Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

China und Tibet        (letzter Eintrag 19.12.16)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
16.11.07

China : "Moving China" - Wie Wanderarbeiter in Shanghais Slums leben / Folgen der Landflucht.  (People & Power)

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5.1.08

Nepal / Tibet : 101 east : Zwei Reportagen und eine Gesprächsrunde über tibetische Flüchtlinge in Nepal. Sie berichten von der Unterdrückung der Buddhisten (und des Buddhismus) im besetzten Tibet, der gefährlichen Flucht, dem Leben im Exil. Und sprechen über die politische Zukunft beider Länder.

A

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10.3.08

China : Angeblich haben Behörden Terroranschläge von Uiguren gegen Olympia-Sportstätten vereitelt.

Vor den olympischen Spielen werden Bettler und Obdachlose weggeräumt.

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TT

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10.3.08 Tibet / China : Demos in Nepal, Indien und weltweit zum 49.Jahrestag des Aufstandes gegen China

E,TS,B,C,NC

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12.3.08

China / Tibet : Berichte (ohne Bilder) über Unruhen und Kämpfe von tibetischen Nationalisten mit der chinesischen Polizei in Lhasa. Exiltibeter in Indien versuchen, Chinas Botschaft zu besetzen.

B,C,ht

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14.3.08

Tibet / China : Blutige Unruhen, Kämpfe, Armee gegen Demonstranten, Tote. Zunächst nur Standbilder davon.

ht,ari,E,TS,A,B

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14.3.08 Birma / China :  Die Militärdiktatur läßt den Urwald abholzen und das Holz nach China schmuggeln. Der Kampf der Karen ums Überleben. (P+P) (NNA)*

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15.3.08

Tibet / China : Schwere Unruhen. Jetzt auch Bilder davon, vor allem vom chinesischen Fernsehen: Mönche treten Schaufenster ein, Chinesen werden auf der Straße angegriffen, brennende Geschäfte, Rauchwolken über Lhasa. Chinas Armee patrolliert in den Straßen.   Angaben zur Zahl der Toten von 10 bis 100. Wieder weltweite Proteste. Mönche berichten von Verhaftungen. 

Bemerkenswert ist, daß alle Sender auf Karten stets die chinesische Propaganda-Version zeigen, die als "Tibet" nur die gleichnamige "autonome" Provinz ansieht, nicht aber das gesamte, etwa doppelt so große Gebiet des von China besetzten  Staates Tibet. Recht anschaulich ist das im Wikipedia-Artikel zu sehen, der auch viel Lesenswertes zur Geschichte und zum heutigen Status Tibets bietet.

E,ht,ari,TS,

A,B,C,NC

 

 

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16.3.08

Tibet / China : Weiter Berichte und wenig Bilder über Unruhen und Tote in allen tibetischen Provinzen. Zu sehen ist meist die massive Präsenz der chinesischen Truppen. Dalai Lama spricht von "kulturellem Völkermord" (OT) und ruft beide Seiten zur Ruhe auf. Er fordert weiter nur mehr Autonomie, keine Unabhängigkeit. Die Bewegung ist offenbar weiter.

E,ht,ari,TS,

A,B,NC

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17.3.08

Tibet / China : Mehr desselben.

ktzt,ari,TS,hj,E

A,B

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18.3.08

Tibet / China : Dalai Lama ruft Tibeter zur Gewaltlosigkeit auf und droht andernfalls mit Rücktritt. Einige neue Bilder von Protesten in den tibetischen Provinzen und von erschossenen Mönchen.

"Aufstand der Tibeter - verliert China Olympia?"  - Der ARD-Brennpunkt zeigt nochmal die unterschiedlichen Bilder der Ereignisse, belegt die chinesische Zensur und Propaganda, ohne die Angaben der Exiltibeter einfach zu übernehmen.. Historischer Rückblick. Stimmen von Demonstranten in Indien und des Dalai Lama. Olympia und die Unterdrückung von Opposition und "Asozialen".

ht,TS,E,A,B,C

 

ARD

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19.3.08

Tibet / China : Neue Bilder eines australischen Touristen von rebellierenden Tibetern, Plünderungen und Angriffen auf Chinesen in Lhasa. Von dort auch Bilder der Stürmung einer Bank. Einige Bilder auch aus Gansu: Tibeter erstürmen, zum Teil zu Pferde, ein Regierungsgebäude und hissen dort eine Tibet-Fahne.

 Die chinesische Regierung wird mit markigen Worten zitiert, "Kampf auf Leben und Tod". arte-info  titelt mit "Der Krieg der Bilder" und kritisiert die einseitige Propaganda des chinesischen Fernsehens. Die BBC berichtet über die Exiltibeter in Indien, die gespalten sind in zornige Junge und besorgte Ältere. Und in einem weiteren BBC-Bericht ist zu sehen, wie bei einer wüsten Straßenschlacht mit chinesischen Soldaten in Lhasa ältere Mönche (erfolglos) versuchen, ihre zornigen jungen Kollegen zurückzuhalten und Gewalt zu verhindern.

Das Medienmagazin "Zapp" kritisiert die einseitige Propaganda des chinesischen Fernsehens und zeigt auf, wie schwer es ist, an ungefilterte Informationen zu kommen. Daß auch die Tibeter die Medien propagandistisch nutzen, wird leider nicht verdeutlicht.

A,B,ht,ari, TS,E,NC

 

 

 

 

Zapp

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20.3.08

Tibet / China : Mehr Meldungen und kaum Bilder von Unruhen in allen tibetischen Provinzen. China schickt Soldaten in langen LKW-Kolonnen dort hin. Die letzten Journalisten werden ausgewiesen.

