Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Israel / Palästina - Essentials                                                                        (letzter Eintrag 16.9.19)

 Die Beiträge zu Israel / Palästina landen normalerweise auf Festplatte. Einige besonders wichtige (und meist längere) Stücke habe ich stattdessen auf DVD gebrannt, ohne Durchnumerierung, dafür mit Jahressignatur. Ab jetzt stehen sie zusätzlich auf dieser Liste, die vielleicht irgendwann nach rückwärts ergänzt wird.

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
       DVD Isr./Pal. 2018    
22.12.17

"Re: Wem gehört Jerusalem? Kampf um einen Sehnsuchtsort" - Reportage von Katrin Sandmann und Daniel Böhm. Bemerkenswert die Naivität und das bewußte Nichtsehenwollen von Israelis, auch solchen, die keine Hardcore-Nazis sind, die glauben, sie könnten in ihrem Besatzungsstaat ein "völlig normales" Leben leben, und die sich wundern, daß die Palästinenser das nicht können. Sehenswerte Reportage.  ¤

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2.1.18

"The Architecture of Violence" - Film von Ana Naomi de Sousa (in der Reihe "rebel architecture"). Der israelische Architekt Eyal Weizman zeigt in mehreren Orten im besetzten Palästina, wie die Besatzer Architektur als Waffe einsetzen, um die Bewohner des Landes zu trennen, zu kontrollieren, zu schikanieren und ihnen letztlich das Leben dort unmöglich zu machen. Sehr sehenswert, allein schon wegen der Anfangsszene.  ¤¤    (Wiederholung vom 1.9.14)

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21.1.18

"Die geheimen Tötungskommandos des Mossad" - Beitrag über die weltweiten Terroranschläge des israelischen Geheimdienstes Mossad, anhand des neuen Buchs von Ronen Bergman, "Der Schattenkrieg". 

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21.2.18

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit Norman Finkelstein über die die unerträgliche Not in Gaza und den Goldstone-Report zu israelischen Kriegsverbrechen, über Ahed Tamimi und das Recht auf Widerstand, und über die Macht von gewaltlosem Protest. Spannend, leider nur im Schnelldurchgang angesehen.)  ¤ 

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3.3.18

 

"Gaza: Überleben am Abgrund" - Reportage von Michael Unger, Thomas Vollherbst, Fares Al-Ghoul und Florence Touly über die desolate wirtschaftliche und politische Lage in Gaza.   ¤
Text von arte:
"Der bittere Machtkampf hört nicht auf, trotz der Einigung Ende vergangenen Jahres, zwischen der extremistischen Hamas, die in Gaza herrscht und der von der Fatah dominierten palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland. Finanziell hat die Hamas keine Alliierten mehr. Sie steht mit dem Rücken zu Wand, sodass sie sich schon im Oktober 2017 auf eine Übergabe der Macht verständigt hat. Doch die Umsetzung des Aussöhnungsabkommens steckt in der Sackgasse. Beide Palästinenserorganisationen machen sich gegenseitig das Leben schwer. Die Leidtragenden sind die zwei Millionen Menschen in Gaza: Sie sind ohnehin schon jahrelang abgeschlossen von der Welt, denn seit die radikalen Hamas-Kämpfer ihre Raketen auf Israel schossen, blockiert die israelische Armee die Zugänge zum Gazastreifen."

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6.3.18

Live-OT der Rede von Netanjahu bei der Jahresversammlung des rechtsextremen zionistischen Lobbyverbandes AIPAC in Washington. Er bedankt sich bei Trump für die "Anerkennung Jerusalems als israelischer Hauptstadt", teilt die Welt in "Gut und Schlecht" (natürlich: Israel und Iran), begrüßt ausdrücklich anwesende Ex-Mitglieder der israelischen Terrororganisation IDF und verliert kein Wort über das besetzte Palästina.

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26.4.18

Der deutsche Bundestag debattiert über Antisemitismus und bekennt sich zum "Existenzrecht Israels". Auch die Nazipartei AfD steht dabei auf der Seite der Israelfreunde, solange sie dabei gegen Muslime hetzen kann. Über das von Israel verweigerte Existenzrecht Palästinas wird kein Wort verloren (jedenfalls taucht davon in den Medienberichten nichts auf).

