regierung den Betroffenen nicht hilft und sich anscheinend nicht für die Katastrophe interessiert. Bericht, Einschätzungen von Mark Cutts (UN-Hilfsbüro in Khartum).

A

6

15.8.13

Nach den schweren Überschwemmungen sind weiter Hunderttausende ohne Häuser und ohne Versorgung. Harriet Martin berichtet aus Khartum.

A

3
27.8.13

Am oberen Nil sind Zigtausende Menschen durch Überschwemmungen vertrieben worden, ihre Häuser und die gesamte Ernte wurden zerstört. Bericht von Anna Cavell.

A

2

30.8.13 Sudan / Südsudan : Anna Cavell berichtet aus dem Grenzgebiet zwischen Nord und Süd. Es gibt weiter Konflikte und tausende Flüchtlinge durch die umstrittene Grenzziehung.

A

2

3.9.13 Sudan / Südsudan : Der Präsident des Südens, Alva Kiir, besucht seinen Kollegen Bashir in Khartum, und beide zeigen sich versöhnlich und sagen, sie wollen die Beziehungen wieder normalisieren. Bericht von Harriet Martin.

A

2
13.9.13 Südsudan : In Jonglei soll die Armee Zivilisten vom Murle-Stamm bedroht und getötet und Häuser geplündert haben. Anna Cavell berichtet aus Pibor.

A

2
22.9.13 Sudan : Präsident Bashir kündigt an, daß er zur UN-Sitzung nach New York reisen will, trotz des Haftbefehls des ICC. A,E zus.1
25.9.13 Sudan : In Khartum und Nyala Demonstrationen gegen steigende Benzinpreise. Bei Straßenkämpfen mit der Polizei werden sieben Menschen getötet. (Zahl inzwischen auf 29 gestiegen.) Meldungen und ein paar Bilder.

A,P,JA

zus.2
26.9.13

Harriett Martin berichtet über die Massenproteste in Khartum. Die Leute demonstrieren seit 5 Tagen gegen gestiegene Spritpreise und fordern den Sturz der Regierung. Es gibt Plünderungen und Anschläge auf Regierungsgebäude. Bei Zusammenstößen mit der Polizei wurden bis zu 60 Menschen getötet. Ursache der Inflation ist auch die Abtrennung des ölreichen Südens.   ¤

A,E,NC

zus.4

           
27.9.13

Berichte und Hintergrund über die Unruhen nach der Streichung der Treibstoffsubventionen. Bei AJE Gespräche mit John Temin (Sudan-Experte) und mit dem Oppositionsaktivisten Yousif Mubarak (telefonisch aus Khartum).  ¤

A,JA

zus.11

           
28.9.13

Bei der Beerdigung der getöteten Demonstranten in Khartum demonstrieren wieder Tausende gegen die Regierung, wieder schießt die Polizei mit Gummigeschossen.

A,B

zus.5
30.9.13

PressTV berichtet über die Oppositionsproteste aus Regierungsperspektive. Der Innenminister erklärt bei einer Pressekonferenz, daß "nur" 34 Menschen getötet wurden. Diese hätten zuvor zahlreiche Geschäfte, Tankstellen und Behördengebäude geplündert und in Brand gesteckt. 700 Personen wurden verhaftet. Die Polizei habe keine scharfe Munition eingesetzt. Weitere Infos von Amani Muawia aus Khartum.

P

5
2.10.13

Hoda Abdel-Hamid berichtet aus Khartum über die Probleme von armen Leuten durch die Verdoppelung des Brennstoffpreises nachdem die Regierung die Subventionen gestrichen hat.

A

3

           
3.10.13

Bericht aus Khartum von Hoda Abdel-Hamid, mit Aussagen von Teilnehmern der Proteste.

A

3

7.10.13

Die Regierung läßt alle Frauen unter den 800 inhaftierten Demonstranten wieder frei. Hoda Abdel-Hamid berichtet aus Khartum. Einige der Freigelassenen erzählen von der Haft und von den Protesten. 

A

3

8.10.13

Rückblick von Hoda Abdel-Hamid auf die regimefeindlichen Unruhen, bei denen über 50 Menschen getötet wurden. Der Bericht tut so, als habe es sich nur um friedliche Demonstrationen gehandelt, die Plünderungen werden nicht erwähnt.

A

3

9.10.13

Präsident Bashir spricht vor einigen Tausend Anhängern und begründet dabei nochmal die Streichung der Treibstoffsubventionen. Seine Regierung werde niemals fallen. Bericht von Hoda Abdel-Hamid.

A

3
12.10.13

Kurzbeitrag im "Listening Post" über staatliche Beschränkungen gegen sudanische Medien bei der Berichterstattung über die Oppositionsproteste.

A

1

20.10.13 Südsudan : Meldung: in Jonglei haben Rebellen (möglicherweise im Auftrag des Nordens) mindestens 41 Zivilisten massakriert.

A

1/2
27.10.13 Sudan / Südsudan : In der umstrittenen Region Abyei findet ein inoffizielles Referendum statt, ob die Leute zum Norden oder zum Süden gehören wollen. Angeblich sehr hohe Beteiligung. Stellungnahme von Nii Akuetteh, der fürchtet, daß dadurch neue Spannungen entstehen werden. Ein Großteil der Leute dort sind (bzw. waren) Nomaden, die zwischen beiden Seiten der Grenze hin-und-her ziehen.

A

2

28.10.13

Das von beiden Ländern nicht offiziell anerkannte Referendum in Abyei geht weiter. Infos von dort von Peter Greste. -  Dazu auch die "Inside Story" (Link folgt.)

A

2
29.10.13

Peter Greste berichtet aus Abyei über das inoffizielle Referendum. Das wird von den ortsansässigen Dinka veranstaltet, die meinen, die nomadischen Misseriya sollten nicht teilnehmen. So ist der Ausgang (pro Süden) schon absehbar.

A

3

30.10.13

Peter Greste berichtet weiter aus Abyei über das Referendum und den Streit um Weideland zwischen den Völkern der Dinka und der Misseriya.

A

3

31.10.13

Bei dem "Referendum" haben 99,9 Prozent der Befragten in Abyei für die Zugehörigkeit zum Süden gestimmt. Befragt wurden nur Dinka. Infos aus Abyei von Peter Greste.

A

4

           
1.11.13

Noch ein Bericht von Peter Greste aus Abyei. Die Dinka wollten schon immer weg vom Sudan, das "Referendum" war eher eine Tatsachenfeststellung. Die Armee des Nordens hat bei ihrem Abzug die wenige Infrastruktur zerstört, sogar Schulgebäude abgerissen.

A

3

16.12.13 Südsudan : 

In Juba versuchen einige Offiziere, die Macht zu übernehmen. Nach einigen Kämpfen wird der Putsch niedergeschlagen. Angeblich steckt der im Juli abgesetzte Vizepräsident Riek Machar hinter dem Coup. Bei AJE erst Infos aus Juba von Virginia Mocrieff, dann ein Bericht von Peter Greste. Bei der BBC Einschätzungen von John Temin (US Institute of Peace).

A,B,JA,E

zus.12

17.12.13

In Juba gehen die Kämpfe zwischen zwei rivalisierenden Fraktionen der Armee weiter, zuerst ist von über 60 Toten die Rede, später sprechen die UN von über 500 Toten. Tausende Zivilisten fliehen aus der Stadt und suchen Zuflucht in UN-Einrichtungen,. die dafür aber in keiner Weise ausgestattet sind. - Bei AJE weiter Infos aus Juba von Virginia Mocrieff, und aus New York (Sitzung des UN-Sicherheitsrates) von James Bays. Leider keine Korrespondentenberichte, der beste redaktionelle Bericht bei Sky News. Es gibt ein paar aktuelle Bilder, aber keine von den Kämpfen. Keine Infos, wie viele Zivilisten unter den Toten sind. Bei PressTV ein Gespräch mit Douglas Degroot (EIR) über mögliche Hintergründe. Er gesteht offen ein, daß er auch kaum etwas weiß. - Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

A,B,Sky,P,E,JA

zus.21

           
18.12.13

Kämpfe jetzt auch außerhalb der Hauptstadt, u.a. in Bor (Jonglei). Befürchtungen, der Konflikt könnte sich zu einem ethnischen Bürgerkrieg ausweiten, weil die beiden Rivalen Kiir und Machar auch ihre jeweiligen Völker repräsentieren, die Dinka und die Nuer.   ¤

Weiter diverse Berichte mit immer den gleichen Bildern, aber keine von Korrespondenten vor Ort. Bei CNN Infos aus Juba von Joseph Contreras (UN). Vernünftige Berichte auf deutsch bei arte und Euronews, alberne Kurzmeldungen bei ARD und ZDF. 

