Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Wald und Waldzerstörung #3                                                                                

  Waldzerstörung #1  Waldzerstörung #2

   (letzter Eintrag 14.7.22)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
5.3.21

"Selling the Amazon" - Film von João Fellet über die Abholzung und Zerstörung des Amazonaswaldes in Brasilien. Illegale Holzfäller erzählen, wie sie vorgehen, um nicht von der Forstbehörde erwischt zu werden, die aber ohnehin kaum hinterherkommt und unter Bolsonaro kaum noch Mittel erhält. Und der Autor hat recherchiert, wie die illegalen Geschäfte zwischen Holzfällern und Holzhandel ganz offen über Facebook verabredet werden. Sehr deprimierende Bilder davon, wie Menschen aus Profitgier ein Paradies in eine Wüste verwandeln.  ¤¤

B 23
18.3.21

Im Sennental in der Oberpfalz protestieren ein paar alte Ökofreaks gegen den Plan, einen uralten Hohlweg im Wald auszubauen, damit dort schwere Maschinen durchfahren können um Holz abzutransportieren. Die Leute mögen versponnen und esoterisch erscheinen, ihre Argumente sind aber tausendmal besser als die der Bürokraten, für die Holz nur eine Bedeutung als Ware hat. Daß es ohnehin dem Wald schadet, wenn man die vom Borkenkäfer befallenen Bäume fällt, bleibt leider unerwähnt. Gerade die uralten Buchen am Hohlweg, die den Wald erneuern könnten, sollen nun weg, der Berg damit der Erosion überlassen werden.  ¤

Quer 5
            
6.4.21

Im Norden Thailands brennen tausende Kleinbauern Waldstücke ab, um neues Ackerland zu schaffen, auch mitten im Nationalpark. Feuerwehrleute gehen am Boden und mit Hubschraubern gegen die Brände vor. Siobhan Robbins geht in ihrem Bericht vor allem auf die Luftverschmutzung durch die Brände ein, durch die jährlich etwa 30.000 Menschen sterben.

Sky 4
           
14.4.21

Nach Zahlen des WWF ist die EU mit ihren Importen von Holz, Soja, Fleisch und Palmöl für 18 % der Regenwaldzerstörung verantwortlich, nach China mit 24 %. Allein für den Konsum in der EU werden jährlich 2000 km2 (4x die Fläche des Bodensees) abgeholzt.  - (Hier der haarsträubemd schlecht editierte Original-Report des WWF (.pdf). Wer um Gottes Willen soll da durchfinden?)

R,arj,TS zus.3
17.4.21

In einem Brief an Präsident Biden hat Bolsonaro "versprochen", bis zum Jahr 2030 werde die "illegale" Abholzung des Amazonaswaldes beendet werden. Einschätzungen dazu von der Umweltexpertin Sharon George. 2030 wäre viel zu spät, selbst wenn Bolsonaro es ernst meinen würde. Bisher hat er die Abholzung eher vorangetrieben als bekämpft. George weist u.a. auf einen wichtigen Punkt hin: es geht nicht nur um Entwaldung, sondern auch um die Degradation (Verkümmerung) des verbliebenen Waldes durch den Straßenbau und den gezielten Einschlag gerade der ältesten Bäume. - Dazu Bilder von Bergen von gefällten Bäumen (für den Export nach Europa und USA), von komplett abgeholzten Landstrichen und von den riesigen Feuern in der neugeschaffenen Steppenlandschaft.  ¤

A 5
27.4.21

"Anarchy in the Amazon?" (Our World) - Film von Justin Rowlatt über den Großangriff des Bolsonaro-Regimes auf den Amazonas-Regenwald, die Zerstörung des Lebensraums von unzähligen Tierarten und die Auslöschung der letzten Ureinwohnerstämme. Ausschnitte aus einem Film von Rowlatt, der vor 10 Jahren den Stamm der Awa besucht hat, die damals noch als Jäger und Sammler im fast unberührten Urwald lebten. Damals wurde ihr Reservat von der Armee vor Eindringlingen geschützt. Bolsonaro hat den Schutz aufgehoben und die Waldschutzbehörde praktisch aufgelöst, immer mehr Holzfäller, Goldsucher und Bauern dringen nun in das Gebiet der Awa ein.  ¤¤

B 24
           
2.6.21

Die Fichtenwälder in Deutschland sterben. Ein relativ feuchter Frühling kann die Schäden von drei Dürrejahren nicht mehr ausgleichen. Auch andere Baumarten leiden. Überall will man nun Mischwälder pflanzen, aber wie das auf den ausgetrockneten Böden gehen soll, weiß keiner. Der Bericht zeigt, daß offenbar nirgends begriffen wird, daß man die kaputten und kranken Bäume stehen lassen muß um den Neuen Schatten und Humus zu spenden. Obwohl das Holz durch Schädlingsbefall kaum noch brauchbar ist, meinen Alle, es noch irgendwie zu Geld machen zu müssen.

hj

4

3.6.21

"Blutholz – Teak aus Myanmar für Edelyachten" - Die "Armee" von Myanmar (die nichts anderes ist als eine Terrororganisation) finanziert sich u.a. aus dem Handel mit illegal geschlagenem Urwaldholz, vor allem das seltene Teak. Dieses hat einen sehr hohen Wert und wird vor allem beim Bau von Luxusyachten für die Superreichen benutzt. In Myanmar werden dafür ganze Urwälder zerstört. Die EU hat seit 2012 eigentlich ein Importverbot für Holz aus Myanmar, das aber praktisch nicht beachtet wird. Die deutsche Holzmafia wird bei ihren kriminellen Geschäften von der Bundesregierung (Minister Altmeier und Klöckner) tatkräftig unterstützt, die bei aufgedeckten Verstößen allenfalls symbolische Bußgelder verhängen läßt. Auch beim Neubau der "Gorch Fock" läßt die Regierung Teakholz aus Myanmar verbauen. Beitrag bei "Kontraste" (Magazin des RBB bei der ARD).  ¤

