Afrika: Ausbeutung, Rohstoffe, "Entwicklungshilfe", Landraub                                                                  (letzter Eintrag 1.9.18)

Neue Zusammenstellung, nur Titel, die auf DVD gebrannt wurden.

Datum Beitrag Sender  (Schlüssel) Länge (Min.)
     Afrika : Ausbeutung  DVD #1    
21.3.13

"Wege aus der Armut" - nano-spezial über neue Modelle der Entwicklungshilfe. Darin auch ein Gespräch mit Jean Ziegler über die Verantwortung für den Hunger. (NNA)*

nano

28

12.4.13

"The Secret of the Seven Sisters", Teil 2: "The Black Eldorado" - Die Serie behandelt die Geschichte des Kartells der sieben weltweit operierenden Ölkonzerne. Hier, im zweiten Teil, geht es um die Ölförderung in Afrika und die diversen Kriege und Bürgerkriege, die dadurch entstanden oder angeheizt wurden, u.a. in Libyen, Algerien, Gabun, Nigeria, Angola, Sudan und nochmal Libyen. Spannend. Video unter dem Link. (Leider NNA)*   ¤¤

A

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21.6.13

"Der große Treck": im "auslandsjournal-extra" ein Bericht von Winfried Bauer und Jörg Brase über Buren aus Südafrika, denen es dort ohne Sklaverei nicht mehr gefiel und die dann mit schweren Landmaschinen nach Kongo-Brazzaville umgesiedelt sind, um dort den dummen Negern zu zeigen, wie man richtig Landwirtschaft macht. Mit maximaler Naturzerstörung, aber eher mäßigem Erfolg. Der Bericht betrachtet den rassistischen Irrsinn durchaus freundlich.

3sat

15

17.8.13

Our World: "Clinton in Africa" - Film von Komla Dumor über das "philantropische" Engagement der Clinton-Familie. U.a. beweist Bill Clinton, daß er den Völkermord von 1994 bis heute nicht wirklich verstanden hat. (Er redet davon, da hätten sich Leute gegenseitig umgebracht). Gespräch mit Paul Kagame über die Rolle der USA damals. Clinton kümmert sich jetzt vor allem um die landwirtschaftliche Entwicklung. Zum Thema der Bemühungen westlicher Menschenfreunde, Afrikas Landwirtschaft in den Weltmarkt einzubinden und dabei die Selbstversorgung zu zerstören, heute auch ein spannender Hintergrundbeitrag in der jungen Welt: "Bill Gates in Afrika" -    ¤

B

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19.1.14

"Wie fair ist der faire Kaffee-Handel?" - Peter Schreiber berichtet aus Kenia. Der Preis für Kaffeebohnen und damit der Lohn der Kaffeebauern wird am Weltmarkt bestimmt. Die größten Gewinne werden beim Handel und in den Röstereien der Industrieländer gemacht. Für die Rohstofflieferanten, die die Hauptarbeit leisten, fallen nur Almosen ab. Durch das weltweite Überangebot fällt der Kaffeepreis ständig. "Fair gehandelter" Kaffe fängt immerhin die ständigen Preisschwankungen ab und stützt Genossenschaften von Kleinbauern. - Guter Bericht. Man hätte noch darauf verweisen können, daß eigentliche Ursache von "ethnischen" Massakern in Afrika immer wieder die wirtschaftliche Notlage ist, für die Manche dann einen Sündenbock verantwortlich machen, statt den Fehler im System zu erkennen. Beim Völkermord in Ruanda ist der Zusammenhang mit dem Absturz des Kaffeepreises deutlich nachgewiesen.   ¤

WS

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18.2.14

 

 

 

 

"Big Men - Die Ölbarone von Afrika" - Dokumentation von Rachel Boynton  (NNA)*    ¤