Bei arte ein Bericht über Widersprüche in der tibetischen Nationalbewegung zwischen den Gemäßigten um den Dalai Lama und den jungen Radikalen, die die volle Unabhängigkeit erkämpfen wollen, aber "gewaltlos". Bei der BBC erläutert dies auch Pema Yoko. Die Sportlerin ist gegen einen Olympia-Boykott, aber sie verlangt, daß die tibetischen Sportler dort unter ihrer eigenen Flagge teilnehmen können.

ari,TS,E,A,B,C

 

 

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  Zum Tibetkonflikt und zur teilweise verfälschenden Berichterstattung mancher deutscher "Nachrichtensender" (welche ich selber kaum oder gar nicht beobachte) gibt es einen sehr lesenswerten Artikel von Stefan Niggemeier in dessen Blog. 
21.3.08

Tibet / China : Neue Bilder nur noch vom chinesischen Fernsehen. Sie zeigen Aufruhr in Sechuan (nicht klar, von wann) und immer wieder Angriffe gegen Chinesen in Lhasa vor einer Woche. Dazu Steckbriefe von gesuchten "Aufrührern". - CNN-Reporter Hugh Rimington berichtet (mit Bildern) von massiven Truppenbewegungen Richtung Tibet. Eine Zeugin erzählt ihm, wie sie als Chinesin in Lhasa angegriffen wurde.  -   Nancy Pelosi besucht Dalai Lama und verurteilt China. 

ht,ari,TS,A,B,C

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22.3.08

Tibet / China : Nichts Neues. Nur Proteste von Exiltibetern in Indien und London gegen China. Und Diskussion in D'land über Olympiaboykott.

ari,TS

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23.3.08

Tibet / China : Dalai Lama unterstützt Olympics. Bilder des chinesischen TV von verkohlten Leichen einer Familie, deren Haus bei den Pogromen angezündet worden sei. Jochen Graebert berichtet in der ARD aus Gansu, erfährt aber auch nichts Neues. 

Proteste von Exiltibetern in Indien (Chennai bzw. New Delhi). Das von ihnen aufgeführte beeindruckende Straßentheater werden uns sicher einige "Nachrichtensender" bald als Grausamkeiten der chinesischen Armee auftischen. (siehe hier)

E,TS

 

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24.3.08

Tibet / China : Wieder Meldungen von Unruhen in tibetischen Provinzen. Und viele Bilder von Protesten in Olympia bei der Zeremonie der Entzündung des Feuers. Und von Protesten in Nepal, die die Polizei niederknüppelt.

Nepals Polizei mit Bambusstöcken gegen Exiltibeter (darunter Mönche und Nonnen).

A,TS

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25.3.08

Tibet / China : Ein paar neue Aufnahmen von der Niederschlagung des Tibeteraufstandes in Ganzu durch die Armee. Und weitere Diskussion über Olympia-Boykott.

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26.3.08

Tibet / China : China schickt ausgewählte Journalisten auf Busreise nach Tibet. Debatte europäischer Journalisten über Umgang mit der chinesischen Zensur.

ari,TS,B

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27.3.08

Tibet / China : Bei der Pauschaljournalistenreise in Lhasa durchbrechen einige Mönche die Fassade und protestieren gegen China.

 Tagesschau und heute-journal  zeigen Aufnahmen des chinesischen TVs, die Manipulationen in den westlichen Medien belegen. Die Tagesschau spricht von "Kritik an der angeblich verfälschenden Berichterstattung ausländischer, vor allem deutscher Medien". Zu sehen unter anderem ein Beispiel aus der "Bild"-Zeitung. Auch das heute-journal spricht von "tatsächlichen oder vermeintlichen Fehlern". Kein Hinweis, daß n-tv und RTL inzwischen Fehler zugegeben und sich entschuldigt haben, während die "Bild" an ihren Manipulationen festhält. Während man den "Nachrichtensendern" die gewohnte Doofheit unterstellen kann, ist beim springerschen Drecksblatt eher politische Absicht zu vermuten.   Mehr dazu und weitere Links beim BILDblog und bei Stefan Niggemeier.

ari,TS,hj,A,B

 

 

 

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29.3.08

Tibet / China : Dalai Lama besucht Gandhis Grab und bittet die Welt um Hilfe für Tibet. 

Mit offenen Karten : Ein Beitrag von 2001 über die Stadtentwicklung von Lhasa zeigt, wie die historische Stadt von modernen Neubauten der Chinesen verdrängt wird. Karten zum Ansehen bei arte.

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arte

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30.3.08

Tibet / China : Heftige Proteste in Nepal, Exiltibeter wollen chinesische Botschaft stürmen und prügeln sich mit der Polizei. In Peking bietet die Regierung dem Dalai Lama Gespräche an.

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30.3.08

Tibet / China : "In den tibetischen Gebieten" - Reportage von Nicole Bölhoff   Spurensuche in Gansu. Kaum Jemand unter den Tibetern will über die Unruhen reden.

"Wie China Tibets Seele frisst" - Bei ttt ein Beitrag, der sehr nach Propaganda riecht. Exiltibeter erzählen Schauergeschichten, Bilder von Kindern, die durchs Schneegebirge ins Exil fliehen, Maria Blumencron und ihr neues Buch,

WS

 

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1.4.08

Tibet / China : Lautstarke, aber friedliche Demo von Exiltibetern in Nepal wird von der Polizei mit sanfter Gewalt beendet.

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4.4.08 Medien : Listening Post : Der Medienkrieg um Tibet (NNA)*

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5.4.08

  "Die alltägliche Gewalt der Behörden" -  gegen Menschen, die gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung aufbegehren. Sehr bedrückende Aufnahmen aus drei Provinzen. (Wiederholung eines Beitrags von Anfang '07)

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9.4.08

Tibet / China : Proteste von Mönchen in Gansu

TS

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11.4.08

Tibet / China : Erstmals Bilder von den Unruhen im März in der tibet-chinesischen Provinz Gansu. Man sieht viele demonstrierende und ein paar randalierende Mönche. Arte weist eindringlich darauf hin, es handele sich um Propagandabilder des chinesischen Fernsehens.

ari,B

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13.4.08

  "Bürger gegen staatliche Willkür" - Mehrere Beispiele.

