Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Afrika : Mali  #2        (letzter Eintrag 14.8.17)

  Mali #1 bis 2.1.13  

Zur Einführung empfele ich einen Text von Christof Wackernagel, eine Analyse der politischen Entwicklung in Mali bis zur französischen Intervention.

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
3.1.13

Die Salafistengruppe Ansar Dine zieht ihre Zusage des Gewaltverzichts wieder zurück.

E,JA

zus.1
4.1.13

Infos aus Bamako von Serge Daniel zur Lage nach der letzten Verlautbarung von Ansar Dine.

JA

2

7.1.13

Meldung: bei Mopti haben islamistische Rebellen aus dem Norden 12 Regierungssoldaten entführt.

JA

1/2

8.1.13

Infos aus Bamako von Serge Daniel zu neuen Kämpfen der Armee mit den Rebellen an der Nord-Süd-Grenze.

JA 2
9.1.13

Weitere Meldung über Kämpfe mit Rebellen nördlich von Mopti.

A

1/2
10.1.13

Bei den Kämpfen in der Nähe von Mopti sind 30 Regierungssoldaten und vier Rebellen getötet worden. Der Ort Konna (am Südufer des Niger) ist jetzt in der Hand der salafistischen Kämpfer. Der UN-Sicherheitsrat hält eine Notfallsitzung zu Mali ab. Infos dazu aus New York von James Bays. Bei TV5 ein Bericht von Michel Lachkar aus Bamako, über Krisengespräche dort. Draußen demonstrieren wieder Tausende für eine sofortige Militärintervention.   ¤

Nachtrag: gute, ausführliche Infos beim afrikaecho.  

A,C,arj,JA

zus.6

11.1.13

 

 

 

 

 

 

 

 

Am frühen Morgen ruft der UN-Sicherheitsrat bei seiner Sondersitzung alle Länder zur Beteiligung an einer dringenden militärischen Intervention in Mali auf, um die terroristische Bedrohung zu beenden.

Französische Truppen greifen in die Kämpfe bei Mopti ein. Sie waren bereits in mehreren Nachbarländern stationiert und helfen der malischen Armee, die Terroristen wieder aus Konna zu vertreiben, wohl vor allem mit Flugzeugen und Hubschraubern. Auch Soldaten aus Nigeria und Senegal beteiligen sich. Genaue militärische Details über den Einsatz gibt es zunächst nicht. Am Abend erklärt Präsident Hollande im Fernsehen, daß Frankreich den Bitten Malis und der UN folgt und die Offensive gegen die Terroristen aktiv unterstützt, und zwar so lange, wie dies nötig ist. Präsident Traoré ruft den landesweiten Ausnahmezustand aus.  ¤¤

Mali ist bei allen Nachrichtensendern Hauptthema des Abends. Ausführliche aktuelle Infos. Allerdings keine Korrespondentenberichte aus Mali. Den besten Bericht gibt es bei AJE, von Rory Challands aus Paris, mit vielen neuen Aufnahmen aus Mali (die gleichen auch bei TV5). Infos (telefonisch) aus Bamako bei TV5 von Serge Daniel. Hintergrundinfos bei AJE von Expertin Susanna Wing und bei TV5 von Ibrahim Boubacar Keita (früherer Premierminister von Mali).

Von den deutschsprachigen Sendern haben nur Euronews und arte das Thema angemessen behandelt. Euronews mit mehreren jeweils aktualisierten, ausführlichen und korrekten Berichten, arte mit einem Bericht, der den Kenntnisstand um 19:15 korrekt wiedergibt. ARD und ZDF bekommen dies den ganzen Abend lang nicht hin. Ihre Kurzmeldungen (am längsten die Tagesschau mit 34 Sekunden) erkennen allesamt nicht die Bedeutung der Ereignisse, großenteils können sie nicht mal korrekt angeben, was heute passiert ist. Fast alle haben nicht verstanden, daß dort heute französische Soldaten kämpfen, sondern meinen, Hollande hätte diese jetzt erst dort runter geschickt. Das Desinteresse der gebührenfinanzierten Sender an Afrika ist wieder mal eklatant deutlich. Bei den Privatsendern kam gar nichts.

Meine Haltung ist wohl bekannt: ich unterstütze es selbstverständlich, wenn das Ausland den seit Monaten bei fast täglichen Demonstrationen flehend vorgetragenen Bitten des malischen Volkes endlich folgt und Malis desolate Armee dabei unterstützt, die salafistischen Terroristen zu vertreiben, welche eine Spur von grausamen Verbrechen und Zerstörungen von heiligen Stätten der Muslime durch das Land ziehen. Ich hoffe allerdings, daß die Intervention ohne allzuviel Blutvergießen stattfinden kann und daß es gelingt, die Anführer der Terroristen festzunehmen um sie vor den ICC zu bringen. Anschließend sollte dann auch in Syrien endlich gegen das Morden der salafistischen Al-Kaida-Terroristen eingeschritten werden. 

Recht gute aktuelle Infos über die Lage in Mali gibt es beim "Afrikaecho". Ein guter Bericht von Thomas Scheen zu den aktuellen Ereignissen steht in der FAZ. Bei der taz berichtet Katrin Gänsler aus Bamako, allerdings nicht ganz aktuell. Und ich selber habe bei Twitter eine Liste erstellt, die sich allmählich füllt, mit Personen, die aus und über Mali twittern.

A,B,C,P

ht,arj,TS,hj,TT,Nam,E

TV5,JA

 

 

 

 

 

zus.35

zus.9

zus.10

 

 

 

 

 

                  
12.1.13

 

 

 

 

 

 

Es gibt weiter nur wenige präzise Angaben über die Kämpfe. Die afrikanischen Truppen sollen mit Unterstützung der französischen Luftwaffe die Salafisten aus Konna vertrieben haben. Laut AJE gab es dabei etwa 100 Tote, überwiegend salafistische Kämpfer. HRW nennt eine Zahl von zehn getöteten Zivilisten. Ein französischer Pilot ist mit seinem Kampfhubschrauber abgeschossen worden und dabei gestorben. Die französischen Flugzeuge starten von einer Basis im Tschad. - In mehreren Berichten werden Leute in Bamako befragt, die alle froh und dankbar wegen Frankreichs Unterstützung sind. - In Frankreich werden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft.  ¤¤

Präsident Hollande gibt um 18:45 eine Erklärung ab, zur Kommandoaktion in Somalia und zum Kampfeinsatz in Mali. Live-OT von Euronews (frz.) und AJE (englische Übersetzung). Einschätzungen dazu von Rory Challands.

Als erster Sender hat AJE einen Korrespondenten in Mali, Mohammed Adow, der abends erstmals berichtet. Außerdem bei CNN Infos aus Bamako von der Journalistin Katarine Hoije. Die anderen Berichte kommen aus Paris, Lagos, Johannesburg, am ausführlichsten bei AJE. - Bei AJE eine Stellungnahme von Oumar Ould Hamaha, Sprecher der Islamistengruppe Mujao (arabisch mit Übersetzung), der behauptet, sie hätten die Franzosen zurückgeschlagen, und die meisten Getöteten seien Zivilisten. - Hintergrundinfos von Patrick Smith (Africa Confidential, bei BBC).

Für TV5 ist Marian Naguszewski als Korrespondent in Bamako. Von ihm aktuelle Infos und ein Bericht über Flüchtlinge aus dem Norden. Außerdem im Journal Afrique ein Bericht zu den Kämpfen, eine weitere Erklärung von Hamaha, jetzt auf französisch, dann ein Hintergrundgespräch mit Thiambel Guimbayara ("La voix du Mali"), und ein Beitrag über die Salafisten von Ansar Dine und Mujao und ihre Verbindungen zur Al Kaida.

Auf deutsch weiter gute Infos bei Euronews, hier auch ein Bericht über die Reaktionen in Bamako (etwa identisch mit dem bei AJE). -  Zwei gute und ausführliche Berichte bei arte, der erste erwähnt auch die Reaktionen von Bürgern und Regierung in Bamako, der zweite handelt von der militärischen Präsenz Frankreichs in Afrika. -  Ganz ordentlicher, aber fehlerhafter Bericht bei "heute".  - Endlich ein angemessener (und korrekter) Bericht in der Tagesschau. Und in den Tagesthemen ist Mali sogar die Topmeldung. (Daß ich das noch erlebe!)  Ausführlicher, korrekter Bericht, allerdings völlig aus europäischer Sicht. Westerwelle lehnt eine deutsche Beteiligung ab. - Bei n-tv eine alberne 20-Sekunden-Kurzmeldung. Die Meldung bei RTL ist zwar auch nur 30 Sekunden lang, aber nicht mal halb so bekloppt. 

E,A (OT)

A,B,C,P

JA

n,R,ht,arj,
TS,hj,TT,E

 

 

 

zus.16

zus.38

12

zus.17

 

 

 

                  
13.1.13

 

 

Weitere Luftangriffe der Franzosen, jetzt auch auf Stellungen der Islamisten weiter im Norden, bei Gao und Kidal. Konna ist wohl in der Hand der malischen Armee, bei den Kämpfen um die Stadt sollen 11 malische Soldaten getötet worden sein (oder auch 11 Zivilisten, oder beides). Britannien hilft Frankreich mit Transportflugzeugen. Frankreichs Außenminister Fabius sagt, der Krieg werde nur wenige Wochen dauern.  ¤

Mohammed Adow (AJE) berichtet aus Bamako. Die Leute unterstützen den Krieg gegen die Islamisten, spenden Blut und Lebensmittel für die Armee und sind dankbar für Frankreichs Hilfe. 100 Infanteriesoldaten aus Frankreich sind frisch eingetroffen. - Bei TV5 Infos aus Bamako von Marian Naguszewski. Hier außerdem ein Bericht über Reaktionen von Maliern in Frankreich. - Die anderen Sender berichten weiter von ferne.  ¤

Auf deutsch der beste und ausführlichste Bericht wieder bei arte, mit Infos aus Bamako von Pierre Creisson. - Gewohnt ordentliche Berichte bei Euronews. - Bei "heute" und Tagesschau Kurzberichte, über deren Auftauchen offenbar die Macher selber überrascht sind. Diese Kurzberichte und der von RTL wieder aus rein europäischer Perspektive. Malier kommen da nicht vor. Auch das heute-journal interessiert sich (ausführlich) nur für die Sicherheitslage in Frankreich und Anschlagsdrohungen von Islamisten. Nur nebenbei ein Satz über das brutale Regiment der Salafisten im Norden Malis.

A,B,C,Sky,P

JA

R,ht,arj,TS,hj,E

 

zus.24

zus.8

zus.13

 

                  
13.1.13

Inside Story: "What is France risking in Mali?" - Diskussion über die Lage in Mali, mit drei Experten, Emmanuel Dupuy (Sicherheit), Amel Boubekeur (Nordafrika und Islamismus) und David Anderson (Afrikapolitik). (Leider NNA)*  ¤

A

25

           
14.1.13

 

 

 

 

 

 

 

 

Die französischen Flugzeuge greifen weiter Ziele im Norden an. Die Islamisten rücken unterdessen in den Ort Diabaly im Südteil ein. Frankreich und die Nachbarländer schicken weitere Truppen und Material. Über das konkrete Kriegsgeschehen gibt es nur sehr wenig Informationen und wie üblich keine Bilder.

Für AJE berichtet jetzt auch Nazanine Moshiri aus Bamako, u.a. über weitere eintreffende französische Soldaten. Mohammed Adow berichtet über Leute aus dem Norden, die vor den Islamisten in den Süden geflüchtet sind, u.a. ein Mann, dem die den Arm amputiert haben.  - Bei AJE außerdem Hintergrundinfos, Berichte über Reaktionen in Paris, Infos über Reaktionen der Nachbarländer, Infos aus New York über Beratungen des UN-Sicherheitsrates, und ein Gespräch mit Nii Akuetteh über den Konflikt (letzteres NNA).  ¤

Für die BBC berichtet jetzt Mark Doyle aus Bamako, über den Truppenaufmarsch von Franzosen und Nachbarländern. Hintergrund von Ibrahima Diane und Emira Woods. (NNA)  - CNN informiert weiter detailliert aus Nairobi, Lagos und Paris, außerdem eine Historie des Konflikts.  - Bei Sky News ein guter Bericht über die Reaktionen von Maliern (Korrespondentin sitzt aber auch in Johannesburg) und Hintergrund von Sicherheitsexperte Peter Neumann (NNA). -  ¤

Der Bericht bei PressTV informiert sehr sachlich über den Krieg, weist aber darauf hin, daß die Nato in Syrien dieselben Terroristen unterstützt, die sie in Mali jetzt bekämpft.  ¤

Bei TV5 ein Bericht von Gerard Grizbec aus Diabali, nahe der Kampfzone. Der einzige Beitrag des Tages, in dem nur Malier vorkommen. Infos aus Bamako wieder von Marian Naguszewski. Gespräch mit Malis Außenminister T. Hubert Coulibaly und Journalist Ousmane Ndaye ¤

Bei allen deutschen Sendern rückt der Krieg in Mali auf den ersten Platz in den Nachrichten. Allerdings wird dabei durchweg nur aus europäischer Sicht berichtet, Mali ist praktisch nicht zu sehen und Malier kommen nicht vor. Ausnahmen nur wieder bei arte und Euronews. Bei Euronews auch ein News+ mit einem Rückblick auf die Geschichte des Konflikts (ordentlich) und Gespräch mit Terrorismusexpertin Anne Giudicelli (NNA).   ¤

Die anderen deutschen Nachrichtenbeiträge muß ich mir später im Detail ansehen. Im heute-journal und in den Tagesthemen Interviews mit Außenministerdarsteller Westerwelle. In den Tagesthemen Kommentar von Michael Strempel. Er erwähnt die europäischen Interessen in Mali (Uran!).  (Alles NNA)*

     Insgesamt heute aus und über Mali 40 Stücke mit zusammen 130 Minuten.

A

B,C,Sky,P

TV5,JA

n,R,ht,arj,TS,
hj,TT,Nam,E

 

 

 

 

 

zus.24

zus.42

zus.13

zus.52

 

 

 

 

 

                  
15.1.13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Malische und französische Truppen sind mit 30 Panzerfahrzeugen auf dem Weg nach Diabaly, das gestern von den Salafisten eingenommen wurde. Die Luftangriffe auf Ziele im Norden gehen weiter, nähere Infos darüber gibt es aber nicht. Angeblich haben die Salafisten mehrere Städte im Norden geräumt. Aus praktisch allen westafrikanischen Ländern kommen immer mehr Truppen nach Bamako, Frankreich schickt ebenfalls weitere Soldaten, mit britischen Transportflugzeugen, 700 sind schon dort. Staatsbegräbnis in Paris für den getöteten Piloten.

Bericht von Nazanine Moshiri und Infos von M.Adow (AJE) über den Aufmarsch der afrikanischen Truppen in Bamako. Mark Doyle (BBC) spricht in Bamako mit Soldaten aus Nigeria. Von denen kommen immer mehr an, aber anscheinend fehlt es an Logistik. Bei CNN Infos aus Mali telefonisch von Julia Delage (BFM TV), und ein Bericht aus Bamako von Lindsay Hilsum (ITN) über die große Freude der Malier über die französische Intervention. Überall Trikoloren. - Jacky Rowland (AJE) berichtet aus Paris über die Ehrung des toten Soldaten und Reaktionen von Maliern, die durchweg die Intervention loben.  ¤

Hintergrund von Patrick Smith (A.Confd., bei der BBC) über den schwierigen Kampf gegen tausende Jihadisten und kampferprobte Tuareg-Kämpfer mit libyschen Waffen. Tim Marshall (Sky) über die militärische Strategie Frankreichs. - Hier mal zum Lesen, ein guter Artikel von Marc Doyle (BBC).

Ein Bericht bei PressTV informiert sachlich über den Krieg, kritisiert aber die Intervention als einseitigen, nicht von den UN gedeckten Akt. (Was nicht stimmt.) 

Im Journal Afrique (TV5) ein Bericht über den Aufmarsch, und live Infos aus Bamako von Marian Naguszewski. Sowie ein Bericht von Naguszewski, der erstmals in der Moschee einer strenggläubigen Gruppe filmen darf. Die Männer dort haben mit den Islamisten aus dem Norden nichts zu tun, geben zu der Militäraktion sehr differenzierte Stellungnahmen ab. (Leider nicht im Detail verstanden.)  ¤

Bei fast allen deutschen Sendern ist Mali auch heute wieder Hauptthema. Hauptsächlich geht es aber wieder um deutsche Interessen und die Frage, wie sich die Bundeswehr beteiligen kann und soll. Dazwischen zur Untermalung ein paar Bilder aus Mali, meist von Menschen, die aus dem Norden nach Mopti geflüchtet sind. - Bei arte Bilder aus Timbuktu von einer kleinen Demo von Tuaregs, die gegen den Krieg protestieren. - Die besten und informativsten Berichte gibt es bei Euronews.

Für die ARD ist Shafagh Laghai in Bamako angekommen und erzählt erstmals in den Tagesthemen, daß dort alles ruhig ist und die Leute sehr froh sind über Frankreichs Eingreifen. In den Tagesthemen auch ein Hintergrund über die Geschichte des Konflikts, über die Tuaregs, ihre Rebellion mit libyschen Waffen, die Machtübernahme von Ansar Dine und Al Kaida, die Zerstörung von Kulturschätzen, das Händeabhacken. Ein ähnlicher Beitrag auch im heute-journal, sowie Gespräch mit Annette Lohmann. Nochmal die gleichen Aussagen wie zuvor bei kulturzeit. Und sie sagt, daß die Salafisten auch im Norden keinerlei Rückhalt bei den Menschen haben.  ¤

Bei kulturzeit ein kurzer guter Hintergrundbericht über Mali, die brutale Herrschaft der Salafisten, die Intervention. Gespräch mit Annette Lohmann (Leiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bamako). Das Leben in Bamako geht recht normal weiter, die Menschen sind Frankreich sehr dankbar, es gibt kaum Infos aus dem Norden, man sieht viele Flüchtlinge, darunter auch Menschen, denen man im Norden die Hand abgehackt hat.  ¤

No Comment mit Bildern aus Senou und Bamako, franz. Soldaten und Straßenszenen.

     Insgesamt heute aus und über Mali 25 Stücke mit zusammen 84 Minuten.

A,B,C,Sky,P

JA

n,R,ht,arj,TS,hj,TT,E

ktzt

NC

 

 

 

 

 

 

 

zus.37

8

zus.29

8

2

 

 

 

 

 

 

 

             

Visit NBCNews.com for breaking news, world news, and news about the economy

   
16.1.13

 

 

 

 

 

 

In Diabaly greifen jetzt auch französische Bodentruppen mit Panzerfahrzeugen die Salafisten an. Von den Kämpfen selber gibt es keine Bilder und jetzt auch kaum noch nähere Infos. Es heißt, die Rebellen seien unerwartet schwer bewaffnet.

Bei AJE weiter Infos über die Kriegslage von Nazanine Moshiri aus Bamako, bei CNN von Nima Elbagir, jetzt auch aus Bamako. Mohammed Adow (AJE), Marc Doyle (BBC) und Lindsay Hilsum (ITN/CNN) berichten von einem Militärflugplatz der Franzosen bei Bamako. Präsident Traoré spricht dort zu den Soldaten. - Bei CNN ein Telefongespräch mit der Helferin Edwige Depagne-Sorgho in Segou. Dort kommen weiter viele Menschen aus dem Norden an, insgesamt sind ca. 200.000 Menschen in Mali auf der Flucht.

Bei TV5 ein Beitrag über die Kämpfe, mit einigen dramatischen Bildern aus Timbuktu, die allerdings fast ein Jahr alt sind. Einige exklusive Bilder von den französischen Truppen. Infos aus Bamako von Serge Daniel. Ein Bericht über ein Treffen der Ecowas in Bamako und über den Besuch von Ouattara in Berlin. Gespräch mit Héléne Ouéau (Solidarité International) über die humanitäre Krise.

Die Berichte im deutschen TV werden ansehnlicher, bringen jetzt auch ziemlich viele Bilder aus Mali. Bei arte auch eine kurze Szene aus Diabaly (Rebellen mit erbeutetem Panzer), sonst meist französische Truppen unterwegs zur Front. Auch bei arte ein Telefongespräch mit Pierre Cresson, der in Sevare nahe der Front ist. - Im Ersten informiert Shafagh Laghai über die Stimmung in Bamako und die Kriegslage, fürs ZDF ist Jörg Brase dort angekommen. Die Berichte aus Mali stehen jetzt im Vordergrund, daneben aber wieder sehr viel Politikergerede, u.a. aus Anlaß des Besuchs von Präsident Ouattara (Vorsitzender der Ecowas) in Berlin, und über die Frage einer deutschen Beteiligung. In die Berichte eingestreut Infos über die Geiselnahme in Algerien (sh.u.).  ¤

Bei Euronews ein guter Kriegsbericht und ein Bericht über die Flüchtlinge aus dem Norden. Darin erzählt ein junger Mann, wie die Salafisten ihm die Hand amputiert haben. Im News+ "Wer kämpft da gegen wen" ein Bericht über die Rolle der Ecowas und über die Ideologie der Salafisten (die hier auch so genannt werden) sowie ein Gespräch mit dem Journalisten Francis Kpatindé. Er erwartet einen sehr schwierigen und langen Kampf gegen die Salafisten.  ¤

Bei "No Comment" die Bilder vom französischen Vormarsch im Original, aus Bamako und Sègou. Dort stehen die Leute am Straßenrand, freuen sich und winken den vorbeirasenden Soldaten zu. (leider nicht bei YT) Bewegend. Man möchte sich mit ihnen freuen, obwohl diese Panzerwagen doch Tod und Vernichtung transportieren.  ¤¤

     Insgesamt heute aus und über Mali 33 Stücke mit zusammen 103 Minuten.

A,B,C,P

TV5

n,R,ht,arj,TS,
hj,TT,Nam,E

NC

 

 

 

 

zus.39

zus.12

zus.49

2

 

 

 

 

           
17.1.13

 

 

 

 

 

 

 

Nur wenige Informationen von der Front. In Diabaly wird weiter gekämpft, der Ort ist immer noch teilweise in der Hand der Salafisten, die sich dort eingegraben haben (Infos von M. Adow, AJE). Geflüchtete Bewohner berichten von zahlreichen getöteten Zivilisten. Sie sagen, daß die Salafisten versuchen, die Bewohner an der Flucht zu hindern. - Auch in Konna gibt es noch Kämpfe (Infos von N. Albagir, CNN). - Die EU beschließt, sofort 250 Militärs nach Mali zu schicken, "zur Ausbildung der malischen Soldaten". Aus Frankreich sind inzwischen 1400 Soldaten in Mali, aus Nigeria, Tschad und Togo kommen weitere afrikanische Truppen an. -  ¤

Die Ereignisse in Algerien haben Mali etwas aus den Nachrichten verdrängt. Einziger Korrespondentenbericht von Will Ross (BBC) über die Ankunft nigerianischer Soldaten.

Bei TV5 Infos aus Bamako von Marian Naguszewski. Ein Bericht von ihm über verschärfte Straßenkontrollen der Polizei in Bamako und die Furcht vor Selbstmordattentaten. Bericht von Franck Genauzeau über die Soldaten aus Nigeria. Gespräch mit Gaelle Arenson über Folgen des Konflikts für die malische Wirtschaft.

Bei Euronews ein Bericht zur Kriegslage, einer zur EU und einer über Flüchtlinge in Mauretanien, bisher etwa 50.000. - Ähnliches im Bericht bei arte. Sowie ein Bericht aus Bamako von Guillaume Lhotellier. Mitglieder der islamistischen Dawa-Sekte sind dort von den Einwohnern angegriffen worden, es herrschte Pogromstimmung. Die Sekte ist zwar fundamentalistisch, lehnt aber jede Gewalt ab und hat nichts mit den Salafisten zu tun. (vgl den Bericht bei TV5 am 15.1. Da ging es noch um eine andere Sekte.)  ¤

Jörg Brase darf bei "heute" ein paar Infos zur Lage und zu Algerien loswerden.  - In der Tagesschau geht es (nach dem Algerienbericht) ausschließlich um die EU-Beschlüsse und die beiden deutschen Transportflugzeuge.

