Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Asien : Myanmar #3                                                                                                    

  Myanmar #1 
  Myanmar #2

  (letzter Eintrag 29.3.21)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
31.1.21

 

 

 

AJE berichtet schon seit Tagen über Putschgerüchte. Die Generäle wollen das Ergebnis der Parlamentswahl vom November nicht anerkennen, bei der die Partei von Aung San Suu Kyi deutlich gewonnen hatte. Am Montag soll das neugewählte Parlament erstmals zusammentreten. Seit Tagen patrouillieren Panzer in der Hauptstadt, ein Armeesprecher will einen Putsch nicht ausschließen. Ali Fowle berichtet aus Yangon.

Militärputsch: am frühen Montagmorgen (1.2. Ortszeit) Meldungen, daß die de-facto- Regierungschefin Aung San Suu Kyi und andere Führer der Regierungspartei verhaftet wurden. Die Telefon- und Internetverbindungen sind großenteils abgeschaltet. Auf den Straßen ist sehr viel Militär. Die Armeeführung behauptet zunächst, es habe keinen Putsch gegeben, dann wird aber doch für ein Jahr der Ausnahmezustand erklärt. Die Macht hat nun der oberste General Min Aung Hlaing.  ¤

Bei AJE ab dem frühen Morgen einziges Thema, mit aktuellen Infos und ausführlichen Hintergrundberichten. Aufbewahrt ein Bericht und ein Gespräch mit Korrespondentin Ali Fowle in Yangon, die eine noch funktionierende Internetverbindung gefunden hat. Bei BBC und CNN Infos von Korrespondenten aus Nachbarländern. Bei der BBC Einschätzungen von Thomas Andrews (UN-Berichterstatter für Menschenrechte in Myanmar). Ein erster Bericht auf deutsch bei Euronews. 

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1.2.21

 

 

 

Die Armeeführung hat die Macht übernommen. Die demokratisch gewählte Regierung und zahlreiche Politiker der Regierungspartei NLD, darunter Aung San Suu Kyi, wurden verhaftet oder unter Hausarrest gestellt. Aung San Suu Kyi hatte kurz vor dem Putsch in einem Brief das Volk zu Protesten gegen die Diktatur aufgerufen. Davon ist bislang nichts zu sehen, auf den Straßen herrscht Ruhe, und nur ein paar Anhänger der Partei der Armee fahren fahnenschwingend herum. Weltweit wird der Putsch verurteilt, außer von Chinas Regierung.  ¤

Einzige Korrespondentin in Myanmar ist Ali Fowle von AJE, die mehrmals live aus Yangon informiert. Bei AJE außerdem Infos über den neuen Regierungschef, General Min Aung Hlaing, und Einschätzungen von Thomas Andrews (UN-Berichterstatter für Menschenrechte in Myanmar). Bei der BBC ein kurzer Bericht aus Yangon von Nyein Chan Aye (BBC Burmese), ausführliche  Infos und Einschätzungen von mehreren Korrespondenten aus Nachbarländern und ein Bericht von Fergal Keane. - Auf deutsch bei arte Infos aus Bangkok von Carol Isoux, Berichte bei ARD und ZDF.

"Inside Story: Can Myanmar return to democracy?" - Mohammed Jamjoom spricht erst nochmal mit Thomas Andrews, dann mit Maung Zarni (Menschenrechtsaktivist), Phil Robertson (HRW) und Ronan Lee (Myanmar-Experte, hat u.a. über den Völkermord an den Rohingya geschrieben).

A,B

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A

zus. 29

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2.2.21

Nach dem Militärputsch hat die Armee zwar die Kontrolle, aber in Yangon äußern sich viele Leute offen gegen die Diktatur, und abends schlagen Viele aus Protest mit Kochtöpfen und Autohupen Lärm. Bei AJE berichtet Ali Fowle weiter aus der Stadt. Außerdem Infos aus New York über eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates. Bei arte ein Bericht, bei der Tageschau eine Meldung.

A,arj,TS zus.12
           
3.2.21

Zunehmende Zeichen von Protest gegen den Militärputsch. Abends machen die Leute Krach, Aktivisten rufen zum zivilen Ungehorsam auf, und einige tausend Ärzt*innen und Pfleger haben einen Streik begonnen. Bei AJE ein Telefongespräch mit einem der beteiligten Ärzte. Bei der BBC berichtet Nyein Chan Aye aus Yangon über die Proteste. - Das neue Regime hat die bisherige Regierungschefin Aung San Suu Kyi wegen "illegaler Einfuhr" angeklagt.

A,B

zus.13
           
4.2.21

Weiterhin nur vereinzelt offene Proteste gegen den Militärputsch. Das Regime hat Facebook abgeschaltet, welches in Myanmar das wichtigste Medium ist. Dadurch ist es für Oppositionelle schwierig, sich zu organisieren. Der UN-Sicherheitsrat fordert zwar die Freilassung von Aung San Suu Kyi, aber Russland und China sind gegen eine Verurteilung des Putsches.