Weltspiegel

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13.4.08

Tibet / China : In Tibet werden 9 Mönche verhaftet wegen angeblichem Bombenanschlag.

(sh. auch unter "Demonstrationen")

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18.4.08

Tibet / China : Wie die internationalen Medien über den Tibetkonflikt und den Fackellauf berichtet haben. (NNA)*

LP

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29.4.08

Tibet / China : 30 Teilnehmer und angebliche "Rädelsführer" der antichinesischen Unruhen werden in Lhasa zu langen Haftstrafen verurteilt.

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4.5.08

Indien /Tibet / China : "Das Unternehmen Dalai Lama" - Bericht über Daramsala, die Stadt der Exiltibeter  in Nordindien.

WS

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30.6.08

Heftige Unruhen in einem Ort im Südwesten Chinas, Tausende wütende Bewohner attackieren Polizeistation und Regierungsstellen, nachdem Beamte die Vergewaltigung und Ermordung eines Mädchens gedeckt und vertuscht haben sollen.

C,A

zus.4

4.8.08

In Kashgar (Provinz Xinyiang) greifen uigurische Kämpfer eine Polizeistation an und töten 16 Polizisten. Angeblich gibt es islamistische Terrordrohungen gegen die olympischen Spiele in Peking. Dort scharfe Sicherheitsmaßnahmen, aber auch Proteste von Bürgern, deren Häuser für den Bau von Sportanlagen enteignet und abgerissen worden waren.

A,B,TS

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7.8.08

Eine uigurische islamistische Gruppe droht per Video mit Anschlägen bei den Olympischen Spielen.

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17.5.09

"Tiananmen - Erinnerung an das Massaker" - Ein Rückblick von Thomas Weidenbach und Shi Ming auf die Demonstrationen in Peking vor 20 Jahren und die Niederschlagung der Demokratie-Bewegung. Mit teilweise ungesehenen Bildern vom Massaker auf dem Tien-An-Men. Menschenrechtler schätzen, daß damals 3000 Menschen getötet wurden.

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6.7.09

In der Hauptstadt der uigurischen Provinz Xinjiang, Urumqi, kommt es zu schweren Auseinandersetzungen mit mindestens 156 Toten. Anscheinend haben "Sicherheitskräfte" in eine demonstrierende (bzw. randalierende) Menge geschossen. Es gibt aber wohl auch gegenseitige Pogrome zwischen Uiguren und eingewanderten Han-Chinesen. Es werden zwar recht viele Bilder der Gewalt gezeigt (vom chinesischen Staatsfernsehen und von YouTube), aber was genau passiert ist bleibt erstmal unklar. 

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7.7.09

 

 

 

Weiter ethnische Unruhen in Xinjiang. Bilder von Han-Chinesen, die mit Knüppeln und Macheten Jagd auf Uiguren machen. 

Melissa Chan berichtet bei Al Jazeera von einer Demo von einigen Hundert uigurischen Frauen die sagen, ihre Männer seien alle verhaftet worden. Auch diese Demo wird von einem Großaufgebot Soldaten/Polizisten beendet. Andererseits Bilder von ausgebrannten Geschäften und Autos von den Krawallen am Montag. 

Die BBC bringt einen Teil des Videos, das die Ermordung von zwei Uiguren (in Südchina) durch einen chinesischen Mob zeigt, welche die Unruhen auslöste.

Bei kulturzeit ein Gespräch mit Hans Christoph Buch.  - Bei Al Jazeera reden Jonathan Mirsky (Ex-China-Korrespondent) und Roth Anthony (Experte für uigurische Dinge) über die Ursachen der Unruhen. -  arte-info zeigt einen Bericht aus Istanbul, wo eine große uigurische Gemeinde Solidarität demonstriert. Sie sprechen von über 300 Getöteten.

ht,ktzt,ari,E, A,B,NC

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8.7.09

 

Weitere Berichte über die ethnischen Unruhen in Xinjiang. Armee und Polizei stellen sich massiv zwischen die tödlich verfeindeten Gruppen. Armeehubschrauber werfen in Urumqi Flugblätter ab die zur Ruhe auffordern. Zeugen von beiden Seiten sagen jeweils, die "Anderen" hätten ihre Leute massakriert. Überall sieht man junge Männer mit Stöcken und selbstgebauten Waffen, zur "Verteidigung".  Im CNN-Bericht Bilder von Leichen auf den Straßen. -  Die Korrespondenten können anscheinend ziemlich frei berichten.

Eine Reihe von kommentierten sehr erschreckenden Fotos der Unruhen gibt es bei "The Big Picture" des Boston Globe.

ht,ari,TS,E,A,B,C

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9.7.09

 

Weiter gespannte Ruhe und massive Militärpräsenz in Urumqi. Melissa Chan (Al Jazeera) berichtet über Leute, die über ethnische Grenzen hinweg ihre Freundschaften bewahren, und aus einem Krankenhaus, wo Verletzte aus beiden Völkern behandelt werden. Steve Chao versucht in seinem Bericht, Ursachen der Unruhen zu erklären.

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10.7.09

In Urumqi immer noch gespannte Lage, die Moscheen sind geschlossen worden, die Freitagsgebete fallen aus. Proteste dagegen werden von Polizisten aufgelöst. Auch andere kleine friedliche Demos werden sofort von Polizei eingekreist und teilweise brutal behandelt (Bilder davon bei der BBC). - Nach Regierungsangaben sind bei den Pogromen am Sonntag 137 Han-Chinesen und 46 Uiguren getötet worden.