Interessant dazu auch der Artikel in der jW: "Mit der AfD für Israel"

TS 2
29.4.18

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit Ronen Bergman (israelischer Journalist und Autor von "Rise and kill first") über Israels Politik der gezielten Ermordung von politischen Gegnern.

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14.5.18

 

 

Bei 3sat-kulturzeit ein Beitrag von Uri Schneider über Versuche in Israel, an die Nakba zu erinnern. Offiziell wird die Geschichte der Palästinenser geleugnet und verdrängt, jedes öffentliche Gedenken ist verboten. Gideon Levy glaubt dennoch, daß eines Tages ein israelischer Ministerpräsident vor den Gräbern der Palästinenser auf die Knie fallen wird. "An diesem Tag werden wir anfangen, uns als gleichwertige Menschen gegenüberzustehen." ¤

Ein Beitrag im heute-journal über Jerusalem/ Al-Quds als heilige Stadt von drei Weltreligionen.

Caren Miosga spricht mit dem Historiker Moshe Zimmermann über den trostlosen Zustand des "Friedensprozesses". Die USA standen schon immer einseitig auf der Seite der israelischen Regierung. Trump verschärft den Konflikt. Gerade weil Deutschland aus der Geschichte gelernt hat, muß es sich um mehr bemühen als nur das "Existenzrecht" Israels, auch um die Demokratie in Israel, um den Frieden mit den Palästinensern. Konstruktive Kritik ist nötig.

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19.5.18

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Medienberichterstattung zu Trumps Botschaftseinweihung und zu dem Massaker am Gazastreifen. Für viele ein "Splitscreen" zweier Geschichten, die anscheinend nicht zusammenhängen. Der saudische Sender Al Arabiya unterstützt nicht mehr die Sache der Palästinenser 

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4.6.18

Der israelische Schriftsteller A.B. Yehoshua hat immer für die Zwei-Staaten-Lösung gekämpft. Nun sagt er, daß diese durch den israelischen Siedlungsbau unmöglich gemacht wurde. ("Time to say Goodbye to the Two-State-Solution - Here is the alternative") Er fordert eine Föderation, einen gemeinsamen Staat von Israelis und Palästinensern mit gleichen Rechten für Alle. Beitrag von Uri Schneider.  ¤

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9.7.18

"Geheimnisvolle Orte: Der Tempelberg in Jerusalem" - Film von Simone Jung. Die Geschichte des heiligen Ortes dreier Konfessionen und der andauernde Streit um seinen Besitz. Sehenswert.  ¤

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27.9.18

Live-OT der Rede von Netanjahu vor der Vollversammlung der UN. Fast nichts über die Palästinenser, dafür ausführliche Märchen über die angebliche Bedrohung durch den Iran. Bei AJE haben sie nach 12 Minuten beschlossen, den Quatsch nicht weiter zu übertragen, und stattdessen drei Korrespondenten nach ihrer Meinung gefragt. Außerdem noch ein zusammenfassender Bericht von James Bays, auch über die Antwort von Präsident Abbas.

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       DVD Isr./Pal. 2019    
10.11.18

"History suppressed: Censorship in Israel's archives" - Ein Beitrag im "Listening Post": staatliche israelische Archive lassen sämtliche Dokumente über die Geschichte Palästinas und die Verbrechen der israelischen Besatzung in der Versenkung verschwinden und zensieren sie für die Öffentlichkeit. Was noch zugänglich ist, wurde so umgeschrieben und neu eingeordnet, daß es das zionistische Narrativ von den terroristischen Arabern unterstützt.  ¤

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13.11.18

In der Reihe "Radicalized Youth": "Thou Shalt Not Kill: Israel's Hilltop Youth" - Film von Fatima Lianes über die milizenartig organisierten rechtsextremen Jugendbanden der Siedler im besetzten Palästina. Unter dem Motto "Price Tag" terrorisieren die Anhänger  des "Kahanismus" (gegründet von dem Terroristen Rabbi Kahane) die Bewohner des Landes und jeden, der sich ihrem Eroberungsdrang widersetzt. Sollten sich Israelfans mal ansehen.  ¤¤