A,arj,TS,E

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5.2.21

Das Militärregime hat nach Facebook auch Twitter und Instagram gesperrt. Trotzdem breiten die Proteste gegen den Putsch sich im ganzen Land aus. Überall gibt es kleinere Kundgebungen. Erstmals Bilder von einer Demonstration in Yangon mit über 1000 Teilnehmern. Nach den Medizinarbeiter*innen streiken nun auch Lehrer*innen. 

A,C,E,NC zus.9
           
6.2.21

Die Proteste gegen den Militärputsch wachsen weiter. In Yangon demonstrieren einige tausend Leute gegen die Diktatur und fordern die Freilassung von Aung San Suu Kyi. Das Regime hat das Internet erneut komplett abgeschaltet. 

A,B,C,arj,E

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7.2.21

Massenproteste im ganzen Land gegen den Militärputsch, Zehntausende demonstrieren allein in Yangon. In Myawaddi schießen Polizisten in die Menschenmenge, es gibt aber keine Opfer. Korrespondenten können derzeit nicht direkt aus dem Land berichten, trotzdem gibt es jede Menge Bilder. Bei der BBC Infos aus Yangon vom Journalisten Andrew Nachemson.

A,B,Sky,hj

zus.17
           
8.2.21

Das Militärregime hat für die beiden größten Städte eine Ausgangssperre verhängt und Versammlungen von mehr als fünf Personen verboten. Juntachef General Hlaing hält eine Ansprache im Fernsehen und kündigt Neuwahlen in einem Jahr an. Die Massenproteste dauern unbeeindruckt davon an, u.a. demonstrieren Zehntausende in der Hauptstadt Naypyidaw. Die Polizei geht mit Wasserwerfern gegen die Leute vor. - Diverse redaktionelle Berichte. Direkt aus Yangon nur der Bericht von Nyein Chan (BBC). Bei AJE Einschätzungen von Ronan Lee (Autor von "Myanmar's Rohingya Genocide"): die Militärführung hat komplett den Bezug zur Jugend verloren.

A,B,arj

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9.2.21

Zigtausende Gegner der Militärdiktatur kümmern sich nicht um das Versammlungsverbot und demonstrieren weiter. In Naypyidaw, Mandalay und Yangon geht die Polizei mit Tränengas, Wasserwerfern und Gummigeschossen gegen die Menschenmenge vor, einige Leute werden verhaftet. - Diverse Berichte. In den Tagesthemen ein Schaltgespräch mit dem Musiker Mikis Weber, der in Yangon lebt, und ein Kommentar von Mario Schmidt.

A,arj,TT zus.14
           
10.2.21

Trotz Ausgangssperren wachsen die Proteste gegen die Militärdiktatur weiter an. Bei AJE berichtet Ali Fowle wieder live aus Yangon darüber. Unter den Demonstranten sind vor allem junge Leute. Die USA haben Sanktionen gegen Myanmars Militärführung verhängt.

A,arj,h+ zus.16
           
11.2.21

Putschistenführer General Hlaing verkündet eine Amnestie für 23.000 Strafgefangene. Erneut demonstrieren im ganzen Land Hunderttausende gegen das Militärregime. Teilweise schließen sich auch Polizisten den Protesten an.

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12.2.21

Die Proteste im ganzen Land gehen weiter, immer mehr Gruppen beteiligen sich daran, von Mönchen bis Fußballfans. Es wird befürchtet, daß das Regime nur darum eine Amnestie verkündet hat, um in den Gefängnissen Platz für politische Gefangene zu schaffen

A,NC zus.4
13.2.21

Während die Massenproteste weitergehen, verhaftet die Polizei nachts bekannte Aktivisten der Demokratiebewegung. Mehrmals haben Nachbarn mit vereintem Protest Verhaftungen verhindert. 

A,B,E,NC zus.8
             
14.2.21

Weiter Massenproteste im ganzen Land. In Kachin im Norden des Landes schießen Polizisten in eine Menschenmenge, vermutlich mit Gummigeschossen. In Yangon fährt die Armee erneut Panzerfahrzeuge auf. Das Internet wurde erneut abgeschaltet. Bei der BBC berichtet ein Reporter aus Yangon.  ¤

A,B zus.6
           
15.2.21

Die Massenproteste dauern im ganzen Land an. Die Leute lassen sich auch nicht davon einschüchtern, daß die Armee mit Panzerfahrzeugen auffährt, sondern stellen sich den Soldaten friedlich mit ihren Protestschildern gegenüber. Bislang schießen die Soldaten nur in die Luft, und etwa 400 Demonstranten wurden verhaftet. - Drei Berichte, und bei AJE Einschätzungen von Ronan Lee.   ¤

A,B,arj,NC zus.15
           
16.2.21

Während die Proteste gegen den Militärputsch weitergehen, erklärt ein Armeesprecher, es handele sich gar nicht um einen Militärputsch. Berichte, bei AJE Einschätzungen von Aung Kyaw Moe (Menschenrechtsanwalt, in Yangon).