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11.7.09

Beerdigung der Opfer der Unruhen, gespannte Ruhe, Fragen nach der Opferzahl. Die Vorsitzende des uigurischen Weltkongresses, Rebyia Kadeer, (im Exil in den USA) behauptet, die chinesische Armee habe bis zu 3000 Uiguren brutal ermordet, der türkische Premier spricht von "Genozid". Für eine solche Sicht gibt es keine Anhaltspunkte.

ari,A,B

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12.7.09

"Schwelbrand in 'Ostturkestan'" - Bericht von Jochen Graebert über die Unruhen in Xinjiang. (NNA)*

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3.9.09

Neue Unruhen in Urumqi. Auslöser sollen ominöse Angriffe mit Injektionsnadeln auf über 400 Personen gewesen sein.

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4.9.09

Wieder mehrere Tote bei ethnischen Unruhen in Urumqi. (NNA)*

ari,E,A,B

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5.9.09

Mehr über ethnische Unruhen in Urumqi. 

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5.10.09

John Simpson berichtet aus Urumqi, wo die ethnischen Spannungen vor drei Monaten zu schweren Gewaltexzessen mit fast 200 Toten führten. Die Spannungen sind geblieben, es ist sehr viel Militär zu sehen. Das Kamerateam wird permanent beschattet. Ein Dreh in der alten Hauptstadt Kashgar kommt nicht zustande.

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12.10.09

101 east: Reportage von Stephen McDonald über die alte Hauptstadt der Uiguren, Kashgar. Die chinesischen Behörden sind dabei, nach und nach die uralten Stadtviertel abzureißen um dann Plattenbauten und ein paar Vorzeigesiedlungen dort hinzubauen, unter dem Vorwand, die alten Gebäude seien nicht erdbebensicher. Vor allem sind sie aber schlechter unter Kontrolle zu behalten.

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15.10.09

In Urumqi werden weitere sechs Uiguren (Montag schon mal sechs) in einem Schauprozeß zum Tode verurteilt, wegen Teilnahme an den Unruhen und wegen Mordes.

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9.11.09

Nach den ethnischen Unruhen in Xinjiang werden 9 Beteiligte hingerichtet, 8 von ihnen sollen Uiguren sein. Keine Bilder. Infos von Quentin Summerville.

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9.7.10

Ein Bericht aus der Industriestadt Shenzhen (Südchina) über die brutale Ausbeutung von Wanderarbeitern und über eine neue Basisbewegung von kritischen Arbeitern, die örtliche Streiks organisieren

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14.7.10

Tibet : Damian Grammaticas berichtet über einen Besuch in Llasa, bei dem die Journalisten immer unter Aufsicht von chinesischen Begleitern stehen. Auf den Straßen in der Stadt und außerhalb ist jede Menge Militär zu sehen, Gesprächen mit Einwohnern werden von kleinen Männern unterbunden, oder es hilft ein Dolmetscher, der gerne die Aussagen umdreht. Ein anderer Tibeter sagt, es wäre nicht klug, offen mit Journalisten zu sprechen. Der offizielle Vize-Provinzchef Hao Peng lobt die Entwicklung Tibets (unter Führung der KPC) in den höchsten Tönen.

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1.8.10

"Aufstand der Arbeiter" - Ariane Reimers berichtet über streikende WanderarbeiterInnen in chinesischen Industrieunternehmen. 

WS 7
10.8.10

Ein Bericht über die verheerenden Überschwemmungen und Erdrutsche in der Provinz Gansu. In Zhouqu wurde das Stadtzentrum völlig verschüttet. Mindestens 700 Tote, noch über 1000 Vermisste.

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5.9.10

"Der unbeugsame Herr Wu" - Daniel Satra berichtet über den Umweltschützer Wu Lihong, der am Tai-See (im Jangtse-Delta) seit 20 Jahren gegen gierige Fabrikanten und korrupte Politiker kämpft und dafür schon mehrmals ins Gefängnis kam und auch gefoltert wurde.

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13.6.11

China / Vietnam : Die Spannungen zwischen den beiden Ländern wegen des Streits um die Spratley-Inseln verschärfen sich mal wieder. Beide Seiten führen provokative Seemanöver durch. In Hanoi gibt es anti-chinesische Demonstrationen.  

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13.6.11

China : In der südchinesischen Stadt Zengcheng soll es Demonstrationen, Zusammenstöße mit Polizisten und Plünderungen gegeben haben. CNN hat ein paar nicht sehr evidente Fotos davon, und Videos aus Peking von Protesten von arbeitslosen jungen Leuten, und von ethnischen Unruhen in der inneren Mongolei.

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4.11.11

 Tibet : Seit März haben in China 11 tibetische Mönche und Nonnen versucht, sich durch öffentliche Verbrennung selbst zu töten um damit gegen die chinesische Besatzung Tibets zu protestieren. China macht den Dalai Lama dafür verantwortlich. Im Bericht von Melissa Chan Videos von drei Vorfällen.   ¤

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11.12.11

 Tibet : "Pure Verzweiflung - Selbstverbrennungen aus Protest" - Bericht von Christine Adelhardt und Andreas Hilmer über verzweifelte Proteste der Tibeter gegen die chinesische Besatzung. Ein sprachlosmachendes Zitat einer chinesischen Funktionärin: "Sich selbst zu verbrennen und damit Leben brutal zu vernichten ist alleine schon eine Art von Terrorismus. Wir verurteilen diese Sabotageversuche von Separatisten.“   ¤

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15.12.11

Im Ort Wukan in der Provinz Guangdong (Südchina) protestiert die Bevölkerung mit geballten Fäusten gegen korrupte Behörden, die Bauernland gegen den Willen der Besitzer an "Investoren" verkauft hatten. Ein Unterhändler der Bauern ist im Gefängnis gestorben, vermutlich nach Folterungen. Bei der BBC berichtet Martin Patience direkt von einer sehr großen Demo in dem Ort, allerdings nur recht knapp. Euronews spricht von "schweren Unruhen" und "Aufstand", angeblich haben "Sicherheitskräfte den Ort abgeriegelt".   ¤

