Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.
Grönland (Kaallit Nunaat)
Seit sieben Jahren angekündigt, jetzt endlich umgesetzt: die Sammlung meiner Einträge zu Grönland, größtenteils von den Klimaseiten. In den letzten Wochen gab es wegen Trumps Ambitionen auf die Insel einige interessante Beiträge, die ich aber nicht aufbewahrt habe, weil ich nicht wusste, wo Hindemith. Das Eine oder Andere wird vielleicht noch nachgetragen.
|
(letzter Eintrag 17.1.26) |
| Datum | Beitrag | Sender (Schlüssel) | Länge (Min.) |
| 27.5.08 | Konferenz der Arktis-Anrainerstaaten in Grönland. Man will die Verteilung der Bodenschätze unter dem demnächst verschwundenen Packeis regeln. Es entsteht durchaus der Eindruck, daß das Abschmelzen erwünscht ist, um besser an die letzten Ölreserven zu kommen. Die Profiteure sind die gleichen Staaten, die auch Hauptverursacher des CO2 -Ausstoßes sind. | TS,hj,TT,E | zus.10 |
| 23.8.08 |
Satellitenbilder zeigen einen 11 km langen Riss im Petermann-Gletscher auf
Grönland. (Auf den im Beitrag gezeigten Bildern ist allerdings wenig zu
erkennen, und wie üblich sind manche Aussagen verdreht.) Das Foto des Gletschers auch bei Spiegel-Online. Allerdings vermag ich auch dort den Riss nicht zu erkennen. |
R | 2 |
| 11.11.08 |
Eine Recherche von Gordon Corera aus Grönland. Vor 40 Jahren hat dort ein B-52-Bomber der USA vier Atombomben verloren. Nach jetzt freigegebenen Dokumenten sind damals nicht alle Bomben gefunden worden. Teile einer Bombe (Plutonium) sollen durch das Eis durchgeschmolzen sein und bis heute am Meeresboden liegen. Befragung der Piloten, aktuelle Bilder vom US-Stützpunkt Thule und von den Sucharbeiten damals. |
B | 9 |
| 12.11.08 |
Noch ein Bericht von Gordon Corera über die US-Basis in Thule, Grönland. |
B |
3 |
| 13.11.08 |
Dritter Bericht von Gordon Corera über die US-Basis in Thule, Grönland. Er spricht auch mit Inuit, die 1953 von dem Gebiet vertrieben wurden |
B |
3 |
| 27.12.08 |
Ein Bericht aus Grönland über Veränderungen für die Inuit durch die Erwärmung. (Bericht offenbar aus dem Sommer). |
B |
3 |
| 21.6.09 | Bei einer Zeremonie in Nuuk bekommt Grönland von Dänemark eine weitgehende Selbstverwaltung zugesprochen. | TS,B | zus.4 |
| 27.7.09 |
Bericht von Steven Sackur über Forschungen von Glaziologen auf Grönland zum Rückgang des Inlandeises. |
B |
4 |
| 29.7.09 |
Steven Sackur spricht in Grönland mit Glaziologen und Klimaforschern. (NNA)* |
B |
24 |
| 27.8.09 |
Ein Bericht über das Abschmelzen des Arktiseises. Obwohl Reporter Jan Bulig extra nach Grönland fliegt und dort ein Greenpeace-Forschungsschiff besucht, hat er kaum neue Informationen oder neue Bilder zu bieten. |
R |
3 |
| 28.8.09 |
Andrea Schreiber berichtet von einer Forschungsreise (von Greenpeace u.a.) nach Grönland, bei der u.a. das beschleunigte Abschmelzen der Gletscher untersucht wurde. (Zuvor meint Klaus Kleber, uns nicht weniger als dreimal den Unterschied von Meereis und Gletschereis erklären zu müssen.) |
hj |
5 |
| 28.9.09 |
Nach einer britischen Studie steigt die Erderwärmung schneller an als angenommen. Bis etwa 2070 rechnet sie mit 4 Grad Temperaturanstieg. Tim Friend berichtet von der Expedition eines Greenpeace-Schiffs nach Grönland, die im Atlantik auffallend warme Strömungen Richtung Polargebiet entdeckt hat, die das Abschmelzen der Gletscher auf Grönland beschleunigen. Erläuterungen dazu von Melanie Duchin (Greenpeace). |
A,B |
zus.9 |
| 24.8.10 |
Eine britische Ölfirma will in der Baffin-See vor Grönland nach Erdöl bohren. |
A |
3 |
| 25.8.10 |
Bericht über die Ölbohrungen vor Grönland und beginnende Proteste von Umweltschützern gegen die geplante Ölförderung mitten zwischen Eisbergen. |
TT | 3 |
| 22.9.10 |
Nazanine Moshiri berichtet aus Illulissat in Grönland über ein angeblich beschleunigtes Abschmelzen des dortigen Inlandeises. Die Ozeanographin Fiamma Straneo sagt, der Eisverlust auf Grönland sei von 150 km3 auf ca. 300 km3 pro Jahr angestiegen. |
A |
3 |
|
23.11.10
|
"Kopenhagen und die Folgen" - Doku von Yves Billy über das weltweite Spiel "Klimapolitik". - Interessant, leider NNA)* ¤ Ich bin übrigens inzwischen der Ansicht, daß die Erderwärmung nicht etwas ist, bei dessen Bekämpfung die Staaten versagen, sondern daß die Mächtigen längst beschlossen haben, aus der Erwärmung Profit zu ziehen und diese darum mutwillig zu beschleunigen. Um z.B. an die Rohstoffe in der Arktis heranzukommen, danach an die auf Grönland und langfristig an die in der Antarktis. Daß durch den Meeresspiegelanstieg Milliarden Menschen "verschwinden", ist für die Mächtigen offenbar ebenfalls ein "Vorteil". Ihr einziges Ziel ist das Überleben ihres Verbrechersystems, des Kapitalismus. |