A,B,E zus.8
           
17.2.21

Die Massenproteste gehen weiter. In Yangon versperren tausende Autofahrer mit ihren "liegengebliebenen" Autos die Straßen und verhindern so, daß die Armee eine Kundgebung mit ca. 50.000 Menschen im Stadtzentrum auflöst.  

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18.2.21

Weiter Massenproteste im ganzen Land. Angeblich sind landesweit drei Viertel der Staatsangestellten im Streik. In Yangon versperren erneut Tausende mit ihren Autos die Straßen. Im Süden des Landes blockieren Demonstranten den Bau einer Pipeline und fordern die ausländischen "Investoren" auf, keine Geschäfte mit dem Militärregime zu machen. 

A,NC zus.4
           
19.2.21

Erstmals ist eine Person gestorben, die bei den Protestkundgebungen durch Schüsse von Soldaten verletzt wurde. Die 20-jährige Studentin war vor einer Woche in Naypyidaw in den Kopf geschossen worden. Die Proteste gehen jeden Tag weiter. Weitere Länder verhängen Sanktionen gegen die Mitglieder der Militärjunta.

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20.2.21

In Mandalay haben Polizisten mit Wasserwerfern, Gummigeschossen und scharfer Munition auf friedliche Demonstranten geschossen. Mindestens zwei Teilnehmer der Protestkundgebung wurden dabei getötet. Vier Berichte, und bei AJE Einschätzungen von Tom Andrews (UN-Berichterstatter für Myanmar). Er sagt, die Armee setzt jetzt gegen die Demonstranten auch eine Spezialeinheit (die 33. Infanterie-Division) ein, die maßgeblich am Völkermord an den Rohingya beteiligt war.  ¤

A,B,arj,E zus.13
           
20.2.21

Im "Listening Post" ein Beitrag über den Versuch des Militärregimes, die Medien des Landes auf Linie zu bringen, und den Widerstand der Demokratiebewegung, die dabei wirkungsvoll die sozialen Medien benutzt. Facebook ist das dominante Medium des Landes. Beim Völkermord wurde Facebook benutzt, um Hass gegen die Rohingya zu schüren. Seitdem hat Facebook die Armeeführung ausgesperrt, nun versucht das Regime, Facebook abzuschalten.

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21.2.21

Nach der tödlichen Gewalt gegen Demonstranten wachsen die Massenproteste im ganzen Land eher noch an. Ab Montag ruft die Demokratiebewegung zum Generalstreik auf. Berichte bei AJE, BBC und Euronews. Am Montagmorgen Live-Bilder von neuen Massenprotesten. Bei AJE Einschätzungen von Maung Zarni (Menschenrechtsaktivist).   ¤

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22.2.21

Der Generalstreik wird weitgehend befolgt. Geschäfte und Behörden bleiben geschlossen, der Verkehr steht still. Und im ganzen Land gibt es Massendemonstrationen gegen die Militärjunta. Beeindruckende Bilder aus einigen Städten, allein in Yangon protestieren wohl Hunderttausende.   ¤

A,B,arj,TS,NC

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23.2.21

Die Proteste dauern an. In einer Erklärung im Staatsfernsehen geht Putschistengeneral Min Aung Hlaing mit keinem Wort auf die Massenkundgebungen ein, droht aber allen ausländischen Medien, die seinen Putsch einen Putsch nennen, mit der Ausweisung. - In Malaysia schiebt die Armee mit drei Schiffen mehr als 1000 Rohingya-Flüchtlinge nach Myanmar ab, obwohl ein Gericht dies untersagt hatte.

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24.2.21

Der "Außenminister" der Militärjunta trifft in Bangkok Vertreter der ASEAN. In Yangon demonstrieren Tausende vor der indonesischen Botschaft und fordern die ASEAN auf, die Putschistenregierung nicht anzuerkennen.

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25.2.21

In Yangon demonstrieren etwa 1000 Anhänger der Armee für den Militärputsch. Ihre inhaltlichen Aussagen beschränken sich auf das Hochhalten von bunten Fahnen. Gegendemonstranten und Journalisten werden verprügelt.

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26.2.21

In Yangon gehen Soldaten gewaltsam gegen Demonstranten vor. - Aung San Suu Kyi, die zunächst unter Hausarrest gehalten wurde, ist seit sechs Tagen verschwunden. - Bei den UN verurteilt Myanmars UN-Botschafter Kyaw Moe Tun den Militärputsch und ruft die Welt zur Unterstützung der Demokratiebewegung auf. Bericht aus New York von James Bays.

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27.2.21

 

 

 

 

 

Das Militärregime hat Myanmars UN-Botschafter Kyaw Moe Tun abgesetzt, nachdem dieser bei den UN zum Widerstand gegen die Machtübernahme der Armee aufgerufen hat. Die Polizei geht nun gewaltsam gegen Demonstrationen vor, hunderte Demonstranten werden verhaftet, auch Journalisten werden festgenommen. Bei AJE ein Bericht und Einschätzungen von Aung Kyaw Moe (Menschenrechtsaktivist), bei der BBC Einschätzungen von Simon Adams.