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16.12.11

Die Massenproteste von Bauern  in Wukan gegen Korruption und Landraub gehen weiter. Im Bericht bei arte der Hinweis, daß die Leute beim Protest gegen korrupte Behörden auch "Lang lebe die kommunistische Partei" skandieren. (Die gibt es nur leider nicht mehr. Oder entsteht sie hier neu?)   ¤

A,arj zus.4
           
17.12.11

 

 

 

 

 

 

 

Tibet : "Anleitung zur Zähmung Tibets" - Reportage von Léa Zilber, Sébastien Borgeaud und Mathias Lavergne. Die chinesische Regierung kolonisiert das besetzte Tibet mit einem massiven Strom von Zuwanderern. Rund um das Kloster Larung Gar ist eine ganze Stadt mit mehreren Zehntausend chinesischen Bewohnern entstanden - Buddhisten, die hier vom Staat völlig unbehelligt ihren Glauben leben und tibetische Rituale (z.B. die Verfütterung der Leichen an die Geier, sehr schön gezeigt) praktizieren können. Dabei aber offenbar einen gewissen Rassismus gegen die Einheimischen pflegen. - Der Bericht nennt das Ganze "kulturellen Völkermord", was ich für groben Unfug halte. Und schlimmer finde ich, daß China nebenbei auch den Kapitalismus in Tibet einführt.  ¤¤

Hier der Text dazu von der arte-Seite: "Dieses Jahr feiert die chinesische Regierung den 60. Jahrestag der sogenannten „friedlichen Befreiung“ Tibets – unter verschärfter Aufsicht: Tausende Soldaten und Polizisten aus China wachen in Tibet über die Festlichkeiten, um auch die allerkleinste Regung tibetanischer Revolutionäre sofort im Zaum zu halten. Eigentlich nichts Neues – aber hinter der offiziellen Machtkulisse erobern die Chinesen Tibet stetig und diskret. 
Es ist eine neue Methode Tibet zu zähmen: durch die Kolonisierung der Region mit Han-Chinesen, der regierungstreuen Mehrheit in der Volksrepublik. Sie infiltrieren und kontrollieren mehr und mehr die tibetische Kultur, indem sie in ihr Herz eindringen – in den Buddhismus.
Jedes Jahr besuchen tausende nichttibetische Chinesen die buddhistischen Klöster in der historischen Region Tibet, vor allem das größte unter ihnen, das Larung Gar.
Unsere Reporter zeigen verbotene Bilder: Journalisten und Kameras sind hier höchst unerwünscht, in der Region Yunnan nahe der sensiblen Grenze zur autonomen Region Tibet.
Hier trafen sie auf die Eroberer neuen Stils: Häufig sind es Touristen aus China, sehr interessiert an der ganz anderen Kultur in diesem verborgenen Teil ihren großen Reiches; oder gläubige Pilger aus China, manche künftige Novizen in den buddhistischen Klöstern, für die die Frage nach der Unabhängigkeit Tibets überhaupt kein Thema mehr ist. Ihre Regierung lässt ihnen alle religiösen Freiheiten.
Zum Beispiel Sun Jian Hao, ein reicher und kultivierter Mann aus Shanghai, ein Bürger wie ihn das chinesische Regime schätzt: Überall in Tibet verbreitet er die Botschaft von den schönen neuen Errungenschaften Chinas, seiner Freiheit, seiner Toleranz – und dass dieses China schließlich das tibetische Volk aus großem Elend errettet habe.
Beinahe wäre Sun Jian Hao sogar eine Zeitlang ins Kloster gegangen – diese romantische Absicht teilt er inzwischen mit vielen Chinesen. Auch das lässt die chinesische Regierung zu und nutzt auf diese Weise die Naivität seiner Bürger und die der Tibeter aus : Eine zynische Art des « Wandels durch Annäherung » mit dem erwünschten Effekt, die Mehrheitsverhältnisse in Tibet zugunsten Chinas zu verändern – auf dass die Tibeter zur Minderheit werden, bis sie und ihre Träume von der Unabhängigkeit eines Tages nur noch Geschichte sind." 

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21.12.11

Steven Ribet (Peking) berichtet bei Press-TV über den Aufstand der Bevölkerung in Wukan gegen staatlichen Landraub. Im Moment scheint der Staat nachzugeben und auf die Forderungen einzugehen.

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22.12.11

In Wukan haben die Leute anscheinend den Machtkampf gegen die Bürokratie gewonnen, die Gemeinde soll ihr Land zurückbekommen. (Bericht bei arte) - In der gleichen Provinz Guandong ein ganz ähnlicher Konflikt im Ort Heinan, wo die Leute gegen den Bau eines weiteren Kohlekraftwerks auf ihrem Land protestieren. (BBC-Bericht)

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9.2.12

Tibet : Damian Grammaticas berichtet (bzw. versucht zu berichten) über seit Wochen andauernde Proteste von Tibetern gegen die Besatzung und die brutale Reaktion der chinesischen Staatsgewalt. Es soll weitere Selbstverbrennungen geben und mehrere Aktivisten wurden von Polizisten erschossen. 