Kontraste

9
           
10.6.21

Während Söder für die Kameras Bäume umarmt, schrumpft die Waldfläche in Bayern, und speziell in Staatsforsten findet sich immer irgendein Grund, gerade besonders naturnahe und noch intakte Wälder abzuholzen, sei es für ein neues Gewerbegebiet, oder auch nur, weil es angeblich zu wenig Bauholz gibt.  ¤

Quer

6

           
11.6.21

In den letzten fünf Monaten sind in Brasilien mehr als 2500 km2 Regenwald zerstört worden, nochmal eine Steigerung um 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hintergrundinfos vom Journalisten Creomar de Souza über Bolsonaros Rolle bei der Abholzung, und ein Bericht aus Rio von Monica Yanakiew.  ¤

A

10

           
22.6.21

Gabun bekommt für den Schutz seiner Urwälder jährlich 15 Millionen Dollar von den UN. Gespräch darüber mit Prof. Lee White, Gabuns Minister für Wälder und Umwelt, der sehr schön reden kann. Daß auch er nur lügt, wird klar, wenn er von "sustainable timber" redet. Es gibt keinen "nachhaltigen" Holzeinschlag in Urwäldern. 

B

4

30.6.21

"Brazil's Amazonian Battle" - Film von Shehzad Hameed Ahmad über die von Bolsonaro vorangetriebene Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes und den Widerstand dagegen. (P&P)  (NNA)*  ¤¤

A

26
           
11.7.21

Die Abholzungsrate im Amazonas-Regenwald in Brasilien hat dieses Jahr jeden Monat weiter zugenommen. Naturschützer machen dafür direkt die Regierung des Faschisten Bolsonaro verantwortlich. Die Rechte der Ureinwohner werden weiter beschnitten. Und dieses Jahr haben die Waldbrände bereits im Juni begonnen, mehr Brände als jemals in den letzten 20 Jahren.

A 3
           
5.8.21

Der Förster und Waldexperte Peter Wohlleben hat seinen eigenen "nationalen Waldgipfel" organisiert, bei dem zwar nicht die korrupte Landwirtschaftsministerin, aber etliche Experten teilnehmen und kontrovers diskutieren, wie man den Wald am besten retten kann. Wohlleben fordert, den Wald in Ruhe zu lassen, keine Bäume mehr zu fällen und auch abgestorbene Bäume als Schattenspender stehen zu lassen. Der Staat soll die Waldbesitzer dafür bezahlen, daß sie auf ihren Waldflächen Kohlenstoff speichern. Andere Förster sorgen sich immer noch mehr um die Sägewerke und die Bauindustrie als um das Überleben des Waldes.  - Drei interessante Berichte, und beim heute-update ein Gespräch mit Peter Wohlleben¤    (Beitrag im hj-Video ab 18:45)

R,TT,hj,h+

zus.13
           
6.8.21

Ghana und Cote d'Ivoire sind die wichtigsten Produzentenländer von Kakao. Für neue Plantagen werden immer weitere Flächen gerodet, auch im geschützten Nationalwald Bossematie im Süden von Cote d'Ivoire. Illegale Wanderarbeiter brennen immer wieder die Urwaldbäume ab und pflanzen Kakaopflanzen. Von dort die Reportage von Jean-Pascal Retel über Umweltaktivisten, die dafür kämpfen, den Wald zu erhalten. Von den Behörden bekommen sie dabei keine Unterstützung.  ¤

arj

6

9.8.21

Bericht von Christoph Röckerath über Indigene, deren Dorf inzwischen mitten in der ausufernden Riesenstadt Rio liegt, und die versuchen, dort ihre traditionelle Lebensweise zu bewahren. Und von dort kämpfen sie gegen die von Bolsonaro forcierte Zerstörung des Amazonasregenwalds.

h+

3

13.8.21

Auch in Bangladesh werden die Wälder abgeholzt, sogar doppelt so schnell wie im weltweiten Durchschnitt. Auch im Schutzgebiet der Indigenen im Urwald von Madhupur und im Weltnaturerbe der Mangroven von Sundorbon. Grund sind vor allem Kleinbauern, die die Bäume abschlagen um dort neue Äcker anzulegen. Tanvir Chowdhury berichtet aus Madhupur.

A

3

           
19.8.21

 

 

 

In Deutschland sind durch die Dürre der letzten drei Jahre große Teile der Fichtenwälder abgestorben oder stark geschädigt. Statt die toten Bäume stehen zu lassen und dem Wald so eine Chance zur Regeneration mit besser angepassten Arten zu geben, lassen die Waldbesitzer die Bäume fällen und das Holz nach China exportieren, obwohl es dafür kaum Geld gibt. Grund ist angeblich die Angst vor dem Borkenkäfer. Im Beitrag erklären einige Biologen nochmal, warum das grober gemeingefährlicher Unfug ist. Auf den kahlgeschlagenen Flächen dörrt der Boden komplett aus, die Humusschicht wird zerstört, und Neuanpflanzungen haben keine Überlebenschance. Und dann werden auch noch Douglasien gepflanzt, die genauso dürreanfällig sind wie Fichten.

Außerdem ein Beitrag über den Kohlenstoffhaushalt des Waldes. Kurz gefasst: je älter der Wald, desto mehr Kohlenstoff wird gebunden. Neugepflanzte Wälder produzieren erstmal ca. zehn Jahre lang mehr CO2 als sie binden können. Und Totholz hilft nicht nur den nachwachsenden Bäumen, es bindet auch große Mengen Kohlenstoff im Boden.