"Der Mut des ganzen Volkes" - Bei arte eine Reportage von Régis Michel über den Volksaufstand gegen die Diktatur der korrupten und räuberischen Generäle und den Kampf um die Vorherrschaft über die Medien, den das Regime längst verloren hat.  ¤

Text von arte: "Vor vier Wochen, am 1. Februar, wurden in Myanmar, die Regierungschefin Aung San Suu Kyi und der Präsident Win Myint verhaftet. Die Armee rief den Ausnahmezustand aus, und jetzt regiert ihr Oberbefehlshaber Min Aung Hlaing das Land.
Seitdem gehen in allen größeren Städten die Bürger auf die Straße, um gegen den Putsch zu protestieren, zu Fuß und auf Motorrädern, sie veranstalten Konzerte, üben sich in passivem Widerstand und streiken - die Opposition scheint täglich zu wachsen. Doch auch die Armee schlägt immer heftiger zurück, sie schoss bereits auf friedliche Demonstranten.
Régis Michel lebte lange Zeit in Myanmar, er steht in Kontakt zu einigen seiner Verwandten, die ihm von ihrem Kampf berichten. Unter ihnen ist Soe Myint, der Direktor des privaten Fernsehsenders Mizzima TV. Er hat Sendeverbot seit dem Putsch, doch sie berichten weiter, im Internet. Trotz aller Drohungen habe Mizzima TV immer wieder seine Unterstützung für die Demokratie bewiesen und täglich die Gewalt der Armee angeprangert, schreibt Reporter ohne Grenzen.

A,B

 

arep

 

 

zus.12

 

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28.2.21

Armee und Polizei gehen nun mit brutaler Gewalt gegen Demonstrationen vor. Heute wurden mindestens 18 Teilnehmer durch Schüsse getötet. Erneut wurden Hunderte verhaftet, darunter zahlreiche Mediziner und mindestens sieben Journalisten. Teilweise gibt es schwere Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Polizei. Von einem Nachgeben der Demokratiebewegung ist bisher nichts zu sehen.  ¤

Diverse Berichte, bei der BBC aus Yangon von Nyein Chan Aye. Bei AJE ein ausführliches Telefongespräch mit einer anonymen Teilnehmerin der Proteste in Yangon. Bei der Tagesschau nur eine Kurzmeldung, die mit einem Satz aus der Journalistenhölle anfängt: "Bei Protesten in Myanmar sind heute angeblich 18 Menschen ums Leben gekommen."

A,B,arj,TS,E

zus.18
           
28.2.21

"Inside Story: Who is responsible for Rohingya refugees rescued at sea?" - Tausende der aus Myanmar vertriebenen Rohingya aus den überfüllten Flüchtlingslagern in Bangladesh versuchen mit kleinen Booten übers Meer in andere Länder zu flüchten, auch weil Bangladeshs Regierung sie wieder nach Myanmar umsiedeln will. Sami Zeidane spricht mit Uday Bhaskar (Ex-Offizier der indischen Marine und Geopolitik-Experte), Saad Hammadi (Amnesty International) und Yasmin Ullah (Rohingya-Aktivistin).

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1.3.21

Trotz der tödlichen Gewalt der "Sicherheitskräfte" gehen die Massenproteste weiter, teilweise werden wieder Barrikaden errichtet. Die Polizei antwortet heute mit Tränengas. Aung San Suu Kyi ist erstmals seit dem Putsch gesehen worden, in einer Videoschalte bei einem Gerichtstermin. - Diverse Berichte, bei der BBC aus Yangon von Nyein Chan Aye. 

A,B,C,arj,TS,hj

zus.19
           
2.3.21

Polizei und Armee gehen weiter gewaltsam gegen friedliche Demonstrationen vor. Meist setzen sie Tränengas und Wasserwerfer ein, teilweise schießen sie erneut mit scharfer Munition. Einige Berichte über die Proteste und Zusammenstöße. - Und bei AJE berichtet James Bays aus New York: der abgesetzte UN-Botschafter Kyaw Moe Tun sieht sich weiterhin als Vertreter seines Landes, ein neuer Mann hat seine Akkreditierung eingereicht, sodaß es nun zwei Botschafter gibt. Es ist noch unklar, wie die UN damit umgehen.  ¤

A,B,Sky,E

zus.11
                 
3.3.21

Soldaten und Polizisten haben heute mindestens 38 Demonstranten erschossen, bislang der tödlichste Tag. (Insgesamt wurden seit dem Putsch mindestens 60 Demonstranten getötet.) Zahlreiche Menschen wurden schwer verletzt. Ein Video zeigt wie Polizisten eine Gruppe von Medizinarbeitern brutal mit Stöcken und Gewehrkolben zusammenprügeln. - Ausführliche Berichte bei allen internationalen Sendern, bei der BBC berichtet weiterhin Nyein Chan Aye aus Yangon. Bei CNN Einschätzungen von Tom Andrews (UN-Beauftragter für Myanmar). - Bei den deutschen Sendern nichts: keine Berichte, keine Meldungen. Nur bei Euronews ein paar Bilder (NoComment).  ¤

A,B,C,NC

zus.21
                 
4.3.21

Trotz der tödlichen Gewalt der Polizei gehen die Massendemonstrationen weiter. International verhängen immer mehr Staaten Sanktionen gegen das Militärregime. Diverse Berichte, und bei AJE Einschätzungen von Maung Zarni zu den internationalen Sanktionen, die bei weitem nicht ausreichen.

