Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Amerikas : Kuba

    (letzter Eintrag 2.5.26)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
24.10.07

Bush (OT) und Rice drohen Kuba und bekräftigen Blockadepolitik, Kuba beklagt US-Terror (Carilles) 

A,B  
30.10.07

UN-Vollversammlung fordert ein Ende des US-Embargos

E

1

8.1.08

Energieknappheit führt zu Ökorevolution. Fortschritt mit Fahrrädern, Pferdekarren und Ochsenpflug.

B

3

1.3.08

"Fidels treue Kinder" - Reportage über das Schulsystem und die "Indoktrination" von Jugendlichen. Die Reporterin Melissa Montero ist deutlich voreingenommen, trotzdem interessante Einblicke.

Diskussion über "Kuba ohne Fidel", u.a. mit George Galloway.

arep

B

22

9

23.4.08

Bericht über Reformen in der Landwirtschaft und Konsumerleichterungen. 

B

3

12.6.08

Die Regierung verkündet das Ende der Einheitslöhne. Damit beendet das Land seinen Weg, zu zeigen, daß Arbeit und Versorgung zwei separate Menschenrechte sind. Schade, Che wollte noch das Geld ganz abschaffen.  Besonders traurig, daß diese "Reformen" als "Demokratisierung" bezeichnet werden. Im Gegenteil wird eine solche dadurch verhindert.

B

2

8.9.08

Haiti / Kuba : Der Hurrikan Ike hat Haiti nur gestreift, aber zu neuen Überschwemmungen geführt, mindestens 60 Tote. Auf Kuba richtet er schwere Schäden an, aber über eine Million Menschen sind vorher in Sicherheit gebracht worden. AlJazeeras Korrespondentinnen berichten von den beiden so völlig verschiedenen Nachbarinseln. CNN berichtet über US-Hilfe für Haiti; Hilfe für Kuba hat die Bush-Regierung ausdrücklich abgelehnt.

A,C zus.7
9.9.08 Haiti / Kuba :Der Hurrikan Ike verwüstet große Teile beider Inselstaaten. Auf Kuba zwei Tote, auf Haiti etwa 60. 

A

zus.5

17.9.08 Bericht über Folgen der Hurrikankatastrophe, schwerer Rückschlag für die Wirtschaft, neue Regeln bei der Landzuteilung.

B

2

7.10.08 Wiederaufbau nach den Zerstörungen durch zwei Hurrikane.

B

3

11.10.08

Bericht über die Versorgungsprobleme Kubas nach den Hurrikanen.

C

2

19.9.09

 

"Tauwetter für Schwule" - Reportage von Marco Berger  (NNA)*

Text von der arte-Seite: "Eine neue Offenheit hat in Havanna Einzug gehalten. Zwar löst sie nicht Armut und Wohnungsnot, auch politisch Andersdenkende bleiben hinter Gittern. Der zaghafte Wandel bringt einer Minderheit jedoch inzwischen Errungenschaften, die in anderen Gesellschaften seit Jahrzehnten kein Thema mehr sein sollten.
In Kuba sollen Schwule, Lesben und Transsexuelle endlich auf der Straße spazieren können, ohne belästigt zu werden. Dafür setzt sich Mariela Castro ein, Nichte von Fidel und Tochter von Staatschef Raúl Castro. Seit dem Tod ihrer Mutter ist Mariela sozusagen die First Lady in der sozialistischen Republik.
Laut einem früheren Vertrauten der Castros gilt sie als Rebellin der Familie, die in Filmen der 80er Jahre auch schon mal oben-ohne mitwirkte. Mit all ihrer Macht kämpft Mariela für die Akzeptanz von Homosexualität, organisiert Kampagnen und setzt sich für eine effektive Prävention gegen AIDS ein.
Doch die vorsichtige Öffnung gegenüber Andersfühlenden kann über eines nicht hinweg täuschen: Echte Reformen bleiben in Kuba im Keim erstickt."

arep

 

6

 

20.3.10

 

 

 

"Warten auf die Wende" - Reportage von Bertrand Coq und Guillaume Martin   Ein reichlich ideologisch eingefärbter Bericht, der die Besonderheiten und Vorteile des Lebens in einem sozialistischen Entwicklungsland ignoriert. Trotzdem interessante Einblicke in den eigentlich ganz erträglichen Alltag.    ¤

