Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Afrika : Äthiopien , Eritrea             

   (letzter Eintrag 19.11.21)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
16.10.07 Birgit Virnich :Pilgerreise zu den Felsenkirchen  N3-Weltbilder  
15.11.07

Im Hochlandort Dessie leben Muslime und Christen friedlich zusammen   ZDF-auslandsjournal

alj

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16.11.07

Meles Zenawi (Premierminister Äthiopien) : Spannungen mit Eritrea, "keine Verbrechen in Somalia"

Berhanu Kebede (Botschafter Äthiopien) über drohenden Krieg mit Eritrea

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1.12.07

Äthiopien / Eritrea :Nach 5 Jahren Ruhe und gescheiterten Verhandlungen könnte der Grenzkonflikt wieder zum Krieg führen.

A

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5.12.07 

Eritrea : Über den "Journalisten des Jahres" Seyoum Tsehaye, der seit 6 Jahren inhaftiert ist.

T

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19.1.08

Mit offenen Karten : Äthiopien - Geografie, Geschichte, aktuelle innere und äußere Konflikte

arte

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30.1.08

Eritrea : Der umstrittene Film "Feuerherz" nach dem Buch der vorgeblichen Ex-Kindersoldatin Senait Mehari und die Proteste von anderen Eritreern gegen diese "Lügengeschichte".  (Link zu Zapp)

Zapp

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15.4.08

Reportage von Mohamed Adow über die ONLF-Rebellen, die seit 10 Jahren für die Unabhängigkeit des Ogaden kämpfen. Und Gespräch darüber mit Abdirahman Mahdi (ONLF).

A

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16.4.08

Zweiter Teil der Reportage von Mohamed Adow über die Rebellen im Ogaden. Auch Frauen nehmen als Kämpferinnen am Befreiungskrieg teil. Peter Bouckaert (HRW) über Politik der verbrannten Erde der Regierung gegen Zivilisten im Ogaden.

A

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17.4.08

Dritte Reportage aus dem Ogaden. Dorfbewohner berichten von Vertreibungen und Terror durch die Regierungstruppen.

A

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18.4.08

Ogaden (NNA)*

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20.4.08

Sudan / Äthiopien : Imran Khan berichtet aus dem Kassala-Flüchtlingslager im Ost-Sudan, wo Flüchtlinge aus allen Konfliktregionen versammelt sind, aus Sudan, Eritrea, Äthiopien und Somalia.

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21.4.08

Somalia / Äthiopien :  Schwere Kämpfe in Mogadishu, Äthiopiens Armee beschießt Wohnviertel, über 80 Tote, Massenflucht. Bilder von Leichen auf den Straßen. Ein Sprecher der Islamisten spricht (am Telefon aus Eritrea) von über 200 Toten.

Meldung: Äthiopien bricht diplomatische Beziehungen zu Katar ab, weil es "Terroristen" unterstützt habe. In Katar ist der Sitz von Al Jazeera. 

E,A,JA

zus.5

26.5.08 Äthiopiens oberstes Gericht verurteilt Ex-Staatschef Mengistu (der im Exil in Zimbabwe lebt) zum Tode, wegen über 200 Morden und Völkermord. (Bei der BBC ein kurzer (OT) von Mengistu: "Wir wurden von einer Revolution des Volkes an die Macht gebracht.")

B,E

zus.3

30.5.08

Hungersnot im Süden des Landes durch Dürre und Mißernte.  Bilder von sehr dünnen Kindern.

B

2

31.5.08

Hungersnot im Süden des Landes, nach UNICEF-Angaben sind über 100.000 Kinder am Verhungern.

A,NC

zus.3

6.6.08 Hungersnot JA 2
20.6.08

Eritrea / Djibuti : Djibuti wirft Eritrea vor, mit Truppen ein Gebiet an der Meerenge von Bab El Mandeb besetzt zu haben und legt dafür Luftbilder als Beweis vor.

A

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4.7.08

Somalia / Äthiopien : Meldung: Äthiopische Truppen sollen 70 somalische Kämpfer im Grenzgebiet getötet haben.

B

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28.8.08

Somalia / Äthiopien : Zwei Berichte über den Kampf der Islamic Courts Union (ICU) gegen die Besatzung durch äthiopische Truppen. Äthiopiens Premier Zenawi sagt in einem Zeitungsinterview, ein Abzug sei möglich, man habe nicht mit einem so langen und teuren Engagement gerechnet. Berhanu Kebede (äthiopischer Botschafter in London) dazu.

A,B zus.9
3.9.08

Bericht von M.Adow über die Hungersnot, den Krieg gegen Rebellen im Ogaden und über die Flüchtlinge dort.

A

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26.9.08

Somalia / Äthiopien : Interview mit Äthiopiens Präsident Meles Zenawi. Er beklagt sich über mangelnde internationale Unterstützung bei der "Befriedung" Somalias und kündigt einen Abzug seiner Truppen an. 

Piraten kapern einen ukrainischen Frachter, beladen mit 30 Panzern und Munition (angeblich für Kenia).

B

B,JA,E

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zus.5

26.10.08

Hungersnot

ari

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27.10.08

Somalia / Äthiopien : Regierung und ein Teil der Opposition einigen sich auf Waffenstillstand, Äthiopien will im November mit Abzug beginnen.

A,C

zus.3

6.8.09

Bei Riz Khan sprechen Fowsia Abdulkadir (Ogaden HR-Comitee), Greg Stanton (Genocide Watch) und David Shinn (Ex-US-Botschafter in Äthiopien) über den Konflikt im Ogaden. (NNA)*

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2.12.09 Eritrea : Die Journalistin Sinead O'Shea hat Eritrea besucht und dort undercover gefilmt. Sie schildert das Land als totalitären Polizeistaat mit ständiger Überwachung und Foltergefängnissen. Da niemand ausreisen darf, versuchen Tausende illegal aus dem Land zu fliehen. Der Konflikt mit Äthiopien bestimmt weiterhin die Medienpropaganda, als seine Folge lebt ein großer Teil der Menschen in Elend und Hunger.  (P+P)  ¤

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3.1.10 Eritrea : Pascale Harter berichtet, daß das Land trotz der schweren Dürre und Hungerkrise internationale Hilfe ablehnt. Im Flüchtlingslager von Aksum in Äthiopien kommen immer mehr Eritreer an, die sagen, ihre Regierung setze Nahrungsmittel als politisches Druckmittel ein. 

B

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20.2.10 Eritrea : Jane Dutton interviewt Präsident Isaias Afewerki. Der gibt teilweise leicht bizarre Auskünfte. Es gebe keinen Hunger in Eritrea und keine eritreischen Flüchtlinge in den Nachbarländern, er habe nie seinem Volk die Demokratie oder sonst irgendwas versprochen, und Eritrea mische sich nicht in Somalia ein, im Gegensatz zu den USA, die die ganze Region destabilisieren wollten.

Ein paar Anmerkungen dazu vom eritreischen Journalisten und Oppositionellen Salih Sabah.

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10.4.10

 

 

"Kaffee rettet Urwald" - Kurzreportage von Sebastian Kuhn und Tilman Przyrembel   (NNA)*

Text von der arte-Seite: "Eine kleine schwarze Bohne rettet in Äthiopien den letzten Rest von Regenwald: Die weltberühmten wilden Arabica-Kaffeepflanzen wachsen dort in einem kleinen Schutzgebiet. Vor 60 Jahren bedeckte der Urwald fast die Hälfte des Landes – heute sind es nur noch 3 Prozent in Bonga in der bitter armen Region Kaffa. Bis die Menschen hier erkannt hatten, dass ihnen der Wald einen bescheidenen Wohlstand bringen könnte, rodeten sie ihn für ihre Äcker. Ein „Fairtradeprojekt“ half ihnen, für den wilden Kaffee höhere Preise zu erzielen. Inzwischen leben 6500 Kaffeebauern in Äthiopien von der wilden Ernte. Die UNESCO will den Wald bei Bonga jetzt als erstes äthiopisches Bioreservat anerkennen.
Noch immer aber wächst die Bevölkerung in Äthiopien rasant: Bis 2050 soll sie sich verdoppelt haben. Die vielen Menschen aber brauchen Land für Häuser und Felder. Immerhin plant die Regierung in Addis Abeba jetzt, die geschützte Fläche Urwald auf 200 000 Hektar zu vergrößern – denn das Modellprojekt mit dem wilden Kaffee hat sie überzeugt."

arep

 

 

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5.5.10 Eritrea : Nach Angaben eines ins Exil geflüchteten Gefängniswärters sind wegen der üblen Bedingungen in seinem Knast dort 15 politische Gefangene gestorben, darunter ehemalige Regierungsmitglieder und Journalisten. Bericht von Andrew Simmons.

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8.5.10

 

 

 

 

 

Äthiopien : "Rosen gegen den Hunger" - Reportage von Tilman Przyrembel, Sebastian Kuhn und Wolfgang Schoen   (NNA)*  ¤

Text von der arte-Seite: "Äthiopien ist eines der fruchtbarsten Länder der Welt und doch hungert dort die Hälfte der Bevölkerung – das internationale Agrobusiness aber verspricht der Regierung Hilfe im Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger. Der Inder Sai Ramakrishna Karuturi hat 300 000 Hektar äthiopisches Land gepachtet, um dort hunderttausende Tonnen Agrarprodukte, Nahrungspflanzen und Blumen, anzubauen und zu ernten – und um Arbeitplätze zu schaffen.
Das erscheint auf den ersten Blick überzeugendes Modell und deshalb haben wir unsere Reporter nach Äthiopien geschickt. Der Unternehmer Karaturi zeigte ihnen bereitwillig seine Farmen und seine Arbeitskräfte: Um Addis Abbeba herum ist er inzwischen der größte Farmbesitzer, 6000 Menschen arbeiten dort für ihn, sie bauen Rosen an. „Es ist Gottes eigenes Land. Die Menschen hier sind sehr freundlich und arbeiten hart, “ schwärmt er.
Doch nach dem offiziellen Besuch der Rosen-Gewächshäuser baten die Arbeiterinnen und Arbeiter dort unser Reporter-Team zu einem heimlichen Treffen. Dort beklagten sie sich bitter: Die Regierung habe ihnen ihr Land genommen, um es an den Investor zu verpachten, sie seien nun gezwungen für ihn zu arbeiten und sie verdienten dort weniger als vorher mit dem Erlös des eigenen Landes.
Der äthiopische Landwirtschaftsminister Abera Deresa verteidigte das Projekt vor unserer Kamera. Für ihn ist das Engagement der ausländischen Investoren die schnellste, effektivste und rentabelste Methode, Äthiopien von Hunger und Armut zu befreien.
In jedem Fall ist das „billige“ Land und die „preiswerten“ Arbeitskräfte überall in Afrika ein lohnendes Geschäft für Investoren. Es wird darauf ankommen, dass die Regierung in Äthiopien darauf achtet, bei allem Gewinnstreben, daraus auch einen Nutzen für ihr eigenes Volk herauszuholen."

arep

 

 

 

 

 

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18.5.10 Äthiopien : Mindestens 5 Tote bei Unruhen im Wahlkampf zu den Parlamentswahlen.

JA

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20.5.10 Äthiopien : Wahlkampf zu den Parlamentswahlen am Sonntag. Die EPRDF von Premier Zenawi zeigt sich siegessicher. Die Opposition beklagt sich über Drohungen und Gewalt. Bericht von Andrew Simmons.

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21.5.10

Andrew Simmons berichtet über Vorwürfe der Opposition, daß die Regierungspartei EPRDF landwirtschaftliche Hilfsprojekte benutze, um Wählerstimmen zu kaufen. Gespräch darüber mit Seeya Abraha vom Oppositionsforum MEDREK.

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22.5.10

Berichte von Andrew Simmons, Will Ross und Virginie Gomez zur Parlamentswahl und zu Vorwürfen von Einschüchterung und Manipulation.

A,B,JA

zus.7
23.5.10

Berichte vom Wahltag. Offenbar sehr ruhiger Verlauf, die Opposition spricht von Einschüchterung und Wahlbetrug, aber konkrete Anzeichen dafür gibt es laut EU-Wahlbeobachtern und Korrespondenten (Andrew Simmons und Will Ross) kaum, auch nach Einschätzung von Alemayehu Mariam (Ethiopian Review). Die Auszählung wird bis zu 4 Wochen dauern. - Bei arte ein Bericht über die positive wirtschaftliche Entwicklung bei gleichzeitiger Massenarmut.

arj,A,B

zus.19

24.5.10

Die Wahlkommission teilt mit, daß nach ersten Auszählungsergebnissen mit einem deutlichen Sieg der Regierungspartei gerechnet wird. Infos von Andrew Simmons, Bilder von einer besonders peniblen Stimmenauszählung.

A,E

zus.3

25.5.10

In Addis Abeba feiern Tausende Anhänger der Regierungspartei deren erwarteten Wahlsieg. Die Demonstranten fordern ebenso wie Premier Zenawi, daß das Ausland das Ergebnis anerkennen soll. Die EU-Wahlbeobachter kritisieren den Wahlverlauf als unfair.

A,JA

zus.5

26.5.10

Andrew Simmons über Forderungen der Opposition nach einer Wiederholung der Wahl.

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22.4.11

Äthiopiens Außenminister erklärt, seine Regierung habe immer eine Absetzung der Regierung von Eritrea angestrebt und würde auch weiter für "Regime Change" beim Nachbarn agieren.

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29.5.11 Eritrea : "20 Jahre Einsamkeit" - Werner Zeppenfeld bekam die seltene Gelegenheit, von den Feiern zum 20.Jahrestag der Befreiung zu berichten. Fahrt mit der wiederaufgebauten Eisenbahn, pompöse Feier im Nationalstadion, Volksfest in Asmara, lauter Menschen, die stolz auf ihr Land sind. Im Text dazu aber deutliche Kritik an politischer Unterdrückung und Entwicklungsdiktatur.   ¤

WS

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28.7.11 Eritrea  / Somalia : Eine Untersuchung der UN beschuldigt Eritrea, die Al Shabab in Somalia finanziell zu unterstützen und einen Bombenanschlag auf den AU-Gipfel in Addis geplant zu haben. Araya Desta (Eritreas UN-Botschafter) nennt die Vorwürfe absurd, bestätigt sie also.

A

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5.8.11

Unter den Flüchtlingen, die nach Dadaab kommen, sind auch immer mehr Menschen aus Äthiopien, auf der Flucht vor der Dürre und ebenso vor dem Krieg zwischen Armee und Rebellen im Osten Äthiopiens (Ogaden). Zeuginnen berichten von Mißhandlungen und Vergewaltigungen durch Regierungssoldaten. Reporter Angus Stickler besucht den Ogaden und findet auch dort hungernde Dorfbewohner, die erzählen, sie bekämen keine Unterstützung von der Regierung, weil sie die Oppositionsparteien gewählt haben. Ein Regierungssprecher weist solche Vorwürfe zurück.  ¤

B

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5.12.11 Eritrea / Somalia : Der UN-Sicherheitsrat beschuldigt Eritrea, die Al-Shabab in Somalia zu unterstützen, und verhängt darum weitere Sanktionen. Infos aus NY von Scott Heidler.

A

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27.12.11

Zwei schwedische Journalisten, die über die Rebellen im Ogaden berichtet wollten, sind zu Gefängnisstrafen verurteilt worden.

arj,A

zus.3
18.1.12

In Danakil im Grenzgebiet ist eine europäische Reisegruppe überfallen worden, fünf Teilnehmer wurden getötet, zwei vermutlich entführt.

TS,E,A

zus.5
13.2.12

Jörg Brase berichtet aus der Danakil-Wüste im Afar-Gebiet, wo kürzlich eine Gruppe Touristen von eritreischen Rebellen überfallen wurde, mehrere getötet und andere entführt wurden.

hj

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15.3.12

Wieder Scharmützel an der Grenze der beiden Länder. Äthiopien beschuldigt Eritrea, u.a. die Kidnapper ausländischer Touristen zu unterstützen. Hintergrundinfos von Selam Kidane (eritreische Menschenrechtlerin in London).

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16.3.12

Mehr über Gefechte und Drohungen zwischen den beiden Ländern.

JA

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17.3.12

Afshin Rattansi (Double Standards) spricht mit dem eritreischen Botschafter Tesfa-Michael Gerahtu über die eritreische Sicht der Konflikte mit Äthiopien.

P

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8.7.12

Afshin Rattansi ("Double Standards") spricht mit Präsident Isaias Afewerki. (NNA)*

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30.7.12 Kenia / Äthiopien : In der Grenzprovinz Oromia in Äthiopien sind bei Kämpfen zwischen zwei Stämmen (Borana und Garri) mindestens 18 Menschen getötet worden. Über 10.000 Menschen fliehen vor der Gewalt nach Kenia. Peter Greste berichtet aus Moyale und erklärt kurz die politischen Hintergründe (Streit um Land, und Waffenlieferungen der Regierung an einen Stamm im Kampf gegen separatistische Bestrebungen des anderen).   ¤

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zus.6
           
31.7.12

Noch ein Bericht von Peter Greste aus dem Grenzgebiet über die Ursachen der Gewalt zwischen Borana und Garri, und Infos zur Lage der Flüchtlinge.

A

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21.8.12

Premierminister Meles Zenawi ist in einem Krankenhaus in Brüssel gestorben. Drei kritische Würdigungen seiner 21-jährigen Amtszeit.

A,TS,E

zus.6
23.8.12

Mohamed Adow berichtet aus Addis Abeba über die Trauer um Staatschef Zenawi. Oppositionelle haben wenig Hoffnung auf einen politischen Wandel.

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15.9.12

Mohammed Adow über landwirtschaftliche Entwicklung im Ogaden.  (NNA)*

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16.9.12

Mohammed Adow berichtet über den (schmutzigen) Kampf äthiopischer Spezialtruppen gegen die andauernde Rebellion im Ogaden.

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17.9.12

Noch ein Bericht von Mohammed Adow aus dem Ogaden, über frühere Rebellenkämpfer, die sich der Staatsarmee angeschlossen haben.

A

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21.1.13

Meldungen über eine Meuterei von Armeesoldaten in Asmara. Infos dazu von Journalistin Salem Solomon und Hintergrund zur politischen Situation des Landes von Expertin Michela Wrong

A,E

zus.8

14.2.13

Coletta Wanjohi berichtet aus Addis Abeba über eine Ausstellung der Armee, bei der diverse Panzer und Geschütze öffentlich gezeigt werden.

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18.5.13

Die Regierung von Äthiopien benutzt die "Anti-Terror-Gesetze", um mißliebige Journalisten hinter Gitter und zum Schweigen zu bringen. Bericht im "Listening Post".

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11.6.13

Spannungen zwischen Ägypten und Äthiopien, weil durch ein großes Staudammprojekt am blauen Nil der Wasserzufluss zum Assuan-Stausee für Jahre stark vermindert würde und damit Stromversorgung und Wasserversorgung in Ägypten gefährdet. Bericht von Nicole Johnston.

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2.7.13

Coletta Wanjohi berichtet über den Bau des neuen Nilstaudamms und den Streit mit Ägypten darüber.