A,B,C,arj,TS

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5.3.21

Polizei und Armee gehen weiter gewaltsam gegen friedliche Demonstrationen vor, teilweise schießen sie mit scharfer Munition, mindestens ein Demonstrant wird getötet. Die Demonstranten wenden sich unter dem Motto "R2P" direkt an die Weltöffentlichkeit: "Responsibility to Protect", die UN sollen endlich ernsthaft eingreifen und das Volk von Myanmar schützen. Der UN-Sicherheitsrat berät hinter verschlossenen Türen. Bisher verweigern dort Russland und China Maßnahmen gegen das Militärregime. - Berichte über die Proteste und die Trauer um die Toten. Bei AJE ein Video von Massenverhaftungen in Yangon: mindestens 300 Leute, darunter Mönche, warten in langer Reihe mit erhobenen Armen auf den Abtransport. Berichte über die Verhandlungen der UN. Bei der BBC Einschätzungen von Stéphane Dujarric, dem Sprecher von UN-Generalsekretär Guterres. - Auf deutsch heute wiedermal keine Berichte, keine Meldungen.  ¤

A,B,C,Sky,NC

zus.24
           
6.3.21

Weiter Massenproteste, weiter Polizeigewalt. Trauerkundgebungen für die Getöteten. Viele Demonstranten zeigen die Parole "R2P", die sich an die bislang tatenlose Weltöffentlichkeit richtet. Nachts stürmen Polizisten Wohnhäuser und verhaften gezielt (nach Listen) bekannte Aktivisten und Journalisten. In Lashio (Bundesstaat Shan) geht die Polizei nicht gegen eine sehr große Demo vor, nachdem dort bewaffnete Rebellen ihre Unterstützung für die Demonstranten erklärt haben.  ¤

A,B,arj,E

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7.3.21

Ein hochrangiger Politiker der NLD ist im Gefängnis gestorben, offenbar nachdem er gefoltert wurde. Nachts ziehen Banden von Polizisten randalierend durch die Straßen, verprügeln wahllos Leute und verhaften bekannte Mitglieder der Demokratiebewegung. (Videos zeigen, daß die Polizisten sich nicht anders als eine kriminelle Bande verhalten.) Für Montag rufen die Gewerkschaften erneut zum Generalstreik auf. Bei AJE ein Bericht und Einschätzungen der Journalistin Grace Brown, die bis gestern in Yangon gelebt hat. - Mindestens acht Polizisten sind nach Indien geflüchtet, das Regime fordert ihre Auslieferung. Infos dazu bei CNN. Bei der Tagesschau nur eine Meldung. Euronews berichtet über Solidaritätsproteste in Bangkok.  ¤

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8.3.21

Trotz Kriegsrecht und Ausgangssperre weiter Proteste im ganzen Land. In Myitkyina werden mindestens drei Demonstranten erschossen. In einem Vorort von Yangon sind etwa 200 Leute von Polizisten eingekesselt worden. - Bei AJE ein Bericht und Infos von einer anonymen Aktivistin aus Yangon. Bei ARD und ZDF Meldungen mit Bildern, "No Comment" mit Aufnahmen aus Mandalay und Dawei.

A,hj,NC zus.8
           
9.3.21

In Yangon hat die Polizei etwa 200 Demonstranten abziehen lassen, die sie zuvor eingekesselt hatte. Ansonsten wird weiter sehr hart gegen Demonstranten vorgegangen, nachts werden Wohnviertel durchsucht und Aktivisten verhaftet. Einige dramatische Aufnahmen von den Zusammenstößen in Myitkyina. Dort wurden mindestens zwei Demonstranten erschossen. Bei der BBC heißt es: das sieht aus wie ein Bürgerkrieg, aber einer, bei dem nur eine Seite bewaffnet ist.   ¤

A,B,ht,E,NC

zus.16
           
10.3.21

Laut UN sind seit dem Putsch 67 Menschen bei Protesten getötet worden. Aktivisten vermuten, daß die Zahl wesentlich höher liegt. Amnesty hat dutzende Videos analysiert und kommt zu dem Ergebnis, daß Soldaten gezielt auf Demonstranten schießen um sie zu töten. Bei AJE und CNN Berichte mit einigen sehr üblen Gewaltszenen. - Bisher sind etwa 100 Personen nach Indien geflüchtet, vor allem Polizisten mit ihren Familien. Die Beamten hatten sich geweigert, auf Demonstranten zu schießen. Bei der BBC ein Bericht mit Zeugenaussagen von einigen der geflüchteten Polizisten. - Der UN-Sicherheitsrat hat sich endlich auf eine Resolution geeinigt, die die Gewalt gegen Demonstranten scharf verurteilt und ausdrücklich die "Sicherheitskräfte" zur Zurückhaltung aufruft. Der Putsch als solcher wird nicht verurteilt. - Auf deutsch nur bei arte ein Bericht.   ¤