A,B,C,Sky,
ht,arj,E,JA

zus.24
19.12.13 Während die Lage in Juba stabil ist, gehen in Jonglei die Kämpfe weiter, es gibt Angriffe von Dinka-Milizen gegen Nuer-Zivilisten, die sich in UN-Anlagen geflüchtet haben, dabei werden mehrere UN-Blauhelme (und eine unbekannte Zahl von Zivilisten) getötet. In Jonglei hat die Armee anscheinend keine Kontrolle mehr.  - Infos vor allem aus New York. Aus Juba berichtet Haru Mutasa (AJE), bei der BBC wieder Infos von Joe Contreras. Auf deutsch ein guter Bericht von Jörg Brase im heute-journal. - Hintergrundinfos bei AJE von Matthew Lariche (Experte) und David Shinn (Ex-US-Botschafter).   ¤¤

A,B,C,Sky,
hj,TT,E,JA

zus.40

20.12.13

 

 

Weitere Infos über den Angriff auf eine UN-Basis in Akobo (in Jonglei), bei dem zwei Blauhelme und etwa 20 Flüchtlinge getötet wurden. Bei CNN Infos dazu von Joseph Contreras (UN-Sprecher in Juba), bei AJE von Cath Turner (bei den UN in New York) und von Kieran Dwyer (UN-Sprecher in New York). Bei der BBC Infos von Toby Lanzer (UN-Sprecher in Jonglei).   ¤

Bei AJE berichtet Haru Mutasa aus Juba über die Krise, teilweise live, u.a. führt sie Gespräche mit Santo Luko Pio (kath. Bischof von Juba). In Juba ist es relativ ruhig, aber Zigtausende Menschen haben sich zum Schutz zu den UN-Truppen geflüchtet. Berichte aus Juba auch bei der BBC und bei TV5. Auf deutsch ein kurzer Bericht bei Euronews. Die Tagesschau berichtet vor allem über die Heimreise von ein paar Hundert Deutschen. Die Infos der TS über den Südsudan haben Grundschulniveau.

Hintergrundgespräch bei der BBC mit Richard Hamilton (BBC World Service). Er sieht hinter dem Konflikt einen Kampf um Macht und um die Öleinnahmen.

A,B,C,JA,TS,E

 

zus.44

 

                  
21.12.13

Die UN-Basis in Akobo wurde aufgelöst, was aus den Flüchtlingen dort wurde, ist unbekannt. Zwei weitere UN-Basen in Bor und Bentu haben ebenfalls Tausende Flüchtlinge aufgenommen, und beide sind von Tausenden bewaffneten Männern umstellt. Aus Jonglei gibt es Angaben über andauernde Kämpfe. Vier Osprey-Senkrechtstarter der USA, die dort (in Bor) UN-Mitarbeiter evakuieren sollten, sind von Rebellen beschossen worden, vier US-Soldaten wurden verletzt.  ¤

Bei AJE ist der Südsudan weiter Hauptthema, es gibt Infos von diversen UN-Leuten und von Haru Mutasa aus Juba. Bei CNN ausführliche Infos über den Angriff auf die Ospreys, aus Washington und von Nima Elbagir aus Khartum. Diverse redaktionelle Berichte, am Besten wieder der bei Sky News. Bei arte ein allgemeiner Bericht über das Land.

A,B,C,Sky,P,
arj,E,JA

zus.34

           
22.12.13

 

 

Bei AJE ein Telefoninterview mit Ex-Vizepräsident Riek Machar. Er sagt, die aufständischen Truppen würden weiterhin den Bundesstaat Unity und Bor (Hauptstadt von Jonglei) halten. Er ruft die SPLM und SPLA auf, Präsident Kiir abzusetzen und will selber für die SPLM zur nächsten Präsidentenwahl antreten. - Haru Mutasa (in Juba) sagt, Kiirs Informationsminister habe Machars Angaben bestätigt. Teile der Armee sollen zu den Rebellen übergelaufen sein. - Die USA fliegen ihre letzten Landsleute aus, auch das zivile Personal der UN verläßt das Land. - In Juba hat die Lage sich normalisiert.  ¤

Bei AJE Infos und Berichte aus Juba von Haru Mutasa. Bei CNN telefonische Infos von Forbes Sharp (MSF) aus Juba und Infos von Arwa Damon aus Nairobi. Bei BBC und PressTV allgemeine Berichte. Auf deutsch bei n-tv eine alberne Meldung über ausgeflogene Deutsche, bei "heute" ein allgemeiner Bericht (oberflächlich, aber immerhin), bei Euronews zwei ziemlich gute Berichte und Szenen aus Juba bei "No Comment".

A,B,C,P,
n,ht,E,NC

 

zus.33

 

                 
23.12.13

Die Kämpfe in den drei nordöstlichen Provinzen gehen weiter, aber es gibt kaum Infos darüber. Zigtausende Menschen sollen auf der Flucht sein. Die Infos und Berichte kommen alle aus Juba, wo es zur Zeit ruhig ist. Bericht bei AJE von Haru Mutasa, Infos bei der BBC von Hannah McNeish. Bei CNN Infos aus New York von Fred Pleitgen. Die einzigen brauchbaren Berichte auf deutsch wieder bei Euronews. Bei "No Comment" Bilder aus UN-Flüchtlingslagern in Bor und Bentiu.   ¤

Bei der BBC ein Gespräch mit Princeton Lyman (Ex-US-Botschafter).

A,B,C,JA,
TS,E,NC

zus.35
                 
24.12.13

 

Die UN haben mehrere Massengräber entdeckt, u.a. eins in Bentiu mit mindestens 75 Toten. (Die Angabe wird später dementiert.) Angeblich sind bisher mehrere tausend Menschen getötet worden. Alle Berichte und Infos kommen weiterhin aus Juba bzw. New York.    ¤

Am Abend beschließt der UN-Sicherheitsrat einstimmig, weitere 5500 Blauhelme nach Südsudan zu schicken. Infos und O-Töne von dort.

Einschätzungen bei der BBC von James Copnall, der uralte Stammeskonflikte aufflammen sieht, und bei PressTV von Jahi Issa, der einen Stellvertreterkrieg zwischen USA und China sieht.

Zur nachrichtenarmen Weihnachtszeit schafft der Krieg im Sudan es auch in die deutschen Nachrichten, bei der Tagesschau sogar als Hauptmeldung. Der Bericht und fast alle Bilder kommen aber aus New York. 

A,B,C,P,
arj,ht,TS,E

 

 

zus.36

 

 

                  
25.12.13

Die Regierungstruppen haben die Stadt Bor (in Jonglei) wieder eingenommen, die Rebellen sollen die Stadt fluchtartig geräumt haben. Als erste Journalistin berichtet Haru Mutasa aus Bor (bei AJE, erst telefonisch, später per Bericht). Die Rebellen sind verschwunden, auf den Straßen liegen Leichen herum, angeblich Rebellen, die bei Kämpfen getötet wurden. Tausende Zivilisten drängen sich weiterhin auf dem Gelände der UN-Truppe.   ¤

Bei CNN Infos aus New York von Fred Pleitgen, bei der BBC ein ausführlicher Bericht. Auf deutsch eher oberflächliche Berichte bei arte und Euronews und eine alberne Kurzmeldung in der Tagesschau. Im "Journal Afrique" ein Telefongespräch mit einem UN-Vertreter in Juba.

A,B,C,arj,TS,E,JA

zus.26
           
26.12.13

Die Kämpfe im Norden sollen andauern, aber darüber gibt es fast keine Infos. In Juba berät Präsident Kiir mit den Regierungschefs von Kenia und Äthiopien, es soll um Friedensgespräche gehen, aber die Rebellen sind bisher nicht beteiligt.  - Haru Mutasa berichtet wieder aus Juba. Die Lage ist dort ruhig, große Teile der Stadt sind menschenleer, die Leute weiterhin in den UN-Lagern. Auch Anne Soy (BBC) berichtet aus Juba, über Kenianer, die zu Hunderten mit Flugzeugen nach Hause gebracht werden. Bei CNN Infos aus New York von Fred Pleitgen. Der Bericht der Tagesschau ist ordentlich. Bei TV5 ein Bericht mit Bildern aus Bor.

A,B,C,TS,E,TV5

zus.20

27.12.13

Die Regierungsarmee hat den Ort Malakal wieder eingenommen, Hauptstadt der Provinz Upper Nile und Zentrum der Ölproduktion. Es ist von nur noch sporadischen Kämpfen die Rede, und Kiir ruft einen einseitigen Waffenstillstand aus. Riek Machar reagiert (in einem Telefongespräch mit der BBC) zurückhaltend. 

Infos aus Juba bei AJE jetzt von Mohammed Adow. Die Berichte bei CNN (aus New York) und bei "heute" sind sehr allgemein und nicht aktuell. Informativer der kurze Bericht bei Euronews.

A,B,C,ht,E

zus.16

28.12.13

Weiter kaum Infos über die andauernden Kämpfe. Angeblich marschieren einige Tausend Rebellen erneut auf Bor zu. Die Nachbarländer fordern die Rebellen auf, innerhalb von 4 Tagen die Kämpfe einzustellen und an den Verhandlungstisch zu kommen. - Mohammed Adow (AJE), James Copnall BBC) und Arwa Damon (CNN) berichten aus Juba über Flüchtlinge und eintreffende Verstärkungen der UN-Blauhelme (Diese wurden von anderen Friedensmissionen in Afrika abgezogen, u.a. aus der DRC.). Kurze, aber informative Berichte bei arte und Euronews. In der Tagesschau eine 20-Sekunden-Volksverdummung über "Dinka und Nuer". 

A,B,C,arj,TS,E,JA

zus.16
29.12.13

Bei AJE und BBC Infos von Mohammed Adow und James Copnall (beide aus Juba) über den angeblichen Vormarsch von ca. 25.000 Nuer-Stammeskämpfern ("Weiße Armee", verbündet mit Machar) auf Bor. Angeblich haben sie ihren Vormarsch 50 km vor Bor gestoppt, angeblich nach Luftangriffen der Regierungsarmee.

Bei CNN berichtet Arwa Damon aus Juba über das Elend in einem völlig überfüllten Flüchtlingslager. Obwohl es in Juba seit einer Woche ruhig ist, haben die Leute Angst, nach Hause zu gehen. - Bei CNN auch Bilder aus Malakal von zahlreichen ausgebrannten Gebäuden.