arte
|
53
|
| 29.11.10 |
Frühe Kältewelle in ganz Westeuropa. (Während es auf Grönland wärmer ist als in Spanien.) Ein Beitrag über die geostatische Hebung (Isostasie) Grönlands nach dem Abtauen des Festlandeises. (nano-Artikel übers Abtauen ist interessanter.) |
E nano |
1 4 |
| 30.11.10 |
Die Kälte aus Grönland hält sich weiter in Europa auf. Überflutungen in Marokko. |
E |
2 |
| 21.2.11 |
Rekordeisschmelze in Grönland letztes Jahr. (3sat-Wetter) ¤ |
3sat |
1/2 |
| 15.5.11 |
Susan Watts berichtet (bei Newsnight) über den Ansturm der Arktis-Anrainerstaaten auf die Bodenschätze des arktischen Ozeans (und Grönlands), an die sie durch das Verschwinden des Eises jetzt herankommen können. |
B |
7 |
| 24.7.12 |
Nach Messungen der NASA ist im Juli 97 Prozent des Inlandeises auf Grönland an der Oberfläche geschmolzen. Normal waren es bisher maximal 40 Prozent. ¤ |
B |
2 |
| 27.8.12 |
Meldung: das arktische Meereis hat die geringste jemals beobachtete Ausdehnung. (Das jährliche Minimum kommt erst im September.) Nick Clark berichtet von einer Expedition ins Eis bei Qaanaak im Nordwesten Grönlands. Geologen sprechen von einem stark beschleunigten Abschmelzen der Gletscher dort. |
A |
4 |
| 28.8.12 |
Zweiter Bericht von Nick Clark aus Grönland, jetzt aus Qerqertat im Südwesten. Ureinwohner, die dort noch traditionell Wale und Robben jagen, sprechen von einem deutlich sichtbaren Rückgang des Eises. |
A |
3 |
| 29.8.12 |
Dritter Bericht von Nick Clark. Überfahrt im Segelboot von Grönland nach Kanada, stürmisch aber ohne Eis. |
A |
3 |
| 30.8.12 |
Vierter und letzter Arktisbericht von Nick Clark. In der kanadischen Arktis verschwinden Gletscher und der Meeresspiegel steigt. Dazu ein paar schöne Naturaufnahmen, u.a. von Eisbären. Alles schön, aber nicht sehr erkenntnisfördernd. |
A |
3 |
| 19.9.12 |
Das arktische Meereis hat sein absolutes historisches Minimum erreicht, mit nur noch 3.450.000 km2 Ausdehnung. Und es ist auch so dünn wie nie. Der Beitrag bei nano ist recht informativ. U.a. weist Rüdiger Gerdes (AWI) auf die Gefahr hin, daß vermehrte Schiffahrt auf den freiwerdenden Nordrouten zu vermehrtem Rußausstoß führt, der die Albedo weiter vermindern wird (und zwar auch auf Grönland!). ¤ |
nano,A |
zus.7 |
| 29.11.12 |
David Shukman berichtet über eine neue Studie auf Basis von sehr präzisen Satellitendaten über die Eisbilanzen von Grönland und Antarktika. Das bereits Bekannte wird bestätigt: es gibt Eiszuwächse am stabilen Inlandeis. Aber gerade in den empfindlichen Randgebieten, vor allem auf Grönland, aber auch in der Westantarktis, schmilzt das Eis massiv weg, in der Summe beschleunigt sich der Eisverlust. |
B |
3 |
| 30.8.13 |
Bei Radarmessungen der Eisdecke von Grönland ist im Gebirge unter dem Eis im Norden der Insel die längste Schlucht der Erde entdeckt worden, 750 km lang und bis zu 800 Meter tief. Vermutlich ein 4 Millionen Jahre altes Flußtal (und damit vermutlich Produkt einer früheren Abschmelzung des Inlandeises.) |
A,B |
zus.4 |
| 24.10.13 | Die Regierung von Grönland unterschreibt einen Vertrag über den Bau einer Uranmine. | E |
1 |
| 15.11.13 |
Bericht über eine Forschungsreise des AWI auf Grönland, bei der das Abschmelzen des Eisschildes näher untersucht wurde. |
nano |
5 |
| 21.8.14 |
Neue Auswertungen von Satellitendaten durch das AWI belegen, daß das Abschmelzen des Inlandeises auf Grönland und in der Westantarktis sich stark beschleunigt hat. Nur bei RTL gibt es dazu eine Meldung und einen Bericht von Ulrich Oppold, der auf Grönland versucht, das Abschmelzen der Gletscher zu verdeutlichen. |
R |
3 |
| 8.4.15 |
Meldung: der jährliche Eisverlust auf Grönland hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Leider keine weiteren Angaben dazu, stattdessen ein Film über Glaziologen auf Grönland, die die Struktur der Gletscher mit Hilfe von Sprengungen und seismischen Messungen erkunden. |
nano |
6 |
| 19.3.16 | Paul Rhys berichtet aus Nuuk. Wegen der Perspektivlosigkeit verlassen jedes Jahr 500 junge Leute das Land und gehen nach Dänemark. Grönland hat die weltweit höchste Suizidrate. | A | 3 |
| 24.7.17 |
Der Eisschild auf Grönland schmilzt immer schneller. David Shukman berichtet von einer Expedition mit britischen Glaziologen ins Inlandeis. Überall dunkle Flecken im Eis, Bäche und Flüsse von Schmelzwasser. Durch das Schmelzwasser können Algen wachsen, die das Eis weiter verdunkeln, wodurch das Eis schneller schmilzt. ¤ |
B |
5 |
| 10.8.17 |
A |
1/2 | |
| 3.9.17 |
