Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Afrika : ZAR - Zentralafrikanische Republik - Centrafique           (letzter Eintrag 30.3.17)

Ein von Bürgerkriegen zerrissenes und wegen seines Ressourcenreichtums völlig verarmtes Land, das bei den deutschen Sendern praktisch nicht vorkommt. (Man suche auf dieser Seite nur mal das Kürzel "TS", für "Tagesschau". Das ZDF hat, soweit ich weiß, seit Bokassas Ende bis Dezember '13  nie etwas über die ZAR berichtet.)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
8.3.08

Selten erwähnt, der Krieg in der Zentralafrikanischen Republik. Im Bericht geht es um Zigtausende von Flüchtlingen, die in Lagern im Tschad leben.

A

3

5.5.08 Bericht über Rebellenarmee APRD.   <Aufnahme durch Computerfehler verloren>

JA

2

3.10.08

Nationaler Dialog mit verschiedenen Rebellengruppen

JA

2

16.12.08 Mike Thompson berichtet über ein Land zwischen Krieg und Elend. (NNA)*

B

5

17.12.08

Mike Thomson berichtet aus dem Norden des Landes, wo Banditen Dörfer überfallen und ausrauben. In einem kleinen Dorf haben sie alle Männer und Jungen ermordet. Über ihre ethnischen oder politischen Ziele wird nichts gesagt. Mit Fotoaufnahmen von einigen der schwerbewaffneten Banditen.

B

3

19.12.08

Dialog von Regierung und Rebellen in Bangui.

JA

2

28.1.09 "Africa's forgotten conflict" - Mike Thompson berichtet aus einem der ärmsten und unterentwickelten Länder der Welt, das seit Jahrzehnten von Bürgerkriegen zerrissen wird.  (leider NNA)*

B

22

16.9.09

Bericht von Andrew Simmons aus der Zentralafrikanischen Republik (erster Bericht von vier) über Kinder die in einer Diamantenmine schuften, die einzige Chance, dem Verhungern in den Dörfern der Gegend zu entgehen. 

A

3

     
18.9.09 Zweiter Bericht von Andrew Simmons: Im Dorf Bodoli im Nordwesten des Landes spürt man noch die Wirkungen des Bürgerkrieges. Über 40 Menschen wurden vor 4 Jahren bei einem Massaker von der Präsidentengarde umgebracht.  

A

3

     
20.9.09 Der dritte Bericht von Andrew Simmons: irgendwo im Busch ein Treffen mit Rebellen der "APRD", die sich an einen Waffenstillstand halten, eine Entwaffnung ohne Neuwahlen aber ablehnen.

A

5

     
27.9.09 Der vierte Bericht von Andrew Simmons: Auch nach dem Beginn eines Waffenstillstandes vor 3 Monaten kommt es zu Kämpfen zwischen verschienen Milizen. Simmons berichtet aus dem Dorf Dawaka, das dabei geplündert und verwüstet wurde. Das ICRC versucht den vertriebenen Menschen zu helfen.

A

3

     
1.8.10

In der Reihe "Reporter" ein Portrait des von Bürgerkriegen zerrissenen und wirtschaftlich völlig ruinierten Landes. Eine Mörderbande (mit ähnlich paranoidem pseudochristlichem Weltbild wie die LRA) terrorisiert die Landbevölkerung, in den Dörfern organisieren sich zum Schutz Bürgerwehren.    ¤

E

7

2.2.11

Eine Stellungnahme von Ex-Präsident Patassé zu den Wahlen. (Nicht verstanden.)

JA

2

29.5.12

"Mit offenen Karten: Die Zentralafrikanische Republik, ein Land im Abseits" - Geographie, Geschichte, Rohstoffe, Kulturen, aktuelle Konflikte (die meist aus den Nachbarländern hereingetragen werden).  (NNA)*

arte

12

4.9.12

Mehrere Rebellengruppen haben Friedensabkommen mit der Regierung geschlossen. Unicef kümmert sich um deren Kindersoldaten und will ihnen eine Ausbildung anbieten.

JA

2

6.11.12

The Stream: "Guerilla Diplomat" - Gespräch mit dem dänischen Reporter Mads Brügger über seine Recherchen zum illegalen Diamantenhandel in der Zentralafrikanischen Republik, die er in seinem Dokumentarfilm "The Ambassador" festgehalten hat.  (NNA)*  ¤     (5.11.) 

A

35

           
18.12.12

Meldung: eine Rebellengruppe hat in wenigen Tagen die Minenstadt Bria und mehrere Orte rundherum erobert.

A

1/2

22.12.12

Meldungen: die Rebellen rücken weiter auf Bangui vor und haben jetzt den Ort Ippy eingenommen.

A,JA

zus.1/2

23.12.12

Infos von Christian Panika aus Bangui (telefonisch) über den Vormarsch der Rebellen, die jetzt auch Bambari eingenommen haben.

JA

1

24.12.12

Weitere Infos von Christian Panika (in Bangui) zum Vormarsch einer Rebellenarmee.

JA

2

26.12.12

Die Rebellen haben den Ort Kaga Bandoro eingenommen. Infos über den Vormarsch und die Ziele der Rebellen, bei der BBC von Thomas Fessy (Dakar) und bei TV5 von Hubert-Mary Djamany (Bangui). Im Journal Afrique Telefongespräch mit Josué Binoua (Territorialminister).

B,T,JA,E

zus.8
27.12.12

Die Rebellen ("Seleka-Koalition") rücken weiter Richtung Bangui vor. Präsident Bozize bittet den Westen / Frankreich um Unterstützung, in Bangui demonstrieren Leute vor der französischen Botschaft mit der gleichen Forderung. Präsident Hollande erklärt jedoch, die Zeit der Einmischungen sei vorbei. - Es gibt keine Korrespondenten im Land und nur wenige Bilder. Infos zur Lage von Helfern, Botschaftern, Korrespondenten aus Nachbarländern. Etwas Hintergrund bei AJE von Thierry Vircoulon (Int. Crisis Group), bei TV5 von Roland Marchal (CNRS).

A,B,JA,E

zus.16
28.12.12

Bilder von einem Friedensmarsch von Frauen in Bangui und einer großen Kundgebung mit Präsident Bozize gegen die Rebellion. - Meldung über schwere Kämpfe in Bambari.  -  In Gabun findet ein Treffen der Nachbarstaaten zur Lage in der ZAR statt. Demnächst soll es dort auch Friedensgespräche zwischen Regierung und Rebellen geben. - Bei TV5 Infos aus Bangui von der Journalistin Sylvie Panika und aus Libreville von Yves-Laurent Goma (RFI).

A,B,arj,JA

zus.11
28.12.12 Inside Story "Central African Republic's looming crisis" - Diskussion zur Lage in der ZAR, mit Louis Keumayou (Pan-African Press Association), Magloire Kolisso (Ex-Sprecher von Präsident Bozize) und Emmanuel Dupuy (Institute for Perspective and Security Studies).    (NNA)*  A 25
           
29.12.12

Die Nachbarländer kündigen in Libreville an, eine Eingreiftruppe in die ZAR zu schicken, beschließen aber keine Details. Die Rebellen erklären sich bereit, dort in Libreville (Gabun) an Verhandlungen mit der Regierung teilzunehmen. Bei AJE und arte Berichte mit allgemeinen Infos zur  Lage. Bei TV5 ein Bericht aus Bangui und ein Telefongespräch mit dem Chef der Rebellenbewegung Séléka, Kommandant Armel Sayo, über die Forderungen der Rebellen.

A,arj,JA

zus.9
30.12.12

Der Präsident bietet den Rebellen eine Regierungsbeteiligung an. Die rücken weiter auf die Hauptstadt vor. Berichte mit nichtssagenden Bildern aus Bangui. Bei TV5 Telefongespräch mit Regierungssprecher Josué Binoua. - Über den Rebellenaufstand wird seit zwei Wochen berichtet. In der Tagesschau hat es dazu noch keine Meldung gegeben.

A,B,arj,JA

zus.11
31.12.12

Kurzberichte: die Rebellen sind uneinig über mögliche Friedensgespräche. In Bangui kommen Soldaten aus Kongo-Brazzaville an, die die Landesarmee verstärken sollen.

A,E

zus.2
1.1.13

In Bangui kommen einige Hundert weitere Soldaten aus Nachbarländern zur Unterstützung gegen die Rebellen an. Leute auf der Straße wollen einfach nur Frieden.

A,E,JA

zus.5

           
2.1.13

Nachdem die afrikanischen Truppen Bangui und die strategisch wichtige Stadt Damara gesichert haben, stoppen die Rebellen kurz vor Damara ihren Vormarsch und erklären, sie seien zu Friedensgesprächen bereit. Inzwischen gibt es zwar immer noch keine Korrespondenten im Land, aber eine Menge Bilder und ausführliche Berichte. Hintergrundinfos bei AJE vom Experten Alex Vines (Chatham House). Bei TV5 Telefongespräch mit Armel Sayo, dem Kommandanten der Rebellenkoalition Séléka.

A,B,arj,E,JA

zus.15
3.1.13

In Damara kommen weitere Truppen aus dem Tschad an. Berichte bei AJE, arte und TV5. Bei TV5 außerdem eine Stellungnahme von Eric Massi (Sprecher der Séléka in Frankreich) und ein Gespräch mit der Wirtschaftredakteurin Gaélle Arenson über die ökonomische Lage der ZAR.

A,JA,arj,E

zus.12
4.1.13

Für AJE ist jetzt Korrespondent Andrew Simmons in Bangui und informiert ausführlich (teilweise live) über die Lage im Konflikt mit den Rebellen. - Angeblich werden von beiden Seiten zahlreiche Kinder als Soldaten eingesetzt. Infos von Shannon Strother (Unicef). - Bei TV5 ein Bericht aus Bangui. 

A,JA

zus.9

5.1.13

Im Osten des Landes nehmen die Rebellen einen weiteren Ort ein. Bei AJE Bericht und Infos von Andrew Simmons aus Bangui. Über Kindersoldaten in einem der ärmsten Länder der Welt und über Skepsis vor den Friedensgesprächen in Libreville. Bei arte und Euronews Bilder von einer Friedensdemo in Bangui.

A,arj,E

zus.5

6.1.13

In Bangui kommen auch 400 Soldaten aus Südafrika an. Infos von Andrew Simmons.

A,E

zus.3
7.1.13

Vor dem Beginn von Verhandlungen mit den Rebellen in Libreville. Bericht und Infos aus Bangui von Andrew Simmons, Bericht bei TV5. Bei AJE längeres Interview mit dem Sprecher der Rebellen, Eric Massi (in Paris), bei TV5 Gespräch mit Francois Soudan ("Jeune Afrique").

A,JA

zus.16

8.1.13

Während in Libreville Vertreter der Rebellen zu den Gesprächen ankommen, läßt die Regierungsseite auf sich warten. Präsident Bozize gibt unterdessen AJE-Reporter Andrew Simmons ein Interview, in dem er die Rebellen wüst beschimpft, als Terroristen und Söldner einen fremden Macht, zudem mit religiöser Komponente. Wer die fremde Macht sein soll, läßt er im Dunkeln. (Simmons tippt auf den Sudan.) Bei TV5 Infos aus Libreville von Yves-Laurent Goma.

A,JA,E

zus.8
9.1.13

In Gabun beginnen Gespräche der Regierung mit den Rebellen. Eher allgemeiner Bericht von John Simmons. Bei TV5 Infos aus Libreville von Yves-Laurent Goma und Gespräch mit Vincent Thailandier (Action contre la fain).

A,JA

zus.8
10.1.13

In Libreville (Gabun) haben die Gespräche mit den Rebellen begonnen, es wurde erstmal ein einwöchiger Waffenstillstand vereinbart. Bei AJE Infos aus Gabun von Nazanine Moshiri, aus Bangui von Andrew Simmons. Bericht von Simmons über eine Fahrt mit internationalen Soldaten zur Front in Damara. Die Truppen aus verschiedenen Ländern scheinen dort jeweils auf eigene Faust zu handeln. Infos aus Gabun auch von Yves-Laurent Goma bei TV5. Bei PressTV ein Bericht von Ramin Mazaheri (Paris) über den Konflikt.

A,P,JA

zus.9

           
11.1.13

Bei den Verhandlungen in Libreville einigen sich Regierung und Seleka-Rebellen tatsächlich auf eine Waffenruhe und die Bildung einer Koalitionsregierung. In einem Jahr soll es Neuwahlen geben. Ausführliche Infos aus Libreville von Nazanine Moshiri, aus Bangui von Andrew Simmons. - Falls es Menschen geben sollte, die sich bei Tagesschau und "heute" über die Welt informieren, haben die von dem ganzen Konflikt nichts erfahren. ARD und ZDF haben es tatsächlich fertiggebracht, in vier Wochen kein einziges Mal darüber zu berichten.

A,arj,E,JA

zus.12

           
12.1.13

Die friedliche Einigung wird allgemein begrüßt, von den UN wie von den Leuten in Bangui. Bericht von Andrew Simmons

A

4
15.1.13

Andrew Simmons berichtet aus Bria im Rebellengebiet im Osten des Landes. Die Armee und / oder die Rebellen haben so ziemlich alles geplündert, die Lage ist desolat, im Krankenhaus gibt es keine Medikamente, Zigtausende Menschen sind aus der Region geflüchtet.   ¤

A

3
           
19.1.13

Andrew Simmons berichtet über die haarsträubende Geschichte von 66 Jugendlichen, die in der Armee als Kindersoldaten dienten, von Unicef befreit wurden, wieder von der Armee verschleppt wurden, und jetzt von der Armee mit dem Tod bedroht werden, wenn sie wieder abhauen.  ¤

A

3
           
23.1.13

Die Regierung wirft den Rebellen vor, ihre Aktionen im Osten fortzusetzen. In Bangui tragen dagegen einige Kämpfer der Seleka jetzt Armeeuniformen. Bericht von Bernard Aparis.

JA

2
31.1.13

In Bangui wird weiter über die zu bildende Koalitionsregierung gestritten.

JA

1
22.3.13

Schon seit einigen Tagen gab es bei TV5 Meldungen über einen neuen Vormarsch der Seleka-Rebellen. Jetzt sollen die Rebellen bis auf ein paar Kilometer auf Bangui vorgerückt sein. Infos bei AJE von James Bays von den UN. 

A,JA

zus.4
23.3.13

Die Seleka-Rebellen haben die Hauptstadt erreicht und wollen diese offenbar einnehmen. Leichte Panik in Bangui. Bei AJE ausführliche Infos von Andrew Simmons (in Doha), Einschätzungen von Joseph Ochienko (Experte). Bei TV5 Infos aus Bangui von Hippolyte Donossio und Einschätzungen von Roland Marchal (Experte).

A,B,E,JA

zus.21
24.3.13

Die Seleka-Rebellen nehmen die Hauptstadt Bangui ein. Offenbar kaum Widerstand der Armee. Präsident Bozizé flieht ins Ausland. Augenzeugen berichten von Plünderungen in der Stadt. - Bei AJE und TV5 ausführliche Berichte mit aktuellen Bildern aus Bangui, telefonische Infos von Augenzeugen, Hintergrundinfos von Experten. - Die Tagesschau hat eine Meldung von 29 Sekunden, die Hauptstadt heißt hier "Baggi".

A,B,arj,TS,E,JA

zus.25
           
25.3.13

Bei der Einnahme von Bangui haben nur die 200 AU-Soldaten aus Südafrika Widerstand geleistet. 13 von ihnen wurden bei den Kämpfen getötet. Südafrikas Präsident Zuma nennt die Rebellen "Banditen". Der Flughafen ist noch in der Hand von französischen Truppen. In der Stadt wird weiterhin geplündert. Der Anführer der Rebellen, Michel Djotodia, erklärt sich zum neuen Präsidenten. - Es gibt weiter sehr viele Bilder aus Bangui, die Berichte kommen aber alle aus Büros in Kenia oder Südafrika. In der Tagesschau ein kompetenter Bericht aus Nairobi von Shafagh Laghai (deren Namen die TS-Redaktion falschschreibt!). - Bei TV5 ein Gespräch mit Parfait Anicet Mbay (noch amtierender Vizepremierminister und Außenminister der ZAR).   ¤

A,B,TS,E,JA

zus.18
           
26.3.13

Bei AJE nur eine Meldung, bei Sky News und TV5 Berichte über den Militärputsch der Seleka-Rebellen und die Äußerungen des neuen Präsidenten. Angeblich gibt es in Bangui immer noch Plünderungen durch einige der Rebellen. Tausende Menschen sollen aus der Stadt geflüchtet sein. Die Franzosen verstärken ihre Truppe am Flughafen.

A,Sky,T,JA

zus.7
27.3.13

Ein Bericht aus Bangui, wo die Seleka-Rebellen versuchen, wieder Ordnung herzustellen.

JA

2
28.3.13

Neubildung einer Übergangsregierung in Bangui und anhaltendes Chaos.

JA

2

29.3.13

Das Rote Kreuz hat in Bangui 78 Leichen von Menschen gefunden, die bei der Eroberung der Stadt und den Plünderungen getötet wurden. - Bei TV5 ein Bericht aus Bangui von Ilhame Taoufiqi. Die Soldaten der Seleka versuchen, für Ordnung zu sorgen. Das Ausmaß der Plünderungen ist offenbar sehr groß. - OT von einer Pressekonferenz des neuen Präsidenten Michel Djotodia.

A,JA

zus.4
         
30.3.13

Der selbsterklärte neue Präsident Djotodia tritt erstmals öffentlich bei einer Kundgebung vor Tausenden jubelnden Anhängern auf und ruft die Geflüchteten zur Heimkehr auf. In Bangui ist die Lage aber weiter sehr unruhig und die Versorgung katastrophal. Ausführlicher Bericht bei Euronews, bei TV5 Bericht und Infos aus Bangui von Ilhame Taoufiqi.

E,JA

zus.5
           
31.3.13

Bericht über die Machtübernahme der Seleka-Rebellen und des Präsidenten Djotodia. U.a. wird erwähnt, daß Djotodia Muslim ist.

arj

3
1.4.13

lhame Taoufiqi berichtet aus dem Ort Bossembélé, 150 km von Bangui. Hier liegt "Bozizès Guantanamo", das Gefängnis wo der frühere Machthaber Oppositionelle festhalten und foltern ließ. Ein Überlebender führt durch das Gelände.

JA

4  

           
2.4.13

Große Trauerfeier in Pretoria für die 13 beim Rebelleneinmarsch in Bangui getöteten südafrikanischen Soldaten. Berichte bei AJE (von Tania Page) und TV5.

Ilhame Taoufiqi berichtet aus Bangui und sieht Soldaten der Rebellenarmee dabei zu, wie sie das Haus eines Ex-Ministers konfiszieren (oder auch plündern).

A,JA

zus.7
3.4.13

Bei einem Gipfel der Nachbarländer in Ndjamena lehnen diese es ab, die neue Regierung der ZAR anzuerkennen. Infos von dort von Madjafra Nako. - Ilhame Taoufiqi berichtet aus Bangui. Die Seleka-Rebellen kontrollieren die Stadt, die Marktfrauen schimpfen (wie immer) über alles Mögliche. Das Angebot erscheint ausreichend.

JA

4
4.4.13

Zwei Stellungnahmen bei den Gesprächen in Ndjamena zur politischen Entwicklung in der ZAR, von (Ex?-) Premier Tiangaye und vom tschadischen Außenminister Mahamat.

JA 2
6.4.13

Nazanine Moshiri berichtet aus Bangui. Die Seleka rekrutiert neue Soldaten, ein Minister sagt, bevor es Demokratie geben könne, müsse es Sicherheit geben. Die Banken sind geschlossen und die Leute warten ab, wie es weitergeht.

A

3
           
10.4.13

Die UN warnen vor einer humanitären Krise und Hungerkatastrophe in dem Land. Nazanine Moshiri berichtet aus Bangui über Menschen die Not leiden, als Folge des Bürgerkrieges. Bei der Einnahme der Stadt durch die Seleka-Rebellen wurde fast alles geplündert, auch Lebensmittellager und Krankenhäuser. Gespräch mit Margaret Vogt (UN-Beauftragte für die ZAR).

A

5

           
11.4.13

Nazanine Moshiri besucht ein Foltergefängnis des alten Regimes auf einem Armeeflugplatz in Bossembele (150 km von Bangui). Zwei Tage vor dem Sieg der Seleka-Rebellen wurden die letzten Insassen freigelassen, viele davon politische Gefangene.

A 3
13.4.13

Die UN rufen zur Hilfe für Flüchtlinge aus der ZAR auf. 37.000 Menschen sind vor den Rebellen nach Kongo (DRC) geflüchtet. Kurzbericht bei AJE, bei TV5 ein Bericht aus einem Flüchtlingslager im Norden der DRC. - In Bangui ist Michel Djotodia offiziell zum Präsidenten ernannt worden. Infos von dort von Hippolyte Donossio.

A,JA

zus.5
14.4.13

Noch ein Bericht über die prekäre Lage der über 30.000 Menschen, die vor dem Bürgerkrieg nach Kongo (DRC) geflüchtet sind.

E

1
15.4.13

Nazanine Moshiri berichtet aus Bangui über die Schwierigkeiten des neuen Regimes und dessen Suche nach Anerkennung. Sie spricht auch kurz mit dem neuen Präsidenten / Putschisten Michel Djotodia.

A

2
           
16.4.13

Meldung über neue Kämpfe nördlich von Bangui.

JA

1/2
18.4.13

Meldung über die Regionalkonferenz der zentralafrikanischen Staaten in Ndjamena zur Lage in der ZAR. Die Nachbarländer wollen 2000 Soldaten in die ZAR schicken, "zur Unterstützung der Übergangsregierung".

P

1
20.4.13

Bericht aus Bangui von Michel Lachkar. Die Stadt leidet immer noch unter den Folgen der Plünderungen, bei denen auch ein Teil der Stromleitungen gestohlen wurde.

JA

2
26.4.13

In einem Militärlager am Flughafen von Bangui, in dem eigentlich die multinationale Eingreiftruppe stationiert ist, leben auch einige Hundert Ex-Soldaten des alten Regimes mit ihren Familien. Bericht von dort.

JA

2
29.4.13

Die Lage in Bangui normalisiert sich allmählich, jedenfalls nach Meinung der Seleca-Soldaten, die in der Stadt Waffen einsammeln.

JA

2
4.5.13

Gipfeltreffen der Staaten Zentralafrikas in Brazzaville zur Lage in der ZAR.

JA

2
16.6.13

Meldung: in der Region Bria in der ZAR hat die LRA-Bande ein Dorf geplündert und 16 Bewohner ermordet.

A

1/2
10.7.13

Französische NGOs warnen vor einer humanitären Krise in der ZAR. Seit dem Putsch und Bürgerkrieg ist die medizinische Versorgung praktisch zusammengebrochen.

arj

3
16.7.13

Ilhame Taoufiqi berichtet aus dem Ort Kaga Bandoro im Norden des Landes. Seit dem Sieg der Seleka-Rebellen gibt es hier keinen Staat mehr, weder Polizei oder Armee noch Justiz, dafür anhaltenden Bandenterror. Viele Bewohner sind aus Furcht immer noch in den Busch geflüchtet.

JA

2
19.7.13

Ein Bericht (aitv) aus Bangui, über Unsicherheit und andauernde Menschenrechtsverstöße der regierenden Seleka-Rebellen.

JA

2
9.8.13

Die UN sprechen von einer humanitären Krise und verstärken ihre Lebensmittelhilfen. Die internationalen medizinischen Helfer haben fast alle das Land verlassen.

E

1
10.8.13

Kurzbericht (leider gestört) über die katastrophale medizinische Situation. Infos von der MSF-Ärztin Ellen van der Velden.