Text von der arte-Seite: "Als vor der Küste Ghanas Erdöl entdeckt wird, bricht der Inhaber eines auf Off-Shore-Bohrungen spezialisierten Unternehmens aus Dallas auf, um das bislang vom Erdölfieber verschonte Land für sich zu erobern. Mit der Unterstützung einiger Hedge-Fonds und einem Vertrauensvorschuss der ghanaischen Regierung setzt er alles auf eine Karte. Doch die Regierung wird abgewählt.
Um welchen Preis wird der verbissene kapitalistische Wettlauf um die letzten Rohstoffressourcen der Erde geführt? Und wer hat was dabei zu gewinnen? Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen entwirft der Dokumentarfilm eine alptraumhafte Vision der Zukunft Ghanas, die sich aus einer näheren Betrachtung der Situation im Nachbarland Nigeria ergibt. Dort wird bereits seit den 50er Jahren Erdöl gefördert. 60 Jahre und Abermillionen verkaufte Barrel später profitiert die Bevölkerung noch immer nicht von den vereinnahmten Erlösen - stattdessen sind unzählige Milliarden in die Taschen korrupter Honoratioren, Politiker, Erdölfirmen und Zulieferer gewandert. Der direkte Vergleich dieser beiden unterschiedlichen Welten - ein Erdölland am Anfang seiner Fördergeschichte und ein anderes, das schon seit drei Generationen unter dem Fluch des schwarzen Goldes leidet - zeichnet ein überraschend mildes Bild des Menschen und seiner Habgier.
Über den eigentlichen Erzählstrang mit seinen dramatischen Wendungen hinaus, lässt der Dokumentarfilm dem Zuschauer genügend Raum, sich seine eigene Meinung über das erbarmungslose Spiel der Kräfte im guten alten kapitalistischen System zu bilden, in dem all die "kleinen Männer" keine Chance haben, die davon träumen, eines Tages reich und mächtig zu werden."   

arte

 

 

 

 

96

 

 

 

 

      Afrika : Ausbeutung DVD #2    
29.1.14

"Ethiopia: Land for Sale" - Film von Veronique Mauduy und Romain Pelleray. Ausländische Konzerne kaufen Land und lassen darauf für den Export produzieren. Die indigenen Kleinbauern werden mit Gewalt von ihrem Land vertrieben, sie verlieren ihre Lebensgrundlage und ihre Kultur, die ursprüngliche Landschaft und Natur werden zerstört.  (P+P)   ¤¤

(Der gleiche Film lief auch bei PressTV am 20.7.14.)

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26.6.14

"Süßes Gift - Hilfe als Geschäft" - Film von Peter Heller über die Kritik von Afrikanern an der westlichen Entwicklungshilfe, die zu Abhängigkeit und Lethargie führt. Am Turkanasee in Kenia, in Mali und in Tansania führt der Film die Folgen des (gutgemeinten) Versuchs auf, traditionelle Gesellschaften in die globalen Markt einzubinden, wobei die sozialen und ökologischen Folgen kaum bedacht wurden. Einige Beispiele von grotesk gescheiterten Vorzeigeprojekten. Die Hilfe ist ein Geschäft  für die Geber, und für ihre Empfänger ein gefährliches Suchtmittel. - Sehr sehenswert. - Sehr gute Rezension von Wilfried Hippen in der taz.   ¤¤

WDR

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28.7.14

"Empire - The new scramble for Africa" - "Decades after the European powers carved up the African continent for their own imperial needs, Africa is undergoing a new wave of resource and strategic exploitation – some are calling it the new scramble for Africa." "Caught between competing powers to the West and East, how can Africa emerge from the race for its riches?" -  Sendung von Marwan Bishara über den Wirtschaftsaufschwung in Afrika und die Interessen der Globalmächte (speziell China und Frankreich) in Afrika. Hintergrundbeiträge und Gespräche mit diversen afrikanischen Intellektuellen und Experten.  (NNA)*   ¤

A

47
           
30.4.15

Ein Beitrag bei "Monitor" zeigt, wie die EU mit ihrer Wirtschaftpolitik die Gründe schafft, warum in Afrika massenweise Menschen die Lebensgrundlage verlieren und versuchen, nach Europa auszuwandern. Fischer, denen die Fangschiffe der EU das Meer leergefischt haben. Bauern, die ihre Produkte nicht mehr loswerden, da die EU massenhaft subventionierte Billigprodukte nach Afrika exportiert und damit den Binnenmarkt zerstört. Ländern, die sich bisher mit Einfuhrzöllen dagegen geschützt haben, zwingt die EU neue Freihandelsabkommen auf, um auch sie auf die neoliberale Linie zu bringen.   ¤

Monitor

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8.6.15

Die G7 fördern Investitionen westlicher Konzerne in die Landwirtschaft Afrikas. Der Bericht von Jörg Brase zeigt ein Beispiel aus Tansania. Die Regierung will Kleinbauern ihr Land abkaufen, damit der Konzern "EcoEnergy" dort in industriellem Maßstab Zuckerrohr produzieren kann. Brase tut so, als würde dies der Ernährung des Landes dienen. Claus Kleber stellt in seiner Moderation aber klar, daß dort Biosprit produziert werden soll.