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8.12.18

Der CNN-Mitarbeiter Marc Lamont Hill ist entlassen worden, weil er in einer Rede bei den UN eine Ein-Staaten-Lösung mit einem demokratischen Palästina mit gleichen Rechten für alle Bewohner gefordert hat, und zwar "vom Fluß bis zum Meer" (also im gesamten Gebiet, das heute in Israel und Palästina geteilt ist). Wegen dieser Formulierung werfen ihm die israelischen Nazis und ihre Freunde in den USA "Antisemitismus" vor. Beitrag im "Listening Post" mit interessanten Einblicken in das Netzwerk der zionistischen Lobby in den USA.  ¤

Im "Listening Post" außerdem ein Videoclip der arabisch-israelischen Nachrichtensprecherin Lucy Aharish, die angefeindet wird, weil sie die Zuschauer auf hebräisch und arabisch begrüßt. Sie und ihr Mann reagieren mit einem witzigen Lied.

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10.12.18

"Palestinian Seed Queen" - Film von Mariam Shahin über Vivien Sansour, die Gründerin der "Palestine Seed Library". Sie kümmert sich um den Erhalt von Nutzpflanzen. Im "Bir Arts and Seeds centre" in Beit Sahour sammelt sie die Saaten von alten Sorten aus dem ganzen Land und sorgt für den Austausch unter Bauern und Gärtnern. Im Film zeigt sie uns Palästina "durch Fava-Bohnen und Molokhia, durch seltsam geformte Tomaten und Aprikosensamen". Die Einschränkungen und Verwüstungen durch die Besatzung sind nicht Thema, stehen aber ständig sichtbar dabei.  (Witness)  ¤

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10.1.19

Die US-Bürgerrechtlerin Angela Davis sollte einen wichtigen Menschenrechtspreis ihrer Heimatstadt Birmingham (Alabama) erhalten. Dieser wurde ihr aber wieder aberkannt, wegen ihres Engagements für die Rechte der Palästinenser, und weil sie den Boykott (BDS) gegen den Besatzerstaat Israel unterstützt. Die Trump-Regierung strebt ein neues Gesetz an, das Sanktionen gegen Firmen verhängt, die den Israelboykott unterstützen.

RT 4
           
2.3.19

Im "Listening Post" ein OT der israelischen TV-Journalistin Oshrat Kotler. Sie hat in ihrer TV-Sendung gesagt, daß israelische Soldaten durch die Besatzung zu Tieren werden. Als sie deshalb heftig angegriffen wird und Morddrohungen erhält, entschuldigt sie sich, und fügt an: "Ich kann es nicht ändern, daß ich den enormen Preis sehe, den wir von unseren Kindern, unseren Soldaten verlangen, dafür daß wir über ein anderes Volk herrschen."

A 2
9.3.19

Im "Listening Post" ein Beitrag über die Korruptionsvorwürfe gegen Netanjahu, bei denen es u.a. um die Einflußnahme des Premiers auf die Berichterstattung diverser israelischer Medien geht. (NNA)*  ¤ 

A 10
           
9.3.19

Am Gorki-Theater in Berlin wird das Stück "Third Generation, Next Generation" der israelischen Autorin Yael Ronen uraufgeführt. Darin setzen sich israelische, palästinensische und deutsche Schauspieler mit Geschichte und Gegenwart (und Zukunft) des Nahost-Konflikts auseinander. Mit viel schwarzem Humor werden dabei auch heikle Aspekte betrachtet, z.B. wenn frühere KZ-Insassen heute selber Fleisch von KZ-Hühnern essen. Der Bericht und Claus Kleber weisen mehrmals darauf hin, daß eine Aufführung des Stücks in Israel unmöglich wäre.  ¤ 

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23.3.19

Im "Listening Post" ein bizarres Dokument aus dem israelischen Wahlkampf: die rechtsextreme Justizministerin Ayelet Shaked wirft in einem Werbespot dem obersten Gericht Faschismus vor - oder, je nach Interpretation, sie bekennt sich selber offen zum "Parfum des Faschismus".