Sky

1
12.8.13

Bericht über Wirtschaftskrise und Hungerhilfe. (aitv

JA

2
14.8.13

Ein Bericht von Martin Mateso (aitv) über die angespannte Lage in Bangui. (Leider nicht genau verstanden.)

JA

2
4.9.13

Die humanitäre Lage in der ZAR verschlimmert sich immer mehr. Nazanine Moshiri berichtet aus Kaga Bandoro im Norden des Landes. Bilder von sehr mageren Babys. Die siegreichen Seleka-Rebellen sollen Nahrungslager der UN komplett ausgeplündert haben.

A

3
           
5.9.13

Seit der Machtübernahme der Seleka-Rebellen zerfällt das Land immer weiter, Elend, Gewalt und Chaos breiten sich aus, die Rebellen fallen plündernd in Armenviertel ein, die UN warnen vor einem "gescheiterten Staat". Nazanine Moshiri berichtet aus Bangui.

A

3
           
6.9.13

Zwei Berichte über Chaos und Gewalt in Bangui, von Nazanine Moshiri und Ilhame Taoufiqi.  (NNA)*  

A,JA zus.5
9.9.13

Meldungen: Kämpfe in Bossangoa zwischen Soldaten des Ex-Präsidenten und Seleka-Soldaten, mindestens 55 Tote.

A,P zus.1
13.9.13

Die frühere Rebellenorganisation Seleka ist offiziell aufgelöst worden. Infos aus Bangui von Hippolyte Donossio. Und ein Bericht über die andauernden Kämpfe im Westen des Landes zwischen Soldaten des Ex-Präsidenten und Seleka-Soldaten.

JA

4
18.9.13

HRW wirft (in dem Report:“I Can Still Smell the Dead”) den regierenden Seleka-Rebellen massive Menschenrechtsverletzungen und Massaker an Zivilisten vor. Satellitenfotos sollen zerstörte und geplünderte Dörfer zeigen. In den Berichten Bilder aus einem Flüchtlingslager.

B,E,JA

zus.7
           
20.9.13

Bericht von Ilhame Taoufiqi über die katastrophale Versorgungslage und schwere Menschenrechtsverletzungen in Bangui. Gespräch mit dem Priester Nestor Nongo Aziagbia, darüber und über Konflikte mit Islamisten.

JA

6
4.10.13

Vorschau auf einen Beitrag bei "arte reportage" am Sonnabend, über Gewalt, Plünderei und Chaos seit der Machtübernahme der Seleka, über Spannungen zwischen den Religionen, und über Menschen auf der Flucht.

arj

3
5.10.13

 

 

 

"Zentral-Afrika: Vom Plündern und Morden" - Reportage von Michel Dumont, Eric Bergeron und Isabelle Nommay (NNA)*   ¤¤

Text von der arte-Seite: "Sechs Monate nach einem erneuten Staatsstreich, dieses Mal der Rebellen-Koalition Seleka, rutscht die Zentralafrikanische Republik Woche für Woche tiefer ins Chaos. Der von den Rebellen ernannte Präsident Michel Djotodia ist der erste Moslem an der Spitze des Staates. Gleich nach der Machtübernahme erklärte er die Seleka eigentlich für aufgelöst und in die Nationale Armee integriert – das verstanden viele Rebellen aber eher als eine Einladung zum Plündern und Morden in der Hauptstadt Bangui und vor allem auf dem Land. Unsere Reporter begleiteten die Patrouillen bei ihrer gefährlichen Aufgabe, in der Hauptstadt «verlorene» Soldaten aufzuspüren, um sie zu entwaffnen. Sie fuhren in den Nordwesten, in die Stadt Bossangoa, die Heimat des von der Seleka abgesetzten Staatschefs Bozizé: Seit September kämpfen hier Christen und Muslime gegeneinander – Gruppen zur Verteidigung der Christen greifen Moslems an, als Revanche plündern die Truppen der Seleka Dörfer der Christen und brennen sie nieder.
Nach Kabo, im Norden des Landes, wenige Kilometer von der Grenze zum Tschad, ziehen jedes Jahr die Nomaden mit ihren Herden aus dem Tschad und dem Sudan, um sie nach dem Ende der Regenzeit wieder zu verlassen. Dieses Jahr aber sind sie geblieben und halten das Land dort besetzt. Die Nomaden sind bewaffnet und nutzen die Gunst der Stunde, unter dem Schutz der Seleka, Land und Dörfer zu plündern. Deshalb bestellen die Bauern dort ihre Felder nicht mehr. Auf das Plündern und Morden wird wohl eine Hungersnot in der Zentralafrikanischen Republik folgen."   

arep

 

 

 

24

 

 

 

10.10.13

Der UN-Sicherheitsrat beschließt, die afrikanische Friedenstruppe in der ZAR zu unterstützen. Ein Problem in der ZAR ist auch die Mörderbande LRA, die im Osten des Landes weiter plündernd herumzieht. Bericht aus New York von James Bays. - In den letzten Tagen mehrmals Meldungen über schwere Kämpfe im Nordwesten des Landes. 

A

2
13.10.13

Frankreichs Außenminister Fabius besucht das Land, das gerade im Chaos versinkt. Bei AJE dazu ein Gespräch mit Lydie Boka (Expertin), bei TV5 ein Bericht aus Bangui von Dorothee Ollieric (France2) über verhungernde Kinder und Willkürherrschaft der Seleka-Rebellen. Beide Sender sprechen von wachsenden "Konflikten zwischen Muslimen und Christen".

A,JA

zus.6
14.10.13

Berichte zum Besuch von Fabius in Bangui. Er will die französische Truppe dort verstärken. Kritik an ethnisch-religiöser Gewalt, Sorgen vor einem neuen "faliled State". Bei TV5 berichtet Claude Ayer (RTS) aus Bossangoa im Nordwesten. Verlassene und zerstörte Dörfer, Tausende Flüchtlinge in einer katholischen Kirche, beschützt von den Soldaten der AU.   ¤

A,JA

zus.5
22.10.13

Ilhame Taoufiqi berichtet aus Bangui. Sie begleitet Soldaten der AU-Eingreiftruppe auf Patrouille und bei der Suche nach versteckten Waffenlagern. Anscheinend arbeitet die Truppe jetzt mit den Ex-Rebellen der Seleka zusammen.

JA

4
27.10.13

Bericht von Ilhame Taoufiqi über einen Besuch im Ort Gaga,  wo es am 7.10.ein Massaker von Seleka-Soldaten an Dorfbewohnern gegeben hat. Das Dorf wurde komplett geplündert und niedergebrannt. Die Zahl der Toten ist unklar, aber es hängt starker Leichengeruch in der Luft. Widersprüchliche Aussagen von Zeugen. Einige behaupten, es habe einen Angriff einer anderen Rebellengruppe ("Anti-Bakakas") gegeben. Und Spannungen zwischen Christen und Muslimen. In einer ehemaligen Goldgrube liegen mehrere frische Leichen herum. - Im Studio längeres Gespräch mit der Reporterin und dem UN-Botschafter der ZAR, Charles-Armel Doubane.   ¤¤

JA

10
28.10.13

Noch ein Bericht von Ilhame Taoufiqi, jetzt aus der Gegend von Bossangoa. Mehrere Zehntausend Menschen sind vor der Seleka geflüchtet, die Reporterin findet einige, die sich im Wald versteckt haben. Andere sind auf dem Grundstück einer katholischen Kirche untergekommen.

JA 4
29.10.13

Dritter Bericht von Ilhame Taoufiqi, die in Bossangoa erst mit Soldaten der Seleka-Ex-Rebellen zusammentrifft, dann irgendwo im Busch mit Kämpfern der "Anti-Balaka". Diese haben kaum Waffen, keine Uniformen, eher eine abgerissene Stammesmiliz. Im Bericht Einiges über die religiös-politischen Zusammenhänge (Christen / Muslime / Animisten), leider habe ich davon zu wenig verstanden.   ¤¤

Bei "The Stream" geht es um "The world's newest failed state?"  (NNA)*

JA

 

A

4

 

35

           
30.10.13

Der vierte Bericht von Ilhame Taoufiqi, wieder aus Bossangoa. Die Reporterin trifft Christen, die von Übergriffen der Seleka-Ex-Rebellen erzählen, und Muslime, die von Gewalt der "Anti-Balaka" erzählen. Leider reicht mein Französisch nicht, das korrekt zu übersetzen.

JA

4
           
1.11.13

Frankreich warnt vor einem totalen Bürgerkrieg zwischen Christen und Muslimen, Chaos und "Völkermord" in der ZAR. Interview mit UN-Botschafter Gerard Araud (Ausschnitt).

A

2
3.11.13

Laeila Adjovi berichtet aus Bossangoa. Tausende Christen aus dem Umland sind in die Stadt geflüchtet und campieren rund um die Kirche. Sie erzählen von Übergriffen der Seleka und der "Muslime" allgemein. Auch die Muslime in einem anderen Stadtteil sprechen von Übergriffen durch christliche Milizen. Sorgen vor einem allgemeinen Religionskrieg.   ¤

B

3
4.11.13

Gespräch mit Catherine Teya (Exilantin und Vorsitzende der Hilfsorganisation SEWA) und Mamadou Moussa Ba (Afrika-Experte der BBC) über die katastrophale Lage in der ZAR und die Gefahr eines Völkermordes. (Wobei leider immer nicht erklärt wird, wer da wen ermordet. "Gegenseitige Völkermorde" gibt es nicht. Das Wort dafür ist immer noch "Bürgerkrieg".)

B

5
7.11.13

Nazanine Moshiri berichtet über ein Massaker in Bouarim Westen des Landes. Am 26.10 haben anscheinend Seleka-Soldaten Dorfbewohner in einer Hütte zusammengetrieben und mindestens 18 Menschen erschossen. Zeugenaussagen über weitere Greueltaten. - Gespräch mit Ivan Simonovic (UN-Beauftragter für Menschenrechte). Er sagt, solche Verbrechen gibt es zu Hunderten, meist verübt von den Seleka-Ex-Rebellen.  ¤

A

9
           
8.11.13

In Bangui treffen sich einige afrikanische Staatschef um über den Konflikt in der ZAR zu beraten. Stellungnahmen von Denis Sassou Nguesso (Präsident Rep. Kongo) und Jeffrey Feltman (UN-Beauftragter). - Ein Bericht von Nazanine Moshiri aus Bossangoa. Rund um die katholische Kirche campen etwa 40.000 Christen, die vor den Übergriffen der Seleka geflüchtet sind. Auch Muslime in der Stadt erzählen von Übergriffen der "Anti-Balaka"-Miliz.  ¤

A

7
           
9.11.13

Noch ein Bericht von Nazanine Moshiri aus Bouar. Bei der Verfolgung von "Anti-Balaka"-Rebellen haben Seleka-Soldaten anscheinend ein Dorf ausgeplündert und niedergebrannt. Die "Anti-Balaka" sind angeblich Ex-Soldaten des früheren Regimes. - Gespräch mit Simon Handy (Experte), unergiebig. - Bei TV5 ein allgemeiner Bericht, vor allem über den zunehmenden Hunger im Land.  ¤

A,JA

zus.10
           
14.11.13

Wiederholung eines der Berichte von Laeila Adjovi aus Bossangoa. Gespräch über die Lage in der ZAR mit UN-Sonderbotschafterin Mia Farrow, die kürzlich das Land besucht hat.   (NNA)*

B

7
15.11.13

Bericht von Nazanine Moshiri über Kindersoldaten in der Armee der Seleka-Rebellen, laut UN gibt es davon 3500.

A

3
           
16.11.13

Ein allgemeiner (redaktioneller) Bericht über Spannungen, Gewalt, Plünderungen.

JA

3
17.11.13

Nazanine Moshiri berichtet aus Bangui über die beiden Friedenstruppen der AU und Frankreichs, die in dem Land für Ordnung sorgen sollen. Die herrschende Seleka-Truppe besorgt eher das Gegenteil, sie sollte eigentlich längst aufgelöst sein. Bilder von einem Frauenbataillon der neugegründeten nationalen Armee.

A

3
           
19.11.13

Kurzbericht über Proteste in Bangui, nachdem Seleka-Soldaten einen früheren Regierungsbeamten ermordet haben.

A 1
20.11.13

In den "Tagethemen" ein Bericht von Peter Schreiber über die katastrophale Lage in der ZAR. Das Chaos, die Gewalt und die Not der Menschen werden ganz gut dargestellt. Über die politischen Hintergründe des Bürgerkriegs, also wer da warum gegen wen kämpft, erfährt man fast nicht. Die Worte "Islamisten", "Muslime" und "Christen" fallen nicht.   ¤

TT

4
21.11.13

Frankreichs Regierung ruft auf, Soldaten in die ZAR zu schicken, und schickt selber zusätzlich 4000, mit der Begründung, man müsse dort einen Völkermord verhindern. Kurzbericht bei TV5, bei PressTV Einschätzungen von Aje Johnson (Viewpoint Africa).

P,JA

zus.7
21.11.13 ZAR / LRA : Präsident Djotodia kündigt an, er werde Verhandlungen mit der LRA führen um Joseph Kony zur Aufgabe zu überreden. Einschätzungen dazu von Ilhame Taoufiqi.

JA

3

22.11.13

Allgemeiner Beitrag über die Terrorbande LRA, aus Anlaß der von Präsident Djotodia angekündigten Gespräche mit Kony.

arj

2
23.11.13

Bericht über das internationale Diamantenabkommen (Kimberley-Prozeß) und Angaben, daß jetzt auch in der ZAR der Konflikt mit Blutdiamanten finanziert wird.   

JA

2
25.11.13

Nazanine Moshiri berichtet aus Bangui darüber, wie Kinder unter der Krise leiden. Die Schulen sind geplündert worden, manche Lehrer haben Angst zum Unterricht zu kommen.

A 3
26.11.13

Frankreichs Regierung schickt weitere 1000 (bzw. 600) Soldaten in die ZAR. Außenminister Fabius erklärt, man müsse einen "Völkermord" verhindern. Diverse allgemeine (redaktionelle) Berichte über die chaotische Lage im Land. Auch in der Tagesschau wird jetzt auf "Spannungen zwischen Christen und Muslimen" hingewiesen. Guter Bericht von Jörg Brase im heute-journal. Bei PressTV kritisiert Ramin Mazaheri in seinem Bericht (aus Paris) die neue Intervention als "neokolonialistisch".

A,B,C,Sky,P,
arj,TS,hj,E,JA

zus.28
27.11.13

Noch zwei Berichte zur brenzligen Lage in der ZAR und zur französischen Intervention. Beide allgemein, aber recht ausführlich.   

Sky,E

zus.5
28.11.13

Bei CNN noch ein allgemeiner Bericht über Chaos, Gewalt und drohenden Völkermord. Bei TV5 Infos von Ilhame Taoufiqi über das  Anrollen der französischen Militäraktion und ein Bericht von Bernard Aparis (aitv) aus der Nähe von Bossangoa. Rotkreuzhelfer bergen und beerdigen Leichen. Es bleibt unklar, wer Täter und Opfer waren. Augenzeugen erzählen von Gewalttaten von Seleka und Anti-Balaka. (Details nicht verstanden.)

C,JA

zus.9
30.11.13

Bei arte berichtet Faruk Atig aus Bossangoa. Er erlebt einen (vermutlich versehentlichen) Angriff von Seleka-Soldaten auf Soldaten der Friedenstruppe Fomac mit. In der Einleitung ist von "Kampf der Religionen" die Rede. - Bei TV5 berichtet Bernard Aparis (aitv) ebenfalls aus Bossangoa. Zerstörte Dörfer, Massenflucht der Bevölkerung, katastrophale Versorgung, verhungernde Kinder.   ¤

arj,JA zus.5
1.12.13

Bernard Aparis (aitv) berichtet aus Bangui: die Feiern zum Nationalfeiertag fallen dieses Jahr aus.   

JA

2
2.12.13

Bericht aus Bangui von Eleonore Abu Ez (aitv) über die Ankunft von 200 französischen Soldaten und welchen aus der Republik Kongo.

JA

2
3.12.13

Bericht aus Bangui von Bernard Aparis (aitv) über frisch angekommene französische Soldaten auf Patrouille.

JA

2
4.12.13

Nima Elbagir (CNN) fährt mit einem UN-Konvoi von Bangui nach Bossangoa. Alle Dörfer an der Strecke sind verlassen, viele zerstört. - Bei der BBC eine bewegende Reportage von Andrew Harding. Er besucht eines der niedergebrannten Dörfer, findet die verstörten Bewohner, die seit Wochen "wie die Tiere" im Busch leben. Sie beschuldigen die Seleka-Rebellen. In einem anderen Dorf ist gerade ein Mann von den Seleka getötet worden, sie sagen "von den Muslimen". Die jungen christlichen Männer haben sich mit selbstgemachten Waffen bewaffnet und sind auf Rache aus.  - Bei arte berichtet Farouk Atig aus Bangui, über Chaos, Gewalt und Unsicherheit. - Bei TV5 eine Meldung: in Boali (bei Bangui) haben "Anti-Balaka" mindestens 12 Muslime mit Macheten totgehackt. ("Anti-Balaka", der Name der "christlichen" Milizen, bedeutet angeblich "Gegen die Macheten". Richtiger ist anscheinend: mit Macheten gegen die Gewehre.)   ¤¤

B,C,arj,JA

zus.11
5.12.13

 

 

 

 

Der UN-Sicherheitsrat beschließt einstimmig eine Resolution in der die Militärintervention von Frankreich und der AU gebilligt wird. Bei AJE Infos aus New York.  - Meldungen über neue Kämpfe und Massaker in Bangui, mindestens 100 Tote. - 

Bei der BBC berichtet Andrew Harding aus Bangui. Er begleitet eine Patrouille von (muslimischen) Seleka-Kämpfern, die sagen, sie beschützen die Bevölkerung. In einem Hospital zahlreiche Menschen (größtenteils muslimische Zivilisten), die von einer Bande von "christlichen" Rebellen mit Macheten brutal angegriffen worden sind. (Siehe die Meldung von gestern, daß die "Anti-Balaka" dort 12 Menschen mit Macheten ermordet haben.) - Bei AJE berichtet Nazanine Moshiri aus Bangui. Leichen liegen auf den Straßen, zahlreiche verletzte Zivilisten, entsetzte Menschen, die nicht verstehen, was ihnen hier passiert. Moshiri spricht von "Völkermord" und von einem endlosen Kreislauf der Gewalt. -  ¤¤

Neue Kämpfe zwischen Seleka und "Anti-Balaka" auch in Bossangoa. Infos von dort telefonisch von Nima Elbagir (CNN) und Peter Bouckaert (HRW, bei AJE).

Bei der BBC Gespräch mit Kristalina Georgieva (EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe), die kürzlich das Land besucht hat und von entsetzlichen Zuständen in einem Flüchtlingslager erzählt.  - Im "Journal Afrique" bei TV5 ist die ZAR Hauptthema, mehrere Telefongespräche. Aufbewahrt ein Bericht über die Kämpfe in Bangui. Und Bilder aus einer Moschee in Bangui, wo 80 Leichen aufgebahrt liegen.

Die Berichte lassen die Warnungen vor einem "Völkermord" plausibel erscheinen. Da war es wohl angemessen, daß sogar die Tagesschau (aus einem Land, das Erfahrung hat mit Völkermorden) ihre Wetterberichte für fast 30 Sekunden für eine Meldung über die ZAR unterbricht.    

A,B,C,TS,E,JA

 

 

 

 

zus.36

 

 

 

 

           
6.12.13

 

 

 

Laut Rotem Kreuz wurden bei den Kämpfen in den letzten beiden Tagen über 300 Menschen getötet. Bei einem Gipfeltreffen von 40 afrikanischen Staatschefs in Paris wird Frankreichs Intervention gebilligt.

Bei AJE berichtet Nazanine Moshiri vom Flughafen in Bangui. Dort kommen weitere französische Truppen an, und Tausende Zivilisten (vor allem Christen) suchen dort Zuflucht vor den Angriffen. Es soll in der Stadt vereinzelt Gefechte zwischen französischen Soldaten und Kämpfern (unklar von welcher Seite) gegeben haben.  ¤

Bei CNN ein Aufsager von Nima Elbagir in Bossangoa, bei dem sie plötzlich mitten in eine wüste Schießerei gerät. Was genau dort vorgefallen ist, wird leider auch später nicht erklärt. Aber sehr dramatische Bilder.

Berichte auf deutsch bei Euronews und Tagesschau. Die Tagesschau recht ausführlich über die Pariser Konferenz, aber sehr lapidar über die Gewalt in der ZAR.

Im "Journal Afrique" mehrere Interviews (weggelassen), und ein redaktioneller Bericht über die Lage in Bangui. Darin einige Gräuelbilder. Insgesamt gibt es momentan mehr Bilder als präzise Informationen.

A,C,TS,E,JA

 

 

zus.15

 

 

           
7.12.13

 

Bei der Konferenz in Paris beschließen Frankreich und die AU, weitere Truppen in die ZAR zu schicken. Die Zahl der Getöteten ist auf über 400 gestiegen.

Bei AJE ist die ZAR Hauptthema. Berichte von Nazanine Moshiri aus Bangui und Jacky Rowland aus Paris. In Bangui patrouillieren die Franzosen durch die Straßen, momentan scheint Ruhe zu herrschen, aber überall findet man Opfer der Gewalt aus den letzten Tagen, gegenseitige Anschuldigungen. Auch bei TV5 ein Bericht aus Bangui. (Das Journal Afrique fehlt leider.) - Nima Elbagir (CNN) und Thomas Fessy (BBC) berichten aus Bossangoa. Dort kommen erneut Tausende Menschen auf der Flucht vor den Kämpfen in Flüchtlingslager, die Versorgungslage dort ist katastrophal.   ¤

Auf deutsch brauchbare Berichte bei arte und Euronews, und eine kurze Meldung bei der Tagesschau.

Bei PressTV gibt es zwar korrekte Berichte (redaktionell), aber alles wird unter dem Aspekt eines angeblichen französischen Neokolonialismus geschildert.

A,B,C,TV5,
arj,TS,E,P

 

zus.34

 

                 
8.12.13

In Bangui hat sich die Lage wieder etwas beruhigt. Präsident Djotodia schickt die Seleka-Milizen zurück in die Kasernen. Ab Montag sollen die Franzosen anfangen, Milizionäre beider Seiten zu entwaffnen. In Bossangoa sind französische Truppen eingetroffen. In den Sonntagspredigten rufen die Priester zu Frieden und Vergebung auf.   ¤

Diverse Berichte, am ausführlichten weiter von Nazanine Moshiri bei AJE. Gute Zusammenfassung bei Sky News. Bei TV5 u.a. ein Gespräch mit Béatrice Epaye (La Voix du Coeur, Kinderhilfsorganisation). Einziger Bericht auf deutsch bei arte.

A,B,C,Sky,
arj,E JA

zus.32
                  
9.12.13

 

 

In Bangui beginnen die französischen Soldaten damit, Kämpfer beider Seiten zu entwaffnen. Einige der Seleka-Rebellen widersetzen sich, teilweise kommt es dabei zu Schießereien. Außerdem versuchen die Soldaten, Akte von Lynchjustiz von Bewohnern an mutmaßlichen Milizionären zu verhindern. Im Bericht von Nazanine Moshiri sind mehrere solche Szenen zu sehen, vermutlich passieren abseits der Kameras und dort wo die Franzosen nicht sind, weiter üble Verbrechen. Offenbar eine extrem angespannte Situation. - Persönliche Bemerkung von mir: allen Respekt für die mutige und aufopfernde Arbeit der Franzosen dort. Zivilisatorischer Eingriff. Ruhe herstellen durch starke Präsenz, aber ohne unnötige Gewalt. Eigentlich Polizeiarbeit.  ¤¤

Berichte aus Bossangoa weiter von Nima Elbagir (CNN) und Thomas Fessy (BBC). Dort hat sich die Lage allein durch die Ankunft der Franzosen etwas beruhigt. Demnächst sollen auch hier die Kämpfer entwaffnet werden. Thomas Fessy zeigt in seinem Bericht die ausgebrannten Ruinen in einem muslimischen Viertel, wo offenbar "christliche" Milizionäre ein Pogrom veranstaltet haben.  ¤

Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews, jeweils ganz ordentlich.