In den Tagesthemen (und erweitert im Nachtmagazin) berichtet dann Shafagh Laghai aus Bamako. Flüchtlinge aus dem Norden erzählen vom Terror der Salafisten dort. Noch ein Junge mit abgehackter Hand, schon der dritte, der in den Berichten auftaucht. Aus Gao sollen zwei Drittel der Bewohner geflohen sein. In Bamako überall französische Fahnen. -  Wenn die ARD will, kann sie also richtig gute Berichte zeigen. Das Problem der Tagesschau bringt Ellen Ehni in ihrem Kommentar ungewollt auf den Punkt: "Vor einer Woche war unsere Welt noch in Ordnung, da wußten wir nur, daß Mali irgendwo in Afrika liegt und es da irgendwelche Rebellen gibt, aber es hat uns nicht gekümmert." Exakt dieses Desinteresse werfe ich hier der Tagesschau-Redaktion seit einem Jahr fast jeden Tag vor.  ¤

     Insgesamt heute aus und über Mali 23 Stücke mit zusammen 55 Minuten.

A,B,C,P

TV5

ht,arj,TS,TT,Nam,E

 

 

 

 

 

 

zus.22

zus.10

zus.22

 

 

 

 

 

 

           
18.1.13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die französischen und malischen Truppen haben Diabaly und Konna eingenommen, nachdem die Salafisten unter dem Bombardement der Franzosen beide Städte geräumt haben. Über Opferzahlen gibt es keine Angaben. Keine Bilder von den Kämpfen.

Infos zu den Kämpfen von Mohammed Adow (AJE) und Nima Albagir (CNN) aus Bamako. Bei der BBC berichtet Andrew Harding aus der Nähe von Diabaly, allerdings nur sehr kurz.

Bei PressTV ist die Haltung zum Mali-Konflikt zwiespältig. Man lehnt die Intervention irgendwie prinzipiell ab, weist aber darauf hin, daß die "Extremisten" ihre Waffen von Saudi-Arabien und Katar bekommen. George Galloway nimmt bei "Comment" auch Stellung. Er gibt zu, daß er von Mali keine Ahnung hat, diffamiert aber trotzdem die malische Regierung als "Militärdiktatur", wirft Frankreich vor, es führe Krieg gegen Mali, poltert derbe gegen den westlichen Kolonialismus und glaubt nicht, daß Al Kaida etwas mit den Ereignissen in Mali zu tun hat. Ich bin mit Galloway ja fast immer einer Meinung, aber hier hat er sich fürchterlich in eine falsche und in sich widersprüchliche Position verrannt. (Wobei er mit dem Hinweis auf das Interesse Frankreichs an der Sicherung von Rohstofflieferungen aus Mali natürlich Recht hat.) Anrufer Behzad aus Deutschland trifft den Nagel besser: die Haltung des Westens, Al Kaida in Mali zu bekämpfen, in Syrien aber zu unterstützen, ist heuchlerisch.  ¤

PressTV und Euronews zeigen Berichte über eine Demonstration von etwa 100 Salafisten in Kairo gegen die französische Intervention. U.a. haben sie auf ihren Transparenten auch Bilder von Bin Laden und Al Zawahiri. Bei arte ein Bericht aus Tunis, wo auch einige Islamisten gegen Frankreichs Militäreinsatz sind.  ¤

Bei TV5 Infos aus Bamako von Marian Naguszewski und Pierre Cresson, ein Bericht zur Kriegslage mit Aufnahmen von Flüchtlingen aus Diabaly, und ein Bericht von Naguszewski aus Banamba, nördlich von Bamako, mit einigen Stellungnahmen von Maliern. 

Shafagh Laghai (ARD) hat sich auf den Weg nach Norden gemacht und berichtet aus Segou. Ein guter Bericht, der die Einstellung der Malier deutlich zeigt. Für sie ist der Islam eine Religion des Friedens, nicht eine des Händeabhackens. Der Bürgermeister sagt, wenn die Franzosen nicht eingegriffen hätten, wäre wenige Tage später das Land von den Fanatikern erobert und zu einem neuen Afghanistan gemacht worden. (Mal ein sehenswerter Bericht in der Tagesschau. Nicht online verfügbar.) - Im heute-journal ein Bericht von Timm Kröger, über den Truppenaufmarsch und über die dankbaren Reaktionen der Leute in Bamako. Ein Flüchtling aus dem Norden sagt, daß die Salafisten dort auch die Kirchen zerstört haben.    ¤

Infos zur Kriegslage von Jörg Brase ("heute") und Peter Schreiber (Nachtmagazin), beide in Bamako. - Gute Berichte weiter bei arte und Euronews. Der Sender hat jetzt François Chignac als Korrespondenten in Mali. - Bei den Privaten nichts Ernstzunehmendes. Nur bei n-tv bringt der Auslandsreport (der kommt neuerdings Sonnabends frühmorgens, aber nur manchmal, und zu wechselnden Uhrzeiten ...) einen recht ordentlichen redaktionellen Bericht über den Krieg in Mali.

Bei "No Comment" Bilder vom französischen Vormarsch, aus Markala (dort sichern sie eine Nigerbrücke) und Sarakala.

     Insgesamt heute aus und über Mali 25 Stücke mit zusammen 60 Minuten.

A,B,C

P

P,E,arj

JA

ht,arj,TS,hj,Nam,E

n-AR

NC

 

 

 

 

 

 

 

zus.14

zus.13

zus.5

zus.7

zus.15

4

2

 

 

 

 

 

 

 

                 
19.1.13

 

 

 

Es gibt praktisch keine konkreten Infos über die Kampfhandlungen. Ein malischer General sagt bei AJE, seine Truppen kämen sehr schnell voran. Es soll bisher 70 Luftangriffe gegeben haben. Soldaten präsentieren einige in Konna erbeutete schwere Waffen.

Bei AJE Infos und Bericht von Nazanine Moshiri über den Truppenaufmarsch in Bamako. - Andrew Harding (BBC) berichtet über französische Soldaten und Flüchtlinge in der Nähe der Front. (Den Ort nennt er nicht, muß aber bei Diabaly sein.) -  Nima Elbagir (CNN) berichtet aus Bamako über Leute beim Blutspenden. - Bei TV5 ein Bericht über die Ankunft von immer mehr Truppen. Und Bericht von Ange Herman Gnanih über eine Konferenz der Ecowas in Abidjan zu Mali.

Auf deutsch: RTL hat überraschenderweise einen guten Bericht von Nicole Macheroux-Denault aus Bamako, über Leute, die vor den Islamisten aus dem Norden hierher geflüchtet sind, darunter wieder ein Junge ohne Hand (der Vierte). - Bei "heute" ein paar Falschmeldungen zur Kriegslage (haben die beim ZDF keine Landkarten?) und belanglose Infos live von Jörg Brase. Interessanter der Bericht von Timm Kröger im heute-journal, er besucht die Franzosen am Niger-Damm bei Markala. -  In der Tagesschau ein ordentlicher Bericht von Peter Schreiber zur Kriegslage (allerdings nicht ganz aktuell). Shafagh Laghai (TT) berichtet ebenfalls aus Markala, über die Franzosen und die Hoffnungen der Einwohner. - Bei arte berichtet G. Lhotellier aus der Nähe von Konna. Malische Soldaten präsentieren dort, was die Salafisten bei ihrer Flucht zurückgelassen haben. - Bei Euronews eine Zusammenfassung der Kriegslage und ein Bericht über Flüchtlinge. Eine Frau aus dem Norden erzählt von Massenvergewaltigungen durch die Salafisten.

     Insgesamt heute aus und über Mali 18 Stücke mit zusammen 42 Minuten.

A,B,C,P

TV5

R,ht,arj,TS,
hj,TT,E

 

 

zus.17

zus.4

zus.21

 

 

                 
19.1.13

Mit offenen Karten: "Instabile Staaten in der Sahelzone"  (Wdh. von Dez. 2011)  (NNA)*

arte

12
20.1.13

 

 

 

 

Weitere Luftangriffe der französischen Luftwaffe im Norden, u.a. in Gao und Timbuktu (Info bei AJE). Erste Bilder aus Diabaly, von einigen ausgebrannten Kampfwagen, dabei auch ein kaputter Panzerwagen (vermutlich hat auch der den Salafisten gehört.) Sprecher der malischen und der französischen Armee geben erstmals eine Pressekonferenz, unter Bäumen in Niono (Ausschnitte bei AJE und TV5).

Bei AJE berichtet jetzt auch Jacky Rowland aus Bamako, über die Kriegslage.  - Bei CNN berichtet Nima Elbagir aus Seesolou und Sévaré. Weiter lassen die Franzosen sie nicht an Konna heran.  - Ausführliche und brauchbare aktuelle Infos bei der BBC von Mark Doyle, der französische Soldaten begleitet (jetzt bei Niono, kurz vor Diabaly). -  Ein Bericht bei PressTV enthält kaum Neues, aber einige Fehler.  ¤

Im "Journal Afrique" ein Bericht zur Kriegslage und Infos von Marian Naguszewski, jetzt in Sévaré.

Zwei gute und präzise Berichte zur Kriegslage bei Euronews, von François Chignac, der auch in Niono ist. Die anderen deutschen Sender sind mit dem Bürgerkrieg Wahlabend in Niedersachsen völlig ausgelastet. Nur in der Tagesschau eine sehr knappe Zusammenfassung.

Der Weltspiegel bringt leider keinen Bericht aus Mali, sondern erklärt den Zuschauern, was "AQMI" ist. Allerdings interessiert an dem Al-Kaida-Ableger nur die Terrorgefahr für den Westen, nicht der Alltagsterror gegen die Muslime in Mali. Danach eine Live-Schalte zu Peter Schreiber aus Bamako. Er hat ein paar aktuelle Infos, und sagt, daß die Islamisten sich Unterstützung erkaufen, mit einem Sold von 150 Euro im Monat für die Kämpfer. (Er war gefragt worden, wie die Islamisten die Unterstützung der Bevölkerung erlangen. "Gar nicht."  hätte man darauf wohl auch antworten können.)

     Insgesamt heute aus und über Mali 14 Stücke mit zusammen 38 Minuten.

A,B,C,P

JA

TS,E

WS

 

 

 

zus.20

zus.8

zus.4

6

 

 

 

           
21.1.13

 

 

 

 

Erstmals können Journalisten die Stadt Diabaly besichtigen, die jetzt von französischen (und malischen) Soldaten kontrolliert wird. Von den Salafisten sind nur noch etliche ausgebrannte Kampfwagen und zurückgelassene Waffen zu sehen. Die Bewohner sind froh, die Verbrecher wieder los zu sein. Über Opferzahlen weiter keine Angaben. Im BBC-Bericht sagen malische Soldaten aus, daß auf Seiten der Salafisten auch eine Reihe von früheren Kameraden kämpfen, die letztes Jahr zu den Salafisten übergelaufen sind. Berichte aus Diabaly von Mark Doyle (BBC), Nima Elbagir (CNN, telefonisch), François Chignac (Euronews) und Hugues Huet (TV5).  ¤

Meldungen: die französischen Truppen haben auch die Stadt Douentza, östlich von Konna, eingenommen. - Die französische Regierung erklärt erstmals, daß es das Ziel ist, den ganzen Norden Malis zurückzuerobern. 

Bei TV5 berichtet Marian Naguszewski über gemeinsame Patrouillen von französischen und malischen Soldaten in Sévaré.

Nazanine Moshiri (AJE) berichtet über den Kopisten Boubacar Sadeck, der bei seiner Flucht aus Timbuktu letztes Jahr einige einmalige mittelalterliche Manuskripte mit nach Bamako genommen hat. Im Moment weiß niemand genau, was die Salafisten mit den 180.000 in ihren Augen "blasphemischen" Dokumenten in den Bibliotheken anstellen.  ¤

Bei AJE Infos zur humanitären Lage in Mali von Andrea Lara (Refugees International).

Das deutsche TV hat wieder andere Schwerpunkte. In der Tagesschau nur eine (immerhin korrekte) Kurzmeldung. Wesentlich ausführlicher berichtet Euronews.

     Insgesamt heute aus und über Mali 14 Stücke mit zusammen 33 Minuten.

A,B,C,P

TV5

TS,E

 

 

zus.22

zus.7

zus.4

 

 

                
22.1.13

 

 

 

 

Nichts Neues über Kämpfe. Die USA helfen mit mehreren Flugzeugen beim Transport französischer Truppen nach Mali. An der Grenze von Niger marschieren Truppen aus Niger und Tschad auf, die die Salafisten vom Osten her angreifen sollen. (Bericht zu den militärischen Entwicklungen von Jacky Rowland, AJE).

Bei der BBC noch ein Bericht aus Diabaly, jetzt von Andrew Harding, mit weiteren Aussagen von malischen Soldaten über Kameraden, die sich den Salafisten angeschlossen haben. Bei CNN auch noch ein Bericht aus Diabaly von Nima Elbagir. In der protestantischen Kirche haben die Salafisten randaliert und den Pastor töten wollen.   ¤

Bei AJE neue Zahlen über Flüchtlinge. Letztes Jahr sollen 375.000 Menschen aus dem Norden geflüchtet sein (das wäre etwa ein Drittel der Bevölkerung dort), etwa die Hälfte davon in die Nachbarländer. Infos von Maya Mailer (Oxfam).

Bei TV5 ein Bericht von Dorothee Ollieric aus Mopti und Sévaré. Noch ein Bericht aus Diabaly von Hugues Huet (noch ein Besuch beim Pastor, die Schweine der Christen sind immerhin nicht getötet worden). Und Gespräch mit Philippe Hugon (IRIS) über die Rolle des Tschad in der Region.

Timm Kröger (ZDF) und Peter Schreiber (ARD) berichten ebenfalls aus Diabaly. Auch sie zeigen u.a. die beschädigte Kirche (die sie beide als katholisch bezeichnen), und ein wenig vom Leben der Leute im Krieg. Beides sind gute Berichte (jeweils eine Kurz- und eine Langfassung). - Bei Euronews Bericht mit interessanten taktischen Infos von François Chignac.  ¤

In den "Weltbildern" ein Bericht von Shafagh Laghai, Zusammenschnitt ihrer Berichte aus der letzten Woche aus Bamako und Segou. Sehenswert.  ¤

     Insgesamt heute aus und über Mali 16 Stücke mit zusammen 50 Minuten.

A,B,C,P

TV5

ht,TS,hj,TT,E

NDR

 

 

 

zus.19

zus.10

zus.13

7

 

 

 

                 
23.1.13

 

 

Kaum Neues von der Front. Die Franzosen sollen Ziele der Salafisten in Timbuktu bombardiert haben.

Bei Sky News berichtet Alex Crawford jetzt auch noch aus Diabaly. Dort fahren jetzt große Mengen Truppen durch Richtung Norden, nach Léré.

Abends meldet AJE, daß in Sévaré malische Soldaten angeblich eine Gruppe von Zivilisten ermordet haben. Im Journal Afrique spricht Florent Geel (Menschenrechtler von Afrique FIDH) von Exekutionen von Tuaregs in Nioro (im Nordwesten) und Douentza.  ¤

Außerdem bei TV5 ein Bericht über die anhaltende Flüchtlingswelle aus dem Norden, und Gespräch mit Marian Naguszewski, jetzt zurück in Paris, u.a. über seine Arbeitsbedingungen in Mali.

Bei RTL berichtet Nicole Macheroux-Denault auch noch aus Diabaly. - Bei NC Impressionen aus Diabaly: Hinterlassenschaften der Salafisten, französische Truppen, Markttag, Waschfrauen, neugierige Kinder.

Im auslandsjournal ein Bericht von Hervé Bouchaud über die Hoffnungen der Tuareg auf ihr eigenes Azawad und die Terrorherrschaft der Salafisten im Norden. (Ausschnitt aus dem Film im nächsten Eintrag) 

A,Sky

JA

R,TS

NC

auslandsjnl

 

zus.4

zus.8

zus.3

2

7

 

23.1.13

 

"Die Herren der Wüste - Aufstand der Tuareg in Mali" - Film von Hervé Bouchaud. Der Reporter begleitet eine Gruppe von Tuareg-Kämpfern der MNLA von Niger nach Gao. Der Traum der Tuareg vom eigenen Staat. Und in Gao stattdessen die Herrschaft der Faschisten von Ansar Dine und Al Kaida. Die patrouillieren mit Panzerwagen, die sie von der malischen Armee erbeutet haben. Die Szenen in Gao und Timbuktu wurden von malischen Kameramännern gefilmt. Bewohner äußern sich offen gegen die Islamisten. Schleierzwang, Tabakverbot, Zerstörung von Heiligengräbern, öffentliches Handabhacken. Lastwagenweise flüchten die Menschen. Erstaunlich: Bilder einer Demonstration in Timbuktu, die Menschen rufen nach der Hilfe des malischen Staates - unter Aufsicht der Ansar Dine. Ausschnitte aus den Videos, die die Terroristen als Lebenszeichen von sieben entführten Franzosen gedreht haben. Bilder aus einem Video, das Al-Kaida-Kämpfer selber von sich in einem Wüstenlager gedreht haben, darunter einige gute Bekannte, u.a. Mokhtar Belmokhtar. Zum Schluß ein Abstecher zur französischen Uranmine in Arlit im Norden von Niger.  - Sehenswerte Dokumentation.  ¤¤

ZDF

 

26

 

23.1.13

"Anne Will - Krieg in Mali - deutsche Soldaten an die Front?" - Diskussion mit Christof Wackernagel (Schauspieler, lebt und arbeitet seit 10 Jahren in Mali), Bettina Gaus (Journalistin / taz), Harald Kujat (Ex-Bundeswehr-General), Sabine Lösing (Die Linke) und Dirk Niebel (FDP-Ministerdarsteller). - Sehenswerte Debatte vor allem dank Wackernagels lebhaften Plädoyers, dem Volk von Mali gegen die islamistischen Terroristen zu helfen (und überhaupt die armen Länder mal ernstzunehmen). Aber auch alle anderen sagen durchaus Sinnvolles, eingeschlossen Niebel, dem ich zum ersten Mal stellenweise Recht gebe, jedenfalls bei seinen Argumenten gegen die pseudo-pazifistische Position der Linken. Aber auch der Linken, die auf Rohstoffinteressen Frankreichs hinweist. Fast durchweg sachlicher Ton, Widersprüche kann jeder für sich selbst entscheiden. Gute Gesprächsführung von Frau Will. Ich bin in mehrfacher Hinsicht überrascht.  ¤

ARD

 

74

 

23.1.13

"Phoenix-Runde: Militäreinsatz in Mali – Muß Europa sich engagieren?" - Pinar Atalay diskutiert mit Hans Stark (Studienkomitee für dt-frz. Beziehungen / CERFA), Markus Kaim (SWK), Prof. Werner Ruf (Politikwissenschaftler) und Hannes Stegemann (Caritas).  (NNA)*  

Phx 43
24.1.13

 

 

 

 

 

 

Die Islamistengruppe Ansar Dine hat sich angeblich gespalten, eine Fraktion (MIA, "Islamistische Bewegung von Azawad") will demnach eine friedliche Lösung anstreben. Hintergrundinfos dazu bei AJE von Alessandra Giuffrida.

Luftangriffe jetzt in der Region Gao. Es werden (u.a. bei TV5) Videos der französischen Luftwaffe veröffentlicht von Bombardierungen im Norden. - Jacky Rowland (AJE) informiert aus Niono über das Vorrücken der Franzosen. Von den afrikanischen Truppen ist noch nicht viel zu sehen. - 

Mehr über die Gruppenexekutionen von Tuaregs durch malische Soldaten in mehreren Orten. Die Angaben dazu sind hinreichend glaubwürdig, auch wenn die Armeeführung die Vorfälle bestreitet. Es ist die Rede von etwa 30 willkürlichen Hinrichtungen. Berichte dazu von Marc Doyle (BBC) und bei TV5.   ¤

Bei CNN berichtet Nima Elbagir aus Bamako. Sie trifft weitere Zeugen des Salafistenhorrors aus Gao, darunter zwei weitere Männer mit abgehackten Händen. Video einer öffentlichen Auspeitschung (angeblich wegen Zigarettenrauchens).  ¤

Auch das Nachbarland Niger bereitet sich auf den Krieg gegen die Islamisten vor. Bei TV5 informiert F.-X. Freland aus Niamey darüber und berichtet über Reaktionen von Leuten in Niamey, die Angst vor einem Krieg haben, aber noch mehr vor den Islamisten.  ¤

Bei AJE ein Gespräch mit Präsident Goodluck Jonathan (Nigeria) über die Bedrohung Westafrikas durch islamistische Terroristen, in Nigeria durch Boko Haram. - Die BBC bringt einen O-Ton von Cameron zur Mali-Intervention, und Mike Wooldridge kommentiert das plötzliche Interesse der EU für Mali

Bei arte (zwei Berichte) geht es um die Vorwürfe gegen malische Soldaten, auch im Bericht von Timm Kröger (ZDF) aus Ségou.  - Die Tagesschau hat dazu nur eine Kurzmeldung. - Euronews (François Chignac) berichtet über die Luftangriffe und die Rachevorwürfe, über die Spaltung von Ansar Dine, und über Flüchtlinge

Bei Euronews außerdem "the network", Kurzdiskussion über die Rolle Frankreichs in Afrika, mit Arnaud Danjean (Mitglied des EP), Philippe Bolopion (HRW) und Nicholas Westcott (Afrikadienst der EU).

"No Comment" bringt Bilder vom Vormarsch der Franzosen, irgendwo in Nordmali (vermutlich bei Léré). Soldaten auf Panzerwagen, am Straßenrand Leute, die sie freundlich winkend begrüßen.  ¤

A,B,C,P

TV5

ht,arj,TS,E

E

NC

 

 

 

 

zus.22

zus.7

zus.9

9

2

 

 

 

 

                 
25.1.13

 

 

 

 

 

Französische Flugzeuge greifen weiter Ziele der Salafisten im Norden an, die Truppen rücken weiter von Diabaly Richtung Timbuktu vor, sowie im Osten Richtung Gao. Dort haben sie den Ort Hombori eingenommen. Infos darüber von Sue Turton (AJE) und Alex Crawford (Sky), beide unterwegs mit den Franzosen nördlich von Diabaly. Turton sagt, daß sie in 14 Stunden nur 100 km zurückgelegt haben, wegen einiger Fahrzeugpannen. - Bei Tassiga (südöstlich von Gao) haben die Salafisten eine strategisch wichtige Brücke über den Niger gesprengt.  (Korrigiert: es gibt dort keine Brücke über den Niger. Vermutlich irgendein Wadi.) - An der Grenze von Niger nach Mali sammeln sich immer mehr afrikanische Truppen, die bei Gao eine dritte Front eröffnen sollen. - Sky meldet, daß die Briten in Mali ein Aufklärungsflugzeug vom Typ "Sentinel" einsetzen. Infos dazu von Alistair Bunkall. -  ¤

Mohammed Adow (AJE) berichtet von der mauretanischen Grenze, wo weiter zahlreiche Menschen aus dem Norden das Land verlassen, größtenteils Tuaregs. Im Bericht auch Bilder aus Timbuktu. Angeblich ist die Stadt ziemlich menschenleer. Die Bewohner sind geflüchtet, und die Salafisten haben sie nach den Luftangriffen angeblich geräumt.

Bei der BBC berichtet Laeila Adjovi aus Ségou über die Schwierigkeiten, all die Flüchtlinge mit Nahrung zu versorgen. Einige Flüchtlinge erzählen, warum sie es im Norden nicht mehr aushalten konnten. - Ein paar Infos zur Lage in Mali von Ibrahim Diane (BBC Afrique).  - Und ein Bericht, in dem u.a. ein Sprecher der malischen Armee ankündigt, daß die Vorwürfe gegen malische Soldaten gründlich untersucht werden.

Bei PressTV berichtet Daniel Arapmoi aus Bamako, vor allem über die Vorwürfe, daß malische Soldaten Kriegsverbrechen begangen haben. Außerdem ein Beitrag über die guten Verbindungen zwischen Malis Armee und der US-Armee.

Bei TV5 nur Infos von Lucile Grosjean (Action contre la faim) telefonisch aus Bamako, über die problematische Lebensmittelversorgung.

Bei arte berichtet F.-X. Freland über die zwiespältige Stimmung in Niamey vor dem Kriegseintritt des Niger. (Nicht der gleiche Bericht wie gestern bei TV5). Und ein Bericht über französische Spezialkommandos, die die Uranmine des Areva-Konzerns in Arlit beschützen sollen.

In der Tagesschau nur eine Kurzmeldung über die deutsche Beteiligung.