A 2
           
3.4.19

Portrait des rechtspopulistischen israelischen Machthabers Benjamin Netanjahu, von Nicola Albrecht. Deutliche Parallelen zu Donald Trump. Interessant der Hinweis, daß er in den 80er-Jahren von der New Yorker Psychologin Lilyan Wilder "gecoacht" (d.h. zum seelenlosen Roboter gemacht) wurde. Wilder sagt, er sei ihr bester Schüler gewesen.  ¤

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5.7.19

Beitrag von Uri Schneider über "König Bibi", den korrupten rechtsextremen Regierungschef Israels. Angesichts diverser Gerichtsverfahren versucht er Gesetze durchzusetzen, die ihm Immunität garantieren. Intellektuelle wie der Historiker Noah Harari, der Dramatiker Joshua Sobol und die Richterin Dalia Dorner sehen darin eine Gefährdung der Demokratie. Jede Woche demonstrieren Leute gegen den "´Crime-Minister". Dessen beste Freunde international sind die Faschisten Orban, Trump und Bolsonaro.

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6.7.19

Bei "BBC-Newsnight" ein Bericht von Tom Bateman über Übergriffe von israelischen Nazisiedlern auf Einheimische im besetzten Palästina. Die Hassverbrechen der Nazis finden unter den Augen und dem Schutz der israelischen Armee statt. Nach dem Bericht eine Stellungnahme von Schlomo Fischer (Jewish People Policy Institute). Er meint, es gebe Gewalt von beiden Seiten, setzt also die Verbrechen der Besatzer mit dem legitimen Widerstand gegen die Besatzung gleich. Ansonsten wirres Zeug über ein "Zusammenleben von zwei Staaten auf demselben Territorium". (Tatsächlich wäre die Lösung des Konflikts ein Zusammenleben beider Völker in einem gemeinsamen demokratischen Staat.)  ¤

B 10
           
8.7.19

Einige Überlebende des ISIS-Völkermordes an den Yeziden sind in Israel aufgenommen worden und finden bei der Aufarbeitung ihres Traumas Hilfe bei Nachkommen von Überlebenden des Nazi-Holocaust. Oren Liebermann berichtet aus Tel Aviv.  ¤

C 3
8.7.19

Beitrag über den Dokumentarfilm "Lea Tsemel, Anwältin" von Rachel Leah Jones und Philippe Bellaiche. Die jüdisch-israelische Anwältin Lea Tsemel verteidigt vor Gericht palästinensische Attentäter und wird dafür von den israelischen Nationalisten scharf attackiert. Sie sieht die Anschläge als Widerstand gegen die Besatzung und Teil des Freiheitskampfes der Palästinenser. - Der Film läuft Mittwochabend 22:45 in der ARD.  ¤

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10.7.19

"Lea Tsemel, Anwältin" - Dokumentarfilm von Rachel Leah Jones und Philippe Bellaiche über die israelische Rechtsanwältin Lea Tsemel, die vor Gericht palästinensische Attentäter verteidigt. Sie sieht die Anschläge als Widerstand gegen die Besatzung und Teil des Freiheitskampfes der Palästinenser.  ¤¤

ARD 90
13.7.19

"Boycott, resist, push back: Shifting Israel narratives in the US" - Sonderausgabe des "Listening Post" über den sich ändernden Diskurs zu Israel bei Politikern, Journalisten und Aktivisten in den USA. Die Debatten in der Demokratischen Partei, u.a. um angeblich antisemitische Äußerungen von Ilhan Omar. Der schrumpfende Einfluß von AIPAC unter US-Juden. Der Rauswurf von CNN-Mitarbeiter Marc Lamont-Hill. Versuche, den Aufruf zum Boykott Israels zu kriminalisieren. Wie Trump mit seiner plumpen Unterstützung für Netanjahu dem Ansehen Israels schadet. - Höchst spannend und aufschlußreich. Ein Beitrag auf diesem Niveau wäre auf deutsch unvorstellbar. Der Inhalt in gestraffter Form komplett nachzulesen unter dem Link.  ¤¤

A 27
           
14.7.19

Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit Thomas Friedman (NYT). Der warnt davor, daß Netanjahu bei einer Wiederwahl Israel zu einer "Jüdischen Bananenrepublik" machen wird.