A,B,C,Sky,
arj,E,JA,NC

 

zus.36

 

           
10.12.13

Präsident Hollande besucht seine Soldaten in Bangui. Zwei von denen wurden von Seleka-Rebellen getötet, die sich nicht entwaffnen lassen wollten. "Christliche" junge Männer haben in Bangui eine Moschee zerstört. Sie behaupten, die Seleka hätten dort Waffen gelagert, dafür gibt es aber keinen Beleg. Geschäfte von Muslimen werden geplündert.   ¤

Die Infos der Korrespondenten sind heute etwas dünn. In allen Berichten etwa die gleichen Bilder und Infos. Bei CNN werden nur die Berichte der letzten Tage neu aufbereitet, aktuelle Infos kommen aus Paris.

A,B,Sky,JA,E

zus.15
           
11.12.13

 

 

 

 

 

Bei den Massakern von "christlichen" und "muslimischen" Milizen an Zivilisten sind bisher über 500 Menschen getötet worden.

Bei AJE berichtet weiter Nazanine Moshiri aus Bangui, heute aber nur ein kurzer Aufsager. Die Lage in der Stadt ist weiter sehr angespannt, Tausende Zivilisten haben sich in Kirchen und Moscheen geflüchtet. Anscheinend gibt es aber keine größeren Gewaltausbrüche mehr. - Ausführlicher der Bericht von James Bays (New York) über die Friedenstruppe der AU.

Bei CNN gibt es jetzt statt eigener Berichte die von Alex Thomson (ITN) aus Bangui. Bei einer Rundfahrt wird sein Wagen von einer AU-Patrouille gestoppt, die Soldaten feuern ohne erkennbaren Grund wild in der Gegend herum und töten dabei einen der eigenen Männer. Nochmal Bilder von der Zerstörung einer Moschee durch aufgeputschte "christliche" junge Männer. Und Besuch in einem Lager mit einigen Tausend Flüchtlingen auf dem Gelände der Don-Bosco-Kirche.  ¤  (Nima Elbagir ist jetzt auch in Bangui.)

Bei Euronews neben einem aktuellen Bericht ein Hintergrund (News+). Allgemeine Infos und Gespräch mit François Soudan (Jeune Afrique) über die Ursachen des Konflikts, die schon seit den 60er-Jahren von schlechten Regierungen gelegt wurden. Das Gerede von "Völkermord" hält er für übertrieben.

Der Bericht bei arte macht nochmal den fanatischen Hass der "christlichen" Milizionäre auf alle Muslime ziemlich deutlich anschaulich, bisher nicht gezeigte Aufnahmen von der Moscheezerstörung in Bangui. Präsident Djotodia weist die Schuld an der Gewalt seinem Vorgänger Bozize zu, der Macheten und Kalaschnikows an die Leute verteile. - Bei den deutschen Sendern weiterhin nichts.   ¤

Bei TV5 ebenfalls ein Bericht über die Gewalt der "christlichen" Milizionäre, und Gespräch mit Claude Angeli, Redakteur beim "Canard enchainé" über Hollandes Intervention.

A,C,arj,E,JA

 

 

 

zus.26

 

 

 

                 
12.12.13

 

 

 

 

Weiter sehr brenzlige Lage in Bangui, es werden immer mehr Tote gefunden, die Seleka-Soldaten/Rebellen haben sich aber anscheinend erstmal zurückgezogen. 

Als einzige Korrespondentin berichtet im Moment Nazanine Moshiri bei AJE ausführlich aus Bangui. Sie besucht Verletzte in einem Lazarett, fährt im Panzerwagen Streife mit schwerbewaffneten Franzosen (die anscheinend im Konflikt "Muslime vs. Christen" durchaus neutral und unvoreingenommen sind), sieht zu, wie die Soldaten an einer Straßensperre junge Männer nach Waffen durchsuchen. Und sie berichtet aus dem Flüchtlingscamp am Flughafen, wo mehrere Zehntausend Menschen Zuflucht bei den Franzosen suchen.  In der ganzen Stadt sollen über 100.000 Menschen in Lager geflüchtet sein. - In einem weiteren Bericht von Moshiri Bilder einer dramatischen Szene: ein wütender Mob von Anti-Balaka ("Christen") greift eine Kirche an, in der sich Seleka-Kämpfer verschanzt haben sollen. AU-Soldaten gehen dazwischen und retten die Seleka-Männer. Die gleiche Szene auch bei "No Comment".   ¤¤

Bei AJE außerdem ein Gespräch mit Mickael Neuman (Experte bei MSF) über die schwierige Arbeit der humanitären Helfer in dieser gewaltgeladenen Situation. Er sagt, es sei noch unklar, ob es sich durch die Intervention wirklich schon gebessert hat.

Im heute-journal ein ganz ordentlicher allgemeiner Bericht (redaktionell) über die Gewalt in der ZAR und die französische Intervention.

Bei TV5 ein Telefongespräch mit einer Helferin (Axelle Ngousma) in Bossangoa.

A,hj,JA,NC

 

 

zus.22

 

 

                 
13.12.13

Heute keine neuen Berichte. Bei AJE Infos aus Bangui von Nazanine Moshiri. Die Lage ist weiter sehr hitzig, aber es werden hier keine größeren Gewaltausbrüche gesehen. Die Lebensumstände in den Flüchtlingslagern sind katastrophal. Angaben über ein Massaker von "Anti-Balaka" an Muslimen in einem Dorf im Westen des Landes, mindestens 27 Tote. - Bei TV5 Bericht über die Reise des französischen Kriegsministers nach Bangui und Bossangoa.   ¤

A,E,JA

zus.10
14.12.13

Nazanine Moshiri berichtet von Flüchtlingen in Notlagern und Verletzten im Hospital, und spricht mit Ministerpräsident Nicolas Tiangaye (der schon unter Bozize im Amt war und wohl einer der wenigen ausgleichenden, vernünftigen Leute im Land ist.)  - Bei TV5 berichtet Ilhame Taoufiqi aus Bangui, Bilder von Lynchopfern auf der Straße, aufgeregte junge Männer, die jeweils die Gegenseite beschuldigen. ¤    - Bei PressTV wird eine Umfrage zitiert, nach der die Franzosen mehrheitlich gegen den Militäreinsatz sind. Gespräch mit Abayomi Azikiwe (Pan-African News Wire), der nicht an die humanitären Ziele Frankreichs glaubt.

A,P,JA

zus.9
           
14.12.13

 

 

 

Wiederholung vom 5.10.13   

"Zentral-Afrika: Vom Plündern und Morden" - Reportage von Michel Dumont, Eric Bergeron und Isabelle Nommay - Die Aufnahmen wurden im September gemacht, vieles von dem was jetzt im Dezember in die Nachrichten kam, war damals schon zu sehen, Plünderungen in Bangui, niedergebrannte Dörfer, Flüchtlinge in Bossangoa.  ¤¤

Text von der arte-Seite: "Sechs Monate nach einem erneuten Staatsstreich, dieses Mal der Rebellen-Koalition Seleka, rutscht die Zentralafrikanische Republik Woche für Woche tiefer ins Chaos. Der von den Rebellen ernannte Präsident Michel Djotodia ist der erste Moslem an der Spitze des Staates. Gleich nach der Machtübernahme erklärte er die Seleka eigentlich für aufgelöst und in die Nationale Armee integriert – das verstanden viele Rebellen aber eher als eine Einladung zum Plündern und Morden in der Hauptstadt Bangui und vor allem auf dem Land. Unsere Reporter begleiteten die Patrouillen bei ihrer gefährlichen Aufgabe, in der Hauptstadt «verlorene» Soldaten aufzuspüren, um sie zu entwaffnen. Sie fuhren in den Nordwesten, in die Stadt Bossangoa, die Heimat des von der Seleka abgesetzten Staatschefs Bozizé: Seit September kämpfen hier Christen und Muslime gegeneinander – Gruppen zur Verteidigung der Christen greifen Moslems an, als Revanche plündern die Truppen der Seleka Dörfer der Christen und brennen sie nieder.
Nach Kabo, im Norden des Landes, wenige Kilometer von der Grenze zum Tschad, ziehen jedes Jahr die Nomaden mit ihren Herden aus dem Tschad und dem Sudan, um sie nach dem Ende der Regenzeit wieder zu verlassen. Dieses Jahr aber sind sie geblieben und halten das Land dort besetzt. Die Nomaden sind bewaffnet und nutzen die Gunst der Stunde, unter dem Schutz der Seleka, Land und Dörfer zu plündern. Deshalb bestellen die Bauern dort ihre Felder nicht mehr. Auf das Plündern und Morden wird wohl eine Hungersnot in der Zentralafrikanischen Republik folgen."   

arep

 

 

 

 

25

 

 

 

 

15.12.13

Bei AJE Infos von Nazanine Moshiri aus Bangui. Es gibt angeblich Gespräche zwischen Djotodia und Vertretern der "Anti-Balaka". Neue Angaben über Kämpfe. Die humanitäre Lage verschlechtert sich weiter.  - Bei TV5 ein Bericht aus Bangui von Ilhame Taoufiqi. AU-Soldaten auf Patrouille. Bei der gemischten Truppe sind auch Soldaten aus dem Tschad dabei, diese werden von den Leuten als Verbündete der Seleka beschimpft.   ¤

A,JA

zus.4
16.12.13

Für AJE ist jetzt auch Andrew Simmons in der ZAR. Er berichtet aus Bossangoa, dort haben die "Anti-Balaka" gerade wieder einige Wohnhäuser von Muslimen niedergebrannt. Ein größeres Massaker haben die AU-Soldaten verhindert. Tausende Muslime leben unter schwierigsten Bedingungen in einem Notlager, Tausende Christen in einem anderen.  ¤

Bei AJE außerdem ein Bericht aus Paris von der Trauerfeier für die beiden in Bangui getöteten Soldaten.

Ilhame Taoufiqi (TV5) berichtet aus der Nähe von Bangui. Irgendwo im Busch ein Trainingslager der "Anti-Balaka", angeblich sind hier 2000 Kämpfer. Abgerissene junge Männer (und auch einige Frauen) mit Macheten. Stolz zeigen sie Kinder vor, die auch bei ihnen mitkämpfen, und verkünden, daß sie alle Muslime umbringen wollen, weil die mit "dem Feind" (der Seleka) zusammenarbeiten. Wirklich glorreiche Vertreter des Christentums!  ¤¤

A,JA,E

 

zus.11

 

                  
17.12.13

Andrew Simmons berichtet weiter aus Bossangoa. Auch wenn jetzt die Franzosen für Ruhe sorgen, wollen viele Bewaffnete ihre Waffen nicht hergeben, um sich "schützen" zu können. Und so traut sich kaum jemand aus den Flüchtlingslagern nach Hause. Dort grassiert die Malaria. - Bei TV5 berichtet Ilhame Taoufiqi weiter aus Bangui. Französische Soldaten versuchen, die Kämpfer beider Seiten, Seleka und "Anti-Balaka", zu entwaffnen. - Einziger Bericht auf deutsch bei arte (Mittagsausgabe), über die schwierige Versorgung der Flüchtlinge in den Lagern von Bangui.  ¤

A,JA,arj

zus.7
           
18.12.13

Andrew Simmons berichtet aus Bossangoa. Die neue AU-Friedenstruppe heißt jetzt "MISCA" und soll schnell auf 6000 Mann verstärkt werden. Bei TV5 Infos über Verhandlungen mit der Regierung in Bangui und Stellungnahme von Djotodia. Und Dorothée Ollierc berichtet aus Bangui über verlassene Kinder.

A,JA

zus.6
           
19.12.13

 

Laut Amnesty International sind in Bangui Anfang Dezember etwa 1000 Menschen getötet worden. Bei AJE Aussagen von Joanne Mariner (ai), die mit ihrem Team zwei Wochen dort war und recherchiert hat. Bei der BBC ein redaktioneller Bericht mit Details der grausamen Massaker (neue Aufnahmen). Ausführliche Infos auch bei CNN, auf deutsch ein Bericht bei arte (Mittagsausgabe).   ¤¤

Aktueller Bericht aus Bangui von Andrew Simmons, dort ist die UN-Botschafterin der USA zu Besuch, die humanitäre Lage ist weiter sehr angespannt. - Bei TV5 ein Bericht über die Aufstellung der neuen "MISCA"-Truppe, und ein Bericht von Ilhame Taoufiqi aus Bangui.

Bei der BBC Hintergrundgespräche mit David Mepham (HRW) und Ibrahim Diane (BBC Afrique).

A,B,C,arj,JA

 

zus.26

 

                 
20.12.13

 

 

In Bangui gibt es weitere Angriffe der "Anti-Balaka" auf Seleka-Leute und auf muslimische Zivilisten, mindestens 37 Menschen werden dabei getötet. Bei einem anderen Zwischenfall töten AU-Soldaten mehrere Seleka-Leute, die sich gegen ihre Entwaffnung gewehrt haben.   ¤

Das AJE-Team ist gerade nach Bossangoa gereist, Andrew Simmons informiert von dort über die Zwischenfälle in Bangui. Infos u.a. von Leila Zerrougui (UN-Beauftragte). Bei CNN ein Bericht von Nic Robertson (hier gestern schon eingebunden) über barbarische Kriegsverbrechen in Bangui.

Bei TV5 ein Bericht aus Bangui von Ilhame Taoufiqi. Ihr Team begleitet französische Soldaten in einem muslimischen Viertel, als dieses von machetenschwingenden "Anti-Balaka" angegriffen wird, die ihre muslimischen Nachbarn (und am liebsten auch die Franzosen) umbringen wollen. Die Franzosen gehen dazwischen, wüste Auseinandersetzungen, am Ende liegen einige Leute tot auf der Straße, aber die Angreifer ziehen unzufrieden ab. - So fühlt sich Völkermord an.  ¤¤

Einziger kurzer Bericht auf deutsch bei Euronews.

A,C,JA,E

 

 

zus.22

 

 

                 
21.12.13

Weiter sehr angespannte Lage in Bangui. Infos bei AJE von Andrew Simmons. Bei TV5 ein weiterer Bericht von Ilhame Taoufiqi über mordlüsterne junge Männer bei den "Anti-Balaka". Deren Name bedeutet ganz offensichtlich genau das Gegenteil von "gegen die Macheten".   ¤¤

A,P,JA

zus.6
22.12.13

 

 

Die Lage in Bangui ist weiter explosiv. Andrew Simmons berichtet über einen Zwischenfall, bei dem französische Soldaten drei Seleka-Soldaten (Mitglieder der Präsidentengarde) getötet haben. Seleka-Leute errichten Straßensperren und machen Jagd auf Leute, die sie für Franzosen halten.   ¤

Bei TV5 ein OT aus einer Ansprache von Präsident Djotodia, ein Gespräch mit Ilhame Taoufiqi, die gerade aus Bangui zurück ist, und eine Stellungnahme von Rony Brauman (MSF). Später noch ein Bericht von Ilhame Taoufiqi über eine Begegnung mit Ex-Kämpfern der Seleka-Rebellen, darunter auch ein paar Kindersoldaten. Im Journal Afrique schließlich ein Bericht aus Bangui über die andauernden Bemühungen von französischen und afrikanischen Soldaten, die Milizen zu entwaffnen

Bei PressTV heißt es, in Bangui hätten Tausende Anhänger der Seleka gegen die französische Einmischung demonstriert. Einschätzungen von Douglas Degroot (EIR).

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,P,TV5,JA

 

zus.22

 

           
23.12.13

Weiter sehr hitzige Stimmung in Bangui. Es gibt Proteste von "Christen" und gewalttätige Angriffe gegen die tschadischen Soldaten der Friedenstruppe, die man für Verbündete der Seleka hält. Andererseits Demos von Muslimen, die meinen, die Franzosen würden sich zugunsten der Christen einmischen. - Heute leider nur sehr knappe Infos von Andrew Simmons. Ein recht guter Bericht bei arte. Bilder von den Zusammenstößen im Bericht bei TV5.   ¤

Aus dem Norden des Landes fliehen Tausende Menschen in den benachbarten Tschad. Mohammed Vall berichtet aus einem Flüchtlingslager im Grenzgebiet. Christen und Muslime haben hier keinerlei Probleme miteinander. 

A,JA,arj,E

zus.11
24.12.13

PressTV zeigt Bilder einer Demo von einigen Hundert Muslimen in Bangui, die (friedlich) gegen die französische Einmischung protestieren. TV5 meldet weitere gewalttätige Angriffe. Bericht mit Bildern aus Flüchtlingslagern. Bei AJE heute nichts Neues, auf deutsch auch nichts.

P,JA

zus.3
25.12.13 ZAR / Tschad : Bei AJE berichtet Mohamed Vall aus Ndjamena über Reaktionen im Tschad auf die Gewalt in der ZAR. In Bangui wurden fünf tschadische AU-Soldaten getötet, weil die "christlichen" Milizionäre in ihnen Verbündete der Seleka sehen. Viele tschadische Zivilisten sind aus der ZAR geflohen, ebenso wie Tausende andere Menschen aus der ZAR im Tschad Zuflucht suchen. - Bei TV5 ein Bericht (aitv) über die Weihnachtsansprache von Präsident Djotodia und über Flüchtlinge in den UN-Lagern.

A,JA

zus.5
           
26.12.13

In Bangui sind bei erneuten Kämpfen und Massakern über 40 Menschen getötet worden. Täter vermutlich "Anti-Balaka"-Milizionäre, Opfer hauptsächlich muslimische Zivilisten. Auch 6 tschadische AU-Soldaten wurden dabei getötet. Bei AJE aktuelle Infos dazu aus Bangui von Eloi Yao (Sprecher der AU-Truppe).  ¤¤

Ein AJE-Bericht geht auf die neuen Zwischenfälle nicht näher ein. Die Berichte von AJE, Sky News, arte und Euronews verwenden alle die gleichen Bilder und bleiben alle eher allgemein. Am besten wohl der von Jeremy Thomson bei Sky News. Bei TV5 berichtet Dorothee Ollieric aus Bangui, mit ein paar weiteren Bildern.

A,Sky,arj,E,JA

 

zus.15

 

           
27.12.13

Bei AJE nur die Meldung, daß in Bangui zwei kongolesische AU-Soldaten getötet worden sind. Bei TV5 zwei Berichte aus Bangui von Dorothee Ollieric. Zuerst über den Alltag der Menschen, die auf dem Gelände einer katholischen Kirche Zuflucht gefunden haben. Später über die Helfer vom Roten Kreuz, die in der Stadt die Toten einsammeln und die Verletzten im Hospital versorgen. Gespräche mit Thomas Hofnung (Korrespondent der "Libération", telefonisch aus Bangui) und mit Hissein Brahim Taha (Botschafter von Tschad in Frankreich). - Bei "No Comment" Bilder vom Einsammeln und Beisetzen der Toten durch Helfer des Roten Kreuzes.   ¤

A,TV5,JA,NC

zus.13
28.12.13 ZAR

Tausende Menschen fliehen vor der Gewalt aus Bangui, die meisten auf überfüllten LKW Richtung Tschad, wohl vor allem Muslime und Tschadier. In der letzten Woche sind 3000 Menschen mit Flugzeugen in den Tschad ausgeflogen worden. (Redaktioneller Bericht der BBC). Dorothee Ollieric (TV5) ist wohl jetzt die einzige Korrespondentin in Bangui. In ihrem Bericht eine Szene, die zeigt, daß die französischen Soldaten die Gewalt nicht in den Griff bekommen. Eine Bande von einigen Hundert "christlichen" Jugendlichen läßt sich von ihnen nur kurz vom Plündern (und Morden) abhalten.  ¤  - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,B,JA

zus.4
29.12.13

AJE meldet, daß in den Notlagern in Bangui inzwischen über 100.000 Menschen leben. Die Versorgungslage ist dort katastrophal. -  Im "Journal Afrique" ein Bericht (aitv) über die AU-Truppe Misca, die mehrere getötete Soldaten zu Grabe trägt.  - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,JA

zus.2
30.12.13

 

Einziger Bericht aus Bangui heute bei TV5, über die katastrophale Lage in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern. (aitv) Außerdem Aussagen von Ivorern, die mit dem Flugzeug nach Hause geflogen sind.

Bei Sky News Einschätzungen von Marc Dubois (MSF) über den vergessenen Konflikt in Zentralafrika, der schon Jahre andauert, sich aber jetzt immer weiter verschärft und für die Menschen unerträglich wird.

PressTV zitiert einen Unicef-Report, wonach man bisher mindestens 16 ermordete Kinder (zwei davon geköpft) und 60 (offenbar mit Macheten) verstümmelte Kinder gefunden hat. (Das Tatwerkzeug läßt direkt auf die Täter schließen: die "christlichen" Anti-Balaka.)  ¤

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. Schumi ist einfach wichtiger. (siehe unten)

Sky,P,JA

 

zus.6

 

31.12.13

Nur vier sehr kurze Beiträge. Tausende Leute blockieren die Landebahn des Flugplatzes in Bangui und verlangen bessere Versorgung ihres Notlagers (Bilder bei AJE). Christliche Milizen greifen eine Kaserne der Armee an (Meldung bei PressTV). Ein allgemeiner Lagebericht bei Euronews. Und auch TV5 bringt die Angaben von Unicef über Verstümmelungen und Morde an Kindern, kurze Infos dazu von einer Unicef-Sprecherin in Bangui.  ¤

A,P,E,TV5

zus.3
1.1.14

Bei AJE nur eine Kurzmeldung, daß in Bangui erneut "christliche" Milizen Häuser von Muslimen angegriffen haben, und Seleka-Leute die Häuser von Christen. Auch bei TV5 nur eine Meldung dazu, außerdem ein Bericht über eine TV-Ansprache von Djotodia und über die Proteste der Flüchtlinge am Flughafen.  ¤

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.   

A,JA

zus.3
2.1.14

Carole Yemelong informiert telefonisch aus dem Ort Ondiki im Osten Kameruns an der Grenze zur ZAR. Auch dort gibt es Kämpfe, mindestens 7 Tote.

JA

3
3.1.14

Hilfsorganisationen melden, daß es immer mehr Flüchtlinge gibt und die Lage in den Camps sich immer mehr verschlechtert. Trotzdem ziehen einige Organisationen ihre Helfer ab, aus Sicherheitsgründen. - Allgemeine Berichte bei BBC, TV5 und Euronews. Bei TV5 Gespräch mit Mego Terzian (MSF). Bei RT ist die ZAR die Topstory des Tages ("C.A.R.nage"), mit einem längeren allgemeinen Bericht von Maria Finoshina, in dem vor allem Frankreichs Intervention kritisiert wird. Außerdem ein Gespräch mit Karline Kleijer von MSF und eine Stellungnahme von Bruno Drweski.   ¤

B,RT,E,JA

zus.16
           
4.1.14

Bei arte ein Bericht über die humanitäre Notlage in Bangui und den Abzug von Helfern. Bei TV5 ein Bericht (aitv) aus Dakar über die Heimkehr von Hunderten Senegalesen, die aus Bangui ausgeflogen wurden. Sie sprechen von einer katastrophalen Lage dort.

arj,JA

zus.4
5.1.14

Im "Journal Afrique" ein Bericht aus Bangui, Bilder des Elends im Flüchtlingslager, Bilder einer Demo gegen die französische Intervention, Bilder von andauernden Gewaltakten gegen Christen und Muslime.  - Gespräch mit dem französischen General Vincent Desportes.