Text von der arte-Seite: "Jeden Tag rutscht die Wirtschaft auf Kuba ein Stückchen tiefer in die Miesen und mit ihr auch die Hoffnung der Menschen auf die Reformen, die Raul Castro, Fidels Bruder, so vollmundig angekündigt hat. Die Kubaner sind es müde: müde, den täglichen Mangel zu ertragen, das Fehlen von Wohnungen, das ewige Sichdurchwursteln mit vielen kleinen Jobs, um das Leben halbwegs zu finanzieren. Fast mehr als die Freiheit fehlt ihnen das tägliche Brot, um satt zu werden.
Bis heute importiert Kuba mehr als 80 Prozent der dort konsumierten Nahrungsmittel. Das ist teuer, denn es kostet die begehrten Devisen – deshalb will die Regierung die Landwirtschaft wieder für den landeseigenen Bedarf reanimieren. Allerdings wollen sie keine Staatskolchosen mehr gründen, denn dieses Modell aus alten sozialistischen Zeiten hat ausgedient: zu groß, zu unflexibel, zu unwirtschaftlich.
Die Regierung ermutigt stattdessen die Privatinitiative und bietet Bauern tausende Hektar Brachland zur Kultivierung. In der Hauptstadt wird ein Teil der kleinen staatlichen Läden privatisiert. Im Gegenzug wollen sie die Arbeiterkantinen und die Lebensmittelkarten abschaffen – beides diente dazu, den Mangel im staatsozialistischen System auszugleichen. Dafür hat das Land im Konkurs kein Geld mehr.
Unsere Reporter haben Kubaner getroffen, die mutig und offen mit ihnen redeten: Über ihren Überdruss, ihre Desillusionierung – aber auch über ihren Hoffnung, dass sich ihr Land eines Tages öffnen wird, nach außen ebenso wie im Innern."

arep

 

 

 

24

 

 

 

20.5.10

Das Land leidet seit Monaten unter einer Dürre.

E

1

5.7.10

Bericht und Hintergrund über politische Gefangene in Kuba. Der Dissident Guillermo Farinas ist seit drei Monaten im Hungerstreik, er fordert die Freilassung von 26 kranken politischen Gefangenen. 

E

6

7.7.10

Nach Vermittlung der katholischen Kirche will die Regierung 52 politische Gefangene freilassen.

A,E

zus.3

8.7.10

52 politische Häftlinge sollen in den nächsten Monaten freigelassen werden und nach Spanien abgeschoben werden.  - Das arte-Filmteam trifft sich in Havanna mit "Regimegegnern", die außer Sprüchen ("Wir wollen Freiheit und das Ende des Kommunismus") kaum Programmatisches zu bieten haben.

arj

6

13.7.10

Eine erste Gruppe von inhaftierten "Dissidenten" darf nach Spanien ausreisen. - Ein Bericht über das angebliche Elend der Kubaner, fast jeder Befragte will am liebsten in die USA abhauen. Eine Frau weist aber auch darauf hin, daß die wirtschaftlichen Probleme Kubas die Gleichen sind wie die jedes anderen Drittwelt-Landes. 

arj

6

18.7.10

Stefan Schaaf berichtet über Ärzte aus Kuba, die als Helfer nach Venezuela geschickt wurden, aber dann nach Kolumbien "geflohen" sind und dort jetzt an Privatkliniken ihre Ausbildung zu Geld machen.    ¤

WS

8

29.8.10

"Comandante" - Dokumentarfilm von Oliver Stone über sein Interview mit Fidel Castro im Jahr 2003.   (NNA)*      ¤

BR

95

10.9.10

Fidel Castro hat klargestellt, daß er falsch verstanden worden ist. Sein Zitat, das als angebliche Sensation durch alle Medien ging, bedeutete nicht, das kubanische Wirtschaftsmodell funktioniere nicht mehr. Im Gegenteil, es ist das kapitalistische Modell, das nicht mehr funktioniert.  - Bin gespannt, wer jetzt über das Dementi berichten wird.    ¤

A

1/2

11.9.10

arte und Euronews berichten zwar über Fidel Castros Dementi, ohne aber zu erklären, was er nun wirklich gesagt hat. Bei arte läuft es mehr darauf hinaus, sich über den alten Mann lustig zu machen. Ziemlich arm. Die anderen Sender, soweit ich gesehen habe, haben die Falschmeldungen gar nicht korrigiert.

arj,E

zus.3
10.12.10

 Demo der "Frauen in Weiß" in Havanna. Um sie herum versammeln sich Hunderte Gegendemonstranten.