Eine ganze Ausgabe des "Weltspiegel" (Leitung: Andreas Cichowicz) über Grönland und die Arktis. Berichte über das Abschmelzen der Gletscher, über die strategische Bedeutung und die Suche nach Rohstoffen, über den Nato-Stützpunkt in Thule, über den Alltag der Inuit in Ilulissat, und über Klimaforscher in Alaska, denen Trump die Gelder streichen will. Tolle Sendung, alles spannend und sehenswert! ¤ |
WS |
37 |
| 28.10.17 |
Die "Polarstern" hat bei einer Forschungsreise in der Arktis festgestellt, daß auch im Nordosten Grönlands die Küstenschelfeise durch das wärmere Meerwasser abschmelzen. |
ht |
2 |
| 13.12.17 |
Die Ozean- und Wetterbehörde der USA (NOAA) meldet, daß sich der arktische Ozean in beispielloser Geschwindigkeit erwärmt und teilweise vier Grad wärmer ist als normal. Das Seeeis und die Eiskappe auf Grönland schmelzen immer schneller. |
Sky |
2 |
| 14.12.17 |
David Shukman berichtet von Grönland über Forscher, die das Abschmelzen des Eisschildes untersuchen. Dann ein Gespräch mit Peter Fretwell (Polarwissenschaftler) über den grönländischen Eisschild und das Terrain darunter. Zur Zeit schmelzen dort jährlich 260 km3 Eis ab. (Ich weiß gerade nicht, ob die Zahl noch aktuell ist. Der Filmbericht ist eine Wiederholung vom 24.7.) |
B |
7 |
| 11.5.18 |
In der Arktis und auf Grönland breiten sich immer mehr schwarze Rußablagerungen auf dem Eis aus. Wissenschaftler, u.a. vom AWI, suchen nach den Ursachen: 1. Schadstoffe aus China, USA und Europa (u.a. Dieselautos und Kohlekraftwerke), 2. der Schiffsverkehr im Nordmeer, 3. immer mehr Torfbrände in der Arktis. Der Ruß beschleunigt das Abschmelzen des Eises. ¤ |
ht |
2 |
| 14.7.18 |
An der Westküste Grönlands ist ein riesiger Eisberg gestrandet. Wenn er zerbricht, könnte die Flutwelle den Ort Inaarsuit überschwemmen. Erläuterungen von dem Journalisten Kenneth Elkjær aus Nuuk. |
B |
4 |
| 22.7.18 |
Nick Clark berichtet aus Inaarsuit auf Grönland. Der Ort mußte zeitweise evakuiert werden, weil ein riesiger Eisberg gleich nebenan gestrandet war und drohte, den Ort zu überfluten. |
A |
3 |
| 25.7.18 |
Nick Clark berichtet aus Illulisat (Westküste Grönlands), daß es dort dieses Jahr ungewöhnlich viele Eisberge gibt. Die Gletscher schmelzen etwa doppelt so schnell ab wie vor 100 Jahren. |
A |
3 |
| 22.8.18 |
Laut norwegischen Meteorologen ist zum ersten Mal seit Beginn der Beobachtungen das besonders dicke, mehrjährige Meereis nördlich von Grönland auseinandergebrochen. Es wird mit einem neuen Minus-Rekord bei der Ausdehnung des Meereises gerechnet. |
Sky |
3 |
| 11.9.18 |
Ein Beitrag über Kipp-Effekte (kleine Änderungen bewirken große Änderungen) mit zwei erstaunlichen Beobachtungen: vor der Küste Nordost-Grönlands, wo das Packeis am dicksten sein sollte, gab es diesen Sommer große eisfreie Flächen. Und, ganz nebenbei erwähnt, aber dramatisch: in der Westantarktis ist der Kipp-Punkt bereits erreicht, das Schmelzen des Eisschilds beschleunigt sich und verstärkt sich durch das Erreichen wärmerer Luftschichten, der Eisschild wird instabil. ¤ |
hj |
4 |
|
23.2.19
|
"Russland: Die Arktis erobern" - Reportage von Yuri Kozyrev und Kadir von Louhizen über Rußlands Eroberung der Arktis. Mit dem Neubau von Häfen und einer Flotte von Eisbrechern bereitet man sich auf die Ausbeutung der Bodenschätze entlang der neuen Schiffahrtsrouten vor. (Und treibt damit zugleich die Beseitigung des Packeises und die offenbar herbeigesehnte Erwärmung zusätzlich an.) ¤ Text von arte: "Die wohl letzten bislang unberührten Öl- und Gasfelder der Welt unter dem ewigen Eis der Arktis werden aufgrund des Klimawandels jedes Jahr zugänglicher: Die großen Ölgesellschaften lauern schon und auch die Anrainerstaaten der Arktis, Grönland, die USA und Norwegen. Wer hat die beste politische Strategie, die neue Grenze unterm schmelzenden Eis noch ein gutes Stück raus zu schieben? Die Russen jedenfalls schreiten mit Hilfe der Armee unverfroren stramm voran, um die Bodenschätze für sich zu erobern. Sie bauen schon einmal Tiefwasser-Häfen und entwickeln komplexe Strukturen für den künftigen Transport von Öl und Gas per Pipeline. Die indigene Urbevölkerung in der Arktis aber sieht sich mit harter Hand beiseitegeschoben von den Vertretern „höherwertiger“ geopolitischer und nationaler Interessen. Ihre Lebensbedingungen verändern sich rapide zum Schlechten in den Zeiten des Aufmarschs in der Arktis." |
arep
|
25
|
| 7.3.19 |
Früher ist auf Grönland ein Teil des Eisschildes im Sommer abgeschmolzen und im Winter durch Schneefall wiederaufgebaut worden. Jetzt gibt es im Winter immer öfter Regen, der das Eis weiter aufweicht. Bericht von David Shukman. |
B |
2 |
| 15.6.19 |