Im n-tv-Auslandsreport ein Bericht von Nicole Macheroux-Denault über den zurückgekehrten Alltag in Diabaly. (kam verkürzt schon bei RTL)

A,B,C,Sky,P

JA

arj,TS

n-AR

 

 

 

 

zus.32

2

zus.6

3

 

 

 

 

                 
25.1.13

Bei "Perspectives" Berichte diverser europäischer Sender aus der letzten Woche (auf deutsch): France2 über die Vorwürfe gegen malische Soldaten. RTR (Rußland) über die Spaltung von Ansar Dine. RSI (Schweiz) über einen schweizer Bauunternehmer, der nicht vorhat, das Land zu verlassen. TVE (Spanien) über die Ablenkung durch ein Fußball-Länderspiel.

E

9
25.1.13

Das auslandsjournal extra zeigt einen Bericht von Walter Heinz aus dem Jahr 2001 über die sagenumwobene Stadt Timbuktu. "Die Perle Afrikas versinkt im Wüstensand". Experten aus der DDR haben bei der Erhaltung der historischen Bauten geholfen, Timbuktu war Partnerstadt von Karl-Marx-Stadt. Ein Archivar kümmert sich allein um die wertvollen historischen Manuskripte. Stolze Tuaregs auf Pferden und Kamelen, Salzkarawanen. Ihren Aufstand hatten die Tuareg damals seit ein paar Jahren beendet. - Den Bericht habe ich damals gesehen und noch irgendwo im Archiv liegen. Wehmütige Erinnerungen.  ¤

3sat

6

26.1.13

 

 

 

 

 

Gao befreit! -  Zuerst Meldungen über Luftangriffe auf die Salafisten in Gao. Ab Mittag dann Berichte (zuerst von Mark Doyle, BBC), daß französische und afrikanische Truppen überraschend schnell Gao erreicht haben und dort die Nigerbrücke und den Flughafen gesichert haben. Am Abend heißt es, die Stadt sei jetzt unter Kontrolle der Alliierten. Der Bericht von Mohammed Adow dazu bringt Verwirrung (die Bilder sind aus dem Westen, der Text handelt von Gao.) - Bei TV5 berichtet  Gerard Grizbec als Erster aus Gao. Er begleitet malische Truppen, die dort auf dem Flugplatz landen. Mit ihnen ist auch der Bürgermeister der Stadt zurückgekommen, der bedankt sich bei Frankreich.  ¤

Jacky Rowland (AJE) und Alex Crawford (Sky) berichten weiter von dem französischen Konvoi, der sich (angeblich) langsam Richtung Timbuktu bewegt.

PressTVs Reporter in Paris sagt, daß nach Angabe des französischen Militärs bei den Luftangriffen keine Zivilisten zu Schaden kamen, daß er das aber nicht glaubt. Dazu passend Zeugenaussagen aus Konna über Tote bei den Kämpfen dort. (Diese Kämpfe waren aber vor zwei Wochen, und die Toten sind von niemandem bestritten worden.) Auch weitere Meldungen des Senders sehr ungenau.

Bei CNN Bericht von Lindsay Hilsum (ITN) mit weiteren Zeugenaussagen über Grausamkeiten von malischen Soldaten in der Gegend von Sévaré.

Bei TV5 weitere Infos zur Einnahme von Gao von Serge Daniel (Bamako) und von einem Militärsprecher, und ein Bericht aus Paris über ein Treffen der MNLA, die mit den Salafisten nichts mehr zu tun haben will.

Bei RTL-aktuell nichts Aktuelles, aber ein Bericht von Nicole Macheroux-Denault aus Konna. Bewohner erzählen nochmal von der Invasion der Salafisten vor zehn Tagen, angeblich kamen sie mit 300 Wagen dort an.  - Auch bei "heute" hat man die Nachrichten nicht gehört, es gibt nur einen Bericht von Timm Kröger über Flüchtlinge in Ségou. - Die Tagesschau meldet die Einnahme von Gao und gibt den zusehenden Kindern nochmal ein paar Erkenntnisse für den Geografie-Grundkurs mit. Für eine Recherche, wie man "Gao" betont, blieb da keine Zeit mehr.

Euronews hat schon Nachmittags eine korrekte Meldung über den Vormarsch auf Gao, meldet als Erster überhaupt im Internet die Einnahme der Stadt und bringt abends einen Bericht von der Einnahme, mit den Bildern von TV5. Der Sender ist inzwischen unverzichtbar und heute sogar mal besser als AJE. - Im arte-journal wird die Einnahme von Gao auch gemeldet, dazu ein Bericht über den schnellen Vormarsch der Alliierten vom Niger aus dort hin. In der Reihenfolge etwas verwirrend.

A,B,C,Sky,P

TV5

R,ht,arj,TS,E

 

 

 

 

zus.30

zus.8

zus.8

 

 

 

 

           
26.1.13

Im "Listening Post": "The media and the war in Mali: stereotypes, spin and the absence of context" - Der Beitrag kritisiert, daß die westlichen Medien das Thema Mali erst jetzt entdecken, fast ein Jahr nach dem Beginn der Krise. Und daß die wirtschaftlichen Interessen Frankreichs nicht erwähnt werden.  ¤

A

9

           
27.1.13

 

 

 

 

 

 

 

 

Befreiung von Timbuktu - Den Tag über ist die Berichtslage etwas unklar, und die meisten Sender melden erstmal vorsichtig, daß die alliierten Truppen die Stadt erreicht haben und zunächst den Flughafen sichern. Teilweise (Euronews und DLF) heißt es auch, Timbuktu sei schon befreit, was etwas voreilig ist, aber wohl nicht ganz falsch. Die Salafisten haben offenbar das Feld geräumt und es gibt keine Kämpfe. Jacky Rowland (AJE) und Alex Crawford (Sky) sind mit den Franzosen unterwegs. Rowlands Bericht zeigt den Jubel der Menschen in den Dörfern auf dem Weg. Sie sagen, daß die Salafisten dort schon vor zwei Wochen abgehauen sind, als der französische Einsatz begann. Abends dann berichtet Rowland (telefonisch), daß sie die letzten Kilometer sehr schnell zurückgelegt haben und nun in Timbuktu sind.  ¤

Bei TV5 ein Bericht mit Bildern, die ein Reporter an Bord eines französischen Hubschraubers vom Vormarsch nach Timbuktu gemacht hat. Und ein Bericht aus Gao von Gerard Grizbec. Unglaubliche Szenen, Tausende jubelnde Menschen auf den Straßen, sie schwenken malische und französische Fahnen. Und Zigaretten, die jetzt wieder erlaubt sind.  ¤¤

Mohammed Adow berichtet weiter von der mauretanischen Grenze. 50.000 Menschen aus Nord-Mali leben dort in einem Flüchtlingslager, und täglich kommen 800 dazu. Viehzüchter haben ihre Herden zurücklassen müssen.

Beim Gipfel der AU in Addis Abeba ist Mali Hauptthema, es wird viel kritisiert, daß es mit der Intervention so lange gedauert hat. James Bays berichtet von dort und spricht mit mehreren Staatschefs.

Bei AJE Gespräch mit Akli Sh'kka (Tuareg Youth Movement). Er fürchtet, daß nach dem Vertreiben der Terroristen das Problem der Diskriminierung der Tuaregs und deren Wunsch nach Autonomie niemanden mehr interessieren wird.

CNN berichtet heute nicht über Mali, bei der BBC sind die Berichte noch auf dem Stand vom Vortag. Dafür online gute Infos von Thomas Fessy.  U.a. der Hinweis, daß die Salafisten angeblich vor ihrem Abzug aus Timbuktu noch die Ahmed-Baba-Bibliothek in Brand gesetzt haben.

Als einziger deutscher Sender meldet Euronews (sowie der DLF) die Einnahme von Timbuktu, und zwar schon nachmittags. Außerdem wird gemeldet, daß die Franzosen Luftangriffe in Kidal fliegen,  jetzt die letzte Hochburg der Salafisten. Euronews und arte berichten noch über die Befreiung von Gao, u.a. zeigen sie eine junge Frau, die sich den verhassten Schleier vom Kopf reißt. Und kurz über den AU-Gipfel.  ¤

n-tv und Tagesschau bringen Meldungen über den Vormarsch auf Timbuktu, bei n-tv wie üblich hanebüchener Quatsch, bei der Tagesschau in Kindersprache und nicht aktuell, aber korrekt. Lustig, wenn die Reporterin sagt, es sei unklar, was an der Front passiert. Sie steht dabei am Champs Elysees in Paris. - Im heute-journal nichts Aktuelles, nur ein Bericht von Timm Kröger aus Konna. - Die Tagesthemen haben ebenfalls nicht die Nachrichten gehört. Hier gibt es einen Bericht von Peter Schreiber aus dem Dorf Siribala über Vorwürfe von Kriegsverbrechen gegen Tuaregs durch malische Soldaten. 

     Insgesamt heute aus und über Mali 21 Stücke mit zusammen 50 Minuten.

A,B,Sky,P

TV5

n,arj,TS,hj,TT,E

 

 

 

 

 

 

 

 

zus.32

zus.4

zus.13

 

 

 

 

 

 

 

 

                 
28.1.13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Timbuktu wird nun komplett von den alliierten Truppen kontrolliert. Es hat bei der Einnahme der Stadt (teilweise durch Fallschirmjäger) keine Kämpfe gegeben. AJE zeigt Bilder von den Salafisten bei ihrem "taktischen Rückzug" vor einigen Tagen. Teilweise haben die Salafisten Sprengfallen in Gebäuden angebracht (u.a. auf dem Flughafen). Ausführliche Details zu den Operationen der malisch-französischen Truppen von Jacky Rowland (AJE), mehrmals am Tag live aus Timbuktu. Bilder von den militärischen Operationen auch bei der BBC, abends in einem Bericht von Thomas Fessy, der etwas verspätet angekommen ist. Auch Alex Crawford (Sky) berichtet aus Timbuktu, sie steht vor dem ausgebombten Hautquartier der Salafisten, einer von Gaddafi gestifteten Luxusvilla. Auch in Timbuktu, wie zuvor in Gao, wurden die Truppen beim Hineinfahren in die Stadt von jubelnden, tanzenden Menschen auf den Straßen begrüßt. Bilder davon in mehreren Berichten.  ¤

Vor ihrem Rückzug aus Timbuktu haben die Salafisten noch versucht, die Bibliothek des Ahmed-Baba-Instituts anzuzünden. Was genau sie dabei angerichtet haben, ist noch unklar. Ein Teil der Manuskripte war letztes Jahr in Sicherheit gebracht worden. Alex Crawford (Sky News) berichtet aus der Bibliothek, dort liegen haufenweise leere Bücherkästen herum, am Fußboden liegt vermutlich Asche, in einer Ecke sieht man Brandspuren. Zeugen sagen, die "Djihadisten" hätten große Mengen Papiere verbrannt. Leider untersucht die Reporterin die Indizien nicht näher. (Und leider zeigt Sky unter dem Link jetzt eine optisch bessere Fassung des Berichts, in der aber entscheidende Stellen fehlen.) - Bei AJE mehr Infos über die Bedeutung der mittelalterlichen Manuskripte von Shamil Jeppie (Universität Kapstadt, Direktor des "Timbuktu manuscript project").  ¤¤

Bei CNN noch ein Bericht von Lindsey Hilsum (ITN) aus Gao. Bilder aus einer Bombenwerkstatt der Salafisten. Man fand dort ein Gehaltsbuch der Salafisten, darin auch eine Quittung einer Überweisung aus Saudi-Arabien. Außerhalb der Stadt liegen ein paar Leichen (vermutlich) von salafistischen Kämpfern in der Wüste. Dann nochmal der überschwengliche Jubel der Malier bei der Einfahrt der Militärkolonne in die Stadt, miterlebt von der Reporterin auf der Ladefläche eines Pick-Up. Und zwei Frauen mokieren sich über den albernen Hijab, den zu tragen man sie gezwungen hatte. Die eine ist stark sehbehindert, und ihr hatten sie verboten, ihre Brille zu tragen. "Sie wollten nicht, daß wir die Welt sehen." Herausragende Reportage, bewegende Eindrücke. (Video unten)  ¤¤

In Sévaré sind mehrer Leichen in einem Brunnen gefunden worden, angeblich Tötungen aus Rache durch malische Soldaten. Bilder und Meldungen bei AJE und TV5.

Hintergrund von Alessandra Giuffrida, zur militärischen Strategie der Franzosen und über den schlechten Ruf der malischen Armee (Massaker an Tuaregs). Stellungnahme von Nii Akuetteh, der Krieg ist noch längst nicht gewonnen. (beide bei AJE).

Bei TV5 berichtet Gerard Grizbec aus Gao. Leider nicht alles verstanden, es geht wohl um Verbrechen der Salafisten im Namen der Sharia.  - F.-X- Freland informiert telefonisch aus Menaka über die Schließung der Grenze zwischen Niger und Mali. - Ein Bericht über die Einnahme von Timbuktu (redaktionell). - Gespräch mit Ousmane Ndaye

Bei arte gute, fast korrekte, etwas knappe Berichte über die Einnahme Timbuktus. - Bei RTL ein Bericht von Nicole Macheroux-Denault, nur kurz über Timbuktu, dann vor allem über neuentdeckte Fälle von Tötungen hinter der Front. - Bei "heute" Bericht von Jörg Brase, ganz ordentlich, aber aus dem fernen Bamako. Keine eigenen Bilder. - Die kürzeste Meldung des Tages wieder mal in der sog. "Tagesschau", 37 Sekunden. Die Bilder praktisch alle aus dem Archiv. - Das heute-journal macht dagegen Timbuktu zum Aufmacher. Vernünftige Einleitung von Claus Kleber, ein redaktioneller Bericht, darin Spekulationen von Markus Kaim (SWP) und Bilder aus Arlit, und Gespräch mit Timm Kröger (in Mopti) über die Übergriffe des malischen Militärs. Er beklagt, es sei für Reporter, die nicht beim Militär eingebettet sind, sehr schwer, unabhängig zu berichten. - Die Tagesthemen berichten dann endlich etwas ausführlicher über die Einnahme von Timbuktu. Komplett mit Bildern des französischen Fernsehens, die Bibliothek wird nicht erwähnt. Peter Schreiber (in Mopti) darf dann noch etwas flüssigen Senf drauftun.  - Jeder einzelne Bericht bei BBC oder AJE war informativer als diese ganze Sammlung deutscher Nachrichtenbeiträge.

Bis auf Euronews. Wie gewohnt gibt es hier korrekte und völlig unaffektierte Berichte mit fast allen wichtigen Bildern des Tages, mehrmals täglich aktualisiert. Zu allen erwähnten Themenpunkten. Teilweise vielleicht etwas zu knapp. Außerdem ein Hintergrund über die Kulturschätze von Timbuktu und deren Zerstörung durch die Salafisten seit letztem Juni. Und ein Beitrag über ein Benefizkonzert von malischen und Tuareg-Musikern in London, "Für den Frieden".

     Insgesamt heute aus und über Mali 38 Stücke mit zusammen 100 Minuten.

A

B,C,Sky,CH4

TV5

R,ht,arj,TS,hj,TT

E

 

 

 

 

 

 

 

 

zus.31

zus.31

zus.11

zus.19

zus.8

 

 

 

 

 

 

 

 

                 
29.1.13

 

 

 

 

 

 

Im befreiten Timbuktu plündert eine aufgebrachte Menschenmenge Geschäfte und Wohnhäuser von Tuaregs, die sie beschuldigen, mit den Salafisten kollaboriert zu haben. Jacky Rowland berichtet, daß die Armee einige der so Beschuldigten kurzzeitig in Schutzhaft genommen hat, um sie vor dem "Lynchmob" zu retten. Die Soldaten suchen in der Stadt weiter nach Sprengfallen und entschärfen mindestens einen Sprengsatz. Berichte aus Timbuktu auch von Thomas Fessy (BBC), Alex Crawford (Sky News) und Franck Genauzeau (TV5). Crawford spricht u.a. mit einer Frau, die von den Salafisten wegen "unzüchtiger Kleidung" öffentlich ausgepeitscht worden ist. Und mit zwei jungen Männern, denen sie die Hände abgehackt haben. (Damit waren in den Berichten jetzt insgesamt sieben verschiedene Männer zu sehen, denen das widerfahren ist. Also offenbar keine Einzelfälle.)  ¤¤

Die Salafisten haben in der Ahmed-Baba-Bibliothek offenbar tatsächlich zahlreiche (vermutlich alle dort noch vorhandenen) historische Manuskripte verbrannt. Thomas Fessy berichtet von dort und zeigt einen großen Aschehaufen. Der Historiker Abdoulaye Cisse sieht darin nicht nur den Wunsch, alles angeblich "Unislamische" zu zerstören, sondern auch einen Angriff gegen die Kultur Malis und Afrikas.  ¤

Mohammed Adow berichtet aus dem Flüchtlingslager an der mauretanischen Grenze, wo weiter Tausende Menschen aus dem Norden ankommen.

In Addis Abeba wird bei einer "Geberkonferenz" Geld für die geplante afrikanische Friedenstruppe gesammelt. Kurzer Bericht von James Bays. Bei der BBC Einschätzungen von David Loyn. - Hier auch ein Gespräch mit dem Politologen Imad Mesdoua zur militärischen Lage. - Sky berichtet über die Pläne Britanniens, einige Hundert Soldaten zur Verstärkung der afrikanischen Truppen zu schicken.

Bei TV5 Berichte aus Timbuktu, u.a. weitere Bilder von den Plünderungen und den verbrannten Büchern.

Bei arte ein Bericht, der die Wut der Malier zeigt und ganz gut die Gründe dafür erklärt. Ein weiterer Mann mit nur einer Hand (Nr.8). Auch in Gao werden Kollaborateure gejagt und verhaftet. - Bei Euronews heute leider nichts Aktuelles. - Bei "heute" ein passabler Bericht von Jörg Brase (aus Nairobi). Hier hört es sich allerdings so an, als hätten die wütenden Leute in Timbuktu fremdenfeindliche Motive. - Die Tagesschau hat Mali als Aufmacher, der Bericht von Shafagh Laghai handelt aber fast nur von der Geberkonferenz. Nichts über die tatsächliche Lage im Land, nichts über die Bücherverbrennung. - In den Tagesthemen ist der Bericht etwas länger, die Racheakte und die verbrannten Manuskripte werden kurz erwähnt. Aber alles sehr blutleer und kaum verständnisfördernd. Offenbar ist die Autorin nicht mehr selber dort. (Ihre Berichte aus Mali vor zwei Wochen waren wirklich gut.)

"No Comment" zeigt Szenen aus Gao (Verhaftung einiger angeblicher Kollaborateure) und Timbuktu (auch malische Soldaten werden bei der Einfahrt in die Stadt mit Jubel empfangen.)    

 Insgesamt heute aus und über Mali 22 Stücke mit zusammen 55 Minuten.

A,B,C,Sky

TV5

ht,arj,TS,hj,TT,E

NC

 

 

 

 

zus.34

zus.6

zus.12

2

 

 

 

 

                 
30.1.13

 

 

 

 

 

 

Die französischen Truppen nehmen den Flughafen von Kidal ein, der letzten Stadt, die noch in der Hand der Salafisten ist. Infos dazu von Jacky Rowland und Thomas Fessy.

Jacky Rowland berichtet aus Timbuktu. Sie spricht mit einigen Frauen, die von den Salafisten öffentlich mißhandelt und gedemütigt wurden, wegen "unzüchtiger" Kleidung oder weil sie einen Freund hatten. Ein Mädchen sagt, sie sei von den Kerlen vergewaltigt worden.  ¤

Lindsey Hilsum (ITN, bei CNN) berichtet weiter aus Gao. Einer der Salafisten wird von einer Menschenmenge gelyncht (angeblich, nachdem er in die Menge geschossen hat). Ein Waffenlager der Salafisten. Nachtclubs und Banken, die sie zertrümmert hatten, die beschädigte Kirche.

Und noch ein Bericht von Hilsum über die Terrorherrschaft der Mujao in Gao. Ein Mann, dem sie die rechte Hand abgehackt haben (Nr.9, Issa Alzouma). Und noch einer, Nr.10., Hilsum schätzt, daß es in Gao insgesamt 20 sind. Eine Mappe, in der alle Frauen aufgelistet sind, die wegen lässiger Kleidung ausgepeitscht wurden, und die Männer, die für Zigarettenrauchen bestraft wurden. Zwei Männer, die als Schwule zum Tod verurteilt wurden, erzählen von der Gerichtsverhandlung. Die Hinrichtung war für letzten Freitag angesetzt. Sonnabend kamen die Franzosen. - Hilsum weist darauf hin, daß die Opfer fast alle Schwarze sind, die Salafisten hellhäutige Tuareg und Araber. - Eine weitere herausragende, wichtige Reportage von Lindsey Hilsum.   ¤¤

Alex Crawford (Sky News) berichtet aus Timbuktu, u.a. über einen Archäologen, der auf eigene Faust einige Tausend Bücher und alte Dokumente aus der Bibliothek gerettet hatte. - Nach Meinung von Experten ist der größte Teil der 300.000 alten Manuskripte rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden. Etwa 2000 sind aber vermutlich verbrannt worden.

Mohammed Adow berichtet weiter über die Flüchtlinge in Mauretanien.    

Bei TV5 mehr Infos über den Einmarsch in Kidal, erste Bilder aus der Wüstenstadt. Und redaktioneller Bericht mit Bildern aus Gao und Timbuktu.

Für die deutschen Sender ist Mali schon nicht mehr interessant. Nur arte und Euronews berichten noch, wie gehabt. Über die Jagd auf Kollaborateure, über den einen Fall einer Lynchung, und den Vormarsch auf Kidal. Euronews erwähnt, daß die Tuaregs weiter über einen eigenen Staat verhandeln wollen.

A,B,C,Sky

TV5

arj,E

 

 

 

 

 

zus.21

zus.5

zus.4

 

 

 

 

 

       

Visit NBCNews.com for breaking news, world news, and news about the economy

     
   
31.1.13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Salafisten haben Kidal geräumt, die Alliierten warten aber anscheinend noch auf dem Flugplatz auf Verstärkung, bevor sie die Stadt komplett einnehmen. Die französische Regierung nennt den Militäreinsatz einen vollen Erfolg. Der Kampf sei aber noch längst nicht zu Ende. Infos dazu u.a. bei der BBC. - Meldung: in Douentza werden zwei malische Soldaten durch eine Landmine getötet, die die Salafisten gelegt haben.

In Timbuktu hat sich nach den Plünderungen die Lage wieder beruhigt. Thomas Fessy (BBC) berichtet von dort.  - Jacky Rowland versucht in ihrem Bericht aus Timbuktu, das Mißtrauen zwischen schwarzen Maliern und Tuaregs zu erklären. Sie entdeckt dabei aber auch Leute, die sich bestens verstehen. Es scheint, die Leute haben wirklich nur ein Problem mit den islamistischen Fanatikern gehabt.  ¤

Mohammed Adow berichtet weiter über Flüchtlinge in Mauretanien, zumeist Tuaregs aus dem Norden. Einige sprechen das Problem der jahrzehntelangen Unterdrückung der Tuaregs in Mali an, sie fordern weiter die Bildung eines eigenen Staates. Sie wollen nicht heimkehren, solange die malische Armee im Norden des Landes ist.   - Bei der BBC Infos aus Bamako von Tim Whewell. Die Regierung hat appelliert, Racheakte zu unterlassen. Die meisten Tuaregs im Norden seien aber ohnehin nach Mauretanien geflüchtet. Von Autonomie für den Norden redet niemand mehr.

Und ein bedrückender Bericht von Tim Whewell. Er trifft in der Gegend, die bis vor drei Wochen Grenzgebiet zum Norden war, junge Männer von einer der Freiwilligen-Milizen (Ganda Iso Militia), die sich mit rassistischem Gerede und Racheplänen gegenüber den Tuaregs aufstacheln. Einige von ihnen sind von US-Ausbildern trainiert worden. "Alle Tuaregs sind Rebellen und Banditen. Sie sollten uns aus dem Weg gehen, wenn wir in den Norden kommen." Ein Augenzeuge spricht über Morde von Soldaten an Tuaregs bzw. friedlichen Islamisten, die er beobachtet hat. Die Leichen wurden in Brunnen geworfen. Es scheint einige Brunnen zu geben, in denen man die Toten noch finden kann.  ¤¤

RT und PressTV haben über die Befreiung des Nordens praktisch gar nicht bzw. nur dummes Zeug berichtet. Jetzt interessieren beide sich wieder, aber nur für die Menschenrechtsverletzungen und Morde an Tuaregs. Daniel Arapmoi ist immer noch für Press in Bamako, und er schiebt absurderweise die Schuld an diesen Dingen den Franzosen zu.