A,B,C,arj,NC

zus.18
           
11.3.21

Polizisten haben heute mindestens 12 unbewaffnete friedliche Demonstranten erschossen (Angabe laut CNN). Seit dem Putsch insgesamt mindestens 80. Mindestens 2000 Demonstranten wurden bisher verhaftet. Die Armee veröffentlicht ein Video einer Erklärung, wonach man mit "größter Zurückhaltung" vorgehe - mit der Realität hat das nichts zu tun. Außerdem werden weitere offenbar erfundene Korruptionsvorwürfe gegen Aung San Suu Kyi erhoben. Diverse Berichte. Bei AJE außerdem Einschätzungen von Prof. Michael Charney (Myanmar-Experte). Bei CNN Gespräch mit Thomas Andrews (UN-Berichterstatter für Myanmar).  - Bei CNN außerdem ein Bericht von Paula Hancocks über die Rebellengruppen der diversen ethnischen Minderheiten, die sich nun zum Kampf gegen das Militärregime zusammengeschlossen haben. - Bei den deutschen Sendern nur ein paar Meldungen.  ¤

A,C,Sky,TS

zus.23
           
11.3.21

"Inside Myanmar's Crackdown" - Film von Ali Fowle, Drew Ambrose, Aun Qi Koh und Jenni Henderson. (101 east)  (leider NNA)*  ¤¤

A 26
           
12.3.21

Auch heute Proteste im ganzen Land und Zusammenstöße mit Polizisten. Einige Bilder davon. arte berichtet über die Verfolgung von Journalisten durch das Regime. 

A,arj,NC

zus.6
13.3.21

Am Sonnabend haben Polizisten mindestens 12 Demonstranten erschossen, zahlreiche Menschen wurden schwer verletzt. Wegen Streiks sind die meisten öffentlichen Einrichtungen seit Wochen geschlossen, Banken, Behörden, Verkehrsbetriebe, etc. Der Chef der abgesetzten Regierung, Mahn Win Khaing Than, ruft in einer Botschaft aus dem Untergrund zu einer Revolution gegen den Militärputsch auf. - Diverse Berichte, bei AJE Einschätzungen von Debbie Stothard (Altsean, Menschenrechtlerin). - Berichte auf deutsch im ZDF und bei Euronews.  ¤

Bisher sind etwa 300 Personen nach Indien geflüchtet, vor allem Beamte und Polizisten, die sich nicht an der Gewalt gegen das Volk beteiligen wollen. Bei CNN und Sky News Berichte darüber, mit Aussagen von geflüchteten Polizisten über den Befehl, auf Demonstranten zu schießen.  ¤

A,B,C,Sky

ht,E,NC

zus.21

zus.5

                 
14.3.21

Am Sonntag haben Polizisten und Soldaten mindestens 38 Demonstranten getötet, die meisten in Yangon. Dort hat die Armee große Teile der Stadt unter Kriegsrecht gestellt. Aus Wut über die Kumpanei Chinas mit dem Regime haben Leute mehrere chinesische Fabriken verwüstet.   ¤

A,B,C,arj,E

zus.11
           
15.3.21

Heute wurden mindestens 11 Demonstranten erschossen. Am Sonntag haben Polizisten und Soldaten mehr als 50 Demonstranten getötet, die meisten davon in einem Vorort von Yangon. Dort waren mehrere chinesische Fabriken niedergebrannt worden. Insgesamt wurden angeblich 32 Fabriken angegriffen. Infos und Bilder bei AJE und BBC. Auf deutsch nur Kurzmeldungen und nachts im ZDF ein nicht aktueller Bericht.   ¤

A,B,TS,hj,h+

zus.11
           
16.3.21

Seit dem Putsch sind laut UN mehr als 149 Menschen getötet worden, nach Angaben von Menschenrechtlern mehr als 180. Die Proteste gehen trotz der tödlichen Gewalt von Polizei und Armee weiter. Tausende Menschen flüchten aus Yangon. Heute kaum neue Bilder. Bei AJE ein Telefongespräch mit einem Aktivisten in Yangon: "wir werden bis zum Ende weitermachen."

A,C,arj,E zus.12
17.3.21

Die Zahl der am Sonntag getöteten Demonstranten ist auf 74 gestiegen. Auch heute wurden Demonstranten erschossen, seit dem Putsch insgesamt nun über 200 Tote. In großen Teilen von Yangon herrscht Kriegsrecht, das bedeutet u.a., daß Verhaftete von Militärgerichten abgeurteilt werden. Berichte bei AJE und ARD, Infos bei CNN.