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19.2.12

"Aufstand der Dörfer" - Nach Wukan jetzt Panhe. In immer mehr Dörfern wehren sich die Bewohner gegen die Enteignung ihrer Äcker durch die feudal-"kommunistische" Verwaltung, die das Land klammheimlich an "Investoren" verkauft hat. Die staatlichen "Entschädigungs"-Gelder sind irgendwo im Korruptionssumpf verschwunden. Spannender Bericht von Christine Adelhardt, der leider nicht erklärt, welche Form von Gemeineigentum hier bisher bestanden hat. Was da stattfindet ist nichts anderes als der Versuch, die sozialistischen Errungenschaften (für die das Land zig Millionen Menschenleben geopfert hat) gegen den vordringenden Kapitalismus zu retten.  ¤

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3.3.12

In dem rebellischen Fischerdorf Wukan haben die Bürger nach der Absetzung ihrer korrupten Lokalfunktionäre erreicht, daß sie ihr Dorfkomitee (Dorfverwaltung) jetzt selber in einer freien Wahl bestimmen dürfen. Berichte von Melissa Chan und Nicola Albrecht.   ¤

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7.3.12

Tibet : In den letzten Tagen haben sich wieder mehrere Tibeter aus Protest gegen die Besatzung selbst verbrannt, in den letzten Monaten insgesamt 27 (angeblich). Chinesische Regierungsvertreter nennen diese Hilferufe "terroristische Akte". Die wenigen Beobachter im abgeriegelten Tibet sprechen von massiver Militärpräsenz und Brutalität gegen Protestierer.

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4.7.12

In Shifang (Provinz Sichuan) haben tausende Menschen gegen eine geplante Chemiefabrik demonstriert, die Polizei geht gewalttätig gegen die Demonstranten vor, dann stoppt aber die Regierung das Projekt. Bericht von Eunice Yoon. (Bilder von YouTube.)

C 3
28.7.12

In der Hafenstadt Qidong (in Jiangsu, Ostchina) haben Tausende Leute gegen den Bau einer Pipeline demonstriert, die die Abwässer einer Papierfabrik ungeklärt ins Meer leiten sollte. Das Projekt ist daraufhin gestoppt worden.

A,TS zus.3
           
19.8.12

China / Japan : Die unbewohnte Inselgruppe Senkaku (bzw. Diaoyu) in chinesischen Meer wird von Japan und China beansprucht. Im Meer gibt es dort Fisch und Öl. Nachdem japanische Nationalisten eine Insel symbolisch besetzt haben, kommt es in China zu nationalistischen Demonstrationen mit massiven antijapanischen Ausschreitungen (u.a. werden japanische Autos zertrümmert). - Guter, informativer Bericht zum Inselstreit bei Press-TV. Bei Euronews erschreckende Szenen der nationalistischen Kriegslust bei jungen Chinesen. - Historisch-rechtlich dürfte klar sein, daß die Inseln China zustehen. Chinas neuer Nationalchauvinismus ist aber genauso ekelerregend wie Japans alter.   ¤

A,P,E,NC zus.8
           
26.8.12

Bilder von größeren Protesten von jungen Leuten in Dongguan, leichte Zusammenstöße mit Polizisten. Hintergrund unbekannt.

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17.9.12

China / Japan : Fast täglich wütende Proteste in China gegen Japan wegen des Streits um die Senkaku/Diaoyu-Inseln. Inzwischen leiden auch die wirtschaftlichen Beziehungen darunter. Bericht von Marga Ortigas aus Hong Kong.

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22.9.12

China / Japan : Im Streit um die Senkaku / Diaoyu -Inseln gibt es jetzt auch in Japan nationalistische Demonstrationen, in Tokyo marschieren etwa 800 Rechtsextremisten und nennen China einen Nazi-Staat.

A,E zus.4
25.9.12

China / Japan : In den Streit um die Senkaku / Diaoyu -Inseln mischt sich jetzt auch Taiwan ein und erhebt ebenfalls Anspruch auf die Inseln. Eine Flotte von taiwanischen Fischerbooten fährt dort hin und wird von japanischen Patrouillenbooten mit Wasserwerfern vertrieben. Bericht von Steve Chao.

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11.10.12

Amnesty International berichtet über eine wachsende Zahl von Zwangsräumungen im ganzen Land, zugunsten von privaten Immobilienprojekten. Es gibt immer wieder Proteste dagegen, auf die der Staat mit Repression antwortet.

A,arj zus.3
28.10.12

In der Hafenstadt Ningbo protestieren Tausende Menschen seit einer Woche gegen die geplante Erweiterung eines Chemiewerks. Die Behörden haben das Projekt jetzt erstmal gestopt.

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29.10.12

Die Proteste in Ningbo gehen auch nach dem ersten Zugeständnis der Behörden weiter. Die Leute fühlen sich belogen und fordern die Freilassung der verhafteten Demonstranten und den Rücktritt des Bürgermeisters. Es ging nicht nur um Ängste vor Umweltzerstörungen durch das geplante Chemiewerk, sondern auch um Enteignungen und Umsiedlungen.

A,E zus.3
23.4.13

China / Japan : Erneut fährt eine Bootsflotte von japanischen Nazis zu den chinesischen Diaoyu-Inseln, dreht dann aber ab, als die chinesische Küstenwache auftaucht. Der japanische Regierungschef Abe reagiert mit Warnungen gegen China. "Wenn China versuchen sollte, die Inseln zu besetzen, werden wir hart antworten." Zugleich besuchen seine Minister mal wieder den Faschistenschrein Yasukuni.

A,E zus.3
           
24.4.13

China / Japan : Bei PressTV Meldungen über die japanischen Provokationen gegen China, und ein Bericht von Ramin Mazaheri aus Seoul über Proteste in Südkorea gegen Japan, das sich bis heute weigert, den Opfern der Besatzung im zweiten Weltkrieg Entschädigungen zu zahlen. (Deutschland wird hier als positives Vorbild genannt.)

P 3
24.4.13

In Bachu (Provinz Xingjiang) gibt es wieder ethnische Zusammenstöße zwischen Uiguren und Chinesen. Nach offiziellen Angaben werden dabei 21 Menschen getötet, davon 6 Polizisten.