NC

1

31.7.11

"Lektionen in Sachen Kapitalismus" - Stefan Schaaf berichtet über die vorsichtigen Reformen, die etwas mehr Privatwirtschaft zulassen. Handwerker und Kleinhändler dürfen jetzt in die eigene Tasche wirtschaften. Demnächst sollen sogar Wohnungen wieder verkauft werden können. (Leider vergißt der Autor in seiner Euphorie, die Folgen des Privateigentums in anderen Ländern zu erwähnen, von denen die Kubaner bisher verschont blieben.)

WS

7

3.11.11

Im sozialistischen Kuba soll zukünftig der Verkauf von Grundstücken und Wohnungen erlaubt werden. Korrespondentin Lucia Newman stellt dies als Gewinn an "Freiheit" dar, ohne auf das bislang bestehende Recht auf Wohnung (also Besitz statt Eigentum) hinzuweisen. Nur ganz am Rande erwähnt sie, daß nun viele sich keine Wohnung mehr leisten können werden. (Euronews-Bericht mit den gleichen Bildern.)

A,E

zus.3
1.1.12

Bericht von Tom Ackerman über die Wirtschaftsreformen, die u.a. private Kleingewerbebetriebe zulassen. Angeblich reicht einigen Leuten die Geschwindigkeit der Rückkehr zum Kapitalismus nicht. Jedenfalls reicht sie Obama nicht, um die Handelssanktionen aufzuheben.

A

3

2.1.12

"Insel aus einer anderen Zeit - Kuba vor dem Wandel" - Film von Christoph Röckerath.  Leider NNA)*, aber laut jW sehenswert. (Anfang fehlt leider)  Beim redblog gibt es eine kritische Würdigung des Films: "Das enge Weltbild des Christoph Röckerath"   ¤

ZDF

45
28.3.12 Der greise Chef der Katholikensekte besucht Kuba. Er feiert mit 200.000 Anhängern und trifft Regierungsvertreter sowie den greisen Fidel Castro (weswegen er sicher von Frau Merkel exkommuniziert werden wird). Er redet irgendwas von politischen Freiheiten und dummes Zeug über den Marxismus, spricht sich aber auch gegen das Wirtschaftsembargo der USA aus. Drei Berichte, und bei Euronews interessanter Hintergrund über Katholizismus in Kuba. A,TT,JA zus.10
           
17.12.14 Kuba / USA : Nach 55 Jahren Isolation wollen die USA und Kuba wieder Beziehungen aufnehmen. Gleichzeitige Erklärungen von Obama und Raoul Castro. Beide Länder lassen Gefangene frei.  - Hauptthema der meisten Sender, bei CNN fast das einzige Thema. Hier zwei Berichte, NNA)*  ¤ A,TS zus.6
18.12.14 Kuba / USA : Mehr über die plötzliche Annährung zwischen den USA und Kuba, mit der auch die USA ihre eigene Isolation gegenüber Lateinamerika durchbrechen wollen. Die Einigung soll maßgeblich durch Vermittlung von Papst Franz zustande gekommen sein. A,E zus.5
10.4.15 USA  / Kuba : Beim Amerika-Gipfel in Panama gibt es ein Treffen von Raoul Castro mit Obama, die erste solche Begegnung seit über 50 Jahren. George Galloway lobt bei Sky News Obama für seinen Mut, das alberne Embargo endlich zu durchbrechen. Sky,E zus.5
11.4.15 Kuba / USA : Erstes direktes Gespräch zwischen Obama und Castro in Panama. Am Rande der Konferenz brüllen sich Anhänger der Revolution und Exil-Kubaner gegenseitig an. A,TS,E zus.6
5.7.15 Talk to AlJazeera: Lucia Newman spricht in Havanna mit Gerhardo Hernandez, einem der von den USA nach 16 Jahren freigelassenen "Cuban Five"  (NNA)* A 25
           
20.9.15 Papst Franz besucht Kuba. Gottesdienst auf dem Platz der Revolution in Havanna, Treffen mit den beiden Castros. Bericht von Lucia Newman. A 2
3.2.16 "Cuba Year Zero" - Film von Rodrigo Vasquez. Der Filmemacher beobachtet, wie das Land sich durch die kapitalistischen "Reformen" verändert. (P+P, erster von zwei Teilen.)   (NNA)*   ¤ A 25
           