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14.7.13

Junge Leute, u.a. von der neuen "Blue Party", setzen sich für Bürgerrechte ein und sammeln Unterschriften gegen neue "Anti-Terror"-Gesetze. Bericht aus Addis Abeba von Catherine Soi.

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20.7.13

Catherine Soi berichtet über den Bau des neuen Nil-Staudamms, wegen dem es Streit mit Ägypten gibt.

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2.5.14

Äthiopien: Jörg Brase berichtet über die Verfolgung von unabhängigen Journalisten und Bloggern der "Zone 9", darunter Tesfallem Waldyes, durch Justiz und Geheimdienst.

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3.5.14

Im "Listening Post" Meldung über die Verhaftungswelle gegen Journalisten und Blogger.

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20.7.14

"Ethiopia - Land on Sale" - Film von Véronique Mauduy über den Landraub durch "Investoren" aus den reichen Ländern in Gambela im Westen Äthiopiens.  (NNA)*   ¤

P

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29.9.14

Catherine Soi berichtet aus Addis Abeba über Bauboom, neue Straßenbahn und Autobahnen und moderne Industriebetriebe (Schuhfabrik).

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11.3.15 Eritrea : Erstmals seit Jahren darf ein BBC-Team aus Eritrea berichten. Yalda Hakim berichtet aus Asmara über fehlende Pressefreiheit, inklusive einer Stellungnahme von Jemane Gebreab, einem Regierungsberater.

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14.3.15

"Inside Eritrea" - Reisebericht von Yalda Hakim über Entwicklungsfortschritte und politische Unterdrückung in dem angeblich "isolierten" Land.  (NNA)*  ¤

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29.3.15 Eritrea : "Spurensuche in einem verschlossenen Land" - Reisebericht von Sabine Bohland. Hinter der adretten Fassade sieht sie große Armut, Angst vor Überwachung und Unterdrückung und eine Massenflucht der jungen Leute nach Europa. WS

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22.4.15 Äthiopien : In Addis Abeba beteiligen sich Zigtausende an einer offiziellen Protestdemonstration gegen die ISIS-Terroristen, die in Libyen 30 Äthiopier ermordet haben. Bei einer Rede des Ministerpräsidenten gibt es Proteste von Oppositionellen, die sich zu einer Straßenschlacht mit der Polizei entwickeln. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.   ¤ A,E,NC zus.5
                 
23.4.15

Noch ein Bericht über die Anti-ISIS-Kundgebung in Addis.

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3.5.15

Kritische Journalisten und Blogger in Äthiopien werden von Schlägerbanden verfolgt und von den Behörden unter absurden Terrorvorwürfen eingesperrt. Aussagen des Journalisten Yetneberk Tadele, der ins Exil nach Kenia geflüchtet ist.

hj

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24.5.15

Tag der Parlamentswahl. Mohammed Adow berichtet aus Adis Abeba. Es wird mit einem erneuten Sieg der Regierungspartei gerechnet, Oppositionelle vermuten Wahlbetrug.

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8.6.15 Eritrea : Ein Report der UN über Eritrea kritisiert massive Menschenrechtsverletzungen. Systematische Folter, Zwangsarbeit, Totalüberwachung, Polizeistaatsmethoden. Das erkläre, warum jeden Monat 5000 Menschen aus dem Land flüchten. A

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27.7.15 Äthiopien : Bei den internationalen Sendern ausführliche Berichte über Obamas Besuch in Kenia und Äthiopien, bei AJE und BBC auch seine Pressekonferenzen live. Hier nur ein Bericht von arte.

arj

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6.8.15

 

Eritrea : Warum fliehen so viele Menschen (letztes Jahr 50.000) aus Eritrea nach Europa? Ein kurzes Landesportrait (verarmte Diktatur), und ein Reisebericht von Tim Kröger. Das Land ist arm, aber es gibt kein Massenelend, keinen Hunger. Hauptgrund der Flucht ist eher die politische Unterdrückung, eklatante Menschenrechtsverletzungen, das Klima der Angst. Also klassische Gründe für politisches Asyl. Die Regierung gibt dagegen den europäischen Staaten die Schuld, weil diese die Flüchtlinge ungeprüft aufnehmen. (Das Ganze erinnert sehr an die Situation der DDR damals.)

hj

 

5

 

11.8.15 Eritrea : Mohammed Adow berichtet aus dem äthiopischen Grenzgebiet über die Massenauswanderung aus Eritrea. Täglich kommen hier 300 Auswanderer an und werden erstmal in einem Lager untergebracht. Viele von ihnen wollen weiter nach Europa.

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11.11.15 Eritrea : "Land ohne Hoffnung" - Jörg Brase berichtet aus dem angeblichen "Nordkorea Afrikas".  (NNA)*

auslandsjnl

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15.12.15 Eritrea : Entwicklungshilfeminister Müller ist zu Besuch in Asmara, Frank Jahn begleitet ihn. Ziel der Reise ist offenbar, die Auswanderung von perspektivlosen jungen Leuten nach Europa zu stoppen. TS

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19.12.15 Äthiopien : Bei Protesten von Oromos sind in den letzten Tagen zahlreiche Menschen von der Polizei getötet worden. Die Oromos protestieren dagegen, daß die Regierung im Oromialand neue Wohnsiedlungen für die Hauptstadt bauen lassen will und dafür Bauern enteignet und von ihrem Land vertreibt. Laut HRW wurden 75 Demonstranten getötet. (Bericht bei der BBC von Alastair Leithead schon am 18.12.) - Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

B,E

zus.3
           
8.1.16 Äthiopien : Laut HRW sind in den letzten zwei Monaten in der Nähe von Addis Abeba etwa 140 Menschen bei Protesten gegen die Enteignung ihres Landes getötet worden. Infos von Leslie Lefkow (HRW). A

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10.1.16 Äthiopien : Charles Stratford berichtet aus Addis Abeba und aus Wolonkomi über die Proteste der Oromo gegen Landenteignungen, bei denen in zwei Monaten etwa 140 Menschen getötet wurden.

A

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14.1.16 Äthiopien : Charles Stratford berichtet aus Addis Abeba über die Vorwürfe, die Polizei habe über 140 Leute getötet, die gegen Landraub protestierten.

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4.3.16

Jörg Brase berichtet über Dürrekatastrophe und drohende Hungersnot in Äthiopien. 

auslandsjnl

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12.3.16 Eritrea : "Mit offenen Karten: Eritrea - Am Ursprung der Migrationsströme"  (NNA)* arte

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27.4.16 Äthiopien / Israel : In Äthiopien leben noch etwa 9000 Juden, die hoffen, irgendwann nach Israel auszuwandern. Immanuel Igunza berichtet aus einer jüdischen Gemeinde in Gondar.

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4.6.16

 

 

Äthiopien : "Grüner Hunger" - Bericht von Michael Unger, Eric Bergeron und Florence Touly über Dürre, Überschwemmungen und das Leid der Landbevölkerung unter den Wetterextremen.  ¤

Text von arte: "Alle Vorräte haben sie in dieser schlimmsten Dürre seit 50 Jahren aufgebraucht und die neue Saat ist noch lange nicht reif. Tausende Menschen flohen vor der neuen Regenflut aus ihren Dörfern, das von der Dürre ausgezehrte Vieh stirbt in der Nässe – und die Regierung Äthiopiens wirkt hilflos im Angesicht der Dauer-Krise, die auch hausgemacht ist: Im Land herrscht die autoritäre Koalition der Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker (EPRDF), von Demokratie ist keine Rede, dafür regieren Misswirtschaft, Korruption und Landraub: Menschen werden vertrieben, wer sich dagegen auflehnt, der riskiert den Tod. Die Opposition und die Presse werden von der Regierung unterdrückt. Der Staat Äthiopien mit seinen 90 Millionen Einwohnern ist noch eines der wenigen stabilen Regimes am Horn von Afrika, aber das Land steckt tief in einer humanitären und wirtschaftlichen Krise."

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7.6.16 Eritrea : Mary Harper berichtet aus Asmara und Massawa. Die Regierung wehrt sich gegen die Vorwürfe von Emigranten wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen und beschuldigt den Westen, die jungen Leute mit der Gewährung von Asyl aus dem Land zu locken. Befragte junge Leute beklagen dagegen das Klima der totalen Überwachung und Unfreiheit.

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8.6.16 Eritrea : Eine UN-Kommission hat ihren Bericht über Eritrea vorgelegt, in dem dem Regime schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, darunter Sklaverei, Vergewaltigungen, Folter und Morde an Regimegegnern. Bei AJE Infos von James Bays (New York) und Gespräche mit Selam Kidane und Suleiman Hussein (beide eritreische Menschenrechtsaktivisten, sie in London, er in der Schweiz). (NNA)* Einziger Bericht auf deutsch bei arte.  ¤

A,arj

zus.13

                  
13.6.16 Äthiopien / Eritrea : 16 Jahre nach dem provisorischen Friedensschluß gibt es an der Grenze erneut Gefechte. Beim Krieg um die umstrittene Badme-Region waren von 1998 bis 2000 etwa 80.000 Menschen getötet worden. Der Gerichtsspruch, der das Gebiet Eritrea zusprach, ist von Äthiopien nie anerkannt worden. Welches Ausmaß die neuen Gefechte haben, ist unbekannt. - Bei "BBC-Focus on Africa" Interview mit Äthiopiens Informationsminister Getachew Reda. Er behauptet, es habe einen Angriff durch Eritrea gegeben, auf den die äthiopischen Truppen nur reagiert hätten. B,JA zus.10
17.6.16 Äthiopien / Eritrea : Eritreas Regierung behauptet, daß bei den Kämpfen im Grenzgebiet in einer Woche über 200 äthiopische Soldaten getötet wurden. Äthiopien bestreitet das. Gesicherte Infos gibt es nicht. Bei AJE ein allgemeiner Bericht über den Konflikt.

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21.6.16 Eritrea : Bericht über die Vorwürfe des UN-Menschenrechtsrats gegen Eritrea wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen.

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24.6.16 Äthiopien / Eritrea : In Addis Abeba demonstrieren einige Tausend Eritreer gegen die staatliche Unterdrückung in ihrer Heimat.

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14.7.16 Äthiopien : Bei Protesten von Stammesangehörigen sind in Gondar angeblich mindestens 20 Menschen von der Polizei getötet worden. Infos von Charles Stratford aus Addis Abeba

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15.7.16

Weitere Infos von Charles Stratford über die Proteste in Gondar, bei denen mehr als 20 Menschen von der Polizei getötet worden sein sollen.

A

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6.8.16

In Addis Abeba demonstrieren einige Hundert Oromo gegen die Regierung und gegen die Unterdrückung ihres Volkes. Die Polizei zerschlägt den Protest gewaltsam. Infos aus Addis von Catherine Soi.

A,NC zus.4
8.8.16

 

Weiter in mehreren Landesteilen Proteste von Oromo und Amhara. Bilder von einer sehr großen (friedlichen) Kundgebung in Bahir Dar. In mehreren Orten greift die Polizei hart gegen die Demonstranten durch, angeblich (laut ai) sind dabei insgesamt fast 100 Menschen erschossen worden. Die beiden Volksgruppen stellen die Mehrheit der Bevölkerung, sind aber in den Machtstrukturen kaum vertreten. - Bei AJE Erläuterungen von Hassen Hussein (Oromo-Aktivist in den USA), bei der BBC Infos aus Bahir Dar von Emmanuel Igunza und Einschätzungen von Abdullahi Yousouf (Vertreter der äthiopischen Botschaft in London). Er behauptet, die Demonstrationen seien nicht friedlich gewesen und von "radikalen Elementen" beeinflußt. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

A,B,E

zus.10
                 
11.8.16

Die UN wollen Beobachter schicken, um die Vorwürfe zu untersuchen, wonach bei Protesten fast 100 Menschen getötet wurden. Die Regierung hält das nicht für nötig und behauptet, "ausländische Terroristen" würden hinter den Unruhen stecken. Das Internet ist seit drei Tagen praktisch abgeschaltet. Infos aus Addis Abeba von Charles Stratford.

A

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12.8.16

Bericht von Timm Kröger über die landesweiten Unruhen, bei denen etwa 100 Menschen getötet worden sein sollen, und über den Mangel an Demokratie und Chancen für die Opposition im wirtschaftlichen Vorzeigeland.

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20.8.16

Charles Stratford berichtet aus Addis Abeba über die Proteste der Oromo, bei denen bisher angeblich mehr als 500 Menschen von der Polizei getötet wurden. Ein Video zeigt, wie Polizisten mit scharfer Munition in eine Menschenmenge schießen.  ¤

A

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21.8.16

Charles Stratford berichtet aus Addis Abeba. Er spricht mit Tigrayern, die wegen Drohungen von amharischen Aktivisten aus ihrer Heimatstadt Gondar fliehen mußten. Die Tigrayer werden kollektiv zur Elite gerechnet und für die Gewalt der Regierung gegen Oppositionelle verantwortlich gemacht. (Ich bin nicht ganz sicher, ob ich das alles richtig verstanden habe.)

A

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3.9.16

Charles Stratford berichtet über andauernde Proteste der Oromo-Opposition gegen die Regierung und die harte Reaktion der "Sicherheitskräfte".

A

3

2.10.16

In Bishoftu (etwa 50 km südlich von Addis Abeba) gibt es am Rande eines religiösen Volksfestes (Erntedankfest) regierungsfeindliche Proteste. Polizisten schießen Tränengas in die Menge und Warnschüsse in die Luft, auch Polizeihubschrauber greifen die Menge an. Dadurch kommt es zu einer Massenpanik, bei der zwischen 50 und 100 Menschen getötet werden. Dramatische Bilder. Bei AJE Infos und Einschätzungen aus Addis vom Journalisten Befeqadu Hailu. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews, nichtssagende Kurzmeldung in der Tagesschau.  ¤

A,JA,TS,E,NC zus.13
                 
3.10.16

Drei Tages Staatstrauer für die Opfer der Massenpanik in Bishoftu. Die genaue Zahl der Toten ist weiter unklar, mindestens 55. Offiziell wird die Ursache (Polizisten schießen in Menschenmenge) nicht zugegeben. Bericht und Infos aus Addis Abeba von Immanuel Igunza.

B

4

9.10.16

Wegen der andauernden Proteste ruft die Regierung für ein halbes Jahr den Ausnahmezustand aus. Angeblich würden "Kräfte aus dem Ausland" versuchen, das Land zu destabilisieren.

A,E zus.4
            
11.10.16

Merkel besucht auf ihrer Afrikareise als drittes Land Äthiopien. Auch hier geht es offenbar vor allem darum, weitere Flüchtlinge abzuschrecken. Nebenbei und vorsichtig kritisiert sie den Umgang des Regimes mit der Opposition.  - Relativ ausführliche Berichte, auch bei internationalen Sendern. In der ARD ausführliche Berichte von Sabine Bohland und Tina Hassel und ein kritischer Kommentar von Shafagh Laghai über die wahren Fluchtursachen, die in der wirtschaftlichen Ungerechtigkeit zwischen Europa und Afrika liegen. - ARD und ZDF nutzen die Gelegenheit, doch noch kurz die Massenpanik in Bishoftu zu erwähnen, bei der durch einen Polizeieinsatz etwa 100 Menschen ums Leben kamen.

A,arj,TS,hj,TT,E

zus.20
12.3.17

In Addis Abeba ist eine riesige Müllkippe abgerutscht und hat ein benachbartes Slumviertel unter sich begraben. Mindestens 50 Menschen werden getötet, zahlreiche (ca. 150) Bewohner der verschütteten Häuser werden vermißt. Mit Baggern wird nach Überlebenden gesucht. Meldungen und Bilder. Etwas ausführlicher nur der Bericht bei der BBC.   ¤

A,B,JA,TS,E

zus.5
           
13.3.17

Nach dem Erdrutsch an der Müllkippe von Addis Abeba sind immer noch zahlreiche Menschen verschüttet. Die Zahl der bekannten Todesopfer ist auf über 60 gestiegen. Bei der BBC berichtet Immanuel Igunza vom Ort des Geschehens.  ¤

A,B,NC

zus.6
           
15.3.17

Meldung: die Zahl der Toten nach dem Erdrutsch der Müllkippe in Addis Abeba ist auf 113 gestiegen. Eine verschüttete Person konnte lebend gerettet werden.

A

1/2

17.6.17 Eritrea / Djibouti : Meldung: massive Spannungen zwischen beiden Ländern wegen eines Grenzstreits. Auch eine Folge der Katar-Krise, weil Katar deswegen seine Soldaten aus der Friedenstruppe an der Grenze abgezogen hat. A 1/2
19.6.17 Eritrea / Djibouti : Der UN-Sicherheitsrat berät über den neuen Grenzstreit und fordert beide Länder zur Zurückhaltung auf. Infos aus New York von Rosiland Jordan.

A

2

23.7.17 Eritrea : "Radfahren bedeutet Leben" - Marc Schlömer begleitet die Radrennfahrer der "Tour de Eritrea" bei ihrer Rundfahrt durchs Land und streut an allen passenden und unpassenden Stellen Bemerkungen ein über brutale Unterdrückung durch "das Regime" und eine Massenflucht der Eritreer - zu sehen ist davon allerdings nichts. Nervtötender Propagandafilm.

WS

7

5.9.17 Äthiopien : Bei den Massenprotesten der Oromo vor einem Jahr wurden etwa 600 Menschen von Polizisten erschossen. Tausende Oppositionelle sitzen bis heute wegen der Proteste im Gefängnis. Die Regierung hat angekündigt, Polizisten zu bestrafen, die Zivilisten getötet haben, aber bislang wurde keiner der Verantwortlichen vor Gericht gestellt. Bericht von Charles Stratford. A 3
           
29.9.17 Äthiopien : Die Oromo feiern ihr jährliches großes "Irreecha" (Regenfest /Erntedankfest). Dieses Jahr erinnern sie zugleich an die Katastrophe vor einem Jahr, als es bei der Feier durch einen Polizeieinsatz zu einer Massenpanik kam, bei der etwa 100 Menschen getötet wurden. Bei anschließenden Massenprotesten der Oromo wurden etwa 600 Menschen von Polizisten erschossen. Bericht von Immanuel Igunza.

B

4

1.11.17 Eritrea : In Asmara haben Polizisten auf Demonstranten geschossen, die gegen die Schließung einer islamischen Schule protestiert hatten. Angeblich wurden durch die Schüsse mindestens 28 Menschen getötet.

A

1

4.11.17 Eritrea : Im "Listening Post" ein Beitrag über die staatlich kontrollierten Medien in Eritrea und den unabhängigen Radiosender "Erena", den einige eritreische Journalisten von ihrem Exil in Paris aus betreiben.

A

10
           
3.1.18 Äthiopien : Die Regierung kündigt an, alle politischen Gefangenen freizulassen und das berüchtigte Maekelawi-Gefängnis zu schließen. Einschätzungen dazu von Awol Allo (Jurist).

A,E

zus.8
           
17.1.18 Äthiopien : Die Regierung läßt wie angekündigt hunderte politische Gefangene frei, darunter einen Anführer der Oromo-Protestbewegung, Merera Gudina. Dieser wird von Tausenden Anhängern am Gefängnis in Addis Abeba abgeholt und von der jubelnden Menschenmenge wie ein Volksheld nach Hause begleitet. Berichte aus Addis von Paul Brennan und Immanuel Igunza. Bei der BBC (Focus on Africa) außerdem Erläuterungen von Berhanu Lenjiso (Experte und selber Aktivist).