A,E zus.2
26.4.13

Damian Grammaticas berichtet aus Xinjiang nach den erneuten ethnischen Unruhen dort. Die Behörden sprechen von einem Angriff von "Terroristen", auch andere Augenzeugen sagen, daß die Männer mit Gewehren und Macheten eine Polizeiwache angegriffen haben. Der Konflikt zwischen einheimischen muslimischen Uiguren und zugezogenen Chinesen wird anscheinend von einer Al-Kaida-Gruppe angeheizt, ein Video zeigt einige schwerbewaffnete Kämpfer mit Al-Kaida-Fahne.

B 3
3.6.13

Bei einem Brand in einem Geflügelschlachthof in Dehui (Provinz Jilin im Nordosten Chinas) sind mindestens 119 der 350 Arbeiter getötet worden. CNN hat einen Korrespondenten (Nic Robertson) dort, auch bei AJE gibt es genaue Infos und Bilder. Außer Euronews berichtet aber keiner der deutschsprachigen Sender. 

A,C,E zus.7
           
4.6.13

Nic Robertson berichtet aus Mishazi, dem Ort, wo ca.120 Arbeiter beim Feuer in einem Schlachthof verbrannt sind. Die Angehörigen sind wütend, die Notausgänge waren verschlossen, die Firma war wegen übler Arbeitsbedingungen berüchtigt.

C 3
19.7.13

In einer (ungenannten) Stadt in Südchina gibt es Massenproteste gegen den Bau einer Müllverbrennungsanlage (wegen der ohnehin enormen Umweltverschmutzung in der Region). 

E 1
25.11.13

China / Japan : Die chinesische Regierung richtet rund um die umstrittenen Diaoyu-/ Sintaku-Inseln eine Luftverteidigungszone ein. Japans Regierung protestiert. Befürchtungen, daß die Situation eskalieren könnte.

E 1
26.11.13

Die USA erkennen Chinas Lufthoheit über den Diaoyu-Inseln nicht an und überfliegen das Gebiet absichtlich mit zwei (unbewaffneten) B-52-Bombern. Bericht aus Washington von Rosiland Jordan.

A,E zus.3
28.11.13

China schickt Kampfflugzeuge zur Überwachung seiner neuen Luftverteidigungszone rund um die Diaoyu-Inseln.

B,E zus.4
30.12.13

Bei neuen Unruhen in der Provinz Xinjiang sollen Sicherheitskräfte 8 Uiguren getötet haben. Die Behörden sprechen von "islamistischen Terroristen". Infos aus Peking von Steven Ribet. 

P 4
2.3.14

Auf dem Bahnhof von Kunming (Provinz Yunnan) hat eine Gruppe von 11 unbekannten Männern mit Messern wahllos Personen angegriffen und 33 getötet und über 100 verletzt. Polizisten haben vier der Angreifer erschossen, die anderen konnten entkommen. Die Behörden behaupten, die Täter seien uigurische Separatisten aus Xinsiang. Bei AJE berichtet Rob McBride aus Kunming.

A,TS zus.5
3.3.14

Nach dem Messerangriff in Kunming sind drei Tatverdächtige verhaftet worden. Die Behörden vertreten weiter die These, die Täter seien uigurische Separatisten. Ein Motiv ist aber kaum zu erkennen. Bericht von Rob McBride.

A 2
21.4.14

Seit einer Woche streiken die 40.000 Arbeiter in zwei Schuhfabriken in Guandong und Jiangxi, die beide der gleichen Firma gehören und für Marken wie Nike und Adidas produzieren. Sie verlangen höhere Löhne und Sozialleistungen. Infos von Han Dongfang, Gewerkschaftsaktivist in Hong Kong.

A 5
14.5.14

Vietnam / China : Vor zwei Wochen hat China eine Ölbohrplattform in einem umstrittenen Seegebiet beim Paracel-Archipel aufgestellt und dabei Schiffe der vietnamesischen Marine abgedrängt. Seitdem gibt es in Vietnam Demonstrationen gegen die chinesischen Gebietsansprüche. Jetzt haben Demonstranten etwa 100 chinesische Fabriken gestürmt und verwüstet.

arj,E zus.3
15.5.14

Vietnam / China : Die Ausschreitungen gegen chinesische Firmen (und manchmal versehentlich auch gegen taiwanesische und japanische) in vietnamesischen Städten gehen weiter. Einige Fabriken wurden komplett niedergebrannt, angeblich wurden etwa 20 Menschen (meist Chinesen) getötet. 

A,E zus.4
22.5.14 Terror / "Krieg gegen den Terror"  / China : Erneut ein Terroranschlag in Urumqi (Provinz Xinjiang). Die Angreifer fahren mit zwei Geländewagen in die Menschenmenge auf einem Marktplatz und werfen Sprengsätze, eines der Autos explodiert. Über 30 Zivilisten werden getötet. Als Täter werden uigurische islamistische Extremisten vermutet. - Bei AJE Berichte aus Peking und Urumqi (von dort Adrian Brown), bei CNN ausführliche Infos (hier wird klar von einem Terroranschlag gesprochen). In der Tagesschau eine auffällig kurze Meldung, die nicht von Terror spricht, aber von Forderungen der Uiguren nach Selbstbestimmung. Bei Euronews ein ausführlicher Beitrag zur Lage der Uiguren, der leider ebenfalls den Terrorismus verharmlost.   ¤ A,C,arj,TS,E zus.18
           
23.5.14

Der Anschlag in Urumqi soll von fünf Selbstmordattentätern durchgeführt worden sein, angeblich uigurische Separatisten. Adrian Brown berichtet aus Urumqi über Reaktionen.

A,E zus.3
16.6.14

Ein Gericht in Peking hat drei Männer (vermutlich Uiguren) zum Tode verurteilt, die letztes Jahr einen Bombenanschlag auf dem Tiananmen verübt haben sollen, bei dem fünf Menschen getötet wurden.