Bei TV5 eine Stellungnahme von Übergangspräsident Traoré, Infos von  F.-X- Freland aus Gao zur Lage in Kidal, und ein Bericht aus Bamako über den Oppositionsführer Oumar Mariko (SADI).

Und eine Sondersendung bei TV5: "Mali - la reconquète et apres ..." - Gesprächsrunde mit Marian Naguszewski und F.-X- Freland (Korrespondenten), Hamédy Diarra (Vertreter der Malier in Frankreich), Pierre Servent (Militärexperte) und Mahamadou Cissé (PARENA). Außerdem ein Rückblick auf den Krieg (ein paar neue Bilder), ein Bericht aus Gao von Gerard Grizbec, über die befreiten Frauen, und ein Gespräch mit der Sängerin Fatoumata Diawara. (Ende fehlt)

Bei arte ein schöner Bericht von F.-X. Freland aus dem befreiten Gao: die Lebensfreude ist zurück, der Radiosender spielt wieder Musik, der Sänger Yehia Arby hat seine Gitarre wieder aus dem Versteck geholt. - Euronews berichtet sehr informativ über die Kriegsentwicklung. Hier heißt es, Kidal sei von den Franzosen bereits eingenommen. (Bisher hat der Sender mit solchen Schnellmeldungen immer recht gehabt.) Und ein News+ über den internationalen Truppenaufmarsch. Gespräch mit Chester Crocker (Professor für Strategiestudien) darüber, wie es jetzt weitergeht.

Die einzige Meldung zu Mali im deutschen TV kommt in der Tagesschau. Allerdings nichts über Kidal oder Timbuktu, oder Flüchtlinge oder Kriegsverbrechen oder Rassismus. Die Tagesschau bringt nur eine Meldung über den deutschen Beitrag zu der Militäraktion. Dieser ist genauso lächerlich wie die Berichterstattung des deutschen Fernsehens. Was in Mali passiert, interessiert hier Niemanden. QED.

Bis auf die, die die Musik des Landes mögen, in dem der Blues erfunden wurde. Bei kulturzeit ein sehr schöner und sehr wichtiger Beitrag über den Griot Bassekou Kouyaté und die Aufrufe von malischen Musikern, die Kultur Malis gegen die Bedrohung durch die Fanatiker zu schützen. Es wird die Bedeutung der Griots für die Überlieferung erläutert, und Manny Ansar (Festival du Desert) erzählt, daß die Salafisten einem Musiker in Kidal drohten, ihm die Finger abzuhacken, wenn er noch mal Gitarre spielt. Ansehen!  ¤¤¤

"No Comment" bringt Bilder von Soldaten in Gao. 

     Insgesamt heute aus und über Mali 23 Stücke mit zusammen 76 Minuten.

A,B,RT,P

TV5

TV5

arj,TS,E

ktzt

NC

 

 

 

 

 

 

zus.23

zus.7

zus.22

zus.13

9

1

 

 

 

 

 

 

                 
31.1.13

George Galloway hat bei "Comment" dann doch ein paar brauchbare Dinge, u.a. zu Mali zu sagen. Er hat bei einer Fragestunde den Premier Cameron gefragt, was eigentlich der entscheidende Unterschied sei zwischen den händeabhackenden Al-Kaida-Fanatikern in Mali, die er bekämpft, und den händeabhackenden Al-Kaida-Fanatikern in Syrien, die er unterstützt. Cameron hat eine Antwort darauf verweigert. - Eine Anruferin stellt fest, daß der Westen (und Israel) dabei ist, die Muslime gegeneinander aufzuhetzen. Galloway merkt an, daß Israel jetzt gemeinsam mit Al Kaida gegen Syrien Krieg führt. Und ein Anrufer vergleicht die Lage mit der im zweiten Weltkrieg. US-Vizepräsident Truman war 1941 dagegen, Deutschland den Krieg zu erklären (und sich somit an die Seite der SU zu stellen), sondern wollte lieber zusehen, wie sich Deutschland und Rußland gegenseitig umbringen.   ¤

P

zus.7
           
1.2.13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die heiße Phase des Krieges ist mit der Einnahme von Kidal beendet. Von Bemühungen, die versprengten Salafisten in der Wüste zu jagen, ist erstmal nichts zu hören. Es sind weiter Militärkolonnen Richtung Norden unterwegs (laut BBC). Jetzt geht es um eine dauerhafte Stabilisierung des Landes und die Sicherung durch eine afrikanische Friedenstruppe. Morgen (Sonnabend) kommt Präsident Hollande nach Mali, u.a. auch nach Timbuktu. In Bamako werden Trikoloren und Hollande-T-Shirts verkauft.

Für die meisten Sender ist Mali als Thema damit wieder verschwunden.

Jacky Rowland (AJE) berichtet über eine Einheit der malischen Armee, die hauptsächlich aus (weißen) Tuaregs besteht, darunter einige alte Haudegen. Und über die Vorwürfe von AI wegen mutmaßlicher Racheakte von Soldaten (u.a. in Sévaré). - In einem BBC-Bericht sagen gefangengenommene Kämpfer der Islamisten aus, sie seien von malischen Soldaten mißhandelt worden, und sie sehen so schlimm aus, daß man ihnen das glaubt.   ¤

Peter Biles (BBC) spricht in Johannesburg mit Prof. Mohammed Mathee (Timbuktu Manuscripts Project), der sich ziemlich sicher ist, daß einfache Bürger den Großteil der Dokumente in Timbuktu schon vor Monaten vor den Salafisten versteckt haben, wie sie das in vergangenen Jahrhunderten schon öfters getan haben. Etwa 2000 Manuskripte könnten aber verloren gegangen sein.

Bei RT ein Bericht von Gonzalo Wancha aus Diabaly über Verbrechen der Salafisten während ihrer kurzen Herrschaft dort. Etwas seltsam, daß der Sender das jetzt bringt. PressTV berichtet dagegen erneut über die Vorwürfe gegen malische Soldaten, aber wieder nur, um den "french-led war on Mali" zu verurteilen.

Bei TV5 berichtet Franck Genauzeau aus Timbuktu. Ein junger Mann hat in der Mopedgarage Dutzende von alten afrikanischen Masken versteckt. (Hoffentlich gibt er sie ans Museum zurück und nicht an irgendwelche Kunsthändler.) Der Historiker Abdoulaye Cissé erklärt den unschätzbaren Wert der alten Manuskripte. Und ein Blick auf einige Lehmhaufen, die von den Unesco-geschützten 800 Jahre alten islamischen Mausoleen übriggeblieben sind. - Hugues Huet berichtet auch aus Timbuktu, über das zurückgekehrte normale Leben.   ¤

Und bei TV5 ein Gespräch mit Stephan Oberreit (Amnesty International) über die Vorwürfe von Übergriffen durch malische Soldaten.

Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews. arte über Flüchtlinge in Mauretanien und die Lage im Norden. Präsident Touré sagt, er könne sich Verhandlungen mit der MNLA vorstellen. Und über die Vorwürfe von Rachetötungen. Es soll sich um etwa 20 Fälle handeln, vor allem in Sévaré. Euronews über den bevorstehenden Hollande-Besuch. 

Bei "Perspectives" Berichte diverser europäischer Sender aus der letzten Woche (auf deutsch): RAI due (Italien) berichtet über die Stimmung in Mopti. RTR über Flüchtlinge aus dem Norden in Mopti. Bei France2 erzählen Menschen in Gao von ihrem Leid unter der Salafistenherrschaft. RTS (Schweiz) über besorgte Europäer in Niamey (Niger).

A,B,RT,P

TV5

arj,E

E

 

 

 

 

 

zus.16

zus.9

zus.5

8

 

 

 

 

 

                  
2.2.13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der französische Präsident Hollande besucht Mali, erst Timbuktu, dann Bamako. Er wird überall von jubelnden Menschenmengen empfangen, die sich alle am liebsten persönlich bei ihm als Befreier bedanken wollen. (G.W. Bush wird sich bei diesen Bildern in den Hintern beißen ...) Hollande besucht in Timbuktu die große Moschee und die lädierte Ahmed-Baba-Bibliothek. Bei AJE berichtet Jacky Rowland immer wieder live, bei der BBC Berichte aus Timbuktu von Andrew Harding (schön!) und Thomas Fessy.  ¤

Live-O-Ton (mit englischer Übersetzung) der Ansprachen von Präsident Traoré und Präsident Hollande in Bamako. Traoré bedankt sich bei Frankreich für die Hilfe, Hollande bedankt sich auch, bei seinen Soldaten und bei den Maliern für den freundlichen Empfang. Frankreich habe mit dem Einsatz seine Schulden bei den Afrikanern bezahlt, die Frankreich halfen, als es vom Feind besetzt war. Er ruft die malischen Soldaten auf, Racheakte zu unterlassen.  ¤

Bei AJE ein Bericht über Leute, die immer noch aus dem Norden nach Mauretanien flüchten. - Ein kurzer Clip über einen Mann, dem die Salafisten in Gao eine Hand abhackten (Issa Alzouma, Nr.11) - Gespräch mit Emira Woods, die in Mali vor allem koloniale Interessen am Werke sieht.

Bei PressTV nochmal ein paar betont kritische Berichte. Afshin Rattansi ("Double Standards") schiebt dem britischen Kriegsminister ein paar fiese Dinge über die Unterstützung von Al Kaida in Syrien in den Mund und spottet über die eingebetteten Reporter von AJE u.a. in Mali.

Im Schweizer RTS (bei TV5) ein Bericht von Michel Beuret aus Timbuktu, über den Staatsbesuch und über die "Notablen", alte angesehene Männer, die jetzt wieder etwas zu sagen haben. Im "Journal Afrique" noch ein Bericht über die unglaubliche Begeisterung für den "Befreier" Hollande, und Telefongespräch mit Sandy Haïdara (Abgeordneter aus Timbuktu?).

Auf deutsch ist wieder vor allem arte sehenswert. Hier neben dem Bericht über den Besuch ein Bericht von F.-X- Freland aus Gao. Der Bürgermeister wirft den Tuareg-Rebellen (MNLA) vor, die Salafisten gestärkt zu haben. - Bei Euronews ein sehr trockener, aber korrekter Bericht über den Besuch. - ZDF und ARD interessieren sich wie gewohnt erstmal für den geplanten Einsatz von deutschen Militärberatern. Bei "heute" berichtet dann aber auch Timm Kröger aus Timbuktu, ganz OK. - Der Kurzbericht der Tagesschau ist für die Mülltonne. In den Tagesthemen aber ein ganz ordentlicher redaktioneller Bericht, und eine Live-Schalte zu Shafagh Laghai, die extra für diese eineinhalb Minuten nochmal nach Timbuktu geflogen ist. Sie sagt, ein Drittel der Einwohner sei aus der Stadt geflüchtet. (Sie sagt nicht wann: vermutlich nämlich schon letztes Jahr, wegen der Salafisten.)

Bei Euronews außerdem ein nicht ganz korrekter Bericht über die Schäden an den Kulturschätzen. - Um die geht es auch bei n-tv und RTL. Nicole Macheroux-Denault hat in Bamako einen der Historiker getroffen, die letztes Jahr unter Lebensgefahr kistenweise Manuskripte aus Timbuktu heraus und in Sicherheit gebracht haben. (Guter Bericht. Warum läßt sie sowas beim Idiotensender n-tv verwursten?)  ¤

"No Comment" bringt nochmal einige Szenen des Besuchstages unkommentiert.

     Insgesamt heute aus und über Mali 31 Stücke mit zusammen 102 Minuten.

A,B,C,P

A(live)

TV5

n,R,ht,arj,TS,TT,E

NC

 

 

 

 

 

 

zus.34

35

zus.8

zus.21

zus.4

 

 

 

 

 

 

                  
2.2.13

 

"Zuflucht der Tuareg" - Reportage von Jérôme Bonnard und Quentin Cébe aus einem Flüchtlingslager in Burkina Faso, wo immer noch täglich Menschen aus Nordmali ankommen, fast alles Tuaregs.

Text von der arte-Seite: "Seit dem Angriff der Französischen Armee am 11 Januar sind täglich Dutzende Lastwagen mit Flüchtlingen im Lager eingetroffen, die Kämpfe gegen das Scharia-Regime der radikalen Islamisten in Mali vertreiben natürlich auch wieder die Zivilbevölkerung aus ihren Dörfern.
90 Prozent diese Flüchtlinge sind Tuareg, sagt die UNHCR, die das Flüchtlingslager verwaltet. Sie fliehen aber nicht nur vor den Kämpfen sondern auch vor der schwarzen Dorfbevölkerung in Mali, ihrem eigenen Land. Die Tuareg mit ihrer hellen Haut sind für viele der Schwarzen «Terroristen», sie halten sie für mit schuldig an der Misere in Mali und manche verabreden sich sogar zur tödlichen « Jagd auf die Turbane ». "

arep

 

12

 

3.2.13

 

 

 

 

Meldungen über neue Luftangriffe der französischen Armee auf Stellungen der Salafisten in den Bergen zwischen Kidal und Tessalit. Irgendwo dort werden vermutlich die 7 französischen Geiseln festgehalten. Bei TV5 ein paar Infos dazu.

Bei AJE heute fast nichts, nur ein ganz kurzes Stück über die beiden Männer in Gao, die die Salafisten als Schwule zum Tode verurteilt hatten. Die beiden bestreiten, daß sie überhaupt schwul seien. Bei TV5 ein kurzer Bericht über die Beiden.

Andrew Harding (BBC) berichtet aus Timbuktu. Das normale bunte Leben ist zurückgekehrt, aber es gibt Anzeichen für rassistische Vorbehalte gegen Tuaregs. Viele von ihnen sind nach den Plünderungen aus der Stadt geflohen, man beschuldigt sie, mit den Salafisten zusammengearbeitet zu haben. - Auch Michel Beuret (RTS, bei TV5) berichtet aus Timbuktu, er trifft auch Tuaregs die dageblieben sind und die Vorwürfe zurückweisen. Auch Imam Abderrahmane von der großen Moschee ruft zum Dialog auf, es sei nicht wahr, daß alle Tuaregs Terroristen seien.  ¤

Die Tagesschau bringt eine Meldung über die neuen Luftangriffe und einen Bericht von Shafagh Laghai aus Timbuktu. Nochmal ausführlicher in den Tagesthemen (hier Top-Thema) berichtet sie über die Rettung eines Großteils der alten Manuskripte und die Rückkehr des Alltags. Guter Bericht und sehr gelungene Einführung von Caren Miosga. - Bei "heute" ein Bericht von Timm Kröger über ein Hilfsprojekt der Caritas in Mopti. Dort wird eine Koranschule unterstützt, an der die Kinder auch normalen Schulunterricht bekommen.

Bei "ttt" ein Beitrag (von Tilman Jens) über Christof Wackernagel und was er über Mali und den Konflikt zu sagen hat. Er lebt und arbeitet seit 10 Jahren in Bamako, ist dort auf seine alten Tage noch Vater geworden und liebt das Land und die Menschen, die dort einen toleranten, menschenfreundlichen Islam praktizieren. (Seit vielen Jahrhunderten übrigens schon, also auch schon damals, als es "christliche" Fanatiker waren, die Ketzern die Hände abhackten ...) Wegen seines Engagements für eine (militärische) Intervention gegen die akute Bedrohung dieses Landes durch wahnsinnige Salafisten bekommt er nun Hassmails von früheren linken Freunden aus Deutschland, die ihn als "Kriegstreiber" beschimpfen.  ¤¤

A,B,ht,TS,TT,E,TV5

ttt

 

 

 

zus.20

7

 

 

 

4.2.13

 

Im Norden irgendwo in der Wüste fliegen die Franzosen weiter Luftangriffe, es ist die Rede von Spezialtruppen, die dort vermutlich die 7 Geiseln befreien sollen. Angeblich ist der ehemalige Chef der salafistischen Polizei von Timbuktu auf der Flucht an der algerischen Grenze verhaftet worden.

Das Medieninteresse an Mali ist vorbei. Nur bei AJE, TV5, Euronews und arte gibt es noch Informationen. Bei AJE Infos von Jacky Rowland (Bamako) zur militärischen Lage. - Bei arte und Euronews kurze, aber gute Berichte über den Krieg im Norden in den Ifoghas-Bergen und die Normalisierung in Timbuktu. - Bei TV5 Infos über den Krieg im Norden und ein Bericht aus Timbuktu. Hier ist alles wieder normal und langweilig. Nur einige zerstörte Kampfwagen und kaputte Fenster erinnern noch an den kurzen Krieg. Außerdem eine telefonische Stellungnahme von Mossa Ag Attaher (Sprecher der MNLA) und ein Gespräch mit Francois Soudan (Jeune Afrique).  ¤

A,arj,E,TV5

zus.19

           
5.2.13

 

 

 

Etwa 1800 Soldaten aus Frankreich und Tschad ziehen in Kidal ein. (Die Stadt ist schon seit 4 Tagen unter Kontrolle der Franzosen.) - An der algerischen Grenze sind weitere Salafisten festgenommen worden, darunter auch mehrere Anführer. (Bericht bei Euronews.) - Laut der französischen Regierung sind beim Krieg in Mali "mehrere Hundert" islamistische Rebellen getötet worden. - In Brüssel beraten Vertreter von EU, Mali, AU und UN über die weitere humanitäre und militärische Hilfe für Mali.   ¤

Jacky Rowland berichtet aus Bamako über große wirtschaftliche Probleme, die durch den Militärputsch (und die westlichen Sanktionen) und die Krise im Norden verschärft wurden. Die meisten Europäer (vor allem Mitarbeiter von Hilfsprojekten) sind abgehauen, dafür kamen Zigtausende Flüchtlinge aus dem Norden. - Andrew Harding berichtet aus einem Dorf am Niger bei Timbuktu. Eher allgemeiner Stimmungsbericht.

Im heute-journal ein Bericht aus Timbuktu von Timm Kröger. "Araber" (Tuareg) haben Angst vor weiteren Plünderungen, aber sonst sieht man optimistisch in die Zukunft. - Im Nachtmagazin berichtet Shafagh Laghai ebenfalls aus Timbuktu. Sie zeigt die Zerstörungen, die die Islamisten angerichtet haben, in Banken, Schulen, beim Radiosender. Jede Infrastruktur wurde zerdeppert, u.a. auch das Telefonnetz. Eine Hilfsorganisation hat darum Satellitentelefone mitgebracht. Einige Bewohner meinen, daß sich immer noch Salafisten in der Gegend versteckt halten.   ¤

Bei TV5 ein Bericht aus Brüssel, O-Ton von Hollandes Rede beim EU-Parlament in Straßburg zum Thema Mali, Infos aus Gao von F.-X- Freland zur Offensive im Norden, und Gespräch mit Mohamed Bazoum (Außenminister von Niger).

A,B

arj,TS,hj,Nam,E

TV5

 

zus.12

zus.13

zus.10

 

           
6.2.13

 

 

 

 

Frankreichs Kriegsminister Le Drian  spricht von "Kämpfen in und bei Gao". Bei der BBC Infos dazu von Mamadou Moussa Ba aus Gao, allerdings nur sehr vage: es gibt dort irgendwo Gefechte mit versprengten Gruppen der Salafisten. Auch bei CNN und AJE eher ungenaue Infos dazu.  - Der Ort Menaka im Südosten des Landes wird laut AJE jetzt von MNLA-Einheiten kontrolliert, nach einem Abkommen mit den französischen Truppen. Auch in Kidal soll es eine solche Vereinbarung geben. - Bilder von französischen schweren Radpanzern in Bamako. - Sky News bringt einen Euronews-Bericht vom Vortag und baut ein paar Fehler ein.

Bei den UN wird über einen Vorschlag der USA diskutiert, die geplante Friedenstruppe der AU zu einer UN-Blauhelmtruppe umzufunktionieren. Bericht dazu von James Bays aus New York.

Auf deutsch: eine belanglose Meldung in der Tagesschau. Allgemeine Berichte über den Krieg im Norden bei arte und Euronews.  - Einziger Korrespondentenbericht im ZDF, von Timm Kröger aus Timbuktu. Er versucht, von französischen Soldaten mehr über die Kämpfe zu erfahren, und zeigt die Normalisierung des Alltags. Mali verliert im Fußball-Halbfinale. Und Zivilisten geben Waffen an die Armee zurück, die sie letztes Jahr vor den Salafisten versteckt hatten.

Bei TV5 ein Bericht zu den militärischen Entwicklungen im Norden (ebenfalls eher unkonkret) und ein Bericht von Michel Beuret (RTS) aus Timbuktu, mit Aussagen von Frauen, die von den Salafisten mißhandelt wurden.

Bei "No Comment" Aufnahmen aus Gao: malische Soldaten bei der Bombensuche, französische Truppen beim weiteren Vormarsch, vermutlich nach Norden.

A,B,C,Sky

TV5

ht,arj,TS,E

NC

 

 

zus.21

zus.6

zus.5

1

 

 

7.2.13

Bei AJE nur eine Kurzmeldung, daß die Franzosen Truppen von Timbuktu in den Norden verlegen. - Im "Journal Afrique" eine Meldung über eine Minenexplosion bei Douentza (4 Zivilisten getötet) und ein Bericht über Reaktionen von Leuten in Bamako auf die Kriegsmeldungen aus dem Norden. 

Bei "Impact" ein Hintergrundgespräch zur Rebellion der Tuareg, mit Akli Sh'kka (Sprecher der Tuareg-Bewegung "Imouhagh") und Andy Morgan (Journalist und Autor). Beide sagen, daß die Tuaregs nie etwas mit Islamisten zu tun hatten und eher einen sehr liberalen und frauenfreundlichen Islam vertreten.  

A,JA

 

B

zus.2

 

11

8.2.13

Die französischen Truppen übernehmen den Flughafen von Tessalit. - In Gao sprengt sich an einem Checkpoint ein Selbstmordattentäter in die Luft, keine Opfer außer dem Attentäter. -  In Bamako gibt es eine Schießerei zwischen rivalisierenden malischen Soldaten, bei der mindestens ein Soldat stirbt.  ¤

Für AJE berichtet jetzt auch Jane Ferguson aus Bamako. - Gute Berichte bei Euronews und arte mit Infos zu allen Punkten. - Bei PressTV berichtet Daniel Arapmoi über Flüchtlinge in Sévaré. Er behauptet, sie seien wegen der französischen Luftangriffe aus dem Norden geflüchtet (was Blödsinn sein dürfte).

A,B,P,ht,arj,E,TV5

zus.18

           
9.2.13

Kurzmeldungen bei AJE und Euronews: französische Truppen haben Tessalit eingenommen, dabei wurden Fallschirmjäger eingesetzt. In Gao werden zwei Selbstmordattentäter entdeckt und verhaftet. Bei Timbuktu wurden die Leichen von zwei Arabern gefunden, die angeblich von Soldaten ermordet wurden. - Bei arte ein Bericht über Flüchtlinge in Mopti. Durch den Krieg im Norden hat sich die Versorgungslage im Süden verschlechtert.

A,arj,E

zus.5

10.2.13

 

 

 

 

 

In Gao wird ein Selbstmordattentäter gestellt und sprengt sich in die Luft, ohne Schaden anzurichten. Dann gelangen ca. 10 Kämpfer der Mujao (Salafisten) mit Booten ins Stadtzentrum und verbarrikadieren sich in einer Polizeiwache. Es folgen stundenlange Feuergefechte mit malischen Soldaten, die offenbar ziemlich sinnlos in der Gegend herumballern und auch Unbeteiligte beschießen. Abends greifen französische Truppen und ein Hubschrauber ein und beenden das Gefecht. Details über Ausgang und Opfer noch nicht bekannt. Bilder und Infos in Berichten bei AJE, BBC, TV5 und Euronews. Bei CNN Infos von der Journalistin Katarina Hoije, telefonisch aus Gao.   ¤

Bei PressTV ein blödsinniger und ärgerlicher Bericht von Daniel Arapmoi aus Mopti. Er versucht krampfhaft, Leuten frankreichkritische Worte in den Mund zu legen, spricht selber von einem "Krieg Frankreichs gegen ein afrikanisches Land" und tut so, als sei es die Schuld der Franzosen, wenn die Jihadisten Minen legen.

Realistischer der Bericht von F.-X. Freland bei arte. In den befreiten Orten zwischen Gao und Sévaré (Douentza, Konna) ist man froh und dankbar für die Hilfe der Franzosen, befürchtet aber Anschläge der Salafisten. Stellenweise haben diese die Landstraßen vermint.