Bei TV5 nur ein allgemeiner Bericht. Auf deutsch heute keine Berichte, keine Meldungen.

A,B,C,JA

zus.16
30.12.13

 

 

Mohammed Adow (AJE) berichtet aus Malakal. Nach vier Tagen schwerer Kämpfe hat die Armee dort die Rebellen vertrieben. Die Stadt liegt in Trümmern, die meisten Bewohner sind geflüchtet. Im Stadtzentrum gibt es ein Massengrab mit einigen Dutzend Toden, insgesamt sollen es Hunderte sein.  ¤

Bei BBC, CNN und TV5 weitere Korrespondentenberichte aus Juba vor allem zur Lage der Flüchtlinge. James Copnall (BBC) und Arwa Damon (CNN) sprechen mit Präsident Salva Kiir, der aber kaum etwas sagt. Eine Machtteilung mit Riek Machar lehnt er ab.

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. Schumi ist einfach wichtiger. (siehe unten)

A,B,C,JA

 

zus.19

 

           
31.12.13

 

Die Rebellen ("Weiße Armee") haben erneut die Stadt Bor eingenommen. 80.000 Bewohner sollen auf Booten auf dem Nil nach Lareal (50 km nördlich) geflüchtet sein. Auch in Malakal und Bentiu sollen die Kämpfe weitergehen. (Von all dem gibt es keine Bilder.) Die diplomatischen Verhandlungen über eine Waffenruhe sollen nun in Addis Abeba stattfinden.   ¤

Infos aus Juba bei AJE von Mohammed Adow, bei der BBC von James Copnall, bei CNN von Arwa Damon. Bei allen drei Sendern Interviews mit Hilde Johnson, der UN-Beauftragten für Südsudan, in Juba. Bei AJE Hintergrundinfos von Keith Jennings (Experte).

Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews. Bei ARD und ZDF keine Berichte, keine Meldungen. 

A,B,C,E 

 

zus.29

 

1.1.14

Weiter kaum Infos über die andauernden Kämpfe. Berichte gibt es nur aus Juba, über die Flüchtlinge dort und über die Verhandlungen, die in Addis Abeba stattfinden sollen. Mohammed Adow berichtet über eine Einheit der Armee, die sich bereit macht, gegen die Rebellen in den Krieg zu ziehen. Bei der BBC berichtet Alastair Leithead aus einem Flüchtlingslager in Awerial (zwischen Juba und Bor), wo etwa 10.000 Menschen aus Bor untergekommen sind.

Bei AJE Gespräch mit Matthew Leriche (Sudan-Experte), der erklärt, daß es sich um einen politischen Konflikt handelt, keinen ethnischen. (Guter Text zu dieser Frage auch von Peter Greste, Korrespondent von AJE, zur Zeit in Kairo im Knast.)

A,B,C,Sky,arj,E

zus.36
           
2.1.14

Es gibt weiter schwere Kämpfe, u.a. in Bor und Bentiu. In Bor versucht die Armee, die Stadt zurückzuerobern. Nur wenige Infos darüber, vor allem von Mohammed Adow aus Juba. Hier patrouillieren UN-Blauhelme auf den Straßen. In den Flüchtlingslagern kommen immer mehr Menschen an. - Ausführliche Infos aus Juba auch von Arwa Damon (CNN).  ¤

Bei der BBC berichtet Alastair Leithead weiter aus Awerial, wo inzwischen etwa 70.000 Flüchtlinge aus Bor und Umgebung angekommen sind. Es gibt für sie praktisch keine Versorgung, man trinkt das Wasser aus dem Nil.

In der Tagesschau eine nichtssagende Kurzmeldung. Für die deutschen Zuschauer muß die Info reichen, daß es hier einen "Konflikt zwischen zwei Volksgruppen" gibt.

A,B,C,P,TS

zus.19
           
2.1.14

Südsudan ist eines der Themen bei "Comment". George Galloway sagt, daß der neue Staat "Südsudan" entsetzlich gescheitert ist, und daß es auch so gewollt war, daß er scheitert. Die Aufteilung des Sudan war ein Plan des Kolonialismus (u.a. Israels), der in den unterdrückten Ländern immer kleinere "Emirate" schafft, die sich um Glasperlen streiten, während die Ölfirmen sich weiter billig das Erdöl holen.  ¤¤

P

15

3.1.14

In Addis Abeba beginnen Gespräche der beiden Kriegsparteien. Die Regierungstruppen versuchen angeblich, Bor zurückzuerobern.  - Bei der BBC berichtet Alastair Leithead weiter über die Flüchtlinge in Awerial. Am ausführlichsten sind die Berichte von Arwa Damon (CNN), die in Juba mit Blauhelmen im Jeep herumfährt, aber nicht wirklich viel Neues zur Kriegslage sagen kann.

A,B,C,arj,E

zus.19
4.1.14

Die Friedensverhandlungen zwischen Vertretern der Regierung und der Rebellen beginnen in Addis Abeba, aber anscheinend sehr zögerlich, während die Kämpfe weitergehen. Diverse Berichte, ganz ordentlich der von Annette Hilsenbeck bei "heute".  - Arwa Damon spricht in Juba mit dem Bürgermeister von Bor, Majak Nhial über den Horror in seiner Stadt. Zu den Verhandlungen sagt er, daß die nichts bringen werden, weil die Rebellen nur Zeit gewinnen wollen für neue Angriffe Richtung Süden. - Bei AJE Einschätzungen zu den Verhandlungen von Ahmed Soliman (Experte)

A,B,C,ht,E

zus.13
5.1.14

Die Armee schickt Tausende Soldaten zu Land und zu Wasser nach Bor. Der einzige Bericht aus der Kampfzone kommt bei der BBC, Alastair Leithead begleitet einen Konvoi der Armee beim Vormarsch und gerät mit den Soldaten in einen Hinterhalt der Rebellen, mehrere Soldaten und ein General werden getötet. - Auch in Juba soll es wieder Kämpfe gegeben haben.   ¤

In Addis Abeba gehen die Verhandlungen weiter, aber ohne viel Elan. Es ist nicht klar, ob die Vertreter beider Seiten überhaupt schon zusammengetroffen sind, anscheinend spricht man bisher nur über Vermittler. Hauptthema in den meisten Berichten, auch bei Thomas Aders (Tagesthemen).

A,B,C,Sky,P,
TS,TT,JA

zus.16
6.1.14 Sudan / Südsudan : Heute keine neuen Meldungen über die Kämpfe, die aber vermutlich andauern.

Sudans Präsident Bashir besucht Präsident Kiir in Juba und bietet eine "Zusammenarbeit beim Schutz der Ölfelder" an (was man als eindeutige Parteinahme gegen die Rebellen ansehen muß, auch wenn er sich formal neutral zeigt.) - Bei AJE berichtet Mohammed Vall darüber, und zwar aus Khartum. Er spricht mit einigen Offiziellen, die alle große Besorgnis über den Krieg im Nachbarland zeigen.  - Bei der BBC Gespräch mit Sudans Botschafter in London, Khalid alMubarak. Und Infos über die Verhandlungen von Regierung und Rebellen von Emmanuel Igunza aus Addis Abeba. 

Bei Sky News Einschätzungen von Eric Reeves (Experte). Er sagt, daß hier ein symmetrischer Konflikt stattfindet, nicht Armee gegen Rebellen sondern zwei Hälften einer Armee gegeneinander. (Keine Ahnung, ob das mit der Waffengleichheit stimmt.) Außerdem Infos aus Juba von Korrespondent Abderrahim el-Farsi (telefonisch und recht unaktuell.)

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen, bei CNN heute auch nichts Neues.

A,B,Sky,JA

 

 

zus.25

 

 

7.1.14

AJE meldet, daß eine Fraktion der Rebellen (unter Kommandant David Yau Yau) einen Waffenstillstand mit der Armee unterzeichnet hat. Infos dazu aus Juba von Haru Mutasa. - Keine neuen Meldungen zum Kriegsgeschehen. - Bei PressTV berichtet H. Khoshkhelqat aus Addis Abeba über die Friedensgespräche.

A,P

zus.4

8.1.14

In Juba demonstrieren einige Hundert Menschen gegen den Krieg. Bor wird weiter von den Rebellen gehalten. In der Nähe von Bor und weiter im Norden gibt es Gefechte. Bei AJE Bericht und Infos aus Juba von Haru Mutasa. - Bei der BBC meldet sich Alastair Leithead aus der Nähe von Bentiu. Die Stadt wird von den Rebellen gehalten, die Armee bereitet die Erstürmung der Stadt vor, die Bewohner flüchten. - Von den Verhandlungen in Addis Abeba gibt es nichts Neues. -  Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.   ¤

A,B,E

zus.12
                 
9.1.14

Bei AJE nur eine Meldung zur allgemeinen Lage. - Bei der BBC berichtet Alastair Leithead weiter aus Bentiu. Die Armee belagert die Stadt, die von den Rebellen gehalten wird. Tausende Bewohner sind auf der Flucht. Bilder von gewaltigen Explosionen, angeblich haben die Rebellen ihre Munitionsvorräte gesprengt, die sie nicht mitnehmen können. Demnach haben sie also vor, die Stadt zu räumen.  - Hintergrundgespräch mit Cameron Hudson (Center for the prevention of genocide).   ¤

A,B

zus.14
10.1.14

 

Die Regierungstruppen nehmen die Stadt Bentiu wieder ein, anscheinend kampflos, nachdem die Rebellen abgezogen sind. Bei AJE Infos und Bericht von Haru Mutasa (in Juba). Bei der BBC berichtet Alastair Leithead weiter aus Bentiu. Die Rebellen haben in der Stadt einiges geplündert. Am Stützpunkt der UN außerhalb der Stadt entsteht ein neues Flüchtlingslager, getrennt nach Dinka und Nuer.  ¤

Zwei Berichte aus dem Norden Ugandas, von Malcolm Webb (AJE) und Kassim Kareja (BBC). Mehrere Zehntausend Flüchtlinge aus Südsudan leben hier in Lagern. 