11.2.16

"Cuba Year Zero" (Teil 2) - Film von Rodrigo Vasquez über den Wandel durch die Annäherung an die USA. (leider NNA)*

A 25
           
17.2.16 "Cuba for Sale" - Film von Juliana Ruhfus und Seamus Mirodan über den befürchteten Ausverkauf Havannas an reiche US-Amerikaner.  (NNA)*   ¤ A 25
           
20.3.16 Obama kommt in Havanna an, zum ersten Besuch eines US-Präsidenten in Kuba seit 90 Jahren. A,E zus.5
21.3.16 Berichte und Hintergrund über das Treffen von Präsident Obama mit Präsident Castro.  (NNA)* A,E zus.8
22.3.16 Von Obamas Besuch in Kuba nur noch ein kurzer OT von seiner Rede, in der er das Ende des Embargos ankündigt. (Wurde allerdings bei AJE auch komplett live übertragen.) A 1
17.9.16

 

 

"Sag mir, wo Du stehst!" - Reportage von David Muntaner, Hélène Eckmann und Alex Gohari. U.a. Interessantes über die Bio-Landwirtschaft auf Kuba. (NNA)*  ¤¤

Text von arte: "Danny, Spitzname "Paquete", ist in Havanna ein berühmter Mann, dank seiner genialen Idee: Er bringt den Kubanern das amerikanische Fernsehen ins Haus. Im Land der Zensur und der endlos langen Diskussionsendungen im Staats-Kanal verkauft er jede Woche Festplatten mit gut 40 Stunden Filmen, Serien und Sport aus dem Land des ehemaligen Klassenfeinds. Mit diesen sogenannten "Paquete" erreicht er 90 Prozent der Kubaner. Das hat ihn mit seinen 26 Jahren schon zu einem wohlhabenden Mann gemacht, obgleich sein Unternehmen illegal ist, doch toleriert von der Regierung, dank einiger Auflagen, über die Danny nicht so gerne spricht.
Bei Vinales, 180 Kilometer von Havanna entfernt, bestellt Yoel Acosta seine Felder, wie alle Bauern hier seit eh und je, mit Hilfe seiner Zugochsen. Reis baut er an, Süßkartoffeln, Maniok und Tabak. Nach der Tabakernte kommen die Staatsbeamten und nehmen sich 90 Prozent der kostbaren von Hand gehegten und gepflückten Blätter. In den Staatsbetrieben rollen sie die zu Zigarren, das bringt Devisen ins Land. Offiziell ist Yoel sehr stolz darauf, mit seinem Tabak die Revolution zu finanzieren – aber wie die Zukunft seiner beiden Töchter wohl einmal aussehen wird, in diesen neuen ungewissen Zeiten, daran mag er nicht so gerne denken."

arep

 

25

 

16.9.17 Julia Galiano berichtet über die schweren Schäden durch den Hurrikan "Irma" und den beginnenden Wiederaufbau. A 3
6.1.18 "History through Cuban eyes: Noticiero ICAIC" - Sonderausgabe des "Listening Post" über die Wochenschauen des Kubanischen Filminstituts ICAIC von 1960 bis 1990, die zusammen ein lebendiges Archiv der kubanischen Geschichte ergeben. (NNA)* A 24
            
19.4.18 Die Nationalversammlung hat Miguel Diaz-Canel zum neuen Präsidenten gewählt, der Nachfolger von Raoul Castro wird anschließend vereidigt. A,ht,E zus.7
           
13.6.20

 

 

"Alles Bio" - Reportage von Thomas Dandois und Alexandre Kogan über biologische Landwirtschaft in Kuba. Zuerst eine Notlösung zur Versorgung trotz US-Embargo, inzwischen ein Modell für die ganze Welt.  ¤