A,C,TT zus.9
           
18.3.21

Neue Bilder von den Auseinandersetzungen zwischen Demokratie-Aktivisten und Polizei in Yangon. Unklar, von wann die Bilder sind. - Das Regime hat den abgesetzten, aber weiter amtierenden UN-Botschafter Kyaw Moe Tun wegen "Hochverrat" angeklagt.

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19.3.21

Bei Zusammenstößen mit "Sicherheitskräften" sind heute mindestens neun Demonstranten getötet worden. Insgesamt seit dem Putsch mindestens 220. Ein einheimischer Reporter der BBC, Aung Thura, ist in Yangon von mehreren Männern entführt worden. 

Bei "BBC-Newsnight" ein Beitrag von Emir Nader über die Proteste der Demokratiebewegung und die tödliche Gewalt des Staates.  ¤

A,B

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20.3.21

 

Weiter Massenproteste und Straßenschlachten mit Polizisten, erneut werden mehrere Demonstranten getötet. Mindestens zwei Politiker der NLD sind im Gefängnis zu Tode gefoltert worden. 

Im "Listening Post" ein Beitrag über das Scheitern der Putschisten an den modernen Medien. Die Putschisten haben es weder geschafft, den Protest zu beenden, noch die Medien wirklich unter Kontrolle zu bringen. Zigtausende Bürgerjournalisten sorgen dafür, daß die Bilder des staatlichen Terrors in alle Welt gelangen, trotz aller Internetsperren. Ganz ohne Internet funktioniert nämlich auch das Militär nicht mehr. Und niemand glaubt mehr der plumpen Propaganda der Armee. Das Regime kann sich nur dank seiner chinesischen Verbündeten halten. (Und bringt diese mit seinem Scheitern ebenfalls in Gefahr.)  ¤

Und ein Video von der neuen Protest-Hymne des Landes: Kabar Makyay Bu - Wir werden uns nicht ergeben - zur Melodie von "Dust in the wind" ... Absolut ergreifend. Könnte auch die Hymne unserer weltweiten demokratischen Revolution werden!  (mit UT, am Ende des "Listening Post")  ¤¤¤

A,C

 

A

 

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zus.6

 

10

 

2

                 
21.3.21

In Mandalay sind mindestens vier weitere Demonstranten von der Polizei erschossen worden. Bilder von Straßenschlachten und von einer Kundgebung von tausenden streikenden Medizinarbeitern.

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22.3.21

Weitere Proteste gegen den Militärputsch. Die EU verhängt Sanktionen gegen elf Vertreter des Militärregimes.

A 2
23.3.21

Ein Armeesprecher sagt bei einer Pressekonferenz, es habe bei der Niederschlagung der Proteste 146 Tote gegeben, und man bedauere den "Verlust von Leben". Außerdem erhebt er weitere Vorwürfe gegen Aung San Suu Kyi wegen angeblicher Bestechlichkeit. Nachdem Polizisten ein siebenjähriges Mädchen erschossen haben, ruft die Demokratiebewegung für Mittwoch zu einem landesweiten "Streik der Stille" auf.

Im Flüchtlingslager der Rohingya in Cox's Bazar in Bangladesh ist ein Großfeuer ausgebrochen, bei dem mehr als 10.000 Notunterkünfte zerstört wurden. Mindestens 15 Menschen starben. (Berichte auch bei AJE und anderen Sendern.)

A,C

 

B,arj

zus.5

 

zus.4

           
24.3.21

Seit dem Putsch sind mehr als 2000 Demonstranten verhaftet worden. 600 davon wurden heute wieder freigelassen. In Mandalay ist ein siebenjähriges Mädchen begraben worden, das von Polizisten erschossen wurde. Im ganzen Land gab es deshalb heute einen "Streik der Stille".

A,B,Sky

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24.3.21

 

 

 

 

 

"Der ehrwürdige W." - Film von Barbet Schroeder über den rassistischen Hetzer, den buddhistischen Mönch Ashin Wirathu. (Kommentar auf deutsch, alle O-Töne mit UT) (NNA)*  ¤¤