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7.9.15

"Hungrig nach Profit - Wem dient die deutsche Entwicklungshilfe?" - Film von Christian Jentzsch. In Sambia und in Thailand werden Landwirtschaftsprojekte besucht, wo mit deutschem Staatsgeld deutsche Firmen gefördert werden. Die arme Landbevölkerung vor Ort hat kaum etwas davon.  ¤

WDR 44
      (Afrika : Ausbeutung DVD #3)    
27.11.15

Thema im Wirtschaftsmagazin "makro": der ungerechte Handel Europas mit Afrika und das erpresserische "Freihandelsabkommen". (NNA)*  ¤

3sat

27

4.6.16

 

 

Äthiopien : "Grüner Hunger" - Bericht von Michael Unger, Eric Bergeron und Florence Touly über Dürre, Überschwemmungen und das Leid der Landbevölkerung unter den Wetterextremen.  ¤

Text von arte: "Alle Vorräte haben sie in dieser schlimmsten Dürre seit 50 Jahren aufgebraucht und die neue Saat ist noch lange nicht reif. Tausende Menschen flohen vor der neuen Regenflut aus ihren Dörfern, das von der Dürre ausgezehrte Vieh stirbt in der Nässe – und die Regierung Äthiopiens wirkt hilflos im Angesicht der Dauer-Krise, die auch hausgemacht ist: Im Land herrscht die autoritäre Koalition der Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker (EPRDF), von Demokratie ist keine Rede, dafür regieren Misswirtschaft, Korruption und Landraub: Menschen werden vertrieben, wer sich dagegen auflehnt, der riskiert den Tod. Die Opposition und die Presse werden von der Regierung unterdrückt. Der Staat Äthiopien mit seinen 90 Millionen Einwohnern ist noch eines der wenigen stabilen Regimes am Horn von Afrika, aber das Land steckt tief in einer humanitären und wirtschaftlichen Krise."

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26.8.16

"100 % Baumwolle - Afrikas Kindersklaven" - Film von Vanina Kanban über Kinderarbeit auf den Baumwollplantagen in Mali, Burkina Faso und Cote d'Ivoire. Kinderarbeit ist in allen drei Ländern verboten. Lokale Plantagenbesitzer und europäische Baumwollhändler liefern erstaunliche Ausreden: die Kinder würden nur spielen, oder nur für wenige Tage arbeiten, und gut bezahlt werden. Die Aufnahmen vor Ort belegen, daß das alles Lügen sind. Die Löhne (wenn denn welche gezahlt werden) liegen bei 12 Euro im Monat plus Verpflegung - für 25 Tage á 11 Stunden Arbeit. Teilweise (speziell in Cote d'Ivoire) werden Kinder gewerbsmäßig als Arbeitssklaven verkauft.  ¤

3sat

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6.7.17

Neokolonialismus : Bei ihrem Gipfel in Hamburg wollen die "G20" einen "Marshallplan für Afrika" beschließen. Statt herkömmlicher Entwicklungshilfe setzt man auf private "Investoren", die mit neuen Abschreibemodellen angelockt werden. In Afrika sollen nicht mehr Bauern für den Eigenbedarf produzieren, sondern riesige Monokulturen für den Export. Die Leute sind dann arbeitslos und können verhungern, womit ja allen gedient ist, besonders den Investoren. Wenn die wieder abziehen wie die Heuschrecken, bleibt unfruchtbare Wüste zurück.  ¤

Monitor 8
6.10.17

Landraub : Zwei Beiträge über den Dokumentarfilm "Das grüne Gold" von Joakim Demmer, über Landraub, modernen Kolonialismus und die Zerstörung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft durch europäische Konzerne in diversen Ländern Afrikas.  (NNA)*

ktzt,aspekte

zus.12
29.11.17

EU-Afrika-Gipfel in Abidjan zur Vermeidung von Flüchtlingen. Diverse Berichte, z.T. sehr kritisch über die einseitigen Wirtschaftsbeziehungen.   (NNA)*  ¤

arj,TS,hj,TT

zus.18
13.12.17

Auch Bundespräsident Steinmeier ist nach Westafrika geflogen um die Leute abzuschrecken - von einer Auswanderung nach Europa. Patricia Wiedemeyer ist mitgeflogen und berichtet aus Accra (Ghana). Bei RTL berichtet eine ungenannte Afrika-Korrespondentin (Nicole Macheroux-Denault) aus Nigeria über Migranten, die aus der Hölle Libyens zurückgekehrt sind.

