Was gestern im Fernsehen Wichtiges zu sehen war und von mir archiviert wurde. Täglich im rauskuck.

Afrika : Kongo-Brazzaville  (Republik Kongo)         (letzter Eintrag 13.11.16)

Datum Beitrag Sender (Schlüssel) Länge (Min.)
5.7.09   "Ein Kleptokrat lässt wählen" - Peter Schreiber über Präsident Sassou-Nguesso und eines der korruptesten Länder der Welt.

WS

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11.7.09 Vor der Präsidentschaftswahl die von der Opposition boykottiert wird.

JA

2

12.7.09

Berichte über die Wahlfarce im korrupten Staat des Sassou-Nguesso.

ari,JA

zus.3

13.7.09

Die Opposition beklagt Wahlbetrug. 

JA

2

15.7.09 Sassou-Nguesso bekommt erwartungsgemäß 78 Prozent. Wahlbeteiligung im einstelligen Bereich.

ari,JA

zus.2

16.7.09

Die Opposition protestiert gegen das Wahlergebnis. Eine große Demonstration wird von der Polizei beendet.

JA

2

9.9.09   "Oil gotten Gains" - Film von Christopher Walker und Andrew Weir über Korruption und Cliquenwirtschaft der Regierung von Sassou Nguesso, die dafür sorgen, daß vom Ölreichtum kaum etwas bei den Armen ankommt.   (P+P)  (NNA)*

A

23

        
11.8.10

Ein Bericht über die Ölindustrie des Landes, die zwar große ökologische Schäden in den Regenwäldern anrichtet, dem Land aber keinen Reichtum bringt, nur Korruption.

JA

4
10.11.10

In der Hafenstadt Point Noire vertreibt die Polizei 2000 Menschen aus einem Fischerdorf, das einem Ausbau des Hafens im Weg steht. 

JA

3

15.11.10

Ein Bericht über die Fischer von Pointe-Noire, die aus ihrem Dorf vertrieben wurden, das für einen neuen Containerhafen abgerissen wird.

JA

3

12.8.11 Während des Bürgerkriegs (1997- 2003) sind etwa 20.000 Menschen nach Gabun geflüchtet, 9000 leben noch dort. 4000 von ihnen läßt das UNHCR jetzt mit Bussen zurück in die Heimat bringen. Bericht von Martin Mateso.

JA

3

4.3.12

In Brazzaville explodiert ein Munitionslager. Ein ganzer Stadtteil wird zerstört, Tausende von eingestürzten Häusern, über 200 Tote, über 2000 Verletzte. Ursache unklar, Putschgerüchte.   ¤

A,E,JA

zus.6
           
5.3.12

Nach der Explosionskatastrophe, Bilder totaler Zerstörung, Suche nach Überlebenden, internationale Hilfsanstrengungen.  ¤  - Soweit ich gesehen habe, hat kein deutscher Sender (außer Euronews) über die Katastrophe berichtet  (jedenfalls nicht länger als 15 Sekunden), obwohl es reichlich Bilder gab. Amerikanische Tote (dort sind bei Tornados etwa 50 Menschen gestorben, was auf allen Sendern in Endlosschleife lief) sind für deutsche Journalisten eben spannender als tote Neger.

E,JA

zus.4
6.3.12

Der zerstörte Stadtteil wird vom Militär abgesperrt und von Helfern durchsucht, über 200 Menschen werden noch vermißt. Tausende Menschen übernachten im Freien oder in Kirchen.

JA

2
8.3.12

Noch ein Bericht über die unfassbare Zerstörung in Brazzaville durch die Explosion eines Munitionslagers. Unter den Trümmern liegen offenbar noch Hunderte Tote, außer den über 200 gefundenen. Von einer Kirche, in der zu der Zeit gerade Gottesdienst war, ist praktisch nichts mehr zu sehen. (Auch das bisher kein Grund für deutsche TV-Sender, darüber zu berichten).   ¤

A

2
           
10.3.12

Durch die Explosionskatastrophe sind 14.000 Menschen obdachlos geworden. Ein Bericht zeigt, wie sie in Notunterkünften, Zelten von Hilfsorganisationen und in Kirchen unterkommen.

JA

2

11.3.12

Eine Woche nach der Explosion Trauerfeier für die Toten, deren genaue Zahl weiter unbekannt ist, Hunderte Leichen liegen noch unter Trümmern.

