Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Afrika : ZAR #2  (Zentralafrikanische Republik - Centrafique )             (letzter Eintrag 7.12.17)

Ein von Bürgerkriegen zerrissenes und wegen seines Ressourcenreichtums völlig verarmtes Land, das bei den deutschen Sendern praktisch nicht vorkommt. 

  ZAR #1

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
26.1.17

Im Osten der ZAR kämpft eine multinationale Truppe, vor allem ugandische Soldaten, seit acht Jahren gegen die Räuberbande "LRA" von Joseph Kony. In einer Recherche von Catherine Byaruhanga beschuldigen Augenzeugen einige der ugandischen Soldaten, selber Frauen und Kinder zu vergewaltigen.

B

6
12.2.17

Im Stadtviertel PK5 von Bangui gibt es erneut Angriffe von Anti-Balaka-Milizionären auf muslimische Bewohner. Bericht von Emmanuelle Godard. (Details leider nicht verstanden.)

JA

2
14.2.17

Ein Bericht aus Bambari von Fergal Keane. Erinnerung an den grausamen Bürgerkrieg und Sorgen wegen neuer Übergriffe, für die muslimische Rebellen verantwortlich gemacht werden. Besuch bei Ali Darassa, dem Chef der "muslimischen" Miliz UPC, der bestreitet, daß er ein gnadenlose Mörder sei. Dann Besuch bei Gaetan Boade, einem Anführer der "christlichen" Anti-Balaka-Miliz. Die UN-Friedenstruppe ist auch vor Ort und behält beide Seiten im Auge.  ¤

B 6
           
24.2.17

Noch ein Bericht von Fergal Keane mit Aussagen von Frauen und Kindern, die angeblich Opfer sexueller Gewalt durch französische Soldaten wurden.  (NNA)*   ¤

B

9
           
9.3.17

Bericht über einen 17-jährigen ehemaligen Kindersoldaten in einem Dorf bei Bangui.

JA

2
30.3.17

Präsident Faustin Taouadéra ist seit einem Jahr im Amt. Die Lage im Land hat sich halbwegs beruhigt, viele Vertriebene sind wieder in ihre Quartiere zurückgekehrt, aber der Konflikt zwischen "Christen" und "Muslimen" dauert an und in manchen Gegenden gibt es weiter Kämpfe und Massaker.

JA

2
26.4.17

Die USA und Uganda beenden ihre gemeinsame Militäraktion in der ZAR, wo sie seit vier Jahren nach Joseph Kony, dem Chef der LRA-Banditen, gesucht haben. Infos aus Nairobi von Farai Sevenzo.

C

2

15.5.17

Meldung: in Bangassou (im Südosten des Landes) sind mindestens 30 Zivilisten massakriert worden. Anschließend haben über 1000 Menschen Zuflucht in einer Moschee gesucht, wo sie dann aber von Milizionären als Geiseln festgehalten wurden.

A 1/2
16.5.17

Laut UN sind bei Kämpfen zwischen Seleka- und Anti-Balaka-Milizen und Massakern an Zivilisten in mehreren Orten etwa 100 Menschen getötet worden. Bei PressTV Einschätzungen dazu von Tony Gosling (Journalist). Bei TV5 eine Stellungnahme von General Balla Keita (Kommandeur der MINUSCA) zu dem Massaker in Bangassou.

P,JA

zus.6
17.5.17

Weitere Infos von Ilhame Taoufiqi über das Massaker in Bangassou, bei dem nach neuen Angaben 115 Menschen getötet wurden.

JA

2
20.5.17

Meldung über weitere Kämpfe und Massaker, jetzt im Ort Bria, wo mindestens 22 Menschen getötet wurden. - Dominic Johnson hat in der taz über die neue Gewaltwelle geschrieben.

A 1/2
24.5.17

In Bangui demonstrieren tausende Menschen gegen die Gewalt und für Frieden. Meldung und Bilder.

JA

1/2
24.5.17 Uganda / LRA  ZAR : Die Spezialtruppe von US- und ugandischen Soldaten hat ihre Suche nach Joseph Kony eingestellt. Angeblich hat die Bande nur noch etwa 100 Mitglieder. Catherine Byaruhanga berichtet aus dem Osten der ZAR. Dörfer, die bisher von den ugandischen Soldaten beschützt wurden, stellen nun eigene Bürgerwehren auf. B

3

26.5.17

Infos von Joseph Iganji (Chef der UN-Nothilfe in der ZAR) über die neuen Kämpfe, bei denen in zwei Wochen über 300 Menschen (vor allem Zivilisten) getötet wurden.

B

2
30.5.17

Ein Bericht der UN dokumentiert Hunderte von Verbrechen seit 2003, Massaker, Gruppenvergewaltigungen, Zerstörung ganzer Dörfer.

JA,E

zus.3
           
13.6.17

Wegen des neuen Ausbruchs von Kämpfen zwischen Seleka und Anti-Balaka sind wieder Tausende Menschen in Flüchtlingslager gekommen. Ein Bericht aus Bria (Landesmitte) von Florence Lozach.

JA

2
19.6.17

Die Regierung und Vertreter von 13 Rebellengruppen (darunter auch Seleka und "Anti-Balaka") haben in Bangui einen Friedensvertrag unterzeichnet.

A,JA zus.4
           
20.6.17

Einen Tag nach dem Friedensabkommen gibt es in Bria (Landesmitte) wieder Kämpfe und über 50 Tote. Bei TV5 Infos von einem MSF-Arzt und Einschätzungen von Christian Éboulé. (Details nicht verstanden.) Bei Euronews Kurzbericht.