Auf Grönland ist ungewöhnlich früh eine ungewöhnlich große Fläche (40 %) von der Eisschmelze an der Oberfläche des Eisschildes betroffen. Bei CNN Karten und Diagramme dazu. Diese werden allerdings so präsentiert, daß kein Mensch verstehen kann, was gemeint ist. Es wird stattdessen sensationistisch so getan, als seien gestern an einem Tag 40 Prozent der Eismasse abgetaut. Und die Wettertante erzählt jede Stunde aufs Neue, es seien an einem Tag 2 Millionen Tonnen Eis geschmolzen, und vergleicht das auch noch mit der Höhe (!) des Washington Monument. Der Moderator hatte Recht: es waren 2 Milliarden Tonnen Eis, also zwei Kubikkilometer. |
C |
3 |
| 22.6.19 |
Ein Bericht über Steffen Olsen und sein Foto, das er letzte Woche auf einem Fjord im Nordwesten Grönlands gemacht hat. Schlittenhunde rennen über das Meereis, das an der Oberfläche aufgetaut ist. Der Bericht erwähnt die sehr ungewöhnliche Hitze dort, und daß Grönland innerhalb der nächsten 1000 Jahre komplett abtauen könnte. Noch in diesem Jahrhundert könne der Meeresspiegel bis zu einen Meter steigen. (Das ist eine sehr optimistische Prognose. Über die Studie, die von ca. 2 Meter bis 2100 spricht, wurde im deutschen TV nicht berichtet, siehe 21.5.19) |
TT | 3 |
| 26.7.19 |
"Die Arktis brennt." Durch Trockenheit und Hitze brennen in Sibirien, Alaska, Kanada und auf Grönland mehr Wald- und Buschfeuer als jemals zuvor. Unmengen CO2 werden freigesetzt, der Ruß legt sich auf den Eisflächen ab und verstärkt das Abschmelzen. ¤ |
B,C,E | zus.5 |
| 26.7.19 |
Der grönländische Eisschild schmilzt immer schneller ab, diesen Monat bereits 160 km3, das ist etwa so viel wie früher in einem Jahr. Erläuterungen von Ruth Mottram (Danish Meteorological Institute). Sie meint, man könne den Prozeß noch stoppen, obwohl sie sagt, daß man es erst hinterher weiß, wenn einer der Kippunkte überschritten worden ist. - Ebenfalls Einschätzungen von Hannah Cloke (Klimaforscherin). - Der Klimatologe Karsten Haustein (Oxford) über "Wetter auf Drogen". |
A,E | zus.11 |
| 2.8.19 |
Bei CNN berichtet unter der Themenüberschrift "Climate Crisis" Fred Pleitgen aus Yakutsk, über die gigantischen Waldbrände in Sibirien und ihre Folgen und das Auftauen des Permafrosts. Überall entstehen dadurch riesige Löcher in der Erde. - Außerdem eine Meldung: am Donnerstag sind auf Grönland an einem einzigen Tag 11 km3 Eis abgeschmolzen und ins Meer geflossen (also etwa ein Zehntel dessen, was früher in einem Jahr abgeschmolzen ist.) ¤ |
C |
4 |
| 3.8.19 |
Die Wald- und Buschbrände in Sibirien, Alaska, Kanada und auf Grönland sind größtenteils weiter außer Kontrolle. Laut RT (der Sender berichtet erstmals darüber) wurden in Sibirien bisher 5 km2 (von 30.000) gelöscht, vor allem mit Armeeflugzeugen. |
Sky,RT |
zus.6 |
| 3.8.19 |
Noch ein Bericht über die beispiellose Eisschmelze auf Grönland. |
E |
2 |
| 16.8.19 | Donald Trump hat "angeboten", die USA könnten das Gebiet Grönlands kaufen. Solche Pläne hat es früher schon gegeben, 1867 und 1946, wurden aber von Dänemark abgelehnt. So auch diesmal, schnell und klar. Die autonome Regierung von Grönland erklärt ebenfalls, daß das Land nicht zu verkaufen ist. - Ausführlich berichtet nur CNN darüber. Fred Pleitgen berichtet aus dem Ort Kulusuk über Reaktionen von Einheimischen. Hintergrundinfos von John Kerby und dem Historiker Tim Naftali. Außerdem ein Bericht bei Euronews. - (Grönland bekommt demnächst hier eine eigene Kategorie.) | C,E | zus.12 |
| 17.8.19 | Noch ein Bericht über Trumps zynische Schnapsidee, Grönland zu kaufen. Er leugnet die Erderwärmung, will aber gleichzeitig Profit schlagen aus der Ausbeutung der enormen Bodenschätze, die beim Abtauen des Eises zugänglich werden. |
arj |
2 |
| 19.8.19 | Donald Trump hat bestätigt, daß er ernsthaft überlegt, Grönland zu kaufen. Nächsten Monat will er dazu nach Dänemark reisen. Die dänische Regierungschefin weist das Anliegen als "absurd" zurück. |
C,Sky,E |
zus.5 |
| 20.8.19 | Nachdem Dänemarks Regierungschefin Trumps Wunsch, Grönland zu kaufen, als "absurd" zurückgewiesen hat, sagt er seinen geplanten Besuch in Dänemark ab. |
B,C |
zus.7 |
| 21.8.19 | Donald gibt eine improvisierte Pressekonferenz im Garten. Er beleidigt die dänische Regierungschefin als "nasty" (schmutzig, garstig, ein Ausdruck, den Donald ausschließlich gegen Frauen benutzt), weil sie seinen Wunsch, Grönland zu kaufen, als "absurd" bezeichnet hat. ¤ | C | 2 |
| 23.8.19 | Noch ein Bericht über Reaktionen von Grönländern auf Trumps Vorhaben, ihre Insel zu kaufen. | n-AR | 3 |
| 3.9.19 |
David Shukman berichtet von einem schmelzenden Gletscher in Grönland. In 15 Jahren hat er 100 Meter an Dicke verloren, das Eis an der Oberfläche ist schmutzig graubraun statt weiß. |
B |
3 |
| 5.9.19 |
Noch ein Bericht von David Shukman von Grönland, über das Abschmelzen des Eisschildes. Im Süden der Insel hat man begonnen, Bäume zu pflanzen. |