JA

8
6.1.14

Bei arte ein allgemeiner Bericht über andauernde Gewalt von "christlichen" und "muslimischen" Milizen. Die Eingreiftruppen Frankreichs und der AU bekommen die Lage nicht in den Griff, inzwischen sind etwa eine Million Menschen auf der Flucht. Bei PressTV behauptet Abayomi Azikiwe, die französische Militärintervention habe die Lage in der ZAR nur verschlimmert.

arj,P

zus.5
7.1.14

Ein UN-Sprecher warnt im Sicherheitsrat vor einer humanitären Katastrophe und einem allgemeinen Bürgerkrieg. Etwa die Hälfte der Bürger der ZAR, 2,2 Millionen Menschen, sind auf der Flucht und brauchen Hilfe. Zwei kurze allgemeine Berichte bei CNN und Sky. Bei TV5 ein Bericht von Bernard Aparis (aitv) aus Bangui. Ein katholischer Bischof und ein Vertreter der Muslime bitten gemeinsam die UN um Hilfe. - In der taz ist die ZAR Titelthema.

C,Sky,JA

zus.5
8.1.14

Präsident Djotodia will angeblich zurücktreten. Bei AJE Infos aus Bangui von Barnaby Phillips

Die humanitäre Notlage wird immer schlimmer. In den Flüchtlingslagern von Bangui gibt es nicht genug zu essen und kaum medizinische Versorgung. Die Masern sind ausgebrochen, MSF startet eine Impfkampagne. In der Stadt kommt es immer wieder zu Gewaltausbrüchen der Milizen. Redaktionelle Berichte bei AJE, Sky News, TV5 und kurz bei CNN. Bei der BBC berichtet Paul Wood aus Bangui.   ¤

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,B,C,Sky,JA

 

zus.14

 

9.1.14

Präsident Djotodia ist noch nicht zurückgetreten und erstmal zu einem Gipfeltreffen nach Ndjamena geflogen. - Die EU erwägt, eine eigene Eingreiftruppe in die ZAR zu schicken. Infos dazu bei AJE von Jacky Rowland aus Paris. - Aus dem riesigen Flüchtlingslager am Flughafen von Bangui berichten Barnaby Phillips (AJE) und Paul Wood (BBC).   ¤

Bei der BBC ein Hintergrundgespräch mit Richard Dowden und Ibrahim Diane (BBC). (NNA)*. Bei Sky News ein Bericht und Einschätzungen von Ex-US-Botschafter Robert Gribbin. Im "Journal Afrique" ein Bericht und Telefongespräch mit Martin Ziguelé, Expremierminister.

Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews.

A,B,Sky,arj,E,JA

zus.29
           
10.1.14

Präsident Djotodia tritt beim Gipfel in Ndjamena zurück. Auf den Straßen in Bangui jubeln seine ("christlichen") Gegner, teilweise gibt es neue Kämpfe. Keine Details darüber.   ¤

Bei AJE Bericht und Infos von Barnaby Phillips aus Bangui. Einschätzungen von Caesar Poblicks (Experte). Bei der BBC berichtet Paul Wood aus Bangui. Bei CNN ein Bericht von Jim Clancy. Bei TV5 ein aktueller Bericht und ein Rückblick auf die Geschichte des Konflikts. In der ARD zwei recht gute Berichte von Peter Schreiber. Im ZDF nichts.

A,B,C,JA,
arj,TS,TT,E,NC

zus.36
                 
11.1.14

Alexandre-Ferdinand Nguendet wird zusammen mit anderen Politikern nach Bangui eingeflogen und sofort zum neuen Übergangspräsidenten ernannt (von wem eigentlich?). Djotodia ist nach Benin ins Exil gegangen. Bei AJE berichtet Barnaby Phillips aus Bangui über die Flüchtlinge am Flughafen. Für Sky News ist jetzt Alex Crawford in Bangui und berichtet ausführlich über die Gewalt in der Stadt. Ebenso Paul Wood für die BBC und Stephanie Perez für TV5. Sogar in der TS eine Meldung. - (Leider auch alles NNA)*   ¤¤

A,B,Sky,JA,
TS,NC

zus.25
                  
12.1.14

 

 

Nach dem Rücktritt von Djotodia: in Bangui ziehen "christliche" Milizionäre herum, plündern muslimische Geschäfte, greifen Muslime an und brennen deren Häuser und auch eine Moschee nieder. Mindestens 13 Menschen wurden dabei in zwei Tagen ermordet. Die französischen Soldaten versuchen mal wieder, auch die "christlichen" Anti-Balaka zu entwaffnen, die aber hauptsächlich selbstgebaute Mordinstrumente verwenden. Angeblich (laut Euronews) haben christliche und muslimische Milizen in manchen Stadtvierteln einen Waffenstillstand vereinbart.   ¤¤

Aus der Stadt berichten Barnaby Phillips (AJE) und Alex Crawford (Sky News). Bei der BBC Infos aus Bangui von Thomas Fessy und ein redaktioneller Bericht mit sehr dramatischen Szenen. Bei TV5 ein Bericht über die neue Übergangsregierung sowie über den neuen Gewaltausbruch, und ein Bericht über Flüchtlinge aus der ZAR in Ndjamena.

Auf deutsch nur bei arte und Euronews zwei kurze Berichte.

A,B,Sky,arj,E,JA

 

 

zus.20

 

 

                 
13.1.14

 

 

 

In einem Bericht von Paul Wood (BBC) aus Bangui entsetzliche Aufnahmen von einem "christlichen" Mob, der vorbeikommende Muslime auf der Straße totschlägt. Ein junger Mann erzählt, daß er dabei zum Kannibalen wurde, er erzählt von angeblichen Greueltaten "der Muslime", und dies sei seine Rache. Die "christlichen" Anti-Balaka sind eher Animisten, die sich (vermutlich im Drogenrausch) für unverwundbar halten.  ¤¤

Bei Sky News berichtet Alex Crawford weiter aus Bangui. "Christliche" Milizionäre sehen sich als Sieger, Muslime sprechen von einem Völkermord bzw. systematischem Massenmord an ihrer Gruppe. Verlierer sind jedenfalls die Zivilisten beider Seiten.    ¤

Bei AJE berichtet Barnaby Philips aus Zere (bei Bossangoa im Westen des Landes). Der Ort wurde bei den Kämpfen und Massakern größtenteils zerstört, aber jetzt kehren die überlebenden Bewohner allmählich aus dem Busch zurück. Ein Vertreter der UN (John Ging) verspricht ihnen Hilfe.   ¤

Bei TV5 Meldung über ein neues Massaker in Bozoum im Westen des Landes mit etwa 100 Toten. Bericht über weiter erhitzte Stimmung in Bangui.   ¤

Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews. Der neue Präsident ruft die Leute zur Rückkehr in die Wohnorte auf, angeblich entspannt sich die Lage.

A,B,Sky,JA,E

 

 

 

zus.15

 

 

 

           
15.1.14

Barnaby Phillips berichtet aus Bangui (Infos auch live). Eine Gruppe von christlichen und muslimischen Frauen ruft jeden Tag im Radio zum Frieden auf. Im Moment hat sich die Lage in der Stadt beruhigt, aber überall findet man Spuren und Zeugen der Gewalt. Die Soldaten und Soldatinnen der alten Armee, die von Seleka vertrieben worden war, melden sich wieder zum Dienst, ohne Waffen und Uniformen.   ¤

A

2
           
16.1.14

 

 

 

Die UN (John Ging, OT bei PressTV) warnen vor der Gefahr eines Völkermordes in der ZAR.

In Bangui gibt es weiterhin Schießereien. Tausende Muslime aus dem Tschad verlassen auf LKW die Stadt, ebenso 100 Leute aus dem Sudan per Flugzeug. Bericht von Barnaby Philips (AJE).

In Bangui kommen 100 Blauhelm-Soldaten aus Ruanda an, in den nächsten Tagen sollen es 800 werden. Einschätzungen von Barnaby Philips (live bei AJE). Bericht bei TV5 (aitv) .

Bei der BBC berichtet Thomas Fessy aus Bozoum im Westen des Landes. Hier sind letzte Woche 1300 Häuser niedergebrannt worden. Sowohl Christen als auch Muslime sind aus der Stadt geflüchtet, die Christen in einer Kirche untergekommen. In der Stadt machen Anti-Balaka Jagd auf Muslime, ein paar UN-Soldaten gehen dazwischen.  ¤¤

Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews, kurz aber korrekt.

A,B,P,JA,E,NC

 

 

zus.16

 

 

                  
17.1.14

Heute nur bei TV5 ein Bericht : Bernard Aparis (aitv) berichtet aus Bangui über den Neubeginn des politischen Alltags. Sitzung des Übergangsparlaments, Suche nach einem neuen Übergangspräsidenten. Die "Anti-Balaka" erkennen das Parlament nicht an und setzen weiter auf Gewalt, sagt ihr Sprecher Sebastien Wenezoui, hinter ihm stehen dabei Kerle mit Macheten.   ¤

JA

3
18.1.14

 

 

Bei PressTV Meldungen über weitere Massaker in Bangui. Dann ein Bericht von Johnny Miller, der irgendwo in Bangui mit dem Auto herumfährt und etwas über den Konflikt erzählt. Er rettet nebenbei einer muslimischen Familie das Leben, indem er sie aus ihrem christlichen Wohnviertel rausholt. Die Anti-Balaka hatten den Mann nur deshalb nicht ermordet, weil er gelähmt ist.

Bei TV5 Infos aus Bangui von Gerard Grizbec über neue Gewaltakte. 

Euronews berichtet, daß UN-Mitarbeiter 23 Kindersoldaten der Seleka befreit haben.

Bei CNN ein nicht ganz aktueller Bericht über den Krieg und die Notlage der Flüchtlinge.

Die Bundesregierung kündigt an, daß die Bundeswehr (bzw. eine deutsch-französische Brigade) Frankreichs Einsatztruppe unterstützen wird. Deshalb auch Meldungen und Berichte im deutschen TV. Bei RTL ein recht ausführlicher Beitrag über den Konflikt "zwischen Christen und Muslimen", der angeblich urplötzlich letztes Jahr ausgebrochen ist. In der Tagesschau nur eine Meldung, bei arte ein Bericht.

C,P,arj,R,TS,E,JA

 

zus.18

 

           
19.1.14

 

 

Meldungen über neue Gewaltakte im ganzen Land. Das Rote Kreuz hat in einem Ort im Nordwesten 50 Leichen geborgen. Bei PressTV Infos aus Bangui von Johnny Miller. Redaktioneller Bericht bei TV5.

In Bangui werden mehrere Reporter Augenzeugen eines Lynchmordes. Zwei Muslime, die angeblich zuvor Christen ermordet haben sollen, werden auf offener Straße von einem "christlichen" Mob totgeschlagen, zerstückelt und dann verbrannt. Infos von Barnaby Phillips (AJE) und Thomas Fessy (BBC), bei AJE auch Bilder von dem Vorfall (die brutalsten Stellen wurden nicht gesendet). - Offenbar ist sowas in Bangui und im ganzen Land alltägliches Geschehen.   ¤

Bei AJE ein Gespräch mit dem Vertreter von Unicef in Bangui, Tony Lake.

Unterdessen beraten Politiker in Bangui darüber, wer neuer Übergangspräsident werden soll. Ausführliche Infos von Barnaby Phillips und bei TV5 von Guillaume Villadier.

A,B,P,JA

 

 

zus.18

 

 

              b    
20.1.14

 

 

 

Die Nationalversammlung wählt die Bürgermeisterin von Bangui, Catherine Samba-Panza, zur neuen (Übergangs-)Präsidentin. In einer Ansprache ruft sie ihre "Kinder" bei Seleka und Anti-Balaka auf, ihre Waffen niederzulegen. Hoffnungsvolle, teilweise jubelnde Reaktionen, vor allem von Frauen.   ¤

Die EU-Außenminister beschließen in Brüssel, 500 weitere Soldaten in die ZAR zu schicken.

Bei AJE Bericht aus Bangui von Barnaby Phillips, bei TV5  Infos von Maria Malagardis ("Libération"). Bei PressTV eine Stellungnahme von Navi Pillay (UN-Kommissarin für Menschenrechte) zu den massiven Verbrechen. Und aktuelle Infos von Johnny Miller aus Bangui.

Für die ARD ist endlich Shafagh Laghai nach Bangui gereist, und fürs ZDF Jörg Brase. Erstmals seit Jahren bekommen deutsche Zuschauer jetzt Korrespondentenberichte. Shafagh Laghai schafft es, in zwei Minuten den ganzen Konflikt und die heutigen Ereignisse präzise und verständlich zusammenzufassen. (In den Tagesthemen Wiederholung des gleichen Berichts.) Bei "heute" geht es erstmal ausführlich um den "deutschen Beitrag", dann der Bericht von Jörg Brase, nicht ganz so inhaltlich vollgeladen, dafür eindringlicher. Im heute-journal fasst Christian Sievers den Konflikt auf die simple Formel "Christen gegen Moslems" zusammen, dann noch ein Bericht von Sievers, darin auch nochmal die Lynchszene vom Vortag.   ¤

A,C,Sky,P,ht,
arj,TS,hj,TT,E,JA

 

 

zus.35

 

 

                 
20.1.14

"CAR: At a crossroads of conflict" - Gespräch mit den Experten Sylvain Touati, Louis Keumayou und Vincent Darracq.  (NNA) 

A

 
           
21.1.14

 

 

Barnaby Phillips ist in der Umgebung der Hauptstadt unterwegs. Im Dorf Bassongo-Cafe trifft er auf "Anti-Balaka"-Milizionäre. Sie sagen, sie hätten nichts gegen Muslime, ihre Macheten trügen sie nur zum Schutz gegen die Seleka. Dann zerstören sie unter Gejohle die örtliche Moschee. Die Häuser der Muslime liegen schon in Trümmern. Die Bewohner sind irgendwo in den Busch geflüchtet. Auf der Straße sieht man LKWs vollbeladen mit Flüchtlingen auf der Reise weg von hier.   ¤¤

Ilhame Taoufiqi berichtet im "Journal Afrique" aus Bangui. Auch nach der Wahl der neuen Präsidentin ist die Lage extrem angespannt, die Flüchtlinge trauen sich nicht nachhause, überall bewaffnete junge Männer. (Text des Berichts leider kaum verstanden.) - Bei TV5 außerdem ein Telefoninterview mit Präsidentin Catherine Samba-Panza

Shafagh Laghai hat für die ARD auch wieder einen Bericht gemacht, der aber nur im Nachtmagazin gezeigt wird. Sie berichtet über Flüchtlinge in Bangui und ihre entsetzlichen Erlebnisse. Anti-Balaka-Männer sagen, daß sie weiterkämpfen wollen.

A,C,JA,TV5,Nam

 

zus.14

 

           
22.1.14

 

 

 

 

 

Barnaby Phillips ist mit französischen Soldaten in der Umgebung von Bangui unterwegs. In der Kleinstadt Boali sind die "Anti-Balaka" gerade dabei, die letzten Häuser von Muslimen auszuplündern und zu zerstören. Der katholische Priester Xavier Fagba hat die muslimischen Bewohner (ein paar Hundert) in seiner Kirche aufgenommen, wo sie von französischen Soldaten geschützt werden. Wer das Haus verläßt, wird totgeschlagen. Die Kirchengemeinde unterstützt allerdings ihren Priester und bringt Lebensmittel für die Flüchtlinge. - Soviel zum Thema "Muslime gegen Christen". Es ist kein Religionskrieg, es sind die Dummköpfe und Faschisten in beiden Volksgruppen, die die Zivilisten der jeweils anderen Gruppe umbringen. Wie immer.  ¤¤

Aus der gleichen Gegend berichtet auch Jörg Brase im ZDF-auslandsjournal. "Christliche" Anti-Balaka-Kerle mit Schutzzauberamuletten, immer auf der Suche nach noch lebenden Seleka-Kämpfern (wobei sie aber keinen Unterschied machen und ausdrücklich alle Muslime aus dem Land jagen wollen). Das völlig zerstörte und niedergebrannte Dorf Bogoula. Und die Kirche St. Pierre von Priester Xavier Fagba in Boali. 600 Muslime, geschützt von 100 Franzosen. Zwei der Flüchtlinge kommen zu Wort, sie wollen nur noch weg von hier. Später werden Einige auf LKW des UNHCR (mit geschlossenem Verdeck, mit bewaffneter Eskorte und in Affentempo) nach Bangui gefahren, von wo sie weiterwollen Richtung Tschad.  ¤¤

Bei TV5 ein Bericht aus Bangui von Bernard Aparis (aitv). Wütende junge Männer der "Anti-Balaka" haben eine Straßensperre errichtet, werden aber von französischen Soldaten in Schach gehalten. Präsidentin Samba-Panza erklärt Reportern ihre Pläne. - Die Bilder von der Straßensperre auch bei "No Comment". Außerdem Bilder von einer Kolonne LKW, auf die (muslimische) Flüchtlinge ihre Habseligkeiten aufladen und die dann vollgepackt fortfahren (vermutlich Richtung Tschad, jedenfalls weg aus dieser Hölle.)  ¤

Bei AJE ein Gespräch mit Ayo Johnson (Viewpoint Africa) über Ursachen des Konflikts. Unergiebig. Und Gespräch mit Leila Zerrougui (UN-Gesandte für Kinder) über die katastrophale Lage für Kinder.

A,ausldjnl,JA,NC

 

 

 

zus.23

 

 

 

                  
23.1.14

 

 

 

 

 

Präsidentin Samba-Panza wird vereidigt. In ihrer Antrittsrede ruft sie erneut beide Kriegsparteien zur Aufgabe auf. Die Pogrome, Plünderungen und Massaker der "Anti-Balaka" gegen Muslime gehen aber im ganzen Land weiter. Barnaby Philips zeigt es nochmal: diese "christlichen" jungen Kerle reißen die Häuser ihrer muslimischen Nachbarn nieder, um sicherzustellen, daß diese niemals zurückkehren. Offenbar mit Erfolg, Tausende Muslime besteigen LKW um das Land zu verlassen, meist Richtung Tschad.   ¤¤

Bei PressTV Einschätzungen von Johnny Miller über den ethnisch/pseudoreligiösen Konflikt. Er hat das Land inzwischen wieder verlassen.

Im "Journal Afrique" (TV5) Sondersendung zur ZAR, darin ein langes Gespräch mit Dieudonné N'Zapalainga und Kobina Layama (Vertreter von katholischer Kirche und Islamkonferenz, NNA)*. Und zwei Berichte, ein aktueller aus Bangui und ein Rückblick von Ilhame Taoufiqi auf die Entwicklung der Spirale des Hasses. (Leider nicht alles verstanden.)  ¤

Einziger Bericht auf deutsch bei arte (Mittagsausgabe).

Zwei Anmerkungen: in allen Berichten heißt es, die Tausenden Muslime, die da mit ihren Habseligkeiten auf LKWs klettern um in den Tschad zu flüchten, seien ursprünglich (vor Jahrzehnten) von dort gekommen. Ich weiß nicht, ob das stimmt. - Und fast alle Berichte bezeichnen die aufgeputschten mordlüsternen jungen Männer der Anti-Balaka als "Christen". Ich glaube kaum, daß die Sonntags in die Kirche gehen, um sich dort von ihren Sünden reinzuwaschen. Christen sind die, die ihren Nachbarn helfen. Es ist so, als würde man die deutschen Nazis von 1933 als Christen bezeichnen, und die Verfolgung der Juden als Religionskonflikt.

A,Sky,P,arj,E,JA

 

 

 

zus.31

 

 

 

                  
24.1.14

Die öffentlichen Morde von Anti-Balaka an Muslimen und die Zerstörung von Häusern und Moscheen gehen weiter, in Bangui und im Land. PressTV meldet, daß in einem Ort im Norden des Landes 50 Muslime von den Milizionären getötet wurden. - In Bangui ist ein früherer Minister der Seleka von einem Mob mit Macheten ermordet worden. - Leider bei allen Sendern nur Kurzmeldungen, am ausführlichsten noch Euronews.   ¤

A,P,JA,E,NC

zus.5
           
25.1.14

Die Angriffe von Anti-Balaka-Milizionären auf muslimische Zivilisten gehen weiter. Es gibt dazu Einiges an Bildern aus Bangui (bei "No Comment" und TV5), aber leider nur dürre Infos und nur einen kurzen Bericht bei TV5. Ruandische Soldaten versuchen, die Mördermilizen aus einem muslimischen Stadtteil zu vertreiben. - Auf deutsch keine Berichte, keine aktuellen Meldungen.   ¤

Bei AJE ein Bericht von Barnaby Phillips über den Unabhängigkeitshelden der ZAR, Barthelemy Boganda, der 1959 bei einem Flugzeugabsturz getötet wurde.

Bei Euronews ein Hintergrundbericht über die geplante EU-Mission.

A,JA,E,NC

zus.9
           
26.1.14

 

 

Bei AJE Infos und Bericht von Barnaby Phillips aus Bangui. Die Vertreibung der Muslime geht weiter. Französische (und afrikanische) Soldaten versuchen weiter, die Gewalt zu unterbinden und die Milizen beider Seiten zu entwaffnen. Dafür schlägt ihnen von einigen "Christen" offene Feindseligkeit entgegen, und auch manche Muslime möchten ihre Waffen lieber behalten, "zur Selbstverteidigung".   ¤

Auch bei AJE telefonische Infos von Donatella Rovera (Amnesty International) aus Bouar im Westen des Landes. Dort gibt es weiter Kämpfe zwischen Anti-Balaka und Resten der Seleka, und schwere Angriffe auf Zivilisten. Friedenstruppen sind dort nicht zu sehen.  ¤

Im Weltspiegel ein Bericht von Shafagh Laghai. Eine Momentaufnahme aus dem gemischten Stadtteil "Kilometre Cinque", präzise beobachtet und treffend beschrieben. Gruppengewalt, die immer "die Anderen" als Schuldigen sieht, gegen die man nun "endlich" etwas tun müsse. Dazwischen ein (hoffentlich untypisch) hilfloser französischer Soldat. Und leiden tun Unschuldige, wie das christliche Schulmädchen, das "versehentlich" von "christlichen" Milizen angeschossen wurde und dadurch ihr Bein verloren hat.   ¤

A

 

 

WS

zus.12

 

 

7

           
27.1.14

In Bangui kommt ein Konvoi von mehreren Hundert LKW mit Hilfsgütern an. Er hatte tagelang an der kamerunischen Grenze festgesessen. Hunderte Seleka-Soldaten verlassen ihre Kaserne in Bangui und werden von AU-Soldaten mitsamt ihren Waffen zu einer neuen Basis am Stadtrand gebracht. Bericht bei AJE von Barnaby Phillips.  - Bei PressTV ausführliche Infos aus London von Johnny Miller über die andauernde Gewalt.  ¤

A,Sky,P,JA

zus.10
           
28.1.14

 

 

Der UN-Sicherheitsrat beschließt einstimmig eine Resolution, die die Gewalt verurteilt und Sanktionen gegen die Verantwortlichen verhängt. Der Einsatz von Gewalt durch die Truppen der EU und Frankreichs wird gebilligt. Das ehemalige Camp der Seleka in Bangui wird von "christlichen" Zivilisten (auch Frauen) geplündert und zerstört.