A,B

zus.8

           
28.1.18 Äthiopien : Äthiopien baut einen Riesenstaudamm am Oberlauf des Blauen Nil. Die Länder um Unterlauf (Sudan und Ägypten) sorgen sich um ihre Wasserversorgung. Außerdem streiten sich Sudan und Ägypten um ein kleines Stück Land am Roten Meer. Hashem Ahelbarra berichtet aus Addis Abeba.

A

3

           
2.2.18 Eritrea / Sudan : Der Sudan und Eritrea fahren im Grenzgebiet bei Kassala Truppen auf. Vordergründig geht es um das umstrittene Halayeb-Dreieck, eigentlich aber um den Streit wegen des Staudammbaus in Äthiopien. Angeblich hat auch Ägypten darum Truppen in Eritrea stationiert.

A

3
           
15.2.18 Äthiopien : Premierminister Hailemariam Desalegn tritt zurück, wie er sagt, um eine friedliche Lösung der (ethnischen) Konflikte zu ermöglichen.

A

2

16.2.18 Äthiopien : Wegen der seit Monaten andauernden Welle von Oppositionsprotesten verhängt die Regierung den Ausnahmezustand. Bericht, Einschätzungen von Bronwyn Bruton (Expertin).

A

5
17.2.18

Mohammed Adow berichtet aus Addis Abeba. Nach der Verhängung des Ausnahmezustands ist die Lage ruhig. Oppositionelle kritisieren das diktatorische Vorgehen der Regierung.

A

3
           
10.3.18 Eritrea : Im "Listening Post" ein Beitrag über die fehlende Pressefreiheit in Eritrea und den Radiosender "Erena", der von eritreischen Journalisten im Exil in Frankreich betrieben wird. (Im Video ab 13:15)

A

10

           
28.3.18 Äthiopien : Erstmals seit Jahrzehnten wird wieder ein Angehöriger der Oromo Ministerpräsident, Abiy Ahmed. Einschätzungen dazu von Mohammed Ademo (Oromo-Journalist).

A

6

3.5.18 Äthiopien : Da der deutsche Außenminister auf Afrikatournee und gerade in Äthiopien ist, ein allgemeiner Infobeitrag über die politische Lage des Landes und ein Bericht von Timm Kröger über den Journalisten Eskinder Nega aus Addis Abeba, der achtmal wegen seiner Arbeit im Gefängnis saß und nun auf eine Öffnung hofft.

hj

4

23.6.18

Äthiopien : Bei einer politischen Kundgebung in Addis Abeba explodiert in der Nähe der Tribüne eine Bombe. Etwa 100 Menschen werden verletzt. Der Anschlag galt vermutlich dem neuen Premierminister Abiy Ahmed, der aber nicht verletzt wurde.

A,arj,E

zus.5
25.6.18

Mohammed Adow berichtet aus Addis Abeba über die Aufbruchstimmung unter dem neuen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed, der seit März Tausende politische Gefangene freigelassen hat, und nochmal über den Granatenanschlag vom Sonnabend, der vermutlich dem Premier galt. Drei Menschen wurden dabei getötet.

A

3

           
8.7.18 Äthiopien / Eritrea : 18 Jahre nach ihrem letzten Grenzkrieg, bei dem etwa 100.000 Menschen getötet wurden, normalisieren die beiden Länder ihre Beziehungen. Erstmals besucht ein äthiopischer Regierungschef das Nachbarland. Auf den Straßen von Asmara begrüßen Zigtausende Menschen Premierminister Abiy Ahmed. A

3

           
9.7.18

Beim Besuch von Ministerpräsident Abiy Ahmed in Asmara unterzeichnen beide Länder einen Friedensvertrag, nach dem Äthiopien die umstrittene Grenzregion Badme Eritrea zuerkennt. Beide Länder erwarten durch den Friedensschluß und die Öffnung der Grenze große Vorteile.

A,arj,TS,hj,E

zus.12
                 
14.7.18

Äthiopien / Eritrea : Nach der offiziellen Versöhnung der beiden Länder ist nun Eritreas Präsident Afewerki auf Staatsbesuch in Addis Abeba. An den Straßen jubeln zigtausende Menschen seinem Wagenkonvoi zu. Berichte bei AJE und arte, bei AJE Einschätzungen von Feruz Werede (eritreische Aktivistin).

A,arj

zus.10
           
15.7.18

Eritreas Präsident Afewerki und Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed besuchen gemeinsam ein Konzert in Addis Abeba, bei dem einige Tausend Menschen frenetisch den Friedensschluß feiern. Abiy Ahmed wird wegen seiner Friedenspolitik mit Mandela verglichen. Hoffnungen auf eine Demokratisierung in Eritrea. 

A,B

zus.6
16.7.18

Bei seinem Besuch in Addis Abeba eröffnet Präsident Afewerki die eritreische Botschaft wieder. Kurzer Bericht von Mohammed Adow.

A

1

5.8.18

Äthiopien : Unruhen und Plünderungen in der östlichen Provinz Somali (Ogaden), die Regierung schickt die Armee, es gibt Kämpfe mit paramilitärischen Anhängern der Regionalregierung. Es soll um Landstreitigkeiten zwischen Ackerbauern und Viehzüchtern, um einen Streit um Öleinnahmen und um Sezessionsbestrebungen gehen. Infos aus Djibouti von Mohammed Adow.

A

2

7.8.18

Äthiopien : Die Regierung hat ein Friedensabkommen mit den Rebellen der Oromo Liberation Front geschlossen. Infos aus Djibouti von Mohammed Adow.  

A

2

11.8.18

Äthiopien : Im "Listening Post" ein Beitrag über die Rolle der sozialen Medien in der demokratischen Revolution, die vor einem halben Jahr Ministerpräsident Abiy Ahmed an die Macht brachte.  (leider NNA)*  ¤

A

10

           
21.8.18

"Das grüne Gold" - Film von Joakim Demmer über den Landraub durch internationale "Investoren" in Äthiopien. Mit Milliarden an "Entwicklungshilfe" werden mitten in Naturschutzgebieten Monokulturen angelegt, die Bewohner und Eigentümer des Landes werden mit Zwang und Gewalt vertrieben. Während in Äthiopien Millionen Bauern hungern, exportiert das Land Lebensmittel in die reichen Länder in Europa und am Golf. Der Film berichtet auch vom Widerstand der Bewohner, gegen den das Regime ebenfalls gewaltsam vorgeht. Deprimierend und sehr sehenswert! - Der Film ist von 2017 und konnte Entwicklungen unter der neuen Regierung noch nicht erfassen.  ¤¤

arte

81

11.9.18

Sabine Bohland berichtet über die Euphorie und Aufbruchstimmung, die Ministerpräsident Abiy Ahmed mit seiner Politik der Demokratisierung und des Friedens mit Eritrea ausgelöst hat. Der Journalist Eskinder Nega saß sieben Jahre im Gefängnis und will nun nach seiner Freilassung eine neue Zeitschrift herausgeben.

TT

3

12.9.18 Äthiopien / Eritrea : Die Grenze zwischen beiden Ländern ist wieder offen. An zwei Übergängen gibt es feierliche Zeremonien mit Ministerpräsident Abiy Ahmed und Präsident Afewerki. Tausende Zivilisten und Soldaten beider Seiten feiern gemeinsam. arj

2

15.9.18

Abiy Ahmeds Regierung hat die Oromo Liberation Front von der Liste der "Terrorgruppen" gestrichen. 1500 Kämpfer der OLF kehren nach 26 Jahren Exil in Eritrea ins Land zurück und werden in Addis Abeba von einer riesigen jubelnden Menschenmenge (weit über 100.000) empfangen.   ¤ 

A

2

           
17.9.18

Nach der Rückkehr von 1500 Kämpfern der OLF und deren bejubeltem Empfang in Addis hat es in der Oromo-Region nordwestlich der Hauptstadt eine Serie von gezielten Angriffen auf Vertreter ethnischer Minderheiten gegeben. Mindestens 20 Menschen wurden dabei getötet, Tausende aus ihren Häusern vertrieben. Wer warum gegen wen vorgeht, ist nicht ganz klar. In Addis Abeba protestieren Tausende gegen die Gewalt. - Bei der BBC (FoA) berichtet ein Reporter mit unverständlichem Namen (Kakidaniel Beruptal ??) aus Addis Abeba, bei AJE Einschätzungen von Jordan Anderson (Afrikaexperte).   ¤

A,B zus.7
19.9.18

Im "Journal Afrique" ein Bericht über die ethnischen Auseinandersetzungen nördlich von Addis Abeba, bei denen mehr als 20 Menschen getötet wurden. (Leider keine Details verstanden.)

JA

2

26.9.18

Sandra Theiß berichtet über die allgemeine Begeisterung über die Politik von Ministerpräsident Abiy Ahmed, über Demokratisierung, gesellschaftliche Öffnung und den Frieden mit Eritrea. Nur die Einwohner von Badme sind nicht einverstanden, daß ihr Dorf an Eritrea übergeben werden soll - bzw. darüber, daß sie dann den Ort verlassen sollen.

auslandsjnl

7

10.10.18

Gespräch mit den Historiker Gérard Prunier über die politische Entwicklung unter Ministerpräsident Abiy Ahmed. (Leider reicht mein Französisch nicht dafür.)  ¤ 

JA

12

23.10.18 Eritrea : In den "Weltbildern" berichtet Sabine Bohland aus Asmara und Massawa über die Aussöhnung mit Äthiopien. Durch den aufblühenden Handel hat sich die Versorgung mit Lebensmitteln sehr verbessert, die Preise sinken. Der Zwangsdienst beim Militär ist noch nicht abgeschafft worden.

NDR

7

25.10.18 Äthiopien : Das Parlament hat einstimmig Sahle-Work Zewde als neue Präsidentin bestimmt. Sie war vorher Botschafterin in mehreren Ländern und Vertreterin der UN bei der AU. Das neue Kabinett von Premier Abiy Ahmed besteht zu mehr als der Hälfte aus Frauen. A,B zus.5
           
9.11.18 Äthiopien : An der Grenze zwischen den Regionen Oromia und Somali ist ein Massengrab mit mehr als 200 Toten gefunden worden. Sie werden der Herrschaft von Abdi Mohammed zugeschrieben, dem früheren Präsidenten der Region Somali. Dieser steht gerade wegen der Aufstachelung zu ethnischen Unruhen vor Gericht. Erläuterungen von Will Ross. (bei FoA)

B

5

20.11.18 Äthiopien : Seit Juli sind in der Provinz Somali 200.000 Menschen auf der Flucht vor ethnischen Auseinandersetzungen zwischen Somalis und Oromo. Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Emmanuel Igunza und aus Nairobi von Geno Teofilo (Norwegian Refugee Council). B

6

21.12.18

Kenia / Äthiopien : In der Stadt Moyale, die durch die Grenze von Kenia und Äthiopien geteilt wird, sind auf äthiopischer Seite mindestens 15 Menschen bei ethnischen Auseinandersetzungen ("Oromo gegen Somali") getötet worden, und einige Tausend Menschen sind hinüber auf die kenianische Seite geflüchtet. Zein Basravi berichtet aus Nairobi.

A

3
           
28.1.19

Bundespräsident Steinmeier ist zu Besuch. Timm Kröger begleitet ihn und berichtet über die Öffnung der Grenze zu Eritrea, über die demokratische Öffnung des Landes, die ethnischen Spannungen. Einschätzungen von Lars Bohnsack, der ebenfalls mitgereist ist.

hj

6

23.2.19

"Mit offenen Karten: Äthiopien - Vom Hunger zum Wirtschaftswachstum?" -  (NNA)*

arte

12

23.6.19

In Amhara haben einige Soldaten einen Militärputsch versucht. Nachdem sie den Regionalpräsidenten erschossen haben wurde der Coup von anderen Armeeeinheiten niedergeschlagen. Bei AJE ausführliche Infos.

A,B,E zus.7
           
24.6.19

Weitere Infos über den Putschversuch in Amhara, bei dem fünf hohe Beamte getötet wurden, u.a. der Gouverneur der Region. Bei AJE berichtet Leah Harding aus Addis Abeba, bei BBC-FoA ein Korrespondent (Name unverständlich), Einschätzungen von Awol Allo.

A,B zus.10
23.7.19

In der Region Sidama im Süden des Landes werden bei Kämpfen zwischen Armee und Separatisten mindestens 18 Menschen getötet. Die Separatisten wollen einen eigenen Bundesstaat innerhalb Äthiopiens. Infos aus Addis Abeba von Hiba Morgan.

A 2
6.9.19

"The Judge" - Film von Brian Tilley über Meaza Ashenafi, die oberste Richterin an Äthiopiens Bundesgericht und ihre Arbeit an der Demokratisierung der Justiz des Landes. (Sehenswert. Leider NNA)*  ¤¤

A

25

     (Video vielleicht später, oder unterm Link)    
11.10.19

Ministerpräsident Abiy Ahmed erhält für seinen Friedensschluß mit Eritrea den Friedensnobelpreis. Die Entscheidung wird allenthalben begrüßt und im Land gefeiert. Diverse Berichte, bei AJE Einschätzungen von Awol Allo.

A,arj,TS,hj,E

zus.20
                  
25.10.19

Nach einem Aufruf des einflußreichen Medienaktivisten Jawal Mohammed gibt es in mehreren Städten teilweise gewalttätige Proteste gegen Premierminister Abiy Ahmed. Dabei sind mindestens 27 Menschen getötet worden. Bei BBC-FoA berichtet Kalkidan Yelbital aus Addis Abeba.

B,P

zus.4
26.10.19

Im "Listening Post" weitere Infos über den Konflikt zwischen Premierminister Abiy Ahmed und dem Medienaktivisten Jawal Mohammed. Bei Demonstrationen von dessen Anhängern sind in den letzten Tagen etwa 30 Menschen getötet worden.

A

3
9.11.19

 

 

 

   (unter "Flüchtende, Mauern, Grenzen, Zäune")

"Der Gewaltmarsch der Oromo" - Reportage von Charles Empraz und Olivier Jobard über Menschen, die vor dem Elend in Äthiopien nach Saudi-Arabien flüchten wollen, durch die Wüste, übers Rote Meer, durch das Kriegsland Jemen. (Leider NNA)* ¤

Text von arte: "Die Volksgruppe der Oromo stellt ein gutes Drittel der Bevölkerung in Äthiopien, aber viele von ihnen leben in so bitterer Armut, dass sie bereits zu zehntausenden zu Gewaltmärschen von gut 2000 Kilometern aufgebrochen sind, um am Ende im reichen Saudi Arabien hoffentlich Arbeit und eine Zukunft zu finden.
Dieser Weg ist eigentlich unpassierbar, wegen seiner Länge, der vielen Gefahren durch Plünderer und Menschenhändler, der Steinwüste in den Galafi-Bergen und der sengenden Sonne an der Grenze zu Dschibuti. Sie brechen auf mit kaum mehr als dem, was sie am Leib tragen können, sie hungern tagelang, der Durst zwingt sie immer wieder in die Knie.
Vom Hafen in Obock aus überqueren sie nachts und in völlig überfüllten Booten das Rote Meer, um schließlich am Strand des gefährlichsten Teils ihrer Reise zu landen, dem Jemen, einem Land mitten im Bürgerkrieg. Dort herrschen kriminelle Banden über die Routen der Migranten: Sie kidnappen viele Oromo und foltern sie so lange, bis die Angehörigen von zuhause ein Lösegeld überwiesen haben. Damit ruinieren sie auch noch das Leben der Familien in Äthiopien. Unsere Reporter Charles Emptaz und Olivier Jobard liefen mit, auf diesem Gewaltmarsch der Migranten aus Äthiopien."

arep

 

 

25

 

 

30.6.20 In der Stadt Abama sind bei Unruhen nach dem ungeklärten Tod des Popstars Hachalu Hundessa mindestens acht Menschen getötet worden. In Addis Abeba nehmen Zigtausende an der Beisetzung teil. Hundessa galt mit seinen politischen Songs als Ikone der Oromo. Hintergrundinfos von Prof. Awol Allo. A

5

1.7.20

Nach dem ungeklärten Mord an dem Popstar und Oromo-Aktivisten Hachalu Hundessa sind bei Unruhen in Addis Abeba mindestens achtzig Menschen getötet worden. Premier Abiy Ahmed vermutet, daß Kräfte aus Ägypten oder Sudan hinter dem Mord stecken und daß diese die Fertigstellung des Staudamms verhindern wollen. Bei AJE ein redaktioneller Bericht und Einschätzungen von David Shinn (Ex-US-Botschafter), bei BBC-FoA Infos aus Nairobi von Ferdinand Omondi.

A,B zus.10
           
2.7.20

Der ermordete Sänger Hachalu Hundessa ist in seinem Heimatort Ambo unter großer öffentlicher Anteilnahme beigesetzt worden. Viele glauben, daß es sich um einen politischen Mord handelt. Bei AJE ein Bericht von Mohammed Adow, bei BBC-FoA Infos aus Nairobi von Ferdinand Omondi, im ZDF eine Meldung.

A,B,hj

zus.9
           
3.7.20

Premierminister Abiy Ahmed spricht nach den tagelangen Unruhen infolge des Mordes an dem Sänger Hachalu Hundessa von einem "gezielten Versuch, einen Bürgerkrieg anzuzetteln", ohne die Verantwortlichen aber zu benennen. Infos aus Nairobi von Catherine Soi.

A

4

5.7.20

Die Zahl der Toten bei den Unruhen nach dem Mord an Hachalu Hundessa wird jetzt mit 166 angegeben. 

A

1

9.9.20

Die Regierung hat wegen Corona alle Wahlen verschoben, die Kommunalwahl in der Region Tigray findet aber trotzdem statt. Die Regierung hat die Wahl für illegal erklärt. Bericht von Malcolm Webb.

A

3

           
12.10.20

"The Battle for Ethiopia" - Film von Clive Patterson und Charlie Rosser über die komplexen inneren Konflikte des Landes und die Politik von Premierminister Abiy Ahmed.  (P+P)  (NNA)*   ¤

A

25

           
24.10.20

 

Trumps Ankündigung der Aufnahme von Beziehungen zwischen Sudan und Israel wurde gestern bei CNN nicht komplett übertragen. Vor der Übertragung hat er sich, im Gespräch mit Netanjahu, zum Konflikt zwischen Äthiopien und Ägypten um den Bau des Nil-Staudamms geäußert. Trump sagt, die Lage sei für Ägypten unerträglich, und es könne gut sein, daß Ägypten den Damm in die Luft sprengt (OT). Er würde das offenbar gutheißen. Aus Protest hat Äthiopiens Premier den US-Botschafter einbestellt. Die US-Regierung hatte letztes Jahr angeboten, in dem Konflikt zu vermitteln, hatte sich dann aber einseitig auf die Seite Ägyptens gestellt. Äthiopien hat darum die Gespräche beendet, daraufhin haben die USA Äthiopien Entwicklungshilfegelder entzogen. - Bei AJE Bericht, O-Töne, Hintergrundinfos. Bei CNN leider nichts darüber.  ¤

A

 

5

 

           
2.11.20

Meldung: in Oromya haben bewaffnete Männer ein Dorf überfallen, mindestens 20 Häuser niedergebrannt und mindestens 32 Bewohner ermordet.