B |
3 |
| 7.9.19 |
Satellitenaufnahmen der NASA zeigen, daß auf Grönland auf 90 Prozent der Eisoberfläche das Eis geschmolzen ist, soviel wie nie zuvor. Beim Deppensender "Welt" gibt es eine Meldung dazu, aber man zeigt weder die Bilder noch hat man die Meldung verstanden. Stattdessen heißt es dort: "90 Prozent des Eisschildes schmelzen." |
W |
1/2 |
| 8.9.19 |
Bei "Welt" noch ein etwas ausführlicherer Bericht über die Eisschmelze auf Grönland. Bei dem Deppensender haben sie allerdings immer noch nicht verstanden, worum es da geht: das Inlandeis taut an der Oberfläche auf. Nein, es taut nicht komplett ab, das dauert etwas länger. Erneut zeigen sie nicht die Bilder der NASA, über die sie berichten, sondern irgendwelche Animationen, die damit nichts zu tun haben, und verwechseln gleich mehrmals das Abschmelzen der Gletscher mit dem Verschwinden des Meereises. Nebenbei verlegen sie Grönland noch an den Nordpol. |
W |
2 |
| 18.9.19 |
Johannes Hano berichtet aus Ittoqqortoormilt (im Osten der Insel) über die Veränderungen auf Grönland. (Leider NNA)* ¤ |
auslandsjnl |
7 |
| 10.12.19 |
Nach neuen Satellitendaten hat sich der Eisverlust auf Grönland weiter beschleunigt, auf nun 267 Milliarden Tonnen (entsprechend 267 km3) pro Jahr. (Die Zahl stammt von CNN. Im Bericht der ESA stehen andere Werte.) In den 1990er-Jahren waren es noch 33 Milliarden Tonnen pro Jahr. Das arktische Meereis hatte 2019 die bisher zweitgeringste Ausdehnung. |
B,C,Sky |
zus.9 |
| 3.2.20 |
Forscher des AWI haben nach Auswertung von Daten mehrerer Expeditionen festgestellt, daß die Gletscherzungen auf Grönland im wärmeren Ozeanwasser stärker als bisher vermutet auch von unten abschmelzen. Dadurch fließen die Gletscher selber auch schneller ins Meer. (Der gleiche Beitrag kam auch in den Tagesthemen.) |
b&b |
3 |
| 4.2.20 |
Bei den "Weltbildern" berichtet Christian Stichler aus Nuuk über die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels auf Grönland. Immer mehr Touristen kommen, um nochmal die schmelzenden Gletscher zu sehen. Man baut neue Hotels und einen Flughafen, in einer Halle wird unter Kunstlicht Gemüse angebaut. Chinesische und US-Konzerne rücken an, um die Bodenschätze unter dem Eis zu erkunden. |
NDR |
6 |
| 20.8.20 |
Neue Erkenntnisse über das Abschmelzen des grönländischen Eisschildes, das sich immer mehr beschleunigt. Weder die Meldung bei AJE noch der kurze Bericht bei der BBC bringen den wesentlichen Punkt auf den Punkt: die Forscher vermuten, daß auf Grönland inzwischen der Kippunkt überschritten wurde, das heißt: der Schmelzprozeß verstärkt sich selbst und würde auch nicht mehr aufhören, wenn die Temperaturen nicht weiter steigen würden. |
A,B |
zus.2 |
|
20.8.20
|
Nach Aussage von Miles Taylor (Ex-Mitarbeiter von Trump) hat Donald mal in einer Kabinettssitzung gefragt, ob man nicht Puerto Rico gegen Grönland eintauschen könne. Und er habe das durchaus ernst gemeint. Stellungnahme dazu von Pedro Pierluisi (kandidiert als Gouverneur von Puerto Rico). |
C | 2 |
| 21.8.20 |
Nach Messungen des AWI sind letztes Jahr auf Grönland 532 km3 Eis verloren gegangen, soviel wie nie vorher. (Bis in die 90er-Jahre war der Wert recht stabil bei 150 km3, was damals noch durch den Zuwachs des Eises in der Antarktis ausgeglichen wurde. Seitdem steigt der Eisverlust immer schneller an.) Erläuterungen bei AJE und bei Euronews von Ingo Sasgen (AWI Bremerhaven). Leider wird nicht weiter auf die Frage eingegangen, ob der Kippunkt überschritten wurde. (Bei Euronews wird das zwar kurz erwähnt, aber falsch erklärt.) |
A,E |
zus.7 |
| 20.9.20 |
Fareed Zakaria ("GPS") spricht mit dem Journalisten Abrahm Lustgarten, der sich intensiv damit beschäftigt hat, wie die bevorstehende Klimakatastrophe die Wohngebiete der Menschen verändert und zu beispiellosen Wanderungsbewegungen führen wird. Ein Drittel der Menschheit wohnt in Gebieten, die bald nicht mehr bewohnbar sein werden. Er untersucht, wo die Menschen hingehen werden, einmal weltweit und dann innerhalb Nordamerikas. Bisher sind US-Bürger meist an die Küsten umgezogen oder in sonnige Gegenden wie Arizona, wo nun das Wasser knapp wird. Etwa die Hälfte der US-Bürger muß nun genau den entgegengesetzten Weg nehmen. (Daß Trump gerne Grönland den USA zuschlagen möchte, hat zwar einen anderen Grund - Bodenschätze - macht aber in diesem Zusammenhang Sinn. Die Insel wird zum Ende des Jahrhunderts einer der wenigen Orte sein, der noch Millionen von Menschen aufnehmen und ernähren kann.) |
C
|
7
|
| 10.10.20 |