Bei ttt eine Kurzfassung des Berichtes von kulturzeit am 31.1. über die Musik Malis. Das Original war herausragend und ist sehr zu empfehlen. Bei der Kurzfassung geht viel verloren, einiges wird durch die Verkürzung falsch. (So sind heute natürlich die Griots nicht mehr "das wichtigste Massenmedium".) Im Bericht wird nicht klar, daß die Herrschaft der Islamisten inzwischen beendet ist, ebensowenig in Evelyn Fischers Einleitung, die dadurch unsinnig wird.

Bei Spiegel-TV berichtet Thilo Thielke aus Timbuktu, besucht den zerstörten Friedhof (ohne sich erklären zu lassen, was genau dort zerstört wurde) und das Ahmed-Baba-Institut, läßt sich nochmal die verbrannten und die geretteten Manuskripte zeigen. Alles längst bekannte Bilder. Ich weiß nicht, warum man jemanden zum Filmen dort hinschickt, der so offensichtlich keine Ahnung und kein Interesse hat.

A,B,C,P

TV5

arj,E

ttt,SPTV

 

 

zus.12

zus.4

zus.5

zus.10

 

 

                  
11.2.13

Nochmal Berichte über den Angriff von Salafisten in Gao. Soldaten durchsuchen jetzt die Stadt nach weiteren Rebellen. Weiter keine Angaben über das Schicksal der Eindringlinge vom Sonntag. Die von ihnen besetzte Polizeiwache liegt jetzt komplett in Trümmern. Bei TV5 berichtet Gerard Grizbec aus Gao.

Bei AJE Gespräch mit Susanna Wing (Expertin) über die militärische Lage. (belanglos)

A,B

TV5

arj,hj,E

zus.9

zus.4

zus.8

12.2.13

arte berichtet, daß Gao wieder voll unter Kontrolle ist, mehrere Salafisten wurden festgenommen. - Peter Schreiber berichtet über die Ausbildungsmission der EU. 500 Soldaten sollen die desolate malische Armee neu organisieren. Ein Vorauskommando der BW ist gerade angekommen. Von den Spezialtruppen, die letztesmal die USA ausgebildet hatten, sind drei Viertel zu den Rebellen übergelaufen. - Bei TV5 berichtet F.-X- Freland, unterwegs von Gao nach Sévaré. - Bei AJE heute nichts. - Bei PressTV noch ein blödsinniger Bericht von Daniel Arapmoi aus Sévaré. Er läßt einige Leute erzählen, wie schlecht es ihnen geht, und erklärt, daß das französische Militär an Allem schuld sei. 

arj,TT,TV5,P

zus.11

13.2.13

Bei AJE nur eine Meldung: in Gao ist eine Bombenwerkstatt der Salafisten mit 600 kg Sprengstoff entdeckt worden. - Im "Journal Afrique" Infos dazu von Serge Daniel aus Gao (telefonisch). Außerdem die Info, daß der Putschist Capitain Sanogo nun offiziell einen Posten in der Regierung bekommen hat.

A,JA

zus.2

14.2.13

Die Tuareg-Rebellen (MNLA) erklären, sie würden nun die Integrität der Landesgrenzen respektieren, sie wollen aber weiter über die Autonomie des Nordens verhandeln. Infos von Jane Ferguson. - Bei TV5 berichtet Gervais Nitcheu über den Amtsantritt von Capitain Sanogo, der jetzt für die Regierung ein "Komitee zur Reform der Armee" leitet.

A,JA

zus.5

15.2.13

Thomas Fessy berichtet aus Gao. Das malische Militär wird jetzt von Truppen aus Niger unterstützt, die Lage ist ruhig, aber man rechnet mit weiteren Angriffen der Salafisten. Fessy trifft einen jungen Mann, dem sie wegen eines angeblichen Diebstahls die Hand amputiert hatten.

Bei PressTV ein Bericht aus Paris mit allgemeinem Geschwafel über die schwierige Lage Frankreichs im Krieg in Mali. Und ein Bericht aus London über eine Demo der "Stop the War Coalition" gegen Kolonialkriege des Westens in Mali und Syrien.

B,P

zus.9

16.2.13

In Timbuktu ist ein interessantes Dokument der Salafisten gefunden worden. Darin hat Abu Musab Abdul Wadud, der Chef von AQMI (Al Kaida), seine Kämpfer kritisiert, weil sie zu rücksichtslos die Scharia im Norden Malis durchgesetzt haben. Er schrieb, daß seine Kämpfer gegen eine internationale Intervention keine Chance haben würden. Kurze Meldung bei AJE, guter Kurzbericht bei Euronews. - Bei TV5 ein Bericht von Stéphane Raes über die anhaltende Nervosität der malischen Soldaten in Gao wegen möglicher Angriffe der Salafisten.

A,JA,E

zus.4

           
18.2.13

Euronews über den Beschluß der EU, 450 Militärausbilder nach Mali zu schicken. - Im heute-journal berichtet Jörg Brase über den desolaten Zustand von Malis Armee. - Bei TV5 ein Bericht über eine Sitzung der Unesco in Paris, bei der die von den Salafisten angerichteten Schäden bilanziert wurden und über Hilfen beim Wiederaufbau gesprochen wurde. - Bei PressTV ein ziemlich überflüssiger Beitrag, der nochmal den ganzen Konflikt als Ergebnis des französischen Neokolonialismus darstellt.

P,hj,E,JA

zus.10

19.2.13

 

 

Bei der Jagd der französischen Armee auf die geflohenen Salafisten im Norden (im Berggebiet von Ifoghas) gibt es wohl heftige Gefechte, dabei wurden ein französischer Soldat und etwa 20 Salafisten getötet. Nähere Angaben darüber nur bei TV5, sonst Kurzmeldungen.

Bei arte ein Bericht aus Mali. In Gao normalisiert sich das Alltagsleben, die Jagd auf die geflohenen Salafisten im Norden geht weiter.

Die Bundesregierung beschließt, 330 Soldaten zur Ausbildung der malischen Armee zu schicken. In der ARD ausführliche Berichte dazu und zur Parteiendiskussion in Berlin. In den Tagesthemen Gespräch mit Peter Schreiber, der inzwischen wieder in Nairobi ist.

Die Entführung von 7 französischen Touristen in Kamerun steht offenbar mit der Intervention in Mali im Zusammenhang. Von den deutschen Sendern haben nur arte und Euronews darüber berichtet.

A,arj,E,JA

TS,TT

 

 

zus.6

zus.6

 

 

20.2.13

Bei TV5 berichtet Pascal Priestley aus Timbuktu. Die Armee hat einige Männer verhaftet, die zu den Salafisten gehören sollen. (Leider nicht alles verstanden. Die Soldaten machen einen sehr vernünftigen Eindruck und gehen jedenfalls vor der Kamera sehr zivilisiert mit den Gefangenen um. Dies sind 11 hellhäutige junge Männer, mit Handschellen aneinandergekettet.) - Gespräch mit dem Ethnologen André Bourgeot über die ethnischen Spannungen zwischen Arabern und Afrikanern.   ¤

Bei Euronews ein kurzer Bericht über die Zerstörung von alten Manuskripten in Timbuktu durch die Salafisten.

JA,E

zus.7

21.2.13

 

In Gao sind etwa 40 Salafisten-Kämpfer in die Stadt eingedrungen und haben mehrere Gebäude besetzt, u.a. das Rathaus. Es gibt längere heftige Schießereien, bei denen angeblich die Salafisten "zurückgeschlagen" werden. Das Gerichtsgebäude gerät dabei in Brand. Wüste Ballerszenen, keine Angaben über Todesopfer. Ausführlicher Bericht bei TV5, sowie Infos von Dorothée Thienot aus Gao. Auf deutsch ein sehr guter Bericht bei Euronews, ein Kurzbericht bei arte und überraschenderweise ein korrekter Kurzbericht bei n-tv. Wie gewohnt kein Wort über Mali bei ARD und ZDF. (Ist doch nur Afrika.)   ¤

Bei PressTV noch ein Bericht von Daniel Arapmoi aus Mopti ("Nord-Mali"). Er behauptet, den Leuten gehe es seit und wegen der französischen Intervention schlechter als vorher. Und noch mehr Blödsinn. (Schade. Durchaus interessante Bilder, aus denen man einen besseren Bericht hätte machen können.)

A,P,JA,NC

arj,n,E

zus.12

zus.2

                 
22.2.13

Meldungen aus dem Kriegsgebiet im Norden: bei zwei Autobombenexplosionen in In Khalil (bei Kidal) sterben fünf Menschen. - Schwere Kämpfe in den Ifoghas-Bergen, angeblich sterben dabei 13 Soldaten aus dem Tschad und 65 Rebellenkämpfer. 

Bei arte und TV5 Berichte aus Gao (bei TV5 von Loic de la Mornais). Bei den Kämpfen am Donnerstag wurden angeblich 15 Rebellen getötet. Es sollen sich noch etliche Rebellen in der Stadt verschanzt haben, offenbar halten die Kämpfe noch an. Mehrere Gebäude sind durch die Kämpfe komplett niedergebrannt. Ein Soldat spricht von vielen Leichen, die noch in den Häusern liegen.   ¤

A,arj,JA

zus.4

           
23.2.13

 

Meldungen über weitere Kämpfe in den Ifoghas-Bergen. 

Bei arte erstmals ein Bericht aus Kidal, von Pierre Creisson. In der Wüstenstadt haben erst die Tuaregs der MNLA die Salafisten vertrieben, jetzt wird die Stadt von französischen und tschadischen Truppen kontrolliert.

BeiTV5 berichtet Loic de la Mornais aus Gao über die Aufräumarbeiten nach den schweren Kämpfen. 

Bei PressTV eine Meldung mit Bildern aus Gao und einem Text, der praktisch alles verdreht. Demnach sind die "Junta", die Truppen aus dem Tschad und natürlich Frankreich für die Kämpfe und die Toten verantwortlich. Die Salafisten werden nicht mal erwähnt. Was Mali angeht ist PressTV leider nur noch peinlich.

A,B,P,arj,E,JA

 

zus.9

 

24.2.13

In Gao ist ein Waffenlager der Salafisten gefunden worden, große Mengen, allerdings nur leichte Waffen. - Ein Bericht aus Mauretanien über Verbindungen der Salafisten in ganz Westafrika. Eine Zeitung hatte hier das letzte Interview mit Mokhtar Belmokhtar veröffentlicht. (Ende des Beitrags fehlt.)

JA

3

25.2.13

Ausschnitt aus "Empire: Iraq to Mali", ein Filmbeitrag, der eine direkte Linie zieht von Bushs "Krieg gegen den Terror" zu Hollandes Intervention in Mali. (Und der doch nur zeigt: wenn zwei das Selbe sagen, muß es deswegen noch nicht das Selbe sein.)

A

6

26.2.13

Meldungen: in den Bergen im Norden des Landes gibt es weiter schwere Kämpfe der französischen Truppen mit den Salafisten. In Kidal sterben 7 Menschen durch eine Autobombe.  - Bei der BBC ein allgemeiner Bericht zur weiter angespannten Lage im Norden.  - Bei AJE ein Gespräch mit John Ging (UN) über die humanitären Probleme. - Bei TV5 ein Gespräch mit Assarid ag Imbarcawane (Vizepräsident der Nationalversammlung).

A,B,JA

zus.9

27.2.13

Bei einer Konferenz in Yamoussoukro berät die Ecowas über die Kosten des Militäreinsatzes in Mali.

JA 3
28.2.13

Ein Anführer der AQMI-Salafisten, Abdelhamid Abu Zeid, ist angeblich bei den Kämpfen in den Ifoghas-Bergen getötet worden. Kämpfe mit Salafisten auch in einem Ort in der Nähe von Gao. - Der Bundestag stimmt für den Einsatz von deutschen Soldaten bei der Ausbildung von malischen Soldaten.  

E,hj,JA

zus.2

1.3.13

Bei AJE noch eine Meldung zum angeblichen Tod von Abu Zeid.  - Bei arte und TV5 Berichte über die Offensive von französischen und tschadischen Truppen in den Ifoghas-Bergen. Der Experte Mathieu Guidère meint, daß die Todesmeldung von Abu Zeid möglicherweise nur eine Finte ist, um die Salafisten aus ihren Verstecken zu locken. - TV5 meldet, daß auf einer Insel bei Gao ca. 50 Salafisten gefangengenommen worden sind.

A,B,arj,JA

zus.5

2.3.13

Die Armee des Tschad soll bei den Kämpfen im Norden Malis (neben vielen Anderen) auch den AQMI-Chef Mokhtar Belmokhtar getötet haben, den Anführer des Überfalls auf die Gasförderanlage in In Amenas. Bei AJE zwei Berichte und ausführliche Infos aus Ndjamena von May Welsh. Bei BBC Infos von Thomas Fessy (Dakar) und bei PressTV von Johnny Miller (Bamako), weitere Berichte bei BBC, CNN, Euronews und TV5. Hier auch ein Bericht aus Frankreich über die Sorgen der Angehörigen von Entführungsopfern.

A,B,C,P,E,JA

zus.25

           
3.3.13

Die Kämpfe im Norden gehen weiter, über Opfer wird kaum etwas bekannt, nur daß ein dritter französischer Soldat getötet worden ist. Berichte (mit vermutlich inszenierten Kampfbildern) bei arte, Euronews und TV5. In der Tagesschau nur eine Meldung zum Tod von Belmokhtar.

May Welsh (AJE) berichtet aus Ndjamena (Tschad). 26 in Mali getötete Soldaten werden per Flugzeug heimgebracht und bekommen ein Staatsbegräbnis. Exklusivbilder von den tschadischen Truppen beim Einsatz im Norden Malis, wo sie die Hauptlast der Kämpfe tragen. In Ndjamena meinen einige Leute, ihr Land hätte sich aus dem Konflikt in Mali heraushalten sollen.   ¤

A,arj,TS,E,JA

zus.9

                 
4.3.13

 

 

Die Salafisten bestätigen den Tod von Belmokhtar, ein französischer Armeesprecher dagegen hält dies für "wahrscheinlich, aber nicht sicher". Die Leiche wurde nicht gefunden. Bei CNN ein Bericht aus dem Pentagon über die Zweifel.

May Welsh (AJE) berichtet weiter aus Ndjamena. Die tschadischen Truppen haben einige gefangene Salafisten (AQMI) aus Mali hierher gebracht. Die Kämpfe dort in den Ifoghas-Bergen gehen angeblich unvermindert weiter. - Gespräch mit Experte Rafaello Pantucci über die Kriegslage und die Spekulationen um Belmokhtars Tod. - Im Journal Afrique ein Bericht mit Bildern aus dem Kriegsgebiet. Französische Soldaten in extrem schwierigem Gelände. Sie haben dort in Höhlen einige große Waffenlager und Werkstätten ausgehoben.   ¤

Bei TV5 berichtet Nicolas Bertrand aus Gao. Dort wird nach den Kämpfen der letzten Woche immer noch aufgeräumt, und die Schilder der Salafisten mit frauenfeindlichen Parolen werden endlich übermalt.

A,C,arj,T,JA

 

zus.16

 

           
6.3.13

In der Nähe von Gao ist ein französischer Soldat getötet worden, der vierte. Keine Angaben über die Umstände. Auch im Ifoghas-Gebirge gehen die Kämpfe weiter.

E,JA

zus.3

7.3.13

Frankreichs Kriegsminister Le Drian besucht seine Truppen in der Nähe von Gao. Einige O-Töne und nochmal Bilder von Soldaten im Ifoghas-Gebirge.

A,T,JA

zus.4

8.3.13

"The battle for Mali" - Andrew Harding hat nochmal seine Berichte des letzten Jahres aus Mali neu zusammengeschnitten, dazu ein paar Aussagen von westlichen Experten. Das Ganze ein Brei von Bildern und Aussagen, ohne klare Linie und ohne sonderlichen Erkenntnisgewinn. - (Our World)

B

25

9.3.13

Listening Post: Debatte in Frankreich über angebliche "Schock-Bilder"   (NNA)*

A

1
10.3.13

Bei den Kämpfen im Norden sind einige Salafisten gefangengenommen worden, darunter auch mindestens zwei Franzosen. Bericht. - Bericht über verletzte und getötete Zivilisten, vor allem durch Landminen der Salafisten.

JA

4
11.3.13

Ein Bericht aus Timbuktu. Lebensmittellieferungen kommen auf Kähnen auf dem Niger an. Französische Soldaten suchen nach versteckten Landminen.

JA

2
12.3.13

Unicef warnt, daß bereits 60 Personen, meist Kinder, durch (vor allem von den Salafisten) zurückgelassene Munition und Minen verletzt oder getötet wurden. Bilder dazu aus Mopti.

In Bamako streiken die meisten Journalisten aus Protest gegen die Verhaftung ihres Kollegen Boukary Daou, nachdem dieser einen offenen Brief veröffentlicht hatte.

A

JA

2

2

13.3.13

Ein Bericht über einen Bücherretter in Timbuktu. - Politische Debatten in Bamako.  (Beides NNA)*

T,JA

zus.6

14.3.13

Erstmals hat ein französisches TV-Team die Soldaten im Einsatz im Ifoghas-Gebirge gefilmt, u.a. bei der Festnahme eines Salafistenkämpfers.

JA

2
15.3.13

Der Journalistenstreik gegen die Verhaftung von Boukary Daou geht weiter.

P,JA

zus.1

17.3.13

Bei den Kämpfen im Norden Malis ist ein fünfter französischer Soldat getötet worden.

JA

2

18.3.13

Yvonne Ndege berichtet aus Gao, wo jetzt viele vor den Salafisten geflüchtete Einwohner wieder heimkommen. In der Schule werden Jungen und Mädchen wieder gemeinsam unterrichtet.

Der deutsche Kriegsminister de Maiziere besucht die Regierung und den Armeechef in Bamako. Im heute-journal Bericht von Andreas Kynast (mit blödsinnigen Angaben über den Krieg im Norden).

A

TS,hj,E

2

zus.5

19.3.13

Die AQMI-Terroristen geben bekannt, daß sie den im November 2011 entführten Franzosen Philippe Verdon geköpft haben.

Euronews berichtet über Planungen für den Wiederaufbau und französische Hilfen dabei.

Im Journal Afrique Meldungen über den Krieg im Norden, ein Bericht über ein Ausbildungszentrum der EU bei Bamako und den Besuch von de Maiziere bei Malis Armee, und ein Bericht über den Streik der Journalisten.

C,P,E

E

JA

zus.2

2

4

           
20.3.13

Meldung über Tod von weiteren Geiseln (noch unbestätigt). - Bericht über Wiederaufbaukonferenz in Paris.

JA

3

21.3.13

Meldung über Bombenanschlag in Timbuktu. - Bericht über tschadische Soldaten im Krieg gegen die Salafisten im Ifoghas-Gebirge. Bilder einer Gruppe von Gefangenen. - Bericht über anhaltende Proteste von Journalisten gegen die Verhaftung von Boukary Daou.

JA

6
22.3.13

Ein Rückblick auf die Rolle von Capitan Sanogo seit dem Putsch vor einem Jahr. Einschätzungen dazu von Ousmane Ndiaye (Bamako).

JA

4

23.3.13

Frankreich bestätigt offiziell den Tod des AQMI-Führers Abou Zeid im Februar.

A,E,JA

zus.3

24.3.13

Meldung: erneut Kämpfe mit Salafisten in Gao, mehrere Tote. - Bei der BBC ein Bericht von Thomas Fessy, der französische Soldaten im Kriegsgebiet im Ifoghas-Gebirge begleitet. - In der Tagesschau berichtet Matthias Deiß von einem Besuch von Kolonialminister Niebel, der sich in Mopti Hilfsprojekte ansieht.

A,B,TS

zus.6

25.3.13

Ein Video von den Kämpfen am Sonntag bei Gao zwischen malischen Soldaten und Salafisten. Insgesamt gab es dabei 7 Tote.

JA

2
26.3.13

Bei den UN wird über die Zukunft der Friedenstruppen in Mali und die Rolle Frankreichs gestritten. Infos aus New York von James Bays.

A

3
27.3.13

Neues von den französischen Geiseln, die vermutlich ermordet worden sind. - Nach Angabe der malischen Armee sind bei den Kämpfen im Norden bisher 63 malische Soldaten und etwa 600 Salafisten getötet worden.

JA

2

30.3.13

Meldung: in Timbuktu sprengt sich ein Selbstmordattentäter an einem Checkpoint in die Luft und verletzt einen Soldaten.

A

1/2
31.3.13

In Timbuktu ist eine Gruppe von Salafisten in die Stadt gelangt und verwickelt die Armee in stundenlange Feuergefechte. Erst ein Luftangriff der Franzosen bringt Ruhe. Angeblich werden mindestens 8 Salafisten und ein Soldat getötet. Infos aus Bamako von Thomas Fessy (BBC) und aus Kidal von Mohamed Vall (AJE). Vall berichtet auch über die Lage in Kidal. Dort und im ganzen Norden gibt es fast täglich Gefechte mit den versprengten Resten der Al-Kaida-Gruppen. Im Bericht Aussagen von verletzten Tuaregs, die anscheinend auf beiden Seiten kämpfen.

A,B,TS

zus.11

           
1.4.13

In Timbuktu durchsuchen malische Soldaten die Häuser nach weiteren Salafisten. Infos über die Kämpfe des Vortags aus Timbuktu von Thomas Fessy (BBC) und aus Kidal von Mohamed Vall (AJE).

A,B

zus.5

2.4.13

Mohamed Vall berichtet aus Kidal. Der Ort wird zugleich von französischen Truppen wie von den Kämpfern der Tuareg-Rebellen (MNLA) kontrolliert. Die Tuareg-Bewohner wollen mit Mali nichts zu tun haben und hoffen weiter auf ihren eigenen Staat Azawad. Sie werfen den Alliierten Kriegsverbrechen gegen Zivilisten vor.  ¤

Einige hundert Militärausbilder aus Europa (darunter 80 von der Bundeswehr) beginnen in Kolikoro (bei Bamako) mit ihrem Einsatz zum Training von malischen Soldaten. Bericht im heute-journal von Jutta Sonnewald.

A,hj,E

zus.6

           
3.4.13

In Bamako ist eine "Kommission für Dialog und Versöhnung" gebildet worden. Im Bericht Erklärungen von deren beiden Vorsitzenden Traore Oumou Toure (Frauenrechtlerin) und Meti ag Mohamed Rhissa (Tuareg).

JA

2
5.4.13

Frankreich will demnächst mit dem Abzug seiner Soldaten beginnen, 1000 sollen aber dauerhaft dort bleiben. - Frankreichs Außenminister Fabius ist zu Gesprächen mit der Regierung in Bamako. - Die UN beraten über die zukünftige UN-Truppe. Bilder von der Ausbildung malischer Soldaten durch europäische.

E,JA

zus.6

6.4.13

Mohamed Vall berichtet aus Kidal. Die Stadt wird teilweise von den Tuareg-Rebellen der MNLA kontrolliert, die weiterhin an der Unabhängigkeit von "Azawad" festhalten. Unter den Augen der Franzosen feiern sie den Jahrestag der Staatsgründung, ihr "Nationalrat" tagt in einem großen Lederzelt in Kidal.

Bei TV5 noch ein Bericht über den Besuch von Fabius in Bamako. Er hat u.a. auch kurz zur MNLA Stellung genommen.

A,JA

zus.6

           
7.4.13

Bericht aus Lomo im Nachbarland Cote d'Ivoire. Dort bilden dort stationierte französische Soldaten ivorische und malische Soldaten aus.

JA

2
8.4.13

Thomas Fessy berichtet aus Timbuktu. Die malischen Soldaten patrouillieren durch die Stadt, man befürchtet Anschläge der Salafisten. Deren Überreste werden noch im Norden von französischen Soldaten bekämpft, die aber bald abziehen sollen. Ob dann die malischen und afrikanischen Soldaten alleine zurechtkommen, ist zweifelhaft.

B

3

9.4.13

Frankreich beginnt, erste Soldaten wieder aus Mali abzuziehen. - Gerard Grizbec berichtet aus den Nähe von Gao, wo französische Soldaten nach Verstecken der Salafisten suchen.