A 1/2
3.11.20

Nach dem Überfall auf ein Dorf in Oromya, bei dem mindestens 32 Bewohner ermordet wurden (vermutlich wesentlich mehr), beschuldigt die Regierung die Rebellen der "Oromo Liberation Army". Die Opfer gehören zur ethnischen Gruppe der Amhara. Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal.

B

2

4.11.20

In der Provinz Tigray (an der Grenze zu Eritrea) verschärft sich der Konflikt zwischen der Zentralregierung und der Provinzregierung. Diese wird von der TPLF geführt. Angeblich haben deren Kämpfer Regierungstruppen angegriffen und ihre Waffen entwendet. Nun schickt Premierminister Abiy Ahmed weitere Truppen in die Region und ruft dort für sechs Monate den Ausnahmezustand aus. Zwei Berichte.

A 5
           
6.11.20

Die äthiopische Luftwaffe bombardiert Stellungen der TPLF in der Provinz Tigray. Premierminister Abiy Ahmed ruft die Jugend in Tigray auf, gegen die "Kräfte des Bösen" aufzustehen. Infos, und Einschätzungen von William Davison (ICG).

A

3

7.11.20  Mehr über den drohenden Krieg in der Provinz Tigray zwischen Zentral- und Provinzregierung. Die Zentralregierung droht mit weiteren Luftangriffen auf die Kämpfer der TPLF.

A,arj

zus.5

9.11.20

Die Kämpfe in Tigray zwischen Armee und TPLF dauern an. Bisher wurden dabei mehrere hundert Menschen getötet. Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal und Einschätzungen von Prof. Kjetil Tronvoll (in Oslo). Meldung im heute-journal.

B,hj

zus.6
10.11.20

Vor den andauernden Kämpfen in Tigray sind Tausende Zivilisten in den Sudan geflüchtet. Die Regierungstruppen rücken anscheinend erfolgreich gegen die Stellungen der TPLF vor. Bei AJE berichtet Mohammed Adow aus Addis Abeba, Einschätzungen und Hintergrundinfos von Nizar Manek (unabhängiger Experte). Bei BBC-FoA Einschätzungen von Mustafa Ali (Experte).

A,B zus.11
           
11.11.20

Der Konflikt in Tigray droht zu einem allgemeinen Bürgerkrieg auszuwachsen. Mehr als 11.000 Zivilisten sind vor den Kämpfen in den Sudan geflüchtet. Dort wird ein Übergreifen der Kämpfe befürchtet.  - Bei AJE Infos aus Khartum von Hiba Morgan. Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibetal, Einschätzungen von Babar Baloch (UNHCR), bei der BBC ein Bericht von Mark Lobel.

A,B zus.12
12.11.20

Beim Krieg in Tigray sind auf beiden Seiten hunderte Soldaten gestorben, und es gibt Angaben über Massaker an Zivilisten. Berichte und Infos bei AJE und BBC-FoA, bei AJE Infos von Sam Dubberley (Amnesty International) über ein Massaker an Zivilisten, das eindeutig verifiziert ist. Die Verantwortung ist noch nicht ganz klar, aber angeblich sollen die Täter zur TPLF gehören.  ¤

A,B

zus.14

           
13.11.20

Bei dem Massaker im Ort Mai-Kadra (an der Grenze zum Sudan) am 10.11. sollen hunderte Zivilisten mit Messern und Macheten getötet worden sein. Die Opfer gehörten zur Volksgruppe der Amhara. Es ist weiter unklar, wer die Täter waren, aber es deutet Einiges auf die TPLF hin. Diese beschuldigt die Armee. Im Sudan wird mit bis zu 200.000 Flüchtlingen aus Äthiopien gerechnet¤

Bei AJE Infos von Mohammed Adow (in Gonder / Nordäthiopien) und Hiba Morgan (Gadarif / Sudan). Bei BBC-FoA Infos von Fisseha Tekle (ai) und Desta Ghebremehdin (BBC Tigray Service). Bei CNN ein Bericht von David McKenzie (Johannesburg). Berichte auf deutsch nur bei arte und Euronews.

A,B,C,arj,E zus.22
14.11.20

 

Der Krieg in Tigray geht weiter. Tausende Zivilisten auf der Flucht in den Sudan. Am Abend wird gemeldet, daß die TPLF mehrere Raketen auf Eritreas Hauptstadt Asmara abgefeuert hat, als "Vergeltung" für eine angebliche Unterstützung Eritreas für Äthiopiens Armee.  ¤

Bei AJE Berichte von Mohammed Adow (in Gondar) und Hiba Morgan (Gadarif / Sudan), weitere Infos von Aaron Maasho (Äthiopische Menschenrechtskommission) zu dem Massaker in Mai-Kadra und Einschätzungen von Yohannes Gedamu (Experte), später Infos von Mohammed Adow zu dem Raketenangriff auf Asmara. Auf deutsch Berichte von Timm Kröger (ZDF) und Caroline Hoffmann (ARD).

Im "Listening Post" Hintergrundinfos von Johanna Hoes zum Propagandakrieg im Internet.

A,B

ht,TT,E

A

zus.22

zus.7

2

           
14.11.20

Im "Listening Post" der Beitrag "Autopsy of an Ethiopian interview: Who killed Hachalu Hundessa?" - Nicht angesehen bzw. nicht verstanden. Darum der Text von AJE: "The last ever interview with Ethiopian singer, Hachalu Hundessa – and why everyone is poring over that tape, looking for clues in their search for who killed him."

A

10

           
15.11.20

Die Kämpfe zwischen Armee und TPLF in Tigray dauern an. Angeblich unterstützen sowohl Eritrea als auch die Emirate (UAE) Äthiopien militärisch. Bisher sind 20.000 Menschen vor dem Krieg in den Sudan geflüchtet. - Weiter im Süden, in Binshangul Gumez, haben bewaffnete Männer einen Überlandbus angegriffen und mindestens 34 Passagiere ermordet. - Berichte bei AJE, BBC, Euronews und Tagesschau. Letzterer recht ordentlich.  ¤

"Inside Story: Is the Horn of Africa facing a wider conflict?" - Bernard Smith spricht mit drei Ostafrika-Experten: Martin Plaut, Matt Bryden und Axel Bisshop.  (NNA)*

A,B

TS,E

A

zus.7

zus.3

26

                 
16.11.20

Die Offensive der Armee gegen die TPLF in Tigray geht weiter. Hassan Razak (AJ arabic) besucht die Armeebasis in Tigray, die Anfang November von der TPLF angegriffen wurde. Damit begann der jetzige Krieg. - Außerdem berichtet Hiba Morgan aus dem sudanischen Grenzgebiet, wo weiterhin äthiopische Kriegsflüchtlinge ankommen, inzwischen über 25.000.

A

4

           
17.11.20

Laut Premierminister Abiy Ahmed ist die Offensive gegen die TPLF in der "letzten Phase". Die Kämpfer der TPLF hätten zwei Tage Zeit, sich zu ergeben. Die Armee rückt in Tigray weiter vor. - Bei AJE Infos aus Addis Abeba von Mohammed Adow und Einschätzungen von Yohannes Woldemariam. Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal, und ein Bericht über die Massenflucht in den Sudan. Einziger Bericht auf deutsch bei arte.

A,B,arj

zus.19
           
18.11.20

Die Armee rückt in Tigray weiter gegen die Kämpfer der TPLF vor und hat zwei wichtige Orte eingenommen. Im Sudan kommen täglich etwa 5000 Flüchtlinge aus Tigray an. - Bei AJE Infos von Hiba Morgan aus dem Grenzgebiet, bei BBC-FoA Infos von Kalkidan Yibeltal aus Addis Abeba, und Einschätzungen von Mustafa Ali (Horn-von-Afrika-Experte). Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

A,B

zus.10
19.11.20

Weitere Berichte und Infos über den Krieg in Tigray. Die Armee rückt auf die Hauptstadt von Tigray, Mekelle, vor. (NNA)*

A,B

zus.15
20.11.20

Befürchtungen vor einer Ausweitung des Krieges in Tigray. Die Regierungstruppen rücken weiter auf Mekelle vor. Infos von Mohammed Adow (in Addis Abeba) und ein Bericht von Hiba Morgan über die Flüchtlinge im Sudan.

A

6

           
21.11.20

Die Regierung weist Vermittlungsangebote und Aufrufe zu einem Waffenstillstand im Krieg in Tigray ab. Angeblich rückt die Armee in Tigray immer weiter gegen die TPLF vor und hat u.a. die Stadt Adigrat eingenommen. Zehntausende Zivilisten sind auf der Flucht vor den Kämpfen, vor allem in Richtung Sudan.

A,B,E zus.5
           
22.11.20

Die Armee ist dabei, Mekelle, die Hauptstadt von Tigray, mit Panzern einzukreisen. Angeblich hat die TPLF dort Straßen und Brücken zerstört, um den Vormarsch der Armee aufzuhalten. Am Abend setzt Premierminister Abiy Ahmed der TPLF ein 72-stündiges Ultimatum zur Aufgabe. - Bei AJE Infos aus Addis Abeba von Mohammed Adow und Einschätzungen von Jens Hesemann (UNHCR) zur Lage der Kriegsflüchtlinge im Sudan. Berichte bei der BBC von Will Ross und bei Sky News von John Sparks. Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. 

A,B,Sky,E

zus.23
           
23.11.20

Widersprüchliche Meldungen zur Kriegslage. Die TPLF bestreitet, daß die Armee Mekelle belagert. Bei AJE ein Bericht von Malcolm Webb dazu, und ein Bericht von Hiba Morgan über die Flüchtlinge im Sudan. Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal, bei Sky News berichtet John Sparks über die Massenflucht in den Sudan.

A,B,Sky

zus.11
24.11.20

 

 

 

Nach Angaben der Regierung haben sich erste Einheiten der TPLF ergeben. Die TPLF sagt, sie habe mehrere Panzer und einen Kampfhubschrauber abgeschossen. Die Kriegslage läßt sich von außen kaum objektiv einschätzen. Inzwischen sind mehr als 40.000 Kriegsflüchtlinge im Sudan angekommen. Bei AJE Infos von Malcolm Webb (aus Nairobi), bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal.

Bei den UN werden Forderungen nach einer sofortigen Waffenruhe lauter. Der UN-Sicherheitsrat berät erstmals über die Lage in Tigray. Bei AJE berichtet James Bays darüber aus New York.

Nach Ermittlungen der äthiopischen Menschenrechtskommission wurde das Massaker in Mai Kadra am 9./10. November von einer tigrayischen Jugendmiliz verübt. Es wurden mindestens 600 Zivilisten ermordet. Die Opfer seien nach ethnischen Kriterien aussortiert worden. Infos dazu bei AJE von Samuel Getachew (Journalist in Addis Abeba), bei der BBC Infos ebenfalls von Kalkidan Yibeltal, und bei BBC-FoA von Albab Tesfaye (äthiopische Menschenrechtskommission).  ¤

  Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.  

A,B

 

 

zus.25

 

 

           
25.11.20

Premierminister Abiy Ahmed lehnt weiterhin alle Forderungen nach einer Einstellung der Offensive in Tigray ab. Das Ultimatum an die TPLF zur Aufgabe wurde verlängert. Weiterhin widersprüchliche Siegesmeldungen beider Kriegsparteien. - Bei AJE erstmals ein Bericht aus dem Kriegsgebiet, von Hassan Razzaq (AJ arabic), und Einschätzungen von Awol Allo. Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal. Bei der BBC wird versucht, aus Satellitenbildern Schlüsse über die Lage in Tigray zu ziehen. - Über die Kriegsflüchtlinge im Sudan berichten Hiba Morgan (AJE) und Anne Soi (BBC).  ¤

  Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.  

A,B zus.22
           
26.11.20

 

Nach dem Auslaufen des zweiten Ultimatums hat Premierminister Abiy Ahmed eine "endgültige" Offensive auf Mekelle angeordnet. Die Kämpfer der TPLF verschanzen sich dort in Gräben gegen die heranrollenden Panzer. Angeblich hat es bisher noch keinen Beschuß der Stadt gegeben.  ¤

Bei AJE Infos von Malcolm Webb (aus Nairobi) und Hiba Morgan (im Grenzgebiet des Sudan), sowie von Samuel Getachew (Journalist, in Addis Abeba). Bei BBC-FoA Infos aus Nairobi von Catherine Byaruhanga, bei der BBC ein Bericht sowie Einschätzungen von William Davison (ICG) und Mary Harper (BBC). Bei CNN Infos von David McKenzie (in Johannesburg) und Aaron Maasho (äthiopische Menschenrechtskommission). Auf deutsch Berichte bei arte und Euronews und eine Meldung im ZDF. Dort wissen die Journalisten nicht, wie der Friedensnobelpreisträger Abiy richtig angesprochen wird.

A,B,C

arj,h+,E

zus.38

zus.4

           
27.11.20

Die Offensive der Armee gegen die TPLF in Tigray geht weiter. Kaum konkrete Infos über das Kriegsgeschehen. Premierminister Abiy trifft Vermittler der AU, ohne Ergebnis

Bei AJE Infos aus Nairobi von Malcolm Webb, eine Stellungnahme von Abiys Sprecherin Billene Seyoum, und Hiba Morgan berichtet über die Flüchtlinge im Sudan. Bei der BBC Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal, und Ann Soy berichtet über die Flüchtlinge im Sudan. In den Tagesthemen ein Bericht von Norbert Hahn, bei arte ein längerer Bericht aus den Flüchtlingslagern im Sudan. (Auch die Moderatorin bei arte weiß nicht, wie Äthiopiens Staatschef heißt, und nennt ihn "Achmed".)

A,B

arj,TT

zus.17

zus.10

28.11.20

 

Nach Angaben von Regierung und Armee ist die Offensive gegen die TPLF erfolgreich beendet. Die Armee habe Mekelle, die Hauptstadt von Tigray, komplett unter ihre Kontrolle gebracht. Keine Infos dazu, wie die Stadt so schnell erobert wurde. Anscheinend hat die TPLF ihre Kämpfer aus der Stadt abgezogen. Die TPLF kündigt an, als Guerilla weiterzukämpfen. Eritreas Hauptstadt Asmara ist erneut von Tigray aus, offenbar von der TPLF, mit Raketen beschossen worden¤

Bei AJE Infos von Malcolm Webb, ein Bericht von Hiba Morgan über die 43.000 Flüchtlinge im Sudan. Infos zur Lage in Tigray von Esayas Hailemariam (Tigrayer im Exil und Experte), und Einschätzungen Martin Plaut (Afrikaexperte). Bei der BBC Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal, bei Sky News Infos aus Khartum von John Sparks. Im ZDF gute Berichte von Timm Kröger. Euronews ist der einzige deutschsprachige Sender, bei dem sich herumgesprochen hat, wie Premierminister Abiy Ahmed heißt und wie man den Namen ausspricht. 

A,B,Sky

ht,TS,hj,E

 

zus.24

zus.8

 

                 
29.11.20

 

Die Lage in Tigray ist auch nach der angeblichen Einnahme von Mekelle unklar. Angeblich macht die Armee Jagd auf die Anführer der TPLF. Die TPLF hat angeblich die Stadt Aksum zurückerobert und einen Bomber der äthiopischen Luftwaffe abgeschossen.

Bei AJE Infos und Bericht von Malcolm Webb, ein Interview mit Billene Seyoum (Sprecherin von Premierminister Abiy Ahmed) und Einschätzungen von Berhane Gebre-Christoss (Ex-Minister). Zur Lage der Flüchtlinge berichtet Mohammed Vall aus dem Sudan. Bei der BBC ein Bericht von Mark Lobel und Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal. Bei CNN Infos von Nima Elbagir (in London). Bei Sky News ein Bericht von John Sparks. Bei der ARD zwei Berichte von Norbert Hahn (in Nairobi) und ein Bericht von Caroline Hoffmann.

A,B,C

WS,TS,TT

zus.36

zus.11

           
30.11.20

Premierminister Abiy Ahmed erklärt im Parlament, die Armee habe bei der vierwöchigen Offensive gegen die TPLF keinen einzigen Zivilisten getötet.

Infos von Malcolm Webb (AJE, Nairobi) und Kalkidan Yibeltal (BBC-FoA Infos, Addis Abeba). Bei BBC-FoA außerdem ein Interview mit Zadig Abraha (Äthiopiens Minister für Demokratie). Bei AJE ein Bericht von Mohamed Vall zur Lage der Flüchtlinge im Sudan. Berichte auf deutsch bei arte (OK) und in der "heute"-Spätausgabe (reichlich wirr).

A,B,arj,h+

zus.21
1.12.20

Einer der Anführer der TPLF soll sich der Armee ergeben haben. Der Guerillakampf soll aber weitergehen. Weiterhin kaum brauchbare Infos zur Lage in Tigray. Bei AJE berichtet Mohamed Vall aus einem der Flüchtlingslager im Sudan. - Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal über Flüchtlinge aus Eritrea, die seit Jahren in Lagern in Tigray leben und zur Zeit kaum versorgt werden können.  

A,B

zus.5
2.12.20

Die UN haben mit der Regierung eine Einigung über humanitäre Hilfslieferungen nach Tigray erzielt. Ansonsten ist die Lage dort weiter unklar. Infos bei AJE von Jan Egeland (Norwegian Refugee Council), bei BBC-FoA von Kalkidan Yibeltal aus Addis Abeba. Bei AJE außerdem ein "First Person" über einen Studenten aus Tigray, der mit seiner Familie in den Sudan geflüchtet ist.

A,B

zus.7
           
3.12.20

Nach Angaben der sudanischen Armee haben äthiopische Soldaten Flüchtlinge aus Tigray gehindert, über die Grenze in den Sudan zu gelangen. In Tigray soll sich die Lage normalisieren, aber das kann nicht bestätigt werden. - Nochmal Infos von Mohamed Vall aus einem der Flüchtlingslager im Sudan.  

A

2

4.12.20

Angeblich hat die Armee die meisten der Anführer der TPLF festgenommen. Bewohner von Tigray beschweren sich über Plünderungen durch eritreische Soldaten, die angeblich an der Seite der Armee dort gekämpft haben. Infos aus Nairobi von Malcolm Webb. - Sorgen um die Kriegsflüchtlinge innerhalb von Tigray. Infos dazu von Kathryn Mahoney (UNHCR).

A

5

5.12.20

Nach Angaben der TPLF dauern die Kämpfe in Tigray an.  - Mohamed Vall berichtet von der Grenze zwischen Sudan und Äthiopien, daß dort infolge des Krieges in Tigray alte Grenzstreitigkeiten wieder aufgebrochen sind. - Bei der BBC ein Bericht über die Erzählungen von Kriegsflüchtlingen aus Tigray. 

A,B

zus.7
           
6.12.20

Obwohl die Kämpfe in Tigray angeblich vorbei sind, hat sich die Zahl der im Sudan ankommenden Flüchtlinge verdoppelt, auf jetzt 800 pro Tag. Im Bericht von Mohamed Vall sagen Flüchtlinge, sie seien von einer Miliz aus ihrem Dorf vertrieben worden, weil sie Tigrayer sind. Auch im Bericht von Nima Elbagir (CNN) sprechen Flüchtlinge von Vertreibungen durch eritreische Soldaten und amharische Milizen.