"Mit offenen Karten: Grönland - Begehrlichkeiten im Ewigen Eis" - Geografie, Bewohner, Besiedlungsgeschichte, Autonomie, Wirtschaft, US-Militärbasis Thule, der Arktische Rat, Bodenschätze, Eisschmelze, chinesische Interessen, Ressource Süßwasser, Folgen der Eisschmelze. - Nichts über das Terrain unter dem Eis und das Aussehen Grönlands ohne Eispanzer. (In 200 Jahren wird Grönland einer der wenigen noch bewohnbaren Plätze auf der Erde sein.) |
arte |
12 |
| 5.4.21 |
Vor der Parlamentswahl in Grönland (autonomes dänisches Gebiet). Hauptthema im Wahlkampf war der Rohstoffabbau, u.a. ein geplantes Uranbergwerk in Kvanefjeld im Süden des Landes. Die sozialistische Partei Inuit Ataqatigiit lehnt das Projekt ab. |
E | 2 |
| 6.4.21 |
Noch zwei Berichte über die Wahlen in Grönland und den Streit um den Abbau von Uran und anderen Rohstoffen. |
B,arj | zus.5 |
| 7.4.21 | Die linke Partei Inuit Ataqatigiit hat die Parlamentswahl deutlich gewonnen und wird mit 37 Prozent stärkste Partei. Die Partei hat sich gegen den Abbau von Uran und "Seltenen Erden" im Süden der Insel ausgesprochen. Erläuterungen von Marc Jacobsen (Arktisexperte). | A | 5 |
| 8.4.21 | Nach dem Wahlsieg der sozialistischen Partei Inuit Ataqatigiit soll deren Vorsitzender Mute Bourup Egede neuer Regierungschef werden. | E | 1 |
| 29.7.21 |
Auf Grönland gibt es zum dritten Mal innerhalb von 10 Jahren eine extreme Eisschmelze. Im Westen der Insel sind in einer Woche etwa 18 km3 Eis abgeschmolzen, etwa doppelt so viel wie es früher im Sommer normal war. (Ich bin mir nicht sicher, ob die Zahlenangabe korrekt ist. Es könnte auch die tägliche Abschmelzrate gemeint sein, das käme dann eher hin.) |
C,Sky |
zus.6 |
| 19.8.21 |
Am höchsten Punkt auf Grönlands Eisschild (in 3200 m Höhe) hat es zum ersten Mal ergiebig geregnet. Es ist überhaupt erst das dritte Mal, daß es dort Temperaturen über 0° gibt. Die Eisschmelze auf Grönland beschleunigt sich. Infos vom Wettermann bei CNN, mit einer Fülle von Zahlen und Daten, die sich kaum einordnen und vergleichen lassen, zusätzlich erschwert durch amerikanische Zählweise. |
C |
3 |
| 21.8.21 |
Auch bei AJE Infos dazu, daß es auf Grönlands Eismitte erstmals geregnet hat. Gespräch mit dem Geowissenschaftler Owen Gaffney (Stockholm Resilience Centre) über die Frage, ob hier bereits der Kipp-Punkt überschritten worden ist. Man kann es nicht mit Sicherheit sagen (das kann man wohl erst hinterher), aber auf Grönland, in der Westantarktis und im Amazonas-Regenwald spielen sich nie-dagewesene Änderungen ab, es kann tatsächlich sein, daß wir dort viel eher als erwartet bereits die Kipp-Punkte erreicht haben. |
A |
6 |
|
14.10.21
|
Auf Grönland gibt es Berge mit sehr reinen Vorkommen von Anorthosit. Aus dem Mineral können mit relativ geringem Aufwand Aluminium und Fiberglas gewonnen werden. Beides wird u.a. beim Ausbau der Windenergie benötigt. Der Bericht von Hendrik Backhus macht deshalb Werbung dafür, den "besonders klimafreundlichen Rohstoff" dort abzubauen. Zunächst gibt es aber noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung. - Im Vergleich zum ökologischen Massaker des Bauxitabbaus z.B. in Guinea mag das Projekt auf Grönland tatsächlich weniger Schaden anrichten. Aber: warum wird Aluminium nicht endlich recycelt? Das Metall wird massenhaft für völlig sinnlose Verpackungen verwendet, die dann direkt oder auf Umwegen (Müllverbrennung) in der Umwelt landen. Aluminium ist hochgiftig und wahrscheinlich eine Ursache der Alzheimer-Epidemie. Das Recycling wäre denkbar einfach, wenn man einfach nur Alu getrennt einsammeln würde. (Was Umweltschützer schon seit 30 Jahren fordern.) Bisher ist aber Alu aus afrikanischem Bauxit "billiger". Durch die Förderung auf Grönland würde sich daran nichts ändern. |
nam
|
2
|
| 15.10.21 |
"Re: Grönlands neue Rohstoffe - Eine Chance für den Aufschwung?" - Reportage von Michael Fräntzel. Im Süden Grönlands gibt das schmelzende Eis Gestein mit diversen wertvollen Erzlagerstätten frei, von Eisen, Kupfer und Gold über seltene Erden bis Uran. Der Bergbau stößt wegen der Umweltauswirkungen aber auf Widerstand der Bewohner. |
arte |
32 |
| 17.10.21 |
"Planet SOS : Greenland - The Melting of the frozen North" - Nick Clark berichtet von Grönland über die Folgen der Eisschmelze, über den beginnenden Run auf Rohstoffvorkommen, über Landwirtschaft im Süden der Insel, und über die Sorgen mit den Hinterlassenschaften der USA auf deren früheren Militärbasen, von verrosteten Fässern mit Treibstoff bis Atommüll. ¤ |
A |
26 |
| 29.10.21 |
Christian Blenker berichtet von Grönland über das Abschmelzen der Gletscher und ein Verbot von Ölbohrungen durch die Regierung. |
TT |
4 |
| 30.11.21 |