Der beste Bericht des Tages kommt von Sky News (redaktionell), ausführlich, genau, deutlich. Bei AJE nur ein Bericht aus New York (von Kristen Saloomey). Bei der BBC nur bei "Focus on Africa" ein redaktioneller Bericht, und ein Gespräch mit Olivier Weber (BBC Afrique). Bei PressTV Infos von Johnny Miller weiter nur aus London. Die ARD findet nur im Nachtmagazin Platz für einen Bericht über die ZAR. Der ist von Peter Schreiber und ziemlich allgemein und oberflächlich. Der Bericht bei Euronews ist besser. Bei TV5 Infos aus New York und ein redaktioneller Bericht. Telefonische Infos aus Bangui von Thierry Bomba (Journalist bei "Le Democrate").   ¤

Bei PressTV, TV5 und "No Comment" Bilder von einem Zwischenfall, bei dem muslimische Flüchtlinge von Milizionären beschossen wurden.

A,B,Sky,P,
Nam,E,JA,NC

 

zus.25

 

                 
29.1.14

Nur jeweils eine bebilderte Kurzmeldung bei CNN und TV5 über andauernde Machetenüberfälle von "Christen" auf Muslime in Bangui. - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

C,JA

zus.1
30.1.14

 

 

 

Bei AJE nur ein Kurzbericht über Unzufriedenheit der "Anti-Balaka" mit der neuen Regierung, an der die Totschläger nicht beteiligt sind.

In Bangui plündern "Christen" weiterhin die Häuser ihrer vertriebenen muslimischen Nachbarn. Bilder davon bei "No Comment". Auch von den Muslimen, die am Flughafen auf die Ausreise warten.   ¤

Im "Journal Afrique" ein Bericht von Ilhame Taoufiqi über die Vertreibung der Muslime, und Einschätzungen von ihr im Studio.   ¤

Bei Sky News ein redaktioneller Bericht, auch mit den Bildern vom Flughafen. Hier erzählt außerdem eine christliche Frau aus Bossangoa, daß ihre Familie von Seleka-Soldaten bei Racheangriffen ermordet wurde.

PressTV meldet, daß die Seleka den Ort Sibut nördlich von Bangui angegriffen bzw. erobert habe.

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. Ich hoffe, Shafagh Laghai geht es gut.

A,Sky,P,JA,NC

 

 

 

zus.11

 

 

 

31.1.14

 

 

In mehreren Meldungen ist sehr allgemein von "Kämpfen zwischen Christen und Muslimen in Bangui" die Rede, bei denen über 40 Menschen getötet wurden.  

Konkrete Infos nur bei TV5: die Kleinstadt Sibut 180 km nördlich von Bangui ist von Seleka-Truppen besetzt worden. Die 20.000 Bewohner sind praktisch alle in den Busch geflüchtet. Bei TV5 eine telefonische Aussage eines Krankenhausmitarbeiters aus Sibut. Weitere Infos im Studio von Amandine Sellier. Im ganzen Land ist die Situation extrem angespannt, im Westen des Landes findet in allen größeren Orten eine gewaltsame Vertreibung der muslimischen Bewohner statt.   ¤¤

Laut PressTV gibt es in Sibut schwere Kämpfe zwischen Seleka-Kämpfern und französischen Soldaten.

Bei AJE heute leider gar nichts. Bei "Focus on Africa" (BBC) Infos von Olivier Weber, allerdings im Studio und sehr allgemein. Auf deutsch Berichte bei arte und Euronews über Flüchtlinge und Gewalt, beide ungenau und oberflächlich. Im heute-journal eine alberne Kurzmeldung. Wer da wen warum umbringt? Egal, "Kämpfe zwischen Christen und Muslimen", primitive Neger eben. Seit 1994 hat sich Nichts geändert.

B,P,JA,arj,hj,E

 

 

zus.11

 

 

1.2.14

Die Seleka hat angeblich eine Unabhängigkeitsbewegung für den mehrheitlich muslimischen Norden des Landes gegründet. Präsidentin Samba-Panza besucht ein Flüchtlingslager. Die Gewalt geht weiter. Eine "Geberkonferenz" in Addis Abeba verspricht Hilfsgelder. - Meldungen bei drei deutschsprachigen Sendern, nur die von Euronews ist einigermaßen brauchbar.   ¤

Im "Journal Afrique" einige weitere Infos, und ein Bericht aus Bossangoa, über andauernden Terror der Anti-Balaka und Friedenssoldaten aus dem Kongo zwischen den Fronten.   ¤

arj,TS,E,JA

zus.5
           
2.2.14

Meldungen: in Sibut haben Soldaten der afrikanischen Eingreiftruppe angeblich die Seleka-Rebellen aus der Stadt vertrieben.

P,JA

zus.2
3.2.14

 

Weiter Schießereien und Vertreibungen in Bangui. Bei AJE nur eine Meldung. PressTV und BBC melden, daß bei Kämpfen in Boda (100 km westlich von Bangui) mindestens 70 Menschen getötet worden sind. Bei der BBC ein redaktioneller Bericht über die Kämpfe in Bangui und die Friedenstruppen zwischen den Fronten.  ¤

In Sibut haben afrikanisch / französische Truppen die Seleka wieder vertrieben. Bei TV5 ein Bericht von dort von Bernard Aparis (aitv).  ¤

Bei "Focus on Africa" Gespräch mit Andris Piebalos (EU-Entwicklungs-Kommissar) über die notwendigen langfristigen Hilfen für das Land.

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,B,P,JA

 

zus.9

 

4.2.14

Berichte bei BBC und Euronews: heftige Gefechte in Bangui, angeblich zwischen Seleka und Anti-Balaka. Zu sehen sind allerdings vor allem französische Soldaten und Plünderer. (Die gleichen Bilder auch bei No Comment.) Bei TV5 nur eine Kurzmeldung.   ¤

B,E,JA,NC

zus.5
5.2.14

In Bangui hält Präsidentin Samba-Panza eine Rede vor 1000 Soldaten der neugebildeten Armee und fordert zu Ruhe und Frieden auf. Jeder, der weiter für Chaos sorgt, solle zur Verantwortung gezogen werden. Wie die Soldaten das verstanden haben, zeigen sie gleich im Anschluß: sie schlagen öffentlich einen Mann tot, den sie für einen Seleka-Rebellen halten, und ziehen die Leiche aus und verstümmeln sie. Der Lynchmord wird von etlichen Reportern gefilmt, die meisten Sender berichten darüber, zeigen aber nur einen kurzen Ausschnitt. Ein paar Standbilder der Grausamkeit bei TV5.   ¤

Bei AJE ein Bericht über die andauernden Plünderungen. Die Bilder auch bei "No Comment", von Plünderern, Soldaten, und dem zerstörten Archiv eines Fotografen.

A,B,Sky,JA,E,NC

 

zus.12

 

           
6.2.14

Der UN-Beauftragte in der ZAR, Babacar Daye, verlangt, daß die Soldaten, die einen Mann öffentlich gelyncht haben, gefunden und vor Gericht gestellt werden. Bericht bei "Focus on Africa", sowie ein Gespräch (telefonisch) mit Babacar Daye. Kurzbericht bei TV5. - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

B,JA

zus.7
6.2.14


The Stream: "Deep divisions in the Central African Republic"
-  (NNA)*

A 26
           
7.2.14

Der ICC hat Ermittlungen zu den Verbrechen in der ZAR aufgenommen. Bei der BBC der OT einer Erklärung von Chefanklägerin Fatou Bensouda dazu.

In Bangui geht die Vertreibung der Muslime weiter. Tausende Menschen klettern auf LKWs und fahren weg, Richtung Tschad. Weiter Szenen von Pogromen und Plünderungen. Berichte aus Bangui leider nur bei BBC und TV5, und Bilder bei "No Comment". Bei der BBC ein Gespräch mit Sylvain Groulx (MSF) in Bangui. Bei AJE nichts, auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.   ¤¤

B,JA,NC

zus.10
8.2.14

Bei PressTV Meldung über andauernde Vertreibungen und Pogrome, und Einschätzungen von Abayomi Azikiwe. - Bei Euronews spricht François Chignac mit Präsidentin Samba-Panza, die erneut ankündigt, alle Verbrecher würden vor Gericht kommen. Allerdings benennt sie keine Verantwortlichen, so daß jeder meinen kann, es wären nur die Täter der anderen Seite gemeint. - TV5 berichtet über einen Besuch der Präsidentin in Brazzaville sowie über einen Berg von Waffen, die die Franzosen beschlagnahmt haben - offenbar ausschließlich von Seleka-Rebellen.   ¤

P,E,JA

zus.9
           
9.2.14

   (NNA)*   ¤

A,Sky,P,JA,E

zus.15
                 
9.2.14

"In Focus: Central African Republic: On the Brink of Genocide" - Film von Johnny Miller   (NNA)*   ¤¤

P

24
10.2.14

Die gewaltsame Vertreibung der letzten Muslime aus Bangui und aus dem ganzen Süden und Westen des Landes geht weiter. Heute keine neuen Bilder. Bei Sky telefonische Infos von Peter Bouckaert (HRW), der von täglichen grausamen Überfällen und Lynchmorden der Anti-Balaka berichtet. Bei PressTV ein ausführlicher, allgemeiner Bericht.    ¤  - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

Sky,P,TV5

zus.8
           
10.2.14

"The Debate: Humanitarian catastrophe in Central African Republic" - Diskussion mit Jahangir Mohammad und Nii Akuetteh. U.a. weist Akuetteh darauf hin, daß es auch grausame Übergriffe der Seleka auf Zivilisten gegeben hat. (Leider NNA)*

P 23
                 
11.2.14

Amnesty International spricht von einer "Kampagne ethnischer Säuberungen" gegen die Muslime in der ZAR. (PressTV) - Bericht über den Terror der Anti-Balaka in Bangui, von Bernard Aparis (aitv). - Bei Euronews Interview von François Chignac mit Präsidentin Catherine Samba-Panza. (NNA)*   ¤

P,JA,E

zus.9
           
12.2.14

 

 

Auf einem Militärgelände in Bangui, das bis vor kurzem von Seleka genutzt wurde, haben AU-Soldaten ein Massengrab in einer Güllegrube entdeckt. Unklar, ob Seleka hier Täter oder Opfer waren. Auch die Zahl der Opfer ist noch unbekannt.  ¤

Amnesty nennt die Vertreibung der Muslime "ethnische Säuberungen" und stellt fest, daß die afrikanischen und französischen Friedenstruppen kaum in der Lage sind, das zu stoppen. HRW fordert eine echte Eingreiftruppe der UN. Das UN-WFP startet eine Luftbrücke mit Nahrungsmittelabwürfen.   ¤

Der französische Kriegsminister Le Drian und Präsidentin Samba-Panza machen erstmals die Anti-Balaka für die Gewalt verantwortlich. Laut BBC erklärt sie den antimuslimischen Milizen den Krieg, OT von ihm bei AJE.   ¤

Allgemeine Berichte bei AJE, PressTV, TV5, arte und Euronews. Bei PressTV wird deutlich vor einem Völkermord gewarnt. Bei AJE Infos von Manuel Fontaine (UNICEF, aus New York). Gute Berichte bei arte und Euronews. Leider rein gar nichts bei den deutschen Sendern.

A,B,C,P,
arj,E,TV5

 

zus.22

 

                
13.2.14

 

 

Für die BBC  berichtet jetzt Kassim Kayira aus Bangui. Plünderungen und Zerstörungen von Häusern, Lynchmorde und Vergewaltigungen sind Alltag. Die Friedenstruppen können kaum etwas gegen die Anti-Balaka ausrichten. Antonio Guterres (UN-Flüchtlingskommissar) nennt es eine "humanitäre Katastrophe" und sagt, die "ethno-religiösen Säuberungen" müßten gestoppt werden.   ¤¤

Bei Sky News und TV5 Berichte über die Ankunft von Lebensmittelhilfen der UN. 

Bei TV5 ein Bericht (von Ilhame Taoufiqi). Bilder von Waffen, die die Franzosen bei den Anti-Balaka beschlagnahmt haben. Nicht Macheten, sondern Granaten und Panzerminen. Die Autorin schätzt, daß 65 Prozent der Muslime aus Bangui geflüchtet sind.   ¤

Bei TV5 Gespräch mit Christian Mukosa (Amnesty International).

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

B,Sky,JA

 

zus.18

 

14.2.14

 

 

 

Frankreichs Regierung will weitere 400 Soldaten in die ZAR schicken. - Ban Ki Mun schildert dem UN-Sicherheitsrat die Lage in der ZAR in deutlichen Worten. (OT bei AJE) Laut UN wären mindestens 10.000 Blauhelmsoldaten nötig.   ¤

Bei der BBC berichtet Andrew Harding aus Boali. Mordlustige Anti-Balaka warten auf den Straßen auf die letzten Muslime. 600 von denen haben in der katholischen Kirche Zuflucht gefunden. Ihre Häuser und die Moschee sind von den Milizionären komplett zerstört worden.   ¤¤

In Bangui geht der Massenexodus der Muslime weiter. Infos von dort von Donatella Rovera (Amnesty, bei AJE), Kassim Kayira (BBC) und Alexis Masciarelli (WFP, bei CNN). Rovera berichtet von andauernden Massakern der Anti-Balaka an Muslimen in Orten außerhalb der Stadt.   ¤

Bei AJE Einschätzungen von Ivan Simonovic (UN-Beauftragter für Menschenrechte) zur Situation.

Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

Bei den deutschen Sendern keine Berichte, keine Meldungen. Am Mangel an Bildern kann es nicht liegen. - Am Sonnabend aber im DLF ein sehr guter (bis auf den Titel) Hintergrund von Bettina Rühl.

A,B,C,P,JA,E

 

 

zus.30

 

 

                  
15.2.14

Heute nur zwei Kurzmeldungen: in Bangui haben die Friedenstruppen eine intensive Suche nach Waffenlagern gestartet. Und die EU will vielleicht ebenfalls weitere Soldaten schicken.

P,TT

zus.1
16.2.14

Im "Journal Afrique" Bilder von der Verhaftung von vier Anführern der Anti-Balaka. Und ein Bericht über die Massenflucht der Muslime aus Bangui. Eine endlose Schlange von überfüllten LKW unterwegs Richtung Tschad.   ¤

Bei AJE ein Bericht über das Leid von Kindern im Konflikt.

In der Tagesschau ein Bericht aus Paris über die Pläne der EU für eine Eingreiftruppe. Nur am Rand ein paar Bilder aus Bangui.

JA,A,TS

zus.6
16.2.14

"Talk to Al Jazeera" - Mike Hanna spricht in Brazzaville mit Präsidentin Catherine Samba-Panza. Sie nennt als Hauptursachen des Konflikts die ungleiche Verteilung des Reichtums sowie die Kriege in den Nachbarländern. Sich selber sieht sie als "Mutter", als Vermittlerin zwischen den Gruppen. Sie brauche dabei weiter die Hilfe anderer Länder und der internationalen Justiz. Leider geht das Gespräch nicht auf die real stattfindende Vertreibung aller Muslime ein. Da wird es bald nichts mehr zu versöhnen geben.

A

25
   (Video folgt, oder unter dem Link.)    
16.2.14

 

 

 

 

 

"In Focus: Central African Republic, another French intervention" - Zweiter Film von Johnny Miller, der das Land im Januar besucht hat. Miller spricht vor allem mit Leuten, die die These unterstützen, die französische Intervention sei eine reiner Akt des Neokolonialismus. Das muß man nicht so sehen. Aber die Beschwerden von Muslimen in Bangui über die Parteinahme der Franzosen (aufgezeichnet im Januar), haben sich wohl inzwischen bestätigt. Von den Befragten dürfte jetzt wohl kaum noch jemand dort sein.   ¤¤

Hier der Text von PressTV zu dem Film: "France invaded the CAR in December 2013, after the UN Security Council adopted a resolution giving the African Union and France the go-ahead to send troops to the country.
Paris has deployed 1,600 troops to the country, but the UN-backed intervention force, which includes over 4,000 African Union peacekeepers, is struggling to restore security in the Central African Republic.
The CAR spiraled into chaos in March 2013, when Christian militias launched coordinated attacks on the mostly Muslim Seleka group, who overthrew former President Francois Bozize and brought Michel Djotodia to power.
Both Djotodia and Prime Minister Nicolas Tiengaye resigned last month after coming under intense pressure over the government’s failure to stem the deadly violence in the African country.
Although the French government has dispatched thousands of troops to the country, but they have appeared to be unable to prevent inter-communal clashes.
The massive search operation follows warnings of a growing campaign of ethnic cleansing of the Muslim minority by Christian militias. The escalation in the militias’ brutal attacks has forced many Muslims to flee the country. The United Nations has estimated that about two million people are in dire need of humanitarian assistance.
On this week’s INfocus, we travel to CAR to see how international forces, particularly France are using violence to re-colonize the country and how ethnic tensions are being stirred up."

P

 

 

 

 

24

 

 

 

 

           
17.2.14

 

Aus dem Massengrab auf einem Militärgelände in Bangui haben Rotkreuzler 13 Leichen geborgen.  

Kassim Kayira (BBC) begleitet ruandische Soldaten, die muslimische Flüchtlinge über die Grenze nach Kamerun gebracht haben.

Bei TV5 ein Bericht von Amandine Sellier aus Kaga Bandoro, 350 km nördlich von Bangui. Bisher leben Muslime und Christen hier friedlich (und in bitterer Armut) zusammen. Der Ort wird noch von einem Rest der Seleka-Armee kontrolliert, im Busch rundherum warten Anti-Balaka darauf, ihn zu erobern und die Muslime umzubringen. Die französischen Truppen sind bis hierher noch nicht gekommen.  ¤¤

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,B,JA

zus.6
18.2.14

Andrew Harding berichtet aus dem Dorf Boboua im Westen des Landes. Die Mordmilizen der Anti-Balaka haben den muslimischen Bürgermeister zu Tode gehackt, der ein angesehener Mann des Ausgleichs war. "Auch wenn er ein guter Mann war, er war ein Muslim!" Die Bewohner des Dorfs sind in den Busch geflüchtet.  ¤¤

Bei TV5 nur eine Kurzmeldung über weitere Massaker.

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

B,JA zus.4
19.2.14

Bei AJE berichtet jetzt Tania Page aus Bangui. Infos über andauernde Kämpfe. Die Anti-Balaka-Milizen haben mit Waffengewalt einen LKW-Konvoi gestoppt, mit dem 2000 Muslime das Land verlassen wollen. Erst nach Eingreifen von Soldaten der AU-Truppe konnte der Konvoi passieren. - Bei TV5 ein Bericht von Ilhame Taoufiqi über die Versuche der MISCA, die Anti-Balaka-Milizen zu entwaffnen.   ¤

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,JA

zus.6
           
19.2.14

Inside Story: "Holy War in the Central African Republic?" - Debatte mit Abayomi Azikiwe (Pan African News Wire) und Donatella Rovera (Amnesty International, wieder zurück in London).   ¤

A

25
           
20.2.14

 

 

Ban Ki Mun will, daß die UN bald 3000 Blauhelme in die ZAR schicken, langfristig 11.000. Infos aus New York von Cath Turner (AJE) und Caleb Maupin (PressTV), mit Einschätzungen von Ban Ki Mun ("Die Lage wird täglich schlimmer.") und von Frankreichs UN-Botschafter ("Die Lage hat sich stabilisiert.")

Bei der BBC ein Bericht von Kassim Kayira, der einen Konvoi begleitet hat, mit dem ruandische Soldaten 2000 muslimische Flüchtlinge von Bangui nach Kamerun gebracht haben. Am Wegesrand immer wieder zerstörte Moscheen. Kurz vor der Grenze haben Anti-Balaka-Milizionäre den Konvoi angehalten, bei einem Feuergefecht wurden sechs von ihnen erschossen.   ¤

Bei TV5 ein Bericht (Bernard Aparis, aitv) aus Bangui. Am Flughafen warten immer noch einige Tausend Flüchtlinge, sowohl Muslime wie Christen.

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,B,P,JA

 

zus.14

 

           
21.2.14

 

Bei AJE berichtet Tania Page aus Bangui. Ein LKW-Konvoi mit bewaffnetem Begleitschutz bringt Tausende Menschen in den Tschad. Unterwegs werden die Wagen von Anti-Balaka beschossen. Tausende weitere Menschen, darunter viele Einwanderer aus dem Tschad, warten weiter auf den Transport. Die Regierung des Tschad will nun keine weiteren Flüchtlinge mehr aufnehmen.   ¤

Euronews über die Ankündigung der UN, weitere Blauhelme zu schicken.

Bei arte ein Bericht aus Bossangoa, wo die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos zwei Flüchtlingslager besichtigt hat. Außerdem ein Bericht über den Fotografen Samuel Fosso. Nachdem sein Atelier in Bangui geplündert wurde, ist er nach Frankreich geflüchtet.

Bei TV5 zwei Berichte, über den Besuch von Valerie Amos und über französische Soldaten in Bangui.

A,arj,E,JA

 

zus.14

 

           
22.2.14

Heute nur bei PressTV eine Meldung aus der ZAR: in Bangui hat es weitere öffentliche Lynchmorde an Muslimen gegeben. Allgemeine Einschätzungen von Abayomi Azikiwe

P

3
23.2.14

Tania Page berichtet aus Bangui über eine muslimische Großfamilie, die auf eigene Faust flüchten wollte und dabei von Anti-Balaka auf offener Straße angegriffen wurde. Die meisten Familienmitglieder wurden ermordet. - Gespräch mit Abdou Dieng (Nothilfekoordinator der UN in Bangui).  ¤

A

8
           
24.2.14

Bei AJE ein allgemeiner Bericht aus Paris über die Lage in der ZAR und die französische Eingreiftruppe. 

Bei PressTV eine Meldung: in Carnot im Westen des Landes haben die Anti-Balaka 800 Muslimen, die in einer Kirche Zuflucht gefunden haben, ein Ultimatum gestellt, das Land zu verlassen, sonst würden sie die Kirche niederbrennen und die Leute umbringen.   ¤

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,P

zus.3
25.2.14

 

Das französische Parlament beschließt, den Militäreinsatz in der ZAR zu verlängern und auszuweiten. Diverse Berichte und Meldungen.

Bei AJE berichtet Tania Page aus Bangui über die weiter extrem angespannte Lage. Der Bericht erscheint etwas verwirrt. Besser ist der (redaktionelle) Bericht bei Sky News. Das Klima der Menschenjagd wird am deutlichsten sichtbar im Bericht von Ilhame Taoufiqi bei TV5.   ¤

Bei PressTV Einschätzungen von Jonathan Offei-Ansah.  (NNA)*

Einziger brauchbarer Bericht auf deutsch bei Euronews (obwohl: es geht hier nicht um einen Konflikt zwischen Religionen. Aber das will wohl niemand verstehen.) Im heute-journal eine dumme Meldung über Gewalt von "Christen gegen Muslime".  In der ARD keine Berichte, keine Meldungen.

A,Sky,P,JA,hj,E

 

zus.24

 

                 
27.2.14

Tania Page berichtet aus Bangui. Angeblich gibt es in der Stadt immer noch Kämpfer der Seleka. Bericht leider ziemlich allgemein und undeutlich.

A

3
28.2.14

Frankreichs Präsident Hollande besucht seine Truppen in Bangui und Präsidentin Samba-Panza. Bei seinen Soldaten sagt er, daß diese bereits Tausende von Menschenleben gerettet haben. Bei AJE leider außer einer Kurzmeldung nichts Neues. Bei TV5 berichtet Gerard Grizbec aus Bangui. Und ein Bericht aus Kamerun, wo auf Lastwagen Tausende geflüchteten Muslimen aus der ZAR ankommen und erstmal in improvisierten Lagern unterkommen.