A 1
21.6.14

Meldung: in Xinjiang haben "Banditen" eine Polizeiwache angegriffen, 13 von ihnen wurden erschossen.

E 1/2
25.9.14

Adrian Brown berichtet aus Kashgar über die Diskriminierung der Uiguren. 

A 3
           
28.9.14

Massenproteste in Hong Kong gegen ein neues undemokratisches Wahlgesetz. Tausende Menschen blockieren das Finanzzentrum, teilweise setzt die Polizei Wasserwerfer und Tränengas ein.

A,Sky,TS,E zus.9
29.9.14

Weiter Massendemos für mehr Demokratie in Hong Kong.

E 1
3.12.14

In China sind nach offiziellen Angaben 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche so stark vergiftet, daß dort keine Lebensmittel mehr angebaut werden können. Adrian Brown berichtet aus Hunan über Verursacher (Industrie) und Leidtragende (Bauern). Tests belegen hohe Konzentrationen an diversen Schwermetallen in Bodenproben und auch in verkauften Lebensmitteln. 

A

3

13.8.15

Im Hafen von Tianjin gibt es in einem Chemielager erst ein Großfeuer und dann mehrere gewaltige Explosionen. In einem nahegelegenen Wohnviertel werden Tausende Häuser schwer beschädigt, die Zahl der Toten liegt zunächst bei mindestens 40. Zwei Korrespondentenberichte aus Tianjin.   ¤

A,Sky zus.8
16.8.15

Die Zahl der Todesopfer in Tianjin wird inzwischen mit 115 angegeben, über 100 Menschen werden noch vermißt, davon 85 Feuerwehrleute. In den Trümmern des Chemielager brennt es immer noch, giftige Dämpfe liegen in der Luft. Bewohner der Stadt demonstrieren, weil sie von den Behörden nicht richtig informiert werden.

A,arj,E zus.
                 
17.8.15

In Tianjin weitere Proteste von Leuten, deren Häuser und gesamter Besitz durch die Explosionskatastrophe zerstört wurden. Sie verlangen Entschädigung und Aufklärung.

A,Sky,hj zus.10
15.12.15

Bericht und ausführliche Infos über Chinas Inbesitznahme der Spratly-Inseln im südchinesischen Meer. Um das umstrittene Seegebiet für China zu reklamieren, werden diverse Korallenriffe zu befestigten Inseln ausgebaut, die mit großem militärischem Aufwand besetzt werden. Rupert Wingfield-Hayes fliegt mit einem Kleinflugzeug von den Philippinen aus über die neuen Inseln und zeigt die gewaltigen Baumaßnahmen erstmals aus der Luft. - In einem weiteren Bericht zeigt Hayes, daß beim Bau der Inseln erst die Naturschätze der früheren Korallenriffe geplündert werden und dann alles unter Beton beerdigt wird. Letztes Jahr hatten die Philippinen dort eine Gruppe von chinesischen Wilderern verhaftet, die Hunderte geschützte Meeresschildkröten gefangen hatten.  ¤

B 13
                 
19.12.15

Vor einer Woche ist eine B-52 der USA in den Luftraum über den Spratlys eingedrungen, die von China beansprucht werden. China protestiert und spricht von einer "Provokation", die USA sprechen von einem Versehen.

E 1
5.2.16

Fünf regimekritische Buchhändler aus Hongkong, die seit drei Monaten verschwunden waren, sind offenbar von chinesischen Polizisten verschleppt worden und in chinesischen Gefängnissen gelandet. 

TT 3
17.2.16

Die chinesische Armee hat auf einer von China beanspruchten Insel im südchinesischen Meer (Woody Island im Paracel-Archipel) Luftabwehrraketen stationiert.

A,E zus.5
12.7.16

Das internationale Schiedsgericht in Den Haag hat entschieden, daß Chinas Gebietsansprüche im südchinesischen Meer nicht anerkannt werden. Die klagenden Philippinen sind befriedigt, die chinesische Regierung hatte schon vorher erklärt, daß sie das Gericht nicht anerkennt und das Urteil ignorieren wird. 

A,TS,E zus.8
14.9.16

In der Kleinstadt Wukan geht die Polizei mit massiver Gewalt gegen die demonstrierende Bevölkerung vor, es gibt schwere Straßenschlachten. Grund der Proteste war die Verhaftung des frei gewählten Bürgermeisters, angeblich wegen Korruption.

A,E zus.3
                 
3.12.16

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit John Pilger über die Einkreisung Chinas, den Konflikt um die Inseln im südchinesischen Meer und Pilgers Dokumentarfilm "The Coming War on China".   ¤

RT 13
           
11.12.16

"The coming War on China" - Dokumentarfilm von John Pilger. Er erinnert an die US-Atomwaffentests im Pazifik, zeigt die Entwicklung des modernen China, die Einkreisung Chinas durch die USA, die Kriegsvorbereitungen auf beiden Seiten, die Unruhen auf dem US-besetzten Okinawa, den Streit um die Inseln im südchinesischen Meer. Interessante Einblicke, wirklich spannend. (Leider nur überflogen bzw. NNA)*  (Lief wohl am 9.12. bei RT. Hier vom Download kopiert.)  ¤¤

RT 113
14.12.16

Ein US-Thinktank behauptet, Sattelitenfotos würden beweisen, daß China auf den (illegal) besetzten Inseln im Südchinesischen Meer militärische Anlagen errichtet, u.a. Flugabwehrstellungen.

A 3
19.12.16

Afshin Rattansi ("Going Underground") spricht mit bei einer öffentlichen Aufführung in London mit John Pilger über dessen Film "The Coming War on China". Auch ein paar Fragen aus dem Publikum.

RT 18
           
       

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