Beide Beiträge sehr interessant und informativ, und zugleich zutiefst deprimierend. Unfassbar die Kurzsichtigkeit der Waldbesitzer, die nur ihren Profit im Sinn haben. Teilweise werden intakte Wälder in Wasserschutzgebieten kahlgeschlagen und damit die Wasserversorgung gefährdet.  ¤¤

nano

 

 

13

 

 

22.8.21

In den Loma-Mountains im Osten von Sierra Leone gibt es den letzten intakten Bergregenwald des Landes. Dort leben noch etwa 1500 Schimpansen. Aber illegale Holzfäller dringen immer weiter in den Wald vor und zerstören den Lebensraum der Primaten. Bemühungen von Dorfbewohnern und der Regierung, frühere Waldflächen wiederaufzuforsten, erscheinen hilflos. Bericht von Ahmed Idris.  ¤

A

3

           
25.8.21

In Sibirien sind 55 Feuerwehrleute von einem Waldbrand eingeschlossen gewesen und erst in letzter Sekunde gerettet worden. - In Kalifornien herrscht durch die zahlreichen großen Waldbrände extreme Luftverschmutzung. Zahlreiche Schulen und einige Flughäfen wurden geschlossen.

B,E zus.3
           
25.8.21

"Wald oder Wüste - was kommt nach dem Fichtensterben?" - Film von Solveig Flörke und Marko Rösseler. In Deutschland sterben infolge der Erderwärmung die Fichtenwälder. Die privaten Waldbesitzer lassen die toten Bäume abholzen und exportieren sie mangels Nachfrage nach China. Zugleich fehlt hochwertiges Holz und muß importiert werden. Auch gesunde Buchenwälder werden weiterhin abgeholzt und umgepflügt. Und die Verantwortlichen für diesen Irrsinn bekommen von der korrupten Landwirtschaftsministerin 1,5 Milliarden an Subventionen um dort was wieder anzupflanzen? Genau: Fichtenmonokulturen, die nach dem nächsten Dürresommer tot sein werden. Wer dagegen seine naturnahen Wälder bis heute bewahrt hat, bekommt dafür nichts. Erschütternde Details eines kriminellen Systems, ebenso erschütternde Bilder. Erläuterungen von den Forstexperten Norbert Panek, Knut Sturm und Prof. Pierre Ibisch.  ¤¤

WDR

43

25.8.21 Den Film "Das geheime Leben der Bäume" habe ich auch aufgenommen (bei 3sat) und angesehen, werde ich aber nicht aufheben. Erstens handelt der Film mehr von Peter Wohlleben als vom Wald (bis hin zu "P.W. sitzt in der Badewanne und entspannt"), zweitens ist das, was Wohlleben da als Wissenschaft verkauft, zu großen Teilen esoterischer Unfug. Er kommt dabei zwar zu richtigen Folgerungen über den Weg zur Rettung der Wälder und über die kriminelle Forstpolitik der jetzigen Regierung - seine Bücher werde ich deshalb trotzdem nicht kaufen. 3sat   --
7.9.21

Die Regierung der DR Kongo hat ein Moratorium der Abholzung des Regenwaldes wieder aufgehoben. Gespräch darüber mit Raoul Monsembula (Greenpeace).

JA

5
8.9.21

Die Räumung des von Waldschützern besetzten Hambacher Forstes durch RWE und die korrupte NRW-Polizei vor drei Jahren war rechtswidrig. Das hat das Kölner Verwaltungsgericht festgestellt. NRW-Ministerpräsident Laschet hatte die Räumung und den teuersten Polizeieinsatz der bundesdeutschen Geschichte unter einem falschen Vorwand angeordnet. Er sollte nun eigentlich endlich zurücktreten. Für die Top-Meldung des Tages gibt es bei ARD und ZDF nur Kurzmeldungen.   ¤

ht,TS,hj zus.2
13.9.21

Gabun besitzt einen großen Anteil am Kongotiefland-Regenwald. Bisher wird der Wald noch weitgehend als Urwald erhalten, 90 Prozent des Landes sind mit Wald bedeckt, es ist eines der wenigen Länder, die jährlich mehr Kohlenstoff speichern als sie emittieren. Seine Devisen gewinnt Gabun bisher aus der Förderung von Erdöl, welches aber bald zur Neige geht. Umweltminister Lee White fordert deshalb die reichen Länder auf, für den Erhalt des Waldes zu bezahlen - sonst müsse man auch hier den Wald abholzen und das Holz verkaufen. Hannah Thomas-Peter berichtet aus Gabun. (Die Forderung ist natürlich richtig - die Drohung ist aber schwachsinnig. Der lebende Wald ist tausendmal wertvoller als das bißchen Geld, das man einmalig für das Holz bekommt. Selbst mit Naturtourismus lässt sich mehr Profit machen - wenn man den Wald erhält.)

Sky

6

           
14.9.21

Eine Gruppe von EU-Abgeordneten schreibt an Bolsonaro und fordert ihn auf, die Zerstörung des Amazonaswaldes zu beenden. Diese erreicht unter Bolsonaro immer neue Rekorde. Jetzt plant er den Bau einer 1000 km langen Eisenbahntrasse ("Ferrogrão") quer durch den Amazonaswald, auf der Futtermittel leichter zu den Exporthäfen transportiert werden sollen.

E

1

           
19.9.21

Einer der großen Waldbrände in Kalifornien bedroht den Sequoia-Nationalpark, wo die größten Bäume der Welt wachsen (Redwood / Mammutbäume). Die Bäume sind bereits durch die Dürre und Borkenkäfer geschwächt. Schon letztes Jahr wurden bei Waldbränden tausende Mammutbäume vernichtet. Einige der bis zu 3000 Jahre alten Bäume werden jetzt zum Schutz vor dem Feuer in Alufolie eingepackt.