Im DLF wurde gemeldet, daß nach neuen Schätzungen nicht ca. 1000, sondern ca. 10.000 Menschen bei den Kämpfen getötet wurden.   ¤

Im Fernsehen auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,B

 

zus.13

 

11.1.14

Bei AJE Berichte von Haru Mutasa aus Unity State über die andauernde Massenflucht, von Rawya Rageh aus Nordkenia über Flüchtlinge aus Südsudan und von Mohammed Adow aus Addis Abeba über die Verhandlungen. Bei PressTV Coletta Wanjohi ebenfalls aus Addis. Bei TV5 allgemeiner Bericht. Alles leider NNA)*   ¤

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,P,JA

zus.15

                  
11.1.14

 

"Süd-Sudan: Ausgeträumt?" - Reportage von Thomas Dandois, James Keogh und Sébastien Camicas (leider NNA)*     ¤¤

Text von der arte-Seite: "Im Januar 2011 stimmten die Menschen der Region Südsudan in einem Referendum für ihre Unabhängigkeit: Nach 50 Jahren Bürgerkrieg gegen den Sudan wurde der Südsudan als 193. Staat Mitglied der UNO. Ein Traum schien wahr zu werden, der Traum von Frieden, Freiheit und Wohlstand. Zwei Jahre danach kippte die Euphorie. Seit dem 15. Dezember 2013 kämpfen im Südsudan wieder Rebellen gegen die Armee des jungen Staates. Provoziert von der politischen Auseinandersetzung zwischen dem Präsidenten Salva Kiir und seinem Ex-Vize Machar, der im Juli entlassen wurde, starben tausende Menschen in den blutigen Auseinandersetzungen und 200.000 wurden aus ihren Dörfern vertrieben.
Zur Zeit versuchen die Kämpfer in Adis Abeba einen neuen Frieden auszuhandeln. Unsere Reporter berichten über die Hintergründe des neuen Konfliktes." 

arep

16

12.1.14

Angeblich hat die Armee den Bundesstaat Unity jetzt wieder komplett unter Kontrolle. Haru Mutasa (AJE) berichtet aus Bentiu, das durch die Kämpfe stellenweise komplett zerstört ist. Überall liegen noch Leichen auf den Straßen. Andrew Harding (BBC) berichtet aus der Nähe von Bor. Tausende Bewohner der Stadt sind über den Fluß auf die andere Seite geflüchtet und überleben irgendwie im Busch. Allgemeiner (aber guter) Bericht bei Sky News.  ¤¤    Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.  

A,B,Sky

zus.7
                  
13.1.14

Bei AJE nur zwei Meldungen, daß die Regierungstruppen weiter vorrücken. Und daß die Menschen aus der Stadt Malakal (Upper Nile) fliehen, aus Angst vor einem neuen Einmarsch der Rebellen. - Bei PressTV ebenfalls Kriegsmeldungen, und Coletta Wanjohi berichtet aus Addis Abeba über die Gespräche zwischen Regierung und Rebellen.

A,P

zus.4

14.1.14

Rund um Malakal gibt es heftige Kämpfe. Tausende Bewohner flüchten aus der Stadt, die meisten über den Nil. Dabei ist am Sonntag eine Fähre gekentert, über 200 Menschen sind ertrunken. Keine Bilder davon, aber ausführliche Infos von Haru Mutasa (AJE) und Andrew Harding (BBC). Einzige Meldung auf deutsch bei RTL-aktuell.

A,B,RTL

zus.6

15.1.14

Andauernde schwere Kämpfe in und um Malakal und Bor.  - Bei AJE nur eine Meldung über humanitäre Notlage. Bei PressTV berichtet Coletta Wanjohi weiter aus Addis Abeba über die Verhandlungen. Guter allgemeiner Bericht bei arte (Mittagsausgabe).  Bei TV5 ein Bericht (aitv) über Kämpfe und Hilfe für die Flüchtlinge.

A,P,arj,JA

zus.7
16.1.14

Bei der BBC berichtet Andrew Harding über Schüler in einem Flüchtlingslager in Juba, die mit kriegsbedingter Verspätung ihr Examen ablegen können. Im Rest des Landes bestehen andere Prioritäten.  - Ugandas Armee bestätigt erstmals offiziell, daß sie im Südsudan an der Seite der Regierungstruppen kämpft. Bericht bei TV5 von Gervais Nitcheu (aitv). - Patricia Huon (TV5) berichtet aus einem Flüchtlingslager in Juba.

B,JA

zus.7
17.1.14

 

Laut UN verüben beide Seiten Kriegsverbrechen, und der politische Machtkampf werde immer mehr zum ethnischen Krieg.  ¤

Bei AJE informiert Jamal Elshayyal aus Juba über die Lage der Flüchtlinge und berichtet (wie gestern die BBC) über Schüler in einem Flüchtlingslager, die jetzt trotz allem ihr Examen ablegen. - Bei der BBC Infos von Ivan Simonovic (UN-Beauftragter für Menschenrechte) über die Lage in Bentiu (das fast komplett zerstört ist). Die beiden Gruppen beschuldigen sich gegenseitig für Kriegsverbrechen. - Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

In der Reihe "Marketplace Africa" bei CNN ein Bericht von Arwa Damon (inzwischen wieder in Beirut) über die (mögliche) Wirtschaftsentwicklung des Landes. Leicht bizarr, mit Blauhelmsoldaten auf einem Jeep herumzufahren und dabei Statements über die Rolle Chinas beim Wiederaufbau abzugeben.

A,B,E,JA

 

C

zus.15

 

5

           
18.1.14

Die Armee hat Bor erneut zurückerobert, angeblich in einer sehr blutigen Schlacht. Die Rebellen sagen, sie hätten sich nur wieder mal taktisch zurückgezogen. Bei AJE ausführliche Infos live von Jamal Elshayyal aus Juba, er spricht auch mit Armeesprecher Colonel Phillip Aguer. Der streitet ab, daß Regierungssoldaten in Bor Kriegsverbrechen begangen haben könnten, sowas machen nur die Rebellen. Bei der BBC Infos aus Juba von Mark Lowen.   ¤

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Medienberichterstattung über den Krieg in Südsudan. (NNA)*  (noch ansehen!)    ¤

A,B,C

A

zus.10

9

                 
19.1.14

Jamal Elshayyal (AJE) berichtet aus Bor, das gerade wieder von der Armee eingenommen worden ist. Die 30.000 Bewohner haben praktisch alle die Stadt verlassen. Das Stadtzentrum liegt komplett in Trümmern, angeblich haben die Rebellen alles geplündert und dann zerstört, angeblich haben sie auch die Patienten im Krankenhaus ermordet. Überall in der Stadt liegen Leichen herum, anscheinend Zivilisten. - Bei TV5 Telefongespräch mit Patricia Huon, die auch gerade in Bor gewesen ist.  - Berichte auf deutsch bei arte und Euronews.   ¤¤

A,arj,E,JA

zus.9
                 
20.1.14

Angeblich hat die Regierungsarmee auch die Stadt Malakal wieder zurückerobert. Falls das stimmt, dürfte die Rebellion wohl am Ende sein. Präsident Kiir schlägt in einer Ansprache versöhnliche Töne an. Infos von Jamal Elshayyal aus Juba. 

Bei der BBC berichtet Mark Lowen aus dem zerstörten Bor. Fast identisch mit dem Bericht von Jamal Elshayyal am Vortag, Geisterstadt, ermordete Patienten im Krankenhaus. Bei TV5 ebenfalls ein Bericht aus Bor, von Patricia Huon. Hier einige Aussagen von Bewohnern im Flüchtlingslager.   ¤

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,B,P,JA

 

zus.9

 

21.1.14

Jamal Elshayyal berichtet aus Malakal. Die Armee hat die Stadt wieder unter Kontrolle, die bei den Kämpfen stark zerstört wurde, aber wohl nicht ganz so schlimm wie Bor und Bentiu. Tausende Bewohner haben Zuflucht in Schulen und im Krankenhaus gefunden. Ihre Versorgung ist schlecht. - Bei TV5 berichtet Patricia Huaon aus dem völlig zerstörten  und ausgeplünderten Bor.   ¤

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,JA

zus.5
           
22.1.14

Bei AJE Ausschnitt aus einem Interview, das Jamal Elshayyal mit Präsident Salva Kiir geführt hat. Darin wirft Kiir Teilen des UN-Personals vor, mit den Rebellen zusammengearbeitet zu haben. (Leider noch nicht das ganze Interview. An anderer Stelle hat er ausdrücklich bestritten, daß auch die Armee Kriegsverbrechen begangen habe.) - Mark Lowen (BBC) besucht ein Dorf (Lankien) im Nordosten, das immer noch unter Kontrolle der Rebellen steht. Nur sehr kurzer Bericht. - Bei PressTV berichtet Coletta Wanjohi aus Addis Abeba, wo es weiterhin Gespräche zwischen beiden Seiten gibt. - Bei TV5 berichtet Gervais Nitcheu (aitv) aus der "Phantomstadt" Malakal.   