JA

2

30.4.12

Knapp zwei Monate nach der riesigen Explosion in Brazzaville, bei der ein ganzes Stadtviertel zerstört wurde können die Trümmer noch nicht beseitigt werden, weil dazwischen auch Tausende von nicht explodierten Granaten rumliegen. Spezialisten suchen sie und sammeln sie in mühseliger Kleinarbeit ein.   ¤

JA

2
26.4.13

Über ein Jahr nach der Explosionskatastrophe wieder mal ein Bericht aus Brazzaville. Der komplett zerstörte Stadtteil Mpila liegt immer noch in Trümmern, an Wiederaufbau ist nicht zu denken, weil weiterhin internationale Minensuchteams nach nicht explodierten Granaten suchen. Die Zahl der damals Getöteten wird jetzt mit "über 300" angegeben.

JA

2

21.6.13

"Der große Treck": im "auslandsjournal-extra" ein Bericht von Winfried Bauer und Jörg Brase über Buren aus Südafrika, denen es dort ohne Sklaverei nicht mehr gefiel und die dann mit schweren Landmaschinen nach Kongo-Brazzaville umgesiedelt sind, um dort den dummen Negern zu zeigen, wie man richtig Landwirtschaft macht. Mit maximaler Naturzerstörung, aber eher mäßigem Erfolg. Der Bericht betrachtet den rassistischen Irrsinn durchaus freundlich.

3sat

15

8.8.13

Eineinhalb Jahre nach der Explosionskatastrophe (über 500 Tote, keine Meldungen im deutschen TV) beginnt ein Strafprozeß gegen einige verantwortliche Soldaten. Infos aus Brazzaville von Arsène Sèverin, dazu Bilder von damals. 

JA

2
16.12.13

Kämpfe in Brazzaville, es geht um Oberst Marcel Ntsourou, der als Verantwortlicher der Explosionskatastrophe vom 4.3.12. gilt. (Details nicht kapiert. Korrigiert nach taz-Lektüre.)

JA

1/2

17.12.13

Bei den Kämpfen in Brazzaville sind mindestens 22 Menschen getötet worden. Bericht von Gervais Nitcheu (aitv

JA

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1.2.14

Über den Prozess gegen Militärs (u.a. Ex-Oberst Marcel Ntsourou), die für die Explosion vom 4.3.12. verantwortlich gemacht werden. (Details leider wieder nicht kapiert.)

JA

2

9.4.14

Die Regierung weist 8000 Zuwanderer aus der DRC dorthin aus. Infos telefonisch aus Brazzaville von Alain Shungu.

JA

2

1.5.14

Die Regierung hat in den letzten zwei Wochen etwa 40.000 Ausländer ausweisen und über den Fluß nach Kinshasa bringen lassen. Einige Tausend leben dort in einem improvisierten Flüchtlingslager und wissen nicht, wohin. Eine wütende Frau bringt es auf den Punkt: "Wir sind doch alle Afrikaner!" Bericht von Mehdi Meddeb.

JA

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10.5.14

"Mit offenen Karten: Neues aus der Republik Kongo" - (NNA)*

arte

12

15.6.14

In Brazzaville wird ein Armenviertel von Bulldozern plattgemacht, um dort eine Straße zu bauen. Bericht von Anne-Christine Roth (aitv).

JA

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8.7.14

Bericht aus Point-Noire über die andauernden Ausweisungen von Leuten die aus der benachbarten DRCongo stammen. (aitv)

JA

2
17.7.14

Die Behörden machen weiter Jagd auf unerwünschte "Ausländer" aus der benachbarten DRCongo. Bericht von Eleonore Abu Ez (aitv).

JA

2

20.4.15

Vor drei Jahren wurde das Stadtviertel Mpila durch die Explosion eines Munitionslager komplett zerstört, etwa 500 Menschen wurden getötet. Bis heute ist in dem Viertel kaum etwas wiederaufgebaut worden.

JA

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17.10.15

In Point-Noire demonstrieren Zigtausende gegen ein Referendum, mit dem Präsident Sassou-Nguesso die Verfassung ändern lassen will um sich eine weitere Amtszeit zu erlauben.

JA

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20.10.15

Bericht über Proteste der Opposition und Unruhen in Brazzaville.

E

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21.10.15

Weiter Proteste und Krawalle in Brazzaville. Bilder und telefonische Infos von Alain Shungu.