Text von arte: "Auf Kuba produzieren heute allein 4000 landwirtschaftliche Kleinbetriebe in den Städten jährlich 1,5 Millionen Tonnen Gemüse, ohne Pestizide, Herbizide und Kunstdünger – vor allem für die Kunden in der unmittelbaren Nachbarschaft. Dieses kleine Wunder, und ganz nebenbei der Traum vieler Vordenker in den reichen Industrienationen, entwickelte sich auf der Karibikinsel.
Denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1990 verlor Kuba mit einem Schlag seinen wichtigsten Verbündeten und treuesten Förderer. Nach der Kuba-Krise und dem Embargo durch die USA 1962 war vor allem die Sowjetunion Kubas überlebenswichtiger Handelspartner: Sie lieferte Öl, Pestizide, Kunstdünger und Herbizide.
Also rief der große Führer Fidel Castro die Bio-Revolution aus, um eine Hungersnot zu verhindern – Wissenschaftler und Bauern entwickelten über die Jahre Alternativen aus der Natur, um ohne Chemie zu ackern und zu pflanzen. Heute sieht man den Erfolg vor allem an den Bienen. Während weltweit die Insekten an der Agrochemie in der Industrielandwirtschaft sterben, sind die Bienen auf Kuba voll in Form. Dort sterben nicht wie bei uns jeden Winter 20 bis 30 Prozent der Völker. Kuba produziert heute Honig garantiert ohne Pestizide, der in der ganzen Welt begehrt ist. Kuba könnte, bei allen seinen Mängeln und Fehlern im System und den gravierenden Verstößen gegen die Menschenrechte immerhin beim Bio-Landbau ein Vorbild sein."

arep

 

 

25

 

 

28.11.20

Mehrere hundert Künstler demonstrieren vor dem Kulturministerium in Havanna. Sie protestieren gegen die Behandlung von dissidenten Jugendlichen durch die Behörden und verlangen von der Regierung einen Dialog. U.a. war ein Rapper zu acht Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er einen Polizisten beleidigt haben soll. 

A

2

             
29.11.20

Die demonstrierenden Künstler haben eine "historische" Einigung mit der Regierung zum Thema Meinungsfreiheit und Freiheit der Kunst erzielt. (Leider nicht mehr Details.)   

A

1
12.1.21

Eine Woche vor dem Ende seiner Amtszeit setzt Donalds debiler Außenminister Pompeo Kuba auf die Liste der "Terrorstaaten", ein Akt, der von der nächsten Regierung erst in einem langwierigen Verfahren wieder aufgehoben werden kann. Infos aus Havanna von Ed Augustin, Meldung bei PressTV. Sonst hat sich kein Sender dafür interessiert.  ¤

A,P

zus.3

16.4.21 Raul Castro tritt als Chef der Kommunistischen Partei zurück und beendet die Ära Castro. Einige Infos, ein Bericht von Lucia Newman und Einschätzungen von Prof. Philip Brenner. A 14
             
11.7.21

In mehreren Städten demonstrieren Tausende gegen die Regierung, rufen "Liberdad!" und fordern ein Ende der Herrschaft der KP. Offenbar die größten Proteste seit Jahrzehnten. Auch in Miami demonstrieren Exil-Kubaner. Präsident Diaz-Canel beschuldigt die USA, sie stünden hinter der Unruhe. Es gibt auch Gegendemonstrationen zur Verteidigung der Revolution.  - Bei AJE Infos aus Havanna von Ed Augustin, bei CNN von Patrick Oppmann.  ¤

A,B,C,E zus.12
             
12.7.21

Nach den Protestkundgebungen in Kuba erklärt US-Präsident Biden, er stehe hinter dem kubanischen Volk und dessen Protest gegen ein "autoritäres Regime", und er habe nicht vor, die Wirtschaftssanktionen gegen Kuba (die der Hauptgrund für dessen Wirtschaftsprobleme sind) aufzuheben. Bei CNN berichtet Patrick Oppmann aus Havanna. Berichte auf deutsch bei arte, ARD und Euronews.

A,C

arj,TS,TT,E

zus.5

zus.6

13.7.21

Die Polizei und tausende mit Knüppeln bewaffnete Regierungsanhänger verhindern weitere Demonstrationen. Mehr als 100 Demonstranten wurden verhaftet. Der Zugang zum Internet und zu sozialen Medien wurde eingeschränkt. Präsident Diaz-Canel nennt die Demonstranten "Kriminelle" und macht die USA sowohl für die Proteste als auch für die Wirtschaftsprobleme des Landes verantwortlich. Bei der ARD Berichte von Xenia Böttcher.

A,C,arj, TS,TT

zus.11
             
17.7.21

In Havanna demonstrieren tausende Leute, diesmal für die Regierung und den Sozialismus. Präsident Diaz-Canel behauptet, die Berichte über regierungsfeindliche Proteste seien Lügen. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen (u.a. AI) sind nach den Protesten mehr als 400 Leute verhaftet worden, 200 davon sitzen immer noch in Haft. Bei AJE zwei Berichte, einer bei CNN.