A,B,P,JA

zus.9

23.1.14

Nachdem die Rebellen militärisch praktisch geschlagen sind, vereinbaren Regierung und Rebellen in Addis Abeba einen Waffenstillstand. Ob dieser eingehalten wird, ist noch unbekannt. Bei AJE Infos aus Juba von Jamal Elshayyal und von Jose Barahona (Oxfam). Bei PressTV Infos von Coletta Wanjohi aus Addis Abeba. Kurzmeldung in der Tagesschau, Bericht bei Euronews.

Zuvor gab es bei der BBC Infos von Mark Lowen aus dem Dorf Lankien (er erwähnt leider nicht, wo das ist), das von den Rebellen kontrolliert wird. Zum Zeitpunkt der Übertragung hatten sie noch vor, das Land nochmal zu erobern.

A,B,P,TS,E

zus.12
           
24.1.14

Einzige aktuelle Meldung bei arte, aber ohne Details: der Waffenstillstand wird teilweise nicht eingehalten. - Bei AJE Satellitenbilder von völlig zerstörten Dörfern. - Bei Euronews ein sehr allgemeiner und verwaschener Bericht über den Konflikt. 

A,arj,E

zus.5
25.1.14

Vereinzelt weitere Kämpfe, Armee und Rebellen werfen sich gegenseitig vor, den Waffenstillstand verletzt zu haben.

A

1
26.1.14

Bei "Reporters" nochmal zwei Berichte von Mark Lowen, aus dem zerstörten Bor und aus dem Dorf Lankien, das noch unter Kontrolle der Rebellen ist. Beide Berichte etwas ausführlicher als vorher.

B

6

27.1.14

Anscheinend gibt es nur kleinere Verstöße gegen den Waffenstillstand. Dieser soll nun von den UN überwacht werden, Details werden noch ausgehandelt. Infos dazu von Hilde Johnson (Chefin der UN-Mission im Südsudan). Jamal Elshayyal berichtet aus einem immer noch völlig überfüllten Flüchtlingslager in Juba.

A

6

27.1.14 sudan

"Eyes of Nuba" - Film von John Dickie über den Krieg in den Nuba-Bergen. Im Jahr 2011 zerschlug die Armee des Sudan dort eine Rebellenbewegung und setzte dabei auf Terror und Luftangriffe gegen die Zivilbevölkerung. Einige junge Nuba haben die Kriegsverbrechen mit Videokameras dokumentiert. - (Witness)  (NNA)*   ¤¤

A

25
           
28.1.14 Südsudan : Die Regierung wirft den Rebellen weitere Verstöße gegen den Waffenstillstand vor. - Bei Sky News ein Bericht über Flüchtlinge aus dem Südsudan im Norden.

A,Sky

zus.3

29.1.14

Als Teil der Waffenstillstandsvereinbarung entläßt die Regierung 7 angebliche Putschisten aus der Haft und läßt sie nach Kenia ausfliegen. Es soll teilweise immer noch Kämpfe zwischen Armee und Rebellen geben, Hunderttausende sind immer noch auf der Flucht. Bericht von Jamal Elshayyal

A,JA

zus.4
           
30.1.14

In Addis Abeba unterzeichnet die Regierung einen weiteren Waffenstillstandsvertrag, jetzt mit den Rebellen der SSDA in Jonglei. Die Einigung wurde von Kirchenführern vermittelt. Bericht von Hoda Abdel-Hamid. - Jamal Elshayyal berichtet aus Nimule in Nord-Uganda, wo 30.000 Menschen in einem Flüchtlingslager leben, die wegen des Krieges aus Südsudan geflüchtet sind.

A

6

           
31.1.14

Beim AU-Gipfel in Addis Abeba ist der Konflikt in Südsudan Hauptthema. Anne Soy berichtet von dort. Forderungen, daß Uganda seine Truppen wieder abziehen soll.

B

3
2.2.14

Ein Bericht (von Amelie Cano) aus der völlig zerstörten Stadt Bor. Der Bürgermeister sagt, das Schwierigste sei nicht der Wiederaufbau, sondern die kaum mögliche Versöhnung der beiden Volksgruppen.

JA

2

4.2.14

Bericht über die völlig zerstörte Stadt Bor und ein paar zurückgekehrte Bewohner. Der selbe Bericht wie am 2.2., nochmal neu geschnitten und neu kommentiert.

JA

2
8.2.14

Hoda Abdel-Hamid ist im Flüchtlingslager von Minkamen (bei Bor) und informiert über Bemühungen der UN, die Leute zurück in ihre Dörfer zu bringen, damit sie die Pflanzzeit nicht verpassen. 

A

2

10.2.14

Noch ein Bericht von Hoda Abdel-Hamid aus dem Flüchtlingslager von Minkamen. Weil es immer noch Kämpfe gibt, traut sich bisher kaum jemand nach Hause.

A 2
11.2.14

Neue Verhandlungsrunde in Addis Abeba zwischen Regierung und Rebellen. Bei AJE Interview mit Außenminister Barnaba Marial Benjamin. Bei PressTV berichtet Coletta Wanjohi aus Addis Abeba, vor allem über die Forderung der Rebellen nach einem Abzug der ugandischen Truppen.  (NNA)* 

A,P

zus.5

14.2.14

Hoda Abdel-Hamid berichtet aus der völlig zerstörten Stadt Bor. Seit zwei Wochen sammeln ein paar Helfer die Leichen ein, versuchen, sie zu identifizieren, und bringen sie in Massengräber. Bisher haben sie 2007 Leichen eingesammelt, größtenteils Zivilisten. Die Mehrzahl wurde erschossen, den anderen die Kehle durchgeschnitten. Die meisten Frauen wurden vorher vergewaltigt. Über die Ethnien von Tätern und Opfern sagt der Bericht nichts.   ¤¤

A

3
           
18.2.14

Truppen der Rebellen greifen die Ölstadt Malakal (Upper Nile) an und besetzen einen Teil der Stadt. Ein Militärsprecher vermutet, daß sie dabei Unterstützung von Außen bekommen haben. Infos aus Juba von Hoda Abdel-Hamid (AJE) und aus Nairobi von Anne Soy (BBC). 

A,B zus.5
19.2.14 Südsudan : 

"The Power and the Pain" - Film von Wajdi Kamil über den Weg des Landes in die Unabhängigkeit und die enormen Probleme des neuen Staates. (NNA)*     ¤¤

Text von AJE: "This film reflects on the reasons for the split and whether it was necessary, or desirable. It hears from politicians and from ordinary South Sudanese people caught in the aftermath, with those born or raised in the north finding it hard to adjust to life in their new country."  

A

45

           
20.2.14

Die Regierung hat einem Friedensvertrag mit den Murle-Rebellen in Jonglei geschlossen. Hoda Abdel-Hamid berichtet aus Gurumuk.

A 3
23.2.14

George Alagiah berichtet aus Bor. Die Stadt ist größtenteils völlig zerstört. Einige Hundert Tote sind in Massengräbern beigesetzt worden, die meisten waren Dinka, die von den Rebellen ermordet wurden.    ¤

B

3

25.2.14

Anna Cavell berichtet aus Leer (Unity State). Vor einem Monat mußten die Helfer von MSF dort ihr Krankenhaus aufgeben. Es wurde danach von Rebellen geplündert und komplett zerstört, ebenso wie der ganze Ort. Wer genau für die Zerstörungen verantwortlich ist, ist unklar.

A

2
           
27.2.14

Die Stadt Malakal ist seit vier Wochen erneut von den Rebellen besetzt. Mehrere Reporter und UN-Vertreter konnten jetzt kurz die Stadt besichtigen. Die Rebellen haben offenbar die ganze Stadt komplett verwüstet, fast alle Bewohner sind geflüchtet. Einige erzählen von Vergewaltigungen durch die Rebellen. Bericht bei AJE von Anna Cavell.   ¤  - Bei der BBC Infos von Jan Egeland (UN) aus Bor über die Lage der Flüchtlinge.

A,B

zus.8
           
1.3.14

Ein Bericht über den andauernden Bürgerkrieg und die totale Zerstörung der Stadt Malakal.

arj

2
4.3.14 Südsudan : Bei Sky News warnt Jan Egeland (norwegische Flüchtlingshilfe) vor einer Verschärfung der humanitären Lage der Flüchtlinge durch den Beginn der Regenzeit. - Bei PressTV berichtet Coletta Wanjohi aus Addis Abeba über die andauernde Verhandlungen zwischen Regierung und verschiedenen Rebellengruppen.

Sky,P

zus.5

5.3.14

In einer Kaserne in Juba gibt es stundenlange Kämpfe, bei denen mindestens 5 Soldaten getötet wurden. Angeblich nur ein Streit um Soldzahlungen. Bei "Focus on Africa" ausführliche Infos aus Nairobi von Moses Rono, auch über den wackeligen Waffenstillstand.

A,B zus.6
8.3.14

Anna Cavell berichtet aus Juba über die ökonomischen Auswirkungen des Bürgerkrieges.

A

3
11.3.14 Sudan / Darfur : Die UN melden neue Gewalt von Stammesmilizen gegen Zivilisten in Darfur, und neue Flüchtlingsströme. Ein allgemeiner Bericht und Einschätzungen von Hafiz Mohamed (Justice Africa Sudan).

B

6
12.3.14 Sudan : In Khartum demonstrieren einige Hundert Leute gegen die Regierung, nachdem ein Student von Polizisten getötet worden ist. Infos von Mohammed Adow.

A

3
13.3.14 Südsudan : Helfer warnen vor einer Hungersnot, wenn die Kämpfe weitergehen. Emmanuel Igunza berichtet über andauernde Verhandlungen in Addis Abeba.