JA

2

23.10.15

Haru Mutasa berichtet aus Brazzaville über die Proteste der Opposition gegen das Referendum, das am Sonntag stattfinden soll und mit dem Präsident Sassou-Nguesso sich eine dritte Amtszeit genehmigen lassen will.

A

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25.10.15

Referendum über die Verfassungsänderung, die dem Präsidenten eine dritte Amtszeit ermöglichen soll.

E

1
27.10.15

Angeblich haben die Wähler mit 93 Prozent der Verfassungsänderung zugestimmt, bei einer Beteiligung von angeblich 70 Prozent. Die Opposition sieht die Beteiligung eher bei 10 Prozent. Bei AJE berichtet Haru Mutasa aus Brazzaville.

A,E

zus.3
19.3.16

Am Sonntag wird ein neuer Präsident gewählt. Präsident Denis Sassou-Nguesso rechnet mit der Wiederwahl, die Oppositionskandidaten nennen die Wahl unfair, weil der Amtsinhaber staatliche Ressourcen und Sicherheitskräfte für seinen Wahlkampf einsetzt. Befürchtungen, daß es nach der Wahl Ausschreitungen gibt. Berichte von Haru Mutasa und Sophie Roussy.

A,JA

zus.6
20.3.16

Bei der Präsidentschaftswahl gibt es lange Schlangen und offenbar massenhaft Fehler in den Wählerlisten. Keine Wahlbeobachter der EU, obwohl (bzw. weil) man mit Fälschungen rechnet. Die Regierung hat alle Telekommunikationsnetze stillegen lassen, angeblich um die Veröffentlichung von Teilergebnissen zu verhindern. Bericht bei AJE von Haru Mutasa. Einziger Bericht auf deutsch bei arte.

A,JA,arj

zus.6
           
22.3.16

Nach ersten inoffiziellen Einzelergebnissen soll Präsident Sassou Nguesso mit über 65 Prozent bestätigt worden sein. Die Regierung hat alle Kommunikationsmittel sperren lassen, damit solche Teilresultate nicht verbreitet werden. Bericht von Haru Mutasa.

A 2
23.3.16

Nach dem offiziellen Ergebnis ist Präsident Sassou Nguesso mit 60 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Seine Anhänger feiern. Die Opposition glaubt, daß das Ergebnis gefälscht wurde. Bericht aus Brazzaville von Haru Mutasa. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews

A,E zus.3
24.3.16

Nach dem umstrittenen Wahlsieg des Präsidenten plant die Opposition Proteste. Bericht von Haru Mutasa. Einziger Bericht auf deutsch bei Euronews. 

A,E

zus.3

4.4.16

Heftige Kämpfe in Brazzaville. Angeblich haben bewaffnete Anhänger der Opposition ("Ninjas") mehrere Polizeiwachen gestürmt. Tausende Zivilisten flüchten. Bilder von brennenden Gebäuden. Erster Bericht bei Euronews.

A,E

zus.1

           
5.4.16

Nur bei TV5 ein Bericht aus Brazzaville nach den Kämpfen des Vortags. Im Moment scheint wieder Ruhe zu herrschen. Niemand weiß genau, was passiert ist.

JA

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6.4.16

Guy-Brice Parfait Kolélas, der Zweitplazierte der Präsidentenwahl, ruft seine Anhänger auf, das Resultat zu akzeptieren. In Teilen der Hauptstadt und in der umliegenden Provinz Pool gibt es anscheinend immer noch Gefechte mit Rebellen, angeblich hat es dort auch Luftangriffe der Armee gegeben. Bilder von fliehenden Zivilisten. Infos aus Brazzaville von Alain Shungu (telefonisch).

JA

3
7.4.16

Mehr über die Kämpfe mit Rebellen in den letzten Tagen. Und über Vorwürfe aus den Panama Papers gegen den frisch wiedergewählten Präsidenten Sassou-Nguesso. Bericht. (NNA)*

JA

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1.10.16

Erneut schwere Unruhen in der Region Pool (westlich der Hauptstadt). Bilder von ausgebrannten Polizeiwagen und Krankenwagen. Hintergrund leider nicht verstanden.

JA

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14.10.16

Infos über neue Kämpfe und Luftangriffe in der Region Pool. 

JA

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13.11.16

Schon seit einem halben Jahr gibt es in der Region Pool rund um die Hauptstadt immer wieder Kämpfe zwischen der Armee und "Ninja-Rebellen". Tausende Menschen sind darum auf der Flucht. Bericht.

JA

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