A,C

zus.7
           
8.12.20

In Tigray ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und einem Team von UN-Mitarbeitern gekommen. Die Soldaten haben auf die humanitären Helfer geschossen und mehrere festgenommen. Hintergrund unklar. Bei AJE Infos aus Khartum von Mohamed Vall und aus New York von James Bays, bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal.

A,B zus.7
11.12.20

Die Regierung läßt Tausende eritreische Flüchtlinge zurück nach Tigray bringen, die nach dem Ausbruch des Krieges aus den dortigen Flüchtlingslagern nach Addis Abeba geflüchtet waren. Die UN, die weiterhin keinen Zugang nach Tigray haben, äußern sich sehr besorgt.

A

1

12.12.20

In Mekelle ist erstmals ein Konvoi des Roten Kreuz mit Hilfsgütern eingetroffen. Die Lage in Tigray ist weiterhin unklar. Ein allgemeiner Bericht.

A

3

           
14.12.20

Bei AJE Infos (leider ziemlich unkonkret) zur weiterhin sehr angespannten Lage in Tigray von dem Journalisten Samuel Getachew aus Addis Abeba. - In Tigray ist eine neue Übergangsregierung gebildet worden. Premierminister Abiy Ahmed hat erstmals nach dem Krieg Tigray besucht. Bei BBC-FoA Bilder und Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal.

A,B

zus.7
18.12.20

Äthiopiens Regierung hat hohe Prämien für die Ergreifung der Anführer der TPLF ausgesetzt. Infos aus Khartum von Hiba Morgan.

A 2
23.12.20

Im Ort Bulen in der Region Binshangul-Gumuz im Westen des Landes haben bewaffnete Männer mehr als 100 Zivilisten ermordet. Die Opfer gehören angeblich zu einer ethnischen Minderheit. Wer die Täter sind ist unklar. Hintergrundinfos von William Davison (ICG).

A

4

24.12.20

Nach dem Massaker in dem Ort Bulen in der Region Binshangul-Gumuz, bei dem über 100 Zivilisten ermordet wurden, hat die Armee angeblich eine Gruppe von 42 bewaffneten Männern getötet, die das Massaker begangen haben sollen. Infos von Malcolm Webb (in Nairobi). Die Opfer in Bulen waren Amhara und Oromo (beides Minderheiten in der Region), die Täter sollen zur Gumuz-Volksgruppe gehören, der größten ethnischen Gruppe dort. Mehr über Ursachen des Konflikts ist nicht bekannt.

A

5

25.12.20

Meldungen: die Zahl der Ermordeten bei dem Massaker im Ort Bulen (Binshangul-Gumuz) ist auf mindestens 222 angestiegen. - Bei arte ein Bericht über die Lage in Tigray. Auch nach dem offiziellen Ende des Krieges können keine humanitären Helfer in die Provinz gelangen.

A,arj

zus.3
26.12.20

Beitrag von Malcolm Webb über den Krieg in Tigray und die seitdem zunehmenden ethnischen Spannungen. Die Angaben der Regierung, es habe in Tigray keine zivilen Opfer gegeben, sind nicht glaubhaft. Es gibt zahlreiche Aussagen über Artilleriebeschuß auf Wohnviertel, Plünderungen, Hinrichtungen von angeblichen TPLF-Leuten. Eine Hauptrolle haben dabei offenbar eritreische Truppen gespielt.

A

4

           
9.1.21

 

 

"Die Tigray fliehen aus Äthiopien" - Reportage von Charles Emptaz und Olivier Jobard über das Leben der äthiopischen Flüchtlinge in den Lagern im Sudan und deren Aussagen über die Lage in Tigray. (NNA)*  ¤

Text von arte: "Ärzte und Bauern, Studenten und Händler, ganze Familien aus der Region Tigray mussten im Konflikt gegen die Regierung fliehen. In ihrer Heimatregion hatten Tigray Rebellen die Regierung herausgefordert und die schlug hart zurück. In diesem Konflikt geht es um die jahrzehntealten Spannungen zwischen den gut 80 Ethnien im Land, es geht um politischen Einfluss und um Landbesitz.
Auch dem neuen und zunächst international hoch gelobten Ministerpräsidenten Abiy Ahmed Ali ist es nicht gelungen, die Ethnien untereinander zu befrieden. Unsere Reporter begleiteten die Flüchtlinge aus Äthiopien im Sudan in ein Flüchtlingscamp in der Wüste, die meisten verbringen die ersten Nächte dort unter freiem Himmel."

arep

25
24.1.21

Nach dem Sieg über die TPLF hat die äthiopische Armee Tigray besetzt. Nach Angaben von Menschenrechtlern gibt es dort zahlreiche Fälle, daß Soldaten Frauen vergewaltigen. Infos dazu aus Addis Abeba vom Journalisten Samuel Getachew, auch allgemein zur Lage in Tigray: schwere Kriegszerstörungen, katastrophale Versorgungslage. 

A

4

1.2.21

Das UNHCR berichtet über andauernde Gewalt von eritreischen Soldaten gegen die Menschen in Flüchtlingslagern in Tigray und fordert die äthiopische Regierung auf, mehr zum Schutz der Menschen zu tun.

A

2

3.2.21

Nach Angaben von Oppositionellen sind bei dem Krieg in Tigray mehr als 50.000 Zivilisten getötet worden. Die Regierung weist das als "substanzlos" zurück. Sie hatte vorher behauptet, die Armee habe in Tigray keinen einzigen Zivilisten getötet. Infos von Malcolm Webb (in Nairobi) und Einschätzungen von Fisseha Tekle (Amnesty International. Ich verstehe von seinem grauenhaften Akzent leider kein Wort.)

A

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4.2.21

Im Sudan kommen immer noch Flüchtlinge aus Tigray an, insgesamt sind es jetzt mehr als 60.000. Hiba Morgan berichtet aus einem der Flüchtlingslager. Die Leute sagen, sie können noch nicht zurückkehren, da in Tigray immer noch gekämpft wird.

A

3

           
7.2.21

Bericht von Norbert Hahn (in Nairobi) zur Lage in Tigray. Der Krieg dauert offenbar an, mehrere Flüchtlingslager wurden komplett zerstört. Die UN haben jetzt eine Genehmigung für Hilfslieferungen bekommen.

TS

2
26.2.21

Nachdem eritreische Truppen  in Tigray Ende November die Stadt Axum eingenommen haben, haben sie dort am 28./29.11. ein Massaker an der Zivilbevölkerung durchgeführt. Soldaten gingen von Haus zu Haus und haben Jungen und Männer verschleppt und anschließend ermordet. Es gab allein an diesen beiden Tagen mehr als 240 Tote, die in Massengräbern verscharrt wurden. Außerdem haben die eritreischen Soldaten ausgedehnte systematische Plünderungen vorgenommen. Dies alles laut Aussagen von zahlreichen Augenzeugen, die Amnesty International bei Flüchtlingen im Sudan gesammelt hat. Die Massengräber sind auch auf Satellitenaufnahmen zu sehen. Bei Sky News ein ausführlicher Bericht von John Sparks, Berichte bei AJE und arte.   ¤

A,Sky,arj

zus.10
                 
28.2.21

Noch ein Bericht über das Massaker von eritreischen Soldaten in Axum Ende November. Zahlreiche Augenzeugen haben nach ihrer Flucht in den Sudan Aussagen über das Massaker gemacht, bei dem mindestens 240 Zivilisten ermordet wurden.

Bei der ARD berichtet Daniel Hechler aus dem Flüchtlingslager Um Rakuba im Sudan. Allein in diesem Lager leben über 20.000 Menschen, und immer noch kommen jeden Tag Flüchtlinge aus Tigray dort an. Ihre Versorgung ist für das arme Nachbarland nicht einfach. Die Geflüchteten berichten über Massaker und Greueltaten, vor allem durch eritreische Soldaten und regierungsnahe Milizen. Viele sind anscheinend an Corona erkrankt - Tests gibt es nicht.   ¤   

A

 

WS,TS

3

 

zus.9

                 
2.3.21

Recherche von Nima Elbagir über ein weiteres Massaker von eritreischen Soldaten in Tigray Ende November letzten Jahres. In dem Dorf Dengelat wurden innerhalb von drei Tagen mindestens 50, wahrscheinlich mehr als 100 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder ermordet, viele davon während eines Gottesdienstes. Der Chef der abgesetzten Regierung von Tigray, Debretsion Gebremichael (TPLF), spricht von Akten des Völkermords in ganz Tigray.  ¤

C

7

4.3.21

Die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet fordert Äthiopiens Regierung auf, Ermittlern der UN Zutritt nach Tigray zu gewähren, damit sie dort die immer noch andauernden Kriegsverbrechen gegen Zivilisten untersuchen können. Die US-Regierung schließt sich der Forderung an. Laut ai haben eritreische Truppen allein in Axum etwa 800 Männer und Jungen ermordet. Infos aus Nairobi von Malcolm Webb, Stellungnahme von Ravina Shamdasani (Sprecherin von Bachelet) und Infos von den UN in New York von James Bays.

A

8

6.3.21

Im "Listening Post" ein Beitrag über die schwierige Berichterstattung über den Krieg in Tigray. Journalisten dürfen nicht in das Gebiet einreisen, etliche, die es versucht haben, wurden verhaftet. Während die Regierung behauptet, es gebe gar keinen Krieg in Tigray, deuten Aussagen von geflüchteten Augenzeugen und einige wenige Videos sowie Satellitenbilder auf systematische ethnische Massaker und einen möglichen Völkermord.   ¤

A

11

           
16.3.21

 

Bei Sky News erstmals ein Bericht aus Tigray. John Sparks und sein Team fahren von Mekelle nach Westen und finden an der Straße überall Spuren von Kämpfen und Massakern. In Maiweini berichten Überlebende von einem Massaker eritreischer Soldaten am 23.2. mit mehr als 80 Toten. Beim Besuch im Marktort Gilgit demonstrieren Tausende Bewohner ihre Loyalität zur TPLF und ihren andauernden Widerstandswillen. Der benachbarte Ort Chelli ist komplett verwüstet und ausgeraubt. Zahleiche zerstörte Panzer und Militär-LKW. Offenbar hat es dort schwere Kämpfe mit den Kämpfern der TPLF gegeben, am 15.2. Eine Woche später kamen die Soldaten zurück und beschuldigten die Bewohner, den Feind zu unterstützen. Nach Aussagen von Überlebenden wurden etwa 180 Bewohner ermordet.  ¤¤

Auch Timm Kröger berichtet aus Tigray, aus Axum über das Massaker von Ende November und aus einem Flüchtlingslager in Shire. Auch hier Aussagen über Massaker und Vertreibungen, und auch hier protestieren vor der Kamera Tausende mit überkreuzten Armen gegen die Regierung in Addis Abeba.  ¤

Sky,hj

 

zus.10

 

           
18.3.21

Auch BBC-Korrespondent Kalkidan Yibeltal berichtet erstmals aus Tigray, vor allem aus einem Flüchtlingslager. Leider kaum Infos über den Konflikt und den Grund der Massenflucht.

B

3

19.3.21

 

Bei CNN eine Recherche von Nima Elbagir. Nach Aussagen von Ärzten und Überlebenden benutzen eritreische Soldaten und amharische Milizionäre in Tigray Vergewaltigungen als Kriegswaffe. Es handelt sich um tausende Fälle, eine systematische Kampagne von Vergewaltigungen und brutalen Erniedrigungen, mit dem Ziel, die Tigrayer zu vertreiben oder ethnisch zu "säubern". Ein Arzt spricht von verschiedenen Phasen eines Völkermordes.   ¤¤

Bei Sky News berichtet John Sparks weiter aus Tigray, jetzt aus der Stadt Shire. Dort leben über 200.000 Vertriebene, täglich kommen mehr an. Es gibt für sie keinerlei Versorgung, die Leute sitzen draußen im Park und hungern. Im Krankenhaus werden Kinder mit Schußverletzungen behandelt.  ¤ - Außerdem ein Bericht über die diplomatischen Bemühungen der US-Regierung.

C,Sky

 

zus.16

 

           
23.3.21

 

Premierminister Abiy Ahmed hat erstmals zugegeben, daß seit einigen Monaten eritreische Truppen in Tigray sind. Bei einer Pressekonferenz erklärt er, es seien auch Zivilisten zuschaden gekommen, aber das sei normal in einem Krieg. Die Verantwortlichen für Kriegsverbrechen würden bestraft. OT bei AJE und CNN, bei BBC-FoA Einschätzungen von Ferdinand Omondi.

Bei Sky News ein weiterer Bericht aus Tigray von John Sparks, jetzt aus der Region westlich von Shire. Zigtausende Zivilisten sind auf der Flucht vor den eritreischen Besatzern und amharischen Milizen. Sparks besucht die Orte Hitsats und Shimelba, in denen bis letztes Jahr tausende Flüchtlinge aus Eritrea Zuflucht gefunden hatten. Am 19.11. wurden die Flüchtlingslager von eritreischen Truppen geplündert und niedergebrannt, die Flüchtlinge wurden nach Eritrea vertrieben. Mehrere Tausend Personen sind seitdem verschwunden.   ¤

A,B,C

 

Sky

zus.5

 

6

                 
26.3.21

Nachdem Premierminister Abiy Ahmed erst vor drei Tagen überhaupt zugegeben hat, daß es eritreische Truppen in Tigray gibt, kündigt er nun deren Abzug an. Bei AJE ein Bericht sowie Einschätzungen von Samuel Getachew (Journalist in Addis Abeba). Nach seinen Informationen dauern die Verbrechen an der Zivilbevölkerung in Tigray (Massaker, Vergewaltigungen) bis heute an.

Bei Sky News berichtet John Sparks weiter aus Tigray. Im Krankenhaus von Adigrat sprechen Frauen über Massenvergewaltigungen durch eritreische und äthiopische Soldaten. - Eritreas Botschaft in Britannien weist die Vorwürfe zurück und behauptet, nicht eritreische Soldaten würden solche Verbrechen begehen, sondern die TPLF.   ¤

A,C

Sky

zus.10

8

                 
1.4.21

 

In der Region Wollega (Bundesstaat Oromia) haben bewaffnete Männer, angeblich von der Oromo Liberation Army, ein Massaker begangen. Die Opfer waren mindestens 30 Angehörige der Amhara. Infos bei AJE von Catherine Soi (in Nairobi).

Bei CNN ein Bericht von Nima Elbagir über ein Video von Amnesty International, das ein äthiopischer Soldat von seinen Kameraden aufgenommen hat. Das Video zeigt die Hinrichtung einer Gruppe von mindestens 34 gefangenen Männern, Zivilisten. Die Männer werden von hinten in den Kopf geschossen und dann eine Klippe hinabgeworfen. Der Ort läßt sich identifizieren, ein Gebirgszug südlich von Aksum in Tigray, das Datum ist wahrscheinlich der 15.Januar. Die Täter sind äthiopische Soldaten, die Opfer Tigrayer, die zuvor in einem Dorf willkürlich verhaftet wurden. Die grausamsten Stellen bei CNN nur als Standbilder.  ¤¤

Ausschnitte aus dem Video auch in einem Bericht der BBC, hier allerdings teilweise verpixelt, die Angaben sind unpräzise und einige wichtige Details fehlen. -  Es gibt in den sozialen Medien noch einige ähnliche Videos von Kriegsverbrechen durch äthiopische und eritreische Soldaten.   (Der CNN-Beitrag kommt hoffentlich noch bei YT.)

A,B,C

 

zus.10

 

           
2.4.21

Auch bei AJE Infos über das Massaker von äthiopischen Soldaten, das in einem Video dokumentiert wurde. Laut AJE fand es Anfang März statt, der Ort heißt Magbere Dego. - Bei BBC-FoA weitere Infos von William Davison (ICG).

A,B

zus.7

2.4.21

Marc Lamont Hill ("UpFront") spricht telefonisch mit Getachew Reda, Mitglied in der Führung der TPLF, der sich irgendwo in Tigray im Untergrund versteckt. Er sagt, daß die eritreischen Truppen das Land nicht verlassen haben und das auch offenbar nicht vorhaben. Er behauptet, die äthiopische Armee habe bei den Kämpfen "zigtausende" Soldaten verloren. (Mit englischen UT.)

A

11

           
4.4.21

Nach Angaben der äthiopischen Regierung haben die eritreischen Truppen mit dem Abzug aus Tigray begonnen.

arj

2

15.4.21

Für den angekündigten Truppenabzug Eritreas aus Tigray gibt es bislang keine Anzeichen. Der UN-Sicherheitsrat hat sich über die Berichte über schwere Menschenrechtsverletzungen in Tigray informieren lassen, speziell über die Aussagen zu massenhaften Vergewaltigungen durch eritreische und äthiopische Soldaten. Infos aus New York von James Bays, und ein Bericht mit Aussagen von überlebenden Frauen.  ¤

A

5

           
17.4.21

Eritreas Regierung hat erstmals bestätigt, daß eritreische Truppen in Tigray aktiv sind. Einschätzungen dazu von William Davison (ICG).

A

4

29.4.21

Im Gebiet von Wag Hemra an der Grenze zwischen Amhara und Tigray gibt es erneut Kämpfe zwischen Armee und TPLF-Rebellen. Bei BBC-FoA ziemlich vage Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal.

B

3

4.5.21

Nach Angaben von Oppositionsparteien sind beim Krieg in Tigray etwa 50.000 Menschen getötet worden. Im Sudan kommen immer noch neue Flüchtlinge aus Tigray an. Bei AJE berichtet Hiba Morgan aus einem Flüchtlingslager im Sudan. Bei BBC-FoA Infos von Catherine Byaruhanga (Nairobi) über Tausende Kinder, die bei der Flucht von ihren Familien getrennt wurden.

A,B

zus.9
           
6.5.21

Im Juni soll das Parlament neugewählt werden. Wegen Corona war die Wahl letztes Jahr verschoben worden. Jetzt wird sie durch den Krieg und die Massenvertreibung in Tigray sowie den Konflikt in Oromya infrage gestellt, und einige Parteien wollen die Wahl boykottieren. Bei BBC-FoA ein Bericht von Kalkidan Yibeltal und Einschätzungen von William Davidson (ICG).

B

9

7.5.21

Das Oberhaupt der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche, Abune Mathias, nennt das Vorgehen der Armee gegen das Volk von Tigray einen "Genozid" (OT). - Die UN haben Zeugenaussagen über mehr als 500 Fälle von Vergewaltigungen durch äthiopische und eritreische Soldaten in Tigray. Hiba Morgan berichtet aus einem Flüchtlingslager im Sudan und spricht mit einer Überlebenden.

A 4
           
8.5.21

Ein Bericht über die wachsende Kritik an Premierminister Abiy Ahmed, u.a. vom Oberhaupt der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche, der von einem "Genozid" am Volk von Tigray spricht. Gespräch mit dem Journalisten Samuel Getachew, der kürzlich Tigray besucht hat.