JA 2
11.4.13

Bei arte zwei unterschiedliche Berichte (mittags und abends) über den Beginn der Ausbildung von 2500 malischen Soldaten durch Europäer in einem Camp bei Bamako. Infos dazu auch von Ousmane Ndiaye aus Bamako bei TV5. Sowie Bilder vom Abflug der ersten französischen Soldaten, und eine Meldung, daß nach Angabe von HRW zwei gefangene Tuareg-Kämpfer in Bamako zu Tode gefoltert wurden.

arj,JA

zus.6

12.4.13

Meldungen: in Kidal tötet ein Selbstmordattentäter drei tschadische Soldaten. - Drei Berichte über die Situation im UN-Flüchtlingslager M'berra in Mauretanien. Dort leben 70.000 Menschen, größtenteils Tuaregs aus Mali. Laut MSF sind die hygienischen Zustände und die Versorgung sehr schlecht.

A,E,JA

zus.7

14.4.13

Ausschnitt aus einem Gespräch mit dem Präsidenten des Tschad, Idriss Deby, über den Militäreinsatz in Mali. - Bericht über Lebensmittelhilfe und medizinische Hilfe des Roten Kreuzes für Flüchtlinge in Gao.

JA

3
15.4.13

Die tschadischen Soldaten ziehen wieder aus Mali ab. - Bericht von Armelle Loiseau vom Wahlkongress der Regierungspartei Adema in Bamako.

JA 2
17.4.13

Bericht von Martin Mateso über den Abzug der tschadischen Truppen aus Kidal. Zu einer kleinen Zeremonie ist auch der Chef der AU-Mission, Pierre Buyoya (Ex-Präsident von Burundi) angereist. 

JA

3

18.4.13

Ein Bericht aus Kidal, wo sich das Leben halbwegs normalisiert hat. Mit einigen Aussagen von Bewohnern.

JA

2
19.4.13

Bericht über eine Sitzung der "Kommission für Dialog und Versöhnung" in Bamako.

JA

2

22.4.13

Das französische Parlament verlängert den Militäreinsatz in Mali. Bei TV5 ein Bericht über die anhaltenden Kämpfe mit verstreuten Salafisten im Ifoghas-Gebirge.

E,JA

zus.4

23.4.13

Mohammed Vall berichtet aus dem Wüstenstädtchen Aguelhok im Nordosten des Landes. Der Ort war letztes Jahr ein Hauptstützpunkt der Al-Kaida-Gruppen, jetzt ist er in der Hand von Tuareg-Rebellen. Zerstörungen durch französische Luftangriffe, Spuren der Salafisten, Zeugenberichte, u.a. über Steinigungen.

A

3

           
24.4.13

Mohamed Vall (AJE) berichtet weiter aus Aguelhok. Im Januar 2012 haben hier die Salafisten (Ansar Dine) eine Armeebasis überfallen und angeblich 128 Soldaten ermordet. Zwei Augenzeugen von damals sagen aus, es habe kein Massaker gegeben, sondern die Soldaten seien im Kampf gegen die übermächtigen Rebellen getötet worden. 9 Soldaten wurden gefangengenommen und später freigelassen.   ¤

Alex Duvall-Smith (BBC) berichtet aus Koulikoro (bei Bamako) vom Training malischer Soldaten durch europäische Ausbilder. - Bei TV5 ein Bericht aus Timbuktu über den Abzug der französischen Truppen.

A,B,JA

zus.9

           
25.4.13

Der UN-Sicherheitsrat beschließt, eine Friedenstruppe nach Mali zu schicken. Infos aus NY von James Bays und aus Gao von Andrew Simmons. Kurzmeldung der TS, Berichte bei Euronews und TV5.

A,TS,E,JA

zus.8

26.4.13

Andrew Simmons berichtet aus Gao. Der französische Militärminister Le Drian besucht seine Truppen, die zu einem großen Teil hier stationiert sind. 

A

2
27.4.13

Bericht von Mohamed Vall über malische Flüchtlinge in einem Lager in Niger. Aus dem Norden Malis kommen immer noch Menschen hierher, meist Tuaregs.

A

3

28.4.13

Mohamed Vall besucht in Kidal ein Gefängnis, wo 48 junge Tuareg-Männer einsitzen, die sich diversen Salafistengruppen angeschlossen hatten. Sie sagen, sie seien religiöse Schüler und keine bewaffneten Kämpfer gewesen, mit Al Kaida hätten sie nichts zu tun gehabt. (Video auch in dem von der Inside Story)

Inside Story: "Mali: Commitment to peacekeeping - Can the UN keep the peace and pacify a resurgent rebellion as France's mission draws down?" -  Debatte mit Mahamadou Djeri Maiga (MNLA), Francois Gere (Experte) und Lydie Boka (Expertin).  (NNA)*   ¤

A

A

3

25

           
29.4.13

Ausbilder der Bundeswehr beginnen mit der Ausbildung von malischen Soldaten zu Pionieren. Gleich drei Korrespondenten sind dafür nach Koulikoro gereist, Nicole Macheroux-Denault, Shafagh Laghai und Jörg Brase. Die Probleme des Auftrags (u.a. viel zu kurze Dauer der Lehrgänge) spricht am deutlichsten Nicole Macheroux-Denault (RTL) in ihrem Bericht an.

R,TS,hj,TT

zus.11

30.4.13

Bericht aus Gao über die Vorbereitungen zur Parlamentswahl (im Juli).

JA

2
1.5.13

Französische Soldaten verhaften bei Timbuktu den französischen Islamisten Gilles Le Guen, der letztes Jahr in einem Video Werbung für Al Kaida gemacht hatte.

Andrew Simmons berichtet aus Gao über Tuareg-Flüchtlinge, die aus Niger heimkehren. Die Lage in der Stadt hat sich normalisiert.

A,E,TV5

A

zus.4

3

2.5.13

Andrew Simmons besichtigt das Training von malischen Soldaten durch britische Ausbilder in Koulikouro (bei Bamako).

A

3
3.5.13

Und nochmal ein Bericht über das Ausbildungscamp der Bundeswehr in Koulikoro, von Jörg Brase.

auslandsjnl

5

4.5.13

Meldung über einen Selbstmordanschlag in der Nähe von Gao, mit zwei getöteten Soldaten. - Jörg Brase berichtet aus Gao. Das Leben normalisiert sich nur langsam. Der Schulunterricht findet wieder statt, aber die Polizei kann kaum arbeiten, nachdem ihr Gebäude von Rebellen zerstört wurde (laut Bericht vor einem Monat).

A,ht

zus.2

5.5.13

"Die Bedrohung bleibt" - Shafagh Laghai besucht Gao. Die Stadt feiert nochmal die Befreiung von den Islamisten. Man tanzt und pflanzt Bäume. Der Bürgermeister führt durchs zerstörte Rathaus (das wurde allerdings nicht während der Herrschaft der Salafisten ausgebombt, sondern bei deren Kommandoaktion am 21.2.) Auch fast alle anderen Verwaltungsgebäude und die Infrastruktur liegen in Trümmern. Der Radiomoderator Malick erzählt, wie die Salafisten ihn fast totgeschlagen haben. Da die Justiz nicht in Gang kommt, hat sich eine Bürgerwehr ("Gao-Patrioten") gebildet, es ist die Rede von Lynchjustiz.  ¤

WS

8

6.5.13

Gespräch mit der Musikerin Rokia Traorè, u.a. über die politische Situation in Mali.

JA

7
15.5.13

 

Diverse Berichte über die Geberkonferenz für Mali in Brüssel, bei der westliche Staaten und Weltorganisationen Finanzhilfen für Mali versprechen. Bei AJE Infos von Jacky Rowland, bei TV5 Infos aus Bamako von Ousmane Ndiaye.

Bei AJE berichtet Mohammed Vall aus Kidal über die andauernden Kämpfe im Norden und die Rolle der Tuareg-Rebellen (MNLA und Islamic Movement of Azawad), die sich von den Salafisten wieder getrennt haben und nun mehrere Orte an der Seite der Franzosen kontrollieren.

Shafagh Laghai berichtet aus Gao über die "Partei der Frauen". Frauen, die durch die Unterdrückung durch die Salafisten politisiert wurden und jetzt zur Wahl antreten wollen.

A,arj,TS,E,JA

A

TT

zus.14

3

4

           
16.5.13

Jörg Brase berichtet aus Gao. Einige Bewohnern erinnern noch mal an die Zeit unter der Herrschaft der Salafisten, als Musikinstrumente verbrannt und Menschen die Hände abgehackt wurden. (Mokta, der Mann, der hier von seiner Amputation erzählt, ist nach meiner Zählung der Zwölfte.)

Interview mit Präsident Dioncounda Traoré (in Brüssel) über die Ergebnisse der Geberkonferenz, den Konflikt mit den Tuareg, die Heimkehr der Flüchtlinge, die Vorbereitung der Wahlen.

hj

E

3

8

25.5.13

Ein Beitrag mit Fotos über den Tuareg-Aufstand. (NNA)*  ¤    -  Text dazu später, wenn arte vielleicht seine Seite repariert hat. 

arep

7
28.5.13

Mohamed Vall berichtet über die Tuaregs im Norden. Menschenrechtler sagen, sie würden von der malischen Armee verfolgt und bedroht, ein Anwalt spricht von "systematischem Massenmord". - Bei TV5 ein Bericht über Vorbereitungen für die Präsidentschaftswahlen am 28.7.

A,JA

zus.6

29.5.13

Besuch des französischen Außenministers Fabius in Bamako. Bericht zur Lage in Kidal.

JA

2
31.5.13

Bei TV5 Interview mit Präsident Hollande, darin geht es auch um die Lage in Mali nach der Intervention. Ausschnitte.

Bei PressTV Bilder von einer Kundgebung in Gao, bei der etwa 1000 Leute die "totale Befreiung von Kidal" fordern. Laut Press kritisieren sie Frankreich, weil es in Kidal mit den Tuaregs (MNLA) zusammenarbeitet. (Mehr darüber bei der BBC.)

JA

P

3

1/2

3.6.13

Gervais Nitcheu berichtet über ethnische Spannungen zwischen Tuaregs und schwarzen Afrikanern in Kidal. - Gespräch mit François Soudan von "Jeune Afrique" über die militärische Lage im Land nach der Intervention.

JA

5
4.6.13

Die Regierung schickt Truppen nach Kidal, wegen des Konflikts mit den Tuareg-Rebellen. Infos von Ousmane Ndiaye aus Bamako (telefonisch). - Gespräch mit dem Präsidentschaftskandidaten Dramane Dembélé.

JA

6
5.6.13

Bei TV5 ein Bericht über die neuen Kämpfe zwischen Armee und Tuareg-Rebellen bei Kidal.

Francois Hollande bekommt in Paris den Friedenspreis der Unesco verliehen, wegen seines Beschlusses, in Mali zu intervenieren. Der Reporter von PressTV findet das bizarr und bringt in seinem Bericht einiges durcheinander.

JA

JA,P

2

zus.5

7.6.13

Bei der BBC berichtet Thomas Fessy über die Offensive der Armee gegen die Tuareg-Rebellen der MNLA in Kidal. Bei TV5 Infos dazu von Yaya Boudani (in Ouagadougou).

B,JA

zus.4

8.6.13

Eine Untersuchungskommission der Unesco hat in Timbuktu erfasst, was letztes Jahr alles an Kulturgütern von den Salafisten zerstört wurde. Bei AJE Infos von Lazare Eloundou (Unesco), bei TV5 ein Bericht.

A,JA

zus.4

9.6.13

In Ouagadougou verhandeln Vertreter der Regierung mit Vertretern der Tuareg-Rebellen (MNLA).

JA

2
10.6.13

Bericht über die geplante neue UN-Friedenstruppe, von James Bays aus New York.

Bei RT berichtet Maria Finoshina aus dem Ort Yanfolila über illegale Goldgräber. Einige Hundert arme Leute, die in 30 Meter tiefen Löchern nach Gold suchen, unter erbärmlichen Arbeitsbedingungen. Erlöse fließen in den Schwarzmarkt, der Staat hat gar nichts davon. Allerdings planen ausländische Firmen diverse industrielle Minen. Beeindruckende Aufnahmen.  ¤

A

RT

2

4

                 
11.6.13

Bericht von Martin Mateso über die Verhandlungen zwischen Tuareg-Rebellen und Regierung in Ouagadougou.

JA

2

13.6.13

Die Gespräche in Ouagadougou zwischen Tuareg-Rebellen und Regierung sind erstmal ohne Ergebnis beendet worden.

JA

2

16.6.13

Mohammed Vall berichtet aus Nordmali über die Rückgabe von 1020 antiken Büchern und Manuskripten, die die Salafisten aus der Ahmed-Baba-Bibliothek in Timbuktu gestohlen hatten. Tuareg-Kämpfer haben sie an der Grenze zu Algerien abgefangen und nun zurückgeschickt.

A

2
           
18.6.13

Regierung und Tuaregs haben sich in Ouagadougou nun doch auf ein Friedensabkommen geeinigt. Bericht bei AJE von Mohammed Vall, bei TV5 von Ilhame Taoufiqi.

A,JA

zus.5

           
19.6.13

Inside Story:"Mali: Steps towards peace? ", über den Friedensvertrag zwischen Regierung und Tuareg-Rebellen.  Gespräch mit Tiebile Drame (Unterhändler der malischen Regierung). Diskussion mit Akli Sh'kka (Sprecher der Tuareg Youth Movement), Alessanda Giuffrida (Ethnologin, Mali-Expertin) und Alexandre Vautravers (Sicherheitsexperte). (NNA)*

A

25
           
25.6.13

Der UN-Sicherheitsrat schickt endgültig (ab 4.7.) die 12.600 Mann starke Friedenstruppe MINUSMA nach Mali. Bericht aus New York von Kristin Saloomey.  - Bei TV5 ein Bericht aus Kidal vom Eintreffen einer gemeinsamen Militärkommission von UN, AU, MNLA (Tuareg-Kämpfer) und malischer Armee.

A,JA

zus.4

29.6.13

"Why Poverty?: The Great Land Rush" - Film von Hugo Berkeley und Osvalde Lewat über den Streit um eine "Modernisierung" der Landwirtschaft durch ausländische "Investoren", vulgo Landraub, an einem Beispiel in Mali. (Auf deutsch unter dem Titel "Ausverkauf in Afrika - Der Kampf ums Ackerland"  am 27.11.12 im ZDF.)  (Leider immer noch NNA)*   ¤¤

B

47
           
30.6.13

James Bays berichtet aus Timbuktu über die Ankunft von AU-Friedenssoldaten. Auch Soldaten der bisherigen AU-Truppe sollen in die neue UN-Truppe integriert werden.

A

3
1.7.13

Beginn des Einsatzes der neuen UN-Friedenstruppe. Bei AJE berichtet James Bays (auch live). Bei TV5 ein Bericht und Gespräch mit Francois Soudan (Jeune Afrique).

A,E,JA

zus.8

           
2.7.13

James Bays berichtet aus Bamako über die Vorbereitungen zur Präsidentschaftswahl.

A

3
           
3.7.13

James Bays berichtet aus Bamako über die Sorgen von Flüchtlingen aus dem Norden.

A

3
5.7.13

Ausschnitt aus einer Reportage von Natalie Georges über die Bürgermeisterin von Goundam, die kürzlich nach ihrer Flucht vor den Salafisten heimgekehrt ist. (Morgen komplett bei arte-reportage.) 

arj

3
6.7.13

 

 

 

 

"Die Hoffnung liegt in ihren Händen" - Reportage von Nathalie Georges, Elsa Kleinschmager und Hélène Giummelly (NNA)*   ¤

Text von der arte-Seite: "Den Islamisten und ihrem Terror entkam sie im letzten Moment im April vor über einem Jahr: Oumon Sall Seck wäre als Bürgermeisterin ihres Städtchens Goundam sofort von ihnen verhaftet und wohl getötet worden. Nun ist sie zu ersten Mal wieder in ihre Heimat zurückgekehrt aus dem Exil in Paris, begleitet von unseren Reporterinnen.Goundam ist eine Stadt nahe Timbuktu, in ihren neun Jahren als Bürgermeisterin hat Oumon Sall Seck sich mit aller Kraft bemüht, ihre Stadt zu einem Modell in Mali zu entwickeln: Mit Gesundheitszentren und Schulen für alle, einer Stärkung von Bildung und Rechten vor allem auch für die Frauen, einer Kampagne gegen die Beschneidung und vielem mehr – es war schon eine Überraschung für die ganze Region, dass sie sich als erste Frau bei den Bürgermeister-Wahlen durchgesetzt hatte und dann auch noch so viele Reformen in Angriff nahm. Vor acht Jahren waren unsere beiden Reporterinnen zum ersten Mal in Goundam, um ein Porträt der Bürgermeisterin und ihrer Stadt zu drehen. 2009 wurde Oumon Sall Seck dann für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.
Der Einmarsch der Islamisten im April 2012 hat alle diese Reformerfolge vernichtet. Die Islamisten plünderten alle öffentlichen Gebäude, setzten die Scharia als einzig gültige Rechtsnorm ein und terrorisierten die Menschen in der Stadt. Die französischen Soldaten drängten sie dann in vielen Kämpfen zurück in den Norden des Landes – deshalb fand Oumon Sall Seck wieder den Mut, in ihre Heimat zurückzukehren.
Unsere beiden Reporterinnen begleiteten sie auf ihrer Reise nachhause und sahen, wie sehr die Menschen in Goundam gelitten haben und wie sehr sie hoffen, dass es bald wieder aufwärts geht mit ihrer Stadt." 

arep

 

 

 

26

 

 

 

7.7.13

In Kidal rücken Truppen der malischen Armee ein (offenbar abgestimmt mit den Tuareg-Rebellen) und werden von jubelnden Bewohnern empfangen.

JA

2
8.7.13

Ein Bericht über den Wahlkampf und Gespräch mit der Journalistin Sophie Bouillon.  (NNA)*

Ein aus mehreren Gründen seltsamer Bericht von Maria Finoshina aus Mali. 

JA

RT

5

4

10.7.13

Bericht über den Wahlkampf von Präsident Dioncounda Traoré und den Bewerbern Dramane Dembele und Soumalia Cissé.

JA

2
11.7.13

Ein Bericht über den Wahlkampf.

E

1
12.7.13

Bericht aus Kidal über die Vorbereitung der Wahlen.

JA

2
14.7.13

Meldung: in Nordmali ist die Leiche eines französischen Ingenieurs gefunden worden, den die Salafisten im November 2011 entführt und im März ermordet hatten.

E

1/2
17.7.13

Der aussichtsreiche Präsidentschaftskandidat Tiébilé Dramé zieht seine Bewerbung zurück. Seine Begründung telefonisch. Einschätzungen von Francis Laloupo (Journalist).

JA

4
20.7.13

In Tessalit haben Unbekannte mehrere Beamte entführt, die dort die Wahlen vorbereitet haben.

JA,P

zus.3

21.7.13

Die in Tessalit von der MNLA entführten Wahlhelfer sind wieder freigelassen worden. Infos von Serge Daniel aus Bamako.

JA 2
23.7.13

Vorbereitungen zur Präsidentenwahl am nächsten Sonntag. Bei TV5 berichten Ilhame Taoufiqi aus Bamako und F.-X- Freland aus einem Flüchtlingslager in Niger. Bei arte berichtet Marc-Antoine Valverde aus Sikasso im Süden des Landes. Tausende Leute arbeiten hier in illegalen unterirdischen Goldminen. Polizei gibt es hier nicht, für Ordnung sorgen Stammesmilizen.

arj,TV5,JA

zus.8

24.7.13

Bei arte berichtet Marc-Antoine Valverde aus Bamako über Muslime, die sich gegen die rigorose islamistische Linie aussprechen. Bei der Wahl tritt kein Islamist an.

Bei TV5 berichtet Ilhame Taoufiqi aus Gao über Polizisten auf Patrouille. Sie suchen gemeinsam mit französischen Soldaten Kriminelle und Reste der salafistischen Rebellen.

arj,JA

zus.6

25.7.13

Bei arte berichtet Marc-Antoine Valverde aus Koulikoro über die Schulung malischer Soldaten durch europäische Militärausbilder. - Bei TV5 ein Bericht aus Frankreich. Auslandsmalier kommen zum Konsulat in Paris und geben hier ihre Stimme zur Präsidentschaftswahl ab.

arj,JA

zus.6

26.7.13

Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl fünf Berichte. Bei AJE Nazanine Moshiri aus Bamako über die wichtigsten Kandidaten. Bei arte Marc-Antoine Valverde aus Segou über den Kandidaten Ibrahim Boubacar Keita (IBK), ein Millionär und Populist. In der Tagesschau um Fünf Peter Schreiber über den Wahlkampf. Bei TV5  Ilhame Taoufiqi aus Timbuktu über Wahlvorbereitungen, und Gervais Nitcheu (aitvauch über einige der Kandidaten.

A,arj,TS,JA

zus.13

           
27.7.13

Vor der Präsidentschaftswahl. Berichte bei AJE von Mohamed Vall aus einem Flüchtlingslager in Mauretanien und von Nazanine Moshiri aus Bamako. Beide berichten, daß Tausende Menschen nicht als Wähler registriert wurden. Bei Sky ein allgemeiner Bericht. Bei "heute" Winfried Schnurbus aus Timbuktu, über deutsche Armeeausbilder und das Chaos bei der Wählerregistrierung. Bei TV5  berichtet Ilhame Taoufiqi aus Timbuktu. 

A,Sky,ht,E,JA

zus.14

28.7.13

 

Tag der Präsidentschaftswahl. Sehr ruhiger Verlauf, sehr hohe Beteiligung (teilweise angeblich über 80 Prozent), nur kleinere technische Probleme. Am Morgen erste Angaben, daß "IBK" die Wahl gewonnen habe. - Bei AJE den ganzen Tag Live-Infos von Nazanine Moshiri aus Bamako. Mohamed Vall berichtet aus einem Wahllokal an der mauretanischen Grenze. - Bei der ARD berichtet Peter Schreiber über die Wahl in Bamako und die allgemeine Situation im Land, in den Tagesthemen recht ausführlich. - Bei TV5 ein Bericht von Ilhame Taoufiqi über die teilweise etwas chaotische Wahl in Timbuktu, und ein Bericht von aitv aus Bamako.

Bei CNN ein Bericht von Attika Schubert über Frauen im Norden des Landes, die während der Herrschaft der Salafisten von diesen vergewaltigt wurden.

A,C,Sky

arj,TS,TT,E

JA

zus.11

zus.11

6

29.7.13

Die Stimmenauszählung zieht sich hin. Wahlbeobachter haben bisher keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. - Mohamed Vall berichtet aus dem Flüchtlingslager von Bassikounou an der mauretanischen Grenze. Die meisten Tuareg-Flüchtlinge haben sich nicht zur Wahl registrieren lassen, viele andere haben keine Registrierung bekommen. - Bei TV5 berichtet Ilhame Taoufiqi aus Bamako, die IBK-Anhänger freuen sich schon auf ihren Sieg.

A,arj,E,JA

zus.9

           
30.7.13

Erste vorläufige Wahlergebnisse, demnächst ist "IBK" in Führung. Seine Anhänger feiern schon. Nazanine Moshiri berichtet live aus Bamako. Bei TV5 berichtet Ilhame Taoufiqi.

Ein Beitrag über die uralten Manuskripte in der Bibliothek von Timbuktu und wie einige davon vor der Zerstörung durch die Salafisten gerettet wurden.

A,E,JA

ktzt

zus.8

3

31.7.13

Heute nur ein Bericht aus Bamako, von Ahmed Idris. Der angebliche Wahlsieg von "IBK" wird bezweifelt, andere Kandidaten sprechen von Wahlbetrug und fordern den Rücktritt des Vorsitzenden der Wahlkommission.

A

2

2.8.13

Vorläufiges amtliches Wahlergebnis: "IBK" hat doch keine absolute Mehrheit, sondern 39,2 %, und geht gegen Somaila Sissé (19,4 %) am 11.8. in die Stichwahl. Diverse Berichte. (NNA)*

A,Sky,arj,TS,E,JA

zus.16
4.8.13

Erklärung von IBK zum Wahlausgang. (OT)

JA

1
6.8.13

Infos aus Timbuktu von Ousmane Ndiaye über Neues zur Stichwahl. (nicht verstanden)

JA

2

8.8.13

Drei Tage vor der Stichwahl berichtet Gervais Nitcheu (aitvaus Kidal über Ansichten von Tuaregs zu den Kandidaten.

JA

3
9.8.13

Bericht von Gervais Nitcheu (aitv) über den Wahlkampf zur Stichwahl und die Wahlempfehlungen der anderen Kandidaten. Infos aus Bamako von Ousmane Ndiaye.