JA,E

zus.4
21.6.17

Bei den Kämpfen in Bria sollen über 100 Menschen getötet worden sein. Einschätzungen von Lewis Mudge (HRW) zu dem neuen Friedensabkommen, das wohl genausowenig bringen wird wie frühere.

A

2
22.6.17

Bei Euronews der einzige Bericht auf deutsch über den Friedensvertrag und die neuen Kämpfe in Bria, allerdings ohne weitere Details.

E

1
16.7.17

"Der vergessene Bürgerkrieg" - Bericht von Zack Baddorf und Caroline Hoffmann aus Bria, wo bei neuen Massakern im Mai mehr als 100 Menschen getötet wurden. Die meisten Bewohner der Kleinstadt sind in ein Camp geflüchtet, die Stadt wird teils von "muslimischen", teils von "christlichen" Rebellengruppen kontrolliert.  ¤

WS

6
18.7.17

Der Ankläger eines Sondertribunals des ICC, Toussaint Muntazini, ist in Bangui eingetroffen und beginnt mit einer Untersuchung der Verantwortung für die Massaker.

JA

2
22.7.17

Nochmal eine Kurzfassung des Berichts vom "Weltspiegel" vor einer Woche.

TT
8.8.17

Meldung in der Tagesschau: nach Einschätzung der UN-Nothilfe droht in der ZAR ein Völkermord.

TS

1/2
9.8.17

Ein allgemeiner Bericht über die angespannte Lage und die Warnungen vor einem drohenden Völkermord.

JA

3
5.10.17

HRW wirft in einem neuen Report beiden Bürgerkriegsparteien vor, systematisch sexuelle Gewalt einzusetzen um die Gegenseite zu terrorisieren. Der Report zählt über 300 Fälle aus den letzten vier Jahren auf.  ¤

A

3
6.10.17

Bericht über den Report von HRW zu Vergewaltigungen als Kriegswaffe durch beide Bürgerkriegsparteien.

JA

2
18.10.17

UN-Generalsekretär Guterres will nächste Woche in die ZAR reisen und damit die Aufmerksamkeit auf die "vergessene Krise" lenken, die andauende Gewalt und die humanitäre Notlage. Die Stellungnahme von Guterres und ein allgemeiner Bericht.

A

3
           
24.10.17

UN-Generalsekretär Guterres ist zu seinem Besuch in Bangui eingetroffen. Er will damit die Aufmerksamkeit auf die andauernde Krise und drohenden Völkermord lenken. Berichte bisher nur bei AJE (Nicolas Haque) und TV5. Bei AJE Einschätzungen von General Balla Keita, dem Kommandanten der UN-Blauhelmtruppe in der ZAR.

A,JA

zus.11
           
25.10.17

Guterres besucht ein Flüchtlingslager in Bangassou. Kurzer Bericht von Nicolas Haque, und bei der BBC Einschätzungen von Enrica Picco (Expertin).

A,B

zus.5
26.10.17

Zum Besuch des UN-Generalsekretärs drei weitere Berichte von Nicolas Haque. Über Guterres' Besuchsprogramm, auch ein paar Fragen an Guterres. Über die andauende Not von Zivilisten: "christliche" und "muslimische" Milizen bedrohen und überfallen die Zivilisten der "Gegenseite", und beide greifen immer wieder die UN-Blauhelme an. Und über die unsichtbare Mauer zwischen Christen und Muslimen in Bangui.  ¤

A

8
                 
27.10.17

Noch ein Bericht von Nicolas Haque zum Besuch von Guterres in Bangui. -   Bei arte ein Ausschnitt aus einer Reportage aus Bangassou, die es bei "arte-Reportage" am Sonnabend zu sehen gibt. 

A,arj

zus.6
28.10.17

 

"Alle sind Feinde" - Reportage von Sophie Nivelle Cardinale und Yuri Maldavsky.  (NNA)*  ¤¤

Text von arte: "Nach dem Bürgerkrieg von 2013/2014 herrschen heute die Milizen im Land. Nur in der Hauptstadt Bangui ist es halbwegs friedlich - um 80 Prozent der Zentralafrikanischen Republik streiten heute miteinander verfeindete Milizen. Unsere Reporter fuhren nach Bangassou, 470 km von Bangui, eine kleine Stadt mitten im Dschungel, von aller Welt abgeschnitten. Seit ein paar Monaten kämpfen dort 2000 Einwohner um ihr nacktes Leben: Sie flohen nach einem Angriff der christlichen Anti-Balaka Miliz auf ihr Viertel in die Kathedrale der Stadt. Dort belagert sie die Miliz, nachdem sie ihr altes Viertel dem Erdboden gleich gemacht hatte. Der Grund für die Belagerung der Menschen von Bangassou: Es sind Muslime." 

arep

 

25

 

12.11.17

Im Stadtviertel PK5 von Bangui sind bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mehrere Menschen getötet worden, davon vier, als jemand eine Handgranate in eine Bar geworfen hat. Infos aus Bangui dazu von Abdouraman Borno.

JA

2
16.11.17

Bericht aus einem Flüchtlingslager in Bangui, wo wegen neuer Kämpfe erneut Menschen Zuflucht suchen.

JA

2
25.11.17

In Bangui erneut Proteste gegen die UN-Friedenstruppe, nachdem ein Fahrzeug der Blauhelme an einem tödlichen Verkehrsunfall beteiligt war.

JA 2
7.12.17

"Cahier Africain - Documenting War Crimes in CAR" (Teil 1) - Film von Heidi Specogna über ein Buch mit den Aufzeichnungen von 300 Frauen aus Bangui über Leben und Sterben im Bürgerkrieg und über miterlebte Kriegsverbrechen.  (witness)  (leider NNA)*  ¤¤

A

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