C

4

7.10.21

In Schweden und Finnland werden ganze Wälder kahlgeschlagen, um das Holz in Kraftwerken zu verbrennen. Die EU subventioniert das als angeblich "nachhaltige Energiegewinnung". Über 100 NGOs fordern, damit aufzuhören. Kohlenstoff wird nicht in neugepflanzten Plantagen gespeichert, sondern im Boden von alten Wäldern. Das Verbrennen des Holzes schadet dem Klima gleich doppelt.  ¤

E 2
           
8.10.21

Der britische Energiekonzern Drax bekommt für ein angeblich klimaneutrales Biomasse-Kraftwerk in Selby (Yorkshire) jährlich hunderte Millionen an staatlichen Subventionen. In dem Kraftwerk werden Holzpellets verbrannt, und es ist die größte einzelne CO2-Quelle in ganz Britannien. Die Emissionen entstehen jetzt, die behauptete Klima-Neutralität gibt es allenfalls in 50 -100 Jahren - wenn die neugepflanzten Bäume jemals so alt würden, erläutert Phil McDonald (Ember). Das Verbrennen von Holz hat mit erneuerbarer Energie nichts zu tun und sollte nicht subventioniert werden. Weitere Erläuterungen von Victoria Seabrock.

Sky

4

           
8.10.21

Isa Soares berichtet aus Rondonia (Brasilien). Die Abholzung und das Abbrennen des Amazonas-Regenwaldes gehen immer weiter. Aufnahmen aus dem Flugzeug zeigen das gigantische Ausmaß der Zerstörung. Leute, die den Wald erhalten wollen, bekommen Morddrohungen. Ein ehemaliger Rancher will auf seinem Land wieder Wald anpflanzen - offenbar irgendeine Monokultur. Von allein kann der Wald sich inzwischen auch nicht mehr regenerieren, weil die vom Wald erzeugten Niederschläge ausbleiben.  ¤

C

5

11.10.21

"Sur le Front des Forêts françaises" - Reportage von Guillaume Dumant. Auch in Frankreich läßt die Holzindustrie ganze Wälder kahlschlagen.  Auf den zerstörten Böden werden dann Kiefernplantagen angepflanzt. Hundertjährige Eichen werden zu Holzpellets verarbeitet, weil es für das Verbrennen von Holz Subventionen von der EU gibt. Man plant sogar, Kohlekraftwerke auf den Betrieb mit Holz umzustellen. Der Film begleitet Gruppen von Waldschützern bei Aktionen in Sägewerken und in Kahlschlaggebieten. Film mit deutschen UT. (Ende fehlt)  ¤¤    Auf Facebook kann man sich anscheinend den Film ansehen.

TV5

(28)

24.10.21

"Planet SOS - Frontline Europe": Nick Clark berichtet aus den im Sommer abgebrannten Wäldern auf Euböa (Griechenland) und aus den Karpaten (Rumänien), wo die letzten großen Urwälder Europas in rasantem Tempo abgeholzt und in Mondlandschaften verwandelt werden.  ¤

A

13

           
24.10.21

"Kongo: Illegale Abholzung – Afrikas Regenwald ist in Gefahr" - Caroline Hoffmann berichtet aus einem Dorf in der Republik Kongo, wo Dorfbewohner per Handy die Behörden alarmieren, wenn die Holzmafia illegal Bäume fällt. Das ist teilweise sicher sinnvoll. Aber erstens gibt es für die Holzfirmen nie ernsthafte Konsequenzen, und zweitens (was auch Hoffmann nicht anspricht): die Vorschrift, daß nur große Bäume gefällt werden dürfen, ist kontraproduktiv. Gerade diese müssten doch geschützt werden. Und gerade auf diese sind die Holzfirmen scharf.

WS

7

27.10.21

Nach einer Studie haben mindestens zehn der 250 als UN-Welterbe geschützten Wälder in den letzten 20 Jahren mehr Kohlenstoff abgegeben als aufgenommen - Folge von illegalen Abholzungen und Waldbränden.

B

2

28.10.21

"Der zähe Widerstand gegen ein ICE-Werk" - Die Bahn will in Bayern ein großes Reparaturwerk für ihre ICEs bauen. Das ist ja erstmal ganz schön, aber als mögliche Standorte hat man zwei Waldgebiete ausgesucht, einen Bannwald im Wasserschutzgebiet bei Harrlach (bei Nürnberg) und ein seit 80 Jahren unberührtes Naturschutzgebiet bei Feucht, die "Muna". An beiden Orten protestieren die Anwohner gegen die geplante Naturzerstörung. - Mein Vorschlag: man könnte doch eine ehemalige Autofabrik neu nutzen, z.B. das VW-Werk in Wolfsburg oder die Audi-Fabrik in Ingolstadt.