B

4
14.3.14

Anna Cavell berichtet aus einem Flüchtlingslager bei Juba über das Leid der Leute während der Regenzeit.

A

2
15.3.14

Anna Cavell berichtet aus Bentiu. Tausende Einwohner leben immer noch in einem Notlager der UN. Aus Angst vor neuen Angriffen der Rebellen trauen sie sich nicht zurück in ihre Stadt, zumal dort die meisten Häuser niedergebrannt sind. 

A

3
           
17.3.14 Sudan / Südsudan : Mohammed Adow berichtet aus Khartum über wirtschaftliche Probleme durch die Abspaltung des Südsudan, vor allem ein starker Preisanstieg.

A

2
18.3.14 Sudan : Mohammed Adow berichtet aus Khartum über eine in letzter Zeit verschärfte Pressezensur durch die Regierung. Da werden schon mal komplette Tagesauflagen ohne Begründung konfisziert, was für die Verlage auch einen schweren wirtschaftlichen Schaden bedeutet.

A

2

18.3.14 Südsudan : Einige der UN-Flüchtlingslager in Juba liegen an sehr ungünstigen Stellen und werden bei Regen überflutet. Eigentlich hatten die UN nicht damit gerechnet, daß die Leute monatelang hierbleiben würden. Berichte aus Juba von Anna Cavell (AJE) und Ilhame Taoufiqi (TV5).

A,JA

zus.4

21.3.14

In der Tagesschau ein erratischer Block: Volker Schwenck berichtet aus Juba über das andauernde Flüchtlingselend. Den Bürgerkrieg stellt er dabei als reinen Stammeskonflikt dar. Und in der Tagesschauredaktion kennt man die Hauptstadt des Landes nicht und hält Juba für den Namen eines Flüchtlingslagers (aber diesmal immerhin korrekt ausgesprochen.)

TS

2

22.3.14 Sudan : Zwei große saudische Banken schließen sich dem westlichen Boykott gegen den Sudan an und beenden ihre Geschäfte mit dem Land. Mohammed Adow berichtet aus Khartum.

A

2

25.3.14 Sudan / Südsudan : Laut UN brauchen in Darfur und im Südsudan 6,1 Millionen Menschen Hilfe. John Ging sagt, daß die UN dafür dringend mehr Geld brauchen. A 1
30.3.14 Südsudan : "Der jüngste Staat der Welt vor der Zerreißprobe" - Volker Schwenck berichtet aus einem Flüchtlingslager wo fast 100.000 Menschen aus der zerstörten Stadt Bor leben.

WS

7

3.4.14

Emanuel Igunza (BBC) berichtet aus einem Flüchtlingslager in Gambela in Äthiopien. 

Coletta Wanjohi (PressTV) trifft in Nassir, der letzten Hochburg der Rebellen, den früheren Vizepräsidenten und jetzigen Rebellenchef Riek Machar. Er hält die Bildung einer Übergangsregierung für sinnlos.

B,P

zus.6
           
5.4.14

Auch Coletta Wanjohi berichtet aus einem Flüchtlingslager in Gambela in Äthiopien. 

P

2

7.4.14

Noch ein Berichtet von Coletta Wanjohi über das harte Leben der Flüchtlinge in Gambella (Äthiopien).

P

2

9.4.14

Eines der Flüchtlingslager steht nach heftigen Regenfällen unter Wasser. Carolina Lopez von den MSF warnt vor dem Ausbruch von Seuchen und macht den UN Vorwürfe.

A

2

9.4.14 Sudan : Ein Bericht über die Lage in Darfur. Neue Kämpfe zwischen Armee und Rebellen der SLA. Die Rebellen haben ein Dorf komplett niedergebrannt.

A

3

10.4.14

Der Außenminister des Südsudan ist in Washington. Kerry fordert, die Kämpfe sollten sofort beendet werden. Bericht und Infos aus Washington von Rosiland Jordan.

A

5

11.4.14

"Face to Face": Coletta Wanjohi spricht in Nassir mit Riek Machar (früherer Vizepräsident, jetzt Rebellenchef). (englisch mit UT)  (NNA)*

P

24

12.4.14

Bericht von Volker Schwenck über humanitäre Katastrophe und drohende Hungersnot in den Flüchtlingslagern.

TT

3

13.4.14

Die UN warnen, daß 4 Millionen Menschen nicht genug Nahrung und Wasser haben und dieses Jahr 50.000 Kinder verhungern könnten.

A

2

15.4.14

Meldung: die Rebellen von Machar haben angeblich erneut die Ölstadt Bentiu (bzw. die ganze Provinz Unity) erobert

P

1/2

16.4.14 Südsudan : Ein Sprecher der Armee des Südsudan gibt zu, daß Truppen der Rebellen die Stadt Bentiu besetzt haben, angeblich mit Unterstützung aus dem Norden. Rebellenführer Riek Machar erklärt vor Reportern, er werde den "Diktator" Kiir stürzen.

A

3

            
17.4.14

Meldungen: in Bor dringt ein bewaffneter Mob ins ein Flüchtlingslager ein und schießt dort um sich. Mindestens 12 Menschen werden getötet.  - Bei PressTV berichtet Coletta Wanjohi allgemein über den Konflikt mit Machars Rebellen.

A,P

zus.3

18.4.14

Bei dem Angriff von 300 bewaffneten Zivilisten auf ein UN-Flüchtlingslager in Bor sind mindestens 58 Lagerbewohner ermordet worden. Wer genau die Angreifer waren, ist unklar, jedenfalls werden sie von der Regierung in Schutz genommen, und die Menschen im Lager sind vor allem Nuer. Angeblich hatten diese den Sieg der Rebellen in Bentiu gefeiert. Bilder von dem Vorfall gibt es nicht. Infos bei AJE von Karen Bass (US-Parlamentarierin), bei der BBC von Tobi Lanzer (UN-Hilfskoordinator im Südsudan). Der einzige Bericht auf deutsch kam bei arte, bei ARD und ZDF gab es Kurzmeldungen.   ¤

A,B,arj

zus.12
           
19.4.14

Anna Cavell berichtet über den Angriff auf ein Flüchtlingslager in Bor, bei dem 58 Zivilisten ermordet wurden. Aussagen von Überlebenden, Bilder der Toten, und der unglaubliche Kommentar von Informationsminister Lueth, die UN-Blauhelme hätten das Morden provoziert, als sie die "Jugendlichen" mit Schüssen in die Luft zurückhalten wollten. Er spricht von "Kämpfen zwischen Jugendlichen und Rebellen -äh - Vertriebenen"!   ¤

Die BBC meldet, daß bei einem Überfall von Viehdieben in Warap über 100 Menschen getötet wurden. Angeblich haben erst die Angreifer 28 Zivilisten getötet, und anschließend die Polizei 85 Angreifer.

A,B

zus.3
           
20.4.14

 

Mohammed Vall berichtet aus der Stadt Malakal, die bei den Kämpfen mit den Rebellen praktisch komplett zerstört wurde. Offenbar ist die Stadt seit einigen Wochen wieder in der Hand der Armee. (Die Rebellen haben sie im März kampflos geräumt.) Die 140.000 Einwohner sind fast alle verschwunden. Auf den Straßen liegen immer noch zahlreiche Leichen.   ¤

Inside Story: "Is South Sudan on the verge of collapse?" -  Diskussion über den Bürgerkrieg im Südsudan, mit Aly Verjee (Experte, Rift Valley Institute), Abdelwahab al-Effendi (Politologe) und Michael Makuei Lueth (Informationsminister).

A

 

A

3

 

25

20.4.14 Sudan / Südsudan : Präsident Al-Bashir äußert sich zum Krieg im Nachbarland und sagt, der sei eine Vorbereitung für einen Angriff auf den Sudan.

A

1/2
          
21.4.14

 

 

Südsudan : Die Rebellen (Nuer) haben letzte Woche nach der Eroberung von Bentiu ein Massaker in der Stadt angerichtet und mehrere Hundert Zivilisten getötet. Allein in einer Moschee wurden 200 Menschen ermordet, die dort Zuflucht gesucht hatten. An den Straßen liegen reihenweise Leichen. Anscheinend sind die Opfer nur wegen ihrer Volkszugehörigkeit (Dinka) ausgesucht worden. Anscheinend haben die Rebellen die Stadt inzwischen wieder verlassen, nachdem sie sie geplündert und völlig zerstört haben.   ¤¤

AJE hat exklusiv Bilder aus Bentiu. Korrespondentin Anna Cavell war mit einem UN-Team dort. Schockierende Bilder, totale Zerstörung, Leichenberge wie in Ruanda. Weitere Infos bei AJE von Ivan Simonovic (UN-Beauftragter), Skye Wheeler (HRW) und Choul Laam (SPLM), sowie Stellungnahmen von Rebellenchef Riek Machar, der die Vorwürfe bestreitet, und von Außenminister Barnaba Mariaal Benjamin, der fragt, wer denn sonst verantwortlich sein soll.