JA

5
10.8.13

Vor der Stichwahl. Euronews stellt nochmal die beiden Kandidaten Ibrahim Boubacar Keita ("IBK") und Soumaila Cissé vor. Bei TV5 Bericht aus Bamako von Simon Rodier und telefonisch Infos von Ousmane Ndiaye.

E,JA

zus.6

11.8.13

Stichwahl zum Präsidentenamt zwischen  Ibrahim Boubacar Keita ("IBK") und Soumaila Cissé. Offenbar ruhiger Verlauf und geringere Beteiligung, vermutlich wegen der starken Regenfälle. Bei AJE Live-Infos aus Bamako und ein Bericht von Ahmed Idris, sowie ein Bericht von Mohamed Vall aus einem Flüchtlingslager an der mauretanischen Grenze. Bei der BBC Infos aus Bamako von Abdourahmane Dia. Bei TV5 ein Bericht zur Wahl, Live-Infos von Ousmane Ndiaye, sowie ein Rückblick auf den Konflikt mit den Salafisten.

A,B,arj,TS,E

JA

zus.17

zus.8

                 
12.8.13

 IBK hat die Wahl offenbar deutlich gewonnen. Noch vor dem Ende der Auszählung erkennt Cissé seine Niederlage an. Infos aus Bamako von Ahmed Idris. Bei TV5 ein Bericht von Gervais Nitcheu (aitv) und Stellungnahme von Louis Michel (Chef der UN-Wahlbeobachter).

A,E,JA

zus.11

13.8.13

Wahlverlierer Cissé stattet Wahlsieger Keita (IBK) einen privaten Besuch ab. Diverse Berichte zum Wahlsieg von IBK, einiges Allgemeines zur Situation des Landes.

A,arj,TS,E,JA

zus.13

15.8.13

Nach dem offiziellen Wahlergebnis hat Ibrahim Boubacar Keita 77,6 Prozent der Stimmen erhalten. Der alte Präsident Traoré befördert als letzte Amtshandlung den Putschistenhauptmann Sanogo zum General. Einschätzungen von Mehdi Meddeb.

E,JA

zus.3

17.8.13

Der noch amtierende Übergangspräsident Traoré ist zu Besuch in Burkina.  (aitv

JA

2
19.8.13

Amadou Sanogo, der Putschistenführer und neuernannte General, besucht seine Truppen in einer Kaserne in Bamako, hält eine sehr energische Ansprache (leider nicht verstanden) und spielt mit anderen Soldaten Fußball. Bericht von Gervais Nitcheu (aitv). 

JA

2
18.9.13

Präsident Keita trifft in Bamako mit Vertretern der Tuareg zusammen. In den letzten Tagen hatte es im Norden wieder Kämpfe der Armee mit Tuareg-Rebellen gegeben. (Bericht aitv

JA

2
19.9.13

Im Sportstadion von Bamako findet die offizielle Zeremonie zur Amtseinführung von Präsident Keita statt. Eine Ansprache hält auch Präsident Hollande.

E,JA

zus.4

28.9.13

In Timbuktu sprengen sich vier Selbstmordattentäter mit Autobomben in die Luft. Zwei Passanten werden getötet. Telefonische Infos. - Gespräch mit Ousmane Ndiaye zur aktuellen politischen Lage.

JA

4
29.9.13

Thomas Fessy berichtet aus dem Flüchtlingslager von Mberra in Mauretanien, wo ein halbes Jahr nach dem Krieg immer noch Tausende Menschen aus Mali (vor allem Tuaregs) unter erbärmlichen Zuständen leben.

B

3

30.9.13

Meldungen: in Kidal gibt es wieder Kämpfe zwischen der Armee und Tuareg-Rebellen. - Bei TV5 ein Bericht dazu und über die Bombenserie in Timbuktu letzte Woche. - In Bamako gibt es Reibereien zwischen zwei Gruppen von Soldaten. Infos bei TV5 telefonisch von F.-X. Freland. -  Hintergrundgespräche bei der BBC mit Ibrahim Diane (BBC) und bei TV5 mit Francois Soudan (Jeune Afrique).

A,B,JA

zus.10

1.10.13

Präsident Touré besucht Präsident Hollande in Paris, reist aber vorzeitig ab, angeblich wegen der Kämpfe in Kidal. Darüber gibt es weiter nur sehr vage Informationen.

arj,JA

zus.4

6.10.13

Die Tuareg-Rebellen bieten der Regierung "ein letztes Mal" Verhandlungen an (und drohen so indirekt mit Krieg). Und bei Timbuktu behaupten Bauern, daß französische Flugzeuge sie bei der Feldarbeit bombardiert hätten, 12 Menschen seien getötet worden. Bericht von Mohammed Vall.

A

2

7.10.13

Ein Rückblick von  F.-X- Freland auf die einjährige Terrorherrschaft der Salafisten (Al Kaida) in Nordmali.

JA

3
8.10.13

Neue Anschläge der Salafistengruppe Mujao in Gao, mehrere Verletzte. Bericht von dort von Bernard Aparis (aitv).

JA 2
17.10.13

In Frankreich sind neue Aufnahmen veröffentlicht worden vom Kampfeinsatz französischer Soldaten gegen Salafisten in Mali im Februar. Bilder aus Hubschraubern und teilweise dramatische Kampfszenen im Ifoghas-Gebirge.

JA

2

23.10.13

Meldung: bei einem Anschlag in Kidal (bzw. Tessalit) sind zwei UN-Soldaten und ein Kind getötet worden.

P

1/2

24.10.13

Am Niger zwischen Gao und Timbuktu gehen 1500 Soldaten von Mali, Frankreich und UN mit einer gemeinsamen Offensive gegen Reste der salafistischen Rebellengruppen vor. Bei AJE Infos vom Experten Andrew Lebovich.

A,P,JA

zus.6

26.10.13

Zwei Meldungen mit neuen Bildern über die Militäraktion gegen Rebellen im Nigerbogen.

A,E

zus.1

31.10.13

Putschistengeneral Sanogo steht in Bamako vor Gericht. Infos von Ousmane Ndiaye.

JA

1
1.11.13

Mohamed Vall berichtet aus einem Camp der Tuareg-Rebellen irgendwo im Norden. Die Rebellen beschweren sich über Verstöße der Armee gegen das Friedensabkommen, sie weigern sich, ihre Waffen abzugeben und drohen damit, den Kampf um Unabhängigkeit wieder aufzunehmen.

In Bamako gibt es eine große Konferenz zum Dialog mit dem Norden. Ausschnitt aus der Rede von Präsident Keita, Infos von Ousmane Ndiaye.

A,JA

zus.6

           
2.11.13

In Kidal haben Terroristen zwei französische Journalisten entführt und ermordet. Ausführliche Infos und Hintergrund bei TV5.

B,JA,E

zus.12

3.11.13

Berichte mit weiteren Details über die Ermordung von zwei französischen Reportern in Kidal. Laut einem Bericht bei arte herrscht im Norden Malis Chaos und Anarchie, das Militär habe die Lage nicht im Griff und traue sich kaum aus den Kasernen. - Außerdem bei TV5 weiter ausführliche Berichte und Infos. Meldungen gab es bei allen internationalen Sendern. Bei den deutschen Sendern - außer arte und Euronews - dagegen kein Wort. Mali existiert nicht mehr.

arj,E

zus.7

4.11.13

Französische Soldaten haben bei Kidal mehrere Verdächtige für den Mord an den zwei Reportern verhaftet. Die Leichen der beiden sind nach Bamako überführt worden. Zu den Morden hat sich noch niemand bekannt.

arj,E,JA

zus.5

5.11.13

Die Leichen der ermordeten Journalisten sind nach Paris überführt worden. In Bamako nehmen Tausende an einem Trauermarsch für die Beiden teil. Äußerungen u.a. von Tiken Jah Fakoli.

JA

2
6.11.13

Der Al-Kaida-Ableger AQMI hat sich zu dem Mord an den beiden französischen Reportern bekannt. Infos aus Bamako von Ousmane Ndiaye. Und Ausschnitte aus Reden bei der offiziellen Trauerfeier für die Beiden in Paris.

E,JA

zus.4

22.11.13

Vor der Parlamentswahl am Sonntag. Beitrag von Ilhame Taoufiqi.

JA

3
24.11.13

Die Parlamentswahl verläuft größtenteils ruhig, die Wahlbeteiligung ist sehr niedrig, nur ca. 25 Prozent.

A,JA,E

zus.5

27.11.13

In Bamako ist der frühere Putschistengeneral Amadou Sanogo verhaftet worden, er soll nun vor Gericht gestellt werden. Bei TV5 ein Portrait des Mannes und Infos aus Bamako von Ousmane Ndiaye.

A,JA

zus.4

28.11.13

Bericht über die Verhaftung von General Sanogo und Befürchtungen, die Armee könnte das übelnehmen.

Meldung über Wahlergebnisse der Parlamentswahl. Es wird eine zweite Runde geben. Und Bericht über eine Demo in Bamako, bei der die Leute Frankreich kritisieren, weil es mit den Tuareg-Rebellen zusammenarbeitet.

A

P

2

2

29.11.13

Die Tuareg-Rebellen der MNLA erklären den Waffenstillstand für beendet. Telefongespräch mit Mohamadou Djeri Maiga (Vizepräsident der MNLA). Er spricht von Übergriffen der Armee auf die Bevölkerung in Kidal, und man müsse nun die Leute beschützen.

A

3
30.11.13

Bei TV5 erklärt Habaye ag Mohamed von der MNLA nochmal, warum der Waffenstillstand beendet wird. Infos dazu von Ousmane Ndiaye aus Bamako.

JA

3
4.12.13

In Diago (bei Bamako) ist ein Massengrab mit 21 Leichen gefunden worden. Es soll sich um Soldaten handeln, die sich im April '12 dem Putschisten Sanogo widersetzt hatten. Infos aus Bamako von Ousmane Ndiaye.

A,JA

zus.4

12.12.13

Die französischen Truppen beginnen im Norden eine neue Offensive gegen die Reste der salafistischen Rebellen. Bericht von Gervais Nitcheu (aitv). - Amnesty International wirft der malischen Armee vor, zahlreiche Menschen gefoltert und ermordet zu haben, darunter Zivilisten, Aktivisten der MNLA (Tuareg-Rebellen) und regierungstreue Soldaten. (Die Vorwürfe beziehen sich offenbar auf unterschiedliche Zeiträume.) Bericht.

JA

3
14.12.13

Meldungen: in Kidal werden zwei UN-Blauhelme durch eine Autobombe getötet. - Bei Euronews außerdem eine kurze Vorschau auf den zweiten Gang der Parlamentswahl am Sonntag.

A,E

zus.1

15.12.13

Zweite Runde der Parlamentswahl. Nur noch ziemlich geringe Beteiligung. Bericht aus Bamako.

JA

2
25.12.13

Frankreich beginnt damit, die meisten seiner Soldaten aus Mali abzuziehen. Ein Bericht über die Lage im Norden, wo es trotz des Friedensabkommens immer wieder Scharmützel zwischen Tuareg-Rebellen und malischen Soldaten gibt.

A

3
26.12.13

In Gao ist Aliou Mahamar Toure verhaftet worden. Er war während der Terrorherrschaft der Mujao-Salafisten "Chef der Islam-Polizei" und für Morde und Folter verantwortlich.

JA

2

28.12.13

Ein Beitrag über den Ex-Präsidenten Amadou Toumani Toure (ATT). (Es gibt auch einen aktuellen Anlaß, den ich aber nicht verstanden habe.)

JA

4
2.1.14

Bericht von Anne-Christine Roth (aitv) aus Bamako über das Vorgehen der Justiz gegen Ex-Präsident ATT wegen "Hochverrat".

JA

2
4.1.14

Tausende Leute aus dem Norden Malis, die vor dem Krieg nach Niger geflüchtet waren, kehren jetzt nach Hause zurück, auf LKW des UNHCR.

JA

2
9.1.14 "Orphans of the Sahara - Episode 1: Return" - über den Traum der Tuareg vom eigenen Staat, ihre Rückkehr aus Libyen nach Mali und Niger nach dem Sturz Gaddafis, den erneuten Aufstand in Mali.   (NNA)*   ¤¤ A 47
           
16.1.14

"Orphans of the Sahara - Episode 2: Rebellion" - Dokumentation über den Unabhängigkeitskampf der Tuareg in Mali und den Krieg von 2012/13, bei dem die Tuareg-Rebellen sich mit Al-Kaida-Salafisten verbündet hatten, die ein Jahr lang in Nordmali eine Terrorherrschaft ausübten, bis sie von Frankreichs Militär vertrieben wurden. Wer das alles nicht mitbekommen hat: eine spannende und kenntnisreiche Nacherzählung der Geschichte mit teilweise neuen, beeindruckenden Filmaufnahmen. (Autor unbekannt.)  ¤¤

A 47
           
23.1.14

"Orphans of the Sahara - Episode 3: Exile" - Der dritte Teil der Dokumentation erzählt vom schnellen Ende des Tuaregstaates "Azawad" durch die französische Intervention und vom Grund für Frankreichs Interesse an dieser Wüstengegend, die riesigen Uranlagerstätten in Mali und Niger. Von deren Abbau haben die Menschen in Niger kaum etwas, außer der Verseuchung ihres Landes. Und eine interessante, vergessene Geschichte (im Video ab 33:10): Al Kaida und Mujao haben sich Anfang 2013 (also vor dem Angriff auf den Süden, dem die Intervention Frankreichs folgte) gegen die Tuaregs gestellt und die Tuareg-Regierung der MNLA in Gao weggeputscht. Die Tuaregs haben den Krieg gleich zweimal verloren. Ein Tuareg-Führer vermutet, daß die Al-Kaida-Leute damals ganz andere Interessen bedient haben. (Ein ähnliches "Schachspiel" scheint gerade in Syrien stattzufinden.)   ¤¤

Die drei Teile zusammen auf einer DVD, "Mali 15". (Dazu noch "Woodstock in Timbuktu", 13.9.12)

A

 

 

47

 

 

            
3.2.14

Bericht von Gervais Nitcheu (aitv) über eine Versöhnungskonferenz der UN in Bamako.

JA

2
6.2.14

Die deutsche Kriegsministerin Vonderleyen besucht ihre Soldaten in Koulikoro in der Nähe von Bamako. Die 180 Bundeswehrler bilden dort malische Soldaten aus. Drei Reporter mit drei Kamerateams sind zu dem Besuchstermin mitgereist. Aus der ZAR berichtet dagegen keiner mehr.

R,ht,TS

zus.6

7.2.14

Meldung: mehrere Tote bei Kämpfen in Gao.

JA 1/2
9.2.14

Kämpfe in Gao, über 80 Tote.

JA

2

11.2.14

Salafistische Rebellen der Mujao haben bei Gao fünf westliche Helfer entführt. Infos aus Bamako von David Baché.

A,JA

zus.3

6.3.14

Meldungen: Bei Kämpfen im Norden des Landes haben französische Truppen 12 angebliche Al-Kaida-Kämpfer getötet.

P,JA

zus.1

13.3.14

Bericht über Tuareg-Flüchtlinge aus Mali in einem Lager in Ouagadougou.

B

3
14.3.14

Meldungen: der Al-Kaida-Anführer Oumar Ould Hamaha, genannt "Rotbart", soll bei einem französischen Luftangriff im Norden des Landes getötet worden sein.

A,JA

zus.1

19.3.14

Guillaume Villadier berichtet über das Training von malischen Soldaten durch europäische Militärausbilder. Mehr dazu im Studiogespräch.

JA

7
21.3.14

In Bamako sind bei einem Großfeuer die Markthallen des historischen "Marché Rose" zerstört worden.

JA

2

22.4.14

Ein vor anderthalb Jahren von Salafisten (Mujao) entführter französischer Tourist ist nach Angabe der Entführer in der Geiselhaft gestorben.

E,JA

zus.3

15.5.14

Beitrag über den Spielfilm "Timbuktu" von Abderrahmane Sissako, der beim Festival in Cannes läuft. Er handelt von der Besetzung der Wüstenstadt durch Salafisten vor zwei Jahren. Sissako stellt erneut die Sicht der Frauen in den Mittelpunkt, starke Frauen, die den brutalen Männern mit Argumenten entgegentreten. Unbedingt sehenswert. (Schon mit "Bamako" hat Sissako sich als einer der letzten Regisseure gezeigt, die sich noch mit den wirklichen Problemen der Welt beschäftigen.)   ¤

arj

3

15.5.14

In Kidal treffen einige Hundert bewaffnete Kämpfer von diversen Gruppen von Tuareg-Rebellen ein. Ihre Vertreter nehmen an einer Friedenskonferenz mit Regierung, UN und Frankreich teil. Kurzbericht und Rückblick.

A

2

18.5.14

In Kidal gibt es schwere Kämpfe zwischen Tuareg-Rebellen und der malischen Armee. Mindestens 8 Soldaten und angeblich 28 Rebellen wurden getötet. Einige Meldungen, aber nur wenig Details. Bei TV5 Infos telefonisch aus Bamako von David Baché.

A,C,P,JA,E

zus.4

19.5.14

Die Tuareg-Rebellen kontrollieren weiter die Stadt Kidal. 30 Beamte, die sie zunächst gefangen hielten, sind wieder freigelassen worden. Die Regierung erklärt den "Terroristen" den Krieg. Bei der BBC ein Bericht von Alex Duvall-Smith, bei TV5 Infos von David Baché und ein Bericht.

B,JA

zus.8

20.5.14

Lautstarke Proteste in Gao und Bamako gegen die neuen Ansprüche der Tuareg-Rebellen und gegen die UN, denen man Versagen vorwirft. Bei AJE Bericht aus New York, wo der UN-Sicherheitsrat berät.

A,JA

zus.5

22.5.14

Die Tuareg-Rebellen (MNLA) haben angeblich mehrere Orte im Norden des Landes besetzt, teilweise nach Kämpfen mit der Armee, teilweise kampflos. Im Süden gibt es große Demonstrationen gegen die Rebellion. Bei der BBC ein Bericht aus Bamako von Alex Duval Smith. Bei AJE Einschätzungen von Vincent Hugoix ("L'Express"). Bei TV5 ein Bericht aus Bamako mit Bildern von den Demonstrationen, und Infos aus Bamako von David Baché und aus New York. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.   ¤

A,B,JA,E

zus.14

23.5.14

Malis Präsident ruft eine Waffenruhe aus. AU-Chef Ould-Aziz ist in Kidal, um zwischen Regierung und Tuareg-Rebellen zu vermitteln. Die MNLA erklärt, man wolle erst verhandeln, wenn man ganz "Azawad" unter Kontrolle habe. Bericht von Mohammed Vall mit ein paar Aufnahmen der Kämpfe der letzten Woche in Kidal. Bei TV5 Infos aus Bamako von David Baché.

A,JA

zus.5

           
24.5.14

Angeblich haben die Tuareg-Rebellen einen von der AU vermittelten Waffenstillstand akzeptiert. Bericht bei Euronews, Kurzmeldung im "Ersten", Infos und Bericht bei TV5.

E,TS,JA

zus.4

3.6.14

Der Franzose Serge Lazarevic wurde vor über zwei Jahren in Mali von Salafisten entführt. Jetzt veröffentlichen sie ein Video, in dem er Präsident Hollande um Hilfe bittet.

E,JA

zus.2

17.6.14

In Bamako sind 23 Häftlinge aus einem Gefängnis ausgebrochen. Bei der Aktion haben die Ausbrecher zwei Personen erschossen. Einer der Geflüchteten ist ein Tuareg-Rebell, der wegen der Entführung von zwei Franzosen verurteilt worden war.

A,JA

zus.2

18.6.14

Noch ein Bericht von Gervais Nitcheu (aitv) über den Gefangenenausbruch in Bamako, angeblich eine Aktion der AQMI.

JA

2

15.7.14

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen französischen Armeekonvoi in der Nähe von Gao ist ein französischer Soldat getötet worden. - (Meldung nur online: bei Kämpfen in der Wüste zwischen Gao und Kidal sind mehr als 30 Menschen getötet worden. Angeblich Kämpfe innerhalb von Rebellengruppen.)

JA

2

16.7.14

In Algier beginnt eine Friedenskonferenz von Regierung und Tuareg-Rebellen. Bericht von Alex Duvall-Smith.

B

3

17.7.14

Inside Story: "France in Mali: protection or control?" - Diskussion mit Marie-Roger Biloa ("Africa International"), Prof. Baz Lecocq (Historiker) und Alessandra Giuffrida (Ethnologin). (Leider NNA)*

A

25

           
24.7.14

Ein algerisches Passagierflugzeug mit 116 Insassen ist in Nordmali abgestürzt, wahrscheinlich durch schlechtes Wetter. (Weil auch Deutsche an Bord waren, gibt es auch bei deutschen Sendern einige Meldungen.)

C,E

zus.4

1.8.14

Allgemeiner Bericht über den andauernden französischen Militäreinsatz.

JA

2

7.8.14

Videobotschaft des Führers von Ansar Dine, Iyad Ag Ghaly.

JA

2
4.9.14

Immer noch fliehen Menschen vor den Kämpfen im Norden Malis. Mohammed Vall berichtet über Flüchtlinge aus Mali in Niger. 

A

2
         
7.9.14

David Baché berichtet über einen Kongress der Oppositionsparteien in Bamako.

JA

2

3.10.14

Im Osten des Landes ist ein Konvoi der UN von Unbekannten auf Motorrädern überfallen worden, neun Blauhelme aus Niger wurden getötet. Infos von James Bays aus New York.

A

1
5.11.14

In Ménaka im Osten des Landes gibt es weiter Kämpfe zwischen Tuareg-Rebellen, der Armee und den Resten von AQMI. Die Fronten wechseln, immer leiden die Zivilisten. Bericht von Mohammed Vall.

A

2
           
27.11.14

Beitrag über den Spielfilm "Timbuktu" von Abderrahmane Sissako. Darin wird die Terrorherrschaft der Salafisten (Al Kaida und Ansar Dine) in Mali vor zwei Jahren nachempfunden, mit beeindruckenden symbolischen Bildern, die vor allem den einfachen Widerstand der Kleinen Leute zeigen. Z.B. das Fußballspiel ohne Ball, eine geniale Filmszene. Die Salafisten werden hier nicht als Monster dargestellt, sondern als auch zweifelnde Menschen, die Böses anrichten. Im Beitrag dazu einige sehr kluge Worte von Sissako. Beitrag und Film unbedingt sehenswert.   ¤¤

ktzt

8
22.1.15

Bilder aus Kidal. Aufgeregt rufende Tuaregs (Männer und Frauen) umringen und bedrohen einige UN-Fahrzeuge (Truppentransporter). Überall brennende Autoreifen. Keine Ahnung, was da los ist.