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14.7.19

Zionistische Organisationen in den USA schicken jedes Jahr tausende junge jüdische Amerikaner auf sog. "Birthright"-Touren nach Israel, bei denen ihnen Israel als jüdisches Disneyland gezeigt wird. Die progressiven jüdischen Gruppen U-Street und J-Street organisieren nun alternative Israeltouren, bei denen auch die Realität der Besatzung thematisiert wird und Kontakte mit Palästinensern gesucht werden. Bericht von Oren Liebermann.  - (Übrigens bemerkenswert, wie selbstverständlich die Zionisten ein "Geburtsrecht" auf dieses Land reklamieren, während sie das gleichwertige Rückkehrrecht der Palästinenser in ihre Heimat ablehnen und jeden als "antisemitisch" verunglimpfen, der dafür eintritt.)

C 4
15.8.19

Nachdem Trump Israel aufgefordert hat, die beiden muslimischen Parlamentsabgeordneten Ilhan Omar und Rashida Tlaib nicht ins Land zu lassen, tut Netanjahu genau dies. Wegen ihrer Unterstützung für BDS seien sie dort nicht willkommen, und sie dürfen auch nicht das besetzte Palästina besuchen. Breite Proteste von allen Seiten, auch von Republikanern, und Kritik sogar von der zionistischen Lobbygruppe AIPAC.  - Berichte bei allen internationalen Sendern. Auf deutsch nur eine Meldung im ZDF und ein Bericht bei Euronews.  ¤

A,B,C,hj,E

zus.23
                 
16.8.19

Nach ihrer Einreiseverweigerung durch Israels Regierung hat Rashida Tlaib Israels Angebot abgelehnt, zu einem rein privaten Besuch bei ihrer Großmutter nach Palästina zu reisen. Mit den dafür gestellten repressiven Bedingungen solle sie gedemütigt werden. Die Beobachter sind sich einig, daß die Affäre dem Ansehen Israels schadet und vor allem Netanjahu, der sich als williger Diener Donald Trumps gezeigt hat. - Ausführlich berichtet weiter vor allem CNN. Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews.

A,C,arj,E

zus.12
                 
19.8.19

Rashida Tlaib und Ilhan Omar geben eine Erklärung ab zum Einreiseverbot nach Palästina und zu den Zuständen dort unter der israelischen Besatzung. OT bei AJE und CNN, Erläuterungen bei AJE von John Hendren, bei CNN von Peter Beinart. 

A,C zus.13
                 
16.9.19

 

Am Tag vor der Parlamentswahl in Israel gab es etliche Vorberichte. Aufgehoben nur zwei:

Mike Lingenfelser berichtet in den Tagesthemen über den wachsenden politischen Einfluß der Strengreligiösen. Vom Unbehagen darüber profitiert ausgerechnet der Faschist Liebermann, der sich neuerdings als Kämpfer gegen die Ultraorthodoxen aufführt - mit denen er selber jahrzehntelang zusammengearbeitet hat. Jetzt wählen ihn auch liberale säkular eingestellte Israelis.  ¤

Bei 3sat-kulturzeit ein Beitrag von Uri Schneider über den schmutzigen Wahlkampf. Hass, Hetze, Angstmache, offener Rassismus, vor allem von Netanjahus Likud-Partei. Über Frieden redet man nicht mehr. Im Beitrag kommen zu Wort der liberale Politiker Jossi Beilin, die wegen kritischer Äußerungen entlassene Journalistin Oshrat Kotler, der arabische Abgeordnete Ayman Odeh (Gemeinsame Liste) und der Rapper Neta Weiner.  ¤

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