Quer

6

           
29.10.21

Nicole Macheroux-Denault berichtet aus dem Bergregenwald zwischen Kongo und Uganda. Nach neuen Untersuchungen ist in den jahrhundertealten Baumriesen 60 % mehr Kohlenstoff gebunden als bisher vermutet. Trotzdem werden diese Wälder immer weiter abgeholzt. (Kleines Mißverständnis: pro Jahr speichern die alten Bäume so gut wie gar nichts an Kohlenstoff. Ihre wesentliche Rolle besteht in den Unmengen dauerhaft gespeichertem Kohlenstoff, der bei einer Abholzung frei wird. Und natürlich in der enormen Artenvielfalt auf diesen uralten Spielplätzen des Lebens.)  ¤

R

2

1.11.21

Bei der Klimakonferenz "COP26" haben die Länder mit den größten Waldbeständen (u.a. Brasilien) vereinbart, bis zum Jahr 2030 sämtliche Wälder abzuholzen. Bzw.: sie haben vereinbart, bis 2030 "die Abholzung der Wälder zu beenden". Würden sie den Schutz der Wälder ernstmeinen, hätten sie auch einen sofortigen Stopp aller Abholzungen beschließen können. So sieht es eben danach aus, daß sie noch acht Jahre lang alles aus den Wäldern rausholen wollen, was sich zu Geld machen lässt. Danach wird nicht mehr viel übrig sein. Bei CNN Infos von Phil Black.

C

3
1.11.21

Der Reifenkonzern Firestone betreibt bei Monrovia (Liberia) eine riesige Kautschukplantage. Deren giftige Abgase und Abwässer verseuchen die ganze Gegend. Die Plantage wird immer noch erweitert, dafür werden auch die letzten Reste des Regenwaldes abgeholzt. Bericht von Nicolas Haque.

A

3

           
2.11.21

Mehr zu der Absichtserklärung von 100 Staaten bei der COP26, wonach diese bis 2030 die Entwaldung stoppen wollen. Es hat ähnliche Ankündigungen schon etwa 20 mal gegeben, zuletzt haben sie 2014 beschlossen, die Entwaldung bis 2020 zu halbieren. Auch das wurde nicht umgesetzt. Ein paar Berichte, und bei AJE eine schön klare Stellungnahme von Danielle van Ooijen (Friends of the Earth). Trotz aller Absichtserklärung hat die Entwaldung sogar noch zugenommen. Das muß aufhören, und es muß jetzt aufhören. Die EU weigert sich, die Einfuhr von Produkten aus abgeholzten Regenwäldern (Palmöl, Tropenholz, Soja, Kautschuk) zu stoppen oder die Finanzierung von Investitionen in die Zerstörung zu regulieren.  ¤

A,arj,TS,hj

zus.19

         
2.11.21

Zwei Reportagen darüber, was Entwaldung im Amazonas-Regenwald ganz konkret bedeutet, von Orla Guerin (BBC) und Stuart Ramsay (Sky News).  ¤

B

Sky

6

5

               
10.11.21

Über den brasilianischen Fotografen Victor Moriyama, der die Schönheit des Regenwaldes ebenso wie seine brutale Zerstörung dokumentiert. Auch in Brasilien wird der Wald inzwischen abgeholzt, um dort Palmölplantagen anzulegen. Die Sozialanthropologin Annina Aeberli (Bruno-Manser-Fond) zu den Versprechungen, 2030 mit der Abholzung aufzuhören: wenn sie noch neun Jahre so weitermachen, ist der Wald weg. Bolsonaro ermutigt die Leute, nach Amazonien zu gehen und Gold zu suchen. Die Schweiz und die EU könnten mit ernsthaften Einfuhrbeschränkungen (bei Holz, Gold, Viehfutter, Fleisch, Palmöl) einen Beitrag zum Schutz des Waldes leisten.  ¤

ktzt

7

10.11.21

Rainer Mostbauer berichtet aus Rondónia (Brasilien). Eine Mafia von Großgrundbesitzern raubt mit Unterstützung der Polizei das Land von Kleinbauern und läßt Naturschutzgebiete abholzen, um Platz für Rinderherden und Soyaanbau zu machen. Organisierte Kriminalität, und die Regierung steckt mit den Kriminellen unter einer Decke, ist Teil der Mafia.  ¤

ZiB

3

11.11.21

"Mogelpackung: Bäumepflanzen fürs Klima" - Viele Firmen werben damit, ihre Produkte seien klimaneutral, weil z.B. für jeden verkauften Schokoriegel ein neuer Baum gepflanzt werde. Selbst wenn das keine simple Werbelüge ist, ist es ein irreführender Ablasshandel, der nur den Konsum anheizt. Die meisten der neugepflanzten Bäume oder Mangroven sterben wieder, zunehmend auch an den Folgen der Erderwärmung wie Tropenstürmen und Waldbränden. Einen Effekt fürs Klima hätten die Bäume erst, wenn sie viele Jahrzehnte oder Jahrhunderte wachsen würden. Fazit: Bäumepflanzen ist immer gut, aber es ist kein Ausgleich für die Verbrennung von fossilen Energieträgern.  ¤

Panorama

9

11.11.21

"Zweifelhafte Versprechen" - Bei der Klimakonferenz haben sich 105 Staaten verpflichtet, die Entwaldung bis 2030 zu stoppen. Ähnliches haben sie auch früher schon versprochen. Mit dem internationalen Waldschutzprogramm REDD sollten arme Länder von den reichen Entschädigungen bekommen, wenn sie ihre Wälder erhalten. Recherchen zeigen, daß auf solchermaßen "geretteten" Flächen in Indonesien und Brasilien heute Palmölplantagen und Viehweiden stehen. Direkt nach Auszahlung der Entschädigungen wurde der Urwald abgeholzt. (Und das Holz natürlich u.a. nach Europa verkauft. Das Palmöl und das Fleisch werden ja auch dorthin geliefert.) Auf Borneo wurde in einem von der Bundesregierung "geretteten" Regenwald nach der Abholzung eine Kohlegrube eröffnet.  ¤

Panorama

8

12.11.21

Bernard Smith berichtet aus Manaus über die ungebremste Abholzung des Amazonas-Regenwaldes und die Machtlosigkeit von ein paar versprengten Beamten der Naturschutzbehörde. Letztes Jahr wurden in Brasilien 11.000 km2 Regenwald zerstört.