Im "Listening Post" ein Beitrag über den Umgang des kubanischen Regimes mit den Protesten, die Einschränkungen der Kommunikation und die Schwierigkeiten, ein objektives Bild zu bekommen.  (NNA)*

A,C

A

zus.11

11

                   
8.9.23

Kuba / Russland : In Kuba sind 17 Personen verhaftet worden, die zu einem Netzwerk gehören sollen, das in Kuba Söldner für Russlands Krieg gegen die Ukraine rekrutiert hat. Etwa 24 Männer sollen sich als Söldner verpflichtet haben. Kuba ist zwar ein enger Verbündeter Russlands, unterstützt aber dessen Angriffskrieg nicht. Bei CNN Infos aus Havanna von Patrick Oppmann.

A,C,E zus.4
19.10.24

KUBA : Seit zwei Tagen landesweiter Stromausfall. Anscheinend Folge der Überlastung des völlig veralteten Stromnetzes, Folge der US-Sanktionen. Ed Augustin berichtet aus Havanna.

A 2
             
18.1.25

Die Biden-Regierung hat als eine ihrer letzten Amtshandlungen einige der Sanktionen gegen Kuba aufgehoben und das Land von der Liste der "Terrorstaaten" genommen. Im Gegenzug lässt Kubas Regierung 500 politische Gefangene frei. Die meisten davon waren bei Massenprotesten und Unruhen im Sommer '21 verhaftet worden. Aus Havanna berichtet Ed Augustin.

A

3
           
11.2.26

Seit sechs Wochen blockieren die USA alle Öllieferungen nach Kuba, die früher vor allem aus Venezuela kamen. In der Folge müssen dort Krankenhäuser und Universitäten schließen. Ed Augustin berichtet aus Havanna.

A 3
             
13.2.26

Seit mehr als einem Monat blockieren die USA alle Öllieferungen nach Kuba, die früher vor allem aus Venezuela kamen. In Havanna gibt es kaum noch Benzin, jeden Tag fällt der Strom aus. Bei ntv ein Bericht vonPierre Hattenbach.

n-AR 3
15.2.26 Seit sechs Wochen blockieren die USA alle Öllieferungen nach Kuba, die früher vor allem aus Venezuela kamen. In Havanna fahren fast nur noch Fahrräder und Elektrorikschas, manche mit eigenem Solarstrom.  A 2
           
16.2.26

Eine weitere Folge der Ölblockade der USA ist, daß in Havanna der Müll nicht mehr abgeholt wird (offenbar wegen fehlendem Treibstoff).

A

1

18.2.26

Bei CNN berichtet Patrick Oppmann aus Havanna über die Auswirkungen der US-Ölblockade. Rikschas statt Autos, Fischerboote können nicht ausfahren, Lebensmittel werden teurer. - Russlands Außenminister kündigt an, Kuba zu versorgen.

C

3

21.2.26

Der Journalist Eyder Peralta (NPR) war gerade in Kuba und berichtet über Auswirkungen der US-Ölblockade. Ständige Stromausfälle, immer mehr Leute benutzen eigene Solaranlagen, in den Straßen stapelt sich der Müll, einige Lebensmittel werden knapp.

C

7

25.2.26

Als Reaktion auf die Blockade Kubas durch die USA hat Mexiko zwei Schiffe mit humanitären Hilfsgütern nach Kuba geschickt. Juliana Galiano berichtet aus Veracruz.

Kubas Küstenwache hat ein Schnellboot abgefangen, mit dem eine Gruppe von bewaffneten Exilkubanern aus Florida ins Land eindringen wollten. Bei dem Zwischenfall an der Küste vor Villa Clara wurden vier der Männer an Bord getötet. Trumps Außenminister behauptet, die US-Regierung habe mit den Leuten nichts zu tun. Meldung bei AJE, bei CNN Einschätzungen von Will Freeman.

A

A,C

2

zus.4

                 
26.2.26

Bei arte ein Bericht über den Zwischenfall mit einem Schnellboot von Exilkubanern vor der Küste Kubas. Von den zehn Insassen wurden vier getötet, die anderen sechs wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht.   

arj

2

16.3.26

Erneut landesweiter Stromausfall. Bei CNN Infos aus Havanna von Patrick Oppmann. - Donald Trump erklärt, er werde Kuba demnächst "übernehmen".