R,ht

zus.4
20.6.18

 

 

 

 

"We Come as Friends" - Dokumentarfilm von Hubert Sauper über die Interessensgegensätze zwischen USA und China bei der Ausbeutung der Boden- und Naturschätze des Sudan. (leider NNA)*   ¤¤ 

Text von arte: "Nach „Darwin’s Nightmare“ erregt Hubert Sauper mit seinem Dokumentarfilm „We Come as Friends“ erneut Aufsehen und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in eines der größten Länder Afrikas: den Sudan. Dabei zeigt er ungeschönt und kompromisslos die verheerenden Folgen der Globalisierung und des Kolonialismus. Der Sudan gehört zu einem der politisch unübersichtlichsten Gebiete der Welt. Nach der sudanesischen Unabhängigkeitserklärung im Jahr 2011 ist das Land in zwei verfeindete Nationen gespalten. Der Südsudan hat sich zwar aus arabischer Bevormundung gelöst, aber muss erst lernen als unabhängiger Staat zu funktionieren. Ein selbst gebautes Kleinflugzeug ermöglicht dem Zuschauer einen Blick aus der Vogelperspektive: Wald, Müllhalden, auf das Nötigste beschränkte Dörfer und gigantische Raffinerien Seite an Seite. Die Menschen unterliegen Not und Ausbeutung. Unter dem Vorwand der Entwicklungshilfe verschmutzen Chinesen und Amerikaner die Natur, die Menschen werden enteignet. Propaganda und Paternalismus gleichkommend missionieren texanische Evangelikale das Land, versteckt hinter Projekten humanitärer Hilfe. Sauper lässt sudanesische und internationale Entscheidungsträger, Politiker und Profiteure zu Wort kommen, er verleiht aber auch den Einheimischen eine Stimme. Der Film liefert kein endgültiges Urteil, vielmehr regt er zum Nachdenken über ein komplexes und problematisches Thema an: den Neokolonialismus. Trotz möglicher Kritik an Vereinfachungen und Ungenauigkeiten hinterlässt der Film einen bleibenden Eindruck. Die eingefangen Bilder und Worte sprechen für sich. Sauper arbeitet das Wesentliche heraus: das große Fressen der Raubtiere. Denn um es mit der Stimme eines Einheimischen zu sagen: „Selbst der Mond gehört dem weißen Mann.“

arte

 

 

 

 

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      (Afrika : Ausbeutung DVD #4)    
4.11.14

Bei "Report-Mainz" ein Beitrag über das sog. "Freihandelsabkommen" EPA, das die EU afrikanischen Staaten aufzwingt. Zur Durchsetzung erhebt die EU Einfuhrzölle, um dann selber unbeschränkten Marktzugang zu bekommen und die afrikanischen Wirtschaften zu ruinieren. (Das gleiche Schema wie bei TTIP zwischen USA und Europa, der jeweils Stärkere überwältigt den Schwächeren.)

ARD

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22.7.18

Während Europa seine Grenze für Menschen aus Afrika dichtmacht, wird weiterhin massenhaft und illegal Elektroschrott nach Afrika exportiert. Ein Großteil landet auf der offenen Giftmülldeponie von Agbogbloshie (bei Accra in Ghana). Kabel und Plastikteile werden dort verbrannt, um die Metalle wiederzugewinnen. Wasser und Luft sind rund um den apokalyptischen Ort vergiftet. Christian Krönes und Florian Weigensamer haben dort den Film "Welcome to Sodom" gedreht, der zeigt, wie die Menschen mitten in dieser Hölle ihre Würde bewahren. Und warum sie jeden Grund haben, ins Paradies Europa zu flüchten.  ¤¤

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21.8.18

Landraub : "Das grüne Gold" - Film von Joakim Demmer über den Landraub durch internationale "Investoren" in Äthiopien. Mit Milliarden an "Entwicklungshilfe" werden mitten in Naturschutzgebieten Monokulturen angelegt, die Bewohner und Eigentümer des Landes werden mit Zwang und Gewalt vertrieben. Während in Äthiopien Millionen Bauern hungern, exportiert das Land Lebensmittel in die reichen Länder in Europa und am Golf. Der Film berichtet auch vom Widerstand der Bewohner, gegen den das Regime ebenfalls gewaltsam vorgeht. Deprimierend und sehr sehenswert! - Der Film ist von 2017 und konnte Entwicklungen unter der neuen Regierung noch nicht erfassen.  ¤¤

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1.9.18

"Mit offenen Karten: Chinafrika?" - Über den wirtschaftlichen Einfluß Chinas in Afrika. Genau wie Europa benutzt China Afrika als Rohstofflieferanten und Absatzmarkt für billige Massenware. Die eigenständige Entwicklung Afrikas wird dadurch behindert. In den letzten Jahren wurden z.B. in Äthiopien Industriekomplexe errichtet, in denen rechtlose Afrikaner zu Hungerlöhnen Textilien für China produzieren. Erster chinesischer Militärstützpunkt in Djibouti. 

arte

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