A

8

           
9.5.21

Bisher sind 63.000 Menschen vor dem Krieg in Tigray in den Sudan geflüchtet, und jeden Tag kommen Hunderte dazu. Da die Grenzübergänge wegen Corona geschlossen sind, müssen sie irgendwie über die grüne Grenze gelangen und bekommen dabei Hilfe von Schmugglern, die sonst auch Waffen über die Grenze bringen. Hiba Morgan berichtet aus Gadarif (im Grenzgebiet).

A

3

           
10.5.21

Bei AJE berichtet Hiba Morgan weiter aus einem Flüchtlingslager im Sudan und spricht mit Geflüchteten über die Lage in Tigray. Obwohl die äthiopische Regierung behauptet, der Krieg sei beendet, wird der Zugang dorthin, z.B. für Hilfslieferungen, weiter blockiert. - Mehr als 100 äthiopische UN-Blauhelmsoldaten, die in Darfur eingesetzt waren, haben im Sudan um Asyl gebeten, weil sie in Äthiopien Repressionen befürchten. Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal. 

Bei der ARD berichtet Norbert Hahn aus Tigray. Im Krankenhaus von Mekelle kommen immer noch zahlreiche Leute mit Schußverletzungen an. Überall Militär auf der Straße, Panzer. Die Leute haben vor allem Angst vor den eritreischen Truppen. Angeblich setzen diese den Hunger gezielt als Waffe ein und bestrafen Bauern für das Bestellen ihrer Felder.  ¤

A,B,TT

zus.9
                 
11.5.21

Nach übereinstimmenden Erkenntnissen diverser Menschenrechtsgruppen und Aussagen zahlreicher Augenzeugen haben eritreische Truppen im November in Axum bei Massakern hunderte Zivilisten ermordet. Äthiopiens Generalstaatsanwalt behauptet jetzt aber, bei den Getöteten habe es sich um Kämpfer der TPLF gehandelt. Bericht von Malcolm Webb. - Vorschau auf eine Reportage aus Tigray von Nima Elbagir, die CNN am Donnerstag zeigt.

A,C zus.4
           
12.5.21

Reportage aus Tigray von Nima Elbagir. In Mekelle überall Soldaten auf den Straßen. Einwohner erzählen von willkürlichen Hinrichtungen und anderen Verbrechen durch eritreische Soldaten, erst vor wenigen Tagen - angeblich wurden diese Truppen ja abgezogen. Auf dem Weg nach Axum wird das CNN-Team kurzzeitig gefangengenommen. Dann erstmals eine Begegnung mit eritreischen Soldaten an einer Straßensperre. Die Soldaten, die angeblich abgezogen wurden, verweigern dem Team, das eine Drehgenehmigung hat, die Weiterfahrt. Auf Nebenstraßen erreichen die Reporter Axum. Dort weitere Aussagen von Frauen über Vergewaltigungen durch eritreische Soldaten.   ¤

C

9

           
14.5.21

Hiba Morgan berichtet über frühere äthiopische Blauhelme, die nach dem Ende des Einsatzes in Darfur nicht in den Krieg gegen die Bevölkerung von Tigray gezogen werden wollen. Mehr als 120 äthiopische Soldaten haben deshalb im Sudan um Asyl ersucht.

A

3

           
16.5.21

"Vergewaltigung und Hunger als Kriegswaffe" - Norbert Hahn berichtet aus Tigray. In Mekelle überall Militär. Kaum Hilfe für Tausende Flüchtlinge. In Axum Aussagen von Augenzeugen der Massaker im November. In Adigrat eritreische Panzer auf der Straße. Die Bauern dürfen ihre Felder nicht bestellen. Eine Frau schildert die Vergewaltigung durch eritreische Soldaten. Die haben angeblich den Befehl, alle Männer zu töten und alle Frauen zu vergewaltigen.  ¤

WS

6

           
24.5.21

Wegen der schweren Menschenrechtsverletzungen in Tigray haben die USA Sanktionen gegen eine Reihe von äthiopischen und eritreischen Verantwortlichen verhängt. - Angeblich hat die äthiopische Armee in Tigray chemische Waffen gegen Zivilisten eingesetzt. - Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal, und ein redaktioneller Bericht über den andauernden Krieg und die Vertreibung von Zivilisten in Tigray. 

B

6

25.5.21

Nach erneuten Angriffen von eritreischen Soldaten auf mehrere Orte in der Gegend von Axum (Tigray) sind dort erneut tausende Zivilisten auf der Flucht. Infos von Malcolm Webb (Nairobi).

A

1

26.5.21

US-Präsident Biden fordert einen Waffenstillstand in Tigray und freien Zugang für humanitäre Helfer.

C

2

27.5.21

Die US-Regierung droht der äthiopischen mit weiteren Sanktionen, wenn die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung in Tigray nicht aufhört. Ein Bericht von Alan Fisher aus Washington, und Einschätzungen aus Addis Abeba von Samuel Getachew.

A

7

           
28.5.21

In Tigray haben Regierungssoldaten hunderte Leute aus Flüchtlingslagern verschleppt. Sie haben Schulgebäude als Kasernen benutzt und dabei sämtliches Inventar (Computer etc.) zerstört. Ein Bericht von Charles Stratford. - In Axum (Tigray) ist eine erste Hilfslieferung des Roten Kreuzes mit Lebensmitteln und Saatgut angekommen. Bilder von dort und Infos einer ICRC-Mitarbeiterin in Axum.

A

4

           
30.5.21

In Addis Abeba und anderen Städten demonstrieren tausende Anhänger von Premierminister Abiy Ahmed gegen "westliche Einmischung" wegen des Krieges in Tigray.

A

1/2

1.6.21

Das WFP gibt an, daß durch den Konflikt in Tigray mehr als fünf Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe brauchen. Wegen der Blockade der Regierung kann man die meisten Menschen aber nicht erreichen. In einigen Dörfern sind die Leute am Verhungern. Infos aus Addis Abeba von Mohammed Adow.

A

2

3.6.21

Nach Angaben der Regierung haben die eritreischen Truppen nun tatsächlich mit ihrem Abzug aus Tigray begonnen. Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal.

B

3

4.6.21

Die UN warnen vor der größten Hungersnot in der Geschichte des Landes, als Folge des Krieges gegen die Bevölkerung von Tigray. Kristen Saloomey berichtet aus New York.

A

3

           
5.6.21

Einschätzungen von Alex de Waal zum Konflikt in Tigray und zur drohenden Hungerkatastrophe. Als Folge der Blockade des Gebietes durch die Regierung könnten dort Hunderttausende verhungern.

B

4

8.6.21

Infos von Immanuel Igunza über die Hungersnot in großen Teilen von Tigray, eine direkte Folge der Plünderungen durch eritreische Soldaten und der Blockade durch Äthiopiens Regierung.

B

3

10.6.21

Die UN und mehrere Hilfsorganisationen weisen erneut auf die Hungersnot in Tigray hin. Wegen der Blockade der Provinz durch die Regierung sind dort 350.000 Menschen vom Hungertod bedroht. Ein Bericht aus Addis Abeba von Mohammed Adow. Und Interview mit Äthiopiens UN-Botschafter Taye Atske-Selassie Amde, der die Angaben der UN bestreitet, aber bestätigt, daß das Land mehr Hilfe braucht. Die Vorwürfe, daß die Hilfe blockiert wird, leugnet er. Es gebe nur einige "Sicherheitsprobleme".

A

8

           
12.6.21

Mohammed Adow berichtet aus Addis Abeba über Demonstrationen gegen die USA und deren Sanktionen gegen Äthiopiens Regierung.

A

4
           
15.6.21

Nächsten Montag soll die zweimal verschobene Parlamentswahl nachgeholt werden. Es wird erwartet, daß die regierende "Wohlstandspartei" von Premierminister Abiy Ahmed schwere Einbußen erleiden wird. Berichte aus Addis Abeba von Mohammed Adow und Kalkidan Yibeltal,

A,B zus.8
           
16.6.21

Bei arte ein Bericht über den Wahlkampf und über die Hungerkrise in Tigray als Folge des Krieges. Die Regierung leugnet, daß es dort irgendeine Nahrungsknappheit gibt.

arj

2
17.6.21

Kalkidan Yibeltal berichtet aus Tigray, aus der Gegend um Mekelle. Über hungernde Flüchtlinge, zerstörte Dörfer, zerstörte Kirchen, "verschwundene" Leute. Bilder von riesigen Militärkolonnen.  ¤

B

5

18.6.21

Mohammed Adow berichtet aus Bike (Region Afar) über die zahlreichen ethnisch-nationalistischen Konflikte des Landes. Neben dem Krieg in Tigre gibt es immer wieder Kämpfe mit Rebellengruppen in Afar, in der Region Binshangul-Gumuz, im Oromoland und in der Somali-Region. Fraglich, wie in diesen Regionen nächste Woche die Wahl stattfinden soll.

Bei CNN ein allgemeiner Bericht über die Parlamentswahl und die Krise in Tigray.

A,C zus.7
           
19.6.21

Hiba Morgan berichtet aus einem Flüchtlingslager im Sudan, wo weiter zigtausende Menschen leben, die von eritreischen Truppen aus Tigray vertrieben wurden. 

A

3

           
20.6.21

Mohammed Adow berichtet aus der alten Stadt Harar (Weltkulturerbe). Die Region Harar ist ebenso wie die Region Somali und die Kriegsprovinz Tigre vorerst von der Parlamentswahl ausgeschlossen worden.

A

4

           
21.6.21

 

Tag der Parlamentswahl. In einigen Teilen des Landes (zusammen ein Fünftel der Wahlbezirke) ist die Wahl verschoben worden, in Tigray auf unbestimmte Zeit. Oppositionsgruppen melden Einschüchterungsversuche, in Oromiya hat die Opposition darum zum Boykott der Wahl aufgerufen. In Addis Abeba gibt es lange Schlangen vor den Wahllokalen und einige logistische Probleme, die Wahl wird am Abend um einige Stunden verlängert. - Berichte aus Addis von Mohammed Adow und Hiba Morgan (AJE), Kalkidan Yibeltal und Catherine Byaruhanga (BBC), Larry Madowo (CNN) und Timm Kröger (ZDF). Bei AJE Einschätzungen von Michelle Gavin (Ex-US-Botschafterin), bei CNN von Prof. Terence Lyons (Konfliktforscher). Auf deutsch Berichte bei arte, ZDF und Euronews.  ¤

A,B,C

arj,hj,E

zus.30

zus.7

                 
22.6.21

In Tigray, rund um Adigrat, gibt es erneut schwere Kämpfe. Die TPLF behauptet, sie habe mehrere wichtige Orte zurückerobert. Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal (BBC).

Bei AJE ein Bericht aus Addis Abeba von Mohammed Adow über die Stimmenauszählung der Parlamentswahl. Es sieht alles nach einem Sieg der Regierungspartei von Premierminister Abiy Ahmed aus.

A,B zus.6
23.6.21

Bei einem Luftangriff auf den Marktplatz des Ortes Togoga (in der Nähe von Mekelle) in Tigray sind mindestens 30 Zivilisten getötet worden, nach anderen Angaben mehr als 80. Angeblich haben Soldaten anschließend die Rettungsarbeiten blockiert. - Bei AJE Infos von Samuel Getachew (Journalist in Addis Abeba) und Einschätzungen von Martin Plaut, bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal, bei CNN Infos von Larry Madowo (auch in Addis) und Einschätzungen von David Shinn (Ex-US-Botschafter). - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.   ¤

A,B,C

zus.20
           
24.6.21

 

Die Regierung bestreitet den Luftangriff auf den Ort Togoga in Tigray, bei dem mehr als 60 Zivilisten getötet wurden. Später bestätigt ein Armeesprecher, daß es einen Luftangriff gegeben hat, aber es seien dabei nur "Militante in Zivilkleidung" getroffen worden. Die Angaben über ein Massaker seien Propaganda der TPLF. Außerdem leugnet er die Hungersnot in Tigray. - Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal, bei CNN Infos von Larry Madowo (auch in Addis). Bei AJE ausführliche Infos von Mohammed Adow (in Addis), ein Bericht, und Einschätzungen von Alex de Waal zur humanitären Lage in Tigray.  ¤

Außerdem bei AJE ein Bericht von Hiba Morgan über zunehmende Grenzstreitigkeiten an der sudanisch/äthiopischen Grenze und Entführungen von sudanischen Dorfbewohnern durch äthiopische Milizen.

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.   

A,B,C

 

zus.24

 

                 
28.6.21

Äthiopiens Regierung verkündet einen sofortigen einseitigen Waffenstillstand in Tigray. Zugleich erklärt die TPLF, sie habe die Kontrolle über die Provinzhauptstadt Mekelle zurückgewonnen. - Bei AJE Infos und Bericht von Malcolm Webb (in Nairobi), ein Telefoninterview mit einem Sprecher der TPLF, Getachew Reda (in Mekelle) und Einschätzungen von Yohannes Woldemariam (Experte) und Samuel Getachew (Journalist in Addis Abeba). Bei CNN Meldungen.  ¤ 

Bei CNN außerdem ein Bericht von Nima Elbagir mit weiteren Belegen von Massenhinrichtungen und Massakern an Zivilisten durch äthiopische und eritreische Soldaten in Tigray.  ¤ 

A,C

zus.28
                 
29.6.21

 

Die Kämpfer der TPLF haben die Hauptstadt der Provinz Tigray, Mekelle, zurückerobert. Auf den Straßen wird der Sieg gefeiert. Die TPLF weist den von der Regierung verkündeten einseitigen Waffenstillstand zurück und kündigt an, die eritreischen und äthiopischen Truppen aus dem Land zu jagen. Der US-Kongress läßt sich ausführlich über die Lage in Tigray informieren.  ¤

Berichte bei AJE, BBC, CNN und Sky News. Bei AJE Infos von Malcolm Webb (Nairobi), ein Bericht aus Washington von Shihab Rattansi, Einschätzungen von Prof. Jan Abbink und Martin Plaut (beides Afrika-Experten). (Am Nachmittag wurde die Anhörung im US-Kongress komplett live übertragen.) Bei der BBC Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal. Bei CNN Infos von Nima Elbagir (London) und Einschätzungen von Simon Marks. (Der Journalist hat bis vor vier Wochen für die NYT aus Äthiopien berichtet und wurde dann einfach ausgewiesen.) Bei Sky News berichtet John Sparks aus Addis Abeba.

Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. 

A,B,C,Sky

 

 

zus.43

 

 

           
30.6.21

Äthiopiens Regierung behauptet, der Abzug aus Mekelle sei keine militärische Niederlage, sondern eine politische Entscheidung gewesen, und sie droht, sie könne die Stadt jederzeit wieder besetzen. Laut der Regierung sollen die eritreischen Truppen aus Tigray abgezogen sein. Die TPLF bestreitet das und kündigt an, ihre Kämpfer würden die ausländischen Truppen verjagen. Infos bei AJE, BBC und CNN. Bei AJE Einschätzungen von Matt Bryden (Ostafrika-Experte). Auch nach dem Abzug der äthiopischen Truppen dauert die Blockade Tigrays an, also die Hauptursache der Hungersnot dort.  ¤

 Auch weiterhin keine Berichte, keine Meldungen auf deutsch.

"Inside Story: Could fighting in Ethiopia's Tigray trigger a wider conflict?" -  Mohammed Jamjoom spricht mit Samuel Getachew (Journalist in Addis Abeba), Laetitia Bader (HRW) und Adem Kassie Abebe (Int. Institute for Democracy and Electoral Assistance).  (NNA)* 

A,B,C

A

zus.16

25

           
1.7.21

Bei Shire ist eine Brücke auf der wichtigsten Versorgungsroute nach Tigray ist gesprengt worden (vermutlich von den abrückenden äthiopischen Truppen). - Bei AJE Infos von Patrick Youssef (ICRC) über die schwierige Versorgung für die Menschen in Tigray und ein Bericht von Hiba Morgan über Reaktionen von tigrayischen Flüchtlingen im Sudan auf den Rückzug der äthiopischen Truppen. Vorsichtige Hoffnungen auf eine Heimkehr. Bei BBC-FoA nur eine Meldung, dazu ein Bild der zerstörten Brücke.

A,B zus.7
2.7.21

Der UN-Sicherheitsrat berät über die Lage in Tigray. Hilfsorganisationen befürchten Hunderttausende Hungertote. Äthiopiens Regierung behauptet, es gebe keine Behinderungen für Hilfstransporte. Es ist weiterhin schwierig, verlässliche Infos aus dem Kriegsgebiet zu bekommen. - Bei AJE ein Bericht aus Nairobi von Catherine Soi, Infos aus New York von James Bays und ein Interview mit Äthiopiens UN-Botschafter Taye Atske Selassie Amde, der alle Vorwürfe zurückweist und seinerseits der TPLF Kriegsverbrechen vorwirft. Bei der BBC ein Bericht, und Einschätzungen von William Davison (ICG).

A,B

zus.13
                 
3.7.21

 

Die TPLF hat bei der Einnahme von Mekelle dort und in der Umgebung tausende äthiopische Soldaten gefangengenommen. Die TPLF geht im Westen und Süden Tigrays weiter gegen die Reste der äthiopischen und eritreischen Truppen vor. Infos bei AJE von Catherine Soi (in Nairobi). - Außerdem ein weiterer Bericht von Hiba Morgan über tigrayische Flüchtlinge im Sudan. Diese erzählen, daß die äthiopischen und eritreischen Truppen in Tigray gezielt Lebensmittelvorräte vernichtet haben.  ¤

Nach UN-Angaben droht durch den seit acht Monaten andauernden Krieg in Tigray und die Blockade des Gebietes durch die Regierung mehr als 1,8 Millionen Menschen Hunger. 400.000 Menschen hungern bereits akut, allein 33.000 Kinder leiden an akuter Unterernährung. Infos bei AJE.

Nachdem die deutschen Sender es geschafft haben, die neuen Entwicklungen in Tigray fünf Tage lang komplett auszublenden, nun doch zwei Berichte, bei arte und Euronews. Beide kurz, aber halbwegs informativ. Bei der ARD weiter kein Wort, im ZDF eine Kurzmeldung, ausschließlich über die Hungersnot - der Krieg wird nur kurz erwähnt, die Ereignisse dieser Woche nicht.

A

ht,arj,E

 

5

zus.4

 

           
4.7.21

Die Führung der TPLF erklärt, sie werde einen Waffenstillstand anerkennen, sobald alle äthiopischen und eritreischen Truppen aus Tigray abgezogen sind. Sie fordert außerdem das Ende aller Blockaden von Hilfslieferungen, die Wiederherstellung der Stromversorgung und des Internets und die Freilassung aller politischen Gefangenen. Darüber hinaus fordert die TPLF die UN auf, die Kriegsverbrechen der äthiopischen und eritreischen Truppen zu untersuchen. - Bei AJE Infos aus Nairobi von Catherine Soi. Bei CNN berichtet Larry Madowo über die humanitäre Katastrophe in Tigray, für die Äthiopiens Regierung direkt verantwortlich gemacht wird. Einschätzungen dazu von Alex de Waal ¤

A,C zus.14
               
4.7.21 Äthiopien / Sudan / Ägypten 

Bericht von Hiba Morgan über den andauernden Streit um den neuen Staudamm am Bleuen Nil.