A

5

           
13.11.21

In Burundi führt der Klimawandel (mehr Dürren, mehr Starkregen) zu verstärkter Erosion, weiter verstärkt durch die Abholzung der letzten Schutzwälder auf den Hügeln. Mehrmals sind ganze Dörfer durch Bergrutsche verschüttet worden. Die Leute benutzen das Holz als Feuerholz. Eine Fabrik für Pflanzenkohle (aus Ernteresten) soll das Problem mildern. Bericht von Catherine Soi.

In der unsäglichen Sendung von nano und kulturzeit (11.11.) kam auch ein Bericht von Susann von Lojewski über den Anstieg des Wasserspiegels am Tanganjikasee, vermutlich eine Folge insgesamt zunehmender Niederschläge. Etwa 100.000 Anwohner des Sees, vor allem in Bujumbura, mußten ihre Häuser verlassen und leben jetzt in Flüchtlingslagern.

A

3sat

3

4

           
16.11.21

Nochmal ein Bericht über den Wahnsinn der deutschen Forstpolitik - und zwar nicht nur seitens der korrupten (Ex-) Landwirtschaftministerin, auch durch grüne Politiker, die glauben, man müsse den Wald zerstören um ihn zu retten. Der Staat gibt Milliarden dafür aus, die durch Dürre und Borkenkäfer abgestorben Bäume abzuholzen und das Holz noch irgendwie zu verwerten. Dies sogar in Naturschutzgebieten (was eindeutig kriminell ist). Auf den kahlgeschlagenen Flächen kann danach aber kein neuer Wald mehr wachsen. Man muß die toten Bäume stehen lassen, damit sie den Boden beschatten und kühlen. Das tote Holz speichert Wasser und kann Grundlage für neues Leben werden.  ¤

frontal

10

17.11.21

Meldungen: die EU-Kommission plant ein Gesetz, das den Anschein erwecken soll, man würde etwas gegen die Abholzung der Tropenwälder tun. Falls es irgendwann mal beschlossen werden sollte, sollen Importe von Produkten verboten werden, die auf früheren Waldflächen angebaut wurden - aber nur, wenn der Wald seit dem Januar 2020 abgeholzt worden ist. Natürlich wird niemand das kontrollieren können. Beim heute-journal ist man auf den Werbetrick hereingefallen und verkündet: "Die EU-Kommission will Wälder besser schützen." (Man kann nie wissen, was irgendjemand anderes wirklich will. Bei der EU-Kommission sollte man aber wissen, daß sie meist das Gegenteil von dem tut, was sie zu wollen vorgibt. Wenn sie es ernst meinen würde, könnte sie einfach alle Importe von Holz und Palmöl verbieten.)

A,hj,E

zus.2
9.12.21

Auch in Britannien sterben infolge des Klimawandels ganze Wälder ab, durch Befall mit Pilzen und Insekten. Besonders betroffen sind dort u.a. Lärchen und Eschen. Auch dort machen die Waldbesitzer den Fehler, die toten Bäume zu fällen und aus dem Wald zu holen, in der Hoffnung, daß danach wieder neue junge Bäume wachsen würden. Was sie auf den Kahlschlägen aber nicht tun.

Sky

3

12.12.21

Der Dokumentarfilm "Wood - Der geraubte Wald" begleitet den Umweltagenten Alexander von Bismarck (Invironmental Investigation Agency) bei Undercover-Ermittlungen gegen die Holzmafia in aller Welt. Bismarck findet illegale Kahlschläge u.a. in Russland, China, Peru und Rumänien und folgt den Handelswegen des illegalen Holzes bis in die deutschen Baumärkte. Die österreichische Holzfirma Schweighofer hat durch seine Recherchen ihr Umweltsiegel verloren. - Das ist alles richtig und wichtig. Aber die Konzentration auf "illegale" Aktivitäten ist kurzsichtig. Staatliche Lizenzen und Umweltsiegel und EU-"Nachhaltigkeitsprogramme" machen die Zerstörung eines Waldes nicht besser. Der internationale Holzhandel muß komplett verboten werden. Wer Holz haben will, soll erstmal Bäume pflanzen.

ttt 6
           
24.12.21

Ein Spot mit Zahlen zur weltweiten Waldzerstörung: seit dem Jahr 2000 hat Portugal 47 % seiner Wälder verloren (11.000 km2), Madagaskar 22% (41.000 km2), Indonesien 17 % (277.000 km2), Brasilien 12 % (598.000 km2). Weltweit zusammen waren es 10 % (4.100.000 km2)

A 1/2
31.12.21

"UpFront: Are we running out of time to save the Amazon rainforest?": Marc Lamont Hill spricht mit Leila Salazar-Lopez (Amazon Watch) und Luis Fernando Guedes Pinto (ASHOKA) über die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes, die unter Präsident Bolsonaro dramatisch beschleunigt wurde.

A

14

           
2.2.22

Die erste der vollmundigen Versprechungen der Glasgower Klimakonferenz zum Stopp der weltweiten Waldzerstörung ist schon geplatzt. Man hatte der Demokratischen Republik Kongo (DRC) 500 Millionen Dollar zugesagt; dafür sollte das Land bis Ende 2021 zunächst eine Bestandsaufnahme ("Audit") aller aktuellen Abholzungen im Kongo-Regenwald erstellen. Das Geld wurde bisher nicht ausgezahlt, und die Liste wurde nicht erstellt. Infos von Victoria Seabrook.

Sky

3

7.2.22

Im Amazonas-Regenwald in Kolumbien brennen zahlreiche Waldbrände und hüllen die Hauptstadt Bogota in dichten Qualm. U.a. haben Kriminelle (angeblich Ex-Rebellen der FARC) große Brände in einem Nationalpark (Weltnaturerbe) gelegt, um dort Coca anzubauen oder Viehweiden anzulegen.