A,arj,E,JA

zus.7
1.3.14

Tania Page berichtet aus Boali. Die meisten der mehreren Hundert Muslime, die in einer Kirche Zuflucht gefunden hatten, sind inzwischen mit LKW nach Kamerun gebracht worden. Beim Besteigen der Trucks kommt es zu erschütternden Szenen, alle haben Angst, nicht mitzukommen, die Mördermilizen der Anti-Balaka stehen abwartend daneben.   ¤

A

3
           
2.3.14

Tania Page begleitet ruandische Soldaten der AU-Truppe auf einer Patrouille in Bangui. Einige von ihnen haben den Völkermord noch miterlebt, sie versuchen, Leute mit Worten zu überzeugen, daß sie keine weiteren Racheakte an muslimischen Zivilisten verüben.   ¤

Bei PressTV Einschätzungen von Abayomi Azikiwe zur Krise in der ZAR. - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,P

zus.7
           
3.3.14

Mit dem Beginn der Regenzeit verschlimmert sich die Situation in den Flüchtlingslagern. Da die Gewalt andauert, will kaum jemand zurück nach Hause (zumal das oft zerstört sein wird). Bericht aus Bangui von Tania Page.

A 2
           
4.3.14

Bei "Focus on Africa" ein Bericht aus Bangui von Kassim Kayira. Er trifft Vertreter der Seleka (Ismail Ahmed) und der Anti-Balaka (Fellai-Herve Patrick), die jeweils jede Schuld von sich weisen. Während die meisten Muslime die Stadt verlassen haben, warten einige Hundert noch in der großen Moschee.  ¤

Bei PressTV ein neuer Bericht von Johnny Miller aus Bangui. Der Imam einer Moschee hat die ermordeten Muslime aufgebahrt. Nur in einem kleinen Stadtteil leben noch Muslime in ihren Häusern, in ständiger Angst vor den Anti-Balaka, die das Viertel umkreisen.   ¤

B

P

4

2

           
5.3.14

Ein Bericht über die Not der Menschen in den Flüchtlingslagern, die durch Regenfälle verschlimmert wird. 

JA

2
6.3.14

 

 

Der UN-Sicherheitsrat berät über die Aufstellung einer UN-Eingreiftruppe. Bericht von James Bays mit Einschätzungen von Antonio Guterres.   

Bei PressTV ein Bericht von Johnny Miller aus dem Ort Mbaiki (im Landesinneren). Die Anti-Balaka haben alle Muslime vertrieben, nur der Geschäftmann Saleh Dido hatte sich geweigert, seinen Geburtsort zu verlassen. Vor ein paar Tagen haben sie ihn erwischt, mitten auf der Straße gefoltert, ermordet und verstümmelt. Soldaten der AU-Truppe haben die Täter festgenommen, identifiziert und dann wieder laufengelassen.   ¤

Bei TV5 berichtet Amandine Sellier aus Goré im Süden des Tschad, wo Tausende Flüchtlinge aus der ZAR irgendwie untergebracht werden müssen. Die meisten leben unter erbärmlichen Bedingungen in selbstgebauten Zelten. Und täglich kommen auf LKW Tausende neue Flüchtlinge an.  ¤

Auf deutsch wie üblich keine Berichte, keine Bilder, keine Meldungen. 

A,P,JA

 

zus.9

 

                 
7.3.14

Malcolm Webb berichtet aus Zongo, am anderen Ufer des Ubangi, in der DRC. Etwa 60.000 Menschen sind über den Fluß hierher geflüchtet und leben in verstreuten Siedlungen. Nicht alle sind Muslime, ein Musiker erzählt, daß er geflüchtet ist, nachdem sein Bruder von den Anti-Balaka nur wegen seiner Frisur ermordet wurde.   ¤

A

3
           
8.3.14

Von den über 100.000 Muslimen, die in Bangui lebten, sind laut UN nur noch 900 in der Stadt. Malcolm Webb berichtet aus einem Flüchtlingslager des UNHCR im Norden der DRC. Gespräch mit Lydie Boka (Afrika-Expertin) über die Vertreibung der Muslime.   ¤

A

6
           
9.3.14

 

Tania Page berichtet aus Berengo (südlich von Bangui) über ein von Gott und der Welt verlassenes Regiment der Seleka. Die jungen Männer sind Christen und hatten sich der Rebellenarmee angeschlossen, um später Teil der regulären Armee zu werden. Jetzt kann sie niemand mehr gebrauchen und so bewachen sie mit ihren Holzgewehren ihre Kaserne.   ¤

Johnny Miller berichtet aus Bangui über Muslime, die noch in ihrem Stadtteil leben und sich über mangelnden Schutz durch die französischen Soldaten beklagen. Täglich werden irgendwo Muslime auf offener Straße unter den Augen der Franzosen gelyncht. (Der Bericht ist vermutlich nicht ganz aktuell.)

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,P

 

zus.6  

 

                 
10.3.14

In Bangui sind drei Vertreter einer UN-Kommission eingetroffen, die die Menschenrechtsverletzungen in der ZAR untersuchen sollen (Meldung bei PressTV). - Amandine Sellier berichtet bei TV5 über eine Malariaepidemie in den Flüchtlingslagern von Bangui.

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

P,JA

zus.3
11.3.14

Tania Page berichtet aus Bangui über die wenigen zurückgebliebenen Muslime und über ein Pilotprojekt der UN, bei dem (christliche) Flüchtlinge versuchsweise wieder zurück in die Stadt ziehen. - Malcolm Webb berichtet über ein Flüchtlingslager in der DRC. - Bei PressTV Infos von Johnny Miller (zurück in London) über die Lage in Bangui, und ein allgemeiner Bericht. - Bei TV5 ein Bericht aus Bossemtélé (im Westen des Landes) von Amandine Sellier. Auch dort geht der Exodus der Muslime (Richtung Kamerun) weiter.

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,P,JA

zus.12
11.3.14

"The Debate: C.A.R. Catastrophe" - Mit Johnny Miller (Korrespondent, zurück in London) und Abayomi Azikiwe (Pan-African News Wire).  (NNA)*

P

22
                 
14.3.14

Meldung und ein allgemeiner Bericht: die UN-Untersuchungskommission in Bangui und Vertreter der christlichen und muslimischen Glaubensgemeinschaften warnen vor einem Völkermord in dem Land. Etwa 80 Prozent der Muslime in der ZAR sind entweder ermordet oder vertrieben worden. Bewertungen von Abayomi Azikiwe.   ¤

P

6
           
16.3.14

 

Malcolm Webb berichtet aus dem Flüchtlingslager Boyabu in der DRC. Unter den Bewohnern sich sowohl Muslime wie Christen aus der ZAR, und hier gibt es keine Probleme zwischen den Angehörigen der beiden Konfessionen, so wie man früher zuhause friedlich zusammengelebt hat.   ¤

Der deutsche Kolonialminister Gerd Müller war ein paar Tage in Zentralafrika und hat Hände geschüttelt. Er wurde dabei von einigen deutschen Reportern begleitet. Sogar das ZDF hat darum mal einen Beitrag aus der ZAR im Programm, bei "Berlin direkt". Der Reporter Mathis Feldhoff (?) hat allerdings keinen Schimmer von den politischen Vorgängen dort, schwafelt von "Bürgerkrieg zwischen Christen und Muslimen" und weiß nichtmal, wie man den Namen der Hauptstadt Bangui ausspricht. (Um etliche Längen besser wie üblich der Beitrag von Wim Dohrenbusch beim DLF.)   

A,ZDF

 

zus.7

 

           
19.3.14

Tim Whewell berichtet aus dem Ort Carnot im Südwesten des Landes. Auch hier haben über 1000 Muslime in der christlichen Kirche Zuflucht gefunden. Die Anti-Balaka drohen, sie alle in der Kirche umzubringen, ebenso wie den Pfarrer, der ihnen Schutz gewährt. Sonntags räumen die Flüchtlinge das Gebäude, damit die Christen dort ihren Gottesdienst feiern können.   ¤  - Obwohl Whewell die Dinge recht eindeutig darstellt, meint er doch, es gebe einen Konflikt zwischen Christen und Muslimen. Die meisten Anti-Balaka-Nazis wissen vermutlich nichtmal, daß der Islam eine Religion ist, ebenso wie sie selber nichts mit dem Christentum zu tun haben. Eigentlich ganz ähnlich wie die deutschen Nazis damals.

B

3
20.3.14

Navi Pillay (UN-Beauftragte für Menschenrechte) ist in Bangui und äußert sich entsetzt über das Ausmaß der Gewalt in der ZAR.

P

1
22.3.14

Bericht von Amandine Sellier über die humanitäre Notlage in den Flüchtlingscamps in Bangui.  

JA

2
23.3.14

Bei "Reporters" nochmal ausführlicher der Bericht von Tim Whewell aus Carnot (siehe 19.3.)

Tania Page berichtet aus Bangui. Die Gewalt gegen die verbliebenen Muslime geht weiter. (Die meisten Bilder des Berichts sind wohl schon ein paar Tage alt.)  - Gespräch mit dem UN-Botschafter des Tschad, Mahamat Zene Cherif, u.a. über die angebliche Unterstützung des Tschad für die Seleka-Rebellen.

B

A

6

7

           
24.3.14

Meldung über weitere tödliche Gewalt in Bangui. 

Inside Story : "Crisis in CAR: forgotten - now ignored?" - Diskussion mit Florent Geel (International Federation for Human Rights), James Schneider (Think Africa Press) und Louis Keumayou (Pan-African Press Association).  (NNA)*   

P

A

1

25

           
25.3.14

Zwei Berichte mit neuen Bildern aus Bangui. Berichtet wird von andauernder Gewalt, allgemeinem Niedergang, Staatszerfall und Wirtschaftskrise.  

JA,E,NC zus.5
           
26.3.14

Die Soldaten der afrikanischen Eingreiftruppe gehen in Bangui mit massivem Waffeneinsatz gegen die Mördermilizen der Anti-Balaka vor. Jedenfalls nach eigener Aussage. Auf den Bildern sieht das eher inszeniert aus.   

JA

2
28.3.14

Meldung: in Bangui sind bei einem Granatenangriff auf eine Beerdigung mindestens 7 Menschen getötet worden. - Bei TV5 ein Bericht über die Arbeit von Helfern des Roten Kreuzes.

A,JA

zus.3
29.3.14

Bei arte eine Meldung: bei dem Granatenangriff auf eine christliche Beerdigungsfeier wurden 20 Menschen getötet. - Bei TV5 die erste Stellungnahme von Ex-Präsident Bozizé seit seinem Sturz, zur Gewalt der Anti-Balaka. (OT, leider nicht verstanden.)  

arj,JA

zus.2
30.3.14

Meldung: in Bangui haben tschadische Soldaten der AU-Truppe etwa 30 Zivilisten erschossen, nachdem ihr Konvoi angegriffen wurde.

P

1/2
1.4.14

Samba-Panza ist zu Besuch bei Hollande. Und die EU will nun endlich mit der Stationierung ihrer Eingreiftruppe beginnen. Zur Abwechslung mal zwei kurze Berichte auf deutsch, bei den internationalen Sendern nur Kurzmeldungen.   

arj,E

zus.3
2.4.14

Gespräch mit Kassim Kayira, der im Februar zwei Wochen lang für die BBC aus der ZAR berichtet hat, über die andauernde Gewalt. Ziemlich allgemein.  

B 6
3.4.14

Tschad wird seine Soldaten von der AU-Truppe in der ZAR abziehen. Bei TV5 ein Bericht, Infos aus Paris von Jacky Rowland (AJE) und Amandine Sellier (TV5).

A,JA

zus.5
4.4.14

Bei AJE Infos aus Ndjamena von May Ying Welsh zum Abzug der tschadischen Truppen. Und Gespräch mit Herman Cohen (Ex-Afrika-Minister der USA) über die Lage in der ZAR. (NNA)* - Bei TV5 Infos (telefonisch) aus Bangui von Florence Richard.

A,JA

zus.11
5.4.14

Ban Ki Mun ist (auf dem Weg nach Ruanda) zu Besuch in Bangui und warnt dort vor der Gefahr eines Völkermordes. Bei AJE ein Bericht von Kristen Saloomey aus New York mit Zitaten aus einem Report von HRW.

Der Premierminister des Tschad, Kalzeubet Pahimi Deubet, weist Vorwürfe gegen die tschadischen Truppen zurück und sagt, daß diese Truppen einen Völkermord verhindert haben. Bei AJE ein Bericht aus Ndjamena von May Walsh.

A,P,JA

zus.7
           
7.4.14

Meldung: das WFP warnt vor einer Hungersnot. Als Folge des Konflikts brauchen1,6 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe.

P

1
9.4.14

Meldungen über Kämpfe zwischen Seleka und Anti-Balaka in der Stadt Dekoa (in der Mitte des Landes), mindestens 30 Tote. - Bei Euronews und TV5 gleichlautende Berichte über die jetzt scheinbar ruhige Lage in Bangui.

P,E,JA

zus.4
           
10.4.14

Der UN-Sicherheitsrat beschließt einstimmig die Bildung einer Friedenstruppe von 12.000 Mann, in der die bisherige AU-Truppe (5000) und die französische (2000) aufgehen sollen. Die Neuaufstellung wird mehrere Monate dauern. Bei AJE ausführliche Hintergrundinfos aus New York. Gespräche bei AJE mit Peter Pham (Africa Centre) und bei der BBC mit Gerard Araud (Frankreichs UN-Botschafter). Berichte bei AJE, BBC und Sky News (länger) und Euronews (kurz). Fehlerhafte und dumme ("Unruhen zwischen Muslimen und Christen") Kurzmeldungen bei ARD und ZDF.

A,B,Sky,
TS,hj,E,JA

zus.30
                  
11.4.14

In Bangui herrscht nach der Vertreibung fast aller Muslime anscheinend wieder Ruhe. Bericht.

JA

2
12.4.14

Positive Reaktionen in Bangui auf die geplante UN-Truppe. Allerdings: "die kommen immer erst, wenn es zu spät ist." PressTV berichtet, daß weiter Muslime aus dem Land flüchten, meist nach Tschad.

E,P

zus.4
12.4.14

"The Bishop, the Imam and the Killers" -  Film von Tim Whewell. In der Stadt Kano hatten (wie auch andernorts) über Tausend Muslime monatelang auf dem Gelände der katholischen Kirche Zuflucht vor den Mörderbanden gefunden. Der Film erzählt ihre Geschichten. Deutliche Aussage des Films: es handelt sich nicht um einen Religionskonflikt zwischen Christen und Muslimen. Inzwischen sind die meisten Muslime auch aus Kano ins Ausland gebracht worden. (our world) (nur teilweise angesehen. Vieles davon hatte die BBC schon in aktuellen Berichten gezeigt. Trotzdem sehr sehenswert.)   ¤¤

B

24
16.4.14

Meldung: die tschadischen Truppen sind komplett aus der ZAR abgezogen.

A

1/2
17.4.14

Bei der BBC noch ein Bericht von Tim Whewell, schon Bekanntes. -  Bei PressTV Bericht aus New York über die andauernde Gewalt in der ZAR. - Bei TV5 ein Bericht aus Bangui über politische Entwicklungen. (Alles NNA)*

B,P,JA

zus.7
18.4.14

 

 

Die UN warnen vor einer allgemeinen Hungersnot.

Bei AJE ein Bericht aus Boda (westlich von Bangui). Einige Tausend Muslime leben hier noch und werden von Anti-Balaka belagert. Auf beiden Seiten verhungern Kinder.   ¤

Bei arte ebenfalls ein Bericht aus Boda (Ausschnitt von arte-reportage, morgen), unter dem plakativen Titel "Christen töten Moslems". Ein Vertreter der Regierung und ein französischer Offizier reden auf eine Menschenmenge ein - die meisten "Anti-Balaka" - und rufen sie zur Versöhnung und Frieden mit den Muslimen auf, mit wenig Erfolg. Nachdem die Seleka-Rebellen hier auch christliche Zivilisten angegriffen haben, wollen die meisten die Muslime nur noch weghaben.   ¤

Bei PressTV ein allgemeiner Bericht über die Verfolgung der Muslime. Hier wird vor allem Frankreich für die Gewalt verantwortlich gemacht.

A,P,arj

 

zus.9

 

           
19.4.14

Kurze Meldung über ein neues Massaker im Norden des Landes, bei dem u.a. ein Priester ermordet wurde. - Bericht aus Bangui von Bernard Aparis (aitv) über den Erzbischof Dieudonné Nzapalainga, der sich aktiv für Versöhnung einsetzt. Er sagt, das Land ist nicht zwischen Christen und Muslimen gespalten, sondern von denen, die Christen und Muslime verfolgen.   ¤

JA

2
19.4.14

 

 

"Christen töten Moslems" - Reportage von Michel Dumont und Eric Bergeron.  (NNA)*   ¤¤

Text von der völlig zerschossenen arte-Seite: "Vor drei Monaten verlor Michel Djotodia das Amt des Präsidenten, kaum ein Jahr hatte er sich an der Macht gehalten. Seitdem herrscht das Chaos in der Zentralafrikanischen Republik. Im Westen des Landes jagen und töten die Christen weiterhin die Moslems – trotz aller militärischen Präsenz der panafrikanischen Misca und der französischen Eingreiftruppe Sangaris. Die Moslems fliehen zu tausenden in improvisierte Unterkünfte, stecken dort dann aber fest wie in der Falle - ohne jede humanitäre Hilfe.
In Bangui, im Viertel rund um die Große Moschee, leben nur noch ein paar tausend Moslems, täglich bedroht durch die Überfälle der Anti-Balaka, der christlichen Milizen, oder durch Plünderer, die das Chaos nutzen, um sich zu bereichern. Auch in Boda, einer kleinen Stadt südwestlich von Bangui mit 30.000 Einwohnern, fürchten die Moslems um ihr Leben – sie stellen hier immerhin die Hälfte der Bevölkerung, die andere Hälfte sind Christen. Die Menschen in Boda leben gut, vor allem durch den Handel mit Diamanten. Die 11.000 verbliebenen Moslems überleben zurzeit nur durch die Präsenz der französischen Soldaten.
Zwischen Christen und Moslems scheint ein Frieden nicht mehr möglich. Die neue Regierung der Zentralafrikanischen Republik unter der Präsidentin Catherine Samba Panza scheint unfähig, die Wut der Christen im Land zu besänftigen und die Anti-Balaka-Milizen in die Schranken zu verweisen."

arep

 

 

27

 

 

21.4.14

90 Menschen (angeblich fast alle noch in Bangui verbliebenen Muslime) sind mit einem bewaffneten Konvoi der UN aus der Stadt gebracht worden und nach Bambari im Zentrum des Landes gefahren. Dort herrschen noch die Seleka-Rebellen. Berichte bei Sky News und TV5, mit ausführlichen Bildern der Fahrt.   ¤

Sky,E,JA

zus.4
22.4.14

Ein Bericht über die Verfolgung der Muslime in der ZAR. In Kano haben 900 von ihnen in der katholischen Kirche Zuflucht gefunden. Der Priester Dieu-Béni Bikowo erklärt, daß es sich eben nicht um einen Religionskrieg handelt: die Christen helfen den Muslimen. Davon ungerührt werden im Bericht die Anti-Balaka als "christliche Milizen" bezeichnet.   ¤

E

1
           
23.4.14

In Bangui treffen Menschenrechtlerinnen die Ministerin für Versöhnung, Antoinette Montaigne. Bericht von Bernard Aparis (aitv).

JA

2
24.4.14

Bericht aus dem Ort Boda, westlich von Bangui. Einige Hundert Muslime leben hier noch in einer Art Ghetto, ständig belagert von mordlustigen Anti-Balakas. Bericht von Bernard Aparis (aitv).   ¤

JA

3
25.4.14

Meldung über Kämpfe in Bangui, bei denen französische Truppen mindestens fünf Personen getötet haben. - Bericht von Bernard Aparis (aitv) über Leichenfunde in Bangui. Unklar wer Täter und Opfer sind, die Opfer wurden teilweise grausam zugerichtet.

P,JA

zus.3
27.4.14

Meldungen: in Nanga Boguila (im Nordwesten des Landes) sind bei einem Angriff (möglicherweise von Seleka) mindestens 22 Zivilisten getötet worden, darunter drei ausländischer Helfer von MSF. - Ein Konvoi der UN hat nochmal1300 Muslime aus Bangui fortgebracht. In Bangui ist eine Moschee niedergebrannt worden. - Bei AJE, BBC, Sky News und PressTV redaktionelle Berichte über die Evakuierung der Muslime aus Bangui. - Bei TV5 ein Bericht von Bernard Aparis (aitv) über den Neuaufbau der Armee, bei dem auch Ex-Soldaten der Seleka eingebunden werden.   ¤

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,B,Sky,P,JA

zus.14
           
28.4.14

CNN (Jim Clancy) und arte (Mittagsausgabe) liefern noch Berichte nach mit den Bildern des Vortags, über die Evakuierung der letzten 1300 Muslime aus dem Stadtteil PK12 von Bangui. Bei TV5 ein Bericht darüber mit neuen Bildern. Sowie Infos von Tarak Bach Baquab (MSF) zu dem Angriff in Nanga Boguila, bei dem drei MSF-Mitarbeiter getötet wurden.   ¤

C,arj,JA zus.9
           
29.4.14

MSF hat seine Arbeit in Nanga Boguila eingestellt, nachdem dort drei Helfer ermordet wurden. Bericht aus dem Ort mit weiteren Infos über den Angriff. (aitv)  

JA

2
30.4.14

Meldung über ein muslimisches Mädchen in Bangui, das von Milizionären getötet und enthauptet wurde.   ¤

A

1/2
1.5.14

Mit einiger Verspätung kommen die ersten Soldaten der EU-Eingreiftruppe in Bangui an. - Die Vizepräsidentin des Übergangsrates, Léa Koyassum Doumta, kritisiert, daß die UN-Truppe Muslime aus dem Land deportiert. Damit werde nur das Problem deportiert. Die Leute müßten wieder lernen, zusammenzuleben. (OT) - Meldung: In Bangui ist ein kritischer Journalist ermordet worden. - Gespräch mit Johnny Bissakonou (Journalist und Blogger) über die Pressefreiheit in der ZAR.

JA

5
2.5.14

Telefonische Infos aus Bangui über einen Streit zwischen Präsidentin und Presse (nicht verstanden). - Bericht von Gabrielle Lorne (aitv) aus Dioubissi (im Osten des Landes). Dort wird eine riesige alte Goldmine in Handarbeit weiter betrieben. Das Gebiet wird noch von Seleka kontrolliert.

JA

4
5.5.14

Nach diversen Angriffen auf Helfer schränken MSF ihre Arbeit in der ZAR ein. 

E,JA

zus.2
6.5.14

Meldungen und ein paar Bilder: in Boguila (im Norden) gibt es heftige Kämpfe zwischen französischen Soldaten und etwa 50 bewaffneten Kämpfern (vermutlich Seleka). 

A,P,E,JA

zus.3
7.5.14

Die EU-Kommissarin für Humanitäres, Georgieva, ist in Bangui und warnt vor der Gefahr eines Völkermordes, der nach ihrer Ansicht aber noch nicht stattfindet.

E

1
8.5.14

Die Journalistin Gemma Parellada hat letzte Woche einen Konvoi von muslimischen Flüchtlingen von Bangui in den Tschad begleitet. Bei CNN erzählt sie von der gefährlichen Reise, dazu ihre Fotos. Einmal wurde der Konvoi von Anti-Balaka angegriffen, dabei wurden mehrere Menschen getötet.   ¤

C

3
           
10.5.14

In Bangui haben die ersten Soldaten der EU-Truppe EUFOR mit Patrouillen begonnen. Bericht.

JA

2
11.5.14

Carole Yemelong berichtet aus einem Ort in Kamerun an der Grenze zur ZAR, wo hunderte muslimische Flüchtlinge in einem Lager der UN untergekommen sind.

JA

2
13.5.14

Zwei Meldungen: die französische Fotoreporterin Camille Lepage ist in der ZAR getötet worden. - Neues Massaker in Dissikou mit mindestens 13 Toten, beschuldigt werden Kämpfer der Seleka.