"Inside Story: Ethiopia’s Renaissance Dam: Has diplomacy failed?" - Über die Auswirkungen des neuen Riesenstaudamms spricht Mohammed Jamjoom mit Mohammed Girma (Ostafrika-Experte), Prof. Nader Noureldeen (Bodenkundler und Hydrologe) und Prof. El Sadig Sharfi (Bauingenieur).

A

A

3

25

           
5.7.21

Premierminister Abiy Ahmed nimmt im Parlament Stellung zum Krieg in Tigray und verteidigt seine im November gestartete Offensive gegen die TPLF. Zu den Forderungen der TPLF sagt er nichts, und droht stattdessen, er könne 100.000 Soldaten gegen die Rebellen mobilisieren. - Bei AJE berichtet Catherine Soi aus Addis Abeba, bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal,  

A,B zus.7
           
8.7.21

Der UN-Sicherheitsrat diskutiert über den neuen Staudamm am blauen Nil und seine Folgen für die Nachbarländer. Bericht von James Bays. AJE hat die Debatte komplett live übertragen (ca. zwei Stunden). 

A

3

           
10.7.21

Nach dem offiziellen Ergebnis hat die "Gerechtigkeitspartei" von Premierminister Abiy Ahmed bei der Parlamentswahl einen Erdrutschsieg erreicht und 410 von 436 Sitzen erlangt. Infos aus Addis Abeba von Catherine Soi.

A 2
12.7.21

Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal über das Ergebnis der Parlamentswahl.

B

2

13.7.21

Die Kämpfer der TPLF haben eine neue Offensive gegen die letzten äthiopischen Truppen in Tigray begonnen und dabei den Ort Alamata (bzw. Korem bzw. Raya) im Südosten von Tigray eingenommen. Bei AJE Infos aus Humerra (in Tigray) von Catherine Soi, außerdem Infos zur humanitären Notlage in Tigray von Raouf Mazou (UNHCR). Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal

A,B zus.10
15.7.21

In Amhara und Oromia mobilisieren die Regionalregierungen Truppen und Milizen für den Krieg gegen die TPLF in Tigray. Außenminister Hussein beschuldigt das Ausland einer Schmutzkampagne gegen Äthiopiern und behauptet, einige Hilfsorganisationen würden der TPLF Waffen liefern. Bei AJE Einschätzungen von Jon Abbink (Politologe, Ostafrika-Experte) zu dem Konflikt. Bei CNN ein Gespräch mit dem Kriegsfotografen Finbarr O'Reilly, der kürzlich in Tigray gewesen ist und u.a. die Einnahme von Mekele miterlebt hat. Bei TV5 ein Bericht über den Konflikt zwischen Amhara und Tigrayern.

A,C,JA

zus.20
16.7.21

In Addis Abeba sind in den letzten zwei Wochen hunderte Tigrayer verhaftet worden, offenbar aus rein ethnischen Gründen, ebenso mehrere Journalisten und politische Aktivisten. - Die Armee bereitet gemeinsam mit amharischen Milizen einen neuen Angriff auf Tigray vor. Unterdessen rücken die Kämpfer der TPLF in Tigray immer weiter vor.

Bei AJE ein Bericht aus Bahir Dar (im Westen von Tigray) von Catherine Soi, später Infos von ihr aus Addis Abeba. Einschätzungen von Samuel Getachew (Journalist in Addis Abeba). Bei der BBC ein Bericht von Andrew Harding über die andauernde Flucht von Tigrayern in den Sudan wegen andauernder ethnischer Säuberungen durch die amharischen Milizen, und Gespräch mit dem tigrayischen Autor Gebrekirstos Gebreselassie (in Amsterdam).

A,B

zus.18

           
17.7.21

Catherine Soi berichtet aus Mai Kadra (im Westen von Tigray). Dort haben Kämpfer der TPLF im November ein Massaker an amharischen jungen Männern verübt, die dort als Wanderarbeiter lebten. Mindestens 200 von ihnen wurden ermordet, wahrscheinlich noch wesentlich mehr.  ¤

A

3

           
19.7.21

Es gibt Kämpfe zwischen Kämpfern der TPLF und Regierungstruppen nun auch in der Region Afar (östlich von Tigray). Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal.

B 2
21.7.21

Bei TV5 ein Bericht aus Tigray. In Nebelet (keine Ahnung, wo das liegt) ziehen junge Leute als Freiwillige mit der TPLF in den Krieg gegen äthiopische Truppen. 

JA

2

           
22.7.21

In Addis Abeba und anderen Städten demonstrieren tausende Leute zur Unterstützung der Regierung und des Krieges gegen die TPLF. Bei den Kämpfen in Afar hat die TPLF angeblich einen größeren Sieg errungen. Berichte aus Addis von Catherine Soi und Kalkidan Yibeltal.

A,B zus.6
           
25.7.21

Meldung: die Regionalregierung von Amhara ruft alle jungen Männer und Frauen auf, sich dem Kampf gegen die TPLF anzuschließen.

A

1/2
28.7.21

Zwei Berichte über den Krieg in Tigray, der sich weiter auf die Nachbarprovinzen ausdehnt. In Addis Abeba werden tausende neue Soldaten rekrutiert und an die Front geschickt. Vor den diversen ethnischen Konflikten sind insgesamt 1,7 Millionen Menschen auf der Flucht. Im ZDF berichtet Sandra Theiß aus einem Flüchtlingslager, mit Aussagen von Leuten über Greueltaten. Keine Angaben darüber, wo das Lager liegt, wer die Opfer, wer die Täter sind.

arj,hj zus.5
29.7.21

Kalkidan Yibeltal berichtet aus Addis Abeba über den erneut eskalierenden Krieg in Tigray. Die Regierung will von ihrem selbst verkündeten Waffenstillstand offenbar nichts mehr wissen und schickt tausende Soldaten nach Tigray. In Addis demonstrieren einige tausend eritreische Flüchtlinge und fordern Sicherheit für Eritreer in Tigray. (Anscheinend heißt das, daß sie den Kampf gegen die TPLF unterstützen.)

B

3

2.8.21

Die TPLF erneuert ihre Ankündigung, die äthiopischen Truppen solange weiter anzugreifen, wie diese ihre Blockade gegen Tigray aufrechterhalten. Auch in Djibuti gibt es Kämpfe zwischen afarischen und somalischen Milizen. Infos von Mary Harper (BBC Africa).

B

5

3.8.21

Im Sudan sind im Fluß Setit, der aus Tigray kommt, die Leichen von mindestens 30 Menschen angespült worden, die meisten erschossen und mit gefesselten Händen. Die Menschen wurden vermutlich bei einem Massaker in der Stadt Humera getötet, die zwischen Amhara und Tigrayern umkämpft ist. Wer für das Massaker verantwortlich ist, ist im Moment unklar. Bei BBC-FoA Infos von Beverly Ochieng (in Nairobi).  ¤

B

4

4.8.21

Äthiopiens Regierung hat drei Hilfsorganisationen (MSF, Norwegian Refugee Council und eine Organisation aus Dubai) die Erlaubnis zur Arbeit in Tigray entzogen und behauptet, die Helfer hätten Falschmeldungen über die Lage in Tigray verbreitet. Bei AJE Infos von Malcolm Webb (Nairobi) und Einschätzungen von Samuel Getachew, bei BBC-FoA Infos von Catherine Byaruhanga (Nairobi). 

Bei AJE berichtet außerdem Hiba Morgan über die Funde von Leichen an einem Fluß im Sudan, offenbar die Opfer von Massakern in Tigray.

A,B

zus.15

           
5.8.21

Die Kämpfer der TPLF haben den christlichen Wallfahrtsort Lalibela (20.000 Einwohner, Weltkulturerbe) im Norden von Amhara erobert. Infos aus Nairobi von Malcolm Webb.

A

3

           
6.8.21

Nachdem die TPLF nun auch in Afar und Amhara vormarschiert, plant Äthiopiens Regierung, die gesamte Armee dorthin zu schicken. Infos zur Kriegslage von Kalkidan Yibeltal (BBC, Addis Abeba) und Larry Madowo (CNN, Nairobi).

A,C zus.7
8.8.21

Diplomatische Spannungen zwischen Äthiopien und Sudan, nachdem Äthiopiens Regierung eine Vermittlung des Nachbarn im Krieg mit Tigray abgelehnt hat. Weiterhin kommen tausende Flüchtlinge aus Äthiopien und Tigray in den Sudan, bisher insgesamt etwa 60.000. Hiba Morgan berichtet aus einem Flüchtlingslager in Kassala. - Bilder aus Addis Abeba, wo Tausende zur Unterstützung der Regierung im Krieg gegen die TPLF demonstrieren.

A

3

           
10.8.21

Premierminister Abiy Ahmed ruft erneut Zivilisten auf, sich am Krieg gegen Tigray (bzw. "gegen die Terroristen der TPLF") zu beteiligen. Infos aus Addis Abeba von Samuel Getachew.

A

1

11.8.21

 

Nach einem Report von Amnesty International haben die äthiopischen und eritreischen Truppen beim Krieg gegen Tigray systematisch Vergewaltigungen als Waffe eingesetzt. Ein Bericht von Hiba Morgan mit Zeugenaussagen von geflüchteten Frauen im Sudan, Erläuterungen von Donatella Rovera (ai).  ¤

Die TPLF und die Oromo Liberation Army (OLA) haben ein Bündnis geschlossen und erklären, die einzige Lösung des Konflikts sei, die Regierung in Addis Abeba abzusetzen. Bei AJE Einschätzungen dazu von Awol Allo (Experte), bei BBC-FoA spricht Catherine Byaruhanga mit dem Sprecher der TPLF, Getachew Reda.

"Inside Story: How far will Ethiopia’s PM go to fight rebels in Tigray?" - Hazem Sika diskutiert mit Donatella Rovera (Amnesty International), Samuel Getachew (Journalist) und Martin Plaut (Experte).  (NNA)*

A,B

 

A

zus.19

 

25

                 
12.8.21

Ein Bericht von Susann von Lojewski (Nairobi) über den Konflikt um Tigray und die Vorwürfe von schwersten Kriegsverbrechen, u.a. Vergewaltigungen als Waffe durch die äthiopischen und eritreischen Soldaten. (Im Video ab 16:15)

hj

4

           
13.8.21

"Inside Story: Is an all-out civil war now likely in Ethiopia?" - Kim Vinnell diskutiert mit William Davison (ICG), Samuel Getachew (äthiopischer Journalist) und Awol Allo (Experte). (NNA)* 

Bei "BBC-HardTalk" spricht Stephen Sackur mit dem Sprecher der TPLF, Getachew Reda (in einem Studio in Mekelle). Er sagt: die TPLF sind keine Rebellen, sondern die legitime Regierung von Tigray. Der von Abiy verkündete Waffenstillstand war ein Witz, nachdem Äthiopiens Armee verloren hat, die Regierung aber keinerlei Zugeständnisse machen will. Die Bedingungen der TPLF für eine Waffenruhe gelten weiter, u.a. das Ende der Blockade von Hilfslieferungen. Solange gibt es auch keinen Grund, die Kämpfer der TPLF aus Amhara und Afar abzuziehen. Berichte, wonach die TPLF Zivilisten bombardiert hat, seien Lügen. Konkret nach einem Massaker der TPLF vor acht Monaten gefragt, weiß er nichts zu sagen. Kindersoldaten gebe es bei der TPLF nicht, Bilder davon seien Fälschungen.  ¤

A

 

B

25

 

25

           
18.8.21

Premierminister Abiy Ahmed ist zu einem Besuch bei Erdogan in Ankara. Erdogan erklärt, er wolle sich für eine Lösung des Konfliktes um Tigray einsetzen. Die Türkei hat in Äthiopien mehrere Milliarden Dollar investiert. Ob es jetzt auch Militärhilfe gibt, wird nicht erwähnt. Bericht aus Ankara von Resul Serdar.

A

3

           
27.8.21

Die UN warnen erneut vor einer humanitären Katastrophe durch die Kämpfe, die sich von Tigray immer weiter auf die Nachbarprovinzen ausdehnen.

B

2

30.8.21

Premierminister Abiy Ahmed trifft sich in Kigali mit mehreren afrikanischen Staatschefs, u.a. Präsident Museveni. Es geht offenbar um den Krieg in Tigray. Die US-Regierung fordert, alle fremden Truppen (also Eritrea) sollten Äthiopien verlassen, die UN fordern Äthiopien auf, Friedensgespräche mit der TPLF zu beginnen. Infos aus Nairobi von Mohammed Adow. - Eine Initiative von Intellektuellen aus ganz Afrika ruft in einem Appell ebenfalls dringend zu Friedensverhandlungen auf. Bei TV5 ein Gespräch darüber mit dem Philosophen Souleymane Bachir Diagne.

A,JA zus.10
           
2.9.21

"The Stream: Ethiopia: Can Abiy and the TPLF make peace?" - Femi Oke spricht mit Meaza Gidey, Zecharias Zelalem und Tewodrose Tirfe. (NNA)*

A

25

           
3.9.21

Meldung: nach Angaben der Armee sind bei Kämpfen in der Nähe des neuen Nilstaudamms etwa 50 Rebellen getötet worden.

A

1/2

5.9.21

Das Fotojournalismus-Festival in Perpignan zeigt eine Ausstellung des argentinischen Fotojournalisten Edouardo Soteras über die Kriegsverbrechen im Krieg in Tigray.

arj

2

7.9.21

In Tigray sind im letzten Monat mindestens 150 Menschen verhungert. Etwa eine halbe Million Menschen hungern, und Äthiopiens Regierung läßt weiterhin keine Hilfslieferungen in das Gebiet hinein. Bei AJE ein Bericht von Mohammed Adow über die humanitäre Katastrophe, bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal, ein Bericht bei arte.  ¤

A,B,arj zus.9
           
8.9.21

In dem Ort Chenna im Norden von Amhara sind mindestens 125 Zivilisten ermordet worden. Die Regierung beschuldigt die TPLF, die das zurückweist. Bei AJE Infos aus Addis Abeba von Samuel Getachew, dazu einige Bilder aus dem Ort. Meldung bei BBC-FoA.  ¤

A,B zus.2
             
9.9.21

Meldung: Äthiopiens Regierung behauptet, die Armee habe die TPLF in Afar besiegt und von dort vertrieben. Die TPLF erklärt, sie habe ihre Truppen lediglich von Afar nach Amhara verlegt.

Bei CNN eine Recherche von Nima Elbagir. Seit Monaten werden am Grenzfluß, der von Tigray nach Sudan fließt, hunderte Leichen gefunden. Männer mit gefesselten Armen und Beinen, durch Schüsse in den Rücken ermordet. Viele zeigen Spuren von Folterungen. Offenbar handelt es sich um Tigrayer aus der Stadt Humera. Laut den Schilderungen von Augenzeugen ist die ganze Stadt ein einziges Gefangenenlager der äthiopischen Armee. Satellitenbilder von dort zeigen mehrere KZ-ähnliche Lager in der Stadt und der Umgebung. Die im Sudan gefundenen Toten sind offenbar nur ein kleiner Teil der Mordopfer. Juristen sprechen von "deutlichen Anzeichen für ethnische Säuberung und Völkermord".  ¤¤

A

 

C

1/2

 

9

           
13.9.21

Eine Untersuchung der UN-Menschenrechtskommission kommt zu dem Ergebnis, daß im Konflikt in Tigray alle Kriegsparteien (also äthiopische Armee, eritreische Armee und die TPLF) schwere Menschenrechtsverletzungen begangen haben. Äthiopiens Regierung wirft der TPLF vor, in den benachbarten Regionen Afar und Amhara Zivilisten zu ermorden oder zu vertreiben.

A,B zus.6
           
17.9.21

Die US-Regierung droht Äthiopien mit Sanktionen, wenn die Regierung nicht bald Friedensgespräche mit der TPLF beginnt und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe nach Tigray gewährt. Bei AJE ein Bericht aus Washington, bei CNN Infos von Nima Elbagir.

A,C

zus.9
           
18.9.21

"Inside Story: Will threat of sanctions end the conflict in Ethiopia’s Tigray?" - Imran Khan spricht mit Zelalem Moges (Völkerrechtsanwalt), William Davison (ICG) und David Shinn (Ex-US-Botschafter).  (NNA)*

A 26
           
23.9.21

400 LKW mit Hilfslieferungen des WFP für Tigray sind anscheinend auf dem Weg dorthin spurlos verschwunden. Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal, 

B

3

28.9.21

Bei den UN wirft Eritrea den USA und der EU vor, Partei für die TPLF zu ergreifen.

E

1

           
29.9.21

Martin Griffiths (UN-Beauftragter für humanitäre Nothilfe) hat kürzlich Tigray besucht und nennt die Hungersnot dort die schlimmste Hungerkrise der Welt. Fünf Millionen Menschen haben nicht genug zu Essen, zigtausende Kinder verhungern, weil Äthiopien nur etwa ein Zehntel der benötigten Hilfslieferungen in die Region durchlässt.  ¤

A

2

           
30.9.21

Äthiopiens Regierung weist sieben UN-Mitarbeiter aus und wirft ihnen "Einmischung in innere Angelegenheiten" vor. Sechs von ihnen waren an der Organisation der humanitären Hilfe für Tigray beteiligt, einer ist Mitarbeiter der Menschenrechtskommission. Bei den UN ist man "schockiert" und äußert die Erwartung, daß die Sieben weiter ihre Arbeit machen können. Bei AJE Infos aus New York von James Bays, bei der BBC ein Bericht von Mark Lobel.

A,B zus.6
           
1.10.21

Die UN akzeptieren die Ausweisung von sieben Mitarbeitern nicht und bestehen darauf, daß diese weiter in Äthiopien arbeiten können. Auch die britische und die US-Regierung verurteilen das Vorgehen von Äthiopiens Regierung in scharfer Form. Infos aus New York von James Bays (AJE) und bei BBC-FoA.

A,B zus.4
4.10.21

Abiy Ahmed ist vor dem Parlament in Addis Abeba zu seiner zweiten Amtszeit als Premierminister vereidigt worden. Anschließend gibt es draußen eine Parade, und tausende Leute feiern den Staatschef. Unterdessen dauern die Bürgerkriege in mehreren Landesteilen an und in Tigray verhungern Zigtausende. Bericht von Catherine Soi.

John Sparks berichtet aus der Provinz Amhara. Tausende Freiwillige ziehen als Soldaten in den Krieg gegen Tigray. Im Dorf Uruga wurden die meisten Häuser und eine Klinik zerstört, laut Aussagen der Bewohner von TPLF-Kämpfern, die das Dorf kurzzeitig besetzt hatten.  ¤

A

Sky

3

5

                 
6.10.21

 

Der UN-Sicherheitsrat berät über die Lage in Äthiopien. Generalsekretär Guterres verlangt erneut ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe nach Tigray, Amhara und Afar. Äthiopiens UN-Botschafter wirft den ausgewiesenen UN-Mitarbeitern vor, sie hätten die Hungertoten nur erfunden. Guterres erwidert, daß Äthiopiens Regierung überhaupt nicht das Recht hat, UN-Mitarbeiter auszuweisen, und sie solle ansonsten Beweise für ihre Behauptungen vorlegen. Bei AJE Infos aus New York von James Bays und später ein Bericht. - Premierminister Abiy Ahmed hat unterdessen seine Regierung umgebildet und auch Vertreter von Oppositionsparteien beteiligt. Dazu bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal.