Text von arte: "Im Westen kaum bekannt, in Myanmar ein angesehener Mann: Ashin Wirathu, "der ehrwürdige W.", ist in seiner Heimat ein höchst einflussreicher buddhistischer Mönch. In seinem Dokumentarfilm wirft Barbet Schroeder einen Blick auf die erschreckende Persönlichkeit des radikalen Mönchs und beleuchtet, inwiefern dieser einer der Haupturheber der Verfolgung der Rohingya ist.
Barbet Schroeder vollendet seine „Trilogie des Bösen" mit einem schockierenden Dokumentarfilm über einen buddhistischen Mönch in Myanmar, der zum Genozid an der muslimischen Bevölkerung aufruft. Der erste Teil der Trilogie, „General Idi Amin“ (1974), dreht sich um den schrecklichen Diktator Ugandas, im Mittelpunkt des zweiten Teils „Im Auftrag des Terrors“ (2007) steht der französische Rechtsanwalt Jacques Vergès, der den deutschen Nazi-Kriegsverbrecher und Gestapo-Chef von Lyon Klaus Barbie und den Terroristen Carlos verteidigte.
Protagonist des dritten Dokumentarfilms ist der buddhistische Mönch Ashin Wirathu aus Myanmar. Vor laufender Kamera rühmt sich dieser seiner Hasspredigten. Wirathu ist Buddhist und doch vertritt er genau das Gegenteil dessen, was man sich unter dieser Religion vorstellt. Seit Jahren verbreitet er auch in den sozialen Netzwerken einen Diskurs abgrundtiefen Hasses und beschuldigt die muslimischen Rohingya der Verschwörung gegen die buddhistische Mehrheitsgesellschaft.
Die Auseinandersetzung mit dem „ehrwürdigen W.“ drängt zu der Einsicht, dass der Buddhismus wie jede andere Religion dazu missbraucht werden kann, Gewalttaten anzufachen. Spätestens an dieser Stelle bekommt der Dokumentarfilm, der wie ein Porträt beginnt, eine politische Botschaft.
Der Schweizer Filmemacher beleuchtet nicht nur die Persönlichkeit eines erschreckend radikalen Mönchs, sondern auch das, was die Vereinten Nationen bereits als „ethnische Säuberung“ qualifiziert haben: den Völkermord an der muslimischen Minderheit der Rohingya. Zunächst lässt der Regisseur Wirathu selbst zu Wort kommen und zeigt, wie der Mönch Schritt für Schritt einen Diskurs über die Reinheit der Rasse etabliert hat, der stark an die NS-Zeit erinnert. Anhand des reichhaltigen Archivmaterials und seiner Interviews führt der Regisseur vor Augen, wie der Mönch Tatsachen verdreht und als Hassprediger einer der Urheber des Völkermords an den Rohingya ist."

arte

 

 

 

 

 

96

 

 

 

 

 

25.3.21

Mindestens fünf Demonstranten in Yangon von der Polizei erschossen. - Berichte aus Thailand und Indien. In beiden Nachbarländern kommen immer mehr Menschen an, die vor der Gewalt in Myanmar flüchten. Darunter auch hunderte Polizisten, die sich weigern, auf Zivilisten zu schießen. Indiens faschistische Regierung hat die vier Bundesstaaten entlang der Grenze aufgefordert, die "illegalen Einwanderer" abzuschieben.

A 7
           
26.3.21

Am Freitag wurden mindestens drei weitere Demonstranten erschossen. - Die Militärjunta warnt das Volk vor Protesten am Sonnabend, dem "Tag der Armee". Es wird ausdrücklich erklärt, daß Demonstranten an diesem Tag damit rechnen müßten, in den Kopf oder in den Rücken geschossen zu werden. Am Sonnabend früh findet in Naypyidaw eine große Parade mit tausenden marschierenden Soldaten statt. Infos bei AJE von Tony Cheng (in Bangkok) und bei der BBC von Nick Marsh (in Singapur).  ¤

Bei CNN ein Beitrag über die enge Verbindung der Armee mit den wichtigsten Wirtschaftsunternehmen des Landes. Der Juntachef General Min Aung Hlaing ist zugleich Chef eines Großkonzerns.

A,B,C

zus.13
27.3.21

Wie vorher angekündigt, haben Soldaten am "Tag der Armee" zahlreiche Menschen ermordet. Bis zum Abend wurden mindestens 114 Demonstranten getötet, meist durch gezielte Schüsse von Scharfschützen¤

Infos und Berichte bei AJE, BBC, CNN und Sky News, bei AJE Einschätzungen und Bewertungen von Debbie Stothard und Dr. Sasa (der internationale Botschafter der abgesetzten Regierung). Bei der BBC Einschätzungen von Prof. Michal Lubina, bei CNN ein Gespräch mit Tom Andrews (Berichterstatter der UN für Myanmar). Berichte bei arte, ARD, ZDF und Euronews. Sehr gut der Bericht von Normen Odenthal im heute-journal.

A,B,C,Sky

arj,TS,hj,E

zus.42

zus.9

                 
28.3.21

Nachdem die Luftwaffe Stellungen der Karen-Befreiungsarmee bombardiert und dabei auch Dörfer getroffen hat, sind etwa 3000 Zivilisten über die Grenze nach Thailand geflüchtet. - Beerdigungen der Opfer des "Tages der Armee" - mindestens 114 Demonstranten wurden erschossen. Die Proteste dauern auch heute an. Der Terror des Regimes wird international verurteilt.   ¤

A,B,C,arj,TS

zus.14
           
28.3.21

"Talk to Al Jazeera": James Bays spricht mit Salai Maung Taing San ("Dr. Sasa"), dem internationalen Vertreter der Regierung von Aung San Suu Kyi, und mit Tom Andrews (UN-Berichterstatter für Myanmar). (Leider NNA)*   ¤

A 26
           
29.3.2

Angeblich hat Thailand etwa 2000 Menschen, die vor den Luftangriffen der Armee über die Grenze geflüchtet waren, wieder zurück nach Myanmar geschickt. - Die Proteste im ganzen Land dauern an.

A,TS zus.2
           
       

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