JA 1
14.5.14

Im "Journal Afrique" ein Bericht zum Tod der Reporterin Camille Lepage. Weiter kaum etwas über die Todesumstände. Einzige kurze Meldung auf deutsch bei arte (Mittagsausgabe).

arj,JA

zus.3
18.5.14

Philipe Randrianarimanana berichtet aus dem Ort Boda ("Boda La Belle"), wo noch jeweils einige Tausend Muslime und Christen in getrennten Vierteln leben. Europäische Soldaten versuchen, Übergriffe der jeweiligen Milizen zu verhindern. Bilder von zahlreichen zerstörten Häusern, Flüchtlinge auf dem Kirchengelände.  ¤

JA

2
22.5.14

Meldung: im ganzen Land läuten die Kirchenglocken aus Protest gegen den Mord an einem Priester vor einem Monat.

B ½
24.5.14

Bericht über Kämpfe zwischen französischen Soldaten und Seleka im Gebiet von Bambari und Boguila im Zentrum des Landes. - Im Studio Gespräch mit dem politischen Vertreter der Séléka, Éric Neris Massi

JA

6
28.5.14

Meldungen: in Bangui stürmen bewaffnete Männer das Gelände einer Kirche, auf dem Hunderte Flüchtlinge untergekommen waren. Sie schießen um sich und werfen Handgranaten, mindestens 28 Menschen werden getötet. (Vage Angaben, wonach dies ein Angriff der Seleka gewesen sein soll.)  - Bei TV5 auch Infos zur Hungersnot im Land.

A,P,JA

zus.2
29.5.14

Als Reaktion auf das Massaker in einer Kirche (das Seleka zugeschrieben wird) errichten Jugendliche in Bangui Straßensperren und zertrümmern eine Moschee. Anscheinend ein spontanes Pogrom von normalen Leuten, diesmal nicht von den Anti-Balaka organisiert. Keine Angaben über Todesopfer. - Die fünf Berichte verwenden alle die selben Bilder, bei AJE und Sky ist auch der redaktionelle Text fast gleichlautend und leider sehr oberflächlich. Da ist von "Kämpfen zwischen Christen und Muslimen" die Rede. Der Bericht bei Euronews (über das Massaker in der Kirche) ist zwar der kürzeste, aber dafür recht präzise.   ¤

A,B,Sky,E,JA

zus.11
30.5.14

In Bangui demonstrieren Hunderte Leute. Sie fordern die Entwaffnung der Milizen, den Rücktritt der Präsidentin und den Abzug der burundischen UN-Truppe. Bei Schießereien werden mehrere Menschen getötet. Offenbar weiter sehr erhitzte Stimmung. Vier Berichte mit den gleichen Bildern - wer sie gemacht hat, wird nirgends erwähnt (offenbar jemand von aitv). Am ausführlichsten der Bericht bei CNN (von Nic Robertson).   ¤

C,JA,arj,E

zus.8
           
31.5.14

In Bangui protestieren einige Hundert Muslime gegen die Regierung, die die Gewalt nicht stoppen kann. Sie verlangen eine sichere Evakuierung aus der Stadt und eine Entwaffnung der Milizen.  ¤

P,JA

zus.3
1.6.14

Bei PressTV ein allgemeiner Bericht über die Gewaltausbrüche der letzen Woche. Bei TV5  wird der Papst zitiert, der in Rom für das Land gebetet hat, sowie OT einer Stellungnahme von Präsidentin Samba-Panza beim Besuch der letzte Woche zerstörten Kirche in Bangui.

P,JA

zus.3
2.6.14

Ein Bericht über muslimische Flüchtlinge aus der ZAR in Kamerun.  

JA

2
3.6.14

Die Regierung hat die Benutzung von SMS verboten. Infos von Florence Dormoy aus Bangui (telefonisch).

JA

2
6.6.14

Sandrine Gomes berichtet über eine gewisse Normalisierung des Lebens in Bangui. Der Premierminister ruft die Leute auf, wieder zur Arbeit und in die Schulen zu gehen. In Ngakobo hat die größte Fabrik des Landes, eine Zuckerfabrik, wieder die Produktion aufgenommen.   

JA

3
8.6.14

Die Regierung hat die Bevölkerung in Bangui aufgerufen, alle Waffen an Sammelstellen abzugeben. Die Ausbeute ist aber eher mager. Bericht bei TV5 von Sandrine Gomes.

A,E,JA

zus.3
11.6.14 Meldung: bei Kämpfen  in Bambari (angeblich zwischen Seleka-Rebellen und Christen) sind mindestens 21 Menschen getötet worden.

P

1/2
12.6.14

Noch eine Kurzmeldung über die Kämpfe in Bambari, bei denen der Ort völlig verwüstet worden sein soll und 22 Menschen getötet wurden. Angeblich waren es Kämpfe zwischen Seleka und Anti-Balaka.  

JA

1/2
14.6.14

 

 

 

 

"Blut und Diamanten" - Reportage (von ???) über den illegalen Diamantenbergbau, mit dem alle bewaffneten Gruppen sich finanzieren. Den aktuellen Bürgerkrieg gegen die Seleka-Rebellen behandelt der Film nur am Rande.

Text von arte: "Die Diamanten aus der Zentralafrikanischen Republik dürfen nicht mehr verkauft werden - wegen des Bürgerkriegs wurde nach den Verträgen des Kimberley Prozesses ein Diamanten-Embargo über das Land verhängt. Es soll die Warlords daran hindern, diesen Krieg mit Blutdiamanten finanzieren. Das scheint aber nicht gut zu funktionieren. Der Kimberley Prozess soll seit 2013 den Handel mit Blutdiamanten verhindern – eine wirklich löbliche Absicht. Aber die ARTE-Reporter sind sich nach ihrer Recherche nicht mehr sicher, ob das Embargo auch die Richtigen trifft.
Im Osten der Zentralafrikanischen Republik schürfen sie noch immer Diamanten in mühevoller Handarbeit aus den Tiefen der Flüsse, kontrolliert von einigen Beamten der staatlichen Aufsichtsbehörde. Ins Ausland verkaufen dürfen sie nicht, also lagern sie die Diamanten an geheimen Orten, bis das Embargo aufgehoben wird. Bis dahin aber verdienen die ehrlichen Schürfer und die Händler kein Geld – und das ist eine Katastrophe für gut eine Million Menschen, die in Zentralafrika vom Diamantenhandel leben.
Leider scheinen aber trotz aller guten Absichten die Skrupellosen weiter an den Diamanten zu verdienen, die Schmuggler, die Warlords, die Händler der Blutdiamanten. Der Minister für den Bergbau in Zentralafrika bestätigte uns vor der Kamera, das in der Exportstatistik bei der Zahl der ausgeführten Diamanten eine dicke Null steht. Er weiß aber, dass die Schmuggler Diamanten illegal ausführen – wohl fast so viele wie in Friedenszeiten.

arep

 

 

 

14

 

 

 

15.6.14

Reportage von Theo Thielke über Hunger und Not. Auf den Bürgerkrieg oder gar dessen Ursachen wird nur oberflächlich eingegangen.

Spiegel-TV

8
16.6.14

Bertrand Boyer (France3) berichtet aus Bangui über ein Flüchtlingslager am Stadtrand (anscheinend sind die meisten Leute Muslime). Viele schlimme Details, aber kaum Infos über Zusammenhänge. 

JA

3
17.6.14

An der Universität von Bangui herrscht wieder normaler Betrieb. Nur, daß einige Stühle leer bleiben, die der vertriebenen muslimischen Studenten. Bericht von Karin Barzegar. 

JA

2
24.6.14

Meldung: bei einem Massaker in Bambari haben Anti-Balaka mindestens 17 Muslime getötet.

JA

1/2
2.7.14

Meldung: nach Angabe der ugandischen Armee arbeiten die Seleka-Rebellen mit der LRA-Bande zusammen.  - Infos von Sylvain Groulx (MSF) zur anhaltend katastrophalen humanitären Lage.

B

3
10.7.14

Meldung über ein Massaker der Seleka in einer Kirche in Bambari mit 26 Toten. - Bericht über eine Veranstaltung von ai, bei der über andauernde schwere Menschenrechtsverletzungen informiert wurde.

JA

2
16.7.14

MSF stellt einen neuen Report über die Gewalt in der ZAR vor. Seit letztem Jahr sind mehrere Zehntausend Menschen getötet worden, viele davon noch während sie versucht haben, das Land zu verlassen. Es gibt örtlich immer noch Pogrome, und die Lage der Flüchtlinge ist verzweifelt. Zwei Berichte, und bei TV5 Gespräch mit Ondine Ripka (MSF, Mitautorin des Reports).   ¤

A,JA

zus.7
17.7.14

Noch zwei Berichte über die neuen Erkenntnisse von MSF über Massenmord und "ethnische Säuberungen" in der ZAR.   ¤  

A,arj

zus.4
20.7.14

Infos aus Bangui von Pacóme Papanji. (nicht verstanden.)

JA

2
23.7.14

Nach tagelangen Verhandlungen in Brazzaville haben sich Seleka und Anti-Balaka auf einen Waffenstillstand geeinigt. Bei AJE Infos aus Bangui von Haru Mutasa. Bei TV5 Infos aus Brazzaville von Antoine Fonteneau, und ein Bericht aus Bangui über eine Geburtsstation.

Auf deutsch selbstverständlich keine Berichte, keine Meldungen.

A,JA

zus.6
24.7.14

Nach der Verkündung eines Waffenstillstandes. Haru Mutasa (AJE) berichtet aus Bangui, Andrew Harding (BBC) aus Bambari. Beide sagen, die Leute haben davon gehört, aber niemand glaubt wirklich daran. Es gab zuletzt immer wieder Überfälle von "christlichen" und "muslimischen" Extremisten auf die Zivilisten der jeweiligen anderen Gruppe. Bei TV5 ein Bericht aus Brazzaville, wo die Vertreter von Seleka, Anti-Balaka und Regierung sich für ihren Erfolg beglückwünschen, diverse Versöhnungsgesten.    ¤

A,B,JA

zus.6
25.7.14

Ein Teil der Seleka lehnt den ausgehandelten Waffenstillstand ab. -  Andrew Harding (BBC) berichtet aus Bambari. Die Stadt ist aufgeteilt in einen christlichen und einen muslimischen Teil, dazwischen französische Soldaten. In der Umgebung werden täglich weitere Dörfer geplündert und niedergebrannt. - Haru Mutasa (AJE) berichtet aus Bangui. Weiter sehr aufgeheizte Stimmung, Angriffe auf Christen und Muslime. Im Krankenhaus Leute, die aus Bambari hierher geflüchtet sind.   ¤

A,B

zus.5
27.7.14

Haru Mutasa berichtet aus Bangui. Die Stimmung ist weiter angespannt. Nur noch wenige Muslime leben in der Stadt, zigtausende Flüchtlinge immer noch in dem Lager am Flughafen.

A

2
           
28.7.14

Bei arte ein Bericht aus Bangui von Eric de Lavarene. Im Stadtviertel PK5 leben noch einige Muslime wie im Ghetto, manchmal werden sie auch hier von Anti-Balaka überfallen.

arj

3
29.7.14

Bericht aus Bangui von Hervé Amoric und Eric de Lavarene. Die neue europäische Eingreiftruppe (700 Mann) versucht, die Gegner auseinanderzuhalten. Und man bildet einheimische Polizisten aus, die diese Aufgabe später übernehmen sollen. Angeblich sind schon ein paar geflüchtete Muslime zurückgekehrt.

arj

3
1.8.14

Meldungen: in Batangafo (im Nordwesten des Landes) sind bei Kämpfen mindestens 22 Menschen getötet worden. - Haru Mutasa berichtet aus Bangui über den Wiederbeginn des Schulunterrichts. Nur noch die Hälfte der Kinder sind dazu erschienen, die anderen vertrieben, geflüchtet, eingeschüchtert.

A,P,JA

zus.3
5.8.14

Der Premierminister und seine Regierung sind zurückgetreten. Infos von Haru Mutasa aus Kamerun.

A

2
8.8.14

Haru Mutasa berichtet aus Boda über Kinder in einem Flüchtlingslager, die durch den Bürgerkrieg von ihren Familien getrennt wurden.

A

2
9.8.14

Meldung über Kämpfe zwischen rivalisierenden Milizen der Anti-Balaka in Bangui. - Haru Mutasa berichtet aus Boda über anhaltende Spannungen zwischen Christen und Muslimen.  

A

3
           
10.8.14

Die Präsidentin ernennt den Muslim Mahamad Kamoun zum Premier einer neuen Übergangsregierung.

P,JA

zus.2
14.8.14

In Bangui sorgen weiter drei Friedenstruppen (AU, UN, EU) für Ruhe. Haru Mutasa berichtet. (Man hätte aber erwähnen sollen, daß ein Grund für die relative Ruhe auch ist, daß die "christlichen" Milizen fast alle Muslime vertrieben haben.)

A

2
           
21.8.14

Schwere Zusammenstöße mit mehreren Toten in Bangui bei Protesten gegen Frankreich. Bei der BBC Infos von einem Sprecher des Roten Kreuzes. (NNA)*

B,JA

zus.7
23.8.14

Der letzte Stadtteil von Bangui in dem noch ca. 2000 Muslime leben, "PK5", ist erneut von Anti-Balakas angegriffen worden, zahlreiche Menschen wurden verletzt, fünf getötet. Redaktioneller Bericht.

A

2
29.8.14

Mathieu Millecamps berichtet aus dem Stadtteil PK5. Einige der Bewohner haben eine Initiative gegründet zur Versöhnung mit den vertriebenen Muslimen, die sie zur Heimkehr auffordern. Einstweilen räumen sie die Zerstörungen auf.

JA

2
8.9.14

Beitrag über den Maler und Comiczeichner Didier Cassai aus Bangui, der sich in seinen Arbeiten mit dem Bürgerkrieg auseinandersetzt.   ¤

arj

3
14.9.14

Die bisherigen Friedenstruppen von AU und EU werden abgelöst von der größeren UN-Truppe MINUSCA. Bei AJE Infos von Nazanine Moshiri aus Bangui, und ein Gespräch mit Herve Ladsous (UN-Sekretär für Peacekeeping). Außerdem ein Bericht von Nazanine Moshiri aus Bouar über die tiefen Gräben zwischen Christen und Muslimen.

A,JA

zus.9
           
15.9.14

Noch ein Bericht und Infos von Nazanine Moshiri aus Bangui, vor allem über die neue UN-Truppe.   (NNA)*

A

5
           
16.9.14

Nazanine Moshiri berichtet aus Bambari (im Osten des Landes). Der Ort wird weiterhin von Seleka beherrscht (und terrorisiert), die Rebellen sind tief zerstritten.

A

3
17.9.14

Nazanine Moshiri berichtet über "Banguis Bicycle Club", ein paar junge Leute die auf den wenigen asphaltierten Straßen rund um Bangui das Radfahren genießen und dabei die ethnisch-religiösen Spaltungen vergessen.

A 2
           
22.9.14

Nazanine Moshiri berichtet aus Boali über Vorwürfe gegen Soldaten der AU-Truppe, die mehrere Zivilisten verschleppt (und vermutlich getötet) haben sollen. Von der dafür zuständigen Justiz des Heimatlandes Kongo-Brazzaville ist keine Aufklärung zu erwarten.

A

3
23.9.14

Nazanine Moshiri berichtet aus Bangui über ehemalige Kindersoldaten.  (NNA)*

A

3
9.10.14

Meldung über neue Kämpfe in Bangui.  

A

1/2
10.10.14

Erneute Kämpfe zwischen muslimischen Milizen und "Anti-Balaka" in Bangui, mindestens 10 Tote. Bei der BBC Bericht und Infos aus Bangui von Laeila Adjovi.

A,B,JA

zus.8
16.10.14

Bericht über Kämpfe zwischen UN-Truppe und Anti-Balaka in Bangui.   

JA

2
18.10.14

 

 

 

 

"Die Blauhelme übernehmen" - Reportage von Michel Dumont, Olivier Besson und Isabelle Nommay  (NNA)*    ¤¤

Text von der arte-Seite:
"Der Einsatz von 12.000 UN-Soldaten lässt die Menschen im Land auf einen baldigen Frieden hoffen – für 2015 sind bereits Neuwahlen angesetzt. Zum 15. September haben die UN-Blauhelme die Soldaten von der Afrikanischen Union abgelöst: Seit Dezember 2013 hatten sich die Afrikaner gemeinsam mit der französischen Eingreiftruppe Sangaris bemüht, die Zentralafrikanische Republik zu befrieden. Die Vereinten Nationen versprachen, mit Hilfe ihrer 12.000 Blauhelme in allen Provinzen des Landes die reguläre Verwaltung endlich wieder einzusetzen.
Ein großes Versprechen und schwer in die Tat umzusetzen: Von den 16 Präfekturen im Land „funktionieren“ zurzeit nur vier einigermaßen. In der Hauptstadt Bangui ist es sicherer geworden, regelmäßig patrouilliert wieder die Polizei – nach einer Ausbildung durch französische Instruktoren und ersten gemeinsamen Patrouillen mit Eufor-Soldaten, 800 Männer aus zehn Nationen. Noch immer aber sind die Nächte gefährlich in der Hauptstadt: Bewaffnete Banden ziehen nachts los, plündern und rauben.
400 Kilometer westlich von Bangui liegt Bouar: Dort ist die Lage nach neun Monaten des Einsatzes der Franzosen von der Eingreiftruppe Sangaris ebenfalls stabil, Polizei und Justiz funktionieren dort wieder, auch dank eines sehr engagierten Präfekten. Doch auch hier sorgen sich die Leute noch wegen der kriminellen Banden.
Der Einsatz der Blauhelme wird den Franzosen erlauben, ihre Truppen aus dem Osten der Zentralafrikanischen Republik erst einmal zurückzuziehen – dort haben noch immer die radikalen Muslime von der Seleka die Oberhand. Es gibt neue Hoffnung im Land, wenn auch manche Beobachter daran zweifeln, ob es wirklich eine gute Idee ist, schon im nächsten Jahr Neuwahlen anzusetzen."   

arep

 

 

 

 

40

 

 

 

 

23.10.14

Meldung über ein Massaker in Bakala (bzw. Yamale) mit über 30 Toten.

JA

1/2
6.11.14

Christian Mukosa (Amnesty) über die weiter schlimme Lage in der ZAR.  (NNA)*   

JA

3
26.11.14

Bericht über den Journalisten Pacôme Pabandji aus Bangui, der für seine Reportagen aus dem Bürgerkrieg jetzt den Rory Peck Award bekommt.  - Gespräch mit Prof. Berny Sèbe über die aktuelle Lage in der ZAR.

B

6
5.12.14

Bericht über die Arbeit von französischen Soldaten bei der UN-Eingriffstruppe. Patrouillenfahrten, Minensuche, Waffeneinsammeln.

JA

2
18.12.14

PressTV meldet, daß bei Kämpfen in einem Ort im Norden des Landes etwa 30 Menschen getötet wurden. - Bei der BBC ein allgemeiner Bericht über Kindersoldaten in der ZAR, laut Hilfsorganisationen gibt es davon Hunderttausende.

B,P

zus.3
22.12.14

Meldung über neue Kämpfe in Bambari mit über 20 Toten. - Zwei Berichte über die Not von muslimischen Flüchtlingen im Westen des Landes.

A,JA

zus.4
25.12.14

In der Reihe "reporter": "Open wounds in the Central African Republic" -  Ein Jahr nach dem Bürgerkrieg (über 5000 Tote) herrscht weiter angespannte Ruhe. Die Arbeit von MSF-Ärzten in Bangui. Ein Flüchtlingslager der UN für vertriebene Muslime in Carnot (im Westen des Landes). In Berberati drohen Anti-Balaka-Milizionäre, jeden Muslim umzubringen. Die letzten dort verbliebenen Muslime haben in einer Kirche Zuflucht gefunden, der Bischof und seine Gemeinde beschützen sie.

E

9
            
17.1.15

"The Road to Genocide" - Dokumentation von Johnny Miller über die Entstehung und Entwicklung des Konflikts, bei dem pseudochristliche "Anti-Balaka"-Milizen Tausende Muslime ermordet und praktisch alle aus dem Land vertrieben haben.  (Aperture)  (Leider NNA)*   ¤

P

50
19.1.15

In Bangui haben Anti-Balaka eine französische Helferin entführt. (?) 

JA

1
20.1.15

Eine in Bangui von Anti-Balaka entführte UN-Mitarbeiterin ist wieder freigelassen worden. Zwei andere westliche Helfer bleiben verschwunden.

E,JA

zus.3
21.1.15

Eine französische Helferin und ein Priester sind weiterhin von Anti-Balaka entführt.

E

1
23.1.15

Die entführten französischen Helfer sind wieder frei. Keine Details.

E

1/2
28.1.15

Anne Soi berichtet aus Bambari. In der Stadt leben, nach Glaubesrichtung getrennt, Tausende christliche und muslimische Flüchtlinge. Rund um die Stadt wird weiterhin gekämpft.

B

2
30.1.15

In Nairobi haben Vertreter von Seleka und Anti-Balaka  einen Waffenstillstand ausgehandelt, der aber von der Regierung nicht anerkannt wird. Bericht.

A

2
8.4.15

In Nairobi unterzeichnen Vertreter von Anti-Balaka und Seleka einen inoffiziellen Friedensvertrag.

A

2
           
9.4.15

Noch ein Beitrag über das Friedensabkommen zwischen den beiden Bürgerkriegsparteien. Vermittler Kenneth Merenda wehrt sich gegen Kritik von Seiten der Übergangsregierung. (Mehr dazu auch in der "Inside Story")

A

3
14.4.15

Erläuterungen von Malcolm Webb zum Friedensvertrag zwischen Seleka und Anti-Balaka.   

A

1
29.4.15

In einem geheimen Report der UN wird festgestellt, daß Soldaten der französischen Eingreiftruppe Kinder "sexuell mißbraucht" haben. Ein UN-Mitarbeiter, der die Infos an die Justiz weitergegeben hat, ist deswegen suspendiert worden. Bei AJE Infos aus New York von James Bays und Bewertung von Beatrice Edwards (Government Accountability Project).

A,E,JA

zus.8
30.4.15

Weitere Berichte über die Vorwürfe gegen Soldaten der französischen Eingreiftruppe, die Kinder in einem Flüchtlingslager "sexuell mißbraucht" haben sollen, und über die Reaktionen. Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews. (NNA)*

A,Sky,arj,E,JA

zus.15
            
2.5.15

Frederic Crotta berichtet aus Bangui über die Vorwürfe von Flüchtlingen gegen französische Soldaten.

TV5

2
3.5.15

Bericht über Reaktionen in der ZAR auf die Vorwürfe gegen französische Soldaten, die in einem Flüchtlingslager Kinder sexuell mißhandelt haben sollen.

JA

3
4.5.15

Vor einer weiteren Friedenskonferenz bei AJE ein allgemeiner Bericht zur Lage. Die ist weiterhin prekär, aber die Friedenstruppen haben erstmal die Vertreibungen und Massaker gestoppt. Bei TV5 ein Bericht aus Bangui über das Friedensforum.

A,JA

zus.4
11.5.15

Beim Friedensforum in Bangui schließen zehn verfeindete bewaffnete Gruppen ein weiteres Friedensabkommen ab.

A,JA

zus.4
12.5.15

Infos von Thomas Fessy (Dakar) über die Friedenskonferenz in Bangui. Gleich danach hat es wieder blutige Zusammenstöße gegeben.

B

3
14.5.15

Gemäß dem Friedensabkommen haben die Anti-Balaka 357 Kinder freigelassen, die sie als Kindersoldaten benutzt hatten.  