Bei CNN eine Recherche von Nima Elbagir. Äthiopien hat demnach unter Verletzung diverser Luftverkehrsabkommen zivile Linienflugzeuge für den Transport von Waffen und Munition zwischen Eritrea und Äthiopien benutzt. Die Fluglinie Ethiopian Airlines nennt die mit Fotos, Dokumenten und Zeugenaussagen gut belegten Vorwürfe "substanzlos und unbegründet".

A,B

 

C

zus.10

 

6

           
8.10.21

John Sparks berichtet aus dem Alatti-Tal in Amhara. Dort bekriegen sich die Armee und die Kämpfer der TPLF, zu leiden hat darunter die Landbevölkerung. Eine Dorfmiliz unterstützt die Armee, die Männer erzählen von Kriegsverbrechen der TPLF.  ¤

Sky

4
           
9.10.21

Äthiopiens Armee hat in Amhara eine Offensive gegen die TPLF begonnen, mit Artilleriebeschuß, Drohnenangriffen und Luftangriffen. Infos von Samuel Getachew.

A

2

11.10.21

Die TPLF bestätigt, daß die Armee eine Großoffensive an allen Fronten begonnen hat. Bei AJE Einschätzungen von Samuel Getachew, bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal.

A,B

zus.4
12.10.21

Die Offensive der Armee gegen die TPLF geht weiter. Laut TPLF wurden dabei tausende äthiopische Soldaten getötet, bei geringen Verlusten der TPLF. Bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal.

B

2

13.10.21

Es gibt weiter kaum verlässliche Infos über den Verlauf der Großoffensive der äthiopischen Armee gegen die TPLF. Alyona Synenko (ICRC) hat eher allgemeine Infos zur humanitären Lage. Dazu Bilder einer riesigen Kolonne von Männern, die mit der Armee in den Krieg ziehen, dabei aber offenbar keinerlei Ausrüstung haben. - Außerdem Infos von Malcolm Webb zum Streit zwischen Äthiopiens Regierung und den UN wegen der Ausweisung von angeblich pro-tigrayischen UN-Mitarbeitern.

A 6
16.10.21

Während die Armee ihre Großoffensive gegen die TPLF fortsetzt, sterben immer mehr Menschen in Tigray an Hunger. Die Regierung hat seit Monaten kaum Hilfslieferungen dorthin durchgelassen. Ein Bericht und Gespräch mit Alex de Waal. Er sagt, daß die Armee bei ihrem Vormarsch schwere Verluste erleidet. Die Frage ist, ob es der TPLF gelingt, die Hungerblockade aufzubrechen. Diese Blockade ist eindeutig ein Kriegsverbrechen und kostet Premierminister Abiy Ahmed sein internationales Ansehen.  ¤

A

7

         
18.10.21

Meldungen über Luftangriffe Äthiopiens auf Mekele, die Hauptstadt von Tigray. Bei AJE ein Bericht über die Hungersnot in Tigray und Amhara und über Vorwürfe, daß auch die Kämpfer der TPLF Vergewaltigungen als Waffe einsetzen.

A,C

zus.5
           
19.10.21

Während die Armee Tigray bombardiert, wird auch die Hungerblockade fortgesetzt. In Mekele demonstrieren medizinische Mitarbeiter gegen die Blockade, durch die ihnen Medikamente und Material fehlen. Bei AJE Infos von Samuel Getachew, bei BBC-FoA Infos von Beverly Ochieng (in Nairobi) über die jüngsten äthiopischen Luftangriffe.

A,B zus.6
20.10.21

Die äthiopische Luftwaffe bombardiert erneut Wohngebiete in Mekele. Mindestens zehn Zivilisten wurden dabei getötet. Es gibt ein paar Bilder, aber kaum zuverlässige Infos. Bei AJE und bei BBC-FoA Infos aus Addis Abeba von Samuel Getachew.

Bei Sky News berichtet John Sparks aus dem Kriegsgebiet in der Provinz Afar. Bisher haben die Regierungstruppen offenbar kaum Fortschritte gemacht. Bilder von einem Parkplatz, auf dem einige hundert LKW mit Hilfsgütern für die Menschen in Tigray warten. Nur selten fährt wirklich ein Konvoi los, und diese werden dann oft auf dem Weg von Banditen überfallen und geplündert.  ¤

A,B,C

Sky

zus.5

5

           
21.10.21

Erneut Luftangriffe der äthiopischen Armee auf die Hauptstadt von Tigray, Mekele. Meldung und Bilder bei AJE, bei TV5 Infos aus Addis Abeba von Marika Julien.

A,JA zus.2
22.10.21

Die äthiopische Armee bombardiert weiter Mekelle. Dabei wurde auch ein Flugzeug der UN mit Hilfslieferungen an der Landung gehindert. Die TPLF hat anscheinend militärisch weiter die Oberhand. In Mekelle werden hunderte gefangengenommene äthiopische Soldaten auf LKW durch die Stadt gefahren. Bei AJE ein Kriegsbericht sowie Infos von David del Conte (Refugee International) zur humanitären Notlage in Tigray, bei CNN ebenfalls Bilder aus Mekelle und Infos von William Davison (ICG) zur Kriegslage.  ¤

A,B,C zus.15
           
23.10.21

Ein Bericht bei arte über den Krieg Äthiopiens gegen Tigray und die gezielt herbeigeführte Hungersnot.

arj

2

24.10.21

Weitere Luftangriffe der äthiopischen Armee auf Tigray, jetzt u.a. in Adwa. Infos aus Addis Abeba von Samuel Getachew, Einschätzungen von Matt Bryden (Sahan Research) zu den militärischen Kräfteverhältnissen, und von Goitom Gebreluel (Experte). Bei der BBC Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal.

A,B

zus.17
28.10.21

Bei weiteren äthiopischen Luftangriffen sind in Mekelle mindestens zehn Zivilisten getötet worden. Infos von Samuel Getachew und vom UN-Sprecher Farhan Haq.

A

2

30.10.21

Die TPLF hat nach eigenen Angaben die Stadt Dessie in Amhara eingenommen. Einschätzungen von William Davison (ICG): die Regierung in Addis Abeba wird mit der TPLF verhandeln müssen.

A

2

1.11.21

Die TPLF hat ein weiteres Bündnis mit einer anderen Rebellengruppe geschlossen, der Oromo Liberation Front. Trotz der Offensive der Regierungsarmee sind die Kämpfer der TPLF offenbar auf dem Vormarsch Richtung Addis Abeba. Gespräch mit Getachew Reda (Sprecher der TPLF, telefonisch).

A

8

2.11.21

 

Die Regierung ruft wegen des Vormarsches der TPLF den landesweiten Notstand aus. Premierminister Abiy Ahmed ruft nochmal alle Äthiopier zum Kampf gegen die Rebellen auf. Zugleich bestreitet die Regierung, daß die TPLF die beiden strategisch wichtigen Städte Dessie und Kombolcha in Amhara eingenommen hat. Beide Städte liegen an der Hauptstraße von Tigray nach Addis Abeba.  ¤

Berichte und Infos bei AJE, BBC und CNN. Bei AJE u.a. Infos von Samuel Getachew (in Addis Abeba) und Einschätzungen von Prof. Kjetil Tronvoll (Konfliktforscher) und David Shinn (Ex-US-Botschafter), bei der BBC Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal und aus Nairobi von Beverly Ochieng, bei CNN Infos aus Nairobi von Larry Madowo und Einschätzungen von William Davison (ICG). - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen. 

A,B,C

 

zus.35

 

         
3.11.21

 

Die TPLF rückt weiter auf die Hauptstadt Addis Abeba vor, angeblich sind die Kämpfer bereits in Vororte der Stadt eingedrungen. - Die UN werfen erneut allen Kriegsparteien schwere Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen vor¤ 

Berichte bei den internationalen Sendern und jetzt auch bei den deutschen. Infos aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal (BBC-FoA) und von Samuel Getachew (bei CNN). Bei der ARD Bericht und Infos von Norbert Hahn (in Nairobi). Im heute-journal entschuldigt sich Claus Kleber mal wieder, daß man auch aus Afrika berichtet. Der Bericht von Susann von Lojewski (in Nairobi) ist aber informativ.

"Inside Story: Ethiopia’s escalating conflict and allegations of war crimes" - Adrian Finighan spricht mit Samuel Getachew (unabhängiger Journalist), William Davison (International Crisis Group) und Gebrekirstos Gebreselassie (unabhängiger Ermittler und Aktivist, Herausgeber von tghat.com, einer Webseite über den Tigray-Konflikt).  ¤ (NNA)*

A,B,C

arj,TS,hj,TT

A

zus.19

zus.14

25

                 
4.11.21

 

Die Kämpfer der TPLF und mehrerer verbündeter Rebellengruppen rücken aus mehreren Richtungen weiter auf die Hauptstadt Addis Abeba vor. Premierminister Abiy Ahmed ruft dazu auf, "den Feind unter Blut und Knochen zu beerdigen". US-Sonderbotschafter Jeffrey Feltman ist in Addis Abeba und versucht zu vermitteln. Die USA und Britannien fordern ihre Bürger auf, sofort das Land zu verlassen. Der Zusammenbruch der Regierungsarmee steht offenbar kurz bevor.  ¤

Bei AJE ein redaktioneller Bericht. Bei der BBC ein Bericht aus Addis Abeba von Kalkidan Yibeltal, eine Stellungnahme von Getachew Reda (Sprecher der TPLF) und Einschätzungen von William Davison (ICG). Bei CNN aktuelle Infos, ein Hintergrundbericht, und Einschätzungen nochmal von William Davison sowie von Alex de Waal. - Auf deutsch nur ein Bericht bei Euronews und eine Kurzmeldung nachts im ZDF.

A,B,C

h+,E

zus.30

zus.2

           
5.11.21

Neun Rebellengruppen (darunter die TPLF) haben eine Allianz geschlossen, um die Regierung von Abiy Ahmed abzusetzen, "entweder durch Verhandlungen oder mit Gewalt". Abiy Ahmed ruft erneut die Bevölkerung auf, Milizen zum Kampf gegen die TPLF zu bilden. Der UN-Sicherheitsrat fordert alle Kriegsparteien zu einer sofortigen Waffenruhe auf.   ¤

Redaktionelle Berichte und Infos bei AJE, BBC und CNN. Bei AJE weitere Infos aus Addis Abeba von Samuel Getachew und Einschätzungen von Awol Addo (Experte) und Vicki Huddleston (Ex-US-Botschafterin), beide zur Gefahr eines umfassenden Bürgerkrieges.

A,B,C

arj

zus.31

2

           
6.11.21

Die USA und andere westliche Länder ziehen die meisten Botschaftsmitarbeiter aus Addis Abeba ab. In Addis demonstrieren Tausende für die Regierung von Abiy Ahmed. Zugleich werden alle Veteranen aufgerufen, sich wieder der Armee anzuschließen. Zur aktuellen Kriegslage heute keine Infos, also über den Vormarsch der TPLF auf die Hauptstadt. Infos bei AJE und CNN. 

Außerdem im  "Listening Post" Infos über die Einschränkungen für die Medien im Ausnahmezustand, die Hetze der Regierung gegen die TPLF auf Facebook, die Verhaftungen von kritischen Journalisten. Es wird versucht, die Ausstrahlung ausländischer Sender zu verhindern.

A,C

zus.7
7.11.21

 

In Addis Abeba und anderen Städten demonstrieren Hunderttausende zur Unterstützung von Regierung und Armee beim Krieg gegen die TPLF. Bei der Kundgebung in Addis tritt auch der bekannte Sänger Tariku Gankisi auf, der allerdings zu Verhandlungen statt Krieg aufruft. Vom Ausnahmezustand ist in der Hauptstadt bisher kaum etwas zu bemerken. - Bei AJE berichtet Mohammed Adow aus Addis Abeba. Außerdem ein Gespräch mit Berhane Gebre-Christos, dem Vertreter der TPLF in Washington. Er behauptet, die Demonstranten würden zur Teilnahme gezwungen (was offensichtlich Unsinn ist). Bei der BBC ein Bericht von Will Ross, Infos bei CNN, auf deutsch nur im ZDF eine Kurzmeldung.  ¤

Bei RT (8.11.) spricht Afshin Rattansi ("Going Underground") mit Eritreas UN-Botschafterin Sophia Tesfamariam über den Tigray-Konflikt. Sie sieht in der Unterstützung "westlicher Medien" für die TPLF und der Kritik an Greueltaten von eritreischen und äthiopischen Soldaten eine große Verschwörung zur Beseitigung der Regierungen der beiden Länder.

A,B,C,hj

 

RT

zus.20

 

15

                 
8.11.21

Schwere Gefechte 300 km nördlich von Addis Abeba. CNN meldet, daß in der Hauptstadt zahlreiche Tigrayer verhaftet werden. Nigerias Ex-Präsident Obasanjo versucht im Auftrag der AU, zwischen TPLF und Regierung zu vermitteln. Der UN-Sicherheitsrat berät weiter über die Krise. Rußland steht dort allein auf der Seite der äthiopischen Regierung. - Bei AJE Infos aus Addis Abeba von Mohammed Adow und aus Washington von Mike Hannah. Bei CNN Infos von David McKenzie (Johannesburg). Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews.

A,C,E

zus.13
           
9.11.21

 

 

Keine neuen Meldungen zum Kriegsverlauf. Angeblich setzen die Kämpfer der TPLF ihren Vormarsch auf die Hauptstadt fort. - Der Unterhändler der AU, Obasanjo, ist zu Gesprächen mit der TPLF nach Tigray gereist.  - Die Regierung hat 22 UN-Mitarbeiter verhaften lassen, sechs davon aber wieder freigelassen. - Bei AJE Infos aus Addis Abeba von Mohammed Adow und aus New York von Mike Hanna, und Einschätzungen von Erastus Mwencha (früherer Vertreter der AU). Bei der BBC Infos aus Nairobi von Anne Soy. - Auf deutsch keine Berichte, keine Meldungen.

Bei CNN führt Becky Anderson zwei sehr ausführliche Interviews, erst mit Billene Seyoum, der Pressesprecherin von Premierminister Abiy Ahmed, die vor allem jede Kritik als Propaganda und Hysterie abtut und ausdrücklich CNN gezielte Fehlinformationen vorwirft, ohne das wirklich zu begründen. Dafür lügt sie selbst sich ständig die Fakten zurecht. - Dann mit Getachew Reda, dem Sprecher der TPLF in Mekelle. Er erklärt, die TPLF habe gar nicht vor, Addis Abeba zu erobern. Es gehe nur darum, die Blockade gegen Tigray zu brechen. In einigen Punkten klingt er wesentlich überzeugender als die Regierungspropaganda (die z.B. nach Luftangriffen auf Wohngebiete das beliebte Standardmärchen herausholt, die TPLF hätte dort Militär stationiert und so die Zivilisten als Geiseln benutzt. Leicht durchschaubar.) Dann bestreitet er allerdings pauschal alle Berichte (u.a. von UN-Beobachtern) über Kriegsverbrechen der TPLF. Da wird auch er unglaubwürdig. -  Bei CNN gibt es ein Transkript der beiden Interviews ¤

A,B,C

 

 

zus.50

 

 

           
10.11.21

Nach Angaben des WFP haben die äthiopischen Behörden in Semera (Afar) 72 Lastwagenfahrer verhaftet, die für das Welternährungsprogramm Lebensmittel nach Tigray bringen sollten. Ein Regierungssprecher bestreitet die Vorwürfe. - Bei AJE weitere Infos aus Addis Abeba von Samuel Getachew zu den Massenverhaftungen von Tigrayern. - Amnesty International hat eine Dokumentation veröffentlicht über angebliche Gruppenvergewaltigungen durch Kämpfer der TPLF in Amhara. Infos dazu von Fisseha Tekle (ai) und Einschätzungen von Henok Gabisa (Menschenrechtsaktivist). - Berichte und Infos auch bei BBC und CNN. - Auf deutsch nichts.

A,B,C zus.22
11.11.21

Nochmal Infos zur Verhaftung von UN-Mitarbeitern durch die äthiopischen Behörden. O-Ton-Aussagen über die Verhaftung von Tigrayern in Addis Abeba. Einschätzungen von William Davison (ICG).

B

6

12.11.21

Die US-Regierung hat Sanktionen gegen Eritrea und dessen Armee verhängt, wegen deren Kriegsverbrechen im Krieg gegen Tigray. Zugleich warnt der Oberkommandant der US-Truppen in Afrika, General William Zana, vor einer humanitären Tragödie, falls die Rebellen Addis Abeba erobern sollten (Interview bei BBC-FoA). Er warnt auch vor den Folgen eines möglichen Angriffs des Sudan auf den neuen Nil-Staudamm.

A,B zus.5
13.11.21

Die US-Regierung droht Äthiopiens Regierung mit weiteren Sanktionen. - Mohammed Adow berichtet aus Addis Abeba über eine Welle des Patriotismus, während der Krieg zu einer tiefen Wirtschaftskrise führt.

Im "Listening Post" ein Beitrag über Kriegspropaganda und ethnische Hetze gegen Tigrayer in Äthiopiens "sozialen Medien". Staatliche Stellen hetzen gegen ausländische Medien wie AJE und speziell CNN, denen sie Unterstützung der TPLF vorwerfen. Deutliche Stellungnahmen dazu von Nima Elbagir (CNN).  ¤

A

A

3

10

                 
15.11.21

Kenias Präsident Kenyatta spricht in Addis Abeba mit Premierminister Abiy Ahmed über eine diplomatische Lösung des Konflikts. Der Chef der TPLF, Debretsion Gebremichael, erklärt, das Ziel seiner Truppen sei es, Äthiopiens Regierung "zu zerstören, entweder durch Verhandlungen oder mit Gewalt" (OT). Infos aus Addis Abeba von Mohammed Adow. 

A

2

17.11.21

US-Außenminister Blinken reist zu Gesprächen über den Tigray-Konflikt durch Ostafrika, heute in Nairobi. Allgemeiner Bericht bei AJE, Hintergrundinfos von Beverly Ochieng bei BBC-FoA.

Bei Sky-News berichtet John Sparks aus Addis Abeba über Demonstrationen des "Patriotismus". Zivilisten, die sich angeblich freiwillig zum Kriegseinsatz gemeldet haben, werden öffentlich gefeiert. Sie lernen schon mal marschieren - Waffen gibt es aber keine für sie. Sie gehen dann auf Patrouille, um vermutete TPLF-Leute aufzuspüren, und sperren einfach alle Tigrayer ein, die sie entdecken. Oder alle, die sich kritisch über die Regierung und den Krieg äußern. Innerhalb von zwei Wochen wurden tausende Leute willkürlich verhaftet ¤

A,B

Sky

zus.6

5

           
18.11.21

Meldung: sechs der verhafteten UN-Mitarbeiter sind freigelassen wurden, fünf bleiben in Haft.

A 1/2
19.11.21

"UpFront": Marc Lamont Hill spricht erst mit Selamawit Kassa (Kommunikationsministerin der Regierung in Addis Abeba), dann mit Fesseha Asghedom (Berater der Regionalregierung von Tigray).  (NNA)*  ¤

A

25

                 
       

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