In diesem Sommer hat es erstmals auf Grönlands Eismitte geregnet. Wegen der Erwärmung des arktischen Ozeans und dem Abschmelzen des Meereises wird das in Zukunft öfter vorkommen, und in einigen Jahren wird es auf Grönland mehr Regen geben als Schnee, wodurch das Abschmelzen des Inlandeises weiter beschleunigt wird. Erläuterungen von Wettermann Pedram Javaheri. |
C |
3 |
| 5.12.21 |
"Grönland – Wie die USA und andere Weltmächte um Einfluss buhlen" - Beitrag von Christian Blenker über den Rohstoffboom auf Grönland. Die Großmächte wollen an die Bodenschätze, und einige Bewohner träumen von "Arbeitsplätzen", aber die meisten lehnen die Ausbeutung und Zerstörung ihres Landes ab, und die neue Regierung hat die Pläne erstmal gestoppt. |
WS |
6 |
| 1.8.22 |
Immer mehr Touristen kommen nach Grönland um noch mal die abschmelzenden Gletscher zu sehen. Auf der Insel sind darum zwei neue Flughäfen gebaut worden. |
E |
2 |
| 29.8.22 |
AJE und CNN berichten über eine Studie zum Abschmelzen des Grönländischen Eisschilds. In den nächsten 30 Jahren werden mindestens drei Prozent des Eises abschmelzen und den Meeresspiegel um 27 cm anheben. Das ist allerdings die optimistische Prognose. Die wahrscheinlichere (78 cm) wird in den TV-Meldungen nicht erwähnt. |
A,C |
zus.2 |
| 30.8.22 |
Auch bei AJE Infos zu der Studie, laut der allein das Abschmelzen des Grönland-Eisschilds den Meeresspiegel um mindestens 27 cm anheben wird, wahrscheinlich aber mehr, bis zu 78 cm. (Es ist nicht ganz klar, von welchem Zeitraum hier die Rede ist, entweder bis 2100 oder in den nächsten 30 Jahren. Jedenfalls geht das Abschmelzen etwa doppelt so schnell wie bisher berechnet.) Erläuterungen von Prof. David Holland (Ozeanograph). - Bei deutschen Sendern kein Wort darüber! ¤ |
A | 5 |
| 31.8.22 |
"Inside Story: How can inevitable sea level rises be dealt with?" - Über diese Studie und über Folgerungen aus den neuen Erkenntnissen zum Meeresspiegelanstieg durch das Abschmelzen des Grönländischen Eisschilds. Nick Clark spricht mit Prof. Yarrow Axford (Geo- und Klimawissenschaftlerin, Grönland-Expertin), Zita Sebesvari (UN-Institut für Umweltsicherheit) und Sharon George (Nachhaltigkeits-Expertin). ¤ |
A | 24 |
| 18.10.22 |
Bei Euronews ("Climate Now") die Karte der globalen Temperaturabweichung im September und Infos zum enorm warmen Wetter auf Grönland. Dort hat es fast den ganzen Monat getaut, mit Temperaturen bis 10 Grad, außerdem gab es starke Niederschläge, die nun als Regen statt als Schnee fielen. - Warum hört man darüber praktisch nichts in den Medien? Es deutet alles darauf hin, daß auf Grönland ebenso wie am Amazonas der Kippunkt bereits überschritten ist. ¤ |
E | 1 |
| 18.1.23 |
Nach der Auswertung von Eisbohrkernen haben Wissenschaftler festgestellt, daß die aktuellen Temperaturen auf Grönland höher sind als jemals in den letzten 1000 Jahren. Bei CNN ein kurzer Bericht, Erläuterungen von Bill Weir und ein Gespräch mit dem Klimawissenschaftler John Abraham, auch über ein neues Zitat von Guterres in Davos (OT): "Die Verpflichtung, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen, löst sich in Rauch auf. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Produzenten von fossilen Brennstoffen steigern die Förderung immer noch, obwohl sie wissen, daß dieses Geschäftsmodell nicht mit dem Überleben der Menschheit zu vereinbaren ist." ¤ Die Studie über die grönländischen Eisbohrkerne wurde übrigens maßgeblich vom AWI in Bremerhaven erstellt. Ich warte gespannt, ob noch irgendein deutscher Sender darüber berichtet. |
C |
9 |
| 5.8.23 |
Bisher hat man angenommen, der Eisschild auf Grönland sei seit etwa 2,5 Millionen Jahren stabil. Neue Untersuchungen an Eisbohrkernen zeigen aber, daß in der vorvorvorletzten Zwischeneiszeit (Mindel-Riss I) vor ca. 400.000 Jahren große Teile des Eisschildes abgeschmolzen sind. Offenbar hat dafür bereits eine geringe Temperaturerhöhung ausgereicht. Erläuterungen von Prof. Paul Bierman (Geochemiker und Mitautor der Studie). Er befürchtet, daß das Eis auf Grönland "im schlimmsten Fall" bis 2150 komplett abschmelzen könnte, was den Meeresspiegel um 7 Meter anheben würde. - Wie erwähnt sind bisher immer die "schlimmsten Fälle" noch übertroffen worden. ¤ |
C
|
5
|
|
30.9.23
|
"Grönland: Landwirtschaft oder Bergbau?" - Reportage von Marion Touboul aus dem Süden Grönlands, wo der Ansturm der Bergbaukonzerne auf die durch das Verschwinden des Eises erreichbar gewordenen Bodenschätze längst begonnen hat. Text von arte:
"Wird Grönland ein neues Bergbau-Eldorado? Die 57.000 Einwohner der größten
Insel der Welt sind sich nicht einig: Während einige darin eine willkommene
Möglichkeit sehen, um sich endlich von Dänemark zu emanzipieren, befürchten
andere die Zerstörung einer seltenen und noch unberührten natürlichen Umgebung.