A,C

zus.3
17.3.26

Ed Augustin berichtet aus Havanna. Nach dem Stromausfall gehen dort die Lichter wieder an, im Rest des Landes noch nicht. Hauptursache ist die Ölblockade der USA.

A

2

19.3.26

Ein Flugzeug hat einige Tonnen Hilfsgüter nach Havanna gebracht, vor allem für Krankenhäuser. Ein Zeichen der Solidarität von Unterstützern aus 100 Ländern.

arj

2

20.3.26

Wegen der US-Blockade hat das Land seit drei Monaten kein Öl mehr bekommen. Ed Augustin berichtet aus Havanna über die Auswirkungen im Alltag der Leute.   

A

3

             
22.3.26

Nach zwei landesweiten Stromausfällen in einer Woche gibt es inzwischen wieder Strom. - Lucia Newman berichtet aus Havanna über den Stromausfall und über wachsende internationale Solidarität und Lieferungen von Hilfsgütern.

A

4

             
23.3.26

Seit vier Jahren lässt die Regierung ausländische "Investoren" ins Land. Das Trump-Regime lehnt aber jede Zusammenarbeit mit dem sozialistischen Land ab. Lucia Newman berichtet aus Havanna und zeigt, wie dringend Investitionen in die Infrastruktur nötig wären.

A

3

             
24.3.26

In Havanna ist eine kleine Flottille von internationalen Aktivisten angekommen, die auf ihren Booten Hilfsgüter für die unter der US-Blockade leidende Insel mitbringen. Einige der Teilnehmer waren schon bei der Solidaritätsflottille für Gaza dabei. Aus Havanna berichten Mariana Sanchez und Patrick Oppmann.

A,C zus.5
             
25.3.26

Claudia Bates und Steffanie Riss berichten über die Auswirkungen des Ölembargos, mit dem Trump das sozialistische Land in die Knie zwingen will. Tabakbauern, die ohne Strom ihre Felder nicht bewässern können, Zusammenbruch der medizinischen Versorgung, kein heißer Kaffee für die nicht mehr kommenden Touristen, Müll auf den Straßen, weil die Müllabfuhr kein Benzin hat. Der Bericht spricht immer wieder von "Misswirtschaft und Korruption", ohne das irgendwie zu belegen. Man fragt sich allerdings, warum die Sonneninsel sich nicht längst mit Solarenergie unabhängig von Ölimporten gemacht hat.  ¤

auslndsjnl 7
29.3.26

Ein russischer Öltanker ist auf dem Weg nach Kuba. Trump erklärt, er habe damit "kein Problem", obwohl die USA seit zwei Monaten alle Öllieferungen an das Land blockieren. Lucia Newman berichtet aus Havanna.

A

2

30.3.26

Ein russischer Tanker mit 100.000 Tonnen Rohöl ist in Kuba eingetroffen. Bis das Öl raffiniert ist und ausgeliefert werden kann, dauert es aber noch drei Wochen. Lucia Newman berichtet aus Havanna.

A

2

1.4.26

Infolge von Stromausfällen und fehlendem Sprit kann Kubas Landwirtschaft nicht mehr normal produzieren. Viele Lebensmittel verrotten, bevor sie verarbeitet werden können, ohne Diesel kann man nicht mit dem Trecker pflügen. Es drohen deshalb auch bei Lebensmitteln Versorgungsprobleme. Lucia Newman berichtet aus Quivican.

A

3

           
16.4.26

Reportage aus Havanna von Stuart Ramsay. Über die Notlage durch den Mangel an Treibstoff. Leute suchen in Müllbergen nach Essbarem. Lange Schlangen vor leeren Lebensmittelläden. Leere Apotheken. Tausende kommen zu einer Armenküche. Pferdekarren auf der Straße. Ramsay benennt die Ursache deutlich: nicht eine angebliche Korruption und Misswirtschaft, sondern der Wirtschaftskrieg der USA.  ¤

Sky

13

             
2.5.26

Das Trump-Regime hat neue Sanktionen gegen Kubas Wirtschaft verhängt. In Havanna demonstrieren am 1.Mai Tausende gegen den Imperialismus - früher waren es Millionen. Ed Augustin berichtet aus Havanna.

A

3

             
       

  Sender-Schlüssel

  Das Archiv (nach Themen)

  Das Archiv (nach Datum)

      HOME