A

2
25.5.15

Bericht über die weiterhin angespannte Lage in der ZAR. 500.000 Menschen sind immer noch innerhalb des Landes vertrieben, 500.000 (vor allem Muslime) sind in die Nachbarländer geflüchtet.

A

2
            
26.5.15

Die EU verspricht bei einer Konferenz in Brüssel weitere Hilfen für die ZAR.   

E

1
31.5.15

Bericht über die Vorwürfe, daß französische Blauhelme in Flüchtlingslagern Kinder vergewaltigt haben und die UN bis heute nichts dagegen unternehmen.

TT

5
1.6.15

Bericht über neue Spannungen in Bangui. Nicht genau verstanden.  

JA

2
16.7.15

Nach Recherchen von "Global Witness" haben internationale Holzkonzerne die Rebellengruppen und deren Bürgerkrieg finanziert. Infos dazu von Alexandra Pardal von der NGO.

JA 4
2.8.15

Bei Kämpfen in Bangui ist ein UN-Blauhelm getötet worden. Meldungen, bei TV5 Bericht.  - Bei TV5 außerdem ein Bericht über Vorbereitungen für Wahlen im Oktober.

A,E,JA

zus.4
11.8.15

Angeblich sollen UN-Blauhelme in Bangui erneut in mehreren Fällen Kinder vergewaltigt bzw. getötet haben. Die UN untersuchen die Vorwürfe. Infos aus New York von Gabriel Elizondo.

A

4
12.8.15

Ban Ki Mun setzt den Chef der UN-Blauhelmtruppe ab, die UN beginnen eine Untersuchung der Vergewaltigungsvorwürfe gegen die Blauhelme. Bei AJE Einschätzungen dazu von Evan Cinq-Mars (ZAR-Experte).

A,Sky,E

zus.8
19.8.15

Neue Vorwürfe gegen französische UN-Blauhelme, die in Bambari mehrere Frauen und Kinder vergewaltigt haben sollen. Infos aus New York von Kristen Saloomey. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews

A,E

zus.3
29.8.15

Bericht von F.-X- Freland  über die Freilassung von 160 Kindersoldaten durch die "Anti-Balaka"-Miliz in Batanga (im Nordwesten des Landes).

JA

2
9.9.15

Bericht aus einem Flüchtlingslager in Bambari.  (NNA)*  

JA

2
11.9.15

Am 18. Oktober sollen Wahlen stattfinden. Von Wahlkampf ist bisher nichts zu sehen, die Leute haben andere Sorgen. Bericht aus Bangui von Amandine Sellier.

JA

3
14.9.15

In Bangui protestieren Schüler wütend gegen das Ergebnis der Abschlußprüfungen, bei denen nur 11 Prozent bestanden haben.

JA

2
26.9.15

In Bangui hat es nach dem Tod eines muslimischen Taxifahrers Ausschreitungen von "Muslimen" gegeben, bei denen mindestens 21 Personen (angeblich "Christen") getötet wurden. Meldung bei AJE, Kurzbericht bei TV5.

A,JA

zus.2
27.9.15

Einschätzungen von Guillaume Villadier (Experte) zu dem neuen Gewaltausbruch in Bangui.

JA

4
28.9.15

Weiter gewalttätige Proteste und Unruhen in Bangui. Einige Bilder, aber kaum Infos über die Zusammenhänge. Meldungen, daß "Anti-Balaka" das Polizeihauptquartier angegriffen und über 500 Gefangene aus einem Gefängnis befreit haben. - Einziger kurzer Bericht auf deutsch bei Euronews.   ¤

A,B,JA,E,NC

zus.6
29.9.15

Weitere Unruhen in Bangui, Angriffe von "Anti-Balaka" auf die UN-Friedenstruppe. - Bei der BBC Einschätzungen von Mamadou Moussa Ba. Bei CNN Infos aus Bangui von Torsten Haschenz (auch er weiß nicht genau, was wirklich dahintersteckt). Bei TV5 Einschätzungen von Ilhame Taoufiqi. - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.   ¤

A,B,C,JA

zus.16
           
30.9.15

Die Gewalt in Bangui hält an. Die UN-Truppe versucht, die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Weiter kaum konkrete Details. Laut HRW sind bei Massakern im Osten des Landes Hunderte oder Tausende Menschen getötet worden. Bei AJE ein redaktioneller Bericht, bei TV5 Infos eines Regierungssprechers (per Telefon). - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.   ¤ - Etwas mehr Infos gibt es bei der taz, guter Bericht von Dominic Johnson.

A,JA

zus.5
1.10.15

In Bangui herrscht weiter eine sehr angespannte Ruhe. Infos von einer Sprecherin des UNHCR in Bangui (ihr Name war nicht zu verstehen).   

B

2
4.10.15

Bericht aus Bangui. Bei den Unruhen hat der Mob mehrere Einrichtungen von humanitären Helfern geplündert, u.a. eine Gesundheitsstation für Kinder.

JA

2
20.10.15

Bericht über andauernde Spannungen zwischen "christlichen" und "muslimischen" Milizen in Bangui.   

JA

2
2.11.15

Weiter Gewalt in Bangui. Angriffe von "muslimischen Kämpfern" auf Christen. (Bericht auch bei TV5)

E

1
5.11.15

In Bangui demonstrieren Unterstützer der Regierung für die Einheit des Landes und gegen Gewalt. Anderswo dauern Unruhen und Zusammenstöße an. (Details nicht verstanden.)

JA 3
13.11.15

Bericht aus Bangui, Vorschau auf "arte-reportage" am Sonnabend.  (NNA)*   ¤

arj

3
14.11.15

 

 

"Die Qual vor der Wahl" - Reportage von Michel Dumont, Olivier Besson und Isabelle Nommay.  (NNA)*  ¤¤

Text von arte: "Die Internationale Gemeinschaft nennt es „eine Übergangsphase“ und hilft dabei, diese möglichst termingerecht zu beenden: Doch trotz der Präsenz von 10 000 Blauhelmen und 900 Soldaten der Operation „Sangaris“ aus Frankreich kommen die Menschen in der Zentralafrikanischen Republik einfach nicht zur Ruhe. Ob der Wahltermin sich wirklich einhalten lässt, das ist zurzeit höchst ungewiss.
Noch immer flackert die Gewalt auf in der Hauptstadt Bangui, zwischen den christlichen Anti-Balaka-Milizen und den muslimischen Seleka-Gruppen: Im September allein starben in nur fünf Tagen 77 Menschen und 400 wurden verletzt. Auf dem Land sieht es nicht besser aus: Bambara, eine Stadt im Osten des Landes und Seleka-Hochburg, wird vom General Ali Daras gehalten – nur der Fluss trennt ihn und die Armee von den Anti-Balaka. Zwischen beiden patrouillieren die Blauhelme, eigentlich sollten sie beide Seiten entwaffnen – doch den „Friedens-Soldaten“ scheint das nicht zu gelingen. 
Aus Bangui und aus Bambara flüchten die Menschen vor der Gewalt und dem Terror, überall findet man sie in provisorisch errichteten Camps. Alle wünschen sich dringend, endlich einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament wählen zu dürfen, bloß wen? Die Liste der Kandidaten und der Parteien steht noch nicht, die Zeit läuft ihnen davon bis Ende 2015."   

arep

 

 

35

 

 

14.11.15

Beitrag über den Comiczeichner Didier Kassaï, der in seinem Album "Tempete sur Bangui" seine Erlebnisse im Bürgerkrieg in seiner Heimatstadt aufgezeichnet hat.   ¤

arep

4
29.11.15

Papst Franz ist auf Afrikareise und besucht dabei auch Bangui. Er ruft zum Frieden und zur Versöhnung auf. Auf dem Programm steht auch ein Besuch in einer Moschee.

A,E

zus.3
30.11.15

Berichte über den Besuch von Papst Franz in Bangui. Im Stadtteil PK5, wo 15.000 Muslime wie in einem Ghetto leben, besucht er eine Moschee. Guter ausführlicher Bericht bei Sky News. Bei der BBC berichtet Caroline Wyatt aus Bangui.

A,B,Sky,E,NC

zus.11
10.12.15

Vor dem Referendum über eine neue Verfassung. Bericht über einen Versöhnungsbesuch von Bischof Nzaoalainga im muslimischen Stadtteil. (Details nicht verstanden.)

JA

2
13.12.15

Am Tag des Referendums über eine neue Verfassung gibt es in Bangui schwere Zusammenstöße, Schießereien und einen Angriff mit Handgranaten auf ein Wahllokal. Mindestens zwei Menschen werden getötet. Bei AJE berichtet Rawaa Auge aus Bangui über die aufgeheiszte Stimmung. - Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

A,E,JA

zus.6
           
14.12.15

Wegen der gewaltsamen Zwischenfälle ist die Volksabstimmung um einen dritten Tag verlängert worden. - Bei TV5 ein Bericht über die Sicherheitsmaßnahmen der UN-Blauhelme. - Rawaa Auge (AJE) berichtet über die wenigen Muslime, die noch in Bangui geblieben sind und ständig um ihr Leben fürchten. - 

A,JA

zus.5
           
16.12.15

Vor dem UN-Hauptquartier in Bangui demonstrieren einige Hundert Leute aus dem muslimischen Viertel und fordern, "muslimische Kämpfer" (also Seleka) zu verhaften, die angeblich die Wahlen blockieren wollen.

A

1/2
24.12.15

Die Parlamentswahl ist zum fünften Mal verschoben worden. Tania Page berichtet aus Bangui.

A

3
25.12.15

Mehr Infos über die Verschiebung der Parlamentswahl, jetzt auf den 30.12., wegen massiver logistischer Probleme. Bei AJE Bericht von Tania Page.  Einziger Bericht auf deutsch bei arte.

A,arj

zus.7
26.12.15

Tania Page berichtet aus Bangui. Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen vor den Wahlen. Eine der "christlichen" Anti-Balaka-Milizen läßt 18 Kindersoldaten frei.

A

3
         
27.12.15

Bei TV5 ein Bericht über den muslimischen Präsidentschaftskandidaten Abdou Karim Meckassoua.

JA 2
29.12.15

Berichte am Tag vor der Parlaments- und Präsidentschaftswahl. Bei AJE berichtet Tania Page aus Bria über die logistischen Probleme, bei TV5 Emmanuelle Godard aus Bangui über die Wahlvorbereitungen. Bei der BBC und bei Euronews allgemeine Berichte über die Konfliktlage. 

A,B,JA,E

zus.10
           
30.12.15

Tag der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen. Anscheinend weitgehend friedlicher Verlauf. Ein Ergebnis wird es erst in ca. zwei Wochen geben. Bei AJE Vorstellung der wichtigsten Kandidaten und Bericht aus Bangui von Tania Page. Bei der BBC berichtet Lione Widrago (?) aus Bangui. Die ARD zeigt nur bei TS24 einen Bericht von Shafagh Laghai, in den Hauptsendungen allenfalls Kurzmeldungen. Gute Berichte bei arte und Euronews.

A,B,JA,TS24,arj,E

zus.15
2.1.16

Erste Ergebnisse nach Auszählung von zwei Dritteln der Wählerstimmen. Demnach liegt Faustin Archange Touadéra bei der Präsidentschaftswahl vorn.

E

1
6.1.16

Die UN untersuchen neue Vorwürfe, nach denen französische UN-Blauhelme in vier Fällen Kinder in einem Flüchtlingslager sexuell mißhandelt haben. - Emmanuelle Godard berichtet über Flüchtlinge, die während des Bürgerkriegs über den Ubangi ins Nachbarland Kongo (DRC) geflüchtet sind und dort nun in einem Lager leben, Muslime und Christen friedlich zusammen.

A,JA

zus.5
25.1.16

Das Verfassungsgericht erklärt die Parlamentswahl vom 30.12. wegen der zahlreichen Unregelmäßigkeiten für ungültig. 

E

1
29.1.16

Neue Vorwürfe gegen UN-Blauhelme und Soldaten einer EU-Friedenstruppe (aus Frankreich und Georgien), die in Flüchtlingslagern Kinder sexuell "mißbraucht" haben sollen.

A,E

zus.5
30.1.16

Bericht von Jörg Brase über die Vorwürfe gegen UN- und EU-Soldaten, die Kinder sexuell mißbraucht haben sollen. Mit Aussagen von angeblichen Augenzeugen. (Mir kommen die Vorwürfe seltsam vor, nicht unbedingt glaubwürdig. Es kann durchaus auch eine Kampagne sein, um die Europäer zum Abzug zu bringen.)

ht

2
5.2.16

Der französischen Nuklearkonzern Areva hatte in Bakuma in der ZAR eine Uranmine betrieben. 2012 wurde diese aufgegeben und offenbar alles einfach so liegen gelassen, einschließlich strahlender Abraumhalden. Neuer Report von WikiLeaks. (Die meisten Fakten kamen auch schon in einem arte-Bericht von 2014 vor, der mir leider entgangen ist.)

arj 2
12.2.16  Am Sonntag gibt es die zweite Runde der Präsidentenwahl, die Stichwahl zwischen A.G.Dologuélé und F.A.Touadéra. Bericht über den Wahlkampf in Bangui

JA

2
13.2.16

Bericht über die Stichwahl zur Präsidentschaft, die am Sonntag stattfindet. Beide Kandidaten haben als Minister in der früheren Regierung von Bozizé gearbeitet. In der ersten Runde hatte A.G.Dologuélé 24 Prozent, F.A. Touadéra 19 Prozent.

A

2
14.2.16

Tag der Präsidenten-Stichwahl. Es gibt lange Warteschlangen, aber sonst offenbar einen ruhigen Verlauf. Verlässliche Ergebnisse erst in zwei Wochen.

A,arj,E

zus.6
20.2.16

Nach dem offiziellen Ergebnis hat Faustin Archange Touadéra die Wahl mit 63 Prozent der Stimmen gewonnen und wird nun Präsident. Sein Konkurrent Dologuélé hat das Ergebnis anerkannt.

JA,E

zus.2
21.2.16

Bericht über erste Erklärungen des neugewählten Präsidenten Touadéra, der zu Frieden und Zusammenarbeit beim Wiederaufbau aufruft. - Auf deutsch hat außer Euronews kein Sender über die Wahl berichtet.

JA

2
3.3.16

Im Osten des Landes hat die LRA in den letzten Wochen mindestens 217 Menschen entführt, davon 54 Kinder. Bei AJE Erläuterungen von Sean Poole (Invisible Children), bei der BBC von Olivier Weber (BBC Afrique).

A,B

zus.9
13.4.16

Im Osten des Landes gibt es weiterhin Angriffe der LRA. Eine Truppe der AU geht mit US-Unterstützung gegen die Bande vor. Dorfbewohner geben über Funk Warnungen vor LRA-Aktivitäten weiter.

JA 2
12.5.16

Morgen besucht Frankreichs Präsident Hollande das Land. Nach dem Bürgerkrieg versucht der neue Präsident Touadéra das Land zu versöhnen. Unterstützung bekommt er dabei von dem Radiosender Radio Ndeke Luka. (Ausschnitt aus einer Reportage, die "arte-reportage" am Sonnabend zeigt.)

arj

4
13.5.16

Besuch von Hollande in Bangui. Frankreich will mittelfristig seine Truppen aus dem Land abziehen.

arj

2
14.5.16

 

"Ein Radiosender für den Frieden" - Reportage von Françoise Schoeller und Thibault Graillot (NNA)*  ¤

Text von arte: "In diesem Land in Trümmern, in dem beinahe nichts mehr so funktioniert, wie es eigentlich sollte, haben die Menschen zuallererst Vertrauen in die Stimme von Radio Ndeke Luka – für viele ist der Sender beinahe wie ein großer Bruder, auf dessen Rat und Einschätzung man auch in den schlimmsten Zeiten zählen kann. Radio Ndeke Luka ist der einzige unabhängige Radiosender, der im ganzen Land zu hören ist, rund um die Uhr und jeden Tag – in diesem Land, dass nach den Schrecken des Bürgerkriegs die ersten wackeligen Schritte in Richtung Frieden gehen will."  

arep

25
22.6.16

Meldung über erneute Zusammenstöße mit mindestens sieben Toten im Viertel PK5 in Bangui. - Bericht aus Bangui über die Wochenmärkte, auf denen sich das Leben wieder normalisiert hat.

JA

2
23.6.16

"Children of the Front" - Film von Natalya Kadyrova über den Bürgerkrieg zwischen "Seleka" und "Anti-Balaka" und die auf beiden Seiten beteiligten Kindersoldaten. (Vermutlich ist dies nur der zweite Teil, den ersten habe ich dann wohl verpasst.)  (NNA)*  ¤

RT

27
25.6.16

Bei neuen Unruhen in Bangui sind etwa 20 Menschen getötet worden. Bericht von Ilhame Taoufiqi aus einer Diamantenmine in Boda, westlich von Bangui. Auch hier weiter tiefer Hass zwischen den beiden Gruppen. (Mehr leider nicht verstanden.)

JA

2
27.6.16

Ilhame Taoufiqi berichtet über einen Streik der Schiffer auf dem Grenzfluß Ubangi und über den andauernden Einfluß der "Anti-Balaka"-Miliz. (Leider nicht alles verstanden.)

JA 3
28.6.16 In der ZAR sind nach dem Bürgerkrieg immer noch etwa eine Million Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Die Versorgung in den Lagern der UN ist prekär. Catherine Soi berichtet aus Bangui.

A

2
           
4.7.16

Bei Kämpfen zwischen zwei rivalisierenden Fraktionen der Seleka-Ex-Rebellen sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Catherine Soi berichtet aus Bambari (bei Bangui).

A

2
10.7.16

In mehreren Landesteilen gibt es weiterhin Kämpfe zwischen rivalisierenden bewaffneten Gruppen: Seleka-Rebellen, Anti-Balaka-Milizen, Banden von Viehdieben. Zigtausende Zivilisten sind erneut auf der Flucht, viele ins Nachbarland Kamerun. Catherine Soi berichtet aus Sangarem im Nordwesten des Landes.  ¤

A

2
           
12.7.16

Catherine Soi berichtet aus Bambari über die Vorwürfe von Frauen gegen UN-Blauhelmsoldaten, die angeblich massenhaft Frauen und Kinder vergewaltigt haben. (Bislang hat noch niemand die eigentlich naheliegende Vermutung ausgesprochen, daß diese Vorwürfe größtenteils erfunden sein könnten, um die ungeliebte Ordnungsmacht loszuwerden. Für die UN eine wirklich schwierige Situation.)

A

3
           
26.7.16

Die UN versuchen, die verfeindeten Rebellengruppen zu entwaffnen. Wer seine Waffe abgibt, bekommt bezahlte Arbeit, zum Beispiel auf einer Baustelle, wo dann die bisher verfeindeten Gruppen zusammenarbeiten müssen. Viele wollen den Job, wollen aber auch ihre Waffe behalten. Seleka-Führer Ali Darass erklärt, sie würden als Gruppe nur dann ihre Waffen abgeben, wenn sie anschließend (wieder) in die Armee aufgenommen werden. Catherine Soi berichtet aus Bambari.   ¤

A

3
           
1.8.16

HRW beschuldigt Soldaten der AU-Friedenstruppe, im Dorf Boali 12 Zivilisten hingerichtet zu haben. Catherine Soi berichtet aus Boali.

A

3
           
17.9.16

Meldung: angeblich haben Seleka-Rebellen in Ndomete (im Zentrum des Landes) bei einem Massaker mindestens 26 Dorfbewohner getötet.

A

1/2
13.10.16

In Kaga Bandoro haben Milizionäre der Seleka eine Schule angegriffen und mindestens 30 Menschen getötet. UN-Soldaten haben die Angreifer zurückgeschlagen und 12 von ihnen getötet. Meldung bei AJE, Bericht bei TV5.

A,JA

zus.3
14.10.16

Nur bei TV5 weitere Infos über die Kämpfe in Kaga Bandoro, bei denen mehr als 40 Menschen getötet wurden. Tausende Menschen sind dort erneut auf der Flucht. - Auf deutsch - natürlich! - keine Berichte, keine Meldungen. 

JA

2
22.10.16

Bericht aus Bangui. Dort sind mehrere Tausend Menschen aus Kaga Bandoro angekommen, die wegen des Überfalls von Seleka-Rebellen auf den Ort (am 13.10.) geflüchtet sind. 

JA

2
24.10.16

In Bangui fordern hunderte Demonstranten den Abzug der UN-Blauhelme. Es gibt Streiks, vereinzelt werden Barrikaden errichtet. Bei Zusammenstößen (wer gegen wen?) sollen mehrere Menschen getötet worden sein.

JA,E zus.3
            
29.10.16

Bei neuen Kämpfen sollen in den letzten drei Tagen mindestens 25 Menschen getötet worden sein. Unterdessen wird die französische Eingreiftruppe abgezogen. Nach Ansicht der französischen Regierung war der Einsatz ("Operation Sangaris") erfolgreich und kann beendet werden. 12.000 UN-Blauhelme bleiben allerdings.

arj

2
31.10.16

Der französische Kriegsminister reist an, um den französischen Militäreinsatz offiziell zu beenden. In Bangui neue Spannungen zwischen "Christen" und "Muslimen", immer wieder ungeklärte Morde.

arj,JA

zus.5
11.11.16

Bericht aus dem Ort Kaga Bandoro, der vor einem Monat von Seleka-Rebellen angegriffen wurde. Sie haben über 40 Bewohner getötet und den größten Teil des Ortes niedergebrannt. Angeblich halten sie den Ort weiter besetzt, obwohl die UN-Truppe behauptet, sie vertrieben zu haben. Die meisten Bewohner sind nach Bangui geflüchtet.  ¤

JA

2
13.11.16

Reportage von Eric de Lavarene über zwei Schuljungen in Bangui, einen christlichen und einen muslimischen.

arj 6
26.1.17

Im Osten der ZAR kämpft eine multinationale Truppe, vor allem ugandische Soldaten, seit acht Jahren gegen die Räuberbande "LRA" von Joseph Kony. In einer Recherche von Catherine Byaruhanga beschuldigen Augenzeugen einige der ugandischen Soldaten, selber Frauen und Kinder zu vergewaltigen.

B

6
12.2.17

Im Stadtviertel PK5 von Bangui gibt es erneut Angriffe von Anti-Balaka-Milizionären auf muslimische Bewohner. Bericht von Emmanuelle Godard. (Details leider nicht verstanden.)

JA

2
14.2.17

Ein Bericht aus Bambari von Fergal Keane. Erinnerung an den grausamen Bürgerkrieg und Sorgen wegen neuer Übergriffe, für die muslimische Rebellen verantwortlich gemacht werden. Besuch bei Ali Darassa, dem Chef der "muslimischen" Miliz UPC, der bestreitet, daß er ein gnadenlose Mörder sei. Dann Besuch bei Gaetan Boade, einem Anführer der "christlichen" Anti-Balaka-Miliz. Die UN-Friedenstruppe ist auch vor Ort und behält beide Seiten im Auge.  ¤

B 6
           
24.2.17

Noch ein Bericht von Fergal Keane mit Aussagen von Frauen und Kindern, die angeblich Opfer sexueller Gewalt durch französische Soldaten wurden.  (NNA)*   ¤

B

9
           
9.3.17

Bericht über einen 17-jährigen ehemaligen Kindersoldaten in einem Dorf bei Bangui.

JA

2
30.3.17

Präsident Faustin Taouadéra ist seit einem Jahr im Amt. Die Lage im Land hat sich halbwegs beruhigt, viele Vertriebene sind wieder in ihre Quartiere zurückgekehrt, aber der Konflikt zwischen "Christen" und "Muslimen" dauert an und in manchen Gegenden gibt es weiter Kämpfe und Massaker.

JA

2
       

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