Im Dorf Narsaq sollte eine der größten Uranminen der Welt entstehen, doch die
Umweltschützer im grönländischen Parlament setzten durch, dass das Projekt auf
Eis gelegt wurde. |
arep
|
25
|
| 17.1.24 |
CNN meldet, daß nach Messungen der NASA Grönlands Eisschild von 1985 bis 2020 insgesamt 1100 km3 Eis verloren hat, 21 % mehr als bislang berechnet. Erläuterungen von Richard Steiner (Meeresbiologe). Leider sagt er nichts zum zeitlichen Verlauf der Eisschmelze. (Vermutlich ist die Zunahme in den letzten fünf Jahren erfolgt. Die genannte Zahl ist offenbar nicht die Gesamtmenge, sondern die Menge, die nach den neuen Berechnungen noch dazugekommen ist. Zuletzt sind ca. 200 km3 Eis pro Jahr verlorengegangen. Solche Fehler passieren, wenn man statt der handlichen km3 als Einheit Milliarden Tonnen wählt und dann noch die amerikanischen Zehnerpotenzen benutzt.) |
C |
6 |
| 20.1.24 |
Weitere Infos über die Studie der NASA über das beschleunigte Abschmelzen des grönländischen Eisschilds. Chad Greene (Glaziologe bei der NASA) erklärt kurz, wie die Daten darüber zustandekommen. Zum Glück diesmal keine krummen Größenvergleiche. Fast alle Gletscher auf Grönland verlieren Eis, und bei fast allen hat der Prozess sich beschleunigt. |
C |
3 |
| 22.3.24 |
Der Gletscher "79 Grad Nord" auf Grönland hat sich laut Untersuchungen des AWI in wenigen Jahren dramatisch verkleinert. Vom Meer her schmilzt die Gletscherzunge durch das viel zu warme Meerwasser verstärkt ab, an der Oberseite bilden sich bei hohen Lufttemperaturen Schmelzwasserseen. ¤ |
TS | 1 |
| 20.5.25 |
Ein internationales Forscherteam hat festgestellt, daß die Eisschilde auf Grönland und in der Westantarktis auf dem Weg zu einem katastrophalen und nicht mehr aufhaltbaren Abschmelzen ("runaway melting") sind. Bereits die jetzige Erderwärmung um 1,5 Grad reicht aus, um einen katastrophalen Anstieg des Meeresspiegels auszulösen. Bis zum Jahr 2100 könnte der Meeresspiegel um einen Meter oder mehr ansteigen. Erläuterungen von dem Glaziologen Prof. Jonathan Bamber, einem der Autoren der Studie, und vom Journalisten Alexander Kaufman. ¤ |
C |
zus.11 |
| 6.9.24 | Walfang : Paul Watson sitzt seit einigen Wochen in Grönland im Gefängnis. Dänemark will ihn möglicherweise an Japan ausliefern, wo man ihm vorwirft, eines der illegalen Walfangschiffe beschädigt zu haben. In Brüssel demonstrieren Menschenrechtler und Meeresschützerinnen vor der dänischen Botschaft und fordern Watsons Freilassung. | E |
1 |
| 17.12.24 | Dänemark hat Kapitän Paul Watson (Sea Shepherd) freigelassen. Er saß seit Juli auf Grönland wegen eines japanischen Haftbefehls im Gefängnis. Japan wirft ihm vor, im Jahr 2010 ein illegales Walfangschiff in der Antarktis beschädigt zu haben. Dänemark hat seine Auslieferung nun verweigert. | A,arj |
zus.1 |
| 20.5.25 |
Ein internationales Forscherteam hat festgestellt, daß die Eisschilde auf Grönland und in der Westantarktis auf dem Weg zu einem katastrophalen und nicht mehr aufhaltbaren Abschmelzen ("runaway melting") sind. Bereits die jetzige Erderwärmung um 1,5 Grad reicht aus, um einen katastrophalen Anstieg des Meeresspiegels auszulösen. Bis zum Jahr 2100 könnte der Meeresspiegel um einen Meter oder mehr ansteigen. Erläuterungen von dem Glaziologen Prof. Jonathan Bamber, einem der Autoren der Studie, und vom Journalisten Alexander Kaufman. ¤ |
C |
zus.11 |
| 4.1.26 | Bei allen Sendern sind die Folgen der Entführung von Präsident Maduro weiter Hauptthema. Viel Spekulationen darüber, was Trump wohl damit meint, wenn er erklärt, die USA würden das Land jetzt regieren. Trump droht unterdessen mit weiteren Umstürzen, explizit in Kolumbien und Kuba, indirekt in Mexiko, und er will Grönland besetzen. ¤ | ||
| Nachträge zu Trumps Ansprüchen auf Grönland und den europäischen Reaktionen. (unvollständig) | |||
| 7.1.26 | hj | 7 | |
| 10.1.26 | hj | 5 | |
| 11.1.26 | C | 6 | |
| 12.1.26 | C | 2 | |
| 13.1.26 | arj,TS,TT | zus.11 | |
| 13.1.26 | Bei "Amanpour" spricht Walter Isaacson mit Kenneth Rosen (Autor von "Polar War") über die Auswirkungen der Erderwärmung auf globalstrategische Interessen in der Arktis und notwendige neue internationale Vereinbarungen. | C | 15 |
| 14.1.26 | A,C,R,hj | zus.24 | |
| 15.1.26 | A,R,arj,TS,hj | zus.16 | |
| 16.1.26 | Donald droht allen Ländern, die sich seinen Grönlandplänen in den Weg stellen, mit Strafzöllen. Unterdessen besuchen Vertreter beider US-Parteien Dänemark, um das "Vertrauen wiederherzustellen". - Je 15 Soldaten aus Frankreich, Deutschland, Norwegen und Schweden sind zu ihrer "Erkundungsmission" in Nuuk eingetroffen. Aus Nuuk berichten Rory Challands (AJE) und Nic Robertson (CNN). - Im ntv-Auslandsreport berichtet Stephan Richter aus Nuuk über Reaktionen von Einheimischen. | A,C,R,hj, n-AR |
zus.18 |
| 17.1.26 | In Kopenhagen demonstrieren einige zigtausend Leute gegen Trumps Drohungen gegen Grönland. Auch in Nuuk demonstrieren mehr als 1000 Leute unter dem Motto "Hände weg von Grönland", vermutlich die größte Demo in der Geschichte des Landes. Rory Challands und Nic Robertson berichten aus Nuuk. ¤ | A,C,arj,hj,TT | zus.17 |
| 17.1.26 | Beim "Listening Post" ein Musikvideo von Demonflyingfox, in dem Eisbären, Robben und Pinguine (!) sich der "Greenland Defense Front" zum Kampf gegen die kolonialen Plünderer anschließen. Witzig, schön, bewegend. ¤ | A | 2 |