Bei den anderen Sendern zunächst nur Meldungen und Kurzberichte, noch ohne die Bilder von AJE. Etwas ausführlicher nur TV5 mit Infos von Ilhame Taoufiqi (im Studio) 

A

Sky,P,ht,TS,JA

 

zus.20

zus.7

 

                 
22.4.14

 

 

Über das Massaker von Bentiu gibt es kaum neue Erkenntnisse. Regierung und UN beschuldigen die Rebellen. Diese bestreiten, es getan zu haben, obwohl sie zu der Zeit die Stadt kontrolliert haben. Bei AJE eine Aussage von Rebellenkommandant James Koang. Laut UN sind die Opfer eindeutig nach ethnischen Kriterien selektiert, also nur Dinka. Die Rebellen sollen über ihren Radiosender Hassbotschaften gegen die Dinka verbreiten.  - Ausführliche Berichte bei AJE und BBC.   ¤

Bei AJE außerdem ein Bericht über das Flüchtlingslager in Bor, wo letzte Woche 58 Menschen (vermutlich Nuer bzw. Rebellen-Anhänger) von einer Dinka-Bande ermordet wurden.

Die grausamen Bilder aus Bentiu, die AJE am Vortag noch exklusiv hatte, kommen jetzt bei allen Sendern - sofern sie sich denn dafür interessieren. Bei den deutschen Sendern ist das nicht der Fall. Berichte auf deutsch kommen nur bei arte und Euronews. Die bei AJE verpixelten Bilder gibt es bei arte ungetüncht.

A,B,C,P,arj,E,JA

 

 

zus.17

 

 

                  
23.4.14

Mit etwas Verzögerung dann doch ordentliche Berichte bei CNN, ARD und ZDF über das Massaker von Bentiu, mit den Bildern, die bei AJE schon vor zwei Tagen liefen. In der Tagesschau wird die Zahl von 10.000 Toten seit Dezember genannt, ein Sprecher von HRW sieht Anzeichen für einen Völkermord. Laut Tagesschau sind bisher 8500 Blauhelmsoldaten im Südsudan. Die Zahl ist wohl falsch, bei AJE heißt es, daß von 5500 versprochenen zusätzlichen Blauhelmen bisher nur etwa 600 angekommen sind.   ¤

Am Abend berät der UN-Sicherheitsrat über die Lage in Südsudan, Infos und Bericht aus New York von James Bays. 

B,C,ht,TS

 

A

zus.9

 

5

           
24.4.14

Als Zeichen guten Willens gegenüber den Rebellen läßt die Regierung vier Verbündete von Machar frei, die beschuldigt worden waren, am angeblichen "Putsch" im Dezember teilgenommen zu haben.

A,B

zus.4
25.4.14

Infos von Anna Cavell aus Juba zur Freilassung der vier Politiker, die wegen Beteiligung am angeblichen "Putsch" angeklagt waren.

Gespräch mit John Prendergast (Enough Project) über die Ursachen des Konflikts, die Parallelen zu Ruanda und was die UN jetzt tun sollen.

A

C

3

5

28.4.14

Stellungnahme von Pagan Amum (Ex-Generalsekretär der SPLM) zu seiner Freilassung. - Für die BBC berichtet jetzt Emmanuel Igunza aus Juba. 

B

3

29.4.14

Die UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay ist im Südsudan. Sie besucht die Orte der jüngsten Massaker, Bor und Bentiu, und trifft auch den Rebellenchef Machar in dessen Hochburg Nassir. Berichte von Anna Cavell und Emmanuel Igunza.

A,B

zus.5

            
30.4.14

Berichte zum Besuch von Navi Pillay. Sie warnt vor einer Katastrophe in dem Land und fordert beide Konfliktparteien auf, ihr Volk nicht weiter in den Abgrund zu ziehen. Bericht bei BBC von Alastair Leithead, im "heute-journal" von Jörg Brase.    ¤

B,hj,JA

zus.9
1.5.14

In Addis Abeba finden wieder Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen statt. US-Außenminister Kerry ist auch dort und warnt vor der Gefahr eines Völkermordes in Südsudan. Er reist weiter nach Juba. Bei AJE Infos, Kerry-OT und Bericht aus Addis von Mohammed Adow. Bei der BBC ein Bericht von Emmanuel Igunza aus der zerstörten und menschenleeren Stadt Malakal. Einziger Bericht auf deutsch bei arte.

A,B,arj zus.11
           
2.5.14

Bericht von Anna Cavell aus Juba über den Besuch von John Kerry dort. Gespräch darüber mit David Miliband (britischer Außenpolitiker). Fehlerhafte Kurzmeldung in der Tagesschau.

A,TS zus.7
           
3.5.14

Bericht aus New York über Beratungen im UN-Sicherheitsrat über mögliche Maßnahmen um das Morden zu Beenden. Erstmal sollen Regierung und Rebellen wieder verhandeln.

A

2

4.5.14

Laut eigener Aussage hat die Armee Nasir eingenommen, die bisherige Hochburg der Rebellen, sowie Bentiu, wo die Rebellen vor zwei Wochen ein Massaker angerichtet hatten. Demnach haben sie die Stadt doch nicht gleich danach verlassen. Infos von Anna Cavell (AJE), und bei der BBC ein Bericht von Alastair Leithead, der die Armee in Bentiu begleitet. In einer Aufnahme vom Vortag spricht der Rebellengeneral James Koang Chol von "Völkermord" durch die Regierungstruppen. 

A,B

zus.4
6.5.14

Ban Ki Mun ist in Juba zu Besuch, trifft Präsident Kiir und besucht ein Flüchtlingslager. Ab Sonnabend soll es wieder Friedensverhandlungen geben. - Bei der BBC berichtet Alastair Leithead weiter aus Bentiu. Anscheinend hat die Armee den Ort doch nicht eingenommen, jedenfalls spricht der Reporter dort mit Rebellen-General Peter Gadet. Der sagt, er habe die Armee zurückgeschlagen. Von einem Waffenstillstand will er nichts wissen.

A,B,TS

zus.6
8.5.14 Südsudan : Ein neuer Report der UN wirft beiden Kriegsparteien schwere Kriegsverbrechen und Menschheitsverbrechen vor, Massenmorde, Entführungen, Vergewaltigungen von Frauen und Kindern. Bericht bei AJE von Anna Cavell. Bei der BBC berichtet Alastair Leithead weiter aus Bentiu, mit Bildern aus der Moschee, wo 200 Menschen ermordet wurden, und Aussagen von Überlebenden des Massakers. Bericht in der Tagesschau von Volker Schwenck, der als Ursache einzig "Stammeskonflikte" anführt.   ¤ A,B,TS,JA zus.13
           
9.5.14

Direkte Gespräche zwischen Kiir und Machar in Addis Abeba, das erste Treffen der Beiden seit Beginn der Krise. Infos von dort von Mohammed Adow.  - In der Nacht wird dann ein Durchbruch gemeldet: sie haben sich auf einen Waffenstillstand innerhalb von 24 Stunden geeinigt. Über weitere Abkommen zur Bildung einer neuen Einheitsregierung soll in den nächsten Tagen weiter verhandelt werden. Bei AJE ausführliche Infos und Bericht von Mohammed Adow.

A,B,E,JA

zus.14
           
10.5.14

Berichte und Meldungen zur Waffenstillstandsvereinbarung. Bei AJE optimistische Einschätzungen von Toby Lanzer (UN-Beauftragter).

A,B,P,arj,TS,JA

zus.10

11.5.14

Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, den Waffenstillstand verletzt zu haben. Angaben über Kämpfe bei Bentiu, aber kaum genaue Infos. 

Carol McKinley berichtet aus Boulder, Colorado (USA) über "Verlorene Kinder", die im Krieg vor 20 Jahren als Waisenkinder aus dem Sudan geflüchtet waren und in den USA von christlichen Familien aufgenommen wurden.

A,B,TS

A

zus.4

3

12.5.14

"Hard Talk": Stephen Sackur spricht in Addis Abeba mit Riek Machar. (NNA)*

B

24

13.5.14

Die UN warnen vor einer humanitären Katastrophe, wenn der Krieg weitergeht. Malcolm Webb berichtet über das Leid der Zivilisten im Dorf Leer, das von den Kämpfern beider Seiten mehrfach erobert, ausgeplündert und zerstört wurde. Die gleichen Bilder auch im Bericht bei TV5.   ¤

A,JA

zus.6
           
15.5.14 sudan : Ein Gericht hat eine Christin zum Tode und (ersatzweise) zu 100 Peitschenhieben verurteilt, weil sie angeblich vom islamischen Glauben "abgefallen" sei. (Wo das gewesen ist, ist nicht ganz klar, möglicherweise in Omdurman, die Aussagen der Sender sind uneindeutig.) Die hochschwangere Frau sitzt zusammen mit ihrem Baby im Gefängnis. In Khartum demonstrieren einige Leute gegen das Urteil. Infos von Kiri Kankhwende (Christian Solidarity, bei AJE) und Jehanne Henry (HRW, bei der BBC).

A,B

zus.8
16.5.14

Noch ein Bericht über die Frau, die zum Tode verurteilt wurde, weil sie einen Christen geheiratet hat.

arj

2

17.5.14 Südsudan : In den Flüchtlingslagern von Juba ist die Cholera ausgebrochen. Bericht von Malcolm Webb.

A

2

19.5.14

"Hard Talk": Stephen Sackur spricht in Juba mit Präsident Salva Kiir Mayardit.  (NNA)*

B

24
20.5.14

Die Tagesschau berichtet ungewöhnlich ausführlich. Erst ein Bericht von Thomas Aders aus Juba über Krieg, Hunger und Cholera. Dann ein Beitrag zur Geberkonferenz in Oslo, bei der wieder große Versprechen gemacht wurden.

Bei den "Weltbildern" ein Bericht von Thomas Aders (Langfassung des TS-Beitrags) über Nuer-Flüchtlinge in einem Lager bei Juba. Sie erzählen von brutalen Verbrechen von Dinka-Soldaten. Unerträgliche hygienische Zustände im Lager.