A 2
           
8.2.22

In Ecuador hat das oberste Gericht entschieden, daß die Rechte der indigenen Urwaldbewohner bei der Entscheidung über neue Minenkonzessionen und Ölbohrungen wesentlich stärker berücksichtigt werden müssen. Bericht von Lucia Newman.

A 3
           
11.2.22

Im Amazonas-Regenwald in Brasilien sind im Januar mehr als 430 km2 abgeholzt worden, fünfmal soviel wie im Januar 2021 und mehr als jemals zuvor in einem Januar.

C

1/2

7.3.22

Malcolm Webb berichtet von Lamu über den Schutz der letzten Mangrovenwälder an Kenias Küste. Bedroht werden sie durch übermäßige Holzernte, durch Verschmutzung mit Plastik und durch Großprojekte wie den neuen Containerhafen.  ¤

A

3

           
13.3.22

Pavni Mittal berichtet über die Abholzung der letzten naturnahen Wälder im Nordosten Indiens. Insgesamt wächst zwar die Waldfläche, aber das sind dann Monokulturplantagen.

A

2
           
8.4.22

Entgegen allen Ankündigungen von Brasiliens Regierung ist die Abholzung des Amazonas-Regenwalds nochmal deutlich beschleunigt worden, in den ersten drei Monaten dieses Jahres 64 % mehr als letztes Jahr. Infos und Bericht aus Rio von Monica Janakiew, Erläuterungen von Prof. Raoni Rajao (Umweltexperte). Der Kippunkt rückt immer näher.

A

8

           
16.4.22

Die Regierung der DR Kongo will 16 Lizenzen für Ölbohrungen vergeben, davon neun mitten im Regenwald in der Provinz Cuvette Centrale. Naturschützer protestieren. Gespräch mit dem Wirtschaftsexperten Aly-Khan Satchu.

A

6
19.4.22

"Die Axt im Regenwald" - Film von Albert Knechtel über die vorsätzliche Zerstörung des Amazonas-Waldes in Brasilien durch Großgrundbesitzer und ihren faschistischen Präsidenten, und über den Widerstand der indigenen Waldbewohner.  (NNA)*   ¤ 

arte 91
           
21.4.22

In Brasilien wird nicht nur der Amazonas-Regenwald abgeholzt, auch die Überreste der Savannenwälder des Cerrado verschwinden zugunsten von immer noch mehr Soja-Monokulturen. Das Soja dient als Futtermittel der europäischen Fleischindustrie. Deutsche Handelsketten behaupten, sich für den Erhalt der Wälder einzusetzen - pures Greenwashing.

Monitor

8

           
1.5.22

In Estland werden die alten naturnahen Wälder großflächig abgeholzt. Auf den Kahlschlägen werden dann nicht lebensfähige Monokulturen angepflanzt. Für den Export bekommt das Raubholz durchweg FSC-Zertifikate. Wegen der "Arbeitsplätze" in der Holzindustrie fördert der Staat den Raubbau.

arj

7

3.5.22

Weltweit werden Aufforstungsprojekte als Ausgleich für Treibhausgasemissionen benutzt. Dabei handelt es sich praktisch immer um Greenwashing, wie eine Recherche der BBC belegt. Beispiele von den Philippinen, aus Indien und Mozambik zeigen, daß die schnell angepflanzten Wälder keine ökologische Bedeutung haben und meist schon nach wenigen Jahren wieder abgeholzt werden. Ein Bericht, und Gespräch mit Navin Singh Khadka, dem Autor der Recherche.

B

6

6.6.22

In Paris protestieren Umweltschützer gegen den Plan, im Park neben dem Eiffelturm 42 teilweise jahrhundertealte Bäume zu fällen, um das Gebiet "zu entwickeln". Einer der Baumschützer zeltet in einer 208 Jahre alten Platane, die noch von Napoleon gepflanzt wurde, und will im Hungerstreik bleiben, bis gesichert ist, daß alle Bäume stehen bleiben.  ¤

B,E

zus.2
           
6.6.22

"A la Reconquête des Forêts" - Film von Stéphane Jacques über Wissenschaftler und Naturschützer, die in Tasmanien (Australien) für den Erhalt der letzten Urwälder kämpfen. (französisch mit deutschen UT) (Zufallsaufnahme, nicht komplett)  (NNA)*  ¤

TV5

(36)

9.6.22

Der britische Journalist Dom Phillips und der brasilianische Aktivist für die Rechte der Indigenen Bruno Pereira sind vor fünf Tagen bei einer Recherche im Schutzgebiet im Javari-Tal verschwunden, vermutlich entführt oder ermordet von Wilderern oder illegalen Goldsuchern. In dem Gebiet leben noch 8000 Indigene, darunter einer der letzten unkontaktierten Stämme. Der Faschist Bolsonaro gibt in einem Interview den Beiden selbst die Schuld an was immer ihnen zugestoßen sein mag. Bei AJE ein Bericht aus London und Infos von Ana Carolina Alfinito (Amazon Watch).  ¤

A

9

10.6.22

Alessandro Rampietti berichtet über die rapide Abholzung des Amazonas-Regenwaldes in Kolumbien. Eines der artenreichsten Gebiete der Erde wird zerstört, für Viehweiden, Drogenanbau und illegalen Bergbau. Die bisherige Regierung hat kaum etwas dagegen unternommen.  ¤

A 3
           
10.6.22

Bei der Suche nach den Verschwundenen Dom Phillips und Bruno Pereira im Schutzgebiet im Javari-Tal hat die Polizei angeblich "menschliche Überreste" gefunden. Wachsende Kritik an der Gleichgültigkeit der brasilianischen Regierung. Laut HRW wurden in dem Gebiet seit 2015 mindestens 28 Umweltschützer ermordet. Bericht bei CNN.