NC

1/2
27.1.15

 

 

 

 

 

 

"Schattenkrieg in der Sahara" - Dokumentation von Bob Coen und Eric Nadler über die Gründe des Krieges der USA gegen Libyen (der hier tatsächlich so genannt wird) und die Folgen: das militärische Erstarken von salafistischen Terrorgruppen in Westafrika, das dann u.a. zum französischen Krieg in Mali führte (und heute zum Terror von Boko Haram in Nigeria).  - Leider nur teilweise angesehen. Da wurde aber erstaunlich offen gesprochen, viele kaum bekannte Fakten und Zusammenhänge. Sehr spannend!   ¤¤

Text von arte:
"Frankreich startet 2013 eine der größten Militärinterventionen in Nordafrika seit Ende der Kolonialzeit und der Sahara droht ein unruhiges Jahrzehnt. Die Doku erforscht die wahren Hintergründe des Konflikts und legt dar, welche Interessen sich hinter der Destabilisierung einer ganzen Region verbergen. Wird die Sahara zum Schauplatz eines drohenden Krieges um Ressourcen?
Islamistische, der Al-Kaida nahestehende Rebellen bedrohen die Integrität Malis. Um ihren Vormarsch zu stoppen, startet Frankreich im Januar 2013 eine der größten Militärinterventionen in Nordafrika seit Ende der Kolonialzeit, die Operation „Serval“. Der Krieg in Mali ist für die Sahara nur der vorerst letzte Akt eines unruhigen Jahrzehnts. Von Libyen bis zur Zentralafrikanischen Republik haben sich Kriege und Chaos in der gesamten Region ausgebreitet. Die Sahara wurde zum Rückzugsgebiet für Terroristen, Waffen- und Drogenhändler. Hinzu kommen separatistische Tuareg-Rebellen, die weiterhin für die Gründung und Anerkennung eines unabhängigen Azawad kämpfen.
Ein Pulverfass. Nachdem Europa jahrelang China freie Hand auf dem afrikanischen Kontinent gelassen hatte, tritt nun eine weitere Macht in Erscheinung: die Vereinigten Staaten von Amerika. Im Namen der Terrorismusbekämpfung beschlossen die USA, ihren Antiterrorkrieg mit all ihrer militärischen Macht in der Sahara fortzusetzen. 
Aber verdeckt der Kampf gegen den Terror nicht eine ganz andere Schlacht? Eine Schlacht um die Kontrolle der enormen Ressourcen des Kontinents, die zwischen den großen Industriemächten und den Schwellenländern ausgetragen wird? Gegen deren Übermacht haben die lokalen Regime und Diktatoren keine Chance. „Schattenkrieg in der Sahara“ analysiert die unterschiedlichen Interessen der beteiligten Parteien in diesem Konflikt um Erdöl, Erdgas, seltene Erden und unter dem Wüstensand verborgene Wasserreservoirs.
Die Spurensuche führt vom Einsatzgebiet der französischen Armee in die Salons der Londoner Bankiers, von den Flüchtlingslagern in Burkina Faso bis ins Pentagon. In der Sahara, von Libyen bis Mali, haben längst neue Kriege um wertvolle Ressourcen begonnen."

arte

 

 

 

 

 

 

52

 

 

 

 

 

 

28.1.15

Proteste in Kidal gegen UN-Truppe.  (NNA)

JA,P

zus.3

1.3.15

Malis Regierung hat in Algier ein Friedensabkommen mit mehreren Rebellengruppen im Norden abgeschlossen. Die wichtigsten Tuareg-Rebellen sind daran aber (noch) nicht beteiligt. Bei AJE Infos von Marie Rodet (SOAS), bei TV5 ein Bericht aus Algier und eine Stellungnahme von Premierminister Keita.

A,JA zus.4
7.3.15

In Bamako greifen zwei bewaffnete Männer ein Café an und töteten fünf Personen, darunter zwei Europäer. Eine islamistische Gruppe bekennt sich zu der Tat. Bei arte, Euronews und TV5 die Top-Meldung, wohl wegen den Weißen und den Opfern.

A,P,arj,TS,E,JA

zus.8

8.3.15

In Kidal greifen Unbekannte einen Posten der UN-Blauhelme an. Etwa 30 Raketen und Granaten schlagen in dem Camp sowie in der Nachbarschaft ein, ein UN-Soldat und zwei Kinder werden getötet, mehrere Zivilisten schwer verletzt.

A,arj,E,JA

zus.7

11.3.15

In Kidal demonstrieren zahlreiche Bewohner (Tuaregs) gegen den von den UN vorgeschlagenen Friedensvertrag. Bilder und bei TV5 ein paar O-Töne. Im "Journal Afrique" außerdem ein Bericht aus Bamako über Polizisten auf Streifenfahrt.

A,JA

zus.3

6.4.15

Französische Soldaten haben bei einer Aktion im Norden des Landes einen Niederländer befreit, der seit vier Jahren von Islamisten als Geisel festgehalten wurde.

JA,E

zus.3

10.4.15

In Timbuktu werden einige der vor zwei Jahren von den Salafisten zerstörten Sufi-Mausoleen wieder neu aufgebaut.

JA

2
11.4.15

"Mit offenen Karten - Neues aus Mali" - Wirtschaftliche Gliederung, ethnische Gruppen, die Tuareg. Gründe und Verlauf der Krise von 2012/13, Aufstand der Tuareg, Folgen des Sturzes von Gaddafi, Al Kaida im Maghreb (AQMI). Frankreich und das malische Uran.

arte 12
5.5.15

In der Nähe von Mopti haben Salafisten ein muslimisches Heiligengrab in die Luft gesprengt. Meldung und Bilder.   ¤

JA

1
11.5.15

Meldung: bei einem Rebellenangriff bei Timbuktu sind angeblich 30 Soldaten getötet worden.

A

1/2
16.5.15

In Bamako wird feierlich ein Friedensabkommen unterzeichnet, allerdings verweigern die Tuareg-Rebellen eine Teilnahme.

A

2

22.5.15

Bericht über Kämpfe im Osten des Landes bei Menaka zwischen Armee und Tuareg-Rebellen.

A

2
18.6.15

Mohammed Vall berichtet aus dem Norden Malis über Tuareg-Rebellen, die den Friedensvertrag nicht anerkennen und weiter für die Unabhängigkeit von "Azawad" kämpfen wollen.

A 2
20.6.15

Erneut (ich glaube, zum dritten Mal) wird die Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen Regierung und Tuareg-Rebellen gemeldet, Bilder von Versöhnungsgesten und Umarmungen. Bei AJE berichtet Mohammed Vall über skeptische Reaktionen von Tuaregs in einem Flüchtlingslager in Mauretanien. Einschätzungen der Mali-Expertin Susanna Wing. Außerdem ein Bericht von Mohammed Vall über das harte Leben von Hirtennomaden am Rand der Wüste.

A,E

zus.7

           
21.6.15

Bericht über die feierliche Unterzeichnung eines Friedensvertrages zwischen Regierung und Tuareg-Rebellen.

arj

2

2.7.15

Meldung: bei einem Angriff von Unbekannten auf UN-Blauhelme westlich von Timbuktu sind fünf Blauhelme getötet worden.

E

1/2
19.7.15

In Timbuktu werden mit Unterstützung der Unesco einige der von den Salafisten zerstörten antiken Heiligenschreine wieder aufgebaut.

JA 2
19.7.15

In Timbuktu werden mit Unterstützung der Unesco einige der von den Salafisten zerstörten antiken Heiligenschreine wieder aufgebaut.

JA 2
28.7.15

Deutschlands Kriegsministerin Vonderleyen besucht ihre Soldaten in Mali. Die Bundeswehr übernimmt für 10 Monate das Kommando der internationalen Mission zur Ausbildung malischer Soldaten. Marion von Haaren berichtet aus Bamako.

TS

2
7.8.15

In Sevare überfallen Salafisten ein Hotel, in dem Mitarbeiter der UN untergebracht sind. Sie töten mehrere Soldaten und nehmen einige Gäste als Geiseln. Die Geiselnahme dauert am Morgen noch an. - Bei AJE nur Kurzmeldungen, bei TV5 ausführliche Infos eines Korrespondenten per Telefon, die ich nicht verstehe. Im ZDF eine nichtssagende Kurzmeldung, bei der ARD noch gar nichts. Nur bei Euronews eine Meldung mit brauchbaren Infos.

hj,E

zus.1

8.8.15

 

Die Geiselnahme in einem Hotel in Sevare wird nach 24 Stunden beendet, indem malische und französische Soldaten das Gebäude stürmen. Insgesamt sind 13 Personen getötet worden, davon vier als Geiseln gehaltene Blauhelme, fünf Soldaten und vier der zehn Terroristen. Was aus den anderen Terroristen wurde, ist unklar. - Bei allen Sendern nur redaktionelle Berichte mit Bildmaterial der UN. Auf deutsch nur bei Euronews ein informativer Bericht und im ZDF eine unsinnige Kurzmeldung. Die Tagesschau interessiert sich nicht für Mali, wie üblich.

A,B,JA,ht,E

zus.7

           
9.8.15

Bei TV5 mehr über den Terroranschlag in Sevare. Infos von Korrespondent Boubacar Alkouraichi (Bamako), ein Bericht, und Gespräch mit Regierungssprecher Choguel Kokalla Maïga.

JA 6
13.8.15

Anschlag von Salafisten auf eine Polizeiwache in Bamako, mehrere Verletzte. Bericht.

B

3

26.9.15

 

Ahmad Al Faqi Al Mahdi, einer der Führer der Salafistengruppe "Ansar Dine" wird vor dem ICC angeklagt wegen der Zerstörung von Weltkulturerbestätten (eine Moschee und neun islamische Heiligengräber) in Timbuktu im Jahr 2012. Berichte bei BBC und TV5, OT von Fatou Bensouda bei AJE. - Die Tagesschau bleibt sich treu und ignoriert alles, was mit Mali zu tun hat. Dafür erläutert Claus Kleber im "heute-journal" die Bedeutung des Vorgangs und zeigt einen Bericht von Jörg Brase über die Rettung der uralten Manuskripte von Timbuktu vor den Salafisten und ihre anschließende Restaurierung.  ¤

A,B,arj,hj,JA

 

zus.9

 

30.9.15

Beginn des Prozesses beim ICC gegen Ahmad Al Faqi Al Mahdi, der beschuldigt wird, einer der Anführer bei der Zerstörung von Weltkulturerbe in Timbuktu gewesen zu sein.  - Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

A,JA,E

zus.5

                 
20.11.15

In Bamako nehmen Terroristen (vermutlich von AQMI) über 170 Geiseln im Luxushotel "Radisson Blu", wo vor allem Ausländer verkehren. Nach mehreren Stunden stürmen Spezialtruppen das Hotel. Insgesamt werden mindestens 27 21 Menschen getötet. - Hauptthema des Tages bei den meisten Sendern. Bei den internationalen Live-Berichte (meist telefonisch). Bei der ARD abends ein Brennpunkt. (Leider alles NNA)*  ¤

A,B,Sky

arj,TS,hj,E,JA

zus.24

zus.21

                  
21.11.15

Nach dem Angriff auf das Radisson-Blu-Hotel mit 21 Toten. Mindestens drei der Attentäter sind entkommen. Angeblich waren die Angreifer keine Malier und haben perfekt englisch gesprochen. Die Regierung verhängt einen 10-tägigen Ausnahmezustand, das Leben in Bamako geht aber normal weiter. Zwei Al-Kaida-nahe Terrorgruppen haben sich im Internet zu dem Angriff bekannt, die Täter hatten aber auch eine ISIS-Fahne dabei. - Berichte aus Bamako von Nicholas Haque (AJE), Thomas Fessy (BBC) und Alex Crawford (Sky News). Berichte auf deutsch nur noch bei arte und Euronews.

A,B,Sky,arj,E

zus.14

                 
22.11.15

Ahmed Idris berichtet aus Bamako, wo nach dem Terroranschlag noch für 10 Tage verschärfte Sicherheitsbestimmungen gelten. Drei der Täter sind immer noch auf der Flucht.

A 2
23.11.15

Zu dem Anschlag auf das Radisson-Blu-Hotel haben sich drei verschiedene salafistische Gruppen bekannt, und es ist weiter unklar, wer wirklich dafür verantwortlich war. Im ganzen Land gelten drei Tage Staatstrauer. Berichte und Infos aus Bamako von Ahmed Idris und Thomas Fessy.

A,B

zus.7

28.11.15

Ein UN-Stützpunkt in Kidal wird mit Raketen beschossen, zwei Blauhelme und ein Zivilist werden getötet. Die Salafistengruppe Ansar Dine erklärt sich für den Angriff verantwortlich.

A,TS,E

zus.2

4.12.15

Der Anführer einer malischen Terrorgruppe, die vor zwei Wochen an dem Anschlag auf ein Hotel in Bamako beteiligt war, erklärt in einer Audiobotschaft, daß die Gruppe sich Al Kaida (AQMI) angeschlossen hat.

A

2
27.1.16

AQMI hat ein Video veröffentlicht, in dem die entführte Französin Beatrice Stockly zu sehen ist. Die Terroristen fordern die Freilassung eines inhaftierten Anführers.

JA

1
5.2.16

In Timbuktu sind die von den Salafisten zerstörten Sufi-Heiligengräber (Mausoleen) originalgetreu wiederaufgebaut worden.

arj

2
7.2.16

Bericht von David Baché über eine Einigung mit einer der Tuareg-Rebellengruppen in Kidal.

JA 1
8.2.16

Monica Villamizar berichtet aus Timbuktu über die Arbeit der UN-Blauhelmtruppe, die für Ordnung sorgt und mit Drohnen nach möglichen Terroristen Ausschau hält.

A 3
13.2.16

Bundespräsident Gauck ist zu Besuch in Mali bzw. bei den deutschen Soldaten dort. Wie zuvor bei seinem Besuch in Nigeria keinerlei Berichte im deutschen TV. Nur bei arte eine Meldung mit ein paar Bildern.

arj 1/2
29.2.16

Vor dem ICC soll nun der Prozesses gegen Ahmad Al Faqi Al Mahdi richtig beginnen. Der Salafist soll einer der Anführer bei der Zerstörung von Weltkulturerbe in Timbuktu gewesen sein. 

A,JA

zus.4

1.3.16

TV5 berichtet weiter, Euronews erstmals über den Prozeß beim ICC gegen Ahmad Al Faqi Al Mahdi, der als einer der Anführer der Salafisten für die Zerstörung von Weltkulturerbe in Timbuktu verantwortlich sein soll.

E,JA

zus.3

           
27.3.16

In der Nähe von Timbuktu hat die malische Armee eine Gruppe von Männern gestellt und verhaftet, die zu den Attentätern von Grand-Bassam (Côte d'Ivoire, 13.3.) gehören sollen. Infos von David Baché.

JA

1
5.4.16

Ministerin Vonderleyen besucht ihre Soldaten in Gao, und gleich zwei deutsche Korrespondenten sind mitgereist und berichten darüber, Sabine Rau und Jörg Brase. Nur am Rand auch ein paar Begegnungen mit Einheimischen. Deutlich interessanter der Bericht von Shafagh Laghai (Tagesthemen), die mit Soldaten und perspektivlosen einfachen Leuten spricht.

TS,hj,TT

zus.10

24.4.16

"Timbuktu lebt und atmet" - Shafagh Laghai berichtet über den Alltag in Timbuktu, drei Jahre nach der Befreiung vom Terror der Salafisten. Die Bibliothek wurde wiedereröffnet, die meisten der Jahrtausende alten Manuskripte wurden gerettet und werden nun restauriert und digitalisiert. Auf dem Platz, wo die Salafisten damals Menschen steinigen ließen und Hände abhackten, finden nun Musikkonzerte statt. - Wieder ein schöner, berührender und erhellender Beitrag von Shafagh Laghai.  ¤

WS 8
2.5.16

Bericht aus dem Norden des Landes. Die Separatisten der Tuareg stellen sich inzwischen gegen die Salafisten von Ansar Dine und Al Kaida. (Über ihr Verhältnis zur malischen Armee wird nichts gesagt.)

A

3
           
8.5.16

"Frieden schaffen mit Waffen?" - Shafagh Laghai berichtet über die Ausbildung von malischen Soldaten durch deutsche, und über die Angst der Menschen im Norden vor einer Rückkehr der Islamisten. Viele Männer und Frauen schließen sich Bürgermilizen an. (Bericht vermutlich aus Gao.)

WS

8

21.5.16

In Bamako demonstrieren Tausende Menschen gegen die Regierung, der sie allgemeines Versagen vorwerfen. Die Forderungen sind auch eher allgemein gehalten.

JA

2

12.7.16

In Gao demonstrieren einige Hundert Jugendliche. Bei schweren Zusammenstößen mit Polizisten werden zwei Teilnehmer getötet. (Details leider nicht verstanden.)

JA

2
20.7.16

In Nampala (nahe der Grenze zu Mauretanien) haben Kämpfer von Ansar Dine einen Armeeposten überfallen und 17 Soldaten getötet. Infos aus Bamako von Anthony Fouchard. (Am Vortag vereinzelte Kurzmeldungen dazu.)

JA 1
22.7.16

Bei Kämpfen in der Nähe von Kidal zwischen der Armee und Tuareg-Kämpfern sind mindestens 45 Menschen getötet worden. Meldung bei AJE, Infos aus Bamako von Anthony Fouchard bei TV5.

A,JA

zus.2

18.8.16

In Bamako demonstrieren Tausende Menschen gegen die Verhaftung des Radiomoderators Ras Bath, dem die Behörden "Unanständigkeit" vorwerfen. Die Polizei geht teilweise gewaltsam gegen die Demo vor, dabei wird ein Unbeteiligter von Polizisten erschossen.  ¤

A,NC

zus.2

22.8.16

Vor dem ICC in Den Haag beginnt der Prozeß gegen Ahmed al-Faqi al-Mahdi. Er war einer der Anführer der Salafistengruppe Ansar Dine, die 2012 in Timbuktu u.a. neun historische Heiligengräber und eine Moschee zerstörten, welche sie für "unislamisch" erklärt hatten. Es ist der erste Prozeß, bei dem der Hauptanklagepunkt die Zerstörung von Kulturgütern ist. Der Angeklagte bekennt sich gleich zu Beginn schuldig und erklärt, daß er seine Taten wirklich bedauert.  - Diverse Berichte. Bei AJE Erläuterungen von Prof. Andras Riedlmayer (Kulturwissenschaftler): ein Angriff auf die Kulturgüter einer Gemeinschaft ist auch ein Angriff auf diese Gemeinschaft selbst.  ¤

A,Sky,arj,ht,TS,E

zus.19

                 
7.9.16

 

"Wüstenkrieg - Islamisten in der Sahara" - Film von Michael Richter über die Eroberung Nordmalis durch Salafisten 2012 (eine direkte Folge des Sturzes von Gaddafi durch die Nato, was hier endlich mal deutlich ausgesprochen wird), den folgenden Krieg Frankreichs zur Vertreibung der Salafisten und den andauernden EU-Militäreinsatz in Mali. Der Film beschäftigt sich ausführlich mit militärischen Aspekten, spricht aber auch soziale / politische Zusammenhänge an. Erklärungen, warum der malische Staat so schwach war und sich nicht selber gegen die Terroristen wehren konnte, und warum die Salafisten dort soviel Zulauf erhalten (u.a. auch durch den Einfluß der Saudis). Kenntnisreich, sehenswert. Einschätzungen u.a. von Antoine Glaser, Guido Steinberg und Michael Lüders.  ¤¤     (zuerst ausgestrahlt bei arte, 7.12.15)

3sat 52
16.9.16

Über den Dokumentarfilm "Mali Blues" von Lutz Gregor, über malische Musiker, die sich gegen die Bedrohung durch die Salafisten wehren.  (NNA)*

ktzt

7
18.9.16

Noch ein Beitrag über den Film "Mali Blues" von Lutz Gregor.  ¤

ttt 5
27.9.16

Der ICC hat Ahmed al-Faqi al-Mahdi, einen Anführer der Salafistengruppe Ansar Dine, zu neun Jahren Haft verurteilt, wegen der Zerstörung von Weltkulturgütern in Timbuktu. Als erster Angeklagter vor dem ICC hatte er seine Schuld eingestanden, was als strafmildernd gewertet wurde.

A,Sky,TS,E

zus.7

           
9.10.16

In Kidal ist Cheikh Ag Aoussa, ein Führer der Tuareg-Rebellen, kurz nach einem Treffen mit UN-Vertretern mit einer Bombe in seinem Auto ermordet worden. Über Täter und Motiv ist noch nichts bekannt.

Bei den deutschen Sendern dazu natürlich kein Wort. Stattdessen ein Bericht über den Beginn einer Afrikareise von Kanzlerin Merkel. Tina Hassel ist dazu nach Bamako mitgeflogen. Es geht darum, weitere Flüchtlinge zu vermeiden, und zwar, wie Merkel ausdrücklich erklärt, aus "deutschen Interessen".

JA,E

TS

zus.3

2

           
27.11.16

Mit seinen vielfältigen Kulturen war Mali früher ein sehr beliebtes Reiseziel. Seit der Besetzung von Nordmali durch Salafisten und dem Krieg vor vier Jahren kommen kaum noch Touristen ins Land, in den Norden (Timbuktu) praktisch gar keine mehr. Bericht von Mohammed Vall.

A

3

            
11.1.17

Ein Bericht aus Bamako, über die Verschmutzung des Niger durch Hausmüll, und über eine Gruppe von Fischern, die versuchen, aufzuräumen. Die Aktion wird von der Regierung bezahlt, die den internationalen Besuchern bei einem Gipfeltreffen nächste Woche einen "sauberen" Fluß zeigen will.

arj

3
18.1.17

Bei einem Anschlag mit einer Autobombe auf einen Militärstützpunkt bei Gao werden mehr als 60 Menschen (vermutlich Soldaten) getötet. AQMI bekennt sich zu dem Selbstmordanschlag. - Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews. Obwohl in dem Land deutsche Truppen stationiert sind, halten die Redakteure von Tagesschau und "heute" einen Anschlag mit 60 getöteten Soldaten nicht für erwähnenswert.

B,JA,E

zus.5

           
20.1.17

Der Bundestag diskutiert über den Einsatz der Bundeswehr in Mali. Vonderleyen will die Zahl der deutschen Soldaten auf 1000 verdoppeln. Anlaß für das ZDF zu einem allgemeinen Bericht, der nebenbei auch den Anschlag in Gao mit über 70 getöteten malischen Soldaten erwähnt.

ht 2
3.3.17

Mehrere Islamistengruppen in Nordmali (u.a. Ansar Dine) haben eine neue Rebellenorganisation gegründet. Bericht von Ilhame Taoufiqi.

JA

2
6.3.17

Bei einem Angriff von Islamisten auf ein Militärlager an der Grenze zu Burkina Faso sind 11 Soldaten getötet worden.

JA

2

19.5.17

Frankreichs neuer Präsident Macron besucht Mali, d.h. vor allem die französischen Soldaten im Norden des Landes. Nicolas Haque berichtet aus Bamako über Reaktionen. 

A,E

zus.3

           
27.5.17

Die meisten der Tuareg-Rebellen folgen dem vor zwei Jahren abgeschlossenen Friedensabkommen. Die Lage der Tuareg hat sich seitdem aber nicht verbessert, und viele sehen die französischen Soldaten und die UN-Friedenstruppe als Feinde. Nicolas Haque berichtet aus Gao.

A 3
           
7.6.17

In Gao demonstrieren Einwohner gegen den Gouverneur der Region. Bericht von Ilhame Taoufiqi.

JA

2
8.6.17

Am 9. Juli soll eine Volksabstimmung über Verfassungsänderungen stattfinden. Das Vorhaben wird heftig diskutiert, in Bamako gibt es lautstarke Proteste. Bericht von Ilhame Taoufiqi.

 

zus.

17.6.17

In Bamako demonstrieren erneut Tausende gegen die geplante Volksabstimmung über eine neue Verfassung. Bericht.

JA 2
18.6.17

Vier bewaffnete Männer stürmen ein Luxushotel südlich von Bamako und nehmen etwa 30 Geiseln. Nach zwei Stunden befreien malische und französische Soldaten die Geiseln. Mindestens zwei Menschen wurden getötet, die Täter sind vermutlich entkommen. Infos von Nicholas Haque und Thomas Fessy (beide in Dakar), bei AJE Einschätzungen von Youssef Cherif. - Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.  

A,B,E

zus.12

                 
19.6.17

Noch zwei Berichte über den Angriff von Terroristen auf ein Luxushotel bei Bamako, jetzt vom Ort des Anschlags. Auf deutsch gab es nur bei Euronews einen Bericht.   

A,JA

zus.4

           
2.7.17

Staatsbesuch von Macron in Mali. Bei einem Gipfel mit den Staatschefs von fünf Sahel-Ländern geht es um die Gründung einer neuen gemeinsamen Eingreiftruppe für diese Region. Bei AJE Einschätzungen dazu von Andrea de Georgio (Friedensforscher).  

A,Sky,arj

zus.13

15.7.17

In Bamako demonstrieren erneut Tausende gegen die von der Regierung geplante Verfassungsänderung. Das geplante Referendum dazu wurde inzwischen abgesagt.

A,JA

zus.3

16.7.17

Bei Euronews noch ein Bericht auf deutsch über die Proteste gegen die geplante Verfassungsänderung.

E

1
30.7.17

Nachdem beim Absturz eines Bundeswehrhubschraubers zwei Soldaten ums Leben kamen, besucht  die deutsche Kriegsministerin ihre Soldaten in Gao. Christiane Hübscher ist mit dorthin geflogen. Mali und seine Bewohner kommen im Bericht nicht vor.

hj 3
14.8.17

Bewaffnete Männer haben zwei Basen der UN-Friedenstruppe in Timbuktu und in Douentza (bei Mopti) überfallen. Mindestens ein malischer Soldat und ein Blauhelm wurden getötet, sowie vier der Angreifer. Erste Infos aus New York von Rosiland Jordan.

(Nachtrag: bei den deutschen Sendern hat es dazu allenfalls Kurzmeldungen gegeben.)

A 3
       

  Sender-Schlüssel

  Das Archiv (nach Themen)

  Das Archiv (nach Datum)

      HOME