TS

NDR

4

5

23.5.14

"Hard Talk on the Road": Sendung von Stephen Sackur über den Konflikt im Südsudan, mit diversen kurzen Interviews, u.a. auch Ausschnitten aus den beiden zuvor gesendeten Gesprächen mit Riek Machar und Salva Kiir. (NNA)*   ¤

B

24

27.5.14

Malcolm Webb berichtet aus Malakal. Der Ort ist von den beiden Armeen sechsmal abwechselnd erobert worden, beide haben massenhaft Zivilisten nach ethnischen Kriterien umgebracht, u.a. auch Patienten im Krankenhaus. Ein paar Aussagen von Augenzeugen. Im Moment steht das Flüchtlingslager im Ort unter Wasser.

A

3
31.5.14

Riek Machar erklärt in Nairobi, daß er voll hinter dem Waffenstillstandsabkommen steht.

Bei PressTV berichtet dagegen Coletta Wanjohi aus Addis Abeba über Vorbehalte der Rebellen gegen die UN-Friedensmission.

A

P

1

2

31.5.14 Sudan : Die Regierung kündigt an, daß die wegen "Abkehr vom Islam" zum Tode verurteilte Christin freigelassen wird.

E

1
5.6.14 Sudan : Im Fall der zum Tode verurteilten Christin spricht Nima Elbagir (CNN) mit einem Bruder der Frau. Er behauptet, die Christen hätten seine Schwester verhext, und wenn sie nicht als Muslima zur Familie zurückkehre, solle sie eben sterben, weil sie die Familienehre verletzt habe, und die Welt solle sich nicht in seine Familienangelegenheiten einmischen. 

C

3

11.6.14 Südsudan : In Addis Abeba verhandeln Regierung und Rebellen über die Bildung einer Koalitionsregierung. Berichte von Anita McNaught und Emanuel Igunza.

A,B

zus.5

13.6.14 Sudan : Die US-Regierung wirft der Armee des Sudan vor, sie habe in Südkordofan und Blue Nile Zivilisten mit Fassbomben bombardiert, mehr als 100 mal seit April. Stellungnahme von Khalid Mubarak (von Sudans Botschaft in London), der die Angaben für unglaubwürdig hält.

B

3

16.6.14 Südsudan : Coletta Wanjohi informiert aus Addis Abeba über die stockenden Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen.

P

4
17.6.14

Bei PressTV berichtet Coletta Wanjohi weiter aus Addis Abeba über die Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen, die erstmal unterbrochen wurden.

P

2

23.6.14 Sudan : Meriam Ibrahim, die wegen angeblicher "Abkehr vom Islam" verurteilte Christin, ist von einem Berufungsgericht in Khartum freigesprochen worden, weil sie eben eine Christin ist und somit nicht "abgefallen". Sie wird umgehend freigelassen. Bei den meisten Sendern leider nur kurze Meldungen. Gute Berichte nur bei Sky News und Euronews.

Sky,E

zus.3
           
24.6.14

Meriam Ibrahim ist einen Tag nach ihrer Freilassung schon wieder verhaftet worden, als sie und ihr Mann in die USA ausreisen wollten. Sie sollen aber schon wieder freigekommen sein.

B

2

26.6.14

Meriam Ibrahim gibt nach ihrer erneuten Freilassung der BBC ihr erstes TV-Interview. Sie wartet jetzt in der US-Botschaft auf eine Möglichkeit zur Ausreise.

A,B,E

zus.4
27.6.14 Südsudan : Anita McNaught berichtet aus einem Flüchtlingslager in Bentiu. Das Lager ist mit 40.000 Menschen völlig überfüllt, und seit es regnet versinkt alles im Schlamm.

A

3
29.6.14 Sudan : Das Regime von Präsident Bashir ist seit 25 Jahren an der Macht. Eine Bilanz von Ahmed Idris.

A

3

3.7.14 Sudan : Meldung: in West-Kordofan sind bei Clankämpfen um Weideland (bzw. Massakern) mindestens 150 Menschen getötet worden.

P

1/2

7.7.14 Südsudan : Es ist nicht so, daß das ganze Land in Gewalt und Not versinkt. Im Süden gibt es auch friedliche Gegenden, denen es besser geht, auch gerade weil hier vom Ölgeld nichts ankommt. Anita McNaught berichtet aus Yei (in Equatoria), wo die regionalen Politiker sich nicht Abspaltung sondern mehr Föderalismus wünschen.

A

3

9.7.14 Südsudan : Dritter Jahrestag der Unabhängigkeit. Bei der Feier in Juba sind keine Nuer dabei, die Stimmung ist gedrückt und wird durch eine Parade von einbeinigen Kriegsveteranen auch nicht besser. Bei AJE berichtet Anita McNaught aus Juba. Bei Euronews ein allgemeiner Bericht über Krieg und Hunger im Südsudan.  ¤

A,E

zus.5

10.7.14 Südsudan : Beitrag über den Film "Wir waren Rebellen" von Agel Ring Machar.  (NNA)*

ktzt

7

12.7.14 Südsudan : "Erst Krieg, dann Hungersnot" - Reportage von Olivier Joulie und Pierre Creisson. - Bürgerkriegsflüchtlinge in einem Camp bei Juba. Ein Bauunternehmer will versöhnen und verteilt Hilfsgüter an beide Ethnien. MSF-Helfer in Leer. Spuren der Kämpfe. Schwierige Aussaat nach Überschwemmungen. Kritische Lage in Bentiu, dort wird immer noch gekämpft, Kinder verhungern.   ¤ arep

23

14.7.14

"Wir waren Rebellen - Krieg und Frieden im Südsudan" - Film von Katharina von Schröder und Florian Schewe. Die Filmemacher begleiten Agel Ring Machar, einen früheren Kindersoldaten, heute Basketball-Nationalspieler und Leiter einer NGO. Die gravierenden wirtschaftlichen und politischen Probleme des Landes werden deutlich.   ¤¤

ZDF 93
20.7.14 Südsudan : Meldung über erneute Kämpfe in Nasir zwischen Armee und Machars Rebellen. Angeblich haben die Rebellen eine neue Offensive gestartet.

P

1/2

24.7.14 Sudan : Die Christin Meriam Ibrahim hat nun doch das Land verlassen dürfen und ist als erstes nach Rom geflogen, wo sie und ihr Mann beim Papst empfangen werden.

C,E

zus.2

26.7.14 Südsudan : Hilfsorganisationen warnen vor einer akuten Hungersnot unter den 1,5 Millionen Kriegsflüchtlingen. Bericht. B 2
21.8.14 Sudan : Meldung: bei Kämpfen in Darfur werden zwischen 60 und 300 Menschen getötet.

B

1/2
26.8.14 Südsudan : Die Verhandlungen in Addis Abeba über die Bildung einer Einheitsregierung dauern immer noch an. Der Waffenstillstand wird erstmal verlängert. Bericht von Catherine Soi.

A

3
6.9.14

Catherine Soi berichtet aus einem Lager für Flüchtlinge aus dem Südsudan in Gambella im Westen Äthiopiens.

A

2

10.9.14

Vor einiger Zeit ist in Unity-State ein Versorgungshubschrauber der UN abgeschossen worden. Jetzt wird ein Telefonat veröffentlicht, in dem kurz vorher ein Rebellenkommandant mit dem Abschießen von UN-Flugzeugen gewarnt hatte, weil diese angeblich die Regierungstruppen unterstützen würden. (Leider erwähnt der Bericht nicht, wann der Vorfall stattfand.)

A

2

27.10.14 Südsudan : Tom Burridge berichtet aus einem großen Flüchtlingslager in Bentiu. Jungen erzählen, daß sie von Rebellen aus ihrem Dorf entführt wurden und zum Dienst als Kindersoldaten gezwungen wurden, dann aber entkommen konnten.

B

3
31.10.14 Südsudan : Bericht von Jörg Brase über die andauernde Notlage des Landes. Stammeskonflikte, Dürre, Hunger. Leute, die früher in Khartum gelebt haben, würden am liebsten dorthin zurückkehren.

hj

4

8.11.14 Südsudan : Nach ewigen Gesprächen präsentieren Regierung (Präsident Kiir) und Rebellen (Riek Machar) in Addis Abeba wiedermal eine Einigung auf einen "sofortigen bedingungslosen und allgemeinen" Waffenstillstand. Prof. David Anderson (Afrika-Experte) meint, daß auch der dritte Waffenstillstand nicht tragen wird, weil auf beiden Seiten zahlreiche Milizen kämpfen, die nur nominell unter Kontrolle von Kiir bzw. Machar stehen

A

3

21.11.14 Sudan : Nach Angaben von UN-Beobachtern sind in einem Flüchtlingslager in Darfur über 200 Frauen von Regierungssoldaten vergewaltigt worden.

A

3

13.12.14 Südsudan : Eine Kampagne von Unicef soll an den vergessenen Bürgerkrieg erinnern.

arj

2

15.12.14 Südsudan : Ein Jahr nach dem Ausbruch der Kämpfe zwischen Dinka und Nuer (bzw. zwischen Armee und den Anhängern von Riek Machar, und beide zusammen gegen die Zivilisten). Die humanitäre Lage ist weiterhin katastrophal. Bei AJE berichtet Catherine Soi aus Malakal, Einschätzungen von Doune Porter (Unicef). Redaktioneller Bericht bei der BBC.

A,B

zus.11
24.12.14 Südsudan : Ein allgemeiner Bericht über die weiterhin angespannte Lage. UN-Truppen überwachen den fragilen Waffenstillstand.

JA

2
 
    Sudan #3 

 

   

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