A,C

zus.4

12.6.22

Eine Woche nach dem Verschwinden von Dom Phillips und Bruno Pereira im Schutzgebiet im Javari-Tal. Wahrscheinlich wurden der Journalist und der Indigenen-Experte von Goldsuchern oder Wilderern ermordet. In Rio erinnern Freunde mit einer Gedenkkundgebung an die Beiden und fordern Aufklärung. Monica Yanakiew berichtet.

A

4

13.6.22

Angeblich sind im Javari-Tal die Leichen von Dom Phillips und Bruno Pereira gefunden worden. Die Polizei bestreitet des allerdings. Zuvor wurden bereits ein Rucksack und ein Laptop entdeckt. Infos aus Rio von Monica Yanakiew.

A

2

           
15.6.22

Die Polizei in Brasilien hat einen Mann verhaftet, der gestanden hat, Dom Phillips und Bruno Pereira ermordet zu haben. Er soll den Beamten gezeigt haben, wo die Leichen begraben sind. Es soll sich um einen Raubfischer handeln. Infos von Monica Yanakiew und Shasta Darlington, und bei AJE ein Gespräch mit dem Journalisten Sam Cowie: Bolsonaros Politik hat zur Zerstörung des Amazonas-Waldes und zur Rechtlosigkeit der Bewohner geführt.  ¤

A,C zus.6
             
16.6.22

Bei arte und Euronews Berichte auf deutsch über den Mord an dem Journalisten Dom Phillips und dem Indigenen-Experten Bruno Pereira im Schutzgebiet im Javari-Tal. Zwei Raubfischer sind als mutmaßliche Täter verhaftet worden, einer von ihnen hat den Mord gestanden.

arj,E zus.3
             
16.6.22

Unter dem Regenwald im Kongobecken sind gigantische Mengen Kohlenstoff als Torf gespeichert. Wenn der Wald verschwindet und der Boden austrocknet wird auch der Torf zersetzt und der Kohlenstoff freigesetzt. Andrew Harding berichtet von einer Expedition mit britischen Wissenschaftlern in das kaum zugängliche Kerngebiet.  ¤

B

4

           
17.6.22

Die Polizei in Brasilien bestätigt, daß eine der im Javari-Tal gefundenen Leichen die des britischen Journalisten Dom Phillips ist. Laut der Polizei ist der Mord an Phillips und Pereira ein "isoliertes Verbrechen". Waldschützer sehen eine Mitverantwortung des Faschisten Bolsonaro. Bericht von Monica Janakiew.

A

3

18.6.22

Die Polizei in Brasilien bestätigt, daß die gefundenen Leichen die von Dom Phillips und Bruno Pereira sind. Freunde und Umweltschützer trauern und erinnern an die Verantwortung von Bolsonaro, der nichts zum Schutz von Umweltschützern und Indigenen tut und die Mörderbanden noch anfeuert. Bei AJE berichtet Monica Yanakiew aus Rio, einziger Bericht auf deutsch bei Euronews ¤

A,E zus.4
             
19.6.22

"Jagd auf JounalistInnen" - In die deutschen Nachrichtensendungen hat es der Mord an Dom Phillips und Bruno Pereira nicht geschafft, aber immerhin im Weltspiegel ein Bericht von Matthias Ebert. Die Gewalt von Kriminellen, Goldsuchern und Wilderern gegen Indigene ist unter Bolsonaro eskaliert, ebenso die Gewalt von Großgrundbesitzern gegen Kleinbauern und die Angriffe der Kriminellen und Rechtsextremen gegen Journalisten.  ¤

WS

6

       (Video?)    
20.6.22

In Brasilien werden täglich 2000 Fußballfelder Regenwald abgeholzt, dieses Jahr zusammen bislang 3360 km2, mehr als jemals zuvor.

E

2

           
24.6.22

Im Nationalpark Kahuzi-Biega (Süd-Kivu) gehen Parkranger und Soldaten seit mehreren Jahren gewaltsam gegen die Ureinwohner vom Pygmäen-Stamm der Batwa vor. Dabei werden ganze Dörfer niedergebrannt, die Männer ermordet, die Frauen vergewaltigt. Alles laut einem Bericht des Investigativ-Journalisten Robert Flummerfelt. Maryam Nemazee spricht mit ihm darüber.  ¤

A

5
2.7.22

Nach einer Auswertung von Satellitenaufnahmen durch Brasiliens Raumfahrtbehörde sind im ersten Halbjahr 2022 im Amazonasgebiet 3750 km2 Regenwald abgeholzt worden, soviel wie nie. Experten befürchten, daß der Amazonaswald in zehn Jahren zur Steppe wird.

TS 2
12.7.22

Der Urwald im polnischen Nationalpark Bialowieza wird weiter abgeholzt, ein Urteil des EuGH wird einfach ignoriert. Zwei Leute aus Frankreich haben darüber einen Fotoband gemacht.

arj

3

14.7.22

Thema bei "Markus Lanz" ist die Flutkatastrophe in Deutschland vor einem Jahr. Peter Wohlleben erklärt sehr anschaulich die Bedeutung der Wälder (und zwar vor allem naturbelassener Wälder) für den Hochwasserschutz. Und nochmal, warum man endlich das Abholzen der abgestorbenen Fichtenplantagen verbieten muß. Minister Reul von der CDU hört verständnislos zu. Man hätte seine Rolle bei der illegalen Abholzung des Hambacher Forstes ansprechen sollen.  ¤

ZDF

30

       

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